Vossloh stellt die Weichen neu
Kiel/Werdohl - Nur sechs Jahre nach Übernahme der
Schienenfahrzeug-Sparte von Krupp MaK hat
Siemens sein verlustträchtiges Lokomotivbau-Engagement in Kiel wieder
aufgegeben. Und nun will das
nordrhein-westfälische Bahntechnik-Unternehmen Vossloh (Werdohl)
alles besser machen als der
Münchner Weltkonzern. Der neue Eigner will die angeschlagene Siemens
Schienenfahrzeugtechnik
GmbH (SFT/Kiel) bereits im kommenden Jahr wieder in die Gewinnzone
führen, Synergien mobilisieren
und den Standort Kiel langfristig ausbauen. Wie gestern offiziell
mitgeteilt wurde, hat Vossloh die SFT
mit 90 Millionen DM Umsatz und 390 Mitarbeitern (350 in Kiel, 40 im
Serviccenter Moers) rückwirkend
zum 1. Oktober übernommen.
"Unter dem Dach der Vossloh AG bieten sich dem Kieler
Unternehmen hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten", sagte
Vossloh-Sprecher
Hans-Christian Semmler den Kieler Nachrichten. Firmieren wird
die SFT künftig als
Vossloh Schienenfahrzeugtechnik GmbH (VSFT).
Nutzen will Vossloh das Know-how der Kieler
Diesellok-Spezialisten, um den
weiteren Aufbau seines Kerngeschäftsfeldes Verkehrsservice
voranzutreiben. "Mit
der Übernahme der SFT kommt Vossloh seinem Ziel näher, auf den
Feldern
Instandhaltung, Modernisierung und Neubau von
dieselhydraulischen Loks eine
führende Marktposition zu erreichen", so Semmler. Vossloh sei
nunmehr in der
Lage, seinen Kunden neue Lokomotiven und deren Wartung als
Komplettpaket aus
einer Hand anzubieten.
Das technische Desaster mit den Norwegen-Loks, bei denen es
trotz zahlreicher
Nachbesserungen immer wieder zu schweren Pannen bis hin zum
Motorenbrand
gegkommen war, bezeichnete Semmler als "Sonderfall", der
keinerelei Rückschluß
auf die Kompetenz der Kieler Ingenieure zulasse. Denn bei den
für die
Norwegischen Staatsbahnen (NSB) entwickelten Fahrzeugen handele
es sich um
dieselelektrische Loks. Spezialisiert sei die SFT jedoch auf
dieselhydraulische
Lokomotiven. "Hier hat das Unternehmen ganz hervorragende
Erfahrung." Die
finanziellen Risiken des inzwischen von den NSB stornierten
Auftrages im
Gesamtwert von 72 Millionen DM trage allein der
Siemens-Konzern.
Die Beschäftigungsperspektiven der künftigen VSFT beurteilt
Semmler positiv.
Allein durch den Bau von 90 Diesel-Lokomotiven für die
Belgischen Eisenbahnen,
mit dem im kommenden Frühjahr begonnen wird, sei das
Unternehmenerzeit bis ins
Jahr 2003 hinein ausgelastet. Und weitere Aufträge zeichneten
sich ab: "Bei vielen
europäischen Bahnunternehmen hat der Diesellok-Fuhrpark ein
hohes Alter erreicht,
und die bislang dennoch vorherrschende Zurückhaltung bei der
Auftragsvergabe
beginnt sich allmählich aufzulösen." Das Kieler Unternehmen
beteilige sich derzeit an
mehreren Ausschreibungen. In jedem Fall biete das
Vossloh-Engagement den
Mitarbeitern der SFT Arbeitsplätze "mit langfristiger
Perspektive". Der
SFT-Betriebsrat will sich allerdings erst nach Vorstellung des
Vossloh-Konzeptes
am morgigen Freitag über seine Einschätzung der Übernahme
äußern.
