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wie kann ich einen Zug stoppen?

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Uwe Klein

unread,
May 4, 2002, 6:20:11 AM5/4/02
to
Manfred Gebert schrieb:
>
[PKW auf Gleis, PKW durch Zug geschrottet]

> Nun meine Frage:
>
> Gibt es andere Stellen, die telefonisch 100% erreicht werden können, die
> solche Strecken auch _sofort_ sperren können? (Könnte ja sein das sich auch
> mal ein VU auf dem Bahnübergang ereignet, bei dem die Personen nicht so
> schnell aus dem KFZ zu retten sind)

Im Prinzip ja.
Zustaendig fuer Zugfahrten sind in der Regel die Fahrdienstleiter [Fdl].
Diese koennen einen Zug stellen, wenn dazu die Moeglichkeit besteht.
D.h. zwischen der Unfallstelle und dem Zug befindet sich ein Signal
welches 'Halt' signalisieren kann oder eine besetzte Betriebsstelle
deren Mitarbeiter den Zug mittels des Kreissignals stellen koennen. Eine
weitere Moeglichkeit ist der Zugbahnfunk, ueber den der Lokfuehrer
erreicht werden kann. Sollten diese Moeglichkeiten nicht zur Verfuegung
stehen wird es zu einer Kollision kommen. :-(

Der zustaendige Fdl kann ueber den Notfallmanager der DBAG oder mittels
Streckenfernsprecher erreicht werden.

> Oder andere Möglichkeiten? Ein Bahn-Mitarbeiter hat mir mal erzählt, wenn
> Gleise elektrisch verbunden werden (Draht, o.ä), daß ein sofortiges Anhalten
> der Züge auf dieser Strecke zur Folge hat. Ausprobiert hab ich das natürlich
> auch noch nie... Funktionierts?

Prinzipell _kann_ das funktionieren. Voraussetzung ist, das die Strecke
ueber eine Gleisfreimeldung verfuegt. Ob aber das dazugehoerige Signal
von der Fahrt- in die Haltstellung zurueckfaellt kann ich nicht sagen.

Da dies aber nichts mehr mit Notfallrettung im engeren Sinne zu tun hat,
erlaube ich mir ein xp&fup nach deb.et

Gruss
Uwe

Matthias Dingeldein

unread,
May 4, 2002, 6:42:47 AM5/4/02
to
Uwe Klein schrieb:
>
> Manfred Gebert schrieb:
> >
[Möglichkeiten, einen Zug im Notfall zu stellen]

Wenn zwei Sh2-Scheiben zu Verfügung stehen, zwei Leute in beide
Richtungen losschicken und die Sh2-Scheiben im Bremswegabstand
(400/700/1000m) vor der Unfallstelle ins/neben das Gleis stellen
(evtl. improvisieren: angemalte Pappkartons, rot geblendete
Taschenlampen, evtl. (falls sowas in der Nähe rumliegt)
2000-Hz-Magnete/Prüfbleche ins Gleis legen, Leute mit Fahnen
losschicken -> Kreissignal geben...)

Wer weiß nochwas?

Gruß, Matthias Dingeldein

Matthias Dingeldein

unread,
May 4, 2002, 6:47:55 AM5/4/02
to

Matthias Dingeldein schrieb:

>
> Uwe Klein schrieb:
> >
> > Manfred Gebert schrieb:
> > >
> [Möglichkeiten, einen Zug im Notfall zu stellen]
[...]

> Wer weiß nochwas?
>
> Gruß, Matthias Dingeldein

PS: Was passiert, wenn man den LZB-Leiter manipuliert?
[ ] Zwangsbremsung sofort
[ ] Zwangsbremsung beim Überfahren
[ ] Fehlermeldung auf der Lok/im Stellwerk
[ ] sonstiges, nämlich: __________________

Michael Greger

unread,
May 4, 2002, 6:49:57 AM5/4/02
to
"Uwe Klein" <uwe.kle...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ab0com$h2$3...@news.kdt.de...

> Prinzipell _kann_ das funktionieren. Voraussetzung ist, das die Strecke
> ueber eine Gleisfreimeldung verfuegt. Ob aber das dazugehoerige Signal

Ich weiß nicht, ob ein Draht dazu ausreicht, ich würde eher eine Eisenstange
oder ein Starthilfekabel nehmen. Bei Gleisfreimeldung über ganz normale
Gleisstromkreise sollte dann sofort der Abschnitt beim Fdl rot werden...

> von der Fahrt- in die Haltstellung zurueckfaellt kann ich nicht sagen.

...und damit auch das Signal auf Halt zurückfallen - schließlich ist auf
einmal ein Abschnitt einer gestellten Fahrstraße belegt und damit
möglicherweise ein Hindernis im Gleis. Beispiel wäre ein abgestellter
Waggon, der sich selbständig macht und irgendwie auf eine Weiche kommt
(stumpf), die für eine andere Fahrstraße gestellt wurde. Damit wird die
Weiche sofort als besetzt gemeldet --> Hp0.

Eine andere Möglichkeit zumindest bei elektrishcem Betrieb wäre es, einen
Kurzschließer zu setzen. Erst unten an der Schiene festschrauben, dann oben
einhängen - nicht andersrum! Gibt einen schönen Blitz, einen Knall und eine
Abschaltung des Streckenabschnitts. Die Kurzschließer findet man in einem
Kasten(meistens senkrecht) oder in Röhren (meistens waagrecht) mit der
Aufschrift "Erdungsvorrichtungen".

MFG Michi
P.S.:Darf man sowas eigentlich sagen, immerhin sind es Tips für potentielle
Terroristen...da gabs doch erst dieses Urteil gegen ne Webseite...


Michael Greger

unread,
May 4, 2002, 6:54:47 AM5/4/02
to
"Matthias Dingeldein" <matthias....@eckert.rwth-aachen.de> schrieb im
Newsbeitrag news:3CD3BB27...@eckert.rwth-aachen.de...

> (400/700/1000m) vor der Unfallstelle ins/neben das Gleis stellen

1000m, das ist sicherer. Am besten auf einer Stange miten ins Gleis,
zwischen die beiden Schienen.

> 2000-Hz-Magnete/Prüfbleche ins Gleis legen, Leute mit Fahnen

Woher nimmst Du in der Eile einen 2000er-Magnet?

> Wer weiß nochwas?
Siehe mein anderes Posting: Kurzschließer setzen. Würde ich aber als letzte
Möglichkeit ansehen.
Alternativ: Gefahrensignal, drei gleich lange Töne in kurzen Abständen
(irgendeine Tröte nehmen), Achszähler mit einem metallischen Teil
durcheinanderwirbeln, niedrige Gleissperrsignale mit Schottersteinen
demolieren (Lampenüberwachung löst aus!).

MFG Michi


Michael Greger

unread,
May 4, 2002, 6:57:43 AM5/4/02
to
"Matthias Dingeldein" <matthias....@eckert.rwth-aachen.de> schrieb im
Newsbeitrag news:3CD3BC5B...@eckert.rwth-aachen.de...

> PS: Was passiert, wenn man den LZB-Leiter manipuliert?

Kommt drauf an, wo. Wenn hinter dem Zug: nix - siehe Eschede. Wenn vor dem
Zug:

> [X] Zwangsbremsung sofort, zumindest in dem Moment, in dem der Zug in die
Schleife einfährt.
> [X] Zwangsbremsung beim Überfahren, sofern die Störung länger als AFAIK 2
sek ist.
> [X] Fehlermeldung auf der Lok/im Stellwerk, ich vermute mal Stellwerk
> [X] sonstiges, nämlich: Stromschlag?

Fazit: das LZB-Kabel ist eine gute möglichkeit, falls der Zug unter
LZB-Führung fäher. Durchschneiden und über einige Meter (10m dürften
genügen) aus dem Gleis reißen, damit die Übertragungsstörung auch lange
genug ist.

MFG Michi


Matthias Dingeldein

unread,
May 4, 2002, 7:19:53 AM5/4/02
to
Michael Greger schrieb:

>
> "Matthias Dingeldein" <matthias....@eckert.rwth-aachen.de> schrieb im
> Newsbeitrag news:3CD3BB27...@eckert.rwth-aachen.de...
> > 2000-Hz-Magnete/Prüfbleche ins Gleis legen, Leute mit Fahnen
>
> Woher nimmst Du in der Eile einen 2000er-Magnet?

Manchmal stehen an demontierten Bahnhofsgleisen noch alte Signale mit
allem Drum und Dran. Wenn sowas in der Nähe ist ( -> Ortshenntnis)...
'Prüfbleche' müßte man recht schnell aus dem Blech des Unfallautos
schneiden können, welches gem. Annahme das Gleis blockiert. Mit der
Befestigung im Gleis muß man sich dann was einfallen lassen, je nach
vorhandenem Material.

Gruß, Matthias Dingeldein

Kai Garlipp

unread,
May 4, 2002, 7:30:36 AM5/4/02
to
On 04.05.2002 12:49, Michael Greger wrote:

> Eine andere Möglichkeit zumindest bei elektrishcem Betrieb wäre es, einen
> Kurzschließer zu setzen.

Ausgerechnet dann kommt ein Zug mit einer Diesellok/-triebwagen der von
der abgeschalteten Oberleitung nichts mitbekommt.

> Erst unten an der Schiene festschrauben, dann oben
> einhängen - nicht andersrum! Gibt einen schönen Blitz, einen Knall und eine
> Abschaltung des Streckenabschnitts. Die Kurzschließer findet man in einem
> Kasten(meistens senkrecht) oder in Röhren (meistens waagrecht) mit der
> Aufschrift "Erdungsvorrichtungen".

Dieser Tip ist aber zur Nachahmung nicht unbedingt empfohlen wenn man
nicht weiß man man tut, sonst dürfen die Retter die Staubspuren des
Ausführenden zusammenfegen.

Außerdem wird der Lokführer in Deutschland beim Ausbleiben des
Traktionsstromes nicht sofort anhalten sondern er wird weiterrollen um
die nächste Betriebstelle zu erreichen. Da der Rollwiderstand
Stahl-Stahl relativ gering ist, ist auch der Ausrollweg relativ lang.

Bye Kai

Manfred Gebert

unread,
May 4, 2002, 7:45:33 AM5/4/02
to
-schnipp-

> deren Mitarbeiter den Zug mittels des Kreissignals stellen koennen. Eine
> weitere Moeglichkeit ist der Zugbahnfunk, ueber den der Lokfuehrer
> erreicht werden kann. Sollten diese Moeglichkeiten nicht zur Verfuegung
> stehen wird es zu einer Kollision kommen. :-(

Was für Frequenzen hat der Zugbahnfunk?
Vergleichbar mit BOS oder ganz woanders? (70cm, etc...)

Wo sind normalerweise die Notfallmanager der Bahn stationiert?
und noch viel wichtiger:
Wie erreichbar???

Gruß
Manfred

Michael Greger

unread,
May 4, 2002, 7:59:48 AM5/4/02
to
"Matthias Dingeldein" <matthias....@eckert.rwth-aachen.de> schrieb im
Newsbeitrag news:3CD3C3D9...@eckert.rwth-aachen.de...

> 'Prüfbleche' müßte man recht schnell aus dem Blech des Unfallautos
> schneiden können, welches gem. Annahme das Gleis blockiert. Mit der

Wie zerschneidet man ein Auto ohne massives Werkzeug? ;-)

> Befestigung im Gleis muß man sich dann was einfallen lassen, je nach
> vorhandenem Material.

Wie funktionieren diese Prüfbleche eigentlich genau? Ich weiß nur, *was* sie
tun, aber nicht *wie* und *warum* . Bitte um Erklärung.

MFG Michi


Michael Greger

unread,
May 4, 2002, 8:02:24 AM5/4/02
to
"Kai Garlipp" <kai.g...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:ab0npt...@zingst.garlipp.de...

On 04.05.2002 12:49, Michael Greger wrote:

> Dieser Tip ist aber zur Nachahmung nicht unbedingt empfohlen wenn man
> nicht weiß man man tut, sonst dürfen die Retter die Staubspuren des
> Ausführenden zusammenfegen.

Eben. Deshalb wäre das für mich ja auch die letzte Option.
Wenn aber ein Unfall bereits passiert ist, würde ich das ohne weiteres
Nachdenken machen, damit nicht noch jemand von der evtl.
runterkommenden/gekommenen OL gegrillt wird.


> Außerdem wird der Lokführer in Deutschland beim Ausbleiben des
> Traktionsstromes nicht sofort anhalten sondern er wird weiterrollen um
> die nächste Betriebstelle zu erreichen. Da der Rollwiderstand
> Stahl-Stahl relativ gering ist, ist auch der Ausrollweg relativ lang.

Schon, aber ich habe mal von einem DBler gehört, daß der Stromausfall im Stw
gemeldet wird und daraufhin die Signale in Hp0 fallen.

MFG Michi


Michael Suda

unread,
May 4, 2002, 7:57:22 AM5/4/02
to

Michael Greger <grege...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
ab0ecs$mgi$06$1...@news.t-online.com...

[Rest gekürzt]

> P.S.:Darf man sowas eigentlich sagen, immerhin sind es Tips für
> potentielle
> Terroristen...da gabs doch erst dieses Urteil gegen ne Webseite...

