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stillgelegte Tunnel

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Christian Herzog

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Sep 22, 2000, 3:00:00 AM9/22/00
to
Hallo,

stillgelegte Tunnel gibts ja in rauhen Mengen in Deutschland. Immer wieder
das gleiche Bild: völlig zugewachsen, Zaun oder Mauer davor, Loch drin, so
daß man doch reinkommt. Seltener sind die Dinger zugeschüttet.
Kürzlich war ich mit Bekannten im 1,7 km langen Silvinger Tunnel der
ehemaligen Strecke Merzig (Saarland) - Waldwiese (Frankreich), 1911 erbaut
und schon ca. 50 Jahre ungenutzt. Der Tunnel befand sich in erstaulich gutem
Zustand. Highlight: ein Rauchabzug in Tunnelmitte mit Schornstein auf dem
darüberliegenden Berg.

Einer der Bekannten sagte mir, daß der Tunnel jährlich von einem
DB-Mitarbeiter begangen wird, um den aktuellen Zustand zu prüfen.
Wird sowas auch bei anderen stillgelegten Tunneln gemacht?
Wenn schäden entdeckt werden, wird dann noch was gemacht?
Ist die DB eigentlich haftbar, wenn so ein Tunnel einstürzt und auf der
Oberfläche ein Krater Schaden anrichtet?
Gab's schon Tunneleinstürze bei benutzten / unbenutzten Eisenbahntunneln?

PS: Die Frage, ob man sowas darf und wer haftbar ist, wenn mir ein Stein auf
den Kopf fällt, ist schon klar...

Gruß, Christian

Marco Miseroni

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Sep 22, 2000, 3:00:00 AM9/22/00
to
> DB-Mitarbeiter begangen wird, um den aktuellen Zustand zu prüfen.
> Wird sowas auch bei anderen stillgelegten Tunneln gemacht?
> Wenn schäden entdeckt werden, wird dann noch was gemacht?
> Ist die DB eigentlich haftbar, wenn so ein Tunnel einstürzt >
-----
Wenn der Tunnel weiterhin zum Eigentum der DB gehört, ist diese auch
verantwortlich und haftbar für das Bauwerk (wie ein Haus) und alle Schäden
die von ihm ausgehen.
Daher werden alle Tunnelanlagen von Eigentümern in regelmässigen Abständen
(je nach Zustand) begutachtet. Das gilt für alte (natürlich auch in Betrieb
stehende Anlagen) Bunkeranlagen, Tunnel der Bahn, Strasse und auch
U-Bahn-Tunnel.
Natürlich ist der Eigentümer einer solchen Anlage verantwortlich, wenn sie
einstürzen würde (Vergleiche Ereignisse im Bergbau -> alte Bergwerkstollen
die einstürzen).
In Berlin brach vor etwa 5 - 10 Jahren ein Tunnelstück in der Herrstrasse
unter dem Gehweg ein (ehem. Autotunnel). Bergwerkstollen im Ruhegebiet geben
regelmässig nach (Vor einigen Monaten ein ganzer Stadtteil, ich glaube
Recklinghausen oder so).
Ansonsten wurden natürlich in den Kriegsjahren zahlreiche unterirdische
Bauwerke beschädigt/zerstört.
Tipp zum Thema und freundliche Hilfe zum Thema (auch deutschlandweit)
garantiert hier:
www.berliner-untergrund.de
Viele Grüße Marco

www.der-danone.de


Moritz Gretzschel

unread,
Sep 22, 2000, 3:00:00 AM9/22/00
to

Christian Herzog wrote:

> stillgelegte Tunnel gibts ja in rauhen Mengen in Deutschland.
> Immer wieder das gleiche Bild: völlig zugewachsen, Zaun oder
> Mauer davor, Loch drin, so daß man doch reinkommt. Seltener
sind die Dinger zugeschüttet.

Gibt es eigentlich auch privatisierte ehem. Eisenbahntunnel,
die also verkauft wurden, um meinetwegen als Champignonzucht,
Bierkeller, Lagerraum oder was auch immer genutzt zu werden?

Moritz Gretzschel

Martin Schwarzwälder

unread,
Sep 22, 2000, 3:00:00 AM9/22/00
to

"Moritz Gretzschel" <Moritz.G...@dlr.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8qfe20$v1u$1...@news.go.dlr.de...

In Wertheim gibt es im Tunnel an der ehem. Strecke Wertheim - Lohr Bf
nach meiner Erinnerung ein Parkhaus.

Martin

Klaus-Dieter Gogoll

unread,
Sep 22, 2000, 3:00:00 AM9/22/00
to
Marco Miseroni <ma...@jurziczek.de> wrote:

> Bergwerkstollen im Ruhegebiet geben regelmässig nach (Vor einigen Monaten
> ein ganzer Stadtteil, ich glaube Recklinghausen oder so).

Hehe! Ein Häusken mit Garage in Wattenscheid...

> Tipp zum Thema und freundliche Hilfe zum Thema (auch deutschlandweit)
> garantiert hier:

Schonmal die Tunnelseiten angesehen? http://www.eisenbahn-tunnel.de/


--
schreibt Klaus-Dieter Gogoll aus Duisburg
Lesenswert: http://winstop.upb.de/mac-geruechte.html

Jan Borchers

unread,
Sep 22, 2000, 3:00:00 AM9/22/00
to
Marco Miseroni schrieb:

>
> Tipp zum Thema und freundliche Hilfe zum Thema (auch deutschlandweit)
> garantiert hier:
> www.berliner-untergrund.de

Geht nicht.

Viele Grüße

Jan
--
Jan Borchers, 22179 Hamburg
http://www.eilzug.de/

"Nichts ist unmöglich!" - Ilka & Jan [TM]

Maximilian Gauger

unread,
Sep 22, 2000, 3:00:00 AM9/22/00
to
Moritz Gretzschel wrote:

> Gibt es eigentlich auch privatisierte ehem. Eisenbahntunnel,
> die also verkauft wurden, um meinetwegen als Champignonzucht,
> Bierkeller, Lagerraum oder was auch immer genutzt zu werden?

Klar doch: Zwischen Ötisheim und Maulbronn West hatte es bis zur
Elektrifizierung einen Eisenbahntunnel. Der wurde dann aufgegeben,
nun wird dort fleißig Wein produziert.

