> Jedenfalls wäre, wenn die
> handbedienten BÜs in Leschede und Lingen wegfallen würden, der Weg auch
> nachts frei, Anrufschranken sind ja eh geschlossen.
So? Ich dachte, Anrufschranken werden während geöffnet, wenn der
zugehörige Schrankenposten (d. h. hier das Stellwerk) unbesetzt ist.
Robert Weemeyer, Berlin
Weiter in de.etc.bahn.eisenbahntechnik
Hallo.
Ich meine, Anrufschranken sind erstmal geschlossen, man kann aber
anrufen und bitten, dass die Schranke geöffnet werden soll.
Als Kind mit 3 oder 4 war ich immer von der Anrufschranke im/beim Dorf
begeistert. Der fremde Mann am anderen Ende der Leitung hat immer
gesagt, "Achtung - es kommt ein Zuck, Schranke wird danach geöffnet".
Das fand ich ganz toll.
Es hing, meine ich, auch noch eine Tafel mit "Öffnungszeiten" da, also
Zeitfenster, in denen man anrufen kann. Daraus folgere ich, wenn kein
Bahnbeamter da war, blieb die Schranke generell zu.
Gruss, Philipp
> Stefan Kunzmann schrieb in de.etc.bahn.misc:
>
>> Jedenfalls wäre, wenn die
>> handbedienten BÜs in Leschede und Lingen wegfallen würden, der Weg auch
>> nachts frei, Anrufschranken sind ja eh geschlossen.
>
> So? Ich dachte, Anrufschranken werden während geöffnet, wenn der
> zugehörige Schrankenposten (d. h. hier das Stellwerk) unbesetzt ist.
>
Siehe "Örtliche Richtlinien". In der Regel (die natürlich ziemlich weit
ausgelegt sein können) sind Anrufschranken während der Betriebsruhe
geöffnet.
Es kann sogar zugelassen sein, daß diese nur zu den Zugfahrten geschlossen
werden müssen (Vorbedingung ist jedoch - wenn mich nicht alles täuscht -
die volle Signalabhängigkeit.
Gruß Burkhardt
--
"Unser natürlicher Zustand ist eine Abfolge unüberwindlicher Hindernisse auf
dem Weg in die Katastrophe"
Zitat aus "Shakespeare in Love"
>Siehe "Örtliche Richtlinien". In der Regel (die natürlich ziemlich weit
>ausgelegt sein können) sind Anrufschranken während der Betriebsruhe
>geöffnet.
So kenne ich das auch, aber es mag sicher Ausnahmen geben.
>Es kann sogar zugelassen sein, daß diese nur zu den Zugfahrten geschlossen
>werden müssen (Vorbedingung ist jedoch - wenn mich nicht alles täuscht -
>die volle Signalabhängigkeit.
Diese Signalabhaengigkeit muss aber nicht zwingend vorhanden sein.
Zwischen Bentheim und Gildehaus, bzw. der Grenze zur NS gibt es
mehrere Anrufschranken ohne die Signalabhaengigkeit...
Armin
--
Armin Muehl
http://www.museumsstellwerk.de (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://de.geocities.com/anschlussbahn (Modellbahnbilder)
> Burkhardt Leiverkus <bleiv...@t-online.de> wrote:
>
> > Es kann sogar zugelassen sein, daß diese nur zu den Zugfahrten geschlossen
> > werden müssen (Vorbedingung ist jedoch - wenn mich nicht alles täuscht -
> > die volle Signalabhängigkeit.
>
> Diese Signalabhaengigkeit muss aber nicht zwingend vorhanden sein.
> Zwischen Bentheim und Gildehaus, bzw. der Grenze zur NS gibt es
> mehrere Anrufschranken ohne die Signalabhaengigkeit...
Anrufschranken ohne Signalabhängigkeit gibt es wie Sand am Meer. Die
Frage ist, ob es auch Anrufschranken mit der Grundstellung "offen"
gibt, die nicht signalabhängig sind.
Allerdings finde ich Anrufschranken mit der Grundstellung "offen" doch
ein sehr merkwürdiges Konstrukt. Wozu da noch anrufen? Die Schranken
sind doch nur geschlossen, wenn ein Zug kommt, wie normale Schranken.
Das heißt, man hat im Grunde einen normalen, vollbeschrankten Bahn-
übergang - nur wird weder optisch noch technisch überwacht, dass der
Raum zwischen den Schranken frei ist, nachdem die Bäume herunterge-
lassen wurden.
Wo gibt es denn solche seltsamen Anrufschranken?
Robert Weemeyer, Berlin
[...]
>
> Anrufschranken ohne Signalabhängigkeit gibt es wie Sand am Meer. Die
> Frage ist, ob es auch Anrufschranken mit der Grundstellung "offen"
> gibt, die nicht signalabhängig sind.
Bitte beachte: "Es kann sogar *zugelassen* sein..."
Zugelassen im Sinne von: In den Örtlichen Richtlinien wird zugelassen,
daß in größeren Zugpausen der Bediener die Anrufschranken geöffnet
lassen kann. Man will vermutlich dem Wegebenutzer entgegenkommen. Die
Gefahr ist natürlich, daß diese Zugpause nach Fahrplan plötzlich durch
einen Sonderzug unterbrochen wird und ein Bediener die offenen Schranken
vergißt. Also Vorbedingung = signalabhängigkeit. In unserem Bereich (10
Anrufschranken) wird Wert auf die Feststellung gelegt, daß diese
*offene* A. eben tatsächlich signalabhängig sind und dadurch keine
Gefahren ausgehen kann. Ich nehme an, daß das EBA keine Genehmigung für
etwas anderes geben wird.
Ob es nun Anrufschranken ohne signalabhängigkeit mit der Grundstellung
"offen" gibt, kann ich mir nicht vorstellen (ich gehe mal von einem
durchschnittlichen Betrieb aus).
>
> Allerdings finde ich Anrufschranken mit der Grundstellung "offen" doch
> ein sehr merkwürdiges Konstrukt. Wozu da noch anrufen? Die Schranken
> sind doch nur geschlossen, wenn ein Zug kommt, wie normale Schranken.
> Das heißt, man hat im Grunde einen normalen, vollbeschrankten Bahn-
> übergang - nur wird weder optisch noch technisch überwacht, dass der
> Raum zwischen den Schranken frei ist, nachdem die Bäume herunterge-
> lassen wurden.
>
> Wo gibt es denn solche seltsamen Anrufschranken?
Ich behaupte mal, Anrufschranken mit der Grundstellung "offen" gibt es
nicht. Anrufschranken haben die Grundstellung "geschlossen".
Bitte nicht mit Schranken verwechseln, die von einer etwas entfernten
Bedienungsstelle geöffnet und geschlossen werden.
Gruß Burkhardt
Hmm, okay, haste auch wieder recht... Ich sollte nicht zu lange auf das alte
Schild aus der alten Bahnmeisterei gucken "Bahnübergang von 21-6 Uhr sowie
an Sonn- und Feiertagen geschlossen"... :-)
Grüße
Stefan
>> Diese Signalabhaengigkeit muss aber nicht zwingend vorhanden sein.
>> Zwischen Bentheim und Gildehaus, bzw. der Grenze zur NS gibt es
>> mehrere Anrufschranken ohne die Signalabhaengigkeit...
>
>Anrufschranken ohne Signalabhängigkeit gibt es wie Sand am Meer.
