An einem Einfahrsignal (Lichtsignal) ist das Vorsignal für das nächste
Hauptsignal am selben Mast angebracht. Wegen einer Betra (oder warum sonst
auch immer) kann die Regelfahrstraße nicht eingestellt werden. Die Fahrt
führt über Gleise, für die es keine Fahrstraße gibt. Also Hilfsfahrstraße
eingestellt und am Einfahrsignal Zs1 gegeben. Beim Einstellen der
Hilfsfahrstraße leuchtet am Vorsignal Vr0 auf. Laut Signalbuch sollte dieses
Vorsignal eigentlich dunkel bleiben, wenn das am selben Mast befindliche
Hauptsignal Hp0 zeigt.
Würdet Ihr diese Kombination ( Hp0, Vr0 und Zs1) als zweifelhaft einstufen?
Gruß Reinhard
Gruß Reinhard
> > > > Zs1 heißt auf schriftlichen befehl weiterfahren?
>
> Zs1 ist die Zustimmung des Fahrdienstleiters zur Vorbeifahrt am Halt
> zeigenden oder gestörten Hauptsignal und ersetzt die schriftlichen
> Befehle!!!
Wobei es bei irgendwie eingeschränkter Fahrt (z.B. BÜ sichern) auch vorkommen
kann, daß die Einschränkung vorher schriftlich übermittelt und die Abfahrt
dann mit Zs1 erlaubt wird. Gegenüber einem Befehl, in dem Alles drinsteht,
hat dies den Vorteil, daß dieser erst genau dann ausgestellt werden könnte,
wenn die Abfahrt möglich ist.
Michael Kauffmann
>> Wenn auf einer ferngesteuerten Betriebsstelle, die manchmal 10, 20 oder
>> mehr km entfernt liegt, ein Befehl persönlich abgegeben werden müsste, dann
>> ruht erst mal der Verkehr, vor allem dann, wenn der Fdl allein arbeitet.
> Michael Schumacher ist nicht zufällig mit Dir verwandt? Für ihn könnte
> ich mir für den Fall einer geänderten Vorschrift einen schönen neuen
> Job bei der Bahn vorstellen: "Befehlsüberbringer"
Na ja, auf den loks könnten auch faxgeräte installiert werden,
die dann über zugbahnfunk angesprochen werden und den schrift-
lichen befehl ausspucken ;)
--
tbk
Zs1 hebt doch alles andere auf, oder? Das Ersatzsignal ist doch gerade
fuer den Fall gedacht, dass das Hauptsignal gestoert ist, also wohl auch
fuer den Fall, dass es ein zweifelhaftes Signalbild anzeigt. Ich wuerde
also sagen: Egal, was an einem Signal sonst noch leuchtet (oder nicht
leuchtet), wenn zusaetzlich dazu ein Zs1 leuchtet, gilt das Zs1 (und
sonst nichts).
Aber wie ist es eigentlich, wenn ein Signal Hp1 und Vr1 und zusaetzlich
Zs1 zeigt (rein theoretisch)? Kann man davon ausgehen, dass das Hp1 und
Vr1 in diesem Fall schon stimmt, oder faehrt man mit 40 km/h bis zum
naechsten Signal, oder haelt man lieber an und fragt nach was das soll?
chg
> > Wenn auf einer ferngesteuerten Betriebsstelle, die manchmal 10, 20 oder
> > mehr km entfernt liegt, ein Befehl persönlich abgegeben werden müsste, dann
> > ruht erst mal der Verkehr, vor allem dann, wenn der Fdl allein arbeitet.
>
> Michael Schumacher ist nicht zufällig mit Dir verwandt? Für ihn könnte
> ich mir für den Fall einer geänderten Vorschrift einen schönen neuen
> Job bei der Bahn vorstellen: "Befehlsüberbringer"
Der Job heißt "Befehlsträger", ist eher öde und eignet sich auch für
weniger schnittige Zeitgenossen.
mfg Matthias Dörfler
"Christian Gruber" <chg0...@linux.zrz.TU-Berlin.DE> schrieb im Newsbeitrag
news:39296327...@linux.zrz.TU-Berlin.DE...
>
> Aber wie ist es eigentlich, wenn ein Signal Hp1 und Vr1 und zusaetzlich
> Zs1 zeigt (rein theoretisch)
Rein praktisch ist dieser Fall größtenteils
ausgeschlossen.(zumindest im Hl-Gebiet)
Schaltungsmäßig kann man Zs1 teilweise zwar
bedienen, aber der Fahrtbegriff fällt dann ein
und es leuchten Hp0 und Zs1.
Grüsse
Frank
reinhard
> Der Job heißt "Befehlsträger", ist eher öde und eignet sich auch für
> weniger schnittige Zeitgenossen.
Das ändert sich in dem Moment, wo zwischen Stellwerk und gestörtem
Signal zwischen 20 und 50 Kilometer Landstraße liegen ;-)
-JJ
--
___ http://members.tripod.de/JJ ________________________________
"Mit dem Wochenendticket haben Sie keinen Anspruch auf Anschluß"
Zitat Schaffnerin in IC 520 Frankenkurier am 13. Mai 2000.
