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Reisebericht Poznan

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Thomas Wendt

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Sep 14, 1998, 3:00:00 AM9/14/98
to
+------------------------
| Hallo,

hier ein kleiner Reisebericht von einem 1-Tages-Ausflug in die polnische
Stadt Poznan (Posen).

Samstag, 12.9.

5.45 Uhr: Mein Wecker klingelt, denn es geht früh los. Mein Vater und ich
machen einen Ausflug ganz im Sinne der Eisenbahn nach Poznan. Um 7.40 ist
es dann so weit, der EuroCity 41 von Bln Zoo über Ostbahnhof, Frankfurt
(Oder), Rzepin, Poznan, andere ;-) nach Warschau fährt aus Berlin
Ostbahnhof aus. Zu unserer Enttäuschung handelt es sich um stinknormale
deutsche Intercitywagen. Schon in der Vorbereitung gab es einige Probleme,
der Zuschlag kostete 13 DM, während ein normaler EC-Zuschlag ja gemäß
aller DB-Broschüren 7 DM kostet. Wäre da nur noch der Auslandszuschlag zu
erwähnen, aber das hat die Bahn wohl vergessen. Naja, nach einem Anruf im
Reisebüro war das dann geklärt.

Der Zug ist bespannt mit einer 180er Lok, die ursprünglich für den
Zweisystembetrieb zwischen der CSSR und der DDR gebaut wurde. Da die Polen
aber auch mit 3 kV Gleichspannung fahren, kann die Lok auch in dieses Land
eingesetzt werden. Ihre geringe Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h fällt
auf - der Zug scheint nur so zu schleichen. Außerdem flackert die
Beleuchtung im Zug sehr stark - seltsamerweise nur auf deutscher Seite.
Das hängt wohl damit zusammen, daß das deutsche System mit einer Frequenz
von 16 2/3 Hz betrieben wird und die Loks das nicht sehr gut rausfiltern.
Das Flackern lag jedenfalls etwa in diesem Frequenzbereich.

Der gastronomische Service wird von 'Wars' - sozusagen der polnischen
Mitropa - durchgeführt. Ganz gut, denn die Preise sind recht vernünftig,
und der Mann mit dem Speisewagen geht nicht - wie bei uns - nur einmal
durch den Zug.

Dann die Einfahrt in Frankfurt Oder. Aha - neue Lampen. 20 DM im Baumarkt
;-) Ansonsten scheint seit dem Fall der DDR nichts mehr gemacht worden zu
sein. Hier wechselt dann auch das Personal, nun haben wir polnische
Zugbegleiter. Es steigen auch schon die polnischen Paßkontrolleure ein und
verrichten dann während der Fahrt ihre Arbeit.

In Rzepin haben wir 10 Minuten Aufenthalt. Hier wird die deutsche 180
gegen eine polnische EP09 ausgetauscht. E steht dabei für elektrisch und P
für Personenlokomotive. Auch diese Lok scheint nicht schneller als 120
km/h zu fahren, jedenfalls kommt mir die Fahrt relativ langsam vor, was
aber durch die seltenen Halte wieder ausgeglichen wird.

Interessant: Die Oberleitungen sind so verlegt, daß die Stromabnehmer an
zwei Drähten schleifen. Das ist eventuell mit der niedrigen
Versorgungsspannung und den daraus resultierenden hohen Strömen zu
erklären, die wiederum zu einer erhöhten Erwärmung führen(???)

10:41 Uhr: pünktlich kommen wir in Poznan Gl an. Hier ist recht viel los:
auf den 5 Bahnsteigen fährt ständig etwas ein und aus. Also gleich
Fotoapparat raus und los! Die Baureihe E(x)07 scheint hier die häufigste
Elektrolok zu sein. Das (x) bedeutet, daß trotz gleicher Baureihe
unterschiedliche Buchstaben verwendet werden. Ihre einzelne Bedeutung
kenne ich jetzt nicht aus dem Kopf und müßte auch erst nachschlagen.
Weiterhin interessant: Viele Regionalzüge werden mit Doppelstockwagen
betrieben. Die Doppelstockwagen sind, soweit ich es sehen kann, allesamt
aus der DDR-Produktion der 80er Jahre. Auch noch uralte Dostos, deren
Herkunft ich nicht sofort erkannte, werden noch eingesetzt. Erst ein Blick
auf das Herstellerschild verrät mir, daß auch diese Wagen aus DDR-
Produktion stammen. Die meisten Reisezugwagen, die ich sehen kann,
erinnern an DDR-Zeiten oder Silberlinge. Rote Kunstledersitze waren wohl
irgendwann mal Mode, das muß aber vor unserer aller Zeit gewesen sein ;-).
Sie sind außerordentlich gut gepflegt und instandgehalten.

Das Klangbild der Lokmotoren der E(x)07 erinnert an die Berliner S-Bahn,
es sind also wohl einfache Gleichstrommotoren.

Nach einem Restaurantbesuch gehts nun in die Stadt. Leider kenne ich mich
nicht so gut mit den polnischen Straßenbahnen aus. Anders als in anderen
ehemalig sozialistisch regierten Städten, fahren hier keine Tatras.
Stattdessen fahren Straßenbahnen - wohl aus eigener Produktion - aus
vielen Epochen. Auch moderne Niederflurstraßenbahnen werden schon
eingesetzt.

Die Stadt ist schön, leider ist der Alte Markt, umringt mit herrlichen
historischen Bauten, in der Mitte teilweise mit häßlichsten Neubauten
verunziert.

Nach einem Cafebesuch und einem kleinen Stadtrundgang gehts dann wieder
zurück zum Bahnhof. Hier fährt gerade der EC 45 nach Warschau ein -
bespannt mit polnischen Wagen. Das neue Farbkonzept finde ich einfach
gräßlich - unten rot, dann weiß, in Fensterhöhe türkis, und der rote
Streifen wird in Türhöhe allmählich höher. Alle so gestrichenen Wagen sind
Neubauwagen, die offenbar nur für den hochwertigen InterCity- und
EuroCityverkehr eingesetzt werden. Einen Großraumwagen habe ich nicht
gesehen, einige der Wagen sind klimatisiert. Interessant: Hersteller ist
ABB in Deutschland. Übrigens: Auch einige ungarische Wagen, die nach
Deutschland fahren, sind aus deutscher Produktion.

Auf dem Bahnhof haben sich jetzt viele Polizisten angesammelt. Sie haben
sozusagen 'Demonstrationsuniform', also absolut geschützt durch Helme,
Knieschutz und Schlagstöcke in der Hand. Sie sollen wohl aufpassen auf
einige Fußballfans - naja. Ist ja auch hier so: auf drei Demonstranten
kommen 10 Polizisten. Aber das ist die falsche Newsgroup ;-)

19.00 Uhr: Dampf! Eine Dampflok vor dem Regionalzug 4448 nach Wolsztyn.
Dieser Zug wird offenbar noch planmäßig mit Dampf betrieben. Es handelt
sich um einen Doppelstockzug, der - grob geschätzt - aus dem 60er Jahren
stammt (DDR-Produktion). Dieser Zug fährt um 19.45 ab und kommt 21.40 in
Wolsztyn an. Leider ist es schon recht dunkel und ich hoffe, daß meine
Fotos etwas geworden sind...

