Gruss Peter
Deiner E-Mail mit *.ch nach gehe ich davon aus das du nicht die
deutsche/österreichische INDUSI sondern die Schweizer Zugsicherung Signum
bzw ZUB meinst.
In der Schweizer Eisenbahn Revue 8-9/2002 war in einen Artikel über die ETCS
Teststrecke (Sempach-Zofingen). Überschrift "Anhaltende Störungen beim
FSS-Versuchsbetrieb". Auf Seite 379 (seit Jahresanfang durchgehend
numeriert) heiße es, Zitat:
"- In Gütsch (Luzern), in Lenzburg, aber auch an zahlreichen anderen Orten
im ganzen SBB-Netz ergaben sich Konflikte zwischen den Frequenzbändern des
ETCS und des Zugbeeinflussungssystems ZUB. Die Gleiskoppelspulen des ZUB
strahlen relativ breitbandig ab. Vor allem die fünfte Harmonische des
ZUB-Signals trifft ins ETCS-Spektrum und löst auf vorbeifahrenden Fahrzeugen
mit aktiven ETCE Bremsungen aus. Dies geschieht im ganzen Netz, also nicht
nur auf der eigentlichen Versuchsstrecke, weil die Empfänger immer aktiv
sind, und ist störend, hat aber oft keine Verspätungen zur folge. Zur Zeit
wird versucht, durch den Einbau von Bandpassfiltern in die
ZUB-Gleiskoppelspulen das Problem dieser "Phantombalisen" zu lösen."
Hoffe damit ein wenig geholfen zu haben.
Irgendwo las ich auch etwas mit Problemen mit SIGNUM-"Magneten" aber kann es
nicht finden.
--
Gruß Ralf
www.ralf-gunkel.de
alte FV der DB §2 Abs.2 ... Die Mitarbeiter müssen es sich zur Pflicht
machen, die Betriebsvorschriften gewissenhaft zu befolgen und ihren Dienst
mit der dem Wesen des Eisenbahnbetriebs entsprechenden Raschheit, ABER OHNE
ÜBERSTÜRZUNG, auszuführen. ...
Aus eigener Erfahrung kenne ich nur das ansprechen mit "Warnung", "Halt"
sollte aber eigentlich auch möglich sein. Besonders häufig geschieht dies
tatsächlich bei Baustellen (bereitliegende Schienen oder auch Werkzeug) kann
aber auch bei Weichen vorkommen (magnetisiertes Herzstück). Manchmal
passierts auch ohne ersichtlichen Grund.
--
michael rudolf, konradstrasse 77, 8005 zürich, michael...@smile.ch
OT-Frage: wie magnetisiert sich das Herzstück? Habe ich bisher noch nie
gehört.
MFG Michi
--
Das Schlimme ist, dass es vereinzelte Desperados unter den Fahrern
gibt, die ihre Mühle auch durch den Schnee prügeln - und wenn man dann
pünktlich zu den üblichen Verspätungszeiten am Bahnsteig erscheint,
hat man einfach Pech. (Jakob Krieger in muc.verkehr)
--
Gruß Ralf
www.ralf-gunkel.de
"Die Bahn hat keine Lobby, sie hat nur Fans." H.Dürr
Was? Solche Ströme gehen da durch? Zeugt das nicht eher von mangelhafter
Rückleitung?
> verglühen) kann sich da schon ggf. Magnetismus aufbauen. Ein Herzstück ist
> schließlich auch nur ein rieser Klumpen Eisen.
Ja natürlich. Aber ob die Ströme a)so stark und b) so gerichtet durchgehen
können, daß das Herzstück dauerhaft magnetisiert wird?
> Ja natürlich. Aber ob die Ströme a)so stark und b) so gerichtet
> durchgehen können, daß das Herzstück dauerhaft magnetisiert
> wird?
Vor allem frag ich mich, ob die Remanenz von diesem Stahl so groß
ist.
--
Björn
"Remember: The Force will be with You. Always."
> > verglühen) kann sich da schon ggf. Magnetismus aufbauen. Ein Herzstück
ist
> > schließlich auch nur ein rieser Klumpen Eisen.
