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Das Raetsel um die ehem. Bk Hammenstedt (was: Lo-Anlagen auf zweigleisiger Strecke)

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Matthias Doerfler

unread,
Jan 23, 2003, 1:51:03 PM1/23/03
to
Am Wed, 22 Jan 2003 23:11:18 +0100 schrieb Ralf Gunkel:

[ehem. Bk Hammenstedt]
> > Rätsel: Wie hätte die Frage lauten müssen, auf die ich jetzt die
> > Lösung geschrieben habe :-))
>
> Hmmm, ich möchte das Publikum befagen :-)

Vermutlich habe ich dich reingelegt. Mit Technik hat's nix zu tun, und
mit Lo-Anlagen schon rein gar nicht.
Die Frage könnte in t+s passen; aber ich überweise trotzdem nach debh.
--

mfg Matthias Dörfler
Diese Nachricht stellt nur meine persönliche Meinung dar.

Volker Blees

unread,
Jan 24, 2003, 2:07:49 AM1/24/03
to
Matthias Doerfler schrieb:

>
> [ehem. Bk Hammenstedt]
> > > Rätsel: Wie hätte die Frage lauten müssen, auf die ich jetzt die
> > > Lösung geschrieben habe :-))

Mit anderen Worten: welche Besonderheiten wies Bk
Hammenstedt auf?

Ich habe die Bk zwar (gerade) noch in Betrieb erlebt, kann
mich aber aus der äußeren Anschauung an keine
Auffälligkeiten erinnern.



> Mit Technik hat's nix zu tun, und
> mit Lo-Anlagen schon rein gar nicht.
> Die Frage könnte in t+s passen;

D.h., die Bk hatte irgendwann einmal eine verkehrliche
Bedeutung?

Gruß
Volker

Matthias Doerfler

unread,
Jan 25, 2003, 2:54:05 PM1/25/03
to
Am Fri, 24 Jan 2003 08:07:49 +0100 schrieb Volker Blees:

> Mit anderen Worten: welche Besonderheiten wies Bk
> Hammenstedt auf?

Als Blockstelle keine mir bekannten.



> Ich habe die Bk zwar (gerade) noch in Betrieb erlebt, kann
> mich aber aus der äußeren Anschauung an keine
> Auffälligkeiten erinnern.
>
> > Mit Technik hat's nix zu tun, und
> > mit Lo-Anlagen schon rein gar nicht.
> > Die Frage könnte in t+s passen;
>
> D.h., die Bk hatte irgendwann einmal eine verkehrliche
> Bedeutung?

Hmm, lauwarm.

Volker Blees

unread,
Jan 27, 2003, 2:35:04 PM1/27/03
to
On Sat, 25 Jan 2003 20:54:05 +0100, Matthias Doerfler
<usenet...@wedebruch.de> wrote:

>Am Fri, 24 Jan 2003 08:07:49 +0100 schrieb Volker Blees:
>
>> Mit anderen Worten: welche Besonderheiten wies Bk
>> Hammenstedt auf?
>
>Als Blockstelle keine mir bekannten.

Dann bliebe nach der Herkunft des Threads noch die Frage nach
Besonderheiten des (der?) vom Bk aus bedienten BÜ. Auf meinen Bildern
vom 12.5.89 vermag ich keine Besonderheiten zu erkennen, sofern man es
durchgehen lässt, dass die Blocksignale jeweils hinter dem unmittelbar
an der Bk gelegenen BÜ stehen.



>> D.h., die Bk hatte irgendwann einmal eine verkehrliche
>> Bedeutung?
>
>Hmm, lauwarm.

Ich passe und harre neugierig der Lösung.

Gruß
Volker

--
http://www.schrankenposten.de
Schrankenposten und andere Eisenbahnlichkeiten

Matthias Dingeldein

unread,
Jan 27, 2003, 3:19:29 PM1/27/03
to
Volker Blees schrieb:

>
> Auf meinen Bildern
> vom 12.5.89 vermag ich keine Besonderheiten zu erkennen, sofern man es
> durchgehen lässt, dass die Blocksignale jeweils hinter dem unmittelbar
> an der Bk gelegenen BÜ stehen.
>
> >> D.h., die Bk hatte irgendwann einmal eine verkehrliche
> >> Bedeutung?
> >
> >Hmm, lauwarm.

Wurden Züge vor dem BkSig gestellt um Lokpersonale auf dem BÜ zu
tauschen? Oder gab es einen besonderen Halteplatz vor dem BÜ, wenn das
Signal hinter dem BÜ Halt zeigte?

spekulierend, Matthias Dingeldein

Matthias Doerfler

unread,
Jan 29, 2003, 3:00:59 PM1/29/03
to
Am Mon, 27 Jan 2003 20:35:04 +0100 schrieb Volker Blees:

> Dann bliebe nach der Herkunft des Threads noch die Frage nach
> Besonderheiten des (der?) vom Bk aus bedienten BÜ. Auf meinen Bildern
> vom 12.5.89 vermag ich keine Besonderheiten zu erkennen, sofern man es
> durchgehen lässt, dass die Blocksignale jeweils hinter dem unmittelbar
> an der Bk gelegenen BÜ stehen.

Das ist bei der von der BD Han bekannten Unlust, wärterbediente
Schranken signalbhängig einzurichten, nichts Ungewöhnliches und wäre
des Rätsels nicht wert.



> >> D.h., die Bk hatte irgendwann einmal eine verkehrliche
> >> Bedeutung?
> >
> >Hmm, lauwarm.
>
> Ich passe und harre neugierig der Lösung.

Tipp: Gewisse Ähnlichkeiten der Bk Hammenstedt Hp mit der zu diesem
Behufe so getauften Betriebsstelle "Ildehausen West" waren nicht zu
verkennen.

Matthias Doerfler

unread,
Jan 29, 2003, 3:01:01 PM1/29/03
to
Am Mon, 27 Jan 2003 21:19:29 +0100 schrieb Matthias Dingeldein:

> Wurden Züge vor dem BkSig gestellt um Lokpersonale auf dem BÜ zu
> tauschen? Oder gab es einen besonderen Halteplatz vor dem BÜ, wenn das
> Signal hinter dem BÜ Halt zeigte?

Frage 1: definitiv nein. Frage 2: ich mag nicht zwingend aus-
schließen, dass die Streckenliste der BD Han einen entsprechenden
empfehlenden Hinweis hatte, obschon ich dies für unwahrscheinlich
halte. Auf diese vage Möglichkeit will ich nicht hinaus.

Volker Blees

unread,
Jan 30, 2003, 3:51:03 AM1/30/03
to
Matthias Doerfler schrieb:

>
> Am Mon, 27 Jan 2003 20:35:04 +0100 schrieb Volker Blees:
>
> > Ich passe und harre neugierig der Lösung.
>
> Tipp:

Nicht nur, dass du nicht einfach die Lösung schreiben
kannst, du gibst auch noch Tipps, die mich zu weiteren
Recherchen veranlassen :-|

> Gewisse Ähnlichkeiten der Bk Hammenstedt Hp mit der zu diesem
> Behufe so getauften Betriebsstelle "Ildehausen West" waren nicht zu
> verkennen.

Wenn ich die einschlägige Ildehäuser Geschichtsschreibung
(<u4f61u0eigi7sgjka...@4ax.com>) konsultiere,
sehe ich als mögliche Parallele, dass auch am Bk Hammenstedt
ein Halt vorrangig für den Schülerverkehr eingerichtet
worden sein mag? Eine echte Besonderheit kann ich darin aber
nicht erkennen. Zudem passt dazu nicht, dass meinem 1946er
Kursbuch-Nachdruck zufolge alle Personenzüge - und nicht
etwa nur die zu typischen Schülerverkehrszeiten in Frage
kommenden - in Hammenstedt halten.

Andere denkbare Ähnlichkeiten, wie etwa, im Bk Hammenstedt
den Rest eines Bahnhofs zu erkennen, kommen m.E. nach Lage
vor Ort nicht in Frage.

<fleh> Bekomm ich jetzt 'ne Auflösung? </fleh>

Gruß
Volker

Matthias Doerfler

unread,
Feb 1, 2003, 8:31:11 AM2/1/03
to
Am Thu, 30 Jan 2003 09:51:03 +0100 schrieb Volker Blees:

> Nicht nur, dass du nicht einfach die Lösung schreiben
> kannst, du gibst auch noch Tipps, die mich zu weiteren
> Recherchen veranlassen :-|

Die Antwort-Lösung hatte ich ja dieses Mal zu Beginn verraten, gesucht
wird die Frage. Die bekommst du noch nicht, trotz Flehen.



> > Gewisse Ähnlichkeiten der Bk Hammenstedt Hp mit der zu diesem
> > Behufe so getauften Betriebsstelle "Ildehausen West" waren nicht zu
> > verkennen.
>
> Wenn ich die einschlägige Ildehäuser Geschichtsschreibung
> (<u4f61u0eigi7sgjka...@4ax.com>) konsultiere,
> sehe ich als mögliche Parallele, dass auch am Bk Hammenstedt
> ein Halt vorrangig für den Schülerverkehr eingerichtet

> worden sein mag? [...]

Nein; es ging nicht um den Schülerverkehr. Und im Gegensatz zu
Ildehausen könnte man bei Hammenstedt sogar einen Dampflokbezug
herstellen.

> Zudem passt dazu nicht, dass meinem 1946er

> Kursbuch-Nachdruck zufolge alle Personenzüge [...]
> in Hammenstedt halten.

Das ist Jahrzehnte zu früh, aber die Temperatur wird wärmer. Kursbuch
ist fast schon heiß.

André Joost

unread,
Feb 4, 2003, 3:39:44 AM2/4/03
to

Matthias Doerfler <usenet...@wedebruch.de> schrieb in im Newsbeitrag:
abin3v05grdqnmbfc...@4ax.com...

> Am Thu, 30 Jan 2003 09:51:03 +0100 schrieb Volker Blees:
>
> > Nicht nur, dass du nicht einfach die Lösung schreiben
> > kannst, du gibst auch noch Tipps, die mich zu weiteren
> > Recherchen veranlassen :-|
>
> Die Antwort-Lösung hatte ich ja dieses Mal zu Beginn verraten, gesucht
> wird die Frage. Die bekommst du noch nicht, trotz Flehen.
>
> > > Gewisse Ähnlichkeiten der Bk Hammenstedt Hp mit der zu diesem
> > > Behufe so getauften Betriebsstelle "Ildehausen West" waren nicht zu
> > > verkennen.
> >
> > Wenn ich die einschlägige Ildehäuser Geschichtsschreibung
> > (<u4f61u0eigi7sgjka...@4ax.com>) konsultiere,
> > sehe ich als mögliche Parallele, dass auch am Bk Hammenstedt
> > ein Halt vorrangig für den Schülerverkehr eingerichtet
> > worden sein mag? [...]
>
Nein, den halt in Hammenstedt gab es schon 1914, wie auch Ildehausen.

> Das ist Jahrzehnte zu früh, aber die Temperatur wird wärmer. Kursbuch
> ist fast schon heiß.

Du meinst wohl folgendes aus einer Diskussion vom Dezember 2001?
! Im SoFpl 76 gibt es nur noch den Vermerk "Ildehausen West ab 12.46" für
! Zug 6136 aus Goslar.
! Es existiert betrieblich _ein_ Bf Ildehausen, zumindest seit Mitte der
! dreißiger Jahre mit dem Fdl in Iwf und dem Weichenwärter auf Io.
! Funktionell ist Ildehausen seit etwa 5 Jahren Doppel-Bk, da beide
! Betriebsbeamten keine Weichen, sondern nur noch ihren eigenen Bahn-
! übergang und die Signale bedienen können.
! ...
! Mit Aufkommen der Schienenbusse hatte die BD Hannover ein Einsehen mit
! den Beförderungsfällen und schüttete viel dorfnäher neben dem Stell-
! werk Io (Entfernung zu Iwf auf der Schiene geschätzt 900 m) noch zwei
! neue Bahnsteige auf und nahm das ganze als Hp(vu) Ildehausen Ost in
! Betrieb. Das fällt in dieselbe Zeitspanne, als eine ganze Handvoll
! Haltepunkte neu _eingerichtet_ wurden. Mit dem Wegfall der letzten
! dampfbespannten Personenzüge, also etwa 1963/5, wurden die Verkehrs-
! halte der Reisezüge im Bf Ildehausen gestrichen und etwa zeitgleich
! die Abfertigungsbefugnisse auf den Wagenladungsverkehr eingeschränkt,
! den der Fdl ab da in Personalunion erledigte.
! Ende der sechziger Jahre wurde der neue Hp(vu) Ildehausen Ost perso-
! nentariflich in Ildehausen umbenannt, weil die Bezeichnung ja unbe-
! nutzt war und Zirkusse faktisch nicht aufkamen. In der Wirkung ist
! also seinerzeit die Zugangsstelle Ildehausen in mehreren Etappen
! räumlich verlegt worden.
! Anfang der siebziger Jahre entstand für den Schülerverkehr mit Bad
! Gandersheim ... mangels
! geeigneter kom-fähiger Straße ein zusätzliches Verkehrsbedürfnis,
! weswegen ein Fahrplanjahr das Nt-Paar ...von Kreiensen bis zum
! ildehäuser Fahrdienstleiter eingerichtet wurde. Zum (betrieblichen)
! Haltepunkt Ildehausen beim Stellwerk Io konnte man nicht vorfahren,
! weil die Anlage der Bahnsteige nicht mit dem Bahnhofsblock harmonierte
! und man von einer Rangierfahrt mit Reisenden Abstand nahm.


Gruß,
André Joost

Matthias Doerfler

unread,
Feb 4, 2003, 3:13:00 PM2/4/03
to
Am Tue, 4 Feb 2003 09:39:44 +0100 schrieb André Joost:

> Nein, den halt in Hammenstedt gab es schon 1914, wie auch Ildehausen.
>
> > Das ist Jahrzehnte zu früh, aber die Temperatur wird wärmer. Kursbuch
> > ist fast schon heiß.

Das ist ja noch früher als Volkers Ansatz, also die falsche
Zeitschiene.


>
> Du meinst wohl folgendes aus einer Diskussion vom Dezember 2001?
> ! Im SoFpl 76 gibt es nur noch den Vermerk "Ildehausen West ab 12.46" für
> ! Zug 6136 aus Goslar.

Und damit bist du jetzt exakt eine Kursbuchausgabe zu spät.

Volker Blees

unread,
Feb 4, 2003, 3:41:12 PM2/4/03
to
On Tue, 04 Feb 2003 21:13:00 +0100, Matthias Doerfler
<usenet...@wedebruch.de> wrote:

>Am Tue, 4 Feb 2003 09:39:44 +0100 schrieb André Joost:
>
>> Du meinst wohl folgendes aus einer Diskussion vom Dezember 2001?
>> ! Im SoFpl 76 gibt es nur noch den Vermerk "Ildehausen West ab 12.46" für
>> ! Zug 6136 aus Goslar.
>
>Und damit bist du jetzt exakt eine Kursbuchausgabe zu spät.

Und ich mit meinem '74er Sommerkursbuch wohl drei Ausgaben zu früh?
Denn dort ist Hammenstedt in der Tabelle 245 nirgends aufgeführt (auch
nicht in Fußnoten) und im Ortsverzeichnis ist es als 'nur im
Busverkehr bedient' gesetzt.

André Joost

unread,
Feb 5, 2003, 2:54:15 AM2/5/03
to

Volker Blees <wae...@schrankenposten.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3n804vgu54us2h3vk...@4ax.com...

> On Tue, 04 Feb 2003 21:13:00 +0100, Matthias Doerfler
> <usenet...@wedebruch.de> wrote:
>
> Und ich mit meinem '74er Sommerkursbuch wohl drei Ausgaben zu früh?
> Denn dort ist Hammenstedt in der Tabelle 245 nirgends aufgeführt (auch
> nicht in Fußnoten) und im Ortsverzeichnis ist es als 'nur im
> Busverkehr bedient' gesetzt.
>

Das war im Sommer 1968 auch schon so.
Merkwürdigerweise standen Ildehausen Ost und Hammenstedt aber in der
Übersichtskarte Harz noch als Bahnhof eingetragen.
Mich wundert auch, das es 1968 von Ildehausen (=Ost) nach Harry(,hol schon
mal den Wagen,)hausen 2km und nach Seesen 6km waren, obwohl nach deinen
Angaben Ildehausen Ost 0,9km weiter Richtung Seesen verschoben worden ist.
Im Kursbuch 1957 und 1962 waren es noch 2km von Harryhausen nach Ildehausen,
0,9km von dort bis Ildehausen Ost, und nochmal etwa 5km bis Seesen.

Da du das Rätsel ursprünglich nach deb.t+s setzten wolltest:
Gab es für Hammenstedt ( wie Ildehausen Ost zwischen 1962 und 1968
geschlossen) 1975 nochmals einen Fußnotenhalt, aber keine tarifliche
Entfernung zu den Nachbarbahnhöfen wegen fehlender Kilometerangabe?

Gruß,
André Joost

Bastian D. Bode

unread,
Feb 5, 2003, 2:10:05 PM2/5/03
to

"André Joost" wrote:

> Merkwürdigerweise standen Ildehausen Ost und Hammenstedt aber in der
> Übersichtskarte Harz noch als Bahnhof eingetragen.

Auch im Wi 75/76.

> Mich wundert auch, das es 1968 von Ildehausen (=Ost) nach Harry(,hol schon
> mal den Wagen,)hausen 2km und nach Seesen 6km waren, obwohl nach deinen
> Angaben Ildehausen Ost 0,9km weiter Richtung Seesen verschoben worden ist.
> Im Kursbuch 1957 und 1962 waren es noch 2km von Harryhausen

Harriehausen, bitte.

> Da du das Rätsel ursprünglich nach deb.t+s setzten wolltest:
> Gab es für Hammenstedt ( wie Ildehausen Ost zwischen 1962 und 1968
> geschlossen) 1975 nochmals einen Fußnotenhalt, aber keine tarifliche
> Entfernung zu den Nachbarbahnhöfen wegen fehlender Kilometerangabe?

Für Winter 75/76 kann ich einen Fussnotenhalt ausschliessen. Matthias'
Andeutung weist jedoch auf den Sommer 1975 hin, mit dem kann ich leider
nicht dienen.

Gruss
Bastian

Matthias Doerfler

unread,
Feb 5, 2003, 3:02:12 PM2/5/03
to
Am Tue, 04 Feb 2003 21:41:12 +0100 schrieb Volker Blees:

> Und ich mit meinem '74er Sommerkursbuch wohl drei Ausgaben zu früh?
> Denn dort ist Hammenstedt in der Tabelle 245 nirgends aufgeführt (auch
> nicht in Fußnoten) und im Ortsverzeichnis ist es als 'nur im
> Busverkehr bedient' gesetzt.

Och du Ärmster. Dann hast du ein Exemplar genommen, wo du wegen
Druckfehler die Lösungsfrage nicht finden konntest. Kriegst als
Trostpreis ein dickes Lob.

Von der Fahrplanperiode habe ich nur das Kursbuch Niedersachsen, nicht
die Gesamtausgabe. Dort ist der Halt enthalten.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Feb 5, 2003, 3:02:17 PM2/5/03
to
Am Wed, 5 Feb 2003 08:54:15 +0100 schrieb André Joost:

> Das war im Sommer 1968 auch schon so.

Sommer 1968 kein Bedarfshalt von 3700? Kann ich nicht veri- oder
falsifizieren, weil ich das Exemplar nicht habe.

> Gab es für Hammenstedt ( wie Ildehausen Ost zwischen 1962 und 1968
> geschlossen) 1975 nochmals einen Fußnotenhalt,

Exakte Lösung, wenngleich nicht Fußnote, sondern Senkrechtdruck. Meine
Fragestellung wäre gewesen: Welche Verkehrsstation soll Ende der
sechziger bis Mitte der siebziger Jahre nach den Kursbuchangaben von
Fahrplanperiode zu Fahrplanperiode unterschiedlich entweder mit genau
einem Bedarfshalt in eine Richtung oder mit einem Planhalt in eine
Richtung oder gar nicht mit Verkehrshalt bedient worden sein?

Wer füllt die Lücke bzw. klärt, ob 1972 ein Druckfehler war?

