Gruß Marco
--
meine Homepage:
http://www.mkrings.de.vu
Marco Krings <marco....@web.de> wrote:
>Halllo!
>Im Bahnhof von Mersch (Westf) (Strecke Münster-Hamm) befindet sich ein
>weißes Schild mit der schwarzen Aufschrift "Mf".
>Bahnhof heißt normalerweise doch Bf.
>Weis jemand was diese Abkürzung bedeutet?
>Einzige erklärung: Mersch Bahnhof
'M' wie Mersch
'f' wie "hier befindet sich der Fahrdienstleiter"
Grüße
Sebastian
--
"Mittels eines Semesterwochenstundenerlasses wurde die Studierbarkeit
des Studiums sichergestellt." Ministerium für Wissenschaft, Forschung
und Kunst Baden-Württemberg
Quelle: http://www.mwk-bw.de/Hochschulen/3-Stufen_Hochschulreform.html
Ganz grob gesehen kann man aber sagen, endet die Stw-Bezeichnung auf "f"
handelt es sich um ein Fdl-Stw, endet sie auf "w" handelt es sich um ein
Wärterstellwerk. Der erste Buchstabe (oder die ersten beiden) ist eine
Abkürzung des Ortsnamens.
Es gibt natürlich auch Ausnahmen. So fangen in Rangierbahnhöfen viele Stw
mit "Rt" an, oft gefolgt von einer Zahl.
Reinhard
Das ist die Bezeichnung des dortigen Stellwerks. In Deutschland gibt es
drei Verfahren, nach denen die meisten Stellwerke bezeichnet wurden:
1. Hauptsächlich im Osten:
1. Buchstabe (groß): "B"=Fahrdienstleiterstellwerk (Befehlsstellwerk),
"W"=Wärterstellwerk, "R"=Rangierstellwerk
2. Zahl: Fortlaufende Numerierung
2. Hauptsächlich im Westen:
1. Buchstabe (groß): 1. Buchstabe des Ortes
2. Buchstabe (optional): Unterscheidung mehrerer Bahnhöfe in einem Ort
3. Buchstabe (klein): "f"=Fahrdienstleiterstellwerk, "w"=Wärterstellwerk
Mf heißt danach "Mersch Fahrdienstleiterstellwerk", "Fpf" ist z.B.
"Frankfurt Personenbahnhof Fahrdienstleiterstellwerk".
3. Überall:
1. Buchstabe (groß): 1. Buchstabe des Ortes
2. Buchstabe (klein): w="West", "m"=Mitte, o="Ost", n="Nord", s="Süd", z.B.
"Ro" als "Rüsselsheim Ost" (aber schon abgerissen).
Frag' mich jetzt nicht, wo das "X" bei "Xo" in Gehlberg herkommt ...
--
Gruss * Holger Metschulat
Holger * e-mail: ho...@stellwerke.de
* http://www.sgs.wh.tu-darmstadt.de/homer
** "Verstaerker schwingen immer, Oszillatoren nie!" (Murphy) **
> > 'M' wie Mersch
> > 'f' wie "hier befindet sich der Fahrdienstleiter"
> >
> Prinzipiell schon richtig, aber sagen wir mal lieber, es handelt sich um
> einFahrdienstleiter-Stellwerk. Das kann aber auch ferngesteuert sein, und
> dann "befindet" sich der Fdl woanders.
Hast Du dafür ein konkretes Beispiel?
Gruss Daniel
Wattenscheid = Wf
ist von Bochum Hbf ferngesteuert, nur bei Ortsbetrieb ist der Fdl wirklich
in Wattenscheid.
Reinhard
Daniel Senger schrieb:
Hallo,
die Fernsteuerung wird zum Beispiel in Leverkusen - Mitte angewendet; das
Stellwerk befindet sich in Küppersteg (Lev. - Mitte ist Bahnhofsteil von
Küppersteg) und hat auch die Anschrift "Kf" (zu sehen im IC aus Richtung D'dorf
auf der linken Seite) und der Fdl sitzt entweder in Langenfeld oder Köln -
Mülheim (entzieht sich meiner Kenntnis).
Noch ein Beispiel ist der Betriebsbahnhof Loreley auf der rechten Rheinstrecke;
hier erfolgt die Fernsteuerung von Kaub aus. Auf der anderen Rheinseite wird
z.B. das Stellwerk in Urmitz ferngesteuert (Fdl sitzt entweder in Weißenthurm
oder Koblenz - Lützel). Auf der Strecke von Köln nach Siegen werden die
Stellwerke in Wissen und Niederschelden ferngesteuert; der zuständige Fdl für
Wissen ist Betzdorf und für Niederschelden ist es entweder Betzdorf oder Siegen
(ich meine aber eher letzteres), außerdem wird noch das Stellwerk der Üst
Blankenberg ferngesteuert, da fällt mir allerdings nicht ein welchem Fdl das
zugeteilt sein könnte.
Grüße aus Gremberg,
Volker
Gibt's noch andere Stellwerke, die normalerweise von euch in Bochum
ferngesteuert werden?
Christian
--
Christian Blome
Email: webm...@bahn-seiten.de
BAHN-Seiten: http://www.bahn-seiten.de
Homepage: http://www.christianblome.de
Wo noch?
> 1. Buchstabe (groß): "B"=Fahrdienstleiterstellwerk (Befehlsstellwerk),
> "W"=Wärterstellwerk, "R"=Rangierstellwerk
> 2. Zahl: Fortlaufende Numerierung
Wurde später bei der DR-Ost benutzt, auch für vorhandene Stellwerke.
Z.B. wurde der Ostbahnhof später nach diesem Schema umbenannt, obwohl
die Stellwerke zunächst Kürzel mit O statt Sch erhalten hatten.
> 3. Überall:
Da vor '45 gebräuchlich.
> 1. Buchstabe (groß): 1. Buchstabe des Ortes
> 2. Buchstabe (klein): w="West", "m"=Mitte, o="Ost", n="Nord", s="Süd", z.B.
> "Ro" als "Rüsselsheim Ost" (aber schon abgerissen).