>
> Ja natürlich. Aber ob die Ströme a)so stark und b) so gerichtet durchgehen
> können, daß das Herzstück dauerhaft magnetisiert wird?
>
Wundert mich auch. Aber ggf. "steter Tropfen höhlt den Stein" ?
Andreas
Nicht eines in jede Hand nehmen?
> Wundert mich auch. Aber ggf. "steter Tropfen höhlt den Stein" ?
Oder - Achtung, neue Theorie - Magnet- bzw. Wirbelstrombremsen?
Wenn du in den Darvin Arward aufgenommen werden willst, ja. ;-)
Nee im Ernst gerade in der nähe von Unterwerken fließen nicht gerade
unerhebliche Ströme in den Schien. Wenn man die leitung unterbricht sucht er
sich zwar einen anderen Weg aber wennd er duch den Arm bequemer ist....
Wenn man den Drosselstoß vor dem Anschrauben der Seile an der Drossel nicht
Überbrückt kann es schon sein das das Gewinde am Ar... ist von den
Überschlägen Schraube-Bolzen.
Tut nich unbedingt Not ;-)
> Wenn man den Drosselstoß vor dem Anschrauben der Seile an der Drossel
> nicht Überbrückt kann es schon sein das das Gewinde am Ar... ist von den
> Überschlägen Schraube-Bolzen.
Ausgeglüht? Heidenei...
Habe ich auch nicht angenommen.
>
> > Wenn man den Drosselstoß vor dem Anschrauben der Seile an der Drossel
> > nicht Überbrückt kann es schon sein das das Gewinde am Ar... ist von den
> > Überschlägen Schraube-Bolzen.
>
> Ausgeglüht? Heidenei...
>
Nee, nicht ausgeglüht. Wenn du mit der Schraube in die Nähe des Gewindes
kommst kann der Überschlag das Gewinde beschädigen (Funkenerodieren gibt es
auch als richtige Technik zur Metallbearbeitung). Vgl. Neme einen
Märklintrafo, drehe ihn voll auf und führe die Drähte zusammen. Dann
schmilzt ja auch ein Wenig Drat beim Überschlag ab. Genau so ist das dann
auch mit der Schraube und dem Gewinde im Bolzen.
Aber die Schraube ist doch etwas größer!?!
Größer als bei Märklinsteckern
Gleich brauch ich ein fup zur Modellbahn-Fraktion :-)
Pro Schiene je 2 Seile (Daumendick, müsste so um die 70mm^2 sein) welche mit
je 2 M10er Schrauben an der Drossel befestigt werden. Also 8 Seile. Laut VDE
kann man ein 70mm^2 Kabel/Seil mit 165A belasten. Aber das ist heir eher
weniger der Fall.
Mit Tribrückstrom und ERdung kenne ich mich weniger aus. Dafür sind die
Kollefgen von der Fahrleitung zuständig. Mein Bereich endet "in" der
Drossel. Von den Anschlußseilen habe ich die finger zu lassen.
Ist die Drossel kaputt arbeitet sozusagen vorne der E- und hinten der
LST-Dienst.
Ja, logo. Aber ist der Strom auch soviel größer?
> Gleich brauch ich ein fup zur Modellbahn-Fraktion :-)
Ich auch :-)
> Mit Tribrückstrom und ERdung kenne ich mich weniger aus. Dafür sind die
> Kollefgen von der Fahrleitung zuständig. Mein Bereich endet "in" der
> Drossel. Von den Anschlußseilen habe ich die finger zu lassen.
Wie, "in der Drossel"? Ist die Drossel jetzt für die Signaltechnik oder für
Fahrstrom wichtig?
Mannomann, das sind aber Beamten, bevor da einer was anlangt, müssen erstmal
die Zuständigkeiten geklärt werden :-)
> Ist die Drossel kaputt arbeitet sozusagen vorne der E- und hinten der
> LST-Dienst.
