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Elektrifizierung Itzehoe - Heide(Holst)

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Hans-Ulrich Neumann

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May 7, 1998, 3:00:00 AM5/7/98
to

In einem Telefonat mit MdB Dietrich Austermann (CDU) erzählte mir
dieser, daß das Land Schleswig-Holstein eine zweite Tranche
Regionalverkehrsmittel vom Bund erhalte, und daß man mit diesen bereits
im kommenden Jahr die Elektrifizierung des Abschnitts Itzehoe -
Heide(Holst) der Strecke Hamburg - Westerland(Sylt) angehen könne. Es
ginge "nur" darum, die Kieler Landesregierung davon zu überzeugen, diese
Mittel nicht für die Strecke Kiel - Lübeck (hier wären NeiTech-Züge
sowieso besser), sondern für die Westküstenmagistrale (KBS 130)
auszugeben. Er meinte, die Chance, dies zu erreichen stünden 50:50.
Schön wär es ja...

Hans-Ulrich Neumann
Heide


Lars Haenisch

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May 10, 1998, 3:00:00 AM5/10/98
to

On 7 May 1998 16:31:36 GMT, Hans-Ulri...@t-online.de
(Hans-Ulrich Neumann) wrote:

>In einem Telefonat mit MdB Dietrich Austermann (CDU) erzählte mir
>dieser, daß das Land Schleswig-Holstein eine zweite Tranche
>Regionalverkehrsmittel vom Bund erhalte, und daß man mit diesen bereits
>im kommenden Jahr die Elektrifizierung des Abschnitts Itzehoe -
>Heide(Holst) der Strecke Hamburg - Westerland(Sylt) angehen könne. Es
>ginge "nur" darum, die Kieler Landesregierung davon zu überzeugen, diese
>Mittel nicht für die Strecke Kiel - Lübeck (hier wären NeiTech-Züge
>sowieso besser), sondern für die Westküstenmagistrale (KBS 130)
>auszugeben.

IZ -- HEI duerfte in sofern nicht viel bringen, als dass dort,
zumindest derzeit, keine Zuege auf der KBS 130 enden.
Sinnvoller waere dann schon IZ -- Husum.

Was ist eigentlich mit HH -- HL?
--
Lars * la...@fh-wedel.de * www.fh-wedel.de/~lars

Hans-Ulrich Neumann

unread,
May 10, 1998, 3:00:00 AM5/10/98
to


Lars Haenisch schrieb:

>
>
> Was ist eigentlich mit HH -- HL?
> --
> Lars * la...@fh-wedel.de * www.fh-wedel.de/~lars

Es soll da eine noch nicht unterschriebene Übereinkunft zwischen der
Deutschen Bahn AG und dem Land Schleswig-Holstein geben. Danach soll es
gelungen sein, die zunächst vereinbarte Summe von 221 auf 181 Mios zu senken.
Von diesem Betrag soll das Land 26,4 Mios zahlen, den Rest die DBAG, die
dafür im Gegenzug den Bedienungsauftrag für den auf dieser Strecke
attraktiven Nahverkehr für die nächsten 20 Jahre ohne Ausschreibung erhalten
soll. Die Verträge sollen in diesem Sommer unterzeichnet werden.

Was die Elektrifizierung bis Heide betrifft, so soll dies nur ein weitere
Abschnitt der Gesamtstrecke bis Westerland sein. Vorläufig könnten E-Lok
bespannte Regionalbahnen in Heide enden und der dann stündlich verkehrende RE
nördlich von Heide auch in Lunden und Friedrichstadt halten, er paßt dann
auch wieder in einen Takt. Dieses hat Holger Busche vom Fahrgastverband Pro
Bahn in seinen Konzept für einen Integrierten Taktfahrplan für
Schleswig-Holstein, "Der letzte Fahrplanwchsel", genau so beschrieben. Es
wäre auch denkbar, daß die RB nördlich von Heide, wo die Vmax 120 km/h bis
Husum beträgt, mit VT 628 gefahren wird, wovon die Bahn im nächsten oder
übernächsten Jahr, wenn sie die Strecken Husum - Bad St. Peter Ording und
Husum - Kiel nicht mehr und die Strecke Kiel Neumünster nur noch teilweise
bedient, genug überhaben dürfte.

