beim Herumstobern in der Gleisplansammlung ist mir aufgefallen, dass
es im Bf Schneidlingen eine abzweigende Anschlussbahn gibt, die laut
meiner Strassenkarte bis in die Naehe von Cochstedt fuehrt und mitten
in der Wildnis (militaerisches Objekt?) endet.
In Egeln zweigt eine Bahn in Richtung Norden ab, die bis Westeregeln
fuehren soll. Ging es dort mal weiter?
In Etgersleben zweigt ebenfalls eine Bahn ab und ich meine, dass das
die ehemalige Strecke nach Foerderstedt sein muesste.
Welchen Zweck hatten diese Bahnen? Gab es dort irgendwelche Betriebe,
die einen Bahnanschluss hatten?
Armin
--
Armin Muehl
http://www.muehlenroda.de (Muehl privat)
http://home.t-online.de/home/muehl.armin/mfm.htm
(Muensterlaendisches Feldbahnmuseum e.V.)
> es im Bf Schneidlingen eine abzweigende Anschlussbahn gibt, die laut
> meiner Strassenkarte bis in die Naehe von Cochstedt fuehrt und mitten
> in der Wildnis (militaerisches Objekt?) endet.
Dahinter verbergen sich DB AG-seitig die Strecke 6859 Hakelforst -
Schneidlingen und mit Tarnkappe die 6908 Gröningen - Nienhagen. Oder
geschichtsbewusster die am 1.4.1897 eröffnete und unter Nr. 65 der
Anordnung vom 9. März 1949 der DR-Nutznießung unterstellte Aschers-
leben-Schneidlingen-Nienhagener Eisenbahn. Konzessionierung wohl als
Kleinbahn. Ursprünglich überwiegend Kohlebahn aus dem Feld Königsaue,
was sich in DDR-Zeit durch den Anschluss an das Feld Nachterstedt
erübrigte.
Es herrschte im niedersächsischen Gemeinschaftskunde-Unterricht ein
gewisses Rätselraten darüber, ob das Wiederauftauchen des unter
Friedrich I. trocken gelegten Ascherslebener Sees oder ein Verunmög-
lichen des unerwünschten Ausflugsverkehrs in den Hakelforst Ursache
der Stilllegung südlich Hakelforst Anfang der sechziger Jahre war.
Über Gründe und Zeitpunkt der Stilllegung Schneidlingen (Nord) -
Gröningen ist mir nichts bekannt. Wenn ich nichts durcheinander
bringe, fand in Gröningen lange Zeit Veredelung von Hackfrüchten
statt.
> In Egeln zweigt eine Bahn in Richtung Norden ab, die bis Westeregeln
> fuehren soll. Ging es dort mal weiter?
M.W. nein. Es existiert keine DB-Streckennummer mit Beginn oder Ende
in Egeln; d.h. das Objekt hat nach Einbeziehung der DR in die DB-
Nummerierung weder den Status "eigenständige Eisenbahn des öffent-
lichen Verkehrs" noch "Streckenrangierbezirk" noch "Bahnhofshaupt-
gleis für von der Regelfahrtrichtung abweichende Zugläufe".
> In Etgersleben zweigt ebenfalls eine Bahn ab und ich meine, dass das
> die ehemalige Strecke nach Foerderstedt sein muesste.
Ja, DB-Strecke 6907. Staatsbahnursprung, aber IIRC jünger als die 6860
Staßfurt - Blumenberg.
mfg Matthias Dörfler
> Am Fri, 16 Feb 2001 21:42:50 GMT schrieb Armin Muehl:
> > es im Bf Schneidlingen eine abzweigende Anschlussbahn gibt, die laut
> > meiner Strassenkarte bis in die Naehe von Cochstedt fuehrt und mitten
> > in der Wildnis (militaerisches Objekt?) endet.
