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Einsatzfahrzeuge mit Sondersignal vs. Bahnuebergang mit Andreaskreuz

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Uli Meier

unread,
Jul 31, 2001, 10:15:09 PM7/31/01
to
In de.etc.bahn.eisenbahn schrieb Christoph Biedl <cbi...@gmx.de>:

f'up ignoriert, weil ich de.soc.recht.strassenverkehr nicht beziehe.

> Oliver Fischer <ofis...@web.de> wrote...

>> mich interessiert schon länger die Frage, inwieweit ein Einsatzfahrzeug
>> von Polizei, Feuerwehr etc. mit Sondersignal an einem mit Andreaskreuz
>> beschilderten Bahnübergang bevorrechtigt ist. Darf ein Einsatzfahrzeug
>> beispielsweise geschlossene Halbschranken umfahren? Wie wäre die
>> Rechtslage, wenn es dabei zu einem Unfall kommt?

> Ohne es zu wissen: Der Fahrer des Einsatzfahrzeuges sollte sich das
> sehr gut überlegen und im geringsten Zweifelsfall bleiben lassen.

1) Der Paragraph 35 StVO entbindet die nachfolgend Aufgeführten von der
Einhaltung der StVO unter gebührender Beachtung der allgemeinen
Sicherheit. (Wortlaut gerade nicht greifbar).
2) Der Paragraph 38 StVO sagt aus, dass Fahrzeugen, die mit Blauhorn
untewegs sind, unverzüglich freie Bahn zu schaffen sei.
Beides bezieht sich aber *nur* auf die StVO, für die Bahn entstehen
dadurch IMHO keine rechtlichen Folgen.

In der Praxis sieht es so aus, dass Fahrer von Einsatzfahrzeugen, die
meinen, einen geschossenen Bahnübergang überfahren zu müssen, sofort
wegen akuter Sebst- und Fremdgefährdung in eine geschlossene
psychiatrische Einrichtung eingewiesen gehören.

In "meinem" Rettungsdienstbereich wird an geschlossenen
(Halb-)Schranken brav gewartet, die Mitteilung des Stehenbeibens sowie
der Weiterfahrt werden der Leitstelle über Funk mitgeteilt und von
dieser im Einsatzauftrag dokumentiert. Dadurch ist sichergestellt, dass
dem betreffenden Fahrer aus der durch die Wartezeit resultierende
verlängerte Eintreffzeit am Einsatzort kein Strick gedreht werden kann.

Uli
--
Ulrich Meier | Fon +49 8051 968765 | Die Landesfarben sind
Bernauer Straße 62 | Fax +49 8051 969243 | weiß und blau.
D-83209 Prien/Chiemsee | GSM +49 172 5109109 |
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Klaus von der Heyde

unread,
Aug 2, 2001, 7:53:46 AM8/2/01
to
Uli Meier schrieb:

> In der Praxis sieht es so aus, dass Fahrer von Einsatzfahrzeugen, die
> meinen, einen geschossenen Bahnübergang überfahren zu müssen, sofort
> wegen akuter Sebst- und Fremdgefährdung in eine geschlossene
> psychiatrische Einrichtung eingewiesen gehören.

Eine ausnahme wuerde ich machen, und so habe ich es auch schon
beobachtet:
- eingleisige strecke
- halbschranken
- krankenwagen faehrt auf linker fahrspur an autoschlange vorbei
- wartet, bis der zug gerade durch ist
- fahert dann ueber den noch geschlossenen BUe und wechselt
dabei wieder auf die richtige fahrspur.

Klaus

Gabriel Mack

unread,
Aug 2, 2001, 8:33:57 AM8/2/01
to
Ich x-poste das mal zu d.e.n, da dort sicher einige was dazu beitragen
können. Bitte bei Bedarf F'up2 setzen.
Fullquote wegen x-post

Uli Meier schrieb:


>
> In de.etc.bahn.eisenbahn schrieb Christoph Biedl <cbi...@gmx.de>:
>
> f'up ignoriert, weil ich de.soc.recht.strassenverkehr nicht beziehe.
>
> > Oliver Fischer <ofis...@web.de> wrote...
>
> >> mich interessiert schon länger die Frage, inwieweit ein Einsatzfahrzeug
> >> von Polizei, Feuerwehr etc. mit Sondersignal an einem mit Andreaskreuz
> >> beschilderten Bahnübergang bevorrechtigt ist. Darf ein Einsatzfahrzeug
> >> beispielsweise geschlossene Halbschranken umfahren? Wie wäre die
> >> Rechtslage, wenn es dabei zu einem Unfall kommt?
>
> > Ohne es zu wissen: Der Fahrer des Einsatzfahrzeuges sollte sich das
> > sehr gut überlegen und im geringsten Zweifelsfall bleiben lassen.
>

Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Fahrer die geschlossenen
Halbschranken ignoriert. Damit würde er ja seine Kollegen im Fahrzeug
und evtl. vorhandene Patienten gefährden. Und soweit ich weiß, darf er
auch nur dann Vorfahrtregeln (Ampeln etc.) ignorieren, wenn er sich
vergewissert hat, daß er dadurch niemanden gefährdet. Und das halte ich
bei Bahnstrecken für sehr unwahrscheinlich, da die Geschwindigkeit der
Züge und die einsehbare Strecke meist nicht ausreicht, um eine sichere
Passage des BÜ zu gewährleisten.



> 1) Der Paragraph 35 StVO entbindet die nachfolgend Aufgeführten von der
> Einhaltung der StVO unter gebührender Beachtung der allgemeinen
> Sicherheit. (Wortlaut gerade nicht greifbar).
> 2) Der Paragraph 38 StVO sagt aus, dass Fahrzeugen, die mit Blauhorn
> untewegs sind, unverzüglich freie Bahn zu schaffen sei.
> Beides bezieht sich aber *nur* auf die StVO, für die Bahn entstehen
> dadurch IMHO keine rechtlichen Folgen.
>
> In der Praxis sieht es so aus, dass Fahrer von Einsatzfahrzeugen, die

> meinen, einen geschlossenen Bahnübergang überfahren zu müssen, sofort


> wegen akuter Sebst- und Fremdgefährdung in eine geschlossene
> psychiatrische Einrichtung eingewiesen gehören.
>

ACK.

> In "meinem" Rettungsdienstbereich wird an geschlossenen
> (Halb-)Schranken brav gewartet, die Mitteilung des Stehenbeibens sowie
> der Weiterfahrt werden der Leitstelle über Funk mitgeteilt und von
> dieser im Einsatzauftrag dokumentiert. Dadurch ist sichergestellt, dass
> dem betreffenden Fahrer aus der durch die Wartezeit resultierende
> verlängerte Eintreffzeit am Einsatzort kein Strick gedreht werden kann.
>

Wie wird das woanders gehandhabt?

Gruß Gabriel

Andreas Braeutigam

unread,
Aug 2, 2001, 9:31:14 AM8/2/01
to
> > >> Darf ein Einsatzfahrzeug
> > >> beispielsweise geschlossene Halbschranken umfahren? Wie wäre die
> > >> Rechtslage, wenn es dabei zu einem Unfall kommt?

Das Umfahren einer Halbschranke dürfte ein massiver Verstoß gegen § 35(8)
sein. Abgesehen davon ist es schlicht und einfach lebensgefährlich. Es ist
bekannt, dass immer wieder Fahrzeuge auf unbeschrankten oder
halbbeschrankten Übergängen an schnurgeraden Strecken "etwas Zug
abbekommen". Das liegt daran, dass der Mensch als solcher die
Geschwindigkeit von schienengebundenen Fahrzeugen absolut nicht einschätzen
kann (Bahnmitarbeiter im Betriebsdienst mit Berufserfahrung mal
ausgenommen). Das gilt auch für Fahrer von Sonderrechtsfahrzeugen. Wo eben
noch kein Zug zu sehen war, machts plötzlich PENG. Das ist so und der Puffer
unterscheidet nicht zwischen Blaulicht und kein Blaulicht.
Also: AUF GAR KEINEN FALL ZU FUSS, MIT FAHRZEUG ODER SONSTWIE ÜBER EINEN
GESPERRTEN BAHNÜBERGANG! AKUTE LEBENSGEFAHR!

Hoffe das war deutlich ;-)

Gruß

Andreas

Tim Niklas Mueller

unread,
Aug 2, 2001, 10:44:40 AM8/2/01
to
Andreas Braeutigam wrote:
>
> > > >> Darf ein Einsatzfahrzeug
> > > >> beispielsweise geschlossene Halbschranken umfahren? Wie wäre die
> > > >> Rechtslage, wenn es dabei zu einem Unfall kommt?
>
> Das Umfahren einer Halbschranke dürfte ein massiver Verstoß gegen § 35(8)
> sein.

Dem Wortlaut nach befreit der §35 Abs. 1 StVO zwar von _allen_
Vorschriften der StVO, wie Andreas aber schon richtig anmerkt, muß sich
diese Befreiung an der Wiederholung und Verschärfung des §1 StVO mittels
des §35 Abs. 8 StVO messen.

Schneider (Feuerwehr im Straßenverkehr, 2. Aufl., S. 25) merkt dazu an,
daß "die Verkehrssicherheit [...] Vorrang ggü. dem Interesse am raschen
Vorwärtskommen [hat]. Sicherheit geht vor Schnelligkeit."

Hier sogar noch bedeutsamer ist der folgende Merksatz: "Gerade bei der
Inanspruchnahme von Sonderrechten darf nicht 'auf gut Glück' gefahren
werden." (aaO, S. 26)

Gerade dieses "auf gut Glück" fahren wird wohl zu bejahen sein, wenn an
einem unübersichtlichen Bahnübergang trotz geschlossener Halbschranke
die Bahnlinie überquert wird.

Zwar wird durch §35 Abs. 1 StVO auch von §19 Abs. 1 StVO (Vorrang des
Schienenverkehrs am Bahnübergang) befreit, jedoch sollte von dieser
Befreiung höchstens Gebrauch gemacht werden, wenn in beiden Richtungen
entlang der Schienen eine ausreichende Sichtweite gegeben ist (500m z.B.
sind vermutlich _nicht_ ausreichend!), was vor allem im innerstädtischen
Bereich regelmäßig nicht der Fall sein dürfte.

Ferner dürfte die Verfügbarkeit von anderen Kräften, die auf
alternativen Anmarschwegen zur Einsatzstelle unterwegs sind, beim
Überfahren des geschlossenen Bahnübergangs die Übermaßvermutung bei der
Inanspruchnahme von Sonderrechten hervorrufen.

Das in meinen Augen sinnvollste Vorgehen bei einem Festsitzen vor sich
schließender oder bereits geschlossener Bahnschranke ist die
entsprechende Rückmeldung an die Leitstelle, welche dann die Aufgabe
hat, soweit erforderlich (bedingt durch die Art des Einsatzes, Ausmaß
des Schadensereignisses, Meldebild) und sinnvoll (Dauer der Anfahrt
länger als Wartezeit an der Schranke?), ein Ersatzfahrzeug oder eine
Ersatzeinheit zur ESt zu schicken.
--
Gruss, Tim

"Nie hat ein Dichter die Natur so frei ausgelegt,
wie ein Jurist die Wirklichkeit." J. Giraudoux

Ozan Ayyüce

unread,
Aug 2, 2001, 11:43:36 AM8/2/01
to
Klaus von der Heyde schrieb:

> Eine ausnahme wuerde ich machen, und so habe ich es auch schon
> beobachtet:
> - eingleisige strecke
> - halbschranken
> - krankenwagen faehrt auf linker fahrspur an autoschlange vorbei
> - wartet, bis der zug gerade durch ist
> - fahert dann ueber den noch geschlossenen BUe und wechselt
> dabei wieder auf die richtige fahrspur.

- und wird vom nachfolgendem Zug mitgenommen.


Ozan

Olaf Hoffmann

unread,
Aug 2, 2001, 12:05:36 PM8/2/01
to
Moin Andreas und alle anderen,

"Andreas Braeutigam" <andreas.b...@uniklinikum-giessen.de>
schrieb im Newsbeitrag news:9kbkm2$1i...@c4.hrz.uni-giessen.de...

> Das liegt daran, dass der Mensch als solcher die
> Geschwindigkeit von schienengebundenen Fahrzeugen absolut nicht
einschätzen
> kann (Bahnmitarbeiter im Betriebsdienst mit Berufserfahrung mal
> ausgenommen).

Selbst die dürfen Gleisanlagen ohne die vorherige Freigabe durch den
Fahrdienstleiter nicht überschreiten, selbst wenn sie noch so viel
Berufserfahrung haben und genau _wissen_, daß da kein Zug kommt!

