stillgelegte Tunnel gibts ja in rauhen Mengen in Deutschland. Immer wieder
das gleiche Bild: völlig zugewachsen, Zaun oder Mauer davor, Loch drin, so
daß man doch reinkommt. Seltener sind die Dinger zugeschüttet.
Kürzlich war ich mit Bekannten im 1,7 km langen Silvinger Tunnel der
ehemaligen Strecke Merzig (Saarland) - Waldwiese (Frankreich), 1911 erbaut
und schon ca. 50 Jahre ungenutzt. Der Tunnel befand sich in erstaulich gutem
Zustand. Highlight: ein Rauchabzug in Tunnelmitte mit Schornstein auf dem
darüberliegenden Berg.
Einer der Bekannten sagte mir, daß der Tunnel jährlich von einem
DB-Mitarbeiter begangen wird, um den aktuellen Zustand zu prüfen.
Wird sowas auch bei anderen stillgelegten Tunneln gemacht?
Wenn schäden entdeckt werden, wird dann noch was gemacht?
Ist die DB eigentlich haftbar, wenn so ein Tunnel einstürzt und auf der
Oberfläche ein Krater Schaden anrichtet?
Gab's schon Tunneleinstürze bei benutzten / unbenutzten Eisenbahntunneln?
PS: Die Frage, ob man sowas darf und wer haftbar ist, wenn mir ein Stein auf
den Kopf fällt, ist schon klar...
Gruß, Christian
> stillgelegte Tunnel gibts ja in rauhen Mengen in Deutschland.
> Immer wieder das gleiche Bild: völlig zugewachsen, Zaun oder
> Mauer davor, Loch drin, so daß man doch reinkommt. Seltener
sind die Dinger zugeschüttet.
Gibt es eigentlich auch privatisierte ehem. Eisenbahntunnel,
die also verkauft wurden, um meinetwegen als Champignonzucht,
Bierkeller, Lagerraum oder was auch immer genutzt zu werden?
Moritz Gretzschel
In Wertheim gibt es im Tunnel an der ehem. Strecke Wertheim - Lohr Bf
nach meiner Erinnerung ein Parkhaus.
Martin
> Bergwerkstollen im Ruhegebiet geben regelmässig nach (Vor einigen Monaten
> ein ganzer Stadtteil, ich glaube Recklinghausen oder so).
Hehe! Ein Häusken mit Garage in Wattenscheid...
> Tipp zum Thema und freundliche Hilfe zum Thema (auch deutschlandweit)
> garantiert hier:
Schonmal die Tunnelseiten angesehen? http://www.eisenbahn-tunnel.de/
--
schreibt Klaus-Dieter Gogoll aus Duisburg
Lesenswert: http://winstop.upb.de/mac-geruechte.html
Geht nicht.
Viele Grüße
Jan
--
Jan Borchers, 22179 Hamburg
http://www.eilzug.de/
"Nichts ist unmöglich!" - Ilka & Jan [TM]
> Gibt es eigentlich auch privatisierte ehem. Eisenbahntunnel,
> die also verkauft wurden, um meinetwegen als Champignonzucht,
> Bierkeller, Lagerraum oder was auch immer genutzt zu werden?
Klar doch: Zwischen Ötisheim und Maulbronn West hatte es bis zur
Elektrifizierung einen Eisenbahntunnel. Der wurde dann aufgegeben,
nun wird dort fleißig Wein produziert.
Ciao,
Max
--
Neuer Monat, neue Stelle, neue Adresse! * Maximilian Gauger *
* Oppelner Str. 2 *
Life is a box of chocolates: * 69124 Heidelberg *
You never know what you'll get. (Forrest Gump) * mga...@gmx.net *
Klaus-Dieter Gogoll wrote:
> Schonmal die Tunnelseiten angesehen? http://www.eisenbahn-tunnel.de/
Tolle Seiten. Dabei bin ich auf die Beschreibung des "alten Lengericher
Tunnels" gestoßen und frage mich nun, wozu der gehörte? War der
Westtunnel der Ersatz für diesen Tunnel oder gab es da eine weitere
Linie, die heute nicht mehr existiert?
Ronald
> Gibt es eigentlich auch privatisierte ehem. Eisenbahntunnel,
> die also verkauft wurden, um meinetwegen als Champignonzucht,
> Bierkeller, Lagerraum oder was auch immer genutzt zu werden?
>
> Moritz Gretzschel
>
Hallo NG !