Ciao,

Max

--
Neuer Monat, neue Stelle, neue Adresse! * Maximilian Gauger *
* Oppelner Str. 2 *
Life is a box of chocolates: * 69124 Heidelberg *
You never know what you'll get. (Forrest Gump) * mga...@gmx.net *

Ronald Hartwig

unread,
Sep 22, 2000, 3:00:00 AM9/22/00
to

Klaus-Dieter Gogoll wrote:

> Schonmal die Tunnelseiten angesehen? http://www.eisenbahn-tunnel.de/


Tolle Seiten. Dabei bin ich auf die Beschreibung des "alten Lengericher
Tunnels" gestoßen und frage mich nun, wozu der gehörte? War der
Westtunnel der Ersatz für diesen Tunnel oder gab es da eine weitere
Linie, die heute nicht mehr existiert?

Ronald

Thomas Neukirch

unread,
Sep 22, 2000, 3:00:00 AM9/22/00
to

Moritz Gretzschel <Moritz.G...@dlr.de> schrieb in im Newsbeitrag:
8qfe20$v1u$1...@news.go.dlr.de...

> Gibt es eigentlich auch privatisierte ehem. Eisenbahntunnel,
> die also verkauft wurden, um meinetwegen als Champignonzucht,
> Bierkeller, Lagerraum oder was auch immer genutzt zu werden?
>

> Moritz Gretzschel
>
Hallo NG !

In Jüterbog gibt es drei Tunnel.Einer ist noch in Betrieb an der Strecke
Jüterbog-Bln.Wannsee.Die anderen
beiden Tunnel nutzt der Natuerschutz und beherbergt dort Fledermäuse.

Gruß Thomas

Thomas....@t-online.de
http://www.slg-mbh.de


Mathias Hiller

unread,
Sep 22, 2000, 3:00:00 AM9/22/00
to
On Fri, 22 Sep 2000 13:13:41 +0200, "Marco Miseroni"
<ma...@jurziczek.de> wrote:

>In Berlin brach vor etwa 5 - 10 Jahren ein Tunnelstück in der Herrstrasse
>unter dem Gehweg ein (ehem. Autotunnel).

Kein Auto- sondern ein U-Bahntunnel.

--
Gruß
Mathias +++ m...@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++

Nicolas Jost

unread,
Sep 22, 2000, 3:00:00 AM9/22/00
to
--------------------SNIP!!!---------------------

> In Berlin brach vor etwa 5 - 10 Jahren ein Tunnelstück in der Herrstrasse
>
>
Meinst du die Heerstraße?


NJ

Oliver Wileczelek

unread,
Sep 22, 2000, 3:00:00 AM9/22/00
to
Hallo,

Christian Herzog a *crit :


>
> Kürzlich war ich mit Bekannten im 1,7 km langen Silvinger Tunnel der
> ehemaligen Strecke Merzig (Saarland) - Waldwiese (Frankreich), 1911 erbaut
> und schon ca. 50 Jahre ungenutzt.

Die Strecke wurde am 1.1.1936 für den Personenverkehr gesclossen und
1944 für den Güterverkehr, nach Zerstörung der Brücke an der Einfahrt
vom Bhf Merzig. Die Strecke wurde aber erst in den 50er Jahre abgebaut.



> Ist die DB eigentlich haftbar, wenn so ein Tunnel einstürzt und auf der
> Oberfläche ein Krater Schaden anrichtet?

In diesem fall wird das ganze vermutlich noch viel komplizierter, da
meines Wissens beide Tunnelportale auf deutscher boden liegen, aber die
Tunnelmitte in Franreich ist.

> Gab's schon Tunneleinstürze bei benutzten / unbenutzten Eisenbahntunneln?

Ich kenne mindestens drei Fälle, aber es gibt sicher viel mehr :

- Tunnel bei Lutry (SBB Lausanne - Vevey) : während der
sanirungsarbeiten ist ein teil
eingestürtz und hat in den obenliegenden Rehberge einen Krater gebildet.
- Auf der seit mehr als 100 jahre eingestellte SBB-Strecke le Creux -
Les Convers sind die
tunnels eingestütz (Gegend ist allerdings unbewohnt)
- Zweiter Fall ist viel seltener : Einsturz (mit ebenfalls Karter an der
Oberfläche) eines
Schiffstunnel (Tunnel du Rove zwischen das Etang de Berre und das
Mittelmmer bei Marseille.

Cordialement

Oliver
____________________________________________________________
Arielle, Coline & Oliver Wileczelek
mailto:du...@freesurf.ch

Notre page perso : http://www.citeweb.net/dudul/
____________________________________________________________

Torsten Jerzembeck

unread,
Sep 22, 2000, 3:00:00 AM9/22/00
to
Ronald Hartwig schrieb:

>Tolle Seiten. Dabei bin ich auf die Beschreibung des "alten Lengericher
>Tunnels" gestoßen und frage mich nun, wozu der gehörte? War der
>Westtunnel der Ersatz für diesen Tunnel oder gab es da eine weitere
>Linie, die heute nicht mehr existiert?

Ersteres. In den 20er Jahren gab es Planungen, die Strecke Münster -
Osnabrück (und vermutlich auch noch andere Abschnitte zwischen
Ruhrgebiet und Bremen - Hamburg) viergleisig auszubauen. Für die zwei
zusätzlichen Gleise wurde u.a. eine neue Tunnelröhre gebaut, der heutige
Lengericher Tunnel. Die Ausbaupläne wurden dann irgendwann (ich vermute,
durch die Weltwirtschaftskrise) gestoppt, so daß die Strecke zweigleisig
blieb. Der neue Tunnel war etwas günstiger trassiert als der alte und
wurde daher für die zweigleisige Strecke genutzt, der alte Tunnel wurde
verschlossen, im zweiten Weltkrieg für die Rüstungsfertigung verwendet
und später als privater Schießstand von einem Händler für Sport- und
Jagdwaffen benutzt.

Beste Grüße aus D'dorf,

=ToJe=

--
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
* Exil-Westfale * PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux *
"Berlin(Ost) und Berlin(West) ist so aehnlich wie
Frankfurt(Oder) und Frankfurt(Und)" - Klaus "Cyberman" Wilting

Daniel A. J. Sokolov

unread,
Sep 22, 2000, 8:23:23 PM9/22/00
to
Bitte klärt mich auf. Was ist ein Schiffstunnel?

MfG
Daniel A. J.

--
________________________________
Webpage at http://www.sokolov.eu.org
PGP-Key at http://pgp.sokolov.eu.org


"Oliver Wileczelek" <du...@freesurf.ch> wrote in message
news:39CBB29F...@freesurf.ch...
> Hallo,
>
[...]

Eike Kreibohm

unread,
Sep 22, 2000, 9:02:49 PM9/22/00
to
"Daniel A. J. Sokolov" <dan...@sokolov.eu.org> schrieb im Newsbeitrag
news:8qgt6t$1akg$1...@www.univie.ac.at...