Ich habe mal ein Praktikum im Ausbildungsbereich der DB AG gemacht,
selbst als "Mitarbeiter auf Zeit" außerhalb jeglicher
Bahnbetriebsanlage habe ich am ersten Tag die Allgemeine und Besondere
UVV-Belehrung bekommen, in der genau das vorkam.

Grüße aus Schleswich,

Olaf Hoffmann

Manfred Schenk

unread,
Aug 2, 2001, 1:01:14 PM8/2/01
to

Na ja, normalerweise werden da nicht zwei Zuege im Sichtabstand fahren.
Natuerlich koennte da aber noch ne Lok kommen, die den Zug evtl. vorher
nachgeschoben hat und jetzt hinterherfaehrt, oder es wird rangiert.

Also auf keinen Fall nen geschlossenen Bahnuebergang ueberqueren. (Einzige
Ausnahme: wenn er nicht mehr ans Schienennetz angeschlossen ist, aber wer
weiss schon, was da evtl. unerwartet noch kommen koennte)

tschuess,
Manfred
(F'up auf d.e.b.e beschraenkt)
--

| Manfred Schenk | ICQ: (auf Anfrage)
| Mail: Manfred.Sc...@gmx.de | IRC: Mampf2 (aber nur sehr selten)
| Fon : +491719509349 | WWW: http://www.ZEROByte.de/

Erich Kirchmayer

unread,
Aug 2, 2001, 1:38:15 PM8/2/01
to
Hi,

"Tim Niklas Mueller" <Tim.N....@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9kbp0p$3loac$1...@ID-67381.news.dfncis.de...

> > > > >> Darf ein Einsatzfahrzeug
> > > > >> beispielsweise geschlossene Halbschranken umfahren? Wie wäre
die

> Zwar wird durch §35 Abs. 1 StVO auch von §19 Abs. 1 StVO (Vorrang des


> Schienenverkehrs am Bahnübergang) befreit, jedoch sollte von dieser
> Befreiung höchstens Gebrauch gemacht werden, wenn in beiden Richtungen
> entlang der Schienen eine ausreichende Sichtweite gegeben ist (500m
z.B.
> sind vermutlich _nicht_ ausreichend!),

Kommt immer drauf an (wie so oft halt). Bei einer IC-Strecke sieht die
Sache ganz anders aus wie z.B. bei einem Rangiergleis das auf ein
Betriebsgelände führt. Bei Letzterem hätte ich z.B. keinerlei Skrupel,
einen solchen unbeschranktem Übergang bei freier Sicht auf die nächsten
100m zu befahren wenn "rotes Blinklicht" an ist. Dito z.B. auf einer
eingleisigen Strecke bei der der Zug noch sichtbar(!!) im Bahnhof steht.

Kommt also auch auf die Ortskunde an. Nicht jeder Zug ist gleich schnell
und somit gleich gefährlich. (s.o. - im Schritttempo fahrende
Rangierlok)


--
Gruß

Erich Kirchmayer


--

"Jetzt wird´s mal kurz hell im Hals!"

www.notfallmedizin.de - Ausbildung im Rettungsdienst, Erste Hilfe-Kurse
u.v.m.


Stefan Zickenrott

unread,
Aug 2, 2001, 1:30:32 PM8/2/01
to
Tim Niklas Mueller schrieb:

> wenn in beiden Richtungen
> entlang der Schienen eine ausreichende Sichtweite gegeben ist (500m z.B.
> sind vermutlich _nicht_ ausreichend!), was vor allem im innerstädtischen
> Bereich regelmäßig nicht der Fall sein dürfte.

Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
der Stadt?

mfg
Stefan


Frank Fürst

unread,
Aug 2, 2001, 2:59:39 PM8/2/01
to
Stefan Zickenrott <zick...@stud.fh-hannover.de> schrieb:

Direkt am Bahnhof Potsdam - Medienstadt Babelsberg sowie mindestens
einer weiter südlich; möglicherweise ein weiterer in Potsdam -
Rehbrücke.

Falls auch Dörfer gelten: Direkt am Bahnhof Peiting Nord
sowie etwas südlich davon; außerdem IIRC in Schongau (und das hat
Stadtrechte, obwohl es angeblich weniger Einwohner hat als Peiting).

Followup-to debe

Gruß, Frank

Armin Muehl

unread,
Aug 2, 2001, 3:07:55 PM8/2/01
to
On Thu, 02 Aug 2001 19:30:32 +0200, Stefan Zickenrott
<zick...@stud.fh-hannover.de> wrote:


>Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
>der Stadt?

Natuerlich.
In Rheine zwei Stueck.

Ansonsten schau mal hier rein:
http://www.schrankenposten.de

Das sind allerdings nur Posten, die noch von Hand bedient werden.
Automatische Schranken im Stadtgebiet gibt's noch reichlich...

Armin


--
Armin Muehl

http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)

http://home.t-online.de/home/muehl.armin/mfm.htm
(Muensterlaendisches Feldbahnmuseum e.V.)

Edgar Sippel

unread,
Aug 2, 2001, 3:39:10 PM8/2/01
to
Moin moin!

Am 02 Aug 2001 schrieb Stefan Zickenrott:


> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte
> Bahnübergänge in der Stadt?

Hallo Stefan, mir fallen dazu bei uns in der Nähe gleich mindestens
fünf Stück ein-und zwar in Hildesheim-Himmelsthür einmal vorne am
Hafen die Hafenbahn und dann hinten an der B1 zwei Mal die
zweigleisige Hauptstrecke mit ICE-Verkehr sowie in Sarstedt (na gut-
Kleinstadt) am Bahnhof und an der Ruther Straße jeweils die
Hauptstrecke (ohne ICE-Verkehr).

Grüße, Edgar

--
Sie haben soeben die Position Ihres Mauszeigers auf dem Monitor verändert.
Bitte starten sie Windows neu damit die Veränderungen wirksam werden.

Siegfried Engel

unread,
Aug 2, 2001, 4:11:49 PM8/2/01
to

Stefan Zickenrott schrieb:

> Tim Niklas Mueller schrieb:


> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> der Stadt?

Und in Friedberg-Dorheim: dicke Bundesstraße keuzt Nebenbahn Friedberg
-Nidda/Hungen direkt am Bahnhof.
Selbst miterlebt: RTW mit Tatütata, wartet brav auf linker Spur vor
geschlossenen Halbschranken, bis sich Triebwagen (stehend am Bahnhof) wieder
in Bewegung gesezt hat, und der BÜ wieder offen ist ...
Hier hätte der RTW vermutlich nach Handzeichen/Sichtkontakt mit TF ohne Gefahr
drüberfahren können, aber es gilt halt auch: Sicherheit vor Schnelligkeit ...
Gut so!

Gruß aus der Wetterau
Siegfried


Oliver Fischer

unread,
Aug 2, 2001, 4:25:15 PM8/2/01
to
In article <3B698E38...@stud.fh-hannover.de>, zick...@stud.fh-
hannover.de says...

> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> der Stadt?

Nun, es gibt ja nicht nur die "grosse" Eisenbahn, sondern zum Beispiel
auch Stadtbahnen, die naturgemaess mitten in der Stadt fahren und durch
beschrankte Bahnuebergaenge technisch gesichert werden. Auf diese
besondere Situation bezog sich auch meine urspruengliche Frage, denn eine
Stadtbahn wird nach meiner Erfahrung nicht von allen Verkehrsteilnehmern
ernst genommen, was ihr Gewicht, ihre Geschwindigkeit, ihren Bremsweg und
dadurch die von ihr ausgehende Gefahr angeht bzw. eine Stadtbahn wird mit
einer Strassenbahn verwechselst, was ein desoefteren toedlicher Fehler
ist...

Um ein aktuelles Ereignis zu nennen: ein Stadtbahnzug (75 m lang, 150
Tonnen schwer, 60 km/h schnell, ca. 500 Fahrgaeste) faehrt auf einen
technisch durch Halbschranken gesicherten und durch Andreaskreuze
beschilderten Bahnuebergang zu, die Schranken beginnen sich zu
schliessen. Kurz bevor die Schranken in ihrer Endlage sind, durchbricht
ein Traktor den Schrankenbaum und bleibt auf dem Gleiskoerper stehen. Der
Fahrer des Traktors ist durch seine geborstene Windschutzscheibe
verletzt, der Fahrer des Stadtbahnzuges fordert einen RTW an. Bis dieser
eingetroffen ist, hat sich der Fahrer des Traktors unerlaubt vom
Unfallort entfernt. Da das Kennzeichen bekannt ist, kommt es nun zu einer
Anzeige u.a. wegen Unfallflucht. So am vergangenen Samstag passiert...

Gruss,
Oliver

Frank Haug

unread,
Aug 2, 2001, 12:04:03 PM8/2/01
to
Klaus von der Heyde schrieb:

Äh, und was ist, wenn noch ein Zug kommt? Hier ist auch so ein
Bahnübergang, an dem regelmäßig sogar drei Züge durch fahren. Man kann
dann immer wieder beobachten, dass viele nach dem ersten Zug ihr Auto
wieder starten und schonmal erwartungsvoll mit dem Gaspedal spielen; nur
um dann enttäuscht wieder den Zündschlüssel zu drehen.

Gruss Frank

Marcel Creydt

unread,
Aug 2, 2001, 4:50:06 PM8/2/01
to
Tach,

bevor wir uns jetzt darin verlaufen Deutschlands beschrankte Bahnübergänge
im städtischen Bereich aufzuzählen.......;-)

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, stellt das Überfahren eines
geschlossenen Bahnübergangs einen gefährlichen Eingriff in den
Schienenverkehr dar. Und das ist eine Sache die dem Richter auch dann nicht
gefällt, wenn man sein Blaulicht eingeschaltet hatte..... das Ganze hat
einen Kollegen bei uns schon einmal ein Verfahren beschert.
Aber auch wenn man von den rechtlichen Folgen mal absieht; wenn ich im
entsprechenden Fahrzeug sitzen würde, würde mein Fahrer wahrscheinlich nur
bis zum _Versuch_ kommen trotz geschlossener Halbschranke durchfahren zu
wollen..... *g*

Schöne Grüße aus dem schönen Münchner Süden

Marcel

"Olaf Hoffmann" <olaf.h...@olafhoffmann.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9kbuje$2au$1...@Adler.dlrg.de...

Michael Kallweitt

unread,
Aug 2, 2001, 5:04:56 PM8/2/01
to
Stefan Zickenrott <zick...@stud.fh-hannover.de> writes:

> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> der Stadt?

Im Ruhrgebiet massenhaft.

--
http://home.pages.de/~M.Kallweitt/

Erich Kirchmayer

unread,
Aug 2, 2001, 5:27:49 PM8/2/01
to
Hi,

"Kathinka Diehl" <kath...@rrr.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9kcc29.3...@news.schnauze-sonst-beule.de...

> > Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge
in
> > der Stadt?
>

> Ja sicher. In Kiel auf der Eckernförder Str. oder in
Wiesbaden-Biebrich,
> beides Eisenbahnübergänge. In Bad Homburg gibt es einen beschrankten
> S-Bahn-Übergang.

Und hie rin München auch - allerdings - wie zu erwarten - nicht direkt
in der Innenstadt sondern in den Aussenbereichen sowie im Landkreis
München, der rundherum von der S-Bahn erschlossen ist.Es gibt im Prinzip
kaum eine Gemeinde mit S-Bahnhof und ohne Bahnübergang...... Dazu
natürlich div. "Industriegleise" (diese allerdings ohne Schranken, nur
Blinklicht) wie z.B. beim BMW-Werk.

Tim Niklas Mueller

unread,
Aug 2, 2001, 5:34:51 PM8/2/01
to
Michael Kallweitt wrote:
>
> > Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> > der Stadt?
>
> Im Ruhrgebiet massenhaft.

Ack.

Erich Kirchmayer

unread,
Aug 2, 2001, 5:36:02 PM8/2/01
to
Hi,

"Marcel Creydt" <cre...@rettungsdienstbedarf.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9kcecv$b6l$00$1...@news.t-online.com...

> Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, stellt das Überfahren eines
> geschlossenen Bahnübergangs einen gefährlichen Eingriff in den
> Schienenverkehr dar. Und das ist eine Sache die dem Richter auch dann
nicht
> gefällt, wenn man sein Blaulicht eingeschaltet hatte..... das Ganze
hat
> einen Kollegen bei uns schon einmal ein Verfahren beschert.

