Interessante Spezialität des ESTW Sömmerda: In dessen Stellbereich sind nach
wie vor diverse Hs 64 - Anlagen vorhanden. Wußte gar nicht, daß man die an ESTW
anpassen kann bzw. will. Ansonsten erregt das Ergebnis des Umbaus eher
Unbehagen: Der Abschnitt Sömmerda - Artern ist eingleisig. Dazwischen gibt es
nur noch zwei Bahnhöfe, nämlich Bretleben und Etzleben. Ersterer hat überhaupt
nur noch zwei Gleise, letzterer vier, von denen aber auch nur zwei mit
Fahrleitung überspannt sind. Ich möchte nicht wissen, was man macht, wenn
Großkorbetha - Erfurt mal dicht sein sollte. Ein ziemlich deprimierendes Bild
bieten Leubingen, Griefstedt und Heldrungen: Die Fenster und Türen der
Stellwerke zugemauert, Gleisfragmente ohne Anschluß liegen herum, das neue
Streckengleis mit Hp-Bahnsteig wurde z.T. regelrecht auf die Überreste
draufgesetzt.
Sonderlich nachgefragt scheinen die RE Erfurt - Magdeburg nicht zu sein;
gefahren wird mit 2 By + 1 Packwagen mit 1. Klasse, Tfz 143, ab Sangerhausen
232, ab da auch romantische Anmutung der Anlagen.
Güsten: Muß man gesehen haben. Ein riesiges, dabei gähnend leeres Gleisfeld,
besetzte Betriebsstellen bis zum Abwinken (neben den Hau-Ruck-Stellwerken
diverse Schrankenposten). In Tunnel und Halle fühlt man sich 30 Jahre
zurückversetzt; würde dem Leerstand und der damit einhergehenden Versiffung
abgeholfen, wäre es eine Pracht - wo gibt es schon noch solche Fußbodenkacheln
mit feinen Ornamenten? Draußen könnte man sich auch wie vor 30 Jahren fühlen
(Formsignale, claro, keine Fahrleitung sowieso), wenn nicht die heutigen
Fahrzeuge wären; als Fremdkörper wirken besonders die zwischen Dessau und
Aschersleben pendelnden Braunschweiger 218 mitsamt Umbau-Silberling-Steuerzug.
Güsten - Güterglück: Bis Rathmannsdorf (Bk mit Schranke) liegt das zweite Gleis
noch, dann wurde es weitgehend abgebaut. Weiß jemand, wann der zweigleisige
Betrieb hier aufgegeben wurde? In Neugattersleben fahren nicht nur die
Reisezüge jetzt durch, auch die Signale zeigen nur noch Kreuze. Zwischen Calbe
(Saale) West und Barby gibt es etwas feines: Eine durchgeschaltete
Betriebsstelle mit Formsignalen, und zwar die Abzw Werkleitz, wo die Kurve von
Barby nach Abzw Seehof - Schönebeck abgeht. Diese wird nur dreimal die Woche
für die zwei Pflicht-Zugfahrten eingeschaltet, sonst sind bei den Signalen von
Barby und von Güsten zugleich die Löffel oben - macht sich gut. Die
Inanspruchnahme der Reisezüge ist sehr bescheiden, folgerichtig wird mit Tfz
202 und einem einzigen By gefahren - da bringt selbst die kleine V100
ordentlich Beschleunigung. Die Krönung ist dann Güterglück: Das Empfangsgebäude
ist verrammelt, wer von Güsten kommend nach Roßlau will, muß den Abgang zum
Magdeburger Bahnsteig (eine durchaus fragwürdige Stiege) nehmen und von dort
durch den finsteren und nassen Tunnel hinüber auf die andere Seite.
Holzroller (= BR 142): Jede Menge, einer sogar mit einem Reisezug
(Doppelstock-Garnitur) in Weißenfels. Könnte der 7209 aus Leipzig gewesen sein.
-kl
Hallo DR-Fans,
>Güsten: Muß man gesehen haben. Ein riesiges, dabei gähnend leeres Gleisfeld,
>besetzte Betriebsstellen bis zum Abwinken (neben den Hau-Ruck-Stellwerken
>diverse Schrankenposten). In Tunnel und Halle fühlt man sich 30 Jahre
>zurückversetzt; würde dem Leerstand und der damit einhergehenden Versiffung
>abgeholfen, wäre es eine Pracht - wo gibt es schon noch solche Fußbodenkacheln
>mit feinen Ornamenten? Draußen könnte man sich auch wie vor 30 Jahren fühlen
>(Formsignale, claro, keine Fahrleitung sowieso), wenn nicht die heutigen
>Fahrzeuge wären; als Fremdkörper wirken besonders die zwischen Dessau und
>Aschersleben pendelnden Braunschweiger 218 mitsamt Umbau-Silberling-Steuerzug.
Steht der Bockkran eigentlich noch. Der stammt von 1879 !!! Zeichnung
war mal in Hp1 drin.
Gibts eigentlich auch noch die Splitterschutzklappen am EG? Erst dacht
ich , dass waeren Fensterlaeden. Dann merkte ich mal, dass die aus
massiven Stahl gebaut worden sind...
Das BW ist nach meinem derzeitigen Kenntnisstand auch in Aufloesung.
Aber trotz Doofbahn und Kahlschlag noch immer ein toller Bahnhof.
Hat eigentlich jemand einen Gleisplan davon?
>Güsten - Güterglück: Bis Rathmannsdorf (Bk mit Schranke) liegt das zweite Gleis
>noch, dann wurde es weitgehend abgebaut. Weiß jemand, wann der zweigleisige
>Betrieb hier aufgegeben wurde?
Steht die Blockstelle noch? Uebrigens habe ich im Maerz 1992 dort noch
im BÜ-Bereich Fotos gemacht, wo nur ein Gleis liegt. Zufaellig hatte
ich die Fotos gerade in der Hand gehabt..
Der Bü ist aber fuer zweigleisig vorbereitet.
>[...]
Von 1991 bis 1996 war ich oft in dieser Gegend. Wenn ich mir ansehe,
was dort uebrig geblieben ist kommt das Grausen...
Armin Muehl
[Bf Güsten]
>Steht der Bockkran eigentlich noch. Der stammt von 1879 !!!
Mir ist nichts aufgefallen.
>Gibts eigentlich auch noch die Splitterschutzklappen am EG?
Wiederum: Mir sind keine aufgefallen, was aber noch nicht gegen ihre Existenz
spricht.
>Das BW ist nach meinem derzeitigen Kenntnisstand auch in Aufloesung.
Wird wohl jetzt als "Meldestelle" Bestandteil eines großen Haufens sein, wie
allerorten.
>Aber trotz Doofbahn und Kahlschlag noch immer ein toller Bahnhof.
Wenn die Anlagen nur nicht so sinnlos in der Gegend herumliegen würden. Die
Besonderheit ist eben, daß mit Güsten so ein Knoten weitgehend unverändert
blieb = von der Elektrifizierung verschont (wenn man das überhaupt so sagen
kann).
>Hat eigentlich jemand einen Gleisplan davon?
Wäre in der Tat interessant.
>>Güsten - Güterglück: Bis Rathmannsdorf (Bk mit Schranke) liegt das zweite
>>Gleis
>>noch, dann wurde es weitgehend abgebaut. Weiß jemand, wann der zweigleisige
>>Betrieb hier aufgegeben wurde?
>
>Steht die Blockstelle noch?
Tut sie. Solange besagte Schranke zu kurbeln ist, kann man sich auch das
Durchschalten schenken und weiter die Löffel ziehen.
>Uebrigens habe ich im Maerz 1992 dort noch
>im BÜ-Bereich Fotos gemacht, wo nur ein Gleis liegt.