Ich würde sagen: Wenn es demnächst bei dir läutet, dann wird das nicht
der Hausmeister sein...;-)

Nein, Scherz beiseite: das Diskutieren über potentiell von Straftätern
nutzbare Methoden ist nicht verboten, sonst müsste die Beschreibung des
Einsatzes eines Bolzenschneiders oder Metallbohrers auch strafbar sein,
denn damit kann man Fahrrad- oder Safeschlösser knacken. Aufruf zu einer
strafbaren Handlung liegt keiner vor, wenn es sich auch um einen
Grenzfall, nämlich um eine Anleitung zur (gerechtfertigten) Nothilfe,
handelt.
Und wen man auf Unterlassung, Widerruf oder Beseitigung hinsichtlich
eines Usenet-Postings in praktikabler Weise klagen sollte, das möchten
so zirka Stücker fünfhunderttausend entsprechend spezialisierte
Advokaten weltweit wissen. Wir wollen sie unbelehrt lassen, ok?

--
Michael Suda
A-1150 Wien, Oesterreich/Austria/Autriche


Kai Garlipp

unread,
May 4, 2002, 8:24:24 AM5/4/02
to
On 04.05.2002 14:02, Michael Greger wrote:

> Schon, aber ich habe mal von einem DBler gehört, daß der Stromausfall im Stw
> gemeldet wird und daraufhin die Signale in Hp0 fallen.

Bei einem Stromausfall im Stellwerk (das üblicherweise unabhängig von
der Oberleitung ist) wird es früher oder später zu Signalen mit einem
Haltbegriff kommen (weil die Lampen ausgehen oder die Löffel in die
Grundstellung fallen). Ein Stromausfall in der Oberleitung bedeutet aber
noch lange nicht das kein Zugverkehr mehr stattfinden kann, denn es gibt
auch die Dieseltraktion. Allerdings sollte dann der Fdl keinen Zug mit
elektrischer Traktion in einen Bereich mit gestörter Oberleitung fahren
lassen, weshalb man ihm eine derartige Störung schon mitteilen wird.

Bye Kai

Frank Burgdorf

unread,
May 4, 2002, 8:40:09 AM5/4/02
to
On Sat, 4 May 2002 12:49:57 +0200, "Michael Greger"
<grege...@gmx.de> wrote:
>
>Ich weiß nicht, ob ein Draht dazu ausreicht, ich würde eher eine Eisenstange
>oder ein Starthilfekabel nehmen. Bei Gleisfreimeldung über ganz normale
>Gleisstromkreise sollte dann sofort der Abschnitt beim Fdl rot werden...
>
>> von der Fahrt- in die Haltstellung zurueckfaellt kann ich nicht sagen.
>
>...und damit auch das Signal auf Halt zurückfallen - schließlich ist auf
>einmal ein Abschnitt einer gestellten Fahrstraße belegt und damit
>möglicherweise ein Hindernis im Gleis. Beispiel wäre ein abgestellter
>Waggon, der sich selbständig macht und irgendwie auf eine Weiche kommt
>(stumpf), die für eine andere Fahrstraße gestellt wurde. Damit wird die
>Weiche sofort als besetzt gemeldet --> Hp0.

Das wird aber nur innerhalb eines Bahnhofes funktionieren (und auch da
nicht immer). Auf der freien Strecke (wo sich ja die überwiegende Zahl
der Bahnübergänge befindet) wird die Belegtmeldung der Gleise im
allgemeinen durch Achzähler realisiert. Da nützt ein Überbrücken der
Schienen gar nichts.

>Eine andere Möglichkeit zumindest bei elektrishcem Betrieb wäre es, einen
>Kurzschließer zu setzen. Erst unten an der Schiene festschrauben, dann oben
>einhängen - nicht andersrum! Gibt einen schönen Blitz, einen Knall und eine
>Abschaltung des Streckenabschnitts. Die Kurzschließer findet man in einem
>Kasten(meistens senkrecht) oder in Röhren (meistens waagrecht) mit der
>Aufschrift "Erdungsvorrichtungen".
>

Da würde ich aber schön die Finger davon lassen! Diese Geräte sind
dazu da die abgeschaltete Oberleitung zu erden. An einer
eingeschalteten möchte ich nicht damit rumhantieren!

Gruß Frank

Oliver Lemke

unread,
May 4, 2002, 7:55:06 AM5/4/02
to
Matthias Dingeldein wrote:

>
> PS: Was passiert, wenn man den LZB-Leiter manipuliert?
> [ ] Zwangsbremsung sofort
> [ ] Zwangsbremsung beim Überfahren
> [ ] Fehlermeldung auf der Lok/im Stellwerk
> [ ] sonstiges, nämlich: __________________

Wenn Du den LZB-Leiter nur einfach mit einem glatten Schnitt durchtrennst
wird ausser einer Störmeldung auf den Stellwerk nichts passieren, weil die
LZB AFAIK von beiden Seiten gespeist wird.

Das hatten wir IIRC bei der Eschede-Diskussion damals, wo der kaputte
Radsatz weit vor Eschede den LZB-Leiter zerstört hat. Trotzdem kam es nicht
zu einer Zwangsbremsung. Oder hilft es, wenn man auch den im Schienenfuss
verlaufenden zweiten Teil der Schleife auftrennt?

Oli

--
* Ingenieure sind der Meinung, 1 Kilobyte seien 1000 byte.
* Informatiker glauben 1 Kilometer seien 1024 Meter...
*
* Oliver Lemke - TU Braunschweig - o.l...@tu-bs.de

Manfred Gebert

unread,
May 4, 2002, 8:50:31 AM5/4/02
to

-schnipp-

> Taschenlampen, evtl. (falls sowas in der Nähe rumliegt)
> 2000-Hz-Magnete/Prüfbleche ins Gleis legen, Leute mit Fahnen
> losschicken -> Kreissignal geben...)


als nicht Bahner und eigentlicher Verfasser der Frage "Zug stoppen", eine
Frage:

Was sind 2000Hz-Magnete und was bewirken sie???

Gruß
Manfred

tobias b koehler

unread,
May 4, 2002, 9:01:26 AM5/4/02
to
On Sat, 04 May 2002 12:42:47 +0200, Matthias Dingeldein <matthias....@eckert.rwth-aachen.de> wrote:

> [Möglichkeiten, einen Zug im Notfall zu stellen]

Wo kam der thread denn her?

tobias


Oliver Lemke

unread,
May 4, 2002, 8:02:56 AM5/4/02
to
Matthias Dingeldein wrote:

Ich würde zwei Leute mit guter Kondition in beide Richtungen losschicken,
dass sie Kreissignal geben, notfalls mit der Hand. Jemand anderes soll
versuchen, den Notfallmanager der Bahn zu erreichen. Z.B. über die
Rettungsleitstelle, die müssten die Nummer eigentlich haben. Alles andere
dürfte zu lang dauern, im gegebenen Fall nicht funktionieren (weil zufällig
Achszähler anstellen Gleisstromkreis etc.) oder zu gefährlich sein.

Ich vermute mal, dass jeder Tf anhält, wenn ihm im Gleis jemand
kreissignal-gebend entgegen kommt, oder?

Message has been deleted

Lukas Zurmühle

unread,
May 4, 2002, 9:27:41 AM5/4/02
to
> Ein Stromausfall in der Oberleitung >bedeutet aber
>noch lange nicht das kein Zugverkehr mehr stattfinden >kann, denn es gibt
>auch die Dieseltraktion. Allerdings sollte dann der Fdl >keinen Zug mit
>elektrischer Traktion in einen Bereich mit gestörter >Oberleitung fahren
<lassen, weshalb man ihm eine derartige Störung schon >mitteilen wird.

>Bye Kai


Da hast du mit Sicherheit Recht. Aber wenn ich nach gesundem
Menschenverstand urteilen müsste (als Fdl), würde ich erstmal diesen
Streckenabschnitt überprüfen lassen WARUM kein Fahrstrom mehr da ist. Könnte
ja auch sein, das ein Baum etc. auf die Schienen gefallen ist, und die Fl
runtergerissen hat. Erdrutsche sollen auch vorkommen. Und da würde auch kein
Dieselzug mehr auf die Strecke geschickt !


Klaus von der Heyde

unread,
May 4, 2002, 10:29:06 AM5/4/02
to
Oliver Lemke <o.l...@tu-bs.de> wrote:

> Ich würde zwei Leute mit guter Kondition in beide Richtungen losschicken,
> dass sie Kreissignal geben, notfalls mit der Hand.

Zur besseren sichtbarkeit koennte man ein kleidungsstueck o.ae.
als flaggenersatz nehmen.......

Im ursprungsposting war speziell von bahnuebergaengen die rede.
Wenn man die (halb-) schranken am schliessen hindert (wie macht man
das am besten) oder die blinklichtanlage beschaedigt (wie? kabel
durchschneiden?), muesste doch das ueberwachungssignal inaktiv
bleiben.

> Jemand anderes soll
> versuchen, den Notfallmanager der Bahn zu erreichen.

Auf jeden fall sinnvoll; in der mobiltelephonaera ja auch recht einfach
zu bewerkstelligen.

> Ich vermute mal, dass jeder Tf anhält, wenn ihm im Gleis jemand
> kreissignal-gebend entgegen kommt, oder?

Hoffentlich kommt der missbrauch nicht in mode.......

Klaus

--
Klaus von der Heyde -- he...@informatik.uni-bonn.de

Uwe Klein

unread,
May 4, 2002, 11:01:05 AM5/4/02
to
Michael Greger schrieb:

>
> "Uwe Klein" <uwe.kle...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:ab0com$h2$3...@news.kdt.de...
> > Prinzipell _kann_ das funktionieren. Voraussetzung ist, das die Strecke
> > ueber eine Gleisfreimeldung verfuegt. Ob aber das dazugehoerige Signal
>
> Ich weiß nicht, ob ein Draht dazu ausreicht, ich würde eher eine Eisenstange
> oder ein Starthilfekabel nehmen. Bei Gleisfreimeldung über ganz normale
> Gleisstromkreise sollte dann sofort der Abschnitt beim Fdl rot werden...
>
> > von der Fahrt- in die Haltstellung zurueckfaellt kann ich nicht sagen.
>
> ...und damit auch das Signal auf Halt zurückfallen - schließlich ist auf
> einmal ein Abschnitt einer gestellten Fahrstraße belegt und damit
> möglicherweise ein Hindernis im Gleis. Beispiel wäre ein abgestellter
> Waggon, der sich selbständig macht und irgendwie auf eine Weiche kommt
> (stumpf), die für eine andere Fahrstraße gestellt wurde. Damit wird die
> Weiche sofort als besetzt gemeldet --> Hp0.

Und wie sieht es damit auf der freien Strecke aus? Denn das war die
urspruegliche Annahme.



> Eine andere Möglichkeit zumindest bei elektrishcem Betrieb wäre es, einen
> Kurzschließer zu setzen. Erst unten an der Schiene festschrauben, dann oben
> einhängen - nicht andersrum! Gibt einen schönen Blitz, einen Knall und eine
> Abschaltung des Streckenabschnitts. Die Kurzschließer findet man in einem
> Kasten(meistens senkrecht) oder in Röhren (meistens waagrecht) mit der
> Aufschrift "Erdungsvorrichtungen".

Nun die Erdungsstangen werden m.W. ja 'nur' an Betriebsstellen
vorgehalten, also nicht an jedem BUe. Und eine unter Spannung stehende
Fahrleitung *kurzzuschliessen* halte ich fuer sehr gefaehrlich.

> MFG Michi
> P.S.:Darf man sowas eigentlich sagen, immerhin sind es Tips für potentielle
> Terroristen...da gabs doch erst dieses Urteil gegen ne Webseite...

Die hier wiedergegebenen Informationen sind alle frei verfuegbar. Und
Terroristen koennen in der Regel lesen.

Gruss
Uwe

Michael Greger

unread,
May 4, 2002, 11:50:42 AM5/4/02
to
"Klaus von der Heyde" <uzs...@uni-bonn.de> schrieb im Newsbeitrag
news:i7r0ba...@auryn.bn.de.soc...

> Im ursprungsposting war speziell von bahnuebergaengen die rede.
> Wenn man die (halb-) schranken am schliessen hindert (wie macht man
> das am besten) oder die blinklichtanlage beschaedigt (wie? kabel

Irgendwas drunterklemmen. Stange, Ast,... sei kreativ! :-)
Das Blinklicht läßt sich mit einm gezielt geworfenen Schotterstein ebenfalls
deaktivieren.

> durchschneiden?), muesste doch das ueberwachungssignal inaktiv
> bleiben.

Dann muß der Tf zumindest "Wachsam" betätigen. Wenn ihm dann noch jemand mit
Kreissignal entgegenkommt, sollte er bremsen.

MFG Michi


Lukas Zurmühle

unread,
May 4, 2002, 12:03:28 PM5/4/02
to
> Die hier wiedergegebenen Informationen sind alle frei verfuegbar. Und
> Terroristen koennen in der Regel lesen.
>
> Gruss
> Uwe
>

Terroristen sind in der Regel aber auch schlau genug, sich selber solche
Sachen auszudenken. Ausserdem werden hier ja nur Möglichkeiten besprochen,
Züge anzuhalten, und nicht welche entgleisen zu lassen etc. !!

Gruss
Lukas


Andreas Pothe

unread,
May 4, 2002, 12:00:42 PM5/4/02
to
Klaus von der Heyde wrote:

> Im ursprungsposting war speziell von bahnuebergaengen die rede.
> Wenn man die (halb-) schranken am schliessen hindert (wie macht man
> das am besten)

Schrankenbaum festhalten sollte normalerweise reichen.

> oder die blinklichtanlage beschaedigt (wie? kabel
> durchschneiden?),

Glas und Birnen kaputt hauen.

> muesste doch das ueberwachungssignal inaktiv
> bleiben.

Wo es das noch gibt, ja. Sonst das entsprechende, den BÜ deckende Signal
auf rot.

