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Tunneldichte

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Thorsten Meinecke

unread,
Jun 16, 2001, 2:18:46 AM6/16/01
to
Welche Strecke hat den häufigsten Wechsel zwischen Tunnel
und Nichttunnel?

Zum Beispiel: Der Abschnitt Küllstedt--Schwebda ("Kanonenbahn")
besaß 6 Tunnel mit der Gesamtlänge 3580 m auf 23,4 km.
Tunnelanteil 15 %, Tunnelfrequenz 0,25 1/km

Zwischen Michelau und Willwerwitz in Luxemburg liegen 10 eher
kurze Tunnel auf etwa 12 km. Geschätzte 20 Prozent, aber
0,8 Tunnel pro Kilometer! Wer bietet mehr?

Gruß,
--Thorsten

Christoph Münzing

unread,
Jun 16, 2001, 11:32:57 AM6/16/01
to


Suchst Du deutsche oder internationale Strecken?
In D gibt es abgesehen von den NBS eher wenig Tunnels, obwohl es viele
Mittelgebirge gibt. Als tunnelreich fallen mir die Schwarzwaldbahn, die Strecke
Hersbruck-Neuhaus im Pegnitztal und die "sauschwänzlebahn" (nur Museumsverkehr)
ein. ICh habe momentan kein geeignetes Karten- oder sonstiges Material zur Hand
und kann deswegen keine genauen Zahlen liefern, aber wenn man den Abschnitt, auf
den man die Tunnels bezieht, entsprechend kurz wählt, da hier mehrere Tunnels
unmittelbar aufeinander folgen. Insgesamt mehr Tunnels hat aber die
Schwarzwaldbahn. Den wohl häufigsten Wechsel Tunnel/Nichttunnel hat
allerhöchstwahrscheinlich die Wendelsteinbahn. Insgesamt ist sie 7,??km lang und
hat laut www.zahnradbahn.de 7 Tunnels, die sich alle (bis auf vielleicht einen,
da bin ich nicht ganz sicher) auf dem obersten Abschnitt zwischen den Hst.
Mitteralm und Wendelstein befinden. Dieser macht eher weniger als 1/3 der
gesamten Strecke aus, so daß Du hier auf ca. 2km Strecke 6 oder 7 Tunnels
vorfindest.


International ist für die Strecke mit dem höchsten Tunnel*anteil* mein Favorit
die Strecke Sestri Levante-La Spezia an der Küste Ligurien. Die verläuft
praktisch nur im Tunnel und kommt zwischendurch mal raus, ich habe kaine Zahlen
zur Anzahl und Länge der Tunnels, der Tunnelanteil dürfte aber auf einer mehr als
30km langen Strecke bei >80% liegen(*). Teilweise sind die Abschnitte zwischen
den Tunnels so kurz, daß nicht mal ein ganzer Bf. reinpaßt. Beim Bf. Vernazza ist
nur das Bahnhofsgebäude und ein kurzes Stück Bahnsteig "draußen", der Rest vom
Bahnsteig ragt weit in den Tunnel rein. Da aber die Tunnels z.T etwas länger
sind, kann ich mir vorstellen, daß es Strecken gibt, die eine noch höhere
Tunnelfrequenz aufweisen. Hierbei ist auch die Frage, auf welche "Grundeinheit"
man sich bezieht. Als tunnelreich fallen mir grad ein:


- die Albulabahn Preda-Bergün-Filisur
- Abschnitte der Gotthardbahn, z.B. Brunnen-Flüelen (hier hat du mit dem Zählen
der Tunnels ein Problem, da das eine Gleis zwischendurch rauskommt, dass andere
stattdessen *einen* längeren Tunnel hat)
- die Strecke Nice-Ventimiglia- und weiter das erste Stück in Italien
- die Strecke Lecco-Colico entlang des Comer Sees
- die Tendabahn (die kenne ich nicht)
- den Abschnitt S-chanf-Scuol der Engadinstrecke
- die Lötschbergsüdgrampe


Den Rekord hält aber sicher (wie in D) eine "Kleinstbahn", die mit vielen sehr
kurzen Tunnels trassiert ist.


(*)Natürlich hätte eine Strecke wie Göschenen-Airolo, wo gliech am Ende des
einen Bf. die Einfahrt in den Gotthardtunnel ist und kurz vor dem anderen Bf. die
Ausfahrt einen noch höheren Anteil. So war das aber wohl nicht gemeint!


Viele Grüsse,
Christoph
--
__________________________________________________________
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Thorsten Meinecke

unread,
Jun 16, 2001, 1:33:29 PM6/16/01
to
'chm>' := Christoph Münzing <christop...@web.de>

chm> ICh habe momentan kein geeignetes Karten- oder sonstiges Material
chm> zur Hand und kann deswegen keine genauen Zahlen liefern,

Ich stelle gerade überrascht fest, daß für solche Berechnungen der
gescholtene S+W Eisenbahnatlas ganz brauchbar ist. Allerdings nur
für deutsche Tunnel.


chm> wenn man den
chm> Abschnitt, auf den man die Tunnels bezieht, entsprechend kurz wählt,

Er sollte schon zwei benachbarte Betriebsstellen umfassen.


chm> Insgesamt mehr Tunnels hat aber die
chm> Schwarzwaldbahn.

Abschnitt Streckenlänge T-Anzahl T-Länge T-Anteil T-Frequenz
[km] [m] [1/km]
--------------------------------------------------------------------------
Hornberg--Triberg 13,2 18 3651 27 % 1,33
Triberg--St.Georgen 15,2 18 5884 39 % 1,18
gesamt 28,7 36 9535 33 % 1,25


chm> Hierbei ist auch die Frage, auf welche "Grundeinheit"
chm> man sich bezieht.

Ich wüßte gerne, wie man die Parameter Anteil und Häufigkeit
miteinander in Beziehung setzen kann, so daß schließlich
ein "Tunnelkoeffizient" darüber Auskunft gibt, wie oft
man z.B. die Platz- oder Abteilbeleuchtung ein- und
ausschalten muß.

Gruß,
--Thorsten

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