Ich glaube, es endet ein Stück vorher.
>Der Bü ist aber fuer zweigleisig vorbereitet.
So wie es aus dem Zug aussieht, *war* die Strecke mal zweigleisig, dem
Verkrautungszustand des anderen Bahnsteigs in Rathmannsdorf u.dgl. nach scheint
der Rückbau schon etwas zurückzuliegen, aber nicht bis 1945 und Folgejahre.
Auch das Rathmannsdorfer Bksig Ri. Neugattersleben steht rechts vom abgeräumten
Planum. Wie gesagt: Details wären von Interesse.
>Von 1991 bis 1996 war ich oft in dieser Gegend. Wenn ich mir ansehe,
>was dort uebrig geblieben ist kommt das Grausen...
Und wenn man nachmittags der einzige Fahrgast im Zuge ist, der ohnehin nur aus
einer Klasse besteht, verstärkt das dieses Gefühl noch. Sachsen-Anhalt scheint
wirklich ein sanftes Gemüt zu haben, wenn's um die Eisenbahne geht, denn
sonst...
Interessant ist vielleicht einmal eine Gegenüberstellung der Fahrpläne von 1935
und 1989 mit jetzt:
1935
gab es noch keine Verkehrshalte in Rathmannsdorf.
Es verkehrte So P 3278 Güterglück ab 5.18 über Calbe nach Bernburg und der 3923
von Bernburg kommend über Calbe nach Güsten, an 0.04.
Werktags zwei Zugpaare Calbe-Barby-Calby, einmal Stunde 7 und einmal Stunde 14,
nur 3. Klasse. Nur Sa gab es auch noch einen 8466 von Güterglück (15.06) nach
Barby.
Ansonsten verkehrten täglich fünf Zugpaare zwischen Güsten und Wiesenburg.
Abfahrt Wiesenburg - Ankunft Güsten: 6.30-8.04, 10.20-11.42, 16.07-17.53,
18.29-19.49, 21.51-23.20. Gegenrichtung: 6.32-8.02, 10.22-11.42, 12.54-14.34,
18.26-19.49, 21.57-23.14; die Züge hatten zugleich Aufenthalt in Güterglück,
der Fahrplan wäre also mit eingleisiger Strecke durchführbar.
1989
gab es vier, nur Fr und S noch einen fünften Zugdurchlauf nach Belzig, einer
davon weiter bis Drewitz (wo damals für Reisezüge die Welt zu Ende war).
Besonders bemerkenswert der P 4421: Güsten ab 0.08 (zu der Zeit ist da jetzt
wohl niemand mehr anwesend), Rathmannsdorf und Neugattersleben Bedarfshalt
(obwohl es das auf Hauptbahnen eigentlich nicht mehr geben sollte), desgleichen
in Lindau, Deetz und Nedlitz. In Borne fuhr das Gerät prinzipiell durch, um
dann 1.57 Belzig zu erreichen.
Die nächsten "richtigen" Züge: 4423 Güsten 5.47, Belzig 7.55/59, Drewitz an
9.17; 4425 Aschersleben 11.52, Güsten 12.10/19, Belzig an 14.22; 4427 Güsten
16.17, Belzig 18.36; 4429 Güsten 17.15, Nedlitz an 18.42, nur Fr + S weiter ab
42 bis Belzig an 19.12.
Die Retourkutschen: 4421 Belzig 3.51 (Sa/S 4.33), Güsten 6.42; 4422 Drewitz
10.19, Belzig 11.33/38, Güsten an 13.43; 4424 Belzig 16.55, Güsten 19.11/36,
Aschersleben an 19.55; 4428 nur Fr + S Belzig 19.32, Nedlitz an 20.04, wtr
tägl. 20.08, Güsten 21.40; 4426 Belzig 19.52, Güsten 22.18.
Nur Werktags fuhr 7587/7588 Güsten 14.08 - Güterglück 14.59/15.19 - Güsten
16.10.
Und nun die Spezialität: Zwei Ferkeltaxen-Leistungen nur bis Nedlitz, und zwar
Werktags 7561/7562 Aschersleben 4.04, Nedlitz 6.18/37, Güsten an 8.09 sowie nur
Mo-Fr Güsten 8.32, Nedlitz 9.58/10.47, Güsten an 12.08.
4420 kreuzte in Güterglück mit 7561, 4422 in Barby mit 4425, 4429 in Güterglück
mit 4424. Auch das riecht nach eingleisiger Betriebsführung.
Insgesamt sah es also früher nicht rosiger aus als heute. Eher im Gegenteil:
Jetzt verkehrt auf dieser Strecke ein Geschoß, das fahrplantechnisch den
früheren Eilzügen gleichzusetzen ist, nämlich das Wochenendzugpaar Berlin -
Wernigerode. Weggefallen ist der Reisezughalt im Pampa-Bahnhof Neugattersleben,
auch betrieblich ist er außer Betrieb.
Allgemein ist bei der Betrachtung zwischen den Abschnitten Wiesenburg -
Güterglück und der Weiterführung nach Güsten zu differenzieren. Das Stück bis
Güterglück hatte schon immer Bedeutung für den Güterverkehr Ri. Magdeburg und
wurde bekanntlich als zeitweilige ICE-Strecke elektrifiziert + für Vstr 160
km/h ertüchtigt. Güterglück - Güsten hatte früher wohl noch Bedeutung für die
Kaliabfuhr, ob das noch aktuell ist steht aber auf einem anderen Blatt.
Und wer dieser verkehrsgeographischen Betrachtung gefolgt ist, den wird
vielleicht auch noch interessieren, daß es zwischen Sandersleben und Güsten mal
eine Überleitstelle gab. Weichen und Stellwerk (mit Namensschild - war vor
Schreck auf die Schnelle leider nicht zu lesen) sind noch vorhanden, die
Blocksignale sind hingegen entfernt.
-kl
Diesen Abschnitt benutze ich eigentlich auch recht häufig, wenn ich in Bad
Frankenhausen mal meine Schwester besuche. Die Fahrleitung ist ja noch ganz
neu, erst im Herbst 97 fertig geworden. Bretleben hat zwar 3 Gleise, aber
nur zwei durchgehende. Das dritte Gleis kommt von Sondershausen-Bad
Frankenhausen her und endet in Bretleben. Bis zu Beginn des neuen
Jahresfahrplanes gab es ja Triebwagen-Züge von Nordhausen über
Sondershausen-Bretleben nach Sangerhausen als RBs. Offensichtlich dachte
man, daß die Erfurter Strecke zum Fahrplanwechsel wieder betriebsfähig sein
würde, den diese durchgehenden Züge gab es nicht mehr und stattdessen wurden
im Fahrplan schon wieder REs Erfurt-Sangerhausen ausgewiesen. Tatsächlich
ist aber folgendes abgelaufen: Da die Strecke noch gebaut wurde, fuhr ein
Triebwagen-Zug im Pendelverkehr zwischen Bretleben und Sangerhausen mit Halt
in Artern. Nun ist aber so ein Triebwagen, auch wenn er mit
Höchstgeschwindigkeit fährt, lange nicht so schnell wie ein normaler Zug,
deshalb hatten diese Ersatz-REs immer zwischen 5 und 10 Minuten Verspätung.
Gruesse von
Thomas Bunke
Meissen
<Thomas...@advis.de>
> >>Güsten - Güterglück: Bis Rathmannsdorf (Bk mit Schranke) liegt das zweite
> >>Gleis
> >>noch, dann wurde es weitgehend abgebaut. Weiß jemand, wann der zweigleisige
> >>Betrieb hier aufgegeben wurde?
