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BASA Fernsprechsystem

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Andrew Emmerson

unread,
Jan 27, 2004, 4:04:26 AM1/27/04
to
Seit manchen Jahren studie die Entwicklung des BASA-Systems, insbesondere
sein Ausbreitung waehrend des zweiten Weltkrieges. Ich moechte gern hoeren
vom jemand, der Informationen darüber mit mich tauschen würde. Ich habe z.
B. manche Materialen auf Englisch aus den Jahren 1946/47, als die Allierte
Behoerden Studien davon machten.

Hierunter sind z.B. Netzplaene mit den Vorwahlkennziffern, von Paris (950),
Bruessel (948) und Utrecht (949) in den Westen bis zu Koenigsberg (990),
Posen (993) und Warschau (994) in den Osten. Die Vorwahlziffern fuer Rostov
und Minsk sind leider nicht gegeben; wissen Sie vielleicht wo ich diese
Informationen finden koennte? Natuerlich bin ich bereit, Fotokopien von
meinen Dokumenten zu schicken.

Ich glaube dass einige der Vorwahlnummer fuer einige Oerter geaendert sind,
z.B. Hamburg ist umgewandelt, von 947 (1947) zu 930 (heute).

Ich habe keine Ahnung was geschah mit der Basa in der DDR. Ich vermute dass
heute die zwei Systeme zusammengebracht sind. Es waere sehr nuetzlich wenn
jemand eine komplette Liste der heutigen Vorwahlnummern fuer Mich finden
koennten.

Alles beste,
Andy Emmerson.


Folke Brockmann

unread,
Jan 27, 2004, 10:24:24 AM1/27/04
to

"Andrew Emmerson" <mids...@cix.co.uk> schrieb

> Ich habe keine Ahnung was geschah mit der Basa in der DDR. Ich vermute
dass
> heute die zwei Systeme zusammengebracht sind. Es waere sehr nuetzlich wenn
> jemand eine komplette Liste der heutigen Vorwahlnummern fuer mich finden
> koennten.

Dieses Vorwahlnummersystem gibt es heute so nicht mehr, im Rahmen der
ISDN'ualisierung wurden für den innerdienstlichen Teflonverkehr überwiegend
4-stellige Vorwahlnummern vergeben.

Zu Wendezeiten war ich als Aufsichtsbeamter auf einem Ruhrgebiets-HBF
eingesetzt, an der Basa-Telefonzelle hinter meinem Dienstraum bildeten sich
manchmal Schlangen von Bahnern
die über das Basa-Netzt mit Angehörigen die bei der Reichsbahn arbeiteten
kostenfrei sprechen wollten, diese mußten zum angerufen werden nicht
unbedingt auf ihrem Dienstposten sitzen sondern viele hatten auch zuhause
einen Basa-Anschluss so wie es ganz früher für Führungskräfte bei der
BUNDESBAHN auch üblich gewesen sein soll!

--
MfG Folke B.

EFW-Zf-Präsenz: http://home.t-online.de/home/efwitten/efwa0196.htm

Frank Nitzschner

unread,
Jan 27, 2004, 11:20:24 AM1/27/04
to
" Folke Brockmann" schrieb:

> die über das Basa-Netzt mit Angehörigen die bei der Reichsbahn
> arbeiteten kostenfrei sprechen wollten, diese mußten zum angerufen
> werden nicht unbedingt auf ihrem Dienstposten sitzen sondern viele
> hatten auch zuhause einen Basa-Anschluss so wie es ganz früher für
> Führungskräfte bei der BUNDESBAHN auch üblich gewesen sein soll!
>

Basa-Anschlüsse zuhause waren bei Bereitschaftsdienst Leistenden,
Schichtleitern etc und natürlich beim LdD üblich. Teilweise auch
mit Postberechtigung; 3XXer Nummer über eine Postmietleitung.
Wer in Bahnnähe wohnte, bekam auch schon mal einen induktiven
Teilnehmeranschluß mit 6XXer Nummer hingestellt.

Grüsse
Fra*nur Kleinbasaanschluß*nk

Ralf Gunkel

unread,
Jan 27, 2004, 11:42:08 AM1/27/04
to

" Folke Brockmann" <DEUTSCHE_...@gmx.de> schrieb:
> "Andrew Emmerson" <mids...@cix.co.uk> schrieb

> > Ich habe keine Ahnung was geschah mit der Basa in der DDR. Ich vermute
> dass
> > heute die zwei Systeme zusammengebracht sind. Es waere sehr nuetzlich
wenn
> > jemand eine komplette Liste der heutigen Vorwahlnummern fuer mich finden
> > koennten.
>
> Dieses Vorwahlnummersystem gibt es heute so nicht mehr, im Rahmen der
> ISDN'ualisierung wurden für den innerdienstlichen Teflonverkehr
überwiegend
> 4-stellige Vorwahlnummern vergeben.
>

Nicht die Vorwahlen wurden meist mit ISDN verlängert sondern meist die
Teilnehmer.
Aus 345 wurde dann 1345.
Die grössren Städte bzw. ehm BD oder RA SItze wie Frankfurt/M, Mainz, Köln,
Wuppertal, München etc. haben auch weiterhin 3stellige BASA Vorwahlen.
WAs hingegen selten geworden ist sind zweistellige Teilnehmernummern unter
ISDN. Aber es gibt sie noch. Z.B. in FWH.

Im Zuge der Zusammenlegung, einhergehend mit der EInführung von ISDN wurden
die Nummern und das Wählsystem geändert.
"Alt"-BASA hatte Frankfurt ja die 812. Darmstadt die 862. DIe 8er Nummern
waren aber für das Telefonieren innerhalb der Direktionsgrenzen.
Wollte man von Darmstadt nach Köln telefonieren so war erst Frankfurt,
danach Köln (mit 9xx Nummer) und danach der Teilnehmer anzuwählen. Nach den
Vorwahlen sollte man immer mal kurz warten damit die Relais auch nachkamen.
Mittlerweile sind die 8xx und 8xxx Nummern gänzlich von 9xx und 9xxxx
abgelöst und mann kann ohne weitere "relaisstationen" quer durch die
Republik telefonieren.

Im alten Modus war aber eine schöne Schleife quer durch die Republik
möglich. Frankfurt - München via Hamburg, Kiel, Köln, Stuttgart war gut
möglich.

Dies ermöglichte auch eine Umgehung von Leitungsstörungen.
War die Telefonleitung zwischen Frankfurt und Darmstadt mal wieder von einem
Bagger gefunden worden so war keine Verbindung aus der Prärie nch Frankfurt
möglich da die Darmstädter BASA immder die Hauptleitung anschaltete.
Dann musste man sich nach Wiebelsbach wählen, dort auf die KleinBASA nach
Hanau übergehen (mit 812 wäre die Leitung wieder via Darmstadt geschaltet
worden) und von dort aus per 812 wieder nach Frankfurt.
Naja, die Verbindung war meist bescheiden aber besser als nichts.

> ..zuhause


> einen Basa-Anschluss so wie es ganz früher für Führungskräfte bei der
> BUNDESBAHN auch üblich gewesen sein soll!
>

Leiter der Bahnmeistereien oder Bahnhofsvorstehen hatten dies bie der
Bundesbahn auch oft.
Wie Frank schon schreibt gab es aber auch öfters Bereitschafthabende (Bm,
Sig...) die auch BASA Endanschlüsse zu Hazse hatten.
Neee, da ist mir das Diensthandy nur zum Dienstgebrauch lieber.

--
Gruß Ralf

-Scumandà da traversar ils binaris-


Reinhard Schumacher

unread,
Jan 27, 2004, 2:09:54 PM1/27/04
to
On Tue, 27 Jan 2004 17:42:08 +0100, "Ralf Gunkel"
<group....@ralf-gunkel.de> wrote:

>Nicht die Vorwahlen wurden meist mit ISDN verlängert sondern meist die
>Teilnehmer.

Aha, und um wieviel Zentimeter?

SCNR
Reinhard

Armin Muehl

unread,
Jan 27, 2004, 2:13:14 PM1/27/04
to
On Tue, 27 Jan 2004 17:42:08 +0100, "Ralf Gunkel"
<group....@ralf-gunkel.de> wrote:

>> ..zuhause
>> einen Basa-Anschluss so wie es ganz früher für Führungskräfte bei der
>> BUNDESBAHN auch üblich gewesen sein soll!
>>
>Leiter der Bahnmeistereien oder Bahnhofsvorstehen hatten dies bie der
>Bundesbahn auch oft.
>Wie Frank schon schreibt gab es aber auch öfters Bereitschafthabende (Bm,
>Sig...) die auch BASA Endanschlüsse zu Hazse hatten.

