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"Klopfen" beim Anfahren von E-Loks

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Christof Proft

unread,
Oct 1, 1998, 3:00:00 AM10/1/98
to
Hallo Lucas,

AFAIK sind das die elektropneumatischen Stufenschaltwerke der aelteren Loks
(z.B. 110,140, 141), mit denen die einzelnen Fahrstufen gescschaltet werden.
Bei der Betätigung hoerst Du das Klopfen.
Bei moderneren elektronisch geregelten Maschinen (z.B. BR 120, 101) hörst Du
nichts mehr.

Gruß

Christof
Lucas Meyer-Hentschel schrieb in Nachricht
<36145e94...@news.netcologne.de>...
>Kann mir mal jemand erklären, woher das "Klopfen" kommt, dass beim
>Anfahren von Elektro-Loks zu hören ist, noch bevor sie sich in
>Bewegung setzten?
>
>Lucas

Klaus Steinberger

unread,
Oct 1, 1998, 3:00:00 AM10/1/98
to
In article <36145e94...@news.netcologne.de>,

lu...@netcologne.de (Lucas Meyer-Hentschel) writes:
|> Kann mir mal jemand erklären, woher das "Klopfen" kommt, dass beim
|> Anfahren von Elektro-Loks zu hören ist, noch bevor sie sich in
|> Bewegung setzten?

Du meinst wahrscheinlich die älteren Loks der Einheits-Ellok Serien
(110, 140, 141 etc.) (auch Kasten-Elok genannt). Die Dinger haben
Stufenschaltwerke für die Ansteuerung der Fahrstufen. Das Klopfen
ist das Hochlaufen dieser Schaltwerke, jedes Klacken eine Stufe.

Viele Grüße,
Klaus

--
Klaus Steinberger Beschleunigerlabor der TU und LMU Muenchen
Phone: (+49 89)289 14287 Hochschulgelaende, D-85748 Garching, Germany
FAX: (+49 89)289 14280 EMail: Klaus.St...@Physik.Uni-Muenchen.DE
URL: http://www.bl.physik.tu-muenchen.de/~k2/

Lucas Meyer-Hentschel

unread,
Oct 2, 1998, 3:00:00 AM10/2/98
to
Kann mir mal jemand erklären, woher das "Klopfen" kommt, dass beim
Anfahren von Elektro-Loks zu hören ist, noch bevor sie sich in
Bewegung setzten?

Lucas

Joachim Schmid

unread,
Oct 2, 1998, 3:00:00 AM10/2/98
to
Lucas Meyer-Hentschel schrieb:

>
> Kann mir mal jemand erklären, woher das "Klopfen" kommt, dass beim
> Anfahren von Elektro-Loks zu hören ist, noch bevor sie sich in
> Bewegung setzten?

Hm. Nicht so ganz klar, was du mit "Klopfen" meinst. Soll das bei allen
BRen auftreten? Wenn es nur bei älteren Loks zu hören ist und oft mehr
einem Knallen oder Schnalzen ähnelt, dann handelt es sich um das
Geräusch des Schaltwerks zur Anwahl der Fahrstufe. Bis Mitte der 60er
Jahre wurden da mechanische Sprunglastschalter eingebaut, die in der Tat
recht geräuschvoll sind. Besonders "klopfend" hört sich das bei der 141
an. Die hat ein Niederspannungsschaltwerk mit entsprechend großen
Schaltströmen und aufwendiger Funkenlöscheinrichtung.

Neuere Loks bekamen kontaktlose Thyristor-Lastschalter. Da sind nur noch
der Stufenwähler und ein paar Gruppierungsschütze zu hören. Bei modernen
Elektronik-Loks sind das Lauteste die Lüfter.

Was für ein Riesen-Unterschied zu den Altbauloks! In meiner Jugend hat
die 117 einen unvergeßlichen Eindruck bei mir hinterlassen, als ich sie
beim Rangieren mit knallenden Schützen, heulenden Getrieben und
donnernden Lüftern erleben konnte. Die hatte noch Schützensteuerung
(m.W. druckluftbetätigt), Trockentransformator und ungekapselte,
geradverzahnte Getriebe.