> So wie es aus dem Zug aussieht, *war* die Strecke mal zweigleisig, dem
> Verkrautungszustand des anderen Bahnsteigs in Rathmannsdorf u.dgl. nach scheint
> der Rückbau schon etwas zurückzuliegen, aber nicht bis 1945 und Folgejahre.
> auch betrieblich ist er außer Betrieb.
> Allgemein ist bei der Betrachtung zwischen den Abschnitten Wiesenburg -
> Güterglück und der Weiterführung nach Güsten zu differenzieren. Das Stück bis
> Güterglück hatte schon immer Bedeutung für den Güterverkehr Ri. Magdeburg und
> wurde bekanntlich als zeitweilige ICE-Strecke elektrifiziert + für Vstr 160
> km/h ertüchtigt. Güterglück - Güsten hatte früher wohl noch Bedeutung für die
> Kaliabfuhr, ob das noch aktuell ist steht aber auf einem anderen Blatt.
Jedenfalls war die Strecke Gueterglueck- Wiesenburg in den 50er und 60er
Jahren eingleisig. Ich denke mal, der Abschnitt Richtung Guesten dann
auch. Das zu ergruenden hat eine aufmerksame Reichsbahnerin ende der 60er
Jahre verhindert: Was machen Sie hier, junger Mann?-- Ich schau mich mal
um. Einen Turmbahnhof sieht man ja nicht ueberall.-- Das geht nicht. Und
noch dazu ohne Uniform!-- Ich habe als Buerger Westdeutschlands dann doch
lieber den Rueckzug angetreten, ehe sie die Trapo holte.
Dennoch konnte ich mich als Westzipfler oft relativ gut getarnt bewegen,
da ich schon damals einen belgischen Wartburg fuhr.
1997 war ich wieder in Gueterglueck: schlimm! Der Bogen Guesten- Zerbst
schien wohl nicht mehr befahren zu werden.
Die Strecke Magdeburg- Rosslau war nach dem Kriege wieder eingleisig und
der Fahrleitung beraubt. In Zerbst habe ich ein paarmal heimlich fotogrfiert:
Top-gepflegte Magdeburger 01 mit Wagnerblechen und ebensolche P8 vom
Bw.Dessau z.B..(letztere spaeter auch mit Giesl- Schornstein.
Die Strecke wurde dann gleich zweigleisig elektrifiziert, aber nicht
gleich zweigleisig ausgebaut. Sah merkwuerdig aus.
Zwischen Zerbst und Rosslau hat es uebrigens ein Teststueck fuer
schotterlosen Gleisbau gegeben...
Vielleicht kann jemand meiner Erinnerung auf die Spruenge helfen:
Ich glaube, dass es zwischen Magdeburg und Gueterglueck ein Bw gegeben hat.
Ich meine, dass dort 52er standen. Kann das Gommern gewesen sein?? Weiss
da jemand genaueres?
MfG
UK
>So wie es aus dem Zug aussieht, *war* die Strecke mal zweigleisig, dem
>Verkrautungszustand des anderen Bahnsteigs in Rathmannsdorf u.dgl. nach scheint
>der Rückbau schon etwas zurückzuliegen, aber nicht bis 1945 und Folgejahre.
Kann trotzdem soweit zurueckliegen. Bei Streckenerneuerungen war es
durchaus ueblich, wohl um den laufenden Betrieb nicht zu
beeintraechtigen, auf der Trasse des ehemaligen zweiten Gleises ein
neues aufzubauen und anschliessen dann das andere stillzulegen.
Bye
HF
--
** Die Kunst zu leben besteht darin, jeden Augenblick zu geniessen. **
[Guesten]
>
> >Hat eigentlich jemand einen Gleisplan davon?
>
> Wäre in der Tat interessant.
Was mich immer fasziniert:
Die beiden zweigleisigen Strecken Guesten-Aschersleben und
Sandersleben laufen lange Zeit parallel. Die RE Magdeburg-
Erfurt fahren in der Regel erst kurz vor Giersleben links raus,
haben also lange Zeit drei Gleise links neben sich.
> >Von 1991 bis 1996 war ich oft in dieser Gegend. Wenn ich mir ansehe,
> >was dort uebrig geblieben ist kommt das Grausen...
Diese riesigen toten Bahnhoefe. Calbe West, Barby...
Güterglück ist natürlich die Krönung.
> Und wenn man nachmittags der einzige Fahrgast im Zuge ist, der ohnehin nur aus
> einer Klasse besteht, verstärkt das dieses Gefühl noch. Sachsen-Anhalt scheint
> wirklich ein sanftes Gemüt zu haben, wenn's um die Eisenbahne geht, denn
> sonst...
Geruechte besagen, dass die Zuege von Barby demnaechst nicht
mehr nach Guesten fahren sollen, dafuer nach Schoenebeck
mit besserer Anbindung nach Magdeburg.
Ansonsten, der Stand der Dinge: Anschluesse
in Guesten nach Sueden (ausser fruehmorgens) zwischen 42 und
102 Minuten, andersherum siehts etwas besser aus. In
Belzig ist es auch nicht besser. Der Annahme, die Städte
Güsten und/oder Belzig würden ein nennenswertes Fahrgastvolumen
anziehen, stehe ich etwas skeptisch gegenüber.
> Und nun die Spezialität: Zwei Ferkeltaxen-Leistungen nur bis Nedlitz, und zwar
> Werktags 7561/7562 Aschersleben 4.04, Nedlitz 6.18/37, Güsten an 8.09 sowie > > nur Mo-Fr Güsten 8.32, Nedlitz 9.58/10.47, Güsten an 12.08.
Die Fruehleistung (sicher nicht mehr mit Ferkel) gibt es
immer noch in aehnlicher Form.
> Insgesamt sah es also früher nicht rosiger aus als heute. Eher im Gegenteil:
> Jetzt verkehrt auf dieser Strecke ein Geschoß, das fahrplantechnisch den
> früheren Eilzügen gleichzusetzen ist, nämlich das Wochenendzugpaar Berlin -
> Wernigerode.
Wobei der auf der fraglichen Strecke nur in Güterglück hält.
Ein Halt in Güsten war in der Fahrplanvorschau noch drin, das
haette aber eine Super-SWT-Verbindung Berlin-Kassel gegeben,
was nicht der Sinn dieses Zuges war.
> Abschnitt Wiesenburg - Güterglück ... hatte schon immer Bedeutung für den
> Güterverkehr Richtung Magdeburg und wurde bekanntlich als zeitweilige > ICE-Strecke elektrifiziert + für Vstr 160 km/h ertüchtigt.
Kurzzeitig gab es sogar einen D-Zug Magdeburg-Berlin ueber diese
Strecke. (mit Verkehrshalt in Genshagener Heide).
-kut
>Jedenfalls war die Strecke Gueterglueck- Wiesenburg in den 50er und 60er
>Jahren eingleisig. Ich denke mal, der Abschnitt Richtung Guesten dann
>auch.
Anzunehmen, selbst Berlin - Dresden erhielt das zweite Gleis erst Anfang der
70er wieder. Auf der Oberlausitzer Eisenbahn ist man damit bis heute nicht
weiter östlich als bis knapp vorm Tode (Knappenrode) gekommen, obwohl es
dringend nötig wäre. Und der Pole (im Eisenbahnerjargon bestehen Völker
benachbarter Länder stets aus nur einer Person; oder ist das an der Westgrenze
anders?) droht schon, noch mehr bringen zu wollen.
Mein Eindruck: Das nach dem Krieg gen Osten entschwundene zweite Gleis wurde
wieder aufgebaut, kurz nach der Wende mangels Bedarf aber wieder entfernt.
>Das zu ergruenden hat eine aufmerksame Reichsbahnerin ende der 60er
>Jahre verhindert
Jaja, die "Wachsamkeit".