Gruß
Andreas

--
Software für Ihr Hobby, z. B. Modellbahnverwaltung
http://www.pothe.de * http://www.modellbahnverwaltung.de

Michael Greger

unread,
May 4, 2002, 12:12:33 PM5/4/02
to
"Lukas Zurmühle" <luka...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ab10oa$eisfo$1...@ID-135915.news.dfncis.de...

> Züge anzuhalten, und nicht welche entgleisen zu lassen etc. !!
~~~~~~~~~~~
- Hemmschuhe
- Weichen von Hand kurbeln
- Hindernisse im Gleis
- Stahlsäge
etc. pp.

Zufrieden? ;-)

MFG Michi


Matthias Dingeldein

unread,
May 4, 2002, 12:15:23 PM5/4/02
to
Michael Greger schrieb:

>
> "Matthias Dingeldein" <matthias....@eckert.rwth-aachen.de> schrieb im
> Newsbeitrag news:3CD3C3D9...@eckert.rwth-aachen.de...
> > 'Prüfbleche' müßte man recht schnell aus dem Blech des Unfallautos
> > schneiden können, welches gem. Annahme das Gleis blockiert. Mit der
>
> Wie zerschneidet man ein Auto ohne massives Werkzeug? ;-)

Ich bin davon ausgegangen, daß nach einem Verkehrsunfall auf einem BÜ
die Rettungskräfte mit dem Bergen von Verletzten nicht vor dem
Eintreffen des nächsten Zuges fertigwerden (siehe Ursprungsposting),
und dann sind i.d.R. Krankenwagen und Feuerwehr mit Blechschere und
Flex da.

> > Befestigung im Gleis muß man sich dann was einfallen lassen, je nach
> > vorhandenem Material.
>
> Wie funktionieren diese Prüfbleche eigentlich genau? Ich weiß nur, *was* sie
> tun, aber nicht *wie* und *warum* . Bitte um Erklärung.

AFAIK erkennt die Indusi beim Vorbeiziehen des Prüfbleches, daß da was
war (Wirbelströme), und daß das kein 500er oder 1000er war -> Fall zur
sicheren Seite (Annahme: dann war's wohl ein 2000er) => Zwangsbremsung

Hoffe, daß das stimmt, Matthias Dingeldein

Matthias Dingeldein

unread,
May 4, 2002, 12:21:39 PM5/4/02
to
Manfred Gebert schrieb:

>
> Was sind 2000Hz-Magnete und was bewirken sie???

2000er sind die eckigen Dinger, die i.d.R. an Hauptsignalen liegen, um
Züge zu stoppen, die (unerlaubterweise) über das haltzeigende Signal
gefahren sind (Zwangsbremsung). Im allgemeinen sind Indusi-Magnete
einfach Schwingkreise, deren Frequenz mit der Funktion zusammenhängt.
Zum Ausschalten werden sie kurzgeschlossen oder der Schwingkreis
unterbrochen (F: was von beidem stimmt?).

Gruß, Matthias Dingeldein

Michael Greger

unread,
May 4, 2002, 12:27:39 PM5/4/02
to
"Matthias Dingeldein" <matthias....@eckert.rwth-aachen.de> schrieb im
Newsbeitrag news:3CD4091B...@eckert.rwth-aachen.de...

> Ich bin davon ausgegangen, daß nach einem Verkehrsunfall auf einem BÜ
> die Rettungskräfte mit dem Bergen von Verletzten nicht vor dem
> Eintreffen des nächsten Zuges fertigwerden (siehe Ursprungsposting),

Oh...hab ich glatt überlesen. Aber in solch einem Fall würde ich es
bevorzugen, das Auto vom BÜ zu räumen - ein Löschzug und 20 m Abschleppseil
sollten genügen.

> sicheren Seite (Annahme: dann war's wohl ein 2000er) => Zwangsbremsung

Danke.
Stellt sich nach der Befestigung nur noch die Frage nach der richtigen
Positionierung - rechts von der rechten Schiene, klar; aber wie weit rechts?

MFG Michi

Matthias Dingeldein

unread,
May 4, 2002, 12:40:09 PM5/4/02
to
Michael Greger schrieb:
[Indusi-Magnete]

> Positionierung - rechts von der rechten Schiene, klar; aber wie weit rechts?

Auf die Schnelle ein paar Bilder:
http://images.google.de/images?q=indusi+magnet&hl=de
Also etwa eine Handbreit rechts von der Schiene und vielleicht ein,
zwei Zentimeter höher
-> beim nächsten Signal mal drauf achten, in der freien Wildbahn ist
sowas normalerweise anschaulicher als auf Bildern und in Texten ;-)

HTH, Matthias Dingeldein

Matthias Koehler

unread,
May 4, 2002, 12:42:00 PM5/4/02
to
[Oliver Lemke schreibt in de.etc.bahn.eisenbahntechnik:]


> Ich würde zwei Leute mit guter Kondition in beide Richtungen losschicken,
> dass sie Kreissignal geben, notfalls mit der Hand. Jemand anderes soll
> versuchen, den Notfallmanager der Bahn zu erreichen. Z.B. über die
> Rettungsleitstelle, die müssten die Nummer eigentlich haben. Alles andere
> dürfte zu lang dauern, im gegebenen Fall nicht funktionieren (weil zufällig
> Achszähler anstellen Gleisstromkreis etc.) oder zu gefährlich sein.
>
> Ich vermute mal, dass jeder Tf anhält, wenn ihm im Gleis jemand
> kreissignal-gebend entgegen kommt, oder?

Genau so ist es.

Da die Ursprungsfrage schon etwas untergegangen ist und diese Frage von
lebenswichtiger Bedeutung sein kann, möchte ich für beide Gruppen nochmals
ausdrücklich betonen, dass im Notfall einzig und allein ein rechtzeitiges
Nothaltsignal den Erfolg bringt und die Gefahr abwendet.

Als Nothaltsignal ist alles geeignet, was vom Tf als solches aufgefaßt
werden kann. Eine kreisende Bewegung mit den Armen, besser noch mit einer
Lichtquelle und am allerbesten mit einer roten Lichtquelle.

Der Tipp mit der "guten Kondition" ist deshalb so wichtig, weil die beiden
Leute wirklich versuchen sollten, in kurzer Zeit so weit wie möglich zu
rennen. Der Regelbremsabstand beträgt überwiegend 1000 Meter, so dass man es
schaffen sollte, sich auch tatsächlich einen Kilometer vor der
Gefahrenstelle zu postieren. Und nicht auf dem Gleis, sondern rechts neben
dem Gleis. Und nicht hinter einer Kurve, sondern schon von Weitem erkennbar.
Dann kommt auch ein ICE im Idealfall 100 bis 200 Meter vor der
Gefahrenstelle zum Stehen und aus der Gefahrenstelle wird keine
Unfallstelle.

Der ganze Schnickschnack mit Indusi, LZB und Fahrleitung setzt zu viel
Fachkenntnis voraus, garantiert nicht den Erfolg und dauert unter Umständen
zu lange. Abgesehen davon sind die Erdungseinrichtungen in erster Linie
dafür da, den Fahrdraht nach dem Abschalten der Spannung zu erden und damit
gegen Wiedereinschalten zu sichern. Ich würde mich nicht trauen, eine unter
Spannung stehende Fahrleitung zu erden, weil ich doch noch ein bißchen bei
Euch bleiben möchte.

Also: Oliver hat vollkommen Recht. So geht es und nicht anders. Und weil das
so wichtig ist, crossposte ich das auch wieder nach Notfallrettung.

Matthias

--
Matthias Köhler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de

Klaus von der Heyde

unread,
May 4, 2002, 1:09:37 PM5/4/02
to
Matthias Dingeldein <matthias....@eckert.rwth-aachen.de> wrote:
>
> Ich bin davon ausgegangen, daß nach einem Verkehrsunfall auf einem BÜ
> die Rettungskräfte mit dem Bergen von Verletzten nicht vor dem
> Eintreffen des nächsten Zuges fertigwerden (siehe Ursprungsposting),
> und dann sind i.d.R. Krankenwagen und Feuerwehr mit Blechschere und
> Flex da.

Die sollten doch schon vor dem eintreffen die entsprechenden stellen
bei der bahn informiert haben, oder? Zur sicherheit koennen ja noch
zwei rote flaggen bzw. rote lampen im einsatzfahrzeug mitgefuehrt
werden, und damit dann zwei leute zum abwinken los geschickt werden.

Knut Urbanik

unread,
May 4, 2002, 2:35:11 PM5/4/02
to

> Die sollten doch schon vor dem eintreffen die entsprechenden stellen
> bei der bahn informiert haben, oder?

Tja, eben SOLLTEN ....

Knut


Reinhard Schumacher

unread,
May 4, 2002, 2:51:37 PM5/4/02
to
Am Sat, 4 May 2002 20:35:11 +0200, "Knut Urbanik"
<dick...@t-online.de> schrieb:

>
>
>> Die sollten doch schon vor dem eintreffen die entsprechenden stellen
>> bei der bahn informiert haben, oder?
>Tja, eben SOLLTEN ....

Und ist leider traurige Tatsache. Es ist schon vorgekommen, daß
Polizei und Feuerwehr einen Einsatz im Gleisbereich hatten (den die BZ
angeleiert hatte), nur der zuständige Fdl wusste nichts davon... :-(((

Reinhard

Uwe Klein

unread,
May 4, 2002, 2:33:50 PM5/4/02
to
Lukas Zurmühle schrieb:

Mein Reden.

Gruss
Uwe


Uwe Klein

unread,
May 4, 2002, 2:52:35 PM5/4/02
to
Matthias Koehler schrieb:

>
> [Oliver Lemke schreibt in de.etc.bahn.eisenbahntechnik:]

[Kreissignal]

> > Ich vermute mal, dass jeder Tf anhält, wenn ihm im Gleis jemand
> > kreissignal-gebend entgegen kommt, oder?
>
> Genau so ist es.
>
> Da die Ursprungsfrage schon etwas untergegangen ist und diese Frage von
> lebenswichtiger Bedeutung sein kann, möchte ich für beide Gruppen nochmals
> ausdrücklich betonen, dass im Notfall einzig und allein ein rechtzeitiges
> Nothaltsignal den Erfolg bringt und die Gefahr abwendet.

Das ist richtig. Und alles weitere ist bereits in 1999 in der Gruppe
d.e.n gesagt. Der damalige Thread lautete: Gefahren an der
Einsatzstelle: Bundesbahn. MID:<36B32A4D...@ernie.lake.de>, google
sei Dank.

[...]

> Der ganze Schnickschnack mit Indusi, LZB und Fahrleitung setzt zu viel
> Fachkenntnis voraus, garantiert nicht den Erfolg und dauert unter Umständen
> zu lange. Abgesehen davon sind die Erdungseinrichtungen in erster Linie
> dafür da, den Fahrdraht nach dem Abschalten der Spannung zu erden und damit
> gegen Wiedereinschalten zu sichern. Ich würde mich nicht trauen, eine unter
> Spannung stehende Fahrleitung zu erden, weil ich doch noch ein bißchen bei
> Euch bleiben möchte.

Das sehe ich auch so. Wobei ich verwundert feststelle, dass solche
Vorschlaege hier in der Fachgruppe deb.et gemacht werden. Zur
Ehrenrettung sei aber angemerkt, das bisher noch keiner der hier
anwesenden Fdl und Tfz-Fuehrer sich geaeussert haben.



> Also: Oliver hat vollkommen Recht. So geht es und nicht anders. Und weil das
> so wichtig ist, crossposte ich das auch wieder nach Notfallrettung.

Und ich erlaube mir ein fup2 deb.et zu setzen.

Gruss
Uwe

Reinhard Schumacher

unread,
May 4, 2002, 3:30:27 PM5/4/02
to
Am Sat, 4 May 2002 15:27:41 +0200, "Lukas Zurmühle" <luka...@web.de>
schrieb:

>> Ein Stromausfall in der Oberleitung >bedeutet aber
>>noch lange nicht das kein Zugverkehr mehr stattfinden >kann, denn es gibt
>>auch die Dieseltraktion. Allerdings sollte dann der Fdl >keinen Zug mit
>>elektrischer Traktion in einen Bereich mit gestörter >Oberleitung fahren
><lassen, weshalb man ihm eine derartige Störung schon >mitteilen wird.

Das Fehlen des Fahrstroms wird der Fdl in der Regel von der Zes
(früher Unterwerk) erfahren, die das zuerst feststellen (Auslösung).
>

>
>
>Da hast du mit Sicherheit Recht. Aber wenn ich nach gesundem
>Menschenverstand urteilen müsste (als Fdl), würde ich erstmal diesen
>Streckenabschnitt überprüfen lassen WARUM kein Fahrstrom mehr da ist. Könnte
>ja auch sein, das ein Baum etc. auf die Schienen gefallen ist, und die Fl
>runtergerissen hat. Erdrutsche sollen auch vorkommen. Und da würde auch kein
>Dieselzug mehr auf die Strecke geschickt !

Wenn Du vom Erdrutsch schon weisst, dann hast Du ja schon die
Erklärung.
Wenn Du aber noch nicht weisst, was los ist, gibt es durchaus die
Möglichkeit, mit einer V-Lok eine Erkundungsfahrt zu machen. Der Tf
bekommt dann natürlich einen Befehl C "nach Oberleitungsschäden
Ausschau halten und Ergebnis Bahnhof XXX melden".

Reinhard

Armin Muehl

unread,
May 4, 2002, 3:40:41 PM5/4/02
to
On Sat, 04 May 2002 12:42:47 +0200, Matthias Dingeldein
<matthias....@eckert.rwth-aachen.de> wrote:

>[Möglichkeiten, einen Zug im Notfall zu stellen]

>2000-Hz-Magnete/Prüfbleche ins Gleis legen,

Im Prinzip geht das, aber....

Die Magneten sind am Gleis festgeschraubt und irgendwo angeschlosen.
Muesste SW32 oder 36 sein und einen Kneifer fuer's Kabel braucht man
auch. Naja, hat der normale Autofahrer nicht im Kofferraum

Man findet Indusimagneten auch eher selten im Kofferraum eines Pkw.
Gut, Ausnahmen bestaetigen die Regel ;-)

So ein Magnet wiegt etwas. Alleine traegt man den nicht weit.

Mit einem Magneten kommt man nicht weit, weil aus der Gegenrichtung
auch ein Zug kommt.

Insgesamt ein eher ineffektives Verfahren.


Also machen wir das anders:

Naechsten F-Kasten oeffnen und dreimal zehn Umdrehungen (Notruf)
machen. Wenn sich der Fdl meldet, auf die Betriebsgefahr hinweisen.


Das ist die sinnvollste aller Moeglichkeiten, sofern man nicht
irgendwelche Telefonnummern von zustaendigen Stellwerken im
Mobiltelfon gespeichert haben sollte.

Armin

--
Armin Muehl

http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)

http://home.t-online.de/home/muehl.armin/mfm.htm
(Muensterlaendisches Feldbahnmuseum e.V.)

Wolfgang Kissel

unread,
May 4, 2002, 3:42:19 PM5/4/02
to

"Uwe Klein" <uwe.kle...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ab1b8m$47k$2...@news.kdt.de...

> Matthias Koehler schrieb:
> >
> > [Oliver Lemke schreibt in de.etc.bahn.eisenbahntechnik:]
>
> [Kreissignal]
>
> > > Ich vermute mal, dass jeder Tf anhält, wenn ihm im Gleis jemand
> > > kreissignal-gebend entgegen kommt, oder?
> >
> > Genau so ist es.
> >

.....


das bisher noch keiner der hier
> anwesenden Fdl und Tfz-Fuehrer sich geaeussert haben.

Das will ich gerne nachholen:

Signal Sh 3 -Kreissignal-
Sofort halten
Tageszeichen
Eine rot-weiße Signalfahne,
"irgend ein Gegenstand" oder der
---------------------
Arm wird im Kreis geschwungen.
(Aus DS 301)

Das ist für jeden Tf ein klarer Befehl.
Grüße

--
Wolfgang Kissel
OBl + Tf RHEB (http://www.rheb.de)

Uwe Klein

unread,
May 4, 2002, 3:55:41 PM5/4/02
to
Wolfgang Kissel schrieb:

>
> "Uwe Klein" <uwe.kle...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:ab1b8m$47k$2...@news.kdt.de...
> > Matthias Koehler schrieb:
> > >
> > > [Oliver Lemke schreibt in de.etc.bahn.eisenbahntechnik:]
> >
> > [Kreissignal]
> >
> > > > Ich vermute mal, dass jeder Tf anhält, wenn ihm im Gleis jemand
> > > > kreissignal-gebend entgegen kommt, oder?
> > >
> > > Genau so ist es.
> > >
>
> .....
> das bisher noch keiner der hier
> > anwesenden Fdl und Tfz-Fuehrer sich geaeussert haben.
>
> Das will ich gerne nachholen:

[Sh3]

> Das ist für jeden Tf ein klarer Befehl.

Das weiss ich. :-)

Ich meinte eher Antorten zur Sicherungstechnik. Und nicht solche Dinge
wie die Fahrleitung kurzzuschliessen. <schauder>
Aber vielleicht haette ich den Thread doch noch etwas anders hier
starten sollen. Was soll's.

Gruss
Uwe

Henning Koch

unread,
May 4, 2002, 4:47:57 PM5/4/02
to
On Sat, 4 May 2002 13:59:48 +0200, "Michael Greger"
<grege...@gmx.de> wrote:

>> 'Prüfbleche' müßte man recht schnell aus dem Blech des Unfallautos
>> schneiden können, welches gem. Annahme das Gleis blockiert. Mit der
>
>Wie zerschneidet man ein Auto ohne massives Werkzeug? ;-)

mit einem schweitzer Messer, einer kleinen Muenze und einem Kaugummi

Henning Koch

unread,
May 4, 2002, 4:47:58 PM5/4/02
to
On Sat, 04 May 2002 18:42:00 +0200, Matthias Koehler
<ne...@koehler-film.de> wrote:

>Da die Ursprungsfrage schon etwas untergegangen ist und diese Frage von
>lebenswichtiger Bedeutung sein kann, möchte ich für beide Gruppen nochmals
>ausdrücklich betonen, dass im Notfall einzig und allein ein rechtzeitiges
>Nothaltsignal den Erfolg bringt und die Gefahr abwendet.

dummerweise duerfte es (wenn die Schranken erstmal anfangen sich zu
schliessen) in den seltensten Faellen gelingen, in der zur Verfuegung
stehenden Zeit die notwendige Strecke zurueckzulegen.

von daher erscheint mir die Sache mit dem Festhalten der
Schrankenbaeume auch nicht schlecht.

Das Kurzschliessen der Oberleitung ohne genaue Fachkenntnis kann
toedlich sein, soweit Ack.

Michael Greger

unread,
May 4, 2002, 4:50:21 PM5/4/02
to
"Henning Koch" <Hennin...@student.uni-dortmund.de> schrieb im Newsbeitrag
news:0i88dukgfdn280h70...@4ax.com...

> mit einem schweitzer Messer, einer kleinen Muenze und einem Kaugummi

McGuyver läßt grüßen... ;-)

MFG Michi


Volker Blees

unread,
May 4, 2002, 5:47:45 PM5/4/02
to

Henning Koch schrieb:


>
> On Sat, 04 May 2002 18:42:00 +0200, Matthias Koehler
> <ne...@koehler-film.de> wrote:
>
> >Da die Ursprungsfrage schon etwas untergegangen ist und diese Frage von
> >lebenswichtiger Bedeutung sein kann, möchte ich für beide Gruppen nochmals
> >ausdrücklich betonen, dass im Notfall einzig und allein ein rechtzeitiges
> >Nothaltsignal den Erfolg bringt und die Gefahr abwendet.
>
> dummerweise duerfte es (wenn die Schranken erstmal anfangen sich zu
> schliessen) in den seltensten Faellen gelingen, in der zur Verfuegung
> stehenden Zeit die notwendige Strecke zurueckzulegen.
>
> von daher erscheint mir die Sache mit dem Festhalten der
> Schrankenbaeume auch nicht schlecht.

Vorsicht! Das hilft nur, wenn die Schranken in Abhängigkeit
zu einem Hauptsignal stehen. Bei allen fern- oder
lokführerüberwachten Anlagen löst das Festhalten der
Schranke dagegen allenfalls eine Störungsmeldung aus, hat
aber keine Wirkung auf den Zug bzw. die Signalisierung.

Da man als Laie nicht erkennen kann, um welche Art von
Schrankenanlage es sich handelt gilt folglich: Schranken
festhalten nur als zusätzliche Maßnahme zum Kreissignal!

Gruß
Volker

P.S. Im übrigen bin ich ernsthaft erstaunt, welche
hanebüchenen Vorschläge in debet in epischer Breite
diskutiert werden, bevor klar ist, welches das in Notfällen
allgemein richtige Verhalten ist :-(

Henning Koch

unread,
May 4, 2002, 6:10:30 PM5/4/02
to
On Sat, 04 May 2002 23:47:45 +0200, Volker Blees
<bl...@verkehr.tu-darmstadt.de> wrote:

>> von daher erscheint mir die Sache mit dem Festhalten der
>> Schrankenbaeume auch nicht schlecht.
>
>Vorsicht! Das hilft nur, wenn die Schranken in Abhängigkeit
>zu einem Hauptsignal stehen. Bei allen fern- oder
>lokführerüberwachten Anlagen löst das Festhalten der
>Schranke dagegen allenfalls eine Störungsmeldung aus, hat
>aber keine Wirkung auf den Zug bzw. die Signalisierung.

d.h. das Ueberwachungssignal blinkt bei festgehaltenen
Schrankenbaeumen weiter?

Klaus von der Heyde

unread,
May 4, 2002, 6:06:52 PM5/4/02
to
Volker Blees <bl...@verkehr.tu-darmstadt.de> wrote:
>
> Vorsicht! Das hilft nur, wenn die Schranken in Abhängigkeit
> zu einem Hauptsignal stehen. Bei allen fern- oder
> lokführerüberwachten Anlagen löst das Festhalten der
> Schranke dagegen allenfalls eine Störungsmeldung aus, hat
> aber keine Wirkung auf den Zug bzw. die Signalisierung.

Sind die lokfuehrerueberwachten nicht diejenigen, die ihre
korrekte funktion mit dem ueberwachungssignal anzeigen?
Oder wie nennt man die?
Bei blockierten schranken muesste doch das blinken unterbleiben,
oder? Sonst macht die ueberwachung doch keinen sinn.....

Thomas Wedekind

unread,
May 4, 2002, 6:15:24 PM5/4/02
to
Michael Greger wrote:

> Oh...hab ich glatt überlesen. Aber in solch einem Fall würde ich
> es bevorzugen, das Auto vom BÜ zu räumen - ein Löschzug und 20 m
> Abschleppseil sollten genügen.

Hmm, solche Fälle gibts auch außerhalb von BÜ, gar nicht so
selten, und die sind etwas aufwendiger zu lösen. Z.B. endete
eine der letzten alten Saalfelder Doppelstockeinheiten vor ein
paar Jahren vorzeitig auf dem Schrott, als ein Lastzug (m.W. früh
zu nachtschlafender Zeit, Fahrer noch im Tran) bei Camburg
längs von der Straße ins Profil der daneben liegenden Bahn
rutschte. Auch ohne den Zusammenprall mit dem Zug (an diesem Ende
der Welt war natürlich niemand zum Kreissignal geben da) hätte
man einen halben Tag zur Bergung gebraucht. War übrigens keine
Autobahn, wie hier neulich diskutiert, sondern simple Landstraße.

--
Grüße, Thomas

Lukas Zurmühle

unread,
May 4, 2002, 6:15:47 PM5/4/02
to

> Wenn Du aber noch nicht weisst, was los ist, gibt es durchaus die
> Möglichkeit, mit einer V-Lok eine Erkundungsfahrt zu machen. Der Tf
> bekommt dann natürlich einen Befehl C "nach Oberleitungsschäden
> Ausschau halten und Ergebnis Bahnhof XXX melden".
>
> Reinhard

Genau, und die wird so langsam fahren, um bei einem unerwarteten Hindernis
rechtzeitig anhalten zu können, uns somit auch den Unfallwagen entdecken
wird.

Gruss, Lukas


Lukas Zurmühle

unread,
May 4, 2002, 6:19:09 PM5/4/02
to
Damit hast du natürlich vollkommen recht ! Aber da 1. diese Diskussion so
nicht in dem Notfallforum steht, ist das, denke ich, vertretbar. Ausserdem
ist es doch interessant, diese Möglichkeiten zu analysieren, zumal es ja
nicht allzu einfach ist ;-)


Gruss, Lukas


Lukas Zurmühle

unread,
May 4, 2002, 6:37:19 PM5/4/02
to

"Michael Greger" <grege...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ab119n$v4c$01$1...@news.t-online.com...

Pssssst.... die Terroristen könnten es doch lesen...

;-)

Gruss Lukas


Reinhard Greulich

unread,
May 4, 2002, 7:39:11 PM5/4/02
to
On Sat, 4 May 2002 12:49:57 +0200, "Michael Greger"
<grege...@gmx.de> wrote:

>[Gleisstromkreis]
>[unter Spannung stehende Fahrleitung erden]
>
>MFG Michi
>P.S.:Darf man sowas eigentlich sagen, immerhin sind es Tips für potentielle
>Terroristen...da gabs doch erst dieses Urteil gegen ne Webseite...

Warum nicht? Es sind eher Tipps für potenzielle Selbstmörder oder
Anwärter auf den Darwin-Award.

Nicht überall, insbesondere auf der freien Strecke, sind
Gleisfreimeldeeinrichtungen über Gleisstromkreise installiert und eine
unter Spannung stehende Fahrleitung ist nicht augenblicklich
spannungslos, wenn irgendwer eine Erdungsstange drüberhängt. Und um
das ggf bei spannungsführender Fahrleitung unbeschadet zu überstehen,
gibts nicht umsonst eine entsprechende Ausbildung.

Einzig das, was Matthias Köhler hier gepostet hat, ist sinnvoll.
Kreissignal geben in möglichst großem Abstand von der Unfallstelle und
Notfallmanager benachrichtigen.

Gruß - Reinhard.
--
70086 (52°22,79'N - 009°48,81'E)

Michael Greger

unread,
May 4, 2002, 8:32:43 PM5/4/02
to
"Reinhard Greulich" <usn...@greulich.de> schrieb im Newsbeitrag
news:trr8dukul65398dkl...@4ax.com...

> das ggf bei spannungsführender Fahrleitung unbeschadet zu überstehen,
> gibts nicht umsonst eine entsprechende Ausbildung.

Ich denke eben zu sehr in den Trambahngleisen - da ist das kein Problem :-)
Aber 15000V sind eben schon etwas mehr als 750V.
Trotz alledem, was passiert, wenn eine Erdungsstange eingehängt ist und
jemand schaltet irrtümlich die Leitung ein?

> Einzig das, was Matthias Köhler hier gepostet hat, ist sinnvoll.
> Kreissignal geben in möglichst großem Abstand von der Unfallstelle und
> Notfallmanager benachrichtigen.