Vom Bf Hakelforst gab es ein Anschlussgleis zum ehemaligen Fliegerhorst
der sowjetischen Streitkraefte, jetzt Harz-Boerde-Flughafen.
> Über Gründe und Zeitpunkt der Stilllegung Schneidlingen (Nord) -
> Gröningen ist mir nichts bekannt.
Die Strecke wurde im Mai 1966 stillgelegt, die zu befoerdernden Gueter
und Personen fehlten.
> Wenn ich nichts durcheinander bringe, fand in Gröningen lange Zeit
> Veredelung von Hackfrüchten statt.
Die Anschlussgleise Hakelforst und Zuckerfabrik Groeningen sollen
1994 stillgelegt worden sein.
Alles nachzulesen im "Archiv dt. Klein- und Privatbahnen" Teil Sachsen-
Anhalt.
Armin, falls Interesse besteht, im Briefumschlag ist noch Platz ;-)
mfg bb
[Bf Schneidlingen}
>Dahinter verbergen sich DB AG-seitig die Strecke 6859 Hakelforst -
>Schneidlingen und mit Tarnkappe die 6908 Gröningen - Nienhagen. Oder
>geschichtsbewusster die am 1.4.1897 eröffnete und unter Nr. 65 der
>Anordnung vom 9. März 1949 der DR-Nutznießung unterstellte Aschers-
>leben-Schneidlingen-Nienhagener Eisenbahn. Konzessionierung wohl als
>Kleinbahn. Ursprünglich überwiegend Kohlebahn aus dem Feld Königsaue,
>was sich in DDR-Zeit durch den Anschluss an das Feld Nachterstedt
>erübrigte.
Hat die Anschlussbahn des Tagebau Nachterstedt eigentlich was mit der
Trasse der ehemaligen Kleinbahn gemeinsam?
>Es herrschte im niedersächsischen Gemeinschaftskunde-Unterricht ein
>gewisses Rätselraten darüber, ob das Wiederauftauchen des unter
>Friedrich I. trocken gelegten Ascherslebener Sees
Wo soll da ein See sein? Meine Karte hat zwar einen Eintrag
"Seelaendereien", aber keinen See...
>Über Gründe und Zeitpunkt der Stilllegung Schneidlingen (Nord) -
>Gröningen ist mir nichts bekannt.
Wo lag denn nun genau Schneidlingen Nord?
Die beiden Gleisplaene von Schneidlingen haben einen ehemaligen
Privatbahnteil. Ist das Schneidlingen Nord?
>Wenn ich nichts durcheinander
>bringe, fand in Gröningen lange Zeit Veredelung von Hackfrüchten
>statt.
Zufa :-)
[Egeln - Westeregeln]
>M.W. nein. Es existiert keine DB-Streckennummer mit Beginn oder Ende
>in Egeln; d.h. das Objekt hat nach Einbeziehung der DR in die DB-
>Nummerierung weder den Status "eigenständige Eisenbahn des öffent-
>lichen Verkehrs" noch "Streckenrangierbezirk" noch "Bahnhofshaupt-
>gleis für von der Regelfahrtrichtung abweichende Zugläufe".
Was ist es dann?
Der Fdl redete seinerzeit von einer Anschlussbahn zu einem VEB, aber
wusste auch nichts genaues. Der groesseren Gleisanlage in Egeln nach
zu urteilen, muss dort was wichtiges gewesen sein.
>> In Etgersleben zweigt ebenfalls eine Bahn ab und ich meine, dass das
>> die ehemalige Strecke nach Foerderstedt sein muesste.
>
>Ja, DB-Strecke 6907. Staatsbahnursprung, aber IIRC jünger als die 6860
>Staßfurt - Blumenberg.
Wie weit ist die 6907 noch existent?
Kurz nach der Wende habe ich Gleisreste in Unseburg gesehen.
Gibt's eigentlich brauchbare Literatur zu den Strecken in der Gegend,
die auch auf die Nebenbahnen eingeht?