Joachim

Christian Gruber

unread,
Oct 2, 1998, 3:00:00 AM10/2/98
to
Klaus Steinberger wrote:

> |> Kann mir mal jemand erklären, woher das "Klopfen" kommt, dass beim
> |> Anfahren von Elektro-Loks zu hören ist, noch bevor sie sich in
> |> Bewegung setzten?
>

> Du meinst wahrscheinlich die älteren Loks der Einheits-Ellok Serien
> (110, 140, 141 etc.) (auch Kasten-Elok genannt). Die Dinger haben
> Stufenschaltwerke für die Ansteuerung der Fahrstufen. Das Klopfen
> ist das Hochlaufen dieser Schaltwerke, jedes Klacken eine Stufe.

Tatsaechlich ist das laute Klopfen nicht das Geraeusch des Schaltwerks
(Stufenwaehler), sondern der Lastschalter. Nur bei Loks mit
geraeuschlosen Thyristorlastschaltern (z.B. der 103) hoert man
tatsaechlich das eigentliche Schaltwerk, und das ist sehr viel leiser.

chg

Michael Kauffmann

unread,
Oct 2, 1998, 3:00:00 AM10/2/98
to
Christian Gruber wrote:

>
> Klaus Steinberger wrote:
>
> > (110, 140, 141 etc.) (auch Kasten-Elok genannt). Die Dinger haben
> > Stufenschaltwerke für die Ansteuerung der Fahrstufen. Das Klopfen
> > ist das Hochlaufen dieser Schaltwerke, jedes Klacken eine Stufe.
>
> Tatsaechlich ist das laute Klopfen nicht das Geraeusch des Schaltwerks
> (Stufenwaehler), sondern der Lastschalter. Nur bei Loks mit
> geraeuschlosen Thyristorlastschaltern (z.B. der 103) hoert man
> tatsaechlich das eigentliche Schaltwerk, und das ist sehr viel leiser.

Allerdings haben auch viele 110/140 Thyristorlastschalter. Klackern die
auch nicht mehr richtig? (Ich hoere sie so selten aus der Naehe.)

Michael Kauffmann

Michael Knobloch

unread,
Oct 3, 1998, 3:00:00 AM10/3/98
to
>Das entsteht durch das Hochschalten der einzelnen Fahrstufen im
>pneumatischen Schaltwerk. Aber nur bei den Loks mit solch altertümlicher
>Technik.
>
>'Klopfen' ist übrigens höflich ausgedrückt, bei der 141 konnte man von
>getrost von Pistolenschüssen sprechen.

Die 141 ist auch die einzige (?), die solch ein Schaltwerk hat.
Die Schaltwerke der anderen BR'en haben mit Druckluft nix zu schaffen.


Tschö, Knobi. :o)
----------------------------------------------------------------------------
-------------------
http://home.t-online.de/home/MKnobi/

Thomas Gabler

unread,
Oct 4, 1998, 3:00:00 AM10/4/98
to
Michael Kauffmann wrote:
>
> Allerdings haben auch viele 110/140 Thyristorlastschalter. Klackern die
> auch nicht mehr richtig? (Ich hoere sie so selten aus der Naehe.)

Die klingen genauso leise wie z.B. die 103.

Ciao
Tom
--
Tod allen Fanatikern!

Thomas Gabler
x-...@bingo.baynet.de
http://www.bingo.baynet.de/~tg1419

Andre Brandily

unread,
Oct 5, 1998, 3:00:00 AM10/5/98
to
Michael Kauffmann schrieb:

>
>
> Allerdings haben auch viele 110/140 Thyristorlastschalter. Klackern die
> auch nicht mehr richtig? (Ich hoere sie so selten aus der Naehe.)
>

Nein, sie tickern nur noch ganz leise. Widerlich.

mfg
Andre

Udo Kappel

unread,
Oct 5, 1998, 3:00:00 AM10/5/98
to
MKn...@t-online.de (Michael Knobloch) writes:

>
> >Das entsteht durch das Hochschalten der einzelnen Fahrstufen im
> >pneumatischen Schaltwerk. Aber nur bei den Loks mit solch altertümlicher
> >Technik.
> >
> >'Klopfen' ist übrigens höflich ausgedrückt, bei der 141 konnte man von
> >getrost von Pistolenschüssen sprechen.
>
> Die 141 ist auch die einzige (?), die solch ein Schaltwerk hat.
> Die Schaltwerke der anderen BR'en haben mit Druckluft nix zu schaffen.

Wobei bei der 141, wie Joachim Schmidt schon andeutete, das laute
Knallen vom Stromabriss verursacht wird, weil das Schaltwerk auf der
Niederspannungsseite sitzt und die Stroeme dort so gross sind.