In Rheine gab es davon laut Kabelplan eine ganze Reihe. Das waren dann
nicht nur Haeuser in Bahnnaehe (meistens Dienstwohnungen), sondern
auch andere im Stadtgebiet. Selbst auf dem Kabelplan von 1975 findet
man das noch reichlich.


>Neee, da ist mir das Diensthandy nur zum Dienstgebrauch lieber.

Das kann man abschalten :-)

Armin

--
Armin Muehl

http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://www.museumsstellwerk.de (Museumsstellwerk Rheine e.V.)

Frank Lakemann

unread,
Jan 27, 2004, 2:11:42 PM1/27/04
to
Ralf Gunkel schrieb:

> Im alten Modus war aber eine schöne Schleife quer durch die Republik
> möglich. Frankfurt - München via Hamburg, Kiel, Köln, Stuttgart war gut
> möglich.

Das ging auch nach der Digitalisierung des BASA-Netzes noch!

> Dies ermöglichte auch eine Umgehung von Leitungsstörungen.

Das macht die Vermittlungstechnik heute selbständig. Leider gibt
es gelegentlich mehr Bagger als alternative Leitungswege. :-(

Gruß, Frank

Reinhard Schumacher

unread,
Jan 27, 2004, 2:15:57 PM1/27/04
to
On Tue, 27 Jan 2004 17:42:08 +0100, "Ralf Gunkel"
<group....@ralf-gunkel.de> wrote:

>Im alten Modus war aber eine schöne Schleife quer durch die Republik
>möglich. Frankfurt - München via Hamburg, Kiel, Köln, Stuttgart war gut
>möglich.
>
>Dies ermöglichte auch eine Umgehung von Leitungsstörungen.

Aber von Vorwahl zu Vorwahl zu Vorwahl wurde die Verbindung immer
schlechter.

>War die Telefonleitung zwischen Frankfurt und Darmstadt mal wieder von einem
>Bagger gefunden worden so war keine Verbindung aus der Prärie nch Frankfurt
>möglich da die Darmstädter BASA immder die Hauptleitung anschaltete.
>Dann musste man sich nach Wiebelsbach wählen, dort auf die KleinBASA nach
>Hanau übergehen (mit 812 wäre die Leitung wieder via Darmstadt geschaltet
>worden) und von dort aus per 812 wieder nach Frankfurt.

Wenn man einmal rund um die Republik gewählt hatte und dann zum Schluß
die eigene Nummer wählte, dann den Hörer wieder auflegte, klingelte es
noch kurz am eigenen Apparat.

Reinhard

Ralf Gunkel

unread,
Jan 27, 2004, 2:18:59 PM1/27/04
to

"Reinhard Schumacher" <spam.sc...@arcor.de> schrieb:

> Wenn man einmal rund um die Republik gewählt hatte und dann zum Schluß
> die eigene Nummer wählte, dann den Hörer wieder auflegte, klingelte es
> noch kurz am eigenen Apparat.
>

War langweilig auf deinem Stellwerk, was? ;-)

*duck und weg*

Ralf Gunkel

unread,
Jan 27, 2004, 2:21:38 PM1/27/04
to

"Reinhard Schumacher" <spam.sc...@arcor.de> schrieb:
*Aaaargh* Das musste ja kommen.

Verbessere auf "Teilnehmernummer".
Wenn ich jetzt "...die Nummer des Teilnehmers wurde verlängert" geschrieben
hätte, wäre dir auch wieder was eingefallen.

Brauchst du nicht noch etwas W-Kabel für deinen PC?
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=3069976001&category=26809

:-)))

Ralf Gunkel

unread,
Jan 27, 2004, 2:23:39 PM1/27/04
to

"Frank Lakemann" <Frank.Lakemann#no+...@t-online.de> schrieb:

> Ralf Gunkel schrieb:
>
> > Im alten Modus war aber eine schöne Schleife quer durch die Republik
> > möglich. Frankfurt - München via Hamburg, Kiel, Köln, Stuttgart war gut
> > möglich.
>
> Das ging auch nach der Digitalisierung des BASA-Netzes noch!
>
Stimmt, während ein paar ahre ging es paralell.
Da war das Fernstreckentelefonieren aber bisweilen schlimmer als zu Zeiten
der händischen Vermittlungsstöpselei.

> > Dies ermöglichte auch eine Umgehung von Leitungsstörungen.
>
> Das macht die Vermittlungstechnik heute selbständig. Leider gibt
> es gelegentlich mehr Bagger als alternative Leitungswege. :-(
>

Motorgetriebenes Kabelsuchgerät mit B, 6 senkrecht...

Reinhard Schumacher

unread,
Jan 27, 2004, 2:55:11 PM1/27/04
to
On Tue, 27 Jan 2004 20:21:38 +0100, "Ralf Gunkel"
<group....@ralf-gunkel.de> wrote:

>
>"Reinhard Schumacher" <spam.sc...@arcor.de> schrieb:
>> On Tue, 27 Jan 2004 17:42:08 +0100, "Ralf Gunkel"
>> <group....@ralf-gunkel.de> wrote:
>>
>> >Nicht die Vorwahlen wurden meist mit ISDN verlängert sondern meist die
>> >Teilnehmer.
>>
>> Aha, und um wieviel Zentimeter?
>>
>*Aaaargh* Das musste ja kommen.
>
>Verbessere auf "Teilnehmernummer".
>Wenn ich jetzt "...die Nummer des Teilnehmers wurde verlängert" geschrieben
>hätte, wäre dir auch wieder was eingefallen.

Ach was. Obwohl, wenn die Nummer lang genug dauert, hat das auch was
für sich. :-)

>Brauchst du nicht noch etwas W-Kabel für deinen PC?
>http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=3069976001&category=26809
>
>:-)))

100 Meter Wireless-Lan-Kabel sind mir aber zu wenig. :-) Außerdem
würde ich ständig darüber stolpern.

Reinhard

Folke Brockmann

unread,
Jan 27, 2004, 2:54:32 PM1/27/04
to

"Ralf Gunkel" schrieb
> "Reinhard Schumacher" schrieb:

> > Wenn man einmal rund um die Republik gewählt hatte und dann zum Schluß
> > die eigene Nummer wählte, dann den Hörer wieder auflegte, klingelte es
> > noch kurz am eigenen Apparat.

> War langweilig auf deinem Stellwerk, was?

Deswegen macht der ja jetzt was anderes?! ;-))

Ich kannte Stw's-Kollegen (ich natürlich nicht) die machten sich dabei
lustig über die Ansage des Ortsnamens des jeweiligen Basa-Knotens wo man
sich gerade wähltechnisch hinbegeben hatte, denn auch die Ausprache
entsprach dann nämlich dem Dialekt der entsprechenden Gegend, mal war die
oder der Ansagende in der Endlosschleife recht nüchtern und im
gleichbleibendem Tonfall - mal etwas geschwungener, interessant wurde es
dann nach der Wende als man sich ins DV-Land basamäßig einwählen konnte, ich
kann mich noch sehr genau an Aschersleben erinnern... ;-)

--

Gruß Folke aus Wattenscheid
http://home.t-online.de/home/efwitten/efwa0196.htm (=EFW-Zf)
ex Rl Ostberg EBLA,
Zugansager EBO u. EWAN,
Zugabfertiger Hamm Rbf HRO,
Ww EDOB, Fs/Zs/Zf EHG EDO,
ö.A. EDOB EBO EWAN EG,
Fdl EWAT EBOG EBO EBLA usw.,
z. Zt. Tf

Reinhard Schumacher

unread,
Jan 27, 2004, 3:03:00 PM1/27/04
to
On Tue, 27 Jan 2004 20:18:59 +0100, "Ralf Gunkel"
<group....@ralf-gunkel.de> wrote:

>
>"Reinhard Schumacher" <spam.sc...@arcor.de> schrieb:
>
>> Wenn man einmal rund um die Republik gewählt hatte und dann zum Schluß
>> die eigene Nummer wählte, dann den Hörer wieder auflegte, klingelte es
>> noch kurz am eigenen Apparat.
>>
>War langweilig auf deinem Stellwerk, was? ;-)

>*duck und weg*

Kannst wieder hochkommen, hast ja Recht. Damals war es ein
mechanisches Stellwerk, Nachtschicht mit 3 Mann (Fdl, Ww, Zgm). Da
nachts kaum rangiert wurde, hatte ich als Weichenwärter mit den
durchfahrenden Zügen so gut wie keine Arbeit. So habe ich mir die Zeit
damit vertrieben, daß ich mir ein eigenes BASA-Vorwahlverzeichnis
erstellt habe einschließlich Österreich. Nur die Wählscheibe machte
irgendwann schlapp... :-)

Reinhard

Folke Brockmann

unread,
Jan 27, 2004, 3:18:49 PM1/27/04
to

"Reinhard Schumacher" schrieb

> Kannst wieder hochkommen, hast ja Recht. Damals war es ein
> mechanisches Stellwerk, Nachtschicht mit 3 Mann (Fdl, Ww, Zgm). Da
> nachts kaum rangiert wurde, hatte ich als Weichenwärter mit den
> durchfahrenden Zügen so gut wie keine Arbeit. So habe ich mir die Zeit
> damit vertrieben, daß ich mir ein eigenes BASA-Vorwahlverzeichnis
> erstellt habe einschließlich Österreich. Nur die Wählscheibe machte
> irgendwann schlapp...