Reinhard Schumacher schrieb:
> >
> > Na ja, auf den loks könnten auch faxgeräte installiert werden,
> > die dann über zugbahnfunk angesprochen werden und den schrift-
> > lichen befehl ausspucken ;)
> >
> > --
> Das predige ich schon lange, aber auf mich hört ja keiner...
Da fehlt die Übertragungstechnik. Und signaltechnisch sicher müßte
die Übertragung auch sein.
MfG
Knud
> > Der Job heißt "Befehlsträger", ist eher öde und eignet sich auch für
> > weniger schnittige Zeitgenossen.
>
> Das ändert sich in dem Moment, wo zwischen Stellwerk und gestörtem
> Signal zwischen 20 und 50 Kilometer Landstraße liegen ;-)
Bei Störungen wird es kaum zum Einsatz eines Befehlsträgers kommen,
weil der Dienst ja eingeplant sein muss, ggf. einschließlich mit-
bestimmungspflichtigem Klohäuschen und Erholungspausen.
Aber beim Einsatz eines Befehlsträgers bei Bauarbeiten kann der ört-
lich zuständige Fdl ihm den Befehl über Draht diktieren statt dem Tf
über Funk. Das hat je nach Örtlichkeit durchaus zeitliche Vorteile,
insbesondere dann, wenn mehrere Befehle anstehen (z.B. braucht
Falschfahren bei fehlenden Falschfahrkontakten für einen BÜ mindestens
2 Stück, nämlich Ad und Bacd).
mfg Matthias Dörfler
Aber auch das kommt vor. Wir hatten schon Störungen, die erkennbar länger
dauerten. Da wurde überall herumtelefoniert, um einen Befehlsträger zu
finden. Wer einmal im Bereich der BZ Duisburg versucht hat, ein Gespräch
über Zugfunk zu führen, der wird den Befehlsträger zu schätzen wissen. Bis
das Zugfunkgespräch endlich aufgebaut ist, hat man bereits mindestens 5
Minuten Zusatzverspätung.
Gruß Reinhard
Matthias Doerfler schrieb:
> Aber beim Einsatz eines Befehlsträgers bei Bauarbeiten kann der ört-
> lich zuständige Fdl ihm den Befehl über Draht diktieren statt dem Tf
> über Funk.
Bei Bauarbeiten habe ich das auch schon gesehen. Offensichtlich wurde
eine weitere Sprechstelle in die Leitung eingebaut. Ein Häuschen von
Dixi-Klo-Größe als Wetterschutz. Züge hielte am Signal, Papier rüber
und gut.
MfG
Knud
Hier zeigt sich wohl auch ein Nachteil des Zugfunk-
systems per Vermittlung. Im ehemaligen DR-Gebiet
gibt es ja noch die örtlichen Sender, mit denen man
von den Stellwerken aus direkt Verbindung aufnehmen kann.
Das fällt ja nun automatisch durch den Bau von Betriebszentralen
weg.
Weiss jemand ob es Pläne gibt (bzw. es schon stattfindet) das die
ehem. DR Stellwerke auf das Funk-Vermittlungssystem umgebaut werden?
Und läuft der gesamte Zugfunk in DB alt über Vermittlung, und zum Schluss
wo sind die direkten Vorteile des Vermittlungssystems?
Daniel
>Im ehemaligen DR-Gebiet
>gibt es ja noch die örtlichen Sender, mit denen man
>von den Stellwerken aus direkt Verbindung aufnehmen kann.
Die gibt es im westdeutschen System natürlich auch. Was es dort nicht gibt sind
die Fahrdienstleiteranlagen (FADA) auf den Befehlsstellwerken, mit denen
unmittelbar Gespräche über die den jeweiligen Bereich versorgenden Umsetzer
geführt werden können und insbesondere nur diese, d.h. das Gespräch blockiert
nicht den Zugfunk auf dutzende Kilometer. Eine Entsprechung zur Vermittlung
gibt es auch im Zugfunksystem der DR (sog. Betriebsart E), die ZÜV wie Anlage
des Zugüberwachungsverantwortlichen.
>Das fällt ja nun automatisch durch den Bau von Betriebszentralen
>weg.
Das tut es nicht, die ZÜV werden in die BZ umgeschaltet, weitere Veränderungen
werden an den Anlagen nicht vorgenommen.
>Weiss jemand ob es Pläne gibt (bzw. es schon stattfindet) das die
>ehem. DR Stellwerke auf das Funk-Vermittlungssystem umgebaut werden?
Diese gibt es nicht, auch in ESTW-Steuerbereichen wurde Zugfunk System E
eingerichtet. Z.T. wurde dabei die ZÜV beim jeweils zuständigen Fdl
aufgeschaltet, dann gibt es in der Tat keine FADA mehr, dies dann aber schlicht
in Ermangelung weiterer Fdl.
>Und läuft der gesamte Zugfunk in DB alt über Vermittlung, und zum Schluss
>wo sind die direkten Vorteile des Vermittlungssystems?
Da die ZÜV bei Betriebsart E all diese Funktionen auch abdeckt: Es gibt keine.