> Bitte klärt mich auf. Was ist ein Schiffstunnel?
>

Das selbe wie ein Eisenbahn- oder Autotunnel. Nur daß hier nicht Züge oder
Autos, sondern Schiffe hindurchfahren. Normalerweise werden ja Schleusen
gebaut, oder der Berg so weit es möglich ist umfahren. In manchen Fällen hat
man den Kanal aber mit Hilfe eines Tunnels einfach durch den Berg geführt.
Früher, als es noch keine Motorschiffe gab, mußte der Bootsführer seinen
Kahn mit hilfe von Tritten gegen die Tunneldecke fortbewegen.
Ich glaube es gibt sogar noch einen genutzten Schiffahrtstunnel, der eine
Ampel hat.

Aber daß ist hier eh off-topic, oder? :)

Gruß,
Eike


Willi Raeckers

unread,
Sep 23, 2000, 3:00:00 AM9/23/00
to
Eike Kreibohm <ring...@ngi.de> wrote:
: "Daniel A. J. Sokolov" <dan...@sokolov.eu.org> schrieb im Newsbeitrag

Ob es dort eine Ampel gibt weiss ich nicht, aber in Weilburg (zwischen
Giessen und Limburg) hat die Lahn einen Schiffstunnel. Sonst kenne ich
keinen, also vielleicht meinst du den. Der Schifffahrt waere die marginale
Streckenverkuerzung sicher egal gewesen, erst recht zur Bauzeit um 1850,
aber aller technischen Problematik zum Trotz erschien das wohl machbarer als
den Lahnbogen um Weilburg herum schiffbar zu bekommen.

: Aber daß ist hier eh off-topic, oder? :)

Aber nicht doch. =:-) Die Lahn verlor naemlich die gerade erst gewonnene
Schifffahrtsbedeutung schon fuenfzehn Jahre spaeter durch die neue
Eisenbahnstrecke Koblenz-Giessen. Als ob das noch nicht reichen wuerde
bleibt noch zu vermelden, dass die Lahntahlstrecke auch einige
Eisenbahntunnel beinhaltet.

Willi

--
raec...@hrzpub.tu-darmstadt.de

Hans Friedlaender

unread,
Sep 23, 2000, 3:00:00 AM9/23/00
to
Willi Raeckers wrote:
>
> Eike Kreibohm <ring...@ngi.de> wrote:
> : "Daniel A. J. Sokolov" <dan...@sokolov.eu.org> schrieb im Newsbeitrag

> : news:8qgt6t$1akg$1...@www.univie.ac.at...
> :> Bitte klärt mich auf. Was ist ein Schiffstunnel?
>
> : Das selbe wie ein Eisenbahn- oder Autotunnel. Nur daß hier nicht Züge oder
> : Autos, sondern Schiffe hindurchfahren. Normalerweise werden ja Schleusen
> : gebaut, oder der Berg so weit es möglich ist umfahren. In manchen Fällen hat
> : man den Kanal aber mit Hilfe eines Tunnels einfach durch den Berg geführt.
>
> Ob es dort eine Ampel gibt weiss ich nicht, aber in Weilburg (zwischen
> Giessen und Limburg) hat die Lahn einen Schiffstunnel. Sonst kenne ich
> keinen, also vielleicht meinst du den.

Ich habe selbst schon als Freizeitkapitän auf dem Canal du Midi in
Südfrankreich den <<Tunnel de Malpas>> durchfahren. Der Grund für seinen
Bau: um den Berg herum wäre zu teuer/aufwändig gewesen, ausserdem gabs
an der Stelle schon einen Bewässerungsstollen, den man "nur" erweitern
musste. Bauzeit irgendwann Ende des 17. Jahrhunderts.

Ein Bild davon gibts temporaer unter
http://members.tripod.de/vosgian/tunnelmalpas.jpg
zu betrachten (Postkarte, ca. 50kB)

Gruss Hans
--
Hans Friedlaender Diplom-Forstwirt
Abteilung Fernerkundung und LIS Universitaet Freiburg i.Br.
Tennenbacherstr. 4 79106 Freiburg Tel.: +49-761-203-3700 Fax: -3701
www: http://www.uni-freiburg.de/felis/

Wolfgang Heuser

unread,
Sep 23, 2000, 3:00:00 AM9/23/00
to
On Sat, 23 Sep 2000 18:09:58 +0200, Hans Friedlaender

>Ich habe selbst schon als Freizeitkapitän auf dem Canal du Midi in
>Südfrankreich den <<Tunnel de Malpas>> durchfahren.

Und damit waeren wir wieder on-topic, denn ein Stockwerk unter dem
Schiffstunnel gibt es im gleichen Berg einen Bahntunnel (Strecke
Beziers - Narbonne wenn ich mich recht entsinne).
--
Wolfgang

wolfgan...@intersurf.oberberg.de
heu...@bast.de

Sven Herzfeld

unread,
Sep 24, 2000, 3:00:00 AM9/24/00
to
Willi Raeckers <raec...@hrzpub.tu-darmstadt.de> schrieb:

> Ob es dort eine Ampel gibt weiss ich nicht, aber in Weilburg (zwischen
> Giessen und Limburg) hat die Lahn einen Schiffstunnel. Sonst kenne ich

Nach meinem Fotoalbum gibt es da keine Ampel. Am Ausgang
aber eine Doppelschleuse. Eine Ampel gibt es im Stadttunnel
von Nantes, der hat auch einen Seitenweg. Der Tunnel von
Weilburg erinnert sehr an Eisenbahntunnel, auch vom Portal
her. Oben hängt eine Erinnerungstafel an "Adolphus Dux
Nassoviae"

> Aber nicht doch. =:-) Die Lahn verlor naemlich die gerade erst gewonnene
> Schifffahrtsbedeutung schon fuenfzehn Jahre spaeter durch die neue
> Eisenbahnstrecke Koblenz-Giessen. Als ob das noch nicht reichen wuerde
> bleibt noch zu vermelden, dass die Lahntahlstrecke auch einige
> Eisenbahntunnel beinhaltet.

Der Schifffahrtstunnel ist für Frachtschiffe sowieso ungeeignet.
Aber die Bahn schlängelt sich da malerisch durch die Gegend.

Warum sieht man eigentlich beim Rudern immer Eisenbahnen,
beim Bahnfahren aber nie Ruderer? ;-)

Sven

Frank Scheffski

unread,
Sep 24, 2000, 3:00:00 AM9/24/00
to
On Sat, 23 Sep 2000 23:51:50 +0200, Wolfgang Heuser
<Wolfgan...@intersurf.oberberg.de> wrote:

>Und damit waeren wir wieder on-topic, denn ein Stockwerk unter dem
>Schiffstunnel gibt es im gleichen Berg einen Bahntunnel (Strecke
>Beziers - Narbonne wenn ich mich recht entsinne).

