On Sat, 23 Sep 2017 02:59:33 -0700 (PDT), Ingo Stiller
<
i2st...@gmx.de> wrote:
>Am Freitag, 22. September 2017 21:52:43 UTC+2 schrieb Holger Metschulat:
>
>> Wobei das auch irgendwo definiert werden muß. Die
>> Untersuchungskommission mokiert ja auch, dass "abgestellt" nicht
>> definiert ist.
>
>Aber...
>Aber die EBU hat auch darauf hingewiesen, dass das Chaos im Regelwerk nicht gerade förderlich für dessen Verständnis/Einhaltung ist.
Richtig
>
>Man sollte vielleicht mal etwas radikaler an die Sache ran gehen und das Regelwerk ausmisten und - wo notwendig - umschreiben.
Das wird ja auch gemacht und hat schon jede Menge Vorteile aus meiner
Sicht gebracht. Ein Kollege meinte mal: "Was man zuerst gelernt hat
bleibt am besten im Kopf". Dem gebe ich auch recht. Jeder hat ja
regelmäßig einen Tag Unterricht. Dies ist ja meist eine Art Frontal
Unterricht und bei uns einmal im Jahr mit einem anschließenden
Wissenstest, der es auch in sich hat. Das ist ansich nict schlecht,
jedoch ist nach subjektiven Aussagen der Wissensstand seit einführung
des Simulators recht stark gestiegen.
Wenn Dir einer irgendwelche Abweihungen von der Regel vorbetet ist
dies nicht so effektiv wie einmal die ganze Schose selber machen und
eventuell auch anhand eines selber gemachten Fehlers aufzuarbeiten wie
es besser geht. Dazu ist eben ein Simulator da.
Der Eisenbahnbetrieb im Regelfall ist ja relativ anspruchslos und
machen wir uns nichts vor, ein großer Teil ist eben der Regelfall.
Tritt dann ein seltenes Ereigniss ein, dann ist der jeweilige
Mitarbeiter gefordert, das einmal Gelernte auch parat zu haben. Das
ist um so schwieriger, wenn der zweite Mitarbeiter, egal ob Tf oder
Fdl das auch noch nie gemacht hat. Fehler macht eben meist nicht nur
Einer.
>
>Und im Zeitalter von vernetzten Rechner, wie wäre es mal mit der Überlegung, alle notwendigen Unterlagen in elektronischer Form vorzuhalten und zu verteilen.
>Dann würden Zettel mit kurzfristigen Änderungen nicht irgendwo verschwinden (wie in dem Fall geschehen)
>Daran sieht man übrigens, dass die Zettelwirtschaft eben nicht sicher ist, jedenfalls nicht sicherer als eine EDV-Nachricht mit Rückmeldung, dass diese am Ziel angekommen ist und in die lokalen Unterlagen eingearbeitet wurde.
Gut ich habe ein Diensttablet, weil es immer schwieriger wurde den
einzelnen Meldestellen wichtige Mitteilungen rechtzeitig zuszstellen
und auch bei bestimmten Weisungen die Rückmeldungen wieder zu erhaten.
Kommt eine bestätigungspflichtige Weisung oder La Berictigung muss ich
die aufmachen, sonst kann ich nichts anderes mehr am Gerät machen.
Nichts kann aber verhindern, dass ich die Weisung sofort wieder
schließe und bestätige ohne sie zu lesen. Ich komme mit der App darauf
ganz gut klar und finde auch alles recht schnell. Es gibt aber auch
jüngere Kollegen, die sich die Papierausgabe zurückwünschen weil sie
darin die gewünschten Stellen besser finden.
>
>Gruß Ingo
>
>PS: Ja kosten täte das etwas, aber würden die Eisenbahn nicht ab und zu etwas investieren, würde wohl immer noch ein Mann mir roter Flagge vor den Zügen herlaufen :-)
So sehr an den Kosten kann es nicht scheitern wie immer behauptet
wird.
Gruß Tobias