-kl
Wusste gar nicht, dass der Befehl A jetzt mit braunem Streifen versehen
ist.
Gruss,
Hol 'SCNR' ger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Hallo Michael,
> "Reinhard Schumacher" schrieb:
> > Würdet Ihr diese Kombination ( Hp0, Vr0 und Zs1) als zweifelhaft
einstufen?
>
> Nein, ich habe 2 eindeutige Signale. Zs 1 erlaubt mir die Einfahrt und am
nächsten Sig muss ich mich danach sowieso auf "Halt"
> einstellen, ob ein Vorsignal da ist oder nicht.
Ist es aber nicht so, dass das Vorsignal eigentlich dunkel sein müßte? So
wie ich Reinhard verstanden habe, hat es Vr0 gezeigt.
Viele Grüße
Tobias
P.S. Nach News-Pause mein erstes Posting ;-)
Gruß Reinhard
Das ist richtig. Zweifelhaft würde ich es aber nicht finden.
"Halt, am nächsten Signal Halt erwarten", ist doch O.K.
Tschö, Knobi. :o)
--
http://home.t-online.de/home/MKnobi/
> >Und läuft der gesamte Zugfunk in DB alt über Vermittlung, und zum Schluss
> >wo sind die direkten Vorteile des Vermittlungssystems?
>
> Da die ZÜV bei Betriebsart E all diese Funktionen auch abdeckt: Es gibt keine.
Moment bitte, ich mag mich nicht durch eine Unzahl von 481er Modulen
hangel und mir fehlen mal wieder DR-Kenntnisse.
Wie komme ich aus Betriebsart E in Festnetze oder auf ein Handy bzw.
umgekehrt? M.W. kann die ZF-Vermittlung die Betriebsart A sogar auf
bestimmte nöbL-Dienste aufschalten (z.B. BOS-Funk).
mfg Matthias Dörfler
Dann geschwind den Namen im Absender eintragen. Sinst erkennen wir Dich
nicht wieder :-)
Gruß,
Ingo
Ich glaube nicht, daß die ZF-Vermittlung BOS-Funkeinrichtungen zur Verfügung
hat. Solche Übergänge würden, wenn überhaupt, wohl nur über das öffentliche
Fernsprechnetz hergestellt. Wobei es Überleiteinrichtungen beim BOS-Funk
auch nicht soo häufig geben dürfte.
Zur Info: BOS = Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, also
Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr, Katastrophenschutz.
--
Gruss * Holger Metschulat
Holger * e-mail: ho...@sgs.wh.tu-darmstadt.de
* http://www.sgs.wh.tu-darmstadt.de/homer
** "Verstaerker schwingen immer, Oszillatoren nie!" (Murphy) **
>> >Und läuft der gesamte Zugfunk in DB alt über Vermittlung, und zum Schluss
>> >wo sind die direkten Vorteile des Vermittlungssystems?
>>
>> Da die ZÜV bei Betriebsart E all diese Funktionen auch abdeckt: Es gibt keine.
>
>Moment bitte, ich mag mich nicht durch eine Unzahl von 481er Modulen
>hangel und mir fehlen mal wieder DR-Kenntnisse.
>Wie komme ich aus Betriebsart E in Festnetze oder auf ein Handy bzw.
>umgekehrt? M.W. kann die ZF-Vermittlung die Betriebsart A sogar auf
>bestimmte nöbL-Dienste aufschalten (z.B. BOS-Funk).
Wie Kai schon schrieb: Der/die ZÜV kann vermitteln.
Ich selber habe eine Betriebsart-A-Vermittlung am Arbeitsplatz stehen,
aber auf BOS-Funk kann ich nicht aufschalten. Theoretisch könnte ich
in ein Bündelfunknetz vermitteln (Busse), aber das funktioniert so
schlecht, daß man es besser läßt und die Busfahrer selber anspricht.
Gruß, Gerd
>Richtig. Laut Signalbuch soll bei Lichthauptsignalen das am selben Mast
>befindliche Vorsignal bei Haltstellung des Hauptsignals dunkel sein. Wir
>mußten wegen Bauarbeiten eine Fahrt ohne Hauptsignal durchführen. Schon nach
>Einstellen der Hilfsfahrstraße zeigte das Vorsignal Vr0.
Das Spielchen kenne ich: Hilfsfahrstraße ins Falsche Gleis (SFB)
eingestellt, ASig und ZBk's werden festgelegt und am weiterhin Halt
zeigenden ASig erscheint Vr0. Beim "Anzünden" des Zs8 verlischt das
Vr0 wieder...
Gleiches ASig, andere Situation: Fahrstraße in Richtung abzweigende
Strecke eingestellt (nächstes Hauptsignal etwa 15km weiter), ASig
zeigt Hp2 und das Vorsignal zeigt wieder Vr0 - obwohl eigentlich
Dunkelheit vorgesehen ist...
>Ich habe schlicht und einfach mit der Haltgruppentaste und der
>Signaltaste das Vorsignal wieder abschalten können, damit war für
>mich das Problem zunächst mal vom Tisch
Im ersten Fall möglich, im zweiten sollte man es vielleicht doch
besser lassen. ;-)
>(unsere Techniker arbeiten jetzt daran).