Obwohl ja die Wählscheiben eines W 48 bedeutent robuster waren als die
Wähltastaturen!

--
Meint freundlich grüßend
Folke aus 44867 WATTENSCHEID
Mein Motto: Lieber 'nen wackligen Kneipentisch als 'ne feste Beziehung!

Ralf Gunkel

unread,
Jan 27, 2004, 3:35:25 PM1/27/04
to

" Folke Brockmann" <DEUTSCHE_...@gmx.de> schrieb

> "Reinhard Schumacher" schrieb
> > Kannst wieder hochkommen, hast ja Recht. Damals war es ein
> > mechanisches Stellwerk, Nachtschicht mit 3 Mann (Fdl, Ww, Zgm). Da
> > nachts kaum rangiert wurde, hatte ich als Weichenwärter mit den
> > durchfahrenden Zügen so gut wie keine Arbeit. So habe ich mir die Zeit
> > damit vertrieben, daß ich mir ein eigenes BASA-Vorwahlverzeichnis
> > erstellt habe einschließlich Österreich. Nur die Wählscheibe machte
> > irgendwann schlapp...
>
> Obwohl ja die Wählscheiben eines W 48 bedeutent robuster waren als die
> Wähltastaturen!
>

Besser die Wählscheibe gibt nach, bevor es bleibende Schäden an Reinhards
Zeigefinger zur Folge hat.

--
Gruß Ralf

Mail bitte an r.gunkel "äd" gmx.de

Folke Brockmann

unread,
Jan 27, 2004, 3:42:00 PM1/27/04
to

"Ralf Gunkel"
> > "Reinhard Schumacher" schrieb

> > > Nur die Wählscheibe machte
> > > irgendwann schlapp...
> > Obwohl ja die Wählscheiben eines W 48 bedeutent robuster waren als die
> > Wähltastaturen!
> Besser die Wählscheibe gibt nach, bevor es bleibende Schäden an Reinhards
> Zeigefinger zur Folge hat.

Es gibt auch Leute die benutzen ihr Schreibgerät als verlängerten Wählfinger
weil das besser in das Wählscheibenloch passt! ;-))

--
Meint Folke aus 44867 Wattenscheid
Öl-103er-Internet-Präsenz: http://sienursie.de/devot/oelbild.htm

Reinhard Schumacher

unread,
Jan 27, 2004, 4:35:41 PM1/27/04
to
On Tue, 27 Jan 2004 20:54:32 +0100, " Folke Brockmann"
<DEUTSCHE_...@gmx.de> wrote:

>
>Ich kannte Stw's-Kollegen (ich natürlich nicht) die machten sich dabei
>lustig über die Ansage des Ortsnamens des jeweiligen Basa-Knotens wo man
>sich gerade wähltechnisch hinbegeben hatte, denn auch die Ausprache
>entsprach dann nämlich dem Dialekt der entsprechenden Gegend, mal war die
>oder der Ansagende in der Endlosschleife recht nüchtern und im
>gleichbleibendem Tonfall - mal etwas geschwungener, i

War ja auch ein beknackter Job, immer, wenn einer anrief, nur ständig
den Ortsnamen zu sagen. :-)

Reinhard

Reinhard Schumacher

unread,
Jan 27, 2004, 4:37:40 PM1/27/04
to
On Tue, 27 Jan 2004 21:35:25 +0100, "Ralf Gunkel"
<group....@ralf-gunkel.de> wrote:

>Besser die Wählscheibe gibt nach, bevor es bleibende Schäden an Reinhards
>Zeigefinger zur Folge hat.

Mein Zeigefinger war nicht gefährdet, ich bevorzugte den Mittelfinger.

Reinhard

Armin Muehl

unread,
Jan 27, 2004, 5:13:07 PM1/27/04
to
On Tue, 27 Jan 2004 20:54:32 +0100, " Folke Brockmann"
<DEUTSCHE_...@gmx.de> wrote:

>gleichbleibendem Tonfall - mal etwas geschwungener, interessant wurde es
>dann nach der Wende als man sich ins DV-Land basamäßig einwählen konnte, ich
>kann mich noch sehr genau an Aschersleben erinnern... ;-)

Erzaehl mal...

Kühne Gunter

unread,
Jan 27, 2004, 6:38:09 PM1/27/04
to
Armin Muehl wrote:

> On Tue, 27 Jan 2004 20:54:32 +0100, " Folke Brockmann"
> <DEUTSCHE_...@gmx.de> wrote:
>
>>gleichbleibendem Tonfall - mal etwas geschwungener, interessant wurde es
>>dann nach der Wende als man sich ins DV-Land basamäßig einwählen konnte,
>>ich kann mich noch sehr genau an Aschersleben erinnern... ;-)
>
> Erzaehl mal...

Etwa so
Hier Dräääsden hier Dräääsden
Als mitleser wieder weg
Gunter von der gelben gefahr.
> Armin
>

--
Irgendwan emulieren wir euch alle.

Marc Haber

unread,
Jan 28, 2004, 8:06:03 AM1/28/04
to
" Folke Brockmann" <DEUTSCHE_...@gmx.de> wrote:
>"Ralf Gunkel"

>> Besser die Wählscheibe gibt nach, bevor es bleibende Schäden an Reinhards
>> Zeigefinger zur Folge hat.
>
>Es gibt auch Leute die benutzen ihr Schreibgerät als verlängerten Wählfinger
>weil das besser in das Wählscheibenloch passt! ;-))

Ich überlege gerade, wann ich zum letzten Mal eine Wählscheibe bedient
habe. Das müsste irgendwann Anfang der 90er in einer Telefonzelle
gewesen sein.

Grüße
Marc

--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Karlsruhe, Germany | Beginning of Wisdom " | Fon: *49 721 966 32 15
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fax: *49 721 966 31 29

Niels Bock

unread,
Jan 28, 2004, 9:37:44 AM1/28/04
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> schrieb:

>Ich überlege gerade, wann ich zum letzten Mal eine Wählscheibe bedient
>habe. Das müsste irgendwann Anfang der 90er in einer Telefonzelle
>gewesen sein.

Bei mir ist das erst vier bis fünf Jahre her. Bekannte hatten noch bis
1999 ein Wählscheibentelefon und hier gab es IIRC auch um 2000 herum
noch öffentliche Telefone mit Wählscheibe.

--
|Wer durch's Net rennt und überall verkündet, daß Gott ein Idiot
|ist und gleichzeitig fürchtet, das könne seiner Kandidatur als
|Papst abträglich sein, hat für mich sowieso einen an der Waffel.
Stefanie Kruse in arcor.help über X-No-Archive: Yes

Matthias Dingeldein

unread,
Jan 28, 2004, 11:18:07 AM1/28/04
to
Reinhard Schumacher schrieb:

>
> Mein Zeigefinger war nicht gefährdet, ich bevorzugte den Mittelfinger.