Und was kommt raus? ;-)
MFG Michi
P.S.:Subject repariert
> > Mit Tribrückstrom und ERdung kenne ich mich weniger aus. Dafür sind die
> > Kollefgen von der Fahrleitung zuständig. Mein Bereich endet "in" der
> > Drossel. Von den Anschlußseilen habe ich die finger zu lassen.
>
> Wie, "in der Drossel"? Ist die Drossel jetzt für die Signaltechnik oder
für
> Fahrstrom wichtig?
> Mannomann, das sind aber Beamten, bevor da einer was anlangt, müssen
erstmal
> die Zuständigkeiten geklärt werden :-)
>
Hat auch was mit Arbeitssicherheit zu tuen.
Also da unser Fachdienst die unangenehme eigenart hat von der Bm (Oberbauer)
"Löcher" in die Schienen zu Schneiden und Isostöße reinpappen zu lassen
konuriert das mit der Idee der Oberleitungsleute denen viele durchgehende
Schienen für die Triebrückstromführung am liebsten ist.
Im Bahnhof ist das halb so wild. Da gibt es in der Regel genug durchgehende
Gleise so das die eine Erdscheine ausreicht um die Erd-/Rückströme
abzuleiten.
Auf den Ein-/Ausfahrabschniten bzw allgemein auf der freien strecke
(Selbstblocksignale) wären dann nur noch 2 durchgehende Erdschienen übrig
und die würde zu Problemen führen sowohl in der Rückführung E-Technisch als
auch bei uns da dann die Störströme im Gleiskreis zu hoch würden.
So baut man halt eine Drossel ein. Man unterbricht das Gleis in beiden
Schienen und schließt die Gleise via der Drossel über die stöße kurz. Die
Drossel ist natürlich so abgestimmt daß sie nur die 16,7Hz frei Toben lässt
und die 100Hz der Gleiskreise nicht "überschwappen" können. Sonst bräuchte
man auch den ganzen Zinober nicht.
Eine Zeichnung der Schalung hier in der NG ist ein wenig zu aufwändig.
> > Ist die Drossel kaputt arbeitet sozusagen vorne der E- und hinten der
> > LST-Dienst.
>
> Und was kommt raus? ;-)
>
Eine neue funktionierende Drossel.
Vorne der "Starkstromer", hinten der "Depp vom Signaldienst" mit seinen 220
bzw 40V.
Aaaahhh, jetzt kapier ich, wofür man die Drossel überhaupt braucht!
Demnach gibts bei Az keine Drosseln mehr?
> Eine Zeichnung der Schalung hier in der NG ist ein wenig zu aufwändig.
[X] Send Pix ;-)
MFG Michi
Hier M 18 wimre, bei der Fernbahn je ein Seil mit 70 mm^2 pro Schiene,
bei der S-Bahn je 2 x 120 mm^2 also vier Seile an der Drosselmitte - gut
für max 4000 A (kurzzeitig).
> Mit Tribrückstrom und ERdung kenne ich mich weniger aus. Dafür sind die
> Kollefgen von der Fahrleitung zuständig. Mein Bereich endet "in" der
> Drossel. Von den Anschlußseilen habe ich die finger zu lassen.
Hmm, wär' mir neu wenn das hier jetzt auch so ist, will ich aber nicht
ausschließen. Bei der DR gehörten die Anschlußseile, Diagonalverbinder
etc. den Signalern, die Drossel - eigentlich ein Trafo - sowieso, und
nur die Schienenlängsverbinder für normale Schienenstöße der
Stromschienenfraktion.
Früher waren die Drosselseile in die Anschlußbolzen eingelötet, was bei
etwas Übergangswiderstand Bolzen/Schiene schon mal dazu führen konnte,
daß sich das Seil wieder auslötete. U.a. deshalb ging man dann dazu über
das Seil im Bolzenkopf einzuquetschen, was aber nur im Werk gemacht
werden sollte. Hatte den Haken, daß man sich Sonderlängen nicht mehr
selbst anfertigen konnte.
Gruß
Steffen
--
sb...@blocksignal.de
eMail ans from geht ungelesen nach /dev/tonne
Für beide. Verursacher ist aber die Signaltechnik, da
NF-Gleisstromkreise nun mal nicht ohne Isolierstöße arbeiten können.