In Jüterbog gibt es drei Tunnel.Einer ist noch in Betrieb an der Strecke
Jüterbog-Bln.Wannsee.Die anderen
beiden Tunnel nutzt der Natuerschutz und beherbergt dort Fledermäuse.
Gruß Thomas
Thomas....@t-online.de
http://www.slg-mbh.de
>In Berlin brach vor etwa 5 - 10 Jahren ein Tunnelstück in der Herrstrasse
>unter dem Gehweg ein (ehem. Autotunnel).
Kein Auto- sondern ein U-Bahntunnel.
--
Gruß
Mathias +++ m...@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
NJ
Christian Herzog a *crit :
>
> Kürzlich war ich mit Bekannten im 1,7 km langen Silvinger Tunnel der
> ehemaligen Strecke Merzig (Saarland) - Waldwiese (Frankreich), 1911 erbaut
> und schon ca. 50 Jahre ungenutzt.
Die Strecke wurde am 1.1.1936 für den Personenverkehr gesclossen und
1944 für den Güterverkehr, nach Zerstörung der Brücke an der Einfahrt
vom Bhf Merzig. Die Strecke wurde aber erst in den 50er Jahre abgebaut.
> Ist die DB eigentlich haftbar, wenn so ein Tunnel einstürzt und auf der
> Oberfläche ein Krater Schaden anrichtet?
In diesem fall wird das ganze vermutlich noch viel komplizierter, da
meines Wissens beide Tunnelportale auf deutscher boden liegen, aber die
Tunnelmitte in Franreich ist.
> Gab's schon Tunneleinstürze bei benutzten / unbenutzten Eisenbahntunneln?
Ich kenne mindestens drei Fälle, aber es gibt sicher viel mehr :
- Tunnel bei Lutry (SBB Lausanne - Vevey) : während der
sanirungsarbeiten ist ein teil
eingestürtz und hat in den obenliegenden Rehberge einen Krater gebildet.
- Auf der seit mehr als 100 jahre eingestellte SBB-Strecke le Creux -
Les Convers sind die
tunnels eingestütz (Gegend ist allerdings unbewohnt)
- Zweiter Fall ist viel seltener : Einsturz (mit ebenfalls Karter an der
Oberfläche) eines
Schiffstunnel (Tunnel du Rove zwischen das Etang de Berre und das
Mittelmmer bei Marseille.
Cordialement
Oliver
____________________________________________________________
Arielle, Coline & Oliver Wileczelek
mailto:du...@freesurf.ch
Notre page perso : http://www.citeweb.net/dudul/
____________________________________________________________
Ersteres. In den 20er Jahren gab es Planungen, die Strecke Münster -
Osnabrück (und vermutlich auch noch andere Abschnitte zwischen
Ruhrgebiet und Bremen - Hamburg) viergleisig auszubauen. Für die zwei
zusätzlichen Gleise wurde u.a. eine neue Tunnelröhre gebaut, der heutige
Lengericher Tunnel. Die Ausbaupläne wurden dann irgendwann (ich vermute,
durch die Weltwirtschaftskrise) gestoppt, so daß die Strecke zweigleisig
blieb. Der neue Tunnel war etwas günstiger trassiert als der alte und
wurde daher für die zweigleisige Strecke genutzt, der alte Tunnel wurde
verschlossen, im zweiten Weltkrieg für die Rüstungsfertigung verwendet
und später als privater Schießstand von einem Händler für Sport- und
Jagdwaffen benutzt.
Beste Grüße aus D'dorf,
=ToJe=
--
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
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"Berlin(Ost) und Berlin(West) ist so aehnlich wie
Frankfurt(Oder) und Frankfurt(Und)" - Klaus "Cyberman" Wilting
MfG
Daniel A. J.
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"Oliver Wileczelek" <du...@freesurf.ch> wrote in message
news:39CBB29F...@freesurf.ch...
> Hallo,
>
[...]
Das selbe wie ein Eisenbahn- oder Autotunnel. Nur daß hier nicht Züge oder
Autos, sondern Schiffe hindurchfahren. Normalerweise werden ja Schleusen
gebaut, oder der Berg so weit es möglich ist umfahren. In manchen Fällen hat
man den Kanal aber mit Hilfe eines Tunnels einfach durch den Berg geführt.
Früher, als es noch keine Motorschiffe gab, mußte der Bootsführer seinen
Kahn mit hilfe von Tritten gegen die Tunneldecke fortbewegen.
