>Wie ich heute in einem schlauen Selbstdarstellungsblatt der Bahn gelesen
>habe, möchte die Usedomer Bäderbahn gerne eine Verlängerung von
>Ahlbeck-Grenze nach Swinemünde in Polen bauen. Da ich kürzlich ein wenig im
Um es genau zu sagen: Nicht zum alten Swinemünder Hauptbahnhof sondern
zum damaligen Hp Swinemünde Bad, etwa dort gelegen, wo heute der
"Polenmarkt" ist.
>gab; und nicht nur das, es gab auch von der Ortschaft Usedom her kommend
>eine Verbindung über Swinemünde gegen Pommern. Kann mir jemand sagen, seit
>wann diese Geleise nicht mehr bewirtschaftet werden bzw. nicht mehr liegen?
Die von der Strecke Berlin--Stralsund abzweigende Hauptbahn
Ducherow--Swinemünde--Heringsdorf war überwiegend für 120 km/h
ausgebaut. Den Peenestrom überwanden mehrere feste und eine Hubbrücke.
Die festen Überbauten wurden noch kurz vor dem Endsieg gesprengt und
später geborgen (und an anderen Stellen eingebaut. Es blieb lediglich
-- und bis heute -- die Hubbrücke im Peenestrom erhalten.
Links mit Infos und Fotos u. a.:
http://www.karninerbruecke.de/frameset.html
http://www.erleben.net/1788.htm
Nach dem Krieg nutzen die Russen noch den Gleisanschluß von Swinemünde
zum Flugplatz Garz, der Ende der 40er Jahre abgebaut wurde. Auch diese
Strecke soll reaktiviert werden. Auf polnischer Seite muß aber künfig
neu trassiert werden (entlang der Grenze und eine freie Trasse nach
Swinemünde Bad).
--
Gruß
Mathias +++ m...@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
>Auch das wäre nur eine Notlösung. Der klassische, schnellste Weg von
Für die Insel betrachtet ist das eine 1-A-ÖPNV-Lösung.
>Berlin nach Usedom führt über Stettin-Swinemünde. Der Ausbau dieser
... über Ducherow--Karnin ...
>Strecke wäre weit nützlicher als der der holprigen Bäderbahn. Spätestens
>nach Polens EU-Beitritt spräche nichts mehr dagegen, die Hauptroute
>dorthin zu verlegen.
Ich denke, Geld spricht eine deutliche Sprache.
> Auch das wäre nur eine Notlösung. Der klassische, schnellste Weg von
> Berlin nach Usedom führt über Stettin-Swinemünde.
Nein. Der klassische Weg nach Usedom fuehrt ueber Pasewalk-Ducherow und
die Karniner Bruecke.
> Der Ausbau dieser
> Strecke wäre weit nützlicher als der der holprigen Bäderbahn. Spätestens
> nach Polens EU-Beitritt spräche nichts mehr dagegen, die Hauptroute
> dorthin zu verlegen.
Ja, abgesehen, von solch voellig unwichtigen Details, wie dass
- der Swinemuender Bahnhof (aus Ri. Stettin) gar nicht auf Usedom
liegt, sondern auf Wollin
- zwischen dort und Usedom erst einmal eine Faehre benutzt werden
muss
- man, wenn man dann auf Usedom ist, noch gar nicht an einem der
ehemaligen(*) und zukuenftigen Swinemuender Bahnhoefe ist, sondern
sich dahin den Weg durch die Stadt erst einmal suchen muss
- es ausser ganz vielleicht in den aeussersten Osten der Insel es
ueber Wollin klar der geographisch laengere Weg ist.
Aber sonst wuesste ich in der Tat nichts, was dagegen spraeche ;-).
> Derzeit ist die Fahrzeit auch nicht schneller,
> Grund sind die langsamen Fahrzeiten Stettin-Swinemünde sowien die
> katastrophale Lage auf der Route Berlin-Angermünde-Stettin.
