Wer weiß genaueres?
Was heißt rechtsreheinisch? Deutz tief?
Wer kennt die Stellwerktechnik/Signaltechnik - gibt es kein manuelles
Verfahren mehr die Züge zu steuern?
Bin an aalle Infos hierüber interessiert.
Gruß Wolfram
____
Wolfram Werner Franke \ /\ /|
Quadrath (Bergheim) \ / \ / |__
WWFr...@t-online.de \/\/ \/\/ |
Es gibt Leute, die weit mehr Ahnung haben als ich, aber in der Regel
gibt es keine mechanische Rückfallebene.
> - gibt es kein manuelles
> Verfahren mehr die Züge zu steuern?
Wenn die Signale nicht mehr bedient werden können, kann mit
Befehlszetteln gefahren werden; da allerdings keine verwertbaren
automatischen Gleisfreimeldungen kommen, ist die Handhabung langwierig
und kompliziert, die Leistungsfähigkeit entsprechend herabgesetzt.
Gruß, ULF
--
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Ulf Kutzner Backhaushohl 46 D-55128 Mainz
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Ulf Kutzner wrote:
>
> > - gibt es kein manuelles
> > Verfahren mehr die Züge zu steuern?
>
> Wenn die Signale nicht mehr bedient werden können, kann mit
> Befehlszetteln gefahren werden; da allerdings keine verwertbaren
> automatischen Gleisfreimeldungen kommen,
Dann bleibt aber auch noch das Problem mit der Weichenansteurung, denn
ohne Stellwerkscomputer dürfte sich dort wenig bewegen (oder man stellt
an jede Weiche einen Weichenwärter hin).
Bye Kai
Gruß aus Bochum
Reinhard
Soweit ich weiss, hat Koeln Hbf kein ESTW. Vielleicht ist das ESTW Deutz
abgestuerzt??
MfG Ulrich
>> Seit heute Morgen Sa 6.5.2000 6:45 Uhr gibt es einen Computerfehler im
>> Stellwerk Kölner HBF.
>> Wer kennt die Stellwerktechnik/Signaltechnik
Bisher war ich eigentlich der Ansicht, daß Köln Hbf eines der größten
SpDrS60 Stellwerke hätte, das würde aber ohne Computer auskommen.
Wurde da klammheimlich ein ESTW installiert?
>Es gibt Leute, die weit mehr Ahnung haben als ich, aber in der Regel
>gibt es keine mechanische Rückfallebene.
Naja, Weichenkurbel und Handverschlüsse gäbe es schon, so kann man
auch einen kleinen Bahnhof zum "Geradeausdurchfahren" herrichten, aber
für mittlere und große Bahnhöfe wäre das absolut undurchführbar.
Gruß, Gerd
> Naja, Weichenkurbel und Handverschlüsse gäbe es schon, so kann man
> auch einen kleinen Bahnhof zum "Geradeausdurchfahren" herrichten, aber
> für mittlere und große Bahnhöfe wäre das absolut undurchführbar.
Es war wohl zwischendurch im Hörfunk und angeblich laut DB die Rede
davon, daß man versuchen wollte, just in dieser Weise zwei Gleise
befahrbar zu machen. Kurz darauf kam aber schon die Meldung, die Störung
sei behoben.
Ralf
--
Ralf R. Radermacher - DL9KCG - Köln/Cologne, Germany
Ralf's Cologne Tram Page - www.netcologne.de/~nc-radermra
e-mail from trash accounts (deja, yahoo) automatically rejected
Kf in Köln Hbf ist auch nach wie vor ein SpDrS 60-Stellwerk.
Allerdings haben die dort einen besonderen Steuerungsrechner "draufgesetzt",
der die Bewältigung der enormen Zug- und Rangierfahrtenzahlen überhaupt
möglich macht.
Gruß !
Andreas
Gerd Knuepfer <dg...@gmx.de> schrieb in im Newsbeitrag:
8f2e2p.3...@dg2ad.ampr.org...
> On Sat, 06 May 2000 12:00:41 +0200, Ulf Kutzner
> <kutz...@mail.uni-mainz.de> wrote:
>
> >> Seit heute Morgen Sa 6.5.2000 6:45 Uhr gibt es einen Computerfehler im
> >> Stellwerk Kölner HBF.
