Bad Münder (dpa) - Das Zugunglück von Bad Münder mit inzwischen
weit mehr als 100 Menschen mit möglichen Vergiftungen ist durch
versagende Bremsen ausgelöst worden. Der Lokführer habe den
Gefahrgutzug mit dem hochgiftigen Epichlorhydrin an Bord an einem
Haltesignal nicht stoppen können, teilte das Eisenbahnbundesamt
(EBA) am Freitag mit. Daraufhin waren am Montag in der
niedersächsischen Kleinstadt bei Hameln zwei Güterzüge frontal
zusammengestoßen. Der Kesselwagen mit der Chemikalie explodierte.
Beim Verbrennen des Epichlorhydrins entstand nach Angaben des
Gesundheitsamtes vermutlich das Atemgift Phosgen, das im Laufe der
Woche eine zweite Welle von Beschwerden bei Helfern, Anwohnern und
Zuschauern auslöste.
Über die Schwere der Gesundheits- und Umweltbelastung herrschte bis
zum Freitagnachmittag Unklarheit. Alle zuständigen Behörden
berieten sich in Krisensitzungen, an denen auch Niedersachsens
Umweltminister Wolfgang Jüttner (SPD) teilnahm. Von Donnerstag bis
Freitagmittag hatte sich die Zahl der Menschen mit Beschwerden von
knapp 50 auf zunächst 106 erhöht. Die Symptome seien erst nach zwei
bis drei Tagen aufgetreten, sagte die Leiterin des Gesundheits-
amtes, Helga Tödt. Die Patienten klagten über Kopfschmerzen und
Reizungen der Atemwege. Untersuchungsergebnisse zweier
Gutachterfirmen sollten im Laufe des Tages bekannt gegeben werden.
«Der chemische Analyseprozess der Umweltproben ist sehr aufwendig»,
sagte ein Bahnsprecher. Man müsse untersuchen, ob noch andere
Chemikalien frei gesetzt worden seien. Nach Angaben des Landkreises
Hameln-Pyrmont war neben dem Epichlorhydrin-Waggon ein als leer
deklarierter Container in Flammen aufgegangen. Unklar war, ob
dieser Waggon wirklich leer war. Die Staatsanwaltschaft hat ihre
Ermittlungen auch auf diesen Container ausgedehnt.
Warum die Bremsen des Güterzuges versagt hätten, werde noch
ermittelt, sagte ein EBA-Sprecher. Der Zug sei mit einem
automatischen Bremssystem ausgerüstet gewesen. Schon vor dem
Einsetzen dieser Automatik habe der Lokführer aber versucht, den
Zug von Hand zu stoppen. Dies sei ihm aus zunächst unbekannten
Gründen nicht gelungen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft haben
Bluttests ergeben, dass beide Lokführer keinen Alkohol getrunken
hatten.
Quelle: DPA
--
Jan Marco Funke
Automatisches Bremssystem? Meinen die die INDUSI?
Gibt es - außer vielleicht ein paar Rangierhobeln - überhaupt noch Loks ohne
Indusi?
MFG Michi
--
Das Schlimme ist, dass es vereinzelte Desperados unter den Fahrern
gibt, die ihre Mühle auch durch den Schnee prügeln - und wenn man dann
pünktlich zu den üblichen Verspätungszeiten am Bahnsteig erscheint,
hat man einfach Pech. (Jakob Krieger in muc.verkehr)
PZB vermutlich.
Gruß, ULF
> > ermittelt, sagte ein EBA-Sprecher. Der Zug sei mit einem
> > automatischen Bremssystem ausgerüstet gewesen. Schon vor dem
> > Einsetzen dieser Automatik habe der Lokführer aber versucht, den
> > Zug von Hand zu stoppen. Dies sei ihm aus zunächst unbekannten
> > Gründen nicht gelungen.
> Der EBA-Mensch wollte es m. E. wohl den eisenbahntechnisch unbedarften
> Pressefritzen gegenüber nicht verkomplizieren, mir persönlich gehen da eher
> so Sachen wie AFB/LZB
LZB bei Mechanik? Gibt es das?
> in Verbindung mit evtl. Softwarefehlern einer
> modernen Drehstromlok durch den Kopf
Du meinst, die Lok habe den Bremsbefehl verweigert? Wird das Bremsventil
mechanisch oder elektronisch angesteuert?
Gruß, ULF
Wo liegt da der Unterschied? Für mich ist die Indusi mit der PZB identisch -
"Induktive Sicherung" hieß es eben früher, und der moderne Name dafür ist
"Punktförmige Zugbeeinflussung" im Gegensatz zur LZB.
| Der Lokführer habe den
| Gefahrgutzug mit dem hochgiftigen Epichlorhydrin an Bord an einem
| Haltesignal nicht stoppen können, teilte das Eisenbahnbundesamt
| (EBA) am Freitag mit.
Der Gefahrgutzug war laut www.lok-report.de Güterzug 51219 Seelze -
Mannheim, gezogen von 140 635. Softwarefehler einer modernen
Stromdrehlok dürften also doch eher ausscheiden. Vielleicht wie damals
in Elsterwerda geschlossene Bremsschlauchventile? Hätte bei einer
Bremsprobe allerdings auffallen müssen. Wie auch immer, man kann wohl
von großem Glück sprechen, dass der Güterzug mit den defekten Bremsen
nicht mit einem Personenzug kollidiert ist.
BTW: Welchen Weg nimmt der Gz 51219 eigentlich von Seelze nach
Mannheim? Von Altenbeken über Kassel, Siegen oder die Rheinstrecke?
--
Jan Marco Funke
>>> Automatisches Bremssystem? Meinen die die INDUSI?
>> PZB vermutlich.
> Wo liegt da der Unterschied? Für mich ist die Indusi mit der
> PZB identisch - "Induktive Sicherung" hieß es eben früher, und
> der moderne Name dafür ist "Punktförmige Zugbeeinflussung" im
> Gegensatz zur LZB.
M.W. ist die Indusi eine spezielle (deutsche...) Form der PZB.
Das mit dem automatischen Bremssystem wundert mich aber sehr.
>>> Gibt es - außer vielleicht ein paar Rangierhobeln - überhaupt
>>> noch Loks ohne Indusi?
Soweit ich weiß müssen die Regelfahrzeuge auf deutschen Schienen
mit PZB90 ausgerüstet sein. Ist allerdings noch eine
Übergansfrist.
--
Björn
"Remember: The Force will be with You. Always."
> LZB bei Mechanik? Gibt es das?
Was für "Mechanik"? Schaltwerk?
>> in Verbindung mit evtl. Softwarefehlern einer
>> modernen Drehstromlok durch den Kopf
> Du meinst, die Lok habe den Bremsbefehl verweigert?
Normalerweise wird automatisch gebremst, wenn die V_ist über
v_soll geht. Aber der Tf hat das zu überwachen.
> Wird das Bremsventil mechanisch oder elektronisch angesteuert?
Kommt drauf an. Ab 101 doppelt, d.h. einmal per Sollwertgeber an
den HSM (Bremsrechner) und von dort an das Relaisventil
("Computer-Fbv"), andererseits ist das Fbv noch voll
funktionsfähig, aber der Druck wird vorgesteuert (per Schalter
pn/el/pn an die HL anklemmbar).
Ab 145/146/185 ist nur noch die "SB"-Stellung über Druckluft, der
Rest geht nur an den HSM.
Bremsventile, wie der Name schon sagt, werden pneumatisch angesteuert.
Sonst koennte man sicher nicht von einer selbsttaetigen Bremse sprechen.
Die Frage ist: wieviele voneinander unabhaengige Bremsen - besser
Bremssysteme - hat das Fz?
§ 23 Abs.1 EBO Satz 1:
"Die Fahrzeuge - ausgenommen Kleinlokomotiven -muessen mit durchgehender
selbsttaetiger Bremse ausgeruestet sein."
D.h. *nur* direkte Bremsen sind unzulaessig. Von jedem Fahrzeug muss
mechanisch/pneumatisch durch Druckabfall der "gelben Luft" der Druck der
HLL soweit abgesenkt werden koennen, dass die Steuerventile "aufgehen".