Stettin-Swinemuende mit laengeren Tempo 30-Abschnitten _ist_ eine
Hauptbahn im katastrophalen Zustand. Berlin-Angermuende ist Tempo
120. Nicht das Gelbe vom Ei, aber es gibt Dutzende schlimmere Strecken
(und hier geht es ja auch ueber Pasewalk lang). Laengere Fahrzeit-
einbrueche auf Angermuende-Stettin wuesste ich nicht, allenfalls auf
dem kurzen polnischen Teil. Aber das "katastrophal" zu nennen erscheint
mir im Vergleich mit etwa Stettin-Swinemuende und vielen anderen
Strecken etwas gewagt.
-kut
(*) alte Kursbuecher schreiben etwas von Faehrzubringern. Wie die genau
liefen, weiss ich nicht.
>Ja, abgesehen, von solch voellig unwichtigen Details, wie dass
>- der Swinemuender Bahnhof (aus Ri. Stettin) gar nicht auf Usedom
> liegt, sondern auf Wollin
Um mal den alten Bahnhofsnamen in Spiel zu bringen: Ostswine.
>Ich denke, Geld spricht eine deutliche Sprache.
Da hat man auch in Schwerin erkannt. Nur hat man auch festgestellt, dass leider
überall dort, wo man über Reaktivierungen nachdenken könnte, die Bahn immer über
das Wasser muss; sei es Elbe, Barther Bodden oder eben auch der Peenestrom. Des
weiteren hat man festgestellt, dass das UMTS-Füllhorn ein begrenztes Volumen hat.
Oliver Schnell
--
__________________________________________________________
News suchen, lesen, schreiben mit http://newsgroups.web.de
Nö, da fuhr man eben über Ducherow :)
> Die
> Fähre verkehrt übrigens nahezu im Sekundentakt :-) Angesichts der
> Hochgeschwindigkeitsstrecke UBB wäre sogar eine Fähre Swinemünde Ost-
> Ahlbeck-Heringsdorf usw. insgesamt schneller...
Für eine ernstzunehmende Anbindung nicht Dein Ernst oder?
> In Bezug auf den Umweg über Wolgast eindeutig *nein*. Wie weit es über
> Ducherow war/wäre, habe ich nicht parat.
Von wo aus? Berlin Stettiner Bf - Ducherow - Swinemünde Hbf: 201,2 km;
Berlin Stettiner Bf - Stettin Hbf - Ostswine: 243,8 (KB 1937).
> BTW: Auch für Autofahrer wäre aus Ri. Berlin der Weg über Stettin nach
> Usedom wg. Autobahn und Kürze (und Gratis-Fähre bzw. Straßenbrücke über
> die Odermündung) schneller.
Halte ich für ein Gerücht, die A20 ist im Bau und in Swinemünde wird
man sicher noch auf längere Zeit nichts anderes als die Fähren haben.
> Doch die vorpommerschen Touristiker haben
> bislang erfolgreich verhindert, dass die Grenze Ahlbeck/Swinemünde auch
> für Autofahrer geöffnet wird (oder gibt es hierfür andere ernst zu
> nehmende Gründe?)
Nennenswerter Durchgangsverkehr würde wohl an der (den) Fähre(n) über
die Swine scheitern, das genügt doch. Oder sollen die Touris die ganze
Stadt zuparken? Etwas Bewegung schadet denen nicht, die sind außerdem
im Urlaub und nicht auf der Flucht :)
> Nun ja, ich meinte vor allem die Reisezeit: Und die ist mit > 2 Std. für
> die 140 km Berlin-Stettin nicht berauschend. Aber immerhin nicht mehr
> als doppelt so lange wie heute Berlin-Breslau gegenüber den 30ern.
Schnelle Züge brauchten in den 30ern gut drei Stunden von Bln
Stettiner Bf bis Heringsdorf.
Gruß
Steffen
--
Steffen Buhr, Berlin, Germany
eMail ans from geht ungelesen nach /dev/tonne
>Falls meine og. Annahme stimmt: Das hat bis 44 auch nicht gestört. Die
Ganz genau bis 29. April 1945.
>Fähre verkehrt übrigens nahezu im Sekundentakt :-) Angesichts der
Im Halbstundentakt, was die Autofähren in Caseburg betreffen. Übrigens
ist das Straßetunnelprojekt "ins Archiv übergeben" worden --> die
Finanzen. Dann stellen die vielen Fähren auch noch eine
beschäftigungspolitische Herausforderung dar ...
