Soweit ich weiss liegt dort eine Wechselspannung von 5000 V mit
16 2/3 Hz an.
Wenn diese nun abreisst und Metallteile beruehrt ?
Man stelle sich vor man ueberlebt durch ein Wunder solch einen Crash
krabbelt orientierungslos aus der ersten freien Oeffnung des
Schrotthaufens und wird dann durch Starkstrom gebraten.
Gibt es sowas wie Sicherungen, die dann diese Streckenbereich
potentialfrei schalten ?
Was fuer Felder in welchen Entfernungen umgeben diese Leitungen !
Ich wohne 30 m vom Bahndamm enfernt an der ICE Strecke Hannover
Hamburg in Hannover Vinnhorst.
Der inzwischen 3. PC Monitor am 2. PC hat zeitweise Wellenbewegungen
am linken Bildschirmrand. Eine Verbindung mit gerad vorbeifahrenden
Zuegen ist nicht zu erkennen.
Ist das angesichts von potentialfreischaltungen in der Hauselektrik
fuer Schlafraueme ein von aussen nicht zu verhinderndes Problem ?
Der Mobilfunk (zumindestens D2) ist erheblich beeintraechtigt !
Ausserdem beschaeftigt mich noch ein Zwischenfall :
Auf dem Teilstueck vor unserem Haus werden z.Zt 2 neu erstellte
Gleise befahren die im Rahmen der S-Bahn Flughafen EXPO2000
im November 1997 eroeffnet wurden. 2 Tage spaeter fetzte ein
Regionalzug morgens die neue Oberleitung !
Im Halbschlaf wurden meine Frau und ich unabhaengig voneinander durch
die Wahrnehmung eines Lichtblitzes geweckt. Der Knall war nicht laut,
das Schlafzimmer auf der der Bahn abgewandten Hausseite.
War das eine Art EMP (elektromagnetische Impuls) und koennen dadurch
elektronische Geraete in Mitleidenschaft gezogen werden ?
Ist das Leben an der Bahn wirklich so harmlos wie es die Bahn AG in
den Vorgespraechen zu diesem Streckenausbau immer wieder beteuerte ?
Froh bin ich jedenfalls, dass ich unser Reihenhaus kurz vor der
Katastrophe verkauft habe, Eine Entschaedigung von der Bahn AG weil
ich es momentan wahrscheinlich niemandem verkaufen koennte wuerde ich
wohl nie erhalten ....
>Soweit ich weiss liegt dort eine Wechselspannung von 5000 V mit
>16 2/3 Hz an.
>Wenn diese nun abreisst und Metallteile beruehrt ?
Gibt es wohl einen Kurzschluss und die Sicherung im Unterwerk fliegt.
>Man stelle sich vor man ueberlebt durch ein Wunder solch einen Crash
>krabbelt orientierungslos aus der ersten freien Oeffnung des
>Schrotthaufens und wird dann durch Starkstrom gebraten.
Halte ich fuer unwahrscheinlich. Irgendne Masseverbindung wird es
schon geben, wenn die Leitun am Boden liegt.
Hans Friedrich Steffani
--
Hans Friedrich Steffani
Institut fuer Elektrische Maschinen und Antriebe, TU Chemnitz
mailto:hans.s...@e-technik.tu-chemnitz.de
http://www.tu-chemnitz.de/~hfst/
Hans Steffani schrieb in Nachricht <6liu7d$pu7$1...@narses.hrz.tu-chemnitz.de>...
>g...@expert-ce.de (Georg Theilen) writes:
>
>>Soweit ich weiss liegt dort eine Wechselspannung von 5000 V mit
>>16 2/3 Hz an.
>>Wenn diese nun abreisst und Metallteile beruehrt ?
>
>Gibt es wohl einen Kurzschluss und die Sicherung im Unterwerk fliegt.
>
>>Man stelle sich vor man ueberlebt durch ein Wunder solch einen Crash
>>krabbelt orientierungslos aus der ersten freien Oeffnung des
>>Schrotthaufens und wird dann durch Starkstrom gebraten.
>
>Halte ich fuer unwahrscheinlich. Irgendne Masseverbindung wird es
>schon geben, wenn die Leitun am Boden liegt.
>
Ja nur, das es auch nicht 5000V sind sondern 15.000 V und wenn du da einen Crash
ueberlebst und du kommst nur in die Naehe der Leitung dann kommst du schon in
denStromkreis (Schrittspannung)
Karl
Georg Theilen schrieb in Nachricht
<357cf286...@news.informatik.uni-rostock.de>...
>Was fuer ein Gefahrenpotential geht eigentlich von einer abgerissenen
>Oberleitung aus.
>
>Soweit ich weiss liegt dort eine Wechselspannung von 5000 V mit
>16 2/3 Hz an.
>Wenn diese nun abreisst und Metallteile beruehrt ?
>Man stelle sich vor man ueberlebt durch ein Wunder solch einen Crash
>krabbelt orientierungslos aus der ersten freien Oeffnung des
>Schrotthaufens und wird dann durch Starkstrom gebraten.
>
>Gibt es sowas wie Sicherungen, die dann diese Streckenbereich
>potentialfrei schalten ?
>
Die Sammelschienenspannung in einem Unterwerk liegt zwischen 14.800 V und
17.500 V je nach Belastung des Netzes.
Wenn die Fahrleitung abreißt und geerdete Teile berührt schalten die
zugehörigen Leistungsschalter im versorgenden Unterwerk aus, und eine
Prüfung des Abzweiges wird durchgeführt. Ist der Prüfstrom <24 A schaltet
sich der Abzweig automatisch wieder ein, ist er =>24 A bleibt der Abzweig
aus, und eine Fehlersuche durch die UW-Leitstelle erfolgt.
Die größte Gefahr geht durch herabhängende und nicht geerdete Leitungsteile
aus. Diese können unter Spannung stehen oder durch Induktionsstrom tödliche
Verletzungen bei Berühren hervorrufen. Daher keinesfalls herabhängende
Leitungen berühren.
Für die Bildschirme gibt es Schutzgehäuse, die aber relativ teuer sind. Auch
die neuen LCD Monitor sind gegen Magnetfelder unempfindlich. (Sind auch noch
relativ teuer)
Grüße sendet Fred
> Soweit ich weiss liegt dort eine Wechselspannung von 5000 V mit
> 16 2/3 Hz an.
15 kV, 15.000 Volt ist richtig.
> Wenn diese nun abreisst und Metallteile beruehrt ?
Alle Metallteile an der elektrifizierten Strecke sind geerdet,
sofortiger Erdschluß ist die Folge, wenn die Oberleitung ein solches
Metallteil berührt und damit automatische Abschaltung.
In anderen Fällen, wenn die Oberleitung auf den Wagen fällt oder direkt
den Erdboden berührt, erfolgt die Abschaltung nicht so schnell, abhängig
davon, wie gut die Isolation des getroffenen Teils ist. Ein Wagen, der
noch auf den Schienen steht, ist wieder gut geerdet.
> Man stelle sich vor man ueberlebt durch ein Wunder solch einen Crash
> krabbelt orientierungslos aus der ersten freien Oeffnung des
> Schrotthaufens und wird dann durch Starkstrom gebraten.
Kann eigentlich nur passieren, wenn (äußerst unwahrscheinlich), die
Oberleitung ohne Kontakt zu irgendetwas von oben herunterhängt und Du
die anfaßt... Schätze, daß beim Unfall bereits vorher irgendwie ein
Erdschluß entstanden ist.
> Was fuer Felder in welchen Entfernungen umgeben diese Leitungen !
Ein Überschlag entsteht bereits bei der Annäherung an die
Hochspannungsleitung, pro kV ein Zentimeter ist der Mindestabstand.
Klaus-Dieter Gogoll
> zugehörigen Leistungsschalter im versorgenden Unterwerk aus, und eine
> Prüfung des Abzweiges wird durchgeführt. Ist der Prüfstrom <24 A schaltet
> sich der Abzweig automatisch wieder ein, ist er =>24 A bleibt der Abzweig
> aus, und eine Fehlersuche durch die UW-Leitstelle erfolgt.
Der Pruefstrom soll die Hauptgefahr bei heruntergefallenen Leitungen
sein, habe ich mal gelernt. Leider konnte der unterrichtende DB-OAmtmn.
auch nichts naeheres dazu sagen, ausser wie man fachgerecht erdet.
Weisst Du naeheres ueber Spannung und Haeufigkeit der Pruefspannungsimpulse?
MfG Ulrich
15000.
> Wenn diese nun abreisst und Metallteile beruehrt ?
Dann stehen die Metallteile unter Spannung.
> Man stelle sich vor man ueberlebt durch ein Wunder solch einen Crash
> krabbelt orientierungslos aus der ersten freien Oeffnung des
> Schrotthaufens und wird dann durch Starkstrom gebraten.
>
> Gibt es sowas wie Sicherungen, die dann diese Streckenbereich
> potentialfrei schalten ?
Dann? Wann dann? Bei Kurzschlusz wird natuerlich abgeschaltet.
Allerdings kann ein Kurzschlusz, der weit von der Einspeisestelle weg
stattfindet, schwer von normaler groszer Belastung zu unterscheiden
sein.
> Was fuer Felder in welchen Entfernungen umgeben diese Leitungen !
Bei 16 2/3Hz? Kaum welche.
> Ich wohne 30 m vom Bahndamm enfernt an der ICE Strecke Hannover
> Hamburg in Hannover Vinnhorst.
> Der inzwischen 3. PC Monitor am 2. PC hat zeitweise Wellenbewegungen
> am linken Bildschirmrand. Eine Verbindung mit gerad vorbeifahrenden
> Zuegen ist nicht zu erkennen.
Vielleicht mit was Anderem? s.u.
> Ist das angesichts von potentialfreischaltungen in der Hauselektrik
> fuer Schlafraueme ein von aussen nicht zu verhinderndes Problem ?
Was das?
> Der Mobilfunk (zumindestens D2) ist erheblich beeintraechtigt !
Im Haus ist Mobilfunk oft beeintraechtigt. Was das mit einer
benachbarten Bahnstrecke zu tun haben soll, kann ich mir kaum
vorstellen. Gibt es irgendeinen Zusammenheng mit vorbeifahrenden Zuegen
(auszer, dasz man nichts mehr hoert, weil es so laut ist?) Oder habt Ihr
Euch eine Laermschutzwand hinstellen lassen, die jetzt den Ampfang
behindert? Aber vielleicht hat der Mobilfunk Etwas mit den
Bildstoerungen auf Deinem Monitor zu tun?
> Ausserdem beschaeftigt mich noch ein Zwischenfall :
> Auf dem Teilstueck vor unserem Haus werden z.Zt 2 neu erstellte
> Gleise befahren die im Rahmen der S-Bahn Flughafen EXPO2000
> im November 1997 eroeffnet wurden. 2 Tage spaeter fetzte ein
> Regionalzug morgens die neue Oberleitung !
Nicht Ungewoehnliches.
> Im Halbschlaf wurden meine Frau und ich unabhaengig voneinander durch
> die Wahrnehmung eines Lichtblitzes geweckt. Der Knall war nicht laut,
> das Schlafzimmer auf der der Bahn abgewandten Hausseite.
>
> War das eine Art EMP (elektromagnetische Impuls)
Eine Art bestimmt. Offenbar sind elektromagnetische Wellen in Dein
Schlafzimmer gedrungen, mit knapp 降m Wellenlaenge.
Gibt es fuer dieses "EMP" eine Definition?
> und koennen dadurch
> elektronische Geraete in Mitleidenschaft gezogen werden ?
Warum sollten sie?
> Ist das Leben an der Bahn wirklich so harmlos wie es die Bahn AG in
> den Vorgespraechen zu diesem Streckenausbau immer wieder beteuerte ?
Im Kriegsfall muszt Du mit gezielten Bombardierungen rechnen. Und wenn
Du noch andere Gefahren nennst, die Du vermutest, kann Dir vielleicht
Jemand sagen, ob sie bestehen oder nicht.
> Froh bin ich jedenfalls, dass ich unser Reihenhaus kurz vor der
> Katastrophe verkauft habe, Eine Entschaedigung von der Bahn AG weil
> ich es momentan wahrscheinlich niemandem verkaufen koennte wuerde ich
> wohl nie erhalten ....
Achso? Vielleicht sollte ich mir eine Stelle in Hannover suchen und
einem Hausbesitzer den Gefallen tun, sein Haus billig zu kaufen.
Michael Kauffmann
> Soweit ich weiss liegt dort eine Wechselspannung von 5000 V mit
> 16 2/3 Hz an.
15.000 V 16 2/3 Hz.
> Wenn diese nun abreisst und Metallteile beruehrt ?
Dann gibt es einen Kurzschluss und der Trenner im Unterwerk schaltet ab.
Dazu muss sie nicht mal Metallteile beruehren, auf die Erde fallen
genuegt (in den meisten Faellen). Man sollte trotzdem von
herabhaengenden Fahrleitungen Abstand halten, auf alle Faelle wenigstens
1 Meter.
> Gibt es sowas wie Sicherungen, die dann diese Streckenbereich
> potentialfrei schalten ?
> Ich wohne 30 m vom Bahndamm enfernt an der ICE Strecke Hannover
> Hamburg in Hannover Vinnhorst.
> Der inzwischen 3. PC Monitor am 2. PC hat zeitweise Wellenbewegungen
> am linken Bildschirmrand. Eine Verbindung mit gerad vorbeifahrenden
> Zuegen ist nicht zu erkennen.
Eher ein Reklamationsfall beim Monitorhersteller. Ungenuegend
stabilisierte Hochspannung oder sowas. Uebrigens sind da auch 15 kV
drinnen.
> Der Mobilfunk (zumindestens D2) ist erheblich beeintraechtigt !
Du benutzt ein Handy? Die Feldstaerke in der Naehe der Antenne (also an
Deinem Kopf) ist um ein Vielfaches hoeher als die der 15 kV-Leitung in
30 Meter Abstand.
> Ausserdem beschaeftigt mich noch ein Zwischenfall : Auf dem Teilstueck
> vor unserem Haus werden z.Zt 2 neu erstellte Gleise befahren die im
> Rahmen der S-Bahn Flughafen EXPO2000 im November 1997 eroeffnet
> wurden. 2 Tage spaeter fetzte ein Regionalzug morgens die neue
> Oberleitung !