>
> >> Wer kennt die Stellwerktechnik/Signaltechnik
>
> Bisher war ich eigentlich der Ansicht, daß Köln Hbf eines der größten
> SpDrS60 Stellwerke hätte, das würde aber ohne Computer auskommen.
> Wurde da klammheimlich ein ESTW installiert?
>
> >Es gibt Leute, die weit mehr Ahnung haben als ich, aber in der Regel
> >gibt es keine mechanische Rückfallebene.
>
> Naja, Weichenkurbel und Handverschlüsse gäbe es schon, so kann man
> auch einen kleinen Bahnhof zum "Geradeausdurchfahren" herrichten, aber
> für mittlere und große Bahnhöfe wäre das absolut undurchführbar.
>
>
> Gruß, Gerd
Sind dabei Bedientisch und Meldetafel entfallen?
Gruß
Steffen
--
Zum Teufel mit der Rächtschreibreform!
Steffen Buhr, Berlin, Germany
supported by a friendly penguin 8-)
Steffen Buhr <tux...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
59b3f8...@tux1st.dialin.t-online.de...
[Vollquote entsorgt]
also, der Generator wars .
> Köln Hbf ist auch nach wie vor ein SpDrS 60-Stellwerk.
Es gab einen Stromausfall im Stellwerk In so einem Fall übernimmt
kurzzeitig eine Batterie die Stromversorgung, bis automatisch der Diesel
anläuft, der den Generator der Notstromversorgung antreibt. Der wollte
aber offenbar nicht. - Und die Batterie hält nur 10 - 15 Minunten durch,
wie man mir sagte -
Gruß Rolf
Danke.
20 Minuten sollten es m.W. sein, ändert aber auch nichts mehr.
Dumm gelaufen...
> > Köln Hbf ist auch nach wie vor ein SpDrS 60-Stellwerk.
> Es gab einen Stromausfall im Stellwerk In so einem Fall übernimmt
> kurzzeitig eine Batterie die Stromversorgung, bis automatisch der Diesel
> anläuft, der den Generator der Notstromversorgung antreibt. Der wollte
> aber offenbar nicht. - Und die Batterie hält nur 10 - 15 Minunten durch,
> wie man mir sagte -
In der Aktuellen Stunde des 3. Programms (WDR) heute abend kam der
zuständige Signalese zu Wort und erläuterte die technischen Zusammenhänge,
es handelte sich demnach nicht um einen Stromausfall als solchen sondern um
einen Kurzschluß in der Relaistechnik des ca. 40 Jahre alten Stellwerks der
erst mal gefunden werden mußte. In einem weiteren Interview kam auch der
DB-Sprecher Katz zu Wort...
--
Grüße von Folke aus Wattenscheid (ehem. Fdl auf Dr-Stw, jetzt Tf)
http://home.t-online.de/home/efwitten/efwa0196.htm
Kannst Du das genauer Ausführen?
Andi
--
Man muss zwar kein Trottel sein, um 100 Tage auf Rundfunk und
Fernsehen zu verzichten - aber wer auf Mail und News verzichtet,
ist als Sklave bequem handhabbar. Wau Holland
>Soweit ich weiss, hat Koeln Hbf kein ESTW. Vielleicht ist das ESTW Deutz
>abgestuerzt??
Wohin soll dieses denn gestürzt sein, es soll sich ebenerdig in einem Bürokomplex
abseits der Gleisanlagen befinden?! ;-))
--
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NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
> >Soweit ich weiss, hat Koeln Hbf kein ESTW. Vielleicht ist das ESTW Deutz
> >abgestuerzt??
> Wohin soll dieses denn gestürzt sein, es soll sich ebenerdig in einem Bürokomplex
> abseits der Gleisanlagen befinden?! ;-))
Ferner spricht dagegen, daß in Deutz offenbar recht viel Verkehr
abgewickelt wurde, welcher nicht nach Köln Hbf hereinkam.
>>Soweit ich weiss, hat Koeln Hbf kein ESTW. Vielleicht ist das ESTW Deutz
>>abgestuerzt??