... der dann irgendwann heißlief. Daher die Bezeichnung "Stinkefinger"

Gruß & SCNR, Matthias Dingeldein

--
"Ich mag keine Rekorde. Da muss man sich so auspowern."
sprach Rösi, eine weitere 100-Stunden-Woche abreißend

Matthias Doerfler

unread,
Jan 28, 2004, 12:53:52 PM1/28/04
to
Zuletzt schrieb Folke Brockmann:

> Zu Wendezeiten war ich als Aufsichtsbeamter auf einem Ruhrgebiets-HBF
> eingesetzt, an der Basa-Telefonzelle hinter meinem Dienstraum bildeten sich
> manchmal Schlangen von Bahnern
> die über das Basa-Netzt mit Angehörigen die bei der Reichsbahn arbeiteten
> kostenfrei sprechen wollten,

In dem Kontext mag ich darauf hinweisen, dass die Zusammenschaltung
der DB-Basa mit der DR-Basa erst nach der Wende und im Zweifel völker-
rechtswidrig erfolgte. Nach Artikel 12 Nr. 6 des Verkehrsvertrages vom
26. Mai 1972 waren ausschließlich die Fd-Leitungen der Grenzbetriebs-
stellen untereinander zugelassen, die wiederum ausdrücklich weder mit
dem bahneigenen noch mit dem öffentlichen Netz verbunden werden
durften. Formell ist der Verkehrsvertrag bis zum Beitritt nicht
geändert wordem (insoweit war auch der Reisezugverkehr über Walkenried
- Ellrich in einer Grauzone).
Rein tatsächlich funtionierten aber die Wählverbindungen über die her-
gestellten Direktwahlen zwischen den Ortsbasas hüben und drüben mit
anschließender Weiterwahl in der Zeitspanne besser als der offizielle
Weg über die Fernbasas Frankfurt und Berlin.
--

mfg Matthias Dörfler

Diese Nachricht stellt nur meine persönliche Meinung dar.

Knut Ochdorf

unread,
Jan 28, 2004, 1:01:17 PM1/28/04
to
Matthias Doerfler schrieb:

>
> In dem Kontext mag ich darauf hinweisen, dass die Zusammenschaltung
> der DB-Basa mit der DR-Basa erst nach der Wende und im Zweifel völker-
> rechtswidrig erfolgte. Nach Artikel 12 Nr. 6 des Verkehrsvertrages vom
> 26. Mai 1972 waren ausschließlich die Fd-Leitungen der Grenzbetriebs-
> stellen untereinander zugelassen, die wiederum ausdrücklich weder mit
> dem bahneigenen noch mit dem öffentlichen Netz verbunden werden
> durften. Formell ist der Verkehrsvertrag bis zum Beitritt nicht
> geändert wordem (insoweit war auch der Reisezugverkehr über Walkenried
> - Ellrich in einer Grauzone).

Du kennst aber die Basa-Verbindungen zwischen Bundes- und
Reichsbahnbasa, die es schon vor der Wende in der DDR gab?

> Rein tatsächlich funtionierten aber die Wählverbindungen über die her-
> gestellten Direktwahlen zwischen den Ortsbasas hüben und drüben mit
> anschließender Weiterwahl in der Zeitspanne besser als der offizielle
> Weg über die Fernbasas Frankfurt und Berlin.

Kein Wunder, die waren ja auch derart überlastet, das man schnell eine
Kapazitätserweiterung baute.

KNut

Ralf Gunkel

unread,
Jan 28, 2004, 4:44:37 PM1/28/04
to

"Reinhard Schumacher" <spam.sc...@arcor.de> schrieb:

> War ja auch ein beknackter Job, immer, wenn einer anrief, nur ständig
> den Ortsnamen zu sagen. :-)
>

Mir hat Ääässen gefallen.
Abendfüllendes Programm war "Wiebelsbach Heubach" mit aufschwingenden "Heu"
gesprochen.

H. Schubert

unread,
Jan 29, 2004, 3:41:10 AM1/29/04
to
Wie ist heute eigentlich die Bezeichnung des
Bahn-Fernmeldesystems, nachdem es von Arcor zur DB zurück
gekommen ist? Wird der Begriff BASA wieder verwendet?

Gruß
Hartmut

--
AntiSpam: Nachrichten ans "from" werden ungelesen gelöscht.
Für reale Nachrichten bitte net durch de ersetzen.

Ralf Gunkel

unread,
Jan 29, 2004, 4:24:04 AM1/29/04
to
"H. Schubert" <bon...@gmx.net> schrieb:

> Wie ist heute eigentlich die Bezeichnung des
> Bahn-Fernmeldesystems, nachdem es von Arcor zur DB zurück
> gekommen ist? Wird der Begriff BASA wieder verwendet?
>

Gute Frage.
In den internen Telefonbüchern und sonstigen Bekanntmachungen mutiert die
Bezeichnung der Telefonnummern in den letzten Jahren von BASA: 9xxx xxxx
über Arcor: 9xxx xxxx bis hin zu DB Telematik: 9xxx xxxx.
Aber oft wird auch weiter BASA: 9xxx geschieben und da weiss jeder was
gemeint ist.
Warum sich einen neuen Begriff merken wenn der Halbwertzeit der
Bezeichnung/Firmenbezeichnung oft <12Monate ist ;-)

Frank Nitzschner

unread,
Jan 29, 2004, 4:44:11 AM1/29/04
to
"H. Schubert" schrieb:

> Wie ist heute eigentlich die Bezeichnung des
> Bahn-Fernmeldesystems, nachdem es von Arcor zur DB zurück
> gekommen ist? Wird der Begriff BASA wieder verwendet?
>

Umgangssprachlich hieß es eigentlich immer BASA;-)
Offiziell war es eine Zeitlang Arcor 9XX XXXXX, jetzt
gibt man meist die Posteinwahl an und/oder "intern" für
die Vorwahlen von DB-Problematik.

Grüsse
Frank

Knud Schlotfeld

unread,
Jan 29, 2004, 10:45:26 AM1/29/04
to
Marc Haber wrote:

>
> Ich überlege gerade, wann ich zum letzten Mal eine Wählscheibe bedient
> habe. Das müsste irgendwann Anfang der 90er in einer Telefonzelle
> gewesen sein.
>

Privat mußte ich mich bei meinem letzten Umzug davon trenne, da
kein "Stecker" für das alte Telephon aufzutreiben war. An der
Uni gab es noch einen gewissen Anteil mit Wählscheibe, bis das
Haustelephonnetz zur Telekom "outgesourct" wurde. Das ist wimre
gut zwei Jahre her.

Gruß

Knud

Matthias Doerfler

unread,
Jan 29, 2004, 12:41:52 PM1/29/04
to
Zuletzt schrieb Knut Ochdorf:

> Du kennst aber die Basa-Verbindungen zwischen Bundes- und
> Reichsbahnbasa, die es schon vor der Wende in der DDR gab?

Ich schrieb:

> > der offizielle
> > Weg über die Fernbasas Frankfurt und Berlin.

Alles klar?

Knut Ochdorf

unread,
Jan 29, 2004, 1:08:55 PM1/29/04
to
Matthias Doerfler schrieb:

> Zuletzt schrieb Knut Ochdorf:
>
>
>>Du kennst aber die Basa-Verbindungen zwischen Bundes- und
>>Reichsbahnbasa, die es schon vor der Wende in der DDR gab?
>
>
> Ich schrieb:
>
>
>>>der offizielle
>>>Weg über die Fernbasas Frankfurt und Berlin.
>>
>
> Alles klar?

Und ich bezog mich auf:

> In dem Kontext mag ich darauf hinweisen, dass die Zusammenschaltung
> der DB-Basa mit der DR-Basa erst nach der Wende und im Zweifel völker-
> rechtswidrig erfolgte.

Nun alles klar?

Knut

Kai Ludwig

unread,
Jan 30, 2004, 3:17:48 PM1/30/04
to
"Ralf Gunkel" <group....@ralf-gunkel.de> wrote in message news:<bv64ds$7np$02$1...@news.t-online.com>...

> " Folke Brockmann" <DEUTSCHE_...@gmx.de> schrieb:

> > Dieses Vorwahlnummersystem gibt es heute so nicht mehr, im Rahmen der
> > ISDN'ualisierung wurden für den innerdienstlichen Teflonverkehr
> > überwiegend
> > 4-stellige Vorwahlnummern vergeben.


> >
> Nicht die Vorwahlen wurden meist mit ISDN verlängert sondern meist die
> Teilnehmer.

> Aus 345 wurde dann 1345.

Das geschah bei den Basa Hoyerswerda und Senftenberg übrigens erst
nach Inbetriebnahme der Digitalämter. Die 1 wurde aber nicht der
Rufnummer vorangestellt, sondern an die Vorwahl angehängt; intern
errufen sich die Teilnehmer durchaus unverändert mit z.B. 345.

> WAs hingegen selten geworden ist sind zweistellige Teilnehmernummern unter
> ISDN.

Würde ich nicht sagen. Die Basa Hohenbocka wurde bei der Digitali-
sierung sogar von dreistelligen auf zweistellige Rufnummern
umgestellt.

> Im Zuge der Zusammenlegung, einhergehend mit der EInführung von ISDN wurden
> die Nummern und das Wählsystem geändert.
> "Alt"-BASA hatte Frankfurt ja die 812. Darmstadt die 862. DIe 8er Nummern
> waren aber für das Telefonieren innerhalb der Direktionsgrenzen.

