ZN-Anlagen werten ja bekanntlich den Haltfall eines Signales und die
vorhandenen Weichenstellungen aus.
Was passiert eigentlich, wenn das Signal z. Bsp. im Notfall auf Halt
gestellt wird?
Wird die Zugnummer da weitergeschalten oder nicht?
Wenn nicht, dann müsste ja auch noch die Gleisbelegung ausgewertet werden.
Oder wird da gar der Außerplanmäßige Haltfall nicht als "ordnungsgemäßer"
Haltfall gewertet?
Da wäre dann die nächste Frage, wie dies in STW ohne Gleisfreimeldung
geschieht?
Danke für Eure Infos!
--
Carsten Weber
HaGT unterbricht die Fortschaltung.
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Nein, die Nummer springt (bei SpDrS 59 und 60) bei jedem (!) Haltfall des
Hauptsignals weiter. Egal wodurch die Haltstellung verursacht wurde. Die
Zugnummer muss dann manuell wieder in das Richtige Feld eingegeben werden.
Stefan Kaehler
> > "Carsten Weber" <carste...@mailbox.tu-dresden.de> writes:
> > |> Was passiert eigentlich, wenn das Signal z. Bsp. im Notfall auf Halt
> > |> gestellt wird?
> >
> > HaGT unterbricht die Fortschaltung.
>
> Nein, die Nummer springt (bei SpDrS 59 und 60)
Der Zn-Anlage ist es bis zum ESTW ziemlich egal was für Technik dahinter
hängt.
> bei jedem (!) Haltfall des
> Hauptsignals weiter. Egal wodurch die Haltstellung verursacht wurde. Die
> Zugnummer muss dann manuell wieder in das Richtige Feld eingegeben werden.
>
Hmmm, und wozu gubt es dann den Eingang HaGT auf der Meldewiederholerkarte.
Evtl die falsche Version mit Verzögerung eingebaut?
Das sind die beim Weichenumstellen durch "klick - klack - klick - klack..."
im Blinktakt detektieret werden können. Da haben sie nämlich nichts
verloren.
--
Gruß Ralf
-Scumandŕ da traversar ils binaris-
Wenn der Zug am Ziel seiner Reise angekommen ist, kann man doch die
Zugnummer bequem weiterschalten, es sei dann die Fahrstraße wird
zurückgenommen?
Oder überseh ich da was?
fragt sich
Peter
(Der das für seine Modellbahn mal genau so programmiert hat)
Bei einem Haltfall vielleicht. Bei einer gewollten Haltstellung durch die
HaGT wird das ueblicherweise unterbunden.
> Carsten Weber wrote:
>> ZN-Anlagen werten ja bekanntlich den Haltfall eines Signales und die
>> vorhandenen Weichenstellungen aus.
> Das verstehe ich nicht.
> Warum basieren diese Geräte nicht auf Fahrstraßen?
Beim klassischen Streckenblock gibt z.B. es keine Fahrstraßen, und da muss
es auch irgendwie gehen. Beim ESTW-Zentralblock ist der Unterschied
zwischen einer Fahrstraße im Bahnhof und einer Blockfahrstraße auf der
freien Strecke jedoch tatsächlich eher gering.
Wo wird eigentlich die Haltfallinformation beim Selbstblock abgegriffen? An
den einzelnen Blockstellen oder ggf. im überwachenden Stellwerk?
Oli
Die ZN ist keine sicherheitskritische Anwendung, sondern nur eine nette
kleine Hilfestellung. Und ausserdem nur ein Add-On. Und sowas versucht
man einfach zu halten. Zudem kann eine Zugfahrt nur in bestimmten
Gleisabschnitten "dauerhaft" zustande kommen, d.h. irgendwelche
Zwischenabschnitte, die von einer Fahrstrasse zwar benutzt werden, aber
an sich nur Rangierabschnitte bilden, sind fuer die ZN uninteressant.
Fuer die ZN ist es daher ausreichend zu wissen, dass im Moment in Gleis
4711 vor dem Signal ein Zug steht und die Fahrt letztlich nach Gleis
0815 geht. Und mit dem Haltfall des Signals wird die Zugnummer aus dem
Feld 4711 in das Feld 0815 uebernommen.