>BTW: Auch für Autofahrer wäre aus Ri. Berlin der Weg über Stettin nach
>Usedom wg. Autobahn und Kürze (und Gratis-Fähre bzw. Straßenbrücke über
>die Odermündung) schneller. Doch die vorpommerschen Touristiker haben
>bislang erfolgreich verhindert, dass die Grenze Ahlbeck/Swinemünde auch
>für Autofahrer geöffnet wird (oder gibt es hierfür andere ernst zu
>nehmende Gründe?)
Die A 20 wird gerade gebaut und demnächst (2001 oder 2002) geht der
erst Abschnitt ab AD westlich Prenzlau in Betrieb (als AK übrigens mal
ursprünglich geplant).
Auch der Abschnitt nach Stettin-Hornskrug und weiter über die
Bäderstraße (ex R 111) ist nicht übel. Nur ab Wollin wird's eng (keine
Angst: Wird gerade mächtig ausgebaut die Straße) und kurz vor Usedom
ist ja noch die Kaiserfahrt zu überwinden ...
>Vergnügen einer 20-minütigen Stadtrundfahrt in weitem Bogen durch
>Stettin, bevor man den 5 km entfernten Grenzbahnhof Gumience erreicht
>:-(
Wieso :-( --> :-) --> Ich finde die Reise Klasse!
>Schließlich ist das Niveau der Fahrzeuge(*) für eine Verbindung zwischen
>Berlin und einer > 400.000-Einwohner-Metropole und wichtigen Hafenstadt
>unterirdisch. Immerhin ist Stettin die einzige Großstadt im 150-km-
>Umkreis um Berlin.
Endlich jemand, der ganz realistisch Stettin als Berlins nächstgröße
Stadt sieht (und nicht Potsdorf o. ä.) ;-)
mah> On 12 Jun 2001 00:00:00 +0000, erm...@compuserve.com (Markus Ermert)
> >unterirdisch. Immerhin ist Stettin die einzige Großstadt im 150-km-
> >Umkreis um Berlin.
mah> Endlich jemand, der ganz realistisch Stettin als Berlins nächstgröße
mah> Stadt sieht (und nicht Potsdorf o. ä.) ;-)
Nur schade, daß im willkürlichen 150-km-Kreis noch eine
weitere größere Stadt mit sogar 250k EW liegt. Zwar
auch im Osten, doch mehr westlich. Doch dorthin scheint's,
abgesehen von 2 Alibi-ICE, die auch Potsdam-Hauptkaufhaus
halten, im Fernverkehr erheblich erfreulicher auszusehen.
Gruß,
--Thorsten
Potsdam liegt um die Ecke und bis Cottbus sind es 121 Tarifkilometer.
Grüße
Sören
>> - es ausser ganz vielleicht in den aeussersten Osten der Insel es
>> ueber Wollin klar der geographisch laengere Weg ist.
> In Bezug auf den Umweg über Wolgast eindeutig *nein*.
Ich verweise auf die Zahlen, die Steffen und Kai L. posteten.
(Hätte ich sonst selbst gemacht). Wie schon gesagt: selbst nach
Ahlbeck ist es über Ostswine länger als über Wolgast; von der Fähre
ganz zu schweigen.
Und Usedom ist nicht nur Ahlbeck. Westlich Koserows ist der Weg
über Wolgast sogar kürzer als der über Ducherow-Karnin.
>>> Derzeit ist die Fahrzeit auch nicht schneller,
>>> Grund sind die langsamen Fahrzeiten Stettin-Swinemünde sowien die
>>> katastrophale Lage auf der Route Berlin-Angermünde-Stettin.
> Schließlich ist das Niveau der Fahrzeuge(*) für eine Verbindung zwischen
> Berlin und einer > 400.000-Einwohner-Metropole und wichtigen Hafenstadt
> unterirdisch.
Über das Niveau der Fahrzeuge kann man ja geteilter
Meinung sein (ich bin kein Fetischist und schätze
bequeme Sitze und zu öffnende Fenster durchaus sehr
hoch ein). Aber mit der _Strecke_ haben sie nichts
zu tun, mit den Fahrzeiten auch nicht.
