Also, ich hab da schon des öfteren gesehen, daß unmittelbar hinter
Formvorsignalen Solarzellen aufgestellt sind (z. B. am Vogelsberg oder in
Bayern). Damit sind viele interessante Fotostellen mehr oder weniger
unbrauchbar geworden.
Ist das jetzt wieder eine neue Macke der Bahn, Geld bei der Ausleuchtung der
Signale zu sparen? Und wenn ja, warum nur an Vorsignalen und nicht an
Hauptsignalen? Weil Vorsignale doppelt so viele Lampen haben?
Über die Antworten freut sich (oder auch nicht)
Christian Meyer
www.dieselpower.de
also über das warum die DB jetzt verstärkt solarzellen einsetzt kann ich auch
nur spekulieren, aber ich denk mal es wird schon der Energiespargedanke sein.
Übrigens gibt es auch Hauptsignale mit Solarzellen. Eines steht im Bf Hochdorf
(bei Horb) bei der Ausfahrt Richtung Eutingen. Warum aber nur eines der 3
vorhandenen Signale so umgerüstet wurde und die anderen nciht, ist mir
schleierhaft
viele grüße
Martin Strobl
> Also, ich hab da schon des öfteren gesehen, daß unmittelbar hinter
> Formvorsignalen Solarzellen aufgestellt sind (z. B. am Vogelsberg oder in
> Bayern). Damit sind viele interessante Fotostellen mehr oder weniger
> unbrauchbar geworden.
Weil alles so aussehen muss wie vor 50 Jahren? Mir ist eine
moderne Bahn lieber als eine, die altmodische Fotos erlaubt.
> Ist das jetzt wieder eine neue Macke der Bahn, Geld bei der Ausleuchtung
der
> Signale zu sparen?
Wenn die Bahn Geld spart, kommt das in letzter Konsequenz den
Fahrgaesten zugute. Von Fotografen kann sie nicht leben.
Umweltfreundlich ist das nebenbei auch noch.
> Und wenn ja, warum nur an Vorsignalen und nicht an
> Hauptsignalen?
Mein Erklaerungsversuch: Hauptsignale liegen naeher an den
Stellwerken und sind leicht von dort aus mit Strom zu ver-
sorgen.
> Über die Antworten freut sich (oder auch nicht)
Du musst schon nehmen, was kommt.
Robert Weemeyer, Bonn
Die Bahn ist ständig bemüht, ihren Betrieb zu rationalisieren. Auf
Fotofreunde legt sie dabei leider keinen Wert. So will sie nun
neuerdings das ständige Austauschen der Gaslaternen vermeiden und
ersetzt diese durch Solarzellen. Bei Formsignalen werden diese oftmals
*auf* die Formsignale gesetzt.
Wie gesagt, für das Streben der Freaks nach Idylle hat die Bahn kein
Verstännis, berechtigterweise. Also genießt die Zeit heute und habt
Euren Fotoapparat ständig griffbereit. Das heute so selbstverständliche
wird übermorgen das Paradies sein!!!
So habe ich heute die Diskussion mit einem Freak abgebügelt, der den
rot/kieselgrauen Redesign-614 verteufeln wollte. Das sei nicht mehr die
Bahn. Nein, sicher nicht mehr die alte Bahn. Aber die Bahn anno 1999.
Und dieser 614 ist erst *nach* der Anti-Verfügung von DB-Regio
entstanden.
Ergo dürfte es ihn gar nicht geben!
Viele Grüße
Jan Borchers
> Ist das jetzt wieder eine neue Macke der Bahn, Geld bei der Ausleuchtung
der
> Signale zu sparen? Und wenn ja, warum nur an Vorsignalen und nicht an
> Hauptsignalen? Weil Vorsignale doppelt so viele Lampen haben?
Weil es billiger ist als wenn man Kilometer lange Kabelschächte gräbt, um
den
Strom zum Signal zubekommen.
Gruß Sven
> Und dieser 614 ist erst *nach* der Anti-Verfügung von DB-Regio
> entstanden.
>
> Ergo dürfte es ihn gar nicht geben!
Was fuer eine "Anti-Verfuegung"?
Robert Weemeyer, Bonn
Der Beschluß von DB-Regio (damals noch GB Nahverkehr) keine Fahrzeuge im
Originallack mehr zu erhalten.
Viele Grüße
Jan Borchers
> > Also, ich hab da schon des öfteren gesehen, daß unmittelbar hinter
> > Formvorsignalen Solarzellen aufgestellt sind (z. B. am Vogelsberg oder in
> > Bayern). Damit sind viele interessante Fotostellen mehr oder weniger
> > unbrauchbar geworden.
>
> Weil alles so aussehen muss wie vor 50 Jahren? Mir ist eine
> moderne Bahn lieber als eine, die altmodische Fotos erlaubt.
Gibt es nicht auch die (billigere) Alternative, auf die naechtliche
Beleuchtung der Formsignale ganz zu verzichten, wie es in anderen
Laendern (z.B. Oesterreich) ueblich ist?
chg
Und wenn ja, warum nur an Vorsignalen und nicht an
>Hauptsignalen? Weil Vorsignale doppelt so viele Lampen haben?
Ob man daran gedacht hat, daß Formsignale eigentlich gar nicht
beleuchtet werden müssen? In Österreich haben sich Flügel mit
rückstrahlender Beschichtung gut bewährt. Ist zwar optisch auch nicht
gerade erhebend, aber ein guter und billiger Kompromiß. Scheinwerfer
werden ja auch deutsche Lokomotiven vorne haben...
gesendet von:
Michael Suda
A-1170 Wien, Österreich/Austria
E-Mail-Adressen:
michae...@blackbox.net (privat, bitte Änderung beachten!)
michae...@bka.gv.at (Büro)
michae...@magnet.at (WWW, Usenet-Replies)
: > gerade erhebend, aber ein guter und billiger Kompromiß. Scheinwerfer
: > werden ja auch deutsche Lokomotiven vorne haben...
: Reichen diese Funzeln denn fuer sowas aus?
Wenn man die Rueckstrahler an Vorsignalbaken und Beobachtungen ueber die
Schulter des Tf in LVT, 628+928 und diversen Steuerwagen zum Maszstab
machen kann - im Prinzip ja. Allerdings sind diese Rueckstrahler um einiges
tiefer angebracht als Hauptsignalfluegel.
(Rueckstrahlende Signalfluegel sind mir noch nicht aufgefallen. Seit
wann gibt's die bei den OeBB?)
Jan-Martin
> Gibt es nicht auch die (billigere) Alternative, auf die naechtliche
> Beleuchtung der Formsignale ganz zu verzichten, wie es in anderen
> Laendern (z.B. Oesterreich) ueblich ist?
Dann müssten die triebfahrzeuge alle mit einer ausreichend
starken beleuchtung ausgerüstet sein (sind sie bei der DB AG
nicht), und selbst dann wäre bei nebel das signal wohl nicht
so gut zu sehen, als wenn es mit einer roten oder grünen lampe
ausgestattet ist.
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
__________ ______________ ______________ _>________
,-'==H=======H||= H======== H||H============H||H=======H==`-.
`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'
>> Also, ich hab da schon des öfteren gesehen, daß unmittelbar hinter
>> Formvorsignalen Solarzellen aufgestellt sind (z. B. am Vogelsberg oder in
>> Bayern).
Interessant! Ich kannte das bisher nur als prämierten ver-
besserungsvorschlag aus der "BahnZeit".
>> Damit sind viele interessante Fotostellen mehr oder weniger
>> unbrauchbar geworden.
Warum denn das? Eine kombination aus formvorsignal und solarzelle
stelle ich mir photogen vor. Sähe ich auch gerne mal und würde
ich dann bestimmt photographieren, auch in kombination mit zügen.
> Und dieser 614 ist erst *nach* der Anti-Verfügung von DB-Regio
> entstanden.
Nach der was?
--
tobias benjamin köhler * * * * ,-/o"O`--.._ * _/(_ *
* * * * * * _,-o'.|o 0 'O o O`o--'. e\
dresden, europe * (`o-..___..--''o:,-' )o /._" O "o 0 o : ._>
* * ``--o___o..o.'' * :'.O\_ ```--.\o .' `--
un...@tigerden.com * * * `-`.,) * \`.o`._ *
furry peace! http://www.fur.com/peace/ * fL `-`-.,)
>Robert Weemeyer wrote:
>
>> Weil alles so aussehen muss wie vor 50 Jahren? Mir ist eine
>> moderne Bahn lieber als eine, die altmodische Fotos erlaubt.
>
>Gibt es nicht auch die (billigere) Alternative, auf die naechtliche
>Beleuchtung der Formsignale ganz zu verzichten, wie es in anderen
>Laendern (z.B. Oesterreich) ueblich ist?
Darueber haben sich die Foto-Freaks auch aufgeregt! Ich finde die
Signale interessant!
Gruesse
Roland Smiderkal
http://members.myworld.at/smi/
>(Rueckstrahlende Signalfluegel sind mir noch nicht aufgefallen. Seit
>wann gibt's die bei den OeBB?)
Schon seit mehr als zehn Jahren. Formsignale gibt's inzwischen meines
Wissens nur mehr in dieser Bauweise.
Dabei ist allerdings folgendes anzumerken:
1) Formsignale gibt es nur mehr auf Nebenbahnen ohne Streckenblockung
(oder weiß jemand die große Ausnahme?); es handelt sich daher meist um
Einfahrsignale, die eigentlich die Funktion von Deckungssignalen
haben. Auf solchen Bahnen wird selten mehr als 80 km/h gefahren. Die
letzte Hauptstrecke mit Streckenblock und Formsignalen war die obere
Franz Josef-Bahn, Sigmundsherberg - Gmünd NÖ; sie behielt bis zur
Installation von Lichtsignalen im Zuge der Elektrifizierung
Formsignale mit Propangasbeleuchtung nachts.
2) Bei Hauptsignalen wurden Reichsbahn-Löffel in rot-weiß mit einer
rückstrahlenden Folie oder so was ähnlichem überzogen, Farbscheiben
und Beleuchtungsaufzug wurden abmontiert. Bei Vorsignalen war es
notwendig, unter der runden Scheibe (ebenfalls reflektierend) eine in
Stellung "Halt erwarten" verdeckte grüne, rückstrahlende Fläche
anzubringen, die nächtens "Frei erwarten" signalisiert, wenn die große
Scheibe in der Waagrechten ist. Mehr als zwei Begriffe gibt es bei
österreichischen Form-Vorsignalen nicht (mehr).
>also über das warum die DB jetzt verstärkt solarzellen einsetzt kann ich auch
>nur spekulieren, aber ich denk mal es wird schon der Energiespargedanke sein.
Vielleicht liegt es auch daran, dass sowas billiger ist, als die endlos
langen Kabel zu ziehen, wenn die Gasbrenner ersetzt werden.
> Gibt es nicht auch die (billigere) Alternative, auf die naechtliche
> Beleuchtung der Formsignale ganz zu verzichten, wie es in anderen
> Laendern (z.B. Oesterreich) ueblich ist?
Ist das wahr, Formsignale OHNE Beleuchtung? Ich stelle mir gerade einen
mit 160 km/h fahrenden Zug vor, bei dem der Lokführer das "halt
erwarten"-zeigende Vorsignal erst in letzter Sekunde sieht.
Jost
Gibt es so etwas in Österreich? Vermute, eher nicht.
Gruß, ULF
--
_______________________________________________________________________________
Ulf Kutzner
Backhaushohl 46
D-55128 Mainz
_______________________________________________________________________________
Soweit ich weiß, ist das Spitzensignal der ÖBB-Loks aber ohnehin heller
als das der DB. Der Integral, der ja "Österreicher" ist, ist jedenfalls
im Dunkeln schon allein daran zu erkennen.
