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Bahnhof, in dem gewendet werden kann (was: Frankfurt hat keinen Bahnhof)

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Ulrich F. Heidenreich

unread,
Apr 18, 2001, 6:09:05 AM4/18/01
to
Hi!

Ausgehend von einer Nonsense-Diskussion, ob Frankfurt/Main denn nun einen
Bahnhof habe oder nicht - denn in Bahnhöfen würden ja schließlich Züge
halten und hin_durch_fahren - kam als Nächstes die Frage auf, ob es denn
überhaupt einen deutschen Bahnhof gäbe, in dem man wenden könne.

Weiß hier jemand Rat?

-bufh
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Michael Kauffmann

unread,
Apr 18, 2001, 6:36:56 AM4/18/01
to
"Ulrich F. Heidenreich" wrote:

> ob es denn überhaupt einen deutschen Bahnhof gäbe, in dem man wenden könne.

Schwabstraße!
Und ist in Orten wie Eutingen oder Bad Wildungen das ganze Gebilde
Bahnhof?

Michael Kauffmann

Eike Snoyek

unread,
Apr 18, 2001, 6:52:29 AM4/18/01
to
"Ulrich F. Heidenreich" <ulrich.he...@debitel.net> schrieb im
Newsbeitrag news:9bk051.3...@ufh.invalid.de...

>Ausgehend von einer Nonsense-Diskussion, ob Frankfurt/Main denn nun einen
>Bahnhof habe oder nicht - denn in Bahnhöfen würden ja schließlich Züge
>halten und hin_durch_fahren - kam als Nächstes die Frage auf, ob es denn
>überhaupt einen deutschen Bahnhof gäbe, in dem man wenden könne.

Hi Ulrich,

die Frage verstehe ich nicht ganz. Was meinst Du denn genau mit "wenden",
das geht doch überall - am einfachsten mit Wendezügen, wie der Name ja schon
sagt. Oder meinst Du, ein Kopfbahnhof ist kein Bahnhof, weil da keine Züge
_durch_fahren, oder meinst Du einen Zug, der mit Lok voraus in einen Bahnhof
einfährt und dann über eine Wendeschleife mit Lok voraus auch wieder
hinausfährt, oder....

Fragen über Fragen.

Viele Grüße
Eike


Joachim Schmid

unread,
Apr 18, 2001, 7:38:24 AM4/18/01
to
Michael Kauffmann schrieb:

>
> > ob es denn überhaupt einen deutschen Bahnhof gäbe, in dem man wenden könne.
>
> Schwabstraße!
> Und ist in Orten wie Eutingen oder Bad Wildungen das ganze Gebilde
> Bahnhof?

3:0!

Joachim

Moritz Gretzschel

unread,
Apr 18, 2001, 7:51:13 AM4/18/01
to

Zur Vertiefung dieser und weiterer Beispiele empfiehlt sich auch nochmalige
Lektüre des Threads "Bahnhoefe im Dreieck" vom Ende Februar, nachlesbar z.B.
auf groups.google.com.
Inklusive einiger mal wieder an Eloquenz wie Sachkunde den Vogel
abschießender Dörfler-Beiträge :-)

Gruß, Moritz


Torsten Jerzembeck

unread,
Apr 18, 2001, 8:22:34 AM4/18/01
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>halten und hin_durch_fahren - kam als Nächstes die Frage auf, ob es denn
>überhaupt einen deutschen Bahnhof gäbe, in dem man wenden könne.
>Weiß hier jemand Rat?

Einer der Bahnhöfe der Harzer Schmalspurbahnen hat eine Wendeschleife,
ich habe nur vergessen, welcher. :-(

Ansonsten biete ich noch Osnabrück Hbf, aber nur aus Richtung Löhne.

Grüße aus D'dorf,

=ToJe=

--
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
* Exil-Westfale * PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux *
Fachbegriffe der Informatik einfach erklaert, Teil 4:
"Garbage Collection" == "Windows 95" (Kristian Koehntopp)

Holger Koetting

unread,
Apr 18, 2001, 9:12:50 AM4/18/01
to
In article <NXUU...@nightingale.ms.sub.org>,

|> Einer der Bahnhöfe der Harzer Schmalspurbahnen hat eine Wendeschleife,
|> ich habe nur vergessen, welcher. :-(

Stiege.

|> Ansonsten biete ich noch Osnabrück Hbf, aber nur aus Richtung Löhne.

Wenden heisst nicht, dass eine Wendeschleife gefahren werden muss.
Die durchgehenden Zuege (mit gleicher Zugnummer) Wiesbaden-Aschaffenburg
wenden in Darmstadt.

Gruss,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting

Kai Garlipp

unread,
Apr 18, 2001, 9:26:41 AM4/18/01
to

Torsten Jerzembeck wrote:
>
> >halten und hin_durch_fahren - kam als Nächstes die Frage auf, ob es denn
> >überhaupt einen deutschen Bahnhof gäbe, in dem man wenden könne.
> >Weiß hier jemand Rat?
>
> Einer der Bahnhöfe der Harzer Schmalspurbahnen hat eine Wendeschleife,
> ich habe nur vergessen, welcher. :-(

Das ist in Stiege.

Bye Kai

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Apr 18, 2001, 10:07:22 AM4/18/01
to
Ich las von "Eike Snoyek" <ei...@t-online.de>:

>die Frage verstehe ich nicht ganz. Was meinst Du denn genau mit "wenden",
>das geht doch überall - am einfachsten mit Wendezügen, wie der Name ja schon
>sagt.

Unter "Wenden" im Bahnhof verstehe ich, daß ich nach Verlassen des
Bahnhofes nachwievor in Fahrtrichtung sitze, ohne meinen Sitzplatz auf
die gegenüberliegende Bank verlegen zu müssen (oder daß der erste Wagen
hinter der Lok nachwievor erster Wagen hinter der Lok bleibt).

Man behauptete mir gegenüber, in Frankfurt ginge dies, beschrieb aber
lediglich einen Vorgang, den ich als Laie dagegen mit "Umsetzen"
bezeichnen täte.

In Deutschland kenne ich nur einen Bahnhof, in dem das theoretisch
möglich wäre: Nämlich Osnabrück. Eine 270°-Kehre habe ich dort (leider)
oft genug durchtuckern müssen. Ob man dort praktisch auch 360° schaffen
könnte: Ägypten?

-bufh
--
Mein DEBUG ist putt. Suche korrekte Übersetzung für
C1 DB C1
EA0442CD21 JMP 21CD:4204

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Apr 18, 2001, 9:56:49 AM4/18/01
to
Ich las von to...@nightingale.ms.sub.org (Torsten Jerzembeck):

>Ansonsten biete ich noch Osnabrück Hbf, aber nur aus Richtung Löhne.

Denn hatte ich auch als positiven Kandidaten in Verdacht.

Zumindest sah die Schleife, die ich damals von Oldenburg (nicht über
Bremen, sondern einmal über die Milchkannendörfer Quakenbrück, etc.pp.)
kommend nach Hause fahrend drehte so aus, als könnte man darüber auch
wenden.

Patrick Evert

unread,
Apr 18, 2001, 10:37:43 AM4/18/01
to

"Torsten Jerzembeck" <to...@nightingale.ms.sub.org> schrieb

> Ansonsten biete ich noch Osnabrück Hbf, aber nur aus
> Richtung Löhne.

Hallo,

wie sieht's denn mit Braunschweig aus? Ich meine mich
schwach zu erinnern, dass man dort aus Ri. Gleidingen
irgendwie eine Schleife fahren kann.

Gruß Patrick Evert


Torsten Jerzembeck

unread,
Apr 18, 2001, 10:27:05 AM4/18/01
to
Holger Koetting schrieb:

>|> Ansonsten biete ich noch Osnabrück Hbf, aber nur aus Richtung Löhne.
>Wenden heisst nicht, dass eine Wendeschleife gefahren werden muss.

Das ist schon klar. Ich meinte der ursprünglichen Fragestellung
entnommen zu haben, daß hier nicht das übliche Wenden durch Kopf-
machen gemeint war, sondern Wenden, bei dem der besetzte Führer-
stand gleich bleibt. Kopfmachen gibt es schließlich recht häufig.

Beste Grüße aus D'dorf,

=ToJe=

--
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
* Exil-Westfale * PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux *

'Ich schieb so was immer auf "perl". Irgendwelche Feindbilder muss man nach
dem Fall der Berliner Mauer schliesslich haben.' (Andreas M. Kirchwitz)

Moritz Gretzschel

unread,
Apr 18, 2001, 10:23:41 AM4/18/01
to

Ulrich F. Heidenreich wrote:
> Eike Snoyek schrieb:

>> die Frage verstehe ich nicht ganz. Was meinst Du denn genau
>> mit "wenden", das geht doch überall - am einfachsten mit
>> Wendezügen, wie der Name ja schon sagt.
>
> Unter "Wenden" im Bahnhof verstehe ich, daß ich nach Verlassen des
> Bahnhofes nachwievor in Fahrtrichtung sitze, (...)

Das verstehst DU vielleicht darunter. In einer Diskussionsgruppe,
die allgemein verständlich sein sollte, erachte ich jedoch solche
rein privaten Definitionen als eher irrelevant.

Na schön, wenn es sonst bislang noch keiner getan hat, erlaube
halt ich mir, die sattsam bekannte Bahnhofsdefinition aus der
EBO zu zitieren:

| §4
| (2) Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo
| Züge beginnen, enden, ausweichen oder wenden dürfen. Als Grenze
| zwischen den Bahnhöfen und der freien Strecke gelten im
| allgemeinen die Einfahrsignale oder Trapeztafeln, sonst die
| Einfahrweichen.

Also sollten wir uns bitteschön, wenn Du schon danach fragst,
an die offizielle und gesetzliche Sprachregelung halten.
Und darin wendet ein Zug durch Fahrtrichtungswechsel, nicht
durch Deine beliebige Privatdefinition.
Ebenso ersehen wir aus obiger Definition, daß Deine Fragestellung
aus Deinem Ursprungsposting

|> ob Frankfurt/Main denn nun einen Bahnhof habe oder nicht -
|> denn in Bahnhöfen würden ja schließlich Züge halten und
|> hin_durch_fahren -

unsinnig ist, da von "Hindurchfahren" in der offiz.
Bahnhofsdefinition keinerlei Rede ist. Selbstverständlich erfüllt
auch ein Kopfbahnhof wie Frankfurt/M. das Kriterium.

OK jetzt?
Moritz Gretzschel

Juergen Hunold

unread,
Apr 18, 2001, 11:15:56 AM4/18/01
to Patrick Evert
Moin !

Patrick Evert wrote:

> wie sieht's denn mit Braunschweig aus? Ich meine mich
> schwach zu erinnern, dass man dort aus Ri. Gleidingen
> irgendwie eine Schleife fahren kann.

Jau, da bin ich schon selber durchgefahren. Aus Richtungs Harz durch den
Pbf, durch die Kurve und dann durch den Gbf und ab in Richtung Hannover.

Munter Bleiben !

Jürgen

--
* Dipl.-Math. Jürgen Hunold ! Institut für Verkehrswesen, Eisenbahnbau
* voice: ++49 511 762-2529 ! und -betrieb, Universität Hannover
* fax : ++49 511 762-3001 ! Appelstrasse 9a, D-30167 Hannover
* hun...@ive.uni-hannover.de ! www.ive.uni-hannover.de

Daniel Senger

unread,
Apr 18, 2001, 1:34:38 PM4/18/01
to

Torsten Jerzembeck <to...@nightingale.ms.sub.org> schrieb in im Newsbeitrag:
51UU...@nightingale.ms.sub.org...

> >Wenden heisst nicht, dass eine Wendeschleife gefahren werden muss.
>

> Kopfmachen gibt es schließlich recht häufig.

In den seltensten Fällen wird dann aber mit der alten Zugnummer
weitergefahren. Wenn nicht, ist es ein "Enden" und "Beginnen" eines
Zuges, da sich ja die Zugnummer ändert.

Gruss Daniel


Daniel Senger

unread,
Apr 18, 2001, 1:47:37 PM4/18/01
to

Moritz Gretzschel <Moritz.G...@dlr.de> schrieb in im Newsbeitrag:
9bk81d$sm3$1...@news.go.dlr.de...

>
> Ulrich F. Heidenreich wrote:
> > Eike Snoyek schrieb:
> >> die Frage verstehe ich nicht ganz. Was meinst Du denn genau
> >> mit "wenden", das geht doch überall - am einfachsten mit
> >> Wendezügen, wie der Name ja schon sagt.
> >
> > Unter "Wenden" im Bahnhof verstehe ich, daß ich nach Verlassen des
> > Bahnhofes nachwievor in Fahrtrichtung sitze, (...)
>
> Das verstehst DU vielleicht darunter. In einer Diskussionsgruppe,
> die allgemein verständlich sein sollte, erachte ich jedoch solche
> rein privaten Definitionen als eher irrelevant.

>Also sollten wir uns bitteschön, wenn Du schon danach fragst,


>an die offizielle und gesetzliche Sprachregelung halten.