Vollstaendiges Entlueften bzw. Abfall des HLL-Druckes unter 3,5 bar. Und
dies muss vom Fuehrerstand aus durchfuehrbar sein. Eine blosse
Ansteuerung etwa ueber die HBL (blaue 10 bar-Leitung) halte ich nicht
fuer EBO-konform - bin aber kein Machinese.
Wenn ein direktes Bremssteuergeraet bei maximaler Bremsstellung nicht
anspricht, muss *immer* noch die Moeglichkeit der indirekten Bremsung
vorhanden sein. Die Moeglichkeit der indirekten Bremsung bei einem Tfz
der BR 140 wuerde ich zunaechst bejahen.
Gruese aus der Hauptstadt
Holger N. aus B.
Dies stellt nur meine persoenliche Meinung dar.
Mir sagt der Name:
"Brems" => Bremse.
"Ventil" => Luftduckregelung.
Aber dass es durch Luft angesteuert wird, sagt der Name nicht,
wenn man sich nicht mit der Materie befasst hat. Magnetventile
werden ja auch über Strom angesteuert...
> Sonst koennte man sicher nicht von einer
> selbsttaetigen Bremse sprechen. Die Frage ist: wieviele
> voneinander unabhaengige Bremsen - besser Bremssysteme - hat
> das Fz?
-snip-
> Eine blosse Ansteuerung etwa ueber die
> HBL (blaue 10 bar-Leitung) halte ich nicht fuer EBO-konform -
> bin aber kein Machinese.
IMHO wäre das auch nicht im Sinne des Erfinders...
> Wenn ein direktes Bremssteuergeraet
> bei maximaler Bremsstellung nicht anspricht, muss *immer* noch
> die Moeglichkeit der indirekten Bremsung vorhanden sein. Die
> Moeglichkeit der indirekten Bremsung bei einem Tfz der BR 140
> wuerde ich zunaechst bejahen.
Wieso "wenn ein direktes Bremssteuergerät" nicht anspricht? Was
genau meinst du mit dem direkten B.s.g.?
Was bedeutet die Abkürzung HSM?
>> an den HSM (Bremsrechner) und von dort an das Relaisventil
^^^^^^^^^^^^
> Was bedeutet die Abkürzung HSM?
S.o., so wird er praktisch nur genannt.
Genau bedeutet es:
H: Systembezogener Kennbuchstabe (Firma Knorr)
S: stellungsabhängige Bremsbedienung
M: Mikroprozessorgesteuert
Aber bitte frag mich nicht, wie man das zu interpretieren hat ;-)
HTH,
Immerhin schon etwas. In der Bedienungsanleitung der z.B. der ME
26 wird diese Abkürzung verwendet, ohne daß sie erklärt wird, und
es gibt auch Leuchtmelder oder Störmeldungen (HSM-gestört) ohne
Erläuterung. Ausbilder: hat irgendwas mit dem Führerbremsventil zu
tun, einfach nur nach dem Störsuchplan weiterarbeiten...
HZM wäre dann eine ??? zeitabhängige Bremsbedienung,
mikroprozessorgesteuert? (Falls es das überhaupt gibt.)
> >>> Automatisches Bremssystem? Meinen die die INDUSI?
>
> >> PZB vermutlich.
>
> > Wo liegt da der Unterschied? Für mich ist die Indusi mit der
> > PZB identisch - "Induktive Sicherung" hieß es eben früher, und
> > der moderne Name dafür ist "Punktförmige Zugbeeinflussung" im
> > Gegensatz zur LZB.
>
> M.W. ist die Indusi eine spezielle (deutsche...) Form der PZB.
> Das mit dem automatischen Bremssystem wundert mich aber sehr.
Es werden bestimmte Geschwindigkeitskurven überwachte und ggf.
Zwangsbremsungen ausgelöst. Bei PZB90 mehr als bei früheren
Indusi-Formen.
> >>> Gibt es - außer vielleicht ein paar Rangierhobeln - überhaupt
> >>> noch Loks ohne Indusi?
>
> Soweit ich weiß müssen die Regelfahrzeuge auf deutschen Schienen
> mit PZB90 ausgerüstet sein. Ist allerdings noch eine
> Übergansfrist.
Wie war das jetzt mit Loks, die bestimmte Geschwindigkeiten nicht
überschreiten?
Gruß, ULF
> > Du meinst, die Lok habe den Bremsbefehl verweigert? Wird das Bremsventil
> > mechanisch oder elektronisch angesteuert?
>
> Bremsventile, wie der Name schon sagt, werden pneumatisch angesteuert.
> Sonst koennte man sicher nicht von einer selbsttaetigen Bremse sprechen.
Gibt es nicht ein Führerbremsventil, das nicht an den Rädern, sondern im
Führerstand sitzt? Kann der Tf das nicht mechanisch (durch Hebelkraft)
bedienen?
Gruß, ULF
Stellwerk.
> >> in Verbindung mit evtl. Softwarefehlern einer
> >> modernen Drehstromlok durch den Kopf
>
> > Du meinst, die Lok habe den Bremsbefehl verweigert?
>
> Normalerweise wird automatisch gebremst, wenn die V_ist über
> v_soll geht. Aber der Tf hat das zu überwachen.
Der Tf soll schon vorher eine Bremsung ausgelöst/versucht haben.
> > Wird das Bremsventil mechanisch oder elektronisch angesteuert?
>
> Kommt drauf an. Ab 101 doppelt, d.h. einmal per Sollwertgeber an
> den HSM (Bremsrechner) und von dort an das Relaisventil
> ("Computer-Fbv"), andererseits ist das Fbv noch voll
> funktionsfähig, aber der Druck wird vorgesteuert (per Schalter
> pn/el/pn an die HL anklemmbar).
> Ab 145/146/185 ist nur noch die "SB"-Stellung über Druckluft, der
> Rest geht nur an den HSM.
SB = Schnellbremsung?
Gruß, ULF
Von Kassel über Siegen nach Mannheim ist *etwas* umständlich, besonders
mit Gz.
Gruß, ULF
Na und? Seit ich Sonderzugfahrpläne bearbeiten muß, wundert mich da
gar nichts mehr. Manche Züge haben da schon einen auf den ersten Blick
recht seltsamen Laufweg.
Reinhard
--
Ich geh kaputt, gehst Du mit?
Es war natürlich über Soest - Schwerte nach Siegen gemeint.
> Na und? Seit ich Sonderzugfahrpläne bearbeiten muß, wundert mich da
> gar nichts mehr. Manche Züge haben da schon einen auf den ersten Blick
> recht seltsamen Laufweg.
Ich habe gerade mal ins Kursbuch geschaut:
Hannover - Altenbeken 113 km, Altenbeken - Kassel 90 km, macht also
ca. 200 km.
Hannover - Göttingen 108 km, Göttingen - Kassel via Eichenberg 67 km,
zusammen 175 km.
25 km Umweg sind für einen langsamen Güterzug scheinbar schneller als
auf dicht belegten Trassen ständig an die Seite gestellt zu werden.
--
Jan Marco Funke
> >> BTW: Welchen Weg nimmt der Gz 51219 eigentlich von Seelze nach
> >> Mannheim? Von Altenbeken über Kassel, Siegen oder die Rheinstrecke?
> >
> >Von Kassel über Siegen nach Mannheim ist *etwas* umständlich, besonders
> >mit Gz.
>
> Na und? Seit ich Sonderzugfahrpläne bearbeiten muß, wundert mich da
> gar nichts mehr. Manche Züge haben da schon einen auf den ersten Blick
> recht seltsamen Laufweg.
Aber doch lieber den Zug irgendwie von Gießen nach Frankfurt West
durchprügeln als über die Rheinstrecke. Müßte er von Siegen kommend da
nicht kopfmachen, wenn Köln vermieden werden soll?
Gruß, ULF
-> debm
> > >> BTW: Welchen Weg nimmt der Gz 51219 eigentlich von Seelze nach
> > >> Mannheim? Von Altenbeken über Kassel, Siegen oder die Rheinstrecke?
> > >
> > >Von Kassel über Siegen nach Mannheim ist *etwas* umständlich, besonders
> > >mit Gz.
>
> Es war natürlich über Soest - Schwerte nach Siegen gemeint.