Das sind Beispiele, die man beliebig ergänzen kann. Der Ort wird auch
gerne mit zwei oder drei Buchstaben abgekürzt und es tauchen weitere
nachfolgende Buchstaben auf, z.B. Bsw: Baumschulenweg, Rga:
Rummelsburg Abstellbahnhof, Twt: Tempelhof Westturm, Not: Neukölln
Ostturm, der Fdl aber Nkn: Neukölln, Erk: Erkner (Fdl) aber Em: Erkner
Mitte, Osa: Olympiastadion Abzweig, Mbf: Messebahnhof, Frio:
Friedrichstraße Ost, Ulu: Unter den Linden unten (Tunnel), Vnk:
Verbindung nach Kaulsdorf, Vdp: Verbindung Dresdner- u. Potsdamer
Bahn, Swad: Schöneweide Adlershof, Oga Ostgüterbahnhof Abzweig (später
B7) usw.; Rangierstellwerke hießen meist Rs I, Rs II usw., seltener Vt
I.
Gruß
Steffen
--
Steffen Buhr, Berlin, Germany
eMail ans from geht ungelesen nach /dev/tonne
Erst mal Dank, auch an Reinhard, und gleich noch mal eine Frage,
besteht bei allen von Euch beschriebenen Stellwerken noch die
Möglichkeit sie mit Personal zu besetzen?
Oder anders gefragt gibt es Stellwerke, die aufgrund zugemauerter
(oder genagelter) Fenster, oder fehlender Bedieneinrichtungen
nicht mehr besetzt werden können, aber trotzdem noch wie ein
(zeitweise) besetztes Stellwerk nach aussen gekennzeichnet werden?
Kann natürlich für Eure Bsp. schon zutreffen, aber leider kenne ich
mich in der Gegend gar nicht aus.
Gruss Daniel
> 'M' wie Mersch
> 'f' wie "hier befindet sich der Fahrdienstleiter"
In welchem kontext sind diese bezeichnungen eigentlich eindeutig?
Ich kann mir vorstellen, dass es "Mf" auch in Mannheim, München,
Memmingen, Mettmann usw. gibt.
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
__________ ______________ ______________ _>________
,-'==H=======H||= H======== H||H============H||H=======H==`-.
`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'
Das stimmt nicht ganz. Die Endung "w" bedeutet, dass es sich um das
Wärterstellwerk West handelt, es bezeichnet also die Himmelsrichtung,
in der sich das Stellwerk befindet. Sollte die Anlage der
Wärterstellwerke eine eindeutige Bezeichnung anhand der
Himmelsrichtungen nicht hergeben, wird mit Nummerierungen gearbeitet.
Schönen Gruß !
Andreas
Diese Bezeichnungen sind nicht eindeutig, wenn man das auf das ganze
Gebit der DB bezieht. Die Eindeutigkeit beschränkt sich lediglich auf
den Bahnhof, in dem sich das Stellwerk befindet.
Gruß,
Stefan Kaehler
>In welchem kontext sind diese bezeichnungen eigentlich eindeutig?
>Ich kann mir vorstellen, dass es "Mf" auch in Mannheim, München,
>Memmingen, Mettmann usw. gibt.
Nur innerhalb des Bahnhofes - die Abkuerzungen (wenn sie draussen
angeschrieben sind) dien(t)en ja auch und gerade zur Verständigung mit
den Rangierabteilungen, die den für ihren Fahrweg zuständigen
Weichenwärter ansprechen müssen.
mfg
Thomas
--
Thomas Woditsch
45894 Gelsenkirchen
Heimatbf: EDUL (KBS 412/425)
"Selbst Caesar war manchmal mit seinem Latein am Ende.."
Steffen Buhr <ne...@blocksignal.de> schrieb:
>Holger Metschulat wrote:
>>
>> 1. Hauptsächlich im Osten:
>
>Wo noch?
Dieses Schema soll auf dem sowjetischen Vorbild beruhen, womit diese Frage wohl
geklärt wäre...
>> 1. Buchstabe (groß): "B"=Fahrdienstleiterstellwerk (Befehlsstellwerk),
>> "W"=Wärterstellwerk, "R"=Rangierstellwerk
>> 2. Zahl: Fortlaufende Numerierung
>
>Wurde später bei der DR-Ost benutzt, auch für vorhandene Stellwerke.
>Z.B. wurde der Ostbahnhof später nach diesem Schema umbenannt
...womit er in der Rbd Berlin eine Ausnahme darstellte. Es ist bemerkenswert,
daß dieses System dort nur in Ausnahmefällen überhaupt eingeführt wurde,
während die Rbd Cottbus konsequent auf sämtlichen Bahnhöfen umbezeichnet hat.
Nett ist übrigens das Schild von Plessa W 2, dort schimmert nämlich "Pw" recht
deutlich durch.
>Der Ort wird auch
>gerne mit zwei oder drei Buchstaben abgekürzt und es tauchen weitere
>nachfolgende Buchstaben auf, z.B. Bsw: Baumschulenweg, Rga:
>Rummelsburg Abstellbahnhof, Twt: Tempelhof Westturm, Not: Neukölln
>Ostturm, der Fdl aber Nkn: Neukölln, Erk: Erkner (Fdl) aber Em: Erkner
>Mitte, Osa: Olympiastadion Abzweig, Mbf: Messebahnhof, Frio:
>Friedrichstraße Ost, Ulu: Unter den Linden unten (Tunnel), Vnk:
>Verbindung nach Kaulsdorf, Vdp: Verbindung Dresdner- u. Potsdamer
>Bahn
Ist es nicht in diesen Fällen ggf. so, daß die Befehlsstellwerke unmittelbar
mit dem fernschriftlichen Rufzeichen bezeichnet sind? Darüber hinaus ist es bei
Abzweigstellen auch außerhalb Berlins nicht unüblich, daß ggf. das Rufzeichen
zugleich auch schon der vollständige Name der Betriebsstelle ist, z.B. bei der
Abzw Az, die eben einfach nur "Ahzett" heißt und nicht etwa "Abzweig nach
Zitzschewig". Auch in der Rbd Cottbus gab es das bei der längst wieder
vergessenen und überbaggerten Verbindungskurve, die in den 80er Jahren für
wenige Jahre zwischen Asw und der alten Strecke nach Großräschen hingetrümmert
worden war: Abzw Ac und Abzw Al.