Der zweitgrößte deutsche Industrie-Konzern begründete seinen
Rückzug aus Kiel
gestern mit wohlgesetzten Worten: "Die Siemens Verkehstechnik
optimiert mit
diesem Desinvestment ihr Geschäftsportfolio". Die
SFT-Aktivitäten zählten nicht zu
den Kernkompetenzen des Bereichs Verkehrstechnik und wiesen
auch keine
Synergien zu anderen Geschäften des Konzerns auf.
Die Vossloh-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 1997 mit 1900
Mitarbeitern einen
Umsatz von 838 Millionen DM und einen Konzernüberschuß von 56,6
Millionen
DM. In Kiel ist das Unternehmen bereits mit der Vossloh System
Technik GmbH
(VST) vertreten, die mit derzeit 110 Mitarbeitern vor allem
Betriebssteuerungen für
Züge, Fahrgastinformations-Systeme sowie Betriebs- und
Stellwerkssimulatoren
herstellt. ULRICH METSCHIES
Kieler Nachrichten vom: 05.11.98
--
Horst Ebert
D-Hamburg
Auch für das Fernverkehrswerk /ehemaliges Aw in Neumünster gibt es
gleichlautende Übernahmegrüchte.
Markus Weisbrod
> Münchner Weltkonzern. Der neue Eigner will die angeschlagene Siemens
> Schienenfahrzeugtechnik
> GmbH (SFT/Kiel) bereits im kommenden Jahr wieder in die Gewinnzone
> führen, Synergien mobilisieren
> und den Standort Kiel langfristig ausbauen.
Baut dann Vossloh die Talgoloks? Irgendwo las ich von umspurbaren
Dieseltalgoloks für den schon seit ewig angekündigten durchgehenden
Nachtverkehr Deutschland - Spanien. Ein Prototyp sei bereits
fertiggestellt.
Wofür man die Lok brauchen soll, ist mir scheierhaft. Würde völlig
genügen, den Talgoflügelzug in Dijon an den Zug Paris - Barcelona zu
hängen...
Gruß, ULF
--
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Ulf Kutzner
Backhaushohl 46
D-55128 Mainz
_______________________________________________________________________________
> Baut dann Vossloh die Talgoloks? Irgendwo las ich von umspurbaren
> Dieseltalgoloks für den schon seit ewig angekündigten durchgehenden
> Nachtverkehr Deutschland - Spanien. Ein Prototyp sei bereits
> fertiggestellt.
Krauss-Maffei (nicht Vossloh) baut die prototyptriebköpfe (vorn
antriebsdrehgestell, hinten Talgo-gelenk) für einen umspurbaren
diesel-Talgo. Zunächst wird ein prototypzug gebaut (eventuell
sind die triebköpfe schon fertig), das weitere hängt dann vom
besteller ab. Die anwendung im nachtverkehr DB AG - RENFE halte
ich für eine gewagte spekulation (hier könnte elektrotraktion
eher zur nachtruhe beitragen).
Außerdem baut Adtranz die elektrischen triebköpfe (zwei ange-
triebene drehgestelle) für einen weiteren Talgo-prototypzug mit
300 km/h, ebenfalls umspurbar, der auf zukünftigen spanischen
schnellfahrstrecken anstelle des vom TGV abgeleiteten AVE
verkehren könnte.
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
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G321B (B, 7240 mm, 246 kW)
G765C (C, 9870 mm, 560 kW)
G1205BB (B'B', 13000 mm, 1120 kW)
Die G321B wurde mal von der DB Cargo AG eingesetzt, als prototyp
einer möglichen neuen rangierlok .... wird sie dies noch?
--
tobias benjamin köhler t...@rcs.urz.tu-dresden.de
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>> ...
[Ganz viel Müll gelöscht.]
>Auch für das Fernverkehrswerk /ehemaliges Aw in Neumünster gibt es
>gleichlautende Übernahmegrüchte.
Warum quotest Du für Deine zwei Zeilen eigentlich den gesamten
Artikel?