Bei der DR wurde diese Regel dann aber von zahlreichen Ausnahmen in
Form von Querverbindungen mit 8er Kennziffern über Rbd-Grenzen hinweg
bestätigt. Z.B. war Dresden aus der Rbd Cottbus mit, wenn ich mich
recht entsinne, der 870 zu erreichen. Kenner nutzten für Gespräche
nach Berlin diesen Weg und nicht den lehrbuchgerechten über Cottbus,
der chronisch leise Verbindungen lieferte. Allerdings mußte man mit-
unter neu anwählen, da manchmal auf der Leitung von Dresden nach
Berlin eine Rückkopplung entstand.

> Im alten Modus war aber eine schöne Schleife quer durch die Republik
> möglich. Frankfurt - München via Hamburg, Kiel, Köln, Stuttgart war gut
> möglich.

Besonders reizvoll bei diesem schönen Spiel war die deutliche
Signalverzögerung.

> Dies ermöglichte auch eine Umgehung von Leitungsstörungen.

> War die Telefonleitung zwischen Frankfurt und Darmstadt mal wieder von einem
> Bagger gefunden worden so war keine Verbindung aus der Prärie nch Frankfurt
> möglich da die Darmstädter BASA immder die Hauptleitung anschaltete.
> Dann musste man sich nach Wiebelsbach wählen, dort auf die KleinBASA nach
> Hanau übergehen (mit 812 wäre die Leitung wieder via Darmstadt geschaltet
> worden) und von dort aus per 812 wieder nach Frankfurt.
> Naja, die Verbindung war meist bescheiden aber besser als nichts.

Nun rate mal, was heute passiert, wenn ein Bagger ausgerechnet ein
bestimmtes LWL-Kabel findet...

KL

Kai Ludwig

unread,
Jan 30, 2004, 3:25:38 PM1/30/04
to
Reinhard Schumacher <spam.sc...@arcor.de> wrote in message news:<mmgd10l1p4lh9kls8...@4ax.com>...

> >War langweilig auf deinem Stellwerk, was? ;-)
>
> >*duck und weg*
>
> Kannst wieder hochkommen, hast ja Recht. Damals war es ein
> mechanisches Stellwerk, Nachtschicht mit 3 Mann (Fdl, Ww, Zgm). Da
> nachts kaum rangiert wurde, hatte ich als Weichenwärter mit den
> durchfahrenden Zügen so gut wie keine Arbeit. So habe ich mir die Zeit
> damit vertrieben, daß ich mir ein eigenes BASA-Vorwahlverzeichnis
> erstellt habe einschließlich Österreich.

Das wurde dann in der wilden Wendezeit bei Reichsbahns eifrig nach-
gemacht, unter Nutzung der völkerrechtswidrigen Nahverbindungen von
Gutenfürst nach Hof-Saale (die Ansage war ßo ßüüüß!) oder, wenn in
Gutenfürst die Basa schon am Durchglühen war, von Saalfeld nach
Lichtenfels. Die Verzeichnisse hatten dann auch schonmal die Form
gewissenhaft erstellter Kartenskizzen.

KL

Kai Ludwig

unread,
Jan 30, 2004, 3:32:40 PM1/30/04
to
Kühne Gunter <bas...@linux.net> wrote in message news:<bv6p9c$tkl$02$3...@news.t-online.com>...

> Armin Muehl wrote:
>
> > On Tue, 27 Jan 2004 20:54:32 +0100, " Folke Brockmann"
> > <DEUTSCHE_...@gmx.de> wrote:
> >
> >>gleichbleibendem Tonfall - mal etwas geschwungener, interessant wurde es
> >>dann nach der Wende als man sich ins DV-Land basamäßig einwählen konnte,
> >>ich kann mich noch sehr genau an Aschersleben erinnern... ;-)
> >
> > Erzaehl mal...
>
> Etwa so
> Hier Dräääsden hier Dräääsden

Ich kenne das als "Dräsdän, Dräääsdän! Dräsdän, Dräääsdän!" Also ohne
"hier", zweimal gesprochen und das mit herrlichen Hintergrundgeräu-
schen. Mit "hier" wäre dafür "Hiiier Hoyersweeerda, hiiier Hoyers-
weeerda!" zu bieten.

Das alles wird aber noch übertroffen von "Bus-Cott!!" Die Bandschleife
war wirklich zwischen den beiden Silben geschnitten...

KL

Kai Ludwig

unread,
Jan 30, 2004, 3:46:56 PM1/30/04
to
"Frank Nitzschner" <nos...@nitzschner.de> wrote in message news:<5e2245bbc96b50fb...@nitzschner.de>...

Das Gegenteil von "Arcor" war seinerzeit "Telekom", und zutreffend war
beides nach der Liberalisierung des Telekommunikationssektors nicht
mehr. Eine Kleinbasa hängt heute oft am Amt der T-Kom, physikalisch
als ISDN-Anbindung über das Kabel, das einst einem stinknormalen Post-
apparat vorbehalten war. Umgekehrt bot Arcor mit der Liberalisierung
bekanntlich öffentliche Fernsprechdienste an.

Insofern ist die eigentlich interessante Frage, wie man denn nun das
Gegenteil von Basa nennen will. Da ist eigentlich alles andere als
"Post" rechte Sprachakrobatik ("Telekom" scheidet ja aus). Wozu, wenn
es anderswo auch solche Dinge wie Postübergabegestelle gibt?

KL

Ralf Gunkel

unread,
Jan 30, 2004, 4:41:07 PM1/30/04
to

"Kai Ludwig" <kail...@aol.com> schrieb

> Insofern ist die eigentlich interessante Frage, wie man denn nun das
> Gegenteil von Basa nennen will.

So wie seit "ewigen" Zeiten:

"Amt".

Ralf Gunkel

unread,
Jan 30, 2004, 4:44:13 PM1/30/04
to

"Kai Ludwig" <kail...@aol.com> schrieb:
> "Ralf Gunkel" <group....@ralf-gunkel.de> wrote:

> > Im alten Modus war aber eine schöne Schleife quer durch die Republik
> > möglich. Frankfurt - München via Hamburg, Kiel, Köln, Stuttgart war gut
> > möglich.
>
> Besonders reizvoll bei diesem schönen Spiel war die deutliche
> Signalverzögerung.
>

*grins*

> > Dies ermöglichte auch eine Umgehung von Leitungsstörungen.
> > War die Telefonleitung zwischen Frankfurt und Darmstadt mal wieder von
einem
> > Bagger gefunden worden so war keine Verbindung aus der Prärie nch
Frankfurt
> > möglich da die Darmstädter BASA immder die Hauptleitung anschaltete.
> > Dann musste man sich nach Wiebelsbach wählen, dort auf die KleinBASA
nach
> > Hanau übergehen (mit 812 wäre die Leitung wieder via Darmstadt
geschaltet
> > worden) und von dort aus per 812 wieder nach Frankfurt.
> > Naja, die Verbindung war meist bescheiden aber besser als nichts.
>
> Nun rate mal, was heute passiert, wenn ein Bagger ausgerechnet ein
> bestimmtes LWL-Kabel findet...
>

Klar ist diese Funktion heutzutage automatisch gegeben.

Aber glaube mir. Der Bagger findet das Kabel nicht zufällig.
Sondern mit schlafwandlerischer Sicherheit.

Ulf Kutzner

unread,
Jan 30, 2004, 4:55:44 PM1/30/04
to
Ralf Gunkel schrieb:

> Im alten Modus war aber eine schöne Schleife quer durch die Republik
> möglich. Frankfurt - München via Hamburg, Kiel, Köln, Stuttgart war gut
> möglich.
>

> Dies ermöglichte auch eine Umgehung von Leitungsstörungen.
> War die Telefonleitung zwischen Frankfurt und Darmstadt mal wieder von einem
> Bagger gefunden worden so war keine Verbindung aus der Prärie nch Frankfurt
> möglich da die Darmstädter BASA immder die Hauptleitung anschaltete.
> Dann musste man sich nach Wiebelsbach wählen, dort auf die KleinBASA nach
> Hanau übergehen (mit 812 wäre die Leitung wieder via Darmstadt geschaltet
> worden) und von dort aus per 812 wieder nach Frankfurt.
> Naja, die Verbindung war meist bescheiden aber besser als nichts.

Und nach Berlin aus dem Westen ging es teils nur per Mehrfachvorwahl mit
ebenfalls höchst beischeidener Sprachqualität.