In der Nähe von Sarrebourg gibt es eine ähnliche jedoch
abenteuerlichere Variante:

Der Rhein-Marne Kanal verschwindet hier in einem Tunnel.
Auf der einen Seite läuft eine Schmalspurbahn, auf der spezielle
Zugloks fahren (gefahren sind?), die antriebslose Schiffe ziehen.

Ca. 20m links davon verschwindet (auf gleichem Niveau) die Strecke
Strasbourg-Paris ebenfalls in einem eigenen Tunnel.

Auf der anderen Seite (ca. 2km?) kommt der Kanal aus dem Tunnel und
verzweigt sich sofort Y-förmig.

Die Bahnstrecke kommt allerdings zwischen den Schenkeln des Y und ca.
10m tiefer wieder zum Vorschein!

Spannendes Bauwerk!

MfG

Frank

Daniel A. J. Sokolov

unread,
Sep 24, 2000, 3:00:00 AM9/24/00
to
Eine Ampel in einem Schiffstunnel wegen Abzweigung. Was es alles gibt. Von
den hierbeschrieben Bauwerken ganz abgesehen; ich staune.

Was ich mich frage: Schon Züge haben sehr lange Anhaltewege [=> Ontopic!
:-> ]- aber erst SCHIFFE? Da muss es dann *sehr* niedrige Tempolimits geben.

MfG
Daniel A. J.

--
________________________________
Webpage at http://www.sokolov.eu.org
PGP-Key at http://pgp.sokolov.eu.org


"Sven Herzfeld" <herz...@maschsee.han.de> wrote in message
news:8qklcp$r3$1...@maschsee.han.de...

Michael thiele

unread,
Sep 24, 2000, 3:00:00 AM9/24/00
to
Daniel A. J. Sokolov" wrote:
>
> Bitte klärt mich auf. Was ist ein Schiffstunnel?
>

es gibt in D sogar eine Schiffsbruecke uber eine Bahnlinie hinweg...
Nicht was man an sich unter einer Bruecke auf dem Schiff versteht,
sondern ein Kanal wurde ueber einen Fluss (hier die Weser) und damit
auch ueber die Bahnlinie hinwegwebaut.
gibt es noch mehr solche Kanalbruecken?
michael

Kai Garlipp

unread,
Sep 24, 2000, 3:00:00 AM9/24/00
to

Michael thiele wrote:
>
> es gibt in D sogar eine Schiffsbruecke uber eine Bahnlinie hinweg...
> Nicht was man an sich unter einer Bruecke auf dem Schiff versteht,
> sondern ein Kanal wurde ueber einen Fluss (hier die Weser) und damit
> auch ueber die Bahnlinie hinwegwebaut.
> gibt es noch mehr solche Kanalbruecken?

Mittellandkanal: Auf der Strecke Magdeburg-Stendal nördlich von
Magdeburg.

Oder-Havel-Kanal: Bei Eberswalde-Finow an der Strecke Berlin-Angermünde

Bye kai

Mathias Hiller

unread,
Sep 24, 2000, 3:00:00 AM9/24/00
to
On Sun, 24 Sep 2000 16:49:32 +0200, Kai Garlipp <kai.g...@gmx.net>
wrote:

>Oder-Havel-Kanal: Bei Eberswalde-Finow an der Strecke Berlin-Angermünde

Oder um das Kind bei seinem richtigen Namen zu nennen:
Berlin--Stettiner Großschiffahrtskanal. Unter der Bezeichnung hat man
das ganze mal zusammengebastelt.

Sven Mueller

unread,
Sep 24, 2000, 3:00:00 AM9/24/00
to
Moritz Gretzschel <Moritz.G...@dlr.de> wrote:

> Gibt es eigentlich auch privatisierte ehem. Eisenbahntunnel,
> die also verkauft wurden, um meinetwegen als Champignonzucht,
> Bierkeller, Lagerraum oder was auch immer genutzt zu werden?

Hallo Moritz!

Einen kann ich Dir sagen. In Wertheim an der ehemaligen Strecke Wertheim -
Gemuenden. Die Strecke wurde in den Siebzigern stillgelegt. Der Tunnel stand
noch eine Weile ungenutzt da. Seit Ende 80er / Anfang 90er wird er von der
Winzergenossenschaft als Weinlager benutzt. Uer den Zustand des tunnels kann
ich Dir leider nix sagen, da er von beiden Seiten mit einem Stahltor
verschlossen ist.

Bye
Sven


--
Sven Mueller *** eMail ug...@rz.uni-karlsruhe.de

Steffen Buhr

unread,
Sep 24, 2000, 3:00:00 AM9/24/00
to
Thomas Neukirch wrote:
>
>In Jüterbog gibt es drei Tunnel.Einer ist noch in Betrieb an der
>Strecke Jüterbog-Bln.Wannsee.Die anderen beiden Tunnel nutzt der
>Natuerschutz und beherbergt dort Fledermäuse.

Mir sind nur zwei geläufig, die noch in Betrieb befindliche und
ehemals auf größerer Länge gedeckelte Unterführung des Gleises nach
Treuenbrietzen und die ehemals für das Streckengleis Niedergörsdorf -
Jüterbog vorgesehen Röhre. Welches wäre die dritte?

Gruß
Steffen
--
Steffen Buhr, Berlin, Germany

Steffen Buhr

unread,
Sep 24, 2000, 3:00:00 AM9/24/00
to
Mathias Hiller wrote:
>
>On Sun, 24 Sep 2000 16:49:32 +0200, Kai Garlipp <kai.g...@gmx.net>
>wrote:
>
>>Oder-Havel-Kanal: Bei Eberswalde-Finow an der Strecke
>>Berlin-Angermünde
>
>Oder um das Kind bei seinem richtigen Namen zu nennen:
>Berlin--Stettiner Großschiffahrtskanal. Unter der Bezeichnung hat man
>das ganze mal zusammengebastelt.

Großschiffahrtsweg Berlin - Stettin!

Holger Paulsen

unread,
Sep 24, 2000, 3:00:00 AM9/24/00
to
Kai Garlipp <kai.g...@gmx.net> writes:

> > gibt es noch mehr solche Kanalbruecken?
>
> Mittellandkanal: Auf der Strecke Magdeburg-Stendal nördlich von
> Magdeburg.

Wenn ich mich recht entsinne unterfährt die Strecke
Wolfsburg -- Lehrte diesen Kanal mittels einem Tunnels.


Holger

Bruno Hingott

unread,
Sep 24, 2000, 3:00:00 AM9/24/00
to

Sven Herzfeld schrieb in Nachricht <8qklcp$r3$1...@maschsee.han.de>...

