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Bahnpersonal wird immer Unverschämter

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Karlheinz Mitzel

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Feb 14, 2000, 3:00:00 AM2/14/00
to
Heute ist mir ein Unverschämtheit passiert, wie nur selten.
Im Nahverkehr nach Gersfeld/Rhön kam ein Kontrolleur in Zivil.
Außer mir saßen noch einige Mitreisende aus meinem Heimatort in der 1.
Klasse dieses Nahverkehrszuges.
Alle (auch ich) haben allerdings nur Karten für die 2. Klasse.
Der Kontrolleur kam nun ins Abteil und kontrollierte die Karten. Obwohl alle
nur Karten der 2. Klasse haben,
wurde ich als einziger Aufgefordert das Abteil zu verlassen. Auf meine
Frage, ob denn die anderen Fahrgäste
Karten der 1. Klasse haben, bekam ich vom Kontrolleur zur Antwort: Ja,
natürlich!
Dies war definitiv eine falsche Antwort, da keiner der anderen Fahrgäste
eine solche Karte hat.
Anscheinend gibt es für die Bahn halt solche und solche Fahrgäste.

Nun hätte es mich nicht gestört, wenn alle zum verlassen des Abteils
aufgefordert worden wären.
Dann hätte der Mann wenigstens seine Pflicht erfüllt.

Andererseits muß man auch die Engstirnigkeit der Beamten sehen:
Ich habe eine Jahreskarte für ca. 6.500 DM.
Das halbe Jahr darf ich dafür in überfüllten ICE-Zügen auf dem Gang stehen,
oder mit den ständigen
Verspätungen der Bahn rechnen.
Das ist aus Sicht derBahn vollkommen korrekt.

Wenn man aber einmal für eine Strecke von 7 Km im falschen Abteil sitzt, in
einem Zug, dessen 1. Klasse
bestenfalls einer 3. Klasse im ICE entsprechen würde, und dann noch
berücksichtigt, daß in diesem Zug
so gut wie niemals ein Gast mit einer 1. Klasse Fahrkarte sitzt, man also
niemandem seinen Platz wegnimmt,
wird man umgehend von einem frustrierten Beamten "rausgeworfen".

Mich würde interessieren, ob noch andere Leute solche Erfahrungen mit
Beamten der Bahn gemacht haben
und Stelle die Sache in dieser Gruppe zur Diskussion.

Gruß Karlheinz


Christoph Auer

unread,
Feb 14, 2000, 3:00:00 AM2/14/00
to
Hallo,

ja, das finde ich schon ist eine bodenlose Unverschämtheit.
Noch dazu, wo die 1. Klasse in den alten grauen Regionalzügen sowieso eine
Katastrophe ist. Da erkenne ich nichts als 1. Klasse.

Und jemanden rauszuschmeissen, der sowieso nur 7 km fährt, ist schlicht und
ergreifend unverschämt.

Mir sind auch ähnliche Sachen passiert:
In einem Nahverkehrszug von Zwiesel. Da wollte ich im Zug ein
Wochenendticket kaufen und das mit GeldKarte zahlen, aber siehe da beim
Automaten war der Geldkartenleser kaputt. Der Automat nimmt nur Münzen und
in der Regel habe ich nicht soviel Kleingeld bei mir. Also habe ich
gewartet, bis ein Kontrolleur gekommen ist und habe da die Karte gekauft. Da
wollte der dann noch das Nachlöseentgelt haben. Hab ich ihm aber nicht
gezahlt. Denn wenn am Bahnhof kein Automat ist, und der im Zug nicht richtig
funktioniert, wo soll ich denn dann eine Fahrschein herbekommen.

Anderes Beispiel:
Interregio Salzburg - München. Ich hatte nur den Fahrschein bis München Hbf
und habe erst im Zug gemerkt, das dieser auch in München-Pasing halten
würde. Wollte dann beim Zub eine Karte kaufen, da wollte der dann von mir
noch den IR-Zuschlag, weil das eine Strecke unter 50km ist. Hab die Karte
dann nicht gekauft und bin dann im Hbf ausgestiegen.

Und noch etwas:
Ich wollte einen ICE-Fahrschein München-Köln ICE (München-Mannheim), dann
weiter über Frankfurt. Habe diese Reiseverbindung am Schalter vorgelegt, die
Dame dort hat aber nur München Köln eingegeben. KURS90 erstellt dann den
kürzesten Weg ICE(Mü - Worms), obwohl da nur ein ICE am Tag fährt.
Ich bin dann am nächsten nochmal zum Schalter gegangen, hab den Herrn, der
da war, das gesagt und auch gesagt, dass der Fahrschein den ich haben will 2
Mark mehr kostet, dann musste ich mir noch das Gemurmel anhören, wieso ich
mich da so aufrege, und das passt doch alles, und so genau würde sowieso
nicht kontrolliert werden.

Manchmal verstehe ich die von der Bahn echt nicht,

Gruss, Chris

Barbara Gon

unread,
Feb 14, 2000, 3:00:00 AM2/14/00
to

Egal wie teuer deine Fahrkarte ist. Wenn Du keine Zusatzkarte zur 1.
Klasse hast, fliegst Du raus. Das hat mit Engstirnigkeit wenig zu tun.
Erster Klasse erschleichen, aber sich darüber aufregen wenn Rau und
Clement nicht korrekt ihre Flüge begleichen. Bei solchen Geschichten
wie Deiner fängt nämlich diese politische Unkorrektheit wie z.B.
WestLB oder schwarze Kassen an. Also:
Kauf Dir n Zusatzticket first class und sei friedlich, schließlich
hast Du 60 Märker gespart

Barbara (Fährt seit 9 Jahren täglich mit der Bahn)


>
>Wenn man aber einmal für eine Strecke von 7 Km im falschen Abteil sitzt, in
>einem Zug, dessen 1. Klasse
>bestenfalls einer 3. Klasse im ICE entsprechen würde, und dann noch
>berücksichtigt, daß in diesem Zug
>so gut wie niemals ein Gast mit einer 1. Klasse Fahrkarte sitzt, man also
>niemandem seinen Platz wegnimmt,
>wird man umgehend von einem frustrierten Beamten "rausgeworfen".
>
>Mich würde interessieren, ob noch andere Leute solche Erfahrungen mit
>Beamten der Bahn gemacht haben
>und Stelle die Sache in dieser Gruppe zur Diskussion.

Sei froh , daß er Dich nur rausgeschmissen hat. Normalerweise kostet
das 60,- DM cash, bar auf die Kralle.

b.g.


Barbara Gon

unread,
Feb 14, 2000, 3:00:00 AM2/14/00
to


Schwer zu koordinieren solch eine riesige Hirarchie wie die DB AG.
Ich bin auch dafür wieder den guten alten Fahrkartenschaffner, der an
Bahnhöfen entlang läuft, einzustellen.

b.g.


Gerald Oppen

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

Karlheinz Mitzel schrieb:


> Andererseits muß man auch die Engstirnigkeit der Beamten sehen:
> Ich habe eine Jahreskarte für ca. 6.500 DM.
> Das halbe Jahr darf ich dafür in überfüllten ICE-Zügen auf dem Gang stehen,
> oder mit den ständigen
> Verspätungen der Bahn rechnen.
> Das ist aus Sicht derBahn vollkommen korrekt.

Du kaufst ja auch keinen Sitzplatzanspruch, sondern einen Befoerderungsanspruch..
--
_ _ _ _ _
/ /_ /_)/_// / )
(_//_ /\ / //_ /_/

mailto:Gerald...@topmail.de

Gerald Oppen

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

Holger Metschulat schrieb:
>
> Christoph Auer <Christo...@t-online.de> schrieb:


> > würde. Wollte dann beim Zub eine Karte kaufen, da wollte der dann von mir
> > noch den IR-Zuschlag, weil das eine Strecke unter 50km ist. Hab die Karte
>

> Was ist daran falsch? Innerhalb des Verkehrsverbundes ist bei solchen
> Fahrscheinen ein IR-Zuschlag zu kaufen.


>
> > Manchmal verstehe ich die von der Bahn echt nicht,
>

> Manchmal verstehe ich die Bahnkunden auch nicht.
Naja, die Bahn ist da schon etwas komisch...
Hatte auch schon einmal so etwas, wo ich im IR weiterfahren wollte, wie
meine Fahrkarte gueltig war. Der letzte gueltige Bahnhof war aber kein IR-Halt
sondern eine Haltestelle in einem Verkehrsverbund, in den ich hinein fahren
wollte.
Die Bahn war nicht in der Lage, eine passende Fahrkarte auszustellen.
Zum Glueck war der Kontrolleur ein freundlicher Mensch und lies mich so mitfahren.

Ulf Kutzner

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Martin Theodor Ludwig wrote:

> insgesamt billiger. Und ein ICE-Fahrschein gilt (zumindest derzeit noch,
> SMT mal außen vorgelassen)

Ist doch abgeschafft?

> ohne weiteres auch in jedem niederrangigeren
> Zug.

Wohl nicht in jedem NZ.

Gruß, ULF
--
________________________________________________________________________
Ulf Kutzner Backhaushohl 46 D-55128 Mainz
________________________________________________________________________

Frank Fuerst

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Holger Metschulat schrieb:
>
> Christoph Auer <Christo...@t-online.de> schrieb:
> > würde. Wollte dann beim Zub eine Karte kaufen, da wollte der dann von mir
> > noch den IR-Zuschlag, weil das eine Strecke unter 50km ist. Hab die Karte
>
> Was ist daran falsch? Innerhalb des Verkehrsverbundes ist bei solchen
> Fahrscheinen ein IR-Zuschlag zu kaufen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, kam er aus Salzburg, hatte einen
DPT-Fahrschein und wollte dann doch erst in Pasing aussteigen [1]. Für
die Strecke Salzburg - München_Pasing muss man doch einen
DPT-Fahrschein lösen können, und einen IR-Zuschlag kann das doch auch
nicht kosten; warum soll der dann verlangt werden, wenn er den selben
Fahrschein im Zug kaufen möchte, unter Anrechnung des Fahrscheins
Salzburg - M Hbf?

Frank

[1] Was übrigens nicht immer Sinn macht. Zum Beispiel die IR aus
Hof-Regensburg stehen so lange am Hbf, dass man sowohl mit der S-Bahn
als auch mit evtl. fahrenden RE/RB/SE schneller in Pasing ist.
--
Flhacs wird im Usenet grundsätzlich alsfhc geschrieben. Schreibt man
lafhsc nicht slfach, so ist das schlichtweg hclafs. Hingegen darf man
rihctig ruhig rhitcgi schreiben, weil eine shcalfe Schreibweise bei
irhictg nicht als shflac angesehen wird. [Hajo Pflüger in dnq]

Michael W. Tank

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

Frank Ziegler <fz9...@aol.com> wrote in message
news:20000214181949...@nso-bd.aol.com...
> Eine Frage: Warum reist du 1. Klasse, obwohl du eindeutig nicht dazu
berechtigt
> bist? Warum musst du also *aufgefordert* werden, die 1. Klasse zu
verlassen? Du
> hättest sie gar nicht betreten dürfen !

Mit "nicht aufhalten dürfen" könnte ich mich anfreunden, aber betreten darf
man die 1. Klasse auch mit einem 2. Klasse Fahrschein, zumal es Fälle gibt,
wo man als 2. Klasse-Fahrgast die 1. Klasse durchqueren muß um z.B. zum
Speisewagen zu gelangen. Oder ist der nur für 1. Klasse Fahrgäste da?


MWT.


Andreas Barth

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
On 14 Feb 2000 23:08:58 GMT, Holger Metschulat wrote:
> Christoph Auer <Christo...@t-online.de> schrieb:
>> würde. Wollte dann beim Zub eine Karte kaufen, da wollte der dann von mir
>> noch den IR-Zuschlag, weil das eine Strecke unter 50km ist. Hab die Karte
> Was ist daran falsch? Innerhalb des Verkehrsverbundes ist bei solchen
> Fahrscheinen ein IR-Zuschlag zu kaufen.

Er hätte auch eine Fahrkarte von ... nach Pasing unter Anrechnung
der bestehenden Fahrkarte verkaufen können.

Andi
--
Manchmal habe ich das Gefühl, dan* ist ein Spiel, und die erste Regel
dieses Spieles lautet: "Das ist kein Spiel; das ist blutiger Ernst!"
Michael Ottenbruch in dang

Volker Eichmann

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Hallihallo!

Karlheinz Mitzel schrieb:

> Barbara Gon schrieb in Nachricht <38a8630c...@news.btx.dtag.de>...

> Hallo Barbara,
> du hättest meinen Artikel genauer lesen sollen.
>
> Ich ärgere mich eigentlich weniger über den Verweis aus der 1. Klasse,
> sondern vielmehr darüber,
> daß da ganz klar Unterschiede gemacht werden.
> Denn bestimmte Leute wurden eben nicht zum verlassen des Abteils
> aufgefordert, obwohl diese
> ebenfalls keine Karte hatten.
> Ich habe übrigens den einen der Fahrgäste anschließend gefragt was er davon
> hält.
> Die Antwort war: Nimm das nicht so ernst, die sind eben so. Außerdem kennt
> der mich.

Siehst Du, das ist genau das, was Barbara kristisiert hat. Weder Du noch
irgendein sonstiger Insasse dieses 1.-Klasse-Abteils duerfte sich jetzt noch
ueber Schleusser und Kohl aufregen. Ich verstehe Deine Aufregung ueberhaupt
nicht. Beim Schummeln erwischt werden und dann auch noch lamentieren ... Und
Vetternwirtschaft ist anscheinend eben schon ein bundesweites Phaenomen
geworden ... jetzt halt auch bei der DB.

Gruss, Volker

Volker Eichmann, Lehrstuhl fuer Verkehrsoekologie, TU Dresden
-------------------------------------------------------------------------------------------

Man darf den Sand nicht in den Kopf stecken.
(Lothar Matthaeus)

Helmut Pfau

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

> Frank Ziegler <fz9...@aol.com> wrote in message
> news:20000214181949...@nso-bd.aol.com...
> > Eine Frage: Warum reist du 1. Klasse, obwohl du eindeutig nicht dazu
> berechtigt
> > bist? Warum musst du also *aufgefordert* werden, die 1. Klasse zu
> verlassen? Du
> > hättest sie gar nicht betreten dürfen !
>

Was mache ich denn, wenn ich zwar einen Fahrschein für die 2. Kl habe, die aber
voll ist und ich durchaus bereit bin, den Differenzbetrag zur 1. Kl. zu
bezahlen? Das mindeste, was ich erwarte, ist, daß mir der Zugbegleiter den
Erwerb des 1.Kl. Fahrscheins anbietet.

Wenn ich in der Kneipe am Tresen sitze, und nichts mehr zu trinken habe, werde
ich ja auch nicht zum Verlassen des Lokals aufgefordert, sondern der Barkeeper
fragt mich (sollte er wenigstens), ob ich noch was trinken will.