Solch eine Aufregung, wegen der ungenauen Formulierung einer Frage.
Es ist ja schön, das Du die Fahrdienstvorschrift oder EBO (?) so gut
kennst, aber deswegen die Leute gleich dermassen runter zu machen?

Ich denke mal, hier sollte jeder seine Fragen stellen können, auch wenn
er kein 100%iger Vorschriftenfanatiker ist, es steht ja jedem frei, sich
mit dem Problem zu befassen, bzw. zu antworten.

> Und darin wendet ein Zug durch Fahrtrichtungswechsel, nicht
> durch Deine beliebige Privatdefinition.

Und Beibehaltung seiner Zugnummer, um es mal konkreter zu machen.


Also Ulrich, vielleicht das nächstes mal die Frage etwas konkreter
formulieren,
und auf jeden Fall das Fragen nicht "verbieten" lassen.

Gruss Daniel


Ulrich F. Heidenreich

unread,
Apr 18, 2001, 1:44:47 PM4/18/01
to
Ich las von "Moritz Gretzschel" <Moritz.G...@dlr.de>:

>Also sollten wir uns bitteschön, wenn Du schon danach fragst,
>an die offizielle und gesetzliche Sprachregelung halten.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ #-(



>Und darin wendet ein Zug durch Fahrtrichtungswechsel, nicht
>durch Deine beliebige Privatdefinition.

Sag mal:
Was habe ich Dir eigentlich getan, daß Du mich hier so giftig von der
Seite her anpöbelst?

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Apr 18, 2001, 1:57:33 PM4/18/01
to
Ich las von to...@nightingale.ms.sub.org (Torsten Jerzembeck):

>Das ist schon klar. Ich meinte der ursprünglichen Fragestellung


>entnommen zu haben, daß hier nicht das übliche Wenden durch Kopf-
>machen

Entschuldige bitte. "Wenden" und "Umsetzen" (Was heißt "Kopfmachen"?)
betrachtet mein gesunder Menschenverstand als absolut gegensätzlich:
Wo das Ding Namens "Zug" eben mangels Wendeschleife *nicht* wenden kann,
muß es umsetzen.

Aber offensichtlich verstößt man hier sofort gegen "Sprachliche
Gesetzmäßigkeiten", wenn man nicht Bundesbahninternes
Regelwerkbeamtendeutsch beherrscht. #-(

CU!
Ulrich

Message has been deleted

Daniel Senger

unread,
Apr 18, 2001, 3:04:58 PM4/18/01
to

Ronny Hick <ry...@eplus-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
9bkmkg$9vdbj$2...@ID-36929.news.dfncis.de...
> "Daniel Senger" <daniel...@mailbox.tu-dresden.de> schrieb:

> >> Kopfmachen gibt es schließlich recht häufig.
> > In den seltensten Fällen wird dann aber mit der alten Zugnummer
> > weitergefahren. Wenn nicht, ist es ein "Enden" und "Beginnen" eines
> > Zuges, da sich ja die Zugnummer ändert.
>
> Bad Dürkheim.
> Leipzig mit der S1.

Was willst Du damit sagen, dort behalten die Züge ihre Zugnummer,
nachdem sie ihre Richtung geändert haben?

Gruss Daniel


Michael A. Högler

unread,
Apr 18, 2001, 3:13:50 PM4/18/01
to

"Ronny Hick" <ry...@eplus-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9bkmkg$9vdbj$2...@ID-36929.news.dfncis.de...
> "Daniel Senger" <daniel...@mailbox.tu-dresden.de> schrieb:

> >> Kopfmachen gibt es schließlich recht häufig.
> > In den seltensten Fällen wird dann aber mit der alten Zugnummer
> > weitergefahren. Wenn nicht, ist es ein "Enden" und "Beginnen" eines
> > Zuges, da sich ja die Zugnummer ändert.
>
> Bad Dürkheim.
> Leipzig mit der S1.

ICs Graz-Salzburg. In Bruck an der Mur muss der TFz-Führer den Führerstand
wechseln, da die Bahnhofsausfahrt Richtung Salzburg in der Gleichen Richtung
wie die nach Graz führt... Er Wendet also, die Zugnummer bleibt die selbe!


Aus Stainz
Michael A. Högler
>
> Ronny


Ulf Kutzner

unread,
Apr 18, 2001, 3:24:34 PM4/18/01
to
On Wed, 18 Apr 2001, Ulrich F. Heidenreich wrote:

> Ausgehend von einer Nonsense-Diskussion, ob Frankfurt/Main denn nun einen
> Bahnhof habe oder nicht - denn in Bahnhöfen würden ja schließlich Züge
> halten und hin_durch_fahren - kam als Nächstes die Frage auf, ob es denn
> überhaupt einen deutschen Bahnhof gäbe, in dem man wenden könne.
>
> Weiß hier jemand Rat?

Schwabstraße?

Gruß, ULF
--
________________________________________________________________________
Ulf Kutzner Backhaushohl 46 D-55128 Mainz
________________________________________________________________________


Thomas Kootz

unread,
Apr 18, 2001, 3:35:49 PM4/18/01
to

"Moritz Gretzschel" <Moritz.G...@dlr.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9bk81d$sm3$1...@news.go.dlr.de...

>
> Na schön, wenn es sonst bislang noch keiner getan hat, erlaube
> halt ich mir, die sattsam bekannte Bahnhofsdefinition aus der
> EBO zu zitieren:
>
> | §4
> | (2) Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo
> | Züge beginnen, enden, ausweichen oder wenden dürfen. Als Grenze
> | zwischen den Bahnhöfen und der freien Strecke gelten im
> | allgemeinen die Einfahrsignale oder Trapeztafeln, sonst die
> | Einfahrweichen.
>
Und wie kann man dann die heute typischen Nebenbahnend"bahnhöfe" bezeichen,
wo alles bis auf ein Bahnsteiggleis, also auch alle Weichen, rausgerissen
wurde? Bekannt ist mir Windsbach (KBS 922). Und wenn die Pfeife vom
Steuerwagen kaputt ist, tja, dumm gelaufen......

Danke-----Thomas


Torsten Jerzembeck

unread,
Apr 18, 2001, 3:29:29 PM4/18/01
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

>>Das ist schon klar. Ich meinte der ursprünglichen Fragestellung
>>entnommen zu haben, daß hier nicht das übliche Wenden durch Kopf-
>>machen
>Entschuldige bitte. "Wenden" und "Umsetzen" (Was heißt "Kopfmachen"?)

"Kopfmachen" ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für den Fahrtrichtungs-
wechsel eines Zuges, bei dem ein Triebfahrzeug- oder zumindest ein
Führerstandswechsel stattfindet. Also das, was Du als "Umsetzen"
bezeichnest und was bei der Eisenbahn den Regelfall des Wendens
darstellt. :-)

>betrachtet mein gesunder Menschenverstand als absolut gegensätzlich:
>Wo das Ding Namens "Zug" eben mangels Wendeschleife *nicht* wenden kann,
>muß es umsetzen.

Umgangssprachlich stimmt das. Fachsprachlich ist "Wenden" jeder
Fahrtrichtungswechsel, bei dem der Zug seine Nummer behält. Ob das jetzt
durch einen Lok- oder Führerstandswechsel geschieht oder ob der Zug durch
eine Wendeschleife fährt (oder sonstwie gedreht wird), ist für diesen
Begriff bahnseitig nicht von Bedeutung.

>Aber offensichtlich verstößt man hier sofort gegen "Sprachliche
>Gesetzmäßigkeiten", wenn man nicht Bundesbahninternes
>Regelwerkbeamtendeutsch beherrscht. #-(

Ach was. Moritz hat bei der Formulierung seiner Antwort einfach eine
schlechte Viertelstunde gehabt. ;-)

Es ist aber so, daß das Eisenbahnwesen wie jede andere Technik eine
Fachsprache hat, in der der Begriff "Wenden" konkret definiert ist. Daß
diese Fachsprache teilweise von der Umgangssprache abweicht, ist so -
das ist aber bei anderen Fachsprachen nicht anders. Du denkst beim
Begriff "Hamster" ja vermutlich auch nicht zuallererst an das niedliche
Nagetier. :-)

Grüße aus D'dorf,

=ToJe=

--
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
* Exil-Westfale * PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux *

<Pholcer> pffrts... sich 'nen Sendmail bauen, aber nichtmal das Radio
einschalten können... mein gott wird die welt dekadent (Volker Götz, #incubus)

Ulf Kutzner

unread,
Apr 18, 2001, 4:00:12 PM4/18/01
to
On Wed, 18 Apr 2001, Ulrich F. Heidenreich wrote:

> Unter "Wenden" im Bahnhof verstehe ich, daß ich nach Verlassen des
> Bahnhofes nachwievor in Fahrtrichtung sitze, ohne meinen Sitzplatz auf
> die gegenüberliegende Bank verlegen zu müssen (oder daß der erste Wagen
> hinter der Lok nachwievor erster Wagen hinter der Lok bleibt).

So etwas in der Art gibt es in Nîmes beim Cevenol; es würde sich nicht
lohnen, die Sitzbank zu wechseln.

> Man behauptete mir gegenüber, in Frankfurt ginge dies, beschrieb aber
> lediglich einen Vorgang, den ich als Laie dagegen mit "Umsetzen"
> bezeichnen täte.

Umsetzen ist bahntechnisch mit Abhängen der Lok verbunden.

Eike Snoyek

unread,
Apr 18, 2001, 3:57:07 PM4/18/01
to
"Ulrich F. Heidenreich" <ulrich.he...@debitel.net> schrieb im
Newsbeitrag news:9bke3r.3...@ufh.invalid.de...

>Unter "Wenden" im Bahnhof verstehe ich, daß ich nach Verlassen des
>Bahnhofes nachwievor in Fahrtrichtung sitze, ohne meinen Sitzplatz auf
>die gegenüberliegende Bank verlegen zu müssen (oder daß der erste Wagen
>hinter der Lok nachwievor erster Wagen hinter der Lok bleibt).

O.k., dann hab´ ich´s jetzt auch verstanden.
Mein Angebot wäre Kiel Hbf, aber nur theoretisch.
Da gibt´s ein Gleisdreieck, das man zum Wenden nutzen könnte, wird aber
nicht gemacht, da (welche ein Wunder) Wendezüge eingesetzt werden.
Allerdings müßte da zumindest der Lokführer für kurze Zeit seinen Platz
wechseln bzw. einen Rangierer am anderen Zugende zur Hilfe mitnehmen.

Viele Grüße
Eike


Ulrich Kaehn

unread,
Apr 18, 2001, 3:41:45 PM4/18/01
to
> Unter "Wenden" im Bahnhof verstehe ich, daß ich nach Verlassen des
> Bahnhofes nachwievor in Fahrtrichtung sitze, ohne meinen Sitzplatz auf
> die gegenüberliegende Bank verlegen zu müssen (oder daß der erste Wagen
> hinter der Lok nachwievor erster Wagen hinter der Lok bleibt).

Also dann kenne ich nur den Bf Stiege, wo das so ist.

MfG Ulrich

Ulf Kutzner

unread,
Apr 18, 2001, 4:52:58 PM4/18/01
to
On Wed, 18 Apr 2001, Daniel Senger wrote:

> > Kopfmachen gibt es schließlich recht häufig.
>
> In den seltensten Fällen wird dann aber mit der alten Zugnummer
> weitergefahren.

Also nicht mit Fernzügen in Frankfurt, München, Wien West, Stuttgart,
Basel SBB und ehedem Altona?

> Wenn nicht, ist es ein "Enden" und "Beginnen" eines
> Zuges, da sich ja die Zugnummer ändert.

Gruß, ULF

Ulf Kutzner

unread,
Apr 18, 2001, 4:55:37 PM4/18/01
to
On Wed, 18 Apr 2001, Daniel Senger wrote:

> und auf jeden Fall das Fragen nicht "verbieten" lassen.

Das tun wir hier auch nicht; Du möchtest aber nach Möglichkeit das, was Du
nur vermutest, nicht regelmäßig wie Wissen formulieren.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 18, 2001, 5:08:44 PM4/18/01
to
On Wed, 18 Apr 2001, Ulrich F. Heidenreich wrote:

> Entschuldige bitte. "Wenden" und "Umsetzen" (Was heißt "Kopfmachen"?)
> betrachtet mein gesunder Menschenverstand als absolut gegensätzlich:
> Wo das Ding Namens "Zug" eben mangels Wendeschleife *nicht* wenden kann,
> muß es umsetzen.

Die Lok muß ja auch umsetzen, wenn man am anderen Ende weder über
Steuerwagen noch zweite Lok verfügt ;-)

> Aber offensichtlich verstößt man hier sofort gegen "Sprachliche
> Gesetzmäßigkeiten", wenn man nicht Bundesbahninternes
> Regelwerkbeamtendeutsch beherrscht. #-(

Nein, nur muß man irgendwann sich darauf einigen, was man womit meint. Bei
der Bahn meint "Wenden" eben etwas anderes als beim Auto.