>Der Schifffahrtstunnel ist für Frachtschiffe sowieso ungeeignet.


Selbstverständlich war der Schiffstunnel zur Zeit seiner Erbauung für die
damals gängigen Lahn-Frachtschiffe geeignet, nur waren die halt viel kleiner
als die heutigen Riesendinger auf den Rhein zB.

MfG

Bruno Hingott

Klaus Mueller

unread,
Sep 24, 2000, 10:31:56 PM9/24/00
to
Moritz Gretzschel <Moritz.G...@dlr.de> wrote:

> Christian Herzog wrote:
>
> > stillgelegte Tunnel gibts ja in rauhen Mengen in Deutschland.
> > Immer wieder das gleiche Bild: völlig zugewachsen, Zaun oder
> > Mauer davor, Loch drin, so daß man doch reinkommt. Seltener
> sind die Dinger zugeschüttet.


>
> Gibt es eigentlich auch privatisierte ehem. Eisenbahntunnel,
> die also verkauft wurden, um meinetwegen als Champignonzucht,
> Bierkeller, Lagerraum oder was auch immer genutzt zu werden?

Z.B. den Weidesgrüner Tunnel der ehemaligen Strecke (Münchberg)
Helmbrechts-Selbitz. Einmal jährlich dient er als Bierzeltersatz für ein
Fest.

Klaus Müller

Thomas Neukirch

unread,
Sep 25, 2000, 3:00:00 AM9/25/00
to

"Steffen Buhr" <tux...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:58hlq8...@buhr-43153.user.cis.dfn.de...
> Gruß
> Steffen
> --
> Steffen Buhr, Berlin, Germany

Hallo NG !

Von Berlin in Fahrtrichtung Halle folgen die Tunnel: 1.in Betrieb Strecke
Jü-Bln.Wannsee;
2.folgt gleich nach dem 1.und ist unmittelbr neben den Hauptgleis;3.etwa
300m weiter Richtung Halle und sollte eimal die
Hauptstrecke unterqueren und weiter führen in Richtung
Falkenberg(Elster).Alle Tunnel befinden sich auf der rechten Seite.

Rudolf Sosnowsky

unread,
Sep 25, 2000, 3:00:00 AM9/25/00
to
Sven Mueller <ug...@rz.uni-karlsruhe.de> schrieb

[...]


> Einen kann ich Dir sagen. In Wertheim an der ehemaligen Strecke Wertheim -
> Gemuenden. Die Strecke wurde in den Siebzigern stillgelegt. Der Tunnel
stand
> noch eine Weile ungenutzt da. Seit Ende 80er / Anfang 90er wird er von
der
> Winzergenossenschaft als Weinlager benutzt. Uer den Zustand des tunnels
kann
> ich Dir leider nix sagen, da er von beiden Seiten mit einem Stahltor
> verschlossen ist.
>

Hallo Sven,

ist das der Tunnel auf der Wertheimer (Schlossbergtunnel?) oder auf der
Kreuzwertheimer Mainseite? Ich habe da letztens eine Wanderung gemacht, und
bin auf die aufgelassene Trasse dieser Bahn gestoßen. Es gibt noch ein
Bahnhofsgebäude "Kreuzwertheim", das privatisiert ist, und der
Kreuzwertheimer
Tunnel ist auch versperrt. Wenn ich die Geländemarken richtig gedeutet habe,
stehen
heute Häuser auf der Strecke vom Tunnelausgang zum Main. Nebenbei bemerkt
ist/war die Ausfädelung dieser Bahn aus dem Wertheimer Bahnhof mit der
großen Kurve durch den Schlossberg und Querung des Mains eine interessante
ingeniertechnische Leistung.
Wann/warum wurde diese Strecke stillgelegt? Sie schließt die Lücke, die von
der
Spessartbahn kurzgeschlossen wird, und ist das fehlende Stück, um von
Aschaffenburg
über Miltenberg und Wertheim wieder zurück auf die Srecke Richtung Würzburg
zu
kommen.

--
Rudolf Sosnowsky


Sven Mueller

unread,
Sep 25, 2000, 3:00:00 AM9/25/00
to
Hallo Rudolf!

Rudolf Sosnowsky <Rudolf.S...@lc-design.de> wrote:

> ist das der Tunnel auf der Wertheimer (Schlossbergtunnel?) oder auf der
> Kreuzwertheimer Mainseite? Ich habe da letztens eine Wanderung gemacht, und

> bin auf die aufgelassene Trasse dieser Bahn gestossen. Es gibt noch ein

Das ist der Schlossbergtunnel auf Wertheimer Seite. Inwieweit er durch den
Bau der Schlossberkaverne (Atomschutzbunker, Mitte der 80er erbaut und in
Friedenszeiten als Parkgarage genutzt) beintraechtigt wurde weiss ich nicht.
Was mit dem auf kreuzwertheimer Seite passiert ist weiss ich nicht.
Genausowenig ob es da noch weitere Tunnel Richtung marktheidenfeld gibt. ich
nehme es aber schon an, der gelaendeform wegen.

> Bahnhofsgebaeude "Kreuzwertheim", das privatisiert ist, und der
> Kreuzwertheimer
> Tunnel ist auch versperrt. Wenn ich die Gelaendemarken richtig gedeutet
habe,
> stehen
> heute Haeuser auf der Strecke vom Tunnelausgang zum Main. Nebenbei bemerkt
> ist/war die Ausfaedelung dieser Bahn aus dem Wertheimer Bahnhof mit der
> grossen Kurve durch den Schlossberg und Querung des Mains eine interessante
> ingeniertechnische Leistung.

Ja das finde ich auch. Allerdings muesste ich mich mal schlauer machen ueber
die Strecke. Kann ich machen wenn ich mal wieder zuhause bin.

> Wann/warum wurde diese Strecke stillgelegt? Sie schliesst die Luecke, die
von
> der
> Spessartbahn kurzgeschlossen wird, und ist das fehlende Stueck, um von
> Aschaffenburg
> ueber Miltenberg und Wertheim wieder zurueck auf die Srecke Richtung
Wuerzburg
> zu
> kommen.

Warum die stillgelegt wurde weis ich nicht. Ich vermute mal dass die
Auslastung der Strecke zu gering war. Man kommt nun nur mit dem Bus als
oeffentl Verkehrsmittel nach Marktheidenfeld. Mich wundert nur, dass die
Stadt Marktheidenfeld sich nicht gegen die Stiillegung / Abbau der Strecke
gewehrt hat. Schliesslich ist dort ja noch Industrie, fuer die ein
Gleisanschluss oder auch nur ein Gueterbahnhof vorteilhaft waere.