Gruß
Mathias m...@berlin.snafu.de http://www.snafu.de/~mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
>Da Vossloh sich zukünftig auf dieselhydraulische loks konzen-
>trieren will, hier das derzeitige dieselhydraulische typen-
>programm:
>
>G321B (B, 7240 mm, 246 kW)
>G765C (C, 9870 mm, 560 kW)
>G1205BB (B'B', 13000 mm, 1120 kW)
>
>Die G321B wurde mal von der DB Cargo AG eingesetzt, als prototyp
>einer möglichen neuen rangierlok .... wird sie dies noch?
Du meinst sicher die als 352 001 fimierende Lok (wegen Ihres weißen Farbkleides
auch "Waschmaschine" genannt, Spitznamenfreunde vor). Irgendwo war mal zu
lesen, daß das Ding in Rostock rangiert.
Es fehlt die "neue" G 1206 (die Achsfolge hintendran wird übrigens mittlerweile
weggelassen), die leistungsfähigste (um 1500 kW), produzierte Lok. Davon wurden
gerade elf Stück an die RAG ("Ruhrpottsprinter") abgeliefert. Eine (die
Fnr.1000916= zehnte Lok für die RAG) ist übrigens auch schon mal bei der NEG in
Uetersen probegefahren. Weitere 1206 sind für die Dortmunder Eisenbahn und für
Banverkeht (Schreibweise?), dem GB Netz der SJ, im Bau.
Das mit den genauen Leistungsangaben ist mit Vorsicht zu genießen, da, je nach
Kundenwunsch, Motoren verschiedener Hersteller eingebaut werden (können).
Viele Grüße
Marcus
>Die G321B wurde mal von der DB Cargo AG eingesetzt, als prototyp
>einer möglichen neuen rangierlok .... wird sie dies noch?
Die DB hat doch mal vor längerer Zeit drei "Cargoloks" geordert, dieser
blau-weißen, vierachsigen neuartigen Rangierlok mit dem riesigen, geräumigen,
großflächig verglastem Fürherhaus und mit afaik hydrostatischem Antrieb von
"Allradtechnik Heiligenhaus", oder wie die Firma heißt. Bislang gibts doch
davon nur einen Prototyp, der u.a. mal bei der RAG und einem Kalkwerk im
Ruhrgebiet zu Testzwecken im Einsatz war/ist. Weiß jemand aktuelles? Was ist
aus den für die DB bestimmten Loks geworden? Auftrag storniert? Die Bestellung
ist afaik schon vor über zwei Jahren erfolgt, da müßten die Dinger doch mal
langsam schon auf den Schienen auftauchen.
Grüße Marcus
> G321B (B, 7240 mm, 246 kW)
> G765C (C, 9870 mm, 560 kW)
> G1205BB (B'B', 13000 mm, 1120 kW)
Dies kann nicht alles sein.
Die G 1206 BB müßte doch auch noch angeboten werden. Neben der Ruhrkohle
werden noch Loks für die Dortmunder Eisenbahn und Banverket (Schweden)
gebaut.
Viele Grüße
Sven
> Außerdem baut Adtranz die elektrischen triebköpfe (zwei ange-
> triebene drehgestelle) für einen weiteren Talgo-prototypzug mit
> 300 km/h, ebenfalls umspurbar, der auf zukünftigen spanischen
> schnellfahrstrecken anstelle des vom TGV abgeleiteten AVE
> verkehren könnte.
Hoppla, also ein Talgo Frankfurt - Barcelona über französische NBS?
Fürchte aber, man braucht ein Sandwich, wenn man Straßburg oder Metz
anfahren will.
>> Außerdem baut Adtranz die elektrischen triebköpfe (zwei ange-
>> triebene drehgestelle) für einen weiteren Talgo-prototypzug mit
>> 300 km/h, ebenfalls umspurbar, der auf zukünftigen spanischen
>> schnellfahrstrecken anstelle des vom TGV abgeleiteten AVE
>> verkehren könnte.
> Hoppla, also ein Talgo Frankfurt - Barcelona über französische NBS?
ich denke, eher Sevilla - Madrid - Irun - Paris .... wenn über-
haupt die pyrenäen damit überschritten werden. Spanien plant ja
auch noch weitere neubaustrecken, während vieler jahre wird sich
das land als normal-/breitspuriger flickenteppich darstellen, da
ist ein komplett umspurbarer zug schon wichtig.