>
> > Na und? Seit ich Sonderzugfahrpläne bearbeiten muß, wundert mich da
> > gar nichts mehr. Manche Züge haben da schon einen auf den ersten Blick
> > recht seltsamen Laufweg.
>
> Ich habe gerade mal ins Kursbuch geschaut:
> Hannover - Altenbeken 113 km, Altenbeken - Kassel 90 km, macht also
> ca. 200 km.
> Hannover - Göttingen 108 km, Göttingen - Kassel via Eichenberg 67 km,
> zusammen 175 km.
> 25 km Umweg sind für einen langsamen Güterzug scheinbar schneller als
> auf dicht belegten Trassen ständig an die Seite gestellt zu werden.
Gegen den Weg bis Kassel habe ich ja nichts gesagt, wenn man denn nach
Kassel fährt.
Gruß, ULF
-> debm
>Gibt es nicht ein Führerbremsventil, das nicht an den Rädern, sondern im
>Führerstand sitzt? Kann der Tf das nicht mechanisch (durch Hebelkraft)
>bedienen?
AFAIK ist bei zumindest allen Tfz (auch 101/145/ff) auf dem
Führerstand ein Notbremsventil zur vollständigen Entlüftung
der HL vorhanden, so dass zumindest alle Wagen bremsen.
Angebracht ist dies meistens unten rechs vom Sitz des Tf
wegen der Nähe zu den Luftrohren des FbrV. In wie weit die
Lokbremsen noch pneumatisch von der HL beeinflusst werden,
entzieht sich jedoch meinem Kenntnisstand; ebenso welche
Realisierung für die neuen Triebwagen 423-426 etc.
realisiert wurden.
Gruß
Franz
bei durchgehender und durchgängiger HL
> alle Wagen bremsen.
Gruß, ULF
PZB ist die "Typbezeichnung" für eine ganze Reihe von Zugbeeinflussungen,
die ihre Informationen nur an bestimmten Punkten übertragen. Die Deutsche
"Indusi" bzw. "PZB90" gehört genauso dazu wie die Schweizer Magnete (wie
heißen die noch?) und die Französischen Krokodile und die neuere KVB.
--
Gruss * Holger Metschulat
Holger * e-mail: ho...@stellwerke.de, http://www.sgs.wh.tu-darmstadt.de/homer
"Internet-Nutzung ist ein Privileg und kein Recht."
(Rechnerraum-Ordnung an der Uni von 1994)
>>>Automatisches Bremssystem? Meinen die die INDUSI?
>>
>>PZB vermutlich.
>
> Wo liegt da der Unterschied? Für mich ist die Indusi mit der PZB identisch -
> "Induktive Sicherung" hieß es eben früher, und der moderne Name dafür ist
> "Punktförmige Zugbeeinflussung" im Gegensatz zur LZB.
Die PZB 90 ist einfach eine neue Version der Indusi, so wie es vorher
schon die I54, I60 usw. gab.
Wir haben eben einmal den Oberbegriff "punktförmige Zugbeeinflussung",
unter den so verschiedene Zugbeeinflussungen wie das Krokodil, die
Indusi, Signum, Ebicab usw. fallen. Dann haben wir die Bezeichnung
Indusi für ein System, unter das wiederum verschiedene Bauarten wie I54,
I60, I60R, PZ80, PZB90 fallen.
Dabei besteht halt das Problem, daß es die Begriffe "Punktförmige
Zugbeeinflussung" und "Linienförmige Zugbeeinflussung" einmal als
Oberbegriffe für eine bestimmte Art von Zugbeeinflussung gibt, unter die
jeweils eine Vielzahl völlig unterschiedlicher Zugbeeinflussungen
fallen, gleichzeitig werden sie als Bezeichnungen für ganz bestimmte
Zugbeeinflussungen (nämlich "die" LZB und die PZB 90) verwendet,
gewissermaßen als Produktbezeichnungen.
Daher würde ich vorschlagen, die ausgeschriebenen Begriffe
"linienförmige Zugbeeinflussung" und "punktförmige Zugbeeinflussung" in
der Bedeutung als Oberbegriffe, die Abkürzungen PZB und LZB dagegen als
Bezeichnungen für spezielle Zugbeeinflussungen (nämlich "die" LZB bzw.
die neueren Indusi-Versionen) zu verwenden.
chg
> Vielleicht wie damals
> in Elsterwerda geschlossene Bremsschlauchventile? Hätte bei einer
> Bremsprobe allerdings auffallen müssen.
Das mit dem Auffallen galt damals auch! Man sollte eben schon wissen, was
man tut. Gabs eigentlich in der Angelegenheit mal ein Anklage oder gar ein
Urteil?
Gruß Steffen
>> >
>> >> BTW: Welchen Weg nimmt der Gz 51219 eigentlich von Seelze nach
>> >> Mannheim? Von Altenbeken über Kassel, Siegen oder die Rheinstrecke?
>> >
>> >Von Kassel über Siegen nach Mannheim ist *etwas* umständlich, besonders
>> >mit Gz.
Läge aber durchaus im Rahmen der Möglichkeiten.
>
>Es war natürlich über Soest - Schwerte nach Siegen gemeint.
>
>> Na und? Seit ich Sonderzugfahrpläne bearbeiten muß, wundert mich da
>> gar nichts mehr. Manche Züge haben da schon einen auf den ersten Blick
>> recht seltsamen Laufweg.
>
>Ich habe gerade mal ins Kursbuch geschaut:
Und ich habe mir heute mal den Fahrplan angeschaut:
Bremen Rbf - Seelze - Kassel Rbf - Gießen - Frankfurt West - Mannheim
, was in Deutschland Pflicht ist,
>> alle Wagen bremsen.
> Gibt es nicht ein Führerbremsventil, das nicht an den Rädern,
> sondern im Führerstand sitzt? Kann der Tf das nicht mechanisch
> (durch Hebelkraft) bedienen?
Du verwechselst da was... er meinte das Steuerventil (das ist
auch nicht an den Rädern, sondern meist irgendwo unten in der
Mitte). Seine Aufgabe ist es, den Bremszylinderdruck
entsprechend dem HL-Druck und anderen Parametern (Zuladung,
Bremsstellung usw.) zu steuern, und ist in jedem Fahrzeug (Tfz
und Wagen) vorhanden.
Das Fbv ist dazu da, den HL-Druck zu steuern, das macht der Tf.
(ach nee ;-) )
Seit dem ich weiß wer Sonderzugfahrpläne bearbeiten muß wundert mich da gar
nichts mehr...
--
Meint Folke aus Wattenscheid ;-))
http://home.t-online.de/home/efwitten/efwa0196.htm (=EFW-Zf)
>
>"Reinhard Schumacher" <schr...@web.de> schrieb
>> Na und? Seit ich Sonderzugfahrpläne bearbeiten muß, wundert mich da
>> gar nichts mehr.
>> Reinhard
>
>Seit dem ich weiß wer Sonderzugfahrpläne bearbeiten muß wundert mich da gar
>nichts mehr...
Ich *bearbeite* die fertigen Fahrpläne, aber ich *erstelle* sie nicht.
>Daher würde ich vorschlagen, die ausgeschriebenen Begriffe
>"linienförmige Zugbeeinflussung" und "punktförmige Zugbeeinflussung" in
>der Bedeutung als Oberbegriffe, die Abkürzungen PZB und LZB dagegen als
>Bezeichnungen für spezielle Zugbeeinflussungen (nämlich "die" LZB bzw.
>die neueren Indusi-Versionen) zu verwenden.
Rein auf den Bereich der DB bezogen würde das mit Einschränkungen gerade
noch gehen, da man dort mit LZB immer nur das eine System
"Linienzugbeeinflussung" meint, das genaugenommen nur eine
Realisierungsform einer linienförmigen Zugbeeinflussung darstellt (ganz
abgesehen davon, das die DB-interne Bezeichnung "Linienzugbeeinflussung"
ein totaler sprachlicher Missgriff ist, denn es geht schließlich nicht
darum, Linienzüge zu beeinflussen, sondern darum Züge linienförmig zu
beeinflussen).