Gruß, ULF

Michael Greger

unread,
Jan 30, 2004, 7:56:27 PM1/30/04
to
On Fri, 30 Jan 2004 12:25:38 -0800, Kai Ludwig wrote:
> gemacht, unter Nutzung der völkerrechtswidrigen Nahverbindungen von

Warum eigentlich Völkerrechtswidrig?

MFG Michi

Message has been deleted

Kühne Gunter

unread,
Jan 31, 2004, 8:53:37 AM1/31/04
to
Kai Ludwig wrote:

Kann sein ich verwechsle das vielleicht mit dem Energienetz.(funktionierte
wie Basa)
Interrresant wurde es erst wenn du vom Polizeinetz über rathaus in die
Basa kamst.(ging Zeitschiene 1979 bis 82)
gunter

Matthias Doerfler

unread,
Feb 1, 2004, 2:13:41 AM2/1/04
to
Zuletzt schrieb Kai Ludwig:

> "Ralf Gunkel" <group....@ralf-gunkel.de> wrote in message news:<bv64ds$7np$02$1...@news.t-online.com>...

> > "Alt"-BASA hatte Frankfurt ja die 812. Darmstadt die 862. DIe 8er Nummern


> > waren aber für das Telefonieren innerhalb der Direktionsgrenzen.
>
> Bei der DR wurde diese Regel dann aber von zahlreichen Ausnahmen in
> Form von Querverbindungen mit 8er Kennziffern über Rbd-Grenzen hinweg
> bestätigt.

Das war kein DR-Spezifikum, sondern auch bei Bundesbahns (jedenfalls
ab der Zeit der Vereinheitlichung zur 812 [1]) gebräuchlich. WIMRE
konnte etwa Stuttgart aus der ganzen Bezirks-Basa Karlsruhe per 8112
erreicht werden und umgekehrt, Saarbrücken war wohl 8113.

[1] Es müsste anfangs der 80iger Jahre gewesen sein, als die zehn
Bezirks-Basas für die Anwahl aus ihrem jeweiligen Bereich die 812
erhielten. Als ich noch jung und hübsch war, lautete die Bezirks-
Anwahl für Karlsruhe auf 832.

HaJo Hachtkemper

unread,
Feb 1, 2004, 4:18:15 AM2/1/04
to
Halli-Hallo!

"Dominik Vinbruck" schrieb:
> [...] vom Verhalten einiger T-Mitarbeiter gegenueber ihren Kunden
> einmal abgesehen.

Kunden? Laestig nervende Bittsteller!!!1 Lesen keine AGB, fuellen
Auftraege nicht richtig aus, rufen waehrend der Pausenzeiten an...

Ciao/Ha'Vivento'Jo

Frank Lakemann

unread,
Feb 1, 2004, 2:06:19 PM2/1/04
to
Joern Pachl schrieb:

> aufgebaut ist. Das BASA-Netz arbeitete mit einer so genannten
> "Staffelwahl mit Verkehrsausscheidungsziffern",
[...]
> Drehwaehlertechnik sehr wirtschaftlich. Das heutige System ISDN-Bahn
> kennt keine Staffelwahl mehr, da diese in einem digitalen Telefonsystem
> keine Vorteile mehr bringt. ISDN-Bahn benutzt wie das oeffentliche
> Telefonnetz feste Ortsvorwahlen.

Dies ist eine recht stark verkürzte Darstellung der tatsächlichen
Entwicklung! Bei der Umstellung des BASA-Netzes auf digitale Technik
wurde sehr wohl darauf geachtet, daß auch die Staffelwahl weiterhin
funktioniert. Man wollte für die Nutzer diese Umstellung so einfach
wie möglich machen.

Erst mit der späteren Übernahme des BASA-Netzes durch ARCOR gab es
weitere technische Veränderungen, bei welchen die Staffelwahl nicht
mehr realisiert wurde bzw. werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt wird
aber wohl kaum noch jemand per Staffelwahl telefoniert haben.

Die heutige DB Telematik muß mit den Ergebnissen dieser Entwicklung
erstmal leben und kann kaum den "Vor-ARCOR-Zustand" wieder herstellen
(auch wenn dies für die Nutzer des Netzes wünschenswert erscheint).
Der Verkauf und Rückkauf des BASA-Netzes war sicher eine der teuersten
Fehlentscheidungen der deutschen Bahngeschichte.

Gruß, Frank

X-Post in 2 Gruppen, FollowUp-To de.etc.bahn.historisch

H. Schubert

unread,
Feb 2, 2004, 2:46:37 AM2/2/04
to
Kühne Gunter schrieb:

> Kann sein ich verwechsle das vielleicht mit dem Energienetz.(funktionierte
> wie Basa)
> Interrresant wurde es erst wenn du vom Polizeinetz über rathaus in die
> Basa kamst.(ging Zeitschiene 1979 bis 82)

Auch die Wasserstraßenverwaltung hatte ein eigenes Netz,
nannte sich "WASA", hatte aber nichts mit Schweden zu tun.
;-)

Es gab in den meisten Netzen auch geheime Kennzahlen. Damit
kam man z.B. vom BASA-Netz über das Netz der Dresdner
Straßenbahn ins Polizei-Netz.

Kühne Gunter

unread,
Feb 2, 2004, 3:47:04 PM2/2/04
to
H. Schubert wrote:

> Kühne Gunter schrieb:
>> Kann sein ich verwechsle das vielleicht mit dem
>> Energienetz.(funktionierte wie Basa)
>> Interrresant wurde es erst wenn du vom Polizeinetz über rathaus in die
>> Basa kamst.(ging Zeitschiene 1979 bis 82)
>
> Auch die Wasserstraßenverwaltung hatte ein eigenes Netz,
> nannte sich "WASA", hatte aber nichts mit Schweden zu tun.
> ;-)
>
> Es gab in den meisten Netzen auch geheime Kennzahlen. Damit
> kam man z.B. vom BASA-Netz über das Netz der Dresdner
> Straßenbahn ins Polizei-Netz.
>
> Gruß
> Hartmut
>

genau und auch umgekehrt.
gunter
--

Kai Ludwig

unread,
Feb 2, 2004, 3:21:12 PM2/2/04
to
"H. Schubert" <bon...@gmx.net> wrote in message news:<401E005D...@gmx.net>...

> Es gab in den meisten Netzen auch geheime Kennzahlen. Damit

> kam man z.B. vom BASA-Netz ber das Netz der Dresdner
> Stra enbahn ins Polizei-Netz.

Ich habe aus mein Vertrauen genießendem Munde auch schon von Möglich-
keiten gehört, nicht nur in Berlin aus der Post in die Basa zu kommen,
sondern anderswo dann aus der Basa auch wieder raus in die Post, was
aus unschwer zu erratenden Gründen lukrativ war. Natürlich handelte es
sich um einen Unberechtigten, der diese vermutlich geheimen Nummern
nutzte (kann man etwas mißbrauchen, das es garnicht gibt...?).

KL

Andrew Emmerson

unread,
Feb 3, 2004, 5:52:52 PM2/3/04
to
> > > On Tue, 27 Jan 2004 20:54:32 +0100, " Folke Brockmann"
> > > <DEUTSCHE_...@gmx.de> wrote:
> > >
> > >>gleichbleibendem Tonfall - mal etwas geschwungener, interessant wurde es
> > >>dann nach der Wende als man sich ins DV-Land basamäßig einwählen konnte,
> > >>ich kann mich noch sehr genau an Aschersleben erinnern... ;-)
> > >
> > > Erzaehl mal...
> >
> > Etwa so
> > Hier Dräääsden hier Dräääsden
>
> Ich kenne das als "Dräsdän, Dräääsdän! Dräsdän, Dräääsdän!" Also ohne
> "hier", zweimal gesprochen und das mit herrlichen Hintergrundgeräu-
> schen. Mit "hier" wäre dafür "Hiiier Hoyersweeerda, hiiier Hoyers-
> weeerda!" zu bieten.
>
> Das alles wird aber noch übertroffen von "Bus-Cott!!" Die Bandschleife
> war wirklich zwischen den beiden Silben geschnitten...
>
> KL


Ich habe diese Diskussion mit grosser Interesse (und Vergnuegen)
gelesen. Waren die Stimmen ('Hier Berlin' undsoweiter) maennlich oder
weiblich? Und verstehe ich richtig, dass es solche Ansagen im heutigen
Netz nicht mehr gibt? Und hat jemand in der Vergangenheit Tonaufnahmen
von diesen Ansagen gemacht?

Bitte mein Schuelerdeutsch entschuldigen.
Andy Emmerson.

