Vorteile:
++ man bekommt gesagt, was man machen muss und muss nicht lange
nachdenken, was man denn nun als nächstes tun soll
++ man bekommt viel zu sehen (es wird einem trotz der monotonen
Arbeit nicht so schnell langweilig)
+ man erlebt relativ viel (Zugausfälle, Defekte u.ä.)
+ man kommt öfter an die frische Luft, als z.B. im Büro, muss
aber nicht andauernd draußen sein
+ man kann "machen, was man will" d.h. der Chef schaut einem
nicht dauern auf die Schulter
Nachteile:
-- man muss auch zu ungewöhnlichen Zeiten fahren
-- die Gefahr, dass einem gekündigt wird, oder dass man gar keine
Anstellung bekommt ist relativ groß
- die Arbeit ist relativ monoton (aber trotzdem nicht langweilig)
Also gibt es in meinen Augen mehr Vorteile und Nachteile.
Ausserdem muss man das ja nicht ein Leben lang machen, ich denke,
nach 5-10 Jahren hat man dann doch genug.
Muss man dafür viel Lernen? Ich habe gehört, eine Ausbildung als
Schlosser oder Elektriker ist vorteilhaft. Stimmt das?
Wie hoch ist das Risiko, dass man nach einer Ausbildung als
Lokführer bei der DB keine Anstellung bekommt?
Dabei wäre es mir relativ egal, ob DB Cargo oder DB R+T. DB Regio
kommt für mich nicht so sehr in Frage.
Ist DB Cargo oder DB R+T zu empfehlen?
Ich meine, bei DB Reise + Touristik kommt man doch noch etwas
mehr 'rum, oder?
Ausserdem kann man da doch etwas schneller fahren.
Wieviel verdient man denn überhaupt? Das soll doch nicht so viel
sein, oder?
Gibt es Aufstiegschancen?
Ein neugieriger
Stefan
Ist das wirklich dein Ernst?
> Vorteile:
> ++ man bekommt gesagt, was man machen muss und muss nicht lange
> nachdenken, was man denn nun als nächstes tun soll
Würdest du das, wenn es denn so wäre wirklich als Vorteil empfinden?
Übrigens, wenn die Tf, egal welches EVU so arbeiten würden, wie du das
siehst, dann würden nur noch sehr wenige Züge fahren. Die Anzahl der
Unfälle wäre aber mit sicherheit um einiges Größer. Inteligenz ist für den
Job schon gefordert.
> ++ man bekommt viel zu sehen (es wird einem trotz der monotonen
> Arbeit nicht so schnell langweilig)
Wie man's nimmt.
> + man erlebt relativ viel (Zugausfälle, Defekte u.ä.)
Dem stimme ich zu, auch wenn ich mit deiner Auflistung nicht einverstanden
bin.
> + man kommt öfter an die frische Luft, als z.B. im Büro, muss
> aber nicht andauernd draußen sein
Öldampf auf dem Weg durch den Maschienenraum ist schon eine besondere Note
;-)
> + man kann "machen, was man will" d.h. der Chef schaut einem
> nicht dauern auf die Schulter
>
Wenn du sicheres und pünktliches Fahren nach Fahr- und Dienstplan als
"machen was man will" betrachtest.....
Du wirst aber um einiges mehr überwachst, als du denkst!
> Nachteile:
> -- man muss auch zu ungewöhnlichen Zeiten fahren
Nachts, Sonntags, Weihnachten, .....
> -- die Gefahr, dass einem gekündigt wird, oder dass man gar keine
> Anstellung bekommt ist relativ groß
Was die Kündigung betrifft, so ist das stark von deiner Arbeitsauffassung
abhängig.
> - die Arbeit ist relativ monoton (aber trotzdem nicht langweilig)
>
Die einen sagen so, die anderen sagen anders.
> Also gibt es in meinen Augen mehr Vorteile und Nachteile.
> Ausserdem muss man das ja nicht ein Leben lang machen, ich denke,
> nach 5-10 Jahren hat man dann doch genug.
>
Ich glaube, das du eine absolut falsche Vorstellung vom Berufsbild des
Lokführers hast!
> Muss man dafür viel Lernen? Ich habe gehört, eine Ausbildung als
> Schlosser oder Elektriker ist vorteilhaft. Stimmt das?
>
Eine Abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht merh erforderlich.
> Wie hoch ist das Risiko, dass man nach einer Ausbildung als
> Lokführer bei der DB keine Anstellung bekommt?
Wer gut ist, bekommt in der Regel auch Arbeit.
> Dabei wäre es mir relativ egal, ob DB Cargo oder DB R+T. DB Regio
> kommt für mich nicht so sehr in Frage.
>
Du zählts ungünstige Zeiten zu den Negativaspekten und willst zu Cargo?
Dich störrt es, wenn die Arbeit monoton ist? Was willst du dann bei R&T?
Erstere sind sehr viel mit Rangieren beschäftigt und fahren überwiegend
nachts.
Die Kollegen von R&T werden in der Streckenkenntnis und der
Baureihenvielfalt immer mehr eingeschränkt.
Hält's du es für erstrebenswert auf einem ICE sechs Stunden lang Tunnels
und Brücken zu sehen und das Tag täglich?
> Ist DB Cargo oder DB R+T zu empfehlen?
> Ich meine, bei DB Reise + Touristik kommt man doch noch etwas
> mehr 'rum, oder?
> Ausserdem kann man da doch etwas schneller fahren.
>
Du kannst so schnell fahren, wie es die Fahrpläne (und damit meine ich die
dienstlichen Fahrpläne) zulassen.
Aber zwischen Lok fahren und Triebfahrzeug bedienen ist ein riesiger
Unterschied!
> Wieviel verdient man denn überhaupt? Das soll doch nicht so viel
> sein, oder?
So im Groben zwischen 2500 und 4500 DM brutto. Da sind allerdings schon die
Zulagen mit dabei.
> Gibt es Aufstiegschancen?
>
Wenige. Das Gehalt steigt allerdings mit dem Dienstalter etwas an.
Ich will dir nicht zu nahe treten, aber irgendwie habe ich den Eindruck,
das du dich mit dem Berufswunsch Lokführer ganz gewaltig vertust.
Geh doch einfach mal zum nächsten Betriebshof oder unterhalte dich einfach
mal mit einem Lokführer am Bahnhof.
Evtl. kann dir auch eine der Bahngewerkschaften weiterhelfen hier einen
Kontakt herzustellen. Die Adressen findest du im Internet.
Ich verweise jetzt mal auf die GdL, ohne das ich fdafür Werbung machen
möchte. www.gdl.de
MfG
Armin
> Aber zwischen Lok fahren und Triebfahrzeug bedienen ist ein riesiger
> Unterschied!
Welcher denn?
Für mich ist der berufswunsch lokführer schon gestorben, als ich
merkte, dass ich zu bestimmten nachtzeiten nichts anderes kann
als schlafen ....
--
.---. tobias b köhler dresden ,-/o"O`--.._ _/(_
/' | `\ un...@tigerden.com _,-o'.|o 0 'O o O`o--'. e\
; | ; FFS6adm (`o-..___..--''o:,-' )o /._" O "o 0 o : ._>
; /|\ ; A++ C D ``--o___o..o.'' :'.O\_ ```--.\o .' `--
\ / | \ / H+ M++++ P++ R+++ W- Z RLE a `-`.,) \`.o`._
`'---`' cl++ e++ f+ h iwf+ j p* www.fur.com/peace `-`-.,)
> Für mich ist der berufswunsch lokführer schon gestorben, als ich
> merkte, dass ich zu bestimmten nachtzeiten nichts anderes kann
> als schlafen ....
Stattdessen willst Du jetzt Wissenschaftler werden? Hmm...
Michael Kauffmann
> Ist das wirklich dein Ernst?
Ja, doch, irgendwer muss die Teile doch fahren, oder?
> > Vorteile:
> > ++ man bekommt gesagt, was man machen muss und muss nicht
lange
> > nachdenken, was man denn nun als nächstes tun soll
>
> Würdest du das, wenn es denn so wäre wirklich als Vorteil
empfinden?
Ja, doch. Ich arbeite lieber nach Auftrag und nicht nach
gutdünken.
> Übrigens, wenn die Tf, egal welches EVU so arbeiten würden, wie
du das
> siehst, dann würden nur noch sehr wenige Züge fahren. Die
Anzahl der
> Unfälle wäre aber mit sicherheit um einiges Größer. Inteligenz
ist für den
> Job schon gefordert.
Naja, Intelligenz habe ich - das meine ich jedenfalls.
> > + man erlebt relativ viel (Zugausfälle, Defekte u.ä.)
>
> Dem stimme ich zu, auch wenn ich mit deiner Auflistung nicht
einverstanden
> bin.
Na gut, obriges ist eher an der Tagesordung.
> > + man kommt öfter an die frische Luft, als z.B. im Büro, muss
> > aber nicht andauernd draußen sein
>
> Öldampf auf dem Weg durch den Maschienenraum ist schon eine
besondere Note
> ;-)
Aber das gehört dazu und gefällt mir.
> Du wirst aber um einiges mehr überwachst, als du denkst!
Klar, über den Fahrtenscheiber (oder wie das heißt), oder noch
über was anderes?
> > Nachteile:
> > -- man muss auch zu ungewöhnlichen Zeiten fahren
> Nachts, Sonntags, Weihnachten, .....
Dann doch lieber Dn R+T, da muss man nicht so oft Nachts fahren.
Und Weihnachten fallen da auch viele Züge aus.
> > Also gibt es in meinen Augen mehr Vorteile und Nachteile.
> > Ausserdem muss man das ja nicht ein Leben lang machen, ich
denke,
> > nach 5-10 Jahren hat man dann doch genug.
> >
> Ich glaube, das du eine absolut falsche Vorstellung vom
Berufsbild des
> Lokführers hast!
Schon klar, die meisten machen das Lebenslang, doch ist es
theoretisch möglich, soetwas zu machen?
Oder später mal in einem anderen Bereich der DB zu arbeiten,
vielleicht als Elektrotechnker oder so..
> > Muss man dafür viel Lernen? Ich habe gehört, eine Ausbildung
als
> > Schlosser oder Elektriker ist vorteilhaft. Stimmt das?
> >
> Eine Abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht merh
erforderlich.
Aber empfehlenswert!?