Dabei fällt mir auf: Gibt es nicht auch bei der S-Bahn Wendeanlagen?

Ulf Kutzner

unread,
Apr 18, 2001, 5:11:13 PM4/18/01
to
On Wed, 18 Apr 2001, Ulrich F. Heidenreich wrote:

> Entschuldige bitte. "Wenden" und "Umsetzen" (Was heißt "Kopfmachen"?)

Von "Kopfbahnhof", aber nicht nur dort anzuwenden: Wenden.

Ach ja, es gibt auch noch die Umlaufwende, die fahrdienstlich ein Enden
und Beginnen darstellt. Sie enthält meistens, aber nicht notwendigerweise
einen Fahrtrichtungswechsel am Wendebahnhof.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 18, 2001, 5:42:33 PM4/18/01
to
On Wed, 18 Apr 2001, Daniel Senger wrote:

> > > In den seltensten Fällen wird dann aber mit der alten Zugnummer
> > > weitergefahren. Wenn nicht, ist es ein "Enden" und "Beginnen" eines
> > > Zuges, da sich ja die Zugnummer ändert.
> >
> > Bad Dürkheim.
> > Leipzig mit der S1.
>
> Was willst Du damit sagen, dort behalten die Züge ihre Zugnummer,
> nachdem sie ihre Richtung geändert haben?

Aber ja doch; in Rußland, Italien, Frankreich und Polen wird es anders
gehandhabt.

Reinhard Schumacher

unread,
Apr 18, 2001, 6:01:08 PM4/18/01
to
Ulf Kutzner schrieb:

>
>
>
> Nein, nur muß man irgendwann sich darauf einigen, was man womit meint. Bei
> der Bahn meint "Wenden" eben etwas anderes als beim Auto.
>

>
Also bei uns wird das so definiert:

Wenden = Enden eines Zuges und mit neuer Zugnummer zurückfahren. Eine
Änderung der Zugzusammensetzung muß dabei nicht unbedingt erfolgen (z.B.
Wendezug).

Kopfmachen = Der Zug ändert seine Fahrtrichtung unter Beibehaltung
seiner Zugnummer. Entweder mit Lokumlauf, Lokwechsel oder Wendezug.

Umsetzen = Umsetzen eines Zuges oder einer Rg-Abteilung von einem Gleis
in ein benachbartes Gleis. Ich würde auch das Umsetzen einer Lok von
einem Zugende zum anderen noch akzeptieren (Lokumlauf).

> Dabei fällt mir auf: Gibt es nicht auch bei der S-Bahn Wendeanlagen?

Nicht nur bei der S-Bahn. Eine Wendeanlage besteht aus 1 Gleis (oder
mehrere), in das die Züge nach dem Ausstieg aller Reisenden fahren. Die
Tf können dann den Führerstand wechseln ohne das Bahnsteiggleis zu lange
zu blockieren. Auch hier muß die Zusammenstellung des Zuges nicht
zwangsläufig geändert werden

Reinhard

Reinhard Schumacher

unread,
Apr 18, 2001, 6:21:20 PM4/18/01
to
Ulf Kutzner schrieb:

>
> >
> > Was willst Du damit sagen, dort behalten die Züge ihre Zugnummer,
> > nachdem sie ihre Richtung geändert haben?
>
> Aber ja doch; in Rußland, Italien, Frankreich und Polen wird es anders
> gehandhabt.

In Deutschland wird das so gehandhabt:

Ein Zug behält in der Regel vom Anfangs- bis zum Endbahnhof seine
Zugnummer, auch dann, wenn unterwegs die Fahrtrichtung gewechselt wird.
Befährt er jedoch nach dem Richtungswechsel dieselbe Strecke noch
einmal, diesmal in der Gegenrichtung, bekommt er für diesen doppelten
Abschnitt eine andere Nummer (z.B. wenn ein Zug von Hannover über
Hamburg Hbf nach Hamburg-Altona fahren würde und von dort wieder über
Hamburg Hbf nach Lübeck, bekäme er für den Abschnitt Altona - Hbf eine
andere Zugnummer).

Reinhard

Ulf Kutzner

unread,
Apr 18, 2001, 6:46:50 PM4/18/01
to
On Thu, 19 Apr 2001, Reinhard Schumacher wrote:

> Also bei uns wird das so definiert:
>
> Wenden = Enden eines Zuges und mit neuer Zugnummer

??

> zurückfahren. Eine
> Änderung der Zugzusammensetzung muß dabei nicht unbedingt erfolgen (z.B.
> Wendezug).
>
> Kopfmachen = Der Zug ändert seine Fahrtrichtung unter Beibehaltung
> seiner Zugnummer. Entweder mit Lokumlauf, Lokwechsel oder Wendezug.

Ist das nicht fahrdienstlich ebenfalls Wenden?

Ulf Kutzner

unread,
Apr 18, 2001, 6:50:56 PM4/18/01
to
On Thu, 19 Apr 2001, Reinhard Schumacher wrote:

> > > Was willst Du damit sagen, dort behalten die Züge ihre Zugnummer,
> > > nachdem sie ihre Richtung geändert haben?
> >
> > Aber ja doch; in Rußland, Italien, Frankreich und Polen wird es anders
> > gehandhabt.
>
> In Deutschland wird das so gehandhabt:
>
> Ein Zug behält in der Regel vom Anfangs- bis zum Endbahnhof seine
> Zugnummer, auch dann, wenn unterwegs die Fahrtrichtung gewechselt wird.
> Befährt er jedoch nach dem Richtungswechsel dieselbe Strecke

Das dürfte das Zauberwort sein.

> noch
> einmal, diesmal in der Gegenrichtung, bekommt er für diesen doppelten
> Abschnitt eine andere Nummer (z.B. wenn ein Zug von Hannover über
> Hamburg Hbf nach Hamburg-Altona fahren würde und von dort wieder über
> Hamburg Hbf nach Lübeck, bekäme er für den Abschnitt Altona - Hbf eine
> andere Zugnummer).

Im Zweifel aber nur betrieblich.

Reinhard Schumacher

unread,
Apr 18, 2001, 7:39:19 PM4/18/01
to
Ulf Kutzner schrieb:

>
> On Thu, 19 Apr 2001, Reinhard Schumacher wrote:
>

> > Befährt er jedoch nach dem Richtungswechsel dieselbe Strecke
>
> Das dürfte das Zauberwort sein.
>
> > noch
> > einmal, diesmal in der Gegenrichtung, bekommt er für diesen doppelten
> > Abschnitt eine andere Nummer (z.B. wenn ein Zug von Hannover über
> > Hamburg Hbf nach Hamburg-Altona fahren würde und von dort wieder über
> > Hamburg Hbf nach Lübeck, bekäme er für den Abschnitt Altona - Hbf eine
> > andere Zugnummer).
>
> Im Zweifel aber nur betrieblich.
>

Das ist richtig. Der Fahrgast bekommt davon in der Regel nichts mit. Das
kommt wohl daher, daß eine Zugnummer auf einer Strecke nicht zweimal
vorkommen darf (wohl wegen Verwechslungsgefahr).

Reinhard

Reinhard Schumacher

unread,
Apr 18, 2001, 7:46:19 PM4/18/01
to
Ulf Kutzner schrieb:

>
> On Thu, 19 Apr 2001, Reinhard Schumacher wrote:
>
> > Also bei uns wird das so definiert:
> >
> > Wenden = Enden eines Zuges und mit neuer Zugnummer
>
> ??
>
> > zurückfahren. Eine
> > Änderung der Zugzusammensetzung muß dabei nicht unbedingt erfolgen (z.B.
> > Wendezug).

Wenn wir z.B. bei uns mal eine S-Bahn wegen hoher Verspätung "brechen"
(Zuglauf vorzeitig beenden und Zug zurückschicken), dann WENDEN wir die
S-Bahn auf die Gegenleistung. Oder der bei uns endende Nokia-Expreß
72615 WENDET auf 72616.


> >
> > Kopfmachen = Der Zug ändert seine Fahrtrichtung unter Beibehaltung
> > seiner Zugnummer. Entweder mit Lokumlauf, Lokwechsel oder Wendezug.
>
> Ist das nicht fahrdienstlich ebenfalls Wenden?
>

Es kommt ungefähr aufs selbe raus, nur die Zugnummer bleibt, allerdings
würden wir das bei uns wohl nicht als wenden bezeichnen. Ich habe die FV
jetzt nicht griffbereit. Ist der Begriff "Wenden" überhaupt darin
definiert?

Reinhard

Moritz Gretzschel

unread,
Apr 19, 2001, 3:07:02 AM4/19/01
to

Ulrich F. Heidenreich wrote:
> Ich las von Moritz Gretzschel:

> > Also sollten wir uns bitteschön, wenn Du schon danach fragst,
> > an die offizielle und gesetzliche Sprachregelung halten.
> ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ #-(
> >Und darin wendet ein Zug durch Fahrtrichtungswechsel, nicht
> >durch Deine beliebige Privatdefinition.
>
> Sag mal:
> Was habe ich Dir eigentlich getan, daß Du mich hier so giftig
> von der Seite her anpöbelst?

Eigentlich nichts. Es kam mir einfach so vor, als würdest Du
Definitionen nach Belieben solange verdrehen, bis Sie zu Deiner
Ursprungsaussage passen.

Aber lassen wir das. Und kommen gerne noch einmal aud Deine
ursprüngliche Frage zurück. Die Antwort lautet schlicht:
Alle Bahnhöfe.

Moritz Gretzschel


Moritz Gretzschel

unread,
Apr 19, 2001, 2:54:18 AM4/19/01
to

Thomas Kootz wrote:
> Moritz Gretzschel schrieb:

> >
> > | §4
> > | (2) Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo
> > | Züge beginnen, enden, ausweichen oder wenden dürfen. Als Grenze
> > | zwischen den Bahnhöfen und der freien Strecke gelten im
> > | allgemeinen die Einfahrsignale oder Trapeztafeln, sonst die
> > | Einfahrweichen.
> >
> Und wie kann man dann die heute typischen Nebenbahnend"bahnhöfe"
> bezeichen, wo alles bis auf ein Bahnsteiggleis, also auch alle
> Weichen, rausgerissen wurde?

Haltepunkt, genauer gesagt Endhaltepunkt.

| (8) Haltepunkte sind Bahnanlagen ohne Weichen, wo Züge planmäßig
| halten, beginnen oder enden dürfen.

Gruß aus München, Moritz Gretzschel


Ulrich F. Heidenreich

unread,
Apr 19, 2001, 5:09:34 AM4/19/01
to
Ich las von Ulf Kutzner <kutz...@mail.Uni-Mainz.DE>:

>Umsetzen ist bahntechnisch mit Abhängen der Lok verbunden.

Genau dies habe ich oft genug in Frankfurt erleben dürfen. Meist wurde
dann für die *Weiter*fahrt¹) durch den Steigerwald eine andere stärkere
oder sogar eine zweite Lok hinter^W äh vor den Zug gehängt.

-bufh
_______
¹) also nix gewendet oder in gleicher Fahrtrichtung zurück oder etwa
andere Zugummer vergeben. Das war und blieb immer der Zug Nummer 621.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Apr 19, 2001, 5:18:57 AM4/19/01
to
Ich las von to...@nightingale.ms.sub.org (Torsten Jerzembeck):

>Du denkst beim


>Begriff "Hamster" ja vermutlich auch nicht zuallererst an das niedliche
>Nagetier. :-)

Beide hamstern. Der eine für den Winterschlaf, der andere Newsartikel.
Und wenn ich meinen Hamster wende (Kids: Don't do that at home), dann
heißt das auch nicht, daß er danach mit dem Arsch nach vorne und dem
Kopf nach hinten weiterläuft. ;-)

-bufh

--
Disclaimer:
Alle Begriffe in diesem Beitrag entsprangen meiner kranken Phantasie
und entsprechen deshalb keineswegs den gesetzlichen Vorschriften über
deutsche Umgangssprache.

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Apr 19, 2001, 5:27:54 AM4/19/01
to
Ich las von Ulf Kutzner <kutz...@mail.Uni-Mainz.DE>:

>Von "Kopfbahnhof",

Daß ein "Zweirichtungswagen" hier "Wendezug" heißt, weil er mangels
Wendemöglichkeit auch falschherum richtigherum fährt, hat man mir ja
inzwischen in den Schädel geprügelt.

Aber was bitteschön ist ein "Kopfbahnhof"? Wenn man mir jetzt noch
verrät, daß damit ein "Sackbahnhof" gemeint ist, könnte ich langsam zu
dem Schluß kommen, nicht *ich* sei derjenige, welcher sich nicht an
"gesetzlich vorgeschriebenes" Deutsch halte.

Eine Möglichkeit sehe ich allerdings noch: Könnte es eventuell sein, daß
durch die Verschmelzung mit der DDR-Reichsbahn auch "Ostdeutsch" - Nein,
bitte BLOSS nicht als Wessi-Angriff mißverstehen! - mit hereingeflossen
ist. Dann könnte ich mir nämlich erklären, warum eure und meine Begriffe
nicht so ganz kongruent sind. Aber dies gehört dann eher nach desd.