Klar, aber hier ist die Besonderheit, dass es zwar an der Landesgrenze
ein Deckungssignal gibt, aber das hat keine Abhaengigkeit zu den
Anrufschranken.
> Ist es so viel einfacher/billiger/..., bei Bedarf zu prüfen, ob die
> Schranke geöffnet werden kann, dies zu tun, sich zu merken, daß die
> Schranken wieder geschlossen werden muß, ... bzw. sich zu merken, daß
> die Schranke bei Gelegenheit geöffnet werden muß usw. ...
> als einfach eine "normale" Schranke zu bedienen?
Nach dem Schließen einer normalen Vollschranke muss geprüft werden, ob
niemand eingeschlossen wurde. Dies tut klassischerweise ein Schranken-
wärter, evtl. über eine Fernsehanlage, neuerdings mancherorts auch
eine Radaranlage.
Bei Anrufschranken ist dies nicht vorgeschrieben. Der Vorteil ist
also, dass man Schranken aufstellen kann, ohne dass eine Schranken-
wärter in Sichtweite ist oder eine Fernsehanlage installiert werden
muss. Damit ist eine Anrufschranke eine relativ günstige Möglichkeit.
Werden Anrufschranken eigentlich noch neu installiert oder baut man
heute lieber zuggesteuerte Halbschranken?
Robert Weemeyer, Berlin
> Es gibt aber
> auch schon Gerüchte, dass Lingen eventuell vor dem ESTW noch komplett auf
> ein DrS umgestellt werden soll...
Wo werden denn heutzutage noch neue Drucktastenstellwerke eingerich-
tet? Nicht dass ich das falsch fände, aber das habe ich in den lezt-
ten Jahren nur von der Usedomer Bäderbahn in Erinnerung.
Vielen Dank für dein jüngstes Gerücht. :-)
Robert Weemeyer schrieb:
>
> Stefan Kunzmann schrieb in de.etc.bahn.misc:
>
> > Es gibt aber
> > auch schon Gerüchte, dass Lingen eventuell vor dem ESTW noch komplett auf
> > ein DrS umgestellt werden soll...
>
> Wo werden denn heutzutage noch neue Drucktastenstellwerke eingerich-
> tet? Nicht dass ich das falsch fände, aber das habe ich in den lezt-
> ten Jahren nur von der Usedomer Bäderbahn in Erinnerung.
Beispielsweise bei der Erzgebirgsbahn. Besonders wohl die Strecke
Zwickau-Johanngeorgenstadt. Aue ist auf jeden Fall GSII und auch was da
sonst noch an Bahnhöfen/Überleiststellen übrig geblieben ist, dürfte
wohl mittelfristig auf Gleisbild umgestellt werden.
Viele Grüße
Christian
> Ist es so viel einfacher/billiger/..., bei Bedarf zu prüfen, ob die
> Schranke geöffnet werden kann, dies zu tun, sich zu merken, daß die
> Schranken wieder geschlossen werden muß, ... bzw. sich zu merken, daß
> die Schranke bei Gelegenheit geöffnet werden muß usw. ...
> als einfach eine "normale" Schranke zu bedienen?
Wenn die Anrufschranke nur wenige Male am Tag geöffnet werden muß, sind
das über den Tag verteilt deutlich weniger Bedienungsvorgänge, so daß
der einzelne Vorgang ruhig ein wenig komplizierter sein darf.
... Martin
Ja, wenn man alte Teile zur Verfuegung hat. Das Siegburger
Dr-Stellwerk, dass noch nicht sehr alt war, als es (im
wahrsten Sinne) der NBS weichen musste (es stand da, wo
die jetzt verlaeuft), soll m.W. irgendwo weiter oestlich
(Giessen? oder noerdlich davon?) recycelt werden.
Christoph
> Ja, wenn man alte Teile zur Verfuegung hat. Das Siegburger
> Dr-Stellwerk, dass noch nicht sehr alt war, als es (im
> wahrsten Sinne) der NBS weichen musste (es stand da, wo
> die jetzt verlaeuft), soll m.W. irgendwo weiter oestlich
> (Giessen? oder noerdlich davon?) recycelt werden.
In Gießen sicher nicht, dort wird gerade ein ESTW gebaut.
Und weiter nördlich? Wo soll das denn sein? Stadtallendorf? Ansonsten
sind die Stellwerke nördlich Gießen mehr oder weniger alle SpDrS60
(Ausnahme Neustadt mit dem DrS2 und eben Stadtallendorf mit mechanischen
Stellwerken), wenn man nicht die Gegend südlich Kassel zu "nördlich von
Gießen" zählt. ;)
Grüße, Torsten
> Ist Dr-Technik in Bestimmten fällen billiger zu haben als Estw?
Ich wage zu behaupten, dass Drucktastenstellwerke in sehr vielen
Fällen billiger sind als elektronische Stellwerke. Der wesentliche
Nachteil der Drucktastenstellwerke besteht darin, dass man sie nicht
so sehr zentralisieren kann wie elektronische Stellwerke - deshalb
wird mehr Personal benötigt.
Robert Weemeyer, Berlin
Auch Drucktastenstellwerke kann man zentralisieren:
http://references.transportation.siemens.com/refdb/showReference.do?r=324&div=2&l=de
Gruss
Michael
Im Bereich Bestwig soll auch ein neues Dr SpS60 -Stellwerk entstehen. Dort
sollen dann die mechanischen Stellwerke abgelöst werden.
Gruss Markus
> Wie wird dann sichergestellt, daß bei einer Anrufschranke niemand
> eingeschlossen wird?
Ich kenn' es bisher nur so, das man gebeten wird, von der anderen Seite
nochmals anzurufen um den BÜ wieder frei zu melden.
Grüße
-chriz
> > Ich dachte, Anrufschranken werden während geöffnet, wenn der
> > zugehörige Schrankenposten (d. h. hier das Stellwerk) unbesetzt ist.
> Siehe "Örtliche Richtlinien". In der Regel (die natürlich ziemlich weit
> ausgelegt sein können) sind Anrufschranken während der Betriebsruhe
> geöffnet.
Bei Betriebsruhe sicher. Aber unbesetzte Betriebsstelle bedeutet nicht immer
Betriebsruhe.
Michael Kauffmann
> Werden Anrufschranken eigentlich noch neu installiert oder baut man
> heute lieber zuggesteuerte Halbschranken?
Anrufschranken kenne ich nur von einspurigen Wegen.
Halbschranken gehen da nicht.
Michael Kauffmann
> Der wesentliche Nachteil der Drucktastenstellwerke besteht darin, dass man
> sie nicht so sehr zentralisieren kann wie elektronische Stellwerke
Waren nicht die Strecken nach Puttgarden und Nürnberg - Regensburg schon
lange vor der ESTW-Ära zentralisiert?
Michael Kauffmann
> Anrufschranken kenne ich nur von einspurigen Wegen.
> Halbschranken gehen da nicht.
Ich könnte jetzt fast wetten, dass es an der Vogelsbergbahn mehrere
lokführerüberwachte Halbschranken-BÜs von mehr oder weniger Feldwegen
gibt. Dort ist allerdings neben den Schrankenbäumen noch ausreichend
Platz.
Grüße, Torsten
Was deckt denn das Deckungssignal?
Grüße aus Telgte,
=ToJe=
--
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
Tom-Rink-Straße 8 * D-48153 Münster * Teilzeit-Exil-Westfale
PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux
> Michael Kauffmann <ne...@koben.de> wrote:
>
>
>>Anrufschranken kenne ich nur von einspurigen Wegen.