Ich glaube es gibt sogar noch einen genutzten Schiffahrtstunnel, der eine
Ampel hat.
Aber daß ist hier eh off-topic, oder? :)
Gruß,
Eike
Ob es dort eine Ampel gibt weiss ich nicht, aber in Weilburg (zwischen
Giessen und Limburg) hat die Lahn einen Schiffstunnel. Sonst kenne ich
keinen, also vielleicht meinst du den. Der Schifffahrt waere die marginale
Streckenverkuerzung sicher egal gewesen, erst recht zur Bauzeit um 1850,
aber aller technischen Problematik zum Trotz erschien das wohl machbarer als
den Lahnbogen um Weilburg herum schiffbar zu bekommen.
: Aber daß ist hier eh off-topic, oder? :)
Aber nicht doch. =:-) Die Lahn verlor naemlich die gerade erst gewonnene
Schifffahrtsbedeutung schon fuenfzehn Jahre spaeter durch die neue
Eisenbahnstrecke Koblenz-Giessen. Als ob das noch nicht reichen wuerde
bleibt noch zu vermelden, dass die Lahntahlstrecke auch einige
Eisenbahntunnel beinhaltet.
Willi
Ich habe selbst schon als Freizeitkapitän auf dem Canal du Midi in
Südfrankreich den <<Tunnel de Malpas>> durchfahren. Der Grund für seinen
Bau: um den Berg herum wäre zu teuer/aufwändig gewesen, ausserdem gabs
an der Stelle schon einen Bewässerungsstollen, den man "nur" erweitern
musste. Bauzeit irgendwann Ende des 17. Jahrhunderts.
Ein Bild davon gibts temporaer unter
http://members.tripod.de/vosgian/tunnelmalpas.jpg
zu betrachten (Postkarte, ca. 50kB)
Gruss Hans
--
Hans Friedlaender Diplom-Forstwirt
Abteilung Fernerkundung und LIS Universitaet Freiburg i.Br.
Tennenbacherstr. 4 79106 Freiburg Tel.: +49-761-203-3700 Fax: -3701
www: http://www.uni-freiburg.de/felis/
>Ich habe selbst schon als Freizeitkapitän auf dem Canal du Midi in
>Südfrankreich den <<Tunnel de Malpas>> durchfahren.
Und damit waeren wir wieder on-topic, denn ein Stockwerk unter dem
Schiffstunnel gibt es im gleichen Berg einen Bahntunnel (Strecke
Beziers - Narbonne wenn ich mich recht entsinne).
--
Wolfgang
> Ob es dort eine Ampel gibt weiss ich nicht, aber in Weilburg (zwischen
> Giessen und Limburg) hat die Lahn einen Schiffstunnel. Sonst kenne ich
Nach meinem Fotoalbum gibt es da keine Ampel. Am Ausgang
aber eine Doppelschleuse. Eine Ampel gibt es im Stadttunnel
von Nantes, der hat auch einen Seitenweg. Der Tunnel von
Weilburg erinnert sehr an Eisenbahntunnel, auch vom Portal
her. Oben hängt eine Erinnerungstafel an "Adolphus Dux
Nassoviae"
> Aber nicht doch. =:-) Die Lahn verlor naemlich die gerade erst gewonnene
> Schifffahrtsbedeutung schon fuenfzehn Jahre spaeter durch die neue
> Eisenbahnstrecke Koblenz-Giessen. Als ob das noch nicht reichen wuerde
> bleibt noch zu vermelden, dass die Lahntahlstrecke auch einige
> Eisenbahntunnel beinhaltet.
Der Schifffahrtstunnel ist für Frachtschiffe sowieso ungeeignet.
Aber die Bahn schlängelt sich da malerisch durch die Gegend.
Warum sieht man eigentlich beim Rudern immer Eisenbahnen,
beim Bahnfahren aber nie Ruderer? ;-)
Sven
>Und damit waeren wir wieder on-topic, denn ein Stockwerk unter dem
>Schiffstunnel gibt es im gleichen Berg einen Bahntunnel (Strecke
>Beziers - Narbonne wenn ich mich recht entsinne).
In der Nähe von Sarrebourg gibt es eine ähnliche jedoch
abenteuerlichere Variante:
Der Rhein-Marne Kanal verschwindet hier in einem Tunnel.
Auf der einen Seite läuft eine Schmalspurbahn, auf der spezielle
Zugloks fahren (gefahren sind?), die antriebslose Schiffe ziehen.