Udo.

Marcus Mandelartz

unread,
Oct 5, 1998, 3:00:00 AM10/5/98
to

Udo Kappel <u...@groo.e-technik.uni-dortmund.de> schrieb im Beitrag
<m3emsnb...@groo.e-technik.uni-dortmund.de>...

Eben! Nicht der Pressluftantrieb knallt bei der 141, sondern der
Funkenabriss an den Kontakten. Wenn man zufällig genau im Nulldurchgand
der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht. Wenn man den
Scheitelwert erwischt, ist es sehr laut...

VG Marcus


--
Marcus Mandelartz, Heiligenpesch 105, D-41069 Moenchengladbach
Fax: 02161-482998
fe...@online.de


Udo Kappel

unread,
Oct 6, 1998, 3:00:00 AM10/6/98
to

"Marcus Mandelartz" <fe...@online.de> writes:

> [...] Wenn man zufällig genau im Nulldurchgand


> der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht. Wenn man den
> Scheitelwert erwischt, ist es sehr laut...
>

Des Stromes, nicht der Spannung.

Udo.

Michael Knobloch

unread,
Oct 6, 1998, 3:00:00 AM10/6/98
to
>> Wobei bei der 141, wie Joachim Schmidt schon andeutete, das laute
>> Knallen vom Stromabriss verursacht wird, weil das Schaltwerk auf der
>> Niederspannungsseite sitzt und die Stroeme dort so gross sind.
>
>Eben! Nicht der Pressluftantrieb knallt bei der 141, sondern der
>Funkenabriss an den Kontakten. Wenn man zufällig genau im Nulldurchgand

>der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht. Wenn man den
>Scheitelwert erwischt, ist es sehr laut...

Habe ich nichts dagegen. Ich wollte darstellen, dass nicht alle alten Loks
ein pneumatisch angetriebenes Schaltwerk haben (so war es herauszulesen),
sondern nur die 141.

Andre Brandily

unread,
Oct 7, 1998, 3:00:00 AM10/7/98
to
Michael Knobloch schrieb:
>
> >Funkenabriss an den Kontakten. Wenn man zufällig genau im > >Nulldurchgang

> >der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht. Wenn man den

Wieso zufällig? Ein guter Lokführer schaltet immer im Nulldurchgang.

mfg
Andre

Michael Kauffmann

unread,
Oct 7, 1998, 3:00:00 AM10/7/98
to
Andre Brandily wrote:
>
> Michael Knobloch schrieb:
> >
> > >Funkenabriss an den Kontakten. Wenn man zufällig genau im
> > >Nulldurchgang der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht.
>
> Wieso zufällig? Ein guter Lokführer schaltet immer im Nulldurchgang.

Jetzt wissen wir auch endlich, warum die Bahn eine so niedrige
Frequenz benutzt. Damit ist der Nulldurchgang leichter zu treffen.

Michael Kauffmann

Michael Poschmann

unread,
Oct 7, 1998, 3:00:00 AM10/7/98
to

Michael Kauffmann schrieb:

Da drängt sich mir doch glatt die Frage auf, warum die Niederländischen
Staatsbahnen Gleichstrom verwenden 8-)

SCNR Michael
heute völkerverbindend von der "Staatsgrenze West" aus Aken...


Udo Kappel

unread,
Oct 7, 1998, 3:00:00 AM10/7/98
to

> Michael Knobloch schrieb:
> >
> > >Funkenabriss an den Kontakten. Wenn man zufällig genau im > >Nulldurchgang
> > >der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht. Wenn man den

>
> Wieso zufällig? Ein guter Lokführer schaltet immer im Nulldurchgang.

Woran sieht der den denn?

Udo.


Thomas Goebel

unread,
Oct 7, 1998, 3:00:00 AM10/7/98
to
Udo Kappel frug:

...musz er nicht sehen. Gute Lokfuehrer werden beim Besteigen der
Lok aufsynchronisiert und bleiben das bis zum Dienstende.

P.S. Hab ich was vergessen? Ach so: ;-)

Schoene Gruesze aus Frankfurt/M
--
Thomas Goebel, Abt. UC-PN/PMS, BOSCH Telecom GmbH, D-60277 Frankfurt/M
+49-69-7505-2168, Fax +49-69-7505-4116, mailto:thomas...@gmx.net
______________________________________________________________________
This note does not necessarily represent the position of BOSCH Telecom
GmbH. No liability or responsibility for whatever will be accepted.