Ilka
--
Ilka Wessel, Postfach 10 08 41, 83008 Rosenheim
Mail: Ilka....@t-online.de
Homepage: http://www.fortunecity.de/boerse/neu/89/
Sonderangebot verlängert! Schreibfehler kostenlos! Bis nächsten Montag
:-(
>Übrigens gibt es auch Hauptsignale mit Solarzellen. Eines steht im Bf Hochdorf
>(bei Horb) bei der Ausfahrt Richtung Eutingen. Warum aber nur eines der 3
>vorhandenen Signale so umgerüstet wurde und die anderen nciht, ist mir
>schleierhaft
Vielleicht reicht die Energie für alle drei Signale.
Gruss
Bert
--
Bert Grund BGr...@vobaplus.de Germany
Höhenstr. 55 75179 Pforzheim
'Bleiben Sie nah am Kessel, da ist es schoen warm!' Tip einer
Meteorologin an einen Eisenbahnfotografen, der in den
norddchinesischen Winter wollte.
> Ob man daran gedacht hat, daß Formsignale eigentlich gar nicht
> beleuchtet werden müssen? In Österreich haben sich Flügel mit
> rückstrahlender Beschichtung gut bewährt. Ist zwar optisch auch nicht
> gerade erhebend, aber ein guter und billiger Kompromiß. Scheinwerfer
> werden ja auch deutsche Lokomotiven vorne haben...
Da müßte man aber die Signale öfter putzen?
Außerdem wäre das sicherheitsmäßig ein Rückschritt, wo doch immer "der
Stand der
Technik" gefordert ist.... und die ESO müßte man auch ändern (Da wiehert
er wieder,
der Amtsschimmel)
Klaus
Hauptsignale werden übrigens ebenso mit Solarzellen ausgerüßte. Hier wird
allerdings die Zelle auf dem Signalmaßt angebracht.
Was die Fotostellen betrifft: Wenn Du Fotos von der heutigen Bahn machen
willst, dann gehören auch die Solarzellen dazu.
Willst Du allerdings versuchen, mit den Fotos irgendeine vergangene Zeit zu
simulieren, dann ist das wohl eher Selbstbetrug.
Gruß Armin
[BOB = Die Fahrgäste haben ihren Humor nicht verloren. Neustes Spiel:
Verspätungsbingo. Wer die Verspätung am genauesten errät, hat gewonnen.]
Christian Gruber schrieb:
> Robert Weemeyer wrote:
>
> > > Also, ich hab da schon des öfteren gesehen, daß unmittelbar hinter
> > > Formvorsignalen Solarzellen aufgestellt sind (z. B. am Vogelsberg oder in
> > > Bayern). Damit sind viele interessante Fotostellen mehr oder weniger
> > > unbrauchbar geworden.
> >
> > Weil alles so aussehen muss wie vor 50 Jahren? Mir ist eine
> > moderne Bahn lieber als eine, die altmodische Fotos erlaubt.
>
> Gibt es nicht auch die (billigere) Alternative, auf die naechtliche
> Beleuchtung der Formsignale ganz zu verzichten, wie es in anderen
> Laendern (z.B. Oesterreich) ueblich ist?
>
> chg
Und was sollen die Triebfahrzeugführer nachts machen , wenn sie mit 160 Km/h um
die Ecke gebuegelt kommen und sehen das Vorsignal erst wenn es fast an Ihnen
vorbeigeschwebt ist und Halt erwarten zeigt ?????
Stell Dir vor , Du liegst in einem DB Night Zug und schlaefst den Schlaf der
gerechten und der Zug heizt mit 140 Sachen durch die Gegend und trifft auf ein
unbeleuchtetes Vorsignal was " Halt erwarten " zeigt ?!
Der Tf zieht durch und Du fliegst aus der Koje und schimpst auf den Idioten da
Vorne !!
Gruss Micha
Ps. Nicht so ernst nehmen aber es ist Wirklich so !
> Weil alles so aussehen muss wie vor 50 Jahren? Mir ist eine
> moderne Bahn lieber als eine, die altmodische Fotos erlaubt.
>
> [...]
>
> Wenn die Bahn Geld spart, kommt das in letzter Konsequenz den
> Fahrgaesten zugute. Von Fotografen kann sie nicht leben.
> Umweltfreundlich ist das nebenbei auch noch.
Jaja, umweltfreundlich schon. Aber was man den Fahrgästen neuerdings
"zumutet" ist meiner Meinung nach oft weit von Fortschritt und Innovation
entfernt und rechtfertigt nicht den Ausdruck "zugute kommen". Ich zum
Beispiel nehme doch *viel* lieber in den alten DDR-Schnellzugwagen mit
Abteilen und weichen Sitzen platz als in einem neumodischen Talent mit
seinen harten Sitzen und und einer alle zwei Minuten dahinquäkenden
Einheitsstimme "Nächster Halt: XYZ". Oder in Schienenbus-Schwenksitzen... .
Mit der Meinung bin ich übrigens *nicht* allein!
>
> [...]
>
> Du musst schon nehmen, was kommt.
Was bleibt mir anders übrig? - S A B O T A G E !!! ;-]
Christian
Tobias, bitte richtig zitieren, ich habe nur den Text zum 614
geschrieben, und diesen auch schon näher erläutert.
Jan Borchers
Klaus Mueller
Zustimmung
Klaus Mueller
> Ist das wahr, Formsignale OHNE Beleuchtung? Ich stelle mir gerade einen
> mit 160 km/h fahrenden Zug vor, bei dem der Lokführer das "halt
> erwarten"-zeigende Vorsignal erst in letzter Sekunde sieht.
Gibt es überhaupt noch Strecken, auf denen 160 gefahren wird, und noch mit
Formsignalen ausgestattet sind?
Sonnst könnte man ja einführen daß unbeleuchtete Vorsignale nur bis zu
einer bestimmten Strecken Hg zulassen. (z.B. 80 km/h)
Gruß, Michael
> > Ist das wahr, Formsignale OHNE Beleuchtung? Ich stelle mir gerade einen
> > mit 160 km/h fahrenden Zug vor, bei dem der Lokführer das "halt
> > erwarten"-zeigende Vorsignal erst in letzter Sekunde sieht.
>
> Gibt es überhaupt noch Strecken, auf denen 160 gefahren wird, und noch mit
> Formsignalen ausgestattet sind?
Rüsselsheim ja, aber beleuchtet.
[Am Formsignalen stehen öfter Solorzellen]
> Selbstverständlich ist das eine neue Macke. Was ist denn so verwerfliches
> daran wenn man Geld sparen will?
Nichts.
> Bei einer Beleuchtung der Signale mit Gas muß alle paar Tage die Gasflasche
> ausgewechselt werden, was naturgemäß laufende
> Kosten verursacht, wogegen bei einer Solaranlage nur die einmalige
> Anschaffung und Installation anfällt. Das wechseln der Glühbirne
> dürfte auch deutlich seltener der Fall sein und auch weniger Kosten
> verursachen, da das der Fdl übernehmen kann und nicht der sogenannte
> Gaszug, besetzt mit mindestens zwei Mann kommen muß
Soweit ich weis werden da Leuchtdioden verwendet. Das Thema Auswechseln
der Leuchtmittel dürfe sich damit erledigt haben. Die LED´s ersetzen
*nur* den Propangaslichtpunkt. Die Signalmechhanik und die
Filterscheiben vor den Lichtpunkten werden weiter wie bisher verwendet.
So ist kein Eingriff in den signaltechnisch sicheren Teil nötig. Die
Umrüstung ist vergleichweise einfach und billig.
Ob der FDL Glühlampen selbst auswechseln kann / darf bezweifle ich sehr
stark.
> Was die Fotostellen betrifft: Wenn Du Fotos von der heutigen Bahn machen
> willst, dann gehören auch die Solarzellen dazu.
> Willst Du allerdings versuchen, mit den Fotos irgendeine vergangene Zeit zu
> simulieren, dann ist das wohl eher Selbstbetrug.
Nichts ist so beständig wie der Wandel.
Gruss
Dieter
--
Am 11. August 1999 ist totale Sonnenfinsternis.
Gruß Armin
> gerade erhebend, aber ein guter und billiger Kompromiß. Scheinwerfer
> werden ja auch deutsche Lokomotiven vorne haben...
Nein, die Spitzenbeleuchtung vieler deutscher Loks hat nur die Qualitaet
von Positionsleuchten. Tatsaechliche Scheinwerfer hielt die ehem.
Deutsche Bundesbahn zumindest bis zum ICE 1 fuer ueberfluessig, da sie
bei normalem Tempo ohnehin nicht den gesamten Bremsweg ausleuchten
koennen.
Sven
--
Sven Manias * Rintheimer Str. 32 * 76131 Karlsruhe * Germany
Telephone: +49-721-699556 * E-mail: sven....@stud.uni-karlsruhe.de
WWW home page: http://www.uni-karlsruhe.de/~Sven.Manias/
Gab es nicht Versuche mit 111 und Zusatzscheinfernwerfern ?
Was ist denn daraus geworden ?
Gruß
Will
> > Ist das wahr, Formsignale OHNE Beleuchtung? Ich stelle mir gerade
> > einen
> > mit 160 km/h fahrenden Zug vor, bei dem der Lokführer das "halt
> > erwarten"-zeigende Vorsignal erst in letzter Sekunde sieht.
Das geht schon, ist aber nicht sehr angenehm für die Reisenden.....
> Gibt es überhaupt noch Strecken, auf denen 160 gefahren wird, und noch mit
> Formsignalen ausgestattet sind?
Ja. M.W. Landesweit.
> Sonnst könnte man ja einführen daß unbeleuchtete Vorsignale nur bis zu
> einer bestimmten Strecken Hg zulassen. (z.B. 80 km/h)
Die Idee mit "rückstrahlenden" Signalen (anstelle der Signalbeleuchtung)
hat sich wohl erledigt. Scheiterte ganz einfach daran, daß die Loks über
keine ausreichende Beleuchtung verfügen.
Tschüß
GERD
--
Forth (F-PC) für Anfänger/VGA-Grafik für F-PC: "Brettis Forth Ecke",
auch Eisenbahn/Modellbahn in: BBS Chat Noir, 030/382 26 99
G.Brets...@TMB.in-berlin.de
Tel. 030-6734583
## CrossPoint v3.11 R ##
> Gab es nicht Versuche mit 111 und Zusatzscheinfernwerfern ?
> Was ist denn daraus geworden ?
Die Versuche gab es, nicht nur bei 111, sondern auch bei Loks
Triebwagen und Steuerwagen der verschiedensten Baureihen bzw. Bauarten.
Mir ist nichts von einem Abschluss und einer Auswertung des Versuches
bekannt, allerdings fahren bis auf den heutigen Tag die beteiligten
Fahrzeuge (sofern nicht inzwischen ausgemustert) mit den
Zusatzscheinwerfern herum und sorgen so mitunter bei Eisenbahnfreunden
fuer Aufmerksamkeit. Es scheint so zu sein, dass diese Fahrzeuge ihre
Scheinwerfer auf Dauer behalten (wie gelegentlich Sichtmeldungen von
neu verkehrsrot lackierten Loks mit Zusatzscheinwerfern belegen), aber
keine weiteren Altfahrzeuge mit Scheinwerfern nachgeruestet werden.