> > Wie hoch ist das Risiko, dass man nach einer Ausbildung als
> > Lokführer bei der DB keine Anstellung bekommt?
>
> Wer gut ist, bekommt in der Regel auch Arbeit.
Freut mich, das hören.
> > Dabei wäre es mir relativ egal, ob DB Cargo oder DB R+T. DB
Regio
> > kommt für mich nicht so sehr in Frage.
> >
> Die Kollegen von R&T werden in der Streckenkenntnis und der
> Baureihenvielfalt immer mehr eingeschränkt.
> Hält's du es für erstrebenswert auf einem ICE sechs Stunden
lang Tunnels
> und Brücken zu sehen und das Tag täglich?
Also fahren die fast immer nur die selbe Strecke?
Ich meine ja nicht, dass man jeden Tag eine andere Strecke fahren
muss, aber etwas Abwechslung wäre doch ganz gut.
Ich wohne in der Nähe von Hannover, da gibt es nicht so viele
Brücken und Tunnel, aber ich fände es schon ganz schön, auch mal
etwas gebirgigere Strecken zu fahren.
> > Ist DB Cargo oder DB R+T zu empfehlen?
> > Ich meine, bei DB Reise + Touristik kommt man doch noch etwas
> > mehr 'rum, oder?
> > Ausserdem kann man da doch etwas schneller fahren.
> >
> Du kannst so schnell fahren, wie es die Fahrpläne (und damit
meine ich die
> dienstlichen Fahrpläne) zulassen.
Das ist klar, nur vor einem Gz fährt man doch selten mehr als
100km und IR/IC/EC/ICEs fahren doch meist etwas schneller, ich
meine so zwischen 140 und 200km/h, manchmal auch 250.
> Aber zwischen Lok fahren und Triebfahrzeug bedienen ist ein
riesiger
> Unterschied!
Das stimmt allerdings.
Wie viele Tfz muss man denn mindestens fahren können?
> > Wieviel verdient man denn überhaupt? Das soll doch nicht so
viel
> > sein, oder?
> So im Groben zwischen 2500 und 4500 DM brutto. Da sind
allerdings schon die
> Zulagen mit dabei.
Aha, das ist ja wie erwartet nicht so viel, aber man kann damit
doch überleben...
> Ich will dir nicht zu nahe treten, aber irgendwie habe ich den
Eindruck,
> das du dich mit dem Berufswunsch Lokführer ganz gewaltig
vertust.
Ich nicht. Ich stehe nicht so sehr auf super geregelte
Arbeitszeiten und einen einheitlichen Tagesablauf...
> Geh doch einfach mal zum nächsten Betriebshof oder unterhalte
dich einfach
> mal mit einem Lokführer am Bahnhof.
Kann ich machen. Ich kenne zwar schon zwei persönlich, aber
fragen kostet ja nix.
> Evtl. kann dir auch eine der Bahngewerkschaften weiterhelfen
hier einen
> Kontakt herzustellen. Die Adressen findest du im Internet.
> Ich verweise jetzt mal auf die GdL, ohne das ich fdafür Werbung
machen
> möchte. www.gdl.de
Ich sehe es mir mal an.
Stefan
Michael Kauffmann wrote:
> Stattdessen willst Du jetzt Wissenschaftler werden? Hmm...
Was ist daran zu hmmmmmen?????
Tobias wird doch Inschenör (also Dipl.-Ing.), wenn ich mich recht
erinnere, oder? (Da besteht immer noch ein gewisser Unterschied
zum Wissenschaftler ;))))
Als Inschenör (und auch als Wissenschaftler ;) hat man jedenfalls
die Möglichkeit die Nächte regelmässig mit Schlaf zu verbringen.
Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass ich nachts
arbeiten muss. Es sei denn es geht mit dem ersten Zug auf eine Tagung
oder einen Geschäftstermin ..... ;) Aber auch dann krieg ich noch
genug Schlaf.....
Grüsse
Erik
--
Institut f. Maschinenelemente und Maschinengestaltung der RWTH Aachen
Dipl.-Ing. Erik Pfleger E-Mail: pfl...@ime.rwth-aachen.de
Schinkelstr. 10 Tel.: 0049-(0)-241-805661
52062 Aachen Fax: 0049-(0)-241-8888256
> > Stattdessen willst Du jetzt Wissenschaftler werden? Hmm...
>
> Was ist daran zu hmmmmmen?????
>
> Tobias wird doch Inschenör (also Dipl.-Ing.), wenn ich mich recht
> erinnere, oder? (Da besteht immer noch ein gewisser Unterschied
> zum Wissenschaftler ;))))
Das stimmt natürlich.
> Als Inschenör (und auch als Wissenschaftler ;) hat man jedenfalls
> die Möglichkeit die Nächte regelmässig mit Schlaf zu verbringen.
> Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass ich nachts
> arbeiten muss.
Ich bekomme zwar keinen Dienstplan wie der Lokführer, aber es ergibt sich
doch immer wieder.
Michael Kauffmann
Michael Kauffmann wrote:
> Ich bekomme zwar keinen Dienstplan wie der Lokführer, aber es ergibt sich
> doch immer wieder.
Wenn ich das mal so fragen darf: Was machst Du denn???
> > Ich bekomme zwar keinen Dienstplan wie der Lokführer, aber es ergibt sich
> > doch immer wieder.
>
> Wenn ich das mal so fragen darf: Was machst Du denn???
Ich habe in einer Ingenieuerwissenschaft zuerst studiert, dann diplomiert,
jetzt arbeite ich am nächsten Schritt...
Michael Kauffmann
> Danke für deinen Beitrag!
>
Jederzeit gerne.
> > Ist das wirklich dein Ernst?
> Ja, doch, irgendwer muss die Teile doch fahren, oder?
>
Das ist richtig.
> > > Vorteile:
> > > ++ man bekommt gesagt, was man machen muss und muss nicht
> lange
> > > nachdenken, was man denn nun als nächstes tun soll
> >
> > Würdest du das, wenn es denn so wäre wirklich als Vorteil
> empfinden?
>
> Ja, doch. Ich arbeite lieber nach Auftrag und nicht nach
> gutdünken.
>
Das trifft allerdings auf jeden Job zu.
Allerdings mußt du alleine auf der Lok eine ganze Menge entscheiden. Dein
Einziger Auftrag lautet: Fahre Lok von A nach B auf dem vorgegebenen Weg.
Wie du fährst (die Art zu fahren) mußt du alleine wissen.
Gerade das richtige Verhalten bei Störungen (nicht nur an der Lok)
erfordert eine Menge Entscheidungen des Tf, die zwar halbwegs geregelt
sind, aber auch einigen Spielraum zulassen.
Das schwirigste ist cool zu bleiben, wenn etwas lebendiges der Gattung
Mensch vor deiner Maschinen rumhüpft!
Die Vorgabe lautet zwar klipp und klar das der Zug anzuhalten ist, aber die
Entscheidung über die Reaktion liegt alleine bei Dir.
Ich weis, das das gerade das Extrem war, aber leider kommt das statistisch
gesehen in jedem Lokführerleben mehrmals vor.
> > Übrigens, wenn die Tf, egal welches EVU so arbeiten würden, wie
> du das
> > siehst, dann würden nur noch sehr wenige Züge fahren. Die
> Anzahl der
> > Unfälle wäre aber mit sicherheit um einiges Größer. Inteligenz
> ist für den
> > Job schon gefordert.
>
> Naja, Intelligenz habe ich - das meine ich jedenfalls.
>
Das möchte ich dir gar nicht absprechen.
Nur stellst du den Beruf des Tf etwas unterbewertet dar.
> > > + man erlebt relativ viel (Zugausfälle, Defekte u.ä.)
> >
> > Dem stimme ich zu, auch wenn ich mit deiner Auflistung nicht
> einverstanden
> > bin.
> Na gut, obriges ist eher an der Tagesordung.
>
Obiges ist eher die Ausnahme auf die Gesammtzahl der Züge betrachtet.
> > > + man kommt öfter an die frische Luft, als z.B. im Büro, muss
> > > aber nicht andauernd draußen sein
> >
> > Öldampf auf dem Weg durch den Maschienenraum ist schon eine
> besondere Note
> > ;-)
> Aber das gehört dazu und gefällt mir.
>
> > Du wirst aber um einiges mehr überwachst, als du denkst!
> Klar, über den Fahrtenscheiber (oder wie das heißt), oder noch
> über was anderes?
>
Z.B. die Zugüberwachung, die dich fragt, warum du von A nach B 3 Minuten
zugesetzt hast.
Außerdem gibt es des öfteren Überwachungsfahrten, bei denen dir auf die
Finger geschaut wird.
Der Fahrtenschreiber ist übrigens die Indusi. Je nach Bauform wird auf
einem Papierstreifen mitgeschrieben oder auf einem Datenträger gespeichert.
Übrigens nicht nur die Geschwindigkeit.
> > > Nachteile:
> > > -- man muss auch zu ungewöhnlichen Zeiten fahren
> > Nachts, Sonntags, Weihnachten, .....
> Dann doch lieber Dn R+T, da muss man nicht so oft Nachts fahren.
> Und Weihnachten fallen da auch viele Züge aus.
>
Weniger als du meinst. Nachts fährt R&T auch eine ganze Menge.
Außerdem ist Dienstbeginn nicht gleich Abfahrt sondern des öfteren einige
Stunden vorher.
> > > Also gibt es in meinen Augen mehr Vorteile und Nachteile.
> > > Ausserdem muss man das ja nicht ein Leben lang machen, ich
> denke,
> > > nach 5-10 Jahren hat man dann doch genug.
> > >
> > Ich glaube, das du eine absolut falsche Vorstellung vom
> Berufsbild des
> > Lokführers hast!
>
> Schon klar, die meisten machen das Lebenslang, doch ist es
> theoretisch möglich, soetwas zu machen?
> Oder später mal in einem anderen Bereich der DB zu arbeiten,
> vielleicht als Elektrotechnker oder so..
>
Natürlich ist es möglich, nach einigen Jahren zu wechseln. Auch innerhalb
der DB.
Aber nur so zum reinschnuppern?
> > > Muss man dafür viel Lernen? Ich habe gehört, eine Ausbildung
> als
> > > Schlosser oder Elektriker ist vorteilhaft. Stimmt das?
> > >
> > Eine Abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht merh
> erforderlich.
>
> Aber empfehlenswert!?