Helmut Pfau

Markus Betz

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Helmut Pfau wrote:
>
> Was mache ich denn, wenn ich zwar einen Fahrschein für die 2. Kl habe,
> die aber voll ist und ich durchaus bereit bin, den Differenzbetrag zur
> 1. Kl. zu bezahlen? Das mindeste, was ich erwarte, ist, daß mir der
> Zugbegleiter den Erwerb des 1.Kl. Fahrscheins anbietet.

Kenne ich nur so. Ich habe aber auch schon in der 1. Kl. gesessen (naja,
Nahverkehr), weil die 2. Kl. rappelvoll war -- also k e i n Platz mehr
frei -- und brauchte keinen Übergang zu zahlen.

Markus

--
EMail nur an: betz ett iname dott com.
Stimm gegen Spam: http://www.politik-digital.de/spam/de

Maximilian Gauger

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
"Michael W. Tank" wrote:

> Mit "nicht aufhalten dürfen" könnte ich mich anfreunden, aber betreten darf
> man die 1. Klasse auch mit einem 2. Klasse Fahrschein, zumal es Fälle gibt,
> wo man als 2. Klasse-Fahrgast die 1. Klasse durchqueren muß um z.B. zum
> Speisewagen zu gelangen. Oder ist der nur für 1. Klasse Fahrgäste da?

Wenn Du den Tarif wörtlich nimmst, darfst Du in der 1. Klasse nicht
mal im Gang stehen. Dir ist der Aufenthalt dort untersagt. Von Durch-
laufen steht da nichts. Eine nachhaltige Durchsetzung dieser Bestimmung
habe ich aber noch nie erlebt, nur mal ein Augenzwinkern eines KiN.

Matthias, darf ich durch die 1. Klasse denn nun durchlatschen oder
nicht?

Ciao,

Max

--
************************************************** Maximilian Gauger *
* Life is like a box of chocolates: * Zeltweg 62 *
* You never know what you'll get. (Forrest Gump) * CH-8032 Zuerich *
************************************************** mga...@gmx.net *

Thomas Reich

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Helmut Pfau <hp...@de.oracle.com> wrote:


> Was mache ich denn, wenn ich zwar einen Fahrschein für die 2. Kl habe, die aber
> voll ist und ich durchaus bereit bin, den Differenzbetrag zur 1. Kl. zu
> bezahlen? Das mindeste, was ich erwarte, ist, daß mir der Zugbegleiter den
> Erwerb des 1.Kl. Fahrscheins anbietet.

Jo, kein Problem (Nicht vergessen: _Unaufgefordert_ melden, zzgl. Nachloese-
entgelt). Hier geht es darum, dass eben nicht nochmal gezahlt werden sollte,
und dass manche bleiben duerfen und andere nicht, obwohl alle nicht 1.Kl ge-
loest haben. (Die Haerte finde ich ja "der kennt mich", war das im Saarland?)

--
****************************Thomas Reich*******************************
thre...@stud.uni-sb.de Standard-disclaim-lall:
thr...@jurix.jura.uni-sb.de Alles Meins!! Auch die Meinung!
http://jurix.jura.uni-sb.de/~threich irc: tomtulpe
***********************************************************************

hans-jürgen schulz

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

Christoph Auer schrieb:


>
> ja, das finde ich schon ist eine bodenlose Unverschämtheit.

aber woher soll der beamte wissen, daß er nur 7 km fährt? ich finde es
aber auch nicht gerechtfertigt, zumal derjenige ja ne jahreskarte
(gibts die auch für die erste klasse?) hatte, somit schon genug geld
bei der bahn läßt.

> Noch dazu, wo die 1. Klasse in den alten grauen Regionalzügen sowieso eine
> Katastrophe ist. Da erkenne ich nichts als 1. Klasse.
> Und jemanden rauszuschmeissen, der sowieso nur 7 km fährt, ist schlicht und
> ergreifend unverschämt.

naja, ich finde die alten ersten klassen meistens noch angenehmer als
die neuen, aber das kommt für mich eh nicht in frage (zu teuer), ich
frag mich sowieso manchmal warum es die 1.klasse noch gibt.

> Mir sind auch ähnliche Sachen passiert:
> In einem Nahverkehrszug von Zwiesel. Da wollte ich im Zug ein
> Wochenendticket kaufen und das mit GeldKarte zahlen, aber siehe da beim
> Automaten war der Geldkartenleser kaputt. Der Automat nimmt nur Münzen und
> in der Regel habe ich nicht soviel Kleingeld bei mir. Also habe ich
> gewartet, bis ein Kontrolleur gekommen ist und habe da die Karte gekauft. Da
> wollte der dann noch das Nachlöseentgelt haben. Hab ich ihm aber nicht
> gezahlt. Denn wenn am Bahnhof kein Automat ist, und der im Zug nicht richtig
> funktioniert, wo soll ich denn dann eine Fahrschein herbekommen.

na da hast du noch glück gehabt, weil der schaffner auf den
nachlösezuschlag hingewiesen hat! mir gings letzten sonntag ähnlich, ich
brauchte ne anschlußfahrkarte, hatte in erfurt nur 5 min übergang, die
wegen verspätung von weimar hinfällig waren, in weimar hatte der
schalter noch nicht offen.
aber der schaffner sagte nur 12,70 DM...zuhause schaute ich nach und kam
drauf, daß er OHNE EIN WORT ZU SAGEN (!) die nachlösegebühr draufschlug.


hans-jürgen

Helmut Pfau

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

Michael Kauffmann wrote:

> Ach ja? Wenn Du zum Berkeeper die gleiche Einstellung hättest wie zum
> Bahnpersonal, würdest Du Dir das Bier nehmen, wenn er gerade nicht herschaut,
> Dich damit an einen Tisch setzen und erwarten, daß er iurgendwann zu Dir kommt
> und Dir anbietet, es zu bezahlen, falls Du es
> nicht vorher ausgetrunken hast und gegangen bist.
>

Willst Du mir damit einen Betrugsvorsatz unterstellen, falls ich ohne 1.Kl Fahrschein die erste
Klasse betrete?

Helmut Pfau


Holger Kötting

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
In article <38A932D8...@gmx.net>,

Maximilian Gauger <mga...@gmx.net> writes:
|> mal im Gang stehen. Dir ist der Aufenthalt dort untersagt. Von Durch-
|> laufen steht da nichts. Eine nachhaltige Durchsetzung dieser Bestimmung
|> habe ich aber noch nie erlebt, nur mal ein Augenzwinkern eines KiN.

<d.e.b.history.reiseberichte>
"Sie rauchen jetzt hier oder Sie gehen in die 2. Klasse"
</d.e.b.h.r>

Gruss,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting

Michael Kauffmann

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

Beim Betreten alleine natürlich nicht. Wenn sich aber Jemand im Zug
niederläßt, ohne einen passenden Fahrschein zu besitzen und ohne sich
um einen solchen zu bemühen, unterstelle ich ihm immer den Vorsatz der
Beförderungserschleichung.
Auf einzelnen Strecken mit kleineren Zügen, wo der Zugbegleiter den Überblick
hat und nach jeder Abfahrt gleich alle Zugestiegen aufsucht, kann man es
anders machen, aber im "großen" Bahnverkehr, wo man nicht damit rechnen muß,
überhaupt kontrolliert zu werden, ist es ganz eindeutig.

Michael Kauffmann

Frank Fuerst

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Thomas Reich schrieb:

>
> Helmut Pfau <hp...@de.oracle.com> wrote:
>
> > Was mache ich denn, wenn ich zwar einen Fahrschein für die 2. Kl habe, die aber
> > voll ist und ich durchaus bereit bin, den Differenzbetrag zur 1. Kl. zu
> > bezahlen? Das mindeste, was ich erwarte, ist, daß mir der Zugbegleiter den
> > Erwerb des 1.Kl. Fahrscheins anbietet.
>
> Jo, kein Problem (Nicht vergessen: _Unaufgefordert_ melden, zzgl. Nachloese-
> entgelt).

Moment, den Übergang in die erste Klasse erhält man doch ohne
Nachlöseentgelt, oder?

> (Die Haerte finde ich ja "der kennt mich", war das im Saarland?)

Hessen, in der Rhön.

Frank

Frank Fuerst

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Maximilian Gauger schrieb:

>

> Matthias, darf ich durch die 1. Klasse denn nun durchlatschen oder
> nicht?

In den RE-160-Dostos ist die 1. Klasse im ersten Stock, unten ist 2.
Klasse. Da steht an den Schwingtüren, wenn man die Treppe hochgegangen
ist, dass hier die Wolke 7 sei, und Durchgang verboten.

Ich vermute also: Man darf durch die erste Klasse durch, wenn man
dadurch irgendwo hinkommt, wo man sonst nicht hinkäme (Speisewagen,
Zugtelefon etc.).

Allerdings schaue ich mir gelegentlich die erste Klasse an und laufe
kurz durch; das hat nach meinem Eindruck bisher weder Insassen noch
Zub gestört. Und wenn mich ein Zub ansprechen würde, würde ich
antworten, dass ich mir mal anschauen will, ob sich in diesem Zug der
Aufpreis gegebenenfalls lohne.

Mark Obrembalski

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
hans-jürgen schulz alias <SCHU...@larry.scc.uni-weimar.de> schrieb:

>aber der schaffner sagte nur 12,70 DM...zuhause schaute ich nach und kam
>drauf, daß er OHNE EIN WORT ZU SAGEN (!) die nachlösegebühr draufschlug.

Das ist mir jetzt schon mehrmals so gegangen. Darf der das eigentlich?

Love and Peace,
Mark

--
Aktuelle Gesetzestexte im WWW:
http://www.uni-oldenburg.de/~markobr/Gesetze.html
oder
http://www.rechtliches.de/ (Weiterleitung)

Mark Obrembalski

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Michael Kauffmann alias <kauf...@ipf.uni-karlsruhe.de> schrieb:

>Auf einzelnen Strecken mit kleineren Zügen, wo der Zugbegleiter den Überblick
>hat und nach jeder Abfahrt gleich alle Zugestiegen aufsucht, kann man es
>anders machen, aber im "großen" Bahnverkehr, wo man nicht damit rechnen muß,
>überhaupt kontrolliert zu werden, ist es ganz eindeutig.

Gerade im "großen" Bahnverkehr ist es aber auch am schwierigsten, den
Schaffner überhaupt zu finden. Gesetzt den Fall, ich setze mich in die 1.
Klasse, eben weil die 2. rappelvoll ist - da laufe ich doch nicht durch die
ganze überfüllte 2. Klasse auf der Suche nach einem Schaffner, der mir einen
Übergang verkauft, nur um festzustellen, daß der vermutlich in irgendeinem
Dienstabteil hockt... Reinsetzen, Schaffner abwarten und mit "Guten Tag, ich
brauche noch einen Übergang" begrüßen sollte wirklich in jeder Lage reichen.

Maximilian Gauger

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Mark Obrembalski wrote:
>
> hans-jürgen schulz alias <SCHU...@larry.scc.uni-weimar.de> schrieb:
>
> >aber der schaffner sagte nur 12,70 DM...zuhause schaute ich nach und kam
> >drauf, daß er OHNE EIN WORT ZU SAGEN (!) die nachlösegebühr draufschlug.
>
> Das ist mir jetzt schon mehrmals so gegangen. Darf der das eigentlich?

Nein. Wenn wegen zu knappem Übergang oder Verspätung Du keinen FA
lösen konntest, bist Du von der Pflicht zu Zahlung der Nachlösegebühr
befreit.
Steht im DPT I; ich habe es aber zuhause liegen, weshalb ich Dir die
genaue Stelle jetzt nicht sagen kann.

Markus Betz

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Maximilian Gauger wrote:
>
> Mark Obrembalski wrote:
> >
> > hans-jürgen schulz alias <SCHU...@larry.scc.uni-weimar.de> schrieb:
> >
> > >aber der schaffner sagte nur 12,70 DM...zuhause schaute ich nach und kam
> > >drauf, daß er OHNE EIN WORT ZU SAGEN (!) die nachlösegebühr draufschlug.
> >
> > Das ist mir jetzt schon mehrmals so gegangen. Darf der das eigentlich?
>
> Nein. Wenn wegen zu knappem Übergang oder Verspätung Du keinen FA
> lösen konntest, bist Du von der Pflicht zu Zahlung der Nachlösegebühr
> befreit.
> Steht im DPT I; ich habe es aber zuhause liegen, weshalb ich Dir die
> genaue Stelle jetzt nicht sagen kann.

Muß man nicht auf die besonderen Umstände hinweisen, um dem Nachlöseentgelt
zu entgehen?

Markus Betz

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Frank Fuerst wrote:
>
> Allerdings schaue ich mir gelegentlich die erste Klasse an und laufe
> kurz durch; das hat nach meinem Eindruck bisher weder Insassen noch
> Zub gestört. Und wenn mich ein Zub ansprechen würde, würde ich
> antworten, dass ich mir mal anschauen will, ob sich in diesem Zug der
> Aufpreis gegebenenfalls lohne.

Damit bekundest Du offen, in der 1. Kl. ohne entsprechenden Fahrschein
fahren zu wollen. Also bist Du ein Schwarzfahrer. :-)

Maximilian Gauger

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Markus Betz wrote:
>
> Maximilian Gauger wrote:
> >
> > Mark Obrembalski wrote:
> > >
> > > hans-jürgen schulz alias <SCHU...@larry.scc.uni-weimar.de> schrieb:
> > >
> > > >aber der schaffner sagte nur 12,70 DM...zuhause schaute ich nach und kam
> > > >drauf, daß er OHNE EIN WORT ZU SAGEN (!) die nachlösegebühr draufschlug.
> > >
> > > Das ist mir jetzt schon mehrmals so gegangen. Darf der das eigentlich?
> >
> > Nein. Wenn wegen zu knappem Übergang oder Verspätung Du keinen FA
> > lösen konntest, bist Du von der Pflicht zu Zahlung der Nachlösegebühr
> > befreit.
> > Steht im DPT I; ich habe es aber zuhause liegen, weshalb ich Dir die
> > genaue Stelle jetzt nicht sagen kann.
>
> Muß man nicht auf die besonderen Umstände hinweisen, um dem Nachlöseentgelt
> zu entgehen?

Wenn nicht jetzt jemand von den Mitlesern ein DPT herauszieht, schaue
ich zuhause nach und poste das Ergebnis morgen. Ich habe das DPT
und seine Abest und Zbest nicht auswendig gelernt.

Mark Obrembalski

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Frank Fuerst alias <fan...@gmx.net> schrieb:

>Moment, den Übergang in die erste Klasse erhält man doch ohne
>Nachlöseentgelt, oder?

Ja, genau.

Jens Hohlfeldt

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
> > würde. Wollte dann beim Zub eine Karte kaufen, da wollte der dann von
mir
> > noch den IR-Zuschlag, weil das eine Strecke unter 50km ist. Hab die
Karte
>
> Was ist daran falsch? Innerhalb des Verkehrsverbundes ist bei solchen
> Fahrscheinen ein IR-Zuschlag zu kaufen.