Inzwischen sieht die DBAG-Beschaffungspolitik aber offenbar fuer alle
neuen (oder mit neuen Fuehrerstaenden ausgestatteten) Tfz und
Steuerwagen Fernscheinwerfer vor, der letzte spaete Ausreisser noch ohne
Fernscheinwerfer war die Baureihe 611. Sogar die Regioshuttles der
DB Zug-Bus Alb-Bodensee, Baureihe 650, bekommen zusaetzlich eingebaute
Fernscheinwerfer, obwohl sie anscheinend von Adtranz urspruenglich nicht
vorgesehen waren.
> Soweit ich weis werden da Leuchtdioden verwendet. Das Thema Auswechseln
> der Leuchtmittel dürfe sich damit erledigt haben. Die LED´s ersetzen
> *nur* den Propangaslichtpunkt. Die Signalmechhanik und die
> Filterscheiben vor den Lichtpunkten werden weiter wie bisher verwendet.
Sind es dann weiße Leuchtdioden?
Oder von jeder Farbe der jeweiligen Filterscheiben welche?
Michael Kauffmann
> Die Versuche gab es, nicht nur bei 111, sondern auch bei Loks Triebwagen
> und Steuerwagen der verschiedensten Baureihen bzw. Bauarten.[...] Es
> scheint so zu sein, dass diese Fahrzeuge ihre Scheinwerfer auf Dauer
> behalten (wie gelegentlich Sichtmeldungen von neu verkehrsrot lackierten
> Loks mit Zusatzscheinwerfern belegen), aber keine weiteren Altfahrzeuge
> mit Scheinwerfern nachgeruestet werden.
Werden die Loks nicht mit Vorliebe für "sensible" Züge wie z.B.
Castor-Transporte benutzt, oder gibt es dafür speziell ausgerüstete Loks?
Jens-Peter
> Die Idee mit "rückstrahlenden" Signalen (anstelle der
> Signalbeleuchtung) hat sich wohl erledigt. Scheiterte ganz einfach
> daran, daß die Loks über keine ausreichende Beleuchtung verfügen.
Wäre bei Nebel oder Schneetreiben auch nicht unbedingt vorteilhaft.
Da sähe man auch den beleuchteten Schnee besonders gut.
Michael Kauffmann
Gruß Armin
So ist es.
> > Die LED´s ersetzen *nur* den Propangaslichtpunkt.
> > Die Signalmechhanik und die Filterscheiben vor den
> >Lichtpunkten werden weiter wie bisher verwendet.
Die LEDs sitzen in einem gegossenen Gehaeuse in Form eines
hexagonalen Gitters. Das Gehaeuse, auf dem Siemens als Hersteller
angegeben ist, ist in einen Rahmen aus rostfreiem Blech
geschraubt, dieser Rahmen wird in die normale Lampenhalterung
der Formsignale (Schwalbenschwanz) gesteckt. Am Signal selbst
sind daher keine Schlosserarbeiten noetig. Das Kabel zur
Spannungsversorgung wird mir Rohren und Kabelbindern direkt
am Signalmast festgerodelt, also laesst sich die Laterne
nicht mehr senken. Wartung kann also nur durch "Esel am Mast"
erfolgen, was aber bei der langen erwarteten Lebensdauer
nicht stoert.
Nicht zu verwechseln ist diesse Bauart mit der alten, bei der
ein ein herablassbarer Laternenschlitten verwendet wird. Dort
sitzt eine Gluehlampe, die man durch starke Erschuetterungen
fetzen kann. Die Stromuebertragung geschieht durch lange Schleif-
kontakte, in die die Laterne beim Hochkurbeln eingreift. Das
sind die charakteristischen Hoerner hinten am Signalmast.
> Sind es dann weiße Leuchtdioden?
> Oder von jeder Farbe der jeweiligen Filterscheiben welche?
Letzteres. Es sind also rot, gruen und gelb vorhanden, und das
im o. g. hexagonalen Gitter gleich vielfach. So durfte selbst
der gelegentliche Ausfall einer LED kaum stoeren. Liegt ein
Fehler vor, bei dem alles ausfaellt, waere auch bei klassischer
Signalbeleuchtung der Signalwerker gefragt. Die Beleuchtung
ist uebrigens auch tags gut zu erkennen, nachts habe ich
noch keine Erfahrungen gesammelt (mangels Zugfahrten.)
Die Stromversorgung kann von einem Stellwerk aus erfolgen,
wenn noch Kabelkapazitaet frei ist. Das ist bei den meisten
Ausfahrsignalen wegen der Fluegelkupplung, bei den meisten
Einfahrsignalen wegen des Haltmelders und des Ersatzsignals
ohnehin der Fall. Durch Drahtzugleitung gestellte Vorsignale
sind in aller Regel nirgendwo elektrisch angeschlossen.
Es gibt aber auch eine ganze Anzahl von Faellen, bei denen
in mechanischen Anlagen Vorsignale mit elektrischem Antrieb
eingebaut werden, z. B. bei grossen Stellentfernungen.
In elektromechanischen Anlagen sind alle Formsignale elektrisch
gestellt. Trotzdem habe ich - ganz konkret beim Einfahrvorsignal s
des Bf Friedberg(Hess) aus Ri Friedrichsdorf - Solarzellen
auch dort gesehen. Da waren die Adern wohl ausgegangen.
Soweit jedenfalls meine Beobachtungen, unterstuetzt von
denen eines Sipo, der solche Installationsarbeiten sicherte.
Martin Balser
>Sven Manias schrieb in Nachricht <7mkc08$si6$5...@news.BelWue.DE>...
>...>Nein, die Spitzenbeleuchtung vieler deutscher Loks hat nur die Qualitaet
>>von Positionsleuchten.
>...
>Gab es nicht Versuche mit 111 und Zusatzscheinfernwerfern ?
>Was ist denn daraus geworden ?
Ich habe letztens in Bad Bentheim wohl vor einem Güterzug die 140 472
mit Zusatzscheinwerfern abgelichtet. Sieht mal wieder ganz anders
aus...
Jaap van den Top
Hatte mal aufgeschnappt, dass der Versuch vorzeitig abgebrochen wurde,
weil er sehr erfolgreich war. Die Scheinwerfer wurden durchweg positiv
beurteilt. Frage mich nur, warum sie nicht durchgängig nachgerüstet
worden sind.
--
----------------------------------------------------------
Thomas Reincke
"Studenten über 26 Jahren werden wie Erwachsene behandelt"
(Aushang in einem Freibad der Stadt Siegen)
E-Mail: thomas....@wolnet.de
Homepage: http://www.wolnet.de/privat/thomas.reincke/
----------------------------------------------------------
Welche? Die 111? Wohl kaum.
>oder gibt es dafür speziell ausgerüstete Loks?
Derart gefährliche Züge werden in der Regel mit Diesel gefahren, damit
sie nicht so leicht sabotierbar sind. Es gibt einige (4?) speziall
ausgerüstete 218.
Grüße
Marc
--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
>Die neuen IR/IC-Steuerwagen haben z.B. ein zweistufiges Fernlicht. Die
>zweite Stufe ist *sehr* hell...
Schön, die zweistufigen Lichter... So können sich die Lokführer
gegenseitig grüßen :-) (Die tun das auch).
>Soweit ich weiß, ist das Spitzensignal der ÖBB-Loks aber ohnehin heller
>als das der DB. Der Integral, der ja "Österreicher" ist, ist jedenfalls
>im Dunkeln schon allein daran zu erkennen.
In der hellen Stufe ist ein 1044-Spitzensignal _sehr_ hell - die
Zusatz-"Nebelscheinwerfer" einiger deutscher Loks (einige 111, 151,
218 fahren damit rum) hat diese Baureihe garantiert nicht nötig!
MfG
Georg Ringler
http://here.de/bahn
(zum Thema 1044 sei http://members.tripod.de/mquitter empfohlen)
Leider gibt es dort, wo 1044er fahren, aber keine Formsignale (mehr).
Über die Leistungsfähigkeit der Beleuchtung der Baureihen 2043, 2143,
5047 und 5147 weiß ich nix. Wie gesagt, ich nehme aber an, daß man bei
den ÖBB auf Hauptstrecken bzw. für Geschwindigkeiten über 80 km/h
keine Haupt- und Vorsignale ohne Beleuchtung zulassen würde.
gesendet von:
Michael Suda
A-1170 Wien, Österreich/Austria
E-Mail-Adressen:
michae...@blackbox.net (privat, bitte Änderung beachten!)
michae...@bka.gv.at (Büro)
michae...@magnet.at (WWW, Usenet-Replies)
Das AusfahrSignal E im Bahnhof Großkarolinenfeld (Oberbayern) Richtung
Rosenheim wird auch mit Solarstrom betrieben. Die Ausrüstung vereinzelter
Signale lief oder läuft im Test um später mal die Beleuchtungsfahrten
einsparen zu können. Da aber (jedenfalls dort) jetzt sowieso alles auf ESTW
hochmodernisiert wird sind die Dinger kein Thema mehr.
Sven
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-----------
EDV / IT - Job (Raum München) gesucht: http://www.SvRu.de !
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-----------
Allerdings hat man zumindest bei Ausfahrsignalen, meist auch bei den
Einfahrsignalen einen Stromanschluss in der Naehe, so dass eine
Solaranlage nicht so haeufig wirtschaftlich sein duerfte. Bei
Einfahr-Vorsignalen, die weit draussen stehen, sieht es offenbar anders aus.
Klaus Mueller
> Und was sollen die Triebfahrzeugführer nachts machen , wenn sie mit 160 Km/h um
> die Ecke gebuegelt kommen und sehen das Vorsignal erst wenn es fast an Ihnen
> vorbeigeschwebt ist und Halt erwarten zeigt ?????
... einen oesterreichischen Lokfuehrer fragen, was er in dieser
Situation macht. (Vielleicht nicht erst, wenn es soweit ist, sondern
schon vorher).
chg
> Scheinwerfer
> werden ja auch deutsche Lokomotiven vorne haben...
Haben sie (bislang) (ueberwiegend) nicht. Ich habe jedoch von einem
Lokfuehrer gehoert, dass die IC-Steuerwagen fuer den Einsatz nach
Oesterreich Scheinwerfer bekommen haben, vielleicht auch andere Loks.
Jedenfalls waere als Alternative zu den Solarformsignalen die
Ausruestung der Fahrzeuge mit Scheinwerfern durchaus ueberlegenswert.
Auch koennte man ueberlegen, ob nicht auf Dauer der Ersatz von
Formsignalen durch Lichtsignale billiger waere (die kann man ja auch,
wie bei der DR oft praktiziert, an ein vorhandenes mechanisches
Stellwerk anschliessen).
chg
[hier gekürzt]
>Auch koennte man ueberlegen, ob nicht auf Dauer der Ersatz von
>Formsignalen durch Lichtsignale billiger waere (die kann man ja auch,
>wie bei der DR oft praktiziert, an ein vorhandenes mechanisches
>Stellwerk anschliessen).
Hallo!
Ist das etwa in (West-)Deutschland nicht erlaubt/unüblich?
Jetzt verstehe ich endlich, warum es in Deutschland noch so viele
Flügelsignale auf Hauptstrecken gibt. In Österreich ist es wie in der
Ex-DDR auch seit Jahrzehnten üblich, Lichtsignale in mechanische
Stellwerke (idR solche der alten österreichischen Regelbauart 5007
oder der Reichsbahn-Einheitsbauart) einzufügen. Die Erfahrungen damit
sind meines Wissens klar positiv. Sind irgendwelche Bedenken gegen
solche Mischbauformen bekannt?
> >Auch koennte man ueberlegen, ob nicht auf Dauer der Ersatz von
> >Formsignalen durch Lichtsignale billiger waere (die kann man ja auch,
> >wie bei der DR oft praktiziert, an ein vorhandenes mechanisches
> >Stellwerk anschliessen).