-bufh

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Apr 19, 2001, 6:56:40 AM4/19/01
to
Ich las von "Moritz Gretzschel" <Moritz.G...@dlr.de>:

>Eigentlich nichts. Es kam mir einfach so vor, als würdest Du
>Definitionen nach Belieben solange verdrehen, bis Sie zu Deiner
>Ursprungsaussage passen.

Ich habe eher das Gefühl, *DU* verdrehst gängige Begriffe solange, bis
daß sie in Deinen verquerten Bahn-Schädel passen, um dann anderen Leuten
den Vorwurf machen zu können, sie würden nicht gesetzestreues Deutsch
reden.

Vernünftige Leser dieser Gruppe besaßen dagegen die Freundlichkeit, mir
zu erklären, daß "Wenden" wohl ein bahnspezifischer Begriff sei, der hier
eine zum allgemeinen Sprachgebrauch völlig kontradiktive Bedeutung
besitzt.

Dürfte ich Dich deswegen jetzt auch als ungesetzlichen Wortverdreher
beschimpfen, weil Deine Vorstellung von "Wenden" nicht mit derer von
Tausenden anderer Menschen übereinstimmt? Oder könnten wir uns vielleicht
gütlich darauf einigen, daß es Begriffe gibt, die in *beiden* Richtungen
erklärungsbedürftig sind?

>Die Antwort lautet schlicht:
>Alle Bahnhöfe.

Troll! Du *weißt* ganz genau, was ich fragen wollte.

Wie müßte ich für den gnädigen Herrn dann die Frage formulieren, um die
gewünschte Antwort zu bekommen? Wahrscheinlich löst nämlich meine Frage,
welcher Bahnhof denn über eine "Wendeschleife" verfüge, bei Dir zunächst
eine scheinheilige Rückfrage nach "Wendeschleife" aus, um mir dann wieder
an den Kopf zu werfen, ich hätte den Begriff "Wendeschleife" nach meinem
verquerten Gusto umdefiniert.

CU!
Ul -is ja schlimmer als in 'ner Linuxgruppe hier- rich

Michael Kauffmann

unread,
Apr 19, 2001, 7:21:15 AM4/19/01
to
"Ulrich F. Heidenreich" wrote:

> Wo das Ding Namens "Zug" eben mangels Wendeschleife *nicht* wenden kann,
> muß es umsetzen.

Der Schienenkringel wird "Kehrschleife" genannt. Darin tut man "kehren".
Wenn man das nicht kann, tut man "wenden".

Michael Kauffmann

Olaf Kuba

unread,
Apr 19, 2001, 8:18:26 AM4/19/01
to
Hallo Ulrich,

"Ulrich F. Heidenreich" schrieb:


>
> Ich las von Ulf Kutzner <kutz...@mail.Uni-Mainz.DE>:
>
> >Von "Kopfbahnhof",
>
> Daß ein "Zweirichtungswagen" hier "Wendezug" heißt, weil er mangels
> Wendemöglichkeit auch falschherum richtigherum fährt, hat man mir ja
> inzwischen in den Schädel geprügelt.

Du meinst wahrscheinlich einen Steuerwagen; erst der macht den Zug zum
Wendezug. Einen Zweirichtungswagen gibt es bei der Strassenbahn.

>
> Aber was bitteschön ist ein "Kopfbahnhof"? Wenn man mir jetzt noch

> verrät, daß damit ein "Sackbahnhof" gemeint ist, ...

Genau so ist es. Der Name kommt daher, weil dort die Züge "Kopf machen"
und nicht versacken ;-) .

> ... könnte ich langsam zu


> dem Schluß kommen, nicht *ich* sei derjenige, welcher sich nicht an
> "gesetzlich vorgeschriebenes" Deutsch halte.

Es gibt kein gesetzlich vorgeschriebenens Deutsch, jedoch gibt es bei
der Eisenbahn, wie in jedem anderen Gewerbe auch, eine "Fachsprache" die
sich nicht unbedingt mit der Umgangssprache decken muß.


>
> Eine Möglichkeit sehe ich allerdings noch: Könnte es eventuell sein, daß
> durch die Verschmelzung mit der DDR-Reichsbahn auch "Ostdeutsch" - Nein,
> bitte BLOSS nicht als Wessi-Angriff mißverstehen! - mit hereingeflossen
> ist. Dann könnte ich mir nämlich erklären, warum eure und meine Begriffe
> nicht so ganz kongruent sind. Aber dies gehört dann eher nach desd.

> ...

Nein, ich kenne die hier genannten Fachbegriffe schon aus der
Vorwendezeit im Westen. Aber wie oben schon geschrieben es sind halt
Fachbegriffe die nicht jeden geläufig sind. Es ist ja auch kein Vorwurf
(jedenfals nicht von mir), das Du sie nicht kennst. Wenn Du jedoch die
hier "gelernten" Begriffe in Zunkunft verwendest, kannst Du schon viele
Mißverständnisse im vorraus vermeiden.
Nicht zuletzt hast Du schließlich die Behauptung in den Raum gestellt,
dass Frankfurt keinen Bahnhof habe, da dort keine Züge Wenden können.
Hier wurde erklärt, dass eisenbahntechnisch die Eigenschaft Bahnhof sehr
wohl zutrifft, das (in eisenbahntechnischen Sinne) dort Züge doch wenden
könnten. Umgangssprachlich sieht das vielleicht anders aus, jedoch wird
dort z.B. auch ein Haltepunkt meist als Bahnhof bezeichnet.

So, ich hoffe ich habe dich jetzt nicht zu sehr in deiner Ehre gekränkt
mit meinem Artikel.

Nichts für Ungut

Olaf

Reinhard Schumacher

unread,
Apr 19, 2001, 8:42:51 AM4/19/01
to
"Ulrich F. Heidenreich" schrieb:

>
> Ich las von Ulf Kutzner <kutz...@mail.Uni-Mainz.DE>:
>
> >Von "Kopfbahnhof",
>
> Daß ein "Zweirichtungswagen" hier "Wendezug" heißt, weil er mangels
> Wendemöglichkeit auch falschherum richtigherum fährt, hat man mir ja
> inzwischen in den Schädel geprügelt.

Da der Steuerwagen (Du nanntest ihn Zweirichtungswagen) für diesen
Betrieb ausdrücklich konstruiert wurde, fährt er also nicht falsch
herum, sondern allenfalls andersrum.


>
> Aber was bitteschön ist ein "Kopfbahnhof"? Wenn man mir jetzt noch
> verrät, daß damit ein "Sackbahnhof" gemeint ist, könnte ich langsam zu
> dem Schluß kommen, nicht *ich* sei derjenige, welcher sich nicht an
> "gesetzlich vorgeschriebenes" Deutsch halte.

Ein Kopfbahnhof IST ein Sackbahnhof.


>
> Eine Möglichkeit sehe ich allerdings noch: Könnte es eventuell sein, daß
> durch die Verschmelzung mit der DDR-Reichsbahn auch "Ostdeutsch" - Nein,
> bitte BLOSS nicht als Wessi-Angriff mißverstehen! - mit hereingeflossen
> ist. Dann könnte ich mir nämlich erklären, warum eure und meine Begriffe
> nicht so ganz kongruent sind. Aber dies gehört dann eher nach desd.
>

Eher nicht. Das hieß auch im Westen schon Kopfbahnhof, als an eine
Wiedervereinigung noch gar nicht zu denken war. Kopfbahnhof heisst es
vielleicht deshalb, weil es "vor Kopf" noch einen Querbahnsteig gibt,
der die reguläre Weiterfahrt unmöglich macht. Und das "Wenden" der Züge
in einem solchen Bahnhof nennt man dann "Kopfmachen".

Laß Dich bitte nicht verrückt machen durch diese Dir unverständlichen
Ausdrücke. Es gibt ja wohl in ziemlich jedem Berufszweig fachidiotische
Ausdrücke, mit denen ein Außenstehender nichts anzufangen weiß. Leider
vergessen einige Leute, daß nicht jeder das gleiche Wissen hat. Da
sollte man lieber erklären statt zu motzen.

Reinhard

Kai Garlipp

unread,
Apr 19, 2001, 8:56:17 AM4/19/01
to

Olaf Kuba wrote:
>
> > Aber was bitteschön ist ein "Kopfbahnhof"? Wenn man mir jetzt noch
> > verrät, daß damit ein "Sackbahnhof" gemeint ist, ...
>
> Genau so ist es. Der Name kommt daher, weil dort die Züge "Kopf machen"
> und nicht versacken ;-) .

Woher kommt dann eigentlich der Ausdruck "Sackbahnhof"? Weil es wie beim
Sack nur einen Ausgang gibt oder hat es einen anderen Ursprung?

Bye Kai

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Apr 19, 2001, 9:43:24 AM4/19/01
to
Ich las von Reinhard Schumacher <RSchu...@t-online.de>:

>> Daß ein "Zweirichtungswagen" hier "Wendezug" heißt, weil er mangels
>> Wendemöglichkeit auch falschherum richtigherum fährt, hat man mir ja
>> inzwischen in den Schädel geprügelt.
>
>Da der Steuerwagen (Du nanntest ihn Zweirichtungswagen)

Nö!

>für diesen Betrieb ausdrücklich konstruiert wurde, fährt er also nicht falsch
>herum, sondern allenfalls andersrum.

Ich meinte nicht den Steuerkopf, sondern das ganze Gebilde. Zum Beispiel
würde ich die alten ET420 S-Bahnen nicht als "Wendezug" sondern als
Zweirichtungs(Trieb-)wagen bezeichnen. Bei etwas ausgewachseneren Zügen
kann man den gleichen Effekt mit zwei Triebköpfen (alte ICEs) oder einem
Trieb- und einem Steuerkopf (neuere ICEs) erzielen. Diese Dinger fahren
auch ohne Umsetzen der Lok immer richtigherum, auch wenn sie nicht
wenden^W *räusper* *ähömm* kehren können.



>Eher nicht. Das hieß auch im Westen schon Kopfbahnhof

Dann muß ich wohl nie im Westen gelebt haben oder der Eisenbahnerwesten
liegt geographisch nicht im Fahrgastwesten. Frankfurt/Main hatte schon
immer einen Sackbahnhof.

>Und das "Wenden" der Züge
>in einem solchen Bahnhof nennt man dann "Kopfmachen".

Sorry:

Aber ich habe in allen mir bekannten Publikationen (von Fahrplänen bis
hin zum Faltblatt "Ihr Zugbegleiter") nie den Begriff "In diesem Bahnhof
macht Ihr Zug den Kopf." lesen dürfen. Es hieß immer "In diesem Bahnhof
ändert Ihr Zug seine Fahrtrichtung". Allerdings war ich noch nie in der
(ehemaligen) DDR unterwegs und habe dies deshalb als Möglichkeit für mir
absolut verquerte^W unbekannte Begriffe vermutet.

-bufh

Eike Snoyek

unread,
Apr 19, 2001, 10:01:59 AM4/19/01
to
"Ulrich F. Heidenreich" <ulrich.he...@debitel.net> schrieb im
Newsbeitrag news:9bn12s.3...@ufh.invalid.de...

>>Eher nicht. Das hieß auch im Westen schon Kopfbahnhof

>Dann muß ich wohl nie im Westen gelebt haben oder der Eisenbahnerwesten
>liegt geographisch nicht im Fahrgastwesten. Frankfurt/Main hatte schon
>immer einen Sackbahnhof.

Also ich wohne im geographischen Norden auf ehemaligem Westgebiet und hier
hieß das Ding immer schon Kopfbahnhof. Der Begriff Sackbahnhof war aber
trotzdem auch hier bekannt. Man kann das also synonym gebrauchen, ob im
Norden, Osten, Süden oder Westen...

>>Und das "Wenden" der Züge
>>in einem solchen Bahnhof nennt man dann "Kopfmachen".

>Aber ich habe in allen mir bekannten Publikationen (von Fahrplänen bis


>hin zum Faltblatt "Ihr Zugbegleiter") nie den Begriff "In diesem Bahnhof
>macht Ihr Zug den Kopf." lesen dürfen. Es hieß immer "In diesem Bahnhof
>ändert Ihr Zug seine Fahrtrichtung".

Naja, "Ihr Zug macht Sack" hört sich ja auch wirklich etwas seltsam an, das
wäre ein Fall für Stephan Raab. Es gibt aber genügend (sowohl westliche als
auch östliche) Fachliteratur, in der von "Kopf machen" die Rede ist. Daß das
so nicht in Fahr- und Faltplänen für den "Verbraucher" steht, ergibt sich
aus Deiner Frage: das würden nämlich "normal sterbliche" nicht verstehen, da
es Fachausdrücke sind.

> Allerdings war ich noch nie in der

(>ehemaligen) DDR unterwegs und habe dies deshalb als Möglichkeit für mir


>absolut verquerte^W unbekannte Begriffe vermutet.

Hmm, dann kommt also alles Dir unbekannte aus der DDR?!