Christian Gruber

unread,
Oct 7, 1998, 3:00:00 AM10/7/98
to
Udo Kappel wrote:

> > > >Funkenabriss an den Kontakten. Wenn man zufällig genau im > >Nulldurchgang
> > > >der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht. Wenn man den
> >
> > Wieso zufällig? Ein guter Lokführer schaltet immer im Nulldurchgang.
>
> Woran sieht der den denn?

Am Spannungsmesser.

chg

Udo Kappel

unread,
Oct 7, 1998, 3:00:00 AM10/7/98
to
Christian Gruber <chg0...@linux.zrz.TU-Berlin.DE> writes:

>
> Udo Kappel wrote:
>
> > > > >Funkenabriss an den Kontakten. Wenn man zuf=E4llig genau im > >Nul=


> ldurchgang
> > > > >der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht. Wenn man den
> > >

> > > Wieso zuf=E4llig? Ein guter Lokf=FChrer schaltet immer im Nulldurchga=
> ng.
> > =


>
> > Woran sieht der den denn?
>
> Am Spannungsmesser.
>
> chg

Wie schon gesagt, entscheidend ist der Stromnulldurchgang, und der ist
am Spannungsmesser nicht so leicht zu sehen. Obwohl, wenn man 90 Grad
Phasenverschiebung naeherungsweise voraussetzte ...

Udo.

harald....@siemenscom.com

unread,
Oct 7, 1998, 3:00:00 AM10/7/98
to
In article <m390is5...@groo.e-technik.uni-dortmund.de>,
Bei 16 2/3 Hz soll der arme Tfz auf einen Nulldurchgang reagieren???

Harald M.

-----------== Posted via Deja News, The Discussion Network ==----------
http://www.dejanews.com/ Search, Read, Discuss, or Start Your Own

Udo Kappel

unread,
Oct 8, 1998, 3:00:00 AM10/8/98
to
harald....@siemenscom.com writes:

> > > > Woran sieht der den denn?
> > >
> > > Am Spannungsmesser.
> > >
> > > chg
> >
> > Wie schon gesagt, entscheidend ist der Stromnulldurchgang, und der ist
> > am Spannungsmesser nicht so leicht zu sehen. Obwohl, wenn man 90 Grad
> > Phasenverschiebung naeherungsweise voraussetzte ...
> >
> Bei 16 2/3 Hz soll der arme Tfz auf einen Nulldurchgang reagieren???
>
> Harald M.
>
> -----------== Posted via Deja News, The Discussion Network ==----------
> http://www.dejanews.com/ Search, Read, Discuss, or Start Your Own

Werden in den Loks wirklich DC-Spannungsmesser verwendet?

Udo.

Marcus Mandelartz

unread,
Oct 8, 1998, 3:00:00 AM10/8/98
to

Udo Kappel <u...@groo.e-technik.uni-dortmund.de> schrieb im Beitrag

<m3k92e2...@groo.e-technik.uni-dortmund.de>...
>
> "Marcus Mandelartz" <fe...@online.de> writes:
>
> > [...] Wenn man zufällig genau im Nulldurchgand


> > der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht. Wenn man den

> > Scheitelwert erwischt, ist es sehr laut...
> >
>

> Des Stromes, nicht der Spannung.
>
> Udo.
>


Könnte es nicht auch die Leistung sein, die am Besten knallt ???

Marcus Mandelartz

unread,
Oct 8, 1998, 3:00:00 AM10/8/98
to

Christian Gruber <chg0...@linux.zrz.TU-Berlin.DE> schrieb im Beitrag
<361B7545...@linux.zrz.TU-Berlin.DE>...
Udo Kappel wrote:

> > > > >Funkenabriss an den Kontakten. Wenn man zufällig genau im >
>Nulldurchgang


> > > > >der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht. Wenn man den
> > >

> > > Wieso zufällig? Ein guter Lokführer schaltet immer im
Nulldurchgang.
> >

> > Woran sieht der den denn?
>
> Am Spannungsmesser.

Besser kann man sich am Flackern der Beleuchtung orientieren... (Geht
natürlich nur bei Loks ohne Lademaschine.)