...wobei dennoch immer ein bitterer Geschmack bleibt. Da fährt man mit
SoSi um ein Leben zu retten, ein Güterzug hat aber ebenso Vorrang vor
Menschenleben wie die Tatsache, daß 50 Reisende eines Regionalzuges
halbwegs pünktlich ihr Ziel erreichen ;-( Mich regt´s immer wieder auf:
Meldebild "Reanimation" oder "bewusstlos". Man _weis_, daß man das erste
(ggf. lange das Einzige) Rettungsmittel ist und dann steht man Minuten
vor geschlossener (Voll-)Schranke...... Erst in jüngster Vergangenheit
hatte ich mal wieder so einen Fall. NA-Einsatz "allergische Reaktion".
Der Pat. ging es wirklich nicht so gut (ging auf Intensiv) . Wir hatten
eh schon eine längere Anfahrt (2. Wachfolge) und standen dann gut 5 Min.
an einem Bahnübergang der nur für eine(!) langsam(!) in den Bahnhof
einfahrende S-Bahn benötigte..........

Daniel Voigt

unread,
Aug 2, 2001, 5:39:05 PM8/2/01
to

"Marcel Creydt" <cre...@rettungsdienstbedarf.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9kcecv$b6l$00$1...@news.t-online.com...
> Tach,
>
[....]

> Aber auch wenn man von den rechtlichen Folgen mal absieht; wenn ich im
> entsprechenden Fahrzeug sitzen würde, würde mein Fahrer wahrscheinlich nur
> bis zum _Versuch_ kommen trotz geschlossener Halbschranke durchfahren zu
> wollen..... *g*
>
Ich würde nicht mal mit nem Panzer über nen geschlossenen Bahnübergang
fahren.

cu daniel


Uwe Klein

unread,
Aug 2, 2001, 5:39:05 PM8/2/01
to
Stefan Zickenrott schrieb:


> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> der Stadt?

Ja. Hier. ;-)
Ich gebe aber gerne zu, es ist 'nur' noch ein Gleisanschluss, dessen
Bedienung so einmal die Woche mit einer 290 und einigen Wagen
stattfindet.
Zur Oertlichkeit: Bh. W-tal-O'barmen, Ueberquerung der Waldeckstr.
(Ehem. Strecke Rittershausen-Lennep).

Und in Elberfeld hinter dem Bayer-Werk muss es auch noch einen geben.

Fup2d.e.b.e

Gruss
Uwe

Tim Niklas Mueller

unread,
Aug 2, 2001, 5:46:14 PM8/2/01
to
Erich Kirchmayer wrote:
>
> > 500m [Sichtweite] z.B. sind vermutlich _nicht_ ausreichend!

>
> Kommt immer drauf an (wie so oft halt).

Juristische Antwort... :-) Deshalb schrieb ich ja auch vermutlich.
Abhängig ist diese Abwägung der Eigen- und evtl. gleichzeitig auch
Fremdgefährdung von der Dringlichkeit des Einsatzes.

> Bei einer IC-Strecke sieht die
> Sache ganz anders aus wie z.B. bei einem Rangiergleis das auf ein
> Betriebsgelände führt. Bei Letzterem hätte ich z.B. keinerlei Skrupel,
> einen solchen unbeschranktem Übergang bei freier Sicht auf die nächsten
> 100m zu befahren wenn "rotes Blinklicht" an ist.

Klar, wenn Du mit einem beweglichen RTW, KTW oder gar NEF unterwegs
bist, dann ist ein Bahnübergang deutlich schneller überquert als mit
einem TLF, LF, RW oder kurzerhand dem ganzen Löschzug! Bevor ich jdf.
(als Zugführer gedacht) den gesamten Löschzug gefährde, lasse ich die
Kräfte lieber vor der Schranke warten und setze eine entsprechende
Rückmeldung ab, wie in meinem Vorposting schon beschrieben.

> Dito z.B. auf einer eingleisigen Strecke bei der der Zug noch
> sichtbar(!!) im Bahnhof steht.

Und die Gegenfahrtrichtung? Warum steht der Zug noch im Bahnhof?

> "Jetzt wird´s mal kurz hell im Hals!"

"Jetzt wird's mal kurz dunkel..." (Doc zum Intensivpatient, als er ihm
den Schritti mopst... :-))

Marcel Creydt

unread,
Aug 2, 2001, 5:47:33 PM8/2/01
to
Hallo Erich,

"Erich Kirchmayer" <E_Kirc...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:9kcgv2$b0t$07$1...@news.t-online.com...
> Hi,


> ...wobei dennoch immer ein bitterer Geschmack bleibt. Da fährt man mit
> SoSi um ein Leben zu retten, ein Güterzug hat aber ebenso Vorrang vor
> Menschenleben wie die Tatsache, daß 50 Reisende eines Regionalzuges
> halbwegs pünktlich ihr Ziel erreichen ;-( Mich regt´s immer wieder auf:
> Meldebild "Reanimation" oder "bewusstlos". Man _weis_, daß man das erste
> (ggf. lange das Einzige) Rettungsmittel ist und dann steht man Minuten
> vor geschlossener (Voll-)Schranke......

Ich weiß, frustriert mich auch jedesmal wieder und bei den vielen
Halbschranken bei uns im Münchner SüdOsten ist es sicherlich immer wieder
verlockend trotzdem drüberzufahren. Aber rechtfertigt das Meldebild
"Bewußtlos" -- welches wie wir beide wissen von der ILST sehr großzügig
gehandhabt wird -- die Gefährdung von 1-2 Kollegen sowie einem S-Bahnfahrer
usw.?

Gruß, Marcel

--
Marcel Creydt
RettAss und Praxisanleiter RD bei der Johanniter-Unfall-Hilfe
Inhaber der Firma Creydt Rettungsdienst-Bedarf
--

Markus Machner

unread,
Aug 2, 2001, 9:39:06 PM8/2/01
to
Hallo Erich

Erich Kirchmayer schrieb:

> ...wobei dennoch immer ein bitterer Geschmack bleibt. Da fährt man mit
> SoSi um ein Leben zu retten, ein Güterzug hat aber ebenso Vorrang vor
> Menschenleben wie die Tatsache, daß 50 Reisende eines Regionalzuges
> halbwegs pünktlich ihr Ziel erreichen ;-( Mich regt´s immer wieder auf:
> Meldebild "Reanimation" oder "bewusstlos". Man _weis_, daß man das erste
> (ggf. lange das Einzige) Rettungsmittel ist und dann steht man Minuten
> vor geschlossener (Voll-)Schranke...... Erst in jüngster Vergangenheit
> hatte ich mal wieder so einen Fall. NA-Einsatz "allergische Reaktion".
> Der Pat. ging es wirklich nicht so gut (ging auf Intensiv) . Wir hatten
> eh schon eine längere Anfahrt (2. Wachfolge) und standen dann gut 5 Min.
> an einem Bahnübergang der nur für eine(!) langsam(!) in den Bahnhof
> einfahrende S-Bahn benötigte..........

Tja, Scheiße gelaufen. Aber Dein RTW könnte nichtmal eine langsam
fahrende S-Bahn aufhalten. Was glaubst Du warum die Züge Minuten
Sicherheitsabstand haben?
Wenn Du Glück hast wird nur der RTW beiseite geschoben. Wenn Du Pech
hast entgleist der Zug und Du hast ein gar mächtiges Problem.
Was eine einzige Person unter einem Zug anrichten kann siehe

http://www.stadt-frankfurt.de/feuerwehr/presse/einsakt/e0104046.htm

(nach unten gehen)

Ich habe schon mit einer DL und Light&Sound vor einer Schranke
gestanden. Pech gehabt, mehr kann man nicht sagen. (Zum Glück wars nur
´ne Übung)

Gruß,
Markus
--
jagut,
'pruegeln' hoehrt sich etwas unsensibel an....
(HeKo in f.a-u-w)

Stefan Zickenrott

unread,
Aug 2, 2001, 11:50:06 PM8/2/01
to
Edgar Sippel schrieb:

> an der B1 zwei Mal die
> zweigleisige Hauptstrecke mit ICE-Verkehr

Und ich dachte immer an ICE Strecken gäbe es keine Bahnübergänge.

mfg
Stefan

Rolf Eike Beer

unread,
Aug 3, 2001, 2:19:31 AM8/3/01
to
Von Tim Niklas Mueller :

>> Dito z.B. auf einer eingleisigen Strecke bei der der Zug noch
>> sichtbar(!!) im Bahnhof steht.
>
> Und die Gegenfahrtrichtung? Warum steht der Zug noch im Bahnhof?

Macht Gegenverkehr auf einer eingleisigen Strecke Sinn? Habe selbiges
übrigens schon mitgemacht, LF8 durch geschlossene Halbschranken.
Eingleisige Strecke, Zug steht im Bahnhof ca. 200 m von den Schranken
entfernt. Bei Ankunft des Fahrzeuges stand der Zug. GF steigt aus,
begutachtet nochmals die Lage (in die andere Richtung Sichtweite ca. 1
km, Bahn steht immer noch. Winkt das Fahrzeug durch, steigt zu und
weiter ...

Eike
--
das macht nichts. tot bist du erst wenn du tot bist. bis dahin bist du
nicht tot und kannst tun was auch immer.
Peter Gruendler in de.rec.sf.startrek.technologie

Klaus von der Heyde

unread,
Aug 3, 2001, 5:20:52 AM8/3/01
to
Manfred Schenk schrieb:

> > - und wird vom nachfolgendem Zug mitgenommen.
>
> Na ja, normalerweise werden da nicht zwei Zuege im Sichtabstand fahren.
> Natuerlich koennte da aber noch ne Lok kommen, die den Zug evtl. vorher
> nachgeschoben hat und jetzt hinterherfaehrt, oder es wird rangiert.

Das kann man dort mit sicherheit ausschliessen, und die strecke
ist weit einsehbar. Ich erinnere mich nicht mehr genau; kann sein,
dass der auch erst losgefahren ist, als sich die schranken gerade
wieder hochgingen. Jedenfalls, bevor sie ganz oben waren.

Klaus

Klaus von der Heyde

unread,
Aug 3, 2001, 5:23:41 AM8/3/01
to
Frank Haug schrieb:

> Äh, und was ist, wenn noch ein Zug kommt? Hier ist auch so ein
> Bahnübergang, an dem regelmäßig sogar drei Züge durch fahren.

Das ist bei dem aber nicht der fall. Ich erinnere mich nicht mehr
so genau; vielleicht begannen die schranken sich gerade zu heben, als
der drueber fuhr ... das halte ich mittlerweile fuer wahrscheinlich.
Ich habe es vom zug aus gesehen.

Klaus

Klaus von der Heyde

unread,
Aug 3, 2001, 5:27:21 AM8/3/01
to
Stefan Zickenrott schrieb:

> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> der Stadt?

Allen zweiflern sei ein besuch hier in Bonn empfohlen, wo die linke
rheinstrecke ebenerdig mitten durch die stadt geht und es eine ganze
reihe von bahnuebergaengen mit vollschranken gibt.

Klaus

Folke Brockmann

unread,
Aug 3, 2001, 6:00:03 AM8/3/01
to

"Klaus von der Heyde" <kl...@nero.uni-bonn.de>
Stefan Zickenrott schrieb:

Und ich frag mich immer wieder wie die Leute da rüber kommen, immer wenn ich
da durchfahre (heute noch mit IC 711 und EC 8) sind die Schranken zu ;-))

--
Gruß Folke
http://people.freenet.de/Tf-Brocki.index.htm/110121_Bochum_HBF.JPG


Edgar Sippel

unread,
Aug 3, 2001, 5:51:49 AM8/3/01
to
Moin moin!

Auf die Neubaustrecke kommen die Züge erst kurz danach bei Emmerke.
Die ICEs, die von/nach Hildesheim Hbf fahren, tun dies auf der alten
Strecke, da die Neubaustrecke an Hildesheim vorbeiführt.

Grüße, Edgar

--
Es gibt immer Orte, wo das eine oder andere Netz nicht
funktioniert. Bei Viag Interkom heißt dieser Ort zum Beispiel Deutschland.

Holger Koetting

unread,
Aug 3, 2001, 7:23:45 AM8/3/01
to
In article <3B6A1F6E...@stud.fh-hannover.de>,

Stefan Zickenrott <zick...@stud.fh-hannover.de> writes:
|> Und ich dachte immer an ICE Strecken gäbe es keine Bahnübergänge.

Nur an Strecken mit Vmax >160 km/h.
Soll heissen: im Altnetz kommen ICEs sehr wohl an Bahnuebergaengen vorbei.

(dsrs und den rausgenommen)

Gruss,

Holger K. aus D.

--
Streckenstillegung? Nein, es wird nur nichts bestellt!

E-Mail: Holger....@gmx.de
Homepage: http://www.student.informatik.tu-darmstadt.de/~koetting

Martin Ebert

unread,
Aug 3, 2001, 7:06:55 AM8/3/01
to
Stefan Zickenrott wrote:

> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> der Stadt?

Lutherstadt Wittenberg:
sechs Stueck.

Gruesse aus der Stadt zwischen den Schranken,
Martin Ebert

Klaus Stricker

unread,
Aug 3, 2001, 8:27:41 AM8/3/01
to
Stefan Zickenrott <zick...@stud.fh-hannover.de> wrote in
<3B698E38...@stud.fh-hannover.de>:
>Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte
>Bahnübergänge in der Stadt?