> Immerhin ist Stettin die einzige Großstadt im 150-km-
> Umkreis um Berlin.
Ich verweise auch hier auf einige Parallelpostings.
-kut
Kai-Uwe Thiessenhusen wrote:
> (*) alte Kursbuecher schreiben etwas von Faehrzubringern. Wie die genau
> liefen, weiss ich nicht.
Ich habe mal etwas von einem Seedienstbahnhof in Swinemünde gehört.
Jedenfalls hat es ein Gleis vom Hbf runter an das Westufer der Swine
gegeben. Dorthin wurden auch Reisezugwagen überführt, von denen man
direkt auf Passagierschiffe umsteigen konnte. Insbesondere in der
Zwischenkriegszeit, als hier die Schiffe des "Seedienstes Ostpreußen"
abfuhren, muß es häufig benutzt worden sein.
Viele Grüße,
Peter
--
Eisenbahnen in Pommern --- Koleje na Pomorzu --- Railways in Pomerania
http://www.bahn-in-pommern.de
Ist die Fähre in Swinoujscie auch für Autos kostenlos? Mir ist so, daß
(zumindest auf der Stadtfähre) die Autofahrer abkassiert wurden.
Fußgänger wurden kostenlos befördert. Wie es bei der Fähre Karsibor
(Kaseburg) gehandhabt wird, weiß ich nicht.
> Zudem hat man bei den Zügen, die nicht in Stettin Hbf. Kopf machen
> (dürfen? können?), bei der Rückfahrt nach Angermünde das zweifelhafte
> Vergnügen einer 20-minütigen Stadtrundfahrt in weitem Bogen durch
> Stettin, bevor man den 5 km entfernten Grenzbahnhof Gumience erreicht
> :-(
Der Bahnhof Szczecin Glówny liegt sehr beengt zwischen Oder und der
Stadt, so daß die Gleiskapazitäten recht begrenzt sind. Daher wird schon
das Umsetzen von Lokomotiven gerne vermieden. Auch ist man bestrebt,
eingefahrene Züge möglichst schnell wieder aus dem Bahnhof
herauszubekommen. Daher die Variante mit der "Stadtrundfahrt" bei den
Angermünder Zügen. Im neuen Fahrplan halten einige Züge in Szczecin nur
für 2 Minuten, um dann gleich wieder weiterzufahren.
Die Züge aus Pasewalk verkehren jetzt als 628 und können daher sowohl
bei Hinfahrt als auch bei der Rückfahrt den kurzen Weg nach Gumience
nehmen. Hier finden die Grenzkontrollen nun wirklich im Zug statt, so
daß man "nur" noch eine 3/4 Stunde für die Strecke braucht (vorher ca 1
Std.).
>Ich habe mal etwas von einem Seedienstbahnhof in Swinemünde gehört.
>Jedenfalls hat es ein Gleis vom Hbf runter an das Westufer der Swine
>gegeben.
Das Gleis liegt noch zum Teil an der Mole....
Foto von damals ist im Buch "Eisenbahn auf Usedom", Alba Verlag....
Gruß Jürgen
--
Museums- und Denkmallokliste auf:
http://www.museumslok.de
>> einzige Großstadt im 150-km-Umkreis um Berlin.
>Potsdam liegt um die Ecke und bis Cottbus sind es 121 Tarifkilometer.
Sicher. Auch Woltersdorf (Schleuse) und Ketzin liegen in dem Umkreis.
Aber alle haben eines gemeinsam: Es sind keine Großstädte, eher
Nester. Das eine größer, das andere kleiner ;-)
>Ist die Fähre in Swinoujscie auch für Autos kostenlos? Mir ist so, daß
Die Kaseburger Fähren (Caseburg?) sind für Autofahrer kostenlos. Dafür
muß man aber ein Stück weit aus der Stadt fahren.
>Hat mich schon immer geärgert, dass offenbar die meisten Berliner und
>Brandenburger diesen Fakt aus ihrem Bewusstsein ausblenden. Auf die
Wobei sich das jetzt langsam abschleift, Wird aber noch Jahre dauern
und ein ähnliches Phänomen sein, wie jenes bei den West-Berlinern:
"Die Mauer ist weg!"