VG Marcus

Udo Kappel

unread,
Oct 9, 1998, 3:00:00 AM10/9/98
to
"Marcus Mandelartz" <fe...@online.de> writes:

> Udo Kappel <u...@groo.e-technik.uni-dortmund.de> schrieb im Beitrag
> <m3k92e2...@groo.e-technik.uni-dortmund.de>...
> >
> > "Marcus Mandelartz" <fe...@online.de> writes:
> >

> > > [...] Wenn man zufällig genau im Nulldurchgand


> > > der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht. Wenn man den

> > > Scheitelwert erwischt, ist es sehr laut...
> > >
> >
> > Des Stromes, nicht der Spannung.
> >
> > Udo.
> >
>
>
> Könnte es nicht auch die Leistung sein, die am Besten knallt ???

Es ist der Strom, der entscheidende Bedeutung hat. Der Knall an sich
ist eigentlich rein thermisch. Beim Schalten, d.h. Oeffnen der
Kontakte wird die Luft zwischen den Kontakten schlagartig um einige
100 Grad, wenn nicht gar 1000 Grad, durch den Lichtbogen erhitzt. Die
damit einhergehende Ausdehnung nehmen wir als Knall wahr. Das Erhitzen
haengt jedoch nur davon ab, wie gross der Strom ist, der im Lichtbogen
durch die Luft fliesst.

Alles Gute,

Udo.

Michael Kauffmann

unread,
Oct 9, 1998, 3:00:00 AM10/9/98
to
Thomas Goebel wrote:
>
> Udo Kappel frug:
> >
> > > Michael Knobloch schrieb:
> > > >
> > > > >Funkenabriss an den Kontakten. Wenn man zufällig genau im
> > > > >Nulldurchgang der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht.
> > >
> > > Wieso zufällig? Ein guter Lokführer schaltet immer im Nulldurchgang.
> >
> > Woran sieht der den denn?
>
> ...musz er nicht sehen. Gute Lokfuehrer werden beim Besteigen der
> Lok aufsynchronisiert und bleiben das bis zum Dienstende.

Deshalb stoeren sich Ossis so an den Westloks mit knallfaehigen
Schaltern. Bei der dezentralen Versorgung klappt das Synchronbleiben
nicht.

Michael Kauffmann

Michael Knobloch

unread,
Oct 9, 1998, 3:00:00 AM10/9/98
to
>> > > Wieso zufällig? Ein guter Lokführer schaltet immer im Nulldurchgang.
>> >
>> > Woran sieht der den denn?
>>
>> ...musz er nicht sehen. Gute Lokfuehrer werden beim Besteigen der
>> Lok aufsynchronisiert und bleiben das bis zum Dienstende.
>
>Deshalb stoeren sich Ossis so an den Westloks mit knallfaehigen
>Schaltern. Bei der dezentralen Versorgung klappt das Synchronbleiben
>nicht.

Oh, nimm uns das nicht übel, wir arbeiten bereits an dem Problem. Manchmal
hilft es schon die Maschinenraumtür zu öffnen um wieder den Takt zu finden.
Wenn nicht müssen wir halt doch nach Spannungsmesser fahren. Ich habe
(pssst) heimlich ein Messer mit, um die Phasen anzuschneiden.

Roland Höpner

unread,
Oct 9, 1998, 3:00:00 AM10/9/98
to
Udo Kappel schrieb zum Thema "Re: "Klopfen" beim Anfahren von E-Loks":

>Wie schon gesagt, entscheidend ist der Stromnulldurchgang, und der ist
>am Spannungsmesser nicht so leicht zu sehen. Obwohl, wenn man 90 Grad
>Phasenverschiebung naeherungsweise voraussetzte ...

Wenn man annähernd 90 Grad Phasenverschiebung hat, hat man leider auch
annähernd 0 kW Wirkleistung. :-)


Roland


g.brets...@tmb.in-berlin.de

unread,
Oct 10, 1998, 3:00:00 AM10/10/98
to
mic...@photo.verm.tu-muenchen.de (Michael Kauffmann) schreibt:

> > > > > >Funkenabriss an den Kontakten. Wenn man zufällig genau im
> > > > > >Nulldurchgang der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht.
> > > >

> > > > Wieso zufällig? Ein guter Lokführer schaltet immer im Nulldurchgang.
> > >
> > > Woran sieht der den denn?
> >
> > ...musz er nicht sehen. Gute Lokfuehrer werden beim Besteigen der
> > Lok aufsynchronisiert und bleiben das bis zum Dienstende.
>
> Deshalb stoeren sich Ossis so an den Westloks mit knallfaehigen
> Schaltern. Bei der dezentralen Versorgung klappt das Synchronbleiben
> nicht.