Unsere suchten mal danach, haben aber mittlerweile aufgegeben.
Prüfungen neuer Mitarbeiter werden da immer interessant: Der
Techniker-Chef läßt sich mit Fragen nach diesen "Features" immer
wieder auf's Glatteis führen. ('Warum ist das so?' - 'Kann gar nicht
sein.' - 'Dann probier'n wir es doch mal' - 'Das ist nicht so.' -
ausprobiern - 'Ähhh, ja, hmmmm, wenn ich mal Zeit habe, muß ich mir
die Schaltung mal ansehen...')
>Einer unserer jüngeren Kollegen hat darauf jedoch nicht geachtet, und
>prompt hielt ein Lokführer an und wollte wegen des 'zweifelhaften'
>Signalbildes einen Befehl haben
grrrrrrrrrrrrrrr... =:-|
>(den er auch bekommen hat, mein Kollege hatte keine Zeit und Lust zu
>einer längeren Diskussion).
Hätte er wahrscheinlich von mir auch bekommen, mit den passenden
Bemerkungen dazu...
Gruß, Gerd
>Prüfungen neuer Mitarbeiter werden da immer interessant: Der
>Techniker-Chef läßt sich mit Fragen nach diesen "Features" immer
>wieder auf's Glatteis führen.
Aber diese Fragen kommen dann vermutlich wohl nicht von den Prüflingen...?
>>Einer unserer jüngeren Kollegen hat darauf jedoch nicht geachtet, und
>>prompt hielt ein Lokführer an und wollte wegen des 'zweifelhaften'
>>Signalbildes einen Befehl haben
>
>grrrrrrrrrrrrrrr... =:-|
Wie findest Du denn die Forderung nach Befehl wg. Zwangsbremsung nach
1000-Hz-Beeinflussung, weil "unsere Chefs das verlangen"? (Die Zugnummer begann
mit 80, sollte man vielleicht erwähnen.)
>>(den er auch bekommen hat, mein Kollege hatte keine Zeit und Lust zu
>>einer längeren Diskussion).
>
>Hätte er wahrscheinlich von mir auch bekommen,
Was will man auch machen, wenn der Personenzug auch mal Einfahrt bekommen will?
"Fährt am weiterhin fahrtzeigenden Einfahrsignal B vorbei weiter". Doch
wirklich sehr schön, oder?
>mit den passenden
>Bemerkungen dazu...
Mache bloß Betrieb, das sarich dir!
-kl
Gruß Reinhard
>> Wie findest Du denn die Forderung nach Befehl wg. Zwangsbremsung nach
>> 1000-Hz-Beeinflussung, weil "unsere Chefs das verlangen"?
>Gar kein Thema, selbstverständlich schreibe ich ihm den Befehl, egal bei
>welcher Zugnummer, denn das verlangen nicht nur die Chefs, sondern auch die
>Vorschrift!
Koenntest du die Fundstelle in den Vorschriften naeher beschreiben?
Ich finde leider keinen Abschnitt, in dem ein Befehl fuer die
Weiterfahrt nach einer (ordnungsgemaessen) PZB-Beeinflussung, die nur
auf die Unachtsamkeit des Tf beruht, gefordert wird.
Oder sollte ich das mit der Zwangsbremsung nach 100-Hz-Beeinflussung
flasch verstanden haben?
mfg
Thomas
--
Thomas Woditsch
45894 Gelsenkirchen
Heimatbf: EDUL (KBS 412/425)
"Selbst Caesar war manchmal mit seinem Latein am Ende.."
"Holger Kötting" schrieb:
> Knud Schlotfeld <sch...@phc.uni-kiel.de> writes:
> |> eine weitere Sprechstelle in die Leitung eingebaut. Ein Häuschen von
> |> Dixi-Klo-Größe als Wetterschutz. Züge hielte am Signal, Papier rüber
> ~~~~~~~~ ~~~~~~
>
> Wusste gar nicht, dass der Befehl A jetzt mit braunem Streifen versehen
> ist.
Das ist die Variante bei norddeutschem Schietwetter... ;-)
Knud
Gruß
Reinhard Schumacher
Heimatbf EBO
"Ronny Hick" <ry...@eplus-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8h0oda$2jgm$1...@news.nikoma.de...
> > Koenntest du die Fundstelle in den Vorschriften naeher beschreiben?
> > Ich finde leider keinen Abschnitt, in dem ein Befehl fuer die
> > Weiterfahrt nach einer (ordnungsgemaessen) PZB-Beeinflussung, die
nur
> > auf die Unachtsamkeit des Tf beruht, gefordert wird.
> > Oder sollte ich das mit der Zwangsbremsung nach 100-Hz-Beeinflussung
> > flasch verstanden haben?
> "Züge fahren und rangieren" - Fahrdienstvorschrift
> 408.0531 - Seite 373
> (1) a) "Ist ein Zug an einem Halt zeigenden Hauptsignal,... unzulässig
> vorbeigefahren, ist nach dem Anhalten der Fdl sofort zu verständigen.