>Hörerspiele mit Fragen nach der Luftlinie Brandenburger Tor-Polen, und
>es kamen absurde Schätzungen wie 100, 200 oder noch mehr Kilometer.
Von meiner Wohnung (Prenzlauer Berg) zu meiner Lieblingstankstelle
(Königsberg/Neumark, am Bahnübergang in Nähe des Bahnhofs) sind es 70,
80 Kilometer.
Was ist tiefer: Teller, Oder, Tasse?
Immer diese Eile, wer/was hetzt denn die Leute? Was macht es schon
eine halbe Stunde später anzukommen?
> > Halte ich für ein Gerücht, die A20 ist im Bau und in Swinemünde wird
> > man sicher noch auf längere Zeit nichts anderes als die Fähren haben.
>
> Nun, auch die A20 beseitigt nicht das Nadelöhr zur Insel, das
> Stauproblem wird nur verlagert.
Sicher, das ist bei Straßenbaumaßnahmen meist der Fall. Soll nicht bei
Zecherin eine neue Brücke gebaut werden?
Wenn man die Insel vom Autoverkehr entlasten will, sollte man m.E. für
schnelle ÖV-Verbindungen auf der und zur Insel sorgen. Letzteres kann
für mich nur bedeuten die Karniner Brücke und die Strecke Ducherow -
Heringsdorf wiederaufzubauen und ein entsprechendes Zugangebot auf die
Beine zu stellen. Bis auf das Inselinnere wäre dann alles gut per Bahn
erreichbar. Eine Fährverbindung ist für die Anreise mit der Bahn nicht
akzeptabel.
> Bis Du sicher, dass Du die Swine-Fähren
> kennst? Beide sind sehr fix und leistungsfähig, das Übersetzen ist ja
> nur ein Katzensprung.
Trotzdem dauert ein Umlauf jeweils wenigstens zehn Minuten. Da es
schon einige Zeit her ist, kann ich mich nicht mehr recht erinnern
wieviele Fahrzeuge auf die Fähren passen. Soviel war das doch nicht,
vielleicht zehn bei der Stadtfähre und gut zwanzig bei der südlichen,
alles zuletzt 1992 gesehen/genutzt.
Raschel, kram: Kaseburg!
Bln Stettiner Bf - Stettin Hbf: 134,7 km
Bln Potsdamer Bf - Magdeburg Hbf: 141,9 km
+ je etwa 1,5 km bis Frie
Bln Friedrichstraße - Magdeburg Hbf: 144,8 km
>Immer diese Eile, wer/was hetzt denn die Leute? Was macht es schon
>eine halbe Stunde später anzukommen?
Deshalb ja auch der Eisenbahnanschluß an den Flugplatz Heringsdorf
(früher Garz).
> (und hier geht es ja auch ueber Pasewalk lang). Laengere Fahrzeit-
> einbrueche auf Angermuende-Stettin wuesste ich nicht, allenfalls auf
Dir ist schon klar, dass zwischen Passow und Bundesgrenze
nur noch ein Gleis liegt; gleichfalls ab Passow nichts
elektrifiziert ist?
Martin Ebert
> Die A 20 wird gerade gebaut und demnächst (2001 oder 2002) geht der
Offiziell Dezember 2001.
Lt oertlicher Geruechtelage sogar noch frueher.
> erst Abschnitt ab AD westlich Prenzlau in Betrieb (als AK übrigens mal
> ursprünglich geplant).
Was heisst hier "urspruenglich"?
Das ist ein Autobahnkreuz.
Das Land Brandenburg baut die Reststrecke bis zum Grenzuebergang
Schwedt als B166n; nach meinen Infos durchgehend 4spurig.
Der erste Abschnitt (Ortsumfahrung Gramzow) ist fertig, aber
nicht freigegeben. Er erfreut sich derzeit grosser Beliebtheit bei
den oertlichen Radfahrern. ;-)
[...]
> Endlich jemand, der ganz realistisch Stettin als Berlins nächstgröße
> Stadt sieht (und nicht Potsdorf o. ä.) ;-)
Naja, abgesehen vom Smily:
Unterstellt, dass die Osterweiterung der EU kommt.