Richtung Wuerzburg faehrt man nun ueber Lauda mit umstteigen aus Richtung
Wertheim, oder gleich mit dem Bus der ab und an mal faehrt. Die meisten mit
dem Auto wenn sie aus BW kommen.

Vielleicht noch ein wenig off Topic:

Der OePNV in der Region ist sowieso ziemlich beschieden. Due bist irgendwie
auf das Auto angewiesen. Wenn man in Wertheim oder Tauberbischofsheim direkt
wohnt, hat mna ja einen Bahnhof, auf den Doerfern siehts mit Busverbindungen
allerdings nicht gut aus. Zu Schulzeiten gehts, aber wenn Ferien sind hast
Du verloren. Samstagmittag faehrt der letzte Bus. Wenn man dann Abends weg
will, braucht man ein Auto. Ist schon schade, aber leider Tatsache. Aber das
ist halt die Autofraktion, die dort das sagen hat.

Holger Kötting

unread,
Sep 25, 2000, 3:00:00 AM9/25/00
to
In article <41prsscl9hbu3uoic...@4ax.com>,

Frank Scheffski <FSche...@t-online.de> writes:
|> Der Rhein-Marne Kanal verschwindet hier in einem Tunnel.
|> Auf der einen Seite läuft eine Schmalspurbahn, auf der spezielle
|> Zugloks fahren (gefahren sind?), die antriebslose Schiffe ziehen.

Vorbei.

|> Ca. 20m links davon verschwindet (auf gleichem Niveau) die Strecke
|> Strasbourg-Paris ebenfalls in einem eigenen Tunnel.
|> Auf der anderen Seite (ca. 2km?) kommt der Kanal aus dem Tunnel und

Etwa 3 Kilometer.

|> verzweigt sich sofort Y-förmig.
|> Die Bahnstrecke kommt allerdings zwischen den Schenkeln des Y und ca.
|> 10m tiefer wieder zum Vorschein!

Naja, Y ist falsch. Der linke Schenkel des Y ist der stillgelegte Rest
der Schleusentreppe Richtung Saverne, der durch das Schiffshebewerk
ersetzt wurde.

Prinzipskizze:

/ St./
SNCF Richtung ========} Bahntunnel / /%
Sarrebourg ========} Arzviller / /% {=== SNCF Ri.
_____ _________ _______/++++/ {=== Saverne
] Schiffstunn. [ X ] Schiffst. [ /
_____] Niederviller [_________] Arzviller [_______ \_________
~~~~~] [~~~~~~~~~] [~~~~D \ Richtung Hebewerk
\_____________

Legende:
~~~ die Treidelbahn am Suedufer des Kanals
%% Reste der Treidelbahn an der alten Treppe vorhanden
D Depot der Treidelbahn (ein oder zwei Loks stehen noch drin)
St. Stillgelegte Schleusentreppe (17 Schleusen) Richtung
Lutzelbourg/Saverne
+++ Trennwand, dahinter ist der Kanal trockengelegt.
X Fotostandort von:
http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting/arzviller.jpg

Ach ja: die Schiffstunnel sind 'eingleisig' zu befahren, zwischen beiden
Tunneln ist eine Ausweiche. Gesichert ist alles mit Ampeln.

Und um ontopic fuer debe zu bleiben: In Lutzelbourg steht ein modifiziertes
Bruchsal J-Stellwerk.

Gruss,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting

Steffen Buhr

unread,
Sep 25, 2000, 3:00:00 AM9/25/00
to
Thomas Neukirch wrote:
>
>"Steffen Buhr" <tux...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
>>Thomas Neukirch wrote:
>>>
>>>In Jüterbog gibt es drei Tunnel.Einer ist noch in Betrieb an der
>>>Strecke Jüterbog-Bln.Wannsee.Die anderen beiden Tunnel nutzt der
>>>Natuerschutz und beherbergt dort Fledermäuse.
>>
>>Mir sind nur zwei geläufig, die noch in Betrieb befindliche und
>>ehemals auf größerer Länge gedeckelte Unterführung des Gleises nach
>>Treuenbrietzen und die ehemals für das Streckengleis Niedergörsdorf -
>>Jüterbog vorgesehen Röhre. Welches wäre die dritte?
>
>Von Berlin in Fahrtrichtung Halle folgen die Tunnel: 1.in Betrieb
>Strecke Jü-Bln.Wannsee; 2.folgt gleich nach dem 1.und ist unmittelbr
>neben den Hauptgleis;3.etwa 300m weiter Richtung Halle und sollte eimal
>die Hauptstrecke unterqueren und weiter führen in Richtung
>Falkenberg(Elster).Alle Tunnel befinden sich auf der rechten Seite.

Hmm, wenn ich die Örtlichkeiten gedanklich richtig sortiere, sieht das
etwa so aus:

Jüterbog

| | | | |
| | | | |
| | / | |
| |# | |
| # | |
|#| | |
# | | |
Treuen- #| \ | | Etwa auf dieser Höhe befindet sich eine
brietzen / | \ | | immernoch nutzbare Wegunterführung.
_________/ | \ | |
| | / |
| |# |
| # |
| #| |
| / | |
| | \ |
| | \ |
| | \ |
| | | |

Halle Falkenberg

Die südlichere Röhre ist beiderseitig zugemauert und wegen des flachen
Kreuzungswinkels recht lang. Die beiden Gleise von und nach Halle und
das nach Falkenberg wurden nie verlegt. Das ganz rechte Gleis führt
heute nach Halle. Nochmal die Frage: Wo wäre die dritte Röhre und
wofür?

Gruß
Stef'findet seine Skizze nicht:('fen

Thomas Neukirch

unread,
Sep 25, 2000, 3:00:00 AM9/25/00
to

"Steffen Buhr" <tux...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:773oq8...@buhr-43153.user.cis.dfn.de...

> Thomas Neukirch wrote:
> >
> >"Steffen Buhr" <tux...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
> >>Thomas Neukirch wrote:

> Hmm, wenn ich die Örtlichkeiten gedanklich richtig sortiere, sieht das
> etwa so aus:
>
> Jüterbog
>
> | | | | |
> | | | | |
> | | / | |
> | |# | |
> | # | |
> |#| | |
> # | | |
> Treuen- #| \ | | Etwa auf dieser Höhe befindet sich eine
> brietzen / | \ | | immernoch nutzbare Wegunterführung.
> _________/ | \ | |
> | | / |
> | |# |
> | # |
> | #| |

> # | / | |
> # / \ |
> | # | In diesem Tunnel sollte ein Gleis von
> | | # | Falkenberg komment zum Gbf führen.
> | | | |
>
> Halle Falkenberg

Volker Blees

unread,
Sep 25, 2000, 3:00:00 AM9/25/00
to
Rudolf Sosnowsky schrieb:
>
> Nebenbei bemerkt
> ist/war die Ausfädelung dieser Bahn aus dem Wertheimer Bahnhof mit der
> großen Kurve durch den Schlossberg und Querung des Mains eine interessante
> ingeniertechnische Leistung.