> Ist das etwa in (West-)Deutschland nicht erlaubt/unüblich?
Erlaubt ja, vorgesehen und ueblich ist es nicht. Hier werden
sogar Formsignale neu aufgestellt, wenn die alten abgaengig sind.
Nur in seltensten Ausnahmefaellen sieht man Lichsignale in Anlagen
auf mechanischer oder elektromechanischer Basis, zum Beispiel
wenn grosse Stellentfernungen zu bewaeltigen sind oder
Durchgangsbetrieb eingerichtet werden soll. Nur bei
elektromechanischen Stellwerken wird im Westen die Umstellung
auf Lichtsignale etwa so praktiziert wie bei DR ueblich.
Wie ich hoerte, soll die bei der DR standardmaessig praktizierte
Loesung Hl-Einfahrvorsignal und Formhauptsignal nicht mehr neu
gebaut werden, "Mischbau" sei zu vermeiden. Dabei war diese Loesung
sehr praktisch, was jeder einsieht, der im Winter einmal einen
Signalhebel/Winde bedient hat, an der ueber ein Kilometer Draht
haegen. Loesung jetzt: elektrisch angetriebene Formvorsignale.
> sind meines Wissens klar positiv. Sind irgendwelche Bedenken gegen
> solche Mischbauformen bekannt?
Wenn man mal verstehen koennte, was den Herren vom EBA
(bzw frueher BZA) durch den Kopf geht ...
Fernlicht war hier in Westdeutschland doch auch etwas exotisches,
was man sich einfach nicht leisten wollte. Die hohen Herren
meinen wohl, so etwas braucht man nicht, weil man vom
Schreibtisch aus immer klare Sicht hat.
Bei der DR war die Benutzung obligatorisch, viele Loks (vor
allem die russischen Bauarten) waren damit ausgestattet.
"Es ist grundsaetzlich mit Fernlicht zu fahren. Bei Zugbegegnungen
und Durchfahrt durch Betriebsstellen ist abzublenden."
- SbV der Rbd Erfurt von 1990
Im Gegensatz dazu berichtete man mir, dass den DB-Lokfuehrern, die
oesterreichische 1044 zwischen Muenchen und Salzburg fahren,
die Benutzung des Fernlichtes _verboten_ sei. Natuerlich
hat man das ueberhoert ...
Gruesse aus Genf
(War gestern in Bellegarde, wo unter 1500 V = gefahren wird.
Die fahren wirklich mit Strom, und nicht unter Spannung! Man
muss sich schon vorsehen, dass man keine herunterbrennenden Funken
abbekommt, wenn man neben der Lok steht ...)
Martin Balser
> Soweit ich weis werden da Leuchtdioden verwendet. Das Thema Auswechseln
> der Leuchtmittel dürfe sich damit erledigt haben. Die LED´s ersetzen
> *nur* den Propangaslichtpunkt. Die Signalmechhanik und die
> Filterscheiben vor den Lichtpunkten werden weiter wie bisher verwendet.
Was für leuchtdioden? gelbe? "weiße"? oder ein feld aus roten
und grünen, von denen halt die hälfte herausgefiltert wird?
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
_-_____>_ ______________ _______------_ ____------____
('H=====H`)|H= ======== =H||H====== = = ||H===`----'===H|
_____`ooo---ooo'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'
Was es gelegentlich gab, war die Kombination
Form-Vorsignal/Licht-Vorsignalwiederholer/Form-Hauptsignal,
z.B. an der westlichen Einfahrt von Muenchberg. Uebrigens wird das
Form-Vorsignal gerade auf Betrieb der Beleuchtung mit Solarzellen umgebaut.
[...]
Klaus Mueller
Aus gelben Leuchtdioden bekommst Du durch Filtern weder gruenes noch
rotes Licht (Begruendung sei dem physikalisch interessierten Leser als
Uebungsaufgabe ueberlassen, kann ich aber auf Wunsch nachreichen); ein
Feld aus roten und gruenen wuerde gehen; weisse auch, letztere scheinen
mir aber unnoetig aufwendig.
Hier schrieb schon jemand, dass tatsaechlich rote und gruene benutzt
wuerden.
Joerg
--
Dr.-Ing. Joerg Hertzer Phone: ++49-711-685-5734
Computing Center University of Stuttgart Fax: ++49-711-682357
Allmandring 30 A E-Mail: Her...@rus.uni-stuttgart.de
70550 Stuttgart, Germany
Nicht nur gelegentlich. "Immer". Es gibt keine Form-Vorsignalwiederholer, aber
das hatten wir schon mal.
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
> Erlaubt ja, vorgesehen und ueblich ist es nicht. Hier werden
> sogar Formsignale neu aufgestellt, wenn die alten abgaengig sind.
Zum Beispiel in Weichering (KBS 993). Dort wurde im Zusammenhang mit einer
Streckenverlegung ein neues Formvorsignal aufgestellt (1995). Der
anschließende (Neubau-) Streckenabschnitt bis Ingolstadt ist allerdings mit
Lichtsignalen ausgestattet.
> Nur in seltensten Ausnahmefaellen sieht man Lichsignale in Anlagen
> auf mechanischer oder elektromechanischer Basis, zum Beispiel
> wenn grosse Stellentfernungen zu bewaeltigen sind oder
> Durchgangsbetrieb eingerichtet werden soll.
Gibt es nicht in Hattingen (Abzweigung Schwarzwaldbahn/Gäubahn)
Lichtvorsignale zu Formsignalen? Irgendwie ist mir so etwas in Erinnerung.
Gruß, Michael
> Gibt es nicht in Hattingen (Abzweigung Schwarzwaldbahn/Gäubahn)
> Lichtvorsignale zu Formsignalen? Irgendwie ist mir so etwas in Erinnerung.
Zumindest in Horb an der gleichen Strecke.
Lucas.
> >Auch koennte man ueberlegen, ob nicht auf Dauer der Ersatz von
> >Formsignalen durch Lichtsignale billiger waere (die kann man ja auch,
> >wie bei der DR oft praktiziert, an ein vorhandenes mechanisches
> >Stellwerk anschliessen).
> Ist das etwa in (West-)Deutschland nicht erlaubt/unüblich?
In Westdeutschland hat man aus irgendwelchen Gruenden bei einer
Erneuerung des Stellwerks eher noch die vorhandenen mechanischen Signale
mit elektrischem Antrieb ausgeruestet und an ein Relaisstellwerk
angeschlossen, als umgekehrt. Warum, kann ich mir auch nicht erklaeren.
Die in Oesterreich und bei der DR praktizierte Loesung mit Lichtsignalen
an mechanischen Stellwerken ist uebrigens international durchaus
ueblich, in Norwegen und Schweden z.B. gibt es ueberhaupt keine
Formsignale mehr, aber noch zahlreiche mechanische Stellwerke.
chg
Wobei die DR aber nicht konsequent vorging. Umgeruestet wurden bei
den meisten Bahnhoefen ueblicherweise nur die Einfahrsignale. Die Ausfahrsignale
hingegen blieben im allgemeinen als Formsignale erhalten.
> Wobei die DR aber nicht konsequent vorging. Umgeruestet wurden bei
> den meisten Bahnhoefen ueblicherweise nur die Einfahrsignale. Die Ausfahrsignale
> hingegen blieben im allgemeinen als Formsignale erhalten.
Muss man ja auch nicht. Man hat einfach die Signale umgebaut, die einem
am aergerlichsten waren. Die bequemste/einfachste/pragmatischste
Loesung, kein perfektionistisches Alles-oder-nichts-Denken.
chg
Mit gelegentlich bezog ich mich darauf, dass viele Vorsignale keinen
Wiederholer haben.
Klaus Mueller
> In Westdeutschland hat man aus irgendwelchen Gruenden bei einer
> Erneuerung des Stellwerks eher noch die vorhandenen
> mechanischen Signale mit elektrischem Antrieb ausgeruestet
> und an ein Relaisstellwerk angeschlossen, als umgekehrt.
^^^^^^^^^^^^^^^
> Warum, kann ich mir auch nicht erklaeren.
Das kann ich mir alerdings auch keinesfalls erklaeren.
Formsignale an einem Relaisstellwerk angeschlossen?
Das sollte es nicht geben. Wenn, dann Formsignale an
einen _elektromechanischen_ Stellwerk.
Wenn es das gibt: VORZEIGEN!
Richtig heftigen Mischmasch gibt es im Bf Scherfede (Hagen - Kassel):
Weichen an einem Bfskopf mechanisch, am anderen elektrisch vom
Dr-Stellpult bedient und mechanisch geriegelt, Sperrsignale an
den Ausfahrsignalen mit Drahtzug gestellt, Formhauptsignale alle
mit E43-Antrieb. Dass die Hauptsignale Schmalmast haben und
die Sperrsignale Zwerge sind, obwohl da nach den Rueckbauten
_massig_ Platz ist, setzt der Sache noch das Sahnehaeubchen auf.
Von dem Dr-Stellpult aus werden auch noch (Zentral?)blocksignale
in Wrexen bedient.
> Die in Oesterreich und bei der DR praktizierte Loesung mit
> Lichtsignalen an mechanischen Stellwerken ist uebrigens
> international durchaus ueblich, ...
Dieser Ansicht bin ich auch. Nur die DB nicht ...
Martin Balser
> Wobei die DR aber nicht konsequent vorging. Umgeruestet wurden bei
> den meisten Bahnhoefen ueblicherweise nur die Einfahrsignale.
> Die Ausfahrsignale hingegen blieben im allgemeinen als
> Formsignale erhalten.
Versuch einer "phaenomenologischen" Theorie:
Nach Einfuehrung des (neuern) Hl-Systems, das an OSShD-weiten
Vorgaben orientiert ist, gab es mit den Nachtzeichen der
Formsignale gewisse Uebereinstimmungen. Das Signalbild Hl 3a
(Fahrt mit 40 km/h, dann Vmax) sieht genauso aus wie Hf2,
und es bedeutet auch im Wesentlichen dasselbe.
(Der Unterschied ist: In Hl 3a kann eine Vorsignalinformation
enthalten sein, muss aber nicht, in Hf 2 kann sie nicht enthalten
sein.)
Das trifft auch zu fuer:
Hl 13 = Hf 0 Halt
Hl 1 = Hf 1, Vf 1 Vmax
Hl 10 = Vf 0 "Halt erwarten"
Bei den Vorsignalen Vf 0/1 hat man daher wohl eine Laterne
weggelassen, so dass nun nur noch ein Lichtpunkt da ist.
Der Haken ist nun, dass man Vf 2 "Langsamfahrt erwarten"
(gruen/gelb) vielleicht als Hl 3a "40, dann Vmax) missdeuten
koennte. Deshalb war es sinnvoll, die Einfahrvorsignale
durch Hl 1(gruen, "Fahrt erwarten"), Hl 7(gelb blinkend,
"Langsamfahrt erwarten") und Hl 10(gelb, "Halt erwarten")
zu ersetzen, auch wegen dem Stellweg.
Die naechsten Kandidaten waren die Einfahrsignale, am deren
Standort auch die Ausfahrvorsignalinformation mit angezeigt
werden muss. Hier ist das Hl-Signal wieder die einfachste und
uebersichtlichste Loesung.
Die Form-Ausfahrsignale zeigen, wie oben eroertert, im Wesentlichen
dasselbe wie die Hl-Signale an. Daher bringt ein Auswechseln
hier kaum etwas im Bezug auf die Vereinfachung der Signalbilder.