>>Halbschranken gehen da nicht.
>
>
> Ich könnte jetzt fast wetten, dass es an der Vogelsbergbahn mehrere
> lokführerüberwachte Halbschranken-BÜs von mehr oder weniger Feldwegen
> gibt.
Michaels Aussage interpretiere ich so:
IF Anrufschranke THEN (einspurig AND Vollschranken)
Darueber, was bei Lo geht und was nicht, ist also
nichts ausgesagt.
Christoph
>>>Anrufschranken kenne ich nur von einspurigen Wegen.
>>>Halbschranken gehen da nicht.
>>
>> Ich könnte jetzt fast wetten, dass es an der Vogelsbergbahn mehrere
>> lokführerüberwachte Halbschranken-BÜs von mehr oder weniger Feldwegen
>> gibt.
>
> Michaels Aussage interpretiere ich so:
> IF Anrufschranke THEN (einspurig AND Vollschranken)
Ich würde eher sagen:
IF einspurig THEN NOT Halbschranke [AND Anrufschranke]
Und ich war eben auf der Suche nach BÜs mit Halbschranken an einspurigen
Straßen bzw. Wegen - und eben die, die mir einfielen, haben trotzdem
genug Platz, dass man im Notfall eben über die Wiese o.ä. "flüchten"
kann, wobei ich mir mittlerweile auch nicht mehr sicher bin, ob das
wirklich an der Vogelsbergbahn war.
> Darueber, was bei Lo geht und was nicht, ist also nichts ausgesagt.
Das habe ich auch gar nicht gesagt bzw. war nicht der Kernpunkt meiner
Aussage. Wenn dich das "lokführerüberwachte" stört, dann streiche es
einfach.
Grüße, Torsten
Was bedeutet "Halbschranke" in diesem Fall?
Eine Fußweg-Schranke, die sich über die Hälfte der Feldwegs erstreckt?
Oder eine Schranke über den ganzen Feldweg, die an einer Straße eine
Halbschranke wäre?
> > Michaels Aussage interpretiere ich so:
> > IF Anrufschranke THEN (einspurig AND Vollschranken)
Das beschreibt meine Beobachtungen zutreffend.
> Ich würde eher sagen:
> IF einspurig THEN NOT Halbschranke [AND Anrufschranke]
Gemeint hatte ich
IF einspurig THEN NOT DEFINED Halbschranke
> Und ich war eben auf der Suche nach BÜs mit Halbschranken an einspurigen
> Straßen bzw. Wegen - und eben die, die mir einfielen, haben trotzdem
> genug Platz, dass man im Notfall eben über die Wiese o.ä. "flüchten"
> kann,
Also eine Feldweg-Vollschranke mit der Wirkung einer Halbschranke?
Michael Kauffmann
>> Und ich war eben auf der Suche nach BÜs mit Halbschranken an einspurigen
>> Straßen bzw. Wegen - und eben die, die mir einfielen, haben trotzdem
>> genug Platz, dass man im Notfall eben über die Wiese o.ä. "flüchten"
>> kann,
>
> Also eine Feldweg-Vollschranke mit der Wirkung einer Halbschranke?
Da ich die Maße nicht im Kopf habe, werde ich mich bei Gelegenheit mal
auf die Suche machen und das Resultat hier posten.
Grüße, Torsten
>>>Anrufschranken ohne Signalabhängigkeit gibt es wie Sand am Meer.
>>Klar, aber hier ist die Besonderheit, dass es zwar an der Landesgrenze
>>ein Deckungssignal gibt, aber das hat keine Abhaengigkeit zu den
>>Anrufschranken.
>
>Was deckt denn das Deckungssignal?
Die Landesgrenze.
> Werden Anrufschranken eigentlich noch neu installiert oder baut man
> heute lieber zuggesteuerte Halbschranken?
Nachdem niemand mehr EBÜT liefert, ist das erste Problem schon die
Erstellung. Ich könnte mir in der Praxis die Neuinstallation einer
BÜ-Sicherung nach Art einer Anrufschranke allenfalls noch dort
vorstellen, wo aus betrieblichen Gründen ein echter neuer Privatweg-BÜ
nicht mit verschließbaren Abschlüssen nach EBO § 11, Absatz 10,
versehen werden soll bzw. die verschließbaren Abschlüsse eines
bestehenden Privatweg-BÜ ersetzt werden müssen, und zugleich das
Equipment vorhanden ist.
--
mfg Matthias Dörfler
Diese Nachricht stellt nur meine persönliche Meinung dar.
Stadtallendorf ist aus militärischen Gründen mechanisch und wird dies
auch bis auf weiteres bleiben. Sonst gibt es noch Guntershausen.
Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Karlsruhe, Germany | Beginning of Wisdom " | Fon: *49 721 966 32 15
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fax: *49 721 966 31 29
>Stadtallendorf ist aus militärischen Gründen mechanisch und wird dies
>auch bis auf weiteres bleiben. Sonst gibt es noch Guntershausen.
Warum man wegen Bundeswehr-Standort ausgerechnet in Stadtallendorf
mechanische Stellwerkstechnik benötigt, werde ich wohl nie verstehen,
zumal es bei anderen BW-Standorten ja auch anders geht (Wolfhagen z.
B.).
Neben Guntershausen gibt es noch Grifte, aber genau die beiden Bahnhöfe
fielen für mich in die Kategorie "südlich Kassel", da es von dort ca.
100 km bis Gießen sind.
Grüße, Torsten
So steht es auch an Sprechstellen. Machen tun es ca 30v.H. der wegebenutzer.
Burkhardt
> Michael Zink schrieb:
>
>
>
[...]
>
> Wenn die Anrufschranke nur wenige Male am Tag geöffnet werden muß, sind
> das über den Tag verteilt deutlich weniger Bedienungsvorgänge, so daß
> der einzelne Vorgang ruhig ein wenig komplizierter sein darf.
>
> ... Martin
*Wenige* Male? Wie ich schrieb, haben wir in unserem Stw-Bereich 10
dieser Anrufschranken. Davon gehören eigendlich nur zwei in die
Kategorie "wenig genutzt". Um diese Jahreszeit ist an den übrigen acht
die Hölle los. Natürlich auch im Frühjahr. Und im Herbst. Im Winter ist
es dann etwas ruhiger. Höchstens Fegefeuer.
Die normalen Wegebenutzer setzen sich zusammen aus:
- Bauern zur/von Feldbestellung/Ernte
- Spaziergänger, Radfahrer, Reiter, also der normale Freizeitsport
- gelangweilte Schüler (besonders in den Ferien)
- Anwohner
- nachts mehr oder weniger angeheiterte motorisierte Verkehrsteilnehmer
und Erntefahrzeuge bis zum Mähdrescher (die ernten sogar unter Flutlicht!)
Gott sei Dank sind unsere A-Schranken vom Typ BÜS 72 V (A),
signalabhängig, sechs von ihnen z.Zt. noch von einem BÜBeob bedient und
"vorprogrammierbar". So kann man wenigstens niemanden vergessen.
Schlecht: Die sechs Schranken sind Ende des Jahres bei uns auf dem Stw. :-/
Gruß Burkhardt
> On 17 Aug 2004 11:29:45 GMT, to...@nightingale.ms.sub.org (Torsten
> Jerzembeck) wrote:
[...]