Ca. 20m links davon verschwindet (auf gleichem Niveau) die Strecke
Strasbourg-Paris ebenfalls in einem eigenen Tunnel.
Auf der anderen Seite (ca. 2km?) kommt der Kanal aus dem Tunnel und
verzweigt sich sofort Y-förmig.
Die Bahnstrecke kommt allerdings zwischen den Schenkeln des Y und ca.
10m tiefer wieder zum Vorschein!
Spannendes Bauwerk!
MfG
Frank
Was ich mich frage: Schon Züge haben sehr lange Anhaltewege [=> Ontopic!
:-> ]- aber erst SCHIFFE? Da muss es dann *sehr* niedrige Tempolimits geben.
MfG
Daniel A. J.
--
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"Sven Herzfeld" <herz...@maschsee.han.de> wrote in message
news:8qklcp$r3$1...@maschsee.han.de...
es gibt in D sogar eine Schiffsbruecke uber eine Bahnlinie hinweg...
Nicht was man an sich unter einer Bruecke auf dem Schiff versteht,
sondern ein Kanal wurde ueber einen Fluss (hier die Weser) und damit
auch ueber die Bahnlinie hinwegwebaut.
gibt es noch mehr solche Kanalbruecken?
michael
Michael thiele wrote:
>
> es gibt in D sogar eine Schiffsbruecke uber eine Bahnlinie hinweg...
> Nicht was man an sich unter einer Bruecke auf dem Schiff versteht,
> sondern ein Kanal wurde ueber einen Fluss (hier die Weser) und damit
> auch ueber die Bahnlinie hinwegwebaut.
> gibt es noch mehr solche Kanalbruecken?
Mittellandkanal: Auf der Strecke Magdeburg-Stendal nördlich von
Magdeburg.
Oder-Havel-Kanal: Bei Eberswalde-Finow an der Strecke Berlin-Angermünde
Bye kai
>Oder-Havel-Kanal: Bei Eberswalde-Finow an der Strecke Berlin-Angermünde
Oder um das Kind bei seinem richtigen Namen zu nennen:
Berlin--Stettiner Großschiffahrtskanal. Unter der Bezeichnung hat man
das ganze mal zusammengebastelt.
> Gibt es eigentlich auch privatisierte ehem. Eisenbahntunnel,
> die also verkauft wurden, um meinetwegen als Champignonzucht,
> Bierkeller, Lagerraum oder was auch immer genutzt zu werden?
Hallo Moritz!
Einen kann ich Dir sagen. In Wertheim an der ehemaligen Strecke Wertheim -
Gemuenden. Die Strecke wurde in den Siebzigern stillgelegt. Der Tunnel stand
noch eine Weile ungenutzt da. Seit Ende 80er / Anfang 90er wird er von der
Winzergenossenschaft als Weinlager benutzt. Uer den Zustand des tunnels kann
ich Dir leider nix sagen, da er von beiden Seiten mit einem Stahltor
verschlossen ist.
Bye
Sven
--
Sven Mueller *** eMail ug...@rz.uni-karlsruhe.de
Mir sind nur zwei geläufig, die noch in Betrieb befindliche und
ehemals auf größerer Länge gedeckelte Unterführung des Gleises nach
Treuenbrietzen und die ehemals für das Streckengleis Niedergörsdorf -
Jüterbog vorgesehen Röhre. Welches wäre die dritte?
Gruß
Steffen
--
Steffen Buhr, Berlin, Germany
Großschiffahrtsweg Berlin - Stettin!
> > gibt es noch mehr solche Kanalbruecken?
>
> Mittellandkanal: Auf der Strecke Magdeburg-Stendal nördlich von
> Magdeburg.
Wenn ich mich recht entsinne unterfährt die Strecke
Wolfsburg -- Lehrte diesen Kanal mittels einem Tunnels.
Holger
>Der Schifffahrtstunnel ist für Frachtschiffe sowieso ungeeignet.
Selbstverständlich war der Schiffstunnel zur Zeit seiner Erbauung für die
damals gängigen Lahn-Frachtschiffe geeignet, nur waren die halt viel kleiner
als die heutigen Riesendinger auf den Rhein zB.
MfG
Bruno Hingott
> Christian Herzog wrote:
>
> > stillgelegte Tunnel gibts ja in rauhen Mengen in Deutschland.