>1997 war ich wieder in Gueterglueck: schlimm!
Geht doch: Ganz ordentliche Bedienung im Reiseverkehr und Güterzüge nicht zu
knapp. Nur die Reiseverkehrsanlagen müßten eben dringend renoviert werden.
>Der Bogen Guesten- Zerbst
>schien wohl nicht mehr befahren zu werden.
Ist aber offenbar nach wie vor "standby". Vielleicht fährt alle zwei Wochen mal
'ne Lok von Roßlau nach Güsten da lang.
>Die Strecke Magdeburg- Rosslau war nach dem Kriege wieder eingleisig und
>der Fahrleitung beraubt.
Die Strippen wurden überall als Reparationsleistung demontiert.
>Zwischen Zerbst und Rosslau hat es uebrigens ein Teststueck fuer
>schotterlosen Gleisbau gegeben...
Auch die übelsten Alkalischwellen scheint man dort en gros verbaut zu haben.
1990 ging es auf weiten Abschnitten nur noch mit 30 km/h - es ist schier
unbeschreiblich, wie das auf einer zweigleisigen und elektrifizierten
Flachlandbahn wirkt. Krönung war die Durchfahrt Güterglück: Von weitem kam ein
Lf 4 in Sicht, aha, dachte ich, jetzt geht's wieder schneller. Ja, denkste: 20
km/h. Man hätte getrost abspringen können.
Auch hier mögen die Fahrpläne für sich sprechen:
1990 +++ 1997
Zug 446 3254 2584 5654
0 Dessau Hbf 9.41 11.40 11.15 12.47
5 Roßlau (Elbe) 9.48 11.47 11.22 12.54
7 Rodleben | 11.51 | 12.58
15 Jütrichau | 12.04 | 13.03
18 Zerbst 10.10 12.11 11.33 13.07
26 Güterglück | 12.28 | 13.14
31 Lübs (b Mgdb.) | 12.39 | 13.18
34 Prödel | 12.45 | 13.21
40 Gommern | 12.52 | 13.26
46 Wahlitz | 12.59 | 13.30
49 Königsborn | 13.05 | 13.33
53 Biederitz | 13.12 | 13.38
59 Mgdb-Neustadt | 13.21 | 13.44
62 Mgdb Hbf an 11.17 13.26 11.59 13.48
Reisezeit (min) 96 116 44 61
Reisegeschw. (km/h) 39 32 85 61
Es werden heute zur Fahrt von Magdeburg nach Dessau von Schnellzügen also nur
noch 42 %, von Personenzügen mit Halt auf allen Stationen nur noch 71 % der
Reisezeiten von 1990 benötigt. Das ist aber kein Grund zur Freude
(Reisegeschwindigkeiten von 85 km/h sind für Schnellzüge auf
Flachland-Hauptbahnen keine besondere Leistung), vielmehr zeigt es, wie tief
die Reichsbahn gesunken war.
-kl
>Die beiden zweigleisigen Strecken Guesten-Aschersleben und
>Sandersleben laufen lange Zeit parallel.
Ich hatte früher gemutmaßt, sie würden sich da an einer Abzw trennen, aber dem
ist ja nicht so.
>Diese riesigen toten Bahnhoefe. Calbe West
Da stand diverses Zeug von Cargo herum, sah also nicht allzu tot aus. Wirklich
ex ist dafür ja Neugattersleben.
>Barby...
Mit dem zweiten Bahnsteig, wo nichts mehr abfährt. Auch sonst ziemlich
heruntergekommen. Siegfried Loyda sprach es immer unnachahmlich aus: "Barrrby".
>Geruechte besagen, dass die Zuege von Barby demnaechst nicht
>mehr nach Guesten fahren sollen, dafuer nach Schoenebeck
>mit besserer Anbindung nach Magdeburg.
Erscheint sinnvoller als nach Güsten, wo ich gar keinen Stadtkern ausmachen
konnte. Ist offenkundig so ein Fall Marke Falkenberg oder (vermutlich) auch
Wegliniec.
>> Abschnitt Wiesenburg - Güterglück ...
>Kurzzeitig gab es sogar einen D-Zug Magdeburg-Berlin ueber diese
>Strecke. (mit Verkehrshalt in Genshagener Heide).
Zwecks Umsteigen Richtung Bezirksstadt Potsdam. Da hatte man offensichtlich
eine Sperrpause freigeschlagen.
_____
<34cb92f4...@news.boerde.de> von hor...@weltentor.boerde.de.remove (Horst
F):
>Bei Streckenerneuerungen war es
>durchaus ueblich, wohl um den laufenden Betrieb nicht zu
>beeintraechtigen, auf der Trasse des ehemaligen zweiten Gleises ein
>neues aufzubauen und anschliessen dann das andere stillzulegen.
Würde auf den sich darbietenden Anblick passen, daß es dort so geschah.
-kl
> Geruechte besagen, dass die Zuege von Barby demnaechst nicht
> mehr nach Guesten fahren sollen, dafuer nach Schoenebeck
> mit besserer Anbindung nach Magdeburg.
Ein weiteres Gerücht prophezeit den Bau einer Verbindungskurve vom Abzw
Seehof zum Abzw [fälltmirgeradenichtein] jedenfalls nach Calbe (West).
Grund ist die Schaffung einer besseren Anbindung von Bernburg an die
Landeshauptstadt Magdeburg.
Gruß, Uli.
--
Uli Maschek
-----------
http://www.cryogen.com/u.maschek
-------------------------------------------------------------
This message can be recycled. Please send all characters back
after sorting.
-------------------------------------------------------------
kal> Güsten: Muß man gesehen haben. Ein riesiges, dabei gähnend leeres
kal> Gleisfeld, besetzte Betriebsstellen bis zum Abwinken (neben den
kal> Hau-Ruck-Stellwerken diverse Schrankenposten).
Nachtrag: EG in Insellage, 3 Bahnsteiggleise an der Ost-, 5(?) an
der Westseite. Etwa 50 N quert die B185 mittels zweier beschrankter
BUe, die infolge des ausgedehntes Gleisfeldes von 3(?) Schrankenposten
gesichert wurden oder womöglich sogar noch werden.
Bei Bier am Bahnhof hatte ich bisher nie Glück: das Hotel machte nie
einen besonders geöffneten Eindruck, jedoch gibt's einen Kilometer
durch den einen Imbiß mit Flaschenbierausschank.
kal> Güsten - Güterglück: Bis Rathmannsdorf (Bk mit Schranke) liegt das
kal> zweite Gleis noch, dann wurde es weitgehend abgebaut. Weiß jemand,
kal> wann der zweigleisige Betrieb hier aufgegeben wurde?
Vor 1976. Da ist ab Güsten ein Bahnkörper ohne zweites Gleis einge-
zeichnet. Hohenerxleben ein Stück weiter war auch Blockstelle, aber
weder Hp noch sonst irgendwas.
Andere ex-zweigleisige Hauptbahnen dieser Gegend sind noch immer
Dessau--Köthen, Ha-Trotha--Sandersleben--Aschersleben und Eilenburg--
Peißen(?). Wiesenburg--Meinsdorf und Eilenburg--Leipzig haben
(seit wann?) zweites Gleis und sogar Fahrdraht bekommen.
kal> Die Inanspruchnahme der Reisezüge ist sehr bescheiden, folge-
kal> richtig wird mit Tfz 202 und einem einzigen By gefahren -
Was, kein Bom mehr? Wo kann ich mich beschweren!
