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Hp1 in beide Richtungen?

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Torsten Schneider

unread,
Jan 10, 1999, 3:00:00 AM1/10/99
to
Heute Mittag fuhr ich mit einem 628er auf einer eingleisigen Strecke
mit, auf der ich schon sehr haeufig unterwegs war.

Zufaellig sass ich im vorderen Fahrradabteil und beobachtete etwas
merkwuerdiges: Ca. 10 Minuten nach einer Zugkreuzung fuhren wir in einen
Bahnhof ein, das Formsignal zeigte Fahrt. Auf dem Gleis, auf dem wir
warteten, zeigte das ebenfalls das Gegensignal sowie nach dem Ausfahren
auch das Einfahrtsignal in Gegenrichtung.

Ist es normal, dass ein eingleisiger Abschnitt in beide Richtungen zur
Fahrt freigegeben wird? Irgendwie machte das alles keinen rechten Sinn.

--
Microsoft Internet Explorer compared to Marijuana:
Both crash your systems sometimes.

Torsten Schneider

unread,
Jan 10, 1999, 3:00:00 AM1/10/99
to
Marc Haber wrote:

>>Ist es normal, dass ein eingleisiger Abschnitt in beide Richtungen zur
>>Fahrt freigegeben wird? Irgendwie machte das alles keinen rechten Sinn.
>

>Ja, das ist auf kleinen Nebenstrecken dann normal, wenn ein Bahnhof
>unter der Woche besetzt ist; am Wochenende aber nicht. Er wird dann
>"durchgeschaltet".

Auf dem Bahnhof konnte ich auch niemand entdecken, das ist wohl wahr.

>Allerdings warte ich hier auch schon seit Monaten auf die Antwort, wie
>das sicherungstechnisch gelöst wird. Immerhin müssen da zwei
>konfliktende (sp?) Fahrstraßen gezogen sein.

Vielleicht verstaendigen sich dann die Fdl. des jeweils uebernaechsten
Bahnhofes miteinander? Anders kann ich es mir auch nicht vorstellen.

--
"Generation @"

Marc Haber

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
schn...@mabi.de (Torsten Schneider) wrote:
>Zufaellig sass ich im vorderen Fahrradabteil und beobachtete etwas
>merkwuerdiges: Ca. 10 Minuten nach einer Zugkreuzung fuhren wir in einen
>Bahnhof ein, das Formsignal zeigte Fahrt. Auf dem Gleis, auf dem wir
>warteten, zeigte das ebenfalls das Gegensignal sowie nach dem Ausfahren
>auch das Einfahrtsignal in Gegenrichtung.
>
>Ist es normal, dass ein eingleisiger Abschnitt in beide Richtungen zur
>Fahrt freigegeben wird? Irgendwie machte das alles keinen rechten Sinn.

Ja, das ist auf kleinen Nebenstrecken dann normal, wenn ein Bahnhof
unter der Woche besetzt ist; am Wochenende aber nicht. Er wird dann
"durchgeschaltet".

Allerdings warte ich hier auch schon seit Monaten auf die Antwort, wie


das sicherungstechnisch gelöst wird. Immerhin müssen da zwei
konfliktende (sp?) Fahrstraßen gezogen sein.

Grüße
Marc

--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.

Uli Maschek

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
Torsten Schneider schrieb:

>
> Ist es normal, dass ein eingleisiger Abschnitt in beide Richtungen zur
> Fahrt freigegeben wird? Irgendwie machte das alles keinen rechten Sinn.

Doch! In Schwachlastzeiten können Blockstellen betrieblich aus- und
technisch durchgeschaltet werden. Die Gegenfahrten im besagten Abschnitt
werden ohnehin durch die benachbarten Zugmeldestellen ausgeschlossen,
nicht durch die Blockstelle.

Nachteil: Durchlaßfähigkeit sinkt (z. B. Nachts zu verschmerzen).
Vorteil: Personaleinsparung.

Dann zeigen beide Blocksignale "Fahrt frei".

Uli.

--
Uli Maschek
-----------
http://www.cryogen.com/u.maschek

"In die Personenwagen dürfen auch kleinere Tiere - ausgenommen Ferkel -
mitgenommen werden."
Ausführungsbestimmung von 1960 zum § 21 der Eisenbahn-Verkehrsordnung
vom 8.10.1938


Holger Metschulat

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
Marc Haber <Marc.Hab...@gmx.de> schrieb:

> Allerdings warte ich hier auch schon seit Monaten auf die Antwort, wie
> das sicherungstechnisch gelöst wird. Immerhin müssen da zwei
> konfliktende (sp?) Fahrstraßen gezogen sein.