Ansonsten ist erwähnenswert, daß die Rbd Dresden ihrerseits ein eigenes
Süppchen kochte: Dort sind die Türme eines Bahnhofs einfach durchnumeriert als
"Stellwerk 1", "Stellwerk 2" usw. Diese Bezeichnungsweise ist den Sachsen
derart in Fleisch und Blut übergangen, daß sie nunmehr auch das B 1 und das W 2
eines Bahnhofes in der Rbd Cottbus so ansprechen.
-kl
In Charlottenburg (Chb) stimmt(e) es schon mal nicht, der Fdl saß in
Chab; in Anhalter (Personen-) Bahnhof Ahb, Fdl Abf auch nicht;
Eichgestell Eg, Fdl Egb auch nicht; aber i.d.R. schon.
Ja, noch sitzt ja ein Fdl in Mersch , aber schon bald soll der Fdl in
Bockum-Hövel den Bereich des Fdl Mersch übernehmen. Das Stellwerk bleibt
aber wie es ist , und wird ferngesteuert von Bockum.
Gruss Markus
"Holger Metschulat" <ho...@stellwerke.de> schrieb:
>
> 2. Zahl: Fortlaufende Numerierung
>
Beginnend mit der "1" aus Richtung Streckenkilometrierung.
Sehr hilfreich, um auf unbekannten großen Bahnhöfen
Stellwerke zu suchen;-)
Grüsse
Frank
> Auf der Strecke von Köln nach Siegen werden die
> Stellwerke in Wissen und Niederschelden ferngesteuert; der zuständige Fdl
für
> Wissen ist Betzdorf und für Niederschelden ist es entweder Betzdorf oder
Siegen
> (ich meine aber eher letzteres), außerdem wird noch das Stellwerk der Üst
> Blankenberg ferngesteuert, da fällt mir allerdings nicht ein welchem Fdl
das
> zugeteilt sein könnte.
Der Fdl Eitorf kümmert sich drum.
In Hennef kann man sich angeblich ebenso täuschen lassen. Was wie ein
Fahrdienstleiter aussieht, soll seit kurzem nur noch ein "Bediener von
Bahnübergangsanlagen" (Fachbegriff?) sein. Wie das allerdings technisch
genau aussieht, weiß ich auch nicht. Ist wohl ein Vorgriff irgendein ESTW.
Gruß,
Ingo
Das Stellwerk in Flehingen ist vorhanden, wird vom ESTW Bretten
ferngesteuert. Nicht mehr besetzt werden kann es, weil es keine Fdl
mehr gibt, die die notwendige örtliche Einweisung haben. Ob es als
Fahrdienstleiterstellwerk gekennzeichnet ist, möchte bitte ein
streckenkundiger Tf oder Stammfahrgast dieser Strecke kund tun.
Grüße
Marc
--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
Mich duenkt, dass das Waerterstellwerk "Jw" am Suedkopf in
Jagstfeld steht.
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Reinhard
Reinhard
Die ferngesteuerten Stw Wattenscheid und Prinz von Preußen können (und
müssen) bei Bedarf örtlich besetzt werden.
>
> Oder anders gefragt gibt es Stellwerke, die aufgrund zugemauerter
> (oder genagelter) Fenster, oder fehlender Bedieneinrichtungen
> nicht mehr besetzt werden können, aber trotzdem noch wie ein
> (zeitweise) besetztes Stellwerk nach aussen gekennzeichnet werden?
>
Ich weiß jetzt nicht, ob die vor einiger außer Betrieb genommenen Stellwerke
Bw und Bm in Bochum Gbf noch ihre Bezeichnungen haben. Stehen tun sie noch,
signaltechnisch sind sie jedoch abgeklemmt.
Reinhard
,bzw die Strecke, an der sich der Bahnhof befindet, um eine eindeutige und
kurze Bezeichnung der Betriebsstellen zu ermöglichen.
So kommen auch einige Abkürzungen mit drei Buchstaben zustande. So könnte
z.B. die Bezeichnung Soest (Sof) zustande gekommen sein (Vermutung!). Der
nächste Bahnhof war (Bad) Sassendorf (vermutlich Sf).
--
Ralf Görke
>> Ist es nicht in diesen Fällen ggf. so, daß die Befehlsstellwerke unmittelbar
>> mit dem fernschriftlichen Rufzeichen bezeichnet sind?
>
>In Charlottenburg (Chb) stimmt(e) es schon mal nicht, der Fdl saß in
>Chab; in Anhalter (Personen-) Bahnhof Ahb, Fdl Abf auch nicht;
>Eichgestell Eg, Fdl Egb auch nicht; aber i.d.R. schon.
In diesen Beispielen mischt sich das klassische Berliner
Bezeichnungsschema mit den ebenfalls im preussischen Raum verbreiteten
Gepflogenheiten, das Fahrdienstleiterstellwerk mit dem Zusatz "b" (für
"Befehlsstellwerk") oder "f" zu kennzeichnen. Der letztere Kennbuchstabe
wurde ja spaeter von der DB zur allgemeinen Norm erklaert.
Joern Pachl
[Bezeichnung von Stellwerken]
>2. Hauptsächlich im Westen:
>
>1. Buchstabe (groß): 1. Buchstabe des Ortes
>2. Buchstabe (optional): Unterscheidung mehrerer Bahnhöfe in einem Ort
>3. Buchstabe (klein): "f"=Fahrdienstleiterstellwerk, "w"=Wärterstellwerk
Wobei sich die Orte nicht unbedingt an politischen Gemeinden zu
orientieren scheinen. Es gibt z.B. an der Main-Weser-Bahn im heutigen
S-Bahnhof "FF Frankfurter Berg" das Stellwerk "Bf". Bis vor einigen
Jahren hieß der Bahnhof "Frankfurter Berg" noch "Bonames". Bonames ist
IIRC seit 1910 Stadtteil von Frankfurt, die Siedlung Frankfurter Berg
wurde in den 20er oder 30er Jahren gebaut.