> Im Halbschlaf wurden meine Frau und ich unabhaengig voneinander durch
> die Wahrnehmung eines Lichtblitzes geweckt. Der Knall war nicht laut,
> das Schlafzimmer auf der der Bahn abgewandten Hausseite.
Da hast Du erlebt, wie die Abschaltung funktioniert.
> War das eine Art EMP (elektromagnetische Impuls) und koennen dadurch
> elektronische Geraete in Mitleidenschaft gezogen werden ?
Wenn Du die Art EMP meinst, wie sie von Atombombenexplosionen ausgeht:
nein, war hier nicht der Fall. Elektromagnetische Stoerungen eines
begrenzten Spektrums gehen von Lichtbögen allerdings schon aus; wenn Du
ein Mittelwellenradio eingeschaltet hast, hoerst Du ein Knacken, wenn
der Lichtbogen abreisst.
> Froh bin ich jedenfalls, dass ich unser Reihenhaus kurz vor der
> Katastrophe verkauft habe, Eine Entschaedigung von der Bahn AG weil
> ich es momentan wahrscheinlich niemandem verkaufen koennte wuerde ich
> wohl nie erhalten ....
Kaum.
> Soweit ich weiss liegt dort eine Wechselspannung von 5000 V mit
> 16 2/3 Hz an.
Sogar 15000 Volt liegen an! Man sagt, daß pro 1000 Volt etwa ein
Zentimeter weite Funken springen können.
> Man stelle sich vor man ueberlebt durch ein Wunder solch einen Crash
> krabbelt orientierungslos aus der ersten freien Oeffnung des
> Schrotthaufens und wird dann durch Starkstrom gebraten.
Gefährlich ist Strom dann, wenn er durch Menschen HINDURCHFLIESST. Will
heißen, wenn Du in einem Metallgestell sitzt und 15000 Volt angelegt
werden, so ist das nicht weiter schlimm.
> Was fuer Felder in welchen Entfernungen umgeben diese Leitungen !
Im unmittelbaren Umkreis magnetische und elektrische Felder. Diese sind,
wenn man ihnen nur kurz ausgesetzt ist, unbedenklich. Über
Langzeitwirkungen streitet sich die Wissenschaft.
Auch hochfrequente elektromagnetische Felder, in der Frequenz 16 2/3 Hz
moduliert, entstehen. Diese sind recht weitreichend, aber IMO nicht weiter
tragisch.
> Der inzwischen 3. PC Monitor am 2. PC hat zeitweise Wellenbewegungen
> am linken Bildschirmrand. Eine Verbindung mit gerad vorbeifahrenden
> Zuegen ist nicht zu erkennen.
Besonders magnetische Felder wirken sich auf Bildschirme aus. Da kann es
Zusammenhänge geben.
> Ist das angesichts von potentialfreischaltungen in der Hauselektrik
> fuer Schlafraueme ein von aussen nicht zu verhinderndes Problem ?
Richtig.
Ich halte die Potentialfreischaltungen allerdings nur dann für nötig, wenn
in Menschennähe unnötig Trafos (Netzteile, Radiowecker etc.) laufen.
> War das eine Art EMP (elektromagnetische Impuls) und koennen dadurch
> elektronische Geraete in Mitleidenschaft gezogen werden ?
Wohl kaum. Die Stromverbindung hielt sich noch eine kurze Zeit über die
Luft, was den Blitz verursachte. Wurde ein Gerät in Mitleidenschaft
gezogen? Ds kann ich mir nicht vorstellen.
> Ist das Leben an der Bahn wirklich so harmlos wie es die Bahn AG in
> den Vorgespraechen zu diesem Streckenausbau immer wieder beteuerte ?
Nein. Es wurde schon öfters von Krankheitserscheinungen berichtet, die
relativ offensichtlich mit den Hochspannungsleitungen zusammenhingen.
Bei weiteren Diskussionen über elektromagnetische Einflüsse auf den
menschlichen Körper schlage ich vor, woanders zu schreiben. Kennt jemand
eine geeignete Newsgroup?
|
tHo...@TMB.iN-bErliN.dE |
----------------------------+
mfg
Andre
> Klaus-Dieter Gogoll schrieb:
> >
> > Ein Überschlag entsteht bereits bei der Annäherung an die
> > Hochspannungsleitung, pro kV ein Zentimeter ist der Mindestabstand.
> >
> Das Magnetfeld einer 15kV-Leitung ist stark genug, um bei zweigleisigen
> Strecken in den Fahrdraht des abgeschalteten Gleises eine Spannung von
> über 3000V zu induzieren.
Da müssen aber wohl ganz besondere Bedingungen herrschen? Zumindest muß
sich die abgeschaltete Leitung im Magnetfeld bewegen, also die
Feldlinien schneiden, oder habe ich da was falsch behalten? Andernfalls
wären ja in jedem Oberleitungsmast noch mehr kV, immerhin stehen die
Näher an der spannungsführenden Leitung als die Oberleitung des
Nachbargleises!
Klaus-Dieter Gogoll
...bewegen musz sie sich nicht - das tut der "Wechsel" im Wechselstrom.
Es handelt sich um ganz normale Induktion bei parallelen Leitern.
Du kannst Dir die beiden Leitungen auch aufgewickelt vorstellen -
dann hat Du einen (eisenlosen) Transformator...
> oder habe ich da was falsch behalten? Andernfalls
> wären ja in jedem Oberleitungsmast noch mehr kV, immerhin stehen die
> Näher an der spannungsführenden Leitung als die Oberleitung des
> Nachbargleises!
...Die Masten sind (gewoehnlich) nicht parallel zum Fahrdraht (s.o.).
Nebenbei: In Ruszland nutzt man den Effekt, um, mittels parallel
zur Fahrleitung gespannter Draehte und der damit erzeugten Induktions-
spannung, Voegel am Aufenthalt auf den Quertraegern der Fahrleitung zu
hindern (Weidezaun-Prinzip). Von dort besch... diese naemlich die
Isolatoren (Quelle: Fuer Orel angefertigte Uebersetzung, Autor und
Titel koennen nachgereicht werden).
...
Meint, samt schoenen Grueszen aus Frankfurt/M
--
Thomas Goebel, Abt. UC-PN/PM, BOSCH Telecom GmbH, D-60277 Frankfurt/M
+49-69-7505-2168, Fax +49-69-7505-4088, mailto:thomas...@gmx.net
______________________________________________________________________
This note does not necessarily represent the position of BOSCH Telecom
GmbH. No liability or responsibility for whatever will be accepted.
>> Ich wohne 30 m vom Bahndamm enfernt an der ICE Strecke Hannover
>> Hamburg in Hannover Vinnhorst.
>> Der inzwischen 3. PC Monitor am 2. PC hat zeitweise Wellenbewegungen
>> am linken Bildschirmrand. Eine Verbindung mit gerad vorbeifahrenden
>> Zuegen ist nicht zu erkennen.
>Eher ein Reklamationsfall beim Monitorhersteller. Ungenuegend
>stabilisierte Hochspannung oder sowas. Uebrigens sind da auch 15 kV
>drinnen.
Nein, das hat sehr wohl mit dem Fahrdraht zu tun. Wir arbeiten hier
in Ffm auch direkt neben der Bahnlinie und haben das Problem mit
den Wellenbewegungen auch, sogar sehr stark, besonders auf den
19 Zoll-Monitoren. Ursache sind die Magnetfelder der Bahn. Die
Verbindung mit vorbeifahrenden Zuegen ist durchaus gegeben, aber
mit zeitlichem Vor- und Nachlauf, denn das Magnetfeld aendert sich
bereits eine Weile bevor der Zug naeherkommt. Bei uns wurden Abschirm-
gitter eingesetzt, die ueber 1TDM/Stueck kosten. TFT-Monitore helfen
natuerlich auch.
[..]
regards, es
Klaus-Dieter Gogoll schrieb:
> Andre Brandily <gun...@cww.de> wrote:
>
> > Das Magnetfeld einer 15kV-Leitung ist stark genug, um bei zweigleisigen
> > Strecken in den Fahrdraht des abgeschalteten Gleises eine Spannung von
> > über 3000V zu induzieren.
>
> Da müssen aber wohl ganz besondere Bedingungen herrschen? Zumindest muß
> sich die abgeschaltete Leitung im Magnetfeld bewegen, also die
> Feldlinien schneiden, oder habe ich da was falsch behalten? Andernfalls
> wären ja in jedem Oberleitungsmast noch mehr kV, immerhin stehen die
> Näher an der spannungsführenden Leitung als die Oberleitung des
> Nachbargleises!
Die Leitung muß sich nicht bewegen, da der fließende Wechselstrom bereits ein
zeitlich sich änderndes Magnetfeld bewirkt. Und dieses induziert in Leitern,
die im Einflußbereich dieses Feldes liegen, Spannungen. Interessant wird es
insbesondere dann, wenn der beiflusste Leiter eine längere Strecke parallel
zum beeinflussenden Leiter liegt, und dies ist bei der Oberleitung ja der
Fall. Dito Weidezäune, erdgasrohre, und was sonst noch so an metallischem
kreucht und fleucht. Abhilfe schafft hier nur beidseitige Erdung, die das
Potential dann auf Masse zieht. Die Oberleitungsmasten sind jedoch geerdet.
Michael
Und auch alle anderen Metallgegenstaende in der Naehe von elektrischen
Bahnstrecken. Auch jeder Blechmuelleimer.
Michael Kauffmann
Michael Kauffmann schrieb:
> ...
> > Potential dann auf Masse zieht. Die Oberleitungsmasten sind jedoch geerdet.
>
> Und auch alle anderen Metallgegenstaende in der Naehe von elektrischen
> Bahnstrecken. Auch jeder Blechmuelleimer.
Achtung Goldzahnbesitzer! Vorsicht beim Aufenthalt in der Nähe von Freileitungen!
SCNR Michael
mit kleinen blauen Blitzen im Mäulchen (8-)
>Die Leitung muß sich nicht bewegen, da der fließende Wechselstrom bereits ein
>zeitlich sich änderndes Magnetfeld bewirkt. Und dieses induziert in Leitern,
>die im Einflußbereich dieses Feldes liegen, Spannungen. Interessant wird es
>insbesondere dann, wenn der beiflusste Leiter eine längere Strecke parallel
>zum beeinflussenden Leiter liegt, und dies ist bei der Oberleitung ja der
>Fall.
[OT] Die Hochspannungsleitung sind ja bekanntlich dreiphasig.
Da eine symmetrische Belastung erwuenscht ist, die drei Leiter
aber unterschiedlich gegeneindander und mit der Erde wechselwirken,
werden ab und an die drei Draehte zyklisch vertauscht.
>Dito Weidezäune, erdgasrohre, und was sonst noch so an metallischem
>kreucht und fleucht. Abhilfe schafft hier nur beidseitige Erdung, die das
>Potential dann auf Masse zieht. Die Oberleitungsmasten sind jedoch geerdet.
Die Masten sind ja auch nicht parallel zur O-Leitung.
h.f.s.
> Nebenbei: In Ruszland nutzt man den Effekt, um, mittels parallel
> zur Fahrleitung gespannter Draehte und der damit erzeugten Induktions-
> spannung, Voegel am Aufenthalt auf den Quertraegern der Fahrleitung zu
> hindern (Weidezaun-Prinzip). Von dort besch... diese naemlich die
> Isolatoren (Quelle: Fuer Orel angefertigte Uebersetzung, Autor und
> Titel koennen nachgereicht werden).
Das wird ja immer doller... Warum bekommen die Vögel auf den
Extra-Leitungen einen Stromstoß und auf der Oberleitung nicht?
Gruß Klaus-Dieter Gogoll
>Michael Poschmann wrote:
>
>> Die Leitung muß sich nicht bewegen, da der fließende Wechselstrom bereits ein
>> zeitlich sich änderndes Magnetfeld bewirkt. Und dieses induziert in Leitern,
>> die im Einflußbereich dieses Feldes liegen, Spannungen. Interessant wird es
>> insbesondere dann, wenn der beiflusste Leiter eine längere Strecke parallel
>> zum beeinflussenden Leiter liegt, und dies ist bei der Oberleitung ja der
>> Fall. Dito Weidezäune, erdgasrohre, und was sonst noch so an metallischem
>> kreucht und fleucht. Abhilfe schafft hier nur beidseitige Erdung, die das
>> Potential dann auf Masse zieht. Die Oberleitungsmasten sind jedoch geerdet.
>
>Und auch alle anderen Metallgegenstaende in der Naehe von elektrischen
>Bahnstrecken. Auch jeder Blechmuelleimer.
>
>Michael Kauffmann
Der Monitor steht auf einem Schreibtisch mit Stahlrohrgestell
Luftlinie Entfernung durch 2 Wände (1 Ytong , 1 Holzständerwerk) ca
30 - 40 m
Kribbeln tut's nicht :-))
Zur Potentialfreischaltung imn Schlafraeumen :
Wir haben es nicht aber in Zeitschriften und Broschueren ueber
oekologisches Bauen wird auf ein besseres Wohlbefinden hingewiesen
wenn man in Raeumen schlaeft in denen keine Stromfuehrenden Leitungen
liegen
Wird technisch recht aufwendig realisiert.
Ausserdem enfaellt denn der Radiowecker und die Nachttischlampe
(*grins*)
Habe davon auch nur gelesen und stelle es mir schwer zu realisieren
vor !
Georg
*****************************************************
Georg Theilen INTERNET: g...@expert-ce.de
Deutsche expert Zentrale TEL: +49-511-7808159
Bayernstrasse 4 FAX: +49-511-7808150
D-30855 Langenhagen,Germany
>In anderen Fällen, wenn die Oberleitung auf den Wagen fällt oder direkt
>den Erdboden berührt, erfolgt die Abschaltung nicht so schnell, abhängig
>davon, wie gut die Isolation des getroffenen Teils ist. Ein Wagen, der
>noch auf den Schienen steht, ist wieder gut geerdet.
Also wird es gefährlich, wenn der Wagen völlig entgleist und die Oberleitung
dann das Dach berührt, oder?
Gruß
Matthias Reuß
...weil man, wenn ich mich recht erinnere, auf den Quertraversen
spezielle Konstruktionen nach Art eines Weidezaunes anbringt:
Spannungfuehrende Draehte bzw. Maschengitter in der Naehe der
Sitzplaetze der Voegel (hier wohl: Rabenkraehen).