> > Immer wieder das gleiche Bild: völlig zugewachsen, Zaun oder
> > Mauer davor, Loch drin, so daß man doch reinkommt. Seltener
> sind die Dinger zugeschüttet.
>
> Gibt es eigentlich auch privatisierte ehem. Eisenbahntunnel,
> die also verkauft wurden, um meinetwegen als Champignonzucht,
> Bierkeller, Lagerraum oder was auch immer genutzt zu werden?
Z.B. den Weidesgrüner Tunnel der ehemaligen Strecke (Münchberg)
Helmbrechts-Selbitz. Einmal jährlich dient er als Bierzeltersatz für ein
Fest.
Klaus Müller
Hallo NG !
Von Berlin in Fahrtrichtung Halle folgen die Tunnel: 1.in Betrieb Strecke
Jü-Bln.Wannsee;
2.folgt gleich nach dem 1.und ist unmittelbr neben den Hauptgleis;3.etwa
300m weiter Richtung Halle und sollte eimal die
Hauptstrecke unterqueren und weiter führen in Richtung
Falkenberg(Elster).Alle Tunnel befinden sich auf der rechten Seite.
[...]
> Einen kann ich Dir sagen. In Wertheim an der ehemaligen Strecke Wertheim -
> Gemuenden. Die Strecke wurde in den Siebzigern stillgelegt. Der Tunnel
stand
> noch eine Weile ungenutzt da. Seit Ende 80er / Anfang 90er wird er von
der
> Winzergenossenschaft als Weinlager benutzt. Uer den Zustand des tunnels
kann
> ich Dir leider nix sagen, da er von beiden Seiten mit einem Stahltor
> verschlossen ist.
>
Hallo Sven,
ist das der Tunnel auf der Wertheimer (Schlossbergtunnel?) oder auf der
Kreuzwertheimer Mainseite? Ich habe da letztens eine Wanderung gemacht, und
bin auf die aufgelassene Trasse dieser Bahn gestoßen. Es gibt noch ein
Bahnhofsgebäude "Kreuzwertheim", das privatisiert ist, und der
Kreuzwertheimer
Tunnel ist auch versperrt. Wenn ich die Geländemarken richtig gedeutet habe,
stehen
heute Häuser auf der Strecke vom Tunnelausgang zum Main. Nebenbei bemerkt
ist/war die Ausfädelung dieser Bahn aus dem Wertheimer Bahnhof mit der
großen Kurve durch den Schlossberg und Querung des Mains eine interessante
ingeniertechnische Leistung.
Wann/warum wurde diese Strecke stillgelegt? Sie schließt die Lücke, die von
der
Spessartbahn kurzgeschlossen wird, und ist das fehlende Stück, um von
Aschaffenburg
über Miltenberg und Wertheim wieder zurück auf die Srecke Richtung Würzburg
zu
kommen.
--
Rudolf Sosnowsky
Rudolf Sosnowsky <Rudolf.S...@lc-design.de> wrote:
> ist das der Tunnel auf der Wertheimer (Schlossbergtunnel?) oder auf der
> Kreuzwertheimer Mainseite? Ich habe da letztens eine Wanderung gemacht, und
> bin auf die aufgelassene Trasse dieser Bahn gestossen. Es gibt noch ein
Das ist der Schlossbergtunnel auf Wertheimer Seite. Inwieweit er durch den
Bau der Schlossberkaverne (Atomschutzbunker, Mitte der 80er erbaut und in
Friedenszeiten als Parkgarage genutzt) beintraechtigt wurde weiss ich nicht.
Was mit dem auf kreuzwertheimer Seite passiert ist weiss ich nicht.
Genausowenig ob es da noch weitere Tunnel Richtung marktheidenfeld gibt. ich
nehme es aber schon an, der gelaendeform wegen.
> Bahnhofsgebaeude "Kreuzwertheim", das privatisiert ist, und der
> Kreuzwertheimer
> Tunnel ist auch versperrt. Wenn ich die Gelaendemarken richtig gedeutet
habe,
> stehen
> heute Haeuser auf der Strecke vom Tunnelausgang zum Main. Nebenbei bemerkt
> ist/war die Ausfaedelung dieser Bahn aus dem Wertheimer Bahnhof mit der
> grossen Kurve durch den Schlossberg und Querung des Mains eine interessante
> ingeniertechnische Leistung.
Ja das finde ich auch. Allerdings muesste ich mich mal schlauer machen ueber
die Strecke. Kann ich machen wenn ich mal wieder zuhause bin.