> Wann/warum wurde diese Strecke stillgelegt?

Stillegung im Pv war m.W. 1978, der Grund der gleiche wie bei den meisten
Stillegungen. Die Güterbedienung erfolgte von Lohr her bis Lengfurt-Trennfeld,
so dass die PV-Stillegung im Abschnitt Wertheim - Lengfurt die Gesamtstillegung
bedeutete.

Interessant ist übrigens, dass die Mainbrücke auch heute noch von Zügen befahren
wird, alledings nicht mehr in Wertheim, sondern in Schweinfurt, wohin sie
irgendwann in den 80ern als Ersatz für eine dort abgängige Brücke verbracht
wurde.

Gruss
Volker

Mathias Hiller

unread,
Sep 25, 2000, 3:00:00 AM9/25/00
to
On Sun, 24 Sep 2000 23:16:11 +0000, Steffen Buhr <tux...@t-online.de>
wrote:

> > Berlin--Stettiner Großschiffahrtskanal. Unter der Bezeichnung hat man

> Großschiffahrtsweg Berlin - Stettin!

Ersteres habe ich auch gelesen ...

KaiLudwig

unread,
Sep 25, 2000, 3:00:00 AM9/25/00
to
Holger Paulsen <pau...@mobile.in-berlin.de> schrieb:

>> Mittellandkanal: Auf der Strecke Magdeburg-Stendal nördlich von
>> Magdeburg.
>
>Wenn ich mich recht entsinne unterfährt die Strecke
>Wolfsburg -- Lehrte diesen Kanal mittels einem Tunnels.

Es ist der Elbe-Seitenkanal, der rund 5 km südlich dieses in der Tat
bemerkenswerten Tunnels dann in den Mittellandkanal mündet.

-kl

Carsten Hölscher

unread,
Sep 25, 2000, 3:00:00 AM9/25/00
to
>
> > Mittellandkanal: Auf der Strecke Magdeburg-Stendal nördlich von
> > Magdeburg.
>
> Wenn ich mich recht entsinne unterfährt die Strecke
> Wolfsburg -- Lehrte diesen Kanal mittels einem Tunnels.
>

den Mittellandkanal überquert sie auf einer Brücke, unterm
Elbe-Seitenkanal gibt es den ca. 1 km langen Tunnel.

Carsten


Carsten Hölscher

unread,
Sep 25, 2000, 3:00:00 AM9/25/00
to
>
> Gab's schon Tunneleinstürze bei benutzten / unbenutzten Eisenbahntunneln?
>

Der Rehbergtunnel bei Altenbeken ist um die Jahrhundertwende rum mal
eingestürzt.
Einige der Neubaustreckentunnel sind während der Bauphase (bevor die Betonschale
drin war) eingestürzt. In der darauffolgenden Diskussion wurden dann ja die
Tunnelrettungszüge erfunden.

Carsten


Steffen Buhr

unread,
Sep 26, 2000, 3:00:00 AM9/26/00
to
Thomas Neukirch wrote:
>
>In diesem Tunnel sollte ein Gleis von
>Falkenberg komment zum Gbf führen.

Jo, als ich ihn wieder sah dämmerte es allmählich, war schon zehn
Jahre her. Gibt es eigentlich irgendeine Veröffentlichung, in der der
geplante Endzustand dargestellt ist?

Gruß
Steffen

Steffen Buhr

unread,
Sep 26, 2000, 3:00:00 AM9/26/00
to
Mathias Hiller wrote:
>
>On Sun, 24 Sep 2000 23:16:11 +0000, Steffen Buhr <tux...@t-online.de>
>wrote:
>
>>>Berlin--Stettiner Großschiffahrtskanal. Unter der Bezeichnung hat man
>
>>Großschiffahrtsweg Berlin - Stettin!
>
>Ersteres habe ich auch gelesen ...

Hmm, Uhlemann [1] schreibt folgendes: »Die unter der Bezeichnung
Großschiffahrtsweg Berlin - Stettin ausgeführte ...«. Ebenda an
anderer Stelle »Quelle: Festschrift Großschiffahrtsweg«. Auch in
anderen Publikationen ist mir nichts anderes begegnet.

[1] Hans-Joachim Uhlemann, Berlin und die märkischen Wasserstraßen,
transpress 1987

Sven Herzfeld

unread,
Sep 26, 2000, 3:00:00 AM9/26/00
to
Daniel A. J. Sokolov <dan...@sokolov.eu.org> schrieb:

> Was ich mich frage: Schon Züge haben sehr lange Anhaltewege [=> Ontopic!
> :-> ]- aber erst SCHIFFE? Da muss es dann *sehr* niedrige Tempolimits geben.

Um beim Thema zu bleiben: die machen FFB ;-)

Sven

Jonathan Alt

unread,
Sep 26, 2000, 3:00:00 AM9/26/00
to
Moritz.G...@dlr.de (Moritz Gretzschel) meinte im Newsbeitrag
<8qfe20$v1u$1...@news.go.dlr.de>:

>
> Christian Herzog wrote:
>
> > stillgelegte Tunnel gibts ja in rauhen Mengen in Deutschland.
> > Immer wieder das gleiche Bild: völlig zugewachsen, Zaun oder
> > Mauer davor, Loch drin, so daß man doch reinkommt. Seltener
> sind die Dinger zugeschüttet.
>
> Gibt es eigentlich auch privatisierte ehem. Eisenbahntunnel,
> die also verkauft wurden, um meinetwegen als Champignonzucht,
> Bierkeller, Lagerraum oder was auch immer genutzt zu werden?

Im Freienseener Tunnel (Ehemalige Strecke Hungen - Laubach - Mücke) werden
AFAIK Pilze gezüchtet und am Dodenauer Tunnel (Ehemalige Strecke
Farnkenberg - Hatzfeld - Bad Berleburg) findet jedes Jahr das
"Reddighäuser Tunnelfest" statt. AFAIR wird da vor dem Südportal (?) des
Tunnels (Reddighäuser Seite) gefeiert. Was das Fest eigentlicg genau soll,
weiss ich nicht.


Gruß aus Hungen

Jonathan
>
> Moritz Gretzschel


## CrossPoint v3.12 R ##

Reinhard Schumacher

unread,
Sep 27, 2000, 12:56:56 AM9/27/00
to

Carsten Hölscher <Carsten....@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
39CF760F...@t-online.de...