Siegen-Weidenau, Halbschranken, 2-gleisige Hauptstrecke Hagen -
Gießen (Siegen), tags ca. 6-10 Züge je Stunde, nachts jede Menge
Güterzüge. Interessante Abkürzung zu einem Wohngebiet und einem
Teil der Uni Siegen (ja, wir haben eine).
Wir haben nachts um 3 dort mal einen Baum, z.T. im Gleisbereich,
entfernen müssen und die Strecke dafür vom Notfallmanager
sperren lassen - das gab einen Rückstau an Güterzügen, der sich
weit in Richtung Hagen (ca. 100km) auswirkte.

Grüße aus der Universitätsstadt Siegen

Klaus

Ulf Kutzner

unread,
Aug 3, 2001, 9:32:23 AM8/3/01
to
On Thu, 2 Aug 2001, Oliver Fischer wrote:

> ein Traktor den Schrankenbaum und bleibt auf dem Gleiskoerper stehen. Der
> Fahrer des Traktors ist durch seine geborstene Windschutzscheibe
> verletzt, der Fahrer des Stadtbahnzuges fordert einen RTW an. Bis dieser
> eingetroffen ist, hat sich der Fahrer des Traktors unerlaubt vom
> Unfallort entfernt.

Er wollte vielleicht einen Arzt aufsuchen?

Gruß, ULF
--
________________________________________________________________________
Ulf Kutzner Backhaushohl 46 D-55128 Mainz
________________________________________________________________________


Sascha Wostmann

unread,
Aug 3, 2001, 12:09:19 PM8/3/01
to
Stefan Zickenrott :

> Tim Niklas Mueller schrieb:
>
> > wenn in beiden Richtungen
> > entlang der Schienen eine ausreichende Sichtweite gegeben ist (500m z.B.
> > sind vermutlich _nicht_ ausreichend!), was vor allem im innerstädtischen
> > Bereich regelmäßig nicht der Fall sein dürfte.


>
> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> der Stadt?

Klar, überall. Man denke an Straßenbahnen, Bahnhofsgegenden, etc. pp.

Sascha


--
s...@gmx.de Swedish vor Angefangene und Fortgesrittene (von www.swr3.de):
deutsch schwedisch
Fernseher, 16:9 Protze Glotze
Motorradfahrt im Sommer Mucke Schlucke

Arno Gropp

unread,
Aug 2, 2001, 6:37:33 PM8/2/01
to
"Kathinka Diehl" <kath...@rrr.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9kcc29.3...@news.schnauze-sonst-beule.de...
> Stefan Zickenrott <zick...@stud.fh-hannover.de> wrote:
>
> > Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> > der Stadt?
>
> Ja sicher. In Kiel auf der Eckernförder Str. oder in Wiesbaden-Biebrich,
> beides Eisenbahnübergänge. In Bad Homburg gibt es einen beschrankten
> S-Bahn-Übergang.

Duisburg - Wanheim, Heiligenbaumstr. und Atroperstr., DU - Mitte
Düsseldorfer/Kremerstr.............
ganz spontan eingefallen.

--
Man liest sich

Arno Gropp, Duisburg
Deutschland

Wolfgang Preiser

unread,
Aug 3, 2001, 2:47:54 PM8/3/01
to

Stefan Zickenrott schrieb:


>
> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> der Stadt?

Bonn

Wolfgang

Andreas Randolf

unread,
Aug 3, 2001, 3:07:52 PM8/3/01
to

Eltville.

--
Andreas
-------
Gemäß §28, Abs. 3 Bundesdatenschutzgesetz widerspreche ich der
Verarbeitung, Nutzung oder Übermittlung meiner persönlichen Daten
für Zwecke der Werbung oder der Markt- oder Meinungsforschung.

Matthias Doerfler

unread,
Aug 3, 2001, 4:11:47 PM8/3/01
to
Am Thu, 2 Aug 2001 23:47:33 +0200 schrieb Marcel Creydt:
> "Erich Kirchmayer" <E_Kirc...@hotmail.com> schrieb

> > ...wobei dennoch immer ein bitterer Geschmack bleibt. Da fährt man mit
> > SoSi um ein Leben zu retten, ein Güterzug hat aber ebenso Vorrang vor
> > Menschenleben wie die Tatsache, daß 50 Reisende eines Regionalzuges
> > halbwegs pünktlich ihr Ziel erreichen ;-( Mich regt´s immer wieder auf:
> > Meldebild "Reanimation" oder "bewusstlos". Man _weis_, daß man das erste
> > (ggf. lange das Einzige) Rettungsmittel ist und dann steht man Minuten
> > vor geschlossener (Voll-)Schranke......

Wenn eine bestimmte Straßenführung über eine höhengleiche Kreuzung
beständig Rettungsdiensteinsätze in Zeitverzug bringt, sollte dringend
darüber nachgedacht werden, ob die Kreuzung durch Bau einer Über-
führung (Bahn oder Straße) oder in sonstiger Weise geändert werden
müsste. Die Initiative in solchen Fällen muss _praktisch_ (nicht:
rechtlich) von den Angehörigen des/der RettungsdiensteS angestoßen
werden.



> Ich weiß, frustriert mich auch jedesmal wieder und bei den vielen
> Halbschranken bei uns im Münchner SüdOsten ist es sicherlich immer wieder
> verlockend trotzdem drüberzufahren. Aber rechtfertigt das Meldebild
> "Bewußtlos" -- welches wie wir beide wissen von der ILST sehr großzügig
> gehandhabt wird -- die Gefährdung von 1-2 Kollegen sowie einem S-Bahnfahrer
> usw.?

Nein; es darf nicht rechtfertigen. Wobei ich den Münchner Südosten
viel zu wenig kenne um einzuschätzen, wie die Verhältnisse mit Bezug
auf die Sperr- bzw. Schließzeiten dort liegen.

mfg Matthias Dörfler

Erich Kirchmayer

unread,
Aug 3, 2001, 4:28:47 PM8/3/01
to
Hi,

"Marcel Creydt" <cre...@rettungsdienstbedarf.de> schrieb im Newsbeitrag

news:9kchok$5ql$01$1...@news.t-online.com...

> > Mich regt´s immer wieder auf:
> > Meldebild "Reanimation" oder "bewusstlos". Man _weis_, daß man das
erste
> > (ggf. lange das Einzige) Rettungsmittel ist und dann steht man
Minuten
> > vor geschlossener (Voll-)Schranke......

> verlockend trotzdem drüberzufahren. Aber rechtfertigt das Meldebild


> "Bewußtlos" -- welches wie wir beide wissen von der ILST sehr
großzügig
> gehandhabt wird --

"Grosszügig" oder nicht - wir fahren da mit Blaulicht hin......

> die Gefährdung von 1-2 Kollegen sowie einem S-Bahnfahrer

Sicher nicht. Aber wie schon erwähnt: Rechtfertigt exakte Pünktlichkeit
eines Güterzuges ein Menschenleben?

Als es noch Schrankenwärter gab, die brav in ihrem Häuschen neben der
Schranke hockten (bzw. lebten) war das einfacher. Der Mann wusste, wann
der Zug kommt und konnte individuelle "Ausnahmen" zulassen (z.B. auch
Signale schalten, die den Zug bremsen). Heute gibt´s das schon lange
nicht mehr und durch diese Einsparungsmassnahmen wird im Ausnahmefall
eben ein Menschenleben riskiert - was soll´s ;-(

Gerade bei der modernen Technik wäre es wohl kein grosses Problem, den
Zug zu bremsen wenn ein RTW/FW "drüber" muss und/oder dem SoSi-Fahrzeug
anzuzeigen "geht nicht" (Zug an letztem Signal schon vorbei) bzw. "geht"
(Zug kann/wird durch Signal gebremst werden).

In Oberschleissheim gibt´s gar ein "nettes Glücksspiel", wenn man von
der RW Garching kommend bestimmte Ecken (z.B. Ruderregattastrecke,
Ortsteil Badersfeld usw.) erreichen will. Entweder man wählt die gut
ausgebaute B471, dann hat man die Schranke oder man fährt "durch den
Ort" (Brücke über die Bahnstrecke) und hat einen Umweg (inkl. Ampeln).
Je nachdem, ob Schranke offen oder zu hat man bei beiden Versionen
entweder ZeitVOR- oder NACHteil. (wobei es mir eh schleierhaft ist,
warum man auf der Durchgangsstrasse eine Schranke baut und der Verkehr
"durch den Ort" Bahn-Übergangsfrei über eine Brücke geht.....)

Erich Kirchmayer

unread,
Aug 3, 2001, 4:29:27 PM8/3/01
to
Hi,

"Markus Machner" <Machner...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9kcvbs$lq4$04$1...@news.t-online.com...


> Ich habe schon mit einer DL und Light&Sound vor einer Schranke
> gestanden. Pech gehabt, mehr kann man nicht sagen. (Zum Glück wars nur
> ´ne Übung)

"&Sound"?? Welchen besonderen Sinn sollte DAS denn haben???

Johannes Picht

unread,
Aug 3, 2001, 4:35:28 PM8/3/01
to
Hallo!

Stefan Zickenrott wrote:
> [...]


> Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> der Stadt?
>

Vielleicht sollten wir langsam mal eine Negativliste aufmachen. Also:

Gibt es deutsche Städte (mit Bahnstrecken im Stadtgebiet) _ohne_
Bahnübergänge?

Johannes.

Michael Knapp

unread,
Aug 3, 2001, 5:18:25 PM8/3/01
to
Stefan Zickenrott wrote:
>
> Tim Niklas Mueller schrieb:
>
> > wenn in beiden Richtungen
> > entlang der Schienen eine ausreichende Sichtweite gegeben ist (500m z.B.
> > sind vermutlich _nicht_ ausreichend!), was vor allem im innerstädtischen
> > Bereich regelmäßig nicht der Fall sein dürfte.
>
> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> der Stadt?

In Wien - vorallem auf der dichtbefahrenen "Verbindungsbahn" im 13.
Bezirk
da gibts mind. 5 beschrankte Übergänge auf 2km verteilt

MfG, Michael

Ozan Ayyüce

unread,
Aug 3, 2001, 6:08:13 PM8/3/01
to
Erich Kirchmayer schrieb:

> > Ich habe schon mit einer DL und Light&Sound vor einer Schranke
> > gestanden. Pech gehabt, mehr kann man nicht sagen. (Zum Glück wars nur
> > ´ne Übung)
>
> "&Sound"?? Welchen besonderen Sinn sollte DAS denn haben???

Eindruck machen.


Ozan

Sascha Wostmann

unread,
Aug 3, 2001, 6:16:34 PM8/3/01
to
Folke Brockmann :

>
> "Klaus von der Heyde" <kl...@nero.uni-bonn.de>
> Stefan Zickenrott schrieb:
>
> >> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> >> der Stadt?
>
> > Allen zweiflern sei ein besuch hier in Bonn empfohlen, wo die linke
> > rheinstrecke ebenerdig mitten durch die stadt geht und es eine ganze
> > reihe von bahnuebergaengen mit vollschranken gibt.
>
> Und ich frag mich immer wieder wie die Leute da rüber kommen, immer wenn ich
> da durchfahre (heute noch mit IC 711 und EC 8) sind die Schranken zu ;-))

Das kennt jeder Bonner:
Entweder es regnet, oder die Schranken sind zu.

In der Nähe meiner Arbeit in Rheinbach ist auch so eine lästige
Schrankenanlage, die immer genau dann zugeht, wenn ich drauf zufahre,
aber glücklicherweise ist ca. 200 Meter weiter eine Überführung...

Sascha


--
s...@gmx.de Swedish vor Angefangene und Fortgesrittene (von www.swr3.de):
deutsch schwedisch

Geldwäsche Reine Scheine
Vergewaltigung Fraue Haue

Sascha Wostmann

unread,
Aug 3, 2001, 6:16:35 PM8/3/01
to
Markus Machner :

>
> Ich habe schon mit einer DL und Light&Sound vor einer Schranke
> gestanden. Pech gehabt, mehr kann man nicht sagen. (Zum Glück wars nur
> ´ne Übung)

aber während ihr gewartet habt, habt Ihr zumindest das Horn
ausgeschaltet, oder?

Matthias Doerfler

unread,
Aug 4, 2001, 2:25:26 AM8/4/01
to
Am Fri, 03 Aug 2001 23:15:15 +0200 schrieb Kathinka Diehl:
> Johannes Picht <jpi...@web.de> wrote:

> > Gibt es deutsche Städte (mit Bahnstrecken im Stadtgebiet) _ohne_
> > Bahnübergänge?
>

> Naja, Hannover wohl, wenn man Stefan glauben kann. ;-)

Das glaube ich nicht angesichts dreier Hafengebiete im Stadtbereich.