Sitzen die Voegel auf der Oberleitung, fehlt wohl in der Regel die
Naehe eines Teiles mit Erdpotential - sie fuehren Fahrdrahtspannung
(hier: 25 kV ac, 50 Hz), spueren es jedoch nicht (oder kaum? hat
jemand damit Erfahrung?). Nur wenn der gewaehlte Sitzplatz auf einem
Abspannisolator war und der Vogel genuegend Fluegelspannweite hat,
wird's fuer ihn ungemuetlich.
Die ungewoehnliche Erzeugung der "Weidezaunspannung" waehlte man
wohl, um Sicherungsausloesungen zu vermeiden, die unvermeidbar ge-
wesen waeren, wenn man direkt die Fahrdrahtspannung genutzt haette.
...meint, samt schoenen Grueszen aus Frankfurt/M
Eigentlich eher nicht ausser man kommt den Lichtbogen zu nahe.
> A. Boegl <a.b...@netway.at> wrote:
>
> > zugehörigen Leistungsschalter im versorgenden Unterwerk aus, und eine
> > Prüfung des Abzweiges wird durchgeführt. Ist der Prüfstrom <24 A schaltet
> > sich der Abzweig automatisch wieder ein, ist er =>24 A bleibt der Abzweig
> > aus, und eine Fehlersuche durch die UW-Leitstelle erfolgt.
>
> Der Pruefstrom soll die Hauptgefahr bei heruntergefallenen Leitungen
> sein, habe ich mal gelernt. Leider konnte der unterrichtende DB-OAmtmn.
> auch nichts naeheres dazu sagen, ausser wie man fachgerecht erdet.
24 A finde ich ganz schön viel! Warum wurde dieser Wert gewählt? Ziehen
aufgebügelte E-Loks soviel Strom, um die Fahrleitungsspannung zu messen?
Gruß Klaus-Dieter Gogoll
>> Was fuer Felder in welchen Entfernungen umgeben diese Leitungen !
> Bei 16 2/3Hz? Kaum welche.
Kaum ist relativ. Das Magnetfeld an sich hängt vom Strom ab, nicht
von der Frequenz.
>> Ist das Leben an der Bahn wirklich so harmlos wie es die Bahn AG in
>> den Vorgespraechen zu diesem Streckenausbau immer wieder beteuerte ?
> Im Kriegsfall muszt Du mit gezielten Bombardierungen rechnen. Und wenn
Da hat meine Oma größere Probleme, die wohnt 100 Meter neben dem
Kreuzungsbauwerk Schaumburgstraße. Das ist ein lohnenderes Ziel.
> Du noch andere Gefahren nennst, die Du vermutest, kann Dir vielleicht
> Jemand sagen, ob sie bestehen oder nicht.
Die Zahl der bei Unfällen körperlich geschädigten Anwohner ist meines
Wissens zumindest sehr gering. Eschede und Empelde zum Beispiel war
beides unmittelbar neben Wohnhäusern.
Wie ist das eigentlich im Straßenverkehr? Herborn ist bekannt,
aber ansonsten kann ich mich nur daran entsinnen, daß die Leute
wie durch ein Wunder unverletzt aufwachen, wenn der LKW in der
guten Stube steht.
Sven
> Halte ich fuer unwahrscheinlich. Irgendne Masseverbindung
wird es
> schon geben, wenn die Leitun am Boden liegt.
Ich hab schonmal eine aberissene Fahrleitung gesehen, die
lag bei schoenen trockenen Wetter auf dem Schotter und
Holzschwellen, und brizelte so vor sich hin. Anwohner haben
dann die Feuerwehr gerufen, die auch nicht wusste was sie
machen sollte. Die polizei hat dann weitraeumig abgesperrt,
und ist zum Fahrkartenschalter gefahren und hat Bescheid
gesagt. Die haben dann tatsaechlich die zustaendigen Leute
informiert.
Sicherheitsabstaende: 1,5 Meter von allen
hochspannungsfuehrenden Teilen. Spannung ist nicht so
interessannt. Es geht hier wohl mehr um die Gefahr
unwillkuerlicher Koerperbewegungen. Leitungen, die auf dem
Boden liegen: so weit wie moeglich, bei DB-Fahrleitung:
mindestens 20 Meter. Ist man zu nah dran: mit kleinen
Schritten aus dem Spannungstrichter heraustippeln.
Nach Kurzschluss wird automatisch eine Pruefspannung
angelegt, um zu erkennen, ub es sich um einen dauernden
Kurzschluss handelt, oder nur um einen
"Kurzschlusswischer". Die Pruefspannung wird automatisch
hochgeschaltet, und kommt in den Bereich von mehreren 1000
Volt.
Abschalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Erden:
Voraussetzung fuer alle Arbeiten an Spannungsfuerenden
Teilen. Spannungquellen, Kondensatoren u.ae. koennen auch
kurzgeschlossen werden.
In Siegen gab es mal einen Unfall, wo ein Güterzug mit auf
der Strecke stehende Gueterwagen zusammengestossen war. Der
Lokfuerer wurde schwer verletzt, konnte aber nicht geborgen
werden, weil niemand da war, der die Fahrleitung erden
konnte. Vielleicht waren auch keine Erdungsstangen da, auf
den Loks sind ja keine. Jedenfalls ist der Lokfuerer an der
Unfallstelle verstorben, da Erste Hilfe Leistung dadurch
nicht moeglich war.
--
Marcus Mandelartz, Heiligenpesch 105, D-41069
Moenchengladbach
Fax: 02161-482998
fe...@online.de
gog...@sonnet.de (Klaus-Dieter Gogoll) schrieb am 09.06.98
zum Thema Re: Oberleitung Gefahr durch Abriss ? folgendes:
>> Wenn diese nun abreisst und Metallteile beruehrt ?
>
>Alle Metallteile an der elektrifizierten Strecke sind geerdet,
>sofortiger Erdschluß ist die Folge, wenn die Oberleitung ein solches
>Metallteil berührt und damit automatische Abschaltung.
Wenn beim Erdschluß die Erdverbindung wegbrennt, wird gnadenlos wieder
zugeschalten!
Die Oberleitung ist immer, auch nach Störungen, als unter Spannung stehend
zu betrachten!
MfG, Olaf.
http://home.t-online.de/home/Herrig/bahn.htm (Zittauer Schmalspurbahn)
http://privat.schlund.de/Eisenbahn/home.htm (Eisenbahn-Mosaik)
g...@expert-ce.de (Georg Theilen) schrieb am 09.06.98
zum Thema Oberleitung Gefahr durch Abriss ? folgendes:
>Was fuer ein Gefahrenpotential geht eigentlich von einer abgerissenen
>Oberleitung aus.
Ein sehr großes. Deshalb lernt heute auchschon jedes Kleinkind, daß man
Stromkabel nicht anfaßt.
>Soweit ich weiss liegt dort eine Wechselspannung von 5000 V mit
>16 2/3 Hz an.
15000 V Nennspannung.
>Wenn diese nun abreisst und Metallteile beruehrt ?
>Man stelle sich vor man ueberlebt durch ein Wunder solch einen Crash
>krabbelt orientierungslos aus der ersten freien Oeffnung des
>Schrotthaufens und wird dann durch Starkstrom gebraten.
An herabhängenden Oberleitungsteilen sollte man sich nicht aus dem Zug
hangeln!
>Gibt es sowas wie Sicherungen, die dann diese Streckenbereich
>potentialfrei schalten ?
Ausschalten ja, aber nicht potentialfrei.
Bei jedem Erdschluß wird die Oberleitung sofort ausgeschalten. Danach
prüft eine Automatik ob der Erdschluß noch vorhanden ist, und schaltet die
Oberleitung wenn dies nicht der Fall ist wieder ein.
Dauererdschlüsse in der Oberleitung sind relativ selten, kommen meist nur
bei handfesten Störungen vor. Die ZES schaltet dann über Prüfschaltungen
den erdschlußbehafteten Oberleitungsabschnitt aus. Das kann aber schon ein
paar Minuten dauern.
>2 Tage spaeter fetzte ein
>Regionalzug morgens die neue Oberleitung !
>
>Im Halbschlaf wurden meine Frau und ich unabhaengig voneinander durch
>die Wahrnehmung eines Lichtblitzes geweckt. Der Knall war nicht laut,
>das Schlafzimmer auf der der Bahn abgewandten Hausseite.
Das dürfte der Lichtbogen gewesen sein, der bei Kurzschlußeintritt
aufgetreten ist.
>War das eine Art EMP (elektromagnetische Impuls) und koennen dadurch
>elektronische Geraete in Mitleidenschaft gezogen werden ?
Das halte ich für unwahrscheinlich.
>Ist das Leben an der Bahn wirklich so harmlos wie es die Bahn AG in
>den Vorgespraechen zu diesem Streckenausbau immer wieder beteuerte ?
Was willst Du jetzt hören.
Die Gefahr von einem Zug im Schlafzimmer überfahren zu werden ist relativ
gering. Wenn Du unbedingt die Gleise an Stellen wo dies nicht vorgesehen
ist überschreiten mußt oder geschlossene Halbschrankenbäume umfährst, ist
die Bahn doch dafür nicht verantwortlich. Da leben Anwohner an stark und
schnell befahrenen Straßen deutlich gefährlicher. Gegen alles kann man
sich nicht schützen. Letztlich kann auch ein Flugzeug auf Dein Haus
fallen.
Ulrich...@dialup.soco.de (Ulrich Kaehn) schrieb am 09.06.98
zum Thema Re: Oberleitung Gefahr durch Abriss ? folgendes:
>Der Pruefstrom soll die Hauptgefahr bei heruntergefallenen Leitungen
>sein, habe ich mal gelernt. Leider konnte der unterrichtende DB-OAmtmn.
>auch nichts naeheres dazu sagen, ausser wie man fachgerecht erdet.
Wieso sollte der Prüfstrom gefährlicher als der Betriebsstrom sein? Das
ist Unsinn. Für jeden steht die Oberleitung solange unter Spannung bis Dir
jemand schriftlich gibt, daß es nicht so ist!
>Weisst Du naeheres ueber Spannung und Haeufigkeit der Pruefspannungsimpulse?
Die Prüfspannung ist identisch mit der Betriebsspannung. Die Prüfspannung
wird lediglich über einen Wiederstand geleitet. Ist kein Erdschluß
vorhanden fällt über dem Wiederstand auch keine Spannung ab, die volle
Betriebsspannung liegt also auch im Prüfabschnitt an. Bei Dauererdschluß
hat der fehlerbehaftete Abschnitt Erdpotential. Zwischen diesem und der
Betriebsspannung fällt über den Prüfwiederstand die Spannung ab, es fließt
ein Strom, der als Meßgröße verwandt wird. Die genauen Werte des
Wiederstandes sind mir nicht bekannt.
Zur Zeitdauer der Prüfung: Hier gibt es verschiedene Anlagen die zwar auf
dem gleichen Meßprinzip beruhen aber anlagenmäßig unterschiedlich gebaut
sind.
Bei älteren Anlagen, darf immer nur kurzzeitig geprüft werden. Die
Prüfdauer beträgt so zwischen 1-3 Sekunden. Bei Dauererdschluß können so
viele Prüfungen notwendig werden.
Neuere Anlagen sind auch auf Dauerprüfung bis zu 10 Minuten ausgelegt,
dort wird einmal die Prüfung eingeschalten und dan kann sich der
Schaltdienstleiter voll auf die Oberleitungsschalter konzentrieren. Das
spart wertvolle Zeit.
Genau deshalb muß bei Arbeiten an der Oberleitung die Arbeitsstelle
beidseitig geerdet sein.
Andre
>..Die Masten sind (gewoehnlich) nicht parallel zum Fahrdraht (s.o.).
>Nebenbei: In Ruszland nutzt man den Effekt, um, mittels parallel
>zur Fahrleitung gespannter Draehte und der damit erzeugten Induktions-
>spannung, Voegel am Aufenthalt auf den Quertraegern der Fahrleitung zu
>hindern (Weidezaun-Prinzip). Von dort besch... diese naemlich die
>Isolatoren (Quelle: Fuer Orel angefertigte Uebersetzung, Autor und
>Titel koennen nachgereicht werden).
Koenntest Du das etwas naeher erklaeren wie das gehen soll?
Was ich allerdings weiss ist, dass Voegel nicht auf Isoltoren
sitzen und scheissen sollen. Die Leitfaehigkeit von Vogelkot
ist naemlich besser als die des Isolators, so dass dies zu einem
Lichtbogen fuehren kann; toetlich fuer den Vogel und aergerlich
da daraus Schalthandlungen (Sicherheitsabschaltung und dann wieder
Zuschaltung) noetig werden.
> Genau deshalb muß bei Arbeiten an der Oberleitung die Arbeitsstelle
> beidseitig geerdet sein.
"Auch deshalb" vielleicht. "Genau deshalb" wohl kaum. Oder wird bei
Oberleitungsarbeiten auf eingleisigen Strecken nicht geerdet?
1. Freischalten
2. Vor Wiedereinschalten sichern
3. Spannungsfreiheit prüfen
4. Erden
Gruß Klaus-Dieter Gogoll
Ulrich Kaehn schrieb in Nachricht <6ljurk$a...@olymp.soco.de>...
>Der Pruefstrom soll die Hauptgefahr bei heruntergefallenen Leitungen
>sein, habe ich mal gelernt. Leider konnte der unterrichtende DB-OAmtmn.
>auch nichts naeheres dazu sagen, ausser wie man fachgerecht erdet.
>
>Weisst Du naeheres ueber Spannung und Haeufigkeit der
Pruefspannungsimpulse?
>
>MfG Ulrich
>
Hallo Ulrich,
geprueft wird mit SS-Spg also ca. 17 KV ueber einen Pruefwiderstand von 550
Ohm nach folgenden Schema:
LS Ausloesung durch FL Schutz
5 sec Wartezeit um Fehlinterpretationen von Lok, Weichenheizungen,
Zugvorheizungen etc zu vermeiden
anlegen der Pruefspannung fuer 0,5 sec
Entscheidung I >24 A LS bleibt aus sonst Wiederzuschaltung.