Dazu gibt es (bei mechanischen Stellwerken) Durchschaltfahrstraßen. Dazu
muß erstmal die komplette Strecke zu den beiden Nachbarbetriebsstellen frei
sein. Dann sind die Weichen in die richtige Lage zu legen und ein Hebel an
einem Hebelbankschloß umzulegen (dieser sperrt alle anderen Fahrstraßen und
verschließt die Weichen) . Dann wird der Durchfahrstraßenhebel
umgelegt, welcher wiederum das Hebelbankschloß festhält und die Signale
freigibt (zweimal Einfahrt, zweimal Ausfahrt). Mit dem Schlüssel aus dem
Hebelbankschloß wird dann ein vorne an der Hebelbank angebrachter Schieber
aufgeschlossen, der verschoben wird und die Signalhebel in Fahrstellung
verschließt. Dadurch wird ein anderer Schlüssel frei, den man nun mit nach
Hause nehmen kann, bzw. dem nächsten Wärter in die Hand drücken sollte.
Irgendwann müssen dann auch noch die Block- und Fernmeldeleitungen
durchgeschaltet werden, ersteres steht bestimmt in einer
Schlüsselabhängigkeit zu obigem Prozedere.

Die Eisenbahnfreunde Kranichstein haben so ein Stellwerk, bei dem das geht,
allerdings "nur" eine Abzweigstelle ohne Block.

--
Gruss * Holger Metschulat
Holger * e-mail: ho...@sgs.wh.tu-darmstadt.de
* http://www.sgs.wh.tu-darmstadt.de/homer
** "Verstaerker schwingen immer, Oszillatoren nie!" (Murphy) **

Lukas

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
Hi hi News group!1

Dieser Bahnhof ist eine "zeitweise unbesetzte Betriebsstelle" , damit
dennoch Zugfahrten, in beiden Richtungen durchgeführt werden können stehen
die Signale, beider Fahrtrichtungen auf "Fahrt".

Tschau tschau
Lukas

Torsten Schneider schrieb in Nachricht <77b7de$fv7$5...@sonne.mabi.de>...


>Heute Mittag fuhr ich mit einem 628er auf einer eingleisigen Strecke
>mit, auf der ich schon sehr haeufig unterwegs war.
>

>Zufaellig sass ich im vorderen Fahrradabteil und beobachtete etwas
>merkwuerdiges: Ca. 10 Minuten nach einer Zugkreuzung fuhren wir in einen
>Bahnhof ein, das Formsignal zeigte Fahrt. Auf dem Gleis, auf dem wir
>warteten, zeigte das ebenfalls das Gegensignal sowie nach dem Ausfahren
>auch das Einfahrtsignal in Gegenrichtung.
>

>Ist es normal, dass ein eingleisiger Abschnitt in beide Richtungen zur
>Fahrt freigegeben wird? Irgendwie machte das alles keinen rechten Sinn.
>

Marc Haber

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
Holger Metschulat <ho...@sgs.wh.tu-darmstadt.de> wrote:
>Marc Haber <Marc.Hab...@gmx.de> schrieb:
>> Allerdings warte ich hier auch schon seit Monaten auf die Antwort, wie
>> das sicherungstechnisch gelöst wird. Immerhin müssen da zwei
>> konfliktende (sp?) Fahrstraßen gezogen sein.
>
>Dazu gibt es (bei mechanischen Stellwerken) Durchschaltfahrstraßen.

Gab es die immer schon oder muß ein derartiges Stellwerk hierfür
massiv umgebaut werden?

Holger Kötting

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
In article <77cssk$oac$3...@news.rz.uni-karlsruhe.de>,

Marc.Hab...@gmx.de (Marc Haber) writes:
|> >Dazu gibt es (bei mechanischen Stellwerken) Durchschaltfahrstraßen.
|> Gab es die immer schon oder muß ein derartiges Stellwerk hierfür
|> massiv umgebaut werden?

Da die meisten Stellwerke aus einer Zeit stammen, in der das Wort
"Rationalisierung" weitestgehend unbekannt war, wurden die
Durchschaltfahrstrassen groesstenteils erst spaeter nachgeruestet. Dies ist auch
ein Grund, warum solche Durchfahrstrassen relativ selten zu finden sind. Mir
selbst fallen hierzu nur einige wenige Beispiele ein, z.B. auf der Rodgau- oder
auf der Westerwaldbahn. Auf anderen Strecken hat die DB die Rationalisierung
z.B. dadurch vorangetrieben, indem die Endstellwerke (also Fdl und Waerter
erforderlich) abgebaut und ein neues Stellwerk, meist am oder im
Bahnhofsgebaeude errichtet wurde, wo fortan nur noch ein Stellwerker am Arbeiten
war. Siehe z.B. Odenwaldbahn.