> Wann/warum wurde diese Strecke stillgelegt? Sie schliesst die Luecke, die
von
> der
> Spessartbahn kurzgeschlossen wird, und ist das fehlende Stueck, um von
> Aschaffenburg
> ueber Miltenberg und Wertheim wieder zurueck auf die Srecke Richtung
Wuerzburg
> zu
> kommen.
Warum die stillgelegt wurde weis ich nicht. Ich vermute mal dass die
Auslastung der Strecke zu gering war. Man kommt nun nur mit dem Bus als
oeffentl Verkehrsmittel nach Marktheidenfeld. Mich wundert nur, dass die
Stadt Marktheidenfeld sich nicht gegen die Stiillegung / Abbau der Strecke
gewehrt hat. Schliesslich ist dort ja noch Industrie, fuer die ein
Gleisanschluss oder auch nur ein Gueterbahnhof vorteilhaft waere.
Richtung Wuerzburg faehrt man nun ueber Lauda mit umstteigen aus Richtung
Wertheim, oder gleich mit dem Bus der ab und an mal faehrt. Die meisten mit
dem Auto wenn sie aus BW kommen.
Vielleicht noch ein wenig off Topic:
Der OePNV in der Region ist sowieso ziemlich beschieden. Due bist irgendwie
auf das Auto angewiesen. Wenn man in Wertheim oder Tauberbischofsheim direkt
wohnt, hat mna ja einen Bahnhof, auf den Doerfern siehts mit Busverbindungen
allerdings nicht gut aus. Zu Schulzeiten gehts, aber wenn Ferien sind hast
Du verloren. Samstagmittag faehrt der letzte Bus. Wenn man dann Abends weg
will, braucht man ein Auto. Ist schon schade, aber leider Tatsache. Aber das
ist halt die Autofraktion, die dort das sagen hat.
Vorbei.
|> Ca. 20m links davon verschwindet (auf gleichem Niveau) die Strecke
|> Strasbourg-Paris ebenfalls in einem eigenen Tunnel.
|> Auf der anderen Seite (ca. 2km?) kommt der Kanal aus dem Tunnel und
Etwa 3 Kilometer.
|> verzweigt sich sofort Y-förmig.
|> Die Bahnstrecke kommt allerdings zwischen den Schenkeln des Y und ca.
|> 10m tiefer wieder zum Vorschein!
Naja, Y ist falsch. Der linke Schenkel des Y ist der stillgelegte Rest
der Schleusentreppe Richtung Saverne, der durch das Schiffshebewerk
ersetzt wurde.
Prinzipskizze:
/ St./
SNCF Richtung ========} Bahntunnel / /%
Sarrebourg ========} Arzviller / /% {=== SNCF Ri.
_____ _________ _______/++++/ {=== Saverne
] Schiffstunn. [ X ] Schiffst. [ /
_____] Niederviller [_________] Arzviller [_______ \_________
~~~~~] [~~~~~~~~~] [~~~~D \ Richtung Hebewerk
\_____________
Legende:
~~~ die Treidelbahn am Suedufer des Kanals
%% Reste der Treidelbahn an der alten Treppe vorhanden
D Depot der Treidelbahn (ein oder zwei Loks stehen noch drin)
St. Stillgelegte Schleusentreppe (17 Schleusen) Richtung
Lutzelbourg/Saverne
+++ Trennwand, dahinter ist der Kanal trockengelegt.
X Fotostandort von:
http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting/arzviller.jpg
Ach ja: die Schiffstunnel sind 'eingleisig' zu befahren, zwischen beiden
Tunneln ist eine Ausweiche. Gesichert ist alles mit Ampeln.
Und um ontopic fuer debe zu bleiben: In Lutzelbourg steht ein modifiziertes
Bruchsal J-Stellwerk.
Gruss,
Holger K. aus D.
--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!
E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting
Hmm, wenn ich die Örtlichkeiten gedanklich richtig sortiere, sieht das
etwa so aus:
Jüterbog
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Treuen- #| \ | | Etwa auf dieser Höhe befindet sich eine
brietzen / | \ | | immernoch nutzbare Wegunterführung.
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Halle Falkenberg
Die südlichere Röhre ist beiderseitig zugemauert und wegen des flachen
Kreuzungswinkels recht lang. Die beiden Gleise von und nach Halle und
das nach Falkenberg wurden nie verlegt. Das ganz rechte Gleis führt
heute nach Halle. Nochmal die Frage: Wo wäre die dritte Röhre und
wofür?