> Fürchte aber, man braucht ein Sandwich, wenn man Straßburg oder Metz
> anfahren will.
wie bitte?
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
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the ICE/ICT pages - http://mercurio.iet.unipi.it/ice/
> >> Außerdem baut Adtranz die elektrischen triebköpfe (zwei ange-
> >> triebene drehgestelle) für einen weiteren Talgo-prototypzug mit
> >> 300 km/h, ebenfalls umspurbar, der auf zukünftigen spanischen
> >> schnellfahrstrecken anstelle des vom TGV abgeleiteten AVE
> >> verkehren könnte.
>
> > Hoppla, also ein Talgo Frankfurt - Barcelona über französische NBS?
>
> ich denke, eher Sevilla - Madrid - Irun - Paris .... wenn über-
> haupt die pyrenäen damit überschritten werden.
Oder Ersatz der Talgos Paris - Madrid und Paris - Barcelona?
> > Fürchte aber, man braucht ein Sandwich, wenn man Straßburg oder Metz
> > anfahren will.
>
> wie bitte?
Wer aus Deutschland kommend nach Metz einfährt und nach Spanien will,
muß in Metz wenden, es sei denn, er fährt über Hagondange und
Conflans-Jarny.
Dito für Straßbrg, es sei denn, man fährt über Toul.
Und von Talgo-Wendezügen habe ich noch nichts gehört...
> Oder Ersatz der Talgos Paris - Madrid und Paris - Barcelona?
pure spekulation, würde ich sagen .... (ersatz ist hier vom
zustand des fahrzeugmaterials her nicht erforderlich)
> Wer aus Deutschland kommend nach Metz einfährt und nach Spanien will,
> muß in Metz wenden, es sei denn, er fährt über Hagondange und
> Conflans-Jarny.
> Dito für Straßbrg, es sei denn, man fährt über Toul.
> Und von Talgo-Wendezügen habe ich noch nichts gehört...
Selbstverständlich werden die Talgo-triebzüge in beide
richtungen fahren können. Ein faltblatt, das ich auf dem Talgo-
stand auf der Innotrans mitgenommen habe (wo im übrigen nur
eine radsatzdrehmaschine ausgestellt war), zeigt folgende
garnituren (es handelt sich offenbar um prinzipskizzen und nicht
um pläne konkret geplanter züge):
* Talgo-Wagenzug ohne Antrieb
1 1'1'1'1'1'1'1'1'1'1
(entspricht den bisherigen Talgos)
* Unabhängige Zugeinheit mit Lokomotive und Führerraum
Bo'Bo'+1 1'1'1'1'1'1'1'1'1
(wobei die lok aussieht wie ein modifizierter Diesel-Euro-
Sprinter, hinten zum zug hin abgeflacht, und die letzte
sektion ein steuerabteil hat)
* Unabhängige Zugeinheit mit integrierten Triebköpfen an beiden Enden
B'1'1'1'1'1'1'1'1'B'
(dieser zug wird nun wohl mit Krauss-Maffei verwirklicht -
umspurbar. Triebfahrzeuge sind fast so niedrig wie die wagen.
Mögliches design auf http://www.talgo.com/futu.htm )
* Hochgeschwindigkeitszug Talgo Pendular
Bo'Bo'+1 1'1'1'1'1'1'1'1+Bo'Bo'
(das ist dann wohl die mit Adtranz geplante elektrische 300-
km/h-version - wie gesagt, ich denke, der zug wird auf neuen
schnellfahrstrecken in Spanien anstelle des AVE eingesetzt,
eventuell auch außereuropäisch angeboten, aber De, Fr und It
sind geschlossene/gesättigte märkte ....)
Vom Berlin-Moskau-zug ist in diesem faltblatt keine rede mehr
(kann sein, dass das wieder eingeschlafen ist ....)
Übrigens, Deutschland - Spanien ginge auch über die Schweiz.
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
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> Mögliches design auf http://www.talgo.com/futu.htm )
>* Hochgeschwindigkeitszug Talgo Pendular
Die Site (auch deutsch) ist wirklich sehr interessant!