> Wohin soll dieses denn gestürzt sein, es soll sich ebenerdig in einem Bürokomplex
> abseits der Gleisanlagen befinden?! ;-))
In den Keller natuerlich! Hast wohl nicht Architektur studiert, was?
Hilfe, unseren jungen Leute sind alle Fachidioten! ;-))
MfG Ulrich
> es handelte sich demnach nicht um einen Stromausfall als solchen sondern um
> einen Kurzschluß in der Relaistechnik des ca. 40 Jahre alten Stellwerks der
> erst mal gefunden werden mußte. In einem weiteren Interview kam auch der
Oh! Kf ist noch nicht 40 Jahre alt!! Vielleicht 10 Jahre- das alte Kf von
ca. 1949 wurde da ersetzt.
MfG Ulrich
>> Kf in Köln Hbf ist auch nach wie vor ein SpDrS 60-Stellwerk.
Dachte ich es mir doch... ;-)
>> Allerdings haben die dort einen besonderen Steuerungsrechner "draufgesetzt",
>> der die Bewältigung der enormen Zug- und Rangierfahrtenzahlen überhaupt
>> möglich macht.
>
>Kannst Du das genauer Ausführen?
Ich kenne Kf zwar nicht persönlich, aber ich gehe davon aus, daß der
Rechner die automatische Zuglenkung (Fahrstraßen werden an Hand der
Zugnummer vorangestellter Steuerziffern automatisch eingestellt)
ermöglicht und er andererseits die Bedienungseingaben der Fdl an das
Relaisstellwerk weiterleitet. Damit können die Fdl ihren gesamten
Bereich von ihrem Platz aus steuern und müssen sich nicht an der
Stelltafel entlanghangeln.
Gruß, Gerd
>> Naja, Weichenkurbel und Handverschlüsse gäbe es schon, so kann man
>> auch einen kleinen Bahnhof zum "Geradeausdurchfahren" herrichten, aber
>> für mittlere und große Bahnhöfe wäre das absolut undurchführbar.
>
>Es war wohl zwischendurch im Hörfunk und angeblich laut DB die Rede
>davon, daß man versuchen wollte, just in dieser Weise zwei Gleise
>befahrbar zu machen.
Ja, klar. Möglich dürfte es auch dort sein, zwei Gleise so zum
Durchfahren herzurichten, aber am Ende hat das bei einem so großen
Bahnhof nur symbolischen Wert. Sinnvoller ist es da schon eher, auch
ein paar Weichen mehr per Kurbel zu bewegen, um noch im Bahnhof
befindliche Fernzüge hinauszubekommen. Aber da fehlt es dann in aller
Regel am dazu benötigten Personal.
Gruß, Gerd
Ich hatte das so verstanden, daß der Rechner nicht unbedingt
signaltechnisch sicher ist. Genau das würde mich interessieren.
Andi
--
Eine moderne Oberflaeche ist etwas, was die Programmierer derart fordert,
dass sie sich nicht um die Implementation primitivster Features kuemmern
koennen, fuer die ist aber eh kein Platz, da die Rechenzeit fuer die
Oberflaeche draufgeht. pi in de.comm.infosystems.www.browsers
> Oh! Kf ist noch nicht 40 Jahre alt!! Vielleicht 10 Jahre- das alte Kf von
> ca. 1949 wurde da ersetzt.
Dann war bestimmt die 40 Jahre alte Technik gemeint, die Bauartbezeichnung
"Sp Dr 60" weist auf das Entwicklungsjahr hin!
--
Grüße von Folke aus Wattenscheid
http://home.t-online.de/home/efwitten/efwa0196.htm (ehem. Fdl auf
Dr-Stw'n, jetzt Tf bei R&T EDO)
><uka...@gmx.de> schrieb
>
>> Oh! Kf ist noch nicht 40 Jahre alt!! Vielleicht 10 Jahre- das alte Kf von
>> ca. 1949 wurde da ersetzt.
>Dann war bestimmt die 40 Jahre alte Technik gemeint, die Bauartbezeichnung
>"Sp Dr 60" weist auf das Entwicklungsjahr hin!