Gruß
Stef'findet seine Skizze nicht:('fen
> Hmm, wenn ich die Örtlichkeiten gedanklich richtig sortiere, sieht das
> etwa so aus:
>
> Jüterbog
>
> | | | | |
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> Treuen- #| \ | | Etwa auf dieser Höhe befindet sich eine
> brietzen / | \ | | immernoch nutzbare Wegunterführung.
> _________/ | \ | |
> | | / |
> | |# |
> | # |
> | #| |
> # | / | |
> # / \ |
> | # | In diesem Tunnel sollte ein Gleis von
> | | # | Falkenberg komment zum Gbf führen.
> | | | |
>
> Halle Falkenberg
Stillegung im Pv war m.W. 1978, der Grund der gleiche wie bei den meisten
Stillegungen. Die Güterbedienung erfolgte von Lohr her bis Lengfurt-Trennfeld,
so dass die PV-Stillegung im Abschnitt Wertheim - Lengfurt die Gesamtstillegung
bedeutete.
Interessant ist übrigens, dass die Mainbrücke auch heute noch von Zügen befahren
wird, alledings nicht mehr in Wertheim, sondern in Schweinfurt, wohin sie
irgendwann in den 80ern als Ersatz für eine dort abgängige Brücke verbracht
wurde.
Gruss
Volker
> > Berlin--Stettiner Großschiffahrtskanal. Unter der Bezeichnung hat man
> Großschiffahrtsweg Berlin - Stettin!
Ersteres habe ich auch gelesen ...
>> Mittellandkanal: Auf der Strecke Magdeburg-Stendal nördlich von
>> Magdeburg.
>
>Wenn ich mich recht entsinne unterfährt die Strecke
>Wolfsburg -- Lehrte diesen Kanal mittels einem Tunnels.
Es ist der Elbe-Seitenkanal, der rund 5 km südlich dieses in der Tat
bemerkenswerten Tunnels dann in den Mittellandkanal mündet.
-kl
den Mittellandkanal überquert sie auf einer Brücke, unterm
Elbe-Seitenkanal gibt es den ca. 1 km langen Tunnel.
Carsten
Der Rehbergtunnel bei Altenbeken ist um die Jahrhundertwende rum mal
eingestürzt.
Einige der Neubaustreckentunnel sind während der Bauphase (bevor die Betonschale
drin war) eingestürzt. In der darauffolgenden Diskussion wurden dann ja die
Tunnelrettungszüge erfunden.
Carsten
Jo, als ich ihn wieder sah dämmerte es allmählich, war schon zehn
Jahre her. Gibt es eigentlich irgendeine Veröffentlichung, in der der
geplante Endzustand dargestellt ist?
Gruß
Steffen
Hmm, Uhlemann [1] schreibt folgendes: »Die unter der Bezeichnung
Großschiffahrtsweg Berlin - Stettin ausgeführte ...«. Ebenda an
anderer Stelle »Quelle: Festschrift Großschiffahrtsweg«. Auch in
anderen Publikationen ist mir nichts anderes begegnet.
[1] Hans-Joachim Uhlemann, Berlin und die märkischen Wasserstraßen,
transpress 1987
> Was ich mich frage: Schon Züge haben sehr lange Anhaltewege [=> Ontopic!
> :-> ]- aber erst SCHIFFE? Da muss es dann *sehr* niedrige Tempolimits geben.
Um beim Thema zu bleiben: die machen FFB ;-)
Sven
Im Freienseener Tunnel (Ehemalige Strecke Hungen - Laubach - Mücke) werden
AFAIK Pilze gezüchtet und am Dodenauer Tunnel (Ehemalige Strecke
Farnkenberg - Hatzfeld - Bad Berleburg) findet jedes Jahr das
"Reddighäuser Tunnelfest" statt. AFAIR wird da vor dem Südportal (?) des
Tunnels (Reddighäuser Seite) gefeiert. Was das Fest eigentlicg genau soll,
weiss ich nicht.
Gruß aus Hungen
Jonathan
>
> Moritz Gretzschel
## CrossPoint v3.12 R ##
Reinhard
>Hmm, Uhlemann [1] schreibt folgendes: »Die unter der Bezeichnung
Es war in irgendeiner Bauzeitung drin.