(Eine "krumme Durchfahrt" wuerde am Esig Hf 2 + Vf 2, also vier
Lichtpunkte erzeugen. Hl 9a kann das mit zwei Punkten. Hl Signale
_sind_ einfacher, auch wenn das manche hartgesottene DB-Lokfuehrer
nicht wahrhaben wollen ... )
Naja, Hl-Signale, die endlose Geschichte ...
Martin Balser
>(Eine "krumme Durchfahrt" wuerde am Esig Hf 2 + Vf 2, also vier
>Lichtpunkte erzeugen. Hl 9a kann das mit zwei Punkten. Hl Signale
>_sind_ einfacher, auch wenn das manche hartgesottene DB-Lokfuehrer
>nicht wahrhaben wollen ... )
>
>Naja, Hl-Signale, die endlose Geschichte ...
>
>Martin Balser
Wieso endlose Geschichte ? Bei Stellwerksneubauten werden doch nur
noch KS-Signale aufgestellt !
Gruß
Lennart
Als Exot fällt mir noch das Lichtausfahrsignal im Südkopf von Gießen Hbf
ein, das einsam zwischen lauter Formausfahrsignalen steht (die
allerdings alle Lichtsperrsignale haben - aber das ist in elektro-
mechanischen Stellwerksanlagen nicht ungewöhnlich). So etwas ist mir
sonst in Westdeutschland noch nirgends untergekommen.
Grüße aus Münster,
=ToJe=
--
Torsten Jerzembeck * Dahlweg 49 * D-48153 Münster (Westfalen)
* PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux *
Fachbegriffe der Informatik einfach erklaert, Teil 30:
"Universeller multifunktionaler Interface-Adapter."=="Loetkolben." (P.Berlich)
--
>> Wobei die DR aber nicht konsequent vorging. Umgeruestet wurden bei
>> den meisten Bahnhoefen ueblicherweise nur die Einfahrsignale. Die
Ausfahrsignale
>> hingegen blieben im allgemeinen als Formsignale erhalten.
> Muss man ja auch nicht. Man hat einfach die Signale umgebaut, die einem
> am aergerlichsten waren. Die bequemste/einfachste/pragmatischste
> Loesung, kein perfektionistisches Alles-oder-nichts-Denken.
Im Gegenstatz zur DB. Dort wurden an einigen Nebenstrecken die mechanischen
Einfahrsignale belassen und nur die Ausfahrsignale zu Lichtsignalen, so z.
B. in Pfarrkirchen oder Wetter (Hess Nass) an der Strecke Marburg -
Frankenberg.
Kabelwege sind zwar so viel kürzer, dennoch verstehe ich den Sinn der
Maßnahmen nicht. Gerade die langen Stellwege bleiben erhalten.
In Guxhagen ist der westliche Bahnhofskopf komplett mit Lichtsignalen
ausgestattet (nach Wegfall eines Wärterstellwerkes), der östliche mechanisch
mit Formsignalen. Das macht wenigstens Sinn.
Martin
Ein Formsignal mit Stromanschluß und entsprechender Beleuchtung kenne ich
nicht. Gibt's sowas überhaupt?
Sven
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EDV / IT - Job/Ausbildung (Raum München) gesucht: http://www.SvRu.de !
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> Richtig heftigen Mischmasch gibt es im Bf Scherfede (Hagen - Kassel):
> Weichen an einem Bfskopf mechanisch, am anderen elektrisch vom
> Dr-Stellpult bedient und mechanisch geriegelt, Sperrsignale an
> den Ausfahrsignalen mit Drahtzug gestellt, Formhauptsignale alle
> mit E43-Antrieb.
Mischmasch kenne ich auch in Plattling (Strecke R - PA). Zumindest
warendort noch 1998 Lichtsperrsignale unter Formsignalen angebracht.Auch
in Dingolfing ober Wörth gibt es eine interessante Kombination:
EineSeite mit Formsperrsignalen, die andere mit Lichtsperrsignalen,
Ausfahrsignale
Formsignale.
Gruß, Michael
<d.e.b.k>
Tja, da schlaegt bei mir mal wieder der Informatiker durch und damit auch einige
logische Funktionen :-) Aus der Aussage "gelegentlich" schliesse ich, dass es
auch Kombinationen mit Formvorsignalwiederholern gibt. Und das ist falsch. Gibt
es einen Wiederholer ist es Licht, "immer", gibt es keinen, ist es egal, wie der
nicht vorhandene Wiederholer aussieht. Aus falschem folgt beliebiges (oder so...)
</d.e.b.k>
|> einen _elektromechanischen_ Stellwerk.
Ernsthaft: auch ein elektromechanisches Stellwerk hat Relais...
Korrekt.
|> Der Haken ist nun, dass man Vf 2 "Langsamfahrt erwarten"
|> (gruen/gelb) vielleicht als Hl 3a "40, dann Vmax) missdeuten
|> koennte. Deshalb war es sinnvoll, die Einfahrvorsignale
Nein! Genau aus diesem Grund wurden an Formvorsignalen die Lampen umgedreht,
d.h. bei Langsamfahrt erwarten zeigen die Vorsignale gruen/gelb (nach rechts
steigend) und nicht gelb/gruen. Der Begriff gruen/gelb ist im Hl-System nicht
existent und daher besteht keine Verwechslungsgefahr.
Das ist bei elektromechanischen Stellwerken Alltag.
Grüße
Marc
--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
Martin Schwarzwälder schrieb:
> Im Gegenstatz zur DB. Dort wurden an einigen Nebenstrecken die mechanischen
> Einfahrsignale belassen und nur die Ausfahrsignale zu Lichtsignalen, so z.
> B. in Pfarrkirchen oder Wetter (Hess Nass) an der Strecke Marburg -
> Frankenberg.
> Kabelwege sind zwar so viel kürzer, dennoch verstehe ich den Sinn der
> Maßnahmen nicht. Gerade die langen Stellwege bleiben erhalten.
Mechanische Einfahr- und Lichtausfahrsignale finden sich öfters an (Neben-)
Bahnen, deren Bf nachträglich mit Ausfahrsignalen nachgerüstet wurden. Vorher
gab es da dann nur örtliche Betriebsbeamte. Ist eine Sicherheitsmaßnahme, die
nach dem Unfall von Radevormwald Verbreitung gefunden hat.Michael
Das macht durchaus Sinn, denn m.W. wurden in den genannten Bahnhöfen
keine Form-ASigs ersetzt, da es vor den Lichtsignalen keine ASigs gab.
Gruß
Volker
>Wobei die DR aber nicht konsequent vorging. Umgeruestet wurden bei
>den meisten Bahnhoefen ueblicherweise nur die Einfahrsignale. Die
>Ausfahrsignale
>hingegen blieben im allgemeinen als Formsignale erhalten.
Es gibt solche Fälle (z.B. Neupetershain), die ich aber durchaus als Ausnahmen
einstufen würde. Wenn auf einem Stellwerk die Löffel durch Hl-Signale ersetzt
wurden, dann i.d.R. alle.
Etwas anderes ist der wesentlich unaufwendigere Einsatz von
Hl-Einfahrvorsignalen, der fast schon flächendeckend durchgezogen worden ist.
Solche Fälle, wo Mädels fast alle Hebel gestemmt bekommen, nur den des
Einfahrsignals leider nur fast, die sind mitsamt den dazugehörigen Spiegeleiern
im Osten schon Raritäten.
-kl
Watisnunwiedernspiegelei?
Ein Form-Vorsignal bzw. dessen Signalscheibe. Innen gelb und außen weiß
halt.
--
Martin Bienwald <obe...@fim.informatik.uni-mannheim.de>
(Schon mal hier geklickt: http://home.t-online.de/home/efwitten ?)
<obe...@fim.informatik.uni-mannheim.de> schrieb <Marc.Hab...@gmx.de>
wrote:
> : Watisnunwiedernspiegelei?
>
> Ein Form-Vorsignal bzw. dessen Signalscheibe. Innen gelb und außen weiß
> halt.
>
Wattisndannnenrühreifürnsignal ? ;-)
fragt Folke B. aus Wattenscheiß
> Wattisndannnenrühreifürnsignal ? ;-)
Ein Zusatzanzeiger neuer Bauart, in dem sich etwas Helles spiegelt?
Michael Kauffmann
> Als Exot fällt mir noch das Lichtausfahrsignal im Südkopf
> von Gießen *Pbf* ein, das einsam zwischen lauter
> Formausfahrsignalen steht
Genau darauf spielte ich natuerlich an, denn das liegt bei mir
ver der Haustuer. Es handelt sich dabei um das Ausfahrsignal aus
Gleis 3 des Personenbahnhofes Richtung Frankfurt/M. Das
Einfahrsignal aus Richtung Frankfurt ist auch ein Lichtsignal,
mit einem aus Lichtraumgruenden seltsam verschobenen Ausfahr-
vorsignalschirm. Das benachbarte Esig aus Ri Wetzlar ist ein
Formsignal. Darueber hinaus sind der ganze Bft Giessen-Bergwald
(Stw Bez Gs und Gvf) und der Nordkopf des Pbf (Stw Bez Gn)
jetzt komplett mit Lichthauptsiganlen ausgestattet.
Bf Dillenburg (auch E43) hat einige Lichvorsignale zu Zwischen-
und Ausfahrsignalen, die Formsignale sind. Nach alten Fotos war
diese Konstellation z. B. auch in Osnabrueck anzutreffen.
Im Bf Rengershausen (Kassel=Wilhelmshoehe - Guntershausen)
findet man ausschliesslich Formhauptsignale. Das Ausfahrvorsignal
Ri Guntershausen ist ein Lichtvorsignal, das am Standort eines
Zwischensignals steht (das erst kkuerzlich aufgestellt wurde),
waehrend am Nordkopf (Stw Rn) an den Ausfahrsignalen jeweils
Lichtvorsignale mit Kompaktschirm stehen. Sie gehoeren zu
Block (oder Deckungs?) signalen in Oberzwehren und sind
natuerlich bei haltzeigendem Asig dunkelgeschaltet. So
etwas ist dann doch schon recht selten.
Zwei Bahnhoefe weiter, in Guntershausen, wird ein Lichtausfahrsignal
durch ein Formvorsignal angekuendigt. Es wird auch ein
Formausfahrsignal durch ein Lichtvorsignal angekuendigt.
Warum? Der oestliche Bahnhofskopf wird mechanisch vom Fdl
im EG bedient, der westliche Kopf auch, aber vermittels eines
E43-Hebelwerks. Der gute Mann muss sich dann auch selbst zustimmen ...
> (die allerdings alle Lichtsperrsignale haben - aber das ist
> in elektromechanischen Stellwerksanlagen nicht ungewöhnlich).
Stellt sich nun die Frage, wie normal Lichtsperrsignale
in mechansichen Anlagen sind.
[ ] gibt's nicht
[ ] moeglich
> So etwas ist mir
> sonst in Westdeutschland noch nirgends untergekommen.
Bf Hanau Hbf hat ein Lichteinfahrsignal M aus Ri Babenhausen,
waehrend sonst nur Formsignale auff der Suedseite stehen.
Frueher gab es auch noch das X, neue Verbindung von Hanau West
nach Nordseite. Aber diese stehen/standen nicht direkt neben
irgendwelchen Formsignalen.
--
Martin Balser http://www.rz.uni-frankfurt.de/~mbalser
Nach Versuchsende schrauben Sie die Fehlerquelle bitte
wieder in den zugehörigen Bleimantel.
> (Der Unterschied ist: In Hl 3a kann eine Vorsignalinformation
> enthalten sein, muss aber nicht, in Hf 2 kann sie nicht enthalten
> sein.)