Das kann gut sein, ich sah selbst schon, wie ein 1948 gebautes Schalterwerk des
Baujahres 1912 bezichtigt wurde.
-kl
> Ich hatte das so verstanden, daß der Rechner nicht unbedingt
> signaltechnisch sicher ist. Genau das würde mich interessieren.
Irgendwo in den (Un)tiefen des Internet habe ich mal eine
Stellwerkssimulation von Kf gefunden. War aber für einen Nicht-Fdl ziemlich
kompliziert.
mfg
Andre
"Andre "Gunner" Brandily" <gun...@cityweb.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8fcslo$ofs$1...@news.cityweb.de...
>
> Irgendwo in den (Un)tiefen des Internet habe ich mal eine
> Stellwerkssimulation von Kf gefunden.
Grüsse
Frank
> Ich hatte das so verstanden, daß der Rechner nicht unbedingt
> signaltechnisch sicher ist. Genau das würde mich interessieren.
Der Rechner muß auch nicht signaltechnisch sicher sein. Er ersetzt nur
die Tastenbetätigung des Fdl. auf der Stellwand. Die Fahrstraße selbst
wird dann auf der sicheren Ebene der Relaistechnik eingestellt.
Gruß
Lennart
Ich fand im Netz unter www.stellwerke.de ein Inbetriebnahmedatum für Kf
vom 1.11.1975.
Das würde auch zur Bauform passen.
Gruß
Lennart
> Irgendwo in den (Un)tiefen des Internet habe ich mal eine
> Stellwerkssimulation von Kf gefunden. War aber für einen Nicht-Fdl ziemlich
> kompliziert.
Die Demo-Version habe ich auch schon mal ausprobiert. Sieht so aus, als
muesste man die Zuege nur mit der rechten Maustaste "wegklicken". Wird
Kf wirklich so bedient?
chg
So sehe ich das auch. Aber mir sind handfeste Fakten mit sagen zu
können: "Dort wird das so gemacht" einfach lieber als private
logische Schlüsse.
Christian Gruber schrieb:
> Die Demo-Version habe ich auch schon mal ausprobiert. Sieht so aus, als
> muesste man die Zuege nur mit der rechten Maustaste "wegklicken". Wird
> Kf wirklich so bedient?
Wohl kaum. Wenn du versuchst die Fahrstraßen über den Zahlenblock
einzugeben wird es schon streßiger. (Und dem "Handbuch" nach
realistischer.)
MfG
Knud
> Ich fand im Netz unter www.stellwerke.de ein Inbetriebnahmedatum für Kf
> vom 1.11.1975.
> Das würde auch zur Bauform passen.
Scheint mir etwas frueh...? Aber die Zeit verfliegt ja...
So aus Erinnerung wuerde ich sagen: Ende der 80er Jahre.
MfG Ulrich
Folke Brockmann schrieb:
> <uka...@gmx.de> schrieb
>
> > Oh! Kf ist noch nicht 40 Jahre alt!! Vielleicht 10 Jahre- das alte Kf von
> > ca. 1949 wurde da ersetzt.
> Dann war bestimmt die 40 Jahre alte Technik gemeint, die Bauartbezeichnung
> "Sp Dr 60" weist auf das Entwicklungsjahr hin!
> --
> Grüße von Folke aus Wattenscheid
Aus welchem Jahr stammt denn dann "SpDrS 600" ???
Und "DrS 3/2" ist dann etwa von der Jahrhundertwende ????
Gruß Reinhard
> > Die Demo-Version habe ich auch schon mal ausprobiert. Sieht so aus, als
> > muesste man die Zuege nur mit der rechten Maustaste "wegklicken". Wird
> > Kf wirklich so bedient?
>
> Wohl kaum.
Das dachte ich mir. Wird denn ein elektronisches Stellwerk so bedient
wie die besagte Simulation?
chg
> Wohl kaum. Wenn du versuchst die Fahrstraßen über den Zahlenblock
> einzugeben wird es schon streßiger.
Die Bedienung ueber Zahlenblock hat den Nachteil, umstaendlicher und
unuebersichtlicher (fuer den einzelnen Bediener) zu sein, aber den
Vorteil, dass mehrere Bediener eine Stelltafel bedienen koennen, ohne
sich gegenseitig in die Quere zu kommen, oder?