Die Haeufigkeit der Pruefimpulse bei fehlerbehafteten Abzweig kommt auf den
Fehlerort und die oertlichen Gegebenheiten an. Der Fehler muss gesucht
werden, dazu werden nach einem Prinzip Gleise abgeschaltet, der Rest der
Anlage wird wieder geprueft. Das kann ziemlich aufwendig werden und einige
Zeit dauern. Ausser die Leitstelle bekommt Hinweise von Fdl, Tf usw.
Gruesse sendet Fred
Eigentlich eher doch, da man sich erst mal ueberlegen muss, zu welchem
Pol der Wagen gehoert, zur Oberleitung oder zur Erdung ! Ich moechte
jedenfalls nicht aussteigen, wenn der Wagen zur Oberleitung gehoert, das
gibt immer so ein Kribbeln in der Hose. Erfreulicherweise kommt es
selten vor, dass so ein Fahrzeug ganz erdfrei steht, dann muss aber
wieder den Lichtbogen Beachtung gezollt werden.
Gruss Jens
>in Ffm auch direkt neben der Bahnlinie und haben das Problem mit
>den Wellenbewegungen auch, sogar sehr stark, besonders auf den
>19 Zoll-Monitoren. Ursache sind die Magnetfelder der Bahn. Die
>Verbindung mit vorbeifahrenden Zuegen ist durchaus gegeben, aber
>mit zeitlichem Vor- und Nachlauf, denn das Magnetfeld aendert sich
>bereits eine Weile bevor der Zug naeherkommt. Bei uns wurden Abschirm-
>gitter eingesetzt, die ueber 1TDM/Stueck kosten. TFT-Monitore helfen
Dacht ich's mir doch !
Denn 3 Monitore mit dem gleichen unregelmaessigen Verhalten
an 2 verschiedenen PC (Grafikkarten) ist schon eindeutig !
Das mit dem Handy ist allerdings nicht unwesentlich !
Das ist Samstags unsere Notfall Hotline und es nervt schon wenn
D2 kurz zeitweise ausfaellt.
Vieleicht sollte ich mal ne Statistik aufstellen ob in diesem
Zusammenhang ein ICE vorbeifaehrt oder gerade kommt ...
>Die Leitung muß sich nicht bewegen, da der fließende Wechselstrom bereits ein
>zeitlich sich änderndes Magnetfeld bewirkt. Und dieses induziert in Leitern,
>die im Einflußbereich dieses Feldes liegen, Spannungen. Interessant wird es
>insbesondere dann, wenn der beiflusste Leiter eine längere Strecke parallel
Was meinst Du in welchem Abstand (Luftlinie) noch Spannung induziert
wird ?
>thg >Nebenbei: In Ruszland nutzt man den Effekt, um, mittels parallel
>thg >zur Fahrleitung gespannter Draehte und der damit erzeugten Induktions-
>thg >spannung, Voegel am Aufenthalt auf den Quertraegern der Fahrleitung zu
>thg >hindern (Weidezaun-Prinzip). Von dort besch... diese naemlich die
>thg >Isolatoren (Quelle: Fuer Orel angefertigte Uebersetzung, Autor und
>thg >Titel koennen nachgereicht werden).
...Titel: Protection of elecrified railway lines from birds
Autor: I. A. Belyaew (cand. tech. sc.), All-Union Railway
Scientific Research Institute, Ministry of Railways
of the USSR
(Veroeffentlichung etwa 1981)
> Koenntest Du das etwas naeher erklaeren wie das gehen soll?
...Gerne: Das Problem war, dasz Kolkraben innerhalb von Quer-
traversen (Gitterkonstruktionen) Nester bauten und brueteten.
Beim Nestbau kam es zu Erdschluessen durch herunterhaengende
Zweige, die Betriebsstoerungen und Fahrdrahtabbraende verur-
sachten. Der Autor listet eine ganze Reihe von Abwehrmasz-
nahmen auf (Vogelscheuchen, akustische Vertreiber, etc.),
um dann auf das Weidezaun-Prinzip naeher einzugehen:
Es wird zunaechst von Versuchen berichtet, die Wirkung von
Wechselstroemen auf Kolkraben zu ermitteln. Man fand heraus,
dasz Stroeme von 6 bis 10 mA bei den Voegeln Kraempfe hervor-
rufen. Hoehere Stroeme sind letal.
Es wird dann ueber die mechanische Anordnung berichtet: Inner-
halb der Quertraversen wird der "Weidezaundraht" isoliert
gegenueber dem Metallgeruest verspannt, und zwar an den Stellen,
die bevorzugt zum Nestbau verwendet werden. Fuer die Erzeugung der
abschreckenden Spannung mittels Induktion werden dann parallel
zum Fahrdraht "Antennen" verspannt, an die an jeder Quertraverse
der "Weidezaundraht" elektrisch angeschlossen wird. Erste Aus-
legungen, in denen die Antennenlaenge die volle Laenge eines
Versorgungsabschnitts eines Unterwerks umfassten, ergaben eine
zu hohe induzierte Spannung (demzufolge zu hohe Koerperstroeme),
die fuer die Voegel letal war.
Kern der Arbeit des Autors ist daher die feldtheoretische
Herleitung der elekrischen und mechanischen Groeszen der An-
ordnung. Abschlieszend berichtet der Autor ueber die erzielten
Erfolge. Eingeschaltet werden die Weidezaeune uebrigens nur waehrend
der Nistperiode, zu anderen Zeiten werden die "Antennen" geerdet.
Natuerlich ist es wichtig, Fahrdrahtarbeiter vor der Hochspannung
zu warnen: Hinweisschilder werden angegeben, die jedoch offenbar
von den Voegeln nicht beachtet werden [ ;-) ].
Ich bin gerne bereit, eine Kopie des (englischen) Texten an
Interessierte zu versenden.
> Was ich allerdings weiss ist, dass Voegel nicht auf Isoltoren
> sitzen und scheissen sollen. Die Leitfaehigkeit von Vogelkot
> ist naemlich besser als die des Isolators, so dass dies zu einem
> Lichtbogen fuehren kann; toetlich fuer den Vogel und aergerlich
> da daraus Schalthandlungen (Sicherheitsabschaltung und dann wieder
> Zuschaltung) noetig werden.
...genau. Auch EVU's haben Probleme damit, und diverse Schutz-
Masznahmen entwickelt.
Schoene Gruezse, heute aus Wallhausen/Nahe (ohne KBS)
--
____________________________________________________________
Thomas Goebel, Weinbergsblick 7, D-55595 Wallhausen
Fon +49 6706-960402 Fax -960877 mailto:thomas...@gmx.net
Okay, *auch*.
mfg
Andre
> In Siegen gab es mal einen Unfall, wo ein Güterzug mit auf
> der Strecke stehende Gueterwagen zusammengestossen war. Der
> Lokfuerer wurde schwer verletzt, konnte aber nicht geborgen
> werden, weil niemand da war, der die Fahrleitung erden
> konnte. Vielleicht waren auch keine Erdungsstangen da, auf
> den Loks sind ja keine. Jedenfalls ist der Lokfuerer an der
> Unfallstelle verstorben, da Erste Hilfe Leistung dadurch
> nicht moeglich war.
Genauer gesagt war das in Plettenberg-Ohle.
AFAIK war das Problem, dass zunaechst kein Fachpersonal anwesend war und
das erste Fahrzeug des BGS keine Erdungsstangen dabeihatte.
AFAIK standen Feuerwehr und Rettungsdienst zunaechst ca. zwei Stunden
hilflos daneben.
Daraufhin gab es eine neue Diskussion ueber das Bahnerden durch die
(oeffentlichen) Feuerwehren.
Das sollte so laufen, dass zur Menschenrettung nach (durch DB)
bestaetigter Freischaltung speziell unterwiesene Kraefte der Feuerwehr
die Erdung durchfuehren und damit die Rettung ermoeglichen sollten.
Auf den Strassen- und U- Bahnstrecken ist das so ueblich, da die ja
nicht mit Hochspannung fahren (700V).
Der Innenminister hat das Bahnerden aber dann fuer NRW verboten; in
anderen Bundeslaender ist dies IMO erlaubt.
Dazu mal meine Fragen als Feuerwehrmann an die Eisenbahner:
Wie stehen die Spezialisten zum Bahnerden durch Fw (Prinzip siehe oben)?
Kann auf allen Strecken ferngesteuert freigeschaltet werden?
Kann / darf der Notfallmanager erden?
Wie lange braucht der maximal zur Unfallstelle? (hat der 'n Blaulicht?)
Wen kann man sonst zum Bahnerden heranziehen?
(Zugpersonal, Bahnhofspersonal etc.? wo sind Erdungstangen vorhanden?)
meine Fragen an die anderen Retter:
wie wird das Bahnerden bei Euch gehandhabt?
--
mfg Henning
---------------------------------
Henning Koch
mailto:su0...@studserver.uni-dortmund.de
HTTP://StudServer.Uni-Dortmund.DE/~su0698/
---------------------------------
Im Prinzip ja, aber:
Hier geht es doch um Bahnstrom, oder?
Bahnstrom ist eine ganz eigene Sache und hat mit den normalen EVU's
nicht viel zu tun (schon wegen der Frequenz).
* Bahnstrom ist einphasig *
Dadurch ist es auch leicht, normale- von Bahnstromfreileitungen zu
unterscheiden.
Deshalb wird es bei den Oberleitungen benachbarter Gleise wohl auch
keine Verdrillung geben.
> Institut fuer Elektrische Maschinen und Antriebe, TU Chemnitz
Hmm, also an der UNI-DO lernt man sowas als E-Techniker...
correct me if I'm wrong!
>Hans Steffani wrote:
>
>> [OT] Die Hochspannungsleitung sind ja bekanntlich dreiphasig.
>> Da eine symmetrische Belastung erwuenscht ist, die drei Leiter
>> aber unterschiedlich gegeneindander und mit der Erde wechselwirken,
>> werden ab und an die drei Draehte zyklisch vertauscht.
>Im Prinzip ja, aber:
>Hier geht es doch um Bahnstrom, oder?
>Bahnstrom ist eine ganz eigene Sache und hat mit den normalen EVU's
>nicht viel zu tun (schon wegen der Frequenz).
Du hast natuerlich recht, aber in meinem Vorgaengerartikel war
von parallel laufenden Leitungen die Rede, die Spannungen indu-
zieren. Und durch das [OT] habe ich ja dann auch kenntlich ge-
macht, dass ich Offtopic werde.
>> Institut fuer Elektrische Maschinen und Antriebe, TU Chemnitz
>Hmm, also an der UNI-DO lernt man sowas als E-Techniker...
Klugschwaetzer.
h.f.s.
--
Hans Friedrich Steffani
Institut fuer Elektrische Maschinen und Antriebe, TU Chemnitz
mailto:hans.s...@e-technik.tu-chemnitz.de
http://www.tu-chemnitz.de/~hfst/
In der Naehe von Frankfurt (M) kam vor einigen Jahren die Fahrleitung
auf einen stehenden Eilzug herunter. Aus unerfindlichen Gruenden dauerte
es ueber eine Stunde, bis die Spannung abgeschaltet wurde. Waehrend der
ganzen Zeit durfte der Zug nicht verlassen werden, auch die Fenster
mussten (bei unertraeglicher Hitze) geschlossen bleiben, da eine
gleichzeitge Beruehrung von spannungsfuehrenden und geerdeten Teilen
(z.B. der Erde selbst) lebensgefaehrlich gewesen waere. Wie kann sowas
eigentlich passieren (dass es bei einem Abriss der Fahrleitung keinen
Kurzschluss gibt)?
chg
Henning Koch schrieb in Nachricht
<358103...@studserver.uni-dortmund.de>...
>Dazu mal meine Fragen als Feuerwehrmann an die Eisenbahner:
>
>Wie stehen die Spezialisten zum Bahnerden durch Fw (Prinzip siehe oben)?
Jede FW sollte Bahnerden können/dürfen, denn die DB-Mitarbeiter sind -
speziell Nachts und am Wochenende - durch große Bereitschaftsbezirke nicht
sehr schnell an Ort und Stelle.
>Kann auf allen Strecken ferngesteuert freigeschaltet werden?
In Borken steht die Zentrale (glaube nur ehem. Bundesbahn)
>Kann / darf der Notfallmanager erden?
Würde sagen nein, kann aber auch sein, daß er kann.
>Wie lange braucht der maximal zur Unfallstelle? (hat der 'n Blaulicht?)
kommt drauf an. Blaulicht haben sie noch nicht Gelblicht wird jetzt die
Blaues ersetzt.
>Wen kann man sonst zum Bahnerden heranziehen?
>(Zugpersonal, Bahnhofspersonal etc.? wo sind Erdungstangen vorhanden?)
Ich würde sagen kein Zugpersonal, sondern Techniker (werden Bahnintern
verständigt) Erdungsstangen gibt es i.d.R. auf Bahnhöfe bzw. in Stellwerken.
...Tobias Grosch
---------------------------------
Irgendwann und -wo ist das mal passiert, weil im Unterwerk ein
Steuerungsabel am Stecker abgeknicht und der Leiter gebrochen war und
deshalb das Ansprechen des UEberstrommeszgeraetes nicht zum Ausschalten
fuehrte. Da hat sich dann die Oberleitung gleich durch das Wagendach
durchgeschmolzen.
Michael Kauffmann
> Wen kann man sonst zum Bahnerden heranziehen?
> (Zugpersonal, Bahnhofspersonal etc.? wo sind Erdungstangen vorhanden?)
Das Erden selbst ist ja nicht sooo schwierig (ein Verwandter von mir
arbeitete jahrzehntelang bei der Bahn, u.a. als Lokführer):
Zuerst Klemme an die Schiene, dann Erdungsstange an die Oberleitung
hängen. Kurzanleitung ist auch auf den Erdungsstangen aufgedruckt.
Das vorherige (unbedingt erforderliche!) Freischalten kann ja die
nächstgelegene - zuständige - Bahnabteilung auf Telefonanruf hin machen.
--
MfG
/\/\icha
http://home.t-online.de/home/Michael.Heier/
Etwas offtopic, aber ich werde es trotzdem mal kurz erwaehnen:
Henning Koch <su0...@studserver.uni-dortmund.de> wrote:
> Subject: Bahnerden (war: Oberleitung...)