>
Nicht von Nachteil. Aber im allgemeinen kommt der Nachwuchs aus den eigenen
Ausbildungen, die direkt nach der Schule beginnen und eigentlich nichts
mehr vorab verlangen als den Schulabschluß.
> > > Wie hoch ist das Risiko, dass man nach einer Ausbildung als
> > > Lokführer bei der DB keine Anstellung bekommt?
> >
> > Wer gut ist, bekommt in der Regel auch Arbeit.
>
> Freut mich, das hören.
>
> > > Dabei wäre es mir relativ egal, ob DB Cargo oder DB R+T. DB
> Regio
> > > kommt für mich nicht so sehr in Frage.
> > >
>
> > Die Kollegen von R&T werden in der Streckenkenntnis und der
> > Baureihenvielfalt immer mehr eingeschränkt.
> > Hält's du es für erstrebenswert auf einem ICE sechs Stunden
> lang Tunnels
> > und Brücken zu sehen und das Tag täglich?
>
> Also fahren die fast immer nur die selbe Strecke?
> Ich meine ja nicht, dass man jeden Tag eine andere Strecke fahren
> muss, aber etwas Abwechslung wäre doch ganz gut.
> Ich wohne in der Nähe von Hannover, da gibt es nicht so viele
> Brücken und Tunnel, aber ich fände es schon ganz schön, auch mal
> etwas gebirgigere Strecken zu fahren.
>
Der Weg führt dahin, das die Streckenlokführer von R&T nur noch ein oder
zwei Baureihen fahren und dies auch nur auf wenigen Strecken.
So von Hannover aus gesehen würde ich sagen HH - Kassel, bzw. Hannover -
Berlin.
> > > Ist DB Cargo oder DB R+T zu empfehlen?
> > > Ich meine, bei DB Reise + Touristik kommt man doch noch etwas
> > > mehr 'rum, oder?
> > > Ausserdem kann man da doch etwas schneller fahren.
> > >
> > Du kannst so schnell fahren, wie es die Fahrpläne (und damit
> meine ich die
> > dienstlichen Fahrpläne) zulassen.
>
> Das ist klar, nur vor einem Gz fährt man doch selten mehr als
> 100km und IR/IC/EC/ICEs fahren doch meist etwas schneller, ich
> meine so zwischen 140 und 200km/h, manchmal auch 250.
>
PIC bis zu 160 km/h im Nachtsprung. RoLa 120 km/h überwiegend durch die
Nacht, .....
Lasse dich nicht von der Geschwindigkeit täuschen. 250 auf der SFS sind
recht schnell langweilig.
> > Aber zwischen Lok fahren und Triebfahrzeug bedienen ist ein
> riesiger
> > Unterschied!
> Das stimmt allerdings.
> Wie viele Tfz muss man denn mindestens fahren können?
>
Eins.
> > > Wieviel verdient man denn überhaupt? Das soll doch nicht so
> viel
> > > sein, oder?
> > So im Groben zwischen 2500 und 4500 DM brutto. Da sind
> allerdings schon die
> > Zulagen mit dabei.
>
> Aha, das ist ja wie erwartet nicht so viel, aber man kann damit
> doch überleben...
>
Zum sterben zuviel, .....
> > Ich will dir nicht zu nahe treten, aber irgendwie habe ich den
> Eindruck,
> > das du dich mit dem Berufswunsch Lokführer ganz gewaltig
> vertust.
>
> Ich nicht. Ich stehe nicht so sehr auf super geregelte
> Arbeitszeiten und einen einheitlichen Tagesablauf...
>
Das ist allerdings eine wichtige Voraussetzung.
> > Geh doch einfach mal zum nächsten Betriebshof oder unterhalte
> dich einfach
> > mal mit einem Lokführer am Bahnhof.
>
> Kann ich machen. Ich kenne zwar schon zwei persönlich, aber
> fragen kostet ja nix.
>
Ist auf jeden Fall besser, als wie wenn du dir etliche Jahre deines Lebens
mit einer falschen Entscheidung versaust.
> > Evtl. kann dir auch eine der Bahngewerkschaften weiterhelfen
> hier einen
> > Kontakt herzustellen. Die Adressen findest du im Internet.
> > Ich verweise jetzt mal auf die GdL, ohne das ich fdafür Werbung
> machen
> > möchte. www.gdl.de
> Ich sehe es mir mal an.
>
Wie du dich auch entscheidest, ich wünsche dir viel Glück.
Armin
Es gibt Lokbediener, Lokfahrer und Lokführer
frage aber keinen altgedienten Lokführer zu welcher Gattung er gehört und
wenn doch dann achte auf einen korrekten Sicherheitsabstand.
Ohne Flax und Krümel die Qualifikation eines Guten Lokführers ergibt sich
auch aus einer großem Maß an Berufserfahrung.
Wie alt war den Lokführer der Unfalllok aus Brühl?
Falk
> Ist auf jeden Fall besser, als wie wenn du dir etliche Jahre deines Lebens
> mit einer falschen Entscheidung versaust.
>
Hallo zusammen!!
Gibt es in dieser NG eigentlich einen "Lokführer" der seine Arbeit gerne
macht???
Gruß Thomas Müller
Nö..., wenn du denkst es könnte dir Spaß machen.
> Also, ich bin seit längerer Zeit begehrt mit dem Hobby Bahn
> beschäftigt und kenne mich schon etwas aus.
Wohl eher nicht. Siehe Vor- u. Nachteile.
> Ich stelle mal die von mir bekannten Vor- und Nachteile zusammen,
> die Anzahl der + und - zeigt die Wichtigkeit für mich an.
>
> Vorteile:
> ++ man bekommt gesagt, was man machen muss und muss nicht lange
> nachdenken, was man denn nun als nächstes tun soll
Also Nachdenken musst du schon, besonders im Störungsfall. Du bis
schließlich allein auf der Lok.
Bei techn. Störungen hast du noch als kleine Hilfe die Störungsliste und bei
betrieblichen Störungen musst du wissen ob die anderen Mitarbeiter alles
richtig machen. (z.B. beim Befehle diktieren)
> ++ man bekommt viel zu sehen (es wird einem trotz der monotonen
> Arbeit nicht so schnell langweilig)
das stimmt
> + man erlebt relativ viel (Zugausfälle, Defekte u.ä.)
oh ja und das nicht wenig
> + man kommt öfter an die frische Luft, als z.B. im Büro, muss
> aber nicht andauernd draußen sein
> + man kann "machen, was man will" d.h. der Chef schaut einem
> nicht dauern auf die Schulter
"über die Schulter" nicht, aber überwacht wird man trotzdem
> Nachteile:
> -- man muss auch zu ungewöhnlichen Zeiten fahren
damit muß man leben
> -- die Gefahr, dass einem gekündigt wird, oder dass man gar keine
> Anstellung bekommt ist relativ groß
wenn du keine "Scheiße" baust, eigentlich nicht
> - die Arbeit ist relativ monoton (aber trotzdem nicht langweilig)
>
> Also gibt es in meinen Augen mehr Vorteile und Nachteile.
> Ausserdem muss man das ja nicht ein Leben lang machen, ich denke,
> nach 5-10 Jahren hat man dann doch genug.
Dann brauchst du gar nicht erst anfangen, schließlich geht die Ausbildung
(EiB) schon 3 Jahre.
> Muss man dafür viel Lernen?
Na klar, besonders wenn man noch nie bei der DB gearbeitet hat, also vom
betrieblichen keine Ahnung hat.
(war jedenfalls bei mir so)
>Ich habe gehört, eine Ausbildung als
> Schlosser oder Elektriker ist vorteilhaft. Stimmt das?
Jaein, wenn du schon einen Beruf hast dauert die Ausbildung "nur" 7 Monate.
> Wie hoch ist das Risiko, dass man nach einer Ausbildung als
> Lokführer bei der DB keine Anstellung bekommt?
Als EiB hast du keine Garantie, das du übernommen wirst. Aber wo hat man das
heute schon.
Für die kurze Ausbildung siehts schlecht für externe(von der Straße) aus
überhaupt angestellt zu werden.
Da muss man schon viel rumtelefonieren ob was frei ist.
> Dabei wäre es mir relativ egal, ob DB Cargo oder DB R+T. DB Regio
> kommt für mich nicht so sehr in Frage.
Warum?
> Ist DB Cargo oder DB R+T zu empfehlen?
Jedes hat seine Vor- und Nachteile.
> Ich meine, bei DB Reise + Touristik kommt man doch noch etwas
> mehr 'rum, oder?
kommt drauf an
> Ausserdem kann man da doch etwas schneller fahren.
Hähhh, hab ich mich verlesen? Wie kommst du darauf?
> Wieviel verdient man denn überhaupt? Das soll doch nicht so viel
> sein, oder?
Das kommt auch wieder darauf an in welchem Geschäftsbereich und
Regionalbereich man arbeitet.
> Gibt es Aufstiegschancen?
mmmmmmal überlegen..............., in der Gehaltsklasse :-)
> Ein neugieriger
> Stefan
ein auskunftsfreudiger
Jens
Ja, mich. Aber bei der DB würd ich nicht mehr arbeiten. Zur Bundesbahnzeit
hat das allerdings wirklich Spass gemacht.
MfG
Armin
> Allerdings mußt du alleine auf der Lok eine ganze Menge
entscheiden. Dein
> Einziger Auftrag lautet: Fahre Lok von A nach B auf dem
vorgegebenen Weg.
> Wie du fährst (die Art zu fahren) mußt du alleine wissen.
Das meinte ich ja auch mit "man kann machen, was man will"
> Das schwirigste ist cool zu bleiben, wenn etwas lebendiges der
Gattung
> Mensch vor deiner Maschinen rumhüpft!
Alles überfahren! ;-)
Nein, im Ernst:
Das ist sicherlich ein Problem, was man beachten sollte.
> Nur stellst du den Beruf des Tf etwas unterbewertet dar.
Ich bewerte diesen Beruf nicht als negativ (will es jedenfals
nicht tun), zumal ich das ja auch selber lernen will.
> Außerdem gibt es des öfteren Überwachungsfahrten, bei denen dir
auf die
> Finger geschaut wird.
Kriegt man das mit (d.h. steht da noch jemand mit auf der Lok)
oder wird das Geheim gemacht (a lá Big Brother)?
> Der Fahrtenschreiber ist übrigens die Indusi. Je nach Bauform
wird auf
> einem Papierstreifen mitgeschrieben oder auf einem Datenträger
gespeichert.