Müllheim (Baden), Heitersheim, Kenzingen, Herbolzheim (Breisgau),
Renchen, demnächst Baden-Baden, Wiesloch und Stutensee.

[debe only]
--
mfg Matthias Dörfler

Texte und Links zum Bahnenrecht http://www.wedebruch.de/

Michael Kallweitt

unread,
Aug 4, 2001, 3:51:08 AM8/4/01
to
"Erich Kirchmayer" <E_Kirc...@hotmail.com> writes:

> Sicher nicht. Aber wie schon erwähnt: Rechtfertigt exakte Pünktlichkeit
> eines Güterzuges ein Menschenleben?

[X] Du möchtest dich _dringend_ über den Bremsweg eines Güterzuges
informieren.

--
http://home.pages.de/~M.Kallweitt/

Andreas Randolf

unread,
Aug 4, 2001, 6:28:32 AM8/4/01
to
> [X] Du möchtest dich _dringend_ über den Bremsweg eines Güterzuges
> informieren.

Güterzüge _können_ auch leer sein.

Marc Haber

unread,
Aug 4, 2001, 6:44:28 AM8/4/01
to
Stefan Zickenrott <zick...@stud.fh-hannover.de> wrote:
>Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
>der Stadt?

Hamburg Sülldorf. Hamburg Sieversstücken. Wedel Autal.

Grüße
Marc

--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.

Bernd Ullrich

unread,
Aug 4, 2001, 6:53:29 AM8/4/01
to

"Andreas Randolf" <latel...@myokay.net> schrieb im Newsbeitrag news:9kgima$4i1ji$1...@ID-70309.news.dfncis.de...

> > [X] Du möchtest dich _dringend_ über den Bremsweg eines Güterzuges
> > informieren.
>
> Güterzüge _können_ auch leer sein.
>
Köpfe auch.
Es reicht schon eine( volle )Lok,
suche mal deren Bremswege !!
mfg
B(derfürvolleZügeist)U

Andreas Randolf

unread,
Aug 4, 2001, 7:02:43 AM8/4/01
to
> > Güterzüge _können_ auch leer sein.
> >
> Köpfe auch.
> Es reicht schon eine( volle )Lok,
> suche mal deren Bremswege !!

Schon klar. Aber sie können auch abbremsen, was möglicherweise für die
Durchfahrt des Rettungswagens reicht.


Oder die Bahn rüstet alles um auf Gummibahnen, wie einige Metrolinien in
Paris :-)

Maximilian Gauger

unread,
Aug 4, 2001, 7:41:25 AM8/4/01
to
Matthias Doerfler wrote:

> Am Fri, 03 Aug 2001 23:15:15 +0200 schrieb Kathinka Diehl:
>> Johannes Picht <jpi...@web.de> wrote:
>
>> > Gibt es deutsche Städte (mit Bahnstrecken im Stadtgebiet) _ohne_
>> > Bahnübergänge?
>>
>> Naja, Hannover wohl, wenn man Stefan glauben kann. ;-)
>
> Das glaube ich nicht angesichts dreier Hafengebiete im Stadtbereich.
>
> Müllheim (Baden), Heitersheim, Kenzingen, Herbolzheim (Breisgau),
> Renchen, demnächst Baden-Baden, Wiesloch und Stutensee.

Das alles sind STÄDTE? Ich fasse es nicht...

Bietigheim-Bissingen ist inzwischen auch ohne innerstädtischen BÜ.

Ciao,

Max

--
DPT I und II DB online! http://www.dpt-online.de * Maximilian Gauger *
* Diltheyweg 11 *
Life is a box of chocolates: * 64287 Darmstadt *
You never know what you'll get. (Forrest Gump) * mga...@gmx.net *

Bernd Ullrich

unread,
Aug 4, 2001, 8:02:26 AM8/4/01
to

"Andreas Randolf" <latel...@myokay.net> schrieb im Newsbeitrag news:9kgkmd$4bkgo$1...@ID-70309.news.dfncis.de...

> > > Güterzüge _können_ auch leer sein.
> > >
> > Köpfe auch.
> > Es reicht schon eine( volle )Lok,
> > suche mal deren Bremswege !!
>
> Schon klar. Aber sie können auch abbremsen, was möglicherweise für die
> Durchfahrt des Rettungswagens reicht.
>
Sage das mal einem Zugführer!!
möglicherweise hat der schlagende Argumente um dir das austesten
seiner Reaktionsfähigkeit abzugewöhnen.

>die Bahn rüstet alles um auf Gummibahnen

eher wirst du umgerüstet ;-) (Auf Gummiball)
mfg
BU


Steffen Buhr

unread,
Aug 4, 2001, 9:37:09 AM8/4/01
to
Andreas Randolf wrote:
>
> > [X] Du möchtest dich _dringend_ über den Bremsweg eines Güterzuges
> > informieren.
>
> Güterzüge _können_ auch leer sein.

Daher haben die Wagen i.d.R. einen umstellbaren Lastwechsel oder eine
lastabhängige Bremse. Sonst würde sich der Bremsweg bei beladenem Wagen
verlängern bzw. der unbeladene Wagen würde überbremst werden.

Gruß
Steffen
--
Steffen Buhr, Berlin, Germany
eMail ans from geht ungelesen nach /dev/tonne

Joerg Winkel

unread,
Aug 4, 2001, 10:46:32 AM8/4/01
to
On Fri, 03 Aug 2001 22:35:28 +0200, Johannes Picht <jpi...@web.de>
wrote:


>Vielleicht sollten wir langsam mal eine Negativliste aufmachen. Also:
>

>Gibt es deutsche St=E4dte (mit Bahnstrecken im Stadtgebiet) _ohne_
>Bahn=FCberg=E4nge?

Ich wuerde sagen: mal wieder Olpe. Die zwei Bahnuebergaenge (Olpe und
Sassmicke) sind der Streckenstilllegung in Richtung Rothemuehle zum
Opfer gefallen, auf der Bahnstrecke Olpe-Finnentrop liegt der erste
Bahnuebergang m. E. schon auf Attendorner Gebiet.

--

Claus Kristen

unread,
Aug 4, 2001, 8:43:59 AM8/4/01
to

"Wolfgang Preiser" <wolfgang...@post.rwth-aachen.de> schrieb

| > Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge
| >in der Stadt?
|
| Bonn
|

Frankreich, Lyon:
Zugegebenermaßen das Gleis sieht nicht so aus als ob in den letzen 5
Jahren dort ein Zug gefahren wäre, aber verlässt man die Innenstadt
Richtung Marseille auf dem 4-spurigen Autobahnzubringer und steht an der
richtigen Stelle im Feierabendstau, kann man einen durch Schranken und
Ampel gesicherten Gleisanschluß für ein Industriegebiet besichtigen.

MfG
Claus


Thomas Wedekind

unread,
Aug 4, 2001, 1:19:49 PM8/4/01
to
Erich Kirchmayer schrieb:

> Als es noch Schrankenwärter gab, die brav in ihrem Häuschen
> neben der Schranke hockten (bzw. lebten) war das einfacher. Der
> Mann wusste, wann der Zug kommt und konnte individuelle
> "Ausnahmen" zulassen (z.B. auch Signale schalten, die den Zug
> bremsen).

Naja, manchmal gibt es das schon noch. Habe im Bf Dornburg/Saale
vor einiger Zeit gesehen, wie der Fahrdienstleiter für einen
Sankra die Schranke extra hochgekurbelt hat. Ist aber nicht die
Regel. (Dieser BÜ ist signalabhängig, also kein Risiko dabei,
wenn der Zug noch vor dem Vorsignal ist.)

> Heute gibt´s das schon lange nicht mehr und durch
> diese Einsparungsmassnahmen wird im Ausnahmefall eben ein
> Menschenleben riskiert - was soll´s ;-(

Heute wird der Hubschrauber bevorzugt in die Gegend "hinter" der
Schranke geschickt, und bei Feuer dürfen die FFWs aus den
Nachbarorten 'ran, wenn die Jenaer Berufsfeuerwehr vor der
Schranke verenden sollte.

--
Grüße, Thomas

Thomas Wedekind

unread,
Aug 4, 2001, 1:40:23 PM8/4/01
to
Oliver Fischer schrieb:

> (...) Auf diese besondere Situation bezog sich auch meine
> urspruengliche Frage, denn eine Stadtbahn wird nach meiner
> Erfahrung nicht von allen Verkehrsteilnehmern ernst genommen,
> was ihr Gewicht, ihre Geschwindigkeit, ihren Bremsweg und
> dadurch die von ihr ausgehende Gefahr angeht bzw. eine Stadtbahn
> wird mit einer Strassenbahn verwechselst, was ein desoefteren
> toedlicher Fehler ist...

Auch Straßenbahnen sollte man einigermaßen ernst nehmen. Nahe
meiner Wohngegend gab es einen Unfall, indem ein RTW-Fahrer mit
Sondersignal die vorfahrtberechtigte Tram auszubremsen versuchte.
Beide Fahrzeuge stießen zusammen, der ansonsten gering
beschädigte RTW wurde durch Reifenpanne fahrunfähig, und der
darin befindliche Infarktpatient starb. Danach begann in den
Medien eine Diskussion, ob der 42 Jahre alte Straßenbahnzug (ein
paar solche Oldies gibt's hier noch) wegen angeblich zu geringer
Bremswirkung und zu hohem Geräuschpegel am Fahrerplatz (Sonder-
signal nicht zeitig genug hörbar) noch für den öffentlichen
Verkehr zugelassen sei. Diese Vorwürfe wurden jedoch entkräftet.

--
Grüße, Thomas

Martin H. Duffner

unread,
Aug 4, 2001, 6:18:33 PM8/4/01
to
Servus!

Stefan Zickenrott schrieb:

> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> der Stadt?

Konstanz, wenn ich mich recht erinnere.


Grüße
MhD

--
* Martin H. Duffner Fax: +49 7722 3605
* 78098 Nußbach http://www.schwarzwaldbahn.net
* << Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten ist eine Konstante.
* Die Bevölkerung wächst. >>

Marc Haber

unread,
Aug 5, 2001, 2:20:40 AM8/5/01
to
Marc Haber <mh+use...@zugschlus.de> wrote:
>Stefan Zickenrott <zick...@stud.fh-hannover.de> wrote:
>>Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
>>der Stadt?
>
>Hamburg Sülldorf. Hamburg Sieversstücken. Wedel Autal.

Und natürlich die ganze Strecke von Hauptbahnhof in Richtung
Lübeck.

Holger Paulsen

unread,
Aug 4, 2001, 4:59:01 PM8/4/01
to
"Erich Kirchmayer" <E_Kirc...@hotmail.com> writes:

> Sicher nicht. Aber wie schon erwähnt: Rechtfertigt exakte Pünktlichkeit
> eines Güterzuges ein Menschenleben?

Diese Frage ist aber arg polemisch. Die Antwort lautet
selbstverständlich: nein. Selbst ein vollbesetzter ICE,
dessen Fahrgäste allesamt im Falle einer Verspätung ihren
Überseeflieger verpassen täten, müßte -- wenn möglich -- in
diesem Fall zurückstehen.

Wir haben das Problem zweier kaum kompatibler Systeme:
nämlich die Eisenbahn und der Straßenverkehr. Einen Zug kann
man schwer auf Knopfdruck anhalten.

Um das Problem zu mildern müßten sich die Einsatzstellen der
Rettungskräfte vielleicht eine Liste von Telefonnummern für
jeden Bahnübergang erstellen, um den zuständigen Mitarbeiter
der Bahn ans Rohr zu bekommen, damit dieser dem Zug das
letzte Signal vor dem BÜ nicht auf Fahrt stellt (und wenn
das nicht möglich ist, den Tf anfunkt und diesen bittet, vor
dem Einschaltkontakt zu warten). Das wird mit Sicherheit
nicht immer klappen. Wenn der Eisenbahner richtig zu tun
hat, dann klingelt eben das Telefon. Vergeblich.

Diese Idee erfordert natürlich aus "Fairness", daß die
Rettungskräfte der Eisenbahn auch mitteilen, daß der BÜ
wieder frei ist, sobald das oder die Einsatzfahrzeuge
denselben gequert haben.


Holger

Bjoern Schrader

unread,
Aug 5, 2001, 5:59:43 AM8/5/01
to
Hallo,

Markus Machner wrote:
> Ich habe schon mit einer DL und Light&Sound vor einer Schranke
> gestanden. Pech gehabt, mehr kann man nicht sagen. (Zum Glück wars nur
> ´ne Übung)

Erklären, bitte!
Ich dachte du bist nicht in der FW.
(laangsam währe ein kleiner HiOrg-Lebenslauf von dir nicht schlecht)

mfg
-Björn Schrader

--
Eine Menge Informationen zur Freiwilligen Feuerwehr Gifhorn
(Der Mühlenstadt in der Südheide) findet man unter:
http://www.feuerwehr-gifhorn.de <-- bitte besuchen und ins Gästebuch
eintragen!