Gruß, Yann
Schrankenwärter...?
Reinhard
> Ganz grob gesehen kann man aber sagen, endet die Stw-Bezeichnung auf "f"
> handelt es sich um ein Fdl-Stw, endet sie auf "w" handelt es sich um ein
> Wärterstellwerk.
Es gibt auch bezeichnungen wie:
Eo Engelskirchen Ost ?
Ws (Koeln-)West Sued ?
Das sind beides waerterstellwerke, nehme ich an, aber ohne "w".
Klaus
> In welchem kontext sind diese bezeichnungen eigentlich eindeutig?
> Ich kann mir vorstellen, dass es "Mf" auch in Mannheim, München,
> Memmingen, Mettmann usw. gibt.
Eine kurze fahrt von Koeln nach Bonn:
Kf(?)
Bf Koeln Betriebsbahnhof(?) Fdl
Wf
Ws
Sof
Enf
Emf
Esf
Kf
Bf Bruehl Fdl
Sf
Rf
Bf Bonn Fdl
Ist zwei mal direkt nacheinander die selbe kennung ausgeschlossen?
In kurzen abstaenden ist es offensichtlich erlaubt.
Klaus
Nein, diese Behauptung ist an der Strecke Hamburg-Hannover
widerlegbar. Südlich von Uelzen befindet sich der Bbf Klein
Süstedt, das Stellwerk durch "Sf" gekennzeichnet. Die
nächste Betriebsstelle gen Süden ist Suderburg, an deren
Stellwerk ebenfalls "Sf" prangt.
Obwohl sich viele Fdl nur mit dieser Bezeichnung am Telefon
melden, hat sie tatsächlich nur innerhalb des Bf Bedeutung.
Gruß Patrick Evert
Reinhard
Dann wird wohl auf Befehl gefahren.
> >Und was ist im Störungsfall? Wird der Betrieb eingestellt?
>
> Dann wird wohl auf Befehl gefahren.
Geht das ohne oertliche einweisung?
Was muss derjenige, der das stellwerk am ort bedient, mehr wissen,
als der, der es fernsteuert?
Klaus
Grüße,
Jan Marco Funke
> Kamen = Kaf
In mehr als einem sinn? ;)
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
______<_ .--+--------+--. ______________ ______________
/'...<+>`\|H +--------+ H||H ========== H||H ========== H|
______`o-o--o-o'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'
Allerdings ist der Bahnhof dort sehr gut frequentiert, es gibt viele,
die dort Park&Ride nutzen, weil der Ruhrgebiets-Verbuntarif VRR ab Kamen
gilt und man dort gute Verbindungen ins Ruhrgebiet hat. In Kamen steigen
oft genauso viele Fahrgäste zu wie z.B. im viel größeren Bahnhof Hamm.
Viele Grüße,
Jan Marco Funke
> >> Das Stellwerk in Flehingen ist vorhanden, wird vom ESTW Bretten
Bretten? Hamma kein ESTW, sondern DrS 59. Sollte schon kaum möglich
sein, das Flehinger SpDrS 60 überhaupt fernzusteuern.
Eppingen käme hin, denn den Neubau hat die AVG von Siemens machen
lassen. Müsste auch deswegen so sein, da der LfB nicht duldet, dass
NE-Relaisgruppen über EdB-Bedientische angesteuert werden; siehe
Grötzingen.
> >> ferngesteuert. Nicht mehr besetzt werden kann es, weil es keine Fdl
> >> mehr gibt, die die notwendige örtliche Einweisung haben. Ob es als
> >> Fahrdienstleiterstellwerk gekennzeichnet ist, möchte bitte ein
> >> streckenkundiger Tf oder Stammfahrgast dieser Strecke kund tun.
Vor der Verpachtung wurde es als Ff geführt.
> >Und was ist im Störungsfall? Wird der Betrieb eingestellt?
>
> Dann wird wohl auf Befehl gefahren.
Dem Vernehmen ist das ESTW Eppingen selbst wesentlich anfälliger als
die benachbarten Dr- oder Alttechnik-Stellwerke.
mfg Matthias Dörfler
Hm, ich postete nicht einmal zur Unzeit, aber trotzdem falsch. Der
Bedienplatz ist _natürlich_ nicht in Bretten, sondern in Eppingen.
Wenn Du Fdl für die Strecke bist, freilich. Du bedienst ja das
Stellwerk normalerweise fern.
>Was muss derjenige, der das stellwerk am ort bedient, mehr wissen,
>als der, der es fernsteuert?
Zum Beispiel die Bedieneigenheiten des Stelltisches.
> >> Das Stellwerk in Flehingen ist vorhanden, wird vom ESTW Bretten
> >> ferngesteuert. Nicht mehr besetzt werden kann es, weil es keine Fdl
> >> mehr gibt, die die notwendige örtliche Einweisung haben.
> >>
> >Und was ist im Störungsfall? Wird der Betrieb eingestellt?
>
> Dann wird wohl auf Befehl gefahren.
>
Wenn man erst mal so weit ist, daß ein Stellwerk eigentlich örtlich besetzt
werden müsste, dann sind die Störungen oft so, daß man auch auf Befehl nicht
mehr fahren kann, weil man nämlich keine Kontrolle mehr hat.
Reinhard
Jein, auch als fernsteuernder Fdl musst Du einmal auf dem Stw abgenommen
sein. Danach spielt es aber keine Rolle mehr, wie lange Du nicht mehr da
warst. So war ich z.B. nach 10 Jahren zum ersten Mal wieder in Wattenscheid.
Die Kollegen aus Essen, die da eigentlich hin müssen, es aber nicht in der
Fernsteuerung bedienen, müssen in regelmäßigen Abständen ihre Kenntnisse
örtlich auffrischen.
>
> >Was muss derjenige, der das stellwerk am ort bedient, mehr wissen,
> >als der, der es fernsteuert?
>
> Zum Beispiel die Bedieneigenheiten des Stelltisches.