Wie kommst du auf das schmale Brett, mit dem Verbund, der gute hat einen
Fahrschein von Salzburg nach München Hbf. Das einfachste und einzig richtige
ist, er bekommt einen Anschlußfahrschein bis Pasing oder ich rechen die
Fahrkarte Salzburg - Hbf an die Fahrkarte Salzburg - Pasing an !!! Salzburg
liegt meines wissens nicht im MVV.


Jens Hohlfeldt

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
> >aber der schaffner sagte nur 12,70 DM...zuhause schaute ich nach und kam
> >drauf, daß er OHNE EIN WORT ZU SAGEN (!) die nachlösegebühr draufschlug.
>
> Das ist mir jetzt schon mehrmals so gegangen. Darf der das eigentlich?

Natürlich, es sollte allgemein bekannt sein das das nachlösen im Zug teuerer
ist. Für den der es nicht weiß, es gibt Kursbücher und da steht so was
drinn. Selbst in den kleinen Städteverbindungen ist es drinn. Und dann haben
wir im nahverkehr noch in jedem Wagen Bepper, wo der Spruch auch nochmal
draufsteht, wenn er nicht durch wildgewordene Schüler oder andere Fahrgäste
abgerissen wurde.

Gruß jens


--
----------------------------------------------------------
Was man im Zug Überfüllung nennt,
ist in der Kneipe Atmoshäre


Jens Hohlfeldt

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
> > ohne weiteres auch in jedem niederrangigeren
> > Zug.
>
> Wohl nicht in jedem NZ.

DB NachtZug ist ein eigenständiges Unternehmen mit eigenen Preisen, wie auch
MET.

Gruß Jens

Jens Hohlfeldt

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
> Heute ist mir ein Unverschämtheit passiert, wie nur selten.
> Im Nahverkehr nach Gersfeld/Rhön kam ein Kontrolleur in Zivil.
> Außer mir saßen noch einige Mitreisende aus meinem Heimatort in der 1.
> Klasse dieses Nahverkehrszuges.
> Alle (auch ich) haben allerdings nur Karten für die 2. Klasse.
Wie hast du das festgestellt ??

> Der Kontrolleur kam nun ins Abteil und kontrollierte die Karten. Obwohl
alle
> nur Karten der 2. Klasse haben,
> wurde ich als einziger Aufgefordert das Abteil zu verlassen.
Frechheit, er hätte dir wenigstens einen PÜbergang in die erste anbieten
können.

Auf meine
> Frage, ob denn die anderen Fahrgäste
> Karten der 1. Klasse haben, bekam ich vom Kontrolleur zur Antwort: Ja,
> natürlich!
Waren das Eisenbahner ?? Also mit so einer weißen oder baluen Fahrkarte ?

> Anscheinend gibt es für die Bahn halt solche und solche Fahrgäste.
Eine Mutter mit Kleinkind und Kinderwagen, werde ich nie aus der ersten
Klasse rauschmeisen !!!

>
> Andererseits muß man auch die Engstirnigkeit der Beamten sehen:
Bezeichne niemanden als Beamten !! Er muß es nicht sein !!

> Ich habe eine Jahreskarte für ca. 6.500 DM.
> Das halbe Jahr darf ich dafür in überfüllten ICE-Zügen auf dem Gang
stehen,
.... der Reisende hat lediglich anspruch auf Beförderung, jedoch nicht auf
einen Sitzplatz !!! Es sei denn er besitzt eine Platzkarte.

> oder mit den ständigen
> Verspätungen der Bahn rechnen.
Mit wieviel Verspätung rechnet man so nach Gersfeld ?

> Wenn man aber einmal für eine Strecke von 7 Km im falschen Abteil sitzt,
in
> einem Zug, dessen 1. Klasse
> bestenfalls einer 3. Klasse im ICE entsprechen würde,
Bitte Regionalverkehr nicht mit Fernverkehr vergleichen. Es verlangt von dir
niemand das du in einem alten Silberling von München nach Rostock fahren
sollst. Für 35 DM am Wochenende kann man als Fahrgast aber auch nicht mehr
erwarten ?

und dann noch
> berücksichtigt, daß in diesem Zug
> so gut wie niemals ein Gast mit einer 1. Klasse Fahrkarte sitzt,
Bei mir beschweren sich die Leute immer an den Zügen über die fehlende erste
Klasse, obwohl die Planmäßig gar keine dranhaben. Komisch.


man also
> niemandem seinen Platz wegnimmt,
> wird man umgehend von einem frustrierten Beamten "rausgeworfen".
uijujui, frustriert ???. Es wird wieder Zeit für einen "Ich bin schön"
Lehrgang

> Mich würde interessieren, ob noch andere Leute solche Erfahrungen mit
> Beamten der Bahn gemacht haben

Noch ganz kurz, nicht jeder der bei der Bahn arbeitet ist gleichzeitig ein
Beamter, wie bekannt ist gibt es Beamte nur bei den Betrieben die für den
Bund oder die Länder tätig sind. Es heist leider nicht mehr Deutsche
Bundesbahn.>


Gruß Jens

Jens Hohlfeldt

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
> loest haben. (Die Haerte finde ich ja "der kennt mich", war das im
Saarland?)

Das ist scheinbar nicht aufs Saarland beschränkt, das gibts überall


Jens Hohlfeldt

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
> > Was mache ich denn, wenn ich zwar einen Fahrschein für die 2. Kl habe,
> > die aber voll ist und ich durchaus bereit bin, den Differenzbetrag zur
> > 1. Kl. zu bezahlen? Das mindeste, was ich erwarte, ist, daß mir der
> > Zugbegleiter den Erwerb des 1.Kl. Fahrscheins anbietet.
>
> Kenne ich nur so. Ich habe aber auch schon in der 1. Kl. gesessen (naja,
> Nahverkehr), weil die 2. Kl. rappelvoll war -- also k e i n Platz mehr
> frei -- und brauchte keinen Übergang zu zahlen.

Es hat sich bei einigen Fahrgästen in einigen Zügen, ich nenne hier bewusst
SE 28204 Stuttgart - Heidelberg, als Selbstverständlichkeit herausgestellt,
das man als Zub ab Stuttgart die erste Klasse freigibt. Ich finde das
unverschämt. Wenigstens fragen kann man doch, oder ?

Jens Hohlfeldt

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
> Hallo Karlheinz & NG,
>
> das ist also dann wirklich eine Unverfrorenheit des Zugbegleiters. Hier
wird
> 1.) ungleich behandelt, 2.) werden persönliche
Bekanntschaften/Freundschaften
> auf Kosten der ehrlich zahlenden 1.-Klasse-Fahrgäste gepflegt und 3.) wird
> gegen die Tarif-, Beförderungs- und was weiß ich für Bestimmungen
verstossen.

Hallo Ihr,

wenn du noch genau den Zug weißt, hilft (hoffentlich) beschweren.
Was ich ebenfalls unverschämt finde, das viele der Mitarbeiter in Oberen
Etagen der DB, eien Freifahrschein Gesamtnetz DB für die erste Klasse
erhalten. Einige haben wenigstens den Anstand trotzdem in der zweiten Klasse
zu reisen. Ich finde, von DB Mitarbeitern hat bei Dienstfahrten niemand
etwas in der ersten Klasse verloren. Wenn dafür gezahlt wird, gerne.


>
> Wäre ich (als in der Regel [außer auf SWT-Expeditionen] 1.-Klasse-Benutzer
und
> zumindest zu 50% [BC First] zahlender Fahrgast) mit im Abteil gewesen,
hätte
> ich veranlasst, dass *alle* rausfliegen. Zum Glück hab' ich sowas erst
einmal
> beim KiN durchsetzen müssen, als eine Gruppe Schüler (sichtbar ohne
> 1.-Kl.-Ticket) die 1. Klasse des Pendolino in Pegnitz enterte ...

Aber macht Euch raus hier.....

Jens Hohlfeldt

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
In einigen Zügen, mit neuen Stoffbezügen, ist die erste Klasse von der
Zweiten erst beim zweiten hinsehen erkennbar.
Dosto Stuttgart:

1. Klasse blauer Stoffbezug mit dunkelblauen Karos
2. Klasse blauer Stoffbezug mit hellblauen Karos
(oder war es umgekehrt)

1. Klasse Stofffbezogene Armlehnen
2. Klasse Holzarmlehnen

1. Klasse Sitze mit Kopfpolster
2. Klasse Sitze ohen Kopfpolster

1. Klasse auf einer Seite Einreihen Bestuhlung
2. Klasse auf beiden Seiten zwei Reihen Bestuhlung

1. Klasse Sitze etwas ausziehbar
2. Klasse Sitze fest


Gruß jens


Jens Hohlfeldt

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
... Reinsetzen, Schaffner abwarten und mit "Guten Tag, ich
> brauche noch einen Übergang" begrüßen sollte wirklich in jeder Lage
reichen.
>
Genauso stelle ich mir das auch vor, und Finger weg von der Nachlösegebühr,
bisschen kulant gehts auch.


hans-jürgen schulz

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

Michael Kauffmann schrieb:


>
>
> > Willst Du mir damit einen Betrugsvorsatz unterstellen, falls ich ohne 1.Kl
> > Fahrschein die erste Klasse betrete?
>
> Beim Betreten alleine natürlich nicht. Wenn sich aber Jemand im Zug
> niederläßt, ohne einen passenden Fahrschein zu besitzen und ohne sich
> um einen solchen zu bemühen, unterstelle ich ihm immer den Vorsatz der
> Beförderungserschleichung.

> Auf einzelnen Strecken mit kleineren Zügen, wo der Zugbegleiter den Überblick
> hat und nach jeder Abfahrt gleich alle Zugestiegen aufsucht, kann man es
> anders machen, aber im "großen" Bahnverkehr, wo man nicht damit rechnen muß,
> überhaupt kontrolliert zu werden, ist es ganz eindeutig.

soso...dann sollte man sich mal nach der ursache fragen, warum der
fahrgast keine karte hat. denn dann wird schnell klar, daß hier nicht
der fahrgast was erschleichen will, sondern gar keine möglichkeit hatte
eine zu kaufen. daran ist er NICHT schuld. und somit nicht eindeutig!


hjs

hans-jürgen schulz

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

Mark Obrembalski schrieb:


>
> hans-jürgen schulz alias <SCHU...@larry.scc.uni-weimar.de> schrieb:
>

> >aber der schaffner sagte nur 12,70 DM...zuhause schaute ich nach und kam
> >drauf, daß er OHNE EIN WORT ZU SAGEN (!) die nachlösegebühr draufschlug.
>
> Das ist mir jetzt schon mehrmals so gegangen. Darf der das eigentlich?
>

das wüßte ich auch gern mal,
und da die tarife ja auch nicht mehr im kursbuch (teil B) stehen, was
man ja vielleicht noch gelegentlich bei sich hat,
hat man schlechte chancen es gleich zu bemerken.

auch auf der fahrkarte steht es nicht mehr drauf, wie früher bei den
handgeschriebenen.


hjs

hans-jürgen schulz

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

Markus Betz schrieb:


>
> Frank Fuerst wrote:
> >
> > Allerdings schaue ich mir gelegentlich die erste Klasse an und laufe
> > kurz durch; das hat nach meinem Eindruck bisher weder Insassen noch
> > Zub gestört. Und wenn mich ein Zub ansprechen würde, würde ich
> > antworten, dass ich mir mal anschauen will, ob sich in diesem Zug der
> > Aufpreis gegebenenfalls lohne.
>
> Damit bekundest Du offen, in der 1. Kl. ohne entsprechenden Fahrschein
> fahren zu wollen. Also bist Du ein Schwarzfahrer. :-)

hm, mit einem ;-) hätte ich das ja noch verstanden, aber du scheinst das
ernst zu meinen...

wenn ich ein angebot in augenschein nehme und prüfe, wie oben
geschildert (also nicht drin gefahren),
ist man doch KEIN schwarzfahrer!


hjs

Christoph Auer

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

"Martin Theodor Ludwig" <martin-the...@gmx.de> schrieb im
Newsbeitrag news:88a2iu$109md$1...@fu-berlin.de...
On Mon, 14 Feb 2000 20:06:10 +0100, "Christoph Auer"
<Christo...@t-online.de> wrote:

>Ich wollte einen ICE-Fahrschein München-Köln ICE (München-Mannheim), dann
>weiter über Frankfurt.

> Frankfurt Hauptbahnhof oder Flughafen?
FRANKFURT Flughafen

> München-Worms mit ICE kostet genausoviel wie München-Mannheim, ist aber
> ein paar Kilometer weiter. Wenn Du ohnehin in diese Richtung weiter
> fahren willst, wird es somit wegen der kürzeren Nicht-ICE-Strecke
> insgesamt billiger. Und ein ICE-Fahrschein gilt (zumindest derzeit noch,
> SMT mal außen vorgelassen) ohne weiteres auch in jedem niederrangigeren
> Zug. Wo also ist Dein Problem?

Die Strecke München-Köln über Worms schließt Frankfurt nicht mit ein.
und so genau würde sowieso nicht kontrolliert werden.


> >Manchmal verstehe ich die von der Bahn echt nicht,

> Ich auch nicht. Aber das bezieht sich mehr auf die Gestalter als auf die
>Verkäufer des Tarifs.
Das liegt auch sehr an dem sehr kompliziertem Tarifsystem.

Bis dann, Martin
--
Persönliche Homepage: http://www.home.pages.de/~mtl
Autoreisezüge in Europa: http://www.home.pages.de/~arz

Michael Kauffmann

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
hans-jürgen schulz wrote:
>
> Michael Kauffmann schrieb:

> >
> > Wenn sich aber Jemand im Zug niederläßt, ohne einen passenden
> > Fahrschein zu besitzen und ohne sich um einen solchen zu bemühen,
> > unterstelle ich ihm immer den Vorsatz der Beförderungserschleichung.

> soso...dann sollte man sich mal nach der ursache fragen, warum der


> fahrgast keine karte hat. denn dann wird schnell klar, daß hier nicht
> der fahrgast was erschleichen will, sondern gar keine möglichkeit
> hatte eine zu kaufen. daran ist er NICHT schuld.
> und somit nicht eindeutig!

Wenn du schon die Hälfte meines Satzes nicht liest, dann solltest du sie
wenigstens auch aus dem zitat löschen. Ich schrieb ausfdrücklich ünber einen
Fahrgast, der überhaupt nicht versucht, einen Fahrschein zu kaufen, solange er
nicht kontrolliert wird.

Michael Kauffmann

Frank Fuerst

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
hans-jürgen schulz schrieb:

>
> wenn ich ein angebot in augenschein nehme und prüfe, wie oben
> geschildert (also nicht drin gefahren),
> ist man doch KEIN schwarzfahrer!