19.22 Uhr: nun geht es wieder zurück gen Heimat. Der Eurocity ist wieder
mit einer EP09 bespannt, die Wagen leider wieder deutsch. In Rzepin wieder
der übliche Lokwechsel (180), in Polen noch flackerfreies Licht, in
Deutschland dann wieder Flackern (16 2/3 Hz). Die S-Bahn in Ostbhf kommt
promt und damit endet meine Geschichte.

Die Bilder kommen demnächst (spätestens Freitag) auf meine Homepage.

Thomas
--
|
tho...@tmb.in-berlin.de |
http://verkehr.freepage.de/thomaswendt ---------------------------+

Kai-Uwe Thiessenhusen

unread,
Sep 14, 1998, 3:00:00 AM9/14/98
to
Thomas Wendt wrote:

> Der Zug ist bespannt mit einer 180er Lok, [..]


> Ihre geringe Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h fällt
> auf - der Zug scheint nur so zu schleichen.

Auf der Strecke Berlin - Frankfurt(Oder) waerst Du derzeit
auch mit einer anderen Lok nicht schneller.

> Die Doppelstockwagen sind, soweit ich es sehen kann, allesamt
> aus der DDR-Produktion der 80er Jahre. Auch noch uralte Dostos, deren
> Herkunft ich nicht sofort erkannte, werden noch eingesetzt. Erst ein Blick
> auf das Herstellerschild verrät mir, daß auch diese Wagen aus DDR-
> Produktion stammen.

Diese Gliederzuege sind in Polen eigentlich weit haeufiger als
die neueren...

> Rote Kunstledersitze waren wohl
> irgendwann mal Mode, das muß aber vor unserer aller Zeit gewesen sein ;-).

Dann musst Du gerade auf die Welt gekommen sein ;-).
Bis zur Wende sehr verbreitet, dann mit abnehmender Tendenz, aber
immer noch in relativ vielen Bom und den wenigen nicht umgehauten
Bmh und DBmqz...


> Anders als in anderen
> ehemalig sozialistisch regierten Städten, fahren hier keine Tatras.
> Stattdessen fahren Straßenbahnen - wohl aus eigener Produktion - aus
> vielen Epochen.

Die polnischen Strassenbahnen sind den Tatras gar nicht mal
so unaehnlich. Die meisten aelteren, die in Poznan fahren, sind
dagegen gebrauchte aus dem Westen.

> Übrigens: Auch einige ungarische Wagen, die nach
> Deutschland fahren, sind aus deutscher Produktion.

IC-Wagen mit "Flugzeug"sitzen, (MAV-Eigenwerbung).
Da haben die sich etwas Schoenes andrehen lassen ;-(.

> 19.00 Uhr: Dampf! Eine Dampflok vor dem Regionalzug 4448 nach Wolsztyn.
> Dieser Zug wird offenbar noch planmäßig mit Dampf betrieben.

Allerdings nicht mehr wegen Mangel an anderen Lokomotiven.

-kut

Thorsten Meinecke

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Sep 14, 1998, 3:00:00 AM9/14/98
to
'thw>' := Thomas Wendt <tho...@tmb.in-berlin.de>

thw> 5.45 Uhr: [...] Eisenbahn nach Poznan. Um 7.40 ist
thw> es dann so weit, der EuroCity 41 von Bln Zoo über Ostbahnhof,

thw> der Zuschlag kostete 13 DM,

Bahnbrechend ungünstig. Zumal ich nach oberflächlicher Recherche
keine alternative Direktverbindung finden kann. Wer weder zu
nachschlafender Zeit im D 247 oder 345 sitzen noch Fahrzeiten von
5--6 Stunden in Kauf nehmen möchte, kommt um den des Auslands-
zuschlag nicht herum. Meine Erinnerung zufolge wird der sogar
kassiert, wenn man Ffo Pbf einsteigt und sich dort eine Fahrkarte
beschafft. Wohl dem, der Zloty hat.

Was bedeutet in der Praxis die Reservierungspflicht für D und EC?

Gibt es vergleichbare Regelungen wie zwischen Decin und Bad Schan-
dau, wo man für eine Handvoll Groschen bzw. Kronen mitfahren kann,
wenn im jeweiligen Ort eine Fahrkarte zum anderen beschafft?
Anschließend kann in der Landeswährung nachgelöst werden.


thw> In Rzepin [...] wird die deutsche 180
thw> gegen eine polnische EP09 ausgetauscht. E steht dabei für elektrisch und P
thw> für Personenlokomotive.

Für schnelle Personen.
AFAIR "pospieszny", beschleunigt.


thw> 10:41 Uhr: pünktlich kommen wir in Poznan Gl an. Hier ist recht viel los:

Im Gegenteil: Es gibt kein Bier am Bahnhof.


thw> Polizisten [...] 'Demonstrationsuniform' [...] Fußballfans

Letztes Jahr in Wroclaw beobachtet: Letzter Wagen des Zuges
wird von Reisenden beräumt (man bittet, weiter vorne Platz zu
nehmen). Polizeikordon auf dem Perron sorgt für die Verladung
der FBFs in demselben. Ein Detachement sorgt während der Fahrt
dafür, daß diese dort bleiben. Dafür reichte ein Posten am
Wagenübergang, der anderen Organe benutzten ihre mitgebrachten
Brustschilde zum Kartenspielen.

Gruß,
--Thorsten
ObEdmonson: Prägestempel 6IX98, Zahradky u C.Lipy--{Bezdez|Decin hl.n.|
Jablonne v Podj.|Jedlova|Trnovany u Litom.} Kc 14,00 (handschriftlich
auf 23,00 geändert)

Holger Paulsen

unread,
Sep 14, 1998, 3:00:00 AM9/14/98
to
tho...@tmb.in-berlin.de (Thomas Wendt) writes:

> Interessant: Die Oberleitungen sind so verlegt, daß die Stromabnehmer an
> zwei Drähten schleifen. Das ist eventuell mit der niedrigen
> Versorgungsspannung und den daraus resultierenden hohen Strömen zu
> erklären, die wiederum zu einer erhöhten Erwärmung führen(???)

Jein. Die Erwaermung ist das Problem nicht. Aber diese Erwaermung
kostet Energie, und um diesen Verlust kleinzuhalten, ist ein geringer
Widerstand der Leitung noetig, und dieser geringere Widerstand laesst
sich am einfachsten durch einen groesseren Leitungsquerschnitt
erreichen.