Versuchen wir's mal mit etwas ASCII:
_
------------------o--|--o----------------
____ | | ____
O|U U|O
Speisung -> O|U_____U|O -> weiterer Trafo
O|U U|O u. Gleisrelais
____O|U U|O____
| _ |
------------------o--|--o----------------
O: Oberspannungswicklung
U: Unterspannungswicklung
Das Ganze ist ein doppelter Drosselstoß mit zwei Drosseln. Beim Übergang
von zei auf einschienige Isolierung kommt man mit einer Drossel aus.
Der Triebrückstrom induziert keine Spannung auf der Oberspannungssseite,
weil er die beiden Hälften der Unterspannungsseite gegensinnig
durchfließt, wodurch sich die erzeugten Felder aufheben. Außerdem
arbeiten die Gleisreleis frequenzselektiv, d.h. die 16 2/3 führen nicht
zum Anzug weil die Betriebsfrequenz des Gleisstromkreises abweichend
gewählt wird.
Versuchen wir's mal mit etwas ASCII:
_
------------------o--|--o----------------
____ | | ____
O|U U|O
Speisung -> O|U_____U|O -> weiterer Trafo
O|U U|O u. Gleisrelais
____O|U U|O____
| _ |
------------------o--|--o----------------
O: Oberspannungswicklung
U: Unterspannungswicklung
Das Ganze ist ein doppelter Drosselstoß mit zwei Drosseln. Beim Übergang
von zwei- auf einschienige Isolierung kommt man mit einer Drossel aus.
Einschienig werden üblicherweise z.B. Weichen isoliert.
Da ist nichts abgestimmt, also kein Schwingkreis vorhanden. Es
funktioniert auch bei Gleichstrombahnen. Das ist nichts weiter als ein
Trafo, der auf der Gleiswicklung nur vier Windungen (wimre) entsprechend
bemessenen Querschnitts hat. Daher ist Drossel eigentlich falsch,
trotzdem aber Sprachgebrauch in diesem Fachgebiet.
Ergänzung: Manche Bauarten Gleisstromkreise haben auf der Relaisseite
einen einem Teil der Oberspannungswicklung der Drossel
parallelgeschalteten Kondensator, der mit der Wicklung einen
Resonanzkreis bildet. Das zieht hier die Spannung hoch, sonst würde das
Gleisrelais nicht mehr anziehen und ermöglicht es so, den
Gleisstromkreis mit niedrigerer Leistung zu speisen.
> Der Triebrückstrom induziert keine Spannung auf der Oberspannungssseite,
> weil er die beiden Hälften der Unterspannungsseite gegensinnig
> durchfließt, wodurch sich die erzeugten Felder aufheben. Außerdem
Wo fließt denn da jetzt was rein? Ich sehe hier 2 "Transformatoren", die so
gegeneinandergeschaltet sind, daß hinten wohl wieder das rauskommt, was man
vorne reinsteckt.
Wo werden denn da die Schienen angeschlossen, bzw. welche Seite ist Kreis A
(oder "links") und was Kreis B (oder rechts)?
> arbeiten die Gleisreleis frequenzselektiv, d.h. die 16 2/3 führen nicht
> zum Anzug weil die Betriebsfrequenz des Gleisstromkreises abweichend
> gewählt wird.
Wie siehts mit Oberwellen von 16 2/3 aus?
Nein, eben nicht, weil diese beiden nur über den Mittenverbinder, also
einpolig miteinander verbunden sind. Dieselbe Anordnung sei meinetwegen
einen Kilometer weiter nocheinmal im Gleis und die Züge fahren von links
nach rechts. Die Speisung am nächsten Stoß bewirkt eine Spannung
zwischen den beiden Schienen, die an diesem Stoß zum Anzug des
Gleisrelais führt. Am nächsten Stoß ist wiederum das Gleisrelais des
darauffolgenden Gleisstromkreises angeschlossen. Sobald sich eine
Fahrzeugachse zwischen diesem und dem nächsten Stoß befindet fällt das
Gleisrelais an diesem Stoß ab. Die Speisung der Abschnitte erfolgt dabei
i.d.R. entgegen der Fahrtrichtung, damit man das Gleisrelais dort hat wo
die Frei-/Besetztmeldung benötigt wird.