Und das Prüfen ist m.E. wirklich sinnvoll! In einem ICE und neuen IC
ist die erste Klasse wirklich komfortabler; in IR ist meinem Eindruck
kein bisschen mehr Platz, bloss Teppichboden statt Noppenplastik. Und
in manchen alten IC-Wägen sind die Sitze vielleicht groß und weich,
aber auch schäbig und heruntergekommen. Dafür zahle ich nicht 50 %
Aufpreis (bzw. 100% mit BC Basis), auch wenn ich mal eine Fahrt mit
Anzug und entsprechendem Auftreten machen möchte oder einfach Geld
habe.

In Regionalzügen ist es auch sehr gemischt, und grade da habe ich
schon öfters über 1.Klasse nachgedacht. Allerdings wegen der
Überfüllung, und wenn das der Komforvorteil ist, ist die Farbe der
Sitzbezüge nachrangig ;-)

Gruß, Frank

Frank Fuerst

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Jens Hohlfeldt schrieb:

>
> > >aber der schaffner sagte nur 12,70 DM...zuhause schaute ich nach und kam
> > >drauf, daß er OHNE EIN WORT ZU SAGEN (!) die nachlösegebühr draufschlug.
> >
> > Das ist mir jetzt schon mehrmals so gegangen. Darf der das eigentlich?
>
> Natürlich, es sollte allgemein bekannt sein das das nachlösen im Zug teuerer
> ist.

Es ging doch nicht um die Rechtmässigkeit der Nachlösegebühr, sondern
darum, ob der Zub darauf hinweisen muss, dass er sie verlangt. Das ist
keine triviale Frage - es gibt Gegenden, wo es an den Bahnhöfen weder
(ausreichend lange geöffnete) Fka noch Automat gibt. z.B. im
Brandenburger RE4-Südast (Stadtbahn-Schönefeld-Jüterbog); hier ist es
Standard, dass man seine Karte, auch Verbundkarte, beim KiN löst. Ohne
Aufschlag natürlich. Trotzdem haben wir natürlich die von Dir
beschriebenen Schilder:

> Und dann haben
> wir im nahverkehr noch in jedem Wagen Bepper, wo der Spruch auch nochmal
> draufsteht,

Da ist jetzt schon die Frage, ob ich von einem Fahrgast, der
ausnahmsweise die Nachbarlinie (z.B. die RBen um Schönefeld und
KönigsWusterhausen) benutzt, verlangen kann, dass er sich diesmal nach
einem Automat umschauen muss, und ob er diesmal beim KiN um "Erlass"
der Nachlösegebühr erst bitten muss.
Oder umgekehrt, wenn ich von Jüterbog nach Berlin-Spandau fahre, ab
welchem Bahnhof muss ich dann dem KiN sagen, dass ich keine
Nachlösegebühr bezahlen will? Oder muss ich gar irgendwo anfangen den
KiN aufzustöbern und mich "unaufgefordert melden"?

Martin H. Duffner

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Servus !

hans-jürgen schulz schrieb:

> wenn ich ein angebot in augenschein nehme und prüfe, wie oben
> geschildert (also nicht drin gefahren),
> ist man doch KEIN schwarzfahrer!

Meine ich auch. Ich habe vor einiger Zeit mal einem Zub gesagt, daß ich
Eisenbahnfreund bin und mir die Loknummer (geschobenert IC) gerne
aufschreiben würde. Er zeigte Verständnis und ging weiter.


Grüße
MhD

--
* Martin H. Duffner (MhD) Fax (49) 7722 3605
* 78098 Nussbach (Schwarzwaldbahn) mobil (D1) 0170 / 430 2046
*
* Die Schwarzwaldbahn-Page: http://members.xoom.com/Bahn
* << Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche
* Dummheit. Aber beim Universum bin ich nicht ganz sicher. >> (Einstein)

Martin Schwarzwälder

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

Markus Betz <bet...@my-deja.com> schrieb in im Newsbeitrag:
38A960DB...@my-deja.com...

> Maximilian Gauger wrote:
> >
> > Mark Obrembalski wrote:
> > >
> > > hans-jürgen schulz alias <SCHU...@larry.scc.uni-weimar.de> schrieb:

> > >
> > > >aber der schaffner sagte nur 12,70 DM...zuhause schaute ich nach und
kam
> > > >drauf, daß er OHNE EIN WORT ZU SAGEN (!) die nachlösegebühr
draufschlug.
> > >
> > > Das ist mir jetzt schon mehrmals so gegangen. Darf der das eigentlich?
> >
> > Nein. Wenn wegen zu knappem Übergang oder Verspätung Du keinen FA
> > lösen konntest, bist Du von der Pflicht zu Zahlung der Nachlösegebühr
> > befreit.
> > Steht im DPT I; ich habe es aber zuhause liegen, weshalb ich Dir die
> > genaue Stelle jetzt nicht sagen kann.
>
> Muß man nicht auf die besonderen Umstände hinweisen, um dem
Nachlöseentgelt
> zu entgehen?

Ich bin neulich im einbrechenden Verkehr von Salzburg nach Traunstein
gefahren, hatte aber nur eine Fahrkarte von St. Johann im Pongau bis
Salzburg. Die Umsteigezeit in Salzbuerg war knapp, mein Gepäck reichlich (1
Paar Ski, Stöcke und Skischuhe) und ich bin einfach so eingestiegen und nach
Traunstein gefahren. Einen Schaffner habe ich nicht gesehen und somit auch
nix bezahlt.
- Bin ich jetzt Schwarzfahrer?
- Hätte ich Nachlösegebühr zahlen müssen?
- Hätte ich den Schaffner im Zug suchen müssen?
- Auf welches Konto kann ich den Fahrpreis überweisen, um einer
Strafverfolgung zu entgehen?
Der Fahrpreis beträgt m. W. 6,10 DM mit BC

fragt

Martin

Barbara Gon

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
On Mon, 14 Feb 2000 22:23:12 +0100, "Karlheinz Mitzel"
<mit...@fulda-online.de> wrote:

>
>Barbara Gon schrieb in Nachricht <38a8630c...@news.btx.dtag.de>...
>>On Mon, 14 Feb 2000 19:01:21 +0100, "Karlheinz Mitzel"
>><mit...@fulda-online.de> wrote:
>>
>
>>Sei froh , daß er Dich nur rausgeschmissen hat. Normalerweise kostet
>>das 60,- DM cash, bar auf die Kralle.
>>
>>b.g.
>>
>Hallo Barbara,
>du hättest meinen Artikel genauer lesen sollen.
>
>Ich ärgere mich eigentlich weniger über den Verweis aus der 1. Klasse,
>sondern vielmehr darüber,
>daß da ganz klar Unterschiede gemacht werden.
>Denn bestimmte Leute wurden eben nicht zum verlassen des Abteils
>aufgefordert, obwohl diese
>ebenfalls keine Karte hatten.
>Ich habe übrigens den einen der Fahrgäste anschließend gefragt was er davon
>hält.
>Die Antwort war: Nimm das nicht so ernst, die sind eben so. Außerdem kennt
>der mich.

Ooooch. Jetzt schmollst Du.... :)))))
>
>Gruß Karlheinz
b.g.


Mark Obrembalski

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Jens Hohlfeldt alias <Beate.Kaubisch...@t-online.de> schrieb:

>> >aber der schaffner sagte nur 12,70 DM...zuhause schaute ich nach und kam
>> >drauf, daß er OHNE EIN WORT ZU SAGEN (!) die nachlösegebühr draufschlug.
>>
>> Das ist mir jetzt schon mehrmals so gegangen. Darf der das eigentlich?
>
>Natürlich, es sollte allgemein bekannt sein das das nachlösen im Zug teuerer
>ist.

Die Frage bezieht sich auf das "ohne ein Wort zu sagen". Ich könnte ja einen
Grund haben, aus dem ich die Nachlösegebühr nicht zu bezahlen brauche.

Mark Obrembalski

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Martin Schwarzwälder alias <martin.sch...@multimedica.de> schrieb:

>Ich bin neulich im einbrechenden Verkehr von Salzburg nach Traunstein
>gefahren, hatte aber nur eine Fahrkarte von St. Johann im Pongau bis
>Salzburg. Die Umsteigezeit in Salzbuerg war knapp, mein Gepäck reichlich (1
>Paar Ski, Stöcke und Skischuhe) und ich bin einfach so eingestiegen und nach
>Traunstein gefahren. Einen Schaffner habe ich nicht gesehen und somit auch
>nix bezahlt.

[...]

> - Auf welches Konto kann ich den Fahrpreis überweisen, um einer
>Strafverfolgung zu entgehen?

Also, strafbar gemacht hast du Dich mit Sicherheit nicht.

Mark Obrembalski

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Jens Hohlfeldt alias <Beate.Kaubisch...@t-online.de> schrieb:

>DB NachtZug ist ein eigenständiges Unternehmen mit eigenen Preisen, wie auch
>MET.

Wirklich eigenständig? Keine 100%ige DBAG-Tochter?

Karlheinz Mitzel

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

Jens Hohlfeldt schrieb in Nachricht <88bq5l$m6s$6...@news07.btx.dtag.de>...

>> Heute ist mir ein Unverschämtheit passiert, wie nur selten.
>> Im Nahverkehr nach Gersfeld/Rhön kam ein Kontrolleur in Zivil.
>> Außer mir saßen noch einige Mitreisende aus meinem Heimatort in der 1.
>> Klasse dieses Nahverkehrszuges.
>> Alle (auch ich) haben allerdings nur Karten für die 2. Klasse.
>Wie hast du das festgestellt ??


Na ich kenne die Leute, kommen ja schließlich aus dem gleichen Ort, und
fahren mit mir im gleichen ICE jeden Tag
nach Frankfurt und zurück. Und zwar in der zweiten Klasse!

>> Der Kontrolleur kam nun ins Abteil und kontrollierte die Karten. Obwohl
>alle
>> nur Karten der 2. Klasse haben,
>> wurde ich als einziger Aufgefordert das Abteil zu verlassen.
>Frechheit, er hätte dir wenigstens einen PÜbergang in die erste anbieten
>können.


Das war dem wahrscheinlich wegen der kurzen Fahrstrecke von Fulda nach
Eichenzell in der Nahverkehrshuttel zu
umständlich. Bis der die Karte fertiggehabt hätte, wäre ich schon
ausgestiegen gewesen.

>Auf meine
>> Frage, ob denn die anderen Fahrgäste
>> Karten der 1. Klasse haben, bekam ich vom Kontrolleur zur Antwort: Ja,
>> natürlich!
>Waren das Eisenbahner ?? Also mit so einer weißen oder baluen Fahrkarte ?


Ne, von denen ist keiner bei der Bahn!

>> Anscheinend gibt es für die Bahn halt solche und solche Fahrgäste.
>Eine Mutter mit Kleinkind und Kinderwagen, werde ich nie aus der ersten
>Klasse rauschmeisen !!!


Würd ich auch nicht!

>> Andererseits muß man auch die Engstirnigkeit der Beamten sehen:
>Bezeichne niemanden als Beamten !! Er muß es nicht sein !!
>
>> Ich habe eine Jahreskarte für ca. 6.500 DM.
>> Das halbe Jahr darf ich dafür in überfüllten ICE-Zügen auf dem Gang
>stehen,
>.... der Reisende hat lediglich anspruch auf Beförderung, jedoch nicht auf
>einen Sitzplatz !!! Es sei denn er besitzt eine Platzkarte.
>
>> oder mit den ständigen
>> Verspätungen der Bahn rechnen.
>Mit wieviel Verspätung rechnet man so nach Gersfeld ?


Die verspätungen sind nicht im Nahverkehr von Fulda nach Eichenzell, sondern
fast ausschließlich abends
während der Rückfahrten von Frankfurt nach Fulda im ICE.

>> Wenn man aber einmal für eine Strecke von 7 Km im falschen Abteil sitzt,
>in
>> einem Zug, dessen 1. Klasse
>> bestenfalls einer 3. Klasse im ICE entsprechen würde,
>Bitte Regionalverkehr nicht mit Fernverkehr vergleichen. Es verlangt von
dir
>niemand das du in einem alten Silberling von München nach Rostock fahren
>sollst. Für 35 DM am Wochenende kann man als Fahrgast aber auch nicht mehr
>erwarten ?
>
>und dann noch
>> berücksichtigt, daß in diesem Zug
>> so gut wie niemals ein Gast mit einer 1. Klasse Fahrkarte sitzt,
>Bei mir beschweren sich die Leute immer an den Zügen über die fehlende
erste
>Klasse, obwohl die Planmäßig gar keine dranhaben. Komisch.


Das mag an verschiedenen Strecken so sein, auf dieser aber nicht. Übrigens
wird von den meisten Schaffnern
durchaus toleriert, wenn die Leute sich wegen Überfüllung des Zuges auch mal
in der 1. Klasse breitmachen.
Denn auch bei den Bahnern siegt des öfteren der gesunde Menschenverstand.
Denn es macht keinen Sinn, daß die
Leute sich in den Gängen und der 2. Klasse stapeln, während ein drittel des
Waggons (eben die 1. Klasse) leergehalten wird.
Denn dieser Zug besteht nur aus 2 Wagen und da wird es öfters auch mal eng.
Wenn Mittags zum Beispiel der Schülerzug
fährt hat das Gerät eine Überfüllung von schätzungsweise 70 %.
Da ist es offengestanden reine Menschenverachtung, wenn man dann noch einen
größeren Anteil des zur Verfügung
stehenden Raumes nicht zugänglich machen würde.
Aber um auf das Thema zurückzukommen, es gibt eben Bahnbedienstete die die
Benutzung der 1. Klasse tolerieren und es
gibt solche die es nicht tun. Daher gibt es eben manchmal Probleme. Und die
betreffen durchaus nicht nur mich.


> man also
>> niemandem seinen Platz wegnimmt,
>> wird man umgehend von einem frustrierten Beamten "rausgeworfen".
>uijujui, frustriert ???. Es wird wieder Zeit für einen "Ich bin schön"
>Lehrgang
>
>> Mich würde interessieren, ob noch andere Leute solche Erfahrungen mit
>> Beamten der Bahn gemacht haben
>
>Noch ganz kurz, nicht jeder der bei der Bahn arbeitet ist gleichzeitig ein
>Beamter, wie bekannt ist gibt es Beamte nur bei den Betrieben die für den
>Bund oder die Länder tätig sind. Es heist leider nicht mehr Deutsche
>Bundesbahn.>


Im Nahverkehr werden überwiegend noch Beamte eingesetzt. Im Fernverkehr ist
das anders.
Und um es einmal ganz klar zu sagen: Die Angestellten der Deutschen Bahn AG
pflegen in der Regel einen
wesentlich Kundenfreundlicheren Umgang mit den Fahrgästen als die Beamten im
Nahverkehr.
Allerdings gilt auch hier: Die Ausnahme bestätigt die Regel.