Die Abkürzung LZB wird aber auf Herstellerseite auch für andere Systeme
linienförmiger Zugbeeinflussungssysteme verwendet. So bietet z.B.
Siemens im Export unter der Produktbezeichnung LZB 700 M eine
linienförmige Zugbeeinflussung mit Informationsübertragung durch
codierte Gleisstromkreise an, also ohne den bei der
DB-"Linienzugbeeinflussung" üblichen Kabel-Linienleiter.
Und das Kürzel PZB wird selbst bei der DB nicht als Produktbezeichnung
sondern tatsächlich als Oberbegriff für alle punktförmigen
Zugbeeinflussungssysteme verwendet. Wenn irgendwo PZB vorgeschrieben
ist, bedeutet das nicht, dass es die Systemlösung PZB 90 sein muss. Auch
eine alte Indusi ist in der offiziellen DB-Terminologie eine PZB (der
informelle DB-Slang ist übrigens nicht immer mit der offiziellen
Terminologie der Regelwerke identisch!).
Deshalb ist es schon sinnvoll, die Abkürzungen LZB und PZB im Sinne der
produktunabhängigen Oberbegriffe "linienförmige Zugbeeinflussung" und
"punktförmige Zugbeeinflussung" zu verwenden. Dass damit DB-intern
teilweise bestimmte Produkte assoziiert werden, kann man m.E.
tolerieren, zumal das andere Bahnen ähnlich praktizieren. So bezeichnen
z.B. die DSB ihre Zugbeeinflussung einfach mit dem englischen Kürzel
ATC, was genau genommen auch nur einen allgemeinen Oberbegriff für
Zugbeeinflussungssysteme darstellt, obwohl mit ATC bei den DSB immer nur
das Siemens-Produkt ZUB 123 gemeint ist.
Jörn Pachl
> Immerhin schon etwas. In der Bedienungsanleitung der z.B. der
> ME 26
Wos is jez des?
> wird diese Abkürzung verwendet, ohne daß sie erklärt
> wird, und es gibt auch Leuchtmelder oder Störmeldungen
> (HSM-gestört) ohne Erläuterung. Ausbilder: hat irgendwas mit
> dem Führerbremsventil zu tun, einfach nur nach dem Störsuchplan
> weiterarbeiten...
Schwaches Bild. Dass das der Bremsrechner ist, sollte er schon
wissen...
> HZM wäre dann eine ??? zeitabhängige Bremsbedienung,
> mikroprozessorgesteuert? (Falls es das überhaupt gibt.)
Das weiß ich nicht... hab ich auch noch nie gehört.
>> Was für "Mechanik"? Schaltwerk?
> Stellwerk.
Ach sooo...
>> Normalerweise wird automatisch gebremst, wenn die V_ist über
>> v_soll geht. Aber der Tf hat das zu überwachen.
> Der Tf soll schon vorher eine Bremsung ausgelöst/versucht
> haben.
Kann mir aber nicht vorstellen, dass er das nicht geschafft hat
(Schnellbremsstellung und Notbremsventil sind ja beide da)
> SB = Schnellbremsung?
Yap.
>> M.W. ist die Indusi eine spezielle (deutsche...) Form der PZB.
>> Das mit dem automatischen Bremssystem wundert mich aber sehr.
> Es werden bestimmte Geschwindigkeitskurven überwachte und ggf.
> Zwangsbremsungen ausgelöst. Bei PZB90 mehr als bei früheren
> Indusi-Formen.
Klar, wobei es bei der I54/I60 noch keine angehängte
Geschwindigkeitsüberwachung (Prüfkurve) gab.
>> Soweit ich weiß müssen die Regelfahrzeuge auf deutschen
>> Schienen mit PZB90 ausgerüstet sein. Ist allerdings noch eine
>> Übergansfrist.
> Wie war das jetzt mit Loks, die bestimmte Geschwindigkeiten
> nicht überschreiten?
Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass Nebenfahrzeuge keine
PZB90 brauchen. Aber ich habe noch von keinen Ausnahmen von
wegen Höchstgeschwindigkeit gehört.
> Deshalb ist es schon sinnvoll, die Abkürzungen LZB und PZB im
> Sinne der produktunabhängigen Oberbegriffe "linienförmige
> Zugbeeinflussung" und "punktförmige Zugbeeinflussung" zu
> verwenden.
Ack.
> Dass damit DB-intern teilweise bestimmte Produkte
> assoziiert werden, kann man m.E. tolerieren, zumal das andere
> Bahnen ähnlich praktizieren. So bezeichnen z.B. die DSB ihre
> Zugbeeinflussung einfach mit dem englischen Kürzel ATC, was
> genau genommen auch nur einen allgemeinen Oberbegriff für
> Zugbeeinflussungssysteme darstellt, obwohl mit ATC bei den DSB
> immer nur das Siemens-Produkt ZUB 123 gemeint ist.
...und da war ja auch noch "Air Traffic Control" ;-)
Wer sagt, daß die HL durchgängig war? Durchgehend war sie wohl schon...
MFG Michi
--
Das Schlimme ist, dass es vereinzelte Desperados unter den Fahrern
gibt, die ihre Mühle auch durch den Schnee prügeln - und wenn man dann
pünktlich zu den üblichen Verspätungszeiten am Bahnsteig erscheint,
hat man einfach Pech. (Jakob Krieger in muc.verkehr)
Watt gibt's denn da noch zu bearbeiten, falten - knicken - heften oder so ?
--
Frägt Folke aus Wattenscheid
>
> Watt gibt's denn da noch zu bearbeiten, falten - knicken - heften oder so
?
>
Watt Beamten halt so machen, woll!
SCNR
-chriz
PS. Ich hab hier auch noch ein paar Sonderfahrpläne. ;-)
Nennt man auch Behörden Triatlon
--
Gruß Ralf
www.ralf-gunkel.de
"Die Bahn hat keine Lobby, sie hat nur Fans." H.Dürr
>
>> >"Reinhard Schumacher" <schr...@web.de> schrieb
>> >> Na und? Seit ich Sonderzugfahrpläne bearbeiten muß, wundert mich da
>> >> gar nichts mehr.
>> Ich *bearbeite* die fertigen Fahrpläne, aber ich *erstelle* sie nicht.
>
>Watt gibt's denn da noch zu bearbeiten, falten - knicken - heften oder so ?
Erst lesen, dann heften, dann falten, dann nach Datum sortieren, dann
unauffällig einem Kollegen unterschieben und selbst so tun, als hätte
man den ganzen Schreibtisch voller Arbeit... :-)
>
>"Christoph Zimmermann" <ne...@ch-zimmermann.de> schrieb im Newsbeitrag
>news:am0cm1$a0n$1...@sunu789.rz.ruhr-uni-bochum.de...
>>
>> " Folke Brockmann" <Heizlok...@Chefmail.De> schrieb
>>
>> > Watt gibt's denn da noch zu bearbeiten, falten - knicken - heften oder so?
>>
>> Watt Beamten halt so machen, woll!
>>
>
>Nennt man auch Behörden Triatlon
Ich spiele Beamten-Mikado, wer sich als erster bewegt, fliegt raus.
Reinhard
(der nach seinem Tod nicht beerdigt, sondern umgebettet wird)
Wäre aber schon sehr ungewöhnlich. Auf der Dieselstrecke Marburg -
Erndtebrück - Siegen gibt es vermutlich keinen (Fern-)Güterverkehr
mehr, über Wetzlar - Siegen käme man in Troisdorf auf die rechte
Rheinstrecke. Von Altenbeken nach Troisdorf gibt es zudem noch etwas
direktere Schienenwege.
> >Es war natürlich über Soest - Schwerte nach Siegen gemeint.
> >
> >> Na und? Seit ich Sonderzugfahrpläne bearbeiten muß, wundert mich da
> >> gar nichts mehr. Manche Züge haben da schon einen auf den ersten Blick
> >> recht seltsamen Laufweg.
> >
> >Ich habe gerade mal ins Kursbuch geschaut:
>
> Und ich habe mir heute mal den Fahrplan angeschaut:
>
> Bremen Rbf - Seelze - Kassel Rbf - Gießen - Frankfurt West - Mannheim
Aha, also über Hameln - Warburg.