In Neufuenfland sind mir keine durchgeschalteten Bahnhoefe bekannt. Es gab ja
auch kaum Gruende fuer einen Personalabbau. Inzwischen ist das ja aber auch
erforderlich. Die "Durchschaltung" funktioniert nun relativ einfach so: der
betroffene Bahnhof ist unbesetzt und alle Signale stehen auf Halt. Die auf der
Durchfahrt befahrenen Weichen sollten verschlossen (aber IMO nicht festgelegt)
sein. Der jeweils benachbarte Fahrdienstleiter erteilt dem Zug mit Befehl A die
Durchfahrt durch den Bahnhof. Ist ganz lustig anzusehen, wenn der Fdl mit einem
bunten Strauss voller vorgefertigter Befehle ankommt, nach dem Motto, "welche
Zugnummer hast Du?". Die Zugmeldung mit Anbieten und Rueckmelden erfolgt
natuerlich zwischen den besetzten Zugmeldestellen. Beispiele: Ziegenrueck (oder
zumindest in der Naehe), Berthelsdorf, und ein Bahnhof zwischen Werdau und
Wuenschendorf (Seelingstaedt, oder zumindest in der Naehe).

Gruss,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: koetting @ rbg.informatik.tu-darmstadt.de
Netmail: Holger Koetting @ 2:2464/6.42
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting

Knud Schlotfeld

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to

Marc Haber wrote:

> >> Allerdings warte ich hier auch schon seit Monaten auf die Antwort, wie
> >> das sicherungstechnisch gelöst wird. Immerhin müssen da zwei
> >> konfliktende (sp?) Fahrstraßen gezogen sein.

feindlich Fahrstrassen afaik

> >
> >Dazu gibt es (bei mechanischen Stellwerken) Durchschaltfahrstraßen.
>
> Gab es die immer schon oder muß ein derartiges Stellwerk hierfür
> massiv umgebaut werden?

Kann so schlimm nicht gewesen sein. Abzw Hoern
(Abzw nach St.Peter Ording von der Marschbahn)
war frueher am Sonntag immer durchgeschaltet.
Allerdings auf zweigleisiger Strecke.
(Heute wird aus Husum gestellt)

MfG

Knud


Uli Maschek

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
Marc Haber schrieb:

>
> Ja, das ist auf kleinen Nebenstrecken dann normal, wenn ein Bahnhof
> unter der Woche besetzt ist; am Wochenende aber nicht. Er wird dann
> "durchgeschaltet".
>
> Allerdings warte ich hier auch schon seit Monaten auf die Antwort, wie
> das sicherungstechnisch gelöst wird. Immerhin müssen da zwei
> konfliktende (sp?) Fahrstraßen gezogen sein.

Es gibt keine Fahrstraßen auf Blockstellen in Alttechnik. Es wird
lediglich die Blockleitung so durchgeschaltet, als ob es keine Bk geben
würde. Da die Bk-Signale immer stellbar sind (wenn sie nicht gerade
einen Zug decken) ist das auch kein Problem. Wenn die Bk wieder
eingeschaltet wird, muß nur in jede Richtung wieder ein Zug gefahren
sein, damit alles wieder in Ordnungsstellung kommt.

Uli Maschek

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
Holger Kötting schrieb:

>
> In Neufuenfland sind mir keine durchgeschalteten Bahnhoefe bekannt.

Bahnhöfe wüßte ich jetzt auch nicht, aber durchgeschaltete Blockstellen
hat es gegeben.

Marc Haber

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
u.ma...@t-online.de (Uli Maschek) wrote:
>Marc Haber schrieb:
>> Ja, das ist auf kleinen Nebenstrecken dann normal, wenn ein Bahnhof
>> unter der Woche besetzt ist; am Wochenende aber nicht. Er wird dann
>> "durchgeschaltet".
>>
>> Allerdings warte ich hier auch schon seit Monaten auf die Antwort, wie
>> das sicherungstechnisch gelöst wird. Immerhin müssen da zwei
>> konfliktende (sp?) Fahrstraßen gezogen sein.
>
>Es gibt keine Fahrstraßen auf Blockstellen in Alttechnik.