Und die Technik des Stelltisches. Siehe Beginn dieses Nebenthreads, kein Fdl
mehr da, der die Technik kannte...
>
Reinhard
>Es gibt auch bezeichnungen wie:
>
>Eo Engelskirchen Ost ?
>Ws (Koeln-)West Sued ?
Eb
Bedeutet Abzweig Emsbruecke in Rheine
Armin
--
Armin Muehl
http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://home.t-online.de/home/muehl.armin/mfm.htm
(Muensterlaendisches Feldbahnmuseum e.V.)
Kamen hat 48.286 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand: 31.12.2000),
eine im Kreis Unna bekannte Konzertaula und, um hier wieder onTopic
zu werden, die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) hat ihren
Hauptsitz in Kamen. Mehr über dieses "Kaff" gibt es übrigens auf
http://www.kamen.de/. (Die Seite finde ich besser als manch andere
offizielle Seite von Städten - wie z.B. die meiner Heimatstadt
www.luenen.de)
> Allerdings ist der Bahnhof dort sehr gut frequentiert, es gibt
viele,
> die dort Park&Ride nutzen, weil der Ruhrgebiets-Verbuntarif VRR ab
Kamen
> gilt und man dort gute Verbindungen ins Ruhrgebiet hat. In Kamen
steigen
> oft genauso viele Fahrgäste zu wie z.B. im viel größeren Bahnhof
Hamm.
Das liegt vielleicht an der zentralen Lage im Kreis Unna.
Christian
--
Christian Blome
Email: webm...@bahn-seiten.de
BAHN-Seiten: http://www.bahn-seiten.de
Homepage: http://www.christianblome.de
Noch was anderes !!!
Holzwickede heißt nicht Hf oder Hzf , nein einfach nur Hz , also ohne f ,
als wenn es dort keinen Fahrdienstleiter gibt. Wahrscheinlich liegt es aber
da dran, daß es ja schon als nächste Zmst Hf gibt (Heide) !!!
Gruß Markus
Klaus von der Heyde schrieb:
Hallo,
auf der Strecke Köln - Gummersbach gibt es das noch in Dieringhausen ("Do" =
Wärterstellwerk) und es gab auch mal in Overath das Stw "Oo" (das Gebäude
steht noch obwohl es seit ca 10 Jahren nicht mehr benutzt wird; Inbetriebnahme
ESTW Overath).
Grüße aus Gremberg,
Volker (der fast immer in Engelskirchen einsteigt)
Ich frage mich ja schon länger, warum der IR nicht in Kamen hält.
Vermutlich liegt es hauptsächlich daran, das der Bahnsteig etwas zu kurz
ist. Ich würde mal tippen, das in Kamen 7 oder maximal 8 Wagen an den
Bahnsteig passen, die IR können verstärkt aber auch schon mal 9 Wagen lang
sein.
Weißt Du, ob das bundesweit (bzw. in Bayern) so gilt? Und ob das
auch für die neueren Varianten von Relaisgruppen (sprich: ESTW)
gilt? Gibt es auch diese Probleme zwischen Regent- und
Nicht-Regent-Netzen?
Andi
--
.signature: No such file or directory
> Jahren hieß der Bahnhof "Frankfurter Berg" noch "Bonames". Bonames ist
Da fällt mir eine oft im Busen bewogene, aber nie beantwortete Frage
ein: Wie spricht man diesen Ortsnamen nun eigentlich aus? Wie betont man
ihn?
Gruß
Ingo
--
Ingo Dierck, dierck & meyer mediengestaltung
mailto:ingo....@addcom.de
> Ansonsten ist erwähnenswert, daß die Rbd Dresden ihrerseits ein eigenes
> Süppchen kochte: Dort sind die Türme eines Bahnhofs einfach durchnumeriert als
> "Stellwerk 1", "Stellwerk 2" usw.
Da schließe ich gleich eine Beobachtung und Frage an:
In Frankreich heißen die Stellwerke (wohl überall?) "Poste 1", "Poste 2"
und so weiter. Zumindest habe ich dies in Lauterburg sowie in Straßburg
beobachtet. In Straßburg steht der Poste 1, wenn man auf der Autobahn
(hüstl!) von Norden kommt, ein Stückchen hinter der Stelle, wo direkt an
der Autobahn dieser TGV-Triebkopf aufgestellt ist.
Frage: Welcher Regel folgt hier die Numerierung? Gibt es Besonderheiten,
die noch aus der Zeit der elsässisch-lothringischen Eisenbahnverwaltung
herrühren, außer dem Rechtsverkehr?
Diese Bezeichnung gibt es überall in Frankreich. Ich habe aber den
Eindruck, dass neuere Stellwerke (z.B. das gerade in Betrieb
genommene in Marseille) andere Bezeichnungen bekommen.
> > Jahren hieß der Bahnhof "Frankfurter Berg" noch "Bonames". Bonames ist
>
> Da fällt mir eine oft im Busen bewogene, aber nie beantwortete Frage
> ein: Wie spricht man diesen Ortsnamen nun eigentlich aus? Wie betont man
> ihn?
Betonung auf der letzten Silbe (Bonameeeehs)
Helmut Pfau
Höchstens Blockstellen, Bahnhöfe keine.
Patrick
Weitestgehend ja, zumindest was aeltere Stellwerksbauformen angeht.
Wie die beiden ESTW der SNCF genannt werden, weiss ich nicht. Ach ja:
reine Rangierstellwerke werden mit Buchstaben "Poste A" etc. benamst.
> Frage: Welcher Regel folgt hier die Numerierung? Gibt es Besonderheiten,
> die noch aus der Zeit der elsässisch-lothringischen Eisenbahnverwaltung
> herrühren, außer dem Rechtsverkehr?
Mir ist da bislang nichts besonderes aufgefallen. Aber: zumindest
auf den Deutschen Stellwerksbauformen (Bruchsal) hat sich teilweise
die Fdl-/Waerterabhaengigkeit erhalten. Vielleicht sind dort
Abweichungen von einer mir nicht bekannten Regel gegeben, wonach
beispielsweise der (ex) Fdl Poste 1 ist, obwohl er vielleicht von den
sonstigen (z.B. geographischen) Regeln der Poste 2 waere.