Kann man variabel einstellen, welcher Bereich des Stellwerks von welchem
Bedienplatz aus bedient wird, um (je nach Verkehrsaufkommen) mit einer
unterschiedlich grossen Zahl an Personal zu arbeiten und zugleich zu
verhindern, dass einer irrtuemlich in einem Bereich stellt, fuer den er
gerade gar nicht zustaendig ist?
chg
>> Die Demo-Version habe ich auch schon mal ausprobiert. Sieht so aus, als
>> muesste man die Zuege nur mit der rechten Maustaste "wegklicken". Wird
>> Kf wirklich so bedient?
>Wohl kaum. Wenn du versuchst die Fahrstraßen über den Zahlenblock
>einzugeben wird es schon streßiger.
Seit ich das Programm mal angespielt habe, ist meine Achtung für die
Fahrdienstleiter um einiges gestiegen. Vieles ist wahrscheinlich
Routine, wenn man erst einmal weiss, welche Züge an welchem Gleis halten
und welche Strecke welche Nummer hat, aber bei Fahrplanwechsel oder wenn
mal nicht alles nach Plan läuft, muss das ein Höllenjob sein.
Motto: "Mist! Warum hab' ich jetzt die Fahrstraße für den IC, der erst
in zwei Minuten fällig ist, schon komplett eingestellt? Jetzt kommt der
IR nicht aus dem Gleis raus und der nachfolgende Zug muss warten und
blockiert dabei den halben Weichenbereich..." Und das in der
Demo-Version ohne Verspätungen und Ansagen...
Kai
--
begin CLICKME.txt.vbs
Wenn ich ein Virus wäre, hättest du jetzt ein Problem.
end
Christian Gruber schrieb hier:
> > > Die Demo-Version habe ich auch schon mal ausprobiert. Sieht so aus, als
> > > muesste man die Zuege nur mit der rechten Maustaste "wegklicken". Wird
> > > Kf wirklich so bedient?
> >
> > Wohl kaum.
>
> Das dachte ich mir. Wird denn ein elektronisches Stellwerk so bedient
> wie die besagte Simulation?
Auch nicht. Aber die Stellwerksimulation "Mathilde" (MAF) ist da schon
recht gut und näherungsweise auch vorbildgerecht incl. vereinfachter ZNP-
Bedienung.
Steven
--
"Laß das, ich möchte jetzt deprimiert sein!"
[Sandra Bullock in "Speed 2"]
> Seit ich das Programm mal angespielt habe, ist meine Achtung für die
> Fahrdienstleiter um einiges gestiegen. Vieles ist wahrscheinlich
> Routine, wenn man erst einmal weiss, welche Züge an welchem Gleis halten
> und welche Strecke welche Nummer hat, aber bei Fahrplanwechsel oder wenn
> mal nicht alles nach Plan läuft, muss das ein Höllenjob sein.
>
> Motto: "Mist! Warum hab' ich jetzt die Fahrstraße für den IC, der erst
> in zwei Minuten fällig ist, schon komplett eingestellt? Jetzt kommt der
> IR nicht aus dem Gleis raus
Kenne ich irgendwoher...
> und der nachfolgende Zug muss warten und
> blockiert dabei den halben Weichenbereich..." Und das in der
> Demo-Version ohne Verspätungen und Ansagen...
Darf ich an dieser Stelle einmal das Signallabor in Darmstadt empfehlen?
Christian Gruber schrieb:
> Knud Schlotfeld wrote:
>
> > Wohl kaum. Wenn du versuchst die Fahrstraßen über den Zahlenblock
> > einzugeben wird es schon streßiger.
>
> Die Bedienung ueber Zahlenblock hat den Nachteil, umstaendlicher und
> unuebersichtlicher (fuer den einzelnen Bediener) zu sein, aber den
> Vorteil, dass mehrere Bediener eine Stelltafel bedienen koennen, ohne
> sich gegenseitig in die Quere zu kommen, oder?
Ich kenne nur die Simulation und kein original Stw.