Winter 67/68 Bedarfshalt Pt 2954 W 05:57, muss ETA 150 gewesen sein.
Sommer 1968 ? habe ich nichts
Winter 68/69 wie Wi 67/68
Sommer 1969 Bedarfshalt P 3700 W 05:49, muss Sa ETA gewesen sein, a
hingegen lokbespannt und deswegen als Bedarfshalt höchst zweifelhaft,
wenn nicht der Blockwärter wirklich den Bedarf beobachtet hat
Winter 69/70 wie So 1969
Sommer 1970 wie So 1969
Winter 70/71 wie So 1969
Sommer 1971 Planhalt N 3700 W 05:46, muss Sa ETA gewesen sein
Winter 71/72 wie So 1971
Sommer 1972 kein Halt verzeichnet
Winter 72/73 kein Halt verzeichnet
Sommer 1973 Planhalt N 2503 a 05:50 lokbespannt
Nt 3700 Sa 05:50
Winter 73/74 wie So 1973
Sommer 1974 Planhalt N 5543 a 05:50 lokbespannt
Nt 6700 Sa 05:50
Winter 74/75 wie So 1974
Sommer 1975 Planhalt N 5543 a 05:50 lokbespannt
an Sa in Parallellage Bahnbus beginnend in Katlenburg veröffentlicht
Winter 75/76 wie So 1975, damit letzte nachweisbare Fahrplanperiode
mit Zugbedienung von Hammenstedt.

> aber keine tarifliche Entfernung zu den
> Nachbarbahnhöfen wegen fehlender Kilometerangabe?

Streckenentfernungstafel aus jener Zeit habe ich leider nicht. Da ich
Torsten sowieso noch die Antwort auf die Pflichtstückpflichtigkeit von
Tarifen schulde, die ich aus baden-württembergischer Sicht als selbst-
verständlich annahm, werde ich jetzt wohl recherchieren müssen. Aber
das kann nicht nur, das wird dauern.
--

mfg Matthias Dörfler

Bastian D. Bode

unread,
Feb 5, 2003, 4:21:12 PM2/5/03
to

Matthias Doerfler wrote:

> Exakte Lösung, wenngleich nicht Fußnote, sondern Senkrechtdruck.

Grmpf, wenn man die entscheidenden Informationen vor lauter Fussnoten
nicht sieht, kann man lange die ganzen Tabellen absuchen.

> Winter 73/74 wie So 1973
> Sommer 1974 Planhalt N 5543 a 05:50 lokbespannt
> Nt 6700 Sa 05:50

Interessant, dass N5543 der einzige Zug mit einer zur Strecke 250
passenden Zugnummer gewesen ist. Die übrigen von/nach Göttingen
durchlaufenden Züge hatten die typische 67xx-Zugnummer (bzw. eine völlig
aus der Art schlagende Nummer 3519).

> Winter 74/75 wie So 1974
> Sommer 1975 Planhalt N 5543 a 05:50 lokbespannt
> an Sa in Parallellage Bahnbus beginnend in Katlenburg veröffentlicht
> Winter 75/76 wie So 1975, damit letzte nachweisbare Fahrplanperiode
> mit Zugbedienung von Hammenstedt.

Oha, dann ist mein Niedersachsen-Kursbuch ein historisches Dokument...

Gruss
Bastian

Ulf Kutzner

unread,
Feb 6, 2003, 6:11:50 AM2/6/03
to
Matthias Doerfler schrieb:

> Sommer 1969 Bedarfshalt P 3700 W 05:49, muss Sa ETA gewesen sein, a
> hingegen lokbespannt und deswegen als Bedarfshalt höchst zweifelhaft,
> wenn nicht der Blockwärter wirklich den Bedarf beobachtet hat

Bedarfshalte bei Lokbespannung sind/waren so außergewöhnlich nun doch
wieder nicht? Bei SNCF gibt es dann allerdings Regelhalt.

Gruß, ULF

André Joost

unread,
Feb 7, 2003, 2:15:06 AM2/7/03
to

Matthias Doerfler <usenet...@wedebruch.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3hp24vgdt34ibmggd...@4ax.com...

> Am Wed, 5 Feb 2003 08:54:15 +0100 schrieb André Joost:
>
> > Das war im Sommer 1968 auch schon so.
>
> Sommer 1968 kein Bedarfshalt von 3700? Kann ich nicht veri- oder
> falsifizieren, weil ich das Exemplar nicht habe.
>
> > Gab es für Hammenstedt ( wie Ildehausen Ost zwischen 1962 und 1968
> > geschlossen) 1975 nochmals einen Fußnotenhalt,
>
> Exakte Lösung, wenngleich nicht Fußnote, sondern Senkrechtdruck.

Asche auf mein Haupt, auf Senkrechtdruck habe ich natürlich nicht geachtet.
Also:
Sommer 68, Zug 2954 (Triebwagen oG) Werktags in Hammenstedt Bedarfshalt 5:57
Uhr

<raeusper>
Für die Lösung des Rätsels bekomme ich doch hoffentlich etwas?
</raeusper>
Bis wann wurden die folgenden Halte an den damaligen KBS 470 und 475
bedient?
Benrad-St.Tönis
St.Hubert-Vösch
Nütterden
Frasselt
Rheinkamp
Utfort
Wardt
Nach meinem Kenntnisstand sollte das in dem von dir zitierten
Kursbuchbestand zu finden sein.

Und dazu noch die Frage ans Publikum:
welcher dieser Halte hat heute im Schienenersatzverkehr die geringste
Verkehrsdichte?

Gruß,
André Joost

Volker Blees

unread,
Feb 7, 2003, 4:18:27 PM2/7/03
to
On Fri, 7 Feb 2003 08:15:06 +0100, "André Joost"
<Andre...@t-online.de> wrote:

>Asche auf mein Haupt, auf Senkrechtdruck habe ich natürlich nicht geachtet.

Ich schon, hat mich aber vor Übersehen des entscheidenden Eintrags
nicht geschützt :-|

>Bis wann wurden die folgenden Halte an den damaligen KBS 470 und 475
>bedient?
>Benrad-St.Tönis
>St.Hubert-Vösch
>Nütterden
>Frasselt
>Rheinkamp
>Utfort
>Wardt

Im Sofpl '74 alle in den Tabellen enthalten und auch bedient.

Message has been deleted

Matthias Doerfler

unread,
Feb 8, 2003, 2:11:24 AM2/8/03
to

In diesem Jahr dürfte der Zug noch nicht auf göttinger V 100
umgestellt gewesen sein, sondern mit ottbergener 44, Personal
Northeim, gefördert worden sein. Zweigleisige Hauptbahn, Dampf und
Bedarfshalt passte nicht so recht zusammen.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Feb 8, 2003, 2:11:26 AM2/8/03
to
Am Wed, 05 Feb 2003 22:21:12 +0100 schrieb Bastian D. Bode:

> > Exakte Lösung, wenngleich nicht Fußnote, sondern Senkrechtdruck.
>
> Grmpf, wenn man die entscheidenden Informationen vor lauter Fussnoten
> nicht sieht, kann man lange die ganzen Tabellen absuchen.

Den Senkrechtdruck allein hätte ich auch als Auflösung gelten lassen;
mir ist zumindest nicht erinnerlich, dass es sonst je eine fahrplan-
veröffentlichte Verkehrsstation gegeben hätte, bei der das aus-
schließlich angewandt wurde. Im Omnibuskursbuch könnte es aber weitere
Fälle haben.



> > Winter 73/74 wie So 1973
> > Sommer 1974 Planhalt N 5543 a 05:50 lokbespannt
> > Nt 6700 Sa 05:50
>
> Interessant, dass N5543 der einzige Zug mit einer zur Strecke 250
> passenden Zugnummer gewesen ist. Die übrigen von/nach Göttingen

Vor allem der _weitere_ Lauf jenseits Göttingen ist interessant und
auch längst historisch.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Feb 8, 2003, 2:11:28 AM2/8/03
to
Am Fri, 7 Feb 2003 08:15:06 +0100 schrieb André Joost:

> Asche auf mein Haupt, auf Senkrechtdruck habe ich natürlich nicht geachtet.
> Also:
> Sommer 68, Zug 2954 (Triebwagen oG) Werktags in Hammenstedt Bedarfshalt 5:57
> Uhr

Womit denn das Rätsel hinter dem Rätsel ungelöst bleibt, ob nun 1972
ein Druckfehler war oder wirklich nicht gehalten wurde.

> <raeusper>
> Für die Lösung des Rätsels bekomme ich doch hoffentlich etwas?
> </raeusper>

Ja, nämlich Antwortansätze:

> Bis wann wurden die folgenden Halte an den damaligen KBS 470 und 475
> bedient?
> Benrad-St.Tönis

Sommer 1979 keinerlei Halte in Richtung und Gegenrichtung. Sommer 1978
1 Bedarfshalt in Richtung Krefeld an a, in Gegenrichtung 1 Verkehrs-
halt unterschiedlicher Züge an a bzw. Sa. Winter 1976/7 noch über-
wiegend Verkehrshalte der N.

> St.Hubert-Vösch
> Nütterden
> Frasselt

Sommer 1979 nur noch St. Hubert-Vösch im Spaltenbau enthalten, Sommer
1978 schon keinerlei Halte in Richtung und Gegenrichtung für alle 3.
Winter 1976/7 hingegen noch überwiegend Verkehrshalte der N.

> Rheinkamp
> Utfort

Sommer 1979 keinerlei Halte mehr in Richtung und Gegenrichtung, Sommer
1978 noch Halt aller N in Richtung Moers in Rheinkamp, 1 einziger
nicht haltender in Utfort, Gegenrichtung 1 nicht haltender N Rhein-
kamp, 2 nicht haltende N Utfort + in Rheinkamp 3 haltende E in Rich-
tung und Gegenrichtung.

> Wardt

Sommer 1978 keinerlei Halte mehr, Winter 1976/77 überwiegend noch
Verkehrshalte der N in beiden Richtungen.

Genauer geht's nicht, weil ich keine vollständige Sammlung habe.
--

mfg Matthias Dörfler

Bastian D. Bode

unread,
Feb 8, 2003, 9:27:28 AM2/8/03
to

Matthias Doerfler wrote:
>
> Am Wed, 05 Feb 2003 22:21:12 +0100 schrieb Bastian D. Bode:
>
> > > Exakte Lösung, wenngleich nicht Fußnote, sondern Senkrechtdruck.
> >
> > Grmpf, wenn man die entscheidenden Informationen vor lauter Fussnoten
> > nicht sieht, kann man lange die ganzen Tabellen absuchen.
>
> Den Senkrechtdruck allein hätte ich auch als Auflösung gelten lassen;
> mir ist zumindest nicht erinnerlich, dass es sonst je eine fahrplan-
> veröffentlichte Verkehrsstation gegeben hätte, bei der das aus-
> schließlich angewandt wurde.

Im Gegensatz zu den mitterweile vom Aussterben bedrohten
Fussnotenhalten. Selbst Unadingen und Bachheim haben mittlerweile eigene
Zeilen erhalten, vermutlich, weil die automatisierte Fahrplanerstellung
Fussnotenhalte ohne menschliche Nacharbeit nicht umsetzen kann.

> Im Omnibuskursbuch könnte es aber weitere
> Fälle haben.

Morlesau könnte so ein Fall sein. Das hat zwar einen Hp an der
Bahnstrecke Bad Kissingen-Gemünden, im Kursbuch Nordbayern So 1974
findet sich in der Tabelle 8061 Gemünden-Bad Kissingen der
Senkrechtdruck "Morlesau ab 5.37". Im Ortsregister findet sich kein
Hinweis auf diese oder eine andere Busline, wohl aber auf die
Bahnstrecke.



> > > Winter 73/74 wie So 1973
> > > Sommer 1974 Planhalt N 5543 a 05:50 lokbespannt
> > > Nt 6700 Sa 05:50
> >
> > Interessant, dass N5543 der einzige Zug mit einer zur Strecke 250
> > passenden Zugnummer gewesen ist. Die übrigen von/nach Göttingen
>
> Vor allem der _weitere_ Lauf jenseits Göttingen ist interessant und
> auch längst historisch.

Anno '74 ging's nur bis Göttingen. Die Nummer deutet jedoch auf einen
Durchlauf mindestens über Eichenberg Richtung Kassel hinaus hin (vgl.
N5545 Göttingen 6.37-7.44 Kassel Hbf).

Gruss
Bastian

Volker Blees

unread,
Feb 9, 2003, 5:11:47 AM2/9/03
to
On Sat, 08 Feb 2003 15:27:28 +0100, "Bastian D. Bode"
<Bastia...@gmx.net> wrote:

>Matthias Doerfler wrote:
>> > > Winter 73/74 wie So 1973
>> > > Sommer 1974 Planhalt N 5543 a 05:50 lokbespannt
>> > > Nt 6700 Sa 05:50
>> >
>> > Interessant, dass N5543 der einzige Zug mit einer zur Strecke 250
>> > passenden Zugnummer gewesen ist. Die übrigen von/nach Göttingen
>>
>> Vor allem der _weitere_ Lauf jenseits Göttingen ist interessant und
>> auch längst historisch.
>
>Anno '74 ging's nur bis Göttingen.

Mein Sommerkursbuch '74 schreibt was anderes.

>Die Nummer deutet jedoch auf einen
>Durchlauf mindestens über Eichenberg Richtung Kassel hinaus hin (vgl.
>N5545 Göttingen 6.37-7.44 Kassel Hbf).

Die grobe Richtung stimmt, nicht aber die gewählte Strecke. Nicht
umsonst schreibt Matthias von _historischem_ Lauf.

Bastian D. Bode

unread,
Feb 9, 2003, 7:57:00 AM2/9/03
to

Volker Blees wrote:

[N5543 Herzberg-Hammenstedt-Göttingen]


> >> > Interessant, dass N5543 der einzige Zug mit einer zur Strecke 250
> >> > passenden Zugnummer gewesen ist. Die übrigen von/nach Göttingen
> >>
> >> Vor allem der _weitere_ Lauf jenseits Göttingen ist interessant und
> >> auch längst historisch.
> >
> >Anno '74 ging's nur bis Göttingen.
>
> Mein Sommerkursbuch '74 schreibt was anderes.

Sorry, mein Fehler. Habe Nordbayern So '74 und Niedersachsen '75/76
verwechselt.



> >Die Nummer deutet jedoch auf einen
> >Durchlauf mindestens über Eichenberg Richtung Kassel hinaus hin (vgl.
> >N5545 Göttingen 6.37-7.44 Kassel Hbf).
>
> Die grobe Richtung stimmt, nicht aber die gewählte Strecke. Nicht
> umsonst schreibt Matthias von _historischem_ Lauf.

Aha, etwa auf der 1975/76 nur noch auf der Karte zu findenden KBS259
Richtung Großalmerode? (Dransfeld-Hann Münden käme auch noch in Frage,
die Nummer wäre dann aber eher im 555x-Bereich gewesen (vgl. N5552 Hann
Münden 6.40-7.16 Göttingen )

Gruss
Bastian

Matthias Doerfler

unread,
Feb 9, 2003, 11:45:06 AM2/9/03
to
Am Sun, 09 Feb 2003 13:57:00 +0100 schrieb Bastian D. Bode:
> Volker Blees wrote:
>
> [N5543 Herzberg-Hammenstedt-Göttingen]
> > >> > Interessant, dass N5543 der einzige Zug mit einer zur Strecke 250
> > >> > passenden Zugnummer gewesen ist. Die übrigen von/nach Göttingen
> > >>
> > >> Vor allem der _weitere_ Lauf jenseits Göttingen ist interessant und
> > >> auch längst historisch.
> > >
> > >Anno '74 ging's nur bis Göttingen.
> >
> > Mein Sommerkursbuch '74 schreibt was anderes.
>
> Sorry, mein Fehler. Habe Nordbayern So '74 und Niedersachsen '75/76
> verwechselt.

Mich dünkte, du seist erneut am *Senkrechtdruck* gescheitert. Kurzen
Lauf innert der Tabelle 250 vollständig verinnerlichen und die Blätter
umschlagen zur Tabelle 257. Auf jener Seite tiefer findet sich dann
für ausschließlich jene Planperiode mit T 5882/5895 noch ein Zugpaar
mit äußerst apartem und einmaligem Wegelauf (der nichts mehr mit dem
Thema zu tun hat).

>
> > >Die Nummer deutet jedoch auf einen
> > >Durchlauf mindestens über Eichenberg Richtung Kassel hinaus hin (vgl.
> > >N5545 Göttingen 6.37-7.44 Kassel Hbf).
> >
> > Die grobe Richtung stimmt, nicht aber die gewählte Strecke. Nicht
> > umsonst schreibt Matthias von _historischem_ Lauf.
>
> Aha, etwa auf der 1975/76 nur noch auf der Karte zu findenden KBS259
> Richtung Großalmerode?

Nö. Ich wüsste nicht, ob es in Eichenberg überhaupt möglich gewesen
wäre, von Friedland kommend nach Witzenhausen Süd, Großalmerode Ost
mit Reisezügen zu fahren.

> (Dransfeld-Hann Münden käme auch noch in Frage,

So war es.
--

mfg Matthias Dörfler

Volker Blees

unread,
Feb 10, 2003, 1:00:38 AM2/10/03
to
"Bastian D. Bode" schrieb:

>
> Aha, etwa auf der 1975/76 nur noch auf der Karte zu findenden KBS259
> Richtung Großalmerode?

Nein, da war schon im Juni '73 Schluss mit PV und die
Strecke dürfte zuvor auch fest in der Hand Kasseler ETA und
Eschweger VT 95 gewesen sein.

Gruß
Volker

Bastian D. Bode

unread,
Feb 10, 2003, 4:06:10 AM2/10/03
to

Matthias Doerfler wrote:
>
> Am Sun, 09 Feb 2003 13:57:00 +0100 schrieb Bastian D. Bode:

> > Sorry, mein Fehler. Habe Nordbayern So '74 und Niedersachsen '75/76
> > verwechselt.
>
> Mich dünkte, du seist erneut am *Senkrechtdruck* gescheitert.

Nein, der Gültigkeitszeitraum steht waagerecht auf dem Kursbuch ;-)

> Kurzen
> Lauf innert der Tabelle 250 vollständig verinnerlichen und die Blätter
> umschlagen zur Tabelle 257.

Dort war ich, fand aber nur noch einen Bus Göttingen 6.15-7.15 Hann
Münden (ohne Anschluss aus Hammenstedt).

> Auf jener Seite tiefer findet sich dann
> für ausschließlich jene Planperiode mit T 5882/5895 noch ein Zugpaar
> mit äußerst apartem und einmaligem Wegelauf

Täglicher Betriebsausflug der VEV nach Hameln? Oder gar darüber hinaus?
*gespannt dreinschau*

Gruss
Bastian

André Joost

unread,
Feb 10, 2003, 7:02:45 AM2/10/03
to

Matthias Doerfler <usenet...@wedebruch.de> schrieb in im Newsbeitrag:
76994v0glk38m1vde...@4ax.com...

> Am Fri, 7 Feb 2003 08:15:06 +0100 schrieb André Joost:
>
>
> Womit denn das Rätsel hinter dem Rätsel ungelöst bleibt, ob nun 1972
> ein Druckfehler war oder wirklich nicht gehalten wurde.
>
Mehr als das offizielle Kursbuch dieses Jahrgangs habe ich auch leider
nicht.
Vielleicht hat man damals erfolglos versucht, den Halt einzustellen.

[Antwortansätze]

macht es dir etwas aus, bei der KBS 475 für Till-Moyland und Hasselt
(Rheinl) nochmals nachzusehen?
Die hatte ich bei meinem Posting übersehen.

> Genauer geht's nicht, weil ich keine vollständige Sammlung habe.

Danke für die Antworten, meine Sammlung ist da noch lückenhafter als deine.
Damit wird dann meine Betriebsstellendatenbank unter
http://andre.joost.bei.t-online.de/Strecken/Betriebsstellen.PDF
demnächst wieder etwas vollständiger.

Gruß,
André Joost

Matthias Doerfler

unread,
Feb 10, 2003, 3:08:27 PM2/10/03
to
Am Mon, 10 Feb 2003 10:06:10 +0100 schrieb Bastian D. Bode:

> > [Im Sommer-KB 1974 Niedersachsen, Seite 281] findet sich dann


> > für ausschließlich jene Planperiode mit T 5882/5895 noch ein Zugpaar
> > mit äußerst apartem und einmaligem Wegelauf
>
> Täglicher Betriebsausflug der VEV nach Hameln?

Nein, Hameln hatte die VEV sofort wieder im Pv-Angebot, nachdem sie
die Strecke reaktiviert hatte, mochte sich die OPD Braunschweig auch
noch so sehr gesträubt haben. Den Mitbenutzungsvertrag mit der BD Han
hatte man ja von der VEE/DEBG irgendwie [1] hinübergerettet.

> Oder gar darüber hinaus?

Umgekehrt.