Dies
Seit wann haben Halt zeigende Signale 1000 Hz Magnete ? Ich dachte immer
die haben 2000 Hz ?
Viele Grüße
Michael
Am 30. Mai 2000 21:40:17 +0200 schrieb "Michael Dittrich":
> Seit wann haben Halt zeigende Signale 1000 Hz Magnete ? Ich dachte immer
> die haben 2000 Hz ?
Genauso ist es auch! Aber auch Fahrt zeigende Signale können
wirksame 2000 Hz-Magneten haben. Das ist natürlich eine Störung,
die mir einmal einen Flug in den nächste Übergangstür bescherte.
Aber mir geht´s wieder gut! :-)
Gruß,
Alex Lovell
--
Zf (KiN/B) HU1 - "Taste drücken - Führer meldet sich!" (S-Bahn Hamburg)
webm...@triebfahrzeuge.de
Da bist Du aber seinerzeit schnell gewesen. Die Schilder waren nur
wenige Tage beim Notruf im Betrieb aufgehängt. Dazu die Geschichte zum
Schild:
Diverse Schilder wurden vom DT4 der HHA übernommen. Dort heißt es aber
"Fahrer meldet sich". Doch Fahrer gibt es bei der Eisenbahn nicht. Also
Führer draus gemacht. Muß ja alles seine Ordnung haben.
Ob es Notrufe gegeben hat "Ich will den Führer sprechen!!!", ist nicht
überliefert. Flugs Zugführer draus gemacht.
Doch gibt es bei der S-Bahn Hamburg Zugführer???
Wie mans macht, man macht es verkehrt.
Viele Grüße
Jan Borchers
> Zf (KiN/B) HU1 - "Taste drücken - Führer meldet sich!" (S-Bahn Hamburg)
Deine Signaturen sind wirklich gut. Lautet die Aufschrift wirklich
genau so?? Na ja, ab morgen Abend werde ich es selber sehen. (Katho-
likentag ...)
Robert Weemeyer, Berlin
> Gar kein Thema, selbstverständlich schreibe ich ihm den Befehl, egal bei
> welcher Zugnummer, denn das verlangen nicht nur die Chefs, sondern auch
die
> Vorschrift!
Was für einen Befehl bekommt er denn? *Ad 4, fährt nach Zwangsbremsung am
Vsig langsam bis zum Esig/Asig/Sbk vor*?
:-)))
mfg
Andre
>Thomas Woditsch <t...@uni.de> schrieb in im Newsbeitrag:
>vi77js89pkdn2qr7e...@4ax.com...
>> Koenntest du die Fundstelle in den Vorschriften naeher beschreiben?
Ronny zitiert die FV[..] (aus dem Kopf?)
>Also gibt es einen Befehl, wenn der Tf an einem Hsig eine gewischt gekriegt
>hat, nicht jedoch an einem Vsig oder einem Lfsig
und genau darauf bezog ich mich - es war urspruenglich nur von einer
1000-Hz-Beeinflussung die Rede. Sorry, wenn ich das nicht ausreichend
verdeutlicht hatte.
>> O je, da hatte mich der Nachtdienst wohl doch zu sehr geschafft. Ich habe
>in der Eile mal wieder die 1000er- und die 2000er-Indusi
>durcheinandergeworfen. Hast natürlich Recht, der Kutscher bekommt von mir
>auch höchstens eine Überweisung zum Psychiater. Im schlimmsten Fall
>verständige ich evtl. noch die DFE, es kann ja mal sein, daß unser Magnet
>defekt ist.
Ok, hatten wir uns also doch richtig verstanden :-)
Was uebrigens ist der DFE, ist das die DB-NeuSprechVersion des
zustaendigen signaltechnischen Beamten (ZSB) ?
> Doch gibt es bei der S-Bahn Hamburg Zugführer???
Hat nicht jeder Zug einer Eisenbahn einen Zugführer?
Robert Weemeyer, Berlin
> Hat nicht jeder Zug einer Eisenbahn einen Zugführer?
Ja - wobei der Triebfahrzeugführer der Zugführer sein kann,
z.B. bei den meisten S-Bahnen und beim einem Großteil der
Güterzüge.
Alex Lovell
--
Zf (KiN/B) HU1 - Wie, Sie sind der Zugführer? Wer fährt dann!?
webm...@triebfahrzeuge.de
Am 30. Mai 2000 schrieb Robert Weemeyer:
> Lautet die Aufschrift wirklich genau so??
Ja, wobei sie meines Wissens schon durch "Zugführer meldet sich"
ersetzt wurden. Da haben wir auch wieder das Thema Tf als Zf!
Gruß,
Alex Lovell
--
Zf (KiN/B) HU1 - Das Signal ist noch rot, aber ich habe schon gedrückt!
webm...@triebfahrzeuge.de
Reinhard
>>Prüfungen neuer Mitarbeiter werden da immer interessant: Der
>>Techniker-Chef läßt sich mit Fragen nach diesen "Features" immer
>>wieder auf's Glatteis führen.
>
>Aber diese Fragen kommen dann vermutlich wohl nicht von den Prüflingen...?