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Meinte ja nur, weil man die bisherigen Garnituren weder bis Tours noch
bis Valence auf die NBS läßt...
>> >Firmieren wird die SFT künftig als Vossloh Schienenfahrzeugtechnik GmbH
>> >(VSFT).
> Die auf dem Weltmarkt kein Mensch kennt. Womit man schon mal bei einem
> großen Teil der potentiellen Kunden vor verschlossenen Türen stehen
> wird.
na, das hatten wir ja schon mal....
"Hello Egypt? Here Adtranz"
"?"
"A-D-Tranz"
"???"
"Well... Henschel!"
"Aaahh, okay..."
Den namen MaK konnte Vossloh wohl aus markenrechtlichen gründen
nicht weiterführen. Aber mit solchen gesprächen wie da oben
können sie sich vielleicht potentiellen kunden verständlich
machen :)
>> >Denn bei den für die Norwegischen Staatsbahnen (NSB) entwickelten
>> >Fahrzeugen handele es sich um dieselelektrische Loks. Spezialisiert sei
>> >die SFT jedoch auf dieselhydraulische Lokomotiven. "Hier hat das
>> >Unternehmen ganz hervorragende Erfahrung."
> Nur zu dumm, daß Dieselhydraulik mit Ausnahme von Triebwagen (und hier
> hat die ex-MaK keinerlei Erfahrungund ist ein absoluter Nobody auf dem
> MArkt) praktisch eine tote Technologie ist.
Den weltmarkt gesehen, wohl ja .... sieht ganz danach aus, als
ob VSFT nun kleine brötchen backen und deutsche privatbahnen
beliefern will.
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
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european railway pictures - http://mercurio.iet.unipi.it/pix/
Die Vossloh AG hat z.B. auch die Deutsche System Technik übernommen (jetzt
Vossloh system Technik GmbH), die z.B. Stellwerkssimulationen für die Bahn macht.
Tobias
_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
> Die Vossloh AG hat z.B. auch die Deutsche System Technik übernommen (jetzt
> Vossloh system Technik GmbH), die z.B. Stellwerkssimulationen für die Bahn macht.
.... und ist marktführer bei kleineisen (schienenbefestigungen),
allerdings nur in Mitteleuropa. Jedenfalls ist das ein beispiel-
loser fall von vertikaler integration (gleisbau, schienenfahr-
zeugbau und eigene bahngesellschaft).
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
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> Auch deutsche Privatbahnen kaufen seit einigen Jahren bei Lokomotiven de
> facto nur noch Drehstromtechnik.
Kann ich nicht beobachten. Vielmehr scheinen betriebe, die bisher
dieselhydraulisch gefahren sind, weiterhin dieselhydraulisch zu
kaufen, und umgekehrt. Hängt halt ganz von den werkstattkapazitäten
ab.
Oder kannst du mir betriebe nennen, die kürzlich "umgestiegen"
sind? KBE/HGK wäre ein beispiel, mit dieselhydraulischen Deutz-
loks aus den 50er/60er jahren und dieselelektrischen MaK-loks aus
den 80er/90er jahren. Sonst fällt mir nicht viel ein ....
Ob die angebotsbeschränkung sich auszahlt, wird sich zeigen. Wenn
eine bahn eine dieselelektrische lok mit 1000 bis 1500 kW
ausschreibt - wird dann Vossloh freiwillig außen vor bleiben oder
doch weiterhin mit generator, umrichter und e-motoren als zukauf-
teilen loks zusammenbauen? Viel konkurrenz ist in diesem sektor
nicht - allenfalls die RENFE 311 / SBB 841 von Alstom. Die zwei-
achser von Schöma und dreiachser von Krauss-Maffei liegen
darunter, Blue Tiger von Adtranz sowie amerikanische loks
darüber.
> > Den weltmarkt gesehen, wohl ja .... sieht ganz danach aus, als
> > ob VSFT nun kleine brötchen backen und deutsche privatbahnen
> > beliefern will.