> Übrigens nicht nur die Geschwindigkeit.
Das ist mir schon klar...
> Natürlich ist es möglich, nach einigen Jahren zu wechseln. Auch
innerhalb
> der DB.
> Aber nur so zum reinschnuppern?
Also ich kenne einen, der hat eine schnelle Ausbildung gemacht
und ist während der Expo in Hannover S-Bahn gefahren, und nun
wird ihm der Vertrag nicht verlängert, weil kein Bedarf da ist.
> Nicht von Nachteil. Aber im allgemeinen kommt der Nachwuchs aus
den eigenen
> Ausbildungen, die direkt nach der Schule beginnen und
eigentlich nichts
> mehr vorab verlangen als den Schulabschluß.
Dann ist ja gut.
> > > Aber zwischen Lok fahren und Triebfahrzeug bedienen ist ein
> > riesiger
> > > Unterschied!
> > Das stimmt allerdings.
> > Wie viele Tfz muss man denn mindestens fahren können?
>
> Eins.
Bei DB R+T wäre es dann wohl zu empfehlen, die ICEs, 101er, 112er
und 120er fahren zu können?
Stefan
> > Also, ich bin seit längerer Zeit begehrt mit dem Hobby Bahn
> > beschäftigt und kenne mich schon etwas aus.
>
> Wohl eher nicht. Siehe Vor- u. Nachteile.
Naja, mit etwas auskennen meine ich ja nicht, jede Lok auf anhieb
fahren zu können. Aber mit einer kurzen Einweisung bekomme ich
schon eine (abfahrbereite) Lok zum fahren, die wichtigsten
Signale kenne ich auch schon.
> > + man kann "machen, was man will" d.h. der Chef schaut einem
> > nicht dauern auf die Schulter
>
> "über die Schulter" nicht, aber überwacht wird man trotzdem
Aber nich vom Chef!
> > -- die Gefahr, dass einem gekündigt wird, oder dass man gar
keine
> > Anstellung bekommt ist relativ groß
>
> wenn du keine "Scheiße" baust, eigentlich nicht
Das ist gut, naja, dann muss man halt einmal öfter aufs Klo
gehen! ;-)
> > Muss man dafür viel Lernen?
>
> Na klar, besonders wenn man noch nie bei der DB gearbeitet hat,
also vom
> betrieblichen keine Ahnung hat.
> (war jedenfalls bei mir so)
Naja, wenigstens hat man da mehr Motivation, als beim Lernen der
Lateinvokabeln :-)
> > Wie hoch ist das Risiko, dass man nach einer Ausbildung als
> > Lokführer bei der DB keine Anstellung bekommt?
>
> Als EiB hast du keine Garantie, das du übernommen wirst. Aber
wo hat man das
> heute schon.
Dann kann man sich immer noch woanders bewerben...
Naja, die Auswahl ist nicht so groß, aber naja...
Bildet DB R+T auch aus, oder macht das nur DB Cargo?
Jedenfalls findet man unter www.bahn.de nur Ausbildungsstellen
bei DB Cargo oder DB Regio.
> > Dabei wäre es mir relativ egal, ob DB Cargo oder DB R+T. DB
Regio
> > kommt für mich nicht so sehr in Frage.
>
> Warum?
Das scheint mir dann doch etwas langweilig zu werden, zumal man
immer die gleichen Strecken fahren muss und an jeder Station
anhalten muss.
> > Ausserdem kann man da doch etwas schneller fahren.
>
> Hähhh, hab ich mich verlesen? Wie kommst du darauf?
Also schneller als Bei DB Cargo bestimmt, oder?
Naja, auf die Geschwindigkeit soll es ja nicht ankommen.
Aber einen ICE bei 200km/h zu fahren stelle ich mir schon ganz
nett vor...
> ein auskunftsfreudiger
> Jens
Ein dem Jens für seine Antwort dankender
Stefan
Ich würde fragen: Wieviel Berufserfahrung hatte er ? Es ist nicht unbedingt
das Alter. Was zählt ist die Berufserfahrung.
Gruß, Thomas
> Für mich ist der berufswunsch lokführer schon gestorben, als ich
> merkte, dass ich zu bestimmten nachtzeiten nichts anderes kann
> als schlafen ....
Und allerspätestens als keine Lokführer mehr ausgebildet
wurden, sondern nur noch Triebfahrzeugführer :-)
Du bist auch irgendwann mit dem Studium fertig und wirst allem
Anschein nach Eisenbahnfahrzeuge bauen, nicht wahr?
Stell Dir vor, "Dein" Fahrzeug, an dem Du maßgeblich beteiligt
warst, vielleicht später einmal als (Teil)Projektleiter, steht
das erste Mal fahrplanmäßig und mit Passagieren bereit. Ob Du
mal eine Nacht nicht schlafen kannst? ;-)
In der Situation - auf meinen Job bezogen - war ich aber auch
noch nicht, deswegen will ich mich nicht zu sehr aus dem Fenster
lehnen.
Sven
> Ich wohne in der Nähe von Hannover, da gibt es nicht so viele
> Brücken und Tunnel, aber ich fände es schon ganz schön, auch mal
> etwas gebirgigere Strecken zu fahren.
Hohe Brücken nicht, die höchste ist IMHO Schaumburgstrße die
Fernbahn nach Wunstorf. Aber wenige sind es auch nicht. Und an
der Stelle haben wir gleich zwei Tunnel, die von der Länge her
IMHO nur noch von denen der Schwarzwaldbahn unterboten werden ;-)
Nein, Du meinst so richtige Brücken und nicht nur Überquerungen
von irgendwelchen Straßen, Wegen und vielleicht mal Flüssen und
Kanälen.
Du kommst aber Richtung Hameln, Goslar, Eichenberg und auf der
SFS schnell in gebirgige Gegend.
>> Aber zwischen Lok fahren und Triebfahrzeug bedienen ist ein
> riesiger
>> Unterschied!
> Das stimmt allerdings.
Und ob. Es wundert mich immer wieder, wie man mit einem Zug
in den Bahnhof "rauschen" kann und dennoch metergenau hält.
Wie sind eigentlich die Schwankungen im Bremsverhalten
innerhalb der einzelnen Baureihen bzw. bei unterschiedlichen
Zügen an der Lok?
> Ich nicht. Ich stehe nicht so sehr auf super geregelte
> Arbeitszeiten und einen einheitlichen Tagesablauf...
Das ist nicht nur ein Merkmal eines Tf ...
Sven
> Wie alt war den Lokführer der Unfalllok aus Brühl?
Hallo,
das und die Frage nach der Berufserfahrung spielt so oder so keine Rolle.
1.) hätte der Brühler Unfall nicht auch einem alten erfahrenen Lokführer
passieren können?
2.) müssen auch junge unerfahrene Lokführer irgendwie Erfahrung sammeln, wo
kommen sonst die alten Erfahrenen her?
3.) 1.) und 2.) gilt im übertragenen Sinne für alle Berufe.
Das ist genauso kontrovers, wie die Anforderungen in Stellenanzeigen nach
dem Motto "Dynamisches Team sucht jungen erfahrenen Mitarbeiter, möglichst
nicht älter als 18 Jahre."
Viele Grüße
Eike
> Du bist auch irgendwann mit dem Studium fertig und wirst allem
> Anschein nach Eisenbahnfahrzeuge bauen, nicht wahr?
Ja, schon richtig..
> Stell Dir vor, "Dein" Fahrzeug, an dem Du maßgeblich beteiligt
> warst, vielleicht später einmal als (Teil)Projektleiter, steht
> das erste Mal fahrplanmäßig und mit Passagieren bereit. Ob Du
> mal eine Nacht nicht schlafen kannst? ;-)
Ich habe *meistens* einen guten schlaf (es gibt aber auch aus-
nahmen) :) Beim 605 und SZ-Desiro war ich als SGP-praktikant bei
der entwicklung der wankstütze beteiligt; fährt der bei der SZ
eigentlich schon? Wann hätte ich nicht richtig schlafen sollen?
Der 605 fährt schon, nur darf ich als "normalsterblicher" noch
nicht damit fahren .....
Aber es stimmt schon; sollte einer dieser züge wegen eines
bruchs der wankstütze verunglücken, würde ich mich auch nicht
mehr so ganz wohl in meiner haut fühlen.
> Das ist gut, naja, dann muss man halt einmal öfter aufs Klo
> gehen! ;-)
Das stelle ich mir übrigens auch nicht einfach vor. Loks haben
normalerweise keine klos, und wenn du nicht ohnehin halten musst,
brauchst du eine gute blase. Ich weiß nicht, ob es lokführerlatein
ist, dass bei dampfloks die lösung hierfür "auf die schippe und ab
ins feuerloch" hieß .....
--
tobias b köhler____________________...@tigerden.com
FFS6adm A++ C D H+ M++++ P++ R+++ T++ W- Z RLE a cl++ e++ f+ h iwf+ j p*
furry peace in our lives - http://www.fur.com/peace/
Sagen wir mal so, die beste Erfahrung nützt nichts, wenn er sie nicht
umsetzten kann.
Es ist wie beim Auto. Der eine steigt ein, dreht den kalten Motor bis 5000
U/min, macht Kavalierstart, bremst kurz vor knapp mit blockierten Rädern
(Das geht alles ohne die Verkehrsregeln zu übertreten).
Der andere fährt schonend und vorausschauen und ist u.U. sogar früher am
Ziel.
So ähnlich verhält es sich mit Lokführern und Triebfahrzeugbedienern.
Es ist schon klar, das es Triebfahrzeugführer heißt, aber es gibt eben
solche und solche.
Die Dreifachunterscheidung nach Lokbediener, -fahrer und -führer kann man
natürlich auch vornehmen, muß aber nicht sein ;-)
Ich bevorzuge auf jeden Fall den Typ Lokführer, der ein "Händchen" für die
Maschine und die Fahrweise hat.
MfG
Armin
Armin Holm schrieb:
> Eine Abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht merh erforderlich.
Als ich in der neunten Klasse war, machte ich das im Rahmen eines
Schulprojekts ein Praktikum als "Lokführer". Ich fand den Job schon
damals sehr faszinierend. Leider hat man mir recht schnell klar gemacht,
daß man ohne handwerklichen Fähigkeiten (und die habe ich leider nicht)
keine große Chance hat. Daran lags dann auch, daß ich weiter zur Schule
ging.