Auf franzoesischen Gleichstromstrecken fand ich folgende Konstruktion
vor: Am Tragseil der Oberleitung ist ein Draht, an dem in einem
Abstand von wenigen Zentimetern nebeneinander zwei Fahrdraehte
haengen. Auf der Strecke und auf den Durchfahrgleisen in den
Bahnhoefen ist dann noch ein etwa daumendickes Kabel an das Tragseil
festgezottelt..


Holger

Lars Haenisch

unread,
Sep 14, 1998, 3:00:00 AM9/14/98
to
Am 14 Sep 1998 14:14:00 +0200 schrieb tho...@tmb.in-berlin.de (Thomas
Wendt):

>Schon in der Vorbereitung gab es einige Probleme,
>der Zuschlag kostete 13 DM, während ein normaler EC-Zuschlag ja gemäß
>aller DB-Broschüren 7 DM kostet. Wäre da nur noch der Auslandszuschlag zu
>erwähnen, aber das hat die Bahn wohl vergessen.

Finde ich auch unmoeglich, fuer jedes Land erneut den Zuschlag zu
zahlen. Das gilt auch fuer HH -- Kopenhagen. Wie ist es mit den
ECs Dortmund -- Milano? Darf man da dreimal den Zuschlag blechen?

>Leider kenne ich mich
>nicht so gut mit den polnischen Straßenbahnen aus. Anders als in anderen
>ehemalig sozialistisch regierten Städten, fahren hier keine Tatras.
>Stattdessen fahren Straßenbahnen - wohl aus eigener Produktion - aus
>vielen Epochen. Auch moderne Niederflurstraßenbahnen werden schon
>eingesetzt.

Neben Strassenbahnen aus polnischer Produktion gibt es in Poznan auch
etliche, die mal in Amsterdam fuhren. Zu erkennen an der
niederlaendischen Beschriftung im Inneren ... Die neuen
Niederflurtrams stammen aus Tschechien.

Lars

--
Lars Haenisch * la...@fh-wedel.de * www.fh-wedel.de/~lars
KBS 101.1 und 10033 * Bf. AWL (AROE leider ohne PV)

Kai-Uwe Thiessenhusen

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
Thorsten Meinecke wrote:

> thw> es dann so weit, der EuroCity 41 von Bln Zoo über Ostbahnhof,
>
> thw> der Zuschlag kostete 13 DM,
>
> Bahnbrechend ungünstig. Zumal ich nach oberflächlicher Recherche
> keine alternative Direktverbindung finden kann. Wer weder zu
> nachschlafender Zeit im D 247 oder 345 sitzen noch Fahrzeiten von
> 5--6 Stunden in Kauf nehmen möchte, kommt um den des Auslands-
> zuschlag nicht herum.

Es ist noch schlimmer: weder D247 noch 345 dürften Dir etwas
nützen, da mittlerweile ohne Sitzwagen.

> Was bedeutet in der Praxis die Reservierungspflicht für D und EC?

Wenn Du aus Deutschland kommst, sollte es kein Problem sein.
In Polen: wenn Du keine Reservierung hast, trotzdem
Reservierungszuschlag (neben IC/EC; für D wäre mir der neu).



> Gibt es vergleichbare Regelungen wie zwischen Decin und Bad Schan-
> dau, wo man für eine Handvoll Groschen bzw. Kronen mitfahren kann,
> wenn im jeweiligen Ort eine Fahrkarte zum anderen beschafft?
> Anschließend kann in der Landeswährung nachgelöst werden.

Ja, das geht. Nachlösezuschlag zwei oder drei Zloty nochwas,
i.d.R: pro Buchungsvorgang, nicht pro Person. Ansonsten
auch "Nach"lösen in Rzepin beim Fahrkartenschalter während
des Umspannens möglich, wovon reger Gebrauch gemacht wird.

> Im Gegenteil: Es gibt kein Bier am Bahnhof.

"Am" schon, wenn auch nicht unbedingt "im". Am Nordwest-
ausgang ist ein Restaurant.

-kut

> ObEdmonson: Prägestempel 6IX98, Zahradky u C.Lipy--{Bezdez|Decin hl.n.|
> Jablonne v Podj.|Jedlova|Trnovany u Litom.} Kc 14,00 (handschriftlich
> auf 23,00 geändert)

Auch Edmonson:
26616, CIV Wazny 2 Dni - Gültig 2 Tage
Zwardon B- Skalite, 2 Kl. ECU 0.34
(Rückseite Stempel vom 14.8.1998)

Ulf Kutzner

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
Thomas Wendt wrote:

> Der gastronomische Service wird von 'Wars' - sozusagen der polnischen
> Mitropa - durchgeführt. Ganz gut, denn die Preise sind recht vernünftig,
> und der Mann mit dem Speisewagen geht nicht - wie bei uns - nur einmal
> durch den Zug.

Minibar?

> In Rzepin haben wir 10 Minuten Aufenthalt. Hier wird die deutsche 180
> gegen eine polnische EP09 ausgetauscht. E steht dabei für elektrisch und P
> für Personenlokomotive. Auch diese Lok scheint nicht schneller als 120
> km/h zu fahren, jedenfalls kommt mir die Fahrt relativ langsam vor, was
> aber durch die seltenen Halte wieder ausgeglichen wird.


Die Lok verträgt und fährt 160, eventuell aber nur östlich Poznan/Posen,
auf jeden Fall aber zwischen Warschau und Krakau/Kattowitz


> Weiterhin interessant: Viele Regionalzüge werden mit Doppelstockwagen
> betrieben.

Und zwar auch der nach Ffo.

Gruß, ULF
--
_______________________________________________________________________________
Ulf Kutzner
Backhaushohl 46
D-55128 Mainz
_______________________________________________________________________________

Ulf Kutzner

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
Kai-Uwe Thiessenhusen wrote:
thw> es dann so weit, der EuroCity 41 von Bln Zoo über Ostbahnhof,
> >
> > thw> der Zuschlag kostete 13 DM,
> >
> > Bahnbrechend ungünstig. Zumal ich nach oberflächlicher Recherche
> > keine alternative Direktverbindung finden kann. Wer weder zu
> > nachschlafender Zeit im D 247 oder 345 sitzen noch Fahrzeiten von
> > 5--6 Stunden in Kauf nehmen möchte, kommt um den des Auslands-
> > zuschlag nicht herum.

Berlin Ost 5:59, Frankfurt 6:54/7:15, Poznan 10:04, Reisezeit 4:05

Kai-Uwe Thiessenhusen

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
Ulf Kutzner wrote:
>
> Kai-Uwe Thiessenhusen wrote:

keineswegs ;-).