>
> Auch deutsche Privatbahnen kaufen seit einigen Jahren bei Lokomotiven de
> facto nur noch Drehstromtechnik. Ausnahmen bestätigen die Regel. Ganz
> abgesehen davon, daß dieser Markt so winzig ist, daß davon keiner leben
> kann. Eine Entwicklungsabteilung oder eine Fertigungsstraße hängt man
> nicht für zwei, drei Jahre in den Schrank, um sie dann für einen
> Mini-Auftrag von vielleicht fünf Loks wieder herauszuholen.
Dann stellt sich die Frage, wie lange es dauern wird, bis eine flexible
Firma in Mittelosteuropa ein Baukastensystem vorhält, mit dem sie nach
Bedarf auch Klein- und Kleinstserien fertigt.
Oder ist es so, daß einige Großfirmen, die jüngst nachdrücklich unter
Beweis gestellt haben, daß sie keine brauchbaren Schienenfahrzeuge
ausliefern können, das Monopol auf soolche Entwicklungen haben, ohne die
kein modernes Schienenfahrzeug mehr auskommt?
t...@rcs.urz.tu-dresden.de schrieb im Beitrag
<734jb1$j16$1...@rks1.urz.tu-dresden.de>...
> On Fri, 20 Nov 1998 21:11:08 +0100, Wolfgang Keller <w_ke...@gmx.de>
wrote in de.etc.bahn.eisenbahn:
>
> > Auch deutsche Privatbahnen kaufen seit einigen Jahren bei
Lokomotiven de
> > facto nur noch Drehstromtechnik.
Neusser Eisenbahn kauft nur hydraulisch; NIAG auch.
> Kann ich nicht beobachten. Vielmehr scheinen betriebe, die bisher
> dieselhydraulisch gefahren sind, weiterhin dieselhydraulisch zu
> kaufen, und umgekehrt. Hängt halt ganz von den werkstattkapazitäten
> ab.
>
> Oder kannst du mir betriebe nennen, die kürzlich "umgestiegen"
> sind? KBE/HGK wäre ein beispiel, mit dieselhydraulischen Deutz-
> loks aus den 50er/60er jahren und dieselelektrischen MaK-loks aus
> den 80er/90er jahren. Sonst fällt mir nicht viel ein ....
Dortmunder Eisenbahn hat beides. Neigt aber mehr zu DE (passt ja auch
gut zur Firmenabkürzung.)
VG MM
--
Marcus Mandelartz, Heiligenpesch 105, D-41069 Moenchengladbach
Fax: 02161-482998
fe...@online.de
>> > Auch deutsche Privatbahnen kaufen seit einigen Jahren bei Lokomotiven de
>> > facto nur noch Drehstromtechnik.
> Die weitaus meisten haben bereits in den 80ern umgestellt.
Welche genau (außer HGK)? Ich bin an beispielen interessiert!
--
tobias benjamin köhler * * * * ,-/o"O`--.._ * _/(_ *
* * * * * * _,-o'.|o 0 'O o O`o--'. e\
dresden, europe * (`o-..___..--''o:,-' )o /._" O "o 0 o : ._>
* * ``--o___o..o.'' * :'.O\_ ```--.\o .' `--
un...@tigerden.com * * * `-`.,) * \`.o`._ *
t...@rcs.urz.tu-dresden.de * * * fL `-`-.,)
Aber die Führungsstruktur, die technischen, personellen,
administrativen, organisatorischen und finanziellen Vorgaben und
Randbedingungen, die Produktionsstandorte, die Unternehmenspolitik ...
Joachim
>Ulf Kutzner <kutz...@mail.uni-mainz.de> wrote:
>
>> Oder ist es so, daß einige Großfirmen, die jüngst nachdrücklich unter
>> Beweis gestellt haben, daß sie keine brauchbaren Schienenfahrzeuge
>> ausliefern können,
>
>Die Panne mit den Loks für die NSB hat nichts mit der
>Konzernzugehörigkeit zu tun. Dadurch, daß ein Unternehmen von einem
>Konzern aufgekauft wird, ändert sich weder die personnelle Ausstattung
>der Entwicklungsabteilung, noch deren Fachkompetenz.