>>>Klar, aber hier ist die Besonderheit, dass es zwar an der Landesgrenze
>>>ein Deckungssignal gibt, aber das hat keine Abhaengigkeit zu den
>>>Anrufschranken.
>>
>>Was deckt denn das Deckungssignal?
>
>
> Die Landesgrenze.
Au ha, wie massiv ist die denn?
;-)
Burkhardt
Nö. Wir haben drei Stw in Fernsteuerung = unbesetzt. Jedes hat
Anrufschranken. Bei zwei Stw werden die Anrufschranken von unserem Stw
aus bedient. Wenn ein Stw aus irgendwelchen Gründen örtlich besetzt
wird, werden die Bedienungseinrichtungen umgeschaltet. Fertig.
Burkhardt
Die Strecke Nürnberg-Regensburg wird bereits seit Sommer 2003 auf Estw
umgebaut. Es sind bisher schon sehr viele neue Signalfuundamente und
Kabelkanäle zu sehen. Hoffentlich bekommt diese Strecke mal einen
Leistungsfähigen GWB, so das auch vernünftige Fliegende Überholungen möglich
sind!
mit Bedienanpassrechnern können auch Dr-Stellwerke von Estw aus
Ferngesteuert werden. Somit könnte man Theoretisch alle Dr-Stellwerke an
einer Strecke auf eine Bedienung von der Bz aus umrüsten.
Teilweise ist es aber scheinbar auch garnicht gewünscht, das Dr-Stellwerke
vom Estw aus bedient werden. So ergänzt man z.b. einfach oftmals ein
bestehendes Dr-Stellwerk mit einem Estw-Bedienplatz, von dem dann der Rest
der Strecke bedient wird. Somit spart man sich einen Teil der Umbaukosten,
da ein altes Stellwerk nicht durch Estw ersetzt werden muss, aber Trotzdem
die gesamte Strecke von nur noch einem Fdl bedient werden kann. Beispiele
z.b. Nürnberg - Hartmannshof, Estw ab Röthenbach/Pegnitz. Estw Bedienplatz
in Nürnberg Mögeldorf. Nürnberg Mögeldorf Dr-Stellwerk. Oder
Nürnberg-Ansbach. Estw bis Heilsbronn (in der absoluten Sparvariante aber!)
Bedienplatz in Wicklesgreuth. Wicklesgreut selbst Dr-Stellwerk.
> schn...@mabi.de (Torsten Schneider) wrote:
>
>>Und weiter nördlich? Wo soll das denn sein? Stadtallendorf? Ansonsten
>>sind die Stellwerke nördlich Gießen mehr oder weniger alle SpDrS60
>>(Ausnahme Neustadt mit dem DrS2 und eben Stadtallendorf mit mechanischen
>>Stellwerken), wenn man nicht die Gegend südlich Kassel zu "nördlich von
>>Gießen" zählt. ;)
>
>
> Stadtallendorf ist aus militärischen Gründen mechanisch und wird dies
> auch bis auf weiteres bleiben. Sonst gibt es noch Guntershausen.
Damit im Krisenfall EMV-resistent, oder warum? Dumm nur, wenn das
Stellwerk die Atombombe überlebt, die restliche
Kommunikationsinfrastruktur aber nicht. Zugmeldung per reitendem Boten?
Guntershausen wird im Rahmen der RegioTram zum ESTW, ebenso Obervellmar.
Beides auf Grund Bummelei der DB nur leider nicht zeitgerecht.
Gruß
Oli
>>>Was deckt denn das Deckungssignal?
>> Die Landesgrenze.
>
>
>Au ha, wie massiv ist die denn?
Wenig massiv, aber Signal 933 sorgt dafuer, dass ohne Zustimmung vom
Fdl Bentheim nichts aus den Niederlanden bis Bentheim kommen kann :-)
>Guntershausen wird im Rahmen der RegioTram zum ESTW, ebenso Obervellmar.
>Beides auf Grund Bummelei der DB nur leider nicht zeitgerecht.
Und Grifte? Bleibt das mechanisch oder wird das mit einbezogen?
Grüße, Torsten
> Gemeint hatte ich
> IF einspurig THEN NOT DEFINED Halbschranke
Dem möchte ich widersprechen. Es gibt an der Murgtalbahn zwischen
Gaggenau Bf. und Bad Rotenfels Weinbrennerstraße einen Bahnübergang
(innerorts!), der einspurig und halbbeschrankt ist.
Da durfte ich als Autofahrer (kommt selten vor :-) vor einer Weile dem
mißglückten Versuch zweier Skateboarder zuschauen, sich für den
Darwin-Award zu qualifizieren: Nicht nur sind sie zwischen den
geschlossenen Schranken durchgefahren, einer ist sogar auf dem Gleis
gefallen - der Zug war schon in Sicht.
Keine 10s nachdem die beiden weg waren, ist die Bahn auch schon auf dem
BÜ gewesen.
Selten im Stand so einen hohen Adrenalinspiegel gehabt.
Cédric
>On Sun, 15 Aug 2004 23:03:42 +0200, Robert Weemeyer wrote:
>
>>Nach dem Schließen einer normalen Vollschranke muss geprüft werden, ob
>>niemand eingeschlossen wurde. Dies tut klassischerweise ein Schranken-
>
>Wie wird dann sichergestellt, daß bei einer Anrufschranke niemand
>eingeschlossen wird?
>
Lob ich mir da die Verhältnisse in .at:
Vorwarnung - SChranken zu - Zug kommt. Ich hab jetzt einmal mitgezählt
(leider kein Sekundenzeiger), 2-gleisige STrecke, Schnellzug,
Sperrzeit (inclusive Vorwarnung) ca. 45 Sekunden, das ist kürzer als
so manche Ampelphase.
Es gibt bei uns aber auch kaum Unfälle auf beschrankten
Bahnübergängen.
Liebe Grüße
Hannes
> Michael Zink <mic...@swamp.franken.de> wrote:
>
> > On Sun, 15 Aug 2004 23:03:42 +0200, Robert Weemeyer wrote:
> >
> > > Nach dem Schließen einer normalen Vollschranke muss geprüft werden, ob
> > > niemand eingeschlossen wurde.
> >
> > Wie wird dann sichergestellt, daß bei einer Anrufschranke niemand
> > eingeschlossen wird?
>
> Lob ich mir da die Verhältnisse in .at:
> Vorwarnung - SChranken zu - Zug kommt. Ich hab jetzt einmal mitgezählt
> (leider kein Sekundenzeiger), 2-gleisige STrecke, Schnellzug,
> Sperrzeit (inclusive Vorwarnung) ca. 45 Sekunden, das ist kürzer als
> so manche Ampelphase.
Auch bei uns in Deutschland sind die Sperrzeiten oft recht kurz, vor
allem bei automatischen Halbschranken.
Hat dein Beitrag irgendeinen Bezug zur vorher behandelten Frage, wie
verhindert wird, dass jemand zwischen Vollschranken eingeschlossen
wird?
Robert Weemeyer, Berlin
> Auch bei uns in Deutschland sind die Sperrzeiten oft recht kurz, vor
> allem bei automatischen Halbschranken.
Auch Vollschranken gibt es, die erst zu sind, wenn die schnellsten Züge der
Strecke sie gerade erreichen.
Michael Kauffmann
> Marco Gsellmann schrieb:
>
> > Ist Dr-Technik in Bestimmten fällen billiger zu haben als Estw?