Bjoern Schrader

unread,
Aug 5, 2001, 6:03:51 AM8/5/01
to
Gabriel Mack wrote:
>
> Ich x-poste das mal zu d.e.n, da dort sicher einige was dazu beitragen
> können. Bitte bei Bedarf F'up2 setzen.
> Fullquote wegen x-post
>
> Uli Meier schrieb:
> >
> > In de.etc.bahn.eisenbahn schrieb Christoph Biedl <cbi...@gmx.de>:
> >
> > f'up ignoriert, weil ich de.soc.recht.strassenverkehr nicht beziehe.
> >
> > > Oliver Fischer <ofis...@web.de> wrote...
> >
> > >> mich interessiert schon länger die Frage, inwieweit ein Einsatzfahrzeug
> > >> von Polizei, Feuerwehr etc. mit Sondersignal an einem mit Andreaskreuz
> > >> beschilderten Bahnübergang bevorrechtigt ist. Darf ein Einsatzfahrzeug
> > >> beispielsweise geschlossene Halbschranken umfahren? Wie wäre die
> > >> Rechtslage, wenn es dabei zu einem Unfall kommt?
> >
> > > Ohne es zu wissen: Der Fahrer des Einsatzfahrzeuges sollte sich das
> > > sehr gut überlegen und im geringsten Zweifelsfall bleiben lassen.
> >
> Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Fahrer die geschlossenen
> Halbschranken ignoriert. Damit würde er ja seine Kollegen im Fahrzeug
> und evtl. vorhandene Patienten gefährden. Und soweit ich weiß, darf er
> auch nur dann Vorfahrtregeln (Ampeln etc.) ignorieren, wenn er sich
> vergewissert hat, daß er dadurch niemanden gefährdet. Und das halte ich
> bei Bahnstrecken für sehr unwahrscheinlich, da die Geschwindigkeit der
> Züge und die einsehbare Strecke meist nicht ausreicht, um eine sichere
> Passage des BÜ zu gewährleisten.
>
> > 1) Der Paragraph 35 StVO entbindet die nachfolgend Aufgeführten von der
> > Einhaltung der StVO unter gebührender Beachtung der allgemeinen
> > Sicherheit. (Wortlaut gerade nicht greifbar).
> > 2) Der Paragraph 38 StVO sagt aus, dass Fahrzeugen, die mit Blauhorn
> > untewegs sind, unverzüglich freie Bahn zu schaffen sei.
> > Beides bezieht sich aber *nur* auf die StVO, für die Bahn entstehen
> > dadurch IMHO keine rechtlichen Folgen.
> >
> > In der Praxis sieht es so aus, dass Fahrer von Einsatzfahrzeugen, die
> > meinen, einen geschlossenen Bahnübergang überfahren zu müssen, sofort
> > wegen akuter Sebst- und Fremdgefährdung in eine geschlossene
> > psychiatrische Einrichtung eingewiesen gehören.
> >
> ACK.
>
> > In "meinem" Rettungsdienstbereich wird an geschlossenen
> > (Halb-)Schranken brav gewartet, die Mitteilung des Stehenbeibens sowie
> > der Weiterfahrt werden der Leitstelle über Funk mitgeteilt und von
> > dieser im Einsatzauftrag dokumentiert. Dadurch ist sichergestellt, dass
> > dem betreffenden Fahrer aus der durch die Wartezeit resultierende
> > verlängerte Eintreffzeit am Einsatzort kein Strick gedreht werden kann.
> >
> Wie wird das woanders gehandhabt?

dito.

An einer Ampel an der Hauptstraße (Vollschranke) wird diese manchmal vom
Bahnhof aus geöffnet, wenn der Zug noch ein wenig Zeit hat.
Aber ansonsten ist die Gefahr, das ein Zug kommt viel zu hoch.
Lieber etwas langsamer ankommen, als gar nicht.

Außerdem erinnere ich mich daran, das es da noch Gesetze ausserhalb der
StVO gibt. (von wegen gefährlicher Eingriff in den Schienenverkehr).
Von diesen Gesetzen ist man dann ja nicht befreit.

Sven Herzfeld

unread,
Aug 5, 2001, 7:28:20 AM8/5/01
to
Kathinka Diehl <kath...@rrr.de> schrieb:
> Johannes Picht <jpi...@web.de> wrote:

>> Gibt es deutsche Städte (mit Bahnstrecken im Stadtgebiet) _ohne_
>> Bahnübergänge?

> Naja, Hannover wohl, wenn man Stefan glauben kann. ;-)

Stefan hat von _beschrankten_ Bahnübergängen geschrieben.
Unbeschrankte gibt es noch ... mit Straßenkreuzung vor
allem den der Mecklenheider Straße bei der Kreuzung mit
der Hafenbahn zum Nordhafen (vor allem VW-Werk).

Über die anderen rollen vermutlich nur vereinzelt Wagen.

Matthias hat bei den Häfen übrigens noch untertrieben:
Lindener Hafen, Nordhafen, Misburger Hafen, Brinker Hafen

Sven

Sven Herzfeld

unread,
Aug 5, 2001, 7:15:02 AM8/5/01
to
In de.etc.bahn.eisenbahn schrieb Stefan Zickenrott <zick...@stud.fh-hannover.de>:

> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> der Stadt?

Meinst Du Stadt in Hinblick auf die Bebauung oder als
Klassifikation der Kommune?

Im letzten Fall: Mehrfach in Ronnenberg (z. B. Empelde
im Verlauf der ehemaligen B65), in Sarstedt. Bei Lehrte
bin ich mir nicht sicher, ob der Bü nicht bereits hinter
der Stadtgrenze ist, es gibt aber wenigstens einen mit
Halbschranken.

Städtebaulich:
In Braunschweig soll es einen geben, allerdings hinter
meiner Fahrstrecke. Ach ja, am Bahnhof Wolfenbüttel (meine
zukünftige Strecke), in Konstanz gibt es Vollschranken,
darunter eine, die den hinter dem Gleis liegenden Fuß- und
Radweg anbindet. Und in der Sächsischen Schweiz hat wohl
jedes Dorf an der Bahn einen Bü mit Vollschranke.

Sven

Sven Herzfeld

unread,
Aug 5, 2001, 7:41:27 AM8/5/01
to
Johannes Picht <jpi...@web.de> schrieb:

> Gibt es deutsche Städte (mit Bahnstrecken im Stadtgebiet) _ohne_
> Bahnübergänge?

Ich hätte Seelze geschrieben, vergaß aber das Anschlußgleis
von Riedel-de-Haen und das Industriegebiet von Letter. Laatzen
ist auch nicht.

Es werden wohl nur Städte ohne größeres Gewerbegebiet an der
Bahn in Frage kommen.

Sven

Sven Herzfeld

unread,
Aug 5, 2001, 7:52:55 AM8/5/01
to
In de.etc.bahn.eisenbahn schrieb Erich Kirchmayer <E_Kirc...@hotmail.com>:

> Sicher nicht. Aber wie schon erwähnt: Rechtfertigt exakte Pünktlichkeit
> eines Güterzuges ein Menschenleben?

Nö. Aber der Güterzug kann nun mal nur vor einem Signal
halten (zumindest ohne es sehr kompliziert zu machen)
und muss das vorher wissen. Vorsignalabstand ist in der
Regel 1000 Meter. Wenn der Übergang dann noch im
Durchrutschweg liegt, kann er erst nach Halt des Zuges
geöffnet werden.

> Als es noch Schrankenwärter gab, die brav in ihrem Häuschen neben der
> Schranke hockten (bzw. lebten) war das einfacher. Der Mann wusste, wann
> der Zug kommt und konnte individuelle "Ausnahmen" zulassen (z.B. auch

> Signale schalten, die den Zug bremsen). Heute gibt´s das schon lange


> nicht mehr und durch diese Einsparungsmassnahmen wird im Ausnahmefall
> eben ein Menschenleben riskiert - was soll´s ;-(

Du übersiehst, dass menschliches Versagen mehr Opfer fordert.
Sei es, weil ein Schrankenwärter gepennt hat oder sei es, weil
jemand mit dem RTW glaubte, schneller als der Zug zu sein.

> Gerade bei der modernen Technik wäre es wohl kein grosses Problem, den
> Zug zu bremsen wenn ein RTW/FW "drüber" muss und/oder dem SoSi-Fahrzeug
> anzuzeigen "geht nicht" (Zug an letztem Signal schon vorbei) bzw. "geht"
> (Zug kann/wird durch Signal gebremst werden).

Moderne Technik? Bei der DB sind einige Stellwerke so alt,
dass man an ihnen nicht mehr arbeiten darf, weil sonst
evtl. die Isolierung beschädigt wird und gar nichts mehr
läuft.

Sven

Sven Herzfeld

unread,
Aug 5, 2001, 7:44:59 AM8/5/01
to
In de.etc.bahn.eisenbahn schrieb Erich Kirchmayer <E_Kirc...@hotmail.com>:

> 100m zu befahren wenn "rotes Blinklicht" an ist. Dito z.B. auf einer
> eingleisigen Strecke bei der der Zug noch sichtbar(!!) im Bahnhof steht.

Der könnte auch auf den Gegenzug warten oder einen schnelleren
Zug überholen lassen. Ausnahme natürlich, wenn der "Bahnhof"
ebenfalls eingleisig ist. Dann könnte theoretisch aber noch
ein Zug zum Kuppeln aus der Gegenrichtung kommen oder aber
eine Schlepplok.

> Kommt also auch auf die Ortskunde an. Nicht jeder Zug ist gleich schnell
> und somit gleich gefährlich. (s.o. - im Schritttempo fahrende
> Rangierlok)

So eine ist in Hannover vor ein paar Wochen über den
Prellbock hinaus und auf eine Straße gefallen ;-)

Sven

Markus Laudenbach

unread,
Aug 5, 2001, 11:31:03 AM8/5/01
to
Marcel Creydt schrieb:

> Ich weiß, frustriert mich auch jedesmal wieder und bei den vielen
> Halbschranken bei uns im Münchner SüdOsten ist es sicherlich immer wieder
> verlockend trotzdem drüberzufahren. Aber rechtfertigt das Meldebild
> "Bewußtlos" -- welches wie wir beide wissen von der ILST sehr großzügig
> gehandhabt wird -- die Gefährdung von 1-2 Kollegen sowie einem S-Bahnfahrer
> usw.?


Solcherlei Differenzen über die Handhabung der Meldebilder lassen sich
bestimmt mit den Verantwortlichen bei einem klärenden Gespräch beheben.
Darf man aber trotzdem fragen, in wieweit bei Dir Sachkenntnis von
Leitstellenarbeit vorhanden ist? Am Telefon muß man sehr häufig das
glauben was einem der Anrufer trotz gezielter Rückfragen von dem
Patienten erzählt. Und dem Laien wollen wir doch keine Bösartigkeit
vorwerfen, oder?

Ebenfalls Gruß
Markus
(auch ohne viele Titel glücklich)

> Gruß, Marcel
>
> --
> Marcel Creydt
> RettAss und Praxisanleiter RD bei der Johanniter-Unfall-Hilfe
> Inhaber der Firma Creydt Rettungsdienst-Bedarf
> --

Stefan Zickenrott

unread,
Aug 5, 2001, 10:39:57 AM8/5/01
to
Sascha Wostmann schrieb:

> > Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> > der Stadt?
>

> Klar, überall. Man denke an Straßenbahnen,

Mit Schranke? hab ich in diesem Thread schon einmal gelesen...

> Bahnhofsgegenden,

Aber in Städten sind doch die Gleise meist auf Dämmen verlegt und die
Bahnhöfe ebenso.

mfg
Stefan


Stefan Zickenrott

unread,
Aug 5, 2001, 10:50:05 AM8/5/01
to
Matthias Doerfler schrieb:

>
> Am Fri, 03 Aug 2001 23:15:15 +0200 schrieb Kathinka Diehl:
> > Johannes Picht <jpi...@web.de> wrote:
>
> > > Gibt es deutsche Städte (mit Bahnstrecken im Stadtgebiet) _ohne_
> > > Bahnübergänge?
> >
> > Naja, Hannover wohl, wenn man Stefan glauben kann. ;-)
>
> Das glaube ich nicht angesichts dreier Hafengebiete im Stadtbereich.