> *gespannt dreinschau*

Ich schreibe den Lauf mal komplett ab; beide Züge nur sonn- und
feiertags

08:50 Hameln 19.11
08:58 Emmerthal 19:05
09:03 Grohnde 18:59
09:08 Hajen '
09:14 Hehlen 18:49
[2] 09:29 Bodenwerder-Kemnade 18:44
09:33 Bodenwerder-Linse 18:40
09:37 Buchhagen 18:37
09:43 Westerbrak '
09:43 Kirchbrak [3] 18:31
[4a]
09:50 Lüerdissen-Oelkassen 18:24
09:53 Scharfoldendorf 18:21
[4b]
09:58 Eschershausen 18:18
10:08/12 Vorwohle 18:0?/08
' Lenne (Solling) '
10:19 Stadtoldendorf 17:58
' Deensen-Arholzen '
10:30/40 Holzminden 17:45/46
10:44 Lüchtringen-Steinkrug 17:41
10:48 Fürstenberg (Weser) 17:37
10:50 Boffzen 17:35
10:54/56 Wehrden 17:18/30 [5]
10:59 Meinbrexen 17:14
11:03 Lauenförde 17:10
11:06 Würgassen 17:06
11:10 Karlshafen [6] 17:03
11:18 Bodenfelde 16:55

Gefahren wurden die Leistungen mit einem - vmtl. Hamelner - 515,
ersichtlich aus der Tatsache, dass das Zugpaar mit 1. und 2. Klasse
verkehrte, was selbst die alte VEE und ganz zu Wiederbeginn die VEV
mangels entsprechendem Abteil im VT 101 nicht anbieten konnte. Ob der
ETA leer nach Northeim weiterfuhr, um Strom zu tanken, muss ich
dahingestellt sein lassen; eigentlich sollte es ohne gereicht haben.

[1] Darüber schweigt sich die VEV-Broschüre im Selbstverlag aus, die
nach der Inbetriebnahme der beiden Bayerbahn-VT im Selbstverlag
erschienen war. Auch meine persönliche Bekanntschaft zu einem ehem.
VDD-Mitarbeiter ist keine Quelle gewesen. Vermutlich hatten BD und VEE
nur einen Mitbenutzungsvertrag für Gv + Pv zusammen, so dass die VEV
insoweit keine Probleme hatte.

[2] Wofür die offensichtliche Haltezeit von 10 Minuten in Kemnade
diente, ist mir unerfindlich. Vermutlich fand hier an WaSa planmäßig
Kreuzung des 5882 mit Gz statt; bis Kirchbrak fuhr der Zug nämlich
täglich (W von der VEV selbst gefördert; allerdings fehlt im Kursbuch
druckfehlerhaft die Fußnote zur fehlenden 1. Klasse).

[3] Ob zur Schrankenbedienung in Kirchbrak morgens die VEV Lt von
Linse vorfuhr, oder ob einer der VEV-VT in Linse mit 5882 vereinigt
wurde, weiß ich nicht. Wahrscheinlich wurde hinten angekuppelt; das
Fahrzeug wurde jedenfalls gebraucht für Nt 5885 Kirchbrak - Hameln,
täglich ab 09:50. Für die Rückleistung am Abend muss das Zub des 5895
die Schranke bedient haben, denn dort fuhr die VEV ihren 'eigenen' Zug
5897 im "Block"abstand auf 5895 erst beginnend ab Linse 19:04.

[4] Eine Pv-Wiederbedienung vom Bf Dielmissen [a] oder Hp Wickensen
[b] gab es nicht.

[5] Die lange Aufenthaltszeit in Wehrden diente dem Vorfahren vor E
3754 Odertal - Bielefeld, aus dem Anschluss bestand.

[6] Bahnhofsname schon ohne r.U., noch ohne Bad.

Ach ja, den zweiten Teil des Subjects habe ich mir einfallen lassen,
wie das Ganze hätte vermarktet werden können. Immerhin hatte das Zug-
paar günstige Anschlüsse von/nach Hamburg und Bremen (über Hannover,
Hameln) und sogar Kassel (über Emmerthal, zurück über Hameln), jedoch
nicht mit Braunschweig - Hildesheim oder Löhne - Osnabrück/Bielefeld.
Nur bestand wohl kaum Kooperation mit der Oberweser-Dampfschiffahrt
(die Tabelle 10300 schreibt wolkig über kombinierte Fahrkarten "zu
ermäßigtem Preis auf bestimmten Strecken" - was immer das sein
mochte). Und vom Schiffsfahrplan her scheint mir die einzig sinnvolle
Tour stromauf Grohnde 10:00 - Holzminden 17:15 gerade so zu gelegen zu
haben, dass sie für einen Familienausflug wegen zu knapper Übergangs-
zeit ausschied. Die Talfahrt bis Hameln hingegen legte schon 10:40 in
Karlshafen ab; dieses Schiff ab Wehrden um 12:00 war auch kaum der
große Reißer. Machbar allenfalls bei viel zu frühem Mittagessen
Talfahrt Karlshafen 13:20 - Fürstenberg 14:45 bzw. Höxter 15:25.
Kloster Corvey kriegte man auch nicht unter, dafür waren die weser-
überschreitenden Zug- und Busverbindungen zu schlecht.

Eine Chance ist damals gründlich vertan worden.

Bastian D. Bode

unread,
Feb 11, 2003, 3:00:57 PM2/11/03
to

Matthias Doerfler wrote:
>
> Am Mon, 10 Feb 2003 10:06:10 +0100 schrieb Bastian D. Bode:
>
> > > [Im Sommer-KB 1974 Niedersachsen, Seite 281] findet sich dann
> > > für ausschließlich jene Planperiode mit T 5882/5895 noch ein Zugpaar
> > > mit äußerst apartem und einmaligem Wegelauf
> >
> > Täglicher Betriebsausflug der VEV nach Hameln?
>
> Nein, Hameln hatte die VEV sofort wieder im Pv-Angebot, nachdem sie
> die Strecke reaktiviert hatte, mochte sich die OPD Braunschweig auch
> noch so sehr gesträubt haben.

Gehe ich recht in der Annahme, dass hier eine bahnparallele
Postbus-Linie fuhr, die in meinem Kursbuch nicht zu finden ist?

> > Oder gar darüber hinaus?
>
> Umgekehrt.

Ich hatte nicht mit planmässigem Personenverkehr zwischen Kirchbrak und
Vorwohle gerechnet, die Lücke in meiner Übersichtskarte hatte ich für
ziemlich endgültig bis zur Aufnahme des Museumsverkehrs (später mit
D-Zug-Anschluss) gehalten.



> > *gespannt dreinschau*
>
> Ich schreibe den Lauf mal komplett ab; beide Züge nur sonn- und
> feiertags
>
> 08:50 Hameln 19.11
> 08:58 Emmerthal 19:05

> 09:33 Bodenwerder-Linse 18:40

> 09:43 Kirchbrak [3] 18:31

> 09:58 Eschershausen 18:18
> 10:08/12 Vorwohle 18:0?/08

1975 hätte hier brauchbarer Anschluss von Braunschweig-Goslar bestanden.

> 10:19 Stadtoldendorf 17:58

Und hier Anschluss ein brauchbarer nach Goslar. Aber: Bedarf?

> 10:30/40 Holzminden 17:45/46
> 10:44 Lüchtringen-Steinkrug 17:41
> 10:48 Fürstenberg (Weser) 17:37
> 10:50 Boffzen 17:35
> 10:54/56 Wehrden 17:18/30 [5]

Wenn der Sonntagsfahrplan nicht wesentlich geändert wurde, war das der
"Tageseröffnungszug" zwischen Holzminden und Wehrden.

> 10:59 Meinbrexen 17:14
> 11:03 Lauenförde 17:10
> 11:06 Würgassen 17:06
> 11:10 Karlshafen [6] 17:03
> 11:18 Bodenfelde 16:55
>

> [2] Wofür die offensichtliche Haltezeit von 10 Minuten in Kemnade
> diente, ist mir unerfindlich. Vermutlich fand hier an WaSa planmäßig
> Kreuzung des 5882 mit Gz statt; bis Kirchbrak fuhr der Zug nämlich
> täglich (W von der VEV selbst gefördert;

Ab Hameln? 1975 kam er täglich von Bodenwerder-Linse, wie alle von
Kirchbrak zurückfahrenden Züge.

> täglich ab 09:50. Für die Rückleistung am Abend muss das Zub des 5895
> die Schranke bedient haben, denn dort fuhr die VEV ihren 'eigenen' Zug
> 5897 im "Block"abstand auf 5895 erst beginnend ab Linse 19:04.

1975 hatte sie den 5895-Fahrplan für ihren eigenen 5891 im Wesentlichen
übernommen.
Die kuriose bedarfsweise Führung der anderen Züge nach Kirchbrak ist mir
seither nur in Österreich (dort sogar in beiden Fahrtrichtungen)
begegnet.

> [5] Die lange Aufenthaltszeit in Wehrden diente dem Vorfahren vor E
> 3754 Odertal - Bielefeld,

Inwiefern Vorfahren? Der Laufweg der beiden Züge trennte sich doch in
Wehrden. Oder konnte man seinerzeit nicht (mehr oder weniger) parallel
ausfahren? Die spätere vollständige Trennung beider Strecken spräche
dagegen.

[Mögliche Kombination mit der Weserschiffahrt]

> Eine Chance ist damals gründlich vertan worden.

Ich vermute einen Schnellschuss, der eine Abstimmung mit der
Weserschiffahrt nicht erlaubte. Vielleicht hatte man "erstmal" nur
Ausflügler nach (Holzminden und) Karlshafen im Blick, was auch das
abrupte Verenden im bodenfelder Nichts erklären mag. Wenn man sich aber
schon so weit durch die Hecken wagt, hätte durchaus auch nach Göttingen
(oder Northeim) weiterfahren können. Allemal interessanter als
Bodenfelde (war auch sonntags schon dort).

Danke für die umfangreiche Darstellung!

Gruss
Bastian

Matthias Doerfler

unread,
Feb 11, 2003, 3:31:50 PM2/11/03
to
Am Mon, 10 Feb 2003 13:02:45 +0100 schrieb André Joost:

> macht es dir etwas aus, bei der KBS 475 für Till-Moyland und Hasselt
> (Rheinl) nochmals nachzusehen?

Nö. Das ging bloß gestern zeitlich nicht mehr.

> Die hatte ich bei meinem Posting übersehen.

Ich merkte, dass sie bei deiner Frage nicht dabei waren, dachte aber
es sei Absicht.

Winter 1976/7 für beide: Halt aller N in Richtung und Gegenrichtung +
1 Et an a in Hasselt (Rheinl) von Oberhausen 13:58 nach Kleve.
Sommer 1978 für beide: keinerlei Verkehrshalte mehr.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Feb 12, 2003, 2:45:15 PM2/12/03
to
Am Tue, 11 Feb 2003 21:00:57 +0100 schrieb Bastian D. Bode:

> > Nein, Hameln hatte die VEV sofort wieder im Pv-Angebot, nachdem sie
> > die Strecke reaktiviert hatte, mochte sich die OPD Braunschweig auch
> > noch so sehr gesträubt haben.
>
> Gehe ich recht in der Annahme, dass hier eine bahnparallele
> Postbus-Linie fuhr, die in meinem Kursbuch nicht zu finden ist?

Die Buskonzession hatte die DEBG (VEE) im Rahmen der Liquidation an
die OPD verkauft, ja. Wobei es sich um ein für die PÄ Hameln und
Holzminden durchaus lukratives Geschäft gehandelt haben muss, denn man
hatte schon im Winter 1967/8, als die Schienentabelle 212c noch mit
leerem Spaltenbau unter der Überschrift VEE abgedruckt war, die Kom-
Linien wie folgt neu strukturiert
2206/38 (später 2614) Holzm'den - Polle - B'werder - Grohnde - Hameln
2206/39 (später 2613) Vorwohle (später auch Stadto'dorf) - Esch'hsn -
B'werder - Grohnde - Hameln
2206/28 (später 2616) Holzm'den - Rühle - B'werder
2206/40 (später 2612) B'werder - Bisperode - Hameln

Zusammen mit den "historisch" holzmindener Postbuslinien im Süden
2206/26 (später 2632) Holzm'den - Stadto'dorf - Lenne - Esch'hsn -
Grünenplan - Godenau und
2206/27 (später 2634) Holzm'den - Amelungsborn - Esch'hsn
hatte man ein faktisches Gebietsmonopol erworben, bei der das
Bedienungsverbot zwischen Emmerthal, Schranke (ab dort Bahnbus-
parallelverkehr der 2212/27 = 2608 von Altenbeken, Bad Pyrmont her; ab
Tündern durfte aber auch der Bahnbus niemand einsteigen lassen, weil
dort die KVG Hameln ihre Exklusivrechte hatte), nicht weiter störte.
Denn nun konnte man ja die beiden aufkommensstarken Abschnitte links
der Weser Holzm'den - B'werder - Hameln durchgängig fahren, statt
nördlich der Weser auf das rechte Ufer zu wechseln und den riesigen
Umweg bis an den Ith auszufahren.

Später (d.h. insoweit Sommer 197_2_, von dem ich das Omnibuskursbuch
habe) kam noch eine mit "Weser-Solling-Post" überschriebene Tabelle
2615 Hameln - Grohnde - B'werder - Polle - Holzm'den - Neuhaus -
Karlshafen - Gieselwerder - Hann. Münden hinzu, die als einzige
durchgehende Fahrt exakt das abbildet, was auch mit dem Zugpaar
5882/5895 nachzumachen versucht wurde; nur an S in Auszügen
08:45 Hameln Bf 20:00
09:22 B'werder Münchhausenplatz 19:20
09:50 Polle, Unter der Burg 18:54
10:10 Holzm'den, Haarmannplatz 18:35
10:42 Neuhaus, Schloßpark 18:00
11:18 Karlshafen, Hafenplatz 17:20
11:55 Oberweser-Gieselwerder 17:00
12:45 Hann Münden, Kirchplatz 16:00
Zur Nicht-Abstimmung mit dem Schiff gilt Ähnliches wie zum Zug.

> Ich hatte nicht mit planmässigem Personenverkehr zwischen Kirchbrak und
> Vorwohle gerechnet, die Lücke in meiner Übersichtskarte hatte ich für
> ziemlich endgültig bis zur Aufnahme des Museumsverkehrs (später mit
> D-Zug-Anschluss) gehalten.

Die VEV hat, salopp gesagt, ziemlich herumexperimentiert, und ist
trotzdem auf keinen grünen Zweig oder eine einheitliche Marschrichtung
gekommen. Der erste mir vorliegende Fahrplan (Sommer 1969) sieht noch
ziemlich "nebenbahnüblich" aus.

P2881 T2883 T2885 T2887 T2889 T2103
Kirchbrak W06:26 W09:50 W16:08 W18:10
B'werder-Linse W05:19 W06:36 W10:00 W12:25 W16:18 W18:21
B'werder-Kemn. W05:22 W06:41 W10:04 W12:29 W16:20 W18:24
Hameln W06:05 W07:14 W10:37 W13:02 W16:55

T2102 T2882 T2884 T2886 T2104 T2888 (?)15848
Hameln W08:50 W11:41 W13:42 W17:20 a20:55
B'werder-Kemn. W06:12 W09:24 W12:15 W14:16 W15:50 W17:54 a21:38
B'werder-Linse W06:15 W09:28 W12:19 W14:20 W15:53 W17:58 a21:41
Kirchbrak W06:24 W09:38 W16:03 W18:08

Im Winter hatte man dann den Sonntagsverkehr wiederaufgenommen,
allerdings nur mit zwei Zugpaaren zwischen Linse und Hameln. Dafür
wurde angeblich Zug 2881 als VT gefahren, was in Anbetracht der
eigenen Angaben zur Tfz-Lage für falsch halten muss. Es kann nur VT
101 vorhanden und betriebsfähig gewesen sein, denn den VT 1 hat man
erst in 1970 für seinen Ersatz von der Tecklenburger Nordbahn gekauft,
Erika war schon 1955 abgebrannt und nicht wieder aufgebaut worden, und
der VT 6 schließlich ging im Rahmen der Liquidation der Altfirmen als
Verkauf schon 1966 an die SWEG für die BOH, wo er den VT 8 (resp. den
dortigen VT 1, der auch mal nach Bodenwerder gehörte) ablöste.

Die Episode "obere Strecke" kommt später und weilte nur ganz kurz.

Abrupert Schluss und Frage: Wird wirklich mehr gewünscht? Zu dem Thema
kann ich Romane schreiben, vielfach aus eigenem Erfahren.
--

mfg Matthias Dörfler

Ulf Kutzner

unread,
Feb 12, 2003, 3:22:35 PM2/12/03
to
Matthias Doerfler schrieb:

> > Gehe ich recht in der Annahme, dass hier eine bahnparallele
> > Postbus-Linie fuhr, die in meinem Kursbuch nicht zu finden ist?
>
> Die Buskonzession hatte die DEBG (VEE) im Rahmen der Liquidation an
> die OPD verkauft, ja.

Konzessionshandel wird zumindest heute nicht mehr gerne gesehen.



> Abrupert Schluss und Frage: Wird wirklich mehr gewünscht? Zu dem Thema
> kann ich Romane schreiben, vielfach aus eigenem Erfahren.

Zu Konzessionsübertragungen? Aber gerne doch.

Gruß, ULF

Volker Blees

unread,
Feb 13, 2003, 2:35:50 AM2/13/03
to
Matthias Doerfler schrieb:

>
> Abrupert Schluss und Frage: Wird wirklich mehr gewünscht?

Ja.

> Zu dem Thema
> kann ich Romane schreiben, vielfach aus eigenem Erfahren.

Ein Roman eignete sich allerdings zur Darstellung komplexer
und umfassender Sachverhalte erheblich besser als
Usenet-Beiträge. Zumindest könnte ich ihn bequemer zum Lesen
mit ins Bett nehmen ;-)

Gruß
Volker

Bastian D. Bode

unread,
Feb 13, 2003, 3:50:39 AM2/13/03
to

Matthias Doerfler wrote:

> Später (d.h. insoweit Sommer 197_2_, von dem ich das Omnibuskursbuch
> habe) kam noch eine mit "Weser-Solling-Post" überschriebene Tabelle
> 2615 Hameln - Grohnde - B'werder - Polle - Holzm'den - Neuhaus -
> Karlshafen - Gieselwerder - Hann. Münden hinzu, die als einzige
> durchgehende Fahrt exakt das abbildet, was auch mit dem Zugpaar
> 5882/5895 nachzumachen versucht wurde; nur an S in Auszügen
> 08:45 Hameln Bf 20:00
> 09:22 B'werder Münchhausenplatz 19:20
> 09:50 Polle, Unter der Burg 18:54
> 10:10 Holzm'den, Haarmannplatz 18:35
> 10:42 Neuhaus, Schloßpark 18:00
> 11:18 Karlshafen, Hafenplatz 17:20
> 11:55 Oberweser-Gieselwerder 17:00
> 12:45 Hann Münden, Kirchplatz 16:00
> Zur Nicht-Abstimmung mit dem Schiff gilt Ähnliches wie zum Zug.

Unverständlich. Dem einen Zug hätte ich ja noch
Abstimmungsschwierigkeiten zugestanden, aber diese Führung müsste doch
gerade Weserschiffahrtsgäste ansprechen. Andererseits sind zweimal vier
Stunden Bus auch nicht gerade der Hit, sodass die Idee mit dem
Triebwagen unter günstigeren Fahrplankonstrukten der Weg in die richtige
Richtung gewesen wäre.



> Die Episode "obere Strecke" kommt später und weilte nur ganz kurz.
>
> Abrupert Schluss und Frage: Wird wirklich mehr gewünscht?

Von mir ganz sicher. Besonders, wenn Du die Frage direkt nach dem
verlockenden Begriff "obere Strecke" stellst. Interesse scheint auch von
anderer Seite zu kommen, sodass sich eher die Frage stellt, ob Du...

> Romane schreiben

...möchtest. Schliesslich inverstierst Du Energie und Zeit. Nicht
umsonst, wie ich finde.

Gruss
Bastian

Torsten Jerzembeck

unread,
Feb 13, 2003, 2:41:21 PM2/13/03
to
Matthias Doerfler schrieb:

>Abrupert Schluss und Frage: Wird wirklich mehr gewünscht?

Ja, bitte mehr von diesen interessanten Artikeln, wenn es Deine Zeit
erlaubt!

>Zu dem Thema
>kann ich Romane schreiben, vielfach aus eigenem Erfahren.

Vielleicht solltest Du auch das tun.

Beste Grüße aus Düsseldorf,

=ToJe=

--
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
* Exil-Westfale * PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux *
There are no happy endings because nothing ends.
(Peter S. Beagle, "The Last Unicorn")

Armin Muehl

unread,
Feb 13, 2003, 6:40:54 PM2/13/03
to
On Wed, 12 Feb 2003 20:45:15 +0100, Matthias Doerfler
<usenet...@wedebruch.de> wrote:

>denn den VT 1 hat man
>erst in 1970 für seinen Ersatz von der Tecklenburger Nordbahn gekauft,

Das Buch von Riehemann schweigt sich leider ueber ein exaktes
Kaufdatum, bzw. den Abtransport aus.