>
> Ich wage zu behaupten, dass Drucktastenstellwerke in sehr vielen
> Fällen billiger sind als elektronische Stellwerke.
So ist es.
> Der wesentliche
> Nachteil der Drucktastenstellwerke besteht darin, dass man sie nicht
> so sehr zentralisieren kann wie elektronische Stellwerke
Diesbezüglich wurde schon vor Jahrzehnten das Gegenteil bewiesen.
Da von Usedom bereits die Rede war: Es ist bekannt, daß dort eine
neuentwickelte Fernsteuertechnik werkelt?
Und wenn ich sehe, wie sich die Leute schon mit Gs II verblüffen
lassen: Wie wäre es denn mit einem neuen elektromechanischen
Stellwerk?
KL
>Auch bei uns in Deutschland sind die Sperrzeiten oft recht kurz, vor
>allem bei automatischen Halbschranken.
>
>Hat dein Beitrag irgendeinen Bezug zur vorher behandelten Frage, wie
>verhindert wird, dass jemand zwischen Vollschranken eingeschlossen
>wird?
Ja, weil ich nicht von Halbschranken gesprochen habe, auch bei
Vollschranken habe ich derartige Schließzeiten schon beobachtet. Der
(verkehrsmäßig) hinten gelegene Schlagbaum geht später zu.
Liebe Grüße
Hannes
Der Triebwagenführer wird Dich noch übertroffen haben.
Die AVG macht beides. So Eppingen (Estw für den Abschnitt Gölshausen
bis Heilbronn (beides ausschliesslich), Fernsteuerung für die
Dr-Stellwerke in Flehingen und Bauerbach), und Gernsbach (Estw für
Rastatt - Freudenstadt Hbf (beides ausschliesslich), in Gernsbach
vorhandene Tische für die MCL-Stellwerke Gernsbach, Weisenbach und
andere werden wohl auf Bedienanpassung umgebaut).
> Auch Vollschranken gibt es, die erst zu sind, wenn die schnellsten Züge der
> Strecke sie gerade erreichen.
Ich dachte immer, das sei typisch niederländisch.
Klaus
> Auch Vollschranken gibt es, die erst zu sind, wenn die schnellsten Züge der
> Strecke sie gerade erreichen.
Wo gibt es diese? Wie wird da der Raum zwischen den Schranken
überwacht?
Robert Weemeyer, Berlin
Nach genauer Betrachtung sollen es wohl doch Halbschranken sein.
Die zweite Hälfte bedeckt nur den Fußweg.
> Wie wird da der Raum zwischen den Schranken überwacht?
Offenbar gar nicht.
Müßte er das bei Vollschranken? Was würde das helfen, wenn sie nicht
signalabhängig sind?
Wobei mich an oben erwähntem BÜ nun wieder etwas wundert, nämlich dass er
auch keine BÜ-Signale hat.
Michael Kauffmann
> Robert Weemeyer verlautbarte:
>
> > Michael Kauffmann schrieb:
> >
> > > Auch Vollschranken gibt es, die erst zu sind, wenn die schnellsten Züge
> > > der Strecke sie gerade erreichen.
> >
> > Wo gibt es diese?
>
> Nach genauer Betrachtung sollen es wohl doch Halbschranken sein.
> Die zweite Hälfte bedeckt nur den Fußweg.
Als Vollschranken bezeichnet man Schranken, die da Straße komplett
sperren. Dabei spielt es keine Rolle, ob auf jeder Seite der Bahn-
strecke nur ein Schrankenbaum vorhanden ist oder (wie an größeren
Straßen fast immer) zwei Bäume links und rechts.
Halbschranken hingegen sperren nur die jeweils rechte Hälfte der
Fahrbahn. (Manchmal gibt es zusätzlich kurze Bäume für separate Geh-
und Radwege.)
> > Wie wird da der Raum zwischen den Schranken überwacht?
>
> Offenbar gar nicht.
> Müßte er das bei Vollschranken?
Siehe § 11 Abs. 16 der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung:
| Bahnübergänge mit Schranken - ausgenommen Anrufschranken
| (Absatz 17) - müssen von der Bedienungsstelle aus mittelbar
| oder unmittelbar eingesehen werden können. Dies ist nicht
| erforderlich, wenn das Schließen der Schranken durch Licht-
| zeichen auf den Straßenverkehr abgestimmt und das Freisein
| des Bahnübergangs durch technische Einrichtungen festge-
| stellt wird.
> Wobei mich an oben erwähntem BÜ nun wieder etwas wundert, nämlich dass er
> auch keine BÜ-Signale hat.
BÜ-Signale gibt es nur an Strecken für Geschwindigkeiten bis zu
100 km/h - und auch dort nicht immer, weil es auch fernüberwachte und
wärterbediente Schranken gibt, an denen es nie BÜ-Signale gibt.
Robert Weemeyer, Berlin
Keine Ahnung. Da die dort RegioTram nicht langfährt, könnte ich mir ob
der Börsegangstauglichmachung der DB AG vorstellen, dass man alles
lässt, wie es ist.
Gruß
Oli
Kai Ludwig schrieb:
> Und wenn ich sehe, wie sich die Leute schon mit Gs II verblüffen
> lassen: Wie wäre es denn mit einem neuen elektromechanischen
> Stellwerk?
Du hast meine volle Aufmerksamkeit!
Grüße, Olli
--
Oliver Grellert
bei Rückantwort: e-Mail Adresse mit Spam-Schutz!
Überfall auf eine Datenbank -- "Daten her, oder es knallt!"
> BÜ-Signale gibt es nur an Strecken für Geschwindigkeiten bis zu
> 100 km/h
Bis zu 160 km/h im Bestand, und auch Üs-Neuanlagen sind bis 120 km/h möglich.
KL
> > Und wenn ich sehe, wie sich die Leute schon mit Gs II verblüffen
> > lassen: Wie wäre es denn mit einem neuen elektromechanischen
> > Stellwerk?
>
> Du hast meine volle Aufmerksamkeit!
Die wurde diesem Fall schon im vergangenen Jahr entgegengebracht, vgl.
http://www.drehscheibe-online.de/forum/read.php?f=2&i=80197&t=80041
http://www.drehscheibe-online.de/forum/read.php?f=4&i=54893&t=54893
Stellwerk B 2, E 12/78, Ibn 2003 wie an den Fundstellen im Ergebnis,
aber natürlich nicht hinsichtlich der technischen Ausführung disku-
tiert (ich meine, mich auch an noch mehr zum Thema "Schnellzug am
Formsignal ja/nein" zu erinnern, finde jetzt aber im Phorum nichts
weiter). Ich sehe übrigens gerade, daß die Llliste W 3 ganz
unterschlägt: Mechanisch Einheit, bitteschön, dankeschön.
KL
PS. Bevor jemand wegen der Verweisungen schreit: Bf Weißwasser,
dankeschön, bitteschön.
>> BÜ-Signale gibt es nur an Strecken für Geschwindigkeiten bis zu
>> 100 km/h
>
>Bis zu 160 km/h im Bestand, und auch Üs-Neuanlagen sind bis 120 km/h möglich.
Wo denn? Ex-DR-Land?
Grüße, Torsten
Ja.
Knut
> Wo denn? Ex-DR-Land?
>
WIMRE mittlerweile im gesamten DB-Land bis
120km/h und mit aktiven Kennlichtern.