In der Simulation empfinde ich das Einstellen über den Zahlenblock als
genauso übersichtlich und schneller als über die "normale"
Fahrstraßeneinstellung.
>
> Kann man variabel einstellen, welcher Bereich des Stellwerks von welchem
> Bedienplatz aus bedient wird, um (je nach Verkehrsaufkommen) mit einer
> unterschiedlich grossen Zahl an Personal zu arbeiten und zugleich zu
> verhindern, dass einer irrtuemlich in einem Bereich stellt, fuer den er
> gerade gar nicht zustaendig ist?
Zur letzten Frage würde mich eine Antwort eines Praktikers interessieren, da
diese ja ein Teil des Konzeptes von großen ESTW/Betriebszentralen ist (ÖzF).
MfG
Knud
Wo gibt es die denn?
>>Kann man variabel einstellen, welcher Bereich des Stellwerks von
>>welchem Bedienplatz aus bedient wird, um (je nach Verkehrsaufkommen)
>>mit einer unterschiedlich grossen Zahl an Personal zu arbeiten und
In den BZ wird der Normalbetrieb per Zuglenkrechner abgewickelt.
Solange keine Störungen vorliegen kommen die Fdl nicht gerade ins
schwitzen.
>>zugleich zu verhindern, dass einer irrtuemlich in einem Bereich
>>stellt, fuer den er gerade gar nicht zustaendig ist?
>
>Zur letzten Frage würde mich eine Antwort eines Praktikers
>interessieren, da diese ja ein Teil des Konzeptes von großen
>ESTW/Betriebszentralen ist (ÖzF).
Bei den derzeitigen ESTW könnte jeder Fdl alles bedienen. Abgrenzungen
basieren ggf. nur auf Papierregelungen (öRili). Ältere Siemens-ESTW
lassen das Aufschalten einunddesselben Lupenbildes jedoch nur an einem
Bedienplatz gleichzeitig zu (BPS 900).
In den BZ werden jeweils mehrere Stellwerke zu Steuerbezirken
zusammengefaßt. Hier wird man von einem Bedienplatz aus nicht mehr auf
den gesamten Steuerbezirk aber durchaus auf mehr als ein Stw zugreifen
können, wobei sich die Bereiche m.W. überlappen sollen.
Gruß
Steffen
--
Steffen Buhr, Berlin, Germany
supported by a friendly penguin 8-)
http://www.signalsoft.de/products.htm
MFG Otmar
>Seit ich das Programm mal angespielt habe, ist meine Achtung für die
>Fahrdienstleiter um einiges gestiegen.
Geht runter wie Öl... ;-)
>Vieles ist wahrscheinlich Routine, wenn man erst einmal weiss, welche
>Züge an welchem Gleis halten und welche Strecke welche Nummer hat,
Richtig, der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
>aber bei Fahrplanwechsel
Oder wenn die Abweichung von der Abweichung der Abweichung des
Ersatzprogramms wieder mal nicht zusammenpaßt...
>oder wenn mal nicht alles nach Plan läuft,
Bis zu einem gewissen Grad hab' ich nichts dagegen. Damit meine ich
nicht größeres Ungemach für die werte Kundschaft, sondern Abweichungen
wie Bauarbeiten in Zugpausen usw.
>muss das ein Höllenjob sein.
Manche Schichten sind schon stressig. Aber es macht einen Unterschied,
ob das Theater durch Unwetter, Selbstmörder oder ein anderes
unabwendbares Ereignis ausgelöst wurde oder aber alles durch
vernünftige Planung hätte vermieden werden können. Letzteres ergibt
dann Frust...
>Motto: "Mist! Warum hab' ich jetzt die Fahrstraße für den IC, der erst
>in zwei Minuten fällig ist, schon komplett eingestellt? Jetzt kommt der
>IR nicht aus dem Gleis raus und der nachfolgende Zug muss warten und
>blockiert dabei den halben Weichenbereich..."
Es gibt Tage, da verliert man. Und dann gibt's noch Tage, da gewinnen
die anderen...
Gruß, Gerd
>Kann man variabel einstellen, welcher Bereich des Stellwerks von welchem
>Bedienplatz aus bedient wird, um (je nach Verkehrsaufkommen) mit einer
>unterschiedlich grossen Zahl an Personal zu arbeiten und zugleich zu
>verhindern, dass einer irrtuemlich in einem Bereich stellt, fuer den er
>gerade gar nicht zustaendig ist?