Das Keyword "was:" fuer die Aenderung des Subjects darf *nicht* durch das
deutsche Wort "war:" ersetzt werden. Es ist fuer viele News- und
Mailreader ein Schluesselwort. Eine Uebersetzung ins deutsche macht es
eigentlich eher nutzlos.
Greetings, Chris
--
Christian Seitz <ch...@lightning.owl.de> http://home.owl.de/~chris/
PGP-Public-Key on request: p...@lightning.owl.de
--
tobias benjamin koehler t...@rcs.urz.tu-dresden.de
______<_ ______________ ______________ ______________
/'...<+>`\|H ========== H||H ========== H||H ========== H|
______`o-o--o-o'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'
>Henning Koch wrote:
>
>> Wen kann man sonst zum Bahnerden heranziehen?
>> (Zugpersonal, Bahnhofspersonal etc.? wo sind Erdungstangen vorhanden?)
Wir hier im THW Kaiserslautern haben das mal von der hiesigen
Bahnfeuerwehr gezeigt bekommen. Allerdings: wir dürfen das auch nicht
tun. Interessant wars trotzdem...
Erdungsstangen sollten, wenn ich mich recht erinnere, auf jedem
Bahnsteig vorhanden sein. Und erden auch immer vor UND nach der
Unglücksstelle.
>Das Erden selbst ist ja nicht sooo schwierig (ein Verwandter von mir
>arbeitete jahrzehntelang bei der Bahn, u.a. als Lokführer):
>Zuerst Klemme an die Schiene, dann Erdungsstange an die Oberleitung
>hängen.
Du hast vergessen, die Spannungsfreiheit festzustellen. Dazu hat die
Erdungsstange ganz oben einen kleinen Bügel, mit dem Du zuerst mal die
Oberleitung antippen solltest. Wenn noch Spannung drauf ist, schmilzt
der Bügel ab. Ich glaube, da war noch ein Ersatzbügel bei....
Und noch einen Tip hab ich mir merken können: Erden möglichst bei
einem Mast. Warum? dann kann man später das Erdungskabel mit einer
Leine im oberen Bereich etwas gegen den Mast ziehen. Dann kann die
Strecke trotz Erdung von z. B. Dieselloks befahren werden. Man braucht
ja evt. einen Kran oder sonstige Hilfe per Bahn.
Gruß,
Markus
>Andre Brandily <gun...@cww.de> wrote:
>
>
>> Genau deshalb muß bei Arbeiten an der Oberleitung die Arbeitsstelle
>> beidseitig geerdet sein.
>
>"Auch deshalb" vielleicht. "Genau deshalb" wohl kaum. Oder wird bei
>Oberleitungsarbeiten auf eingleisigen Strecken nicht geerdet?
>
>1. Freischalten
>2. Vor Wiedereinschalten sichern
>3. Spannungsfreiheit prüfen
>4. Erden
Dient erstens der Vereinheitlichung und zweitens können durchaus noch
weitere spannungsführende Leitungen an den Masten befestigt sein, z.B.
Speiseleitungen (die bei manchen Arbeiten nicht abgeschaltet werden
müssen).
Gruß, Gerd
Michael Heier <Michae...@t-online.de> schrieb im Beitrag
<35815B...@t-online.de>...
> Das Erden selbst ist ja nicht sooo schwierig (ein Verwandter von mir
> arbeitete jahrzehntelang bei der Bahn, u.a. als Lokführer):
> Zuerst Klemme an die Schiene, dann Erdungsstange an die Oberleitung
> hängen. Kurzanleitung ist auch auf den Erdungsstangen aufgedruckt.
> Das vorherige (unbedingt erforderliche!) Freischalten kann ja die
> nächstgelegene - zuständige - Bahnabteilung auf Telefonanruf hin machen.
>
Als ausgebildeter Elektromechaniker mit Erfahrung auf Schienenfahrzeugen
und mit Hochspannung kann ich jedem Laien nur raten:
Finger weg von Fahrleitungen und Hochspannungsanlagen !!!
Bei jeder Manipulation ohne vorherige Kontrolle der Spannungsfreiheit
besteht Lebensgefahr !!!
Das Freischalten und Erden von Fahrleitungen ist in jedem Fall die Aufgabe
von Spezialisten. Diese werden normalerweise bei den zuständigen Bahnen
sowie (in der Schweiz) bei grösseren Stützpunktfeuerwehren vorgehalten.
Im weiteren zeichnet sich der professionelle Rettungsdienstmitarbeiter
meines Erachtens dadurch aus, dass er die Eigensicherheit beachtet und erst
zu arbeiten beginnt, wenn diese gewärleistet ist. Nur ein lebender Retter
kann retten.
mit besten Grüssen
es werden hier immer mal wieder die Abkürzungen OT, AFAIK und IMO verwendet,
bei OT bin ich schon aus dem Kontext dahintergekommen, aber AFAIK und IMO oder
IMHO (?) sind mir noch unklar. Weiht mich jemand ein?
Danke.
Ach, da fällt mir noch eine Frage an die Alteingesessenen ein: Ist es denn
eigentlich üblich, sich hier, in dieser, wie mir scheint, doch recht fest
gefügten Gruppe vorzustellen, sobald man zum ersten Mal zu Wort meldet?
Kennt ihr euch auch persönlich?
Muß ich mal die Nettiquette lesen?
Viele Grüße von Marcus
Butzo :-)
Henning Koch <su0...@studserver.uni-dortmund.de> schrieb im
Beitrag <358103...@studserver.uni-dortmund.de>...
> Genauer gesagt war das in Plettenberg-Ohle.
> AFAIK war das Problem, dass zunaechst kein Fachpersonal
> anwesend war und
> das erste Fahrzeug des BGS keine Erdungsstangen
> dabeihatte.
> AFAIK standen Feuerwehr und Rettungsdienst zunaechst ca.
> zwei Stunden
> hilflos daneben.
Eine schlimme Situation fuer den Verletzten und auch die
Retter.
> Dazu mal meine Fragen als Feuerwehrmann an die
> Eisenbahner:
> Wie stehen die Spezialisten zum Bahnerden durch Fw
> (Prinzip siehe oben)?
Wer Erden kann soll Erden duerfen.
> Kann auf allen Strecken ferngesteuert freigeschaltet
> werden?
Meines Erachtens ist das groessete Problem, der
Schaltstelle klarzumachen, welche Schaltgruppe abgeschaltet
werden soll. Je groesser der Schaltbezirk desto
schwieriger. (Eine Schaltgruppe fuer mehrere Gleise; ein
Gleis, mehrere Schaltgruppen) Ohne Plan geht es oft nicht.
Und den hat im Notfall keiner. (Muss man halt alles
abschalten.) Wenn man mit dem Strassenfahrzeug an eine
Bahnstrecke faehrt ist die Orientierung noch schwieriger.
(Wo bin ich?, Wer ist zustaendig?, Telefonnummer?, Einwahl
z.B. mit Handy in das Basa-Netz?)
> Wie lange braucht (der Notfallmanager) der maximal zur
> Unfallstelle? (hat der 'n Blaulicht?)
Mit dem Blaulicht hat die Bahn wohl gerade ein groesseres
Problem: Es ist vorgesehen, da aber die Fahrzeuge alle in
Frankfurt/Main zugelassen sind, besehen da wohl
irgendwelche buerokratischen Hemmnisse. Das Blaulicht wird
wohl von dem Strassenverkehrsamt genehmigt, das fuer den
tatsaechlichen Standort des Autos zustaedig ist. Wer weiss
mehr?
> Wen kann man sonst zum Bahnerden heranziehen?
> (Zugpersonal, Bahnhofspersonal etc.? wo sind
> Erdungstangen vorhanden?)
Lokfuehrer, Stellwerker auch?; Erdungstangen befinden sich
auf Bahnhoefen, der
Fahrdienstleiter weiss wo. (Meisst am Stellwerk oder auf
Bahnsteigen)
--
Marcus Mandelartz, Heiligenpesch 105, D-41069
Moenchengladbach
Fax: 02161-482998
fe...@online.de
--
MKant <mk...@aol.com> schrieb im Beitrag
<199806122322...@ladder01.news.aol.com>...
> es werden hier immer mal wieder die Abkürzungen OT, AFAIK
und IMO verwendet,
> bei OT bin ich schon aus dem Kontext dahintergekommen,
aber AFAIK und IMO oder
> IMHO (?) sind mir noch unklar. Weiht mich jemand ein?
> Danke.
auf
http://ourworld.compuserve.com/homepages/mtrudolph/acro.htm
und
http://ourworld.compuserve.com/homepages/mtrudolph/smile.htm
findet man Erlaeuterungen
Gruss Marcus
Michae...@t-online.de (Michael Heier) schrieb am 12.06.98
zum Thema Re: Bahnerden (war: Oberleitung...) folgendes:
>Henning Koch wrote:
>
>> Wen kann man sonst zum Bahnerden heranziehen?
>> (Zugpersonal, Bahnhofspersonal etc.? wo sind Erdungstangen vorhanden?)
>
>Das Erden selbst ist ja nicht sooo schwierig (ein Verwandter von mir
>arbeitete jahrzehntelang bei der Bahn, u.a. als Lokführer):
>Zuerst Klemme an die Schiene, dann Erdungsstange an die Oberleitung
>hängen. Kurzanleitung ist auch auf den Erdungsstangen aufgedruckt.
>Das vorherige (unbedingt erforderliche!) Freischalten kann ja die
>nächstgelegene - zuständige - Bahnabteilung auf Telefonanruf hin machen.
Das Erden ist nur darin ausgebildeten Leuten erlaubt! Auch wenn es nicht
kompliziert aussieht - bitte keinen falschen Ehrgeiz! Außerdem muß auch
auf Spannungsfreiheit geprüft werden. Würdest Du Dir das als Laie auch
zutrauen? Da kann man unter Umständen eine Menge Schaden anrichten.
MfG, Olaf.
http://home.t-online.de/home/Herrig/bahn.htm (Zittauer Schmalspurbahn)
http://privat.schlund.de/Eisenbahn/home.htm (Eisenbahn-Mosaik)
fe...@online.de (Marcus Mandelartz) schrieb am 13.06.98
zum Thema Re: Bahnerden (war: Oberleitung...) folgendes:
>Meines Erachtens ist das groessete Problem, der
>Schaltstelle klarzumachen, welche Schaltgruppe abgeschaltet
>werden soll. Je groesser der Schaltbezirk desto
>schwieriger.
Wenn bei uns in der ZES eine Gefahrenschaltung gefordert wird, geht
Sicherheit vor. Im Gefahrfall wird eher großzügig abgeschalten, da
anschließend sowieso Fachpersonal hinfahren muß, kann dieses dann auch
sagen ob und was wieder zugeschalten werden kann.
Marcus Mandelartz schrieb:
> [...] Mit dem Blaulicht hat die Bahn wohl gerade ein groesseres
> Problem: Es ist vorgesehen, da aber die Fahrzeuge alle in
> Frankfurt/Main zugelassen sind, besehen da wohl
> irgendwelche buerokratischen Hemmnisse. Das Blaulicht wird
> wohl von dem Strassenverkehrsamt genehmigt, das fuer den
> tatsaechlichen Standort des Autos zustaedig ist. Wer weiss
> mehr?
Das hinsichtlich dieser Frage ausgerechnet hier irgendwelche
bürokratischen Hemmnisse bestehen sollten, wundert mich. Schließlich
fahren die Stadtwerke, die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft, MainGas und
das Ordnungsamt hier mit blauen Lämpchen auf dem Dach herum. Und gerade
die Verkehrsgesellschaft tut dies der Erdung im Notfall wegen.
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Fon: +49 (0)69 611280 | GSM: +49 (0)177 2335431 | ICQ: 5173021
>IMHO (?) sind mir noch unklar. Weiht mich jemand ein?
>Danke.
Ist schon geschehen.
>Ach, da fällt mir noch eine Frage an die Alteingesessenen ein: Ist es denn
>eigentlich üblich, sich hier, in dieser, wie mir scheint, doch recht fest
>gefügten Gruppe vorzustellen, sobald man zum ersten Mal zu Wort meldet?
Üblich ist es nicht. Aber es kann nicht schaden und ist im Grunde auch
ganz höflich.
>Kennt ihr euch auch persönlich?
Zum Teil ja. Dafür gibt es regionale Stammtische (der älteste ist
beispielsweise der "Berliner Stammtisch Eisenbahn", kurz BSE).
>Muß ich mal die Nettiquette lesen?
Ja. Es gibt zwar kein Gesetz der Welt, was Dich dazu auffordert. Aber
wenn Du Dich nicht daran hälst, gibt's ganz schnell was auf die
Finger...
Gruß
Mathias m...@berlin.snafu.de http://www.snafu.de/~mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
>Bahnerden:
>
>Berufsfeuerwehr (jedenfalls in FF und LOS) und BGS (wurden ausgebildet),
BGS ??? Der Hamburger S-Bahn Wache schien nicht einmal erklärt worden
zu sein, warum man besser nicht auf die Stromschiene tritt.
Gruß, Mathias Bölckow
>Daraufhin gab es eine neue Diskussion ueber das Bahnerden durch die
>(oeffentlichen) Feuerwehren.
<<schnipp>>
>Der Innenminister hat das Bahnerden aber dann fuer NRW verboten; in
>anderen Bundeslaender ist dies IMO erlaubt.
>Dazu mal meine Fragen als Feuerwehrmann an die Eisenbahner:
>Wie stehen die Spezialisten zum Bahnerden durch Fw (Prinzip siehe oben)?
In Berlin ist das Bahnerden durch die Feuerwehr erlaubt, für Mitarbeiter
der Berufsfeuerwehren erfolgte vor einiger Zeit eine entsprechende Unter-
weisung. (Zumindest für einen Teil des Personals)
Man sollte aber keinesfalls den klugen Ratschlägen in diesem Brett folgen!
Bahnerden ist vom Prinzip her nicht komliziert, man sollte aber einige
Grundsätze beachten. Besonders die Prüfung des Abschaltens der Fahrleitung
ist LEBENSWICHTIG! Das früher bei Notfällen propagierte Einhängen der
Erdungsstange in die spannungsführende Fahrleitung ist nicht mehr möglich.