> > > Bahnbrechend ungünstig. Zumal ich nach oberflächlicher Recherche
> > > keine alternative Direktverbindung finden kann. Wer weder zu
> > > nachschlafender Zeit im D 247 oder 345 sitzen noch Fahrzeiten von
> > > 5--6 Stunden in Kauf nehmen möchte, kommt um den des Auslands-
> > > zuschlag nicht herum.
>
> Berlin Ost 5:59, Frankfurt 6:54/7:15, Poznan 10:04, Reisezeit 4:05

Richtig, das spart den EC-Zuschlag ein. Den polnischen
Auslandstarif natuerlich nicht, es sei denn, durch Nachloesen.
Und wegen der billigen Bummelzugtarife sollte man den
Auslandstarif in dieser Verbindung unbedingt vermeiden.

Wobei Thorsten aber ansonsten durchaus Recht hat: der andere
Personenzug nach Poznan wie auch die beiden in Gegenrichtung
fuehren dank miserabler Anschluesse in Frankfurt zu
Reisezeiten zwischen Berlin und Poznan von ueber 5 Stunden.

-kut

Christian Gruber

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
Kai-Uwe Thiessenhusen wrote:

> > Anders als in anderen
> > ehemalig sozialistisch regierten Städten, fahren hier keine Tatras.
> > Stattdessen fahren Straßenbahnen - wohl aus eigener Produktion - aus
> > vielen Epochen.
>

> Die polnischen Strassenbahnen sind den Tatras gar nicht mal
> so unaehnlich. Die meisten aelteren, die in Poznan fahren, sind
> dagegen gebrauchte aus dem Westen.

Die Polen haben ja ganz am Anfang mal ein oder zwei Tatras (T2, wenn ich
mich richtig erinnere) aus Tschechien kommen lassen und in Warschau
eingesetzt. Fuer Warschau wurde dann in Polen selbst eine grosse Anzahl
von vierachsigen Triebwagen gebaut, die aeusserlich dem T2 stark
aehneln. Sie haben allerdings kein 99stufiges Schaltwerk mit
pedalbedienter Beschleunigungsautomatik, sondern einen kurbelbedienten
Nockenfahrschalter.

Aus diesem Vierachser wurde dann ein sechsachsiger Gelenkwagen
entwickelt, der bei allen anderen polnischen Strassenbahnen weit
verbreitet ist. In den 80er Jahren kam dann ein Vierachser mit
Pedalsteuerung, der z.T. in Dreifachtraktion eingesetzt werden (davon 2
Tw mit angelegtem Stromabnehmer, der dritte ueber Starkstromkabel).
Ueber dessen Technik weiss ich leider nichts, da meine Literatur ueber
polnische Strassenbahnen aus den 70er Jahren stammt.

chg

P.S. fup debs da Strassenbahn

Thomas Wendt

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
+------------------------
|Betrifft : "Re: Reisebericht Poznan" (vom 14.09.98)
|Verfasser: kae...@aglaia.aball.de (Thorsten Meinecke)


thw>> In Rzepin [...] wird die deutsche 180

thw>> gegen eine polnische EP09 ausgetauscht. E steht dabei für elektrisch und
thw>> P für Personenlokomotive.


> Für schnelle Personen.
> AFAIR "pospieszny", beschleunigt.

Man sollte eben nie etwas schreiben, wenn man es nicht so genau weiß ;-)

Kennst Du auf die Schnelle auch die anderen Bezeichnungen?

Thomas Wendt

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
+------------------------
|Betrifft : "Re: Reisebericht Poznan" (vom 14.09.98)
|Verfasser: k...@agnld.uni-potsdam.de (Kai-Uwe Thiessenhusen)

> > Rote Kunstledersitze waren wohl
> > irgendwann mal Mode, das muß aber vor unserer aller Zeit gewesen sein ;-).

> Dann musst Du gerade auf die Welt gekommen sein ;-).
> Bis zur Wende sehr verbreitet, dann mit abnehmender Tendenz, aber
> immer noch in relativ vielen Bom und den wenigen nicht umgehauten
> Bmh und DBmqz...

Ich meinte ja nicht, daß ich so etwas noch nie gesehen habe. Ich verstehe
allerdings nicht, wie man Wagen je so geschmacklos einrichten konnte. So
gräßliche Sitze wie die roten Kunstledersitze gab es vorher nie und wird
es auch nie wieder geben (hoffentlich)

;-)

> Die polnischen Strassenbahnen sind den Tatras gar nicht mal
> so unaehnlich. Die meisten aelteren, die in Poznan fahren, sind
> dagegen gebrauchte aus dem Westen.

Das wußte ich nicht. Aber gewundert hatte mich das (für den Osten
untypische) Aussehen der älteren Straßenbahnen schon.

Kai-Uwe Thiessenhusen

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
Thomas Wendt wrote:
>
> So
> gräßliche Sitze wie die roten Kunstledersitze gab es vorher nie und wird
> es auch nie wieder geben (hoffentlich)
>
> ;-)

Geschmacksache ;-). Besonders aesthetisch finde ich diese Dinger
nun auch nicht, aber man kann wenigstens drin schmerzlos laengere
Strecken sitzen. Und das halte ich fuer wichtiger, als dass
sie gut aussehen. Fuer mich ist der Gipfel der Graesslichkeit das,
was in vielen Ex-DR Umbauwagen die roten Kunstledersitze abgeloest
hat, vor allem in den Doppelstockwagen, die in den Halberstaedtern
sind nicht viel besser (abgesehen davon sehen sie auch nicht so viel
besser aus ;-) )

> > Die polnischen Strassenbahnen sind den Tatras gar nicht mal
> > so unaehnlich. Die meisten aelteren, die in Poznan fahren, sind
> > dagegen gebrauchte aus dem Westen.
>
> Das wußte ich nicht. Aber gewundert hatte mich das (für den Osten
> untypische) Aussehen der älteren Straßenbahnen schon.

Das findest Du nicht nur in Poznan, sondern mittlerweile in
vielen Staedten diverse Ex-Ostblocklaender.

Und zu den Lokbezeichnungen:

T- Towarny (Gueter...)
U-Uniwersalny (keine Ahnung, was das heisst ;-) )
und dann gibts noch Rangierloks, Abluerzung hab' ich vergessen.

-kut, auf dem Weg nach Polen

Martin Kopetschke

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
Kai-Uwe Thiessenhusen schrieb:
>
> Thorsten Meinecke wrote:
>

>
> > ObEdmonson: Prägestempel 6IX98, Zahradky u C.Lipy--{Bezdez|Decin hl.n.|
> > Jablonne v Podj.|Jedlova|Trnovany u Litom.} Kc 14,00 (handschriftlich
> > auf 23,00 geändert)
>
> Auch Edmonson:
> 26616, CIV Wazny 2 Dni - Gültig 2 Tage
> Zwardon B- Skalite, 2 Kl. ECU 0.34
> (Rückseite Stempel vom 14.8.1998)

Noch besser Edmonson:

Perkovic
SPLIT
Vrijedi 1 dan
2.r.Putnicki vlak
HRD(kroat DINAR!!!!) 658
68037
(Rückseite sehr schöner ovaler Stempel PERKOVIC 24.8.98 HZ)

(Kai hat aber noch viel bessere...)