Och, nach entsprechendem Tip klappt das schon, ist ja im Interesse des
Prüflings... :->
>Wie findest Du denn die Forderung nach Befehl wg. Zwangsbremsung nach
>1000-Hz-Beeinflussung, weil "unsere Chefs das verlangen"? (Die Zugnummer
>begann mit 80, sollte man vielleicht erwähnen.)
Auuuuuuuutsch, was spricht denn Eure Heeresleitung dazu?
>Was will man auch machen, wenn der Personenzug auch mal Einfahrt bekommen will?
Eben. Irgendwie muß es ja weitergehen und wenn die Glückseligkeit von
einem Stück Papier abhängt (Geldscheine, Schecks etc. mal
ausgenommen), dann bitteschön...
>"Fährt am weiterhin fahrtzeigenden Einfahrsignal B vorbei weiter". Doch
>wirklich sehr schön, oder?
Wunderschön.
Gruß, Gerd
>> O je, da hatte mich der Nachtdienst wohl doch zu sehr geschafft. Ich habe
>>in der Eile mal wieder die 1000er- und die 2000er-Indusi
>>durcheinandergeworfen. Hast natürlich Recht, der Kutscher bekommt von mir
>>auch höchstens eine Überweisung zum Psychiater. Im schlimmsten Fall
>>verständige ich evtl. noch die DFE, es kann ja mal sein, daß unser Magnet
>>defekt ist.
>
>Ok, hatten wir uns also doch richtig verstanden :-)
>Was uebrigens ist der DFE, ist das die DB-NeuSprechVersion des
>zustaendigen signaltechnischen Beamten (ZSB) ?
Disponent/Dispostelle Für Entstörung, eine der wenigen sinnvollen
Erfindungen der Eisenbahnneuzeit: Eine Rufnummer für (fast) alle
Störungen.
Gruß, Gerd
>>Wie findest Du denn die Forderung nach Befehl wg. Zwangsbremsung nach
>>1000-Hz-Beeinflussung, weil "unsere Chefs das verlangen"? (Die Zugnummer
>>begann mit 80, sollte man vielleicht erwähnen.)
>
>Auuuuuuuutsch, was spricht denn Eure Heeresleitung dazu?
Sie sprach, sie wolle das Eisenbahnverkehrsunternehmen kontaktieren.
Oder meinst Du die, wo noch bis zum 17. am Belegblatt gearbeitet wird? Wie
immer natürlich vollste Übereinstimmung in den Überlebensfragen der Menschheit.
Und das mit den Z-Streckenklassen würde mich auch mal interessieren. Waren
darunter nicht auch welche, die noch unter den Bedingungen der A lagen? Ich
meine, mich ganz dunkel an 13 oder 14 Tonnen Achslast und Königshain zu
erinnern.
-kl
> Und das mit den Z-Streckenklassen würde mich auch mal interessieren. Waren
> darunter nicht auch welche, die noch unter den Bedingungen der A lagen?
Also hier einmal das schon erwähnte Posting von Henry Hunger von vor 3a+3d:
Hier eine Tabelle der Bedeutung der Streckenklassen, entnommen aus
"Gueterzugbildungsvorschriften Rbd Erfurt 1990/91",
Die Z-Klassen sind wahrscheinlich
DR-Sondererfindungen, hab ich noch an keinem Wagen gesehen.
Strecken- zulaessige laengenbezogene Bemerkungen
klasse Achsfahrmasse Fahrzeugmasse
(t) (t/m)
A 16 5,0
B1 18 5,0
B2 18 6,4
C2 20 6,4
C3 20 7,2
C4 20 8,0
CE2* 21 6,4
CE3* 21 7,2
CE4* 21 8,0
D2 22,5 6,4
D3 22,5 7,2
D4 22,5 8,0
Z2 20 6,4 fuer 6-achs. Wagen gilt B2
Z3 20 7,2 fuer 6-achs. Wagen gilt B2
Z4 20 8,0 fuer 6-achs. Wagen gilt B2
Z43 14 4,6
Z53 15 4,6
Z56 15,5 4,6
Z61 16 3,6
Z62 16 3,6
Z63 16 4,8
Z64 16 5,0 fuer 2-achs. Wagen gilt B 1
Z68 16 5,4 fuer 6-achs. Wagen gilt A
Z69 16 5,4
Z70 17 5,0 fuer 6-achs. Wagen gilt A
Z71 17 5,0
Z86 18 6,4 fuer 6-achs. Wagen gilt A
Z87 18 6,4 fuer 2-achs. Wagen gilt C2
Z88 18 6,4 fuer 2-achs. Wagen gilt C2
fuer 6-achs. Wagen gilt Z69
* CE-Streckenklassen gelten nur fuer 2achsige und 4achsige Wagen. Bei Wagen
ohne die zusaetzliche Rasteranschrift CE oder CE-Gag gilt an der Stelle
der Streckenklasse
- CE 2 die unter C 2 angegebene Grenzlademasse
- CE 3 die unter C 3 angegebene Grenzlademasse
- CE 4 die unter C 4 angegebene Grenzlademasse
Michael Kauffmann
Aber natürlich. Diese Aufgabe wird vom Triebfahrzeugführer
wahrgenommen.