Mit den Erdungsstangen kann man die heute verwendeten Einspeiseleistungen
nicht kurzzuschließen.
Übrigens besteht zwischen einer abgeschalteten und einer geerdeten Fahr-
leitung der nicht unerhebliche Unterschied von einigen Tausend Volt.
Auch deshalb erfolgt eine Unterweisung, ohne die nicht geerdet werden darf!
>Kann auf allen Strecken ferngesteuert freigeschaltet werden?
Ja. Meist (in Notfällen) auch von den benachbarten Stellwerken.
Hier sitzt aber in jedem Fall der zuständige Ansprechpartner.
>Kann / darf der Notfallmanager erden?
Das Fahrzeug des Notfallmanagers ist entsprechend mit Erdungsstangen/
Spannungsprüfer ausgerüstet, er darf auch Erden.
>Wie lange braucht der maximal zur Unfallstelle? (hat der 'n Blaulicht?)
Angestrebt sind 30 Minuten, Blaulicht hat er (noch) nicht.
>Wen kann man sonst zum Bahnerden heranziehen?
>(Zugpersonal, Bahnhofspersonal etc.? wo sind Erdungstangen vorhanden?)
In jedem Fall den Lokführer (wenn er auf Strecken mit elektrischem Zugbe-
trieb eingesetzt ist, hat er eine Berechtigung zum Bahnerden, auch wenn
er sonst keine Elloks fährt.) Teilweise dürfen auch Fahrdienstleiter erden.
Ansonsten die Techniker der Zentralschaltstellen. Außerdem Mitarbeiter
auf Hilfszügen mit entsprechender Berechtigung.
Erdungsstangen gibt es auf allen Stellwerken (an elektrifizierten Strecken)
sowie auf Bahnhöfen (meist am Bahnsteigende - große graue Kästen an Fahr-
leitungsmasten, können ohne weiteres geöffnet werden).
Tschüß
GERD
**************************************************************************
Forth (F-PC) für Anfänger, VGA-Grafikprogrammierung: "Brettis Forth Ecke"
und auch Eisenbahn/Modellbahn in: BBS Chat Noir, 030/382 26 99
G.Brets...@BBrandes.in-brb.de
Tel. 030-6734583
**************************************************************************
chg0...@linux.zrz.TU-Berlin.DE (Christian Gruber) schrieb am 12.06.98
zum Thema Re: Oberleitung Gefahr durch Abriss ? folgendes:
>> Dann gibt es einen Kurzschluss und der Trenner im Unterwerk schaltet ab.
Ein Trenner schaltet nichts ab, die sind dazu viel zu träge. Die
Oberleitung wird im Erdschlußfall über Leistungsschalter abgeschalten.
>In der Naehe von Frankfurt (M) kam vor einigen Jahren die Fahrleitung
>auf einen stehenden Eilzug herunter. Aus unerfindlichen Gruenden dauerte
>es ueber eine Stunde, bis die Spannung abgeschaltet wurde. Waehrend der
>ganzen Zeit durfte der Zug nicht verlassen werden, auch die Fenster
>mussten (bei unertraeglicher Hitze) geschlossen bleiben, da eine
>gleichzeitge Beruehrung von spannungsfuehrenden und geerdeten Teilen
>(z.B. der Erde selbst) lebensgefaehrlich gewesen waere. Wie kann sowas
>eigentlich passieren (dass es bei einem Abriss der Fahrleitung keinen
>Kurzschluss gibt)?
Den Kurzschluß wird es schon gegeben haben, jedoch wird der Fahrdraht an
der Kurzschlußstelle so weggebrannt sein, daß der Kurzschluß nicht mehr
vorhanden war. Über die Prüfeinrichtungen wird in diesem Fall die
Oberleitung wieder eingeschalten.
Im Übrigen wird es wohl nicht eine Stunde gedauert haben bis die
Oberleitung ausgeschalten war, dafür gab es mit Sicherheit eine
Gefahrenschaltung, die Stunde wird es gedauert haben bis jemand zum erden
vor Ort war. Nach dem Ausschalten ist die Oberleitung nicht spannungslos,
sondern es können noch bis über 10 KV Induktionsspannung anliegen. Deshalb
muß unbedingt geerdet werden!
--
_
Mit kommunikativen Grüßen
============================================================
OBR Dipl.-Ing. Cimolino; Feuerwehr Düsseldorf
Hüttenstr. 68; 40215 Düsseldorf
Dienst: 0211/3889-510 (Tel); -137 (Fax); 0172/2432894 (mobil)
Privat: 0211/3889-587 (Tel); -137 (Fax)
============================================================
> (Wo bin ich?, Wer ist zustaendig?, Telefonnummer?, Einwahl
> z.B. mit Handy in das Basa-Netz?)
Kann man sich in das BASA-Netz überhaupt von außen einwählen? Und welche
Nummern sind denn dann interessant?
> Mit dem Blaulicht hat die Bahn wohl gerade ein groesseres
> Problem: Es ist vorgesehen, da aber die Fahrzeuge alle in
> Frankfurt/Main zugelassen sind, besehen da wohl
> irgendwelche buerokratischen Hemmnisse. Das Blaulicht wird
> wohl von dem Strassenverkehrsamt genehmigt, das fuer den
> tatsaechlichen Standort des Autos zustaedig ist. Wer weiss
> mehr?
Genau, muß in den Fahrzeugschein eingetragen werden.
Warum braucht aber der Notfallmanager ein Blaulicht (bzw.
Sondersignalanlage)? Mit dem gleichen Argument könnte jeder bessere
Sicherheitsdienst so eine Anlage für seine Autos beanspruchen!
> Das hinsichtlich dieser Frage ausgerechnet hier irgendwelche
> bürokratischen Hemmnisse bestehen sollten, wundert mich. Schließlich
> fahren die Stadtwerke, die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft, MainGas und
> das Ordnungsamt hier mit blauen Lämpchen auf dem Dach herum. Und gerade
> die Verkehrsgesellschaft tut dies der Erdung im Notfall wegen.
Kann nur vermuten: Stadtwerke wegen Gas- und Elektroleitungen und evtl.
auch wegen Abwasser/Wasser, Verkehrsgesellschaft wegen Erden und weil
bei einer Straßen-/U-Bahn auch noch eine reelle Chance besteht, daß der
darunter liegende überlebt hat (außerdem fahren die _hier_ mit einem
richtigen Kleinbus mit vernünftig Gerät etc. herum und bringen u.a.
spezielle Hebegeschirre mit), Ordnungsamt wegen ordnungsbehördlicher
Aufgaben (evtl. PsychKG?)???
Aber was will ein einzelner Notfallmanager in einem Mini-Geländewagen
vor Ort ausrichten? Meist sind andere Bahnmitarbeiter bei dem
ausgedehnten Streckennetz doch eher da.
>Besonders die Prüfung des Abschaltens der Fahrleitung
>ist LEBENSWICHTIG! Das früher bei Notfällen propagierte Einhängen der
>Erdungsstange in die spannungsführende Fahrleitung ist nicht mehr möglich.
>
>Mit den Erdungsstangen kann man die heute verwendeten Einspeiseleistungen
>nicht kurzzuschließen.
Es gibt Leute, die haben das schon fertigbekommen ("oh... der Trenner is' ja da
hinten..."). Man erzählte von einem tüchtigen Schlag, einem etwa 50 cm
durchmessenden Feuerball und einem wild peitschenden Kabel der Erdungsstange
(das dann wegzuschmeißen ist). Wenigstens hatten sie es erst an einem festen
Teil probiert, so daß nicht auch noch der Fahrdraht durchbrannte. Es geht
i.d.R. gut, aber darauf ankommen lassen sollte man es wirklich nicht.
>Teilweise dürfen auch Fahrdienstleiter erden.
Es gibt dazu verschiedene Auffassungen. Newcomer bekommen jedenfalls keine
Erdungsstange mehr zum Probieren in die Hand gedrückt.
-kl
>Das hinsichtlich dieser Frage ausgerechnet hier irgendwelche
>b=FCrokratischen Hemmnisse bestehen sollten, wundert mich. Schlie=DFlich
>fahren die Stadtwerke, die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft, MainGas und
>das Ordnungsamt hier mit blauen L=E4mpchen auf dem Dach herum. Und gerade=
>
>die Verkehrsgesellschaft tut dies der Erdung im Notfall wegen.
>
Das kenne ich auch von der Heidelberger Strassenbahn. Die hat sogenannte
Unfallhilfswagen, die in gelber Farbe lackiert sind und jeweils mit blauem und
gelben Rundumkennleuchten versehen sind. Das war allerdings als ich meine
Lehrzeit dort begonnen hatte (Anfang '70er Jahre). Ob die jetzt noch vorhanden
sind, entzieht sich meiner Kenntnis......Vielleicht weis das jemand besser.....
Gruss.....Rudi.....
--
-----
Seit mind 01 01 98 darf kein Fdl mehr erden, da er keine Nachschulung mehr
bekommt. Er darf aber als Schaltantragsteller fungieren.
mfg
zimmer.r
KaiLudwig <kail...@aol.com> schrieb im Beitrag
<199806141401...@ladder01.news.aol.com>...
> G.BRETS...@BBrandes.in-brb.de (Gerd Bretschneider) schrieb:
>
--
Stefan L. Streif
sst...@compuserve.com
Stefan L. Streif <sst...@compuserve.com> schrieb im Beitrag
<01bd9644$ef6729e0$b438e8c3@stefan>...
>
>
> Michael Heier <Michae...@t-online.de> schrieb im Beitrag
> <35815B...@t-online.de>...
> > Das Erden selbst ist ja nicht sooo schwierig (ein Verwandter von mir
> > arbeitete jahrzehntelang bei der Bahn, u.a. als Lokführer):
> > Zuerst Klemme an die Schiene, dann Erdungsstange an die Oberleitung
> > hängen. Kurzanleitung ist auch auf den Erdungsstangen aufgedruckt.
> > Das vorherige (unbedingt erforderliche!) Freischalten kann ja die
> > nächstgelegene - zuständige - Bahnabteilung auf Telefonanruf hin
machen.
> >
>
> Als ausgebildeter Elektromechaniker mit Erfahrung auf Schienenfahrzeugen
> und mit Hochspannung kann ich jedem Laien nur raten:
>
> Finger weg von Fahrleitungen und Hochspannungsanlagen !!!
> Bei jeder Manipulation ohne vorherige Kontrolle der Spannungsfreiheit
> besteht Lebensgefahr !!!
>
> Das Freischalten und Erden von Fahrleitungen ist in jedem Fall die
Aufgabe
> von Spezialisten. Diese werden normalerweise bei den zuständigen Bahnen
> sowie (in der Schweiz) bei grösseren Stützpunktfeuerwehren vorgehalten.
>
> Im weiteren zeichnet sich der professionelle Rettungsdienstmitarbeiter
> meines Erachtens dadurch aus, dass er die Eigensicherheit beachtet und
erst
> zu arbeiten beginnt, wenn diese gewärleistet ist. Nur ein lebender Retter
> kann retten.
>
> mit besten Grüssen
>
Und hier fehlt die Unterschrift !!! Die Leser mögen mir dies verzeihen. Es
handelt sich um ein Einstellungsproblem.
Mein Büro liegt in einem Haus, welches sich direkt neben drei (!)
zweigleisigen, elektrifizierten Strecken befindet. Zu allem Überfluß
führt auch noch eine Speiseleitung vorbei, die die gesamte Strecke
Magdeburg-Sudenburg - Marienborn mit Bahnstrom versorgt. Ohne spezielle,
extrem teure Hauben für die Bildschirme, kann man gar nicht arbeiten.
> Eine Verbindung mit gerad vorbeifahrenden
> Zuegen ist nicht zu erkennen.
Es kommt auf den Strom an, der in den Leitungen fließt.
Gruß, Uli.
--
Uli Maschek
-----------
http://www.cryogen.com/u.maschek
"Aber die intelligenten Menschen sind durch die Diskrepanz von Raum und
Zeit voneinander getrennt. Wenn nun die ... Entfernungen verringert ...
werden, so muss dies in starkem Masse zum Fortschritt der Menschheit
beitragen."
Friedrich List (deutscher Eisenbahnpionier, 1789 - 1846)
Diese Strassenfahrzeuge sind ja sicher in der Stadt
zugelassen, in der sie auch stationiert sind.
(Nummernschild) Die DB Autos sind aber alle in Frankfurt /
Main zugelassen. Und das Strassenverkehrsamt Frankfurt soll
angeblich keine Blaulichtgenehmigungen fuer die Stadt XY
ausstellen koennen duerfen. Oder so aehnlich. (Meine Info
stammt nicht aus erster Hand.) Aber alle
Notfallmangerautos, die ich bisher gesehen habe (Neuss,
Essen, Muenchen) , hatten (noch?) Gelblichter.
Gruesse
--
Marcus Mandelartz, Heiligenpesch 105, D-41069
Moenchengladbach
Fax: 02161-482998
fe...@online.de
KaiLudwig <kail...@aol.com> schrieb im Beitrag
<199806141401...@ladder01.news.aol.com>...
> G.BRETS...@BBrandes.in-brb.de (Gerd Bretschneider)
schrieb:
> >Besonders die Prüfung des Abschaltens der Fahrleitung
> >ist LEBENSWICHTIG! Das früher bei Notfällen propagierte
Einhängen der
> >Erdungsstange in die spannungsführende Fahrleitung ist
nicht mehr möglich.
> >Mit den Erdungsstangen kann man die heute verwendeten
Einspeiseleistungen
> >nicht kurzzuschließen.
> Es gibt Leute, die haben das schon fertigbekommen ("oh...
der Trenner is' ja da
> hinten..."). Man erzählte von einem tüchtigen Schlag,
einem etwa 50 cm
> durchmessenden Feuerball und einem wild peitschenden
Kabel der Erdungsstange
> (das dann wegzuschmeißen ist).
Denk auch mal an den Funkenregen und fluessige
Metallspritzer. Man schaut ja immer nach oben, um die
Stange einzuhaengen. Koennte doch ziemlich weh tun. #-(
> Wenigstens hatten sie es erst an einem festen
> Teil probiert, so daß nicht auch noch der Fahrdraht
durchbrannte. Es geht
> i.d.R. gut, aber darauf ankommen lassen sollte man es
wirklich nicht.