Grüsse
Frank
http://home.arcor.de/bahner/dso/altheim.JPG
ex. Bk. Altheim.
V max definitiv >100 Km/h
Zudem, was meinst du mit Kennlichtern?
Ein kennlicht markiert ein betrieblich abgeschaltet Signal.
Meinst du Zusatzlicht für verkürzten Bremsweg?
Die wurden aber meist mit der Propanbeleuchtung (zumindest südliche ex. BD
Frankfurt) zurückgebaut
--
Gruß Ralf
-Scumandà da traversar ils binaris-
> "Frank Nitzschner" <nos...@nitzschner.de> schrieb:
>
>>Torsten Schneider schrieb:
>>
>>
>>>Wo denn? Ex-DR-Land?
>>>
>>
>>WIMRE mittlerweile im gesamten DB-Land bis
>>120km/h und mit aktiven Kennlichtern.
>>
>
> Auch ohne Kennlichter:
>
> http://home.arcor.de/bahner/dso/altheim.JPG
> ex. Bk. Altheim.
> V max definitiv >100 Km/h
>
> Zudem, was meinst du mit Kennlichtern?
Ich vermute, er meint mit Kennlicht das, was da im
Beispiel durch den gelben Punkt dargestellt wird.
Christoph
>WIMRE mittlerweile im gesamten DB-Land bis
>120km/h und mit aktiven Kennlichtern.
Wie sieht denn das Kennlicht aus? Nimmt man das statt der gelben Punkte,
so, wie das zwischen Rheda-Wiedenbrück und Herzebrock gemacht wird?
Und falls nein, welchen Sinn hat es eigentlich, dass dort der Punkt
nicht aufgemalt, sondern an der Stelle eine gelb leuchtende Optik
eingebaut ist?
Grüße, Torsten
>
> Und falls nein, welchen Sinn hat es eigentlich, dass dort der Punkt
> nicht aufgemalt, sondern an der Stelle eine gelb leuchtende Optik
> eingebaut ist?
>
Man sieht zwei leuchtende Optiken eben besser als
zwei(eine) aufgeklebte gelbe Reflexfolie(n).
Grüsse
Frank
>> Und falls nein, welchen Sinn hat es eigentlich, dass dort der Punkt
>> nicht aufgemalt, sondern an der Stelle eine gelb leuchtende Optik
>> eingebaut ist?
>
>Man sieht zwei leuchtende Optiken eben besser als
>zwei(eine) aufgeklebte gelbe Reflexfolie(n).
Dann muss man sich aber die Frage gefallen lassen, warum das nur dort
gemacht wurde. Oder gibt es das noch irgendwo anders?
Sonderlich schnell wird an der Stelle eh nicht gefahren.
Grüße, Torsten
>Frank Nitzschner <nos...@nitzschner.de> wrote:
>
>>WIMRE mittlerweile im gesamten DB-Land bis
>>120km/h und mit aktiven Kennlichtern.
>
>Wie sieht denn das Kennlicht aus? Nimmt man das statt der gelben Punkte,
>so, wie das zwischen Rheda-Wiedenbrück und Herzebrock gemacht wird?
Genau das.
>
>Und falls nein, welchen Sinn hat es eigentlich, dass dort der Punkt
>nicht aufgemalt, sondern an der Stelle eine gelb leuchtende Optik
>eingebaut ist?
>
Damit man im dunkeln sieht, das dort ein Signal steht, bei dem das
weiße Licht *nicht* blinkt, also BÜ nicht OK.
Irgendwann hat man das gelbe Licht eingespart und durch den
reflektierenden Punkt ersetzt.
Das Signal in Rheda (oder gibt es das für beide Richtungen?) hat man
wohl vergessen umzurüsten.
--
Gruß,
André Joost
>>Und falls nein, welchen Sinn hat es eigentlich, dass dort der Punkt
>>nicht aufgemalt, sondern an der Stelle eine gelb leuchtende Optik
>>eingebaut ist?
>>
>Damit man im dunkeln sieht, das dort ein Signal steht, bei dem das
>weiße Licht *nicht* blinkt, also BÜ nicht OK.
>Irgendwann hat man das gelbe Licht eingespart und durch den
>reflektierenden Punkt ersetzt.
Die Umrüstungen im großen Stil fanden vor ca. 10 Jahren statt,
gleichzeitig bekamen die Signale meist Indusimagnete.
>Das Signal in Rheda (oder gibt es das für beide Richtungen?) hat man
>wohl vergessen umzurüsten.
Es sind mehrere, mir sind mindestens drei aufgefallen.
Die Signale mit Beleuchtung sahen auch ganz anders aus:
http://www.tschneider.org/bue100.jpg
Der gelbe Punkt unten wurde durch Propangasbeleuchtung erzeugt.
Auffällig ist, dass bei denen die gelbe Umrandung fehlt.
Grüße, Torsten
Achja nicht immer war der gelbe Punkt Propanbeleuchtet. Bisweilen gab es
auch elektrische Beleuchtung. Aber diese wurde dann auch zurückgebaut.
Ebenso wie die weissen Zusatzlichter für verkürzten bremsweg. Statdessen gab
es schmucke weisse Punkte am Mastblech.
>
> Dann muss man sich aber die Frage gefallen lassen, warum das nur dort
> gemacht wurde. Oder gibt es das noch irgendwo anders?
>
Im DR-Land gab es generell nur aktive Kennlichter. Es gab keine
aktuelle HL/HS-schaltung ohne. Zumal es zusätzlich für jede Anlage
eine Fernüberwachung beim Fdl gab. Also eine völlig andere
Sicherungsphilosophie für WÜs; u.a. auch mit Grundstellung der Anlage
durch den Fdl.
Die passiven(DB) Aufkleber waren für die zugelassenen Geschwindigkeiten
in Verbindung mit einem auffälligeren ÜS (blinkend)ausreichend.
Grüsse
Frank
>Die gelbe Umrandung wurde erst mit dem Rückbau, ja 10 Jahre haut gut hin,
>der Propanbeleuchtung eingeführt.
>Ist eigentlich "nur" zusätzliche Reflektionsfläche.
>[...]
>
>Achja nicht immer war der gelbe Punkt Propanbeleuchtet. Bisweilen gab es
>auch elektrische Beleuchtung. Aber diese wurde dann auch zurückgebaut.
Ja, und das ist eben der Witz bei diesen erwähnten Signalen bei
Rheda-Wiedenbrück, neuer Schirm, aber der Punkt ist nach wie vor
elektrisch beleuchtet. Mich würde nun interssieren, warum das gemacht
wurde, "vergessen" mag ich nicht so recht als Begründung akzeptieren,
zumal man da sicherlich den neuen Schirm mechanisch bearbeiten musste.
Grüße, Torsten
> Im DR-Land gab es generell nur aktive Kennlichter. Es gab keine
> aktuelle HL/HS-schaltung ohne.
"Aktuell" ist dabei wichtig, denn die alten So 16 hatten keine gelben
Lichter. Dazu wurde in Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des Signal-
buches von 1971 eine Verfügung erlassen, in der es hieß, daß "auf den
einzelnen Strecken" (was ein sprachlicher Unfall war und hätte "auf
einzelnen Strecken" heißen müssen) noch solche Überwachungssignale
alter Bauform vorhanden und in der La bekanntzugeben seien. M.E.
müßten die letzten Exemplare um 1995 verschwunden sein.