Ist dies immer noch so? Ist großes techn. Verständnis im Zeitalter von
101, 145, ICE usw. immer noch nötig ?
Grüße
MhD
--
* Martin H. Duffner Fax: +49 7722 3605
* 78098 Nußbach http://www.schwarzwaldbahn.net
* << Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten ist eine Konstante.
* Die Bevölkerung wächst. >>
["Vor- und Nachteile" mal weggelassen, ebenso die anderen Fragen]
Bevor Du überhaupt die Ausbildung machen kannst, mußt Du ja erstmal
zum Einstellungstest. Dieser beinhaltet u.a. einen Reaktionstest.
Bestehst Du diesen nicht, dann kannst Du gleich alles vergessen!
Ach ja, den Sehtest beim Arzt solltest Du auch bestehen, insbesondere
solltest Du nicht Farbenblind sein.
Grüße aus Pirna
Heiko
> Muss man dafür viel Lernen? Ich habe gehört, eine Ausbildung als
> Schlosser oder Elektriker ist vorteilhaft. Stimmt das?
>
Ich denke dir als Bahnfan würde doch eine Ausbildung zum EiB, (Eisenbahner
im Betriebsdienst) also direkt bei mder DB, besser gefallen.
mfg.
Nicolas Jost
PS: Am Anfang verdienste wohl eher 2000 Netto
> Ich habe in einer Ingenieuerwissenschaft zuerst studiert, dann diplomiert,
> jetzt arbeite ich am nächsten Schritt...
Doktorisiert? ;-)
MfG Ulrich
Und um es gleich zu sagen: Beide Bahnen haben ihre Reize, und auch nach 16
Jahren macht es immer noch Spass diesen Beruf auszuüben.
Gruss
Hans
--
_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
1.) Welche ältere erfahrene Lokführer fährt auf der freien Strecke (der
Unglücksführer von Brühl hatte dieses ja angenommen) auf Ersatzsignal
bzw. auf Fahrtbegriff ohne Gleiswechselanzeiger auf's Gegengleis?
2.) Früher hat man erst mal Rangiert, und zwar über längeren Zeitraum,
so fünf bis zehn Jahre, bevor man mal einen popeligen Güterzug so über
80 km/h fahren durfte, geschweige denn gleich nach einer Ausbildung und
Tätigkeit bei einer Privaten (nix gegen die :-) ) einen Zug mit HG 200
km/h und hatte dort reichlich Möglichkeiten Erfahrung zu sammeln.
Gruß Tommy
> Gibt es in dieser NG eigentlich einen "Lokführer" der seine Arbeit
> gerne macht???
Ja, ich z.B. (zumindest überwiegend). Was ich allerdings weniger mag,
sind die frühen Frühschichten.
Gruß
Lennart
Wobei das, was Du täglich so durch die deutsche
Hauptstadt fährst, eher eine "nach EBO betriebene
Großprofil-U-Bahn" darstellt als das, was Otto
Normalverbraucher unter einer "Eisenbahn mit
Lokführer" vorstellt... :-)))
Aber ernsthaft: Ich könnte mir vorstellen, daß das
Fahren eines 481-Vollzuges von Strausberg Nord
nach Spandau zwar anstrengender, aber dafür
weniger ermüdend ist im Vergleich zu einem
ICE, bei dem man hinter Spandau die AFB startet
und dann bis kurz vor Lehrte (im Regelfall) nur alle
30 Sekunden die SIFA beruhigen darf, was wohl
irgendwann nur noch instinktiv ablaufen dürfte.
Gruß
Arnd
>Ich weiß nicht, ob es lokführerlatein
>ist, dass bei dampfloks die lösung hierfür "auf die schippe und ab
>ins feuerloch" hieß .....
Ist es nicht.
Gruß, Gerd
Ich habe mal vor kurzem auf einer privaten HP gelesen, daß es in .at so
aussieht, daß neue Lokführer zuerst nur im Rangierdienst tätig sind und
dann früher oder später mit Güterzügen herum fahren dürfen. Erst nach
ein paar Jahren im Güterzugdienst dürfen sie auf Personenzüge fahren.
--
gruesse
michael
-1.) Welche ältere erfahrene Lokführer fährt auf der freien Strecke (der
-Unglücksführer von Brühl hatte dieses ja angenommen) auf Ersatzsignal
-bzw. auf Fahrtbegriff ohne Gleiswechselanzeiger auf's Gegengleis?
Woher weißt Du denn, was der angenommen hat?
fragt sich
Marcus
Bei meiner eigenen :-)
Ich hab mich sozusagen selbst privatisiert, und meinen eigenen
Geschäftsbereich gegründet, und vermiete mich (u.a.) an andere Bahnen.
( http://www.mandelartz-bahntechnik.de/ ; die Seite ist aber noch sehr
unfertig, also bitte nicht meckern...)
Gruß
Marcus
> 2.) Früher hat man erst mal Rangiert, und zwar über längeren Zeitraum,
> so fünf bis zehn Jahre, bevor man mal einen popeligen Güterzug so über
> 80 km/h fahren durfte, geschweige denn gleich nach einer Ausbildung und
> Tätigkeit bei einer Privaten (nix gegen die :-) ) einen Zug mit HG 200
> km/h und hatte dort reichlich Möglichkeiten Erfahrung zu sammeln.
Beim rangieren kannst du aber auch genug falsch machen. Rangier-
unfälle passieren immer wieder.
--
tobias benjamin köhler t...@rcs.urz.tu-dresden.de
____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ____ ,----.
(====|====|oooo|====|====|====|====|oooo|====|====|oooo|""""| ]
o----o----o----o----o----o----o----o----o----o----o---"oo--oo'_
Da könnte man mich auch dazuzählen. Ich würde es aber trozdem sehr schätzen
wenn der GB Traktion wiederkäme und wir Lokführer wieder alle zuggattungen
Fahren würden was mehr Abwechslung bedeuten würde.
Seit wann gibts im Bahnhof ein Gegengleis? Da gits nur das Durchgehende
Hauptgleis der Gegenrichtung. Im Bahnhof können normalerweise alle Gleise
Benutzt werden.
> > 2.) Früher hat man erst mal Rangiert, und zwar über längeren Zeitraum,
> > so fünf bis zehn Jahre, bevor man mal einen popeligen Güterzug so über
> > 80 km/h fahren durfte, geschweige denn gleich nach einer Ausbildung und
> > Tätigkeit bei einer Privaten (nix gegen die :-) ) einen Zug mit HG 200
> > km/h und hatte dort reichlich Möglichkeiten Erfahrung zu sammeln.
>
> Beim rangieren kannst du aber auch genug falsch machen. Rangier-
> unfälle passieren immer wieder.
Nur das dabei in der Regel nicht Hunderte von Menschen in dem Zug
drinsitzen. Beim Rangieren Geht es meist ja mit wagen ohne reisenden zu. Und
wenn beim Rangieren was Passiert dann meist kleinere Unfälle nur mit
sachschaden.
Ich interpretiere mal in die Annahme von Thomas Rattmann folgendes hinein:
Der Lokführer von Brühl hat die letzte Weiche im Fahrweg als Punkt zum
Beschleunigen gewählt. Also hat er angenommen, daß es sich beim ESig um ein
ASig oder BkSig gehandelt hätte. Dann wäre aber Zs( oder Zs1 + Befehl Ad
Nr.4 nötig gewesen, um ins "linke" Gleis zu farhen. Da der Lokführer sein
Verhalten oder seinen Irrtum bislang nicht erläutert hat, ist das reine
Spekulation.
> >
> > Beim rangieren kannst du aber auch genug falsch machen. Rangier-
> > unfälle passieren immer wieder.
>
>
> Nur das dabei in der Regel nicht Hunderte von Menschen in dem Zug
> drinsitzen. Beim Rangieren Geht es meist ja mit wagen ohne reisenden zu.
Und
> wenn beim Rangieren was Passiert dann meist kleinere Unfälle nur mit
> sachschaden.
Du kannst ja mal ein paar Chlorkesselwagen umkippen! Den Sinn des
Herantastens an hochwertigere Züge sehe ich in erster Linie im Sammeln von
allgemeinen Erfahrungen im Bahnbetrieb, und im Erlangen von "Gefühl" für das
Bewegen großer Massen und im Abschätzen von Bremswegen und Entfernungen.
Gruß
Marcus
Ich auch. Bei mir sind es aber die techn. Störungen vom 420er, die ich nicht
mag.
> Wobei das, was Du täglich so durch die deutsche
> Hauptstadt fährst, eher eine "nach EBO betriebene
> Großprofil-U-Bahn" darstellt als das, was Otto
> Normalverbraucher unter einer "Eisenbahn mit
> Lokführer" vorstellt... :-)))
>
> Aber ernsthaft: Ich könnte mir vorstellen, daß das
> Fahren eines 481-Vollzuges von Strausberg Nord
> nach Spandau zwar anstrengender, aber dafür
> weniger ermüdend ist im Vergleich zu einem
> ICE, bei dem man hinter Spandau die AFB startet
> und dann bis kurz vor Lehrte (im Regelfall) nur alle
> 30 Sekunden die SIFA beruhigen darf, was wohl
> irgendwann nur noch instinktiv ablaufen dürfte.
>
> Gruß
> Arnd
Ich glaube das es generell anstrengender ist, als S-Bahnlokführer.
Jedenfalls hir in München.
jr
> Wobei das, was Du täglich so durch die deutsche
> Hauptstadt fährst, eher eine "nach EBO betriebene
> Großprofil-U-Bahn" darstellt als das, was Otto
> Normalverbraucher unter einer "Eisenbahn mit
> Lokführer" vorstellt... :-)))
Das macht letzlich keinen Unterschied hinsichtlich Aufgaben und
Tätigkeit. Die äußeren Bedingungen sind natürlich etwas anders. Aber es
hat durchaus seine Vorteile in einem räumlich begrenzten Gebiet zu
Fahren, man ist nach Feierabend schneller zu Hause und hat keine
auswärtigen Übernachtungen.
Gruß
Lennart
> 2.) Früher hat man erst mal Rangiert, und zwar über längeren Zeitraum,
> so fünf bis zehn Jahre, bevor man mal einen popeligen Güterzug so über
> 80 km/h fahren durfte, geschweige denn gleich nach einer Ausbildung und
> Tätigkeit bei einer Privaten (nix gegen die :-) ) einen Zug mit HG 200
> km/h und hatte dort reichlich Möglichkeiten Erfahrung zu sammeln.