--
Jan Marco Funke
> Wer sagt, daß die HL durchgängig war? Durchgehend war sie wohl
> schon...
Normalerweise ist es hier auch Pflicht, dass Anlegen der letzten
Bremse bei der Bremsprobe zu prüfen...
>Reinhard Schumacher schrieb:
>> Am Sat, 14 Sep 2002 12:39:56 +0200, schrieb Jan Marco Funke
>> <use_re...@gmx.de>:
>>
>>
>> >> >
>> >> >> BTW: Welchen Weg nimmt der Gz 51219 eigentlich von Seelze nach
>> >> >> Mannheim? Von Altenbeken über Kassel, Siegen oder die Rheinstrecke?
>> >> >
>> >> >Von Kassel über Siegen nach Mannheim ist *etwas* umständlich, besonders
>> >> >mit Gz.
>>
>> Läge aber durchaus im Rahmen der Möglichkeiten.
>
>Wäre aber schon sehr ungewöhnlich. Auf der Dieselstrecke Marburg -
>Erndtebrück - Siegen gibt es vermutlich keinen (Fern-)Güterverkehr
>mehr, über Wetzlar - Siegen käme man in Troisdorf auf die rechte
>Rheinstrecke. Von Altenbeken nach Troisdorf gibt es zudem noch etwas
>direktere Schienenwege.
Altenbeken - Soest - Schwerte - Kreuztal - Wetzlar usw. ist
elektrifiziert und daher denkbar. Von Wetzlar muß man nicht nach
Troisdorf, es gibt einen direkten Weg nach Frankfurt über Bad Nauheim.
>
>
>> >Es war natürlich über Soest - Schwerte nach Siegen gemeint.
Ebent.
>> Und ich habe mir heute mal den Fahrplan angeschaut:
>>
>> Bremen Rbf - Seelze - Kassel Rbf - Gießen - Frankfurt West - Mannheim
>
>Aha, also über Hameln - Warburg.
Genau.
Normalerweise. Nach dieser Folgerung dürfte es noch nie ein Zugunglück
gegeben haben, schließlich ist normalerweise alles absolut technisch sicher
und überprüft.
Menschen machen Fehler.
Prinzipiell schon. Für Gz 51219 wäre das aber ein sehr komischer Weg:
Seelze - Hameln - Warburg - Kassel - Altenbeken - Soest - Schwerte -
Kreuztal - Wetzlar.
--
Jan Marco Funke
>>
>> Altenbeken - Soest - Schwerte - Kreuztal - Wetzlar usw. ist
>> elektrifiziert und daher denkbar.
>
>Prinzipiell schon. Für Gz 51219 wäre das aber ein sehr komischer Weg:
>Seelze - Hameln - Warburg - Kassel - Altenbeken - Soest - Schwerte -
>Kreuztal - Wetzlar.
Richtig. Aber die Frage ist, ob dieser Zug überhaupt nach Kassel
gemusst hätte. Sonst hätte man ihn nämlich in Altenbeken gleich
Richtung Soest schicken können und nicht nach Kassel. Und dann wäre
der *Umweg* nicht so gravierend.
Warum werden Beamte im stehen Begraben?
Damit niemnad sagen kann. "Da liegt er der faule Kerl".
Bitte nicht falsch verstehen. Wäre auch fast Beamter geworden, leider 2
Jahre zu spät gewesen. Habe aber trotzdem den unten genannten §2 Abs 2
verinnerlicht, oder wie der Betriebsdienstleher sagte: "Das ist das Verbot
zu rennen. Rennen macht die Fahgäste nur Nervös da sie dann maien daß es
gleich Kracht."
Die Lästereien beziehen sich auch eher auf Wasserkopfbeamte als auf
"Frontschweine" ;-)
--
Gruß Ralf
www.ralf-gunkel.de
alte FV der DB §2 Abs.2 ... Die Mitarbeiter müssen es sich zur Pflicht
machen, die Betriebsvorschriften gewissenhaft zu befolgen und ihren Dienst
mit der dem Wesen des Eisenbahnbetriebs entsprechenden Raschheit, ABER OHNE
ÜBERSTÜRZUNG, auszuführen. ...
Wieso zu spät? AG oder wie?
"Scheidungsopfer" Staat rent sich von Bahn :-)))
Jau, schon 1992 beim Einschreiben zur Laufbahn wusste die Bundesbahn schon
daß sie sich der Beamten entledigen wird und nahm nur noch als
Angeschmierte, äh Angestellte, zur Laufbahnausbildung an.
>Das mit dem Auffallen galt damals auch! Man sollte eben schon wissen, was
>man tut.
Wenn er in Seelze ohne Bremsprobe losgefahren ist, kann es gut sein,
dass er bis zum Unfall nichts gemerkt hat. Ich frage mich halt nur,
wie das überhaupt sein kann, speziell nach Elsterwerda.
Gruß - Reinhard.
--
70086 (52°22,79'N - 009°48,81'E)
>Ich sehe, dass Ihr alle (Jan-Marco, Folke, Ulf, Michael,...) sehr viel
>von Bahntechnik versteht. Mich würde interessieren, wie Ihr denn die
>Aussage bewertet, der Waggon aus Weissrussland, der neben dem mit
>Epichlorhydrin in Flammen aufgegangen ist, sei tatsächlich leer
>gewesen. Immerhin hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen auf
>diesen Waggon ausgeweitet.
>Stefan
Naja, die erste Frage, die sich aufdrängt, ist doch, was denn da
gebrannt haben kann, wenn er leer war.
Leer und Leer ist zweierlei.
Der Waggon kann zwar entleert worden sein, aber dann befinden sich immer
noch Rückstände darin.
Diese können dann wunderbar verdunsten und den Wagen mit Gas "füllen".
Richtig leer ist er erst wenn er nach dem entleeren auch gereinigt wurde.
Da in der Regel nur die Gase brennen ist dann die Chance bei einem "leeren"
Wagen eigentlich größer als bei einem komplett gefüllten die zündfähige
Mischung zu erreichen.
Was war nochmal die Ursache für Elsterwerda? Ach ja, nicht geöffnete
Bremshähne zwischen Lok und Wagenzug und verbaselte Bremsprobe. Noch
Fragen, Zeuser?
Grüße
Marc
--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
>Richtig leer ist er erst wenn er nach dem entleeren auch gereinigt wurde.
Eben, darauf wollte ich hinaus. Ich gehe mal davon aus, dass man einen
leeren, aber nicht gereinigten Tankwagen wie Gefahrgut behandelt.
In der Schiffahrt ist ein "nicht entgaster Tanker" so ziemlich das
Gefährlichste, was es gibt.
Die norwegische Di6, die die Norweger nicht wollten, hat nun bei
SIEMENS Dispolok die Bezeichnung ME26 erhalten.
> > wird diese Abkürzung verwendet, ohne daß sie erklärt
> > wird, und es gibt auch Leuchtmelder oder Störmeldungen
> > (HSM-gestört) ohne Erläuterung. Ausbilder: hat irgendwas mit
> > dem Führerbremsventil zu tun, einfach nur nach dem
Störsuchplan
> > weiterarbeiten...
>
> Schwaches Bild. Dass das der Bremsrechner ist, sollte er schon
> wissen...
Das dürfte aber nur ein Teil des Bremsrechners sein, der die
Funktionen des Führerbremsventil nachbildet. Oder ein
vorgeschaltetes Bauteil, BSG / BCU (Bremssteuergerät / Brake
Control Unit) hats nämlich auch noch eins.
Linienzug-Beeinflussung? Nö!
Linien-Zugbeeinflussung!
Das ganze zu einem Wort zusammenzuschmelzen macht natürlich wenig
Sinn, genau wie Zugbahnfunk. (Zug-Bahnfunk)
Gruß
MM
Leere Wagen können aber auch noch Restgase des vorher drin befindlichen
Stoffes enthalten (z.B. hat ein mit Benzin gefüllter Tankwagen nach dem
Auspumpen noch Restgase von Benzin). Deshalb müssen auch solche leeren Wagen
noch mit Gefahrgutkennzeichnung herumfahren.
--
Gruss * Holger Metschulat
Holger * e-mail: ho...@stellwerke.de, http://www.sgs.wh.tu-darmstadt.de/homer
"Internet-Nutzung ist ein Privileg und kein Recht."