Hans-Ulri...@t-online.de
von der KBS 130


Lars Haenisch

unread,
May 11, 1998, 3:00:00 AM5/11/98
to

On 10 May 1998 19:09:05 GMT, Hans-Ulri...@t-online.de
(Hans-Ulrich Neumann) wrote:

>> Was ist eigentlich mit HH -- HL?
>

> Es soll da eine noch nicht unterschriebene Übereinkunft zwischen der
>Deutschen Bahn AG und dem Land Schleswig-Holstein geben. Danach soll es
>gelungen sein, die zunächst vereinbarte Summe von 221 auf 181 Mios zu senken.
>Von diesem Betrag soll das Land 26,4 Mios zahlen, den Rest die DBAG, die
>dafür im Gegenzug den Bedienungsauftrag für den auf dieser Strecke
>attraktiven Nahverkehr für die nächsten 20 Jahre ohne Ausschreibung erhalten
>soll. Die Verträge sollen in diesem Sommer unterzeichnet werden.
>

So loeblich eine Elektrifizierung der Strecke HH -- HL auch ist,
staunt man doch, ob

a) so ein Deal ueberhaupt erlaubt ist und
b) das Land nicht doch indirekt draufzahlt durch hoehere Preise der
DBAG-Zugfahrten im Vergleich zu moeglicherweise guenstigeren
Angeboten der Konkurrenz (von der Qualitaet mal ganz zu schweigen).

Stefan Maack

unread,
May 12, 1998, 3:00:00 AM5/12/98
to

>IZ -- HEI duerfte in sofern nicht viel bringen, als dass dort,
>zumindest derzeit, keine Zuege auf der KBS 130 enden.
>Sinnvoller waere dann schon IZ -- Husum.
>

Selbst IZ-Husum bringt nicht viel, da hier nur die RB aus HH-Altona
enden. Sinnvoller wäre es, die Elektrifizierung gleich bis Niebüll
durchzubauen, da dort für die aus Richtung Süden kommenden IC´s im
Sommer eine mehrminütige Zwangspause zugrundeliegt. Hier werden die
Kurswagen nach Dagebüll abgehängt. Diese befanden sich übrigens ab
HH-Altona an der Zugspitze, womit die Rangieraufgabe in Niebüll dann
sicherlich den zwei 218´ern aufgebrummt wurden, die die IC´s zogen.

Im neuen Fahrplan soll ein zehnminütiger Aufenthalt in HH-HBF und nur
ein dreiminütiger in Itzehoe eingeplant sein. Ich glaube kaum das
HH-HBF die Ressourcen für einen Traktionswechsel innerhalb von 10
Minuten bereitstellen kann. Auf der anderen Seite habe ich oft genug
folgendes in HH-Altona erlebt:

Ankunft IC in Richtung Westerland +30. Traktionswechsel innerhalb von
3.5 Minuten. IC steht abfahrbereit um 59 in HH-Altona. Planmäßige
Abfahrt der RB nach Husum um 00. Überholung durch IC in Elmshorn oder
noch schlimmer in Glückstadt. Ergebnis: IC +40, RB +15.

Hans-Ulrich Neumann

unread,
May 12, 1998, 3:00:00 AM5/12/98
to

Stefan Maack schrieb:

> Im neuen Fahrplan soll ein zehnminütiger Aufenthalt in HH-HBF und nur
> ein dreiminütiger in Itzehoe eingeplant sein. Ich glaube kaum das
> HH-HBF die Ressourcen für einen Traktionswechsel innerhalb von 10
> Minuten bereitstellen kann.

Ich habe nur den EC 178 aus Prag, der in IZ 3 Minuten und den nur
Sonntags verkehrenden"Soldaten IC" 1131, der in HH Hbf 19 und in IZ 3
Minuten hält, welcher hält den nur 10 Minuten in HH Hbf und 3 Minuten in
IZ?

Hans-Ulrich Neumann
KBS 130

Knud Schlotfeld

unread,
May 14, 1998, 3:00:00 AM5/14/98
to


Hans-Ulrich Neumann wrote:

> Es soll da eine noch nicht unterschriebene Übereinkunft zwischen der
> Deutschen Bahn AG und dem Land Schleswig-Holstein geben. Danach soll es
> gelungen sein, die zunächst vereinbarte Summe von 221 auf 181 Mios zu senken.
> Von diesem Betrag soll das Land 26,4 Mios zahlen, den Rest die DBAG, die
> dafür im Gegenzug den Bedienungsauftrag für den auf dieser Strecke
> attraktiven Nahverkehr für die nächsten 20 Jahre ohne Ausschreibung erhalten
> soll. Die Verträge sollen in diesem Sommer unterzeichnet werden.

Das Land hat bisher auch immer diese Priorität gesetzt. KI-HL mitNeitec hat wohl
Sinn, Fahrdrat auch. Ich schaetze, dass HL-Bad Kleinen
noch vorher dran ist.