Ich würde die improvisierte Sh-Tafel auch noch gut finden.

MFG Michi


Roland G. Zimmer - Ulm

unread,
May 4, 2002, 3:34:06 PM5/4/02
to

"Reinhard Schumacher" <reinhard....@nexgo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:29b8dusktijsbiloq...@4ax.com...

>
> Und ist leider traurige Tatsache. Es ist schon vorgekommen, daß
> Polizei und Feuerwehr einen Einsatz im Gleisbereich hatten (den die BZ
> angeleiert hatte), nur der zuständige Fdl wusste nichts davon... :-(((
>
z. B. Nersingen

Gruss Roland


Manfred Gebert

unread,
May 4, 2002, 9:36:48 PM5/4/02
to
Hallo

-Schnipp-


- ein Löschzug und 20 m Abschleppseil
> sollten genügen.

in meinem Ur-Posting gings darum was ich als Ersthelfer machen kann (noch
bevor irgendein Löschzug da ist)

Da ich als aktiver Feuerwehrler+Rettungsdienstler nicht unbedingt zuschauen
will, wenn Fzg'e von Zügen überrollt werden... (im geschilderten Fall war
keiner mehr im Fzg. Muß aber nicht immer so sein...)

Und Eingeklemmte kann ich wahrscheinlich ohne technisches Gerät nicht so
schnell davon überzeugen, das KFZ zu verlassen :-(

Auch der Noruf über die POL dauerte zu lange, daher die Frage

Gruß
Manfred

Kai Garlipp

unread,
May 5, 2002, 3:44:24 AM5/5/02
to
On 05.05.2002 00:10, Henning Koch wrote:
>>Vorsicht! Das hilft nur, wenn die Schranken in Abhängigkeit
>>zu einem Hauptsignal stehen. Bei allen fern- oder
>>lokführerüberwachten Anlagen löst das Festhalten der
>>Schranke dagegen allenfalls eine Störungsmeldung aus, hat
>>aber keine Wirkung auf den Zug bzw. die Signalisierung.
>
> d.h. das Ueberwachungssignal blinkt bei festgehaltenen
> Schrankenbaeumen weiter?

Ja.

In Abhängigkeit von der Bauart der Schrankenanlage kann der Bahnübergang
als gesichert gelten wenn das zugehörige Lichtsignal an der Straße
leuchtet. Die Stellung der Schrankenbäume ist dann irrelevant.

Bye Kai

Uwe Klein

unread,
May 5, 2002, 4:37:27 AM5/5/02
to
Manfred Gebert schrieb:

>
> Hallo
>
> -Schnipp-
> - ein Löschzug und 20 m Abschleppseil
> > sollten genügen.
>
> in meinem Ur-Posting gings darum was ich als Ersthelfer machen kann (noch
> bevor irgendein Löschzug da ist)

[...]

> Auch der Noruf über die POL dauerte zu lange, daher die Frage

Dann bleibt Dir nur noch der Streckenfernsprecher. :-(

Gruss
Uwe


Knut Urbanik

unread,
May 5, 2002, 5:03:55 AM5/5/02
to


>In Abhängigkeit von der Bauart der Schrankenanlage >kann der Bahnübergang
>als gesichert gelten wenn das zugehörige Lichtsignal an >der Straße
>leuchtet. Die Stellung der Schrankenbäume ist dann >irrelevant.

Was soll das für eine Technik sein?
Ist mir in 22 Jahren Bahndienst noch nicht untergekommen.

Knut


Volker Blees

unread,
May 5, 2002, 5:07:13 AM5/5/02
to
Klaus von der Heyde schrieb:

>
> Volker Blees <bl...@verkehr.tu-darmstadt.de> wrote:
> >
> > Vorsicht! Das hilft nur, wenn die Schranken in Abhängigkeit
> > zu einem Hauptsignal stehen. Bei allen fern- oder
> > lokführerüberwachten Anlagen löst das Festhalten der
> > Schranke dagegen allenfalls eine Störungsmeldung aus, hat
> > aber keine Wirkung auf den Zug bzw. die Signalisierung.
>
> Sind die lokfuehrerueberwachten nicht diejenigen, die ihre
> korrekte funktion mit dem ueberwachungssignal anzeigen?
> Bei blockierten schranken muesste doch das blinken unterbleiben,
> oder? Sonst macht die ueberwachung doch keinen sinn.....

Durch das Bü-Überwachungssignal bzw. durch die
Fernüberwachung wird nur die prinzipielle
Funktionstüchtigkeit der BÜ-Sicherungsanlage überwacht. D.h.
bei Lo-Anlagen, das Bü1 ('Bahnübergang darf befahren
werden') erscheint, sobald der Zug die Anlage erfolgreich
eingeschaltet hat; zu diesem Zeitpunkt ist das Blinklicht
bzw. Lichtzeichen aktiv, aber noch nicht die Schranke.
Analog verhält es sich bei Fü-Anlagen, bei denen der
BÜ-Überwacher aber ohnehin kaum mehr eine Chance hätte, den
Zug zu stoppen, wenn nach der zugbedienten Einschaltung die
Anlage ausfällt.

Die Logik, die dahinter steht, ist, dass bereits das
Blinklicht/Lichtzeichen den Straßenverkehr sperrt. Der Fall
'BÜ durch Fahrzeug blockiert' bleibt als Restrisiko
unberücksichtigt.

Henning Koch schrieb:


>
> d.h. das Ueberwachungssignal blinkt bei festgehaltenen
> Schrankenbaeumen weiter?

Das weiß ich nicht sicher, vermutlich eher nicht. In der
Praxis passiert aber der Zug das Überwachungssignal lange
bevor die Schranken sich senken. Ausnahmen sind denkbar,
wenn der Zug deutlich langsamer fährt, als es bei Berechnung
der Einschalt- und Überwachungspunkte angenommen wurde, oder
wenn wgen eins Haltepunkts zwischen Einschaltpunkt und BÜ
ein Überwachungswiederholer aufgestellt ist.

Aber nochmal zum ursprünlichen Thema: Eingriffe in die
BÜ-Sicherungsanlage dürfen immer nur eine zusätzliche
Maßnahme zum Kreissignal sein!

X-post nach d.e.n. wegen Relevanz des letzten Satzes
ausnahmsweise beibehalten. Bitte geeignetes F'up setzen.

Gruß
Volker

Matthias Koehler

unread,
May 5, 2002, 5:26:45 AM5/5/02
to
[Reinhard:]


> Einzig das, was Matthias Köhler hier gepostet hat, ist sinnvoll.
> Kreissignal geben in möglichst großem Abstand von der Unfallstelle und
> Notfallmanager benachrichtigen.

Es war Oliver, der Ordnung ins Chaos gebracht hat. Ich habe es dann nur noch
mal zusammengefaßt, weil mir von diesen ganzen Kamikaze-Vorschlägen auch
schon ganz übel wurde und die Feuerwehrleute und Rettungsdienstler in der
anderen Gruppe sich nun wirklich nicht solchen Unfug einprägen sollten. Bei
allem, was mit Unfallverhütung zu tun hat, darf man wirklich nur mit
Positiv-Beispielen arbeiten, weil sonst die Gefahr besteht, dass jemand nur
halb zuhört oder halb mitliest und sich im Ernstfall genau daran erinnert,
anstatt es richtig zu machen.

Und ich liefere gleich noch einen Tipp hinterher: Wenn man versucht, am
Gleis (nicht auf dem Gleis!) möglichst schnell voranzukommen, dann sollte
man aufpassen, dass man dabei nicht auf den Pinsel fällt. An allen Neu- und
Ausbaustrecken gibt es diese Kabelkanäle mit Betonabdeckungen. Auf denen ist
es am ehesten möglich, sich recht zügig zu bewegen, ohne sich dabei in
Gefahr zu bringen. Auch bei Nässe gerät man dort nicht ins Rutschen.

Matthias

--
Matthias Köhler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de

Matthias Doerfler

unread,
May 5, 2002, 5:53:58 AM5/5/02
to
Am Sat, 04 May 2002 18:00:42 +0200 schrieb Andreas Pothe:
> Klaus von der Heyde wrote:

> > Im ursprungsposting war speziell von bahnuebergaengen die rede.
> > Wenn man die (halb-) schranken am schliessen hindert (wie macht man
> > das am besten)
>
> Schrankenbaum festhalten sollte normalerweise reichen.
>
> > oder die blinklichtanlage beschaedigt (wie? kabel
> > durchschneiden?),
>
> Glas und Birnen kaputt hauen.
>
> > muesste doch das ueberwachungssignal inaktiv
> > bleiben.
>
> Wo es das noch gibt, ja. Sonst das entsprechende, den BÜ deckende Signal
> auf rot.

Fullquote beabsichtigt, mit der dringenden Bitte aufzuhören, solch
einen Stuss zu schreiben! Zumal die Frage gerade nicht aus deb*,
sondern aus d.e.notfallrettung kam; wenigstens läuft der ganze Quark
nicht als Crosspost nach dort. Mit dem, was nicht nur ihr beide hier
von euch gebt, bringen sich die Retter nämlich je nach Art der Anlage
um so mehr in Gefahr. Selbst ich traue mir nicht mehr in jedem Falle
zu, anhand äußerer Merkmale straßenseitiger Einrichtungen die Technik
der Anlage einzuschätzen. Und nur die wenigsten Rettungskräfte sind
Nachrichtentechniker einer Eisenbahn oder eines Schaltanlagenher-
stellers und damit professionell zu einer solchen Einschätzung
befähigt.

Ich kann nur meinem Namensvetter Köhler beipflichten in MID
<B8F9DBF8.28A98%ne...@koehler-film.de>: Die _legale_ Antwort für die
Rettungsdienste auf die Frage im Subject heißt ohne anderweite
Kommunikationsmittel: je ein Mann in jede Richtung außerhalb der
Gleise 1000 Meter vom Vorfallsort wegeilen und dort Kreissignal
abgeben. Zwei dafür geeignete Gegenstände (es *muss* ja keine rot-
weiße Signalfahne sein bzw. die rot abgeblendete Laterne - es *soll*
eine solche sein) hat jeder Rüstwagen an Bord.

Ansonsten sind die Kräfte der Notfallorganisationen (wie jedermann)
bei Vorliegen eines Notstands berechtigt - wo vorhanden - die
Streckenfernsprecheinrichtung zu benutzen, damit der örtlich zustän-
dige Fahrdienstleiter, zu dem dieser Telefondraht läuft, die Strecke
sperrt. Im Zweifel befindet sich eine Sprechstelle im oder am
Schalthaus. Armin hat die Bedienung am Ende von Message-ID:
<3cd43358...@news.btx.dtag.de> beschrieben.

Schließlich ist für den Bereich der Deutschen Bahn AG zur Zeit
republikweit die Einrichtung von Notfall-Leitstellen bei den sieben
Betriebszentralen im Gange. Der sofortige Handyanruf dort ist allemal
zielführender als jedes Manipulieren an Bahnanlagen, wenn sich erst am
Ereignisort herausstellt, dass die Bahnlinie gesperrt werden muss (Ich
würde eher unterstellen, dass die Einsatzzentrale über Festnetz
während des Ausrück-Zeitraums bereits vorsorglich eine Sperrung veran-
lasst/veranlassen soll, wenn sie wegen der ihr genannten Örtlichkeit
davon auszugehen hat, dass weitere Gefahr vom Bahnbetrieb droht).

Wenn ich recht informiert bin, werden die Notfall-Leitstellen der DB
über die Landesfeuerwehrschulen bekanntgemacht. Das versagt allerdings
bei der Mehrzahl der nicht bundeseigenen Eisenbahnen.
--

mfg Matthias Dörfler
Diese Nachricht stellt nur meine persönliche Meinung dar.

Matthias Doerfler

unread,
May 5, 2002, 5:54:04 AM5/5/02
to
Am Sun, 5 May 2002 03:36:48 +0200 schrieb Manfred Gebert:

> in meinem Ur-Posting gings darum was ich als Ersthelfer machen kann (noch
> bevor irgendein Löschzug da ist)

[...]


> Auch der Noruf über die POL dauerte zu lange, daher die Frage

Als Ersthelfer, falls du nicht gerade zwei däumchendrehende Beifahrer
hast, versagt prinzipiell die Möglichkeit, in beide Richtungen zu
eilen und Kreissignal abzugeben. Nach Murphys Law befindet sich an der
Vorfallsstelle dann auch kein Streckenfernsprecher. Eigenschutz geht
dennoch vor. Also außerhalb der Gleise in die Richtung eilen, in der
der nächste Streckenfernsprecher markiert ist (Pfeil auf den
Hektometersteinen).

und in Message-ID: <ab0hpn$q8a$06$1...@news.t-online.com>

> Wo sind normalerweise die Notfallmanager der Bahn stationiert?

Die Notfallbezirke sind so aufgeteilt, dass der Nmg *nach* seiner
Benachrichtigung regelmäßig innerhalb eines Zeitraums von *30 Minuten*
am Ereignisort eintreffen kann.
Über den Nmg eine Streckensperrung veranlassen zu wollen, ist also
kein gangbarer Weg. Hingegen ist es u.a. seine Sache, nach Beendigung
des Notfalleinsatzes die Sperrung durch den örtlich zuständigen
Fahrdienstleiter wieder aufheben zu lassen.

> und noch viel wichtiger:
> Wie erreichbar???

Über unternehmenseigenes Handy ohne spezifische Nummernzuteilung, bzw.
über die Festnetznummer, die sie als Wohnungsinhaber sowieso haben.

Andreas Pothe

unread,
May 5, 2002, 6:59:20 AM5/5/02