Und auf Kreuzungsbahnhöfen an eingleisiger Strecke?

Marc Haber

unread,
Jan 11, 1999, 3:00:00 AM1/11/99
to
koet...@rbg.informatik.tu-darmstadt.de (Holger Kötting) wrote:
>Da die meisten Stellwerke aus einer Zeit stammen, in der das Wort
>"Rationalisierung" weitestgehend unbekannt war, wurden die
>Durchschaltfahrstrassen groesstenteils erst spaeter nachgeruestet. Dies ist auch
>ein Grund, warum solche Durchfahrstrassen relativ selten zu finden sind. Mir
>selbst fallen hierzu nur einige wenige Beispiele ein, z.B. auf der Rodgau- oder
>auf der Westerwaldbahn.

Irgendein Bahnhof bei Wiesbaden wird durchgeschaltet; auch zwischen
Erndtebrück und Siegen habe ich sowas schon gesehen.

Thomas Wedekind

unread,
Jan 12, 1999, 3:00:00 AM1/12/99
to
Uli Maschek wrote:
>
> Holger Kötting schrieb:
> >
> > In Neufuenfland sind mir keine durchgeschalteten Bahnhoefe bekannt.
>
> aber durchgeschaltete Blockstellen
> hat es gegeben.
>

bzw. gibt es (Balgstädt an der Unstrutbahn, wenn nicht
mittlerweile abgebaut)

Grüße, Thomas

Torsten Schneider

unread,
Jan 12, 1999, 3:00:00 AM1/12/99
to
Marc Haber wrote:

>Irgendein Bahnhof bei Wiesbaden wird durchgeschaltet; auch zwischen
>Erndtebrück und Siegen habe ich sowas schon gesehen.

Wenn Du dann weiter von Erndtebrueck ueber Biedenkopf nach Marburg
faehrst, kommst Du durch den Bahnhof Buchenau/Lahn, exakt der war es, an
dem mir das aufgefallen war.

Das scheint aber der einzige zu sein, die anderen, zumindest ab einschl.
Biedenkopf, sind auch am Wochenende besetzt - es sind ja nicht so arg
viele.

--
"Und jetzt ist Deutschland eine Runde weiter!"
-- Fassbender (zu Deutschlands Gewinn der Fuball-EM 1996)

Michael Poschmann

unread,
Jan 12, 1999, 3:00:00 AM1/12/99
to

Marc Haber schrieb:

> koet...@rbg.informatik.tu-darmstadt.de (Holger Kötting) wrote:
> >Da die meisten Stellwerke aus einer Zeit stammen, in der das Wort
> >"Rationalisierung" weitestgehend unbekannt war, wurden die
> >Durchschaltfahrstrassen groesstenteils erst spaeter nachgeruestet. Dies ist auch
> >ein Grund, warum solche Durchfahrstrassen relativ selten zu finden sind. Mir
> >selbst fallen hierzu nur einige wenige Beispiele ein, z.B. auf der Rodgau- oder
> >auf der Westerwaldbahn.
>

> Irgendein Bahnhof bei Wiesbaden wird durchgeschaltet; auch zwischen
> Erndtebrück und Siegen habe ich sowas schon gesehen.

Beispiele von der Oberen Ruhrtalbahn Hagen-Warburg:
Eversberg (Stellwerk Eo) ist seit Jahren in diesem Betriebszustand anzutreffen und
wurde (wird?) vormittags für eine Üg eingeschaltet. In meinem Heimatort Wennemen galt
das für das Stellwerk "Wo" dito, nur ohne planmäßige Besetzung. Wobei eine
Besonderheit in der nachgerüsteten Bedienung des Ausfahrsignals Richtung Meschede
bestand. Dieses wurde nämlich vom Fahrdienstleiterstellwerk "Wf" gestellt, obwohl in
den Bereich von "Wo" gehörend. Mittlerweile ist der Rumpfbahnhof allerdings als von
Neheim-Hüsten gesteuerter Dr-Fernstellbereich in Betrieb. (Gleich gibt's wieder
Kasperklatsche, weil ich Fernwirken, -stellen und -steuern munter
durcheinanderbringe, aber die schlaue Literartur mit den Definitionen ist gerade
nicht greifbar, sorry.) "Wo" bereitete exakt zweimal im Jahr den Signalern
mehrstündige Probleme: Bei der Probeumschaltung zwischen Fdl- und Wärterbude- wenn
man den Termin wußte, konnte man auch mit sonst planmäßig nicht haltenden Zügen den
Ort erreichen, da die Zeit für die Übergabe eines Befehls zum Aussteigen reichte...
8-)
Michael


F. Bruchertseifer

unread,
Jan 12, 1999, 3:00:00 AM1/12/99
to

Holger Kötting wrote:

> In Neufuenfland sind mir keine durchgeschalteten Bahnhoefe bekannt.