(Rechnerraum-Ordnung an der Uni von 1994)
Es ist sogar so, dass die Gase in einem leeren Behälter noch gefährlicher
sein können als ein gefüllter Tank. Je nach Unfallverlauf. Wenn man wirklich
auf Nummer sicher gehen möchte, dass von einem Tank keine Gefahr mehr
ausgeht, muss man ihn nach dem Entleeren mit Stickstoff füllen. Ist
natürlich bei Waggons nicht praktikabel, aber wenn zum Beispiel Autos in
einer Veranstaltungsstätte ausgestellt werden, muss dort so verfahren
werden. Habe ich selbst schon erlebt. Und danach stinkt es erst mal ganz
fürchterlich doll...
Übrigens, nur so am Rande: Einige Stunt-Koordinatoren haben die
Angewohnheit, den normalen Tank aus dem Fahrzeug auszubauen bzw. ausser
Betrieb zu nehmen und einen ganz kleinen einzubauen, in welchem sich gerade
genug Treibstoff für die paar Sekunden befindet, die sie für den Stunt
brauchen. Ein kleines Detail, kann aber lebenswichtig sein.
Matthias
--
Matthias Köhler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de
Indusi ist immer Indusi und beschreibt die Wirkungsweise
der Einrichtung Lok/Gleismagnet mit 500/1000/2000 Hz!
Pzb90, I54/I60/I80 usw. ist dann die Bauform dieser
Einrichtung auf der Lok mit ihren unterschiedlichen
Wirkungsweisen usw...
--
Mit freundlichen Gruessen, Alfons
_____
\ / | oo| ..:. Alfons Schuerhaus
||__|___| _/ | Alf...@alfons-schuerhaus.de
/________|-|______| 48268 Greven/Westf. Germany
/ o OOOO o o o o ---------------------------
Vielleicht war die ihm mögliche Bremsung zu schwach.
Gruß, ULF
> >> Wer sagt, daß die HL durchgängig war? Durchgehend war sie wohl
> >> schon...
> >
> >Normalerweise ist es hier auch Pflicht, dass Anlegen der letzten
> >Bremse bei der Bremsprobe zu prüfen...
>
> Was war nochmal die Ursache für Elsterwerda? Ach ja, nicht geöffnete
> Bremshähne zwischen Lok und Wagenzug und verbaselte Bremsprobe. Noch
> Fragen, Zeuser?
Wir könnten jetzt nach der Ursache des RoLa-Unglücks in Österreich
fragen...
Gruß, ULF
Und er antwortete auch mich, der ich das Fbv meinte...
> (das ist
> auch nicht an den Rädern, sondern meist irgendwo unten in der
> Mitte). Seine Aufgabe ist es, den Bremszylinderdruck
> entsprechend dem HL-Druck und anderen Parametern (Zuladung,
> Bremsstellung usw.) zu steuern, und ist in jedem Fahrzeug (Tfz
> und Wagen) vorhanden.
Gruß, ULF
Na ja, angelesenes Wissen; viele andere in der NG wissen bedeutend mehr
als ich.
> Mich würde interessieren, wie Ihr denn die
> Aussage bewertet, der Waggon aus Weissrussland,
Polen mit Aufliegerbrücke von weiter östlich?
> der neben dem mit
> Epichlorhydrin in Flammen aufgegangen ist, sei tatsächlich leer
> gewesen. Immerhin hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen auf
> diesen Waggon ausgeweitet.
Wenn Wagen leer sind, können Flüssigkeitsreste enthalten sein, so sie
nicht eine komplette Innenreinigung erfahren haben. Haben schon viele
feststellen müssen, die leere Heizöltanks zu schweißen versuchten.
Gruß, ULF
Habe mal gelesen, daß des öfteren in Behälter mit besonders klebrigen,
aber nicht gefährlichen Stoffen nach dem Entleeren ein Eimer Aceton
geschüttet wird, um später das Reinigen zu erleichtern. Die Dämpfe sind
dann explosiv, aber da das Aceton hier kein Ladegut i.S.d.
Gefahrgutverordnung ist, darf kein "33 / 1090"-Gefahrgutschild an den
Wagen gehängt werden, und eigentlich ist er ja auch leer ...
CMIIW, Gruß Matthias Dingeldein
Er bearbeitet die zuvor funktionierenden Pläne ...
;-))
Uli.
--
Ulrich Maschek
Tel.: 0351/4 63-3 65 39
http://verkehrssicherungstechnik.tu-dresden.de/
Privat: http://maschexx.de
> ...muss man
> ihn nach dem Entleeren mit Stickstoff füllen. Ist natürlich bei
> Waggons nicht praktikabel, aber wenn zum Beispiel Autos in
> einer Veranstaltungsstätte ausgestellt werden, muss dort so
> verfahren werden. Habe ich selbst schon erlebt. Und danach
> stinkt es erst mal ganz fürchterlich doll...
Nach was? Luft?
> Und er antwortete auch mich, der ich das Fbv meinte...
^^^^^^^^^
Auf mich?
[HSM]
> Das dürfte aber nur ein Teil des Bremsrechners sein, der die
> Funktionen des Führerbremsventil nachbildet. Oder ein
> vorgeschaltetes Bauteil
Nein. HSM ist definitiv der Bremsrechner. Das, was das Fbv
nachbildet, nennt sich Relaisventil.
> Das ganze zu einem Wort zusammenzuschmelzen macht natürlich
> wenig Sinn, genau wie Zugbahnfunk. (Zug-Bahnfunk)
Wobei ich mich dann auch frage, was für einen Sinn Zug-Bahnfunk
hat, denn der wird ja auch zum Rangieren benutzt.
> Indusi ist immer Indusi und beschreibt die Wirkungsweise
> der Einrichtung Lok/Gleismagnet mit 500/1000/2000 Hz!
Wir reden ein bisschen aneinander vorbei. Was ich sagen wollte,
ist, dass es die "Punktförmige Zugbeeinflussung", kurz PZB,
gibt. In Deutschland nennt sich das auch "Indusi", in anderen
LÄndern anders.
Die Bauformen in Deutschland sind dann...
> Pzb90, I54/I60/I80
[Björn:]
> Nach was? Luft?
Nein, nach Tankstelle. Weil ja dabei die Restgase aus dem Tank in den Raum
entlassen werden. Höchst unangenehm.
Nicht auf Dich, aber au*f* mich.
Gruß, ULF
>Reinhard Schumacher schrieb:
>>
>> Am Sat, 14 Sep 2002 22:57:04 +0200, schrieb " Folke Brockmann"
>> <Hauptlo...@Chefmail.De>:
>>
>> >
>> >"Reinhard Schumacher" <schr...@web.de> schrieb
>> >> Na und? Seit ich Sonderzugfahrpläne bearbeiten muß, wundert mich da
>> >> gar nichts mehr.
>> >> Reinhard
>> >
>> >Seit dem ich weiß wer Sonderzugfahrpläne bearbeiten muß wundert mich da gar
>> >nichts mehr...
>>
>> Ich *bearbeite* die fertigen Fahrpläne, aber ich *erstelle* sie nicht.
>
>Er bearbeitet die zuvor funktionierenden Pläne ...
Das wäre natürlich der Idealfall. Die meisten Fahrpläne funktionieren
durchaus, aber hin und wieder kommt auch echter Mist aus dem
Drucker... :-(
Da kann es schon mal vorkommen, daß z.B. das Kopfmachen in einem
Bahnhof nicht aufgeführt ist. Oder für die aufgeführte Fahrt gibt es
irgendwo gar keine Weichenverbindungen, oder, oder, oder...
Sowas muß der Fahrplanersteller dann berichtigen.
Um aber das Rätselraten um meine *Bearbeitung* der Fahrpläne
aufzulösen:
Wir bekommen die Fahrpläne aller Sonderzüge, die den Bereich unserer
Niederlassung berühren. Diese Fahrpläne geben wir per Hand in ein
anderes Computer-System ein. Da dienen die Daten
a) der Abrechnung
b) zum Erzeugen der Linien auf dem ZÜ-Monitor.