>Abrupert Schluss und Frage: Wird wirklich mehr gewünscht? Zu dem Thema
>kann ich Romane schreiben, vielfach aus eigenem Erfahren.

( X ] Mehr :-)

Armin

--
Armin Muehl

http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://www.museumsstellwerk.de (Stellwerk Rpf)

Matthias Doerfler

unread,
Feb 16, 2003, 12:35:34 PM2/16/03
to
Am Thu, 13 Feb 2003 09:50:39 +0100 schrieb Bastian D. Bode:

> > Abrupert Schluss und Frage: Wird wirklich mehr gewünscht?
>
> Von mir ganz sicher.

Wobei ich eher an die Fahrplan- und Fahrzeughistorie dachte als an
Ulfs Fragestellung.

> Besonders, wenn Du die Frage direkt nach dem
> verlockenden Begriff "obere Strecke" stellst. Interesse scheint auch von
> anderer Seite zu kommen, sodass sich eher die Frage stellt, ob Du...
>
> > Romane schreiben
>
> ...möchtest.

Schaun'mer mal. Vielleicht kann ich meinen Agent auch dazu überreden,
wieder alle Tastatureingaben anzunehmen, damit ich solche ich maus-
erzeugten Fipptehler wie eingangs vermeide. Das hat jetzt Vorrang,
nicht nur wegen Volkers Schlafbedürfnis. Terminzusage gibt's keine.

> > Der erste mir vorliegende Fahrplan (Sommer 1969) sieht noch
> > ziemlich "nebenbahnüblich" aus.

Die offizielle Reaktivierung fand am 1. Dezember 1968 statt, nachdem
tags zuvor der VT 101 bekränzte Sonderfahrten zurüklegte, berichtet
die broschierte Selbstdarstellung.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Feb 16, 2003, 12:35:37 PM2/16/03
to
Am Thu, 13 Feb 2003 23:40:54 GMT schrieb Armin Muehl:

> On Wed, 12 Feb 2003 20:45:15 +0100, Matthias Doerfler
> <usenet...@wedebruch.de> wrote:
>
> >denn den VT 1 hat man
> >erst in 1970 für seinen Ersatz von der Tecklenburger Nordbahn gekauft,
>
> Das Buch von Riehemann schweigt sich leider ueber ein exaktes
> Kaufdatum, bzw. den Abtransport aus.

Die VEV-Broschüre schreibt "Mai 1970". Das muss zutreffen, denn das
vielleicht noch kommende Bild zum Fortsetzungsroman stammt vom 6.
August 1970. Damals war ich noch gut in Buchführung.
VT 101 hatte am 4. Mai 1970 seinen (welchen?) Schaden erlitten, der
zur Abstellung führte (urspünglich in Linse, nicht in Kemnade, wo ich
ihn zwei Jahre später noch abgelichtet hatte). Mehr als ein paar Tage
wird man weder lokbespannten Ersatz gefahren noch sich ein Ersatz-
fahrzeug von der DB angemietet haben, weil beides schlicht zu teuer
gewesen wäre.
--

mfg Matthias Dörfler

Armin Muehl

unread,
Feb 16, 2003, 1:45:36 PM2/16/03
to
On Sun, 16 Feb 2003 18:35:37 +0100, Matthias Doerfler
<usenet...@wedebruch.de> wrote:

>> Das Buch von Riehemann schweigt sich leider ueber ein exaktes
>> Kaufdatum, bzw. den Abtransport aus.
>
>Die VEV-Broschüre schreibt "Mai 1970".

Im Jubilaeumsband der RVM steht auch kein Datum. dort sind aber Fotos
von der Verladung auf einen K-Wagen drin.


>Das muss zutreffen, denn das
>vielleicht noch kommende Bild zum Fortsetzungsroman stammt vom 6.
>August 1970. Damals war ich noch gut in Buchführung.

Du hast also ein Foto vom ehemaligen TN-Triebwagen?

Bastian D. Bode

unread,
Feb 17, 2003, 4:11:55 PM2/17/03
to

Matthias Doerfler wrote:
>
> > > Romane schreiben


>
> nicht nur wegen Volkers Schlafbedürfnis. Terminzusage gibt's keine.

Kein Problem. Die besten Dinge bekommen die, die warten können.

Gruss
Bastian

Matthias Doerfler

unread,
Feb 22, 2003, 4:01:01 PM2/22/03
to
Am Sun, 16 Feb 2003 18:35:34 +0100 schrieb ich fortsetzend:

> > > Der erste mir vorliegende Fahrplan (Sommer 1969) sieht noch
> > > ziemlich "nebenbahnüblich" aus.
>
> Die offizielle Reaktivierung fand am 1. Dezember 1968 statt, nachdem
> tags zuvor der VT 101 bekränzte Sonderfahrten zurüklegte, berichtet
> die broschierte Selbstdarstellung.

Dieses erste Halbjahr muss sich allein auf den Verkehr auf der unteren
Strecke beschränkt haben, allerdings wohl mit allen fünf Zugpaaren
(davon 4 vom VT gefahren) durchlaufend von und nach Hameln. Wie in dem
schon geposteten Fahrplan des folgenden Sommers gab es noch keinen
Sonntagsverkehr.

D.h. die Wiederaufnahme des Verkehrs erfolgte in geringerem Umfang als
zuletzt von der alten VEE auf der Schiene gefahren worden war. Zum
Vergleich auch dieser Plan (1966):

100 4176 4172 4174 122
Hameln W08:16 W11:19 W14:02
Emmerthal W06:20 W08:35 W11:27 W14:10 W17:24
Kemnade W06:39 W08:56 W11:47 W14:34 W17:46
Linse W06:41 W08:59 W11:49 W14:36 W17:48
Kirchbrak W09:08
Eschershausen W09:22
Vorwohle W09:31

101 4175 4171 4173 109 121
Vorwohle W09:45
Eschershausen W09:55
Kirchbrak W10:10 a16:38
Linse W05:50 W06:45 W10:21 W12:35 Sa16:16 a16:47
Kemnade W05:55 W06:48 W10:25 W12:38 Sa16:20 a16:51
Emmerthal W06:17 W07:09 W10.46 W12:57 Sa16:43 a17:14
Hameln W07:23 W10:54 W13:07

Bemerkenswert ist, dass das Zugpaar 4173/4 ein Fußnotensymbol hatte,
wonach es jederzeit ausfallen und durch Bus ersetzt werden konnte.
Den VEE-eigenen Komverkehr habe ich von diesem Zeitabschnitt nicht;
festzuhalten ist, dass es seit Anfang der sechziger Jahre rapide
abwärts gegangen war. Dazu nur das Mengengerüst von 1963:

P-Züge VT Kom
an W an a an Sa an S an a an Sa
Vorwohle - Eschershausen - 4 5 5 3 3
Eschershsn - Kirchbrak - 5 6 5 1(3*) 1(2*)
Kirchbrak - Linse - 7 6 5 1 1
Kemnade - Hehlen 1 9 8 8 3 3
Hehlen - Emmerthal 1 7 7 7 3 3
davon bis Hameln - 1 1 2 2 2

Die mit * vermerkten Kom der oberen Strecke blieben ab Lüerdissen auf
der Bundesstraße und bedienten deshalb nicht die Verkehrshalte Kirch-
brak bis Buchhagen. Besonders bemerkenswert damals: die von der oberen
Strecke bis Hehlen durchgeführten Züge. Außerdem waren täglich beide
vorhandenen VT im Planeinsatz.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Mar 2, 2003, 1:56:16 AM3/2/03
to
"Ingrid":

> Die VEV hat, salopp gesagt, ziemlich herumexperimentiert, und ist
> trotzdem auf keinen grünen Zweig oder eine einheitliche Marschrichtung
> gekommen. Der erste mir vorliegende Fahrplan (Sommer 1969) sieht noch

> ziemlich "nebenbahnüblich" aus. [...]


> Im Winter hatte man dann den Sonntagsverkehr wiederaufgenommen,
> allerdings nur mit zwei Zugpaaren zwischen Linse und Hameln. Dafür
> wurde angeblich Zug 2881 als VT gefahren, was in Anbetracht der
> eigenen Angaben zur Tfz-Lage für falsch halten muss. Es kann nur VT
> 101 vorhanden und betriebsfähig gewesen sein, denn den VT 1 hat man
> erst in 1970 für seinen Ersatz von der Tecklenburger Nordbahn gekauft,

Letzter Einsatztag des VT 101 war der 4. Mai 1970. Welche Art Schaden
zu seiner Abstellung und späteren Verschrottung führte, habe ich nie
herausgekriegt; das wurde als Betriebsgeheimnis gehütet. Nachdem ich
später noch die Gelegenheit hatte, mit dem Schwesterfahrzeug RAG T 1
nach Viechtach zu fahren - *der* eigentliche Stammvater einer ganzen
Generation von NE-VT - kann ich nur leise weinen, dass die Werkstatt
in Linse ihn nicht wieder flott bekam (oder bekommen durfte).

Die Ablösung muss innerhalb kürzester Zeit eingetroffen gewesen sein.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten; mich erinnerte
der VT 1 an ein bedrohlich ausschauendes Insekt. Wirklich kein Staat
zu machen war aber mit seinen Laufeigenschaften. Dass in ihm die
Beförderungsfälle trotz geringerer Sitzplatzanzahl als die gelbe
Konkurrenz auf der Straße nicht standen, führe ich ganz wesentlich
hierauf zurück. Das Gefährt dröhnte außerdem schrecklich; und ich
kannte nur einen anderen Normalspur-VT, bei dem der Tf eigentlich drei
Hände zum ordnungsgemäßen Fahren benötigt hätte.
Betrieblich muss ich konstatieren, dass es allerdings mit dem Türen-
schließen sowie dem Fahrscheinverkauf für den Tf=Zf erheblich
geschickter zuging als bei dem Vierachser-Vorgänger mit seinen
Mitteleinstiegen.

Nur: gerade in diesem Jahr hätte man dringendst ein Fahrzeug
gebraucht, das den Komforterwartungen des neuen Jahrzehnts entsprach,
hatte man doch für den Sommerfahrplan folgende Überraschungen
eingeplant:

P2881 T2883 T2885 T2887 T2889 T2103 Et2891 T2893
Kirchbrak W06:26 S07:27 09:42 W14:59 W16:15 18:10
B'werder-Linse W05:35 W06:36 S07:37 09:52 W12:25 W15:08 W16:23 18:21
B'werder-Kemn. W05:38 W06:41 S07:41 09:56 W12:29 W15:11 W16:27 18:24
Hameln W06:20 W07:12 S08:12 10:29 W13:02 W16:55 18:57

T2102 Et2882 T2884 T2886 T2888 T2104 T2890 T2892
Hameln Q08:48 R08:48 11:41 W13:42 W17:20 20:11
B'werder-Kemn. W06:15 Q09:20 R09:22 12:15 W14:16 W16:00 W17:54 20:43
B'werder-Linse W06:18 Q09:23 R09:26 12:19 W14:20 W16:03 W17:58 20:47
Kirchbrak W06:24 Q09:32 R09:36 W16:12 W18:08 20:56

Ich habe mir erlaubt, die Zuggattungen so zu bezeichnen, wie tat-
sächlich gefahren wurde. Das Kursbuch behauptet erneut, P 2881 sei ein
Triebwagen; selbstverfreilich handelte es sich wiederum um die V-Lok
für den Rangierdienst in Hameln vor einem der B2i Nr. 129 oder 131.
Durchaus nützlich gedacht war der Ersatz von dessen abendlicher
Rücküber- führung durch den etwas früher an seine Stelle gerückten
T2892, der auch richtig als T im Kursbuch steht.

Hingegen behauptet das Kursbuch munter, dass 2885 und 2884 als lokbe-
spannte Züge verkehrt seien. Vielleicht gab es beim Aufstellen des
Fahrplans wirklich diese Idee. Wenn man an Q (Mo, Mi, Fr, Sa) den Et
2882 zu fahren gedachte, hingegen an R (Di, Do, So) den 2884 mit dem
Zugnamen(!) Münchhausen-Express, hätte das mit dem/den B2i hinter dem
VT 101 an Di und Do (und So per V 34-02 oder V 46-02) durchaus klappen
können. Aber nachdem der "alte Dessauer" nicht mehr zur Verfügung
stand -> Satz mit x.

Noch erwähnenswert, dass T2892 zwischen Linse und Kirchbrak keine
Verkehrshalte hatte. So keine Fahrgäste für Kirchbrak im Zug waren,
ist er das Schlusstück selbstverständlich ausgefallen.

Erkennt jemand den Pferdefuß im Eiltriebwagen, auf dass das kein
Read-Only-Thread wird?
--

mfg Matthias Dörfler

Bastian D. Bode

unread,
Mar 3, 2003, 2:27:50 PM3/3/03
to

Matthias Doerfler wrote:

> P2881 T2883 T2885 T2887 T2889 T2103 Et2891 T2893
> Kirchbrak W06:26 S07:27 09:42 W14:59 W16:15 18:10
> B'werder-Linse W05:35 W06:36 S07:37 09:52 W12:25 W15:08 W16:23 18:21
> B'werder-Kemn. W05:38 W06:41 S07:41 09:56 W12:29 W15:11 W16:27 18:24
> Hameln W06:20 W07:12 S08:12 10:29 W13:02 W16:55 18:57
>
> T2102 Et2882 T2884 T2886 T2888 T2104 T2890 T2892
> Hameln Q08:48 R08:48 11:41 W13:42 W17:20 20:11
> B'werder-Kemn. W06:15 Q09:20 R09:22 12:15 W14:16 W16:00 W17:54 20:43
> B'werder-Linse W06:18 Q09:23 R09:26 12:19 W14:20 W16:03 W17:58 20:47
> Kirchbrak W06:24 Q09:32 R09:36 W16:12 W18:08 20:56
>

> Erkennt jemand den Pferdefuß im Eiltriebwagen, auf dass das kein
> Read-Only-Thread wird?

Um mal was zu writen: Auch mit Bedenkzeit ist mir bisher nichts
aufgefallen. Du sprichst doch vom Et2882 (und nicht vom ebenfalls-Et
2891)?

Gruss
Bastian

Matthias Doerfler

unread,
Mar 4, 2003, 10:44:10 AM3/4/03
to
Am Mon, 03 Mar 2003 20:27:50 +0100 schrieb Bastian D. Bode:

[Sommerfahrplan mit 1970 Et-Leistung Hameln <-> Kirchbrak gesnippt]


> > Erkennt jemand den Pferdefuß im Eiltriebwagen, auf dass das kein
> > Read-Only-Thread wird?
>
> Um mal was zu writen: Auch mit Bedenkzeit ist mir bisher nichts
> aufgefallen. Du sprichst doch vom Et2882 (und nicht vom ebenfalls-Et
> 2891)?

Es hatte in jedem einen. Wobei die von mir zuvor nicht zitierten wei-
teren Verkehrshalte dazu gehören, um es auflösen zu können: im unteren
Abschnitt Emmerthal und Hehlen, im mittleren Abschnitt keine.

Matthias Doerfler

unread,
Mar 8, 2003, 4:10:36 PM3/8/03
to
[Im Fortsetzungsroman ging's zuletzt um den Pferdefuß im Sommerfahr-
plan 1970 mit Et-Leistung Hameln <-> Kirchbrak]

Ist außer mir wirklich niemand mit der VEV in RL gefahren? So schwer
ist die Lösung nicht: der von Hameln fahrende Et hatte zwar keinen
Verkehrshalt in Hajen, musste dort aber trotzdem eine Betriebshalt
machen, damit der Tf die Blinklichtanlage über die Bundesstraße
schlüsseln konnte. Und für den Gegenzug am Nachmittag war der
Nichthalt in Buchhagen tödlich; immerhin existierte der Haltepunkt
(fast ausschließlich) zur Bedienung des daneben gelegenen
Ausflugslokals.

Welch selbiger Grund prompt mit dazu führte, dass im Winter 1970/71
der Et nach Hameln (jetzt unter Zugnummer 2889) überhaupt erst ab
Linse fuhr. Man hatte außerdem die mittägliche Leistung Linse ->
Hameln -> Linse komplett aus dem Fahrplan gekegelt, d.h. von 09:52 Uhr
bis 16:23 Uhr kam man nicht per Zug von Linse weg.

Mache ich mal zur Abwechslung ohne Tabelle weiter, weil's einfacher zu
schreiben geht. Besonders apart: konnte man im Sommer täglich 18:10
von Kirchbrak nach Hameln fahren, wurden im Winter zwei unterschied-
liche Teilleistungen daraus: werktags als T 2101 von Kirchbrak nach
Kemnade, sonn- und feiertags als T 2891 von Linse nach Hameln. Dem
entsprechend war die späteste Abfahrtszeit von Hameln nach Kirchbrak
an Werktagen auf 17:20 Uhr vorgerückt.

Und die letzten gravierenden Abweichungen: der Münchhausen-Express,
kaum geboren, war schon wieder aus dem Fahrplan verschwunden. Bis zum
24. April durfte der VT 1 schon ganz früh morgens Eilzug spielen; die
Abfahrzeit in Hameln war auf 07:45 Uhr vorgerückt und der Zuglauf auf
Linse gekappt worden. Ab dem 25. April wurde täglich in der Trasse des
2884 aus dem Sommerfahrplan bis Kirchbrak gefahren; die sonntägliche
Zufuhr als 2885 entsprechend auch nicht vom 27. September bis nach
Ostern.

Erneut also keinerlei zielgruppengerichtete Bedienung von Buchhagen.

Hochstaplerisches Detail am Rande: In der Übersichtskarte ist die 212c
komplett von Vorwohle bis Emmerthal eingetragen.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Mar 16, 2003, 9:58:13 AM3/16/03
to
[Im Fortsetzungsroman hatte ich den Winter 1970/1 erschlagen]

Eigentlich hätte jetzt ein anderes Fahrzeug die Beförderungsfälle
erfreuen sollen. Denn im Jahr zuvor war im Emsland der letzte NE-
Regel-Pv eingestellt worden - jener der MHE zwischen Herzlake und
Meppen - und der dortige VT 12 wurde dadurch verfügbar. Aber hier
kommt für mich selbst nur Rätselraten. Weder kann ich die Bauart des
Fahrzeugs belegen - ich meine allerdings, es sei ein Talbot-VT vom Typ
Aachen wie bei der benachbarten Hümmlinger Kreisbahn gewesen. Armin?

Außerdem sagt die VEV-Schrift, dass nicht etwa die Bahn selbst, viel-
mehr wäre die DGEG Käufer dieses VT gewesen. Mir ist aber auch nicht
bekannt, ob und wo sich ein solches Fahrzeug späterhin bei der DGEG
befunden hätte.

Wie auch immer, der Wagen kam gerade mal nach Linse und wurde dort
wegen spitzer Radsätze remisiert, und der Uerdinger Prototyp durfte
oder musste weiterhin die alleinige Verkehrsabwicklung sicherstellen.

Im Sommer 1971 sah es so aus, dass sowohl der lokbespannte als auch
der VT-Frühzug nach Hameln sowie die VT-Frühfahrt von dort aus dem
Fahrplan verschwunden waren. Der vormittägliche VT begann sonn- und
feiertags laut Kursbuch-Tabelle erst in Kemnade(! 9:53), was natürlich
unzutreffend sein muss. Im Ergebnis jedoch: gar kein Sonntagsverkehr
mit Kirchbrak, an Werktagen ein Zug hin und zwei Züge her.

Immerhin war das Mittagspaar werktags wieder in Fahrt gekommen, 12:37
ab Linse, 13:14 an Hameln, 14:01 zurück bis Kirchbrak, unmittelbar
zurück bis Kemnade. Dann fünf Viertelstunden Pause, und als Et wieder
von Linse nach Hameln. Mit 3 Zugpaaren Bodenwerder <-> Hameln konnte
man der Kraftpost wiederum nicht Paroli bieten, selbst wenn sich die
Fahrzeugmisere hätte beheben lassen.
--

mfg Matthias Dörfler

Armin Muehl

unread,
Mar 16, 2003, 11:45:46 AM3/16/03
to
On Sun, 16 Mar 2003 15:58:13 +0100, Matthias Doerfler
<usenet...@wedebruch.de> wrote:

>Eigentlich hätte jetzt ein anderes Fahrzeug die Beförderungsfälle
>erfreuen sollen. Denn im Jahr zuvor war im Emsland der letzte NE-
>Regel-Pv eingestellt worden - jener der MHE zwischen Herzlake und
>Meppen - und der dortige VT 12 wurde dadurch verfügbar. Aber hier
>kommt für mich selbst nur Rätselraten. Weder kann ich die Bauart des
>Fahrzeugs belegen - ich meine allerdings, es sei ein Talbot-VT vom Typ
>Aachen wie bei der benachbarten Hümmlinger Kreisbahn gewesen. Armin?