Das kommt drauf an, wie man das interpretiert. Der Signalbegriff Hp 2
(oder Hf 2) impliziert, dass das naechste Signal einen Fahrtbegriff
zeigt. Das naechste _Signal_ muss ja nicht unbedingt ein _Hauptsignal_
sein. Wenn das naechste Hauptsignal Halt zeigt, dann wird es doch in
jedem Fall von einem Vorsignal angezeigt, und das Vorsignal zeigt doch
in jedem Fall einen Fahrtbegriff, weil ein Vorsignal nicht Halt zeigen
kann.
> Der Haken ist nun, dass man Vf 2 "Langsamfahrt erwarten"
> (gruen/gelb) vielleicht als Hl 3a "40, dann Vmax) missdeuten
> koennte.
Deswegen wurden ja die gruene und die gelbe Lampe beim HV-Signal
vertauscht. Trotzdem duerfte ein Ersatz der HV-Signale durch Hl-Signale
die Verwechslungsgefahr weiter vermindern.
Warum hat man bei der DR nicht die gleiche Anordnung der Lichtpunkte
gewaehlt wie in der Tschechoslowakei und Polen? Dort sind alle Lichter
in einer Reihe uebereinander angeordnet, so dass bei den
Langsamfahrbegriffen das gruene Licht nicht leicht schraeg versetzt
erscheint.
> (Eine "krumme Durchfahrt" wuerde am Esig Hf 2 + Vf 2, also vier
> Lichtpunkte erzeugen. Hl 9a kann das mit zwei Punkten.
Wenn sich das Ausfahrvorsignal am Einfahrsignal befand, wurden ja beide
Lichtpunkte des Vorsignals beibehalten, waehrend Vorsignale auf freier
Strecke nur noch einen Lichtpunkt zeigten. Damit wollte man
Verwechslungen vermeiden, da ein gruener Lichtpunkt am Hauptsignal ueber
einem gelben Lichtpunkt am Vorsignal den Signalbegriff "Langsamfahrt"
vortaeuschen konnte anstelle des beabsichtigten "Fahrt, Halt erwarten".
Waere das eigentlich so schlimm? Wenn der Lokfuehrer erst "Fahrt" und
dann ohne Ankuendigung "Langsamfahrt" signalisiert kriegen wuerde,
muesste er doch merken, dass er sich verkuckt hat oder irgendwas nicht
stimmt.
Mir faellt was anderes auf: Die beiden Lichter am Vorsignal sind ja auch
als Redundanz gedacht, falls eine der beiden Flammen ausgeht. Daher
waere es aus dieser Sicht logischer, auf der freien Strecke beide
Lichter beizubehalten und am Einfahrsignal auf eines zu verzichten, denn
auf der freien Strecke kann ein unbeleuchtetes Vorsignal leichter
uebersehen werden als an der Bahnhofseinfahrt.
> Hl Signale
> _sind_ einfacher, auch wenn das manche hartgesottene DB-Lokfuehrer
> nicht wahrhaben wollen ... )
Ganz meine Meinung. Man haette das Hl-Signalsystem deutschlandweit
einfuehren sollen. Man haette lediglich die Lichtstreifen durch
Zusatzanzeiger (Ziffern) ersetzen sollen. Wenn erforderlich, haette man
auch am Vorsignal Zusatzanzeiger fuer die Geschwindigkeit anbringen
koennen. Das ist aber nicht unbedingt erforderlich. In Belgien z.B. gibt
es auch nur einen Signalbegriff "Langsamfahrt erwarten". Ein
Zusatzanzeiger fuer verschiedene Geschwindigkeiten wird nur angebracht,
wenn das folgende Signal mehrere verschiedene
Geschwindigkeitsbegrenzungen zeigen kann, die sich um mehr als 30 km/h
voneinander unterscheiden. Durch den Verzicht auf allzuviele
Zusatzanzeiger werden die Signalbegriffe "leserlicher".
Ebenfalls praktisch beim Hl-Signalsystem: Ein gelbes Blinklicht bedeutet
eine Geschwindigkeitsbeschraenkung mit Indusi, ein gruenes dagegen eine
ohne Indusi.
chg
> Ernsthaft: auch ein elektromechanisches Stellwerk hat Relais...
:-)
Die alllllleralllermeisten mechanischen auch ...
Aber man pflegt doch nur die Drucktastenstellwerke (Dr I
aufwaerts) bzw Gleisbildstellwerke (Gs 0 aufwaerts) als
Relaisstellwerke zu bezeichnen, oder?
> |> Der Haken ist nun, dass man Vf 2 "Langsamfahrt erwarten"
> |> (gruen/gelb) vielleicht als Hl 3a "40, dann Vmax) missdeuten
> |> koennte. Deshalb war es sinnvoll, die Einfahrvorsignale
> Nein! Genau aus diesem Grund wurden an Formvorsignalen die
> Lampen umgedreht, d.h. bei Langsamfahrt erwarten zeigen
> die Vorsignale gruen/gelb (nach rechts steigend) und nicht
> gelb/gruen. Der Begriff gruen/gelb ist im Hl-System nicht
> existent und daher besteht keine Verwechslungsgefahr.
Das habe ich uebersehen, peinlich ... aber meine momentane
Mailadresse suggeriert vielleicht, das ich WEEEEEEIT von
meiner DV 301 entfernt bin. Ich zerbreche mir derweil den Kopf,
was die zwei roten Lichter uebereinander bedeuten sollen.
Gibt's irgendwo eine Beschreibung der SBB- und SNCF-Lichtsignale
im Netz?
Ich meine da mal in dieser Newsgroup gelesen zu haben.
> Das sollte es nicht geben. Wenn, dann Formsignale an
> einen _elektromechanischen_ Stellwerk.
Das kann natuerlich sein, dass ich das verwechselt habe.
chg
> meiner DV 301 entfernt bin. Ich zerbreche mir derweil den Kopf,
> was die zwei roten Lichter uebereinander bedeuten sollen.
In allen Signalsystemen, die ich kenne, bedeuten zwei rote Lichter
allein ueber- oder nebeneinander "Halt" (aber wie gesagt nur zwei rote
Lichter allein - in den USA bedeutet ein gruenes ueber zwei roten
Lichtern "Fahrt frei"). Um welches Signalsystem handelt es sich denn?
> Gibt's irgendwo eine Beschreibung der SBB- und SNCF-Lichtsignale
> im Netz?
SNCF-Signale:
http://perso.wanadoo.fr/geillon/trains/sign-idx.htm
SBB-Signale:
http://members.myworld.at/smi/sig/sig.htm
chg
> Marc Haber <Marc.Hab...@gmx.de> wrote:
>
> : Watisnunwiedernspiegelei?
>
> Ein Form-Vorsignal bzw. dessen Signalscheibe. Innen gelb und außen weiß
> halt.
Ihr wisst auch, welche Signalstellung "Spinat mit Ei" heisst?
Robert Weemeyer, Berlin
Fahrt, Halt erwarten?
> Stellt sich nun die Frage, wie normal Lichtsperrsignale
> in mechansichen Anlagen sind.
> [ ] gibt's nicht
> [x] moeglich
Ich schaetze, dass im exDB- Bereich die Haelfte aller Anlagen mit LS-
Signalen zusammen sind.
Varianten: Bei Fahrtstellung des Hauptsignals erlischt das LS
oder : " " " " zeigt das LS zwei Helle.
Bei uns in Stolberg waren drei mech. Stw. mit M 43 Bahnhofblock mit LS,
sonst alles, auch das E 12, mit HS ausgestattet.
MfG Ulrich
>Ihr wisst auch, welche Signalstellung "Spinat mit Ei" heisst?
Vr2?
Gruesse aus dem schoenen Weserbergland
Andreas
--
http://www.modellbahnverwaltung.de
http://www.pothe.de
[Lichstsperrsignale in mech Stelwerksanlagen, geloescht]
> Bei uns in Stolberg waren drei mech. Stw. mit M 43
> Bahnhofblock mit LS, sonst alles, auch das E 12,
> mit HS ausgestattet.
Bahnhofsblock M 43 - das ist doch die Geschichte mit den
Gleichstromblockfeldern? Wo gibt's das noch?
Herzliche Gruesse
P. S. Ich bin auf dem Weg nach Genf nicht in Gruenstadt vorbeigekommen
und auch nicht in Oberlahnstein, nur in Fribourg (CH). Aber
auf dem Rueckweg !
> "Robert Weemeyer" <robert....@gmx.de> wrote:
>
> >Ihr wisst auch, welche Signalstellung "Spinat mit Ei" heisst?
>
> Fahrt, Halt erwarten?
Richtig.
Robert Weemeyer, Berlin
> Martin Balser wrote:
> > meiner DV 301 entfernt bin. Ich zerbreche mir derweil den Kopf,
> > was die zwei roten Lichter uebereinander bedeuten sollen.
>
> [...] Um welches Signalsystem handelt es sich denn?
Um das franzoesische, wie es auch von Genf aus Richtung Lyon
installiert ist. Die zwei roten Lichter uebereinander
sind also das Carre. Soweit ich das verstanden habe, ist das
ein absoluter Haltbegriff, waehrend Feu rouge / Semaphore
permissiv sind. Daher ist es also an Ausfahrsignalen zu
finden, wo ich es beobachtet habe. (Hmm, ist carre m oder f???)
> SNCF-Signale:
> http://perso.wanadoo.fr/geillon/trains/sign-idx.htm
Jetzt muesste man nur noch etwas franzoesisch koennen ...
Zum Teufel, dass ich damals in der Schule Latein gewaehlt
habe. Ich verpasse da echt was. Die Roemer hatten noch
keine Eisenbahn, aber die Franzosen! O la la!
Weichenherzstuecke mit Kriegsbemalung, violette Lichter,
Wasserleitungen fuer 1.5 kV ueberm Gleis und gewellte
Flacheisenstaebe zwischen den Schienen ... noch etwas
gewoehnungsbeduerftig fuer mich! Aber es wird.
Das ist nicht allgemein so. Es gibt genug Bahnhoefe auf Nebenbahnen,
die keine Ausfahrvorsignale haben und bei denen daher das Hp2
am Einfahrsignal erstmal kein "Fahrt erwarten" bedeutet. Die
Regelung, wonach bei planmaessigen Durchfahrten die Einfahrt
erst gezogen werden soll, wenn die Ausfahrt sichergestellt ist,
ist nur ein Sonderfall.
> Das naechste _Signal_ muss ja nicht unbedingt ein _Hauptsignal_
> sein. Wenn das naechste Hauptsignal Halt zeigt, dann wird es doch in
> jedem Fall von einem Vorsignal angezeigt, und das Vorsignal zeigt doch
> in jedem Fall einen Fahrtbegriff, weil ein Vorsignal nicht Halt zeigen
> kann.
s. o. Willst Du Dich im obigen Falle damit herausreden, ja,
das Ausfahrvorsignal zeigt einen Fahrtbegriff, nur sieht man
ihn nicht, weil es nicht da ist?
> Warum hat man bei der DR nicht die gleiche Anordnung der Lichtpunkte
> gewaehlt wie in der Tschechoslowakei und Polen? Dort sind alle Lichter
> in einer Reihe uebereinander angeordnet, so dass bei den
> Langsamfahrbegriffen das gruene Licht nicht leicht schraeg versetzt
> erscheint.
Vielleicht war man bei der Form des Signalschirmes irgendwie von
den alten Hl-Signalen (mit Doppellaternen) inspiriert und wollte
sich hier ein "Recyclingpotential" schaffen?
Mit den EZMG-Stellwerken hat man dann die "richtige" Anordnung
wieder importiert.