;-)

Viele Grüße
Eike


Martin Schoenbeck

unread,
Apr 19, 2001, 10:01:57 AM4/19/01
to

"Ulrich F. Heidenreich" schrieb:
<snip>

> Dann muß ich wohl nie im Westen gelebt haben oder der Eisenbahnerwesten
> liegt geographisch nicht im Fahrgastwesten. Frankfurt/Main hatte schon
> immer einen Sackbahnhof.

Ich war da schon ziemlich oft, auch vor der Wende (oder Kehre?), und die
haben da einen Kopfbahnhof. Ganz sicher. ;=)

Allerdings komme ich von Frankfurt aus gesehen aus dem Norden.
Vielleicht liegts ja daran?

<snip>

Gruß Martin

KretzschmarR

unread,
Apr 19, 2001, 10:32:21 AM4/19/01
to
>ob es denn
>> überhaupt einen deutschen Bahnhof gäbe, in dem man wenden könne.
>>
>> Weiß hier jemand Rat?
>

Wendezüge wenden bekanntlich überall ohne zu wenden.
Aber ansonsten natürlich: Stiege (HSB).

MfG Ronald Kretzschmar

http://members.aol.com/KretzschmarR/dr1990.html

Reinhard Schumacher

unread,
Apr 19, 2001, 11:03:33 AM4/19/01
to
"Ulrich F. Heidenreich" schrieb:

>
> Ich las von Reinhard Schumacher <RSchu...@t-online.de>:
>
> >> Daß ein "Zweirichtungswagen" hier "Wendezug" heißt, weil er mangels
> >
> >Da der Steuerwagen (Du nanntest ihn Zweirichtungswagen)
>
> Nö!
> Ich meinte nicht den Steuerkopf, sondern das ganze Gebilde.

So langsam verstehe ich die Vorredner, die mit Deiner Sprachauslegung
ihre Probleme hatten. Entweder schreibst Du von einem Wagen oder von
einem Zug. Ein ZweirichtungsWAGEN ist nun mal kein Zug!

> Zum Beispiel
> würde ich die alten ET420 S-Bahnen nicht als "Wendezug" sondern als
> Zweirichtungs(Trieb-)wagen bezeichnen. Bei etwas ausgewachseneren Zügen
> kann man den gleichen Effekt mit zwei Triebköpfen (alte ICEs) oder einem
> Trieb- und einem Steuerkopf (neuere ICEs) erzielen. Diese Dinger fahren
> auch ohne Umsetzen der Lok immer richtigherum, auch wenn sie nicht
> wenden^W *räusper* *ähömm* kehren können.

Ich gebe es auf!!!!!


>
> >Eher nicht. Das hieß auch im Westen schon Kopfbahnhof
>
> Dann muß ich wohl nie im Westen gelebt haben oder der Eisenbahnerwesten
> liegt geographisch nicht im Fahrgastwesten. Frankfurt/Main hatte schon
> immer einen Sackbahnhof.
>

Wahrscheinlich für "Säcke" wie Dich.
Auch wenn Du einen Begriff nicht persönlich kennst, heisst das noch
lange nicht, daß es ihn nicht gab. Schau mal in den Duden, da steht
Kopfbahnhof nämlich drin.

> >Und das "Wenden" der Züge
> >in einem solchen Bahnhof nennt man dann "Kopfmachen".
>
> Sorry:
>
> Aber ich habe in allen mir bekannten Publikationen (von Fahrplänen bis
> hin zum Faltblatt "Ihr Zugbegleiter") nie den Begriff "In diesem Bahnhof
> macht Ihr Zug den Kopf." lesen dürfen. Es hieß immer "In diesem Bahnhof
> ändert Ihr Zug seine Fahrtrichtung". Allerdings war ich noch nie in der
> (ehemaligen) DDR unterwegs und habe dies deshalb als Möglichkeit für mir
> absolut verquerte^W unbekannte Begriffe vermutet.
>

Dann lies mal Eisenbahnliteratur. Da wirst Du den Ausdruck öfter finden.

Ich hatte Deine Fragen mal als ernsthaft empfunden und habe versucht,
Dir das zu erläutern. Aber ich gewinne mehr und mehr den Eindruck, daß
Du uns alle hier nur zum Narren halten willst.

Reinhard

Reinhard Schumacher

unread,
Apr 19, 2001, 11:05:25 AM4/19/01
to
Kai Garlipp schrieb:
Vielleicht weil da so viele "Säcke" arbeiten...? :-)

Reinhard

Steffen Buhr

unread,
Apr 19, 2001, 10:24:15 AM4/19/01
to
Michael Kauffmann wrote:
>
> Der Schienenkringel wird "Kehrschleife" genannt. Darin tut man "kehren".
> Wenn man das nicht kann, tut man "wenden".

In den hiesigen Kehranlagen der S-Bahn, welche keine Kringel sind wird
die S-Bahn keineswegs gereinigt sondern gekehrt ;-)

Gruß
Steffen
--
Steffen Buhr, Berlin, Germany

Hans Friedlaender

unread,
Apr 19, 2001, 11:23:42 AM4/19/01
to

Bestimmt nicht. Ich komme von Frankfurt gesehen aus dem Süden und habe
Bahnhöfe, aus denen Züge in der Regel nur nach Fahrtrichtungsänderung
wieder herausfahren können, auch als Kopfbahnhöfe kennengelernt.

Ulrich: Sprache ist vielfältig, deshalb heißts im Oberschwäbischen: "I
sag jo nix, i moin jo bloß!"

Hans

Martin Bienwald

unread,
Apr 19, 2001, 11:29:44 AM4/19/01
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

> Ausgehend von einer Nonsense-Diskussion, ob Frankfurt/Main denn nun einen
> Bahnhof habe oder nicht - denn in Bahnhöfen würden ja schließlich Züge
> halten und hin_durch_fahren - kam als Nächstes die Frage auf, ob es denn


> überhaupt einen deutschen Bahnhof gäbe, in dem man wenden könne.

Stuttgart Schwabstraße
Stiege
Mannheim-Käfertal OEG
Heddesheim (Baden) Ort

Hm, ist die Wendeschleife vor dem DB-Bahnhof in Bad Dürkheim ein Bahnhof,
oder fährt die RHB dort nach BOStrab? Aber Ellerstadt West hat meiner
Erinnerung nach ein Gleisdreieck, eignet sich also auch zum Wenden ...

Ostkreuz

Hmm, ob irgendeine der Osnabrücker Kurven eine Wendefahrt inerhalb des
Hauptbahnhofs hergibt? Ortskundige vor!

... Martin

Martin Bienwald

unread,
Apr 19, 2001, 11:36:57 AM4/19/01
to
Ulrich F. Heidenreich schrieb:

> Daß ein "Zweirichtungswagen" hier "Wendezug" heißt, weil er mangels
> Wendemöglichkeit auch falschherum richtigherum fährt, hat man mir ja
> inzwischen in den Schädel geprügelt.

"Zweirichtungswagen" kenne ich nur für Straßenbahnen, dort ist es
durchaus ein Fachausdruck. Für Eisenbahnzüge habe ich es noch nie gehört.

> Aber was bitteschön ist ein "Kopfbahnhof"? Wenn man mir jetzt noch
> verrät, daß damit ein "Sackbahnhof" gemeint ist,

Exakt.

> Eine Möglichkeit sehe ich allerdings noch: Könnte es eventuell sein, daß
> durch die Verschmelzung mit der DDR-Reichsbahn auch "Ostdeutsch" - Nein,
> bitte BLOSS nicht als Wessi-Angriff mißverstehen! - mit hereingeflossen
> ist.

Zumindest nicht in diesem Fall. Diese Begriffe dürften allesamt älter als
die deutsche Teilung sein.

... Martin

Holger Koetting

unread,
Apr 19, 2001, 11:51:32 AM4/19/01
to
In article <9bn098$rm0$3...@news1.wdf.sap-ag.de>,

martin....@gmx.de (Martin Bienwald) writes:
|> Hm, ist die Wendeschleife vor dem DB-Bahnhof in Bad Dürkheim ein Bahnhof,
|> oder fährt die RHB dort nach BOStrab?

Sie faehrt dorthin als Eisenbahn, wenn auch im Bereich ohne eigenen
Gleiskoerper auf Sicht. Jetzt aus der Erinnerung: Die Stellwerkstechnik
erlaubt drei Zugfahrten in Richtung Bahnhofsschleife, weitere Fahrzeuge
(soweit sie denn in die Schleife und den zweigleisigen Abschnitt davor
passen) muessen auf Vorsichtsignal losgeschickt werden.

Gruss,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting

Daniel Senger

unread,
Apr 19, 2001, 11:55:48 AM4/19/01
to

Ulf Kutzner <kutz...@mail.Uni-Mainz.DE> schrieb in im Newsbeitrag:
Pine.OSF.4.21.010418...@orville.zdv.Uni-Mainz.DE...
> On Wed, 18 Apr 2001, Daniel Senger wrote:
>
> > und auf jeden Fall das Fragen nicht "verbieten" lassen.
>
> Das tun wir hier auch nicht; Du möchtest aber nach Möglichkeit das, was Du
> nur vermutest, nicht regelmäßig wie Wissen formulieren.

Ist halt mein Wissen, aber vielleicht schreibst Du mal konkret, wo
ich einer "(falschen) Vermutung" erlegen bin.

>Umsetzen ist bahntechnisch mit Abhängen der Lok verbunden.

Hier vermutest Du etwas falschen, es kann auch ein ganzer Zug
umgesetzt werden.

Gruss Daniel


Message has been deleted

Ulf Kutzner

unread,
Apr 19, 2001, 12:51:26 PM4/19/01
to
On Thu, 19 Apr 2001, Reinhard Schumacher wrote:

> > > Wenden = Enden eines Zuges und mit neuer Zugnummer
> >
> > ??
> >
> > > zurückfahren. Eine
> > > Änderung der Zugzusammensetzung muß dabei nicht unbedingt erfolgen (z.B.
> > > Wendezug).
>
> Wenn wir z.B. bei uns mal eine S-Bahn wegen hoher Verspätung "brechen"
> (Zuglauf vorzeitig beenden und Zug zurückschicken), dann WENDEN wir die
> S-Bahn auf die Gegenleistung. Oder der bei uns endende Nokia-Expreß
> 72615 WENDET auf 72616.

Schon recht.

> > > Kopfmachen = Der Zug ändert seine Fahrtrichtung unter Beibehaltung
> > > seiner Zugnummer. Entweder mit Lokumlauf, Lokwechsel oder Wendezug.
> >
> > Ist das nicht fahrdienstlich ebenfalls Wenden?
> >
> Es kommt ungefähr aufs selbe raus, nur die Zugnummer bleibt, allerdings
> würden wir das bei uns wohl nicht als wenden bezeichnen. Ich habe die FV
> jetzt nicht griffbereit. Ist der Begriff "Wenden" überhaupt darin
> definiert?

Ich meine ja, im Gegensatz zum "Kopfmachen".

Neu war für mich das "mit Gleiswechsel" in
http://www-zr.statistik-bund.de/def/def0104.htm

Gruß, ULF
--
________________________________________________________________________
Ulf Kutzner Backhaushohl 46 D-55128 Mainz
________________________________________________________________________


Marc Haber

unread,
Apr 19, 2001, 1:06:45 PM4/19/01
to
Ronny Hick <ry...@eplus-online.de> wrote:
>"Daniel Senger" <daniel...@mailbox.tu-dresden.de> schrieb:
>>> Kopfmachen gibt es schließlich recht häufig.
>> In den seltensten Fällen wird dann aber mit der alten Zugnummer
>> weitergefahren. Wenn nicht, ist es ein "Enden" und "Beginnen" eines
>> Zuges, da sich ja die Zugnummer ändert.
>
>Bad Dürkheim.
>Leipzig mit der S1.

Blankenese.
München Ostbahnhof.
Stuttgart Hbf.
Frankfurt Hbf.

Grüße
Marc

--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.

Marc Haber

unread,
Apr 19, 2001, 1:09:37 PM4/19/01
to
martin....@gmx.de (Martin Bienwald) wrote:
>Stuttgart Schwabstraße
>Stiege
>Mannheim-Käfertal OEG
>Heddesheim (Baden) Ort

Wenn wir hier jetzt schon anfangen:
Bad Herrenalb
Ittersbach
Langensteinbach St. Barbara
Ettlingen Stadt
Rüppurr Battstraße (ja, _Bahnhof_)
Neureut Kirchfeld
Leopoldshafen

Ulf Kutzner

unread,
Apr 19, 2001, 1:16:38 PM4/19/01
to
On Thu, 19 Apr 2001, Ulrich F. Heidenreich wrote:

> >Umsetzen ist bahntechnisch mit Abhängen der Lok verbunden.
>
> Genau dies habe ich oft genug in Frankfurt erleben dürfen.

Hmmm, war die Zuglok nicht am Prellbock eingesperrt?