Spurplanstellwerke mit mehreren Nummernstellpulten sind mir persönlich
noch nicht zwischen die Finger geraten, aber zur Zeit werkle ich in
einer Fernsteuerzentrale, die 15 Bahnhöfe mit neun Stellwerken (DrS2,
SpDrS60 und SpDrS600) mittels Rechnern bedient. Die zwei Bedienplätze
haben vollen Zugriff auf sämtliche Stellwerke, die Aufteilung der
Arbeit auf die beiden Fdl ist nur durch Papier geregelt und kann bei
gröberen Störungen auch angepaßt werden (einer kümmert sich um die
Störung, der andere fährt den umfangreichen Rest).
Zur Sicherheit: Hilfskommandos, wie Fahrstraßenauflösung, Ersatz-
signalbedienung etc. können immer nur von einem Bedienplatz
(umschaltbar) abgesetzt werden, dieser wird auf dem Kontrolldrucker
mit protokolliert.
Gruß, Gerd
> Spurplanstellwerke mit mehreren Nummernstellpulten sind mir persönlich
> noch nicht zwischen die Finger geraten,
Gibt es in Stuttgazt Hbf nur eines?
Michael Kauffmann
Gerd Knuepfer schrieb:
> On Tue, 16 May 2000 07:15:34 +0200, Kai Rode <kai_...@bigfoot.com>
> wrote:
>
> >Seit ich das Programm mal angespielt habe, ist meine Achtung für die
> >Fahrdienstleiter um einiges gestiegen.
>
> Geht runter wie Öl... ;-)
aol
Noch mehr beeindruckt haben mich allerdings die Leute auf Lp beim
letzten Bahntag.
MfG
Knud
Gerd Knuepfer schrieb:
>
> Spurplanstellwerke mit mehreren Nummernstellpulten sind mir persönlich
> noch nicht zwischen die Finger geraten, aber zur Zeit werkle ich in
> einer Fernsteuerzentrale, die 15 Bahnhöfe mit neun Stellwerken (DrS2,
> SpDrS60 und SpDrS600) mittels Rechnern bedient. Die zwei Bedienplätze
> haben vollen Zugriff auf sämtliche Stellwerke, die Aufteilung der
> Arbeit auf die beiden Fdl ist nur durch Papier geregelt und kann bei
> gröberen Störungen auch angepaßt werden (einer kümmert sich um die
> Störung, der andere fährt den umfangreichen Rest).
Das scheint vernünftig.
> Zur Sicherheit: Hilfskommandos, wie Fahrstraßenauflösung, Ersatz-
> signalbedienung etc. können immer nur von einem Bedienplatz
> (umschaltbar) abgesetzt werden, dieser wird auf dem Kontrolldrucker
> mit protokolliert.
Das heißt bei Störungen an zwei Stellen muß ein Fdl beide Störungen
bearbeiten? Und am Arbeitsplatz anderen sind die Freigaben für
Hilfshandlungen blockiert?
MfG
Knud
>> Zur Sicherheit: Hilfskommandos, wie Fahrstraßenauflösung, Ersatz-
>> signalbedienung etc. können immer nur von einem Bedienplatz
>> (umschaltbar) abgesetzt werden, dieser wird auf dem Kontrolldrucker
>> mit protokolliert.
>
>Das heißt bei Störungen an zwei Stellen muß ein Fdl beide Störungen
>bearbeiten?
Das läßt sich so pauschal nicht sagen, das kommt auf die Situation an.
>Und am Arbeitsplatz anderen sind die Freigaben für Hilfshandlungen
>blockiert?
Ja, die "Maschine" läßt sich aber recht schnell auf den jeweils
anderen Platz umschalten. Trotzdem passiert es einem ab und zu, daß
der Rechner mault:
piiiiiiiiiiiiiiiiiep
HILFSBEDIENUNG! FALSCHE TASTATUR!
Dann wird umgeschaltet und das Ganze nochmal eingetippselt...
Gruß, Gerd