Frag mich nicht :-)
Von dem der Huemmlinger Kreisbahn weiss ich nur, dass es ein Talbot-VT
war, bzw. immer noch ist. Die einzelnen Typen kenne ich nicht und die
Fahrzeuge der Meppen-Fuseluenner Eisenbahn noch weniger...

Matthias Doerfler

unread,
Mar 22, 2003, 12:31:05 PM3/22/03
to
Am Sun, 16 Mar 2003 16:45:46 GMT schrieb Armin Muehl:

> >[1970] war im Emsland der letzte NE-


> >Regel-Pv eingestellt worden - jener der MHE zwischen Herzlake und
> >Meppen - und der dortige VT 12 wurde dadurch verfügbar.

> >[...] ich meine allerdings, es sei ein Talbot-VT vom Typ


> >Aachen wie bei der benachbarten Hümmlinger Kreisbahn gewesen. Armin?
>
> Frag mich nicht :-)

Dann frage ich halt nochmal und mit neuem Betreff.

> Von dem der Huemmlinger Kreisbahn weiss ich nur, dass es ein Talbot-VT
> war, bzw. immer noch ist.

Jau, soweit klar. Das ist deren VT 1 gewesen, der auf die fusionierte
fusionierte Emsländische Eisenbahn GmbH übergegangen ist und als
letzter in Deutschland seiner Gattung sogar noch betriebsfähig sein
dürfte. Den VT 2 der Hümmlinger Kreisbahn hingegen kriegen wir noch im
Original-Fortsetzungsroman ...

> Die einzelnen Typen kenne ich nicht und die
> Fahrzeuge der Meppen-Fuseluenner Eisenbahn noch weniger...

Schade. Weiß denn jemand Näheres zum Betreff?
Gab es wirklich nur drei Stück davon
- VT 1 Hümmlinger Kreisbahn -> EEB
- VT 3 Ruhr-Lippe-Eisenbahn -> verkauft an Mindener Kreisbahn [lt.
Schrader, Klaus-Joachim, Triebwagen auf Kleinbahngleisen S. 18,
Gifhorn (Verlag Wolfgang Zeunert) ohne Jahr]
- VT 5 Ruhr-Lippe-Eisenbahn -> verkauft "nach Holland" [Quelle w.v.]?
Gehörte der oben erwähnte VT 12 MHE auch dazu und was bedeuten dann
die Andeutungen der VEV-Schrift zu seinem Verkauf an die DGEG?
Oder sind gar noch mehr Fahrzeuge hergestellt worden, die sich nicht
einmal bis in die siebziger Jahre gehalten hatten?

Auch Literatur- oder gar Web-Fundstellen würden mich freuen; denn es
gibt keine Nachkriegs-VT, zu denen mir so wenig bekannt ist wie hier.

Matthias Doerfler

unread,
Mar 23, 2003, 9:49:55 AM3/23/03
to
"Ingrid":

[Sommer 1971]


> Mit 3 Zugpaaren Bodenwerder <-> Hameln konnte
> man der Kraftpost wiederum nicht Paroli bieten, selbst wenn sich die
> Fahrzeugmisere hätte beheben lassen.

So ging es im Winter 1971/2 unverändert weiter. Zäsuren brachte
hingegen der Sommer 1972.

Einerseits Wegfall des lächerlichen Eiltriebwagens, dann eine Wieder-
ausweitung des Verkehrsangebots, und die Einführung der Bedarfszüge
nach Kirchbrak [= BB]. Zum Vergleich wieder eine Darstellung der
Tabelle; Abkürzungen entsprechend dem Bleisatz-Vorbild a = werktags
außer samstags, c = samstags und sonn- und feiertags.

T2881 T2883 T2885 T2887 T2889 T2891
Kirchbrak 09:44 a16:10 c18:27
B'werder-Linse W06:41 S07:33 09:53 W12:32 a16:19 c18:36
B'werder-Kemn. W06:45 S07:37 09:57 W12:36 a16:23 c18:40
Hameln W07:15 S08:07 10:27 W13:03 a16:53 c19:10

T2882 T2884 T2886 T2102 T2888 T2104 T2890
Hameln 08:50 11:36 W13:59 a17:21 c20:12
B'werder-Kemn. 09:20 12:06 W14:29 a15:56 a17:51 c18:13 c20:42
B'werder-Linse 09:24 12:10 W14:33 a15:59 a17:55 c18:16 c20:46
Kirchbrak 09:33 BB:19 a16:08 aBB:04 c18:25 cBB:55

Das sah wieder etwas erfreulicher aus und nahm auch die Bedürfnisse
von Kaffeefahrten mit ins Kalkül. Und noch etwas tat sich: auf dem
Fahrzeugsektor hatte der von mir so niedergemachte VT 1 ausgedient. An
seine Stelle rückte wiederum ein Uerdinger Prototyp, allerdings
diesmal wenigstens ein Gefährt mit 6 m Achsstand: der VT 150 der
Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn wurde angemietet.
--
mfg Matthias Dörfler

Texte und Links zum Bahnenrecht <http://www.wedebruch.de/>

Torsten Jerzembeck

unread,
Mar 23, 2003, 12:01:17 PM3/23/03
to
Matthias Doerfler schrieb:

>So ging es im Winter 1971/2 unverändert weiter. Zäsuren brachte
>hingegen der Sommer 1972.
[schnipp]

>Und noch etwas tat sich: auf dem
>Fahrzeugsektor hatte der von mir so niedergemachte VT 1 ausgedient. An
>seine Stelle rückte wiederum ein Uerdinger Prototyp, allerdings
>diesmal wenigstens ein Gefährt mit 6 m Achsstand: der VT 150 der
>Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn wurde angemietet.

Ich unterbreche Dich ja nur ungern, aber kann es sein, daß Du hier zwei
Triebwagen miteinander verwechselst, die zwar beide die Betriebsnummer
"VT 150" getragen haben, aber sonst nichts miteinander zu tun haben?

In einer Fahrzeugliste mit Stand 1. Juli 1976 wird der VT 150 der
Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn (Uerdingen 1950/56856, 110 PS, ex Lübeck-
Segeberg VT 1) als "z.Zt. abgestellt" bei der BHE geführt. Die Vorwohle-
Emmerthaler Verkehrsbetriebe haben nach der gleichen Fahrzeugliste hin-
gegen als VT 150 den ehemaligen VT 150 der Bayer-Werksbahn Köln-Mülheim -
Leverkusen in Betrieb (MAN 1962/146631, 2x150 PS), den sie 1972 von der
Bayer-Werksbahn übernommen haben sollen. Dieser VT war insofern etwas
besonderes, als daß er eine Art "Sandwich-Aufbau" hatte: Der Zwischen-
raum zwischen zwei dünnen Aluminiumblechen war (bei Bayer) mit Kunststoff
ausgeschäumt worden.

(Bezüglich der Talbot-VT werde ich mich mal durch die Liste[n] wühlen,
die ich hier vorliegen habe.)

Beste Grüße aus Düsseldorf,

=ToJe=

--
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
* Exil-Westfale * PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux *

Sicher Ist Eines: Man Erhält Nur Schrott
(Tobias Benjamin Koehler erklärt den Begriff "Siemens")

Bastian D. Bode

unread,
Mar 23, 2003, 1:38:51 PM3/23/03
to

Torsten Jerzembeck wrote:
>
> Matthias Doerfler schrieb:
> >So ging es im Winter 1971/2 unverändert weiter. Zäsuren brachte
> >hingegen der Sommer 1972.
> [schnipp]
> >Und noch etwas tat sich: auf dem
> >Fahrzeugsektor hatte der von mir so niedergemachte VT 1 ausgedient. An
> >seine Stelle rückte wiederum ein Uerdinger Prototyp, allerdings
> >diesmal wenigstens ein Gefährt mit 6 m Achsstand: der VT 150 der
> >Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn wurde angemietet.
>
> Ich unterbreche Dich ja nur ungern,

Da andere Mitleser - wie ich - nur still dasitzen und geniessen, schadet
etwas Feedback gar nichts ;-)

> aber kann es sein, daß Du hier zwei
> Triebwagen miteinander verwechselst, die zwar beide die Betriebsnummer
> "VT 150" getragen haben, aber sonst nichts miteinander zu tun haben?
>
> In einer Fahrzeugliste mit Stand 1. Juli 1976 wird der VT 150 der
> Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn (Uerdingen 1950/56856, 110 PS, ex Lübeck-
> Segeberg VT 1) als "z.Zt. abgestellt" bei der BHE geführt. Die Vorwohle-
> Emmerthaler Verkehrsbetriebe haben nach der gleichen Fahrzeugliste hin-
> gegen als VT 150 den ehemaligen VT 150 der Bayer-Werksbahn Köln-Mülheim -
> Leverkusen in Betrieb (MAN 1962/146631, 2x150 PS), den sie 1972 von der
> Bayer-Werksbahn übernommen haben sollen.

Hiess die seinerzeit EKML? Ich finde auf
http://www.privat-bahn.de/MAN_Lieferliste.html leider nur dieses Kürzel,
unter dessen Link dann die "Chemion Logistik GmbH - Bahnbetriebe"
aufscheinen.

Gruss
Bastian

Matthias Doerfler

unread,
Mar 24, 2003, 3:03:11 PM3/24/03
to
Am Sun, 23 Mar 2003 17:01:17 GMT schrieb Torsten Jerzembeck:

> >[Sommer 1972] der VT 150 der
> >Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn wurde angemietet.

> Ich unterbreche Dich ja nur ungern, aber kann es sein, daß Du hier zwei
> Triebwagen miteinander verwechselst, die zwar beide die Betriebsnummer
> "VT 150" getragen haben, aber sonst nichts miteinander zu tun haben?

Wenn ich jetzt jeden Tag mit dem Kopf schüttele, muss ich aufpassen,
dass er nicht locker wird :-)



> In einer Fahrzeugliste mit Stand 1. Juli 1976 wird der VT 150 der
> Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn (Uerdingen 1950/56856, 110 PS, ex Lübeck-
> Segeberg VT 1) als "z.Zt. abgestellt" bei der BHE geführt.

Er wurde in der Tat durch die VEV nur angemietet und ging dann wieder
nach Harsefeld zurück.

> Die Vorwohle-
> Emmerthaler Verkehrsbetriebe haben nach der gleichen Fahrzeugliste hin-
> gegen als VT 150 den ehemaligen VT 150 der Bayer-Werksbahn Köln-Mülheim -
> Leverkusen in Betrieb (MAN 1962/146631, 2x150 PS), den sie 1972 von der
> Bayer-Werksbahn übernommen haben sollen.

Ich gebe ja zu, dass ein Drama in n Akten mit jeweiliger Pause von 6
Tagen etwas langatmig wird - dieweil der Auftritt der beiden Bayer-
Bahn-VT in die nächst folgende Fahrplanperiode gehört, war er meiner-
seits erst für nächsten Sonntag eingeplant. Die beiden "Blauen" aus
Leverkusen trafen mit Girlanden geschmückt am 5. Oktober 1972 in
Kemnade ein und wurden dort mit Prosit begrüßt (Foto in der
VEV-Schrift).

> Dieser VT war insofern etwas
> besonderes, als daß er eine Art "Sandwich-Aufbau" hatte: Der Zwischen-
> raum zwischen zwei dünnen Aluminiumblechen war (bei Bayer) mit Kunststoff
> ausgeschäumt worden.

Sein Pendant war in selber Bauweise gehalten.

Und der Fahrplan im Winter 1972/3? Wieder Rückschritte gegenüber dem
Sommer. Die Frühzüge T 2881|2883/2882 verkehrten über ein halbes Jahr
gar nicht, sondern wieder erst ab 13. Mai. Alle Bedarfsspitzen nach
Kirchbrak entfielen, außerdem auch die nachmittäglichen Regel-
leistungen nach und die Regelspitzen von Krichbrak. Die Samstag-
"Spät"tour Bodenwerder <-> Hameln wurde vom Zugpaar 2891/2890 wieder
auf 2889/2888 vorverlegt.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Mar 24, 2003, 3:03:32 PM3/24/03
to
Am Sun, 23 Mar 2003 19:38:51 +0100 schrieb Bastian D. Bode:
> Torsten Jerzembeck wrote:

> > VT 150 der Bayer-Werksbahn Köln-Mülheim -
> > Leverkusen in Betrieb (MAN 1962/146631, 2x150 PS), den sie 1972 von der
> > Bayer-Werksbahn übernommen haben sollen.
>
> Hiess die seinerzeit EKML? Ich finde auf
> http://www.privat-bahn.de/MAN_Lieferliste.html leider nur dieses Kürzel,

Das kommt schon so hin. Das Kursbuch hat zwar in der Tabelle 409
zumindest für diesen letzten Abschnitt (Sommer 1972; exakt noch ein
Zugpaar an werktags außer samstags) keine Abkürzung parat, aber es war
insoweit keine nicht-öffentliche Werksbahn, sondern eine NE des
Bayerkonzerns.

Und danke für den Link. Direkt unter dem VT 150 findet sich dort ja
der zweite Neuzugang der VEV im Spätjahr 1972, der VT 151. Allerdings
ist dem Webmaster m.E. ein Missgeschick passiert. Auch Wolff, Die
Privatbahnen in der Bundesrepublik Deutschland, Freiburg 1984, dürfte
mit seiner Darstellung des nachmaligen VT 7 der HzL mehrfach nicht
richtig liegen (die beiden MAN wurden in Linse nicht umgenummert,
sondern behielten ihre Bezeichnung; die Umnummerierung in VT 6 (ex VT
150) bzw. VT 7 (ex VT 151) erfolgte jeweils erst in Gammertingen.
Außerdem gibt er die Fabriknr. mit _2_4663_6_ an; dabei ist die erste
Ziffer ziemlich sicher ein Satzfehler).

Richtig hingegen dürfte die Darstellung in [Hrsg.] Mihailescu, Die
Triebfahrzeuge der deutsche Privatbahnen Stand 1. Juli 1978, Freiburg
1978, sein.

Danach wurde schon 1963 der VS 160 der Bayerbahn zum VT 151" umgebaut
(so auch der Link) und <zitat Mihailescu>erhielt dabei die Fabriknr.
des nach Unfall verschrotteten VT 151'</zitat>. Das deckt sich mit
dem, was ich sintemalen bei den VEV hörte, und auch bei Löttgers,
Schienenbusse in Deutschland, Stuttgart 1982, steht.

Wobei nun Löttgers für den VS 160 die ursprüngliche Fabriknr. 146636
nennt (mit der falschen Hunderttausenderstelle schließt sich der Kreis
zu Wolff) und für den VS 161 die Fabriknr. 146637 mit der Anmerkung,
1962 nach Unfall verschrottet.

Ich vermute, habe aber keinerlei Beleg oder Quelle, dass der im Web
ausgewiesene VS 161 mit Fabriknr. 146638 eine Zweitanfertigung der MAN
war, weil sich der fragliche Unfall offensichtlich ganz kurz nach der
Auslieferung ereignet haben muss.

> unter dessen Link dann die "Chemion Logistik GmbH - Bahnbetriebe"
> aufscheinen.

Namen sind Schall und Rauch...
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Mar 30, 2003, 12:00:35 PM3/30/03
to
> Am Sun, 23 Mar 2003 17:01:17 GMT antwortete Torsten Jerzembeck:

> > In einer Fahrzeugliste mit Stand 1. Juli 1976 wird der VT 150 der
> > Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn (Uerdingen 1950/56856, 110 PS, ex Lübeck-
> > Segeberg VT 1) als "z.Zt. abgestellt" bei der BHE geführt.
>
> Er wurde in der Tat durch die VEV nur angemietet und ging dann wieder
> nach Harsefeld zurück.
>
> > Die Vorwohle-
> > Emmerthaler Verkehrsbetriebe haben nach der gleichen Fahrzeugliste hin-
> > gegen als VT 150 den ehemaligen VT 150 der Bayer-Werksbahn Köln-Mülheim -
> > Leverkusen in Betrieb (MAN 1962/146631, 2x150 PS), den sie 1972 von der
> > Bayer-Werksbahn übernommen haben sollen.

... und brachte die Geschichte ganz schnell weiter in den Winter 1972.



> Ich gebe ja zu, dass ein Drama in n Akten mit jeweiliger Pause von 6
> Tagen etwas langatmig wird - dieweil der Auftritt der beiden Bayer-
> Bahn-VT in die nächst folgende Fahrplanperiode gehört, war er meiner-
> seits erst für nächsten Sonntag eingeplant. Die beiden "Blauen" aus
> Leverkusen trafen mit Girlanden geschmückt am 5. Oktober 1972 in
> Kemnade ein

Auch auf die Gefahr, jemand zu enttäuschen gibt's deswegen heute keine
Fortsetzung. Stattdessen habe ich meine Ankündigung wahrgemacht, eine
Fotoseite zu basteln und ins Web zu stellen, zumal sie an diesen
Zeitpunkt gehört. Hier der URL
<http://home.arcor.de/mhdoerfler/fotos/vev/blatt1.htm">
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Apr 5, 2003, 12:35:23 PM4/5/03
to
> Am Sun, 23 Mar 2003 17:01:17 GMT schrieb Torsten Jerzembeck:

> > Die Vorwohle-
> > Emmerthaler Verkehrsbetriebe haben nach der gleichen Fahrzeugliste hin-
> > gegen als VT 150 den ehemaligen VT 150 der Bayer-Werksbahn Köln-Mülheim -

> > Leverkusen in Betrieb (MAN 1962/146631, 2x150 PS) [...]

> > Die beiden "Blauen" aus Leverkusen trafen mit Girlanden
> > geschmückt am 5. Oktober 1972 in Kemnade ein

Nun gab es also nach über 45 Jahren erstmals wieder zwei baugleiche
Triebwagen (vgl. MID <hehebukmumsd76398...@4ax.com>) in
Linse, und auch wer mein bekanntes Faible für die MAN-Schienenbusse
nicht teilt, wird wohl anerkennen, dass diese Baureihe vor dem
Erscheinen der LVT/S den Höhepunkt der Entwicklung von Zweiachsern
repräsentiert, zumindest was den Reisekomfort betrifft.
VT 150 und VT 151 brillierten gegenüber ihren Geschwisterfahrzeugen
mit Stahlaufbau in diesem Punkt noch zusätzlich, dass sie über
Polstersitze (in Cordstoff, Ton in Ton zur blauen Außenfarbe gehalten)
verfügten.

Man druckt eine Broschüre - und der Text ist keineswegs als Selbst-
beweihräucherung geraten - um die Neuerung ins richtige Licht zu
rücken. Alles wird gut...

Ich erwähnte schon, dass der Fahrplan des Winters 1972/3 wieder das
bekannte Zurückstutzen des Angebots beinhaltete - der Sommerabschnitt
1973 sah wieder dem von 1972 frappierend ähnlich. Allerdings wurden T
2884 täglich und T 2886 werktags als Regelleistung bis Kirchbrak
gefahren; Bedarfsleistungen nur 2888 (WaSa) und 2890 (Sa+S). Die
Ausrückfahrten für die in Kirchbrak beginnenden Leistungen 2889 (WaSa)
und 2891 (Sa+S) fanden als Lt statt.

Also keine Rede davon, wie die Broschüre andeutet, dass man einen
dampfbetriebenen Touristikzug auf's Gleis bekommen hätte (Lok 41, der
wohl meist abgelichtete Heißdampf-T 3-Verschnitt, kenne ich schon
nicht mehr - sie hatte die Wirren der Liquidation nicht überlebt). Man
hatte zwar die beiden Endbühnenwagen 129 und 131, aber die Kittellok
der DEW, auf die die VEV spekulierte, wäre m.E. doch nicht das
Richtige für die Strecke gewesen.

Offensichtlich kündigte die DB sehr frühzeitig den Bedienungsvertrag
für den Hamelner Rangierdienst, so dass die VEV-Verwaltung wusste, man
würde 1974 erheblich weniger gesicherte Einnahmen bei gleichzeitigem
Tfz-Überhang haben. Ob's wirklich so war, oder welche verschrobenen
Motive es sonst gab: der gerade erst beklatschte Neuerwerb VT 151
wurde noch im Jahre 1973 wieder abgestoßen und als VT 7" bei der HzL
als später Ersatz für den unfallhalber 1970 abgegangenen Uerdingen-
Prototyp verwendet.