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
> auf der Strecke Köln - Gummersbach gibt es das noch in Dieringhausen ("Do" =
> Wärterstellwerk) und es gab auch mal in Overath das Stw "Oo" (das Gebäude
> steht noch obwohl es seit ca 10 Jahren nicht mehr benutzt wird; Inbetriebnahme
> ESTW Overath).
War Overath nicht eines der ersten ESTW, quasi als versuch?
Stillgelegte stellwerke, z.t. noch mit kennung und/oder bahnhofsname
dran gibt es noch mehr an dieser strecke:
Gn Gummersbach Nord
Dw Dieringhausen West
?? Osberghausen Ost? Fdl?
?? (Honrath muesste eins gewesen sein, im EG?)
Ro Roesrath Ost
?? Roesrath West? Fdl?
Kf? Koenigsforst Fdl?
?? Vingst Abzweig
Klaus
> Diese Bezeichnung gibt es überall in Frankreich. Ich habe aber den
> Eindruck, dass neuere Stellwerke (z.B. das gerade in Betrieb
> genommene in Marseille) andere Bezeichnungen bekommen.
Danke. Ich muß bei meiner nächsten Urlaubsfahrt einmal darauf achten.
> beispielsweise der (ex) Fdl Poste 1 ist, obwohl er vielleicht von den
> sonstigen (z.B. geographischen) Regeln der Poste 2 waere.
Danke für die Antwort, allein: wie lauten die "z. B. geographischen"
Regeln wohl?
Naja, vielleicht sowas wie "von Norden nach Sueden" oder
"in Kilometrierungsrichtung" oder (wichtig) "aus Richtung Paris gesehen"...?
> > [...] der LfB nicht duldet, dass
> > NE-Relaisgruppen über EdB-Bedientische angesteuert werden
> Weißt Du, ob das bundesweit (bzw. in Bayern) so gilt? Und ob das
> auch für die neueren Varianten von Relaisgruppen (sprich: ESTW)
> gilt? Gibt es auch diese Probleme zwischen Regent- und
> Nicht-Regent-Netzen?
Ich weiß es _nicht_. Aber wenn ich versuche, die Antwort zu
deduzieren, muss es sich um eine bundesweite und "plattform-
unabhängige" Regelung handeln.
Auszugehen ist vom technischen Fakt, dass sich die NE-Relaisgruppe mit
dem EdB-Bedientisch keineswegs beißt. Der Sinn des Aufteilungsgebots
ist nur damit erklärlich, dass klare und eindeutige Zuständigkeiten
für die Eisenbahnaufsicht vorliegen müssen.
Wo beginnt die Zuständigkeit des EBA (EdB-Bedientisch), wo endet die
des LfB (NE-Relaisgruppe)? An einem willkürlich festgelegten Punkt im
Kabelbaum? Unabhängig davon, dass der LfB qualifiziert genug ist,
Sachaufgaben des EBA zu erledigen und umgekehrt, und unabhängig davon,
dass in den meisten Bundesländern durch die Beleihung des EBA sogar
Personenidentität besteht, bedarf es wirklich einer realen und nach-
vollziehbaren Unterscheidung der zu beaufsichtigenden Infrastruktur.
Im Hinblick auf die Komplexität von Software sehe ich diesen Grund für
das ESTW _erst_ _recht_ als gegeben.
Regent? Hmm, so lange es eine EdB ist nein; keine Realtrennung nötig.
mfg Matthias Dörfler
> Lt örtlichen Richtlinien wird von Eppingen Richtung Bretten gesteuert:
> Sulzfeld (Baden)
> Zaisenhausen
> Flehingen
> Bauerbach
Da möge man vielleicht etwas genauer sein; denn Zaisenhausen wird vom
SpDr S 60 in Flehingen fernge_stellt_, während Bauerbach m.W. ur-
sprünglich ein von Flehingen ferngesteuertes DrS 2 hatte. Da Letzteres
aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen im Gefolge des Baus der NBS
umgebastelt wurde und peinlicherweise anschließend in die Verfügungs-
masse des Bundeseisenbahnvermögens geriet, was heftige Missstimmungen
zwischen AVG, BEV und DB AG nach sich zog, über deren Ausgang ich
nichts berichten würde, selbst wenn ich ihn genau kennen würde, muss
das den heutigen Gegebenheiten nicht mehr entsprechen.
Und das SpDr S 60 Flehingen seinerseits wird, wie Marc sich ja zwei
Minuten nach meinem Einwurf selbst korrigiert hat, vom ESTW Eppingen
fernge_steuert_.
Sulzfeld hingegen müsste jetzt unmittelbar von Eppingen aus
ferngestellt werden.
Reinhard Schumacher schrieb zum Störungsfall in Message-ID:
<9ebqb5$20nr5$1...@ID-90368.news.dfncis.de>
> Wenn man erst mal so weit ist, daß ein Stellwerk eigentlich örtlich besetzt
> werden müsste, dann sind die Störungen oft so, daß man auch auf Befehl
> nicht mehr fahren kann, weil man nämlich keine Kontrolle mehr hat.
D'accord. Die Systemkreuzungen finden sowieso in Bauerbach statt, wo
mittlerweile noch eine RESI in NE-Technik dafür sorgt, dass die
Beförderungsfälle nicht überfahren werden. Die Besetzung von Flehingen
allein würde wenig bringen; vielmehr müsste, falls der frühere Zustand
noch zutrifft, eher oder auch Bauerbach besetzt werden.
Wenn die AVG wirklich keine geprüften Fdl für Flehingen und/oder
Bauerbach mehr hat, hilft wirklich nur, jeweils einen Teil der Züge
noch im Brettener Bereich (Gölshausen) zu stürzen und das zwischen
Eppingen und Gölshausen kreuzungsfrei verbleibende Zugpaar auf Befehle
durchzuschleusen.
mfg Matthias Dörfler
Klaus von der Heyde schrieb:
> War Overath nicht eines der ersten ESTW, quasi als versuch?