Wenn Du nicht in Güglü umgestiegen wärst, hättest Du die malerischen
Dorfbahnhöfe von Lindau(Anh), Deetz(Zerbst) und Nedlitz bewundern
können. Nedlitz ist übrigens Grenzbahnhof und damit planmäßiger
Endpunkt von Reisezugleistungen. Auf die GÜSt Klebitz trifft das
eigenartigerweise nicht zu.
Gruß,
--Thorsten
> kal> Güsten: Muß man gesehen haben.
> Bei Bier am Bahnhof hatte ich bisher nie Glück: das Hotel machte nie
> einen besonders geöffneten Eindruck, jedoch gibt's einen Kilometer
> durch den einen Imbiß mit Flaschenbierausschank.
Ein kurzes Stück nördlich gibt es jenseits der Gleise ein
Bistro, mit dem ich auch kein Glück hatte, weil es kein
"Bistro" im ursprünglichen Wortsinn ist, und die Zeit
zu kurz war.
> Andere ex-zweigleisige Hauptbahnen dieser Gegend sind noch immer
> Dessau--Köthen, Ha-Trotha--Sandersleben--Aschersleben und Eilenburg--
> Peißen(?). Wiesenburg--Meinsdorf und Eilenburg--Leipzig haben
> (seit wann?) zweites Gleis und sogar Fahrdraht bekommen.
Wiesenburg-Meinsdorf ist erst seit ca. 1991 elektrifiziert, die
anderen schon deutlich früher. Und ist Eilenburg-Peißen-(Halle)
nicht immer noch zweigleisig.
> kal> Die Inanspruchnahme der Reisezüge ist sehr bescheiden, folge-
> kal> richtig wird mit Tfz 202 und einem einzigen By gefahren -
>
> Was, kein Bom mehr? Wo kann ich mich beschweren!
Ein By ist dort in der Tat eine ganz besondere Stillosigkeit.
> Wenn Du nicht in Güglü umgestiegen wärst, hättest Du die malerischen
> Dorfbahnhöfe von Lindau(Anh), Deetz(Zerbst) und Nedlitz bewundern
> können.
Obiges bitte nicht zu laut sagen: Lindau ist Stadt. ;-)
> Nedlitz ist übrigens Grenzbahnhof und damit planmäßiger
> Endpunkt von Reisezugleistungen. Auf die GÜSt Klebitz trifft das
> eigenartigerweise nicht zu.
Ebensowenig auf die GÜst Kade (im Ortsteil Kader Schleuse mit
gleichnamiger Gaststätte; früher zusammengeschrieben), wohl
aber auf Wusterwitz. Geestgottberg ist derzeit auch kein
Endbahnhof mehr, Wittenberge aber natuerlich.
In Schönhausen (Reichsbahn)/Großwudicke endet nichts, ebenso
in Medewitz/Jeber Bergfrieden. Den Fall Annaburg/Fermerswalde
hatten wir hier schon diskutiert. Bleibt noch
das Kuriosum Ziesar/Paplitz. Und nicht zu vergessen:
Brandenburgische Korridorzuege durch Linda und Holzdorf ;-).
-kut
>kal> Güsten
>Nachtrag: EG in Insellage, 3 Bahnsteiggleise an der Ost-, 5(?) an
>der Westseite.
Nicht ganz so fett: Zwei zu vier. Ostseite Hausbahnsteig und zweiter Bahnsteig,
erreichbar per Überschreiten des Hausbahnsteig-Gleises; Westseite zwei richtige
Inselbahnsteige (also mit je zwei Bahnsteigkanten und Zugang durch Tunnel).
>Etwa 50 N quert die B185 mittels zweier beschrankter
>BUe, die infolge des ausgedehntes Gleisfeldes von 3(?) Schrankenposten
>gesichert wurden oder womöglich sogar noch werden.
Werden sie nach wie vor, und die Schrankenbuden sind vielleicht 30 m vom
Stellwerk entfernt. Wie gesagt: Das muß man gesehen haben, es ist schier
unvorstellbar.
>Andere ex-zweigleisige Hauptbahnen dieser Gegend [...]
>Eilenburg--Peißen(?).
Ist inzwischen zweigleisig ausgebaut (vom zeitweise eingleisigen Betrieb
zwischen Delitzsch Gbf und Krensitz wegen der Brückenbuddelei in Delitzsch
einmal abgesehen) und elektrifiziert. Bemerkenswert die Befehlsstellwerke in
den Empfangsgebäuden, findet man sonst eher selten. Reisezügel: 143 + By.
Güterverkehr: Z.B. Bunker von Volkspolen ins ex-DB-Land und leer retour. 90/91
fuhr über diese Strecke das Saison-Nachtschnellzugpaar 1059/1058 Frankfurt/Main
- Arenshausen - Cottbus und zurück, bei sehr geringer Inanspruchnahme übrigens.
>Wiesenburg--Meinsdorf
Betrieblich: Abzw Ai.
>Was, kein Bom mehr?
Zumindest letzten Donnerstag wurden beide Umläufe mit einem By und Tfz 202
gefahren. Also auch keine Ludmilla-Lachnummern mehr. Obwohl: Mit den "Russen"
bräuchten die Züge wenigstens nicht auf 18,9 km zwischen Barby und
Neugattersleben 70 statt 100 zu fahren ("Fahrdynamik/Laufverhalten",
Fahrzeitverlust Rz 5, Gz 4 min).
Was fuhr denn da früher? 2 oder 3 Bghw oder gar noch was anderes (von der
Ferkeltaxe mal abgesehen)? Tfz-BR?
>Wo kann ich mich beschweren!
Görlitz - Zittau sah ich auch schon Bom + By.
>Wenn Du nicht in Güglü umgestiegen wärst, hättest Du die malerischen
>Dorfbahnhöfe von Lindau(Anh), Deetz(Zerbst) und Nedlitz bewundern
>können.
Konnte ich schon vor zweieinhalb Jahren aus dem ICE, das wirkte noch viel
besser als aus so einem kleinen Personenzug.
>Nedlitz ist übrigens Grenzbahnhof und damit planmäßiger
>Endpunkt von Reisezugleistungen.
Und früher blieben ggf. dort jene Züge stehen, die man in der Rbd Berlin nicht
haben wollte.
-kl
Grenzbahnhof an welcher Grenze? Zwischen Sachen-Anhalt und Brandenburg? Lt.
KBS 258 verkehren die Personenzüge über Wiesenburg (Mark) weiter bis Belzig.
> unvorstellbar.
Ja.
>
> >Eilenburg--Peißen(?).
> den Empfangsgebäuden, findet man sonst eher selten. Reisezügel: 143 + By.
Bevor wieder Entsetzensschreie ausbrechen: Kai wird hier
3-Wagen-Wendezuege meinen.
> Güterverkehr: Z.B. Bunker von Volkspolen ins ex-DB-Land und leer retour.
Das eine Mal, wo ich diese Strecke abfuhr (von Eilenburg
nach Halle), kamen tatsaechlich am Wochenende zwei von
diesen Leerzuegen im Blockabstand entgegen. War schon
irgendwie imposant.
>
> >Wiesenburg--Meinsdorf
>
> >Was, kein Bom mehr?
Die "Kanonenbahn" zaehlt zu meinen persoenlich beliebtesten
Strecken, wenn ich mal einen kurzen Wochenendausflug
unternehme. Bom's sind hier wohl Vergangenheit.
>
> Zumindest letzten Donnerstag wurden beide Umläufe mit einem By und Tfz 202
> gefahren. Also auch keine Ludmilla-Lachnummern mehr. Obwohl: Mit den "Russen"
> bräuchten die Züge wenigstens nicht auf 18,9 km zwischen Barby und
> Neugattersleben 70 statt 100 zu fahren ("Fahrdynamik/Laufverhalten",
> Fahrzeitverlust Rz 5, Gz 4 min).