Pah! Brauchen gar nicht syncronisieren!

Also, DEIN Ohr hast Du warscheinlich noch nie an die Funkenkamine
des Feinschaltwerkes bei der 142/109 gehalten. Knallt wesentlich
melodischer (und vor allem wesentlich öfter!!!!) als bei allen DB-
Altbauten! Ätsch!!!! :-P

Da müßten alle WESSIS Neidisch werden!!!! ;-)))


Tschüß
GERD
--
Forth (F-PC) für Anfänger, VGA-Grafikprogrammierung: "Brettis Forth Ecke"
und auch Eisenbahn/Modellbahn in: BBS Chat Noir, 030/382 26 99
G.Brets...@TMB.in-berlin.de
Tel. 030-6734583

## CrossPoint v3.11 R ##

lam...@t-online.de

unread,
Oct 10, 1998, 3:00:00 AM10/10/98
to
Hallo,

habe am 9.10.98 2 Loks der BR 213 auf der Murgtalbahn gesehen!
Ist diese Lokbaureihe wieder in Karlsruhe beheimatet?
Wer weiß etwas darüber?

Andre Brandily

unread,
Oct 11, 1998, 3:00:00 AM10/11/98
to
Roland Höpner schrieb:

>
> Wenn man annähernd 90 Grad Phasenverschiebung hat, hat man leider auch
> annähernd 0 kW Wirkleistung. :-)
>

Macht nichts, die Elloks haben genug Reserven. Im Notfall wird der
zweite Stromabnehmer dazugenommen, dann stimmt die Phasenlage wieder.
Und mehr Gewicht fürs vordere Drehgestell gibt es auch noch.

mfg
Andre

Martin Kilb

unread,
Oct 14, 1998, 3:00:00 AM10/14/98
to
Dem ist so, nachdem ja in Thüringen mittlerweile alle Steilstrecken
stillgelegt sind und bisher nicht erfolgte Aktivitäten in Richtung auf
eine Wiederinbetriebnahme auf eine dauerhafte Stillegung hinweisen.

Gruss,

Martin

Martin H. Duffner

unread,
Oct 14, 1998, 3:00:00 AM10/14/98
to
Servus !

lam...@t-online.de schrieb:


> habe am 9.10.98 2 Loks der BR 213 auf der Murgtalbahn gesehen!
> Ist diese Lokbaureihe wieder in Karlsruhe beheimatet?

Ja.

> Wer weiß etwas darüber?

Wurde hier vor ein paar Wochen diskutiert. Dejanwes hilft weiter !


Grüße
MhD

--
* Martin H. Duffner (MhD) Fax (49) 7722 3605
* 78098 Nussbach (Schwarzwaldbahn)
*
* Die Schwarzwaldbahn-Page: http://members.xoom.com/Bahn
* << Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche
* Dummheit. Aber beim Universum bin ich nicht ganz sicher. >> (Einstein)

Christoph Steinfels

unread,
Oct 14, 1998, 3:00:00 AM10/14/98
to
lam...@t-online.de wrote:
>
> Hallo,

>
> habe am 9.10.98 2 Loks der BR 213 auf der Murgtalbahn gesehen!
> Ist diese Lokbaureihe wieder in Karlsruhe beheimatet?
> Wer weiß etwas darüber?

Was hat die denn da gemacht? Einen planmaessigen Zug Gezogen, oder wars
ne Schulungsfahrt? Nach meinen Infos sollen die 213er in Karlsruhe
eigentlich nur die 212er abloesen, aber nicht ins Murgtal kommen.
MfG, Christoph

Joerg Hertzer

unread,
Oct 21, 1998, 3:00:00 AM10/21/98
to
In article <361BA599...@online-club.de>,
Joachim Schmid <joachim...@online-club.de> wrote:
>Andre Brandily schrieb:
>>
>> Michael Knobloch schrieb:

>> >
>> > >Funkenabriss an den Kontakten. Wenn man zufällig genau im
>> > >Nulldurchgang
>> > >der Wechselspannung schaltet, knallt es nicht. Wenn man den

>>
>> Wieso zufällig? Ein guter Lokführer schaltet immer im Nulldurchgang.
>
>Wie soll er das denn machen? Bei fast 17 Hz Frequenz und ohne
>entsprechendes Anzeigegerät.