Vor etwa 10 Jahren habe ich die erste Unterweisung
Bahnerden bekommen. Damals gab es keine Spannungspruefer
bei den Erdungsstangen. Ich weiss noch genau, wie uns
erklaert wurde, dass man durch mutwilliges Erzeugen eines
Kurzschlusses mit der Erdungsstange die Fahrleitung im
Notfall abschalten koenne.
*Dies gilt heute nicht mehr*.
Die Ausloesewerte der Leistungsschalter wurden in den
letzten Jahren wohl erheblich hochgesetzt. Vergroesserung
der Einspeisebezirke, und der vermehrte Einsatz von
Doppeltraktion 140+140 und 151+151 auf manchen Strecken
sind moegliche Ursachen. Auch die Stabilitaet der
Fahrdrahtspannung bei starker Belastung hat sich sehr
verbessert. Noch vor einigen Jahren hatte man auf manchen
Strecken bei 400 A Stromentnahme nur noch 10000 V. Das
kommt heute kaum noch vor.
Viele Gruesse
Marcus
> Henning Koch wrote:
>
> > Wen kann man sonst zum Bahnerden heranziehen?
> > (Zugpersonal, Bahnhofspersonal etc.? wo sind Erdungstangen vorhanden?)
>
> Das Erden selbst ist ja nicht sooo schwierig (ein Verwandter von mir
> arbeitete jahrzehntelang bei der Bahn, u.a. als Lokführer):
> Zuerst Klemme an die Schiene, dann Erdungsstange an die Oberleitung
> hängen. Kurzanleitung ist auch auf den Erdungsstangen aufgedruckt.
DIE REIHENFOLGE IST UNBEBINGT EINZUHALTEN!!!
> Das vorherige (unbedingt erforderliche!) Freischalten kann ja die
> nächstgelegene - zuständige - Bahnabteilung auf Telefonanruf hin machen.
>
> --
> MfG
> /\/\icha
Ich habe auch bei der Bahn gearbeitet. Meines Wissens darfst Du bei Gefahr
im Verzug auch in die eingeschaltete Oberleitung hinein Erden. Das gibt
halt einen mords Schlag, aber das ist ja bei 15000 Volt verstaendlich!
Schreckhaft darf man da nicht sein.
Gruss
Thomas Wunsch
************************************************
Thomas Wunsch
Student an der FH Karlsruhe
Helfer im THW OV Offenburg
!!NEU!! http://www.fh-karlsruhe.de/~wuth0013 !!!NEU!!!
E-MAIL: wuth...@fh-karlsruhe.de
************************************************
> ...
> Mit dem Blaulicht hat die Bahn wohl gerade ein groesseres
> Problem: Es ist vorgesehen, da aber die Fahrzeuge alle in
> Frankfurt/Main zugelassen sind, besehen da wohl
> irgendwelche buerokratischen Hemmnisse. Das Blaulicht wird
> wohl von dem Strassenverkehrsamt genehmigt, das fuer den
> tatsaechlichen Standort des Autos zustaedig ist. Wer weiss
> mehr?
> ...
> --
> Marcus Mandelartz, Heiligenpesch 105, D-41069
> Moenchengladbach
> Fax: 02161-482998
> fe...@online.de
>
>
>
>
Also bei uns in Offenburg faehrt der Krisenmanager der DBAG ein Fahrzeug
mit Blaulicht und Horn.
> >BGS ??? Der Hamburger S-Bahn Wache schien nicht einmal erklärt worden
> >zu sein, warum man besser nicht auf die Stromschiene tritt.
> >
> Es hängt imo etwas von der Qualität der örtlichen Zusammenarbeit ab, bzw in
> diesem Fall von den Verantwortlichen der Hamburger S-Bahn, die auf den
> BGS zugehen könnten ...
Wenn man denen schon sagen musz, dasz sie nicht auf die Stromschienen
treten sollen, kann man schon davor zurueckschrecken, in
Sicherheitsfragen auf sie zuzugehen.
Haben nicht manche Stromschienentriebwagen eingebaute Kurzschlieszer?
Michael Kauffmann
Thomas Wunsch schrieb in Nachricht ...
>Also bei uns in Offenburg faehrt der Krisenmanager der DBAG ein
Fahrzeug
>mit Blaulicht und Horn.
Daß alle Fahrzeuge der Notfallmanager mit Blaulicht ausgerüstet werden,
stand schon in der Mitarbeiterzeitung "BahnZeit" vom Februar 98 :
"Gute Ausstattung ist das A und O: Jeder Notfallbezirk des GB Netz kann
über einen weißlakierten Geländewagen verfügen, derzeit noch mit gelber
Rundumleuchte, demnächst mit B l a u l i c h t . "
Schöne Grüße
Siegfried
>>>Mit den Erdungsstangen kann man die heute verwendeten Einspeiseleistungen
>>>nicht kurzzuschließen.
>>
>>Es gibt Leute, die haben das schon fertigbekommen ("oh... der Trenner is' ja
>>hinten..."). Man erzählte von einem tüchtigen Schlag, einem etwa 50 cm
>>durchmessenden Feuerball und einem wild peitschenden Kabel der Erdungsstange
>>(das dann wegzuschmeißen ist). Wenigstens hatten sie es erst an einem festen
>>Teil probiert, so daß nicht auch noch der Fahrdraht durchbrannte. Es geht
>>i.d.R. gut, aber darauf ankommen lassen sollte man es wirklich nicht.
>>
>Als ein Teil der DB-AG noch DR hieß und nicht über elektronische Spannungs-
>prüfer verfügte, war Prüfen mit der Tastspitze gegen ein festes Bauteil die
>Norm. Ich hatte auch mal das Vergnügen ;-), das von Dir geschilderte
>Ereignis auszulösen. Ursache war ein defektes Schaltergestänge. Dabei
>wurden hauptsächlich die Prüfspitze und die Schienenfußklemme mißhandelt.
Bei den alten Anlagen der DR war die Einspeiseleistung auf 15 MW (Dezentrale
Energieversorgung) bzw. auf 10 MW (Zentrale Energieversorgung) begrenzt.
Diese Leistungen konnten mit den vorhandenen Erdungseinrichtungen auch ohne
Spannungsprüfer beherscht werden. Das Prüfen an festen Bauteilen ist heute
genauso vorgeschrieben wie damals. Neu ist für den exDR-Eisenbahner der
Spannungsprüfer. (Außerdem haben die neuen Erdungsstangen einen größeren
Querschnitt im Erdungsseil.)
Weil wir gerade beim Erden sind:
An nicht geerdeten Bauteilen entstehen Scheinspannungen (durch Induktion/
Kapazitäten/ungenügende Isolationswiederstände). Diese liegen im Bereich
<10 kV - normalerweise. Beim Durchfahren von Schutzstrecken kann mann das
an der Fahrdrahtspannungsanzeige gut beobachten. Gelegetlich tritt aber
auch eine Spannung >20 kV auf! An Schutzstrecken, die zwischen den Netz
der dezentralen Stromversorgung und dem Netz der zentralen Stromversorgung
(DB-Netz) liegen, meldet mitunter der Zeiger der Fahrdrahtspannungsanzeige
mit einem "Klick" den oberen Anschlag.
Davon mal abgesehen, das keine Leistung hinter diesen Spannungen steht,
wie kommt man auf diese Höhe?
Gibt es hier einen Elektrofachmann, der mir das erklären kann?
> Also bei uns in Offenburg faehrt der Krisenmanager der DBAG ein Fahrzeug
> mit Blaulicht und Horn.
Braucht man eigentlich eine besondere Fahrausbildung, um mit Blaulicht
fahren zu duerfen?
chg
>Gruss
> Thomas Wunsch
Hat die Erdungsstange auch den nötigen Querschnitt, daß mir das Teil nicht in
den Händen verglüht??? Der Knall ist ja nicht soo schlimm, da hätte ich keine
Probleme mit, aber der Gedanke an `ne verkohlte Pfote würde mich ein wenig
abschrecken!
--
regards - *ralph# dg5...@gmx.net
Ralph Armin Schmid GSM/SMS +49-171-3631223
D-08523 Plauen SMS +43-676-4210606
> Hat die Erdungsstange auch den nötigen Querschnitt, daß mir das Teil nicht
> in den Händen verglüht??? Der Knall ist ja nicht soo schlimm, da hätte ich
> keine Probleme mit, aber der Gedanke an `ne verkohlte Pfote würde mich ein
> wenig abschrecken!
Die Stange ist isoliert und nur dazu da, die ganze Geschichte zu halten.
Am Kopf ist ein Kabel mir einer Tastspitze befestigt, das lose
runterhängt und mit einer Klemme an der Schiene befestigt wird (als
allererstes).
Gruß,
Klaus-Dieter Gogoll
Das klappt wohl nicht immer zuverlaessig. Auf dem "Allgaeuer
Notfallsymposium" am vergangenen Wochenende berichtete eine Fuehrungs-
kraft der Hannoveraner Berufsfeuerwehr von einem Zugunglueck dort
im letzten Dezember, wo das Freischalten erstens eine Zeitlang dauerte
und ausserdem nur eines von drei Gleisen freigeschaltet wurde! Dadurch
waere es fast zu einem Unfall gekommen.
Gruss, Richard
--
+--------------------------+------------------------------------------+
| Dr. Richard Spitz | INTERNET: sp...@ana.med.uni-muenchen.de |
| EDV-Gruppe Anaesthesie | Tel : +49-89-7095-3413 |
| Klinikum Grosshadern | FAX : +49-89-7095-8886 |
| 81366 Munich, Germany | GSM : +49-172-8933578 |
+--------------------------+------------------------------------------+
Ueblicherweise sind aber doch zwei Trenner kurz hintereinander, um das
von Dir beschriebene Szenario zu verhindern.
Gruesse
Marc
--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
> >>BGS ??? Der Hamburger S-Bahn Wache schien nicht einmal erklärt worden
> >>zu sein, warum man besser nicht auf die Stromschiene tritt.
Naja, vom BGS sind auch nicht alle Leute kundig...
In Bad Bentheim meinten einige von denen unbedingt den Weg vom
Bf.-Gebaeude
nach Gl.3 uber einen abfahrbereiten Containerzug und hier besonders
ueber die
beweglichen Puffertraeger, abkuerzen zu muessen. Der Einlauf von
Rotkaeppchen in
Gegenwart zahlreicher Befoerderungsfaelle war recht heftig...
> Die waren nicht vom BGS sondern von der S-Bahn Wache, kann sein, dass
> die inzwischen BSG heißen. Ehrlich gesagt würde ich die nicht einmal
> die Uhrzeit an verantwortlicher Stelle ablesen lassen.
Den Eindruck habe ich auch schon haeufiger gehabt. Haben diese Leute
(BSG und BGS)eigentlich eine Einweisung in die Gefahren des Bahnbetriebs
bekommen?
Die Erfindung der Warnweste ist denen offensichtlich auch nicht bekannt.
Ich habe schon mehrfach gesehen, dass die gruenen Maennchen ohne im
Gleis
liefen.
> Obwohl ich ihnen versichert habe, dass, sollte zwischen den letzten
> Stationen nichts dazwischen kommen, am Hbf allemal genug Zeit sei, die
> letzte S-Bahn zu erreichen, mußten sie unbedingt über die Gleise
> rennen - schönes Vorbild für die Fahrgäste.
Fuer einige BGS-Leute aber auch normmal (sogar, wenn ein Zug auf dem
Gleis
einfaehrt!)und schon oft gesehen. Im Gegenzug werden DB-Mitarbeiter, die
auf dem Weg zum Dienst Gleise ueberqueren, Knoellchen verteilt.
--
Armin Muehl
http://www.muenster.de/~amuehl (Muehl privat)
http://home.t-online.de/home/muehl.armin/mfm.htm
(Muensterlaendisches Feldbahnmuseum e.V.)
> Dann trennt sich entweder das Kabel,
> es hängt also ein etwas verschmorter Leiter von der Oberleitung,
Das ist auch der Grund, warum mit der Tastspitze zunächst gegen ein
feststehende, spannungsführendes Teil geprüft werden sollte.
Gruß,
Klaus-Dieter Gogoll
Sind die Loks so doof, dasz sie in eine Leitung einspeisen, die nicht
selbst Spannung fuehrt? Das geht wohl schon deshalb nicht, weil bei
fehlender Fahrleitungsspannung gleich der Hauptschalter ausgeschaltet
wird.
Vielleicht koennte man sich noch vorstellen, dasz, wenn ein Zug schon
bremst und dann abgeschaltet wird, dieser weiterhin speist. Aber beim
Speisen musz sich ja der Wechselrichter in Frequenz und Phase an das
Versorgungsnetz anpassen, und da wird es ihm doch irgendwie auffallen,
wenn dieses keine mehr vorgibt?
Michael Kauffmann
:-))
Thomas Ronzon
Moderator für theoretische und fahrpraktische Ausbildung im
Malteser-Hilfsdienst e.V.
richar...@ana.med.uni-muenchen.de (Richard Spitz) meinte am 15.06.98
zum Thema Re: Bahnerden:
>Olaf Herrig wrote:
>> Wenn bei uns in der ZES eine Gefahrenschaltung gefordert wird, geht
>> Sicherheit vor. Im Gefahrfall wird eher großzügig abgeschalten, da
>> anschließend sowieso Fachpersonal hinfahren muß, kann dieses dann auch
>> sagen ob und was wieder zugeschalten werden kann.
>
>Das klappt wohl nicht immer zuverlaessig. Auf dem "Allgaeuer
>Notfallsymposium" am vergangenen Wochenende berichtete eine Fuehrungs-
>kraft der Hannoveraner Berufsfeuerwehr von einem Zugunglueck dort
>im letzten Dezember, wo das Freischalten erstens eine Zeitlang dauerte
>und ausserdem nur eines von drei Gleisen freigeschaltet wurde! Dadurch
>waere es fast zu einem Unfall gekommen.
Dann lag wohl ein Fehlverhalten seitens der ZES vor. In der zuständigen DS
ist genau beschrieben, wie eine Gefahrenschaltung auszusehen hat.
Ein großes Problem ist der Umstand, daß auf vielen Bahnhöfen keine
Fahrdienstleiter mehr vor Ort sind, die konkrete Angaben zur
Störungsstelle machen können.