Gruß Karlheinz


Martin Schwarzwälder

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to

Mark Obrembalski <mar...@hrz1.uni-oldenburg.de> schrieb in im Newsbeitrag:
slrn8aim89...@hrzsic14.hrz.uni-oldenburg.de...
> Michael Kauffmann alias <kauf...@ipf.uni-karlsruhe.de> schrieb:

>
> >Auf einzelnen Strecken mit kleineren Zügen, wo der Zugbegleiter den
Überblick
> >hat und nach jeder Abfahrt gleich alle Zugestiegen aufsucht, kann man es
> >anders machen, aber im "großen" Bahnverkehr, wo man nicht damit rechnen
muß,
> >überhaupt kontrolliert zu werden, ist es ganz eindeutig.
>
> Gerade im "großen" Bahnverkehr ist es aber auch am schwierigsten, den
> Schaffner überhaupt zu finden. Gesetzt den Fall, ich setze mich in die 1.
> Klasse, eben weil die 2. rappelvoll ist - da laufe ich doch nicht durch
die
> ganze überfüllte 2. Klasse auf der Suche nach einem Schaffner, der mir
einen
> Übergang verkauft, nur um festzustellen, daß der vermutlich in irgendeinem
> Dienstabteil hockt... Reinsetzen, Schaffner abwarten und mit "Guten Tag,

ich
> brauche noch einen Übergang" begrüßen sollte wirklich in jeder Lage
reichen.

Im Ursprungsposting ging es um eine Kontrolle im 628.x, der ohne ZuB fährt.
Das ist grundsätzlich was anderes. Ansonsten sehe ich es wie Du und habe es
auch schon oft so gemacht. Wenn man überhaupt keinen Fahrschein hat, ist es
schwieriger...

Martin

Robert Weemeyer

unread,
Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
Karlheinz Mitzel schrieb:

> Heute ist mir eine Unverschämtheit passiert, wie nur selten.


> Im Nahverkehr nach Gersfeld/Rhön kam ein Kontrolleur in Zivil.
> Außer mir saßen noch einige Mitreisende aus meinem Heimatort in der 1.
> Klasse dieses Nahverkehrszuges.
> Alle (auch ich) haben allerdings nur Karten für die 2. Klasse.

> Der Kontrolleur kam nun ins Abteil und kontrollierte die Karten. Obwohl
> alle nur Karten der 2. Klasse haben,
> wurde ich als einziger Aufgefordert das Abteil zu verlassen.

Du bist mit einer Fahrkarte 2. Klasse in der 1. Klasse gefahren
und wunderst dich, dass du das nicht darfst. Ehrlich gesagt, was
glaubst du, wozu die Bahn auch Fahrkarten 1. Klasse verkauft?

Man könnte eine Regelung vorschlagen, dass Jahreskarten 2. Klasse
in Nahverkehrszügen auch in der 1. Klasse gelten. Aber solange
das nicht der Fall ist, liegt die Unverschämtheit nicht unbedingt
auf der Seite des Kontrolleurs, wenn du dich darüber beschwerst,
dass deine Fahrkarte 2. Klasse nicht für die 1. Klasse gilt.

Robert Weemeyer, Berlin
kein Bahnbediensteter

Kai-Uwe Thiessenhusen

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Feb 15, 2000, 3:00:00 AM2/15/00
to
"Martin Schwarzwälder" <martin.sch...@multimedica.de> wrote:

: Ich bin neulich im einbrechenden Verkehr von Salzburg nach Traunstein


: gefahren, hatte aber nur eine Fahrkarte von St. Johann im Pongau bis
: Salzburg. Die Umsteigezeit in Salzbuerg war knapp, mein Gepäck reichlich (1
: Paar Ski, Stöcke und Skischuhe) und ich bin einfach so eingestiegen und nach
: Traunstein gefahren. Einen Schaffner habe ich nicht gesehen und somit auch
: nix bezahlt.

: - Bin ich jetzt Schwarzfahrer?

Nein.

: - Hätte ich Nachlösegebühr zahlen müssen?

Nein, im einbrechenden Verkehr generell nicht.

: - Hätte ich den Schaffner im Zug suchen müssen?

Nein.

-kut


Helmut Pfau

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to

Jens Hohlfeldt wrote:

> Ich finde, von DB Mitarbeitern hat bei Dienstfahrten niemand
> etwas in der ersten Klasse verloren. Wenn dafür gezahlt wird, gerne.
>

Ich persönlich habe gar nichts dagegen, wenn DB-Mitarbeiter in der 1. Kl fahren,
unter der Voraussetzung, daß dort Plätze frei sind.
Das ist wenigstens ein Goodie, das nicht als geldwerter Vorteil versteuert
werden muß.

Bei der Lufthansa ist das auch nicht anders. Die Mitarbeiter fliegen immer
Business.

Helmut Pfau (Beförderungsfall :-)


Jens Hohlfeldt

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Mark Obrembalski <mar...@hrz1.uni-oldenburg.de> schrieb in im Newsbeitrag:
88c8j2$l4j$2...@newssrv2.hrz.uni-oldenburg.de...

> Jens Hohlfeldt alias <Beate.Kaubisch...@t-online.de> schrieb:
>
> >DB NachtZug ist ein eigenständiges Unternehmen mit eigenen Preisen, wie
auch
> >MET.
>
> Wirklich eigenständig? Keine 100%ige DBAG-Tochter?

ja, schon Tochter, aber auf die Preise hat Db Konzern keinen Einfluß

Gruß Jens


Ulf Kutzner

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Michael Kauffmann wrote:

> Beim Betreten alleine natürlich nicht. Wenn sich aber Jemand im Zug


> niederläßt, ohne einen passenden Fahrschein zu besitzen und ohne sich
> um einen solchen zu bemühen, unterstelle ich ihm immer den Vorsatz der
> Beförderungserschleichung.

> Auf einzelnen Strecken mit kleineren Zügen, wo der Zugbegleiter den Überblick
> hat und nach jeder Abfahrt gleich alle Zugestiegen aufsucht, kann man es
> anders machen, aber im "großen" Bahnverkehr, wo man nicht damit rechnen muß,
> überhaupt kontrolliert zu werden, ist es ganz eindeutig.

Wenn ich mit großem Gepäck nachts einsteige, renne ich weder mit noch
ohne Gepäck auf Schaffnersuche durch den Zug. Wenn sich beim Einstieg
ein Schaffner in der Nähe befindet, frage ich ihn nach einer Fahrkarte.

Gruß, ULF

--
________________________________________________________________________
Ulf Kutzner Backhaushohl 46 D-55128 Mainz
________________________________________________________________________

Mark Obrembalski

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Ingo Perkun alias <Ing...@gmx.de> schrieb:

>In welchen Zügen fahrt ihr? Wir sitzen immer erst nach getaner Arbeit im
>Dienstabteil. Auf meinen Fahrten nach Köln kommt es gelegentlich vor das ich
>das Dienstabteil die ganze Zeit über nicht sehe! Nun ja, schwarze Schafe
>gibt es, aber warum wird eigentlich hier immer allen Eisenbahnern Ingnoranz,
>Faulheit, Dummheit usw. unterstellt und warum wird immer verlangt das der
>Fahrgast wie ein kleines Kind zu behnadeln ist?

Ich behaupte nicht, daß Schaffner, die im Dienstabteil sitzen, faul sind.
Möglicherweise haben sie dort ja zu arbeiten, das kann ich als Fahrgast ja
nicht wissen. Daß zu den Aufgaben eines Zgführers nicht nur das Kontrollieren
von Fahrscheinen gehört, ist hier ja neulich recht ausgiebig diskutiert
worden. Nur - was immer der Grund dafür ist, daß der Schaffner eben nicht
im Gang steht, für mich als Fahrgast ist das Ergebnis bei der Suche gleich:
ich finde ihn nicht. Also warte ich eben, bis er vorbeikommt und löse dann
nach. Worüber sich eigentlich auch noch nie jemand beschwert hat.

Ulf Kutzner

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Ingo Perkun wrote:

> > Michael Kauffmann schrieb:
> > >
> > >
> > > > Willst Du mir damit einen Betrugsvorsatz unterstellen, falls ich ohne
> 1.Kl
> > > > Fahrschein die erste Klasse betrete?

> Am Besten wir führen wieder Bahnsteigsperren ein, dann sind die Leute
> wenigsten gezwungen vorher eine Fahrschein zu haben! Und das wird dann auch
> funktionieren, weil man es ja nicht umgehen kann.

[x] Du möchtest in den Zügen auch noch Erstklaßsperren installieren?

Ulf Kutzner

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Mark Obrembalski wrote:

> >DB NachtZug ist ein eigenständiges Unternehmen mit eigenen Preisen, wie auch
> >MET.
>
> Wirklich eigenständig? Keine 100%ige DBAG-Tochter?

Meines Wissens schon.

Ulf Kutzner

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Jens Hohlfeldt wrote:
>
> > > ohne weiteres auch in jedem niederrangigeren
> > > Zug.
> >
> > Wohl nicht in jedem NZ.

>
> DB NachtZug ist ein eigenständiges Unternehmen mit eigenen Preisen, wie auch
> MET.

Was nichts daran ändert, daß man in manchen NZ doch mit
ICE-Fahrausweisen fahren kann.

Ulf Kutzner

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Matthias Doerfler wrote:

> Werdende Mütter haben bei Sitzplatzmangel in den Nichtraucherabtei-
> len 2. Klasse einen Anspruch an das Zub, sich vorübergehend einen
> Sitzplatz im 1. Klasse-Bereich zuweisen zu lassen.

Ging auch bei Luftmangel im Pannolino nach Teilausfall der Klimaanlage.

Ulf Kutzner

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
hans-jürgen schulz wrote:

> nachlösezuschlag hingewiesen hat! mir gings letzten sonntag ähnlich, ich
> brauchte ne anschlußfahrkarte, hatte in erfurt nur 5 min übergang, die
> wegen verspätung von weimar hinfällig waren, in weimar hatte der
> schalter noch nicht offen.


> aber der schaffner sagte nur 12,70 DM...zuhause schaute ich nach und kam
> drauf, daß er OHNE EIN WORT ZU SAGEN (!) die nachlösegebühr draufschlug.

Hattest Du Deine andere Karte vorgezeigt? Wenn ja, ist es Zeit für einen
Erstattungsantrag.

Ulf Kutzner

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Jens Hohlfeldt wrote:

> > nur Karten der 2. Klasse haben,
> > wurde ich als einziger Aufgefordert das Abteil zu verlassen.

> Frechheit, er hätte dir wenigstens einen PÜbergang in die erste anbieten
> können.

Vielleicht sprach er:

"Mein Herr, sie sind hier in der ersten Klasse."

Er hääte auch sagen können:

"Für die in der ersten Klasse zurückgelegte Strecke zahlen Sie bitte
noch den Übergang in Höhe von..."

hans-jürgen schulz

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to

Michael Kauffmann schrieb:


>
> hans-jürgen schulz wrote:
> >
> > Michael Kauffmann schrieb:
> > >

> > > Wenn sich aber Jemand im Zug niederläßt, ohne einen passenden
> > > Fahrschein zu besitzen und ohne sich um einen solchen zu bemühen,
> > > unterstelle ich ihm immer den Vorsatz der Beförderungserschleichung.
>

> > soso...dann sollte man sich mal nach der ursache fragen, warum der
> > fahrgast keine karte hat. denn dann wird schnell klar, daß hier nicht
> > der fahrgast was erschleichen will, sondern gar keine möglichkeit
> > hatte eine zu kaufen. daran ist er NICHT schuld.
> > und somit nicht eindeutig!
>
> Wenn du schon die Hälfte meines Satzes nicht liest, dann solltest du sie
> wenigstens auch aus dem zitat löschen. Ich schrieb ausfdrücklich ünber einen
> Fahrgast, der überhaupt nicht versucht, einen Fahrschein zu kaufen, solange er
> nicht kontrolliert wird.

ich hab ihn ganz gelesen...die frage ist, was du unter "sich um einen
solchen bemühen" verstehst.
aus dem vorhergeschriebenen ist zu schließen, daß du den fall meinst,
daß man sich einen platz wählt und hinsetzt,der schaffner kommt und
man dann sagt daß man noch eine fahrkarte braucht.vorher konnte er
(aus welchen gründen auch immer)keine fahrkarte kaufen.
soll er denn durch den ganzen zug rennen und den schaffner suchen,
nur daß man dann (die richtige und kundenfreundliche) antwort erhält,
"setzen sie sich erstmal, ich komme dann durch"?

hjs

hans-jürgen schulz

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to

Martin Theodor Ludwig schrieb:
>
> On Tue, 15 Feb 2000 15:30:27 +0100, "Jens Hohlfeldt"
> <Beate.Kaubisch...@t-online.de> wrote:
>
> >Salzburg liegt meines wissens nicht im MVV.
>
> Aber vielleicht so weit weg von München, daß die Gleichstellung von
> Pasing und Hauptbahnhof greift?
>

selbst wenn, wenn auf der fahrkarte der ort draufsteht, und man dann
einen weiter fahren will, muß man nochmal bezahlen, obwohl man
eigentlich
soweit schon bezahlt hat. LEIDER, man sollte vielleicht den
fahrkartenverkäufer immer erst fragen, wie weit man fahren KÖNNTE. ;-)


hjs

Ulf Kutzner

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
hans-jürgen schulz wrote:

> > Aber vielleicht so weit weg von München, daß die Gleichstellung von
> > Pasing und Hauptbahnhof greift?
> >
>
> selbst wenn, wenn auf der fahrkarte der ort draufsteht, und man dann
> einen weiter fahren will, muß man nochmal bezahlen, obwohl man
> eigentlich
> soweit schon bezahlt hat. LEIDER, man sollte vielleicht den
> fahrkartenverkäufer immer erst fragen, wie weit man fahren KÖNNTE. ;-)

Es stellt sich erst einam die Frage, ob der Ort oder der Zielbahnhof auf
der Fahrkarte steht...

hans-jürgen schulz

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to

Ingo Perkun schrieb:
>
> "Mark Obrembalski" <mar...@hrz1.uni-oldenburg.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:slrn8aim89...@hrzsic14.hrz.uni-oldenburg.de...