Dann wird was ganz Spannendes gesehen:
Das Stettiner Umland wird sich wieder in Richtung Stettin
entwickeln.
Martin Ebert
>Das ist ein Autobahnkreuz.
>Das Land Brandenburg baut die Reststrecke bis zum Grenzuebergang
>Schwedt als B166n; nach meinen Infos durchgehend 4spurig.
Kannte ich nicht, danke.
>Unterstellt, dass die Osterweiterung der EU kommt.
Polen muß z. Zt. die meisten Hausaufgaben machen ...
> > einbrueche auf Angermuende-Stettin wuesste ich nicht, allenfalls auf
>
> Dir ist schon klar, dass zwischen Passow und Bundesgrenze
> nur noch ein Gleis liegt; gleichfalls ab Passow nichts
> elektrifiziert ist?
Ja. Aber weder das eine noch als das andere halte ich allein
für einen Grund, den Streckenzustand als "katastrophal"
zu bezeichnen.
Wer das ernsthaft meint, kennt sich (zumindest, aber keineswegs
nur) im Osten nur peripher aus.
-kut
Eben über die Autobahn oder mit dem Flugzeug nach Gollnow (ein Stück
nördlich von Stettin, recht gut an die Bäderstraße und die Autobahn
angebunden).
Ansonsten fallen mir öfter Taxis aus Landsberg/Warthe oder Stettin
auf, die mit der Geschäftskundschaft nach Tegel fahren ...
> > Ja. Aber weder das eine noch als das andere halte ich allein
> > für einen Grund, den Streckenzustand als "katastrophal"
> > zu bezeichnen.
> Na, bitte nicht so fix mit der Verurteilung.
>
> Erstens habe ich nicht den Streckenzustand als katastrophal bezeichnet,
> sondern Qualität und Tempo der Verbindungen ab Berlin.
Ok., Du schriebst "katastrophale Lage auf der Route", aber in einem
Atemzug zu Ausbaumaßnahmen auf einer anderen Strecke. Das hatte
ich zusammengewürfelt, mein Fehler.
Dennoch haben die Züge auf Angermünde-Szczecin die höchste Reise-
geschwindigkeit Knoten-Knoten auf allen deutsch-polnischen Strecken.
Sie sind sogar derzeit (bis auf die, die durch die Wendeschleife S. fahren)
schneller als die EC Dresden-Decin.
Und da wiederhole ich mich: katastrophal ist etwas anderes.
Daß es völlig unakzeptabel ist, mit dieser einen Ausnahme nur
Umsteigeverbindungen anzubieten, steht außer Frage.
> Die meisten anderen wichtigen
> Verbindungen zwischen derart großen Städten "im Osten" sehen da
> Gottseidank besser aus.
Rostock-Schwerin-Magdeburg. Rostock-Berlin ist nur mäßig schneller.
Magdeburg-Erfurt. Erfurt-Chemnitz. Chemnitz-Magdeburg. Chemnitz-
Berlin abgesehen von den drei Alibi-IR. Cottbus-Rest der Welt. Gera-
Rest der Welt.
Allesamt allenfalls minimal besser. Und (auch wenn ich Deinen Hinweis
auf die Bedeutung Stettins nur unterstützen kann): der Reisebedarf im
Binnenverkehr dürfte noch um einiges höher sein, als nach Stettin.
-kut
> Ist die Fähre in Swinoujscie auch für Autos kostenlos? Mir ist so, daß
> (zumindest auf der Stadtfähre) die Autofahrer abkassiert wurden.
> Fußgänger wurden kostenlos befördert. Wie es bei der Fähre Karsibor
> (Kaseburg) gehandhabt wird, weiß ich nicht.
Da war ich eben im August dort (zu Fuss; mit der UBB bis Ahlbeck Grenze, dann
von >Swinemünde mit der Bahn nach Stettin ...)