Durch die vielen am Störungsmanagement beteiligten Stellen kommt es z.T.
auch zu Kompetenzgerangel. Mir ist es selbst schon passiert, daß sich die
Oberleitungsbereitschaft von einem Bahnhof zur Störungsbeseitigung
angemeldet hat und die Störung bei uns in der ZES unbekannt war.
MfG, Olaf.
http://home.t-online.de/home/Herrig/bahn.htm (Zittauer Schmalspurbahn)
http://privat.schlund.de/Eisenbahn/home.htm (Eisenbahn-Mosaik)
mathias....@gmx.net (Mathias Boelckow) schrieb am 16.06.98
zum Thema Re: Bahnerden (war: Oberleitung...) folgendes:
>Sollte man wirklich einmal in die Situation kommen, wäre sicherlich
>drauf zu achten die Füße zusammenzuhalten und die Stange möglichst
>blind einhängen, während man den Kopf abwendet um keine glühenden
>Metallspritzer ins Gesicht zu bekommen.
Nehmt bitte zur Kenntnis, daß Laien nicht zu erden haben! Auch dann nicht,
wenn sie die einzigen Anwesenden an der Unfallstelle sind und es sich
zutrauen. Innerhalb dieses Threads hat schon mal jemand ganz treffend
sinngemäß formuliert. Ein toter oder verletzter Helfer ist ein nutzloser
Helfer!
ursa....@gmx.net (Ulrich Bessler) schrieb am 16.06.98
zum Thema Re: Bahnerden (war: Oberleitung...) folgendes:
>Henning Koch wrote:
>
>> [Bahnerden]
>
>Wie ist das eigentlich in der Praxis? Sind Erdungsstangen dafür
>ausgelegt, eine unter Spannung stehende Fahrleitung zu erden ("KNALL!")?
Praktisch ist das kein Problem, Fehlerdungen kommen immer wieder mal vor.
TROTZDEM IST ES VERBOTEN!!!
Passiert Euch dabei etwas, bleibt ihr unter Umständen auf Eurem Schaden
sitzen, d.h. es zahlt keine Versicherung!
>Ich nehme an, daß erst abgeschaltet werden muß.
Genauso.
>Dann ist es doch aber
>kein Problem mehr -- was brauche ich da eine Genehmigung vom Innenminister?
Vom Innenminister nicht, Du solltest aber von dafür zuständigen Stellen
eine Einweisung erhalten haben. Dein Arbeitgeber legt dann darüber auch
einen Vermerk in Deine Personalakten.
Marc.Hab...@gmx.de (Marc Haber) schrieb am 17.06.98
zum Thema Re: Bahnerden (war: Oberleitung...) folgendes:
>markus....@t-online.de (Markus Müller) wrote:
>>Zum anderen ist auch diese Szene denkbar: Eine E-Lok fährt von einem
>>Leiterabschnitt mit Spannung auf eine Strecke ohne Spannung. Für eine
>>kurze Strecke von vielleicht einem halben Meter sind an den Übergängen
>>die Fahrdrähte zwar voneinander isoliert aber dennoch parallel
>>geführt, so daß der Stromabnehmer wie eine Brücke wirkt und das
>>eigentlich abgeschaltete Stück unter Spannung setzt.
>
>Ueblicherweise sind aber doch zwei Trenner kurz hintereinander, um das
>von Dir beschriebene Szenario zu verhindern.
Bei einer einfachen Trennung liegen beide Fahrdräte isoliert
nebeneinander. Ein Lokbügel überbrückt diese beiden Fahrdrähte. Ein
Normaler Trenner in der Oberleitung ist nach dem gleichen Prinzip
aufgebaut, nur daß es sich um ein festes Bauteil handelt und der
technische Aufwand zur Trennung wesentlich geringer ist.
Zwei Trenner hintereinander, die beide auf die gleiche Schaltgruppe wirken
sind wohl äußerst selten. So etwas gibt es bei Sonderkonstruktionen z.B.
bei Systemtrennungen.
>Das ist leider nicht ganz richtig.
>Zumindest in NRW ist eine Ausbildung der Fahrer vorgeschrieben.
>So heißt es z.B. im Minersterialblatt des Landes NW Nr.55 vom
>16.08.1984 Absatz 2.5 :
>"Einsatz- und Kommandofahrzeuge dürfen nur durch zuverlässige
>Kraftfahrzeugführer geführt werden. Die Kraftfahrzeugführer sind
>jährlich mindestens einmal im Rahmen der Kraftfahrerfortbildung über die
>Vorraussetzungen und das Verhalten beim Fahren von Einsatz- und
>Kommandofahrzeugen unter Verwendung von blauem Blinklicht und
>Einsatzhorn - insbesondere über die Bedeutung der §§ 35 und 38 STVO -
>ausreichend zu belehren...."
Naja, 'ne Ausbildung würde ich das nicht nennen.
Dem wird man doch schon gerecht, wenn man mit dem betreffenden Neuling ein paar
Einweisungs- und Übungsfahrten macht, um festzustellen, ob er das Fahrzeug mit
hinreichender Sicherheit beherrscht und dann jährlich im Unterricht eine kleine
Einweisung zum Fahren mit SoRe einbaut.
Tschökes,
Axel Solanka!
FF Remscheid-Morsbach
GF Versorgungsgruppe 2
>>bist. Fährst Du nun in den stromlosen Abschnitt ein, so streubt sich
>>die Induktivität des Trafos dagegen, dass der Strom nicht mehr fließt
>>und transportiert den Strom erstmal weiter durch den Trafo.
> Bei Wechselstrom? Für eine von Gleichstrom durchflossene Spule stimmt das
> so, aber selbst da ist die so entstandene Spannung schnell wieder weg.
Natürlich gilt in beiden Fällen, daß die in der Spule induzierte
Spannung proportional zur Stromänderung ist.
Bei Wechselstrom ist das di/dt sinusförmig und damit geringer als
beim Abschalten von Gleichstrom. Schaltet man Wechselstrom außerhalb
der Nullage, so ist das allerdings auch nichts anderes.
Wenn die Lok gerade in der Nullage durchfährt, passiert also sowieso
nichts. Andernfalls können aber praktisch beliebige Spannungen
induziert werden, die irgendwann irgendwo durchschlagen. Falls man
gerade den Fahrdraht von einem Trümmerteil wegnimmt, könnte man das
selbst sein.
Sven
Gut, das erklaert's natuerlich. Die Trenner, die ich ueblicherweise
beobachte, trennen 15 kV und 750 V :-)
> Das sollte so laufen, dass zur Menschenrettung nach (durch DB)
> bestaetigter Freischaltung speziell unterwiesene Kraefte der Feuerwehr
> die Erdung durchfuehren und damit die Rettung ermoeglichen sollten.
normale Feuerwehr oder Betriebsfeuerwehr?
in Nürnberg will die DB ihre Betriebsfeuerwehr auflösen und die
Stadtfeuerwehr soll die Arbeit bei Bedarf machen, hat aber bisher keine
passende Ausrüstung (solange wird das noch vertagt) und ich frage mich,
wie die Nürnberger Feuerwehr das ganze Wissen über die Eisenbahn so
schnell herkriegen soll.
Ciao,
lars
> > Zuerst Klemme an die Schiene, dann Erdungsstange an die Oberleitung
> > hängen. Kurzanleitung ist auch auf den Erdungsstangen aufgedruckt.
>
> DIE REIHENFOLGE IST UNBEBINGT EINZUHALTEN!!!
wenn man das nicht einhält war es das letzte mal, daß man es probieren
konnte, oder?
Lars
Ulrich Cimolino schrieb:
> [...] Stadtwerke wegen Gas- und Elektroleitungen und evtl.
> auch wegen Abwasser/Wasser, Verkehrsgesellschaft wegen Erden
Soweit stimmt das wohl.
> und weil bei einer Straßen-/U-Bahn auch noch eine reelle
> Chance besteht, daß der darunter liegende überlebt hat
> (außerdem fahren die _hier_ mit einem richtigen Kleinbus
> mit vernünftig Gerät etc. herum und bringen u.a. spezielle
> Hebegeschirre mit),
Bei den Stadtwerke-Verkehrsbetrieben muß es sich anders verhalten, da
seit AFAIK 1990 die technische Rettung und alles, was dazugehört, sowohl
über- als auch unterirdisch an die Branddirektion übergeben worden ist,
die zu diesem Zweck zwei recht interessante RW Schiene vorhält.
> Ordnungsamt wegen ordnungsbehördlicher
> Aufgaben (evtl. PsychKG?)???
Dank Petra Roth hat das Ordnungsamt ("Die Oberbürgermeisterin als
Ordnungsbehörde") hier offiziell die Funktion einer Hilfspolizei (BTW:
So stehen die auch im Telefonbuch) und ist von der normalen Polizei
zweifelsfrei nur durch das Stadtwappen an der Mütze zu unterscheiden;
ja, Schußwaffen führen sie auch. Da geht es dann wohl insgesamt um die
Erfüllung hoheitlicher Aufgaben.
> Aber was will ein einzelner Notfallmanager in einem
> Mini-Geländewagen vor Ort ausrichten? Meist sind andere
> Bahnmitarbeiter bei dem ausgedehnten Streckennetz doch eher da.
Hier ging es ursprünglich um's Thema erden, und die Frage war als solche
gestellt. Ich persönlich mag mir auch net vorstellen, daß ausgerechnet
so ein Manager der erste DB-Mitarbeiter mit Erdungserlaubnis an der
Unfallstelle sein wird... Aber da ich mir diesen Krisenmanager als _den_
DB-Menschen mit der potentiell größten Bedeutung an der Unfallstelle
vorstelle, sollte man diesem tatsächlich ein paar Asthma-Tröten unter
die Haube bastelt und ein Magnet-Blaulicht in den Kofferraum legen.
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Ingmar Matthias Bolle - Kaulbachstr. 44 - 60596 Frankfurt/Main
Fachbereich Humanmedizin der J. W. Goethe-Universitaet
Homepage: http://www.rz.uni-frankfurt.de/~bolle/
Fon: +49 (0)69 611280 | GSM: +49 (0)177 2335431 | ICQ: 5173021
Deine Kritk an der Ausbildung der Fw'en ist ja allgemein bekannt; der
will ich auch wirklich nicht widersprechen.
Aber glaubst Du wirklich, dass es nicht moeglich ist,
verantwortungsbewusste FM(SB) zu finden, die bereit und in der Lage
sind, eine solche Ausbildung mitzumachen und frisch zu halten?
Ich sehe da nicht ganz so schwarz. (Flaechendeckend mag ja vielleicht
nicht klappen)
Entsprechende Qualitaetsstandards muessen natuerlich geschaffen und
ueberwacht werden. Aber sollte das nicht moeglich sein?
> > Kann auf allen Strecken ferngesteuert freigeschaltet werden?
> Kann vielleicht schon, nur wer bestätigt dies _sicher_ dem EL?
IMHO am besten der Spannungspruefer in der Hand eines qualifizierten
FM(SB)!
--
mfg Henning
---------------------------------
Henning Koch
mailto:su0...@studserver.uni-dortmund.de
HTTP://StudServer.Uni-Dortmund.DE/~su0698/
---------------------------------
> in Nürnberg will die DB ihre Betriebsfeuerwehr auflösen und die
> Stadtfeuerwehr soll die Arbeit bei Bedarf machen, hat aber bisher keine
> passende Ausrüstung (solange wird das noch vertagt) und ich frage mich,
> wie die Nürnberger Feuerwehr das ganze Wissen über die Eisenbahn so
> schnell herkriegen soll.
Das interessiert die Bahn doch nicht. Ist doch einfach: wenn der Bund
sparen muß, gründet er für Staatseigentum eine AG, erklärt die dann
(obwohl ausschließlich im Bundesbesitz) für freie Wirtschaft und stellt
fest, daß diese nach betriebswirtschaftlichen Aspekten arbeiten muß.
Sven
Wird leider durch eine Meldung in der heutigen Magdeburger Volksstimme
bestätigt:
BGS-Beamter bei einem Unfall getötet
Bei einem Unfall auf dem Bahnhof [Magdeburg-]Südost ist gestern gegen
19 Uhr ein 47jähriger Beamter des Bundesgrenzschutzes ums Leben
gekommen. Der Streifenbeamte war auf dem Bahnsteig mit seinem Kollegen
unterwegs und wurde aus bisher noch nicht geklärter Ursache von einer
Rangierlok erfaßt. [...] Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte der
Beamte vermutlich vor die Gleise zu Überqueren und dabei die
hernahende Lok übersehen.
[Rechtschreibung wie im Originaltext]
Gruß
Leon
> Aber glaubst Du wirklich, dass es nicht moeglich ist,
> verantwortungsbewusste FM(SB) zu finden, die bereit und in der Lage
> sind, eine solche Ausbildung mitzumachen und frisch zu halten?
Ja schon, einige vielleicht, aber um das dauerhaft betreiben zu können,
muß das schon alarmsicher sein. (Auch tagsüber - FF -, nachts,
wochenende, Weihnachten - Hauptamtliche Teilzeitler etc.).
> Ich sehe da nicht ganz so schwarz. (Flaechendeckend mag ja vielleicht
> nicht klappen)
Schon mal versucht, den Personalbedarf dafür auszurechnen, den man
braucht, um nur 2 Funktionen _sicher_ mit der Ausbildung gewährleisten
zu können?
=> Bei FF und BF ca. 10 FM (SB)!
Daneben gibts aber noch so ein paar andere Dinge, die ebenfalls
beherrscht werden müssen. Z.B. Atemschutzeinsatz, Erste Hilfe, RettHel,
THL, RettSan, RettAss, GSG, StrSch.....
Macht Ihr z.B. die nach FwDV 14 für jeden FM (SB) vorgeschriebene
Einsatzübung unter CSA (Falls Ihr CSA vorhaltet)?
Erst wenn die ureigenen Feuerwehraufgaben sicher beherrscht werden,
können wir uns auf was zusätzliches einlassen!
Bisher konnte ich das leider noch nicht feststellen! (Übrigens auch bei
mir nicht, ich stelle immer wieder mit Schrecken fest, was ich alles
nicht weiß!)
> Entsprechende Qualitaetsstandards muessen natuerlich geschaffen und
> ueberwacht werden. Aber sollte das nicht moeglich sein?
Wie, wo, durch wen?