>
> > ganze überfüllte 2. Klasse auf der Suche nach einem Schaffner, der mir
> einen
> > Übergang verkauft, nur um festzustellen, daß der vermutlich in irgendeinem
> > Dienstabteil hockt... Reinsetzen, Schaffner abwarten und mit "Guten Tag,
> ich
> > brauche noch einen Übergang" begrüßen sollte wirklich in jeder Lage
> reichen.
>

> In welchen Zügen fahrt ihr? Wir sitzen immer erst nach getaner Arbeit im
> Dienstabteil. Auf meinen Fahrten nach Köln kommt es gelegentlich vor das ich
> das Dienstabteil die ganze Zeit über nicht sehe! Nun ja, schwarze Schafe
> gibt es, aber warum wird eigentlich hier immer allen Eisenbahnern Ingnoranz,
> Faulheit, Dummheit usw. unterstellt und warum wird immer verlangt das der
> Fahrgast wie ein kleines Kind zu behnadeln ist?

hier wird nicht ALLEN eisenbahnern oben genanntes vorgeworfen, schon
allein
weil man als EISENBAHNfreund auch einen besseren einblick ins geschehen
hat.
ich hoffe nicht, daß du das immer nur "gegen die eisenbahner"lesen
willst...

im übrigen verhält sich der autofahrer auch wie ein kleines kind,
wo ist also der unterschied? ;-)

> Trifft vielleicht hier nicht
> zu aber bei manchen Postings muß man echt denken das nur Idioten mit der
> Bahn unterwegs sind die nicht lesen, sprechen und sehen können. ALs
> Autofahrer muß ich auch Straßenschilder und Verkehrszeichen lesen können und
> mich orientieren können.

und wenn ich das nicht kann ist man auf den ÖV angewiesen,
z.b. wenn man alkohol genossen hat. *fg*


hjs

Maximilian Gauger

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Kai-Uwe Thiessenhusen wrote:


> : - Hätte ich Nachlösegebühr zahlen müssen?
>
> Nein, im einbrechenden Verkehr generell nicht.

Kannst Du mir die passende Tarifstelle mal nennen? Gilt in diesem
Fall die Anschlussfahrscheinregelung? Nach dem müsste ich ja VOR dem
Bf, bis zu dem meine Fahrkarte gilt, mich melden.

Ciao,

Max

--
************************************************** Maximilian Gauger *
* Life is like a box of chocolates: * Zeltweg 62 *
* You never know what you'll get. (Forrest Gump) * CH-8032 Zuerich *
************************************************** mga...@gmx.net *

hans-jürgen schulz

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to

Matthias Doerfler schrieb:
>
> Am Tue, 15 Feb 2000 15:45:52 +0100 schrieb Jens Hohlfeldt
> > Am Tue, 15 Feb 2000 15:21:15 +0100 schrieb Markus Betz:
> > > Maximilian Gauger wrote:
> > > > Am Tue, 15 Feb 2000 12:36:36 +0100 schrieb hans-jürgen schulz:
>
> [Der Thread ist zweispurig gelaufen und zu verkürzend, daher sinn-
> entstellend gequotet gewesen; zusammengeflickt]
>
> > > > > na da hast du noch glück gehabt, weil der schaffner auf den


> > > > > nachlösezuschlag hingewiesen hat! mir gings letzten sonntag
> > > > > ähnlich, ich brauchte ne anschlußfahrkarte, hatte in erfurt

> > > > > nur 5 minübergang, die wegen verspätung von weimar hinfällig waren,
> > > > > [...] OHNE EIN WORT ZU SAGEN (!) die nachlösegebühr draufschlug.
>
> Wenn Du, Hans-Jürgen, nichts gesagt hast, dass Du schon von (woher
> auch immer) unterwegs warst, hast Du allerdings selbst die Ursache
> für den Einzug des Nachlöseentgelts gesetzt.

ich hab aber gesagt "anschlußfahrkarte nach bad frankenhausen mit
BC(Z)..."

> > > > Wenn wegen zu knappem Übergang oder Verspätung Du keinen FA
> > > > lösen konntest, bist Du von der Pflicht zu Zahlung der
> > > > Nachlösegebühr befreit.
>

> Das trifft zu. § 12 ABest 4 a Nr. 3. Hatten wir alles jüngst im
> Zusammenhang mit den wieder fallen gelassenen Bordverkaufspreisen.

mein zug aus weimar hatte verspätung, ich hatte vormelden lassen,
der schaffner sah auch mich als einzigsten noch in den zug steigen.

>
> > > Muß man nicht auf die besonderen Umstände hinweisen, um dem
> > > Nachlöseentgelt zu entgehen?
>

> Die Nachweispflicht liegt beim Fahrgast - und sie macht überhaupt
> keine Mühe: Vorzeigen des Fahrscheins für die vorausgegangene
> Strecke.

hab ich nicht vorgezeigt (weil "anschlußfahrkarte..") gesagt! und
außerdem keine anrechnung möglich (studentenausweis=fahrkarte).
kann ja nicht ahnen daß er es nicht hört oder nicht hören WILL.
überhaupt war er recht komisch, bei den haltestellenansagen betonte
er die namen falsch, z.b. hell-DRUNGEN und breTTleben.

hjs

hans-jürgen schulz

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to

Ingo Perkun schrieb:
>
> "hans-jürgen schulz" <SCHU...@larry.scc.uni-weimar.de> schrieb im
> Newsbeitrag news:38A97D46...@larry.scc.uni-weimar.de...


> >
> > Michael Kauffmann schrieb:
> > > > Willst Du mir damit einen Betrugsvorsatz unterstellen, falls ich ohne
> 1.Kl Fahrschein die erste Klasse betrete?
> > >

> > > Beim Betreten alleine natürlich nicht. Wenn sich aber Jemand im Zug


> > > niederläßt, ohne einen passenden Fahrschein zu besitzen und ohne sich
> > > um einen solchen zu bemühen, unterstelle ich ihm immer den Vorsatz der
> > > Beförderungserschleichung.

> > > Auf einzelnen Strecken mit kleineren Zügen, wo der Zugbegleiter den
> Überblick
> > > hat und nach jeder Abfahrt gleich alle Zugestiegen aufsucht, kann man es
> > > anders machen, aber im "großen" Bahnverkehr, wo man nicht damit rechnen
> muß,
> > > überhaupt kontrolliert zu werden, ist es ganz eindeutig.
> >

> > soso...dann sollte man sich mal nach der ursache fragen, warum der
> > fahrgast keine karte hat. denn dann wird schnell klar, daß hier nicht
> > der fahrgast was erschleichen will, sondern gar keine möglichkeit hatte
> > eine zu kaufen. daran ist er NICHT schuld. und somit nicht eindeutig!
>

> Am Besten wir führen wieder Bahnsteigsperren ein, dann sind die Leute
> wenigsten gezwungen vorher eine Fahrschein zu haben! Und das wird dann auch

> funktionieren, weil man es ja nicht umgehen kann. An einem Freitag oder
> Sonntag kann ich es noch akzeptieren wenn jemand keinen Fahrschein hat, aber
> wenn mit jemand mitten in der Woche um 9:00 oder 10:00 Uhr erzählen will er
> konnte keinen Fahrschein erwerben dann ist das eindeutig Bequemlichkeit! Und
> da ist dann Nachlöseentgelt fällig.


abgesehen von dann wieder anderen nachteilen keine ganz schlechte idee,
dann könnte man wieder überall fahrkarten erwerben! ;-)

eindeutig ist es erst wenn man beweise hat, woher nimmst du die?


hjs

Jens Hohlfeldt

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
>Wie kommst du auf das schmale Brett, mit dem Verbund, der gute hat einen
>Fahrschein von Salzburg nach München Hbf. Das einfachste und einzig
richtige
>ist, er bekommt einen Anschlußfahrschein bis Pasing oder ich rechen die
>Fahrkarte Salzburg - Hbf an die Fahrkarte Salzburg - Pasing an !!!

>Salzburg liegt meines wissens nicht im MVV.

>Aber vielleicht so weit weg von München, daß die Gleichstellung von
>Pasing und Hauptbahnhof greift?

München hat leider keine Gleichstellung, jedenfalls nicht über das MT.

Gruß Jens


Maximilian Gauger

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Matthias Doerfler wrote:

> Werdende Mütter haben bei Sitzplatzmangel in den Nichtraucherabtei-
> len 2. Klasse einen Anspruch an das Zub, sich vorübergehend einen
> Sitzplatz im 1. Klasse-Bereich zuweisen zu lassen.

...und müssen, wenn jemand mit einem FA 1. Klasse kommt und sonst
stehen müsste, diesem wieder Platz machen.
DPT ist manchmal schon fast unfreiwillig komisch (und da braucht's noch
nicht mal die Tippfehler für - bei den GKA-Bestimmungen beispielsweise
ist die ICE-Benutzung mit Nicht-ICE-Fahrscheinen und ICE-Fahrscheinen
nicht erlaubt, oder war's umgekehrt?).

Maximilian Gauger

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Karlheinz Mitzel wrote:

> Das mag an verschiedenen Strecken so sein, auf dieser aber nicht. Übrigens
> wird von den meisten Schaffnern durchaus toleriert, wenn die Leute sich
> wegen Überfüllung des Zuges auch mal in der 1. Klasse breitmachen.
> Denn auch bei den Bahnern siegt des öfteren der gesunde Menschenverstand.
> Denn es macht keinen Sinn, daß die Leute sich in den Gängen und der
> 2. Klasse stapeln, während ein drittel des Waggons (eben die 1. Klasse)
> leergehalten wird.
> Denn dieser Zug besteht nur aus 2 Wagen und da wird es öfters auch mal eng.

Genau da liegt das Problem. Wenn das Material nicht reicht, muss für
Verstärkung gesort werden. Dafür ist dann erstmal Regio der
Ansprechpartner,
wenn das nicht reicht, der Besteller (siehe Sven Manias' Adressenliste).

> Im Nahverkehr werden überwiegend noch Beamte eingesetzt. Im Fernverkehr ist
> das anders.

Quelle? DAS ist mir nun wirklich neu.

> Und um es einmal ganz klar zu sagen: Die Angestellten der Deutschen Bahn AG

> pflegen in der Regel einen wesentlich kundenfreundlicheren Umgang mit den

> Fahrgästen als die Beamten im Nahverkehr.

Und was ist mit den KiN im Angestelltenverhältnis? Beamte sind nur
die "Älteren", die Beamte des BEV sind.
Und Beamte habe ich auch schon in allen Geschmacksrichtungen erlebt,
kompetent und inkompetent, nett und unverschämt, tolerant und eng-
stirnig.

Maximilian Gauger

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Ingo Perkun wrote:

> Jaja, Eisenbahner sind eben alle schlechte Menschen! Genauso sind ja die
> Beamten faul und tun den ganzen Tag nichts.Ach, wäre es schön wenn wir alle
> in mancher Hinsicht mal vorurteilsfrei sein könnten... Aber es geht ja schon
> bei der total falschen öffentlichen Meinung von der Bahn los...

Sorry, Ingo, ich kann in Karlheinz' Posting zwar einigen Ärger
erkennen, aber keine pauschale Verurteilung aller Bahner, die Du
ihm unterstellst.
Vermutlich hat jeder Mitleser hier schon kompetentes und höfliches
Personal genauso wie schlecht gelauntes, unfreundliches und
inkompetentes erlebt. Bei der dem Ausgangsposting zugrundeliegenden
Situation war es eben letzteres.

N.B.: Es gibt auch noch die Kombinationen freundlich/inkompetent und
unfreundlich, aber kompetent. Vor allem erstere kann mich schon fast
rasend machen, mit letzterer kann ich leben.

Frank Fuerst

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Ingo Perkun schrieb:
>
> > Es ging doch nicht um die Rechtmässigkeit der Nachlösegebühr, sondern
> > darum, ob der Zub darauf hinweisen muss, dass er sie verlangt. Das ist
> > keine triviale Frage - es gibt Gegenden, wo es an den Bahnhöfen weder
> > (ausreichend lange geöffnete) Fka noch Automat gibt. z.B. im
> > Brandenburger RE4-Südast (Stadtbahn-Schönefeld-Jüterbog); hier ist es
> > Standard, dass man seine Karte, auch Verbundkarte, beim KiN löst. Ohne
> > Aufschlag natürlich. Trotzdem haben wir natürlich die von Dir
> > beschriebenen Schilder:
>
> Warum sollte man darauf hinweisen das der im Zug übliche Fahrpreis berechnet
> wird? Die Regelung besagt doch, das im Zug der Zugpreis zu zahlen ist. Es
> gibt Ausnahmen davon: Wenn das Reisezentrum geschlossen (oder nicht
> vorhanden) war und kein Automat betriebsbereit war. Andere Ausnahmen sind
> nicht vorgesehen,

Du hast wohl mein Posting (s.o.) nicht genau gelesen: Für viele Züge
in Luckenwalde gibt es überhaupt keine Möglichkeit, eine Fahrkarte in
der Viertelstunde vor der Abfahrt zu erwerben; und bis vor kurzem war
wegen Bauarbeiten die Fka für Leute mit Gepäck 5 bis 10 Gehminuten vom
Bahnsteig entfernt.
An den Haltepunkten Woltersdorf und Thyrow gibt es IMHO überhaupt
keine Fka und auch keinen Automaten, weder DPT[1] noch VBB.

Der Erwerb des Fahrscheins im Zug ist also nicht Ausnahme, sondern
Regel, und so wurde das auch gehandhabt - zwischen Jüterbog und Berlin
Ostbahnhof habe ich noch nie beobachtet, dass ein KiN Nachlösegebühr
verlangt hätte.
Aber mindestens ab Schönefeld gibt es Automaten.

Ich steige also nun in, sagen wir, Luckenwalde ein, die Fka war zu.
Mit mir steigen noch 15 oder 50 andere Beförderungsfälle zu. Daher
macht man sich wahrscheinlich unbeliebt, wenn man jetzt zum KiN rennt
und nach einer Fahrkarte verlangt, in jedem Fall wird man aber ohne
Karte zum Platz geschickt. Da sitze ich nun, der KiN kommt vor lauter
Abfertigen kaum zum Fahrkartenverkaufen bzw. -kontrollieren, und die
Hälfte der Leute braucht zwei Fahrkarten (Typisch: DPT-BC bis zur
Grenze von Berlin-C, dann ein ABC-Tagesticket), vorher eine Beratung
und manche auch noch einen Anschluß (selbst wenn die Fka offen ist,
der KiN kann mit seinem Buch wohl besser umgehen als die Fka-Besatzung
mit Kurs90).

Nun sind wir schon in Schönefeld, der KiN wird abgelöst, und ich werde
langsam unruhig.

Wie verhalte ich mich? Muss ich ihn suchen gehen? Macht wohl
genausowenig Sinn, wie es in Luckenwalde Sinn gemacht hätte. Wenn er
kommt, muss ich ihm sagen, dass ich keine Nachlösegebühr zahlen will,
oder reicht "Bitte von Luckenwalde nach..."? Das war bisher immer
ausreichend, über Ostbahnhof bin ich aber auf diese Weise noch nie
rausgefahren. Ab welchem Bahnhof muss er mich denn nun drauf
hinweisen, dass seiner Meinung nach Nachlösegebühr fällig ist, bzw.
wenn er es gar nicht muss, ab welchem muss ich auf Befreiung
hinweisen?

Und die andere Problematik:
Auf den benachbarten Strecken gibt es natürlich auch Haltepunkte, an
denen keine Automaten sind oder diese schwer zu finden sind. Da man es
nun gewohnt ist, ohne Aufpreis im Zug zu lösen - woher soll ich
plötzlich wissen, ob das dort auch üblich ist, oder ob ich
Nachlösegebühr zahlen muss?


> manchmal allerdings werden auch andere Begründungen
> akzeptiert. Die meisten Fahrgäste wissen über die Regelung bescheid, meckern
> tun sie aber erst hinterher.