Wer noch nie ein Signal So 16 gesehen hat: Einen Eindruck geben die
Bilder unter
http://www.sh1.org/fotos/lc.htm
Die Lichter (sowohl die gelben als auch das mondweiße Licht des
Signalbildes So 16 a) werden bei den Hs 64-Anlagen mit Hauptsignal-
laternen dargestellt, sind also von wesentlich besserer Qualität als
Propanfunzeln. Wer auf zweigleisigen Strecken mit Hs 64 schon einmal
vorn oder hinten aus dem Zug geschaut hat, wird das typische Bild der
gelben Lichter zu beiden Seiten der Strecke sicher wahrgenommen haben.
KL
> "Aktuell" ist dabei wichtig, denn die alten So 16 hatten keine gelben
> Lichter. Dazu wurde in Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des Signal-
> buches von 1971 eine Verfügung erlassen, in der es hieß, daß "auf den
> einzelnen Strecken" (was ein sprachlicher Unfall war und hätte "auf
> einzelnen Strecken" heißen müssen) noch solche Überwachungssignale
> alter Bauform vorhanden und in der La bekanntzugeben seien. M.E.
> müßten die letzten Exemplare um 1995 verschwunden sein.
Ich kenne eines, das ist noch in Betrieb. Kommt aber auch nächstes Jahr weg.
Knut
>Ich kenne eines, das ist noch in Betrieb. Kommt aber auch nächstes Jahr weg.
Wo?
Ich biete Goettengruen-Gefell an der B2. Ausser Betrieb gab es das
letztes Jahr noch im Chemnitztal.
Armin
--
Armin Muehl
http://www.museumsstellwerk.de (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://de.geocities.com/anschlussbahn (Modellbahnbilder)
> Wo?
Radebeul, Kreuzung mit der Meißner Straße.
Knut
Nur so eine Idee von mir: Sind die Anlagen vielleicht aus irgendeinem
Grund mit einem Umbauverbot belegt oder signaltechnisch in eine Anlage
mit Umbauverbot eingebunden?
Grüße aus Münster,
=ToJe=
--
* NEUE ANSCHRIFT ab 18.9.04: Idenbrockplatz 25, 48159 Münster *
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * 40589 Düsseldorf
Tom-Rink-Straße 8 * 48153 Münster * Teilzeit-Exil-Westfale
PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux
>Torsten Schneider <schn...@mabi.de> wrote:
>>Ralf Gunkel <nutznetz.no...@ralf-gunkel.de> wrote:
>>>Achja nicht immer war der gelbe Punkt Propanbeleuchtet. Bisweilen gab es
>>>auch elektrische Beleuchtung. Aber diese wurde dann auch zurückgebaut.
>>Ja, und das ist eben der Witz bei diesen erwähnten Signalen bei
>>Rheda-Wiedenbrück, neuer Schirm, aber der Punkt ist nach wie vor
>>elektrisch beleuchtet. Mich würde nun interssieren, warum das gemacht
>>wurde, "vergessen" mag ich nicht so recht als Begründung akzeptieren,
>>zumal man da sicherlich den neuen Schirm mechanisch bearbeiten musste.
>
>Nur so eine Idee von mir: Sind die Anlagen vielleicht aus irgendeinem
>Grund mit einem Umbauverbot belegt oder signaltechnisch in eine Anlage
>mit Umbauverbot eingebunden?
>
Das würde ja zu den "vergessenen" Signalen des Abzweigs nach
Wiedenbrück passen, wegen denen man das Stellwerk in Rheda nicht
umbauen will.
hier meine detaillierten Kilometerzahlen:
km 47.15 Licht-VSig Rheda
km 47.35 Privat-Bü
km 47.6 Bü-Sig mit weissem und gelbem Licht
km 48.012 BÜ21 Rheda Jägerweg, nur Blinklicht
km 48.2 ESig Rheda Lichtsignal
km 48.295 BÜ Alleestr, Halbschranken Blinklicht
km 48.? BÜ Grünstr. aufgehoben
km 48.855 BÜ Bosfelder Weg Halbschranken Blinklicht
km 49,0 Agl Holzwerk Pfleiderer
km 49.373 BÜ24 Nonenstr, Halbschranken Lichtsignal
km 50.103 Bf Rheda-Wiedenbrück
Das BÜ-Signal liegt also zwischen Vor- und ESig, und bedient gleich 2
BÜs (BÜ-BÜ), was auch technisch etwas aufwendiger ist.
WIMRE hängt am Mast auch noch ein Hinweisschild, wie bei
Rangierfahrten zwischen den beiden BÜs zu verfahren ist, wenn das ESig
rot zeigt.
In Gegenrichtung war das Signal leider nicht vom Straßenraum aus
einsichtig.
--
Gruß,
André Joost
[BÜ-Signale bei Rheda-Wiedenbrück]
>Das BÜ-Signal liegt also zwischen Vor- und ESig, und bedient gleich 2
>BÜs (BÜ-BÜ), was auch technisch etwas aufwendiger ist.
>WIMRE hängt am Mast auch noch ein Hinweisschild, wie bei
>Rangierfahrten zwischen den beiden BÜs zu verfahren ist, wenn das ESig
>rot zeigt.
>
>In Gegenrichtung war das Signal leider nicht vom Straßenraum aus
>einsichtig.
Ich bin dort nur ein einziges Mal langgefahren, und das war von
Rheda-Wiedenbrück Richtung Münster, auf der Strecke habe ich mindestens
zwei, wenn nicht sogar drei von der Sorte gezählt.
Mir war es aufgefallen, weil diese Bauform noch nie gesehen hatte.
Grüße, Torsten
> Ich wage zu behaupten, dass Drucktastenstellwerke in sehr vielen
> Fällen billiger sind als elektronische Stellwerke. Der wesentliche
> Nachteil der Drucktastenstellwerke besteht darin, dass man sie nicht
> so sehr zentralisieren kann wie elektronische Stellwerke - deshalb
> wird mehr Personal benötigt.
Doch natürlich. Die Stellentfernung beträgt auch bei den elektronischen
Stellwerken in Deutschland nur 6,5 km, genau wie bei den
Relaisstellwerken. Die Zentralisierung im Bereich der elektronischen
Stellwerke erfolgt durch die Fernsteuerung einzelner elektronischer
Stellwerke durch eine Zentrale. Eine solche Fernsteuerung ist auch mit
Relaisstellwerken technisch möglich. Sie wird auch in Deutschland schon
lange praktiziert, allerdings werden hier meist nur benachbarte
Stellwerke (z.B. wird das Stellwerk eines kleinen benachbarten Bahnhofs
oder der nächsten Überleitstelle auf der freien Strecke vom Stellwerk
eines großen Bahnhofs aus ferngesteuert) oder wenige Stellwerke auf
relativ kurzen Streckenabschnitten ferngesteuert (bei den
Schnellfahrstrecken etwa werden Streckenabschnitte mit mehreren
Überholbahnhöfen, Überleit- und Abzweigstellen von größeren Bahnhöfen
aus ferngesteuert). Eine derartige Zentralisierung und Automatisierung
des Stellbetriebs wie sie jetzt mit den elektronischen Stellwerken
praktiziert wird, wäre genauso gut mit Relaisstellwerken möglich und
auch in der Vergangenheit schon möglich gewesen, sie wurde nur in
Deutschland nie praktiziert.