Der Bahnhof Dabel auf der inzwischen stillgelegten Strecke Wismar-Karow war wenn
unbesetzt durchgeschaltet. Und das mit DR-Lichtsignalen.

> Die "Durchschaltung" funktioniert nun relativ einfach so: der
> betroffene Bahnhof ist unbesetzt und alle Signale stehen auf Halt. Die auf der
> Durchfahrt befahrenen Weichen sollten verschlossen (aber IMO nicht festgelegt)
> sein. Der jeweils benachbarte Fahrdienstleiter erteilt dem Zug mit Befehl A die
> Durchfahrt durch den Bahnhof. Ist ganz lustig anzusehen, wenn der Fdl mit einem
> bunten Strauss voller vorgefertigter Befehle ankommt, nach dem Motto, "welche
> Zugnummer hast Du?". Die Zugmeldung mit Anbieten und Rueckmelden erfolgt
> natuerlich zwischen den besetzten Zugmeldestellen. Beispiele: Ziegenrueck (oder
> zumindest in der Naehe), Berthelsdorf, und ein Bahnhof zwischen Werdau und
> Wuenschendorf (Seelingstaedt, oder zumindest in der Naehe).

In Teichwolframsdorf. Da wo die "Schnellfahrstrecke" in Richtung Werdau beginnt.
Die anderen Bahnhöfe (Seelingstädt und Gauern) sind besetzt, da noch Bahnübergänge
über das Bahnhofsgelände führen.

FB

Michael Kauffmann

unread,
Jan 12, 1999, 3:00:00 AM1/12/99
to
Knud Schlotfeld wrote:

> Abzw Hoern (Abzw nach St.Peter Ording von der Marschbahn)

> war frueher am Sonntag immer durchgeschaltet.

Fuhren Sonntags keine Zuege nach BadSt.Peter-Ording?

Michael Kauffmann

Michael Kauffmann

unread,
Jan 12, 1999, 3:00:00 AM1/12/99
to
Marc Haber wrote:

>
> koet...@rbg.informatik.tu-darmstadt.de (Holger Kötting) wrote:
> >solche Durchfahrstrassen relativ selten zu finden sind. Mir
> >selbst fallen hierzu nur einige wenige Beispiele ein, z.B. auf der
> >Rodgau- oder auf der Westerwaldbahn.
>
> Irgendein Bahnhof bei Wiesbaden wird durchgeschaltet; auch zwischen
> Erndtebrück und Siegen habe ich sowas schon gesehen.

Zwischen Passau und Muehldorf auch.

Michael Kauffmann

Joachim Schmid

unread,
Jan 12, 1999, 3:00:00 AM1/12/99
to
Holger Kötting schrieb:
> (...) Durchfahrstrassen relativ selten zu finden sind. Mir

> selbst fallen hierzu nur einige wenige Beispiele ein, z.B. auf der Rodgau- oder
> auf der Westerwaldbahn.

Anno 1985 habe ich auch auf der Odenwaldbahn durchgeschaltete Bahnhöfe
gesehen. Wie ist dort heute?

Ferner gibt es die Strecke Schelklingen - Münsingen. Die ist schon seit
Jahrzehnten für den Personenverkehr stillgelegt, existiert eigentlich
nur noch wegen der Militärtransporte zum Truppenübungsplatz Münsingen.
Die Bahnhöfe dieser Strecke sind normalerweise ständig durchgeschaltet
und werden nur bei starkem BW-Verkehr anläßlich von Manövern besetzt.

Joachim

KaiLudwig

unread,
Jan 12, 1999, 3:00:00 AM1/12/99
to

u.ma...@t-online.de (Uli Maschek) schrieb:

>> In Neufuenfland sind mir keine durchgeschalteten Bahnhoefe bekannt.
>

>Bahnhöfe wüßte ich jetzt auch nicht,

Ulbersdorf (Bad Schandau -- Sebnitz), wenn ich mich recht entsinne.

>aber durchgeschaltete Blockstellen
>hat es gegeben.