Auf der Stadtfähre stand: Benutzung (für Autos) nur für Einwohner der Stadt
Swinouscije (für die war es offensichtlich aber kostenlos), die anderen
müssen über die Fähre südlich der Stadt (vermutlich die in Karsibor)
> > Zudem hat man bei den Zügen, die nicht in Stettin Hbf. Kopf machen
> > (dürfen? können?), bei der Rückfahrt nach Angermünde das zweifelhafte
> > Vergnügen einer 20-minütigen Stadtrundfahrt in weitem Bogen durch
> > Stettin, bevor man den 5 km entfernten Grenzbahnhof Gumience erreicht
> > :-(
>
Das ist mir nicht aufgefallen. Btw, der Zug fuhr von dem "Peron 4" ab, der
erst südlich von der Fußgängerbrücke beginnt (daher von der Bahnhofshalle aus
erst einmal nicht zu finden ist). Ich meine, er wäre vom Bahnhof aus recht
geradlinig gefahren.
Seltsam fand ich aber, dass (abgesehen von dem Ramschmarkt in Swinemünde
hinter der Grenze) - man auch in den Bahnhöfen der Grenzorte nur mit viel
Glück auf jemanden stößt, der zumindest ein paar Brocken Deutsch oder
Englisch konnte. Ob ich mit dem gekauften Ticket Swinouscije-Szczecin auch
den rot gekennzeichneten "Expresszug" oder nur den später fahrenden normalen
Zug nehmen kann, konnte mir zum Glück in der Kneipe am Bahnhof der Junge an
der Theke sagen, er sprach ganz gut englisch.
> Der Bahnhof Szczecin Glówny liegt sehr beengt zwischen Oder und der
> Stadt, so daß die Gleiskapazitäten recht begrenzt sind. Daher wird schon
> das Umsetzen von Lokomotiven gerne vermieden. Auch ist man bestrebt,
> eingefahrene Züge möglichst schnell wieder aus dem Bahnhof
> herauszubekommen. Daher die Variante mit der "Stadtrundfahrt" bei den
> Angermünder Zügen. Im neuen Fahrplan halten einige Züge in Szczecin nur
> für 2 Minuten, um dann gleich wieder weiterzufahren.
> Die Züge aus Pasewalk verkehren jetzt als 628 und können daher sowohl
> bei Hinfahrt als auch bei der Rückfahrt den kurzen Weg nach Gumience
> nehmen. Hier finden die Grenzkontrollen nun wirklich im Zug statt
Das war auch nach Tantow (Richtung Angermünde) der Fall.
Ich hatte leider für Polen nur zwei Tage Zeit, sonst wäre ich gerne auch mal
Richtung Gdansk/Gdynia/Masuren gefahren ...
cheerio Alexander
--
\ Alexander >Grezzy< Greßmann <a...@ier.uni-stuttgart.de>
>Swinouscije (für die war es offensichtlich aber kostenlos), die anderen
>müssen über die Fähre südlich der Stadt (vermutlich die in Karsibor)
Für Autos kostenlos ist die Fähre in Caseburg.
>Seltsam fand ich aber, dass (abgesehen von dem Ramschmarkt in Swinemünde
>hinter der Grenze) - man auch in den Bahnhöfen der Grenzorte nur mit viel
>Glück auf jemanden stößt, der zumindest ein paar Brocken Deutsch oder
>Englisch konnte. Ob ich mit dem gekauften Ticket Swinouscije-Szczecin auch
Das gibt's oft: Junge Leute orientieren sich zunehmend auf Englisch,
einige zusätzlich oder alternativ auf Deutsch. Beim Bahnpersonal hat
man es eher weniger mit jungen Leuten zu tun ...
>Ich hatte leider für Polen nur zwei Tage Zeit, sonst wäre ich gerne auch mal
>Richtung Gdansk/Gdynia/Masuren gefahren ...
Hm. Entweder man schreibt polnisch (mit den Sonderzeichen) oder
deutsch. Aber bei so einem Mischmasch tut mir das Auge weh.