> Meist wurde
> dann für die *Weiter*fahrt¹) durch den Steigerwald eine andere stärkere
> oder sogar eine zweite Lok hinter^W äh vor den Zug gehängt.
>
> -bufh
> _______
> ¹) also nix gewendet

Nach http://www.jura.uni-sb.de/BGBl/TEIL1/1991/19911098.1.HTML wohl schon.

> oder in gleicher Fahrtrichtung zurück oder etwa
> andere Zugummer vergeben. Das war und blieb immer der Zug Nummer 621.

Macht nichts.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 19, 2001, 1:28:25 PM4/19/01
to
On Thu, 19 Apr 2001, Ulrich F. Heidenreich wrote:

> Ich las von Ulf Kutzner <kutz...@mail.Uni-Mainz.DE>:
>
> >Von "Kopfbahnhof",
>
> Daß ein "Zweirichtungswagen"

Kenne ich von der Straßenbahn her.

> hier "Wendezug" heißt, weil er mangels
> Wendemöglichkeit auch falschherum richtigherum fährt, hat man mir ja
> inzwischen in den Schädel geprügelt.

Bei der Eisenbahn sind die allermeisten Fahrzeuge Zweirichtungswagen, auch
die Triebfahrzeuge, weil Wendeschleifen eben selten sind und seit dem
Ausklingen der Dampflokzeit auch Drehscheiben seltener wurden.

Vereinzelt findet man Doppellokhäften, die, wenn ohne weiteres Tfz
betrieben, Einrichtungsloks sind.

Auf südamerikanischen Bahnen findet man auch Schienenbusse [TM], die wie
jeder ordentliche Bus [TM] nur eine Fahrerkabine haben und damit
betrieblich wieder an die Straßenbahn-Einrichtungswagen herankommen. Mag
sein, daß diese Schienenbusse auch nur auf einer Seite Türen haben.

> Aber was bitteschön ist ein "Kopfbahnhof"? Wenn man mir jetzt noch
> verrät, daß damit ein "Sackbahnhof" gemeint ist,

Schon, wobei letzterer Begriff nur umgangssprachlich verwendet wird.

> könnte ich langsam zu
> dem Schluß kommen, nicht *ich* sei derjenige, welcher sich nicht an
> "gesetzlich vorgeschriebenes" Deutsch halte.
>
> Eine Möglichkeit sehe ich allerdings noch: Könnte es eventuell sein, daß
> durch die Verschmelzung mit der DDR-Reichsbahn auch "Ostdeutsch" - Nein,
> bitte BLOSS nicht als Wessi-Angriff mißverstehen! - mit hereingeflossen
> ist.

Ja, die früheren Zusatzzüge werden auch im Westen häufig als Sonderzpge
bezeichnet; dieser Begriff war früher nichtöffentlichen
Gesellschaftssonderzügen vorbehalten.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 19, 2001, 2:06:56 PM4/19/01
to
On Thu, 19 Apr 2001, Kai Garlipp wrote:

> Woher kommt dann eigentlich der Ausdruck "Sackbahnhof"? Weil es wie beim
> Sack nur einen Ausgang gibt oder hat es einen anderen Ursprung?

Bei den Franzosen 'cul de sac'. Nein, das übersetze ich jetzt nicht.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 19, 2001, 2:10:31 PM4/19/01
to
On Thu, 19 Apr 2001, Ulrich F. Heidenreich wrote:

> Ich meinte nicht den Steuerkopf, sondern das ganze Gebilde. Zum Beispiel
> würde ich die alten ET420 S-Bahnen nicht als "Wendezug" sondern als
> Zweirichtungs(Trieb-)wagen bezeichnen. Bei etwas ausgewachseneren Zügen
> kann man den gleichen Effekt mit zwei Triebköpfen (alte ICEs) oder einem
> Trieb- und einem Steuerkopf (neuere ICEs)

Richtig neuere ICEs [TM] haben so etwas nicht.

> erzielen. Diese Dinger fahren
> auch ohne Umsetzen der Lok immer richtigherum, auch wenn sie nicht
> wenden^W *räusper* *ähömm* kehren können.

ICE2 können in beiden Richtungen fahren, fragt sich nur, wie schnell (je
nach Kombination).

Wenn sie ungünstig stehen, braucht man Kehrfahrten.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 19, 2001, 2:15:09 PM4/19/01
to
On Thu, 19 Apr 2001, Reinhard Schumacher wrote:

> So langsam verstehe ich die Vorredner, die mit Deiner Sprachauslegung
> ihre Probleme hatten. Entweder schreibst Du von einem Wagen oder von
> einem Zug. Ein ZweirichtungsWAGEN ist nun mal kein Zug!

Anderer Ansicht wahrscheinlich Saarbahneinzeltraktionäre spätestens nach
Auffahrt auf die DB-Strecke.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 19, 2001, 2:28:25 PM4/19/01
to
On Thu, 19 Apr 2001, Daniel Senger wrote:

> Hier vermutest Du etwas falschen, es kann auch ein ganzer Zug
> umgesetzt werden.

Der Punkt ging an Dich.

Ulf Kutzner

unread,
Apr 19, 2001, 3:47:54 PM4/19/01
to
On Thu, 19 Apr 2001, Marc Haber wrote:

> >> In den seltensten Fällen wird dann aber mit der alten Zugnummer
> >> weitergefahren. Wenn nicht, ist es ein "Enden" und "Beginnen" eines
> >> Zuges, da sich ja die Zugnummer ändert.
> >
> >Bad Dürkheim.
> >Leipzig mit der S1.
>
> Blankenese.
> München Ostbahnhof.

Wer wendet in Ost?

> Stuttgart Hbf.
> Frankfurt Hbf.

Matthias Doerfler

unread,
Apr 19, 2001, 3:57:39 PM4/19/01
to
Am Thu, 19 Apr 2001 14:24:15 +0000 schrieb Steffen Buhr:
> Michael Kauffmann wrote:

> > Der Schienenkringel wird "Kehrschleife" genannt. Darin tut man "kehren".
> > Wenn man das nicht kann, tut man "wenden".
>
> In den hiesigen Kehranlagen der S-Bahn, welche keine Kringel sind wird
> die S-Bahn keineswegs gereinigt sondern gekehrt ;-)

Können wir uns darauf einigen, dass es für die Betriebssituation, die
Ulrich ersichtlich meinte
____>______>___>_
< \ \
^ \ \
^ \ | V
^ \ /
\_<_/

gerade _keinen_ fachidio(ma)tischen Begriff gibt? Ich würde die
nämliche Schleife in Bad Herrenalb oder Stiege nicht als Kehrschleife
sondern als Wendeschleife, diejenige in Stuttgart-Schwabstraße gegen
Bubel et al gerade nicht als Wendeschleife sondern als Kehrschleife
benannt wissen wollen.

Können wir weiterhin Ulrichs Ausgangsfrage einvernehmlich dahingehend
beantworten, dass es in Frankfurt (Main) jedenfalls bei den öffent-
lichen Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen keine derartige Gleis-
schleife innerhalb _eines_ Bahnhofs gibt?

Können wir uns schließlich darauf einigen, dass die aus Regelfahr-
zeugen bestehende, auf die freie Strecke übergehende Einheit (vulgo:
Zug) in einer derartigen Gleisschleife vulgo ge_dreht_ wird, unab-
hängig davon, wie sie betrieb{stechnologis|li}ch abgehandelt wird?

Können wir Ulrichs Ausgangsfrage weitergehend dahin beantworten, dass
es innerhalb des Stadtgebiets Frankfurt (Main) mehrere Gleisschleifen
gibt, bei denen Züge eine vergleichbare Drehfahrt über _mehrere_
Betriebsstellen zurücklegen können, allerdings unter Verschmähung des
Hauptbahnhofs?

Dann sollten wir dem Thread ein korrekteres Subject verpassen und
anschließend - wie war das - mit eloquenteren Formulierungen
weiterdiskutieren.

mfg Matthias Dörfler

Martin Schwarzwälder

unread,
Apr 19, 2001, 3:59:37 PM4/19/01
to

"Eike Snoyek" <ei...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9bkrl3$tmk$01$1...@news.t-online.com...

> "Ulrich F. Heidenreich" <ulrich.he...@debitel.net> schrieb im
> Newsbeitrag news:9bke3r.3...@ufh.invalid.de...
>
> >Unter "Wenden" im Bahnhof verstehe ich, daß ich nach Verlassen des
> >Bahnhofes nachwievor in Fahrtrichtung sitze, ohne meinen Sitzplatz
auf
> >die gegenüberliegende Bank verlegen zu müssen (oder daß der erste
Wagen
> >hinter der Lok nachwievor erster Wagen hinter der Lok bleibt).
>
> O.k., dann hab´ ich´s jetzt auch verstanden.
> Mein Angebot wäre Kiel Hbf, aber nur theoretisch.
> Da gibt´s ein Gleisdreieck, das man zum Wenden nutzen könnte,

Im Bf Malls in Südtirol gab es ein Wendefünfeck. Das dürfte nun aber
wirklich die exklusivste Art des Wendens sein.

Martin


Kai-Uwe Thiessenhusen

unread,
Apr 19, 2001, 5:07:21 PM4/19/01
to
Martin Bienwald <martin....@gmx.de> wrote:
: Ulrich F. Heidenreich schrieb:

:> Ausgehend von einer Nonsense-Diskussion, ob Frankfurt/Main denn nun einen
:> Bahnhof habe oder nicht - denn in Bahnhöfen würden ja schließlich Züge
:> halten und hin_durch_fahren - kam als Nächstes die Frage auf, ob es denn
:> überhaupt einen deutschen Bahnhof gäbe, in dem man wenden könne.

: Stuttgart Schwabstraße
: Stiege
: Mannheim-Käfertal OEG
: Heddesheim (Baden) Ort


: Ostkreuz

: Hmm, ob irgendeine der Osnabrücker Kurven eine Wendefahrt inerhalb des
: Hauptbahnhofs hergibt? Ortskundige vor!

Da kannst Du noch weitere Turmbahnhoefe mit Verbindungskurven dazunehmen.
Falkenberg(Elster).

Und aus dem Ausland saemtliche Bahnhoefe, in denen Amtrak-Zuege beginnen oder
enden.

Aber wo koennen Passagiere die Wendeaktion komplett planmaessig mitmachen?

Heddesheim wohl, oder? Kaefertal weiss ich nicht, Stiege ist m.W fuer
Passagierfahrten gesperrt; Schwabstr. sowieso.

Aus dem Ausland faellt mir Woskressensk suedoestlich von Moskau ein.
Dort faehrt der Zug Berlin-Saratow durch den Bahnhof, befaehrt dann einige
Verbindungskurven und durchfaehrt dann den Bahnhof nochmal in Gegenrichtung.


-kut


Andreas Barth

unread,
Apr 19, 2001, 6:36:30 PM4/19/01
to
On Thu, 19 Apr 2001 21:47:54 +0200, Ulf Kutzner wrote:
> On Thu, 19 Apr 2001, Marc Haber wrote:

>> München Ostbahnhof.

> Wer wendet in Ost?

S1 und S2.


Andi
--
.signature: No such file or directory

Michael Kauffmann

unread,
Apr 20, 2001, 3:12:22 AM4/20/01
to
Matthias Doerfler wrote:
> > Michael Kauffmann wrote:
>
> > > Der Schienenkringel wird "Kehrschleife" genannt. Darin tut man "kehren".
> > > Wenn man das nicht kann, tut man "wenden".

Davon bin ich mittlerweile nicht mehr überzeugt.

> Können wir uns darauf einigen, dass es für die Betriebssituation, die
> Ulrich ersichtlich meinte
> ____>______>___>_
> < \ \
> ^ \ \
> ^ \ | V
> ^ \ /
> \_<_/
>
> gerade _keinen_ fachidio(ma)tischen Begriff gibt?

Ja.

> Ich würde die nämliche Schleife in Bad Herrenalb oder Stiege nicht
> als Kehrschleife sondern als Wendeschleife, diejenige in
> Stuttgart-Schwabstraße gegen Bubel et al gerade nicht als
> Wendeschleife sondern als Kehrschleife benannt wissen wollen.

Weil in der einen Einrichtungsfahrzeuge in die passende Stellung gebracht
werden, die andere richtigen Zügen einezusätzliche Fahrmöglichkeit bietet?

Michael Kauffmann

Ulrich F. Heidenreich

unread,
Apr 20, 2001, 2:31:52 AM4/20/01
to
Ich las von Reinhard Schumacher <RSchu...@t-online.de>:

>Ich hatte Deine Fragen mal als ernsthaft empfunden und habe versucht,


>Dir das zu erläutern. Aber ich gewinne mehr und mehr den Eindruck, daß
>Du uns alle hier nur zum Narren halten willst.

Hier in dieser Gruppe scheinen Fahrgäste (die eure betriebinsternen
Bezeichnungen nicht kennen können) - wie übrigens bei der echten Bahn
auch - ein aüßerst unerwünschtes Übel zu sein.

Ich bin bisher in keiner Gruppüe mangels internem Fachwissen dermaßen
angepöbelt worden wie hier.