Meckern tun die KiN, wenn Sie den Zug nicht abfertigen können, weil
fünf Einsteiger sich "unaufgefordert beim Zugpersonal melden".

> Wenn man meint, nicht den regulären Preis
> zahlen zu müssen sollte man vorher darauf hinweisen!

Worauf man dann gesagt wird, dass in diesem Zug sowieso der Bahnhofs-
oder Automatenpreis der reguläre Preis ist.

Es gibt übrigens noch mehr Linien dieser Sorte, aber nur auf dieser
kenne ich die Umstände genau.

Das Problem liese sich natürlich durch die Aufstellung von Automaten
lösen. Allerdings: In Luckenwalde steht seit einiger Zeit ein
Fernverkehrsautomat in der Bahnhofshalle (die als BMX- und
Skateboardbahn verwendet wird); dieser war noch nie in Betrieb und
wird es auch nicht mehr werden, denn mittlerweile ist das Display
kaputt. Ein wesentlich vandalensicherer Ort wäre wohl der Bahnsteig,
da sind viel öfter Leute, und da kann man auch nicht Skateboard
fahren. Allerdings gibt es zwei Bahnsteige, und man bräuchte je einen
DPT-Automat und einen VBB-Automat, oder einen Alleskönner - ich
bezweifle, dass sich das rechnet.
Und der schlechte Eindruck, den die Bahn macht, wenn jemand
feststellt, dass er ungerechtfertigt Nachlösegebühr bezahlt hat, der
ist der Führungsetage ja sowieso egal.


Gruß, Frank

[1] Im VBB gelten auf den Zügen der DB Regio für BC-Besitzer auch
DPT-Ausweise.
--
Flhacs wird im Usenet grundsätzlich alsfhc geschrieben. Schreibt man
lafhsc nicht slfach, so ist das schlichtweg hclafs. Hingegen darf man
rihctig ruhig rhitcgi schreiben, weil eine shcalfe Schreibweise bei
irhictg nicht als shflac angesehen wird. [Hajo Pflüger in dnq]

Frank Fuerst

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Ingo Perkun schrieb:
(Quoting korrigiert)

>
> > Gerade im "großen" Bahnverkehr ist es aber auch am schwierigsten, den
> > Schaffner überhaupt zu finden. [...]

>
> In welchen Zügen fahrt ihr? Wir sitzen immer erst nach getaner Arbeit im
> Dienstabteil. Auf meinen Fahrten nach Köln kommt es gelegentlich vor das ich
> das Dienstabteil die ganze Zeit über nicht sehe! Nun ja, schwarze Schafe
> gibt es, aber warum wird eigentlich hier immer allen Eisenbahnern Ingnoranz,
> Faulheit, Dummheit usw. unterstellt

Das tu ich natürlich nicht, ich schliesse mich Marks Posting
vollinhaltlich an. Zu Deiner Warum-Frage allerdings kann ich noch ein
wenig Statistik abliefern, die solche Unterstellungen zwar nicht
rechtfertigt, aber erklärt:

RE Luckenwalde-Jüterbog, Mittwoch abends, 8 Minuten ohne Halt, mit mir
steigen 0 bis 4 Personen ein, Zug endet in JB und wendet; Kontrolliert
werde ich in maximal 50% der Fälle

IC 8xx zwischen Lutherstadt Wittenberg und Bitterfeld, Freitag nach
Süden, Sonntag oder Montag nach Norden, 20 Minuten ohne Halt, mit mir
steigen 3 bis 10 Personen ein (Fahrt nach Süden, in BTF beim Umsteigen
kann ich es nicht abschätzen[1]): Kontrollquote im Steuerwagen
deutlich unter 50%

Zum Kontrast: IC Würzburg-Nürnberg, 60 min ohne Halt, mit mir steigen
50 bis 200 Personen ein, Kontrollquote 100%

Nix für ungut, Frank

Martin Schwarzwälder

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to

Ingo Perkun <Ing...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
88ci0b$13dc0$5...@fu-berlin.de...
>

> Am Besten wir führen wieder Bahnsteigsperren ein, dann sind die Leute
> wenigsten gezwungen vorher eine Fahrschein zu haben! Und das wird dann
auch
> funktionieren, weil man es ja nicht umgehen kann. An einem Freitag oder
> Sonntag kann ich es noch akzeptieren wenn jemand keinen Fahrschein hat,
aber
> wenn mit jemand mitten in der Woche um 9:00 oder 10:00 Uhr erzählen will
er
> konnte keinen Fahrschein erwerben dann ist das eindeutig Bequemlichkeit!
Und
> da ist dann Nachlöseentgelt fällig.

Soso, anhand der Uhrzeit stellst Du fest, daß ich evtl. ein bequemer Sack
bin, und das muß folglich bestraft werden. Da waren mir dir alten
Beamtenschaffner lieber. Mit hat vor 7 Jahren mal einer gesagt, er hätte
noch nie eine Nachlösegebühr kassiert, weil er diesen (wohl Neu-)Kunden
damit gleich wieder losgewesen wäre.

Martin

Holger Kötting

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
In article <38a9c3c6...@news.cis.dfn.de>,

thas...@dialup.nacamar.de (Matthias Doerfler) writes:
|> Werdende Mütter haben bei Sitzplatzmangel in den Nichtraucherabtei-
|> len 2. Klasse einen Anspruch an das Zub, sich vorübergehend einen
|> Sitzplatz im 1. Klasse-Bereich zuweisen zu lassen.

Darf ich daraus schliessen, dass fuer alle Wochenendtickettouren
nebem dem bisher ueblichen SWT-Survial-Pack (Kursbuch, DJH-Ausweis, ...)
nun auch ein passendes Kissen, Schminkutensilien und Peruecke in den
Rucksack gehoeren?

Gruss,

Hol 'ei isch bin doch schwanger' ger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting

Holger K.

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
[...]

>soll er denn durch den ganzen zug rennen und den schaffner suchen,
>nur daß man dann (die richtige und kundenfreundliche) antwort erhält,
>"setzen sie sich erstmal, ich komme dann durch"?


So kommt er wenigstens seiner Pflicht nach, sich um einen gültigen FS zu
bemühen.

Ich sehe das genauso, wenn bei mir im Zug jemand sitzt, der keinen
Fahrschein besitzt , und sich nicht bei mir gemeldet hat, der hat darauf
spekuliert, nicht kontrolliert zu werden. Somit liegt ein Versuch der
Leistungserschleichung vor, ich könnte ihm sogar eine Fahrpreisnacherhebung
aufdrücken. Wenn der Kunde allerdings freundlich ist, werde ich dies nicht
tun, aber zumindest die 5,- DM Nachlösegebühr verlangen.

Kommt der Kunde jedoch gleich nach seinem Einsteigen zu mir, verzichte ich
auf die Nachlösegebühr und verlange ihm nur den normalen Fahrpreis.

Gruß, Holger

Michael Kauffmann

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Holger K. wrote:

> Ich sehe das genauso, wenn bei mir im Zug jemand sitzt, der keinen
> Fahrschein besitzt , und sich nicht bei mir gemeldet hat, der hat
> darauf spekuliert, nicht kontrolliert zu werden. Somit liegt ein
> Versuch der Leistungserschleichung vor,

> Kommt der Kunde jedoch gleich nach seinem Einsteigen zu mir, verzichte


> ich auf die Nachlösegebühr und verlange ihm nur den normalen
> Fahrpreis.

Und wenn man sehr spät an den Bahnhof kommt und deshalb keine Zeit mehr zum
Fahrkarte kaufen hat, steigt man meistens an der letzten von einem Schaffner
aufgehaltenen Tür ein und braucht ihn nicht mehr zu suchen.

Michael Kauffmann

Holger K.

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to

>Im Nahverkehr werden überwiegend noch Beamte eingesetzt. Im Fernverkehr ist
>das anders.
>Und um es einmal ganz klar zu sagen: Die Angestellten der Deutschen Bahn AG
>pflegen in der Regel einen
>wesentlich Kundenfreundlicheren Umgang mit den Fahrgästen als die Beamten
im
>Nahverkehr.
>Allerdings gilt auch hier: Die Ausnahme bestätigt die Regel.


Ich arbeite bei DB Regio als Angestellter. Ich kenne einige Angestellte in
meiner KiN-Gruppe, genauso wie ich einige Beamte bei DB R & T kenne, so
allgemein kann man das nicht sagen!!

Gruß, Holger

hans-jürgen schulz

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to

"Holger K." schrieb:
>
> [ich schrieb:]


> >soll er denn durch den ganzen zug rennen und den schaffner suchen,
> >nur daß man dann (die richtige und kundenfreundliche) antwort erhält,
> >"setzen sie sich erstmal, ich komme dann durch"?
>
> So kommt er wenigstens seiner Pflicht nach, sich um einen gültigen FS zu
> bemühen.
>

> Ich sehe das genauso, wenn bei mir im Zug jemand sitzt, der keinen
> Fahrschein besitzt , und sich nicht bei mir gemeldet hat, der hat darauf
> spekuliert, nicht kontrolliert zu werden. Somit liegt ein Versuch der

> Leistungserschleichung vor, ich könnte ihm sogar eine Fahrpreisnacherhebung
> aufdrücken.

nicht solange du nicht die ursache kennst!
und wenn die bahn erst alle schalter dichtmacht oder zu unmöglichen
zeiten öffnet, und außerdem wenig brauchbare automaten hat, kann ja
wohl der im regelfall immer eine karte zu kaufen gewillte fahrgast
nichts dafür!

Wenn der Kunde allerdings freundlich ist, werde ich dies nicht
> tun, aber zumindest die 5,- DM Nachlösegebühr verlangen.

> Kommt der Kunde jedoch gleich nach seinem Einsteigen zu mir, verzichte ich
> auf die Nachlösegebühr und verlange ihm nur den normalen Fahrpreis.

was die aufenthaltszeit auf dem bahnhof verlängert und auch nicht gerade
kundenfreundlich ist, meterweit latschen zu müssen, nur weil man
unschuldigerweise was vom schaffner braucht.


hjs

Robert Weemeyer

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Martin Theodor Ludwig <martin-the...@gmx.de> schrieb:

> Jens Hohlfeldt wrote:
>
> >Salzburg liegt meines wissens nicht im MVV.
>

> Aber vielleicht so weit weg von Muenchen, dass die Gleichstellung von
> Pasing und Hauptbahnhof greift?

Diese Gleichstellung gibt es nicht, unabhängig von der Entfernung.

Robert Weemeyer, Berlin

Robert Weemeyer

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Maximilian Gauger schrieb:

> Wenn wegen zu knappem Übergang oder Verspätung Du keinen FA
> lösen konntest, bist Du von der Pflicht zu Zahlung der Nachlösegebühr
> befreit.

> Steht im DPT I; ich habe es aber zuhause liegen, weshalb ich Dir die
> genaue Stelle jetzt nicht sagen kann.

Hier ist sie:

Deutscher Eisenbahn-Personen und Gepäcktarif, Teil I (DPT I), § 12,
Ausführungsbestimmung 4:

| Den Betrag nach ABest 3 [das Nachlöseentgelt] hat nicht zu zahlen,
| wer [...] dem Zugbegleitpersonal unaufgefordert meldet, daß er [...]
| auf einem Anschlußbahnhof wegen Verspätung seines Zuges [...] wegen
| kurzer Übergangszeit keinen Fahrschein für die Weiterfahrt hat lösen
| können [...].

Robert Weemeyer, Berlin

Robert Weemeyer

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Martin Schwarzwälder schrieb:

> Ich bin neulich im einbrechenden Verkehr von Salzburg nach Traunstein
> gefahren, hatte aber nur eine Fahrkarte von St. Johann im Pongau bis
> Salzburg. Die Umsteigezeit in Salzbuerg war knapp, mein Gepäck reichlich (1
> Paar Ski, Stöcke und Skischuhe) und ich bin einfach so eingestiegen und nach
> Traunstein gefahren. Einen Schaffner habe ich nicht gesehen und somit auch
> nix bezahlt.
> - Bin ich jetzt Schwarzfahrer?

Nein.

> - Hätte ich Nachlösegebühr zahlen müssen?

Wenn du darauf hinweist, dass die Umsteigezeit für das Lösen eines
Anschlussfahrscheines zu kurz war, enfällt das Nachlöseentgelt.

> - Hätte ich den Schaffner im Zug suchen müssen?

Nein, du hättest dich nur bei der Prüfung der Fahrscheine
unaufgefordert melden müssen.

> - Auf welches Konto kann ich den Fahrpreis überweisen, um einer
> Strafverfolgung zu entgehen?

Es besteht die Möglichkeit, den Fahrpreis im nachhinein (auf dem
Zielbahnhof) zu zahlen ... Aber eine Strafverfolgung brauchst du in
diesem Falle nicht zu befürchten.

Wichtig: Diese Regelung gilt so nur für den DPT ("Bahntarif"). Bei
Verbundtarifen sieht es i. A. anders aus.

Robert Weemeyer, Berlin

> Der Fahrpreis beträgt m. W. 6,10 DM mit BC
>
> fragt
>
> Martin
>
>


Robert Weemeyer

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Ingo Perkun schrieb:

> Die Regelung besagt doch, das im Zug der Zugpreis zu zahlen ist. Es
> gibt Ausnahmen davon: Wenn das Reisezentrum geschlossen (oder nicht
> vorhanden) war und kein Automat betriebsbereit war. Andere Ausnahmen

> sind nicht vorgesehen [...].

Nanu, Ingo, diese Antwort von dir? Natürlich sind noch weitere Ausnah-
men vom Nachlöseentgelt vorgesehen, nachzulesen in ABest 4 zu § 12
DPT I:

| Den Betrag nach ABest 3 [das Nachlöseentgelt] hat nicht zu zahlen,
| wer
|

| a) dem Zugbegleitpersonal unaufgefordert meldet, daß er
| 1. mit Fahrschein 2. Klasse die 1. Klasse benutzt,
| 2. die für die Benutzung zuschlagpflichtiger Züge vorgeschiebenen
| Zuschläge nicht besitzt,
| 3. auf einem Anschlußbahnhof wegen Verspätung seines Zuges oder
| eines anderen von einer Eisenbahn betriebenen Verkehrsmittels
| (Omnibus, Schiff) [oder] wegen kurzer Übergangszeit keinen
| Fahrschein für die Weiterfahrt hat lösen können,
| 4. über den Bahnhof, bis zu dem sein Fahrschein gilt, hinaus-
| fahren will, dort aber keine Zeit oder Möglichkeit zum Lösen
| eines Fahrscheines hat und die Absicht zur Weiterfahrt späte-
| stens auf dem ursprünglichen Zielbahnhof meldet,
|
| b) unwissentlich
| 1. eine Strecke mit einem dafür nicht gültigen Fahrschein fährt,
| 2. mit Fahrschein 2. Klasse die 1. Klasse benutzt,
| 3. zuschlagpflichtige Züge ohne die vorgeschriebenen Zuschläge
| benutzt
|
| und den Fahrpreis und/oder die Zuschläge sofort zahlt.