Martin

Martin Kopetschke

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
Lars Haenisch schrieb:

.
>
> Finde ich auch unmoeglich, fuer jedes Land erneut den Zuschlag zu
> zahlen. Das gilt auch fuer HH -- Kopenhagen. Wie ist es mit den
> ECs Dortmund -- Milano? Darf man da dreimal den Zuschlag blechen?
>

In Österreich gibts den EC-Zuschlag nur in der 1.Klasse , in Italien
meines Wissens mit internat.Karten zuschlagfrei.

M.Lars Haenisch schrieb:


>
> Am 14 Sep 1998 14:14:00 +0200 schrieb tho...@tmb.in-berlin.de (Thomas
> Wendt):
>

> >Schon in der Vorbereitung gab es einige Probleme,
> >der Zuschlag kostete 13 DM, während ein normaler EC-Zuschlag ja gemäß
> >aller DB-Broschüren 7 DM kostet. Wäre da nur noch der Auslandszuschlag zu
> >erwähnen, aber das hat die Bahn wohl vergessen.
>

> Finde ich auch unmoeglich, fuer jedes Land erneut den Zuschlag zu
> zahlen. Das gilt auch fuer HH -- Kopenhagen. Wie ist es mit den
> ECs Dortmund -- Milano? Darf man da dreimal den Zuschlag blechen?
>

> >Leider kenne ich mich
> >nicht so gut mit den polnischen Straßenbahnen aus. Anders als in anderen
> >ehemalig sozialistisch regierten Städten, fahren hier keine Tatras.
> >Stattdessen fahren Straßenbahnen - wohl aus eigener Produktion - aus
> >vielen Epochen. Auch moderne Niederflurstraßenbahnen werden schon
> >eingesetzt.
>

Martin Kopetschke

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
Ulf Kutzner schrieb:
>

>
> > Weiterhin interessant: Viele Regionalzüge werden mit Doppelstockwagen
> > betrieben.
>

> Und zwar auch der nach Ffo.
>

Der ist sogar "bucklig".Hat nämlich vorne noch einen
Eindeck-1.Klasse-Abteilwagen dran.

Zu den Regionalzügen mit Doppelstockwagen:
Gerade auf elektrifizierten Strecken kommt das nicht so oft vor.
Da fahren meistens EN 57.

Martin

Thorsten Meinecke

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
'thw>' := Thomas Wendt <tho...@tmb.in-berlin.de>

thw> >> In Rzepin [...] wird die deutsche 180
thw> >> gegen eine polnische EP09 ausgetauscht. E steht dabei für elektrisch
thw> >> und P für Personenlokomotive.


> > Für schnelle Personen.
> > AFAIR "pospieszny", beschleunigt.

thw> Kennst Du auf die Schnelle auch die anderen Bezeichnungen?

Hast ja recht.
http://x3.dejanews.com/getdoc.xp?AN=344342410

| From: rush...@zsdjh.rus.uni-stuttgart.de (Joerg Hertzer)
| Newsgroups: de.etc.bahn.eisenbahn
| Subject: Re: PKP-Bezeichnungssystem (was: Polen: Elektro-Triebzuege)
| Date: 15 Apr 1998 16:08:17 GMT
| Message-ID: <6h2m1h$ios$1...@news.BelWue.DE>

| P - "pasazerski" (passenger - diesel/electric) or "pospieszny" (fast - steam
| locos)

Gruß,
--Thorsten
Die Fahrscheine dürfen nur vom Eisenbahnpersonal abgetrennt werden.

Ulf Kutzner

unread,
Sep 16, 1998, 3:00:00 AM9/16/98
to
Martin Kopetschke wrote:
>
> Lars Haenisch schrieb:
> .
> >
> > Finde ich auch unmoeglich, fuer jedes Land erneut den Zuschlag zu
> > zahlen. Das gilt auch fuer HH -- Kopenhagen. Wie ist es mit den
> > ECs Dortmund -- Milano? Darf man da dreimal den Zuschlag blechen?
> >
>
> In Österreich gibts den EC-Zuschlag nur in der 1.Klasse , in Italien
> meines Wissens mit internat.Karten zuschlagfrei.

Im *E*C?

Fragend, ULF

L. Neubauer

unread,
Sep 16, 1998, 3:00:00 AM9/16/98
to
Ulf Kutzner wrote:
>
> Martin Kopetschke wrote:
> >
> > Lars Haenisch schrieb:
> > .
> > >
> > > Finde ich auch unmoeglich, fuer jedes Land erneut den Zuschlag zu
> > > zahlen. Das gilt auch fuer HH -- Kopenhagen. Wie ist es mit den
> > > ECs Dortmund -- Milano? Darf man da dreimal den Zuschlag blechen?
> > >
> >
> > In Österreich gibts den EC-Zuschlag nur in der 1.Klasse , in Italien
> > meines Wissens mit internat.Karten zuschlagfrei.

Nein, man muss auch in Italien Zuschlag zahlen. Der geht aber
durchgehend: Ich habe fuer Mailand - Muenchen sowas wei 25000 Lire
in Erinnerung; also nicht ganz billig. Die DB hat sich da noch mehr
herumgedrueckt: da wurde einfach ein Fahrschein ausgestellt, so dass
der Zuschlag nicht herausgerechnet werden konnte ...

Lucas.

Mathias Hiller

unread,
Sep 16, 1998, 3:00:00 AM9/16/98
to
On 14 Sep 1998 14:14:00 +0200, tho...@tmb.in-berlin.de (Thomas Wendt)
wrote:

>hier ein kleiner Reisebericht von einem 1-Tages-Ausflug in die polnische
>Stadt Poznan (Posen).

Wie sind eigentlich Streckenzustand und Höchstgeschwindigkeiten? Auf
einer Tour im Mai von Ffo nach Wollstein sind wir mit dem Dampfzug auf
besagter Strecke bis Bentschen gefahren. Ergo konnte nie die
Streckenhöchstgeschwindigkeit ausgefahren werden.

Der Baufortschritt schien mir damals aber recht weit. Wer kann
eigentlich Angaben über den gesamten Ausbau von Ffo--Warschau machen?

Gruß
Mathias m...@berlin.snafu.de http://www.snafu.de/~mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++

Tobias Nicht

unread,
Sep 16, 1998, 3:00:00 AM9/16/98
to
On Tue, 15 Sep 1998 18:46:16 +0200, Kai-Uwe Thiessenhusen
<k...@agnld.uni-potsdam.de> wrote:

>> Das wußte ich nicht. Aber gewundert hatte mich das (für den Osten
>> untypische) Aussehen der älteren Straßenbahnen schon.
>
>Das findest Du nicht nur in Poznan, sondern mittlerweile in
>vielen Staedten diverse Ex-Ostblocklaender.