Gibt es nach wie vor. Bk Gröbern zwischen Niederau und Bk Baßlitz -- PriWi
(Dresden -- Leipzig) ist zwar jetzt wohl ganz weg, aber es gibt durchaus nach
wie vor diverse Bk's, die nur zeitweise eingeschalten werden (Böhlen Werke
müßte dazu gehören, auch auf Görlitz -- Dresden gibt es dieses).

Auch in diese Kategorie gehört die Abzw Werkleitz auf der "Kanonenbahn"
Wiesenburg -- Güsten, die bis ins vergangene Jahr nur für die zur
Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft notwendigen Zugfahrten eingeschaltet
wurde, da ohnehin nichts in die Kurve fuhr, in die jetzt die Personenzüge von
Barby abbiegen.

Weil wir gerade in der Gegend sind: Nicht durchschaltbar ist die Bk
Rathmannsdorf zwischen Calbe West (Neugattersleben ist gänzlich ausgeknipst)
und Güsten. Der Kenner errät natürlich sofort den Grund, sozusagen im
Handumdrehen...
----------

Michael Poschmann <posc...@ibh.rwth-aachen.de> schrieb:

>In meinem Heimatort Wennemen galt
>das für das Stellwerk "Wo" dito, nur ohne planmäßige Besetzung. Wobei eine
>Besonderheit in der nachgerüsteten Bedienung des Ausfahrsignals Richtung
>Meschede
>bestand. Dieses wurde nämlich vom Fahrdienstleiterstellwerk "Wf" gestellt,
>obwohl in
>den Bereich von "Wo" gehörend.

Eine ähnliche Konstruktion findet man in Wiednitz (Hohenbocka -- Kamenz). Am
Nordkopf befindet sich ein Wärterstellwerk, von dem aus lediglich die Weichen
zu stellen sind. Über Schlüsselabhängigkeit wird dann durch Zustimmungsabgabe
der zu der jeweils eingestellten Fahrstraße gehörende Signalhebel im
Befehlsstellwerk (= Empfangsgebäude) freigegeben. Sofern keine Kreuzungen
anstehen, kann dadurch das Wärterstellwerk unbesetzt bleiben, was natürlich
seit Jahren ein permanenter Zustand ist.

-kl

Uli Maschek

unread,
Jan 12, 1999, 3:00:00 AM1/12/99
to
Marc Haber schrieb:

>
> u.ma...@t-online.de (Uli Maschek) wrote:
> >Marc Haber schrieb:

> >> das sicherungstechnisch gelöst wird. Immerhin müssen da zwei


> >> konfliktende (sp?) Fahrstraßen gezogen sein.
> >
> >Es gibt keine Fahrstraßen auf Blockstellen in Alttechnik.
>
> Und auf Kreuzungsbahnhöfen an eingleisiger Strecke?

Mir waren bislang nur durchgeschaltete Blockstellen bekannt. Aber
inzwischen hat es ja jemand erklärt.

Jost Krueger

unread,
Jan 13, 1999, 3:00:00 AM1/13/99
to
KaiLudwig wrote:

> Weil wir gerade in der Gegend sind: Nicht durchschaltbar ist die Bk
> Rathmannsdorf zwischen Calbe West (Neugattersleben ist gänzlich ausgeknipst)
> und Güsten. Der Kenner errät natürlich sofort den Grund, sozusagen im
> Handumdrehen...

Handbedienter Bahnuebergang?

Jost

L. Neubauer

unread,
Jan 13, 1999, 3:00:00 AM1/13/99
to
Marc Haber wrote:
>

> Irgendein Bahnhof bei Wiesbaden wird durchgeschaltet; auch zwischen
> Erndtebrück und Siegen habe ich sowas schon gesehen.

bei Wiesbaden:

Wiesbaden Igstadt und Erbenheim kommen da nur in Frage.
Beide Bahhoefe waren bei Ende des Jahres besetzt. In Erbenheim
wurde zum 1.1.99 die Fka geschlossen, so dass ich den aktuellen
Stand nicht mehr weiss.

Aber bis vor kurzem mussten alle beide Bahnhoefe grundsätzlich
besetzt sein. Sogar wenn nachts von Wi Ost ein Militaerzug zum
Flughafen fuhr (es muss keine Weiche, nur das Einfahrsignal in
Erbenheim gezogen werden), mussten beide Stellwerke in Erbenheim
besetzt sein!

Aber das ist wohl Vergangenheit, die Strecke nach Wi Ost gibt es
nicht mehr und jetzt muessen die Militaerzuege entweder in
Erbenheim auf dem Streckengleis oder in Wiesbaden Hbf die Fahrtrichtung
wechseln ...