Im Winter 1973/4 gab es für den verbliebenen VT 150 wie üblich fast
nichts zu tun. Hier die Tabelle:

T2881 T2883 T2885 T2887 T2889 T2891

ab6.Mai ab5.Mai
Kirchbrak 09:50 12:21
B'werder-Linse W06:42 S07:52 10:00 12:28 a16:19 S18:36
B'werder-Kemn. W06:45 S07:55 10:03 12:31 a16:23 S18:40
Hameln W07:15 S08:25 10:33 a16:53 S19:10

T2882 T2884 T2888 T2890
ab5.Mai
Hameln 08:50 11:41 a17:21 S20:14
B'werder-Kemn. 09:19 12:10 a17:51 S20:46
B'werder-Linse 09:23 12:13 a17:55 S20:50
Kirchbrak 09:33 12:20 aBB:02 SBB:58
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Apr 5, 2003, 12:35:25 PM4/5/03
to
Schon wieder Ingrid:

> Am Sun, 16 Mar 2003 16:45:46 GMT schrieb Armin Muehl
[auf die Frage, ob VT 12 MHE zum Subject-Typ gehörte]:

> > Frag mich nicht :-)
>
> Dann frage ich halt nochmal und mit neuem Betreff.

Und Torsten Jerzembeck meinte in MID
<r91d4vos6s29ei2e7...@4ax.com>

| Bezüglich der Talbot-VT werde ich mich mal durch die Liste[n] wühlen,
| die ich hier vorliegen habe.

Lass' dich bitte nicht von der Suche abhalten :-| und berichte.

> > Von dem der Huemmlinger Kreisbahn weiss ich nur, dass es ein Talbot-VT
> > war, bzw. immer noch ist.
>
> Jau, soweit klar. Das ist deren VT 1 gewesen, der auf die fusionierte
> fusionierte Emsländische Eisenbahn GmbH übergegangen ist

> Gab es wirklich nur drei Stück davon


> - VT 1 Hümmlinger Kreisbahn -> EEB

> - VT 3 Ruhr-Lippe-Eisenbahn -> verkauft an MKB
> - VT 5 Ruhr-Lippe-Eisenbahn -> verkauft "nach Holland"?


> Gehörte der oben erwähnte VT 12 MHE auch dazu

Mittlerweile bin ich sicher geworden, dass ich mir meine Vermutung
nicht aus den Fingern gesogen habe, und insgesamt mindestens 7
Fahrzeuge dieses Typs gebaut worden sein müssen.

Denn im "großen Wolff" [Wolff, Gerd; Deutsche Klein- und Privat-
bahnen, Teil 2 Niedersachsen; Gifhorn 1973 (ISBN 3 921237 17 3)]
finden sich ein paar Angaben. Danach hatte die MHE sogar zwei VT
dieses Typs, und zwar
- VT 11, Talbot 1952/94822, 1968 Umbau in VB 11, 1973 Verkauf an
Museumsbahn Enschede, nach Foto S. 63 runder Umbug mit umbogen
durchgeführten Seitenfenstern am Führerstand
- VT 12, Talbot 1954/96280, ohne Umbug, fast eckige Front und mit
getrennten, zumindest links herablassbaren Seitenfenstern am
Führerstand
sowie außerdem
- VB 21, Talbot 1954/??, "entspricht VT 12".

Auch Wolff schreibt, dass der VT 12 (und zudem der VB 21) 1971 an die
DGEG verkauft worden sei. Klarer wird das weitere Schicksal *dieses*
Fahrzeugs damit nicht.

Und dann gab es noch
- VT 1 JKB, Talbot 1952/94821, von dem sich in Mihailescu (Hrsg), Die
Fahrzeuge der deutschen Privatbahnen 1981, Freiburg 1981, auf S. 32
ein Foto befindet, das ihn als "eckigen" Artgenossen ausweist. Diese
Quelle bezeichnet ihn als abgestellt; nach dem "kleinen" Wolff wurde
er in jenem Jahr als VB wieder abgenommen.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Apr 13, 2003, 1:24:12 AM4/13/03
to
Am Sat, 05 Apr 2003 19:35:23 +0200 schrieb ich:

> Im Winter 1973/4 gab es für den verbliebenen VT 150 wie üblich fast
> nichts zu tun.

Womit sich denn nun der Kreis geschlossen hat, und ich zeitlich wieder
dort angekommen bin, wo ich diesen Thread anfing.

Allerdings gab es nicht lediglich jenen Sonntags-ETA auf die obere
Strecke, sondern der Sommer 1974 brachte auch Montags bis Freitags ein
Zugpaar dafür zurück, verbunden mit der Heraufsetzung der Tausender-
stelle bei den Zugnummern.

T5881 T5885 T5887 T5889 T5893 T5895 T5897
Vorwohle a15:43 S18:08
Eschershausen a15:55 S18:18
Kirchbrak 09:50 12:24 a16:10 Sa18:27 S18:31
B'werder-Linse W06:37 10:00 W12:34 a16:19 Sa18:36 S18:37 S19:04
B'werder-Kemn. W06:41 10:03 W12:38 a16:23 Sa18:40 S18:40 S19:08
Hameln W07:14 10:33 W13:08 a16:53 Sa19:10 S19:11 S19:37

T5882 T5884 T5886 T5888 T5892
Hameln 08:50 11:41 W13:51 a17:30 c20:14
B'werder-Kemn. 09:20 12:10 W14:18 a17:59 c20:46
B'werder-Linse 09:24 12:13 W14:22 a18:03 c20:50
Kirchbrak S09:33 12:20 a14:30 aBB:11 cBB:58
Eschershausen S09:58 a14:43
Vorwohle S10.08 a14:53

Die Verkehrszeiten in Vorwohle spiegelten *eines* der Probleme der
oberen Strecke wider: die mangelhaften Anschlüsse. Abgesehen davon,
dass der Bahnhof Vorwohle schon immer schief zu den Verkehrs-
beziehungen mit Eschershausen lag, für die Sonntagsleistung in bzw.
aus Richtung Holzminden auch nicht gerade *der* Bedarf gegeben war:

10:06 fuhr zwar ein Bahnbus nach Einbeck - aber nur Werktags. Wirklich
weiter ging's dorthin erst 11:51. Rückfahrt völlig unmöglich, da
Ankunft 18:48.

Von dem arbeits-nachmittäglichen 5886 gab's erst gar kein Weiterkommen
nach Einbeck; und eher zufällig ergab sich auf den 5889 die bequeme
Möglichkeit in 63 Minuten Umsteigezeit den Fußweg von der Bushalte-
stelle zum Bahnhof zurückzulegen.

Im Übrigen verpasste 5886 den N 5928 (14:35) nach Ottbergen, der dort
Anschluss auf E 3658 Walkenried - Duisburg gehabt hätte; nächster
Anschluss Richtung Westen war vielmehr Eto 3510 (15:33), der in
Ottbergen anschlusslos endete. Dafür gab's nahezu optimale Anschlüsse
von Vilshofen (Niederbay) E/D584 ab 07:53, Kreiensen an 14:41; weiter
mit dem genannten 3510, Scharfoldendorf an 16:00. Was will man mehr?

Wer von der oberen Strecke wegfahren wollte, gelangte Sonntags morgens
immerhin schon auf; na was wohl? Eto 3511. Der fuhr werktags unter der
selben Zugnummer als ETA in der Zuggattung Et bis Vienenburg über Bad
Harzburg. Sonntags war die Leistung in Kreiensen gebrochen, und zwar
so, dass der Nto 6133 exakt dort eine Minute eher nach Goslar losfuhr
als 3511 eintraf. Dafür klappte die Verbindung mit Vilshofen wie am
Schnürchen:
Scharfoldendorf 09:53, Vorwohle 10:08
Vorwohle 10:59, Kreiensen 11:16
Kreiensen 11:24, Würzburg Hbf 14:42 D 587
Würzburg Hbf 14:57, Vilshofen 18:14 D/E 521

Etwas an den Bedürfnissen umsteigefauler Beförderungsfälle vorbei war
allerdings die WaSa-Möglichkeit für diese Route; man musste von
Göttingen bis Nürnberg eine Einzeletappe im erstklassigen IC 187
"Albrecht Dürer" einschieben :-)

Zugestanden sei, dass die Ankunft des 5886 in Vorwohle eindeutig von
seiner eigenen Abfahrt in Hameln determiniert wurde, die sich beim
besten Willen nicht sinnvoll vorziehen ließ. Denn 13:38 fuhr ab Hameln
der E 3010 Hannover - Paderborn; 13:43 folgte D 579 Bremerhaven -
Basel. Ich bin mir nicht sicher, ob in diesem Jahr Bk Tündern noch als
Zugfolgestelle zwischen Hameln und Emmerthal bestand; auch wenn ja,
wären allenfalls vier Minuten herausgesprungen. Alles in allem: ein
ehrenwertes Experiment; aber mehr auch nicht.

Soll's jetzt noch weiter gehen, oder ist damit Sense?
--

mfg Matthias Dörfler

Bastian D. Bode

unread,
Apr 15, 2003, 2:04:49 PM4/15/03
to
Matthias Doerfler wrote:
>
> Ottbergen anschlusslos endete. Dafür gab's nahezu optimale Anschlüsse
> von Vilshofen (Niederbay) E/D584 ab 07:53, Kreiensen an 14:41; weiter
> mit dem genannten 3510, Scharfoldendorf an 16:00. Was will man mehr?

Vielleicht auch eine geeignete Verbindung von Hof? D584 führte
nämlich - im Gegensatz zu...

> Kreiensen 11:24, Würzburg Hbf 14:42 D 587

...keinen Kurswagen von dort. Immerhin hätte man seinerzeit das
Haus, in dem ich diese Zeilen tippe, entstehen sehen können. ;-)

> Soll's jetzt noch weiter gehen, oder ist damit Sense?

An mir soll es nicht scheitern, ich freue mich jedes Wochenende
über neues Lesefutter. Nur, als Extrawurst nur für mich musst
Du Dir auch nicht die Mühen machen. Anders ausgedrückt: andere
Interessenten vor! ;-)

Gruss
Bastian

Holger Paulsen

unread,
Apr 15, 2003, 6:19:49 PM4/15/03
to
Cargo...@gmx.net (Bastian D. Bode) writes:

> Matthias Doerfler wrote:
>
>> Soll's jetzt noch weiter gehen, oder ist damit Sense?
>
> An mir soll es nicht scheitern, ich freue mich jedes Wochenende
> über neues Lesefutter. Nur, als Extrawurst nur für mich musst
> Du Dir auch nicht die Mühen machen. Anders ausgedrückt: andere
> Interessenten vor! ;-)

Hier, ich. Alternativ möchte ich Matthias vorschlagen, das
bereits Geschriebene und das möglicherweise noch Kommende
zusammenzufassen und, wenn so etwas existiert, sparsam mit
Fotodokumenten ergänzt als Webseite darzubieten. Oder ein
Buch daraus zu machen.


Holger

Matthias Doerfler

unread,
Apr 17, 2003, 2:46:16 PM4/17/03
to
Am Tue, 15 Apr 2003 20:04:49 +0200 schrieb Bastian D. Bode:

> > [Es gab] nahezu optimale Anschlüsse von Vilshofen (Niederbay)
> > [nach] Scharfoldendorf. Was will man mehr?


>
> Vielleicht auch eine geeignete Verbindung von Hof? D584 führte
> nämlich - im Gegensatz zu...
>
> > Kreiensen 11:24, Würzburg Hbf 14:42 D 587
>
> ...keinen Kurswagen von dort. Immerhin hätte man seinerzeit das
> Haus, in dem ich diese Zeilen tippe, entstehen sehen können. ;-)

Da sich in meiner Sammlung das Gesamtkursbuch vom Sommer 1974 nicht
gehalten hat, sondern für diesen Abschnitt nur das niedersächsische,
und darin die mittleren Fernverkehrstabellen nur bis zur Tabelle 52
abgedruckt sind, muss ich die Antwort leider schuldig bleiben. :-|

Schöne Feiertage
Matthias Dörfler

Bastian D. Bode

unread,
Apr 23, 2003, 8:54:39 AM4/23/03
to

Nicht schlimm, war eher als Scherzfrage gemeint. Die Frage kann ich
übrigens selbst beantworten, besitze ich doch seit Kurzem ein
Nordbayern-Kursbuch aus ebendiesem Abschnitt (dessen Existenz mir
offensichtlich nicht hinreichend bewusst war):
Die Verbindung gab es nicht, verliess doch D584 Passau-Hamburg
Würzburg Hbf um 11.31, während E2658 Hof-Mannheim dort erst
um 11.40 eintraf. Einzig
Hof Hbf ab 7.12 D750
Nürnberg Hbf an 9.16
ab 10.14 D584
...
wäre eine halbwegs brauchbare Verbindung gewesen.

> Schöne Feiertage

Hatte ich, danke.

Gruss
Bastian

Matthias Doerfler

unread,
Apr 23, 2003, 12:28:37 PM4/23/03
to
Holger Paulsen schrieb:

> Hier, ich. Alternativ möchte ich Matthias vorschlagen, das
> bereits Geschriebene und das möglicherweise noch Kommende

Okay, ich werde weitermachen. Zumal ich ja versprochen habe, auf einen
gewissen Triebwagen der Hümmlinger Kreisbahn noch zurückzukommen.

> zusammenzufassen und, wenn so etwas existiert, sparsam mit
> Fotodokumenten ergänzt als Webseite darzubieten.

Habe ich mir selbst schon überlegt. Die Peinlichkeit insoweit ist,
dass ich ab dem Zeitpunkt des Eintreffens der Bayer-MAN gar keine
Fotos vom Regelbetrieb mehr habe; d.h. die drei Bilder, die ich
neulich schon veröffentlicht habe, sind fast alles, was ich hätte.

Es müsste noch ein Diafilm-Konglomerat existieren, als dann später die
eine 24er von der DBG Hildesheim auf der VEV zum Einsatz kam. Aber das
ist auch nicht abendfüllend, zumal die (Verwaltungs)Sonderzüge auf der
VEV die ganzen Jahre lang eine gewisse Rolle gespielt haben - so ganz
von Ungefähr habe ich ja das Doppelt-Subject nicht gewählt.
Ich sage nur: Lichterfest Bodenwerder. Da rollte außer der V 22.01
alles, was die VEV aufbieten konnte - und vieles von der Bundesbahn
dazu.

> Oder ein Buch daraus zu machen.

Nö, das bestimmt nicht. Dazu würden Histörchen gehören, und damit kann
ich nicht aufwarten.

Holger Paulsen

unread,
Apr 23, 2003, 3:14:14 PM4/23/03
to
Matthias Doerfler <usenet...@wedebruch.de> writes:

> Habe ich mir selbst schon überlegt. Die Peinlichkeit insoweit ist,
> dass ich ab dem Zeitpunkt des Eintreffens der Bayer-MAN gar keine
> Fotos vom Regelbetrieb mehr habe; d.h. die drei Bilder, die ich
> neulich schon veröffentlicht habe, sind fast alles, was ich hätte.

OK. Dann lassen wir die Bilder eben komplett weg und bieten
reinen Text an. Das ist zwar heutzutage nicht ganz das, was
man aus dem Browser zu quellen gewohnt ist; ich fände es
aber schade, wenn dieses Wissen irgendwo in den Tiefen von
groups.google.com versickert.


Holger

Ulf Kutzner

unread,
Apr 25, 2003, 4:34:20 AM4/25/03
to
"Bastian D. Bode" schrieb:
>
> Matthias Doerfler wrote:

> > Soll's jetzt noch weiter gehen, oder ist damit Sense?
>
> An mir soll es nicht scheitern, ich freue mich jedes Wochenende
> über neues Lesefutter. Nur, als Extrawurst nur für mich musst
> Du Dir auch nicht die Mühen machen. Anders ausgedrückt: andere
> Interessenten vor! ;-)

Bescheid!

Gruß, ULF

Matthias Doerfler

unread,
Apr 27, 2003, 2:59:58 AM4/27/03
to
Holger Paulsen schrieb:

[ob ich aus diesem Thread eine dauerhafte Webseite machen könne und]

> OK. Dann lassen wir die Bilder eben komplett weg und bieten
> reinen Text an. Das ist zwar heutzutage nicht ganz das, was
> man aus dem Browser zu quellen gewohnt ist; ich fände es
> aber schade, wenn dieses Wissen irgendwo in den Tiefen von
> groups.google.com versickert.

Danke für die Blumen. Aber dann sollte ich nach der österlichen
Umzugspause dort weitermachen, wo wir angekommen waren.

Es folgt demnach der Winter 1974/5, in dem sich fahrzeugseitig nichts
änderte. Der verbliebene VT 150 war also mit der Gesamtabwicklung des
Verkehrs betraut; wie üblich war im Winter die Frühleistung nach
Hameln nicht im Plan. Ansonsten hatte die Fahrplantabelle, hmm, nun
ja, doch ein gewisses absurdes Aussehen.

T5885 T5889 T5893 T5895 T5897
Vorwohle 09:26 a15:43 S18:08
Eschershausen 09:36 a15:55 S18:18
Kirchbrak 09:50 a16:10 S18:31
B'werder-Linse 10:00 a16:19 S18:37
B'werder-Kemn. 10:03 a16:23 S18:40
Hameln 10:33 a16:53 S19:11

T5882 T5884 T5886 T 5890 T5888 T5892
Hameln 11:41 a17:30 S20:14
B'werder-Kemn. 08:34 12:10 a14:18 S17:18 a17:59 S20:46
B'werder-Linse 08:38 12:13 a14:22 S17:22 a18:03 S20:50
Kirchbrak 08:47 BB:20 a14:30 S17:31 aBB:11 SBB:58
Eschershausen 09:05 a14:43 S17:45
Vorwohle 09.15 a14:53 S17:55

Zwar lag die morgendliche Leistung auf die obere Strecke nun so, dass
in Vorwohle täglich Anschlüsse in beide Richtungen auf der Schiene
bestanden. T 5886 verpasste aber genau wie im Sommer den N 5928
Richtung Ottbergen, obwohl der Zwang auf dem der unteren Strecke
vorgelagertem DB-Abschnitt wieder entfallen war.

Der neue T 5890 vermittelte einen Übergang, der wohl ähnlich praxis-
relevant war wie mein neuliches Herumfummeln mit Vilshofen, bei dem
aber Wehmut aufkommen kann: um 18:00 Uhr verkehrte E 2642 Braunschweig
- Aachen über Fürstenberg, Scherfede. T 5895 hingegen bewies wieder
die praktische Unmöglichkeit, beidseitig vernünftige Übergänge zu
gewährleisten: Nto 5937 Paderborn - Kreiensen um 18:20 Uhr konnte in
Vorwohle nicht abgewartet werden, weil in Emmerthal E 3023 im doppel-
ten Blockabstand um 19:12 Uhr folgte (evtl. auch im Blockabstand; es
mag sein, dass Bk Tündern damals sonntags durchgeschaltet wurde). Mit
gutem Willen wäre es dennoch gegangen in Vorwohle beidseitige
Abbringeranschlüsse zu gewährleisten; denn von Hameln nach Hannover
folgte dem Eilzug 21 Minuten später noch ein dort beginnender N 5855.
--
mfg Matthias Dörfler

Diese Nachricht stellt nur meine persönliche Meinung dar.

Matthias Doerfler

unread,
Apr 28, 2003, 3:23:28 PM4/28/03
to
Ingrid^2:

> > Am Sun, 16 Mar 2003 16:45:46 GMT schrieb Armin Muehl
> [auf die Frage, ob VT 12 MHE zum Subject-Typ gehörte]:
>
> > > Frag mich nicht :-)
> >
> > Dann frage ich halt nochmal und mit neuem Betreff.

Da Torsten noch nicht gewühlt hat oder nicht fündig wurde, veröffent-
liche ich hier nach ausdrücklich eingeholtem Einverständis eine pm,
die sich bei meinem Systemumzug fast ins ekeltronische Nirwana
verabschiedet hätte:

| Vielleicht lesen Sie mal die Bucher die ich über der MHE und HKB geschrieben
| habe. Darin steht folgendes:
|
| MHE: VT 11 mit Eckiger Front, bei MHE 1967 Ausbau von Motor und Getriebe und
| lief als VB. 1973 verschenkt an Museum Buurtspoorweg in Haaksbergen NL, dort
| 1980 verschrottet.
|
| MHE: VT12 + VB12 wechselten 1971 zur DGEG Eisenbahn Museum Neustadt
| (Weinstrasse). Dort wegen Platzmangel verschrottet in 1975.
|
| HKB: VT1 noch in Werlte vorhanden und wird für Sonderfahrten eingesetzt.
| Z.B. jedes Jahr zur Werlter Woche in Mai.
|
| HKB VT3 kam 1964 von der RLE (dort VT5), lief bei HKB als VT 3, wurde 1970
| nach Museumsbahn Hoorn-Medemblik in den Niederlanden verkauft, 1979 an
| Dampfclub des Stahlwerks Ymuiden, 1987 an VSM in Apeldoorn und dort 1996
| verschrottet.
|
| Der Minderner Talbot VT ging auch an eine Niederländische Museumsbahn im
| Aufbau. Dieser Verein bekam aber keine Genehmigung und verkaufte der VT an
| eine Museumsbahn in Belgien, dort ist der Wagen meines Wissens noch
| vorhanden.
|
| Die beiden Bücher sind im Verlag Kenning erschienen. Das MHE-Buch ist
| vergriffen und vom HKB-Buchdürften beim Verlag noch einige Exemplare
| vorhanden sein.
| Viele Grüsse,
|
| Evert Heusinkveld

Danach lichtet sich das Dunkel erheblich. Und außerdem ergibt sich,
dass die Fotos im "großen Wolff", die ich eine Nachricht zuvor
erwähnte, wohl vertauscht beschriftet wurden - irgendwo stimmt es
sonst mit den Umbugen der beiden MHE-VT nicht.