Grüße
Marc
--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
Die Frage war rhetorisch gemeint.
Viele Grüße
Jan Borchers
Das hätte mich auch sehr überrascht. An diese Geräte dürfen schließlich nur
eingewiesene und zur Verschwiegenheit besonders verplichtete Personen. Man
kann ja auch alle Funkdienste der BOS (also u. a. Polizei, Feuerwehr,
Rttungsdienste usw:) damit abhören oder auch stören. Ich glaube, nicht mal
die frühere Bahnpolizei hatte Zugang dazu (Vermutung von mir), sondern
nutzte den bahneigenen Funk. Kann jemand dazu etwas sagen?
--
Viele Grüße
Ingo Perkun
Zf FRT1 AA (es fehlt nur noch der Wagenprüfer R)
>>>Wie findest Du denn die Forderung nach Befehl wg. Zwangsbremsung nach
>>>1000-Hz-Beeinflussung, weil "unsere Chefs das verlangen"? (Die Zugnummer
>>>begann mit 80, sollte man vielleicht erwähnen.)
>>
>>Auuuuuuuutsch, was spricht denn Eure Heeresleitung dazu?
>
>Sie sprach, sie wolle das Eisenbahnverkehrsunternehmen kontaktieren.
Ergebnis?
>Oder meinst Du die, wo noch bis zum 17. am Belegblatt gearbeitet wird?
Nein, eigentlich nicht. Ziehen die nun amtlich nach Leipzig um?
>Wie immer natürlich vollste Übereinstimmung in den Überlebensfragen
>der Menschheit.
Ansonsten wäre da ja noch die Taste 'AUS'... ;-)
>Und das mit den Z-Streckenklassen würde mich auch mal interessieren. Waren
>darunter nicht auch welche, die noch unter den Bedingungen der A lagen?
Ich glaubte ja. Bestätigt durch Michael Kauffmanns Reposting.
Gruß, Gerd
Es "soll" so gemacht werden.
> da dadurch ein unnötiger zusätzlicher Halt zum Ausstellen des
> Befehls vermieden wird. Im vorliegenden Fall glaube ich aber nicht, daß
der
> Befehl die BÜs hinter Hausach betraf, da zur BÜ-Sicherung ein Befehl A
> erforderlich ist, und den darf nur der örtlich zuständige Fdl ausstellen.
Nein, das wäre ein Ad Nr1, siehe §9 (c).
Der (zugeben nicht ganz aktuelle) Vorschriftentext. Die aktuelle Version hab
ich leider nicht als Datei:
<DS408>
Zuständigkeit für das Ausfertigen - allgemein
(4) a) Schriftliche Befehle fertigt der Fahrdienstleiter selbst aus, läßt
sie nach b) ausfertigen oder überträgt dies nach c) einem anderen
Mitarbeiter.
- Im Einzelauftrag des Fahrdienstleiters
b) Der Fahrdienstleiter darf Triebfahrzeugführer, Zugführer oder andere
Mitarbeiter (Örtliche Richtlinien) beauftragen, einen schriftlichen Befehl
auszufertigen, indem er den Befehl in jedem Einzelfall besonders diktiert.
- durch Übertragen auf andere Mitarbeiter
c) In den Örtlichen Richtlinien kann zugelassen sein, daß andere Mitarbeiter
in eigener Zuständigkeit Befehle Ad oder C ausfertigen dürfen, wenn sie für
einen bestimmten Auftrag vom Fahrdienstleiter des eigenen Bahnhofs oder
einer anderen Zugmeldestelle beauftragt wurden. Die Aushändigung eines
schriftlichen Befehls ist dem Fahrdienstleiter zu bestätigen, der sie
veranlaßt hat. Über der Unterschriftenzeile des Befehls ist das Wort
"Fahrdienstleiter" zu streichen und die Funktion des anderen Mitarbeiters
einzutragen.
Art des Ausfertigens
(5) a) Schriftliche Befehle, die dem Zugpersonal ausgehändigt werden sollen,
sind mit einer Durchschrift auszufertigen. Vom Zugpersonal werden
schriftliche Befehle ohne Durchschrift ausgefertigt.
b) Namen von Betriebsstellen dürfen wie im Buchfahrplan abgekürzt werden.
c) Verschriebene Vordrucke sind durchzukreuzen.
Vorbereiten
(6) Schriftliche Befehle dürfen vorbereitet werden. Bei schriftlichen
Befehlen für Zugfahrten ohne Hauptsignal sind aber Uhrzeit und Unterschrift
erst einzutragen, wenn die Bedingungen nach § 26 Abs. 43 erfüllt sind.
Ausfertigen vor Halt des Zuges
(7) Der Fahrdienstleiter darf schriftliche Befehle für Zugfahrten ohne
Hauptsignal einem Mitarbeiter im Bahnbetrieb schon über Fernsprecher
diktieren oder einem Boten übergeben, bevor der Zug vor dem Signal zum
Halten gekommen ist, wenn die Bedingungen nach § 26 Abs. 43 erfüllt sind.