Kann es sein, dass Du einen Scherz nicht als solchen erkannt hast?

>Nein, ich halte die ganze Theorie von Nulldurchgang für falsch.

Jedenfalls im Grundlagenstudium der Elektrotechnik wird die Berechnung
von Schaltvorgaengen (unter offensichtlich vereinfachenden Annahmen) so
gelehrt, dass das Geschehen vom Schaltzeitpunkt im
Strom/Spannungsverlauf abhaengt. Allerdings interessiert hier weniger
der guenstigste als vielmehr der unguenstigste Zeitpunkt.

>Die
>Dauer des Schaltvorgangs eines Schaltwerks ist um ein Vielfaches länger
>als die wenigen Hundertstel Sekunden annähernden Nullstroms pro
>Periodendurchgang.

Soweit meine Erinnerung an fruehe Studiensemester, nun eigene
Ueberlegung:

Kritisch ist beim Abschalten der Zeitabschnitt von
- Verringerung des Kontaktdruckes -
bis
- Beruehrungsfreiheit der Kontaktabschnitte -.

Dieser duerfte weit kuerzer sein als der Schaltvorgang insgesamt, zumal
Schalter fuer jede nennswerte Leistung so aufgebaut sind, dass die
Kontakttrennung moeglichst rasch geschieht.

Im allgemeinen ist auch noch der Zeitabschnitt des Lichtbogens zu
betrachten, aber gerade bei Abschalten im Nulldurchgang des Stromes
entfaellt dieser zumindest naeherungsweise.

Joerg

--
Dr.-Ing. Joerg Hertzer Phone: ++49-711-685-5734
Computer Center University Stuttgart Fax: ++49-711-682357
Allmandring 30 A E-Mail: Her...@rus.uni-stuttgart.de
70550 Stuttgart, Germany

Michael Kreienberg

unread,
Oct 24, 1998, 3:00:00 AM10/24/98
to
Hallo,

Joerg Hertzer schrieb in Nachricht <70ksae$5bu$1...@news.BelWue.DE>u.a.:

>Jedenfalls im Grundlagenstudium der Elektrotechnik wird die
Berechnung
>von Schaltvorgaengen (unter offensichtlich vereinfachenden Annahmen)
so
>gelehrt, dass das Geschehen vom Schaltzeitpunkt im
>Strom/Spannungsverlauf abhaengt. Allerdings interessiert hier weniger
>der guenstigste als vielmehr der unguenstigste Zeitpunkt.


Ja, weil der Schalter auch worst-case sicher beherrschen muß und nicht
nach jedem ungünstigsten Schalten revisionsbedürftig sein darf.

>Kritisch ist beim Abschalten der Zeitabschnitt von
>- Verringerung des Kontaktdruckes -
>bis
>- Beruehrungsfreiheit der Kontaktabschnitte -.
>
>Dieser duerfte weit kuerzer sein als der Schaltvorgang insgesamt,
zumal
>Schalter fuer jede nennswerte Leistung so aufgebaut sind, dass die
>Kontakttrennung moeglichst rasch geschieht.


Stimmt, folgendes möchte ich noch anmerken:

Schalter für große Leistungen, insbesondere Hochspannungsschalter
verursachen beim Schalten immer erhebliche Schaltgeräusche, da relativ
große Massen schnell bewegt und abgebremst werden müssen. Je nach
Antriebsart und Lichtbogenbeblasung kommen evtl. noch
Druckluftgeräusche hinzu. Diese Geräuschentwicklung hat schon so
manchen Messebesucher am Siemens-Stand mit großen
Niederspannungsschaltern etwas blaß aussehen lassen.

Daß HS-Schalter stromlos erheblich andere Geräusche entwickeln als
unter Lastabschaltung habe ich im Normalbetrieb noch nicht
festgestellt (außer natürlich bei synthetischer Schalterprüfung u.ä.).
Dieser Fall der abweichenden Geräusche tritt in der Karriere eines
Schalters eigentlich nur einmal auf, nämlich wenn der Abschaltvorgang
mißlingt, eine Lichtbogenrückzündung erfolgt und sich der Schalter
zwangsläufig zerlegt, bzw. ausbrennt. Rechtzeitige Schalterrevisionen
sollten diesen Betriebszustand aber verhindern.

Gruß
Michael Kreienberg
kre...@gmx.de

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