Ok. aber der Zugverkehr dort ist eher zu vernachlässigen. Überall wo
nach Fahrplan gefahren wird gibt es entweder Brücke oder Tunnel.

mfg
Stefan


Thomas Dehn

unread,
Aug 5, 2001, 12:08:13 PM8/5/01
to

"Kathinka Diehl" <kath...@rrr.de> schrieb:

> Sven Herzfeld <herz...@maschsee.han.de> wrote:
>
> > Matthias hat bei den Häfen übrigens noch untertrieben:
> > Lindener Hafen, Nordhafen, Misburger Hafen, Brinker Hafen
>
> Woher bitte nimmt Hannover all diese Häfen? Ich dachte immer, Hafen hat
> auch was mit Wasser zu tun. ;-)

Der Mittellandkanal wurde gerade erst wesentlich verbreitert.


Thomas


Stefan Zickenrott

unread,
Aug 5, 2001, 11:48:52 AM8/5/01
to
Kathinka Diehl schrieb:


> Woher bitte nimmt Hannover all diese Häfen? Ich dachte immer, Hafen hat
> auch was mit Wasser zu tun. ;-)

Mittellandkanal.

mfg
Stefan


Marcel Creydt

unread,
Aug 5, 2001, 12:14:43 PM8/5/01
to

"Markus Laudenbach" <marc...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3B6D66B7...@gmx.net...

> Solcherlei Differenzen über die Handhabung der Meldebilder lassen sich
> bestimmt mit den Verantwortlichen bei einem klärenden Gespräch beheben.
> Darf man aber trotzdem fragen, in wieweit bei Dir Sachkenntnis von
> Leitstellenarbeit vorhanden ist? Am Telefon muß man sehr häufig das
> glauben was einem der Anrufer trotz gezielter Rückfragen von dem
> Patienten erzählt. Und dem Laien wollen wir doch keine Bösartigkeit
> vorwerfen, oder?
>
> Ebenfalls Gruß
> Markus
> (auch ohne viele Titel glücklich)

Hallo Markus,

ich stimme Dir durchaus zu, daß Leitstellenarbeit oftmals nicht ganz einfach
ist. Aber es erleichtert auch die Arbeit draußen nicht, wenn es
Leitstellendisponenten gibt, die nur drei Meldebilder kennen: "erkrankt",
"verletzt" und "bewußtlos". Hier bringt bei großen integrierten Leitstellen
auch ein klärendes Gespräch nicht viel. Um Deine Frage zu beantworten: ja,
ich habe etwas Leitstellenerfahrung (wenn auch zugegebenermaßen sehr
wenig...).

Und um auf Deine Bemerkung "(auch ohne Titel glücklich)" einzugehen: Ich
glaube Du hast meine Signatur mißverstanden. Mit der Angabe meiner Tätigkeit
will ich mich keineswegs profilieren; ganz im Gegenteil! Ich finde es in
solchen Newsgroups wichtig, den Diskussionspartner auch fachlich einschätzen
zu können. Das ist zwar sicherlich manchmal nicht ganz einfach, aber so kann
ich zum Beispiel von jemandem, der sich in seiner Signatur z.B. als
Rettungsdienstleiter zu erkennen gibt, eine gewisse "Grundahnung"
voraussetzten, wenn er z.B. über das Thema "Führung von Einsatzkräften"
schreibt...... oder???


Nichts für ungut,

ciao, Marcel


Thomas Dehn

unread,
Aug 5, 2001, 12:47:32 PM8/5/01
to

"Stefan Zickenrott" <zick...@stud.fh-hannover.de> schrieb:

> Sascha Wostmann schrieb:
>
> > > Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> > > der Stadt?
> >
> > Klar, überall. Man denke an Straßenbahnen,
>
> Mit Schranke? hab ich in diesem Thread schon einmal gelesen...

München: S7 Richtung Wolfratshausen, gleich zwei beschrankte
Bahnübergaenge vor und nach der Haltestelle Pullach.
Die Schranke an der S2 Richtung Holzkirchen zwischen den Haltestellen
Fasangarten und Fasanpark (Fasangartenstr.) wird gerade durch eine
Unterfuehrung ersetzt.


Thomas


Roland Ritter

unread,
Aug 5, 2001, 1:07:11 PM8/5/01
to

>
> Heute wird der Hubschrauber bevorzugt in die Gegend "hinter" der
> Schranke geschickt, und bei Feuer dürfen die FFWs aus den
> Nachbarorten 'ran, wenn die Jenaer Berufsfeuerwehr vor der
> Schranke verenden sollte.
>

Dummerweise sind kaum noch Bahunübergänge mit Personal besetzt, läuft
alles aus ganz großer Entfernung. Selbst "Neue Schänke" wirst Du die
Chance nicht mehr haben, daß ein freundlicher Bahnwärter....

Roland

Stefan Zickenrott

unread,
Aug 5, 2001, 12:37:12 PM8/5/01
to
Andreas Pothe schrieb:

> Ja, dem ist häufig (meistens) wohl wirklich so. Aber warum? Aus welchem
> Grund wurden in Städten die Bahnen häufig auf Dämmen verlegt, das hat
> doch nur Kosten verursacht. Heute ist das ja vorteilhaft (wegen
> höhenungliehce Kreuzung), aber zu historischer Zeit?

mußte man die Gleise auch Irgendwie überqueren. Und ist dann auf einen
einfache, weitsichtige und vernünftige Lösung gekommen.

mfg
Stefan

Matthias Doerfler

unread,
Aug 5, 2001, 2:12:16 PM8/5/01
to
Am Sat, 04 Aug 2001 13:41:25 +0200 schrieb Maximilian Gauger:

> Bietigheim-Bissingen ist inzwischen auch ohne innerstädtischen BÜ.

Hat aber Richtung Besigheim zu (auch eine Stadt!) noch mindestens
einen.

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Aug 5, 2001, 2:12:20 PM8/5/01
to
Am Sun, 05 Aug 2001 16:49:39 +0200 schrieb Kathinka Diehl:
> Sven Herzfeld <herz...@maschsee.han.de> wrote:

> > Matthias hat bei den Häfen übrigens noch untertrieben:
> > Lindener Hafen, Nordhafen, Misburger Hafen, Brinker Hafen

Der Brinker Hafen sollte m.W. schon auf Langenhäger Gebiet liegen?

> Woher bitte nimmt Hannover all diese Häfen? Ich dachte immer, Hafen hat
> auch was mit Wasser zu tun. ;-)

Der erstgenannte liegt an der Leine, die anderen am MLK.

mfg Matthias Dörfler

Matthias Doerfler

unread,
Aug 5, 2001, 2:12:20 PM8/5/01
to
Am Sun, 05 Aug 2001 16:39:57 +0200 schrieb Stefan Zickenrott:
> Sascha Wostmann schrieb:

> > > Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> > > der Stadt?
> >
> > Klar, überall. Man denke an Straßenbahnen,
>
> Mit Schranke? hab ich in diesem Thread schon einmal gelesen...

Aber sicher doch. Was meinst du, weswegen ich mein eigenes GIF aus der
Anlage 1 zur BOStrab nicht hernehmen kann, wenn ich mal auch eine EBO
samt Anlagen ins Web stellen würde? Es gibt einen formellen, aber
gleichzeitig augenfälligen Unterschied von Gesetzes wegen (nicht in
der Praxis).

[Fup2 wegen dieses Rätsels auf debe gesetzt]
--
mfg Matthias Dörfler

Texte und Links zum Bahnenrecht http://www.wedebruch.de/

Bernd Ullrich

unread,
Aug 5, 2001, 2:29:59 PM8/5/01
to

"Andreas Pothe" <po...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag news:9kk1co.3...@news.pothe.de...

> Stefan Zickenrott wrote:
>
> >Aber in Städten sind doch die Gleise meist auf Dämmen verlegt und die
> >Bahnhöfe ebenso.
>
> Ja, dem ist häufig (meistens) wohl wirklich so. Aber warum? Aus welchem
> Grund wurden in Städten die Bahnen häufig auf Dämmen verlegt, das hat
> doch nur Kosten verursacht. Heute ist das ja vorteilhaft (wegen
> höhenungliehce Kreuzung), aber zu historischer Zeit?
>
> Gruß
> Andreas
Aus dem gleichen Grund (verschiedene Verkehrsebenen+Sicherheit_
_wenn die Pferde scheuten beim Anblick der Dampfrösser)
Schrankenanlagen bremsten auch damals den Verkehr.
mfg
BU


Thomas Dehn

unread,
Aug 5, 2001, 4:31:35 PM8/5/01
to

"Andreas Pothe" <po...@gmx.de> schrieb:

> Thomas Dehn wrote:
>
> >> > Klar, überall. Man denke an Straßenbahnen,
> >> Mit Schranke? hab ich in diesem Thread schon einmal gelesen...
> >München: S7 Richtung Wolfratshausen, gleich zwei beschrankte
>
> S-Bahn != Straßenbahn

Aus meiner Sicht gings hauptsaechlich um
'Bahnstrecken im Stadtgebiet'.
Na gut, dann halt Ettlingen bei Karlsruhe (mehrere beschrankte
Bahnübergänge über die S1/S11, davon
einer mitten im Stadtzentrum). Oder auch die S2 in Rheinstetten.
Letztere sogar frisch angelegt als die Strassenbahn vor einigen Jahren
nach Rheinstetten verlängert wurde.

Da ich dort allerdings seit 1995 nicht mehr wohne
weiss ich nicht ob die diversen beschrankten
Bahnübergaenge für die Strassenbahn heute noch da sind.


Thomas

Kai Garlipp

unread,
Aug 5, 2001, 4:31:09 PM8/5/01
to

Markus Ermert wrote:
>
> > Aus
> > welchem Grund wurden in Städten die Bahnen häufig auf Dämmen verlegt,
> > das hat doch nur Kosten verursacht. Heute ist das ja vorteilhaft
> > (wegen höhenungliehce Kreuzung), aber zu historischer Zeit?
>

> Fahr mal mit der Dampf-Molly durch Bad Doberan

Das Gefährt heißt immer noch Molli und man fährt mit dem Molli.

> und stelle Dir vor, Du wohntest an der Strecke, dann weißt Du, warum.

Ich kenne Leute die wohnen dort gerne. so what? Und nun stelle dir mal
vor der Molli würde in der Ebene +1 durch Doberan dampfen.

Bye Kai

Erich Kirchmayer

unread,
Aug 5, 2001, 5:22:14 PM8/5/01
to
Hi,

"Holger Paulsen" <pau...@mobile.in-berlin.de> schrieb im Newsbeitrag
news:87n15fb...@mobile.in-berlin.de...

--------


Um das Problem zu mildern müßten sich die Einsatzstellen der
Rettungskräfte vielleicht eine Liste von Telefonnummern für
jeden Bahnübergang erstellen, um den zuständigen Mitarbeiter
der Bahn ans Rohr zu bekommen, damit dieser dem Zug das
letzte Signal vor dem BÜ nicht auf Fahrt stellt (und wenn
das nicht möglich ist, den Tf anfunkt und diesen bittet, vor
dem Einschaltkontakt zu warten). Das wird mit Sicherheit
nicht immer klappen.

---------

Es klappt ja noch nicht einmal innerhalb der Stadt. Technisch wäre es
kein Problem, Ampeln in Fahrtrichtung des RTW auf "Grün" zu schalten -
wird aber nicht gemacht weil "zu teuer". Selbst da wo es kein Geld
kostet, funktioniert es nicht (ode rnicht immer). Wir haben RTW´s auch
auf FWen stationiert. Für ausrückende FW-Fahrzeuge wird von der Wache
aus (Nachrichtenstelle = ähnlich kl. "Leitstelle" und Telefonzentrale,
Pforte etc.) die extra dafür installierte Ampel an der Ausfahrt zur
Hauptverkehrsstrasse geschaltet, rückt hingegen "nur" unser RTW aus,
bleibt die Ampel aus. Bei beiden FWen "darf" sich dann der RTW den Weg
in die Haupstrasse mittels Pressluft freiräumen (sehr zum Ärger der
Anwohner und nicht gerade befriedigend für das RTW-Personal)

Rein technisch wäre es auch kein Problem, den Bahnverkehr für einen
anfahrenden RTW oder Löschzug zu stoppen. Bestimmte Einsatzorte sind per
EDV so zu hinterlegen, daß eben die Anfahrt über einen Bahnübergang
führen _muss_ . Schon bei Alarmierung des Fahrzeugs/Zuges könnte die
Bahn die Info bekommen "RTW kommt, Schranken auf, Zug Stop" - je nach
Entfernung zum betreffenden Übergang sogar mit mehreren Minuten
Vorlaufzeit. Im Schlimmsten Fall wird die Bahn-Sperre aufgehoben, wenn
sich das Fahrzeug mit Status 4 am Einsatz meldet, ggf. liessen sich auch
andere Versionen etablieren (mündl. Funkspruch, "Zweckentfremdung" eines
anderen Status (z.B. 9 - ist oft nicht wirklich in Gebrauch) oder
FMS-Zusatzinfo)

Aber das Alles kostet Geld - viel Geld und das will niemand bezahlen -
schon garnicht die Privatfirma Bahn AG.......