Matthias Doerfler

unread,
May 4, 2003, 9:31:37 AM5/4/03
to
Erneut ohne Änderungen bei dem Fahrzeug des Pv nahte die Periode zum
125jährigen Jubiläum des "Eisenbahn-, Post- und Dampfschiff-
Coursbuchs", worauf die ZTL in Umschlag und Waschzettel zum Sommer
1975 aufmerksam machte. Im Kartenteil war die Gesamtstrecke der VEV
weiterhin eingetragen, aber was zeigte ein Blick in die Tabelle?

Nach man bemerkt hatte, dass das Experiment mit der oberen Strecke
doch nicht solche Früchte trug wie erhofft, gab man es schon wieder
auf. Wobei zu bemerken ist, dass die Bundesbahn noch nicht zur Vereil-
zugung der Strecken im Verwaltungsbezirk Braunschweig geschritten war.
Von daher hätte es noch die Möglichkeit gegeben, durch bessere Gestal-
tung der Anschlüsse in Vorwohle doch den Verkehr zu beleben.

Positiv zwar die Fahrzeiitkürzungen im Minutenbereich. Jedoch gab es
in jenem Sommer nicht einmal die Rückkehr der Frühleistung auf der
unteren Strecke, sondern als weitere "Glanzleistung" eine mir völlig
unmotiviert und widersinnig erscheinende Sonntagstrasse von Hameln
weg.

T5885 T5501 T5887 T5889 T5891
Kirchbrak 09:54 S12:08 W12:29 c18:31
B'werder-Linse 10:02 S12:16 W12:37 a16:37 c18:39
B'werder-Kemn. 10:05 S12:19 W12:40 a16:40 c18:42
Hameln 10:33 W13:08 a17:08 c19:10

T5880 T5882 T5884 T5886 T5890 T5892
Hameln S11:24 W11:44 W13:51 a18:13 c19:52
B'werder-Kemn. 09:38 S11:52 W12:12 W14:19 a18:41 c20:20
B'werder-Linse 09:41 S11:55 W12:15 W14:22 a18:44 c20:23
Kirchbrak 09:49 S12:03 W12:23 WBB:30 aBB:52 cBB:31

Es trafen täglich in Hameln ein:
11:35 E 3783 von Bentheim über Hannover, Bad Münder
11:14 E 2540 von Braunschweig über Hildesheim, Coppenbrügge
11:16 E 2541 von Mönchengladbach über Löhne, Hess. Oldendorf

Zwar gab es von Hannover her einen nur sonn- und feiertags verkehren-
den N 5822, der aber schon 10:52 Uhr in Hameln eintraf (ab Han 10:00,
hingegen E 3783 ab Han 10:52). Um Bodenwerder als Sonntagsziel für
Ausflügler von Richtung Herford oder Hildesheim interessant zu machen,
hätte es ja auch einer Rückfahrtmöglichkeit bedurft. Sich den Bahnbus
20:00 Uhr über Barntrup nach Lage anzutun (über Rinteln war die letzte
Möglichkeit schon 18:27 der E 3714), war ebenso exotisch wie die
Wartezeit Richtung Osten: entweder 20:17 mit D 649, der in Hildesheim
endete; oder 20:21 mit Nt 5657 bis Elze und weiter mit E 2086, Ziel
Braunschweig.

Nebenbei: verblüffend die Verkehrshaltzeit des D 649 von exakt 1
Minute in Hameln. Der Zug kam von Düsseldorf. Ob er und sein Gegenzug
die gesamte Strecke trotz der fehlenden 30 km Fahrdraht gedieselt ist,
kann ich nicht mehr verifizieren.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
May 12, 2003, 3:04:36 PM5/12/03
to
[Sommer 1975]

> Im Kartenteil war die Gesamtstrecke der VEV
> weiterhin eingetragen, aber was zeigte ein Blick in die Tabelle?

Nun, dies war nicht der einzige Darstellungsfehler stillgelegter
niedersächsischer Bahnstrecken gewesen, der im Winter korrigiert
wurde.

> Jedoch gab es
> in jenem Sommer nicht einmal die Rückkehr der Frühleistung auf der
> unteren Strecke, sondern als weitere "Glanzleistung" eine mir völlig
> unmotiviert und widersinnig erscheinende Sonntagstrasse von Hameln
> weg.

Diesen Unsinn korrigierte man im Winterfahrplan 75/76, ansonsten die
übliche Winter-Abspeckung im Gesamtangebot - und noch eine mehrfache
Angeobotsminderung:

T5885 T5889 T5891
Kirchbrak 09:54 a16:20 S18:31
B'werder-Linse 10:02 a16:28 S18:39
B'werder-Kemn. 10:05 a16:40 S18:42
Hameln 10:33 a17:08 S19:10

T5880 T5884 T5502 T5888 T5504 T5892
Hameln 11:44 a17:31 S19:52
B'werder-Kemn. 12:12 a17:59 S20:20
B'werder-Linse 09:41 12:15 a16:07 a18:02 S18:17 S20:23
Kirchbrak 09:49 BB:23 a16:15 aBB:10 S18:26 SBB:31

Ist sie aufgefallen? Falls nicht: nur genau hingucken; sie steht da.
--

mfg Matthias Dörfler

Bastian D. Bode

unread,
May 18, 2003, 5:26:56 AM5/18/03
to
Matthias Doerfler wrote:

> Diesen Unsinn korrigierte man im Winterfahrplan 75/76, ansonsten die
> übliche Winter-Abspeckung im Gesamtangebot - und noch eine mehrfache
> Angeobotsminderung:
>
> T5885 T5889 T5891
> Kirchbrak 09:54 a16:20 S18:31
> B'werder-Linse 10:02 a16:28 S18:39
> B'werder-Kemn. 10:05 a16:40 S18:42
> Hameln 10:33 a17:08 S19:10
>
> T5880 T5884 T5502 T5888 T5504 T5892
> Hameln 11:44 a17:31 S19:52
> B'werder-Kemn. 12:12 a17:59 S20:20
> B'werder-Linse 09:41 12:15 a16:07 a18:02 S18:17 S20:23
> Kirchbrak 09:49 BB:23 a16:15 aBB:10 S18:26 SBB:31
>
> Ist sie aufgefallen? Falls nicht: nur genau hingucken; sie steht da.

Vermutlich wieder Tomaten auf meinen Augen. Einzig der spätere
Betriebsbeginn mit T5880 und die Späterlegung von T5502 fallen mir
gegenüber dem vorhergehenden Winter auf. Die sind aber wohl dem
entfallenden Stück Kirchbrak-Vorwohle geschuldet.

Gruss
Bastian

Matthias Doerfler

unread,
May 18, 2003, 12:16:09 PM5/18/03
to
Bastian D. Bode schrieb:

> > im Winterfahrplan 75/76 [...] noch eine mehrfache
> > Angeobotsminderung:
> > T5880 [...] T5502 [...] T5504 [...]
> > B'werder-Kemn.
> > B'werder-Linse 09:41 a16:07 S18:17
> > Kirchbrak 09:49 a16:15 S18:26


> >
> > Ist sie aufgefallen? Falls nicht: nur genau hingucken; sie steht da.

So ist es deutlicher.



> Vermutlich wieder Tomaten auf meinen Augen. Einzig der spätere
> Betriebsbeginn mit T5880 und die Späterlegung von T5502 fallen mir
> gegenüber dem vorhergehenden Winter auf. Die sind aber wohl dem
> entfallenden Stück Kirchbrak-Vorwohle geschuldet.

Das war nicht gemeint - würde ich als Änderung und nicht als Minderung
bezeichnen.

Und um es noch ein wenig deutlicher zu machen, den Sommer 1976
angefügt, mit bewussten Spaltenlücken:

T5885 T5887 T5889 T5891
Kirchbrak 09:51 12:16 c18:29
B'werder-Linse 10:00 W12:23 a16:30 c18:35
B'werder-Kemn. 10:04 W12:27 a16:39 c18:41
Hameln 10:33 W12:56 a17:08 c19:10

T5884 T5886 T5888 T5892
Hameln 11:22 W13:51 a17:31 c19:52
B'werder-Kemn. 11:51 W14:20 a18:00 S20:20
B'werder-Linse 11:55 W14:24 a18:04 S20:23
Kirchbrak 12:04 WBB:33 aBB:13 SBB:32

Weswegen die Fahrzeiten wieder verlängert wurden, kann ich nicht
nachvollziehen - noch sind wir nicht beim Abgang des VT 150 angelangt.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
May 25, 2003, 10:56:28 AM5/25/03
to
Ich schrieb von

[Winter 1975/76 mehrfache Angebotsminderung]
[Sommer 1976]

und niemand findet's aus dem Spaltenbau heraus. Gaanz einfach: die
Einsetzerfahrten nach Kirchbrak, die vorher in Bodenwerder-Kemnade
begonnen hatten, waren zwecks Einsparung der Leerleistungen über die
Weserbrücke im Winter auf den Startbahnhof Linse zurückgenommen worden
- und da damit die allenfallsigen einkaufend gewesenen Hausfrauen als
Beförderungsfälle auch vergrault wurden, fuhr der Triebwagen im Sommer
dann gleich als Lt in die Spitze. :-(

> Weswegen die Fahrzeiten wieder verlängert wurden, kann ich nicht
> nachvollziehen - noch sind wir nicht beim Abgang des VT 150 angelangt.

Statt dessen wurde in dem Sommer der Fahrzeugpark plötzlich verstärkt.
Denn in diese Zeit - genaues Datum weiß ich nicht - fällt der Beginn
der Anmietung der Garnitur VT 2 + VB 2 der Hümmlinger Kreisbahn. Wozu
dies wirklich diente, bin ich mir nie klar geworden, zumal ich sie
kein einziges Mal auf der Strecke gesehen habe.
Um gehässig zu sein: vielleicht *wollte* die Bahnverwaltung nicht
kompatible Fahrzeuge haben, nachdem man in der Fortfolge "Erika" in
DEBG-Zeit, VT 1 und VT 150 BHE schon einschlägige Erfahrungen
gesammelt hatte.

Denn bei den Zugängen handelte es sich wieder einmal um Uerdinger
Schienenbusse (der VB entstammte allerdings der Produktion von Orion)
ohne Seitenpuffer und Zughaken; entsprechend der Serie VT 95/VB 142
der DB. Da der VT 2 auch noch mit dem leistungsschwachen U 9-Motor
ausgerüstet war (nur 110 PS), wird sich die Garnitur auch nicht im
Sonderzugverkehr auf die obere Strecke verirrt haben können.

U.U. ist die oben erwähnte Fahrzeitverlängerung im veröffentlichten
Fahrplan eine gewisse Rücksichtnahme auf die Schwachbrüstigkeit.

Beschafft worden war das Päärchen ursprünglich von den Vorortbahnen
Wilhelmshaven und ging von da nach Werlte. Anfang der siebziger Jahre
waren sie an die EBOE vermietet und erhielten sogar deren Beschrif-
tung. Diese soll sie nach Löttgers bei der Rückgabe an die HümmlKB
genauso behalten haben wie anschließend im Weserbergland.

Und um ein wenig vorzupreschen: 1980 wurden beide Fahrzeuge, immer
noch in Linse, abgestellt. 1983 schließlich wurden sie laut Wolff
verkauft; der VT als Gartenlaube in Westerbrak, der VB hingegen als
einsatzfähiges Fahrzeug an Privat mit Standort Linse.
--

mfg Matthias Dörfler

ejahsv

unread,
May 28, 2003, 7:42:58 AM5/28/03
to

"Matthias Doerfler" <usenet...@wedebruch.de> schreef in bericht
news:62m1dvoeu390tkcpa...@4ax.com...


In meinem Buch über die HKB (Verlag Kenning) habe ich noch etwas mehr
beschrieben als Wollf. Bei der EBOE bekam das Pärchen die Nr. VT 3.12 und VB
3.019. Nach Rückgabe an HKB standen die Fahrzeuge 3 Jahre abgestellt. Wie
ich der damalige Direktor kenne hat er aus kostengründen die
EBOE-Beschriftung nicht entfernen lassen. Am 24.7.1976 gingen die Wagen nach
Bodenwerder um dort als Reserve für den VT 150 zu dienen. 1980 hatten sie
Fristablauf und wurden abgestellt. VT 2 ging als Gartenlaube an Privat in
Westerbrak. VB 2 erwarb die Interessengemeinschaft Schienenbus Seelze e.V.,
kam wegen schlechtem Zustand nicht mehr in Einsatz. 1985 wurde der Wagen
verschrottet nach dem der Triebwagenschuppen in Bodenwerer-Linse verkauft
wurde.
Aus Akten über die Vermietung (heute im Kreisarchiv in Meppen) geht hervor
das beide Fahrzeuge schon bei der EBOE im schlechten Zustand waren. Unter
ander gab es ein Rahmenbruch.
Die HKB beschaffte der Schienenbus weil der VT 1 (Talbot) im Berufsverkehr
häufig überfüllt war.

mfg Evert Heusinkveld


Bastian D. Bode

unread,
May 31, 2003, 4:45:07 AM5/31/03
to
Matthias Doerfler wrote:
> Ich schrieb von
>
> [Winter 1975/76 mehrfache Angebotsminderung]
> [Sommer 1976]
>
> und niemand findet's aus dem Spaltenbau heraus.

Ganz einfach: den Wald vor lauter Bodenwerder- nicht gesehen. Um
die Bodenwerders nicht zu verwechseln, müsste ich die Strecke
wohl deutlich besser kennen, daran mangelt es mir, auch weil ich
die Strecke nie per Zug kennengelernt habe.

Gruss
Bastian

Matthias Doerfler

unread,
Jun 2, 2003, 2:28:25 PM6/2/03
to
Bastian D. Bode schrieb:

> Ganz einfach: den Wald vor lauter Bodenwerder- nicht gesehen. Um
> die Bodenwerders nicht zu verwechseln, müsste ich die Strecke

Weil der Bahnhof Kemnade am linken Ufer deutlich günstiger zum
eigentlichen Zentrum Bodenwerders liegt als Linse, war er Schwerpunkt
im Personenverkehr.
Der Weserhafen und die Industrie hingegen waren prägend für den
Güterverkehr.
Konkrete Ausnahme, immer einmal im Jahr: das Lichterfest. Es war
jahrelang üblich, dass die Sonderreisezüge zu diesem Anlass in den
Anschluss vom Bf Linse zur Rigips verfahren wurden - denn von dort war
und ist der beste Ausblick.

> wohl deutlich besser kennen, daran mangelt es mir, auch weil ich
> die Strecke nie per Zug kennengelernt habe.

Du hast etwas verpasst, leider. BTW; mit meiner Zeitreise geht's
voraussichtlich erst nach Fronleichnam weiter. Salu generell.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Jul 27, 2003, 10:20:33 AM7/27/03
to
Ich schrieb:

> mit meiner Zeitreise geht's
> voraussichtlich erst nach Fronleichnam weiter

und mittlerweile habe ich mehr als einen Monat Verspätung. Ich war bis
Sommer 1976 gekommen, also folgt Winter 1976/77.

Der Blick ins Kursbuch zeigt Zugnummernwechsel, die im Winter übliche
Mittagslücke und überhaupt keinen Nicht-Bedarfszug nach Kirchbrak.

T5883 T5887 T5889
Kirchbrak 09:51 S18:26
B'werder-Linse 10:00 a16:30 S18:35
B'werder-Kemn. 10:04 a16:39 S18:41


Hameln 10:33 a17:08 S19:10

T5884 T5888 T5890
Hameln 11:22 a17:31 S19:52
B'werder-Kemn. 11:51 a18:00 S20:20
B'werder-Linse 11:55 a18:04 S20:23
Kirchbrak BB:04 aBB:13 SBB:32

Korrektur zu Message-ID: <obcfcvkpr43gr4t1b...@4ax.com>
vom 18.5.: Die Spätleistung 19:52 von Hameln wurde im Sommer 1976 (als
T 5892) planmäßig an c bis Linse, bedarfsweise an c bis Kirchbrak
gefahren. Die Verkehrstageangabe S hatte ich vertippt.

Und jetzt, wo die nächsten Fahrzeugänderungen anstehen, müsste mal
jemand anders die Fahrplanauswertung übernehmen. Denn bei den
folgenden beiden Jahren sind Lücken in meiner Kursbuchsammlung.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Aug 10, 2003, 5:02:45 AM8/10/03
to
Ich schrieb:

> Winter 1976/77 ... die im Winter übliche


> Mittagslücke und überhaupt keinen Nicht-Bedarfszug nach Kirchbrak.

[...]


> Und jetzt, wo die nächsten Fahrzeugänderungen anstehen, müsste mal
> jemand anders die Fahrplanauswertung übernehmen. Denn bei den
> folgenden beiden Jahren sind Lücken in meiner Kursbuchsammlung.

Faule Bande, alle miteinander :-) Alles muss man selbermachen, und das
bei dem Wetter. Aber die Badische Landesbibliothek ist temperiert und
verfügt unter ZA 3932 über eine seit 1967 vollständige Sammlung. Als
Recherche-Ergebnis kann ich für den Sommer 1977 fast ungeändert den
vorherigen Sommer kopieren

T5883 T5885 T5887 T5889
Kirchbrak 09:51 12:16 c18:25
B'werder-Linse 10:00 W12:23 a16:30 c18:34
B'werder-Kemn. 10:04 W12:27 a16:39 c18:40
Hameln 10:33 W12:56 a17:08 c19:09

T5884 T5886 T5888 T5890 T5892
Hameln 11:22 W13:51 a17:31 Sa19:52 S19:58
B'werder-Kemn. 11:51 W14:20 a18:00 Sa20:20 S20:25
B'werder-Linse 11:55 W14:24 a18:04 Sa20:23 S20:29
Kirchbrak 12:04 WBB:33 aBB:13 SaBB:32 SBB:38

Die Aufspaltung der Wochenend-Spätleistung beruht darauf, dass in
diesem Fahrplan der Pt 5650 von Hildesheim abgenommen wurde (Hameln an
tägl. außer samstags 19:53); zuvor war dieser Anschluss nicht gegeben.

Und sogleich noch der Winter 1977/78

T5883 T5887 T5889
Kirchbrak 09:51 S18:25
B'werder-Linse 10:00 a16:30 S18:34
B'werder-Kemn. 10:04 a16:39 S18:40
Hameln 10:33 a17:08 S19:09

T5882 T5884 T5888 T5892
Hameln 11:22 a17:31 S19:58
B'werder-Kemn. 11:51 a18:00 S20:25
B'werder-Linse 09:38 11:55 a18:04 S20:29
Kirchbrak 09:46 BB:04 aBB:13 SBB:38

Weswegen die Vormittagsspitze nach Kirchbrak wieder im öffentlichen
Verkehr erscheint, bleibt dahingestellt. Bemerkenswert der (erstmals
im Sommer erscheinende) Hinweis unter der Kursbuchtabelle auf kombi-
nierte Ausflugskarten Bahn/Schiff Hameln - Bodenwerder - Polle. Wie
der geneigte Fahrgast das im Winterabschnitt am Samstag anstellen
sollte, bleibt im Dunkeln.

Genaue Tagesdaten kenne ich nicht, aber mit dem Kalenderjahr 1977
verabschiedete sich endgültig der MAN-Schienenbus in Gestalt des VT
150 (ex Bayer) aus Bodenwerder. Und hier wird's jetzt endgültig etwas
knifflig.