Die Kisten sind aus Amsterdam, Duesseldorf und Frankfurt.

Gruss Tobias


--
Tobias Nicht Tobias...@gmx.net
Karlstrasse 32 Tel: ++49 69 817623
63065 Offenbach Quix: ++49 165 6 2710563
http://home.t-online.de/home/tobias.nicht/start.htm

Ulf Kutzner

unread,
Sep 17, 1998, 3:00:00 AM9/17/98
to
L. Neubauer wrote:
>
> Ulf Kutzner wrote:
> >
> > Martin Kopetschke wrote:
> > >
> > > Lars Haenisch schrieb:
> > > .
> > > >
> > > > Finde ich auch unmoeglich, fuer jedes Land erneut den Zuschlag zu
> > > > zahlen. Das gilt auch fuer HH -- Kopenhagen. Wie ist es mit den
> > > > ECs Dortmund -- Milano? Darf man da dreimal den Zuschlag blechen?
> > > >
> > >
> > > In Österreich gibts den EC-Zuschlag nur in der 1.Klasse , in Italien
> > > meines Wissens mit internat.Karten zuschlagfrei.

Dies schrieb Ulf Kutzner nicht.

>
> Nein, man muss auch in Italien Zuschlag zahlen. Der geht aber
> durchgehend: Ich habe fuer Mailand - Muenchen sowas wei 25000 Lire
> in Erinnerung; also nicht ganz billig. Die DB hat sich da noch mehr
> herumgedrueckt: da wurde einfach ein Fahrschein ausgestellt, so dass
> der Zuschlag nicht herausgerechnet werden konnte ...

Hast Du reserviert?

Sonst empfiehlt sich ggf. der Kauf eines Binnenzuschlags und eines
gesonderten Auslandszuschlags ab Grenze.

Wenn Du ICE-Vor- oder Nachlauf hast, sollte der Zuschlaganteil bis
Grenze herausgerechnet werden.

Gruß, ULF

Patrick Bonacker

unread,
Sep 17, 1998, 3:00:00 AM9/17/98
to
m...@berlin.snafu.de (Mathias Hiller) wrote:

[...]


>einer Tour im Mai von Ffo nach Wollstein

Das kann ich ja noch identifizieren...

>sind wir mit dem Dampfzug auf

>besagter Strecke bis Bentschen...
...aber _das_ nicht.
Zbaszyn vielleicht?

Patrick


Sven Manias

unread,
Sep 17, 1998, 3:00:00 AM9/17/98
to
Thomas Wendt <tho...@tmb.in-berlin.de> wrote:

> thw>> In Rzepin [...] wird die deutsche 180

> thw>> gegen eine polnische EP09 ausgetauscht. E steht dabei für elektrisch und
> thw>> P für Personenlokomotive.


>> Für schnelle Personen.
>> AFAIR "pospieszny", beschleunigt.

> Kennst Du auf die Schnelle auch die anderen Bezeichnungen?

Auf den PKP-Seiten von Jarek Stawarz
(http://panda.bg.univ.gda.pl/~jareks/pekape/)
gibt es (auf Englisch) auch eine Erlaeuterung der polnischen
Baureihenbezeichnungen, URL:
http://panda.bg.univ.gda.pl/~jareks/pekape/guide.htm

Sven
--
Sven Manias * Rintheimer Str. 32 * 76131 Karlsruhe * Germany
Telephone: +49-721-699556 * E-mail: sven....@stud.uni-karlsruhe.de
WWW home page: http://www.uni-karlsruhe.de/~Sven.Manias/

Thomas Wendt

unread,
Sep 17, 1998, 3:00:00 AM9/17/98
to
+------------------------
|Betrifft : "Re: Reisebericht Poznan" (vom 15.09.98)
|Verfasser: kopet...@t-online.de (Martin Kopetschke)


> Zu den Regionalzügen mit Doppelstockwagen:
> Gerade auf elektrifizierten Strecken kommt das nicht so oft vor.
> Da fahren meistens EN 57.

Aus welchen Jahren stammen die eigentlich?

Thomas
--
|
Neue Homepageadresse!!! tho...@tmb.in-berlin.de |
http://members.xoom.com/bahnbilder ---------------------------+

Mathias Hiller

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to
On Thu, 17 Sep 1998 19:42:59 GMT, bona...@primus-online.de (Patrick
Bonacker) wrote:

>>einer Tour im Mai von Ffo nach Wollstein
>Das kann ich ja noch identifizieren...

Wieso identifizieren? Nicht nur in Bahnerkreisen ist das ein fester
Begriff. Und: Schon mal vom Robert-Koch-Museum in Wollstein gehört?
Koch hat dort mehrere Jahr als Landarzt gearbeitet.

>>sind wir mit dem Dampfzug auf
>>besagter Strecke bis Bentschen...
>...aber _das_ nicht.
>Zbaszyn vielleicht?

Der Name Bentschen ist hinlänglich bekannt. Auch durch die ehemalige
Grenzstation Neu Bentschen, welche nach 1919 zu einem großen
Kontrollbahnhof ausgebaut wurde.

Martin Kopetschke

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to
Mathias Hiller schrieb:

>
> On Thu, 17 Sep 1998 19:42:59 GMT, bona...@primus-online.de (Patrick
> Bonacker) wrote:
>
> >>einer Tour im Mai von Ffo nach Wollstein
> >Das kann ich ja noch identifizieren...
>
> Wieso identifizieren? Nicht nur in Bahnerkreisen ist das ein fester
> Begriff.

Schau´mal in dejanews nach, vor ein paar Monaten gab es eine (zum Schluß
äußerst unschöne) Auseinandersetzung zwischen mir und Matthias über
dieses Thema.Aber bitte,bitte nicht wieder aufrollen!!!!

Martin

Tomasz Piotrowski

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to
Kai-Uwe Thiessenhusen <k...@agnld.uni-potsdam.de> wrote in message
35FE99...@agnld.uni-potsdam.de...

:Thomas Wendt wrote:
:Und zu den Lokbezeichnungen:
:
:T- Towarny (Gueter...)

Eher "towarowy" ...

:U-Uniwersalny (keine Ahnung, was das heisst ;-) )

Mehrzweck...

--
Gruesse
Tomek
http://www.kki.net.pl/tpiotrow

Mathias Hiller

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to
On 18 Sep 1998 14:18:03 GMT, kopet...@t-online.de (Martin
Kopetschke) wrote:

>Schau´mal in dejanews nach, vor ein paar Monaten gab es eine (zum Schluß
>äußerst unschöne) Auseinandersetzung zwischen mir und Matthias über
>dieses Thema.Aber bitte,bitte nicht wieder aufrollen!!!!