Du meinst - so, wie der Lokführer von Genthin?
hajo
Jens Relgnef schrieb:
> "Stefan Aussum" <stef...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:98ah09$22id$1...@news.nikoma.de...
> > Hallo!
> > Ich erwäge momentan ernsthaft, wenn ich mit dem Abitur fertig
> > habe eine Ausbildung als Lokführer (die offizielle Bezeichnung
> > ist zwar anders, aber egal...) zu machen.
> > Ist davon abzuraten?
>
> >Ich habe gehört, eine Ausbildung als
> > Schlosser oder Elektriker ist vorteilhaft. Stimmt das?
>
> Jaein, wenn du schon einen Beruf hast dauert die Ausbildung "nur" 7 Monate.
>
> ein auskunftsfreudiger
> Jens
Hallo,
welche Berufe betreffen denn die Ausbildungsverkürzung. Ich habe KfZ-Mechaniker
und Bürokaufman, würde das reichen ???
ebenfalls ein Ausbildungsinteressierter
Michael
> daß man ohne handwerklichen Fähigkeiten (und die habe ich leider nicht)
> keine große Chance hat.
> Ist dies immer noch so? Ist großes techn. Verständnis im Zeitalter von
> 101, 145, ICE usw. immer noch nötig ?
Technisches Verständnis wohl schon noch, praktische handwerkliche
Fähigkeiten aber nicht. Stattdessen wäre Vertrautheit mit Menüführung und
Ähnlichem nützlich.
Michael Kauffmann
> > > Dabei wäre es mir relativ egal, ob DB Cargo oder DB R+T.
> > > DB Regio kommt für mich nicht so sehr in Frage.
> >
> > Warum?
> Das scheint mir dann doch etwas langweilig zu werden, zumal man
> immer die gleichen Strecken fahren muss und an jeder Station
> anhalten muss.
Bei den Anderen kann es auch passieren, daß Du imer zwischen den beiden
glewichen Großstädten pendelst.
Michael Kauffmann
Michael Kauffmann wrote:
> > Ist dies immer noch so? Ist großes techn. Verständnis im Zeitalter von
> > 101, 145, ICE usw. immer noch nötig ?
> Technisches Verständnis wohl schon noch,
Gerade bei den Drehstrommaschinen ist ein gewisses technisches
Verständnis wohl schon von Nöten, wenn man die Funktion des
Ganzen verstehen möchte. Und das ist für einen Lokführer wohl
unerlässlich. Die Funktion von Leistungselektronik und Steuer-
elektronik ist doch erheblich komplexer geworden (ASG, MVB,
Schlupfregelung) und ist jedenfalls nicht mehr so einfach
nachzuvollziehen wie die Funktion einer alten Schaltwerksmaschine.
Grüsse
Erik Pfleger
--
Institut f. Maschinenelemente und Maschinengestaltung der RWTH Aachen
Dipl.-Ing. Erik Pfleger E-Mail: pfl...@ime.rwth-aachen.de
Schinkelstr. 10 Tel.: 0049-(0)-241-805661
52062 Aachen Fax: 0049-(0)-241-8888256
Michael Kauffmann wrote:
> Ich habe in einer Ingenieuerwissenschaft zuerst studiert, dann diplomiert,
> jetzt arbeite ich am nächsten Schritt...
Promovierst? In welcher Ingenieurwissenschaft?!
Aber in welchen Fällen musst Du dann nachts arbeiten?
(ausser um die Diss zusammenzuschreiben ;)
Grüsse
Erik
Nu gugge an !
> Vorteile:
> ++ man bekommt gesagt, was man machen muss und muss nicht lange
> nachdenken, was man denn nun als nächstes tun soll
Eine eigenartige Auffassung des Berufes hast du schon, muss man sagen. Dir
wird zwar gesagt welchen Dienst du hast und welche Lok du bekommst, aber wo
diese Fahrzeuge sich rumdrücken musst du schon selber rausfinden, denn auch
der Lokleiter weiß nicht alles (am Freitag wieder erlebt).
> ++ man bekommt viel zu sehen (es wird einem trotz der monotonen
> Arbeit nicht so schnell langweilig)
Na ja, wie man´s nimmt. Die Dienste wiederhohlen sich in unregelmäßiger
Folge.
> + man erlebt relativ viel (Zugausfälle, Defekte u.ä.)
Spätestens nach dem zweiten Chaos hast du gestrichen die Schnauze voll, vor
allem von den Leuten die in solchen Situationen meinen, sie könnten es
besser und dir erzählen wollen was du zu tun hast.
> + man kommt öfter an die frische Luft, als z.B. im Büro, muss
> aber nicht andauernd draußen sein
Manchmal öfter als dir lieb ist !
> + man kann "machen, was man will" d.h. der Chef schaut einem
> nicht dauern auf die Schulter
Es reicht ja auch zu wenn man sein gesicht im Büro ertragen muss. Dafür gibt
es aber andere Leute die dich beobachten. Lehrlokführer, die regelmäßige
Überprüfungsfahrten machen, oder die Herrschaften vom EBA !
> Nachteile:
> -- man muss auch zu ungewöhnlichen Zeiten fahren
Och man gewohnt sich an alles.
> -- die Gefahr, dass einem gekündigt wird, oder dass man gar keine
> Anstellung bekommt ist relativ groß
Kommt drauf an.
> - die Arbeit ist relativ monoton (aber trotzdem nicht langweilig)
Auf gar keinen Fall. Je öfter man eine Strecke fährt um so besser kennt man
sich aus, hat bei Verspätungen oder Störungen schon Vorteile.
> Also gibt es in meinen Augen mehr Vorteile und Nachteile.
> Ausserdem muss man das ja nicht ein Leben lang machen, ich denke,
> nach 5-10 Jahren hat man dann doch genug.
Ich krieg den Hals nicht voll. Auch wenn einem an manchen tagen so ziemlich
jeder auf den Senkel geht, mache ich es trotzdem gerne.
> Muss man dafür viel Lernen?
S´ist halt keine Modellbahn.
> Ich habe gehört, eine Ausbildung als
> Schlosser oder Elektriker ist vorteilhaft. Stimmt das?
Stimmenthaltung.
> Wie hoch ist das Risiko, dass man nach einer Ausbildung als
> Lokführer bei der DB keine Anstellung bekommt?
Wie hoch das Risiko ist das man Arbeit bekommt, oder das mein keine bekommt
?
> Dabei wäre es mir relativ egal, ob DB Cargo oder DB R+T. DB Regio
> kommt für mich nicht so sehr in Frage.
Die Profis sind grundsätzlich bei Regio !!! :-)
> Ist DB Cargo oder DB R+T zu empfehlen?
Nö. :-)
> Ich meine, bei DB Reise + Touristik kommt man doch noch etwas
> mehr 'rum, oder?
Mag sein.
> Ausserdem kann man da doch etwas schneller fahren.
Nö, nicht unbedingt, auf der Geislinger Steige zuckelt auch der ICE genau
wie die RegionalBahn mit 70 durch die Gegend.
> Wieviel verdient man denn überhaupt? Das soll doch nicht so viel
> sein, oder?
Wenn du von 2500 DM p. M. ausgehst bist du gar nicht so übel dran, es kann
nur mehr werden.
> Gibt es Aufstiegschancen?
Och ja doch.
Gruß Jens
> > > Nachteile:
> > > -- man muss auch zu ungewöhnlichen Zeiten fahren
> > Nachts, Sonntags, Weihnachten, .....
> Dann doch lieber Dn R+T, da muss man nicht so oft Nachts fahren.
> Und Weihnachten fallen da auch viele Züge aus.
Völlig falsche Vorstellung, auch an Weihnachten fährt R&T im Stundentakt
(teilweise) und die Chance auf auswärtige übernachtung, steigt imens,
besonders als Ablöser.
> > Die Kollegen von R&T werden in der Streckenkenntnis und der
> > Baureihenvielfalt immer mehr eingeschränkt.
> > Hält's du es für erstrebenswert auf einem ICE sechs Stunden
> lang Tunnels
> > und Brücken zu sehen und das Tag täglich?
>
> Also fahren die fast immer nur die selbe Strecke?
Du brauchst für jede Strecke Streckenkenntniss und dafür unterschreibst du
das du diese besitzt. Und wer viel weis .....
> > Du kannst so schnell fahren, wie es die Fahrpläne (und damit
> meine ich die
> > dienstlichen Fahrpläne) zulassen.
>
> Das ist klar, nur vor einem Gz fährt man doch selten mehr als
> 100km und IR/IC/EC/ICEs fahren doch meist etwas schneller, ich
> meine so zwischen 140 und 200km/h, manchmal auch 250.
Unsere Güterzüge sind durchaus auch mal mit 120 km/h unterwegs.
> > Aber zwischen Lok fahren und Triebfahrzeug bedienen ist ein
> riesiger
> > Unterschied!
> Das stimmt allerdings.
> Wie viele Tfz muss man denn mindestens fahren können?
Kommt auf das Heimat-Bw an. Positiv für den lokleiter ist es, wenn du
möglichst alle Baureihen fahren kannst. Und für jede Baureihe ist gesondert
eine Baureihenkenntniss abzulegen. Nicht jeder der eine "Fahrerlaubniss" für
die 215 hat, darf auch 218 fahren.
> > > Wieviel verdient man denn überhaupt? Das soll doch nicht so
> viel
> > > sein, oder?
> > So im Groben zwischen 2500 und 4500 DM brutto. Da sind
> allerdings schon die
> > Zulagen mit dabei.
>
> Aha, das ist ja wie erwartet nicht so viel, aber man kann damit
> doch überleben...
Noch ja ....
Gruß Jens
> Du kannst so schnell fahren, wie es die Fahrpläne (und damit meine ich die
> dienstlichen Fahrpläne) zulassen.
> Aber zwischen Lok fahren und Triebfahrzeug bedienen ist ein riesiger
> Unterschied!
Richtig, es gibt Lokführer und Kutscher.
Gruß Jens
> Ich bevorzuge auf jeden Fall den Typ Lokführer, der ein "Händchen" für die
> Maschine und die Fahrweise hat.
Noch so´n Spruch von den Alten "Eine Lokomotive ist wie eine (Ehe-)Frau,
Behandle sie gut, und du hast keine Probleme"
Gruß Jens
> > > Du wirst aber um einiges mehr überwachst, als du denkst!