Punkt b) ist in unserer Niederlassung West nicht mehr ganz so aktuell,
da werden die Daten wohl schon direkt beim Fahrplanerstellen
abgegriffen. In anderen Niederlassungen ist es aber zum Teil noch so.
Wenn ab Fahrplanwechsel EBuLa flächendeckend eingeführt werden soll,
fallen bei uns auch so einige Arbeitsplätze weg.
Reinhard
--
Ich geh kaputt, gehst Du mit?
Ich bewege den Hebel im Führerpult, der angeblich ein
Führerbremsventil sein soll in eine Stellung [HS!M] "Bremsen". Der
Hebel meldet diese Stellung elektrisch an das BSG. Das
Bremssteuergerät ermittelt die Geschwindigkeit des Zuges, und
überlegt sich, welche Bremssysteme denn nun angesteuert werden; es
kommt zum Beispiel zum Ergebnis, daß elektrisch gebremst wird. Das
BSG gibt dann den Auftrag ans ASG, elektrisch zu bremsen, und ans
HSM, eine hübsche Druckabsenkung in der HL zu erzeugen, damit auch
der Zug bremst. Das BSG erfasst die elektrische Bremskraft der
Lok, und sperrt daraufhin die pneumatische Verbindung zwischen
Steuerventil der Lok und Bremszylinder.
Entscpricht diese Schilderung der Aufgabenverteilung der Bauteile
HSM und BSG der Realität?
fragt sich etwas ratlos
Marcus
> Wenn er in Seelze ohne Bremsprobe losgefahren ist, kann es gut sein,
> dass er bis zum Unfall nichts gemerkt hat. Ich frage mich halt nur,
> wie das überhaupt sein kann, speziell nach Elsterwerda.
>
Der Zug von Elsterwerda ist auch nicht OHNE Bremsprobe gefahren. Der
zuständigen Bahnmitarbeiter am Zugende wußte nur leider mit dem Ergebnis,
nämlich daß sich nichts tut, leider nichts anzufangen. Anstatt nach der
Ursache zu suchen, hat er lediglich die Bremsen entlüftet, damit sie lösen
;-(
Gruß Steffen
> > Altenbeken - Soest - Schwerte - Kreuztal - Wetzlar usw. ist
> > elektrifiziert und daher denkbar.
>
> Prinzipiell schon. Für Gz 51219 wäre das aber ein sehr komischer Weg:
> Seelze - Hameln - Warburg - Kassel - Altenbeken - Soest - Schwerte -
> Kreuztal - Wetzlar.
Zudem gibt es auch nördlich Kreuztal oder südlich Siegen irgendwo inzwischen
unterbrochenen Betrieb mit Nachtruhe.
Martin
Ja, nördlich Kreuztal z.B. Finnentrop - Olpe oder Kreuztal -
Erndtebrück.
Südlich Siegen z.B. Betzdorf - Daaden.
SCNR
> Ich bewege den Hebel im Führerpult, der angeblich ein
> Führerbremsventil sein soll
...und es bei der BR101 und 152(?) noch ist...
> in eine Stellung [HS!M] "Bremsen".
Die mehreren Bremsstellungen werden eher mit 1, 2, 3, 4,... usw.
bezeichnet sein.
> Der Hebel meldet diese Stellung elektrisch an das BSG. Das
> Bremssteuergerät ermittelt die Geschwindigkeit des Zuges, und
> überlegt sich, welche Bremssysteme denn nun angesteuert werden;
> es kommt zum Beispiel zum Ergebnis, daß elektrisch gebremst
> wird.
Ich hab nochmal nachgesehen, der Terminus "HSM" wird
gleichermaßen für das ganze (Computer-Brems-) System und für den
Bremsrechner (a.k.a. das Bremssteuergerät?), benutzt.
> Das BSG gibt dann den Auftrag ans ASG, elektrisch zu
> bremsen, und ans HSM, eine hübsche Druckabsenkung in der HL zu
> erzeugen, damit auch der Zug bremst.
Ich würde sagen: Der HSM/BSG steuert das Relaisventil für die
Druckabsenkung an und gibt den 4 ASGs den Auftrag, elektrisch zu
bremsen.
> Das BSG erfasst die
> elektrische Bremskraft der Lok, und sperrt daraufhin die
> pneumatische Verbindung zwischen Steuerventil der Lok und
> Bremszylinder.
...über ein Magnetventil "Vorsteuerung".
> Entscpricht diese Schilderung der Aufgabenverteilung der
> Bauteile HSM und BSG der Realität?
Wenn nach meinen Anmerkungen keiner mehr was dagegen sagt, würde
ich es als offiziell ansehen :-)
[Tank mit N2 füllen]
>> Nach was? Luft?
> Nein, nach Tankstelle.
D'OH! Stimmt ja. ;-)
> Weil ja dabei die Restgase aus dem Tank in den Raum entlassen
> werden. Höchst unangenehm.
Könnte man von Schnüfflern Eintritt verlangen ;-)
Abteilung Kurioses: Der gläserne Zug hatte wohl mal einen Fahrplan, der aus
Richtung Hamm kommend statt nach Schwerte Ruhr fahrdrahtlos über die
Verbindungskurve Abzw. Heide nach Schwerte Ost auf die Obere Ruhrtalbahn
führte. Allgemeine Überraschung - zum Glück ohne Abreißen von
Fahrdrahtteilen oder Stromabnehmer. Das Suchen nach Wechselstrombatterien
;-) in Schwerte Ost ergab wohl keinen Erfolg, daher wurde der Train mit
einer V-Lok wieder in sein elektrisches Revier zurückgezogen.
Grüße
Michael
>Der
>zuständigen Bahnmitarbeiter am Zugende wußte nur leider mit dem Ergebnis,
>nämlich daß sich nichts tut, leider nichts anzufangen. Anstatt nach der
>Ursache zu suchen, hat er lediglich die Bremsen entlüftet, damit sie lösen
>;-(
Oh Mann. Dieses Detail kannte ich noch gar nicht - da frag' ich mich
langsam doch, ob nicht die fachliche Qualifikation von Billigpersonal
bereits akut ein Sicherheitsrisiko darstellt (und unterstelle, dass es
sich bei diesem Mitarbeiter nicht um einen Wagenmeister gehandelt
hat).
Gruß - Reinhard.
--
70086 (52°22,79'N - 009°48,81'E)
Marc Haber schrieb:
> >> Wer sagt, daß die HL durchgängig war? Durchgehend war sie wohl
> >> schon...
> >
> >Normalerweise ist es hier auch Pflicht, dass Anlegen der letzten
> >Bremse bei der Bremsprobe zu prüfen...
>
> Was war nochmal die Ursache für Elsterwerda? Ach ja, nicht geöffnete
> Bremshähne zwischen Lok und Wagenzug und verbaselte Bremsprobe. Noch
> Fragen, Zeuser?
Eine denn doch: Gibt es Hinweise, daß es hier auch so war?
Anders gefragt, gibt es schon Informationen, warum die
Bremse versagte?
Gruß
Knud
> Wenn ab Fahrplanwechsel EBuLa flächendeckend eingeführt werden soll
Aber man hört doch immer wieder daß die Bahn sich aus der Fläche
zurückzieht?!
--
Meint
Folke.B...@Verkehrsplanung.Org
> Wenn ab Fahrplanwechsel EBuLa flächendeckend eingeführt werden soll,
> fallen bei uns auch so einige Arbeitsplätze weg.
Kommt EBuLa jetzt tatsächlich? Wird es dann keine gedruckte La mehr
geben?
--
Grüße aus EKAI!
Klaus-Dieter Gogoll
Den Rangierfunk gab es ja schon länger. In den 70gern wurde die DB
dann gezwungen, auch die Züge mit Funk auszurüsten. Es wurde ein
System gewählt, bei dem Selektivgespräche über eine Zentrale
geführt werden mußten. Die Steckenloks der DB waren und sind auch
heute nicht mit Rangierfunk ausgestattet. Da beim Bespannen eines
Zuges mit der Zuglok für Bremsprobe und Zugvorbereitung recht
viele Gespräche anfallen, wollte man diese aber nicht über die
Selektivrufkanäle und über die Zentrale abwickeln. Daher wurde ein
"offener Wechselsprechkanal" im ZBF-Gerät eingebaut, der
sogenannte "C-Funk; C-Kanal". Der ist weniger zum Rangieren
gedacht (obwohl das natürlich geht, und auch oft gemacht wird),
sondern er war für die Verständigung der Steckenlokomotivführern
mit den Stellwerkern und dem örtltlichen Personal von
Zugbildungsbahnhöfen oder Zugbehandlungsbahnhöfen vorgesehen. Also
auch Kommunikation im Zusammenhang mit Zugfahrten.