Ich denke auch, daß es müßig wäre den ganzen Thread wieder
aufzurollen.

Nur soviel: Als ich gerade nach Hause kam, hörte ich meinen
Anrufbeantworter ab: "Hallo! Hier ist Thomas aus Stettin ..."

Ich ihn angerufen, weil ich etwas über den Verbleib eines speziellen
Berliner S-Bahnwagens in Danzig wissen wollte. Für uns ist die
Verständigung völlig ungezwungen. Ob mit deutschen oder polnischen
Namen.

Thorsten Meinecke

unread,
Sep 19, 1998, 3:00:00 AM9/19/98
to
'mat>' := Mathias Hiller <m...@berlin.snafu.de>

mat> Nur soviel: Als ich gerade nach Hause kam, hörte ich meinen
mat> Anrufbeantworter ab: "Hallo! Hier ist Thomas aus Stettin ..."

[x] Du hast nicht verstanden.

Stettin ist ein schlechtes Beispiel. Diese Stadt ist groß genug,
um unter ihrem polnischen und ihrem deutschen Namen bekannt zu
sein. Aber Du kannst nicht damit rechnen, daß jeder ein polnisches
Kuhdorf auf zeitgenössischen Landkarten lokalisieren kann, wenn Du
nur mit einer in Vergessenheit geratenen, historischen deutschen
Bezeichnung aufwartest.

Außerdem: Im Perso Deines o. a. Bekannten steht sicherlich "Tomasz".

Gruß,
--Thorsten
Besonders wichtig sind die Sprechverbindungen zwischen den Kreisdispatchern der
Dispatcherleitung und den Fahrdienstleitern sowie die Sprechverbindungen zwi-
schen der Oberdispatcherleitung und allen Dispatcherleitungen einer Reichsbahn-
direktion bzw. der Hauptdispatcherleitung und allen Oberdispatcherleitungen.

Mathias Hiller

unread,
Sep 19, 1998, 3:00:00 AM9/19/98
to
On 19 Sep 1998 00:55:45 +0200, kae...@aglaia.aball.de (Thorsten
Meinecke) wrote:

>[x] Du hast nicht verstanden.

[x] Du hast nicht verstanden.

Ich lasse das gleich mal für Dich stehen.

>Stettin ist ein schlechtes Beispiel. Diese Stadt ist groß genug,

Für die Aussprache dieser Stadt spielt das keine Rolle, auch bei
kleineren nicht.

>Außerdem: Im Perso Deines o. a. Bekannten steht sicherlich "Tomasz".

Ganz sicher nicht.

Ulf Kutzner

unread,
Sep 19, 1998, 3:00:00 AM9/19/98
to
Thorsten Meinecke wrote:

> Stettin ist ein schlechtes Beispiel. Diese Stadt ist groß genug,

> um unter ihrem polnischen und ihrem deutschen Namen bekannt zu
> sein. Aber Du kannst nicht damit rechnen, daß jeder ein polnisches
> Kuhdorf auf zeitgenössischen Landkarten lokalisieren kann, wenn Du
> nur mit einer in Vergessenheit geratenen, historischen deutschen
> Bezeichnung aufwartest.

Wobei manche historische Ortsnamen erst in den 30er und 40er Jahren in
der deutschen Form amtlich wurden.

Patrick Bonacker

unread,
Sep 20, 1998, 3:00:00 AM9/20/98
to
m...@berlin.snafu.de (Mathias Hiller) wrote:

>On Thu, 17 Sep 1998 19:42:59 GMT, bona...@primus-online.de (Patrick
>Bonacker) wrote:
>
>>>einer Tour im Mai von Ffo nach Wollstein
>>Das kann ich ja noch identifizieren...
>
>Wieso identifizieren?
>Nicht nur in Bahnerkreisen ist das ein fester

>Begriff. Und: Schon mal vom Robert-Koch-Museum in Wollstein gehört?
>Koch hat dort mehrere Jahr als Landarzt gearbeitet.

Jaja, schon gut. Nun zier Dich nicht.
Steht heute in keiner gescheiten Karte mehr so...

Also: Wollstein=Wolsztyn...

>>>sind wir mit dem Dampfzug auf
>>>besagter Strecke bis Bentschen...
>>...aber _das_ nicht.
>>Zbaszyn vielleicht?
>
>Der Name Bentschen ist hinlänglich bekannt.

Dank http://www.atsnotes.com/other/gerpol.html weiss ich es nun auch.

Andererseits:
Suchergebnis "Bentschen" bei Lycos.De: 0 (null) Dokumente,
bei Altavista immerhin 20, aber Zbaszyn _61_.
Hinlaenglich bekannt ?

>Auch durch die ehemalige
>Grenzstation Neu Bentschen, welche nach 1919 zu einem großen
>Kontrollbahnhof ausgebaut wurde.

Wie heisst Neu Bentschen jetzt?

>Gruß
>Mathias m...@berlin.snafu.de http://www.snafu.de/~mat/
>+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++

Gruss,
Patrick


Mathias Hiller

unread,
Sep 20, 1998, 3:00:00 AM9/20/98
to
On Sat, 19 Sep 1998 11:59:28 +0200, Ulf Kutzner
<kutz...@mail.uni-mainz.de> wrote:

>Wobei manche historische Ortsnamen erst in den 30er und 40er Jahren in
>der deutschen Form amtlich wurden.

Und hier liegt eigentlich der Hund begraben: Wenn jemand *ohne*
geschichtlichen Kontext von Gotenhafen, Litzmannstadt oder Kanthausen
spricht, dann sollte man blitzartig hellhörig sein.

Uwe Metzner

unread,
Sep 20, 1998, 3:00:00 AM9/20/98
to
Patrick Bonacker <bona...@primus-online.de> wrote:
;; m...@berlin.snafu.de (Mathias Hiller) wrote:

;; >Auch durch die ehemalige


;; >Grenzstation Neu Bentschen, welche nach 1919 zu einem großen
;; >Kontrollbahnhof ausgebaut wurde.

;; Wie heisst Neu Bentschen jetzt?

Zbaszynek

--
____________________________________________________________________________
|
| "Where is Kansas?" asked the man, with surprise.
Uwe `.pro' Metzner | "I don't know," replied Dorothy sorrowfully,
Wiedebachstr. 16 | "but it is my home, and I'm sure it's somewhere."
04277 Leipzig |
| (Frank L. Baum, The Wizard of Oz)
____________________________________________________________________________

Mathias Hiller

unread,
Sep 21, 1998, 3:00:00 AM9/21/98
to
On Sun, 20 Sep 1998 00:17:29 GMT, bona...@primus-online.de (Patrick
Bonacker) wrote:

>Jaja, schon gut. Nun zier Dich nicht.
>Steht heute in keiner gescheiten Karte mehr so...