>
> Stillgelegte stellwerke, z.t. noch mit kennung und/oder bahnhofsname
> dran gibt es noch mehr an dieser strecke:
>
> Gn Gummersbach Nord
> Dw Dieringhausen West
> ?? Osberghausen Ost? Fdl?
> ?? (Honrath muesste eins gewesen sein, im EG?)
> Ro Roesrath Ost
> ?? Roesrath West? Fdl?
> Kf? Koenigsforst Fdl?
> ?? Vingst Abzweig
>
> Klaus
Hallo,
das ESTW Overath war 1990 das vierte ESTW was von Siemens an die Deutsche Bundesbahn
geliefert wurde; gleichzeitig war es das erste ESTW was nach der Inbetriebnahme noch
erweitert wurde (1991 wurde Hoffnungsthal wieder zum Bahnhof ).
Der Bedienplatz für das ESTW befindet sich in Overath im alten (und neuen) Fdl -
Stellwerk. Es gab früher auch ein Stellwerk "Ow" in Overath, welches aber schon
lange nicht mehr steht (für ortskundige: aus Richtung Köln kommend kurz hinter dem
ersten BÜ im Bahnhofsbereich).
In Dieringhausen gab es mal das Stw "Dw", welches heute auch noch, mit
Beschilderung, steht (Standort ist kurz hinter der kleinen Brücke vor dem Esig).
Der zur Awanst degradierte Bahnhof Osbergahusen verfügte früher über (mindestens)
zwei Stellwerke; eins im Ostkopf (Fdl, ist heute noch erhalten und wird als Wohnung
genutzt) und eins in Höhe der alten Unterführungen (heute steht da wohl ein
Container).
Honrath war früher Bahnhof (das weiss ich sicher) und wenn es da ein Stellwerk gab,
dann wurde es schon (mit dem Rest was einen Bahnhof ausmacht) spätestens Anfang der
70er Jahre ausser Betrieb genommen. In Hoffnungsthal ist heute eine Kneipe im
ehemaligen Fdl - Stw.
Im Bahnhof Rösrath sind noch alle ehemaligen Stellwerke erhalten:
"Ro" wird momentan in einen Neubau mit integiert (gibt dem Anschein nach ein
Mehrfamilienhaus)
Da wo früher "Rf" ist heute die Taxizentrale und
"Rw" wird als Wohnung weitergenutzt (befidet sich aus Richtung Köln gesehen kurz vor
dem großen BÜ im Bahnhofsbereich)
Das alte Stellwerk im ehemaligen Bahnhof (heute Awanst) Königsforst ist angeblich
vom dort ansässigen holzverarbeitenden Betrieb gekauft worden.
Der Stellwerksbau der Abzweigstelle Vingst ist noch vorhanden soll aber im Rahmen
des NBS - Baus abgerissen werden. Das Stellwerk selber wurde irgenwann Ende der 80er
Jahre ausser Betrieb genommen (Ersatz durch SpDr60 - Stellwerk im Gebäude des Stw
"Kkf" im ehemaligen Pbf Köln - Kalk). Mehr fällt mir dazu jetzt auch nicht ein,
Schöne Grüße aus Gremberg (von wo aus heute die letzte grüne 139er wahrscheinlich
Richtung Aw Opladen gefahren wurde)
Volker
>>>> Dann wird wohl auf Befehl gefahren.
>>>Geht das ohne oertliche einweisung?
Solange Du aus der Fernsteuerung mittels Zettel sicher fahren kannst,
ist das kein Problem. Mußt Du aber das Stw z.B. wegen ausgefallener
Meldungsübertragung örtlich besetzen, hast Du eines...
>>Wenn Du Fdl für die Strecke bist, freilich. Du bedienst ja das
>>Stellwerk normalerweise fern.
>Jein, auch als fernsteuernder Fdl musst Du einmal auf dem Stw
>abgenommen sein.
Um das Stellwerk eigenverantwortlich im Ortsbetrieb zu fahren ja. Zum
Fernsteuern nein, da reicht die Prüfung auf der Fernsteuerung.
>>>Was muss derjenige, der das stellwerk am ort bedient, mehr wissen,
>>>als der, der es fernsteuert?
>>Zum Beispiel die Bedieneigenheiten des Stelltisches.
Häufig sind im Ortsbetrieb zusätzliche Bedienungen möglich, z.B.
ungezählte Auflösung von Rangierstraßen, bei "meiner" Fernsteuerung
nur gezählt mit FHT. Andererseits bekam so manches DrS2 für
Fernsteuerbetrieb eine Weichenlaufkette aufgepfropft, die im
Ortsbetrieb nicht wirkt...
Gruß, Gerd
> oder (wichtig) "aus Richtung Paris gesehen"...?
Huahua! Das ist natürlich die einzig mögliche Lösung in einem Land, wo
es nur zwei Arten von Wegweisern an den Straßen gibt: "Paris" oder
"autres directions".
Daß ich da nicht gleich selbst drauf gekommen bin ...
>> > [...] der LfB nicht duldet, dass
>> > NE-Relaisgruppen über EdB-Bedientische angesteuert werden
Es gibt z.B. eine Haltlichtanlage einer Anschlußbahn, die vom Stellwerk einer
besonders wichtigen Eisenbahn des Bundes bedient wird. Es gibt auch Weichen auf
einer Betriebsstelle einer ebenfalls vom Land beaufsichtigten Bahn, die mit
Antrieben versehen sind, die an das Stellwerk der besonders wichtigen Eisenbahn
des Bundes angebunden sind.
>Wo beginnt die Zuständigkeit des EBA (EdB-Bedientisch), wo endet die
>des LfB (NE-Relaisgruppe)? An einem willkürlich festgelegten Punkt im
>Kabelbaum?
Im Falle der genannten HLA ist es so ("Kabelabschlußgestell" wurde definiert).
>Unabhängig davon, dass der LfB qualifiziert genug ist,
>Sachaufgaben des EBA zu erledigen und umgekehrt, und unabhängig davon,
>dass in den meisten Bundesländern durch die Beleihung des EBA sogar
>Personenidentität besteht, bedarf es wirklich einer realen und nach-
>vollziehbaren Unterscheidung der zu beaufsichtigenden Infrastruktur.