> > Klar, über den Fahrtenscheiber (oder wie das heißt), oder noch
> > über was anderes?
> >
> Z.B. die Zugüberwachung, die dich fragt, warum du von A nach B 3 Minuten
> zugesetzt hast.
Das sind schon neugierige Menschen dort gell ? Vor allem rufen die immer im
unpassendstem Augenblick :-)
Gruß Jens
>Als Inschenör (und auch als Wissenschaftler ;) hat man jedenfalls
>die Möglichkeit die Nächte regelmässig mit Schlaf zu verbringen.
>Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass ich nachts
>arbeiten muss. Es sei denn es geht mit dem ersten Zug auf eine Tagung
>oder einen Geschäftstermin ..... ;) Aber auch dann krieg ich noch
>genug Schlaf.....
Für einen Eisenbahner muss "Nacht" und "Schlafen" nicht unbedingt mit
"Dunkel" und "20-6 Uhr" geichzusetzen sein. Mir hat mal ein alter Lokführer
gesagt "Ein richtiger Eisenbahner muss überall und in jeder Position
schlafen können". Der Mann hatte recht !
Gruß Jens
> > Ich habe in einer Ingenieuerwissenschaft zuerst studiert, dann diplomiert,
> > jetzt arbeite ich am nächsten Schritt...
>
> Promovierst? In welcher Ingenieurwissenschaft?!
Geodäsie.
> Aber in welchen Fällen musst Du dann nachts arbeiten?
Wenn ich grad heftig am programmieren bin und nicht aufhören will, bevor
es läuft...
> (ausser um die Diss zusammenzuschreiben ;)
Das kommt dann natürlich auch noch.
Und vorher war es beim programmieren und zusammenschreiben der
Diplomarbeit genauso.
Und vorher bei diversen Übungen, wo man auch mal ewig malen mußte.
Zwar hatte ich auch Kommilitonen, die dasselbe mit geregeltem Tagesablauf
gemacht haben, aber die haben alle nach Vollendung der Wissenschaft den
Rücken gekehrt.
Michael Kauffmann
Michael Kauffmann wrote:
> Geodäsie.
Ah, ja....
> Wenn ich grad heftig am programmieren bin und nicht aufhören will, bevor
> es läuft...
Ja, das soll vorkommen (kenn ich von mir selber in
der Form auch), ist aber (bisher) selten gewesen.....
> > (ausser um die Diss zusammenzuschreiben ;)
> Das kommt dann natürlich auch noch.
Ist aber ein einmaliger Kraftakt mit einigen
Nachtschichten und nicht ein Leben lang (wär
ja noch schöner... ;( )
> Und vorher war es beim programmieren und zusammenschreiben der
> Diplomarbeit genauso.
Ja, auch das kenn ich, aber auch das geht vorbei.....
> Und vorher bei diversen Übungen, wo man auch mal ewig malen mußte.
Lang, lang ists her. Ich erinner mich aber auch noch
an eine Konstruktionsübung, die morgens um 8:00 Uhr
fertig wurde und um 11:00 Uhr abgegeben werden musste.
Da kann ne Nacht noch viel zu kurz sein.....
> Zwar hatte ich auch Kommilitonen, die dasselbe mit geregeltem Tagesablauf
> gemacht haben, aber die haben alle nach Vollendung der Wissenschaft den
> Rücken gekehrt.
Na, aber bestimmt nicht wegen der nächtlichen Arbeit !?
Fazit: Die Zeiten, wo man als Inschenör (der mit der Bahn
beschäftigt ist) nachts arbeiten muss beschränkt sich doch
sehr stark auf Prüfstandsversuche und Testfahrten (zumindest
bei den Maschinenbauern und E-Technikern, vielleicht siehts
bei den Bauigeln anders aus!?). Das sind jedoch eher Ausnahmen.
In der Regel hat man dann doch einen eher geregelten
Tagesablauf.....
Stefan Aussum wrote:
> Ich erwäge momentan ernsthaft, wenn ich mit dem Abitur fertig
> habe eine Ausbildung als Lokführer (die offizielle Bezeichnung
> ist zwar anders, aber egal...) zu machen.
Ich will Dir den Berufswunsch absolut nicht absprechen,
Lokführer haben einen durchaus interessanten und
verantwortungsvollen Job, aber es gibt sicherlich
noch ein paar Alternativen im Bereich Bahntechnik:
Überleg doch mal, ob es für Dich nicht sinnvoller
wäre, ein FH-Studium im Bereich Maschinenbau oder
E-Technik anzufangen. Die sind praxisbezogener als
die Unis (was Dich ja anscheinend an einer Uni stört).
Mit der richtigen Spezialisierung kann man in weiten
Feldern der Bahn tätig werden.
Z.B. kenne ich einige FH-Ingenieure, die bei verschiedenen
Bahngesellschaften im Bereich Instandsetzung arbeiten, was
bei weitem nicht nur im Büro abläuft und sehr abwechselungs-
reich ist. Oder in der Inbetriebsetzung (ob nun bei der DB
AG in München oder Siemens in Wildenrath ist egal) gibt
es auch wahnsinnig interessante Jobs, wo man immer wieder
mit den neuesten Fahrzeugen (und deren Kinderkrankheiten)
konfrontiert wird, und bei Testfahrten dabei ist, uvm.
Wenn Du ein wenig Begeisterung für die Technik aufbringst
(und das scheint ja der Fall zu sein) dann lassen sich
auch verschiedene Stolpersteine, die im Laufe eines Studiums
entstehen und nicht so interessant sind, leicht aus dem Weg
räumen. So gings mir jedenfalls....
Denk mal drüber nach! Infos können sicherlich
einige hier in der NG geben....
> > > (ausser um die Diss zusammenzuschreiben ;)
> > Das kommt dann natürlich auch noch.
> Ist aber ein einmaliger Kraftakt mit einigen
> Nachtschichten und nicht ein Leben lang (wär
> ja noch schöner... ;( )
Von den höheren Rängen höre ich aber auch immer wieder, daß sie auch heute
noch vor Vorträgen oder Veröffentlichungseinreichungen Nächte
durcharbeiten.
> > Zwar hatte ich auch Kommilitonen, die dasselbe mit geregeltem Tagesablauf
> > gemacht haben, aber die haben alle nach Vollendung der Wissenschaft den
> > Rücken gekehrt.
> Na, aber bestimmt nicht wegen der nächtlichen Arbeit !?
Nein, ich vermute eher eine Korrelation zwischen der Lust an der
Wissenschaft und am nächtlichen Arbeiten.
> Fazit: Die Zeiten, wo man als Inschenör (der mit der Bahn
> beschäftigt ist) nachts arbeiten muss beschränkt sich doch
> sehr stark auf Prüfstandsversuche und Testfahrten (zumindest
> bei den Maschinenbauern und E-Technikern, vielleicht siehts
> bei den Bauigeln anders aus!?). Das sind jedoch eher Ausnahmen.
Ist dann wohl "in der Praxis" anders als bei uns Theoretikern...
Michael Kauffmann
Der 215-Schein setzt sich nicht simpel aus 218 + Dampfkessel zusammen?
Grüße
Marc
--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
[.....]
> > Ist dies immer noch so? Ist großes techn. Verständnis im Zeitalter von
> > 101, 145, ICE usw. immer noch nötig ?
>
> Technisches Verständnis wohl schon noch, praktische handwerkliche
> Fähigkeiten aber nicht. Stattdessen wäre Vertrautheit mit Menüführung und
> Ähnlichem nützlich.
Bezüglich der handwerklichen Fähigkeiten, kann man unterschiedlicher Meinung
sein. Ich weiß nur soviel: Wenn wie bei der BR101, wo es öfter schonmal vorkommt
das bei Kurzschlüssen im Wagenpark im 1000V - ZS-Bereich, es zur HS-Auslösung
kommt und die Lok nur noch Störung, Störung schreit, weil das so "robuste"
Heizschütz festgebrannt ist und die Superlok zur Schadlok wird, die
handwerklichen Fähigkeiten aufeinmal fürchterlich wichtig werden !
Bei so einer Störung, läßt sich der Hauptschalter nicht mehr einschalten
(ZSG-sperrt den Einschaltvorgang ), es sei denn das Heizschütz wird aufgebrochen,
was verboten ist !
Im Störungsdisplay auf dem Führerstand, wird dem Lokführer mitgeteilt, daß er
eine Hilfslok anzufordern hat!
Wenn der technische Sachverstand und die Fähigkeiten zum aufbrechen des
Heizschützes durch den Lokführer gegeben sind und er dieses auch macht
( wie zb, früher aufbrechen der Lastschalterkontakte der BR141 oder
Anlaßschütz Diesellok), wird nicht nur die Hotline glücklich sein, sondern
in erster Linie die Fahrgäste, die für diese Dienstleistung bezahlen !
Das war nur ein Beispiel, wo technisches Handeln gefragt ist ;-)
> >Kommt auf das Heimat-Bw an. Positiv für den lokleiter ist es, wenn du
> >möglichst alle Baureihen fahren kannst. Und für jede Baureihe ist gesondert
> >eine Baureihenkenntniss abzulegen. Nicht jeder der eine "Fahrerlaubniss" für
> >die 215 hat, darf auch 218 fahren.
>
> Der 215-Schein setzt sich nicht simpel aus 218 + Dampfkessel zusammen?
215 + Dampfkessel ! Kesselwärterprüfung erforderlich !
Teilweise andere Motoren und Getriebe !
Gruß
Wolfgang
> Wenn der technische Sachverstand und die Fähigkeiten zum aufbrechen des
> Heizschützes durch den Lokführer gegeben sind und er dieses auch macht
> ( wie zb, früher aufbrechen der Lastschalterkontakte der BR141 oder
> Anlaßschütz Diesellok), wird nicht nur die Hotline glücklich sein, sondern
> in erster Linie die Fahrgäste, die für diese Dienstleistung bezahlen !
Eine verbotene Handlung durchzuführen soll die Hotline dankbar sein? Das
kanns nicht sein. Wenn so wirkungsvoll ist, warum erklärt man das den
Lokführern nicht und erlaubt denen das. Der Vorgang muß dann ja
erläuterbar sein.
Viele Grüße
Jan
--
Jan Borchers, 22179 Hamburg
http://www.eilzug.de/
"Nichts ist unmöglich!" - Ilka & Jan [TM]
>> Wie alt war den Lokführer der Unfalllok aus Brühl?