to
Matthias Doerfler wrote:

> Fullquote beabsichtigt, mit der dringenden Bitte aufzuhören, solch
> einen Stuss zu schreiben!

Inwiefern ist es Stuss, dass es mittels Festhalten möglich ist, einen
Schrankenbaum am Schließen zu hindern?
Es gibt eben nur keine Garantie, dass das gegen einen Unfall hilft. Nur
in dem Moment, wo die Schranke schließt, nützt dir auch kein Kreissignal
mehr etwas, dann heißt es nur noch "Beine unter dem Arm".

Erst lesen, dann verstehen, dann meckern!

BTW: http://learn.to/quote/

Gruß
Andreas

--
Software für Ihr Hobby, z. B. Modellautoverwaltung
http://www.pothe.de * http://www.ap-modellauto.de

Oliver Lemke

unread,
May 5, 2002, 5:31:52 AM5/5/02
to
Volker Blees wrote:

> Analog verhält es sich bei Fü-Anlagen, bei denen der
> BÜ-Überwacher aber ohnehin kaum mehr eine Chance hätte, den
> Zug zu stoppen, wenn nach der zugbedienten Einschaltung die
> Anlage ausfällt.

Sieht man sehr schön am Zusammenprall des RE 3560 mit einem Lkw der
US-Armee, letztes Jahr am 22.06. Der Lkw behinderte den einen Schrankenbaum
am vollständigen Zulaufen, weil der Fahrer versuchte, auf der Mitte der
Strasse den BÜ (EBÜT 80, LzH, Fü) zu überqueren. Dadurch wurde auf dem
zugehörigen Stellwerk in Freihung eine Störmeldung ausgelöst. Zwischen
Störmeldung un Zusammenprall verblieben aber nur noch 2 Sekunden (der Tf
hatte ohnehin etwa 4 Sekunden vor dem Zusammenprall eine Schnellbremsung
ausgelöst).

Im konkreten Fall hätte der Fdl auch für den Fall, dass der Fehler gleich
beim Einschalten des BÜ aufgetreten wäre, nur 27 Sekunden Zeit gehabt, den
Tf zu warnen - viel zu kurz.

Oli


--
* Ingenieure sind der Meinung, 1 Kilobyte seien 1000 byte.
* Informatiker glauben 1 Kilometer seien 1024 Meter...
*
* Oliver Lemke - TU Braunschweig - o.l...@tu-bs.de

Klaus von der Heyde

unread,
May 5, 2002, 7:40:46 AM5/5/02
to
Matthias Doerfler <usenet...@wedebruch.de> wrote:
>
> Fullquote beabsichtigt, mit der dringenden Bitte aufzuhören, solch
> einen Stuss zu schreiben!

Ich habe nur gefragt.
Also, man soll sich nicht damit abgeben, die anlage ausser betrieb
zu setzen - dass es bei bereits eingeschalteter anlage zu spaet ist,
war mir ja klar.

Das anbringen von notfallknoepfen ("Bei gefahr: scheibe einschlagen
und knopf druecken.") scheitert wohl am moeglichen missbrauch :((

Die beste technische sicherung waere meiner meinung nach eine freimeldung
per lichtschranke/radar/ultraschall - und signalisierung per
ueberwachungs- bzw. blocksignal.

Missbrauch kann man natuerlich auch mit dem kreissignal treiben;
ist es gewollt, dass dies nicht allgemein vermittelt wird und
bekannt ist?

Michael Greger

unread,
May 5, 2002, 8:06:42 AM5/5/02
to
"Reinhard Greulich" <usn...@greulich.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9a7aducqottf7ojlg...@4ax.com...
> Wenn die Fahrleitung regulär abgeschaltet worden ist, sollte im
> Unterwerk eine Sicherung gegen unbeabsichtiges Wiedereinschalten
> angebracht worden sein; die Erdung ist dann eine zusätzliche

Ja...sollte! Wo Menschen sind, sind auch Fehler :-(

> Sicherung, die vor Ort eben auch optisch überwacht werden kann. Wenn

Wie "optisch überwacht"? Wenn doch eingeschaltet wird, fällt der Arbeiter
tot von der Leiter :-/

> kV-Bereich liegt und durchaus lebensgefährlich ist. Allerdings wird
> sie die Erdungsstange nicht verdampfen lassen.

Und *wenn* nun doch *theoretisch* voll eingeschaltet wird? Soweit ich das
jetzt verstanden habe, dient die Erdungsstange nur dazu, induzierte Ströme
und alles, das z.B. über Trenner oder Bremsrückspeisung in die Leitung
kommt, abzuleiten. Würde sie die volle Power aushalten?

MFG Michi


Reinhard Greulich

unread,
May 5, 2002, 8:01:07 AM5/5/02
to
On Sun, 5 May 2002 02:32:43 +0200, "Michael Greger"
<grege...@gmx.de> wrote:

>Ich denke eben zu sehr in den Trambahngleisen - da ist das kein Problem :-)
>Aber 15000V sind eben schon etwas mehr als 750V.
>Trotz alledem, was passiert, wenn eine Erdungsstange eingehängt ist und
>jemand schaltet irrtümlich die Leitung ein?

Wenn die Fahrleitung regulär abgeschaltet worden ist, sollte im


Unterwerk eine Sicherung gegen unbeabsichtiges Wiedereinschalten
angebracht worden sein; die Erdung ist dann eine zusätzliche

Sicherung, die vor Ort eben auch optisch überwacht werden kann. Wenn

die Abschaltung durch einen Kurzschluss passiert ist, wird das
Unterwerk automatisch versuchen, die Fahrleitung wieder einzuschalten.
Dafür wird aber nicht gleich die volle Spannung eingeschaltet, sondern
in mehreren Versuchen eine Prüfspannung angelegt, die IIRC auch im


kV-Bereich liegt und durchaus lebensgefährlich ist. Allerdings wird
sie die Erdungsstange nicht verdampfen lassen.

Gruß - Reinhard.

Marc Haber

unread,
May 5, 2002, 9:02:41 AM5/5/02
to
"Michael Greger" <grege...@gmx.de> wrote:
>Würde sie die volle Power aushalten?

Das denke ich schon, denn der Leiter ist dicker als der Fahrdraht.

Grüße
Marc

--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.

Michael Greger

unread,
May 5, 2002, 9:11:18 AM5/5/02
to
"Marc Haber" <mh+use...@zugschlus.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ab3ahh$esn$1...@q.bofh.de...

> Das denke ich schon, denn der Leiter ist dicker als der Fahrdraht.

Würde denn dann auch im Unterwerk die Sicherung rausfliegen?

MFG Michi


Roland G. Zimmer - Ulm

unread,
May 5, 2002, 8:03:25 AM5/5/02
to

"Matthias Koehler" <ne...@koehler-film.de> schrieb im Newsbeitrag
news:B8FAC775.29009%ne...@koehler-film.de...
> [Reinhard:]

>
>
> Und ich liefere gleich noch einen Tipp hinterher: Wenn man versucht, am
> Gleis (nicht auf dem Gleis!) möglichst schnell voranzukommen, dann sollte
> man aufpassen, dass man dabei nicht auf den Pinsel fällt. An allen Neu- und
> Ausbaustrecken gibt es diese Kabelkanäle mit Betonabdeckungen. Auf denen ist
> es am ehesten möglich, sich recht zügig zu bewegen, ohne sich dabei in
> Gefahr zu bringen. Auch bei Nässe gerät man dort nicht ins Rutschen.
>
Dann versuch das mal in der Geislinger Steige :-(

Gruss
Roland


Uwe Klein

unread,
May 5, 2002, 9:36:59 AM5/5/02
to
Michael Greger schrieb:

Wenn der Ausloesestrom zum fliessen kommt...

Gruss
Uwe

Volker Blees

unread,
May 5, 2002, 10:14:43 AM5/5/02
to
Hallo Andreas,

Andreas Pothe schrieb:


>
> Matthias Doerfler wrote:
>
> > Fullquote beabsichtigt, mit der dringenden Bitte aufzuhören, solch
> > einen Stuss zu schreiben!
>
> Inwiefern ist es Stuss, dass es mittels Festhalten möglich ist, einen
> Schrankenbaum am Schließen zu hindern?

So isoliert betrachtet ist es natürlich kein Stuss.

Aber Klaus referenzierte in seiner Frage in
<i7r0ba...@auryn.bn.de.soc> ausdrücklich auf die
Ursprungsfrage aus d.e.n. und damit auch auf die Frage im
Betreff. In diesem Kontext sind deine Antworten (und auch
viele anderen hanebüchenen Vorschläge in diesem Thread)
nicht nur Stuss, sondern schlichtweg gefährlich, falls sie
irgendjemand als sinnvolle Antwort auf die Ursprungsfrage
Ernst nimmt.

> Es gibt eben nur keine Garantie, dass das gegen einen Unfall hilft.

Dieser Hinweis fehlte leider in deinem Posting, an dem
Matthias sich stieß.

> Nur
> in dem Moment, wo die Schranke schließt, nützt dir auch kein Kreissignal
> mehr etwas, dann heißt es nur noch "Beine unter dem Arm".

Das ist in dieser Allgemeinheit schlichtweg falsch. Es gibt
hinreichend BÜ mit so langen Einschaltzeiten, dass man dem
Zug noch ein gutes - ggf. rettendes - Stück entgegenlaufen
kann. Und solange man sich an die von Matthias Köhler
geposteten Regeln hält und den Eigenschutz hinreichend
beachtet, ist der Versuch, ein Kreissignal abzusetzen, auf
jeden Fall unschädlich und von allen denkbaren Maßnahmen die
Erfolgversprechendste.

> BTW: http://learn.to/quote/

???

Gruß
Volker

Matthias Koehler

unread,
May 5, 2002, 10:35:10 AM5/5/02
to
[Angie fragt in de.etc.notfallrettung:]

> Was sind "Knallkapseln"?

Im Signalbuch der Deutschen Reichsbahn war in früheren Zeiten neben den
Haltesignalen Sh 0 bis Sh 3 auch das Signal Sh 4 aufgeführt. Dabei handelte
es sich um Knallkapseln, die 1000 Meter vor der Gefahrenstelle auf das Gleis
gelegt wurden, und zwar drei Stück im Abstand von jeweils 30 Metern. Fuhr
nun der Zug über diese Kapseln, so hörte der Lokführer einen Knall. Schon
der erste Knall ist ein Haltebefehl, der aber durch die beiden weiteren
Knalle nochmals bestätigt wurde.

Das Sh 4 durfte aber nur in Verbindung mit anderen Sh-Signalen eingesetzt
werden, also zum Beispiel 1000 Meter (oder andere Abstände, siehe Link) vor
einer Sh 2-Scheibe. Näheres findet sich unter

http://home.tiscalinet.de/rba-eins/dv/dv301-abschnitt_3-10.html

Ansonsten gehört das aber wirklich nach de.etc.bahn.eisenbahntechnik.

Ralf Gunkel

unread,
May 5, 2002, 11:18:41 AM5/5/02
to

"Knut Urbanik" <dick...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ab2sj0$1jv$00$1...@news.t-online.com...
Hallo Knut,
also so wie in diesem gesamten Beitrag habe ich mich selten Amüsiert.
Herrlich diese Ideen.
Besonders geil weiter unten. Oberleitung Erden. Mc Donalds Prinzip: 2
Einsätze zum Preis von einem. 1x PKW VU und 1x Stromschlagopfer.
Ich lach mich noch schlapp. Ls einschlagen, LZB kappen, Schrankenbäume
anheben. Man sollte meinen man wäre auf der HP der Castorgegner.

--
Gruß Ralf
www.ralf-gunkel.de
alte FV der DB §2 Abs.2 ... Die Mitarbeiter müssen es sich zur Pflicht
machen, die Betriebsvorschriften gewissenhaft zu befolgen und ihren Dienst
mit der dem Wesen des Eisenbahnbetriebs entsprechenden Raschheit, ABER OHNE
ÜBERSTÜRZUNG, auszuführen. ...


Thomas Woditsch

unread,
May 5, 2002, 11:39:17 AM5/5/02
to
Michael Greger schrieb:

>Ich denke eben zu sehr in den Trambahngleisen - da ist das kein Problem :-)
>Aber 15000V sind eben schon etwas mehr als 750V.
>Trotz alledem, was passiert, wenn eine Erdungsstange eingehängt ist und
>jemand schaltet irrtümlich die Leitung ein?

Dann würden die Überwacher sofort wieder auslösen - und spätestens dann
sind die auf der Schaltwarte hellwach...
Generell sind die Gespräche für Schaltarbeiten ebenso wie die Zugmeldung
im konkreten Wortlaut vorgeschrieben - damit eben das irrtümliche
Einschalten geerdeter Gruppen unwahrscheinlicher gemacht wird.

Ich habe in der "Vorschrift für den Dienst auf elektrisch betriebenen
Strecken" von 1950, §8 (10) folgende Passage gefunden:

"In der Regel sollen nur abgeschaltete Leitungen geerdet werden.
Ausnahmen sind nur in besonders dringenden Fällen zulässig (Gefährdung
von Menschenleben, Bränden in Nähe von Leitungen, Störungen im
Fernsprechnetz oder in den Streckenschaltern). Bei Einhängen der
Erdungsstangen in nicht abgeschaltete Leitungen muß mit besonderer
Vorsicht vorgegangen werden, weil erst durch den entstehenden Kurzschluß
(Lichterscheinung, Knall) die Leitung abgeschaltet wird."

Aber das ist noch lange kein Mittel, um einen Zusammenprall zu
verhindern!