Leider wird diese Strecke im Personenverkehr wohl hoechstens
eine Zukunft mit relativ kleinen, aber hoffentlich
wieselflinken Triebwagen haben.
Irgendwie kommt mir jetzt der betriebliche Irrsinn von
Wittenberg nach Eilenburg in den Sinn: in der Regel ein
Bom (!), gezogen von einer 202. An den Endpunkten der
Verbindung setzt die Lok nicht etwa um (mit einem Blick
ins Kursbuch koennt Ihr Euch ueberzeugen: die Zeit dazu
ist da), sondern eine andere Maschine uebernimmt den
Wagen(zug). Sachsen.
Holger
> >Nedlitz ist übrigens Grenzbahnhof und damit planmäßiger
> >Endpunkt von Reisezugleistungen.
thb> Grenzbahnhof an welcher Grenze? Zwischen Sachen-Anhalt und Brandenburg?
Ja.
thb> Lt. KBS 258 verkehren die Personenzüge über Wiesenburg (Mark) weiter
thb> bis Belzig.
Bis auf Aschersleben 4.35, Güsten 4.48/5.01, Nedlitz an 5.59;
Nedlitz 6.53, Güsten 8.05/14, Aschersleben an 8.27
Nedlitz 1, Annaburg 3 ZP. Ist es jetzt der letzte Stand, daß die
Anhalter Sachsen doch eher wenig gegen den roten Adler haben, weil
sie ihre Züge fast ausnahmslos nach Brandenburg weiterfahren lassen?
Ich hätte schwören können, daß es vor kurzem noch Personenzüge Lu.
Wittenberg--Zahna und zurück gegeben hat. Mindestens seit 1995
nicht mehr.
Gruß,
--Thorsten
§ 11. Bei Geleisen, welche von Lokomotiven befahren werden, soll der
Oberbau mindestens so stark sein, dass jede Stelle der einzelnen Schiene
7.000 kg Belastung mit Sicherheit tragen kann.
kal> [...] auch noch interessieren, daß es zwischen Sandersleben und
kal> Güsten mal eine Überleitstelle gab. Weichen und Stellwerk (mit
kal> Namensschild - war vor Schreck auf die Schnelle leider nicht zu
kal> lesen) sind noch vorhanden, die Blocksignale sind hingegen entfernt.
Bk Wickenhof km 158,65 oder Bk Heidelberg km 155,37? Auf den zehn
Kilometerchen zwischen Sandersleben und Giersleben, einer zwei-
gleisigen Strecke. Zwischen Giersleben und Güsten dann drei- bis
viergleisig. Hier war wohl mächtig was los.
Wenn ich nicht zu besoffen war, dann bereiste ich noch Anfang Januar
Deutschlands eingleisigste ICE-Strecke (44 km) in einem 202 + Bom 280.
Gruß,
--Thorsten
§ 59. So lange die Uebergänge geschlossen sind, müssen Fuhrwerke,
Reiter, Treiber von Viehheerden und Führer von Lastthieren bei den auf-
gestellten Warnungstafeln halten. Das Gleiche gilt, sobald die Glocken
an den mit Zugbarrieren versehen Uebergängen ertönen. Fussgänger dürfen
sich geschlossenen Barrieren nähern, dieselben aber nicht öffnen.
A propos Kohle: Sah vor einiger Zeit in Koblenz-Lützel einen südwärts
fahrtenden Kohlezug (wohin eigentlich), bei dem Neben
Hochbord-Selbstentladewagen auch etliche normale offene Güterwagen im
Zugverband waren.
Ist das mittlerweile wieder üblich?
Gruß, ULF
_______________________________________________________________________________
Ulf Kutzner
Backhaushohl 46
D-55128 Mainz
_______________________________________________________________________________
> Wenn ich nicht zu besoffen war, dann bereiste ich noch Anfang Januar
> Deutschlands eingleisigste ICE-Strecke (44 km) in einem 202 + Bom 280.
Hat Lünen - Münster denn keine ICE?
Unwissend, ULF
> Bk Heidelberg km 155,37?
Nicht zu verwechseln mit einer gleichnamigen Ansiedlung an
der Strecke Pritzwalk-Neustadt noerdlich von Blumenthal mit
groesseren, anscheinend ex-militaerischen, Gleisresten.
> Wenn ich nicht zu besoffen war, dann bereiste ich noch Anfang Januar
> Deutschlands eingleisigste ICE-Strecke (44 km) in einem 202 + Bom 280.
Hm. Welche meinst Du damit? Guesten-Gueterglueck koennten ICE
hoechstens weggeschleppt werden, der Rest bis Belzig ist
zweigleisig.
Und meinst Du Januar '97 oder '98?
Anfang Dezember erlebte ich 202,Byu, ebenso im Gegenzug.
[und zum gleichen Subjekt]
> Ich hätte schwören können, daß es vor kurzem noch Personenzüge Lu.
> Wittenberg--Zahna und zurück gegeben hat.
Dem war in der Tat so.
-kut
> Wenn ich nicht zu besoffen war, dann bereiste ich noch Anfang Januar
> Deutschlands eingleisigste ICE-Strecke (44 km) in einem 202 + Bom 280.
Du warst zu besoffen. Gueterglueck - Wiesenburg ist
zweigleisig; zwischen Guesten und Gueterglueck fuhr
der ICE nie (Merkmal: keine Oberleitung). Wobei ich
aber nicht ausschliessen kann, dass Du trotzdem mit
einem Bom unterwegs warst
Holger
Muss ich nachgucken. Wenn, dann allerdings nur ein ICE-Paar täglich.
Grüße,
=ToJe=
--
Torsten Jerzembeck * Steinfurter Str. 79/509 * 48149 Münster
stud. Hilfskraft am Institut für Didaktik der Geographie der WWU
- System- und Netzwerkadministration -
Dies ist keine Meinungsäußerung des IfDG oder der WWU Münster!
Ulf Kutzner schrieb in Nachricht <34D20C...@mail.uni-mainz.de>...
>Hat Lünen - Münster denn keine ICE?
>
>Unwissend, ULF
>
Nein, dort gibt es neben dem Nahverkehr nur IC-Züge (bei Zugverspätung
Umleitung über Hamm).
>kal> [...] auch noch interessieren, daß es zwischen Sandersleben und
>kal> Güsten mal eine Überleitstelle gab. Weichen und Stellwerk (mit
>kal> Namensschild - war vor Schreck auf die Schnelle leider nicht zu
>kal> lesen) sind noch vorhanden, die Blocksignale sind hingegen entfernt.
>
>Bk Wickenhof km 158,65 oder Bk Heidelberg km 155,37?
Ich hab' keine Kilometrierung zur Hand. Aber evtl. läßt es sich am Standort des
Stellwerks identifizieren: In Richtung Güsten - Sandersleben rechts.
>Auf den zehn
>Kilometerchen zwischen Sandersleben und Giersleben, einer zwei-
>gleisigen Strecke. Zwischen Giersleben und Güsten dann drei- bis
>viergleisig. Hier war wohl mächtig was los.
Sieht so aus. Wobei es offenkundig keine Betriebsstelle "Giersleben" gibt, das
ist schon Einfahrt Güsten.
Eine derartige (und bereits zu DDR-Zeiten vorgenommene) Ausdünnung von
Zugfolgestellen ist auch anderswo anzutreffen. Zwei Beispiele:
Elsterwerda=Biehla - Falkenberg:
Bk Haida: Schon vor Jahrzehnten aufgelöst. Später existierte eine Awanst zum
Anschluß ZuS, die beim zweigleisigen Ausbau in den Bf Eb einbezogen wurde; das
Gleis bis zum Anschluß ist jetzt Bahnhofsgleis mit einem Ausfahrsignal, die
früheren Ausfahrsignale wurden zu Zwischensignalen.