Armin Muehl

unread,
Feb 3, 2004, 6:43:08 PM2/3/04
to
On 3 Feb 2004 14:52:52 -0800, ane...@tiscali.co.uk (Andrew Emmerson)
wrote:

>Ich habe diese Diskussion mit grosser Interesse (und Vergnuegen)
>gelesen. Waren die Stimmen ('Hier Berlin' undsoweiter) maennlich oder
>weiblich?

Gute Frage. Leider habe ich das nie im Original gehoert.


>Und verstehe ich richtig, dass es solche Ansagen im heutigen
>Netz nicht mehr gibt? Und hat jemand in der Vergangenheit Tonaufnahmen
>von diesen Ansagen gemacht?

Das waren Aufzeichnungen, aber ich bezweifle, dass irgendwo noch so
etwas existiert. Es wird zwar die zwanzigste Reko52 erhalten, aber nur
selten die vielen anderen Dinge, die auch zum Bahnbetrieb dazu
gehoeren :-(


>Bitte mein Schuelerdeutsch entschuldigen.

Das ist gut lesbar :-)

Armin

--
Armin Muehl

http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://www.museumsstellwerk.de (Museumsstellwerk Rheine e.V.)

Kai Ludwig

unread,
Feb 4, 2004, 4:54:06 PM2/4/04
to
armin...@gmx.de (Armin Muehl) wrote in message news:<40203122...@news.btx.dtag.de>...

> On 3 Feb 2004 14:52:52 -0800, ane...@tiscali.co.uk (Andrew Emmerson)
> wrote:
>
> >Ich habe diese Diskussion mit grosser Interesse (und Vergnuegen)
> >gelesen. Waren die Stimmen ('Hier Berlin' undsoweiter) maennlich oder
> >weiblich?
>
> Gute Frage.

Meist traf man auf Frauenstimmen, Dresden wurde jedoch von einem Mann
gesprochen. Diese Ansagen wurden vor Ort gebastelt, stammten also aus
keiner professionellen Produktion. Und die Ergebnisse waren in manchen
Fällen dann eben Kult.

Sehr schön war übrigens auch das von einer verlegenen Frau gesprochene
"Achtung, Rufnummernänderung, für Nebenstellenrufnummern, Deutsche
Bahn AG. Bitte wenden Sie sich, an unsere Fernsprechauskunft. Danke."
(Kommata wie gesprochen), vor dem sie aus einem Kassettenrecorder
einen Signalton "kein Anschluß unter dieser Nummer" abspielte (wohl-
gemerkt: der wurde akustisch über das Sprechermikro eingefangen). Das
hing am betreffenden Ort, den ich jetzt höflich verschweige, mit der
Installierung des Digitalamtes zusammen: Ein Teil der Wähler mußte im
noch lebenden Altamt rausgerissen werden, um Platz für die neue Anlage
zu schaffen. Dazu mußten die betreffenden Rufnummernbereiche natürlich
geräumt werden.

> >Und verstehe ich richtig, dass es solche Ansagen im heutigen
> >Netz nicht mehr gibt?

So ist es. Auch die typischen Basa-Zeichen gibt es nicht mehr, als
Amtszeichen beim Abheben des Hörers kommen überall drei kurze Töne,
die wohl eine Art Industriestandard für Nebenstellenanlagen sind.

> >Und hat jemand in der Vergangenheit Tonaufnahmen
> >von diesen Ansagen gemacht?
>
> Das waren Aufzeichnungen, aber ich bezweifle, dass irgendwo noch so
> etwas existiert.

Vielleicht ist manches von den Fernmeldewerkern aufgehoben worden.
Trotzdem ist dem hier

> Es wird zwar die zwanzigste Reko52 erhalten, aber nur
> selten die vielen anderen Dinge, die auch zum Bahnbetrieb dazu
> gehoeren :-(

beizupflichten.

KL

Kühne Gunter

unread,
Feb 4, 2004, 6:14:23 PM2/4/04
to
Kai Ludwig wrote:

Also wen du noch die Bänder haben willst musst du dich nach Dresden
begeben.
Hansastr.4

Ehemals werk für singnal und sicherungstechnik Berlin Ast. Dresden.
Dort im Keller war ein lager für Tonbänder mit solchen ansagen. Die hatten
zur vorbereitung auch paar bandschleifeen für standardtansagen auf
Bahnsteigen.(verstärker und ähnliche anlagen wurden auch da fabriziert.
)
Übrigens hatten die noch ein Zweigwerk in Radebeul. Neben der baumechanik
Radebeul.
Gunter.

Reinhard Schumacher

unread,
Feb 4, 2004, 6:05:59 PM2/4/04
to
On Wed, 04 Feb 2004 23:36:24 +0100, Siegfried Ohlmeier
<usenet...@nurfuerspam.de> wrote:

>
>Besonders erinnere ich mich noch an:
>"Hier ist das Fährschiff Theodor Heuss ..."
>"Fährschiff Deutschland ..."
>"Norddeich Mole ..."
>"Großenbrode Großenbrode ...."
>"Essen Essen Essen ...."
>"Hamm Hamm Hamm ..."
>"Siegen Siegen Siegen ..."
>"Hier Köln Hier Köln ..."
>"Hier Wien Hier Wien ..."

Und mal wieder der Klassiker, die Hinweise an Kleingärtner, wie man
seine Erträge steigern kann:

"Giessen Giessen Giessen..."

Reinhard

Frank W. Werneburg

unread,
Feb 5, 2004, 7:55:01 AM2/5/04
to
Siegfried Ohlmeier <usenet...@nurfuerspam.de> wrote:

>Besonders erinnere ich mich noch an:
>"Hier ist das Fährschiff Theodor Heuss ..."
>"Fährschiff Deutschland ..."

Waren die etwa über Funk in die BASA eingebunden oder nur über "Stecker"
verbunden, wenn sie zufällig gerade im Hafen lagen?

Gruß
Frank

--
------------------------------------------------------------------------
fwern...@web.de http://werneburg.de.vu
Mit vielen Grüßen aus Thüringen, dem grünen Herz Deutschlands.
PGP-Fingerprints: C294EBD4E0C963DECD9C 12B8D7E33DF328D90A73
03E16A9D38874CFF 18372452354F7D46 / 84316FAFAE1F4656 13E271B1C071A62B
------------------------------------------------------------------------

Jonny Bronner

unread,
Feb 6, 2004, 8:31:45 AM2/6/04
to
Hai,

[Fährschiff Deutschland]

> >Waren die etwa über Funk in die BASA eingebunden oder nur über "Stecker"
> >verbunden, wenn sie zufällig gerade im Hafen lagen?
>

> Die waren immer zu erreichen, also Funkverbindung.
>

Über die Basa Friedrichshafen (und Konstanz?), nach Wahl einer bestimmten
Nummer, konnte man auch die Schiffe der Weißen Flotte auf dem Bodensee
erreichen. Allerdings mußte man den Namen des Schiffes rufen und warten bis
sich jemand von dort meldete.

Hab in den 70ern mal den Kapitän der "Schussen" auf diese Weise sehr
genervt....

Tja, heute gibt's keine Basa mehr und auch keine "Schussen". Die Weiße
Flotte ist auch verkauft...

MfG
Jonny

--
___________________________________________________
----------- Jonny Bronner - 75378 Bad Liebenzell -----------
- IBNR 8000721 - KBS 774 - km 18,9 -
____ "Diese Nachricht befördert nur meine private Meinung." _____

Matthias Doerfler

unread,
Feb 6, 2004, 1:20:27 PM2/6/04
to
Zuletzt schrieb Jonny Bronner:

> Hab in den 70ern mal den Kapitän der "Schussen" auf diese Weise sehr
> genervt....

Solange nicht umgekehrt "Rheintal 1" dich genervt hat, geht es ja.

BTW; schön, mal wieder etwas von dir zu lesen.

Frank Adam

unread,
Feb 6, 2004, 3:10:49 PM2/6/04
to
Frank Lakemann <Frank.Lakemann#no+...@t-online.de> schrieb:

> Der Verkauf und Rückkauf des BASA-Netzes war sicher eine der teuersten
> Fehlentscheidungen der deutschen Bahngeschichte.

Die teuerste und folgenschwerste Fehlentscheidung der deutschen
Bahngeschichte war die Privatisierung der Deutschen (Bundes-) Bahn!

SCNR, Frank

Christoph Zimmermann

unread,
Feb 9, 2004, 6:56:12 AM2/9/04
to

"Hans-Joachim Zierke" <Usenet...@Zierke.com> schrieb

> Erstens ist sie noch nicht privatisiert.