Also zunächst zum Fernsprecher, oder im Zweifelsfall die 112 wählen
(diese Notrufnummer funktioniert von jedem Handy - unabhängig von der
SIM-Karte und eventuelle fehlendem Guthaben - sogar ohne SIM!) und eine
Sperrung des Gleises veranlassen.

mfg

Thomas

mfg

Thomas
--
/"\ ASCII RIBBON CAMPAIGN
\ / AGAINST HTML IN E-MAIL AND NEWS
x
/ \

Marco Gsellmann

unread,
May 4, 2002, 12:55:03 PM5/4/02
to

"Michael Greger" <grege...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ab0ikm$pa3$00$1...@news.t-online.com...
> "Kai Garlipp" <kai.g...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
> news:ab0npt...@zingst.garlipp.de...
> On 04.05.2002 12:49, Michael Greger wrote:
>
> > Dieser Tip ist aber zur Nachahmung nicht unbedingt empfohlen wenn man
> > nicht weiß man man tut, sonst dürfen die Retter die Staubspuren des
> > Ausführenden zusammenfegen.
>
> Eben. Deshalb wäre das für mich ja auch die letzte Option.
> Wenn aber ein Unfall bereits passiert ist, würde ich das ohne weiteres
> Nachdenken machen, damit nicht noch jemand von der evtl.
> runterkommenden/gekommenen OL gegrillt wird.
>
...und wenn du das dann falsch anstellst brennst du beim versuch die
oberleitung
zu erden sie erst recht herunter...


--
marcogs...@vr-web.de

www.bxf.de


Michael Greger

unread,
May 5, 2002, 11:46:53 AM5/5/02
to
"Marco Gsellmann" <marcogs...@vr-web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ab3ji4$f0t8k$1...@ID-53221.news.dfncis.de...

> ...und wenn du das dann falsch anstellst brennst du beim versuch die
> oberleitung
> zu erden sie erst recht herunter...

Und wenn ich die Erdungsstange am Mastausleger einhänge?

MFG Michi


Matthias Dingeldein

unread,
May 5, 2002, 11:49:51 AM5/5/02
to
Matthias Doerfler schrieb:

> Also außerhalb der Gleise in die Richtung eilen, in der
> der nächste Streckenfernsprecher markiert ist (Pfeil auf den
> Hektometersteinen).

Manchmal sind die Pfeile auch an den Telegrafenmasten (Nebenbahn) oder
Oberleitungsmasten angebracht. Wenn die Drähte nachträglich verbuddelt
wurden, gibt's u.U. auch gar keine Pfeile.
Eine Fleißaufgabe wäre also das Erstellen einer Liste der Fernsprecher
mit km-Angabe (Lokführer, Fdl), hinterlegt bei
Feuerwehr/Polizei/Rettungsdiensten, oder das Anbringen fehlender
Pfeile (wer auch immer für
km-Steine/Telegrafenmasten/Oberleitungsmasten zuständig ist), ggfs.
auch an BÜ

Gruß, Matthias Dingeldein

Michael Greger

unread,
May 5, 2002, 11:50:08 AM5/5/02
to
"Thomas Woditsch" <t...@uni.de> schrieb im Newsbeitrag
news:fhjadus2aom8s8ltq...@4ax.com...
> Sperrung des Gleises veranlassen.

Super. Ihc rufe also 112 an, erkläre denen, was passiert ist, die suchen die
Telefonnummer des Stellwerks, rufen dort an, und bis dort der Fdl das Gleis
zugemacht hat, ist die RB schon 10x durchgefahren... :-/
Lieber noch am Streckenfernsprecher kurbeln. Kriegt der Fdl eigentlich
angezeigt, an welchem Kasten man ist, oder haben die Dinger wie die
Notrufsäulen an den BAB eine Kennung zum vorlesen?

MFG Michi


Michael Greger

unread,
May 5, 2002, 11:52:10 AM5/5/02
to
"Ralf Gunkel" <ralf....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ab3igh$s5q$02$1...@news.t-online.com...

> anheben. Man sollte meinen man wäre auf der HP der Castorgegner.

Atomkraft nein danke - ich krieg meinen Strom aus der Steckdose!
Das mit dem OL erden war ne Schnapsidee, soll ich das Posting zurückziehen
oder was?

MFG Michi


Matthias Koehler

unread,
May 5, 2002, 11:53:31 AM5/5/02
to
[Ralf:]

> Besonders geil weiter unten. Oberleitung Erden. Mc Donalds Prinzip: 2
> Einsätze zum Preis von einem. 1x PKW VU und 1x Stromschlagopfer.
> Ich lach mich noch schlapp. Ls einschlagen, LZB kappen, Schrankenbäume
> anheben. Man sollte meinen man wäre auf der HP der Castorgegner.

So ähnlich habe ich das auch empfunden und war einigermaßen verwundert, um
nicht zu sagen schockiert, was hier so empfohlen wurde. Ich hoffe, dass die
richtige Verfahrensweise nicht untergeht, sondern sich in der Hirnrinde
jederzeit abrufbereit eingraviert.

Uwe Klein

unread,
May 5, 2002, 11:52:55 AM5/5/02
to
Matthias Koehler schrieb:

>
> [Angie fragt in de.etc.notfallrettung:]
>
> > Was sind "Knallkapseln"?
>
> Im Signalbuch der Deutschen Reichsbahn war in früheren Zeiten neben den
> Haltesignalen Sh 0 bis Sh 3 auch das Signal Sh 4 aufgeführt. ...

Nicht nur im SB der DR! Auch bei der DB gab es dieses Signal.

[Beschreibung Sh4]



> Das Sh 4 durfte aber nur in Verbindung mit anderen Sh-Signalen eingesetzt
> werden, also zum Beispiel 1000 Meter (oder andere Abstände, siehe Link) vor

> einer Sh 2-Scheibe. ...

Dies ist fuer den Bereich DB so nicht richtig. Im SB59 steht u.a. zum
Sh4:

100. Das Signal wird angewandt, wenn Zug- und Rangierfahrten bei Gefahr
angehalten werden sollen und ihre Verstaendiugung auf andere Weise nicht
moeglich ist oder nicht sicher erscheint. [...]

> ... Näheres findet sich unter


>
> http://home.tiscalinet.de/rba-eins/dv/dv301-abschnitt_3-10.html
>
> Ansonsten gehört das aber wirklich nach de.etc.bahn.eisenbahntechnik.

Darum fup2 deb.et

Gruss
Uwe


Ralph A. Schmid, DG5MEC

unread,
May 5, 2002, 1:26:43 PM5/5/02
to
"Manfred Gebert" <in...@blaulicht.de> wrote:

>-schnipp-
>> deren Mitarbeiter den Zug mittels des Kreissignals stellen koennen. Eine
>> weitere Moeglichkeit ist der Zugbahnfunk, ueber den der Lokfuehrer
>> erreicht werden kann. Sollten diese Moeglichkeiten nicht zur Verfuegung
>> stehen wird es zu einer Kollision kommen. :-(
>
>Was für Frequenzen hat der Zugbahnfunk?
>Vergleichbar mit BOS oder ganz woanders? (70cm, etc...)

Ganz woanders, auf 70cm, 457/467 MHz, und spezielle Signaisierung, da
tut man sich mit "normalen" (=nicht-DB) Funkgeräten schwer, Kontakt zu
bekommen. Man kann ein Betriebsfunkgerät so hinbekommen, daß man den
Notruf

regards - Ralph

--

Want to get in touch? http://www.dg5mec.de/whereisralph.txt

Holger Nawrath

unread,
May 5, 2002, 12:32:55 PM5/5/02
to
Tach zusammen,

> Analog verhält es sich bei Fü-Anlagen, bei denen der
> BÜ-Überwacher aber ohnehin kaum mehr eine Chance hätte, den
> Zug zu stoppen, wenn nach der zugbedienten Einschaltung die
> Anlage ausfällt.

Dann haetten wir den Fall des sog. Enddeckerzuges. IIRC sind Fue-Anlagen
daher auch mit "Doppelten Komponeten" ausgestattet, damit etwa ein bis
durch Nagetiere eben kein Ausfall der Aussenanlage bewirkt.

Ausnahmen sind denkbar,
> wenn der Zug deutlich langsamer fährt, als es bei Berechnung
> der Einschalt- und Überwachungspunkte angenommen wurde, oder
> wenn wgen eins Haltepunkts zwischen Einschaltpunkt und BÜ
> ein Überwachungswiederholer aufgestellt ist.

Dann muss bei Fue-Anlagen aber vorm dem BUe angehalten werden (i.d.R bei
Fahrten unter 20 km/h) und der BUe vom Zub gesichert werden.


>
> Aber nochmal zum ursprünlichen Thema: Eingriffe in die
> BÜ-Sicherungsanlage dürfen immer nur eine zusätzliche
> Maßnahme zum Kreissignal sein!

Richtig. Kreissignal hat wohl noch die groesste Chance (50 %) U.U. kommt
es "nur" zum Sachschaden, was voraussetzt, dass die beteigten
Strassenverkehrsteilnehmer etwas mehr Intelligenz haben, als die 1992
(?) von Nersingen. Also im Zweifel als Person aus dem Gefahrenraum
treten, insbesondere bei Nebel.

Dieses Thema verdeutlicht auch, warum Zug-und-Stosseinrichtungen von Fz
wichtig sind. LNTs duerfen teilweise nicht im GWB fahren, da man davon
ausgeht, dass beim Benutzen des Regelgleises der LNT nach BOStrab aus 70
Km/h in unter 70 m zum vor dem Hindernis stehen kommt. Bei GWB-Fahrten
hingegen kommt das Hindernis auf den LNT zu. Da nutzt auch dann sie
"Strassenbahnbremse" nix mehr...
Aber leider hat die UIC immer noch kein Einsehen, dass Merkblaetter fuer
LNT's notwendig sind.

Gruesse aus der Hauptstadt

Holger N. aus B.

Ralf Gunkel

unread,
May 5, 2002, 12:34:36 PM5/5/02
to

"Michael Greger" <grege...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ab3kfj$g8m$01$1...@news.t-online.com...
Geht das denn? Das Posting zurücknehmen.

Hast du mal gesehen wenn so ein Überschlag geschieht. Das machst du nicht
freiwillig, glaub es mir.

Aber um wieder On Topic zu werden. Die einzig sinvolle Vorgehensweise ist
daß die Rettungsleitstelle der Notfalleitstelle der DB bescheid gibt und
diese "sollte" (Hallo Knut) den Fdl unterrichten.
Ist der Unfall eingetreten und noch kein Rettungsdienst unterwegs, also für
Passanten, dann nach der Alamierung der Rettungsdienste einen
Streckenfernsprecher suchen. Meist befindet sich einer am oder beim Bü
Schalthaus. Auf der freien Stecke so ca. alle 1000m. Vorhandensein eines
Vierkant zur Nutzung vorausgesetzt.
Bitte nun keine Vierkant-Diskussion wieder entbrennen lassen. Die hatten wir
schon.

Klaus von der Heyde

unread,
May 5, 2002, 12:47:12 PM5/5/02
to
Holger Nawrath <naw...@gmx.net> wrote:
> Strassenverkehrsteilnehmer etwas mehr Intelligenz haben, als die 1992
> (?) von Nersingen.

Was passierte dort?

Reinhard Greulich

unread,
May 5, 2002, 1:11:04 PM5/5/02
to
On Sun, 5 May 2002 13:40:46 +0200, Klaus von der Heyde
<uzs...@uni-bonn.de> wrote:

>Missbrauch kann man natuerlich auch mit dem kreissignal treiben;
>ist es gewollt, dass dies nicht allgemein vermittelt wird und
>bekannt ist?

Missbrauch des Kreissignales ist dadurch wesentlich erschwert, dass
die das Signal gebende Person dies kaum anonym tun kann.
Wahrscheinlich ist es deshalb noch nicht vorgekommen. Mich würde
allerdings durchaus interessieren, ob auch der Tf eines
Castor-Transportes auf das Kreissignal eines "langhaarigen Typen" im
Norwegerpullover und Ostfriesennerz vorschriftsmäßig reagieren würde.

Fred Sonnenrein

unread,
May 5, 2002, 1:21:50 PM5/5/02
to
Oliver Lemke <o.l...@tu-bs.de> schrieb am Sat, 04 May 2002 13:55:06
+0200:

>Wenn Du den LZB-Leiter nur einfach mit einem glatten Schnitt durchtrennst
>wird ausser einer Störmeldung auf den Stellwerk nichts passieren, weil die
>LZB AFAIK von beiden Seiten gespeist wird.

Da aber die Sendefunktion des LZB-Linienleiters auf dem darin
fließenden Strom basiert ist die betroffene Schleife tot.

Auswirkungen:

A) alte LZB mit max. 12,6 langen Schleifen --> 12,6 km nur 160 km/h
B) neue LZB mit 300 m langen Kurzschleifen --> Tfz-Einrichtung bemerkt
zwar kurzzeitigen Übertragungsausfall, als Störung wirkt sich das aber
erst nach 400 m aus.
Wenn natürlich die 300 m-Schleife gekappt wird, die direkt vor einem
Signal liegt, kommt ein LZB-geführter Zug, der vor diesem Signal hält
nicht mehr weg, ohne die LZB abzuschalten bzw. mit der Befehlstaste zu
"überbrücken".

Was auf dem Tfz bei Übertragungsausfall passiert, weiß ich icht genau,
aber die mitlesenden Tf werden das sicherlich erläutern.

Daß die Unterbrechung der Schleife als Fehlermeldung an das Stellwerk
gemeldet wird, glaube ich nicht.

>Oder hilft es, wenn man auch den im Schienenfuss
>verlaufenden zweiten Teil der Schleife auftrennt?

Ne.

Fred Sonnenrein
Braunschweig

Matthias Koehler

unread,