Teststrecke für den ZBF war damals die Strecke Köln-Aachen. Der
Testbetrieb wurde damals fast unverändert in den Regelbetrieb
umgewandelt, Erfahrungen, die im Testbetrieb gesammelt wurden,
gingen kaum in den Regelbetrieb ein. Lediglich das "Anmelden" bei
Einfahrt in einen anderen Funkbereich wurde gestrichen.
>vReinhard Schumacher <schr...@web.de> wrote:
>
>> Wenn ab Fahrplanwechsel EBuLa flächendeckend eingeführt werden soll,
>> fallen bei uns auch so einige Arbeitsplätze weg.
>
>Kommt EBuLa jetzt tatsächlich? Wird es dann keine gedruckte La mehr
>geben?
Es sieht so aus. Jedenfalls wird bei uns fieberhaft daran gearbeitet,
die Buchfahrpläne anzupassen und in die Computer einzugeben.
> Den Rangierfunk gab es ja schon länger. In den 70gern wurde die
> DB dann gezwungen, auch die Züge mit Funk auszurüsten.
Vorher warens nur Handgeräte? Oder waren nur die Rangiertfz damit
ausgerüstet?
> Es wurde
> ein System gewählt, bei dem Selektivgespräche über eine
> Zentrale geführt werden mußten. Die Steckenloks der DB waren
> und sind auch heute nicht mit Rangierfunk ausgestattet. Da beim
> Bespannen eines Zuges mit der Zuglok für Bremsprobe und
> Zugvorbereitung recht viele Gespräche anfallen, wollte man
> diese aber nicht über die Selektivrufkanäle und über die
> Zentrale abwickeln. Daher wurde ein "offener
> Wechselsprechkanal" im ZBF-Gerät eingebaut, der sogenannte
> "C-Funk; C-Kanal". Der ist weniger zum Rangieren gedacht
> (obwohl das natürlich geht, und auch oft gemacht wird),
So hab ichs bis jetzt auch immer erlebt... :-)
> sondern
> er war für die Verständigung der Steckenlokomotivführern mit
> den Stellwerkern und dem örtltlichen Personal von
> Zugbildungsbahnhöfen oder Zugbehandlungsbahnhöfen vorgesehen.
> Also auch Kommunikation im Zusammenhang mit Zugfahrten.
Der "Ortskanal" eben
> Teststrecke für den ZBF war damals die Strecke Köln-Aachen. Der
> Testbetrieb wurde damals fast unverändert in den Regelbetrieb
> umgewandelt, Erfahrungen, die im Testbetrieb gesammelt wurden,
> gingen kaum in den Regelbetrieb ein. Lediglich das "Anmelden"
> bei Einfahrt in einen anderen Funkbereich wurde gestrichen.
Man lernt ja immer was dazu :-)
...dann müssen die Bfpl aber ganz schön angepaßt werden damit die in die
Schächte der Computerlaufwerke eingegeben werden können...,
die La's sind ja dünner und damit dürfte es einfacher sein... ;-))
--
Meint Tf-Brocki aus EWAT
Um Lokführer zu erschlagen muß man sie nicht erst anpassen... :-)
Auch als Beamter bin ich 1999 noch zur Ausbildung zum Tf angenommen worden!
;-))
--
Gruß Folke aus Wattenscheid
http://home.t-online.de/home/efwitten/efwa0196.htm (=EFW-Zf)
ex Rl Ostberg EBLA,
Zugansager EBO u. EWAN,
Zugabfertiger Hamm Rbf HRO,
Ww EDOB, Fs/Zs/Zf EHG EDO,
ö.A. EDOB EBO EWAN EGE,
Fdl EWAT EBOG EBO EBLA usw.,
z. Zt. Tf - demnächst ???
Die V60 und V90 hatten und haben fest eingebaute
Rangierfunkgeräte. Die Privatbahnen verwenden meist
Handfunkgeräte, die in eine Wandhalterung eingeklipst werden. Das
ist gerade bei Loks mit Funkfernsteuerung die bessere Technik, da
brauch ich nicht noch ein weiteres Handfunkgerät, wenn ich die Lok
fernsteuere.
>
>"Ralf Gunkel" <ralf....@t-online.de> schrieb
>> Jau, schon 1992 beim Einschreiben zur Laufbahn wusste die Bundesbahn schon
>> daß sie sich der Beamten entledigen wird und nahm nur noch als
>> Angeschmierte, äh Angestellte, zur Laufbahnausbildung an.
>
>Auch als Beamter bin ich 1999 noch zur Ausbildung zum Tf angenommen worden!
>;-))
Und Du glaubst gar nicht, welche Mühen uns und DB-Netz das gekostet
hat, DB-R&T zu überreden, Dich doch bitte, bitte, bitte zu nehmen.
:-))
> Und Du glaubst gar nicht, welche Mühen uns und DB-Netz das gekostet
> hat, DB-R&T zu überreden, Dich doch bitte, bitte, bitte zu nehmen.
...aber es hat mich doch sehr beunruhigt daß ich erst gehen durfte als "2"
Angestellte als Nachfolger für mich ausgebildet waren! ;-))
--
Gruß Folke aus Wattenscheid
http://home.t-online.de/home/efwitten/efwa0196.htm (=EFW-Zf)
ex Rl Ostberg EBLA,
Zugansager EBO u. EWAN,
Zugabfertiger Hamm Rbf HRO,
Ww EDOB, Fs/Zs/Zf EHG EDO,
ö.A. EDOB EBO EWAN EGE,
Fdl EWAT EBOG EBO EBLA usw.,
z. Zt. Tf (Urlaub bis 24.09.)
>
>"Reinhard Schumacher" <schr...@web.de> schrieb
>
>> Und Du glaubst gar nicht, welche Mühen uns und DB-Netz das gekostet
>> hat, DB-R&T zu überreden, Dich doch bitte, bitte, bitte zu nehmen.
>
>...aber es hat mich doch sehr beunruhigt daß ich erst gehen durfte als "2"
>Angestellte als Nachfolger für mich ausgebildet waren! ;-))
Ist doch klar, 2 Leute füllen eine Lücke besser aus als einer. So wird
wirksam verhindert, daß Du eine Lücke zum Zurückschlüpfen findest.
Reinhard
P.S. Da das hier absolut offtopic ist, lass uns das hiermit beenden
> >...aber es hat mich doch sehr beunruhigt daß ich erst gehen durfte als
"2"
> >Angestellte als Nachfolger für mich ausgebildet waren! ;-))
> Ist doch klar, 2 Leute füllen eine Lücke besser aus als einer. So wird
> wirksam verhindert, daß Du eine Lücke zum Zurückschlüpfen findest.
> P.S. Da das hier absolut offtopic ist, lass uns das hiermit beenden
Weil da ein gewissser ex.-Fdl R. S. ist der nicht hören möchte daß seine
volumenmäßige "Lücke" nur mit 4 "Neuen" aufzufüllen war, aber im
Stw-Kühlschrank soll wieder mehr Platz sein...
ENDE
Reinhard Schumacher schrieb:
> Am Tue, 17 Sep 2002 22:16:03 +0200, schrieb Klaus-Dieter Gogoll:
> >
> >Kommt EBuLa jetzt tatsächlich? Wird es dann keine gedruckte La mehr
> >geben?
>
> Es sieht so aus. Jedenfalls wird bei uns fieberhaft daran gearbeitet,
> die Buchfahrpläne anzupassen und in die Computer einzugeben.
>
Mein letzter Stand wart, daß Ebula kommt, allerdings nur als
Ebu ohne La. Also keine Aktualisierung und Sonderzugfahrzeiten.
Hat man diese Problem doch im Griff?
MfG
Knud