> Wo werden denn da die Schienen angeschlossen, bzw. welche Seite ist Kreis A
> (oder "links") und was Kreis B (oder rechts)?
In der Skizze sollen die Strichellinien die Schienen darstellen, die
kleinen o die Anschlußbolzen. Zwischen den kleinen o befinden sich
jeweils der Isolierstoß in der Schiene. Der im Idealfall symmetrisch
über beide Fahrschienen ankommende Triebrückstrom fließt über die beiden
Hälften der einen Unterspannungswicklung, über den Mittenverbinder und
die beiden Hälften der Unterspannungswicklung der anderen Drossel am
gleichen Stoß wieder in die beiden Fahrschienen. Die dadurch in den
Drosseln induzierten Felder heben sich wie gesagt gegenseitig auf und
werden daher auf der Oberspannungsseite der Drossel nicht wirksam. Am
nächsten Stoß wiederholt sich das, bis er mal am Unterwerk angekommen
ist.
> Wie siehts mit Oberwellen von 16 2/3 aus?
Kritisch sind die ungeraden Vielfachen, d.h. bei 16 2/3 das dritte,
fünfte usw. Vielfache der Grundfrequenz. Die wirken sich aber um so
weniger aus, je höher die Oberwelle ist. Bei 16 2/3 kann man also den
Gleisstromkreis mit z.B. 100 Hz betreiben, weil das das sechsfache, also
ein gerades Vielfaches der Störfrequenz ist. Bei der Berliner S-Bahn
werden deswegen heutzutage meist 42 Hz für die (NF-) Gleisstromkreise
verwendet, da dem Gleichstrom der S-Bahn infolge der Gleichrichtung 100
Hz und Vielfache davon überlagert sind. Dieses Problem führte auch zur
Ablösung der hiesigen Sv-Signale, deren Gleisstromkreise mit 50 Hz, eben
dem dreifachen von 16 2/3 betrieben wurden und daher nicht mehr parallel
zu elektrifizierten Ferngleisen betrieben werden konnten.
Danke, das wollte ich wissen. Damit ist die zeichnung um einiges klarer.
> weniger aus, je höher die Oberwelle ist. Bei 16 2/3 kann man also den
> Gleisstromkreis mit z.B. 100 Hz betreiben, weil das das sechsfache, also
> ein gerades Vielfaches der Störfrequenz ist. Bei der Berliner S-Bahn
Kommt es nicht trotzdem zu Störungen? Ich würde als Kreisfrequenz halt etwas
wählen, das überhupt keine Oberwelle ist - z.B. 90 Hz.
> Ablösung der hiesigen Sv-Signale, deren Gleisstromkreise mit 50 Hz, eben
> dem dreifachen von 16 2/3 betrieben wurden und daher nicht mehr parallel
> zu elektrifizierten Ferngleisen betrieben werden konnten.
Interessant zu wissen :-)
Wie sollte man zur Entstehungszeit der 100Hz Gleisfreimeldetechnik
90Hz *wirtschaftlich*, auch mit Notstromaggregaten, erzeugen?
Störungen durch Oberwellen von el. Heizung bzw. Fahrleitung habe ich
nicht erlebt. Es sei denn es wurde mal die Fahrleitung an der
isol. Schiene (Phasenschiene) geerdet;-)
Grüsse
Frank
Frequenzumrichter :-P
Wie hat man denn die 100Hz erzeugt?
> nicht erlebt. Es sei denn es wurde mal die Fahrleitung an der
> isol. Schiene (Phasenschiene) geerdet;-)
Nennt man das dann überhaupt noch Erdung? ;-)
In der DDR, jedenfalls für die DR nicht verfügbar :-(
> Wie hat man denn die 100Hz erzeugt?
Für kleinere Leistungen mit Einankerumformern, für größere mit einem
(oder mehreren) Motor-/Generatorsatz, bei dem ein Getriebe mit
entsprechendem Übersetzungsverhältnis zwischengeschaltet war.