> Oder überseh ich da was?
Yupp. Woher willst Du die Information nehmen, woher ein Zug kommt, wenn
hinter ihm die Fahrstrasse bereits in Abschnitten aufgeloest ist und
schon wieder andere Fahrwege eingestellt sind?
Ok, darauf können wir uns einigen.
Auf den Stellwerken, wo ich eingesetzt war, war es so wie ich es geschrieben
habe.
Stefan Kaehler
>Wo wird eigentlich die Haltfallinformation beim Selbstblock abgegriffen? An
>den einzelnen Blockstellen oder ggf. im überwachenden Stellwerk?
In der Regel gar nicht. Dafür nimmt man Stapelfelder nach dem FiFo
Prinzip.
Bei Zentralblock kann man auch die einzelnen Blocksignale auswerten,
weil die Informationen ja zentral im Stellwerk vorliegen. Aber selbst
bei ESTWs gibt es Zentralblock mit Stapelfeldern.
Gruß
Lennart
Da merkt man, dass Du WSSB-beeinflusst bist, denn das:
|> Bei Zentralblock kann man auch die einzelnen Blocksignale auswerten,
|> weil die Informationen ja zentral im Stellwerk vorliegen.
tut's selbstverstaendlich auch bei Selbstblock in DS-Land. Die
Stapelfelder brauchst Du nur, wenn keine Informationen ueber die
Blocksignale vorliegen (wie eben meist beim Automatikblock) und/oder
Fahrt auf Sicht als Regelhandlung zugelassen ist. In letztgenanntem
Fall kann man den Signalhaltfall nicht wirklich auswerten.
Wobei ich mich uebrigens frage, wie man in einem solchen Fall den
Stapel dimensioniert. Denn im Prinzip koennte man ja 100 einzeln
fahrende Tfz, jeweils mit eigener Zugnummer, auf Sicht in die
Blockstrecke jagen...
> Am Mon, 23 Aug 2004 22:39:23 +0200 schrieb Oliver Lemke:
>
>
>>Wo wird eigentlich die Haltfallinformation beim Selbstblock abgegriffen? An
>>den einzelnen Blockstellen oder ggf. im überwachenden Stellwerk?
>
>
> In der Regel gar nicht. Dafür nimmt man Stapelfelder nach dem FiFo
> Prinzip.
Aha. Also bei der letzten Betriebsstelle alle Züge nacheinander rein,
die dann bei der folgenden Betriebsstelle alle wieder in der gleichen
Reihenfolge auftauchen?
Oli
>In article <2p7cdfF...@uni-berlin.de>,
> Lennart Blume <Lennar...@gmx.de> writes:
>|> In der Regel gar nicht. Dafür nimmt man Stapelfelder nach dem FiFo
>|> Prinzip.
>
>Da merkt man, dass Du WSSB-beeinflusst bist, denn das:
Nein, eher AB 37 beeinflußt ;-)
>|> Bei Zentralblock kann man auch die einzelnen Blocksignale auswerten,
>|> weil die Informationen ja zentral im Stellwerk vorliegen.
>
>tut's selbstverstaendlich auch bei Selbstblock in DS-Land. Die
>Stapelfelder brauchst Du nur, wenn keine Informationen ueber die
>Blocksignale vorliegen (wie eben meist beim Automatikblock) und/oder
>Fahrt auf Sicht als Regelhandlung zugelassen ist. In letztgenanntem
>Fall kann man den Signalhaltfall nicht wirklich auswerten.
Auch bei Fahrt auf Zs 1 müßte man dann die Zugnummer jedesmal von Hand
weiterschalten. Bei Strecken mit vielen Blocksignalen hat der Fdl dann
viel Arbeit.
>Wobei ich mich uebrigens frage, wie man in einem solchen Fall den
>Stapel dimensioniert.
Wird meist auf die Anzahl der Blöcke dimensioniert, manchmal +1 als
Reserve.
>Denn im Prinzip koennte man ja 100 einzeln
>fahrende Tfz, jeweils mit eigener Zugnummer, auf Sicht in die
>Blockstrecke jagen...