Lucas.

Ulrich Kaehn

unread,
Jan 13, 1999, 3:00:00 AM1/13/99
to
Marc Haber <Marc.Hab...@gmx.de> wrote:

> Irgendein Bahnhof bei Wiesbaden wird durchgeschaltet; auch zwischen
> Erndtebrück und Siegen habe ich sowas schon gesehen.

und im Rheinland: Bf Mariagrube bei Alsdorf. Mit durchgeschalteten
Gruppenausfahrsignalen. Ist zwar nicht stillgelegt, aber wohl kein
Zugbetrieb mehr.

MfG Ulrich

Gerd Knuepfer

unread,
Jan 13, 1999, 3:00:00 AM1/13/99
to
On Mon, 11 Jan 1999 23:22:34 +0100, u.ma...@t-online.de (Uli
Maschek) wrote:

>> In Neufuenfland sind mir keine durchgeschalteten Bahnhoefe bekannt.

AFAIK war Greiz-Dölau zeitweise ausgeschaltet (jetziger Zustand ist
mir nicht bekannt).

>aber durchgeschaltete Blockstellen hat es gegeben.

Beispielsweise war Hundsgrün jahrelang nur Mo-Fr von 6.00-15.30
besetzt. Irgendwann hat dann mal jemand die Bedienungsanweisung
aufmerksam gelesen und bemerkt, daß die Bk nur für max. 24 Stunden
ausgeschaltet werden durfte und der grüne Hund erst nach 2 Zugfahrten
je Richtung wieder eingeschläfert werden durfte... Ach wie liebte ich
diese Wochenend-Kurzbesuche :(

Als dann für ganz geschlossen werden sollte, fiel auf, daß ja dann ein
"Funkloch" entsteht (DHUN hatte eigene FADA+FESA) und man nicht
schließen kann, sondern nun rund um die Uhr besetzen mußte <g>...

Aber am 19.Januar'95 ging endgültig das Licht aus...

Gruß, Gerd

Ulf Kutzner

unread,
Jan 14, 1999, 3:00:00 AM1/14/99
to
L. Neubauer wrote:

> bei Wiesbaden:
>
> Wiesbaden Igstadt und Erbenheim kommen da nur in Frage.
> Beide Bahhoefe waren bei Ende des Jahres besetzt. In Erbenheim
> wurde zum 1.1.99 die Fka geschlossen, so dass ich den aktuellen
> Stand nicht mehr weiss.

> Aber das ist wohl Vergangenheit, die Strecke nach Wi Ost gibt es
> nicht mehr und jetzt muessen die Militaerzuege entweder in
> Erbenheim auf dem Streckengleis oder in Wiesbaden Hbf die Fahrtrichtung
> wechseln ...

War aber gar nicht in der Stillegungsliste...

Gruß, ULF

--
_______________________________________________________________________________
Ulf Kutzner
Backhaushohl 46
D-55128 Mainz
_______________________________________________________________________________

L. Neubauer

unread,
Jan 14, 1999, 3:00:00 AM1/14/99
to
Ulf Kutzner wrote:
>

> War aber gar nicht in der Stillegungsliste...

Doch - wurde hier doch einigemale als Angebot zur Übernahme
der Infrastruktur erwaehnt.
ich frage mich nur, wie die haette aussehen sollen, schliesslich
wird die NBS auf deren Trasse gebaut.

Lucas.

Roland Wirtz

unread,
Jan 14, 1999, 3:00:00 AM1/14/99
to Marc Haber
Marc Haber wrote:

> Irgendein Bahnhof bei Wiesbaden wird durchgeschaltet; auch zwischen
> Erndtebrück und Siegen habe ich sowas schon gesehen.

Zwischen Siegen und Erndtebrück sind es die Bf. Ferndorf und Dahlbruch
(o.ä.), die nur bei Cargo-Bedienungsfahrten besetzt werden.
Sinnigerweise ist bei beiden Bf. vor einiger Zeit ein Bahnsteig
abgetragen worden, so daß nur noch an einem der beiden Kreuzungsgleise
Personenzüge halten können. Es können als nur noch Kreuzungen RB/CB
stattfinden. Wenn künftige Fahrplankonzepte die Verlegung der Kreuzung
RB/RB von Hilchenbach zueinem dieser Bf. erforderlich machen sollten,
muß erst wieder investiert werden ...