May 5, 2002, 1:20:31 PM5/5/02
to
[Klaus:]


>> Missbrauch kann man natuerlich auch mit dem kreissignal treiben;
>> ist es gewollt, dass dies nicht allgemein vermittelt wird und
>> bekannt ist?

[Reinhard:]



> Missbrauch des Kreissignales ist dadurch wesentlich erschwert, dass
> die das Signal gebende Person dies kaum anonym tun kann.
> Wahrscheinlich ist es deshalb noch nicht vorgekommen. Mich würde
> allerdings durchaus interessieren, ob auch der Tf eines
> Castor-Transportes auf das Kreissignal eines "langhaarigen Typen" im
> Norwegerpullover und Ostfriesennerz vorschriftsmäßig reagieren würde.

Er hat ja keine andere Wahl. Wenn er es sieht, muss er anhalten. Allerdings
denke ich, dass die Polizisten denjenigen gar nicht erst in die Nähe des
Gleises lassen würden. Oder er wird gleich anschließend festgenommen.

Merke: In einer Gefahrensituation sind Nothalt-Signale sehr erwünscht. Wenn
aber jemand außerhalb einer solchen Notsituation derartige Signale gibt, so
ist das automatisch ein gefährlicher Eingriff in den Schienenverkehr. Und
das ist ein Straftatbestand.

Roland G. Zimmer - Ulm

unread,
May 5, 2002, 12:47:55 PM5/5/02
to

"Thomas Woditsch" <t...@uni.de> schrieb im Newsbeitrag
news:fhjadus2aom8s8ltq...@4ax.com...
> Michael Greger schrieb:
>
> >Ich denke eben zu sehr in den Trambahngleisen - da ist das kein Problem :-)
> >Aber 15000V sind eben schon etwas mehr als 750V.
> >Trotz alledem, was passiert, wenn eine Erdungsstange eingehängt ist und
> >jemand schaltet irrtümlich die Leitung ein?
>
> Dann würden die Überwacher sofort wieder auslösen - und spätestens dann
> sind die auf der Schaltwarte hellwach...
> Generell sind die Gespräche für Schaltarbeiten ebenso wie die Zugmeldung
> im konkreten Wortlaut vorgeschrieben - damit eben das irrtümliche
> Einschalten geerdeter Gruppen unwahrscheinlicher gemacht wird.
>
> Ich habe in der "Vorschrift für den Dienst auf elektrisch betriebenen
> Strecken" von 1950, §8 (10) folgende Passage gefunden:

1 9 5 0: wir sind heute 52 Jahre älter, Technik und Vorschriften haben sich
geändert.
Vergiss also die nachstehende Vorschrift, es könnte heute tödlich sein.

>
> "In der Regel sollen nur abgeschaltete Leitungen geerdet werden.
> Ausnahmen sind nur in besonders dringenden Fällen zulässig (Gefährdung
> von Menschenleben, Bränden in Nähe von Leitungen, Störungen im
> Fernsprechnetz oder in den Streckenschaltern). Bei Einhängen der
> Erdungsstangen in nicht abgeschaltete Leitungen muß mit besonderer
> Vorsicht vorgegangen werden, weil erst durch den entstehenden Kurzschluß
> (Lichterscheinung, Knall) die Leitung abgeschaltet wird."
>

Gruss Roland


Frank Nitzschner

unread,
May 5, 2002, 1:53:08 PM5/5/02
to
"Matthias Dingeldein" <matthias....@eckert.rwth-aachen.de> schrieb:
> Zum Ausschalten werden sie kurzgeschlossen oder der Schwingkreis
> unterbrochen (F: was von beidem stimmt?).
>

Ersteres. So ist bei einer Unterbrechung des Steuerkabels der Magnet
ständig wirksam.

Grüsse
Frank


Ralf Gunkel

unread,
May 5, 2002, 1:42:30 PM5/5/02
to

"Matthias Koehler" <ne...@koehler-film.de> schrieb im Newsbeitrag
news:B8FB367F.291F0%ne...@koehler-film.de...
Ich kenne auch eine uralte Story eines Signal Wm der seinem neuen Kollegen
das Wirkungsprinzip der Indusi erklären wollte und zum Verdeutlichen des
Feldes welches beim Überfahren des Magneten entsteht ausholende
Kreisbewegungen machte, woraufhin ein sich nähernder Lokführer dies als
Kreissignal wertete. Mit dem Effekt mehrerer Flachstellen
Der Warheitsgehalt ist nicht mehr nachprüfbar. Kann es mir aber gut
vorstellen. *grins*

Jan Marco Funke

unread,
May 5, 2002, 1:48:27 PM5/5/02
to
Thomas Woditsch schrieb:

>
> Aber das ist noch lange kein Mittel, um einen Zusammenprall zu
> verhindern!
>
> Also zunächst zum Fernsprecher, oder im Zweifelsfall die 112 wählen
> (diese Notrufnummer funktioniert von jedem Handy - unabhängig von der
> SIM-Karte und eventuelle fehlendem Guthaben - sogar ohne SIM!) und eine
> Sperrung des Gleises veranlassen.

In der WDR-Sendung "Aktuelle Stunde" wurde mal von folgendem Vorfall
berichtet: Ein Mitarbeiter einer Werkstatt am Bahndamm (afair in
Essen-Altenessen) bemerkte bei der Vorbeifahrt von Zügen ein
ungewohntes Geräusch. Er kletterte auf den Bahndamm und bemerkte dort
einen Schienenbruch. Daraufhin versuchte er, verschiedene Nummern der
DB aus dem Telefonbuch zu erreichen, teilweise nahm aber niemand ab,
teilweise fühlte man sich dafür nicht zuständig. Als das alles nichts
brachte, rief er die Polizei. Die schauten sich den Schaden an und
informierten den nächsten Fdl, der davon noch nichts wußte.
In dem Bericht wurde dann auch noch ein Bahnsprecher interviewt der
sagte, in solchen Fällen sei immer direkt die Polizei zu informieren,
die wüßten, was zu Veranlassen sei.

Grüße,
Jan Marco

Reinhard Schumacher

unread,
May 5, 2002, 1:54:43 PM5/5/02
to
Am Sun, 05 May 2002 11:54:04 +0200, Matthias Doerfler
<usenet...@wedebruch.de> schrieb:

>über die Festnetznummer, die sie als Wohnungsinhaber sowieso haben.

Nicht jeder Wohnungsinhaber hat auch eine Festnetznummer, manch einer
noch nicht einmal ein Telefon.

Reinhard

Reinhard Schumacher

unread,
May 5, 2002, 2:01:21 PM5/5/02
to
Am Sun, 5 May 2002 17:50:08 +0200, "Michael Greger"
<grege...@gmx.de> schrieb:

>"Thomas Woditsch" <t...@uni.de> schrieb im Newsbeitrag
>news:fhjadus2aom8s8ltq...@4ax.com...
>> Sperrung des Gleises veranlassen.
>
>Super. Ihc rufe also 112 an, erkläre denen, was passiert ist, die suchen die
>Telefonnummer des Stellwerks, rufen dort an, und bis dort der Fdl das Gleis
>zugemacht hat, ist die RB schon 10x durchgefahren... :-/
>Lieber noch am Streckenfernsprecher kurbeln. Kriegt der Fdl eigentlich
>angezeigt, an welchem Kasten man ist,

Die Fernsprecher an der Strecke hängen meist in der Zugmeldeleitung.
Der Fdl sieht also nicht, welcher Fernsprecher benutzt wird.

Wenn es sich um einen Fsp im Umfeld eines Bahnhofs handelt, kann es
schon mal eine eigene Leitung dafür geben. Dann leuchtet natürlich
auch die entsprechende Anzeige beim Fdl auf.

> oder haben die Dinger wie die
>Notrufsäulen an den BAB eine Kennung zum vorlesen?

Ja, sollten sie zumindest haben.

Reinhard

Reinhard Schumacher

unread,
May 5, 2002, 2:02:36 PM5/5/02
to
Am Sun, 5 May 2002 14:03:25 +0200, "Roland G. Zimmer - Ulm"
<zimm...@gmx.de> schrieb:

>
>"Matthias Koehler" <ne...@koehler-film.de> schrieb im Newsbeitrag

>news:B8FAC775.29009%ne...@koehler-film.de...
>> [Reinhard:]
>>
>>
>> Und ich liefere gleich noch einen Tipp hinterher: Wenn man versucht, am
>> Gleis (nicht auf dem Gleis!) möglichst schnell voranzukommen, dann sollte
>> man aufpassen, dass man dabei nicht auf den Pinsel fällt. An allen Neu- und
>> Ausbaustrecken gibt es diese Kabelkanäle mit Betonabdeckungen. Auf denen ist
>> es am ehesten möglich, sich recht zügig zu bewegen, ohne sich dabei in
>> Gefahr zu bringen. Auch bei Nässe gerät man dort nicht ins Rutschen.
>>
>Dann versuch das mal in der Geislinger Steige :-(

Da könnte bergrunter das Rutschen aber die schnellste Lösung sein. :-)

Reinhard

Reinhard Schumacher

unread,
May 5, 2002, 2:07:33 PM5/5/02
to
Am Sun, 05 May 2002 15:02:41 +0200, Marc Haber
<mh+use...@zugschlus.de> schrieb:

>"Michael Greger" <grege...@gmx.de> wrote:
>>Würde sie die volle Power aushalten?
>
>Das denke ich schon, denn der Leiter ist dicker als der Fahrdraht.

Welcher Leiter, der (Dienststelleiter) des Unterwerks? :-)

Reinhard

Siegfried Ohlmeier

unread,
May 5, 2002, 2:08:37 PM5/5/02
to
Michael Greger schrieb:

>Super. Ihc rufe also 112 an, erkläre denen, was passiert ist, die suchen die
>Telefonnummer des Stellwerks, rufen dort an, und bis dort der Fdl das Gleis
>zugemacht hat, ist die RB schon 10x durchgefahren... :-/

Die suchen nicht die Nummer des Stellwerks. Polizei und Feuerwehr
haben die Rufnummer der neuen Notfallleitstellen bei der BZ (soweit
schon eingerichtet), oder der Notfallmeldestellen. Von dort wird alles
weitere geregelt.
Umgekehrt kann die Notfallleitstelle die jeweils zuständige
Rettungsleitstelle direkt erreichen.

Die Signale Sh 3 und/oder Sh 5 zu geben, kann evtl. sinnvoll sein.
Die anderen Ideen der Märklin-Eisenbahner hier, sind hoffentlich nur
ein schlechter Scherz.

Hier weitere Informationen:
<http://www.intergraph.de/publicsafety/referenzen/dbag.htm>

Hier noch eine Info (die neuen Notfallleitstellen sind noch nicht
berücksichtigt):
<http://home.t-online.de/home/lfs.bb/gesetz80.htm>

Gruß Siegfried
--
<http://www.hamm.de/stadtansichten/start.htm>

Thomas Woditsch

unread,
May 5, 2002, 2:18:58 PM5/5/02
to
Michael Greger schrieb:

>Super. Ihc rufe also 112 an, erkläre denen, was passiert ist, die suchen die
>Telefonnummer des Stellwerks, rufen dort an, und bis dort der Fdl das Gleis
>zugemacht hat, ist die RB schon 10x durchgefahren... :-/

Vielleicht immer noch schneller, als ohne Vierkant oder passendes
Werkzeug am F-Kasten zu stehen...

>Lieber noch am Streckenfernsprecher kurbeln. Kriegt der Fdl eigentlich
>angezeigt, an welchem Kasten man ist, oder haben die Dinger wie die
>Notrufsäulen an den BAB eine Kennung zum vorlesen?

Normalerweise hängen die in der Streckenfernsprechleitung. In dem Kasten
hängt eine Rufzeichentafel, in die Bedienung auch erläutert wird.
Und natürlich auch der Standort - die Kilometerangabe.

Thomas Woditsch

unread,
May 5, 2002, 2:18:58 PM5/5/02
to
Jan Marco Funke schrieb:

>[..]Als das alles nichts


>brachte, rief er die Polizei. Die schauten sich den Schaden an

Ja klar - die sind ja auch kompetente Oberbaufachleute, die einen
Schienenbruch beurteilen können.

>und
>informierten den nächsten Fdl, der davon noch nichts wußte.

Das hätten die direkt nach Erhalt der Meldung tun sollen.

>In dem Bericht wurde dann auch noch ein Bahnsprecher interviewt der
>sagte, in solchen Fällen sei immer direkt die Polizei zu informieren,
>die wüßten, was zu Veranlassen sei.

Damit hat er ja auch Recht...

Michael Greger

unread,
May 5, 2002, 2:30:20 PM5/5/02
to
"Ralf Gunkel" <ralf....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:ab3mut$3ak$04$1...@news.t-online.com...

> Geht das denn? Das Posting zurücknehmen.

Irgendwie geht es, aber ich glaube nicht, daß ich mein OE dazu bewegen
kann...

> Hast du mal gesehen wenn so ein Überschlag geschieht. Das machst du nicht
> freiwillig, glaub es mir.

Ich hab am bahntag mal gesehen, wie es aussieht, wenn ein Mastschalter
geschlossen wird...das hat schön geknallt!

> Bitte nun keine Vierkant-Diskussion wieder entbrennen lassen. Die hatten
wir
> schon.

Echt?
Ich habe nur festgestellt, daß man eigentlich immer einen dabei haben
sollte - das letzte mal im Sommer in einem Wagen mit defekter Klimaanlage
und Fenster mit Vierkant abgesperrt. Habe den Zugbegleiter 20 Minuten
bearbeiten müssen, bis er aufgemacht hat.

MFG Michi


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