--
Gruß

Erich Kirchmayer


--

"Jetzt wird´s mal kurz hell im Hals!"

www.notfallmedizin.de - Ausbildung im Rettungsdienst, Erste Hilfe-Kurse
u.v.m.

Torsten Jerzembeck

unread,
Aug 5, 2001, 4:41:48 PM8/5/01
to
In de.etc.bahn.eisenbahn schrieb Matthias Doerfler:

>> Sven Herzfeld <herz...@maschsee.han.de> wrote:
>> > Matthias hat bei den Häfen übrigens noch untertrieben:
>> > Lindener Hafen, Nordhafen, Misburger Hafen, Brinker Hafen
[schnipp]

>Der erstgenannte liegt an der Leine, die anderen am MLK.

Mein Stadtplan behauptet, daß der Lindener Hafen am Stichkanal Linden
liegt. Dieser hat zwar eine Verbindung zur Leine, allerdings erst einige
Meter oberhalb des Lindener Hafens.

Beste Grüße aus D'dorf,

=ToJe=

--
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
* Exil-Westfale * PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux *
Go not unto the Usenet for advice, for you will be told both yea and nay (and
quite a few things that just have nothing at all to do with the question).
(seen in a .Sig, with apologies to J.R.R. Tolkien)

Peter Reinbold

unread,
Aug 5, 2001, 5:06:58 PM8/5/01
to
"Sven Herzfeld" <herz...@maschsee.han.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9kj9rm$177$1...@maschsee.han.de...

> In de.etc.bahn.eisenbahn schrieb Stefan Zickenrott
<zick...@stud.fh-hannover.de>:
>
> > Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> > der Stadt?
>
> Städtebaulich:
> In Braunschweig soll es einen geben, allerdings hinter
> meiner Fahrstrecke.

Das müßte der Bahnübergang am Grünen Jäger im Stadtteil Riddagshausen an der
Strecke Braunschweig - Weddel - Helmstedt sein (mit ICE-Verkehr).

> Ach ja, am Bahnhof Wolfenbüttel (meine
> zukünftige Strecke)

Dort kann man vom mittleren Bahnsteig die Bahnanlagen über diesen
Bahnübergang verlassen; es steht lediglich dort ein Warnschild, daß man bei
geschlossenen Schranken - Vollschranken (?) lediglich am Rande der
Bahnanlagen quer über die Straße - nicht den Gleisbereich zu betreten hat.

Und wenn ich schonmal hierbin: In Freudenstadt (Stadt?) liegen auch gleich
mehrere beschrankte Bahnübergänge:

Murgtalstrecke:
Wildbader Straße: Halbschranken
Stadtbahnhof: Vollschranken (Häufig von Rettungswagen genutzter
Bahnübergang)
Industriegebiet Freudenstadt: Halbschranken

Kinzigtalstrecke:
Stadtteil Lauterbad: Halbschranken(?)

Gäuzulaufstrecke:
lediglich unbeschrankte Übergänge im Gemeindegebiet

--
Peter Reinbold mailto:ma...@peter-reinbold.de
live aus Freudenstadt


Peter Reinbold

unread,
Aug 5, 2001, 5:09:19 PM8/5/01
to
"Maximilian Gauger" <gau...@nt.tu-darmstadt.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9kgn15$4ehp1$2...@ID-16409.news.dfncis.de...
> Matthias Doerfler wrote:
>
> > Müllheim (Baden), Heitersheim, Kenzingen, Herbolzheim (Breisgau),
> > Renchen, demnächst Baden-Baden, Wiesloch und Stutensee.
>
> Das alles sind STÄDTE? Ich fasse es nicht...

Zumindest Baden-Baden! Gut, keine Metropole; aber eine STADT, dagegen ist
wohl kaum 'was zu sagen!

Peter Reinbold

unread,
Aug 5, 2001, 5:15:32 PM8/5/01
to
"Bernd Ullrich" <ullric...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:9kgodf$4cdhf$1...@ID-37791.news.dfncis.de...
>
> "Andreas Randolf" <latel...@myokay.net> schrieb im Newsbeitrag
news:9kgkmd$4bkgo$1...@ID-70309.news.dfncis.de...
> >
> > Schon klar. Aber sie können auch abbremsen, was möglicherweise für die
> > Durchfahrt des Rettungswagens reicht.
> >
> Sage das mal einem Zugführer!!
> möglicherweise hat der schlagende Argumente um dir das austesten
> seiner Reaktionsfähigkeit abzugewöhnen.

Güterzüge fahren seit vielen Jahren ohne Zugführer! ;-)

Hans-Joachim Zierke

unread,
Aug 5, 2001, 6:19:42 PM8/5/01
to

Stefan Zickenrott schrieb:


> Dumme Frage, gibt es sowas wirklich noch? Beschrankte Bahnübergänge in
> der Stadt?

Insgesamt existieren so ungefähr 26000 Bahnübergänge in Deutschland, davon
sicherlich hunderte beschrankte in Städten.

Genau die wird man ja besonders schwer los. Den Ersatz eines beschrankten
innerstädtischen Bahnübergangs kannst Du mit nassem Daumen auf 15 bis 20
Millionen DM schätzen.


hajo

--
Fachbegriffe der Eisenbahntechnik verständlich übersetzt #1:
"Hohe Vandalismusresistenz":
"Wir haben einen bekannten Designer von Ausnüchterungszellen beauftragt,
den von uns erwarteten Kunden ein vertrautes Ambiente zu bieten."

Hans-Joachim Zierke

unread,
Aug 5, 2001, 7:37:36 PM8/5/01
to

Erich Kirchmayer schrieb:


> Sicher nicht. Aber wie schon erwähnt: Rechtfertigt exakte Pünktlichkeit
> eines Güterzuges ein Menschenleben?

Güterzüge fahren nicht nach Fahrplänen, in denen es eine *exakte*
Pünktlichkeit gibt. (Ausnahme: Einige Just-in-Time-Shuttlezüge).



> Als es noch Schrankenwärter gab, die brav in ihrem Häuschen neben der
> Schranke hockten (bzw. lebten) war das einfacher. Der Mann wusste, wann
> der Zug kommt und konnte individuelle "Ausnahmen" zulassen (z.B. auch
> Signale schalten, die den Zug bremsen). Heute gibt´s das schon lange
> nicht mehr und durch diese Einsparungsmassnahmen wird im Ausnahmefall
> eben ein Menschenleben riskiert - was soll´s ;-(

Schrankenwärter waren vor allem ABM-Maßnahmen für Rettungskräfte, (Wobei -
viel zu retten gibt's da ja meist nicht.) Ihr Ersatz durch Technik hat die
Zahl der Toten an Bahnübergängen deutlich reduziert. Früher war bisweilen
auch die Bahn schuld, heute handelt es sich bei BÜ-Unfällen zu fast 100% um
Mißachtung von Lichtsignalanlagen.


> Gerade bei der modernen Technik wäre es wohl kein grosses Problem, den
> Zug zu bremsen wenn ein RTW/FW "drüber" muss und/oder dem SoSi-Fahrzeug
> anzuzeigen "geht nicht" (Zug an letztem Signal schon vorbei) bzw. "geht"
> (Zug kann/wird durch Signal gebremst werden).

Durch die moderne Technik hat sich nichts daran geändert, daß Du einen Zug
spätestens am letzten Signal, bzw. am Vorsignal dieses Signals erwischen
mußt, um ihn anhalten zu können. <Wowereit-Mode> Und das ist auch gut so.

Die andere Signaltechnik, von der Du träumst, mit Übertragung in den
Führerstand, die gibt es (fast) nur auf Strecken, auf denen BÜ sowieso
nicht vorkommen dürfen. Und dann sind immer noch definierte
Streckenabschnitte im Spiel.

Freies Fluten auf Eisenbahnstrecken im Bremswegabstand ist etwas, an dem
eifrig geforscht wird, das aber nur dann kein Problem ist, wenn man die
Sicherheitskriterien anlegt, die im Straßenverkehr gelten. Und ich kenne
niemanden, der dies möchte.
BTW: Wie steht es denn nun um CIR-ELKE? Die jetzt installierte Version
arbeitet doch immer noch mit (sehr kleinen) Streckenblöcken?

Hans-Joachim Zierke

unread,
Aug 5, 2001, 7:53:51 PM8/5/01
to

Daniel Voigt schrieb:

> Ich würde nicht mal mit nem Panzer über nen geschlossenen Bahnübergang
> fahren.

Andere Leute machen das auf freier Strecke...

(Forst Zinna 1988, 6 Tote, 9 Schwerverletzte, 26 Leichtverletzte)

Hans-Joachim Zierke

unread,
Aug 5, 2001, 6:51:59 PM8/5/01
to

Stefan Zickenrott schrieb:


> Und ich dachte immer an ICE Strecken gäbe es keine Bahnübergänge.

Das Problem bei diesem Gedanken ist, daß es in der Realität keine
ICE-Strecken gibt, sondern nur in Presseerzeugnissen. Dito "TGV-Strecken".
Bei "TGV-Strecken" denke ich immer an ... Moment ...
--------------------------------------------------------
PING mercurio.iet.unipi.it (131.114.5.192): 56 data bytes
--- mercurio.iet.unipi.it ping statistics ---
31 packets transmitted, 0 packets received, 100% packet loss
--------------------------------------------------------
...denke ich an gar nichts.


Tatsächlich hängt die Möglichkeit, beschrankte Bahnübergänge zu haben, von
der Streckengeschwindigkeit ab. In Deutschland sind das 160 km/h, in
Dänemark 140 km/h, in GB kannst Du 200km/h-Züge an der Schranke bewundern.

Stefan Zickenrott

unread,
Aug 5, 2001, 3:55:12 PM8/5/01
to
Matthias Doerfler schrieb:

> > > Matthias hat bei den Häfen übrigens noch untertrieben:
> > > Lindener Hafen, Nordhafen, Misburger Hafen, Brinker Hafen
>
> Der Brinker Hafen sollte m.W. schon auf Langenhäger Gebiet liegen?

Nö, praktisch das gesamte Industriegebiet liegt auf der Hannoverschen
Seite der A2. Zu Langenhagener gehören da nur ein paar Wohnhäuser und
ein Lager der Uni.



> > Woher bitte nimmt Hannover all diese Häfen? Ich dachte immer, Hafen hat
> > auch was mit Wasser zu tun. ;-)
>
> Der erstgenannte liegt an der Leine, die anderen am MLK.

Auch falsch. der Lindener Hafen liegt am, bzw. ist das Ende des,
Zweigkanals Linden des Mittellandkanals. Es gibt von dort lediglich
einen weiteren kleinen stichkanal und einen Schleuse zur Leine. Die
Leine selbst wird von Frachtschiffen nicht befahren. Es gibt dort auch
nur ein paar Anleger für Fahrgast und Hotelschiffe sowie den
Wassersport.

mfg
Stefan


Andreas Braeutigam

unread,
Aug 6, 2001, 2:03:09 AM8/6/01
to
>Um das Problem zu mildern müßten sich die Einsatzstellen der
>Rettungskräfte vielleicht eine Liste von Telefonnummern für
>jeden Bahnübergang erstellen, um ...

Oder mal über die Struktur des RD (Standorte) nachdenken, wenn das oft ein
PRoblem ist. Wenn es selten ein Problem ist, besteht dann überhaupt
Handlungsbedarf? Ist es dann nicht dasselbe wie Straßen, die in bestimmten
Zeiträumen immer verstopft sind und die man dann trotzdem nicht fährt, auch
wenns der kürzeste Weg ist?

Gruß

Andreas

Klaus von der Heyde

unread,
Aug 6, 2001, 4:12:18 AM8/6/01
to
Johannes Picht schrieb:

> Gibt es deutsche Städte (mit Bahnstrecken im Stadtgebiet) _ohne_
> Bahnübergänge?

Gummersbach ;)

Die planmaessig befahrene strecke hat keine bahnuebergaenge; es gibt
nur welche an strecken, die ausser betrieb oder nur selten befahren
werden (sonderzugverkehr usw.).

Klaus

Folke Brockmann

unread,
Aug 6, 2001, 4:33:06 AM8/6/01
to

> "Bernd Ullrich"
> > "Andreas Randolf" schrieb

> > Sage das mal einem Zugführer!!

> Güterzüge fahren seit vielen Jahren ohne Zugführer! ;-)
Vorher hatte man erst die Güterzugschaffner abgeschafft! ;-))
--
Gruß Folke aus Wattenscheid
http://home.t-online.de/home/efwitten/efwa0196.htm (=EFW-Zf)


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