Wie im Thread erwähnt, war dessen Bruder, der VT 151, schon 1973 zur
HzL abgegeben worden. Völlig unabhängig davon lief Mitte der siebziger
Jahre bei der fusionierten RAG die Ablösung der Vorkriegs-Zweiachser.
Dabei verfolgte sie die Geschäftspolitik, einmotorige Esslingen-Vier-
achser zusammenzukaufen, von deren beiden Versionen man von den
eigenen Vorgängerbahnen schon über ein Exemplar in Viechtach und Lam
verfügte. Die HzL ihrerseits hatte als VT 10 die 400 PS-Variante in
Gestalt des T 3 von der Bentheimer Eisenbahn übernommen gehabt, das
für deren Zwecke wohl eines der am wenigsten geeigneten Fahrzeuge war.
Im selben Jahr, als der VT 151 als VT 7" nach Gammertingen kam, gab
die HzL also den Esslinger an die RAG ab (dort: T 06). Somit hatte die
HzL die Fahrzeuglücke durch den unfallbedingten Abgang ihres eigenen
VT 6 in Wirklichkeit nicht geschlossen, was dazu führte, dass sie
schließlich 1976 von der DB den 798 794 (MAN-Lizenzbau) erwarb und als
VT 10" einnummerierte.

Dieser Uerdinger war zwar zweckmäßiger für den Bedarf der HzL, aber
dennoch ein Fremdkörper. Deswegen verhandelte die HzL mit den VEV über
einen Eintausch des VT 10" gegen den VT 150; und dazu kam es denn
auch. Vermutlich ist der Fahrplanwechsel Sommer / Winter der richtige
Stichtag. Der echte MAN-VT wechselte nach Baden-Württemberg und
belegte dort erneut die leere Nummer VT 6; der Lizenzbau hingegen fuhr
nach Niedersachsen und bekam dort die Bezeichnung VT 1".

Aber das war nicht alles.
Edvert hat ja im Thread meinen Wissensstand zu dem seit 1976 bei der
VEV vorhandenen ex-HKB-Uerdinger VT 2 und den zugehörigen VB ergänzt,
der mit der EBOE-Leihbeschriftung VT 3.12 herumstand. Mehr hätte es
für das fulminante Fahrplanangebot gar nicht bedurft. Für allfällige
Reisegruppen verfügte die VEV ja über die beiden Wagen 129, 131, mit
denen der neue VT 1 keineswegs überfordert gewesen wäre.

Diese wollte aber die Dampfeisenbahn Weserbergland zur Verstärkung
ihres Parks gerne haben. Nach Löttgers am 24. Oktober des Berichts-
jahrs erwarb die DEW von der AKN den dort arbeitslos gewordenen VT
2.24 (Uerdingen, einmotorige VT 98-Variante, ursprgl. VT 27 Weidenau -
Deuz) und gab ihn gegen die beiden Personenwagen an die VEV weiter.
Aus DEW-Sicht vermag ich das Geschäft nachzuvollziehen, aus VEV-Sicht
nicht.

Besonders verwirrend kommt noch hinzu, dass dieses Fahrzeug bei den
VEV ebenfalls die Nummer VT 2 erhielt, die also buchmäßig zweimal
belegt war und bleiben sollte.

Matthias Doerfler

unread,
Aug 26, 2003, 1:36:29 PM8/26/03
to
Ich schrieb [über das Jahr 1977]
und brauche fast nur die Quotezeichen zu entfernen und die zuletzt
gelassene Lücke auszufüllen, um den Sommerplan 1978 darzustellen

T5883 T5885 T5887 T5889
Kirchbrak 09:51 12:16 c18:25
B'werder-Linse 10:00 W12:23 a16:30 c18:34
B'werder-Kemn. 10:04 W12:27 a16:39 c18:40
Hameln 10:33 W12:56 a17:08 c19:09

T5882 T5884 T5886 T5888 T5890
Hameln 11:22 W13:51 a17:31 c19:58
B'werder-Kemn. 11:51 W14:20 a18:00 c20:25
B'werder-Linse 09:38 11:55 W14:24 a18:04 c20:29
Kirchbrak 09:46 12:04 WBB:33 aBB:13 cBB:38

In der Wintertabelle 1978/9 findet sich abweichend von den Vorjahren
das Zugpaar 5885/6 nunmehr auch wieder; Verkehrstagebezeichnung d mit
der Bedeutung "Werktags vom 1. bis 31. X. und vom 1. V. an".
Wirklich gemeint war "Werktags vom 1. bis 31. X. und werktags vom 2.
bis 31. V."
Außerdem Zugpaar 5889/90 nur S, 5889 Ausfall zwischen Kirchbrak und

Ulf Kutzner

unread,
Aug 28, 2003, 12:56:24 PM8/28/03
to
Matthias Doerfler schrieb:

> Verkehr erscheint, bleibt dahingestellt. Bemerkenswert der (erstmals
> im Sommer erscheinende) Hinweis unter der Kursbuchtabelle auf kombi-
> nierte Ausflugskarten Bahn/Schiff Hameln - Bodenwerder - Polle. Wie
> der geneigte Fahrgast das im Winterabschnitt am Samstag anstellen
> sollte, bleibt im Dunkeln.

Gab doch damals noch keine fahrplanbasierten Verkauf...

Gruß, ULF

Matthias Doerfler

unread,
Aug 31, 2003, 10:47:33 AM8/31/03
to
Ulf Kutzner schrieb:

Dafür gab es noch Herrscharen von Schalterbeamten, die das Nach-
schlagen der jeweiligen Möglichkeiten im Kursbuch aus dem Effeff
beherrschten.
Aber ich schrieb in diesem Thread schon ganz am Anfang von vertanen
Chancen.

Matthias Doerfler

unread,
Aug 31, 2003, 10:47:37 AM8/31/03
to
Ich schrieb [über das Jahr 1978]
und muss für Sommer 1979 mehr als ein paar Minutenzeiten ändern

T5883 T5885 T5887 T5889
Kirchbrak 09:48 12:14
B'werder-Linse 09:57 a12:23 c18:34
B'werder-Kemn. 10:01 a12:27 a16:39 c18:40
Hameln 10:30 a12:56 a17:15 c19:09



T5882 T5884 T5886 T5888 T5890

Hameln 11:22 a14:04 a17:58 c20:10
B'werder-Kemn. 11:51 a14:33 a18:26 c20:39
B'werder-Linse 09:35 11:55 a14:37 a18:30 c20:43
Kirchbrak 09:43 12:04 aBB:44 aBB:37 cBB:50

Es macht den Anschein, dass samstags jetzt ganzjährig mit einem
einzigen Kopf ausgekommen werden sollte, zumindest ist der Verzicht
auf den Mittagslauf nach Hameln und zurück zusammen mit der Kappung
der Spitze von Kirchbrak bei 5889 auffällig.
Für was der veröffentlichte Beginn des 5887 in Kemnade gut war, bleibt
ein Rätsel.

In der Wintertabelle 1979/80 Minutenänderungen durch Fahrzeit-
verlängerungen für die Regelzüge zwischen Linse und Kirchbrak. 5889/90
wie üblich nicht samstags. Der Mittagslauf nach Hameln und zurück
dieses Mal zur Abwechslung nicht im Oktober, sondern mit der Fußnote
"werktags ab 2. V." Ich glaube allerdings nicht wirklich an dessen
Verkehren an den Mai-Samstagen; denn im Folgeplan Sommer 1980
erscheinen 5885/6 wiederum mit den Verkehrstagen "a".

Der sah sonst immer noch frappierend ähnlich aus; und auch der Winter
80/81. Veröffentlichte Verkehrstage für 5885/6 wie 1979/80.

Und trotz des Subjects sollte eine tiefgreifende Zäsur nicht unerwähnt
bleiben, die die VEV von 1979 bis 1981 im Güterverkehr traf: war schon
zuvor der Zuckerrübenverkehr fast eingegangen, endete 1979 der Kalk-
verkehr ab Dielmissen. Damit war die V 22.01 prinzipiell arbeitslos
geworden. Soweit ersichtlich, konnte sie zwar für den Bau des
Gleisanschlusses zum gerade neu entstehenden KKW Grohnde eingesetzt
werden, aber aus naheliegenden Gründen war das kein Ersatz für die
weggebrochenen Frachteinnahmen.

Matthias Doerfler

unread,
Sep 20, 2003, 1:22:58 PM9/20/03
to
Ich schrieb:

[dass der Sommerfahrplan 1980 frappierend ähnlich aussah, wie der des
Vorjahres; und auch der Winter 80/81]


> Und trotz des Subjects sollte eine tiefgreifende Zäsur nicht unerwähnt
> bleiben, die die VEV von 1979 bis 1981 im Güterverkehr traf: war schon
> zuvor der Zuckerrübenverkehr fast eingegangen, endete 1979 der Kalk-
> verkehr ab Dielmissen. Damit war die V 22.01 prinzipiell arbeitslos
> geworden. Soweit ersichtlich, konnte sie zwar für den Bau des
> Gleisanschlusses zum gerade neu entstehenden KKW Grohnde eingesetzt
> werden, aber aus naheliegenden Gründen war das kein Ersatz für die
> weggebrochenen Frachteinnahmen.

Im Sommer 1981 war die größte Augenfälligkeit im Kursbuch - die
benachbarten Tabellen. Waren jahrelang untereinander abgedruckt
256 Einbeck (bzw. Einbeck Mitte) - Salzderhelden (bzw. Einbeck)
257 Göttingen - Dransfeld - Hann. Münden
261 Hameln - Emmerthal - Bodenwerder - Kirchbrak
und hatte sich zuletzt noch die Dampfeisenbahn Weseserbergland dazu
gesellt mit
262 Rinteln - Stadthagen
so war nach vollständiger Verkraftung der alten Hauptbahn in dieser
Periode nur noch die Überschrift der 257 und der Umstellungsvermerk
vorhanden.
Dafür fand jetzt die amputierte Stiefschwester der VEV zurück ins
Kursbuch. Denn die DBG Hildesheim war mit ihrem Steppenpferd in dieser
Saison regelmäßig (= an 5 Fahrtagen) auf der nunmehrigen Anschlussbahn
Voldagsen - Duingen zugange (KBT 263). Interessant, dass die letzte
Rückfahrt des Dampfzuges von Duingen planmäßig nur nach Salzhemmendorf
vorgesehen war und die Restleistung bis Voldagsen à la Kirchbrak als
Bedarfsleistung fungierte - allerdings drucktechnisch nicht als
Fußnote gesetzt.

Das Reisezugsangebot auf dem Berichtsobjekt sah so aus:

T5885 T5887 T5891 T5893
Kirchbrak 09:53 12:30
B'werder-Linse 10:03 W12:40 c18:32
B'werder-Kemn. 10:06 W12:45 a16:42 c18:38
Hameln 10:38 W13:15 a17:12 c19:07



T5882 T5884 T5886 T5888 T5890

Hameln 11:35 W14:04 a17:58 c20:10
B'werder-Kemn. 12:05 W14:33 a18:26 c20:39
B'werder-Linse 09:40 12:09 W14:37 a18:30 c20:43
Kirchbrak 09:48 12:18 WBB:44 aBB:37 cBB:50

Nix Neues also, sieht man von der nicht ganz nachvollziehbaren
Zugnummernänderung der Fahrtrichtung nach Norden ab.

Verwaltungsseitig, so der "kleine Wolff" war dieser Zeitraum der
erste, in dem die VEV ganz auf eigenen Füßen stand; denn der vorher
bestandene Betreuungsvertrag mit der OHE (nicht Betriebsführung!) war
aufgekündigt (von wem, schreibt die Quelle nicht).
Außerdem kam es womöglich zur Quasi-Anpassung des Tfz-Bestandes an den
geschrumpften Güterverkehr, denn das damalige EK-Verzeichnis der
Privatbahnfahrzeuge führt die o.e. V 22.01 als abgestellt auf. Dieser
Vermerk fehlt dann jedoch im drei Jahre später erschienenen "kleinen
Wolff". Ich habe keine Kenntnis, welche Angabe zutrifft, bzw. ob die
Maschine womöglich doch noch einer weiteren HU in Linse zugeführt
worden sein mag.
--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Oct 22, 2003, 12:48:13 PM10/22/03
to
Ich schrieb:

[dass Sommerfahrplan 1981 die größte Augenfälligkeit im Kursbuch war,
indem es die KBT 263 Voldagsen - Duingen gab]

Diese Tabelle glänzte im Winter 81/2 mit dem Hinweis, dass der
Dampfzug statt am Ith am Teutoburger Wald unterwegs war. Bei den
Reisezügen der VEV änderte sich im Winter hingegen fast nichts

T5885 T5887 T5891 T5893
Kirchbrak 09:53 12:30

B'werder-Linse 10:03 d12:40 S18:32
B'werder-Kemn. 10:06 d12:45 a16:42 S18:38
Hameln 10:38 d13:15 a17:12 S19:07



T5882 T5884 T5886 T5888 T5890

Hameln 11:35 d14:04 a17:58 S20:10
B'werder-Kemn. 12:05 d14:33 a18:26 S20:39
B'werder-Linse 09:40 12:09 d14:37 a18:30 S20:43
Kirchbrak 09:48 12:18 dBB:44 aBB:37 SBB:50

also das altbekannte Spielchen, dass im Winterabschnitt gar kein
Samstagsnachmittagverkehr stattfand, und die mittägliche Leistung
5887/5886 nur werktags außer Samstags ab 3. Mai angeboten wurde.

Im Sommer 1982 Späterlegungen nach Hameln und der Wegfall der
Mittagszüge:

T5885 T5891 T5893
Kirchbrak 10:08
B'werder-Linse 10:18 c18:32
B'werder-Kemn. 10:23 a16:58 c18:38
Hameln 10:53 a17:28 c19:07

T5882 T5884 T5888 T5890
Hameln 11:35 a17:58 c20:07
B'werder-Kemn. 12:05 a18:26 c20:39
B'werder-Linse 09:54 12:09 a18:30 c20:43
Kirchbrak 10:03 BB:18 aBB:37 cBB:50

Weswegen 5890 eine Fahrzeitverlängerung von 3 Minuten auf der
Hauptbahn zwischen Hameln und Emmerthal bekam, wird nicht klar. Ab
Emmerthal blieben die Minutenzeiten identisch mit den vorher gültig
gewesenen.

Der benachbarte Dampfzug findet sich jeweils am letzten Sonntag des
Monats wieder. Im Winterkursbuch 1982/3 für diesen wieder der obige
Hinweis und zur VEV

:-(((


--

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Nov 9, 2003, 1:37:23 PM11/9/03
to
Ich schrieb:

> [Im Winterkursbuch 1982/3]
>
> :-(((

Mir ist nie klar geworden, weswegen die Einstellung des Regel-Pv wirk-
lich erfolgte. Auch Wolff hat dies in "Die Privatbahnen in der Bundes-
republik Deutschland" als "überraschend" bezeichnet. Chronistenpflicht
bleibt, darauf hinzuweisen, dass mit diesem Ereignis nach dem Saarland
Niedersachsen als zweites Flächenland gänzlich entblößt war von NE mit
Regel-Pv (ohne Nordseeinseln).

Aber nur mal so zur Erinnerung die Strecken, die bei der Rückkehr der
Tabelle ins Kursbuch im Sommer 1969 noch als klassische NE bestanden
hatten - ohne exakte Berücksichtigung der Landesgrenzen, in Klammern
verkraftete Abschnitte:
224k (Gronau/Westf -) Gildehaus Mitte - Laarwald (- Coevorden)
223f Werlte - Lathen
223e (Lewinghausen -) Herzlake - Meppen
222b Hasbergen - Georgsmarienhütte
219m Minden/Westf Fr-Wilhelm-Str - Uchte Kreisb
219g Preuß Oldendorf - Bohmte (- Damme/Oldb)
219d Eystrup - Syke
217f Bremervörde - Ostholz-Scharmbeck
217e (Wilstedt -) Zeven Süd - Tostedt
215h Verden/Aller - Stemmen
-> 212c Hameln - Kirchbrak
211h Celle - Munster/Örtze bzw. Soltau/Han
211g Wittingen West - Rühen
211f Celle - Wittingen West
207c Peine PIE - Groß Ilsede
206k Börßum - Hornburg/Kr Wf
206h SZ Walzwerk - SZ-Finkenkuhle bzw. SZ-Lebenstedt Nord
202b Dassel - Einbeck
109e Winsen/Luhe Süd - Hützel/Lbg
109d Lüneburg - Alt Garge
109b Lüneburg Süd - Soltau/Han

Ganz zu schweigen von den Strecken, die nicht mehr bis Ende der
sechziger Jahre durchgehalten worden waren.

Torsten Jerzembeck

unread,
Dec 10, 2003, 5:08:01 PM12/10/03
to
Matthias Doerfler <nutznet...@wedebruch.de> wrote:
>Der benachbarte Dampfzug findet sich jeweils am letzten Sonntag des
>Monats wieder. Im Winterkursbuch 1982/3 für diesen wieder der obige
>Hinweis und zur VEV
>
> :-(((
>

Bleiben mir noch zwei Fahrpläne nachzutragen:

Zum einen den der Strecke 119a Emmerthal - Vorwohle aus dem "Reichs-
Kursbuch 1914:

Z 2a Z 2 Z 4 Z 6 Z 8 Z 8a Z 10 Z 12 Z12a
Emmerthal ab 8|57 12: 0 3|40 7|12 10: 5
B'werder-Kemnade ab 6:45 9:35 12:44 4:24 6: 5 7:56 10:41
B'werder-Linse an 6:47 9|37 12:46 4|26 6: 7 7|58 10:43
ab 6:56 9:47 1| 7 4:30 6|10 10:45
Kirchbrak ab 7: 8 9:59 1:19 4:41 6:22 10:56
Eschershausen ab 5:20 7:30 10:16 1:42 4:58 6:58 11:11
Vorwohle an 5:37 7:46 10:32 2| 2 5:14 7|14 an


Z 1 Z 3 Z 5 Z 7 Z 9 Z 9 Z 11 Z 11
Vorwohle ab 6: 8 8|30 11:57 3|30 6: 0 9: 0
Eschershausen ab 6:30 8:51 12:20 4: 0 6:40 9:15 9:20
Kirchbrak ab 6:46 9: 8 12:37 4:17 6:57 an 9:36
B'werder-Linse an 6:55 9|18 12:47 4:27 7: 7 9:46
B'werder-Linse ab 7| 5 10:19 1|50 5:40 7: 9 8:20 9:48
B'werder-Kemnade ab 7:10 10:24 1:55 5:44 7:11 8:24 9:50
Emmerthal an 7|49 11: 3 2|36 6|22 an 9: 3 an

Die Züge 9 (2. Besetzung) und 12 fuhren nur Sonntag und Mittwoch, die
Züge 11 (2. Besetzung) und 12a nur an Sonn- und Festtagen. Die Züge 3,
5, 7, 9 und 11 fuhren jeweils 2 Minuten nach ihrer Ankunft in Boden-
werder-Linse weiter nach -Kemnade und von dort nach 2 Minuten Aufenthalt
wieder zurück. Das Zeichen "|" bezeichnet den Postaustausch der mitge-
führten Bahnpost, bei den Zügen 7, 8a und 10 wurde die Post nur werktags
ausgetauscht.


Zum anderen den Fahrplan der Strecke 212c Emmerthal - Vorwohle aus dem
"Reichsbahn-Kursbuch Amerikanisches/Britisches/Französisches Besatzungs-
gebiet", gültig vom 3. Oktober 1948 an:

1686 92 1688 1690 1694 94
Emmerthal ab 08:17 09:55 13:34 17:32 19:28 20:20
B'werder-Kemnade an 08:54 10:32 14:11 18:09 20:05 20:57
2 4 104 10 300 106 312
B'werder-Linse ab 04:50 06:10 07:20 10:15 15:10 16:10 17:30
Kirchbrak ab 05:02 06:22 07:32 10:30 15:25 16:22 17:45
Eschershausen ab 05:23 07:53 07:53 10:53 16:43 16:43 18:40
Vorwohle an 05:40 08:10 08:10 11:12 17:00 17:00 19:00


3 305 105 11 313 107 17
Vorwohle ab 06:30 08:30 11:35 14:00 17:30 19:30 21:30
Eschershausen ab 06:52 09:10 11:55 14:20 18:10 19:50 21:50
Kirchbrak ab 07:11 09:29 12:13 14:38 18:31 20:08 22:08
B'werder-Linse an 07:23 09:40 12:25 14:50 18:43 20:20 22:20
1685 91 1687 1689 1691 93
B'werder-Kemnade ab 05:48 07:40 11:42 15:30 18:35 18:55
Emmerthal an 06:28 08:20 12:22 16:10 19:15 19:35

Die Züge 2, 3, 4, 10, 11, 17, 300, 312, 313, 1685, 1686, 1687, 1688,
1689 und 1694 verkehrten nur werktags, die Züge 91, 92, 93, 94, 104,
105, 106 und 107 nur an Sonn- und Feiertagen und das Zugpaar 1690 und
1691 nur an Werktagen außer Samstag.

Grüße aus Düsseldorf,

=ToJe=

--
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
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