Weil, mit Verlaub, EBA und Landesbehörden nicht in der Lage sind, darüber
Einvernehmen zu erzielen, wer die Pläne mit grünem Stempel versieht?
-kl
>> Das stimmt nicht ganz. Die Endung "w" bedeutet, dass es sich um das
>> Wärterstellwerk West handelt, es bezeichnet also die Himmelsrichtung,
>
> Mich duenkt, dass das Waerterstellwerk "Jw" am Suedkopf in
> Jagstfeld steht.
Wohl nicht immer einheitlich. Hier ind der Gegend waren Sw,Dw, westlich,
Ss,Shs suedlich,
Shn noerdlich, Sof, Rof,Dof;-) oestlich gelegen...
MfG Ulrich
Nicht nur auf den Strassen. So manche Gleisbelegungstafel (TCO) weist bei den
Strecken nicht etwa den naechsten Knotenbahnhof auf, sondern besagtes Dorf
an der Seine...
Gruss,
Holger K. aus D.
... der ab dem 1.6. den Canal du Nivernais unsicher macht ...
> Eb
> Bedeutet Abzweig Emsbruecke in Rheine
Der Abzweig ist aber nur noch eine Blockstelle, seit da nichts mehr
abzweigt. Vorher mündet dort die Verbindungskurve, mit der man ohne
Kopfmachen aus Richtung Münster in Richtung Osnabrück fahren konnte.
Zusammen mit Bentlage (zwischen Rheine und Salzbergen) werden also
beim Bau des elektronischen Stellwerkes Rheine gleich zwei mechani-
sche Blockstellen verschwinden.
Robert Weemeyer, Lingen (Ems)/Berlin
> Kamen = Kaf
> Wo kann man an der Strecke Kf finden? Vielleicht in (Dortmund-)Kurl?
Der Bahnhof Kamen-Methler hieß früher Westick-Kaiserau. Vielleicht
hängt es damit zusammmen?
Robert Weemeyer, Berlin
>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ursprüngliche Nachricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<
Am 01.06.01, 00:34:38, schrieb Robert Weemeyer <robert....@gmx.de> zum
Thema Stellwerksbezeichnungen in Kamen (was: Abkürzungen: was heißt Mf?):
> Jan Marco Funke schrieb am 21. Mai:
> > Kamen = Kaf
> > Wo kann man an der Strecke Kf finden? Vielleicht in (Dortmund-)Kurl?
Wenn ich mich richtig erinnere, hieß das Fdl Stw in Dortmund-Kurl „Dkf“
> Der Bahnhof Kamen-Methler hieß früher Westick-Kaiserau. Vielleicht
> hängt es damit zusammmen?
Das ist aber ein Haltepunkt, da gab es eine Blockstelle Westick.
Im Bereich des ehemaligen Betriebsamtes Hamm gab es mehrere Fdl Stw mit 3
Buchstaben, z.B.:
Kaf in Kamen, Böf in Bönen, Rhf in Rhynern (Hamm-Rhynern), Pmf in Pelkum
(Hamm-Pelkum), Ukf in Unna-Königsborn, Bkf in Bergkamen, Wef in Welver.
Zurück zu „Mf“, im jetzigen Bereich des Betriebsstandortes Hamm gibt es
„Mf“ in Mersch, Münster Hbf, Marbeck-Heiden und Maria-Veen, aber Mef in
Mecklenbeck (Münster).
Weiter gibt es folgende Bezeichnungen für Fdl Stw:
6 mit Af,
12 mit Bf,
6 mit Df,
2 mit Ef,
4 mit Gf,
10 mit Hf,
1 mit Kf,
8 mit Lf,
3 mit Nf,
3 mit Of,
1 mit Pf,
1 mit Qf,
5 mit Rf,
7 mit Sf,
1 mit Tf,
1 mit Uf,
5 mit Wf
und 24 mit 3 Buchstaben.
LOL
Gruß
Siegfried
>> Eb
>> Bedeutet Abzweig Emsbruecke in Rheine
>
>Der Abzweig ist aber nur noch eine Blockstelle, seit da nichts mehr
>abzweigt. Vorher mündet dort die Verbindungskurve, mit der man ohne
>Kopfmachen aus Richtung Münster in Richtung Osnabrück fahren konnte.
Ausserdem wurde der Gleisanschluss der Textilfabrik FAK gesichert. Der
Gleisanschluss hatte ein eigenes Hauptsignal!
>Zusammen mit Bentlage (zwischen Rheine und Salzbergen) werden also
>beim Bau des elektronischen Stellwerkes Rheine gleich zwei mechani-
>sche Blockstellen verschwinden.
Nein, drei da Mesum auch verschwindet.
Armin
--
Armin Muehl
http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://home.t-online.de/home/muehl.armin/mfm.htm
(Muensterlaendisches Feldbahnmuseum e.V.)
> Robert Weemeyer <robert....@gmx.de> wrote:
>
> > Zusammen mit Bentlage (zwischen Rheine und Salzbergen) werden also
> > beim Bau des elektronischen Stellwerkes Rheine gleich zwei mechani-
> > sche Blockstellen verschwinden.
>
> Nein, drei da Mesum auch verschwindet.
Ist Mesum nur eine Blockstelle? Ich dachte, das sei ein Bahnhof.
Robert Weemeyer, Lingen (Ems)/Berlin
>> Nein, drei da Mesum auch verschwindet.
>
>Ist Mesum nur eine Blockstelle? Ich dachte, das sei ein Bahnhof.
Mesum war mal vor langer Zeit ein richtiger Bahnhof, als die
Eisenbahnwelt noch in Ordnung war. Er hatte mehr Gleise als heute und
zwei Stellwerke.
Jetzt ist Mesum eine Blockstelle.
Fuer Rodde gilt das uebrigens auch. Dort gab es mal mehr Gleise und
ein DrS2-Stellwerk. Irgendwann war es dann eine Blockstelle mit E43
und Haltepunt und jetzt ist es ein Selbstblock...