Tschüß miteinander!

Uli Maschek

unread,
Apr 20, 2001, 4:40:59 AM4/20/01
to
Kai Garlipp schrieb:

>
> Woher kommt dann eigentlich der Ausdruck "Sackbahnhof"? Weil es wie beim
> Sack nur einen Ausgang gibt oder hat es einen anderen Ursprung?

Vermutlich. Im Gegensatz zum "Schlauchbahnhof", wo man an zwei Enden
hinein und heraus kann. :-)

Uli.

--
Uli Maschek
http://www.maschexx.de

Michael Kauffmann

unread,
Apr 20, 2001, 5:05:39 AM4/20/01
to
Uli Maschek wrote:
> Kai Garlipp schrieb:
> >
> > Woher kommt dann eigentlich der Ausdruck "Sackbahnhof"? Weil es wie beim
> > Sack nur einen Ausgang gibt oder hat es einen anderen Ursprung?
>
> Vermutlich. Im Gegensatz zum "Schlauchbahnhof", wo man an zwei Enden
> hinein und heraus kann. :-)

Vielleicht auch in Anlehnung an "Sackgasse" bei Straßen.

Michael Kauffmann

Helmut Pfau

unread,
Apr 20, 2001, 5:08:55 AM4/20/01
to
> Ulrich F. Heidenreich schrieb:

> >halten und hin_durch_fahren - kam als Nächstes die Frage auf, ob es denn
> >überhaupt einen deutschen Bahnhof gäbe, in dem man wenden könne.
> >Weiß hier jemand Rat?

Schwabstraße in Stuttgart

Helmut Pfau


tobias b koehler

unread,
Apr 20, 2001, 5:33:31 AM4/20/01
to
On Thu, 19 Apr 2001 00:21:20 +0200, Reinhard Schumacher
<RSchu...@t-online.de> wrote in de.etc.bahn.eisenbahn:

> Ein Zug behält in der Regel vom Anfangs- bis zum Endbahnhof seine
> Zugnummer, auch dann, wenn unterwegs die Fahrtrichtung gewechselt wird.
> Befährt er jedoch nach dem Richtungswechsel dieselbe Strecke noch
> einmal, diesmal in der Gegenrichtung, bekommt er für diesen doppelten
> Abschnitt eine andere Nummer (z.B. wenn ein Zug von Hannover über
> Hamburg Hbf nach Hamburg-Altona fahren würde und von dort wieder über
> Hamburg Hbf nach Lübeck, bekäme er für den Abschnitt Altona - Hbf eine
> andere Zugnummer).

Wie wurde das beim Talgo Berlin - Köln - Bonn - Köln gehandhabt?

--
tobias benjamin köhler * * * * ,-/o"O`--.._ * _/(_ *
* * * * * * _,-o'.|o 0 'O o O`o--'. e\
dresden, europe * (`o-..___..--''o:,-' )o /._" O "o 0 o : ._>
* * ``--o___o..o.'' * :'.O\_ ```--.\o .' `--
un...@tigerden.com * * * `-`.,) * \`.o`._ *
furry peace! http://www.fur.com/peace/ * fL `-`-.,)

tobias b koehler

unread,
Apr 20, 2001, 5:31:19 AM4/20/01
to
On Thu, 19 Apr 2001 21:59:37 +0200, Martin Schwarzwälder
<martin.sch...@web.de> wrote in de.etc.bahn.eisenbahn:

> Im Bf Malls in Südtirol gab es ein Wendefünfeck. Das dürfte nun aber
> wirklich die exklusivste Art des Wendens sein.

Wendedrudenfüße wären auch vorstellbar, brauchen gleich viele
weichen wie wendefünfecke, aber mehr kreuzungen.

Gibt es die gleiskonfiguration von Malls irgendwo als bild zu
sehen?

Gruß aus der stadt mit drei gleisdreiecken.

--
tobias benjamin köhler t...@rcs.urz.tu-dresden.de
____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ,----.
(====|====|oooo|====|====|====|====|oooo|====|====|oooo|""""| ]
o----o----o----o----o----o----o----o----o----o----o---"oo--oo'_

tobias b koehler

unread,
Apr 20, 2001, 5:46:28 AM4/20/01
to
On Thu, 19 Apr 2001 19:57:39 GMT, Matthias Doerfler
<thas...@dialup.nacamar.de> wrote in de.etc.bahn.eisenbahn:

> gerade _keinen_ fachidio(ma)tischen Begriff gibt? Ich würde die
> nämliche Schleife in Bad Herrenalb oder Stiege nicht als Kehrschleife
> sondern als Wendeschleife, diejenige in Stuttgart-Schwabstraße gegen
> Bubel et al gerade nicht als Wendeschleife sondern als Kehrschleife
> benannt wissen wollen.

Nach welchen kriterien würdest du die eine als wende-, die andere
als kehrschleife bezeichnen?

> Können wir Ulrichs Ausgangsfrage weitergehend dahin beantworten, dass
> es innerhalb des Stadtgebiets Frankfurt (Main) mehrere Gleisschleifen
> gibt, bei denen Züge eine vergleichbare Drehfahrt über _mehrere_
> Betriebsstellen zurücklegen können, allerdings unter Verschmähung des
> Hauptbahnhofs?

Dazu fehlt mir ein ausreichend genauer gleisplan.

--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
____________ ______________ __>___________ ______________
,'' H=========H||H============H|| ===== H=====H||H ===========H|
`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'
european railway pictures - http://mercurio.iet.unipi.it/pix/

tobias b koehler

unread,
Apr 20, 2001, 5:42:07 AM4/20/01
to
On Wed, 18 Apr 2001 19:57:33 +0200, Ulrich F. Heidenreich
<ulrich.he...@debitel.net> wrote in de.etc.bahn.eisenbahn:

> Entschuldige bitte. "Wenden" und "Umsetzen" (Was heißt "Kopfmachen"?)
> betrachtet mein gesunder Menschenverstand als absolut gegensätzlich:
> Wo das Ding Namens "Zug" eben mangels Wendeschleife *nicht* wenden kann,
> muß es umsetzen.

"Wenden" ist hier als "wechsel der fahrtrichtung" zu verstehen.
"Kopfmachen" ist der fahrtrichtungswechsel im kopfbahnhof, der
einen lokwechsel erfordert, sofern der zug am anderen ende
keinen funktionstüchtigen führer"stand" (steuerwagen, trieb-
kopf, sandwichlok ....) hat.

> Aber offensichtlich verstößt man hier sofort gegen "Sprachliche
> Gesetzmäßigkeiten", wenn man nicht Bundesbahninternes
> Regelwerkbeamtendeutsch beherrscht. #-(

Und jetzt alle: "Die Bundesbahn gibt es nicht mehr!"

Die schwierigkeit ist eher, dass "wenden" allgemeinsprachlich
nicht sehr präzise definiert ist und es deshalb leicht möglich
ist, aneinander vorbeizureden. Deshalb braucht ihr aber noch
nicht aneinander hochzugehen. Dann gibt es noch "kehren"
(worunter die BRG sicher etwas anderes versteht) und "stürzen"
(nicht der Mitropakoch mit dem pudding).

Was ist eigentlich der unterschied zwischen einer kehrschleife
und einer wendeschleife? Bisher scheint es mir, als ob kehr-
schleifen wieder ins gleiche gleis zurückführen, wendeschleifen
dagegen auf das gegengleis einer zweigleisigen strecke.

--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de

_-_____>_ ______________ _______------_ ____------____
('H=====H`)|H= ======== =H||H====== = = ||H===`----'===H|
_____`ooo---ooo'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'

tobias b koehler

unread,
Apr 20, 2001, 5:54:17 AM4/20/01
to
On Thu, 19 Apr 2001 11:27:54 +0200, Ulrich F. Heidenreich <ulrich.he...@debitel.net> wrote in de.etc.bahn.eisenbahn:

> Aber was bitteschön ist ein "Kopfbahnhof"? Wenn man mir jetzt noch

> verrät, daß damit ein "Sackbahnhof" gemeint ist, könnte ich langsam zu


> dem Schluß kommen, nicht *ich* sei derjenige, welcher sich nicht an
> "gesetzlich vorgeschriebenes" Deutsch halte.

In kopf- und sackbahnhöfe kann nur von einer seite her einge-
fahren werden; züge, die dort nicht beginnen oder enden, sondern
halten, müssen die fahrtrichtung wechseln.

Was ist nun der unterschied? Ich würde sagen, bei einem kopf-
bahnhof enden alle bahnsteiggleise am prellbock, und es gibt
einen querbahnsteig; bei einem sackbahnhof kommen dahinter noch
weichen usw., die es erleichtern, die lok, die den zug ge-
bracht hat, ans andere ende umzusetzen. Aber das ist keine
amtliche definition.

> Eine Möglichkeit sehe ich allerdings noch: Könnte es eventuell sein, daß
> durch die Verschmelzung mit der DDR-Reichsbahn auch "Ostdeutsch" - Nein,
> bitte BLOSS nicht als Wessi-Angriff mißverstehen! - mit hereingeflossen

> ist. Dann könnte ich mir nämlich erklären, warum eure und meine Begriffe
> nicht so ganz kongruent sind. Aber dies gehört dann eher nach desd.

Kopfbahnhöfe gab es auch schon bei der DB. Ja, es gab sie meines
wissens sogar schon bei der DRB/DRG.

--
tobias benjamin köhler t...@rcs.urz.tu-dresden.de

____________ ______________ ______________ ____________
,''=0==========||===0=========0||==========0===||==========0=``.
`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'

Hans Friedlaender

unread,
Apr 20, 2001, 6:16:44 AM4/20/01
to
tobias b koehler wrote:

> Was ist eigentlich der unterschied zwischen einer kehrschleife
> und einer wendeschleife? Bisher scheint es mir, als ob kehr-
> schleifen wieder ins gleiche gleis zurückführen, wendeschleifen
> dagegen auf das gegengleis einer zweigleisigen strecke.

Mir war Kehrschleife bisher als Abschnitt von Bergstrecken bekannt, nach
dessen Durchfahren der Zug auf der folgenden Geraden geographisch in +/-
entgegengesetzter Richtung fährt, gleichwohl aber seine Fahrtrichtung
beibehalten hat. Gibts auch als Kehrtunnel, wenn aus Platzgründen in den
Berg hineingebaut.

Hans

tobias b koehler

unread,
Apr 20, 2001, 6:03:51 AM4/20/01
to
On 19 Apr 2001 15:36:57 GMT, Martin Bienwald <martin....@gmx.de>
wrote in de.etc.bahn.eisenbahn:

> "Zweirichtungswagen" kenne ich nur für Straßenbahnen, dort ist es
> durchaus ein Fachausdruck. Für Eisenbahnzüge habe ich es noch nie gehört.

Das liegt wohl daran, dass echte einrichtungsfahrzeuge im
eisenbahnbereich eher die ausnahme waren (Schienenzeppelin,
Talgo I und II). Viele dampfloks hatten eine vorzugsrichtung
(schornstein voraus), durften aber auch rückwärts (mit
geringerer geschwindigkeit, meistens 50 km/h) fahren.

--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de

_______ _______ _______ _______ _______ _______ _<_____
| " ===|H =====|H =====|===== H|===== H|=== " || " |``--.
`-o-----o-------o-------o-------o-------o-----o-'`-o=o---o=o-'__

Klaus von der Heyde

unread,
Apr 20, 2001, 6:24:31 AM4/20/01
to
tobias b koehler schrieb:

> Das liegt wohl daran, dass echte einrichtungsfahrzeuge im
> eisenbahnbereich eher die ausnahme waren (Schienenzeppelin,
> Talgo I und II).

Wie wurden die wieder zurueck gefahren?

> Viele dampfloks hatten eine vorzugsrichtung
> (schornstein voraus), durften aber auch rückwärts (mit
> geringerer geschwindigkeit, meistens 50 km/h) fahren.

Wie konnte der lokfuehrer dabei die signale sehen? Gar nicht?
Hilfe einer zweiten person notwendig?

Klaus

Reinhard Schumacher

unread,
Apr 20, 2001, 6:39:28 AM4/20/01
to
tobias b koehler schrieb:

>
> On Thu, 19 Apr 2001 00:21:20 +0200, Reinhard Schumacher
> <RSchu...@t-online.de> wrote in de.etc.bahn.eisenbahn:
>
> > Ein Zug behält in der Regel vom Anfangs- bis zum Endbahnhof seine
> > Zugnummer, auch dann, wenn unterwegs die Fahrtrichtung gewechselt wird.
> > Befährt er jedoch nach dem Richtungswechsel dieselbe Strecke noch
> > einmal, diesmal in der Gegenrichtung, bekommt er für diesen doppelten
> > Abschnitt eine andere Nummer (z.B. wenn ein Zug von Hannover über
> > Hamburg Hbf nach Hamburg-Altona fahren würde und von dort wieder über
> > Hamburg Hbf nach Lübeck, bekäme er für den Abschnitt Altona - Hbf eine
> > andere Zugnummer).
>
> Wie wurde das beim Talgo Berlin - Köln - Bonn - Köln gehandhabt?
>
Von Berlin über Köln nach Bonn fand kein Fahrtrichtungswechsel statt.
Die Fahrt von Bonn nach Köln dürfte eine Leerfahrt zur Abstellung
gewesen sein, dafür hätte der Zug dann ohnehin eine andere Nummer
bekommen.