Jetzt stellt sich die Frage, warum die DR beim Rangiersignal Ra12
geblieben ist und nicht zu _einem_ weissen Licht gegangen ist,
wie z. B. in Polen und m. W. auch im OSShD vorgesehen?
> Wenn sich das Ausfahrvorsignal am Einfahrsignal befand, wurden ja beide
> Lichtpunkte des Vorsignals beibehalten, waehrend Vorsignale auf freier
> Strecke nur noch einen Lichtpunkt zeigten. Damit wollte man
> Verwechslungen vermeiden, da ein gruener Lichtpunkt am Hauptsignal ueber
> einem gelben Lichtpunkt am Vorsignal den Signalbegriff "Langsamfahrt"
> vortaeuschen konnte anstelle des beabsichtigten "Fahrt, Halt erwarten".
> Waere das eigentlich so schlimm? Wenn der Lokfuehrer erst "Fahrt" und
> dann ohne Ankuendigung "Langsamfahrt" signalisiert kriegen wuerde,
> muesste er doch merken, dass er sich verkuckt hat oder irgendwas nicht
> stimmt.
> Mir faellt was anderes auf: Die beiden Lichter am Vorsignal sind
> ja auch als Redundanz gedacht, falls eine der beiden Flammen
> ausgeht.
Und am Hauptsignal, das noch wichtiger ist, ist keine Redudanz?
Rote Laterne aus => Nachts sind alle Katzen grau => Meister,
muesste da nicht bald das Einfahrsignal kommen? => RUUUMSS!
Eine andere Argumentation:
Fruehe Vorsignale hatten nur einen Lichtpunkt. Scheibe weggeklappt =
weiss, Scheibe sichtbar geklappt = gelb durch eine Blende in
der Scheibe.
Bis 1948 gab es kein Gelb an Hauptsignalen. Hp 2 war zweimal gruen
uebereinander. Da haette ein einzelner gruener Vorsignalpunkt
zusammen mit Hp1 aus einiger Entfernung durchaus als Hp2
durchgehen koennen. Das haette den Betrieb behindert. Schlimmer
noch, ein Hp 2 bei erloschenem Vorsignalpunkt haette als Hp 1
mit Vr 1 aufgefasst werden koennen, eine sichere Katastrophe.
> > Hl Signale
> > _sind_ einfacher, auch wenn das manche hartgesottene DB-Lokfuehrer
> > nicht wahrhaben wollen ... )
>
> Ganz meine Meinung. Man haette das Hl-Signalsystem deutschlandweit
> einfuehren sollen.
:-)
Ks ist aber auch nicht schlecht.
Da ist aber leider die Haeufung von "Zusatzanzeigern" unvermeidlich.
> In Belgien z.B. gibt es auch nur einen Signalbegriff
> "Langsamfahrt erwarten". Ein Zusatzanzeiger fuer
> verschiedene Geschwindigkeiten wird nur angebracht,
> wenn das folgende Signal mehrere verschiedene
> Geschwindigkeitsbegrenzungen zeigen kann, die sich um
> mehr als 30 km/h voneinander unterscheiden.
Das setzt aber doch etwas Streckenkenntnis voraus. Es kann
dann doch sein, das ein nicht naeher spezifiziertes "Langsamfahrt
erwarten" hier "80 erwarten" und dort "40 erwarten" bedeutet, oder?
> Bahnhofsblock M 43 - das ist doch die Geschichte mit den
> Gleichstromblockfeldern? Wo gibt's das noch?
Hallo Martin,
z.B. in Lindern Lf, Strecke Aachen- Moenchengladbach
(auch hier nicht zu lange warten ;-(
Gruesslis
Ulrich
> Um das franzoesische, wie es auch von Genf aus Richtung Lyon
> installiert ist. Die zwei roten Lichter uebereinander
> sind also das Carre. Soweit ich das verstanden habe, ist das
> ein absoluter Haltbegriff, waehrend Feu rouge / Semaphore
> permissiv sind.
Auf den ersten Blick ja und es wird auch meist so erklaert. Das kann
aber nur die halbe Wahrheit sein.
Der Signalbegriff Semaphore wird naemlich auch bei
Gruppenausfahrsignalen an Bahnhoefen eingleisiger Strecken angezeigt.
Diese Signale sind aber notwendigerweise absolut, weil ja was
entgegenkommen kann wenn sie Halt zeigen. Der Signalbegriff Carre ist
also immer absolut, der Signalbegriff Semaphore kann absolut oder
permissiv sein. Ich vermute, der Unterschied ist der, dass das Carre ein
fahrstrassenabhaengiges Halt ist, der Semaphore dagegen ein vom
Streckenblock abhaengiges.
An Ausfahrsignalen muss es m.E. moeglich sein, dass eines der beiden
roten Lichter ausgeht, wenn die Fahrstrasse festgelegt ist, der folgende
Block aber noch nicht frei. Zum Zeichen, dass dies der Fall ist und
nicht einfach nur ploetzlich eine der beiden roten Lampen durchgebrannt
ist, leuchtet zusaetzlich ein weisser Lichtpunkt neben dem Signalschirm
auf (in gewisser Weise ein automatisches Ersatzsignal). Insofern koennte
man sich das zweite rote Licht auch gleich sparen. Ob die Verwandlung
des Carres in einen Semaphore am Ausfahrsignal fuer den Lokfuehrer
bedeutet, dass er jetzt einfach so permissiv ausfahren darf, weiss ich
jedoch nicht.
Im franzoesischen Signalsystem gibt es noch mehr interessante Signale,
z.B. die "Disque". Der deutsche Begriff dafuer lautet wohl "bedingtes
Halt", oder? Es ist Haupt- und Vorsignal in einem und bedeutet dem
Lokfuehrer, dass er bremsen und die Geschwindigkeit sobald wie moeglich
derart verringert haben muss, dass er auf Sicht fahren kann. Er muss
dann anhalten, wenn in seinem Fahrweg ein Zug steht und darf keine
Weichen ueberfahren. Der eigentliche Gefahrenpunkt ist nicht durch ein
Signal gedeckt.
Die Disque wird z.B. zur Deckung von Bahnhoefen auf eingleisigen
Strecken verwendet. Dazu steht im Bremswegabstand vor dem Bahnhof ein
Signal, welches nach deutscher Philosophie Einfahrvorsignal,
Einfahrsignal, Ausfahrvorsignal und Ausfahrsignal in einem ist. Zeigt es
Disque (rot-gelb), so ist die Einfahrt in den Bahnhof nicht erlaubt, der
Lokfuehrer muss vor der ersten Weiche des Bahnhofs anhalten. Zeigt es
Avertissement (gelb), so ist die Einfahrt in den Bahnhof erlaubt, er
muss jedoch im Bahnhof anhalten. Zeigt es Voie libre (gruen), ist auch
die Ausfahrt frei.
Die Disque kann auch zur Deckung von Haltepunkten verwendet werden. Dazu
steht ein Signal im Bremswegabstand vor dem Haltepunkt. Steht im
Haltepunkt ein Zug, so zeigt es Disque, der Lokfuehrer muss dann hinter
dem im Haltepunkt stehenden Zug anhalten und warten, bis dieser den
Haltepunkt verlassen hat.
chg
> s. o. Willst Du Dich im obigen Falle damit herausreden, ja,
> das Ausfahrvorsignal zeigt einen Fahrtbegriff, nur sieht man
> ihn nicht, weil es nicht da ist?
Nein, es ist ja nicht gesagt, dass das Ausfahrvorsignal, wenn es da
waere, einen Fahrtbegriff zeigen wuerde.
Man koennte sich vielleicht damit behelfen, dass man ein Stueckchen
hinter dem Einfahrsignal einfach eine Vorsignaltafel aufstellt. Eine
Vorsignaltafel ohne Vorsignal bedeutet ja "wahrscheinlich Halt
erwarten".
> Und am Hauptsignal, das noch wichtiger ist, ist keine Redudanz?
> Rote Laterne aus => Nachts sind alle Katzen grau => Meister,
> muesste da nicht bald das Einfahrsignal kommen? => RUUUMSS!
Das Vorsignal ist wichtiger als das Hauptsignal. Die wesentliche
Konsequenz daraus, dass die Bremswege der Eisenbahn laenger sind als die
Sichtentfernung ist nicht die, dass die Eisenbahn auf Signal faehrt,
sondern die, dass alle Signale rechtzeitig vorher angekuendigt werden.
Vorsignale sind die Essenz der Eisenbahn. Hauptsignale gibt es auch im
Strassenverkehr.
Wenn der Lokfuehrer bei schlechter Sicht ein Vorsignal uebersieht, ist
es am Hauptsignal zum Bremsen zu spaet. Sieht er dagegen das Vorsignal,
ist er zumindest schon mal gewarnt, falls das Hauptsignal ausgefallen
ist. Weiterhin naehert er sich dem Hauptsignal schon mal mit
verringerter Geschwindigkeit, was dessen Sichtbarkeit auf jeden Fall
beguenstigt. Ausserdem ist die Redundanz ja auch durch das in den
meisten Faellen vorhandene Ausfahrvorsignal gegeben. Begegnet der
Lokfuehrer einem Vorsignal und dann wieder einem Vorsignal, so kann er
daraus schliessen, dass irgendwo dazwischen ein Hauptsignal gewesen sein
muss und sicherheitshalber mal vor dem Vorsignal anhalten und
nachschauen.
> Ks ist aber auch nicht schlecht.
> Da ist aber leider die Haeufung von "Zusatzanzeigern" unvermeidlich.
Das ist ja gerade das schlechte an Ks. Komm mal nach Berlin und Umgebung
und schau Dir hier ein paar Signale an. Bei kurzen Blockabstaenden
wechseln hier die Signalbegriffe waehrend der Annaeherung eines Zuges
oft im Sekundentakt, auf der Stadtbahn z.B. von "30, Halt erwarten" auf
"50, 30 erwarten", "50 erwarten", "Frei". Ist das nicht verwirrend, wenn
der Lokfuehrer waehrend der Annaeherung an ein Signal alle diese
Signalaenderungen mitkriegt und das Signalbild jedesmal neu "lesen"
muss? - Einen Lichpunkt oder eine Kombination daraus kann man "sehen",
Ziffern dagegen muss man "lesen". Wenn dann noch Richtungsanzeiger
dazukommen ...
> Das setzt aber doch etwas Streckenkenntnis voraus. Es kann
> dann doch sein, das ein nicht naeher spezifiziertes "Langsamfahrt
> erwarten" hier "80 erwarten" und dort "40 erwarten" bedeutet, oder?
So genau weiss ich das nicht. Aber Streckenkenntnis ist doch sowieso
Voraussetzung und eigentlich gar nichts schlimmes. Auf den Strecken, die
ich mit dem Fahrrad regelmaessig befahre, kenne ich die Reihenfolge der
Ampelphasen auch auswendig und brauche auf Verkehrsschilder eigentlich
nur noch zu achten um festzustellen, ob sie nicht geaendert worden sind.
In manchen Laendern ist es sogar noch schlimmer. Norwegen z.B.
unterscheidet auch am Hauptsignal nicht zwischen verschiedenen
Geschwindigkeitsbegrenzungen, und am Vorsignal wird m.W. nur zwischen
Fahrt und Halt erwarten unterschieden, wobei der Signalbegriff
"Langsamfahrt" am Hauptsignal vom Vorsignal als Fahrtbegriff
interpretiert und angekuendigt wird.