Bei den DE-Loks von MaK änderte sich aber der Lieferant für den
elektrischen Kram, vorher BBC/ABB, danach Siemens.
Die DE1024/240 sind AFAIK immerhin nicht abgebrannt wie die Di6.
--
Horst Ebert
D-Hamburg
>On Sun, 22 Nov 1998 18:15:50 +0100, Wolfgang Keller <w_ke...@gmx.de>
>wrote in de.etc.bahn.eisenbahn:
>
>>> > Auch deutsche Privatbahnen kaufen seit einigen Jahren bei Lokomotiven de
>>> > facto nur noch Drehstromtechnik.
>
>> Die weitaus meisten haben bereits in den 80ern umgestellt.
>
>Welche genau (außer HGK)? Ich bin an beispielen interessiert!
In Publikationen, die Änderungen im Lokbestand bzw. den gesamten
Lokbestand von NE enthalten, steht meistens auch ein de/dh oder eine
genauere Typenbezeichnung dabei.
Ich kann Dir außer den HGK-Vorgängern genau folgende Beispiele von
NE-Bahnen nennen, die DE-Loks beschafft haben: AKN, BE, TWE, WBHE.
--
Horst Ebert
D-Hamburg
Aber das Firmenimage des Übernehmers...
> MaDuesing <madu...@aol.com> wrote:
>> Schon möglich, aber auch der drittgrößte Flugzeughersteller verdient ganz gut
>> Geld damit,
> Äh nein, er hat eben kein Geld verdienen können und wurde vor kurzem vom
> zweitgrößten aufgekauft.
Darf ich euch nach den namen der drei größten flugzeughersteller
fragen? Boeing, Airbus und ...? So langsam verwirrt mich diese
diskussion :) Ist doch wirklich nicht nötig, hier alle firmen-
namen krampfhaft zu verschweigen. Oder soll ich vom fünftgrößten
schienenfahrzeughersteller schreiben, und alle fragen sich, wer
gemeint ist?
gruss, tobias (für mehr klarheit im usenet)
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
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('H=====H`)|H= ======== =H||H====== = = ||H===`----'===H|
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> Na, nicht so wehmütig. :-) Wo LHB doch mit ALSTOM so ziemlich das
> günstigste Schnäppchen gemacht hat, das man sich denken konnte.
Siemens oder Adtranz hätten sie wohl sonst abgewickelt ....
Alstom betrachtet sie als wichtiges standbein im osten (von
sonstigen firmenstandorten aus gesehen).
Nicht ganz, denn da ist ja schliesslich noch Konstal (heisst jetzt auch
ALSTOM) in Chorzow (Polen). Das alte LHB-Stammwerk in Breslau hat ja Adtranz
gekauft... In Chorzow werden neben DB Cargo-Gueterwagen demnaechst auch
wieder Strassenbahnen (z.B. fuer Kattowice) und U-Bahnen (z.B. Warschau)
hergestellt.
Juergen
--
Juergen Langwost | Murphy's Law of Research:
38114 Braunschweig, Germany | Enough research will tend to support
e-mail: lang...@chromix.escape.de | your theory.
> diskussion :) Ist doch wirklich nicht nötig, hier alle firmen-
> namen krampfhaft zu verschweigen. Oder soll ich vom fünftgrößten
Ich weiss auch nicht. Die Herstellerfirma der NeiTech-Zuege ist oft genug mit
ihrem Namen erwaehnt. Die Herstellerfirma der Neigezuege auch.
-JJ
Sei' ein Mann - http://members.tripod.de/JJ
> > diskussion :) Ist doch wirklich nicht nötig, hier alle firmen-
> > namen krampfhaft zu verschweigen. Oder soll ich vom fünftgrößten
>
> Ich weiss auch nicht. Die Herstellerfirma der NeiTech-Zuege ist oft genug mit
> ihrem Namen erwaehnt. Die Herstellerfirma der Neigezuege auch.
Gerade war zu lesen, daß die Firma AdXXXXX nach 650 Mio in diesem Jahr
mit 700 Mio Verlust abschließen wird.