Zwischen Erndtebrück und Siegen war außerdem der Bf. Buchenau oft
durchgeschaltet. Während hier früher nur im Schülerverkehr gekreuzt
wurde, ist dies heute - glaube ich - wieder regelmäßig der Fall, damit
die Anschlüsse in Erndtebrück stimmen, was nach den ersten Entwürfen für
den ITF NRW nicht der Fall war. Offenbar stand dieser Bf. auf der
Abschußliste der DB. An diesem Beispiel zeigt sich, daß es nützlich ist,
Kreuzungsbahnhöfe zu erhalten, auch wenn sie in der Vergangenheit nicht
(regelmäßig) benutzt wurden.

Knud Schlotfeld

unread,
Jan 14, 1999, 3:00:00 AM1/14/99
to

Michael Kauffmann wrote:

Richtig. es gab mW zwei oder drei Busse. Auf der Bahn war irgendwann
Sonnabendnachmittag Wochenende. Das ist aber schon etliche Jahre
her.

MfG

Knud


Ulf Kutzner

unread,
Jan 14, 1999, 3:00:00 AM1/14/99
to
L. Neubauer wrote:
>
> Ulf Kutzner wrote:
> >
>
> > War aber gar nicht in der Stillegungsliste...
>
> Doch - wurde hier doch einigemale als Angebot zur Übernahme
> der Infrastruktur erwaehnt.

Ja, aber in der Liste der erfolgten Stillegungen fand ich's nicht.

> ich frage mich nur, wie die haette aussehen sollen, schliesslich
> wird die NBS auf deren Trasse gebaut.

Ein "Angebot" zur Übernahme, das beinhaltet, der Übernehmer müsse zuerst
einige Gigamark zur Vermeidung der Streckenzerschneidung bezahlen, ist
für mich kein Übernahmeangebot.

Torsten Schneider

unread,
Jan 14, 1999, 3:00:00 AM1/14/99
to
Roland Wirtz wrote:

>Zwischen Erndtebrück und Siegen war außerdem der Bf. Buchenau oft
>durchgeschaltet.

Der ist auch heute noch manchmal durchgeschaltet, es war der Bahnhof,
auf den ich mich urspruenglich bezog.

Der liegt nur alles andere als zwischen Erndtebrueck und Siegen, sondern
zwischen Erndtebrueck und Marburg, aber naeher bei Marburg als bei
Erndtebrueck.

>Während hier früher nur im Schülerverkehr gekreuzt
>wurde, ist dies heute - glaube ich - wieder regelmäßig der Fall, damit
>die Anschlüsse in Erndtebrück stimmen, was nach den ersten Entwürfen für
>den ITF NRW nicht der Fall war.

Nein, das stimmt nicht ganz.

Frueher fuhren die RBs von Marburg nur bis Bad Laasphe, da wurde in
Buchenau gekreuzt. Mittlerweile fahren die fast alle bis Erndtebrueck
durch, dann ist Kreuzung in Friedensdorf angesagt.

>Offenbar stand dieser Bf. auf der
>Abschußliste der DB.

Kann gut sein, vergleichbare Bahnhoefe auf der Strecke sind schon
laenger zum HP zurueckgebaut worden.

--
Computers are not intelligent. They only think they are.

Florian Socher

unread,
Jan 15, 1999, 3:00:00 AM1/15/99
to
> Ja, das ist auf kleinen Nebenstrecken dann normal, wenn ein Bahnhof
> unter der Woche besetzt ist; am Wochenende aber nicht. Er wird dann
> "durchgeschaltet".
>
> Allerdings warte ich hier auch schon seit Monaten auf die Antwort, wie
> das sicherungstechnisch gelöst wird. Immerhin müssen da zwei
> konfliktende (sp?) Fahrstraßen gezogen sein.

Ich kenne diese Situation von der exKBS 921 (Dachau-Altomünster), bevor sie mit
SZB ausgerüstet wurde.
Meines Wissens wurden dazu alle "durchgeschalteten" Blöcke zu einen Block
zusammengefaßt.
Im einzigen Kreuzungsbf. Indersdorf wurden dann aber auch keine Zugkreuzungen
durchgeführt, weil auf der ganzen Strecke (nur Stichbahn) nur eine Zug fuhr.


Florian


Armin Muehl

unread,
Jan 17, 1999, 3:00:00 AM1/17/99
to
Jost Krueger schrieb:

Gut geraten :-)

--
http://www.muenster.de/~amuehl (Muehl privat)

http://home.t-online.de/home/muehl.armin/mfm.htm
(Muensterlaendisches Feldbahnmuseum e.V.)

amu...@muenster.de

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