> >
> Einige der Neubaustreckentunnel sind während der Bauphase (bevor die
Betonschale
> drin war) eingestürzt. In der darauffolgenden Diskussion wurden dann ja
die
> Tunnelrettungszüge erfunden.
>
Ach, sind das Züge, die den Tunnel retten sollen?
:-) (?)

Reinhard


Mathias Hiller

unread,
Sep 27, 2000, 3:00:00 AM9/27/00
to
On Tue, 26 Sep 2000 17:28:31 +0000, Steffen Buhr <tux...@t-online.de>
wrote:

>Hmm, Uhlemann [1] schreibt folgendes: »Die unter der Bezeichnung

Es war in irgendeiner Bauzeitung drin.

Torsten Schneider

unread,
Sep 27, 2000, 3:00:00 AM9/27/00
to
Bruno Hingott <10661...@compuserve.com> wrote:

>Selbstverständlich war der Schiffstunnel zur Zeit seiner Erbauung für die
>damals gängigen Lahn-Frachtschiffe geeignet, nur waren die halt viel kleiner
>als die heutigen Riesendinger auf den Rhein zB.

Die waren dann aber eher winzig, aus eigener Erfahrung weiß ich, daß da
kein Siebenerkanu (oder Kajak? Jedenfalls die offenen mit Stechpaddeln,
bringe ich immer durcheinander) auch nur annähernd quer reinpaßt.


Olaf Kuba

unread,
Sep 28, 2000, 3:00:00 AM9/28/00
to

Volker Blees schrieb:


>
> Stillegung im Pv war m.W. 1978, der Grund der gleiche wie bei den meisten
> Stillegungen. Die Güterbedienung erfolgte von Lohr her bis Lengfurt-Trennfeld,
> so dass die PV-Stillegung im Abschnitt Wertheim - Lengfurt die Gesamtstillegung
> bedeutete.
>

Soweit ich weiss, war die Stillegung schon 1974 und 1978 wurde erst die
Brücke entfernt. Durch die Stillegung ist Wertheim nun vom öffentlichen
Verkehr ziemlich abgeschnitten. Um mit Bus oder Zug nach Würzburg, der
nachsten grösseren Stadt, zu kommen braucht man nun 1 3/4 bis 2h bei
einer entfernung von ca 35 km.

Nochwas zum Schlossbergtunnel: Soweit ich weiss, wurde der nach der
Eisenbahnstillegung noch von Daimler-Benz als Versuchsstrecke für Busse
verwendet. Es ging dabei weniger um das Fahrverhalten der Busse, als um
die Möglichkeit der Abgasabsaugung. Dabei wurde der hochgelegte Auspuff
in einer Art aufgeschlitzten Rohr, welches unter der Decke hing,
geführt. Hintergrund war, dass man nach einer Möglichkeit suchte
U-Bahnzüge durch Busse zu ersetzten.

Mfg

Olaf

Sven Herzfeld

unread,
Sep 28, 2000, 3:00:00 AM9/28/00
to
Bruno Hingott <10661...@compuserve.com> schrieb:

> Sven Herzfeld schrieb in Nachricht <8qklcp$r3$1...@maschsee.han.de>...

>>Der Schifffahrtstunnel ist für Frachtschiffe sowieso ungeeignet.

> Selbstverständlich war der Schiffstunnel zur Zeit seiner Erbauung für die


> damals gängigen Lahn-Frachtschiffe geeignet, nur waren die halt viel kleiner
> als die heutigen Riesendinger auf den Rhein zB.

Jetzt fällt mir nicht mehr ein, wie man das noch auf Bahn
ummünzen kann, aber kurz: Vergleiche z. B. mit den Schleusen
der Aller. Sollte die Lahn so winzige Schiffe gehabt haben?

Sven

Sven Mueller

unread,
Sep 28, 2000, 3:00:00 AM9/28/00
to
Olaf Kuba <Olaf...@t-online.de> wrote:
> Soweit ich weiss, war die Stillegung schon 1974 und 1978 wurde erst die
> Bruecke entfernt. Durch die Stillegung ist Wertheim nun vom oeffentlichen
> Verkehr ziemlich abgeschnitten. Um mit Bus oder Zug nach Wuerzburg, der
> nachsten groesseren Stadt, zu kommen braucht man nun 1 3/4 bis 2h bei

> einer entfernung von ca 35 km.

Also antfernt wurde die Bruecke erst Mitte bis Ende der Achtziger Jahre. Da
kann ich mich noch gut dran erinnern. Bin whaerend dem Abbau jeden tag mit
dem Schulbus vorbei gefahren. Das mit der Verbindung Nach Wuerzburg stimmt.
Deswegen nimmt man fuer diese Fahrt halt das Auto. ist leider Tatsache. Zu
den genauen taktweiten kann ich nix sagen, die Busse fahren aber nicht oft.

> Nochwas zum Schlossbergtunnel: Soweit ich weiss, wurde der nach der

> Eisenbahnstillegung noch von Daimler-Benz als Versuchsstrecke fuer Busse


> verwendet. Es ging dabei weniger um das Fahrverhalten der Busse, als um

> die Moeglichkeit der Abgasabsaugung. Dabei wurde der hochgelegte Auspuff


> in einer Art aufgeschlitzten Rohr, welches unter der Decke hing,

> gefuehrt. Hintergrund war, dass man nach einer Moeglichkeit suchte
> U-Bahnzuege durch Busse zu ersetzten.

Die Teststrecke war in Kreuzertheim. In dem Tunnel gleich nach der Bruecke.
Ich weiss das noch, da es waehrend er Versuchsfahrten ab und an mal zu
kleinen Feuern kam und die Feuerwehr ausrueckt. An den Schlossbertunnel
kommt man auch nur von einer Seite ran. Die andere Seite ist kurz vor der
Bruecke, ca. 4-5m ueber der Strasse.

Juergen Utecht

unread,
Sep 29, 2000, 1:47:27 AM9/29/00
to
>Nochwas zum Schlossbergtunnel: Soweit ich weiss, wurde der nach der
>Eisenbahnstillegung noch von Daimler-Benz als Versuchsstrecke für Busse
>verwendet.
Hallo Olaf!

Erscheint mir von der Lage her ziemlich unwahrscheinlich!
An beiden Seiten verläuft quer zum Tunnelmund eine Straße....
Da ist kaum Platz, um mit dem Bus um die Kurve in den Tunnel zu
kommen....

Gruß Jürgen
--
Museums- und Denkmallokliste auf:
http://www.utecht.de/bahn

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