DDR-Mikroelektronik konnte das nicht bauen?
> Für kleinere Leistungen mit Einankerumformern, für größere mit einem
> (oder mehreren) Motor-/Generatorsatz, bei dem ein Getriebe mit
> entsprechendem Übersetzungsverhältnis zwischengeschaltet war.
Warum hätte man denn dann nicht auch 90 Hz erzeugen können? Getriebe etwas
ändern, fertig.
> > Mit Tribrückstrom und ERdung kenne ich mich weniger aus. Dafür sind die
> > Kollefgen von der Fahrleitung zuständig. Mein Bereich endet "in" der
> > Drossel. Von den Anschlußseilen habe ich die finger zu lassen.
>
> Hmm, wär' mir neu wenn das hier jetzt auch so ist, will ich aber nicht
> ausschließen. Bei der DR gehörten die Anschlußseile, Diagonalverbinder
> etc. den Signalern, die Drossel - eigentlich ein Trafo - sowieso, und
> nur die Schienenlängsverbinder für normale Schienenstöße der
> Stromschienenfraktion.
Tja, wieder mal ein Unterscheid DR - DB
Generatoren mit doppelter Zahl der Polpaare.
Sowohl bei Motorgeneratoren als auch bei den
Notstromaggregaten.
Neben den 16 2/3 Hz spielten ja auch noch die 22Hz
der el. Zugheizung bei Dieseltraktion eine Rolle.
>
> Nennt man das dann überhaupt noch Erdung? ;-)
>
Sicherungstechnisch dank Spannungsdurchschlagssicherung
schon, fahrleitungsmäßig eher nicht.
Grüsse
Frank
Soll ja auch kein Bandpaß sein. Ich habe mal eine Lok dazugemalt und links
ein nicht-isoliertes Gleis draus gemacht.
Der Triebstrom fließt durch den Stromabnehmer und den Motor zur Achse. Hier
teilt sich der Strom gleichmäßig über beide Räde und Schienen auf (in jeder
Schiene fließt jetzt der halbe Strom).
In der Spule werden die beiden Schienen miteinander verbunden. Der Strom von
der oberen Schiene fließt in der umgekehrten Richtung durch die Spule als
der von der unteren Schiene. Da die Ströme gleich groß sind und die Spule
symmetrisch gewickelt ist, heben sich die Magnetfelder gerade auf.
Der Gleiskreisstrom fließt jedoch immer komplett in der einen oder anderen
Richtung durch die Spule und wird dadurch nicht kompensiert.
Diese Technik wird (natürlich etwas kleiner dimensioniert) in alten
Telefonen gebraucht, damit die eigene Sprache nicht im eigenen Hörer zu
hören ist. Außerdem nutzt man das in der Beschallungstechnik, um über die
Mikrofonleitung auch die Versorgungsspannung zu führen. Dort heißt das ganze
"Phantomspeisung".
--
Gruss * Holger Metschulat
Holger * e-mail: ho...@stellwerke.de, http://www.sgs.wh.tu-darmstadt.de/homer
"Internet-Nutzung ist ein Privileg und kein Recht."
(Rechnerraum-Ordnung an der Uni von 1994)
Msit! Warum bin ich da nicht eher draufgekommen?
Jetzt ist mir das ganze klar, mit der Phantomspeisetechnik bin ich vertraut.
Danke für die Aufklärung :-)
Hmm, was ist das? Siemens, Lorenz? Bei den Vorkriegs- und WSSB-Bauarten
sind die Kondensatoren nicht in der Drossel untergebracht.
Lorenzdrosseln sind einfach ein Betonblock mit Anschlußbolzen.
Größe ca. eines Kabelsteins 20x20x60 in dem Dreh rum.
Kein Trafo, kein Öl, nur Beton und 4 Stück Metall. Tja Lorenz halt.
Hängt scheinbar auch damit zusammen das Lorenzgleiskreise andere
"Auswerteeinheiten" haben. Röhre statt Motorrelais.