Robert Weemeyer, Berlin

Robert Weemeyer

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Mark Obrembalski schrieb:

> Ich könnte ja einen
> Grund haben, aus dem ich die Nachlösegebühr nicht zu bezahlen brauche.

Den müsstest du laut Tarif allerdings unaufgefordert melden.

Robert Weemeyer, Berlin

Robert Weemeyer

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Michael W. Tank schrieb:

> Mit "nicht aufhalten dürfen" könnte ich mich anfreunden, aber betreten
> darf man die 1. Klasse auch mit einem 2. Klasse Fahrschein [...].

Vom "Aufenthalt" ist auch im Tarif die Rede. Durchlaufen darf man
also:

| In den Wagen, Abteilen und Gängen der 1. Klasse ist der Aufenthalt
| mit Fahrscheinen 2. Klasse nicht gestattet.

(§ 13 ABest 2 DPT I)

Robert Weemeyer, Berlin

Robert Weemeyer

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Jens Hohlfeldt schrieb:

> [Mark Obrembalski schrieb:]


>
> > ... Reinsetzen, Schaffner abwarten und mit "Guten Tag, ich
> > brauche noch einen Übergang" begrüßen sollte wirklich in
> > jeder Lage reichen.
>

> Genauso stelle ich mir das auch vor, und Finger weg von der
> Nachlösegebühr, bisschen kulant gehts auch.

Wobei der Verzicht auf die Nachlösegebühr in diesem Falle nicht auf
Kulanz beruht, sondern im Tarif verankert ist.

Robert Weemeyer, Berlin


Robert Weemeyer

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Ingo Perkun schrieb:

> [...] warum wird eigentlich hier immer allen Eisenbahnern Ingnoranz,
> Faulheit, Dummheit usw. unterstellt [...]?

_Allen_ Eisenbahnern unterstellt das hier wohl keiner. Aber schlechte
Beispiele (der Schaffner, der sich grundsätzlich nur im Steuerwagen
oder im Dienstabteil aufhält) prägen sich eben leider stärker ein als
der "ganz normale" freundliche und fleißige Schaffner.

Robert Weemeyer, Berlin


Frank Ziegler

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Karlheinz Mitzel <mit...@fulda-online.de> schreibt:

[ewiges quoten ...]

>>Eine Mutter mit Kleinkind und Kinderwagen, werde ich nie aus der ersten
>>Klasse rauschmeisen !!!
>
>Würd ich auch nicht!

Totales Kopfschütteln. Und wenn da ein Bahnmitarbeiter meint, er werde nie eine
Mutter mit Kleinkind und Kinderwagen aus der 1. Kl. "rausschmeissen", obwohl
sie nur ein 2. Kl.-Ticket hat, dann hoffe ich für ihn, *mich* nie on tour zu
sehen !!! Denn dann fliegt sie raus (wie alle anderen, die meinen, "1. Kl.
fahren - 2. Kl. zahlen" reisen zu können). Dann sollte der Mitarbeiter der Bahn
schnellstens rausfliegen.

>Übrigens wird von den meisten Schaffnern
>durchaus toleriert, wenn die Leute sich wegen Überfüllung des Zuges auch mal
>in der 1. Klasse breitmachen.
>Denn auch bei den Bahnern siegt des öfteren der gesunde Menschenverstand.
>Denn es macht keinen Sinn, daß die
>Leute sich in den Gängen und der 2. Klasse stapeln, während ein drittel des
>Waggons (eben die 1. Klasse) leergehalten wird.

>Aber um auf das Thema zurückzukommen, es gibt eben Bahnbedienstete die die
>Benutzung der 1. Klasse tolerieren und es
>gibt solche die es nicht tun. Daher gibt es eben manchmal Probleme. Und die
>betreffen durchaus nicht nur mich.

Es gibt dann immense Probleme, wenn's (zumindest) *einen* zahlenden
1.-Klasse-Fahrgast gibt. Warum sollte denn der bitteschön tolerieren, dass
andere 1. Klasse fahren, obwohl sie diese Klasse nicht bezahlt haben? Erhält
der 1.-Kl.-Zahler denn dann den Differenzbetrag zur 2. Klasse umgehend (oder
überhaupt) ausbezahlt? Nein! Die obige Argumentation kann ich absolut nicht
nachvollziehen. Sieh' halt mal ein, dass es zahlende 1.-Klasse-Fahrgäste gibt
und propagiere hier nicht die "sozialistische Einklassengesellschaft" im Zug.
Wer 1. Klasse zahlt, reist *dort*, wer 2. Klasse zahlt, reist *dort*. Punkt!
Ausnahmen gibt's nicht!

Beste Grüße, Frank
_____________________________________________________________
Frank Ziegler, 95138 Bad Steben
mailto: FZ9...@aol.com oder Frank....@firemail.de

Kai-Uwe Thiessenhusen

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Robert Weemeyer <robert....@gmx.de> wrote:

:> Ich bin neulich im einbrechenden Verkehr von Salzburg nach Traunstein


:> gefahren, hatte aber nur eine Fahrkarte von St. Johann im Pongau bis
:> Salzburg. Die Umsteigezeit in Salzbuerg war knapp, mein Gepäck reichlich (1

:> - Hätte ich Nachlösegebühr zahlen müssen?

: Wenn du darauf hinweist, dass die Umsteigezeit für das Lösen eines
: Anschlussfahrscheines zu kurz war, enfällt das Nachlöseentgelt.

Nochmal (ich habe leider keinen DPT da fuer das genaue Zitat):
im *einbrechenden* Verkehr entfaellt das Nachloeseentgelt generell.

Sprachliche und waehrungstechnische Probleme koennen es einem Kunden durchaus
unzumutbar machen, im Ausland nachzuloesen.

Als ich letztes Jahr aus Italien kam, hatte ich auch keinerlei Probleme
damit, hinter Salzburg im EC nachzuloesen. Selbstverstaendlich ohne jede
Diskussion und ohne Nachloesegebuehr.

-kut

Barbara Gon

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
On Tue, 15 Feb 2000 18:11:38 +0100, Michael Kauffmann
<kauf...@ipf.uni-karlsruhe.de> wrote:

>hans-jürgen schulz wrote:
>>
>> Michael Kauffmann schrieb:


>> >
>> > Wenn sich aber Jemand im Zug niederläßt, ohne einen passenden
>> > Fahrschein zu besitzen und ohne sich um einen solchen zu bemühen,
>> > unterstelle ich ihm immer den Vorsatz der Beförderungserschleichung.
>

>> soso...dann sollte man sich mal nach der ursache fragen, warum der
>> fahrgast keine karte hat. denn dann wird schnell klar, daß hier nicht
>> der fahrgast was erschleichen will, sondern gar keine möglichkeit
>> hatte eine zu kaufen. daran ist er NICHT schuld.
>> und somit nicht eindeutig!

Außerdem hängt in viele Zügen der Hinweis, daß wenn man sich
freiwillig beim ZuB meldet um eine Karte zu lösen, nur 6,-DM
zusätzlich zahlt, andernfalls, neim erwischt werden, 60,-DM, die aber
dann cash.
>
>Wenn du schon die Hälfte meines Satzes nicht liest, dann solltest du sie
>wenigstens auch aus dem zitat löschen. Ich schrieb ausfdrücklich ünber einen
>Fahrgast, der überhaupt nicht versucht, einen Fahrschein zu kaufen, solange er
>nicht kontrolliert wird.
>
>Michael Kauffmann
Barbara


Barbara Gon

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
On Tue, 15 Feb 2000 22:13:08 +0100, "Martin Schwarzwälder"
<martin.sch...@multimedica.de> wrote:

>
>Mark Obrembalski <mar...@hrz1.uni-oldenburg.de> schrieb in im Newsbeitrag:
>slrn8aim89...@hrzsic14.hrz.uni-oldenburg.de...
>> Michael Kauffmann alias <kauf...@ipf.uni-karlsruhe.de> schrieb:


>>
>> >Auf einzelnen Strecken mit kleineren Zügen, wo der Zugbegleiter den
>Überblick
>> >hat und nach jeder Abfahrt gleich alle Zugestiegen aufsucht, kann man es
>> >anders machen, aber im "großen" Bahnverkehr, wo man nicht damit rechnen
>muß,
>> >überhaupt kontrolliert zu werden, ist es ganz eindeutig.
>>

>> Gerade im "großen" Bahnverkehr ist es aber auch am schwierigsten, den

>> Schaffner überhaupt zu finden. Gesetzt den Fall, ich setze mich in die 1.
>> Klasse, eben weil die 2. rappelvoll ist - da laufe ich doch nicht durch
>die
>> ganze überfüllte 2. Klasse auf der Suche nach einem Schaffner, der mir
>einen
>> Übergang verkauft, nur um festzustellen, daß der vermutlich in irgendeinem
>> Dienstabteil hockt... Reinsetzen, Schaffner abwarten und mit "Guten Tag,


>ich
>> brauche noch einen Übergang" begrüßen sollte wirklich in jeder Lage
>reichen.
>

>Im Ursprungsposting ging es um eine Kontrolle im 628.x, der ohne ZuB fährt.
>Das ist grundsätzlich was anderes. Ansonsten sehe ich es wie Du und habe es
>auch schon oft so gemacht. Wenn man überhaupt keinen Fahrschein hat, ist es
>schwieriger...

Nein. Schwarzfahren ist nicht schwierig. Kontrolliert wird nur in der
letzten Woche eines Monats und in der ersten. Schwierig wird es erst,
wenn man gezwungen ist, vier oder acht Wochen am Stück schwarz zu
fahren. ;)
>
>Martin
Barbara
>
>


hans-jürgen schulz

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to

Robert Weemeyer schrieb:

gegen "faule" schaffner hab ich auch nichts, nur wenn sie das wort
zugCHEF zu ernst nehmen kanns heikel werden. ;-)
(siehe ursprünglicher beitrag weit vorn von mir)

hjs

Wolfgang Preiser

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to

Ingo Perkun schrieb:


>
> Am Besten wir führen wieder Bahnsteigsperren ein, dann sind die Leute
> wenigsten gezwungen vorher eine Fahrschein zu haben! Und das wird dann auch
> funktionieren, weil man es ja nicht umgehen kann. An einem Freitag oder
> Sonntag kann ich es noch akzeptieren wenn jemand keinen Fahrschein hat, aber
> wenn mit jemand mitten in der Woche um 9:00 oder 10:00 Uhr erzählen will er
> konnte keinen Fahrschein erwerben dann ist das eindeutig Bequemlichkeit! Und
> da ist dann Nachlöseentgelt fällig.

Bahnfahren macht ja Spaß, aber die Fahrgäste stören dabei...

Wolfgang

Matthias Doerfler

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Am Tue, 15 Feb 2000 22:11:26 GMT schrieb Robert Weemeyer:

> Man könnte eine Regelung vorschlagen, dass Jahreskarten 2. Klasse
> in Nahverkehrszügen auch in der 1. Klasse gelten.

Eine solche Regelung gab es zu Zeiten der guten alten Bundesbahn.

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Am Wed, 16 Feb 2000 12:17:30 +0100 schrieb hans-jürgen schulz:
> Matthias Doerfler schrieb:
>>>>> Am Tue, 15 Feb 2000 12:36:36 +0100 schrieb hans-jürgen schulz:


>>>>>> ich brauchte ne anschlußfahrkarte, hatte in erfurt nur 5 min
>>>>>> übergang, die wegen verspätung von weimar hinfällig waren,
>>>>>> [...] OHNE EIN WORT ZU SAGEN (!) die nachlösegebühr draufschlug.

> > Wenn Du, Hans-Jürgen, nichts gesagt hast, dass Du schon von (woher
> > auch immer) unterwegs warst, hast Du allerdings selbst die Ursache
> > für den Einzug des Nachlöseentgelts gesetzt.

> ich hab aber gesagt "anschlußfahrkarte nach bad frankenhausen mit
> BC(Z)..."

Dass Du's ausdrücklich so verlangt hast, stand noch nicht im Thread,
zumal noch:

> mein zug aus weimar hatte verspätung, ich hatte vormelden lassen,
> der schaffner sah auch mich als einzigsten noch in den zug steigen.

Also von Gleis 1 / 2 nach hinten zurück gelaufen, auf eines der
Kopfgleise.

> > Die Nachweispflicht liegt beim Fahrgast - und sie macht überhaupt
> > keine Mühe: Vorzeigen des Fahrscheins für die vorausgegangene
> > Strecke.

Das ist bei dieser zusätzlichen Vorgeschichte m.E. dann eine völlig
überflüssige Förmelei.

> hab ich nicht vorgezeigt (weil "anschlußfahrkarte..") gesagt! und
> außerdem keine anrechnung möglich (studentenausweis=fahrkarte).
> kann ja nicht ahnen daß er es nicht hört oder nicht hören WILL.

In diesem Fall gelange ich zu dem für den Mitarbeiter wenig schmei-
chelhaften Ergebnis, dass seine eigenwillige Tarifanwendung dem
vollendeten Betrug zu Deinem Nachteil äußerst nahe zu kommen
scheint.

mfg Matthias Dörfler

Frank Fuerst

unread,
Feb 16, 2000, 3:00:00 AM2/16/00
to
Robert Weemeyer schrieb:

>
> ABest 4 zu § 12 DPT I:
>
> | Den Betrag nach ABest 3 [das Nachlöseentgelt] hat nicht zu zahlen,
> | wer
> |
> | a) dem Zugbegleitpersonal unaufgefordert meldet, daß er
[...]

> | 2. die für die Benutzung zuschlagpflichtiger Züge vorgeschiebenen
> | Zuschläge nicht besitzt,
[...]
> |
> | b) unwissentlich
[...]

> | 3. zuschlagpflichtige Züge ohne die vorgeschriebenen Zuschläge
> | benutzt
> |
> | und den Fahrpreis und/oder die Zuschläge sofort zahlt.

Aber ein (IC-)Zuschlag kostet doch im zuschlagpflichtigen Zug immer 9
DM, oder nicht? Die wenigsten Leute versuchen gezielt ohne Zuschlag zu
fahren, als oben nicht genannte Variante kommt allerdings noch vor,
dass man davon ausgeht, dass der Kartenverkäufer/das Reisebüro den
Zuschlag schon mitgegeben hat, z.B. bei einer Rückfahrt.

Interessant ist übrigens, dass ich bisher von Fernverkehrsautomaten
bei Verbindungen mit IC immer auch einen Zuschlag bekommen habe
(selbst wenn ICE günstiger gewesen wäre) ausser genau einmal, das war
in Arnsberg/Westfalen für die Strecke ARN*_IC_(Hamm*H*B)*Luckenwalde.
Habe es zum Glück rechtzeitig bemerkt.

Gruß, Frank
--
Die Verwendung von mehreren Ausrufezeichen macht die Aussage nicht
ausrufender sondern ausufernder. [Michael Bauer in dnq]

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