Reinhard

Uli Maschek

unread,
Apr 20, 2001, 6:37:49 AM4/20/01
to
tobias b koehler schrieb:

>
> Nach welchen kriterien würdest du die eine als wende-, die andere
> als kehrschleife bezeichnen?

Bei der Modelleisenbahn (zumindest, was in meinen Büchern steht) ist das

____>______>___>_
< \ \
^ \ \
^ \ |

^ \ /
\_<_/

als Kehrschleife definiert.

Eine Wendeschleife ist das Ende des "Hundeknochens":

_________________
__________ \
\ \
\ |
\ /
\___/

Aber wie gesagt: Bei der Modellbahn.

Reinhard Schumacher

unread,
Apr 20, 2001, 6:43:46 AM4/20/01
to
tobias b koehler schrieb:

>
> Was ist nun der unterschied? Ich würde sagen, bei einem kopf-
> bahnhof enden alle bahnsteiggleise am prellbock, und es gibt
> einen querbahnsteig; bei einem sackbahnhof kommen dahinter noch
> weichen usw., die es erleichtern, die lok, die den zug ge-
> bracht hat, ans andere ende umzusetzen. Aber das ist keine
> amtliche definition.

Und wie bekommst Du die Lok über den Querbahnsteig zu den dahinter
liegenden Weichen? :-)

Aber diese Definition hast du doch frei erfunden, oder? Das habe ich so
noch nie gehört.

Reinhard

Volker Tegethof

unread,
Apr 20, 2001, 6:42:05 AM4/20/01
to
Kopf oder Sackbahnhof?


Unser Betriebslehrer sagte dazu: "Sackbahnhöfe gibts nicht, Ihr Säcke".
Alles paletti
Gruß
V.T.
--
_____________________________________________________________
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Klaus von der Heyde

unread,
Apr 20, 2001, 6:45:52 AM4/20/01
to
Reinhard Schumacher schrieb:

> > Wie wurde das beim Talgo Berlin - Köln - Bonn - Köln gehandhabt?
> >
> Von Berlin über Köln nach Bonn fand kein Fahrtrichtungswechsel statt.
> Die Fahrt von Bonn nach Köln dürfte eine Leerfahrt zur Abstellung
> gewesen sein, dafür hätte der Zug dann ohnehin eine andere Nummer
> bekommen.

Nicht ganz korrekt.

Der zug fuhr von Koeln Hbf ueber Bonn Hbf nach Bad Godesberg. Dort
wurde die fahrtrichtung gewechselt, und ueber Bonn Hbf, Koeln Hbf,
... nach Berlin (Ostbahnhof?) gefahren.

Auf der fahrt von Koeln nach Bad Godesberg durfte man einsteigen,
um es sich schon etwas eher im schlafwagen bequem machen zu
koennen. Diese zusteigemoeglichkeit stand auf den aushangfahrplaenen;
die zugnummer weiss ich nicht mehr :( ich glaube, es war die
gleiche(!) wie fuer die anschliessende fahrt nach Berlin, um die
fahrgaeste nicht zu sehr zu verwirren. Bahn-intern vielleicht eine
andere ...

Ich weiss auch nicht mehr, wie das auf der rueckfahrt gemacht wurde.

In Bad G musste jedenfalls die lok (ueblicherweise 110) ans andere
ende gebracht werden, was nur ueber das streckengleis moeglich ist,
so weit ich weiss ...

Klaus

Martin Bienwald

unread,
Apr 20, 2001, 6:36:32 AM4/20/01
to
Kai-Uwe Thiessenhusen schrieb:

> Aber wo koennen Passagiere die Wendeaktion komplett planmaessig mitmachen?

> Heddesheim wohl, oder?

Ja, da nur ein gemeinsamer Bahnsteig für Ankunft und Abfahrt.

> Kaefertal weiss ich nicht,

Da wird ohne Passagiere gedreht.

> Stiege ist m.W fuer Passagierfahrten gesperrt;

Es gibt durchgehende Triebwagenläufe durch die Schleife; mir ist nichts
davon bekannt, daß die Fahrgäste aussteigen müßten.

> Schwabstr. sowieso.

Was mich daran erinnert, daß ich irgendwann noch mal dort auszusteigen
"vergessen" will ...

... Martin

Reinhard Schumacher

unread,
Apr 20, 2001, 6:55:03 AM4/20/01
to
"Ulrich F. Heidenreich" schrieb:

>
> Ich las von Reinhard Schumacher <RSchu...@t-online.de>:
>
> >Ich hatte Deine Fragen mal als ernsthaft empfunden und habe versucht,
> >Dir das zu erläutern. Aber ich gewinne mehr und mehr den Eindruck, daß
> >Du uns alle hier nur zum Narren halten willst.
>
Falls Du noch mitliest, lies bitte noch mal meine vorigen Beiträge. Da
wirst Du zugeben müssen, daß ich Dich nicht gleich angepöbelt habe
sondern versucht habe, Dir als Laien die Begriffe zu erläutern. Nur
lässt die Art und Weise, wie Du trotzig auf meine Antworten reagierst,
leider keinen anderen Schluß zu, als daß Du Dich nicht aufklären lassen
WILLST.

> Hier in dieser Gruppe scheinen Fahrgäste (die eure betriebinsternen
> Bezeichnungen nicht kennen können) - wie übrigens bei der echten Bahn
> auch - ein aüßerst unerwünschtes Übel zu sein.

Ich persönlich gehe IMMER davon aus, daß ein Nichteisenbahner die
Fachterminologie nicht kennt und versuche deshalb, mich
allgemeinverständlich auszudrücken. Und wenn es doch mal jemand nicht
verstanden hat, bin ich gern bereit, das noch einmal zu erläutern. Mir
ist in dieser Gruppe jeder willkommen, der sich für die Eisenbahn
interessiert, aber nicht dann, wenn ich mich von ihm vera... fühle.

> Ich bin bisher in keiner Gruppüe mangels internem Fachwissen dermaßen
> angepöbelt worden wie hier.
>

Dann hast Du in den anderen Gruppen wohl noch keine Fragen gestellt...

Reinhard

Klaus von der Heyde

unread,
Apr 20, 2001, 6:53:29 AM4/20/01
to
Uli Maschek schrieb:

> Eine Wendeschleife ist das Ende des "Hundeknochens":

So wird meines wissens nach auch die schleife bezeichnet, die bei
einrichtungsstrassenbahnen die bahnen - tja, eben: wendet :)
Also auf das gleis fuer die andere richtung bringt.

> Aber wie gesagt: Bei der Modellbahn.

Was sagen denn die einschlaegigen vorschriften dazu? Zumindest in
der BOStrab muesste was zu wendeschleifen stehen.

Und natuerlich die Modelleisenbahn-Betriebs-Ordnung zu kehrschleifen
bei zweileiter/gleichstrombahnen :)

Klaus

Reinhard Schumacher

unread,
Apr 20, 2001, 7:00:47 AM4/20/01
to
tobias b koehler schrieb:

>
> Nach welchen kriterien würdest du die eine als wende-, die andere
> als kehrschleife bezeichnen?
>
Eine Kehrschleife würde ich intuitiv bei Bahnen im Gebirge suchen, die
wie z.B. die Gotthard-Bahn durch mehrmaligen Fahrtrichtungswechsel den
Höhenunterschied überwinden wollen.

Eine Wendeschleife sehe ich hauptsächlich bei
Einrichtungs-Straßenbahnen.

Reinhard

Reinhard Schumacher

unread,
Apr 20, 2001, 7:18:14 AM4/20/01
to
Klaus von der Heyde schrieb:

>
> Reinhard Schumacher schrieb:
> > > Wie wurde das beim Talgo Berlin - Köln - Bonn - Köln gehandhabt?
>
> Auf der fahrt von Koeln nach Bad Godesberg durfte man einsteigen,
> um es sich schon etwas eher im schlafwagen bequem machen zu
> koennen. Diese zusteigemoeglichkeit stand auf den aushangfahrplaenen;
> die zugnummer weiss ich nicht mehr :( ich glaube, es war die
> gleiche(!) wie fuer die anschliessende fahrt nach Berlin, um die
> fahrgaeste nicht zu sehr zu verwirren. Bahn-intern vielleicht eine
> andere ...
>
Mit Sicherheit hatte er dann betrieblich eine andere Nummer.

>
> In Bad G musste jedenfalls die lok (ueblicherweise 110) ans andere
> ende gebracht werden, was nur ueber das streckengleis moeglich ist,
> so weit ich weiss ...
>
Aber höchstwahrscheinlich noch innerhalb der Bahnhofsgrenzen.

Reinhard

Moritz Gretzschel

unread,
Apr 20, 2001, 7:04:19 AM4/20/01
to

Klaus von der Heyde wrote:
> tobias b koehler schrieb:
>
> > Das liegt wohl daran, dass echte einrichtungsfahrzeuge im
> > eisenbahnbereich eher die ausnahme waren (Schienenzeppelin,
> > Talgo I und II).
>
> Wie wurden die wieder zurueck gefahren?

Mußten gedreht halt werden. In den entsprechenden spanischen
Endbahnhöfen wurden dazu m.W. teilw. eigens Gleisdreiecke
(oder Schleifen?) angelegt. Immer noch billiger als
riesige Drehscheiben für eine ganze Zuggarnitur ;-)
Solche "triangles" oder "loops" sind übrigens in Ländern,
wo man bedeutend mehr Platz hat als in Europa auch
für das gewöhnliche Drehen von Dampfloks anstelle der
mechanisch komplizierteren Drehscheiben weit verbreitet
(v.a. Amerkia, Südafrika).
Die frühen Talgos hatten das Losradpaar ungelenk(t/ig)
am hinteren Ende der Wagenkastensegmente aufgehängt.
Dadurch hatte es in Vorzugsfahrtrichtung stets einen
Schräglaufwinkel in Richtung Bogeninneres, was den Zug
sicher im Gleis hielt. Andersherum lenkt es aber nach außen,
so daß, verbunden mit der Charakteristik von Losrädern,
hauptsächlich über die Normalkraft (also im Extremfall den
Spurkranz) zu führen zu Entgleisungen bei allem oberhalb
von Schrittgeschwindigkeit kommen mußte.

> > Viele dampfloks hatten eine vorzugsrichtung
> > (schornstein voraus), durften aber auch rückwärts (mit
> > geringerer geschwindigkeit, meistens 50 km/h) fahren.
>
> Wie konnte der lokfuehrer dabei die signale sehen? Gar nicht?
> Hilfe einer zweiten person notwendig?

Der Heizer hat eh die Signale/Strecke mitzubeobachten, auch bei
Fahrt Schornstein voraus. Bei Linkskurven gäb es nämlich auch
voraus sonst Schwierigkeiten. Zur Sicht nach hinten ist der
Kohleaufbau des Tenders so weit seitlich eingezogen, daß die
Sicht nach hinten einigermaßen möglich ist, zumindest bei geradem
Gleis auch von der Führerseite auf Signale in hinreichender
Entfernung.
Bei anderen Bahnen mit entweder sehr kleinem Profil
(Großbritannien) oder aber sehr voluminösen Langlauftendern
(USA, Rußland) hatte man sich aber von der Sicht nach hinten
bereits früh verabschiedet. Da mußte zwingender gedreht werden.
Ebenso bei der (einzigen mir bekannten deutschen Ausnahme)
52 Kondestender.

Moritz Gretzschel

Moritz Gretzschel

unread,
Apr 20, 2001, 6:18:19 AM4/20/01
to

tobias b koehler wrote:

> Martin Schwarzwälder wrote:
>
> > Im Bf Malls in Südtirol gab es ein Wendefünfeck.

Du vermischst 2 Sprachen:
Entweder Ma*l*s (deutsch) oder Ma*ll*es (italienisch).
In Brenner und Innichen gibt(gab?) es die übrigens auch.
Südtiroler Lokalkolorit halt. Begründung siehe Link weiter unten.

> > Das dürfte nun aber wirklich die exklusivste Art des Wendens
> > sein.

Ja, schon.

> Wendedrudenfüße wären auch vorstellbar, brauchen gleich viele
> weichen wie wendefünfecke, aber mehr kreuzungen.

Und weniger Platz. Und genau davon reden wir hier darum auch,
und genau das hatte Martin sicher aber auch gemeint.

> Gibt es die gleiskonfiguration von Malls irgendwo als bild zu
> sehen?

Klar, bei mir:-)
http://www.ae.op.dlr.de/www/staff/gretzschel/venosta.html
u.a. Originalgleisplan auf
http://www.ae.op.dlr.de/www/staff/gretzschel/Venosta/stella.html

Herzlichst aus dem mittlerweile wieder verschneiten :-( München,

Moritz


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