>das und die Frage nach der Berufserfahrung spielt so oder so keine Rolle.
Es ändert nichts mehr am Geschehenen, allerdings kann man durchaus
daraus lernen und die Ausbildung entsprechend verbessern.
>1.) hätte der Brühler Unfall nicht auch einem alten erfahrenen Lokführer
> passieren können?
So pauschal gesagt ja, aber die Wahrscheinlichkeit, daß sich ein
Betriebseisenbahner durch komplizierte evtl. sogar widersprüchliche
Anweisungen zu akut gefährlichen Handlungen verleiten läßt, sinkt mit
seiner wachsenden Erfahrung.
Übrigens, ein erfahrener Lokführer ist nicht zwangsläufig *alt*.
>2.) müssen auch junge unerfahrene Lokführer irgendwie Erfahrung sammeln,
> wo kommen sonst die alten Erfahrenen her?
Rangierdienst -> Nahgüter -> Nahreise usw...
>3.) 1.) und 2.) gilt im übertragenen Sinne für alle Berufe.
Richtig, auch in der Fliegerei fängt man nicht mit der 747 an...
Gruß, Gerd
Daß in einer 141 rumgehämmert wird, kommt auch heute noch vor.
> > Anlaßschütz Diesellok), wird nicht nur die Hotline glücklich sein, sondern
> > in erster Linie die Fahrgäste, die für diese Dienstleistung bezahlen !
>
> Eine verbotene Handlung durchzuführen soll die Hotline dankbar sein? Das
> kanns nicht sein. Wenn so wirkungsvoll ist, warum erklärt man das den
> Lokführern nicht und erlaubt denen das.
Vielleicht haben nur VDE oder Berufsgenossenschaft oder wer sich da sonst
noch gerne einmischt es verboten?
Michael Kauffmann
[....]
> > Eine verbotene Handlung durchzuführen soll die Hotline dankbar sein? Das
> > kanns nicht sein. Wenn so wirkungsvoll ist, warum erklärt man das den
> > Lokführern nicht und erlaubt denen das.
>
> Vielleicht haben nur VDE oder Berufsgenossenschaft oder wer sich da sonst
> noch gerne einmischt es verboten?
Das war die Begründung bezüglich der BR141 (VDE-Bestimmungen ) !
Gruß
Wolfgang
[ICE vs. S-Bahn]
> Ich glaube das es generell anstrengender ist, als S-Bahnlokführer.
> Jedenfalls hir in München.
Bei den SBB wird, wenn ich den Tages-Anzeiger richtig verstanden habe
und der die SBB richtig verstanden hat, das S_Bahn-Fahren als
schwierigste Lokführer-Aufgabe, die die SBB zu vergeben haben,
angesehen.
Einziger Bahner im Zug, kurze Haltestellenabstände, und pünktlich muss
man auch noch sein. Klingt nicht einfach.
Ciao,
Max
--
* Maximilian Gauger *
* Diltheyweg 11 *
Life is a box of chocolates: * 64287 Darmstadt *
You never know what you'll get. (Forrest Gump) * mga...@gmx.net *
> Es ist wie beim Auto. Der eine steigt ein, dreht den kalten Motor bis 5000
> U/min, macht Kavalierstart, bremst kurz vor knapp mit blockierten Rädern
> (Das geht alles ohne die Verkehrsregeln zu übertreten).
Es gibt da schon Vorschriften, aber es wird selten verfolgt.
> Die Dreifachunterscheidung nach Lokbediener, -fahrer und -führer kann man
> natürlich auch vornehmen, muß aber nicht sein ;-)
Man nimmt sie zumindest nicht verbal vor, denkt sich aber
seinen Teil ;-)
Sven (der bestenfalls Straßenbahn-Bediener wäre)
Hauptsache eine abgeschlossene Berufsausbildung, aber tech. Berufe werden
bevorzugt genommen und ............... KfZ-Mechaniker ist ja ein technischer
Beruf.
Jens
Jens Relgnef schrieb:
> Aber ernsthaft: Ich könnte mir vorstellen, daß das
> Fahren eines 481-Vollzuges von Strausberg Nord
> nach Spandau zwar anstrengender, aber dafür
> weniger ermüdend ist im Vergleich zu einem
> ICE, bei dem man hinter Spandau die AFB startet
> und dann bis kurz vor Lehrte (im Regelfall) nur alle
> 30 Sekunden die SIFA beruhigen darf, was wohl
> irgendwann nur noch instinktiv ablaufen dürfte.
Liegt die LZB nicht auch noch in Lehrte bis etwa zum
ersten Zwischensignal? Mir war zumindest so ..
Sven
Wo denn?
neugieriger Jens
> herz...@maschsee.han.de (Sven Herzfeld) schreibt:
>> Liegt die LZB nicht auch noch in Lehrte bis etwa zum
>> ersten Zwischensignal? Mir war zumindest so ..
> Liegen schon, sie ist derzeit allerdings nur bis Immensen-Arpke
> in Betrieb. In der Gegenrichtung erfolgt die Aufnahme in den
> LZB-Betrieb hinter der Ausfahrt Lehrte.
Ah, deshalb steht da auch kein LZB-Zeichen. Interessant.
Sven
> Doch, stehen da. In Lehrte (Richtung Wolfsburg) für beide Richtungen
> kurz hinter der Unterführung unter dem Gleis aus Braunschweig.
Ach. Da muss ich mal drauf achten, schließlich fahre ich ja
täglich über genanntes Gleis. Heute im Schneesturm hätte man
aber auch nichts gesehen. ;-)
Sven
> Welche ältere erfahrene Lokführer fährt auf der freien Strecke (der
> Unglücksführer von Brühl hatte dieses ja angenommen) auf Ersatzsignal
> bzw. auf Fahrtbegriff ohne Gleiswechselanzeiger auf's Gegengleis?
Auf das Gegengleis fuhr der Schweiz-Express bereits in Hürth-Kalscheu-
ren, und zwar ganz normal auf Hauptsignal.
Robert Weemeyer, Berlin
Reinhard
und im Zweifel auch auf Gleiswechselanzeiger. Über das Angezeigtsein von
Gleiswechselanzeigern bei *Verbleiben* auf dem Gegengleis wurde
ausführlich diskutiert. An der Einfahrt Brühl ging es jedoch um die
Nutzung des durchgehenden Hauptgleises der Gegenrichtung ohne die
Möglichkeit der Einstellung einer regulären Zugfahrstraße.
Gruß, ULF
--
________________________________________________________________________
Ulf Kutzner Backhaushohl 46 D-55128 Mainz
________________________________________________________________________
> > Auf das Gegengleis fuhr der Schweiz-Express bereits in Hürth-Kalscheu-
> > ren, und zwar ganz normal auf Hauptsignal.
> >
> Wenn er also von Hürth-Kalscheuren bereits im GWB (nur da gibt es das
> Gegengleis) fuhr, dann hätte er aber beim nächsten Signal, an dem eine
> Überleitung auf ein anderes Streckengleis möglich ist,
Das gab es wohl nicht, die nächste Überwechselmöglichkeit war offenbar am
Esig von Brühl.
> für die Weiterfahrt
> auf Gegengleis erneut den Gleiswechselanzeiger oder ersatzweise Befehl Ad
> Nr.4 bekommen müssen.
Gruß, ULF
> Robert Weemeyer <robert....@gmx.de> schrieb:
>
> > Auf das Gegengleis fuhr der Schweiz-Express bereits in
> > Hürth-Kalscheuren, und zwar ganz normal auf Hauptsignal.
>
> Wenn er also von Hürth-Kalscheuren bereits im GWB (nur da gibt es das
> Gegengleis) fuhr, dann hätte er aber beim nächsten Signal, an dem eine
> Überleitung auf ein anderes Streckengleis möglich ist, für die Weiterfahrt
> auf Gegengleis erneut den Gleiswechselanzeiger oder ersatzweise Befehl Ad
> Nr.4 bekommen müssen.
Die nächste Überleitung auf das Regelgleis war am Anfang von Brühl
Gbf. Der Gleiswechsel sollte wegen der Baustelle dort noch nicht
erfolgen, sondern der Zug weiter auf dem linken Gleis fahren.
Für die Weiterfahrt auf dem linken Gleis war in diesem Falle weder ein
Gleiswechselanzeiger noch ein Befehl erforderlich, weil es sich um
einen Bahnhof handelte. Einen erneuten Gleiswechselanzeiger oder einen
Befehl hätte der Zug erst am Ausfahrsignal Brühl Pbf bekommen müssen -
doch bis dahin ist der Zug gar nicht mehr gelangt.
Dennoch hätte der Lokführer natürlich nicht schon im Bahnhof Brühl be-
schleunigen dürfen. Aber die Signalausstattung dieses Bahnhofes (keine
Durchfahrt auf dem linken Gleis vorgesehen, obwohl Gleiswechselbetrieb
vor und hinter dem Bahnhof) hat den Fehler des Lokführers eindeutig
begünstigt. Hier ist an der falschen Stelle gespart worden.
Robert Weemeyer, Berlin
Genauso wird auch heute noch Gespart: Als Die Strecke von Nürnberg
nach Lauf Links Pegnitz auf das Neue Estw umgebaut wurde hat man
Zwar GWB eingerichtet (Zwischen Mögeldorf und Lauf) ABER in Röthenbach
Hat man in richtung Lauf Das Ausfahrsignal um den Bf auch im GWB auf dem
anderen Gleis zu durchfahren einfach Vergessen?! Dadurch ging schon mal ne
fliegende überholung gründlich in die hose!
> Genauso wird auch heute noch Gespart: Als Die Strecke von Nürnberg
> nach Lauf Links Pegnitz auf das Neue Estw umgebaut wurde hat man
> Zwar GWB eingerichtet (Zwischen Mögeldorf und Lauf) ABER in Röthenbach
> Hat man in richtung Lauf Das Ausfahrsignal um den Bf auch im GWB auf dem
> anderen Gleis zu durchfahren einfach Vergessen?!
Wäre es denn zulässig, für solche Fälle das Esig auf dem linken Gleis Zs6
zeigen und zugleich die Funktion des Asig übernehmen zu lassen? Für den
Fall einer Fahrstraße zum "echten" Asig würde das Vr aktiviert?
> Dadurch ging schon mal ne
> fliegende überholung gründlich in die hose!
Gruß, ULF