Bk Zeischa: Wurde nach Rückbau des zweiten Gleises zum Betriebsbahnhof mit nur
einem Stellwerksbezirk und somit elendig langen Stellentfernungen. Bei
Wiederherstellung der Zweigleisigkeit 1986 zur Awanst umgewandelt.
Bf Bad Liebenwerda: Unverändert vorhanden.
Bf Wahrenbrück: Unverändert vorhanden, wenngleich die Frage "wie lange noch"
wohl berechtigt ist.
Bk Beiersdorf: Im Zuge des Aufbaus eines zweiten Gleises außer Betrieb genommen
(nur noch Hp).
Um Nachfragen vorzugreifen: In Wahrenbrück und Beiersdorf halten keine
Reisezüge mehr, im Kursbuch wird man sie also vergeblich suchen.
Zweites Beispiel: Zabeltitz, zwischen Frauenhain und Großenhain Berl. Bf, war
vor Jahrzehnten Blockstelle. Eigentlich sollte sie alsbald durch
Selbstblocksignale ersetzt werden, was jedoch bis heute nicht geschah. Die 10
km lange Blockstrecke sorgt laufend für Stutzen oder Halten von Zügen, auch der
"Metropol" mit seinen schier endlosen Fahrzeiten "trampelt" fast allabendlich.
>Wenn ich nicht zu besoffen war, dann bereiste ich noch Anfang Januar
>Deutschlands eingleisigste ICE-Strecke (44 km)
Welchen Abschnitt meinst Du jetzt? Wiesenburg - Güterglück ist zweigleisig.
>in einem 202 + Bom 280.
Vielleicht ist inzwischen ein Schwung ex-Bmh vom Umbau zurück.
Stichwort "By = Stilbruch": Ich möchte da zu bedenken geben, daß es sich bei
Bom (und Bm 232) um - auf ihr Altenteil abgeschobene - Schnellzugwagen handelt.
So gesehen sind also die ein Stilbruch. Umgekehrt waren deren Spenderwagen, die
Bmh, von der DR zweckentfremdet worden: Nahverkehrswagen im Schnellzugdienst.
Allerdings zu Recht: Man hatte keine Großraumwagen für Fernzüge, und
Abteilwagen haben entweder geringere Sitzplatzkapazitäten - oder sie sind eine
Zumutung (anders kann man 7 Mitreisende im Abteil nicht nennen).
-kl
> > Wenn ich nicht zu besoffen war, dann bereiste ich noch Anfang Januar
> > Deutschlands eingleisigste ICE-Strecke (44 km) in einem 202 + Bom 280.
> Hat Lünen - Münster denn keine ICE?
Was ist mit (Braunschweig -) Gross Gleidingen - Hildesheim?
Oder sind das weniger km?
--
tobias benjamin koehler * * * * ,-/o"O`--.._ * _/(_ *
* * * * * * _,-o'.|o 0 'O o O`o--'. e\
dresden, europe * (`o-..___..--''o:,-' )o /._" O "o 0 o : ._>
* * ``--o___o..o.'' * :'.O\_ ```--.\o .' `--
un...@tigerden.com * * * `-`.,) * \`.o`._ *
t...@rcs.urz.tu-dresden.de * * * fL `-`-.,)
kal> >> [...] auch noch interessieren, daß es zwischen Sandersleben und
kal> >> Güsten mal eine Überleitstelle gab. Weichen und Stellwerk
> >Bk Wickenhof km 158,65 oder Bk Heidelberg km 155,37?
kal> In Richtung Güsten - Sandersleben rechts.
Das wäre Heidelberg, genau in der Kurve über dem Wippertal.
kal> Wobei es offenkundig keine Betriebsstelle "Giersleben" gibt, das
kal> ist schon Einfahrt Güsten.
Ja. Aua. Und jetzt der dickste Hammer:
> >Deutschlands eingleisigste ICE-Strecke (44 km)
kal> Welchen Abschnitt meinst Du jetzt? Wiesenburg - Güterglück ist
kal> zweigleisig.
Inzwischen bin ich aus der Ausnüchterungszelle zurück: Natürlich
gehört das in die Liste der ehemals eingleisigen Hauptbahnen
(Unterrubrik elektrisiert und ICE-ertüchtigt).
Nochmal der Kartenstand: Zwischen W'burg und Blankenheim Trennung
war 1976 alles eingleisig, bis auf Güsten--Sandersleben.
km
77,83/0,0 Bf Wiesenburg [IV]
81,03 Bk Schmerwitz
84,94 Bk Reetz
Bezirksgrenze
92,85 Bf Nedlitz [IV]
97,81 Bk + Hp Deetz(Kr. Zerbst)
101,98 Bf Lindau(Anh) [IV; Wagenladungsknoten]
107,02 Bk Buhlendorf
111,15/25,87 Bf Güterglück [III]
115,53 Bk Flötz
...
139,87 Bk Hohenerxleben
143,85 Bk + Hp Rathmannsdorf
147,34/28,53 Bf Güsten [I; Wagenladungsknoten; Arztwagen, Geräte-
/31,91 wagen, Feuerlöschzug]
Bezirksgrenze
155,37 Bk Heidelberg
158,65 Bk Wickenhof
163,41/45,42 Bf Sandersleben(Anh) [III]
165,54 Bk Wiederstedt
169,84/44,6 Bf Hettstedt [II]
173,22 Awanst + Hp Siersleben
175,73 Bk Thondorf
179,01/0,0 Bf Klostermansfeld [III]
181,31 Awanst VEB Mansfeld Kombinat Helbra
184,64 Bk + Hp Hergisdorf
185,4 Direktionsgrenze
188,06/45,8 Bf Blankenheim(Trennungsbf) [IV]
Kann jemand die Bahnhofsklassen [I..IV, Sonderkl.] erklären?
Gruß,
--Thorsten
'kut>' := Kai-Uwe Thiessenhusen <k...@agnld.uni-potsdam.de>
> Wittenberg--Zahna und zurück
kut> Dem war in der Tat so.
Dacht ich's mir. War jedenfalls vor 1995.
>Um Nachfragen vorzugreifen: In Wahrenbrück und Beiersdorf halten keine
>Reisezüge mehr, im Kursbuch wird man sie also vergeblich suchen.
Stichwort Wahrenbrück: Weiß schon jemand, warum der Milchzug
Biehla-Italien die Gleise verlassen hat?
Gruß
Mathias m...@berlin.snafu.de http://www.snafu.de/~mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
> Andere ex-zweigleisige Hauptbahnen dieser Gegend sind noch immer
> ..., Ha-Trotha--Sandersleben--Aschersleben
Diese Strecke wird demnächst für 160 km/h (NeiTech) ausgebaut, bleibt
aber eingleisig.
>
> Was ist mit (Braunschweig -) Gross Gleidingen - Hildesheim?
> Oder sind das weniger km?
>
AFAIK soll sie 2gleisig ausgebaut werden; als ich das letzte mal
dort fuhr war sie zumindest abschnittsweise 1 gleisig.
Was ist denn mit (Muenchen)-Tutzing-Garmisch ? duerften > 50 km sein.
Wird aber nur 1 mal pro Woche gefahren ...
Lucas.
--
!!! Achtung! Email lautet richtig ..chp.siemens.de !!!
====
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Dies ist meine ureigenste, hoechstpersoenliche Meinung.
Wer persoenliche Meinungen nachmacht oder faelscht, oder nachgemachte
oder gefaelschte Meinungen in Umlauf bringt, wird mit Politik nicht
unter zwei Jahren bestraft.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Hmm? Mir ist nur Ausbau auf Vmax 160 bekannt.