Warum sollte ich. Ich benutze nur meine Muttersprache.

>Wie heisst Neu Bentschen jetzt?

Neu Bentschen -- Zbaszynek (mit Haken unterm "a")

Bentschen -- Zbaszyn (mit Haken unterm "a" und mit Akzent auf dem "n")

Holger Paulsen

unread,
Sep 21, 1998, 3:00:00 AM9/21/98
to
m...@berlin.snafu.de (Mathias Hiller) writes:

> Neu Bentschen -- Zbaszynek (mit Haken unterm "a")
>
> Bentschen -- Zbaszyn (mit Haken unterm "a" und mit Akzent auf dem "n")

Ein Grund, weshalb man die Namen in deutscher Sprache nicht
grundsaetzlich verdammen sollte: wie um alles in der Welt spricht man
das aus?


Holger

Ulf Kutzner

unread,
Sep 21, 1998, 3:00:00 AM9/21/98
to

Ungefähr wie "Sbongschyn", das "ong" wie in franzöischisch "long".

Bernd Müller

unread,
Sep 21, 1998, 3:00:00 AM9/21/98
to

Alles weiß ich auch nicht nur das: das ein a mit Haken drauf wie ein dt. a
gesprochen wird. Ein o dagegen wie ein u.
Also Kraków "Krakuw". Und für die die es noch nicht wissen, ein
durchgestrichenes l wird wie ein weiches w ausgesprochen.
Aus Zloty wird "Zwoty". Ein rz wird wie das zweite g gei Garage
ausgesprochen. Wenn man diese Kleinigkeiten bedenkt, so wird manches
polnisches Wort aussprechbar.

Gruß Bernd

Holger Paulsen

unread,
Sep 21, 1998, 3:00:00 AM9/21/98
to
Ulf Kutzner <kutz...@mail.uni-mainz.de> writes:

> Ungefähr wie "Sbongschyn", das "ong" wie in franzöischisch "long".

Ich kann kein franzoesisch. Ich vermute mal: das "o" ziemlich offen.

Aber meine Frage war eher rhetorisch gemeint: viele Leute werden mit
der Aussprache slawischer Bezeichnungen Probleme haben, und wenn es
dann fuer das Objekt eine deutschsprachige Bezeichnung gibt, kann das
hilfreich sein, wenn der Kontext gewahrt ist. Keine Spur von
Revanchismus oder wie das heisst.


Holger

PS: Ulf, Deine Signatur ist nicht korrekt abgetrennt.

Joerg Hertzer

unread,
Sep 22, 1998, 3:00:00 AM9/22/98
to
In article <35FD59...@agnld.uni-potsdam.de>,
Kai-Uwe Thiessenhusen <k...@agnld.uni-potsdam.de> wrote:

>> Die Doppelstockwagen sind, soweit ich es sehen kann, allesamt
>> aus der DDR-Produktion der 80er Jahre. Auch noch uralte Dostos, deren
>> Herkunft ich nicht sofort erkannte, werden noch eingesetzt. Erst ein Blick
>> auf das Herstellerschild verrät mir, daß auch diese Wagen aus DDR-
>> Produktion stammen.
>
>Diese Gliederzuege sind in Polen eigentlich weit haeufiger als
>die neueren...

"weit haeufiger" wuerde ich nicht sagen; ich denke, das haelt sich etwa
die Waage. Mag allerdings regional verschieden sein. Wobei man mitunter
recht neu renovierte Exemplare der vierteiligen Dostos findet.

Joerg

--
Dr.-Ing. Joerg Hertzer Phone: ++49-711-685-5734
Computer Center University Stuttgart Fax: ++49-711-682357
Allmandring 30 A E-Mail: Her...@rus.uni-stuttgart.de
70550 Stuttgart, Germany

Joerg Hertzer

unread,
Sep 22, 1998, 3:00:00 AM9/22/98
to
In article <36023d0...@news.snafu.de>,
Mathias Hiller <m...@berlin.snafu.de> wrote:

>On Thu, 17 Sep 1998 19:42:59 GMT, bona...@primus-online.de (Patrick
>Bonacker) wrote:
>
>>>einer Tour im Mai von Ffo nach Wollstein
>>Das kann ich ja noch identifizieren...
>
>Wieso identifizieren? Nicht nur in Bahnerkreisen ist das ein fester
>Begriff. Und: Schon mal vom Robert-Koch-Museum in Wollstein gehört?
>Koch hat dort mehrere Jahr als Landarzt gearbeitet.
>
>>>sind wir mit dem Dampfzug auf
>>>besagter Strecke bis Bentschen...
>>...aber _das_ nicht.
>>Zbaszyn vielleicht?
>
>Der Name Bentschen ist hinlänglich bekannt. Auch durch die ehemalige

>Grenzstation Neu Bentschen, welche nach 1919 zu einem großen
>Kontrollbahnhof ausgebaut wurde.

Vor 1919 gab es den Bahnhof Neu Bentschen gar nicht, meines Wissens
genausowenig den Ort.

Erklaerung: Von 1918 bis 1939 verlief die Grenze zwischen Bentschen
(polnische Seite) und Neu Bentschen (deutsche Seite).

Joerg Hertzer

unread,
Sep 22, 1998, 3:00:00 AM9/22/98
to
In article <6u6dnf$dbp$2...@news.ipf.net>,
Bernd Müller <bernd.m...@okay.net> wrote:

>Alles weiß ich auch nicht nur das: das ein a mit Haken drauf wie ein dt. a
>gesprochen wird.

Fehler (jedenfalls wenn Du Polnisch meinst):

a mit Haken drauf gibt es nicht, sondern mit Haken (Ogonek =
Schwaenzchen) drunter. Wird nasal gesprochen, etwa 'ong'.

Die uebrige Beschreibung stimmt.

Mathias Hiller

unread,
Sep 22, 1998, 3:00:00 AM9/22/98
to
On 22 Sep 1998 18:57:07 GMT, rush...@zsdjh.rus.uni-stuttgart.de
(Joerg Hertzer) wrote:

>>Der Name Bentschen ist hinlänglich bekannt. Auch durch die ehemalige
>>Grenzstation Neu Bentschen, welche nach 1919 zu einem großen
>>Kontrollbahnhof ausgebaut wurde.

>Vor 1919 gab es den Bahnhof Neu Bentschen gar nicht, meines Wissens
>genausowenig den Ort.

Ich glaube, damit hast Du einfach mal recht ;-) Neu Bentschen wurde
erst nach 1919 geschaffen. Zum einen als Grenzstation, zum anderen, um
viele Bentschener und anderen deutschen Bewohnern der Provinz Posen
eine neue Heimat zu geben, die nach der Grenzziehung nach Deutschland
übersiedelten.

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