Übermitteln - durch Aushändigen
(8) a) Werden dem Triebfahrzeugführer des Fahrzeugs an der Spitze des Zuges
oder dem Zugführer schriftliche Befehle ausgehändigt, erhält das Zugpersonal
die Urschrift. Der Empfang der Befehle Ad, B und C ist auf der im
Befehlsblock bleibenden Durchschrift zu bescheinigen. Der Befehl Ad Nr. 4
zur Weiterfahrt bei LZB-Halt an einer LZB-Blockstelle wird nicht
bescheinigt. Wird ein Befehl dem Triebfahrzeugführer unmittelbar
ausgehändigt, sorgt der aushändigende Mitarbeiter nach Möglichkeit für eine
Verständigung des Zugführers. Dieser muß verständigt werden, wenn der Befehl
Bedingung für das Erteilen des Abfahrauftrages durch den Zugführer ist.
- durch Diktieren
b) Werden schriftliche Befehle über Fernsprecher oder Zugfunk diktiert,
vermerkt der Fahrdienstleiter Namen und Funktion des Mitarbeiters, der den
Befehl in seinem Auftrag ausfertigt, und die Übermittlungsart auf der
rechten Seite des Unterschriftenteils. Der Ausfertiger wiederholt den
Wortlaut des Befehls. Nachdem der Fahrdienstleiter die Richtigkeit bestätigt
hat, vermerkt der Ausfertiger den Namen des Fahrdienstleiters mit dem Zusatz
"gez.", trägt die Uhrzeit ein und unterzeichnet mit dem Zusatz "I. A.".
- nach Standortangabe
c) Schriftliche Befehle dürfen dem Zugpersonal erst diktiert werden, wenn
der Standort des Zuges dem Fahrdienstleiter vom Zugpersonal gemeldet worden
ist (z.B. Angabe der Bezeichnung des Signals, vor dem der Zug hält).
- bei LZB-Halt
d) Der Befehl Ad Nr. 4 für die Weiterfahrt bei LZB-Halt an einer
LZB-Blockstelle darf erst übermittelt werden, wenn der Triebfahrzeugführer
auf Anfrage bestätigt hat, daß der Zug LZB-geführt ist.
- Besonderheiten bei Zugfunk
e) Schriftliche Befehle dürfen über Zugfunk nur diktiert werden, wenn der
Zug hält und - außer bei Zugfunk VZF 95 - eine Einzelsprechverbindung zum
Fahrzeug an der Spitze des Zuges hergestellt ist.
Ort der Befehlsübermittlung
(9) a) Die Befehl Aa, Ab, Ad Nr. 4 zur Weiterfahrt bei LZB-Halt, Ac und B
müssen den Zügen in der Regel vor der Stelle (z. B. vor einem Hauptsignal)
übermittelt werden, von der ab der schriftliche Befehl gilt. Sie dürfen
einem Zug auch bei Halt am gewöhnlichen Halteplatz unmittelbar vor diesen
Stellen übermittelt werden. Bei planmäßig durchfahrenden Zügen dürfen am
Einfahrsignal oder in Höhe des Einfahrsignals übermittelt werden
1. der Befehl Aa zur Ausfahrt ohne Ausfahrsignal (z. B. bei der Überleitung
in das richtige Gleis),
2. der Befehl Ab zur Vorbeifahrt an einem Zwischen- oder Ausfahrsignal,
3. der Befehl Ad Nr. 4 zur Weiterfahrt bei LZB-Halt an einer
LZB-Blockstelle, die durch ein Zwischen- oder Ausfahrsignal gekennzeichnet
ist,
4. der Befehl B für das Befahren des falschen Gleises.
b) Zur Entgegennahme der schriftlichen Befehle sind die Züge
erforderlichenfalls anzuhalten.
c) Befehle Ad und C sollen, wenn nichts anderes vorgeschrieben ist, beim
letzten planmäßigen Halt übermittelt werden. Die Übermittlung ist dem
Fahrdienstleiter zu bestätigen, der sie veranlaßt hat. Bleibt die
Bestätigung aus, ist der Zug anzuhalten.
</DS408>
Gruß
MM
>>>Auuuuuuuutsch, was spricht denn Eure Heeresleitung dazu?
>>
>>Sie sprach, sie wolle das Eisenbahnverkehrsunternehmen kontaktieren.
>
>Ergebnis?
Weiß ich nicht.
>>Oder meinst Du die, wo noch bis zum 17. am Belegblatt gearbeitet wird?
>
>Nein, eigentlich nicht. Ziehen die nun amtlich nach Leipzig um?
Jawohl, am 17. gehen in Dresden die Lichter aus. Belegblätter wird es in
Leipzig nicht mehr geben, die zahlreichen dem Leibnitz nicht bekannten Züge
finden dann eben nur noch in der schnöden Realität statt.
>>Wie immer natürlich vollste Übereinstimmung in den Überlebensfragen
>>der Menschheit.
>
>Ansonsten wäre da ja noch die Taste 'AUS'... ;-)
Die ist für jene Leute, denen schon zwei Latschen zuviel sind und die nicht
begreifen, wie jemand auch noch den dritten benutzt...
-kl