Obwohl ein 2gleisiger Ausbau vernuenftig erscheint, da die ICE-Linie 6
ja seit geraumer Zeit im Stundentakt faehrt.
Wie siehts denn mit Braunschweig-Oebisfelde (oder Wolfsburg?) aus?
Tom
> >...
> Aber trotz Doofbahn und Kahlschlag noch immer ein toller Bahnhof.
> Hat eigentlich jemand einen Gleisplan davon?
Ja, ich!
Ein verzerrter Lageplan mit Stand 1990. Die Qualität ist nicht
berauschend, aber man kann noch fast alle Weichennummern erkennen. Der
Bf ist allerdings so groß, daß ich eine ASCII-Zeichnung ausschließen
möchte. Scannen ist auch schwierig, da er aus mehreren A3-Blättern
besteht.
Was tun? Ich würde anbieten, ein paar Kopien zum Treffen nach Dresden
mitzubringen, falls jemand Interesse hat.
TM>Nedlitz 1, Annaburg 3 ZP. Ist es jetzt der letzte Stand, daß die
TM>Anhalter Sachsen doch eher wenig gegen den roten Adler haben, weil
TM>sie ihre Züge fast ausnahmslos nach Brandenburg weiterfahren lassen?
Über Nedlitz kann ich wenig sagen, aber Annaburg als kurioser Endpunkt von
RB kommt von der Regionalisierung des Nahverkehrs und der
unterschiedlichen Landesgesetzgebung. Dessau-Falkenberg wird im
Zweistundentakt betrieben, das Land Sachsen-Anhalt wollte im Berufsverkehr
eine Taktverdichtung auf eine Stunde, die Brandenburger Kreise waren aber
nicht bereit, für die zusätzlichen Züge Geld zu bezahlen. Sachsen-Anhalt
kann aber nicht den Nahverkehr in einem anderen Bundesland bezuschussen.
Ärgeres droht mit Sachsen, die sich weigern ab Juni 98 für die Strecke
(Wittenberg)-Söllichau-Eilenburg und Merseburg-Leipzig Leutzsch Zuschüsse
für den sächsischen Abschnitt zu zahlen. Das bedeutet zumindest für die
zweite Strecke das Aus.
TM>Ich hätte schwören können, daß es vor kurzem noch Personenzüge Lu.
TM>Wittenberg--Zahna und zurück gegeben hat. Mindestens seit 1995
TM>nicht mehr.
Zahna gibt es in diesem Fahrplan auf alle Fälle.
Halle ab 15.06 Die Zeiten ab Wittenberg habe ich nicht im Kopf.
Der Zug besteht aus 143, einem modernisiertem DBu und einem beige/braunem
Doppelstocksteuerwagen. Der Zug endet in LW, wird umgesetzt und fährt eine
halbe Stunde (ca 17.00 Uhr) später unter neuer Zugnummer nach Zahna. Er
fährt anschließend als Leerzug nach Wittenberg zurück und wird dort
weggesetzt zu 8103.
Der Zug ist noch ein Berufsverkehrsrelikt aus DR-Zeit, Es sitzen um die
fünf Leute im Zug. :-((
Insgesamt ist die Regionalisierung an den Ländergenzen eine große
Dummheit. Halle-Sangerhausen Stundentakt, bis Nordhausen Zweistundentakt,
weiter im Stundentakt. Lpz/Hal-Dessau Stundentakt, bis Belzig Zweistunden,
weiter im Stundentakt.
Uwe
--
So das war's denne. Tschuess auch.
Die Brumsel aus Halle.
Fido: Uwe Jannikoy @ 2:249/999
## CrossPoint v3.11 R ##
> A propos Kohle: Sah vor einiger Zeit in Koblenz-Lützel einen südwärts
> fahrtenden Kohlezug (wohin eigentlich), bei dem Neben
> Hochbord-Selbstentladewagen auch etliche normale offene Güterwagen im
> Zugverband waren.
>
> Ist das mittlerweile wieder üblich?
>
Nicht wieder, sondern immer noch.
Wenn auf den Wagen beispielsweise "MH" drauf steht, sind das die
Kokswagen der Maxhuette in Bayern. Diese Zuege fuhren noch bis zur
Schliessung der Kokerei Anna in Alsdorf (1993) taeglich dorthin.
Vermutlich gibt es in Sulzbach-Rosenberg noch eine Kippanlage fuer
O-Wagen mit Stirnwandtueren.
Gruss aus Aachen,
Martin Kilb
>Ärgeres droht mit Sachsen, die sich weigern ab Juni 98 für die Strecke
>(Wittenberg)-Söllichau-Eilenburg und Merseburg-Leipzig Leutzsch Zuschüsse
>für den sächsischen Abschnitt zu zahlen. Das bedeutet zumindest für die
>zweite Strecke das Aus.
Der SPNV auf den genannten Abschnitten dürfte bereits abbestellt sein. Dasselbe
geschah mit (Graustein -) Staatsgrenze - Knappenrode. Allerdings fiel die
Reaktion aus Potsdam (wo man davon erst aus der Zeitung erfuhr!) betonhart aus:
Es war seinerzeit zwischen Sachsen und Brandenburg verabredet worden, zwecks
besserer Anbindung Hoyerswerdas die traditionelle Eilzugrelation Cottbus -
Dresden künftig über diese traurig-berühmte Stadt zu führen. Mit der
sächsischen Kündigung war diese "Geschäftsgrundlage" entfallen, was Potsdam mit
der Abbestellung des SPNV auf dem Streckenabschnitt (Schwarzkollm -)
Staatsgrenze - Hohenbocka - Ruhland - Ortrand - Staatsgrenze (- Lampertswalde)
zu quittieren gedachte.
Die Sache endete nun so: Brandenburg bestellt die Gesamtrelation Cottbus -
Hoyerswerda, Sachsen bestellt die Gesamtrelation Hoyerswerda - Dresden.
Das Genick gebrochen hat die Kleinstaaterei aber Hohenbocka - Kamenz. Und ob
zwischen Brieske und Hohenbocka künftig Reisezüge rollen ist auch noch die
Frage, denn von den RE Hoyerswerda - Senftenberg (- Berlin) hörte man seit dem
Ausbruch des Kriegs um Hw-Cs nichts mehr.
>Insgesamt ist die Regionalisierung an den Ländergenzen eine große
>Dummheit.
Du sollst ja auch nicht ins verfeindete Ausland fahren.
-kl
[...]
> TM>Ich hätte schwören können, daß es vor kurzem noch Personenzüge Lu.
> TM>Wittenberg--Zahna und zurück gegeben hat. Mindestens seit 1995
> TM>nicht mehr.
[...]
> Der Zug ist noch ein Berufsverkehrsrelikt aus DR-Zeit, Es sitzen um die
> fünf Leute im Zug. :-((
So ist es. Jedenfalls ist das die erklaerung fuer die Strecke
Lutherstadt Wittenberg - Zahna. Irgendwer hat da die Streichung
vergessen.
Aber ehe das Geschrei anfaengt, muss ein wenig Geographie her:
Der Landkreis Wittenberg (Sitz: Lutherstadt Wittenberg) grenzt im
Nordosten bis Suedosten an das Land Bandenburg. (Dort schneidet die
Stecke Berlin-Halle/Leipzig fie Landesgrenze.
Im Sueden Grenze zu Sachsen. (Die Nebenbahnstecken Eilenburg, Torgau)
Zahna wiederum liegt IM Landkreis Wittenberg, sodass die gefragte
Strecke in die alleinige Hoheit der NASA faellt. Weder Brandenburg
noch Sachsen haben mit der Strecke etwas zu tun.
freundliche Gruesse, Martin Ebert