Alexander Gressmann wrote:
> > > Zudem hat man bei den Zügen, die nicht in Stettin Hbf. Kopf machen
> > > (dürfen? können?), bei der Rückfahrt nach Angermünde das zweifelhafte
> > > Vergnügen einer 20-minütigen Stadtrundfahrt in weitem Bogen durch
> > > Stettin, bevor man den 5 km entfernten Grenzbahnhof Gumience erreicht
>
> Das ist mir nicht aufgefallen. Btw, der Zug fuhr von dem "Peron 4" ab, der
> erst südlich von der Fußgängerbrücke beginnt (daher von der Bahnhofshalle aus
> erst einmal nicht zu finden ist). Ich meine, er wäre vom Bahnhof aus recht
> geradlinig gefahren.
Ob die Züge ab Szczecin Glówny den direkten Weg nach Gumience nehmen,
kann man an den Fahrzeiten erkennen. Bei einer Fahrzeit von ca. 6
Minuten zwischen Glówny und Gumience wird der direkte Weg genommen,
ansonsten fährt man über Port Centralny und den Güterring.
Auch aus Richtung Polen gibt es zwei Möglichkeiten, nach Szczecin Glówny
zu kommen. Züge, die im Kursbuch bei Port Centralny eine Wellenlinie
haben, fahren über den Ring.
Grund sind die beengten Verhältnisse im Szczeciner Hauptbahnhof.
> > Die Züge aus Pasewalk verkehren jetzt als 628 und können daher sowohl
> > bei Hinfahrt als auch bei der Rückfahrt den kurzen Weg nach Gumience
> > nehmen. Hier finden die Grenzkontrollen nun wirklich im Zug statt
Auch nicht alle.
> Ob die Züge ab Szczecin Glówny den direkten Weg nach Gumience nehmen,
> kann man an den Fahrzeiten erkennen. Bei einer Fahrzeit von ca. 6
> Minuten zwischen Glówny und Gumience wird der direkte Weg genommen
Um mal krümelkackerisches zu sein: es gibt sogar drei Strecken
von S. Glowny nach Gumience. Der dritte ist nur unwesentlich
länger als der direkte, und führt über S. Wgorze Hetmanski, ein
Vorortbahnhof in einem Neubaugebiet. Wenn mich nicht alles
täuscht, sind dort die Elektrotriebwagen dieser Gegend beheimat.
Es gab bis vor ca. 2,3 Jahren noch immer wieder (einige)
innerpolnische Züge, die so nach Gumience fuhren und dort endeten.
Mir ist nicht bekannt, daß mal ein Zug nach Deutschland dort
planmäßig langfuhr, ich will es aber nicht ausschließen.
Seit diesem Jahr gibt es allerdings nicht nur auf der Verbindung
bis Gumience, sondern überhaupt nach Wg.Hetm. keinen Personen-
verkehr mehr; bis dahin endeten diverse Züge aus Stargard oder
Küstrin dort.
> Grund sind die beengten Verhältnisse im Szczeciner Hauptbahnhof.
Was auch immer mal wieder zu Folge hatte, daß einige Züge den
Hbf. gar nicht anfuhren, sondern über den Ring nach Sz-Turzym
(westlich der Innenstadt) fuhren.
-kut, der sehr lange brauchte, um zu begreifen, was es dort alles
für Strecken gibt.
Kai-Uwe Thiessenhusen wrote:
> Um mal krümelkackerisches zu sein: es gibt sogar drei Strecken
> von S. Glowny nach Gumience. Der dritte ist nur unwesentlich
> länger als der direkte, und führt über S. Wgorze Hetmanski, ein
> Vorortbahnhof in einem Neubaugebiet. Wenn mich nicht alles
> täuscht, sind dort die Elektrotriebwagen dieser Gegend beheimat.
Ja, stimmt.
> Es gab bis vor ca. 2,3 Jahren noch immer wieder (einige)
> innerpolnische Züge, die so nach Gumience fuhren und dort endeten.
Im April 2000 gab es noch mindestens einen Zug, der dortlang nach
Gumience fuhr.
> Mir ist nicht bekannt, daß mal ein Zug nach Deutschland dort
> planmäßig langfuhr, ich will es aber nicht ausschließen.
Züge nach D fuhren meines Wissens dort nie lan, zumindest nicht
planmäßig.
> -kut, der sehr lange brauchte, um zu begreifen, was es dort alles
> für Strecken gibt.
Nicht nur Du...
Viele Grüße,