> Was die Elektrifizierung bis Heide betrifft, so soll dies nur ein weitere
> Abschnitt der Gesamtstrecke bis Westerland sein. Vorläufig könnten E-Lok
> bespannte Regionalbahnen in Heide enden und der dann stündlich verkehrende RE
> nördlich von Heide auch in Lunden und Friedrichstadt halten, er paßt dann
> auch wieder in einen Takt. Dieses hat Holger Busche vom Fahrgastverband Pro
> Bahn in seinen Konzept für einen Integrierten Taktfahrplan für
> Schleswig-Holstein, "Der letzte Fahrplanwchsel", genau so beschrieben. Es
> wäre auch denkbar, daß die RB nördlich von Heide, wo die Vmax 120 km/h bis
> Husum beträgt, mit VT 628 gefahren wird, wovon die Bahn im nächsten oder
> übernächsten Jahr, wenn sie die Strecken Husum - Bad St. Peter Ording und
> Husum - Kiel nicht mehr und die Strecke Kiel Neumünster nur noch teilweise
> bedient, genug überhaben dürfte.

Dann waer aber ein komplett neuer Fahrplan noetig. Die RE fahren z.Z.
alle zwei Stunden (Tags im Wechsel mit IC). Soll dann die RB nur noch alle 2h
fahren?
Das ist eine Halbierung des Angebotes auf kleinen Bf. Fuer drei Zuege (RB, RE,
IC)
in einer Stundeist wohl kein Bedarf da. Husum ist als Zwischenziel nach Sylt mE
sinnvoller. Bei Heide fuerchte ich die VT 628 variante (s.o.)
Die RE passen in Husum (und Heide) nur in den Takt, wenn ihre Zeiten in Hamburg
geaendert werden. Dann gehen Anschluesse in Reihe verloren.

--
Tschau Knud

Knud Schlotfeld I.f.Physikalische Chemie Uni-Kiel
Fuer PM schreck bitte durch schloti ersetzen

Knud Schlotfeld

unread,
May 14, 1998, 3:00:00 AM5/14/98
to

Stefan Maack wrote:

> Selbst IZ-Husum bringt nicht viel, da hier nur die RB aus HH-Altona
> enden. Sinnvoller wäre es, die Elektrifizierung gleich bis Niebüll
> durchzubauen,

Auch nicht sinnig. Da endet nichts aus dem Sueden. Dann gleich Sylt.Da
waere eine Insel Niebuell W'land fast sinnvoller.(Autozuege).

> Ankunft IC in Richtung Westerland +30. Traktionswechsel innerhalb von
> 3.5 Minuten. IC steht abfahrbereit um 59 in HH-Altona. Planmäßige
> Abfahrt der RB nach Husum um 00. Überholung durch IC in Elmshorn oder
> noch schlimmer in Glückstadt. Ergebnis: IC +40, RB +15.

Wie das bei Fahrplanmaessigen Aufenhaltszeiten von 40 min.
Aus an +30 sollten ab +2-3 werden. Richtung Kiel kostet
Ueberholung in Elmshorn etwa 6 bis 8 min.
Aber dann ueberholt ja auch ein ICEeeeeeeeeeeeeeeeee.:-)

Stefan Maack

unread,
May 17, 1998, 3:00:00 AM5/17/98
to

> Wie das bei Fahrplanmaessigen Aufenhaltszeiten von 40 min.

Seit wann das. Die IC´s hatten bis vor ca. 4 Monaten Aufenthaltszeiten
in HH-Altona von 20-25 Min. ohne Verspätung.


Mathias Boelckow

unread,
May 17, 1998, 3:00:00 AM5/17/98
to

Hans-Ulri...@t-online.de (Hans-Ulrich Neumann) schrieb uns:


> Es soll da eine noch nicht unterschriebene Übereinkunft zwischen der
>Deutschen Bahn AG und dem Land Schleswig-Holstein geben. Danach soll es
>gelungen sein, die zunächst vereinbarte Summe von 221 auf 181 Mios zu senken.
>Von diesem Betrag soll das Land 26,4 Mios zahlen, den Rest die DBAG, die
>dafür im Gegenzug den Bedienungsauftrag für den auf dieser Strecke
>attraktiven Nahverkehr für die nächsten 20 Jahre ohne Ausschreibung erhalten
>soll. Die Verträge sollen in diesem Sommer unterzeichnet werden.

Klasse, für 155MDM wird dann vermutlich garantiert, dass keine
wesentliche Verbesserung für Rahlstedt, Ahrendsburg und Bargteheide
kommt. Schließlich verdient die DBAG auf der Strecke am Fernverkehr,
und der Nahverkehr war ihr bis jetzt dort weitgehend egal. Das Problem
ist dort eben nicht nur die reine Nahverkehrsleistung, sondern, dass
die Stecke so stark befahren ist, dass die Nahverkehrszüge ohnehin
ständig auf Fernzüge warten müssen. Ein anderer Anbieter würde sich
wohl eher die Trasse freikämpfen.


Gruß, Mathias Bölckow

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