Nun, eigentlich schon, da "privatisieren" ja eher was über die
Organisationsform als denn über die Eigentumsverhältnisse aussagt. Und die
Organisationsform ist seit gut 10 Jahren halt eine privatrechtliche, nämlich
die einer Aktiengesellschaft.

Grüße

-chriz

Matthias Doerfler

unread,
Feb 9, 2004, 2:14:12 PM2/9/04
to
Zuletzt schrieb Hans-Joachim Zierke:

> Hingegen hat die
> beabsichtigte Entlastung des Bundeshaushaltes in vollem Umfang
> stattgefunden.

-v bitte [-> debb]

Ulf Kutzner

unread,
Jan 31, 2021, 5:42:34 AM1/31/21
to
Ralf Gunkel schrieb am Dienstag, 27. Januar 2004 um 17:42:08 UTC+1:
> " Folke Brockmann" <DEUTSCHE_...@gmx.de> schrieb:
> > "Andrew Emmerson" <mids...@cix.co.uk> schrieb
> > > Ich habe keine Ahnung was geschah mit der Basa in der DDR. Ich vermute
> > dass
> > > heute die zwei Systeme zusammengebracht sind. Es waere sehr nuetzlich
> wenn
> > > jemand eine komplette Liste der heutigen Vorwahlnummern fuer mich finden
> > > koennten.
> >
> > Dieses Vorwahlnummersystem gibt es heute so nicht mehr, im Rahmen der
> > ISDN'ualisierung wurden für den innerdienstlichen Teflonverkehr
> überwiegend
> > 4-stellige Vorwahlnummern vergeben.
> >
> Nicht die Vorwahlen wurden meist mit ISDN verlängert sondern meist die
> Teilnehmer.
> Aus 345 wurde dann 1345.
> Die grössren Städte bzw. ehm BD oder RA SItze wie Frankfurt/M, Mainz, Köln,
> Wuppertal,

Da ziehen nun Teile der Uni ins ehem. Direktionsgebäude Elberfeld.

> München etc. haben auch weiterhin 3stellige BASA Vorwahlen.
> WAs hingegen selten geworden ist sind zweistellige Teilnehmernummern unter
> ISDN. Aber es gibt sie noch. Z.B. in FWH.
> Im Zuge der Zusammenlegung, einhergehend mit der EInführung von ISDN wurden
> die Nummern und das Wählsystem geändert.
> "Alt"-BASA hatte Frankfurt ja die 812. Darmstadt die 862. DIe 8er Nummern
> waren aber für das Telefonieren innerhalb der Direktionsgrenzen.
> Wollte man von Darmstadt nach Köln telefonieren so war erst Frankfurt,
> danach Köln (mit 9xx Nummer) und danach der Teilnehmer anzuwählen. Nach den
> Vorwahlen sollte man immer mal kurz warten damit die Relais auch nachkamen.
> Mittlerweile sind die 8xx und 8xxx Nummern gänzlich von 9xx und 9xxxx
> abgelöst und mann kann ohne weitere "relaisstationen" quer durch die
> Republik telefonieren.
> Im alten Modus war aber eine schöne Schleife quer durch die Republik
> möglich. Frankfurt - München via Hamburg, Kiel, Köln, Stuttgart war gut
> möglich.
> Dies ermöglichte auch eine Umgehung von Leitungsstörungen.
> War die Telefonleitung zwischen Frankfurt und Darmstadt mal wieder von einem
> Bagger gefunden worden so war keine Verbindung aus der Prärie nch Frankfurt
> möglich da die Darmstädter BASA immder die Hauptleitung anschaltete.
> Dann musste man sich nach Wiebelsbach wählen, dort auf die KleinBASA nach
> Hanau übergehen (mit 812 wäre die Leitung wieder via Darmstadt geschaltet
> worden) und von dort aus per 812 wieder nach Frankfurt.
> Naja, die Verbindung war meist bescheiden aber besser als nichts.

Ähnlich in der Wendezeit, wenn man von DB aus DR-Stellen brauchte. Da war an den
Übergängen etwas Ortsbasa. Sehr vorübergehend konnte man sich so sogar
bis Moskau durchwählen.

gunter kühne

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Jan 31, 2021, 10:55:08 PM1/31/21
to
Am 31.01.21 um 11:42 schrieb Ulf Kutzner:
> Ralf Gunkel schrieb am Dienstag, 27. Januar 2004 um 17:42:08 UTC+1:
>> " Folke Brockmann" <DEUTSCHE_...@gmx.de> schrieb:
>>
>
Wen du gewusst hättest wie, auch in die Nachrichtensysteme der Stadt des
MDI und der SED (Und wer sonst noch so sein eigenes Netz betrieb) ging
alles mal. Nur die Zahlen waren eben nicht öffentlich.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Feb 1, 2021, 6:24:47 AM2/1/21
to
Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote:

>Ähnlich in der Wendezeit, wenn man von DB aus DR-Stellen brauchte. Da war an den
>Übergängen etwas Ortsbasa. Sehr vorübergehend konnte man sich so sogar
>bis Moskau durchwählen.

1986/1987 zumindest waren die Großstädte der DDR alle problemlos aus
dem BASA erreichbar. Hab' ich selber ausprobiert. "Dispätscher
Gorl-Morxx-Stodt...Deilnähmer...sprechen!" Der Tonfall war, äähm, dem
Klischee entsprechend.


-ras

--
Ralph A. Schmid +49-171-3631223 +49-911-21650056
http://www.schmid.xxx/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/ http://www.kabuliyan.de/

Bodo G. Meier

unread,
Feb 1, 2021, 6:38:39 AM2/1/21
to
Am 01. Feb.. 2021 um 12:24 schrieb Ralph A. Schmid, dk5ras:
> Ulf Kutzner <Ulf.K...@web.de> wrote:
>
>>Ähnlich in der Wendezeit, wenn man von DB aus DR-Stellen brauchte. Da war an den
>>Übergängen etwas Ortsbasa. Sehr vorübergehend konnte man sich so sogar
>>bis Moskau durchwählen.
>
> 1986/1987 zumindest waren die Großstädte der DDR alle problemlos aus
> dem BASA erreichbar. Hab' ich selber ausprobiert. "Dispätscher
> Gorl-Morxx-Stodt...Deilnähmer...sprechen!" Der Tonfall war, äähm, dem
> Klischee entsprechend.

Und wie hast Du Dich gemeldet?
"Hier FBI Fahrradwache."? ;->

Gruß,
Bodo
--
Postheroische Vampirkartoffel! (Sepp Ruf in de.rec.fahrrad)

Gunter Kühne

unread,
Feb 1, 2021, 7:37:10 AM2/1/21
to
Am 01.02.21 um 12:38 schrieb Bodo G. Meier:
Garantiert gar nicht das waren die Arschlöcher die mir immer Verarscher
genannt haben.

--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Feb 2, 2021, 2:32:17 AM2/2/21
to
"Bodo G. Meier" <bgm...@kabelmail.de> wrote:

>Und wie hast Du Dich gemeldet?
>"Hier FBI Fahrradwache."? ;->

Ich war erst sehr perplex und habe nach der Schrecksekunde was von
"verwählt" genuschelt und getrennt :)

Knut Ochdorf

unread,
Feb 2, 2021, 12:22:44 PM2/2/21
to
Ulf Kutzner schrieb:

> Ähnlich in der Wendezeit, wenn man von DB aus DR-Stellen brauchte. Da war an den
> Übergängen etwas Ortsbasa. Sehr vorübergehend konnte man sich so sogar
> bis Moskau durchwählen.

Wer berechtigt war konnte das schon vorher machen. Dafür gab es ja ein
eigenes Netz.

Gunter Kühne

unread,
Feb 2, 2021, 2:02:48 PM2/2/21
to
Am 02.02.21 um 18:22 schrieb Knut Ochdorf:
Berechtigt ist gut:) wer die Nummer kannte konnte. so richtig hat das
niemand kontrolliert.
Ich habe heute noch einen privaten Zettel den es nicht geben dürfte.
Da konnte man ohne Post vom VP Netz aus über paar andere Netze bis auf
Stellwerk Nossener Brücke telefonieren. Natürlich mit 99 auch weiter.

Ralph A. Schmid, dk5ras

unread,
Feb 4, 2021, 5:00:17 AM2/4/21
to
Gunter Kühne <kueh...@freenet.de> wrote:

>Natürlich mit 99 auch weiter.

Ja, Neunen waren da immer etliche involviert bei den etwas
unüblicheren Nummern.
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