>Selbstverständlich war der Schiffstunnel zur Zeit seiner Erbauung für die
>damals gängigen Lahn-Frachtschiffe geeignet, nur waren die halt viel kleiner
>als die heutigen Riesendinger auf den Rhein zB.
Die waren dann aber eher winzig, aus eigener Erfahrung weiß ich, daß da
kein Siebenerkanu (oder Kajak? Jedenfalls die offenen mit Stechpaddeln,
bringe ich immer durcheinander) auch nur annähernd quer reinpaßt.
Volker Blees schrieb:
>
> Stillegung im Pv war m.W. 1978, der Grund der gleiche wie bei den meisten
> Stillegungen. Die Güterbedienung erfolgte von Lohr her bis Lengfurt-Trennfeld,
> so dass die PV-Stillegung im Abschnitt Wertheim - Lengfurt die Gesamtstillegung
> bedeutete.
>
Soweit ich weiss, war die Stillegung schon 1974 und 1978 wurde erst die
Brücke entfernt. Durch die Stillegung ist Wertheim nun vom öffentlichen
Verkehr ziemlich abgeschnitten. Um mit Bus oder Zug nach Würzburg, der
nachsten grösseren Stadt, zu kommen braucht man nun 1 3/4 bis 2h bei
einer entfernung von ca 35 km.
Nochwas zum Schlossbergtunnel: Soweit ich weiss, wurde der nach der
Eisenbahnstillegung noch von Daimler-Benz als Versuchsstrecke für Busse
verwendet. Es ging dabei weniger um das Fahrverhalten der Busse, als um
die Möglichkeit der Abgasabsaugung. Dabei wurde der hochgelegte Auspuff
in einer Art aufgeschlitzten Rohr, welches unter der Decke hing,
geführt. Hintergrund war, dass man nach einer Möglichkeit suchte
U-Bahnzüge durch Busse zu ersetzten.
Mfg
Olaf
> Sven Herzfeld schrieb in Nachricht <8qklcp$r3$1...@maschsee.han.de>...
>>Der Schifffahrtstunnel ist für Frachtschiffe sowieso ungeeignet.
> Selbstverständlich war der Schiffstunnel zur Zeit seiner Erbauung für die
> damals gängigen Lahn-Frachtschiffe geeignet, nur waren die halt viel kleiner
> als die heutigen Riesendinger auf den Rhein zB.
Jetzt fällt mir nicht mehr ein, wie man das noch auf Bahn
ummünzen kann, aber kurz: Vergleiche z. B. mit den Schleusen
der Aller. Sollte die Lahn so winzige Schiffe gehabt haben?
Sven
Also antfernt wurde die Bruecke erst Mitte bis Ende der Achtziger Jahre. Da
kann ich mich noch gut dran erinnern. Bin whaerend dem Abbau jeden tag mit
dem Schulbus vorbei gefahren. Das mit der Verbindung Nach Wuerzburg stimmt.
Deswegen nimmt man fuer diese Fahrt halt das Auto. ist leider Tatsache. Zu
den genauen taktweiten kann ich nix sagen, die Busse fahren aber nicht oft.
> Nochwas zum Schlossbergtunnel: Soweit ich weiss, wurde der nach der
> Eisenbahnstillegung noch von Daimler-Benz als Versuchsstrecke fuer Busse
> verwendet. Es ging dabei weniger um das Fahrverhalten der Busse, als um
> die Moeglichkeit der Abgasabsaugung. Dabei wurde der hochgelegte Auspuff
> in einer Art aufgeschlitzten Rohr, welches unter der Decke hing,
> gefuehrt. Hintergrund war, dass man nach einer Moeglichkeit suchte
> U-Bahnzuege durch Busse zu ersetzten.
Die Teststrecke war in Kreuzertheim. In dem Tunnel gleich nach der Bruecke.
Ich weiss das noch, da es waehrend er Versuchsfahrten ab und an mal zu
kleinen Feuern kam und die Feuerwehr ausrueckt. An den Schlossbertunnel
kommt man auch nur von einer Seite ran. Die andere Seite ist kurz vor der
Bruecke, ca. 4-5m ueber der Strasse.
Erscheint mir von der Lage her ziemlich unwahrscheinlich!
An beiden Seiten verläuft quer zum Tunnelmund eine Straße....
Da ist kaum Platz, um mit dem Bus um die Kurve in den Tunnel zu
kommen....
Gruß Jürgen
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Museums- und Denkmallokliste auf:
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