In anderen Ländern dagegen ist die Zentralisierung der Betriebsführung
schon lange üblich, in Frankreich etwa werden die von Paris ausgehenden
Hochgeschwindigkeitsstrecken schon seit ihrer Eröffnung Anfang der 80er
Jahre von einer einzelnen Zentrale aus in Relaistechnik ferngesteuert.
Auch in Großbritannien oder Schweden wird die Fernsteuerung größerer
Bereiche des Eisenbahnnetzes schon seit Mitte des 20. Jahrhunderts
praktiziert.
chg
Aber dann fahr mal abseits der Rollbahn.
Dagegen sind diverse Nebenbahnen in D schon hochmodern. ;-)
> Auch in Großbritannien oder Schweden wird die Fernsteuerung größerer
> Bereiche des Eisenbahnnetzes schon seit Mitte des 20. Jahrhunderts
> praktiziert.
>
Wenn ich das von der Erzbahn lese waren die schon sehr früh dabei mit dr
Fernsteuerung über weite Strecken.
>
> Guntershausen wird im Rahmen der RegioTram zum ESTW, ebenso Obervellmar.
> Beides auf Grund Bummelei der DB nur leider nicht zeitgerecht.
>
Die neuen Weichen werden aber nicht deswegen eingebaut?
MfG
Knud
> Wo werden denn heutzutage noch neue Drucktastenstellwerke eingerich-
> tet? Nicht dass ich das falsch fände, aber das habe ich in den lezt-
> ten Jahren nur von der Usedomer Bäderbahn in Erinnerung.
Mir wurde von einem Neubau aus Altteilen in Wildbadessen (?)
berichtet. Auch Schwerin Hbf wird derzeit von einem
Container RSTW gesteuert, da das alte Stellwerk schon während
der Bauarbeiten geopfert wurde. Wittenberge hingegen erlebte
seine Bauzustände mit einem ESTW.
MfG
Knud
>
> Mir wurde von einem Neubau aus Altteilen in Wildbadessen (?)
> berichtet. Auch Schwerin Hbf wird derzeit von einem
> Container RSTW gesteuert, da das alte Stellwerk schon während
> der Bauarbeiten geopfert wurde. Wittenberge hingegen erlebte
> seine Bauzustände mit einem ESTW.
>
Container RSTW gibt es mittlerweile sehr häufig. aber kann man diese nun
als neu bezeichnen? Schließlich sind sie ja meistens nur als Übergang zu
etwas festen gedacht.
Knut
Estw oder Rstw ?
>>
>
> Was ist bei Bauzuständen, bzw. als Provisorium eigentlich
> 1. Billiger
> 2. einfacher in der Gehnemigung durch das EBA etc.
>
> Estw oder Rstw ?
ESTW habe ich bisher nur gesehen, wenn ein Teil der Gleisanlage
schon der endgültigen Version entsprach.
MfG
Knud
Aber erst Umbauen und dann ESTW darüber hat den Vorteil eines "sauberen"
Stellwerks im weiteren Betrieb, ohne Umschaltungen und anderer
Bauzustandsklimmzüge.
Gruss Ralf
--
de.etc.bahn.* Wintertreffen Revival 2005 auf Alp Grüm
10. bis 15. Feb. 2005: Grimsel, Lötschberg, Simplon, Milano,
Bernina, Albula, Oberalp, Furka, Vallée du Trient,
Chamonix, Geneve und mehr: http://www.debx2005.de
> "Knud Schlotfeld" <sch...@phc.uni-kiel.de> schrieb:
>
>>Marco Gsellmann wrote:
>>
>>
>>> Was ist bei Bauzuständen, bzw. als Provisorium eigentlich
>>>1. Billiger
>>>2. einfacher in der Gehnemigung durch das EBA etc.
>>>
>>>Estw oder Rstw ?
>>
>>ESTW habe ich bisher nur gesehen, wenn ein Teil der Gleisanlage
>>schon der endgültigen Version entsprach.
>>
>
> Dann komm mal nach Frankfurt/M Hbf
> Da wird das ESTW gebaut damit man überhaupt umbauen kann.
>
Geht ja auch nicht anders, da das alte Stellwerk ein
Umbauverbot hat.
> Aber erst Umbauen und dann ESTW darüber hat den Vorteil eines "sauberen"
> Stellwerks im weiteren Betrieb, ohne Umschaltungen und anderer
> Bauzustandsklimmzüge.
>
Wobei man es mal so und mal so macht. An "meiner"
Strecke hat man das ESTW Ehrenfeld ziemlich frueh
in Betrieb genommen, als noch jede Menge gebuddelt
wurde. Horrem und Dorsfeld waren etwas spaeter und
in Dueren war die Gleisanlage bei der ESTW-Inbe-
triebnahme fast fertig.
Christoph
Warum das?
Ist wohl bei alten Relaisstellwerken nicht ungewoehnlich.
Das ganze Zeug ist halt so verrottet, dass man befuerch-
tet, dass bei einem Umbau die Sicherheit nicht mehr ge-
waehrleistet ist.
Von einem anderen, aehnlich alten Stellwerk (auch an ei-
nem _wichtigen_ Knotenbahnhof) habe ich mal gehoert,
dass einige Leitungen schon vom Anschauen zerfallen wuer-
den.
Christoph
Wie auch in Leipzig.
> > >
> > Geht ja auch nicht anders, da das alte Stellwerk ein
> > Umbauverbot hat.
> >
>
> Warum das?
Meist sind die Isolierung der Kabel so spröde, das jede Bewegung ein Zerfall
der Isolierung zur Folge haben könnte(!) und damit kein sicherer Betrieb
möglich wäre.
Gruß Carsten
also müsste man, um bei älteren Rstw umbauen zu können, in einer
Totalsperrung erstmal die gesamte verkabelung erneuern...
Gruß Carsten
Der Stelltisch, den ich neulich zum Umbau hatte, duerfte deutlich juenger
sein als Frankfurt und auch dort begannen vorzugsweise die roten Kabel an
der Isolierung zu broeckeln. Deswegen ist das mit dem 'nur Anschauen' fast
schon ernst zu nehmen. Mit Erkaeltung und Hustenanfaellen sollte man den
Relaisraum besser nicht betreten. :-)
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
>
>
> also müsste man, um bei älteren Rstw umbauen zu können, in einer
> Totalsperrung erstmal die gesamte verkabelung erneuern...
Das wiederum ist wohl kaum billiger, als gleich ein ESTW zu
bauen. Vielleicht erklärt das aber auch, warum reihenweise
RStw ersetzt werden, während vollmechanische Strecken
verschont bleiben. ;-)
MfG
Knud
Die Drähte dort haben sowieso keine Isolierung...
Frank
... auch ;-)
Die Draehte an der Strecke haben keine, aber die
im Stellwerk doch schon, oder?
Christoph
> "Christoph Schmitz" <christoph...@post.rwth-aachen.de> schrieb:
>
> > Geht ja auch nicht anders, da das alte Stellwerk ein
> > Umbauverbot hat.
>
> Warum das?
Den konkreten Fall kenne ich nicht. Der Standardgrund für ein Umbau-
verbot ist meines Wissens, dass die elektrischen Isolierungen im
Drucktastenstellwerk so mürbe sind, dass jede Änderung des Stellwerks
die Gefahr in sich birgt, dass irgendwelche - womöglich gefährlichen -
Kurzschlüsse entstehen.
Robert Weemeyer, Berlin