Wird der Fdl nicht tun. Wenn er sieht, daß alle Felder schon mit
Nummern belegt sind, wird er mal beim Nachbarn anfragen was los ist.
Gruß
Lennart
>> In der Regel gar nicht. Dafür nimmt man Stapelfelder nach dem FiFo
>> Prinzip.
>
>Aha. Also bei der letzten Betriebsstelle alle Züge nacheinander rein,
>die dann bei der folgenden Betriebsstelle alle wieder in der gleichen
>Reihenfolge auftauchen?
Richtig. Wobei die Felder der Blockstrecke meist auf beiden
Stellwerken dargestellt sind, so daß jeder sieht, wieviele Züge auf
der Strecke sind.
Gruß
Lennart
Aha. Und wo greifen übergeordnete Leitsysteme wie z.B. LeiBIT und LeiDIS
diese Informationen ab, z.B. für die dispositiven Hilfsmittel
(Zeit-Weg-Linien Darstellung) in den BZn?
Gruß
Oli
--
Gruß Ralf
-Scumandà da traversar ils binaris-
>Aha. Und wo greifen übergeordnete Leitsysteme wie z.B. LeiBIT und LeiDIS
>diese Informationen ab, z.B. für die dispositiven Hilfsmittel
>(Zeit-Weg-Linien Darstellung) in den BZn?
Die ZN-Anlagen der einzelenen Bahnhöfe sind ja über einen Datenbus
verbunden. Und die übergeordneten Systeme holen sich die Infos
irgendwie über diesen Datenbus.
Gruß
Lennart
>ZNL800 Anlagen werten sowohl die Info "Fahrt" als auch "Ersatzsignal"
>(Zs1/Zs7) aus.
Mag sein, das es solche Anlagen gibt. Die Anlagen, die ich kenne,
können es nicht.
Gruß
Lennart
Daher sieht die ZÜ nicht ob der Zug Zs1 oder Hp1 hat.
Beides wird als grünes Signal angezeigt.
>Nicht mag sein. Ich kenne keine (DS Bereich) die es nicht kann.
Glaube ich Dir gerne. Ich wollte Deine Aussage nicht anzweifeln.
Gilt das auch für nachgerüstete Anlagen auf mechanischen /
elektromechanischen Stellwerken?
>DIe Version von Sienehmens ZNS ist geauso. Nur zu ZNP kann ich nichts sagen.
ZNP gibt es eigentlich nicht mehr. Die Anlagen werden jetzt von VST
hergestellt, laufen aber immer noch unter der Bezeichnung ZNP.
Gruß
Lennart
> >DIe Version von Sienehmens ZNS ist geauso. Nur zu ZNP kann ich nichts
sagen.
>
> ZNP gibt es eigentlich nicht mehr. Die Anlagen werden jetzt von VST
> hergestellt, laufen aber immer noch unter der Bezeichnung ZNP.
>
Ah ja.
Als ich das erste mal "Mathilde" auf dem PC gespielt habe, hatte ich nach
der "WuT" für die Stromversorgung gesucht da die ZNP sich in der Tonlage
einer Stromversorgungsstörung bei Siemens meldet.
Andererseits erschrecke ich bei SEL Anrückmeldern. Die Klingen wie eine
Siemens Weichenstörung ;-)
Ja.
Gruß Gordon
>Leider kann ich das nicht belegen da ich derartiges nicht im Bezirk habe.
>Aber ob man nun einen Relaiskontakt des "Fü" oder "Ers" Relais abgreift.
>Oder alternativ dazu die Pssenden Hebelkontakte oder Anschaltrelais für das
>Ers.Sig kommt uaf das gleiche raus.
>Also bequem machbar.
Machbar ist vieles. Die Frage ist, ob man es bestellt und bezahlt. Du
weißt doch, die Bahn spart wo sie kann.
Gruß
Lennart
>> Gilt das auch für nachgerüstete Anlagen auf mechanischen /
>> elektromechanischen Stellwerken?
>
>Ja.
Von welchem Stw stammt Deine Erkenntnis?
Gruß
Lennart