Englang hat ein klassisches Wegesignalsignalsystem. Dort wird dem
Lokfuehrer am Signal nur angezeigt, welche Fahrstrasse fuer ihn
eingestellt ist (mittels Richtungspfeilen). Die jeweilige
Geschwindigkeit muss der Lokfuehrer auswendig wissen. Ein Vorteil ist,
dass dabei schneller gefahren werden kann. Wenn in einer Fahrstrasse
z.B. die erste Weiche 60 zulaesst, die zweite nur 40, so wuerde ein
deutsches Signal "40" anzeigen und der Lokfuehrer muesste ab dem Signal
(mit ca. 200 m Abstand zur ersten Weiche) 40 fahren. Ein englisches
Signal wuerde gar keine Geschwindigkeit anzeigen, sondern nur die
jeweilige Fahrstrasse. Der Lokfuehrer koennte die erste Weiche noch mit
60 durchfahren und muesste die 40 erst bei der zweiten Weiche erreicht
haben.
chg
Man sollte daher zusaetzlich auf das "Mastschild" am Signal achten. Ist das
Signal mit "Nf" gekennzeichnet, ist es ein absoluter Haltbegriff (vergleichbar
mit unserem weiss-rot-weissen Mastschild), ist das Signal mit "F" versehen, darf
nach Beachtung entsprechender Vorschriften vorbeigefahren werden (aehnlich
weiss-gelb-weiss-gelb-weiss). Fuer Lichtsignale gilt dies auf jeden Fall. Ich
weiss aber nicht: gibt es "Nf" bzw. "F" auch an Formsignalen?
>Martin Balser wrote:
>> Ks ist aber auch nicht schlecht.
>> Da ist aber leider die Haeufung von "Zusatzanzeigern" unvermeidlich.
>
>Das ist ja gerade das schlechte an Ks. Komm mal nach Berlin und Umgebung
>und schau Dir hier ein paar Signale an. Bei kurzen Blockabstaenden
>wechseln hier die Signalbegriffe waehrend der Annaeherung eines Zuges
>oft im Sekundentakt, auf der Stadtbahn z.B. von "30, Halt erwarten" auf
>"50, 30 erwarten", "50 erwarten", "Frei". Ist das nicht verwirrend, wenn
>der Lokfuehrer waehrend der Annaeherung an ein Signal alle diese
>Signalaenderungen mitkriegt und das Signalbild jedesmal neu "lesen"
>muss? - Einen Lichpunkt oder eine Kombination daraus kann man "sehen",
>Ziffern dagegen muss man "lesen". Wenn dann noch Richtungsanzeiger
>dazukommen ...
>[...]
Beim Schweizer Signalsystem N gibt es nur einen Zusatzanzeiger, der
abhaengig von der Farbe des Lichtpunktes die Geschwindigkeit ab dem
betreffenden Signal (gruen) oder ab dem naechsten Signal (gelb)
angibt. Ich hielt das urspruenglich fuer einen Nachteil gegenueber dem
KS-System, sehe das mittlerweile aus den von dir geschilderten
Gruenden anders. Besonders nach einer Fahrt mit Streckensicht auf der
Zuercher S-Bahn, wo Signalbegriffe auch oft im Sekundentakt wechseln.
Gruesse
Roland Smiderkal
http://members.myworld.at/smi/
Das habe ich am Samstag mit eigenen Augen festgestellt. Ich war
naemlich in St Claude (Bourg en bresse - Andelot) im Jura,
und der Bahnhof hat zwei Gruppenausfahrsignale, die Semaphore
als Lichtsignal anzeigten. Da fragte ich mich dann auch, warum
hier kein absoluter Haltbegriff, also Carre, gezeigt wird,
zumal die Strecke eingleisig ist.
Im Nachbarbahnhof Morez, der zwei "normale" Ausfahrsignale hat,
wurde dann der Carre angezeigt, und ich kann mich auch erinnern,
dass dort ein Schild "Nf" (um Holger K.'s Posting aufzugreifen)
angebracht war. Was fuer Schilder in St Claude an den
Gruppenausfahrsignalen waren, habe ich nicht mehr in Erinnerung.
Weitere Details und Gleisplanskizzen sind unter
http://www.rz.uni-frankfurt.de/~mbalser/railroad/sncf990724.htm
zu finden.
> Der Signalbegriff Semaphore wird naemlich auch bei
> Gruppenausfahrsignalen an Bahnhoefen eingleisiger Strecken angezeigt.
> Diese Signale sind aber notwendigerweise absolut, weil ja was
> entgegenkommen kann wenn sie Halt zeigen.
Nein, sie koennen nicht absolut sein, denn sonst koennte man ja
nicht als Rangierfahrt darueber fahren. Und Rangierfahrstrassen
machen absolut keinen Sinn, wenn der Bahnhof nur Handweichen hat.
Sie koennen also nur, ob die Strecke besetzt werden darf.
> Der Signalbegriff Carre ist also immer absolut, der
> Signalbegriff Semaphore kann absolut oder
> permissiv sein. Ich vermute, der Unterschied ist der,
> dass das Carre ein fahrstrassenabhaengiges Halt ist,
> der Semaphore dagegen ein vom Streckenblock abhaengiges.
Oder anders ausgedrueckt, Carre gilt fuer Zug- und Rangierfahrten
und entspricht damit unserem seligen Hp00, waehrend Semaphore
nur fuer Zugfahrten gilt und unserem alten Hp0 entspricht.
Vielleicht auch nicht ganz richtig?
> An Ausfahrsignalen muss es m.E. moeglich sein, dass eines der
> beiden roten Lichter ausgeht, wenn die Fahrstrasse
> festgelegt ist, der folgende Block aber noch nicht frei.
Hm, interessant, vielleicht laesst sich das beobachten?
> Zum Zeichen, dass dies der Fall ist und nicht einfach
> nur ploetzlich eine der beiden roten Lampen durchgebrannt
> ist, leuchtet zusaetzlich ein weisser Lichtpunkt neben dem
> Signalschirm auf [...]
Also das, was in
http://perso.wanadoo.fr/geillon/trains/signaux1.htm#2
gezeigt ist. Das Signal wird dadurch "franchissable".
Mit dem Begriff "franchissable" wird auch die Bedeutung der
Schilder klar: "F" Franchissable, "Nf" Non franchissable
> Insofern koennte man sich das zweite rote Licht auch gleich sparen.
Dann wuerde man ein Carre violet nehmen!
> Ob die Verwandlung des Carres in einen Semaphore am
> Ausfahrsignal fuer den Lokfuehrer bedeutet, dass er jetzt
> einfach so permissiv ausfahren darf, weiss ich jedoch nicht.
Es ist anzunehmen. Die Franzosen und ihre vier Arten anzuhalten.
Das ist echt lustig. Da geht ein rotes Licht aus und eine
kleine weisse Funzel an und ein Gueterzug faehrt aus (stilecht
natuerlich mit fast brennender Oberleitung oder einer wilden
Umrichterlok.) Ich fasse es nicht. Ich habe immer gedacht,
die DR waere pervers. Aber das haben die alles hier abgeguckt ...
> Im franzoesischen Signalsystem gibt es noch mehr interessante
> Signale, z.B. die "Disque". Der deutsche Begriff dafuer
> lautet wohl "bedingtes Halt", oder?
Als Hesse bin ich geneigt zu sagen: Wolle mer en reilasse?
- Ei komme se doch e mol bei mich bei!
(Uebers.: Wollen wir den Zug in den Bahnhof einlassen? Nun,
er moege erst einmal naeher kommen.)
> Die Disque wird z.B. zur Deckung von Bahnhoefen auf eingleisigen
> Strecken verwendet.
Was wird als Einfahrsignal an "richtigen" Strecken verwendet?
Carre oder Semaphore? Hier moechte man doch auch die Weichen
schuetzen.
> Dazu steht im Bremswegabstand vor dem Bahnhof ein
> Signal, welches nach deutscher Philosophie Einfahrvorsignal,
> Einfahrsignal, Ausfahrvorsignal und Ausfahrsignal in einem ist.
Hat der Bf dann trotzdem Ausfahrsignale oder wird bei haltenden
Zuegen die Erlaubnis, die Strecke zu besetzen, dann "per Kelle"
von einem oertlichen Mitarbeiter erteilt?
> Zeigt es Disque (rot-gelb), so ist die Einfahrt in den Bahnhof
> nicht erlaubt, der Lokfuehrer muss vor der ersten Weiche des
> Bahnhofs anhalten.
Das macht bei den Bahnhoefen mit Handweichen sicher Sinn, denn
dann koennte ein Begleiter absteigen und sich darum kuemmern,
dass sein Zug aufs richtige Gleis zu kommt. Oder er wird von
einem Weichensteller, der laessig am Stellhebel lehnt, erwartet ...
> Die Disque kann auch zur Deckung von Haltepunkten verwendet
> werden. Dazu steht ein Signal im Bremswegabstand vor dem
> Haltepunkt. Steht im Haltepunkt ein Zug, so zeigt es Disque,
> der Lokfuehrer muss dann hinter dem im Haltepunkt stehenden Zug
> anhalten und warten, bis dieser den Haltepunkt verlassen hat.
Und wie bekommt er mit, ob er "richtig" weiterfahren kann?
Durch ein "Ausfahrsignal", dass dann Voie libre oder Avertissement
anzeigt?
Disque ist also ein echt interessantes Signal, wie gemacht
fuer die Modellbahn!
Noch eine Frage zum Krokodil: Da es in der Gleismitte ist,
ist es doch nicht richtungssensitiv. Wird es beim Befahren
in der "falschen" Richtung durch Gleiskontakte unwirksam gemacht?
Ich habe da kurz vor dem Krokodil sonderbare Kaesten mit Drahtbuegeln
gesehen, die vom Spurkranz niedergedrueckt werden koennen.
>Es gibt genug Bahnhoefe auf Nebenbahnen,
>die keine Ausfahrvorsignale haben und bei denen daher das Hp2
>am Einfahrsignal erstmal kein "Fahrt erwarten" bedeutet. Die
>Regelung, wonach bei planmaessigen Durchfahrten die Einfahrt
>erst gezogen werden soll, wenn die Ausfahrt sichergestellt ist,
>ist nur ein Sonderfall.
Der Gag dabei ist, daß dieser Sonderfall früher (oder sogar immer noch?) als
Regelfall gelehrt wurde: Für einen planmäßig einflüglig durchfahrenden Zug darf
das Einfahrsignal erst auf Fahrt gestellt werden, wenn das Ausfahrsignal auf
Fahrt steht. Das Stellen am Einfahrsignal kann unterbleiben, wenn die
verhinderte Ausfahrt signalmäßig vorangekündigt wird, sprich Ausfahrvorsignal
oder Einfahrsignal ist ein Hl-Lichtsignal. Weiter: Wenn ein planmäßig
einflüglig durchfahrender Zug (ausgenommen Lz) mit Hg über 60 km/h abweichend
auf zwei Löffel eingelassen wird, hat man ihn wiederum an der Klatsche
auflaufen zu lassen. Dies wiederum kann unterbleiben, wenn das Hp 2
vorangekündigt ist, sprich dreibegriffiges Formvorsignal oder eben
Hl-Vorsignal. Und das war ja nun praktisch der Regelfall.
>Vielleicht war man bei der Form des Signalschirmes irgendwie von
>den alten Hl-Signalen (mit Doppellaternen) inspiriert und wollte
>sich hier ein "Recyclingpotential" schaffen?
WSSB wird sich schon was dabei gedacht haben...
>Jetzt stellt sich die Frage, warum die DR beim Rangiersignal Ra12
>geblieben ist und nicht zu _einem_ weissen Licht gegangen ist,
>wie z. B. in Polen und m. W. auch im OSShD vorgesehen?
Nicht zu vergessen auch beim gelben W anstelle des blauen Lichtes.
-kl