> Hat die Anschlussbahn des Tagebau Nachterstedt eigentlich was mit der
> Trasse der ehemaligen Kleinbahn gemeinsam?
Nö; die Kleinbahn begann ja in Aschersleben Nord; ursprünglich ohne
Verbindung mit der Staatsbahn und lief dann fast schnurgeradeaus
> >Es herrschte im niedersächsischen Gemeinschaftskunde-Unterricht ein
> >gewisses Rätselraten darüber, ob das Wiederauftauchen des unter
> >Friedrich I. trocken gelegten Ascherslebener Sees
>
> Wo soll da ein See sein? Meine Karte hat zwar einen Eintrag
> "Seelaendereien", aber keinen See...
... mitten durch das Gebiet, wo plötzlich wieder Wasser war. Mangels
topogr. Karte von Kreis ASL-STF kann ich das nicht beschreiben.
Irgendwelche Organe haben auch dafür gesorgt, dass der See wieder
verschwand; nur dürfte dem Unterbau der Kleinbahn die Flutung alles
andere als gut getan haben.
> Wo lag denn nun genau Schneidlingen Nord?
> Die beiden Gleisplaene von Schneidlingen haben einen ehemaligen
> Privatbahnteil. Ist das Schneidlingen Nord?
Linke Hand vom Hausbahnsteig und hinter dem EG, von Staßfurt her
betrachtet.
[Egeln - Westeregeln]
> Was ist es dann?
> Der Fdl redete seinerzeit von einer Anschlussbahn zu einem VEB,
Nichts anderes kann es (gewesen) sein.
mfg Matthias Dörfler
Das Gleis führt parallel der mittlerweile stillgelegten Blumenberger Strecke
bis kurz vor die Brücke über einen Bode-Arm (?) und schwenkt dann zum Ort
Westeregeln (nicht zu verwechseln mit dem Hp Westeregeln auf der anderen
Seite des Flussarms) ab. Bei meinem Aufenthalt dort 1999 soll lt Fdl
vormittags eine Werklok von Westeregeln gekommen sein, um Wagen mit der
DB-Übergabe auszutauschen. Keine Ahnung, ob das heute auch noch aktuell ist.
Näheres zur eingesetzten Werklok kann ich ebenfalls nicht sagen. Das Gleis
sah schon damals ziemlich holprig aus.
Gruß, Jan
>Das Gleis führt parallel der mittlerweile stillgelegten Blumenberger Strecke
>bis kurz vor die Brücke über einen Bode-Arm (?) und schwenkt dann zum Ort
>Westeregeln (nicht zu verwechseln mit dem Hp Westeregeln auf der anderen
>Seite des Flussarms) ab. Bei meinem Aufenthalt dort 1999 soll lt Fdl
>vormittags eine Werklok von Westeregeln gekommen sein, um Wagen mit der
>DB-Übergabe auszutauschen.
1999 war ich ebenfalls in der Gegend. Da war nicht davon die Rede,
dass dort noch was faehrt. Ausserdem waren reichlich Kesselwagen in
den Gleisen der Anschlussbahn abgestellt.
Auf dem Gleisplan von Egeln ist auch noch eine suedlich abzweigende
Strecke nach Tartun eingezeichnet, die aber 1981 schon nicht mehr
angebunden ist.
Was hat's damit auf sich?
>Die Anschlussgleise Hakelforst und Zuckerfabrik Groeningen sollen
>1994 stillgelegt worden sein.
Liegt die Strecke dort noch?
>Alles nachzulesen im "Archiv dt. Klein- und Privatbahnen" Teil Sachsen-
>Anhalt.
>Armin, falls Interesse besteht, im Briefumschlag ist noch Platz ;-)
Ist in dem Buch eine halbwegs vollstaendige Streckenkarte aus der
Region drin?
>> Hat die Anschlussbahn des Tagebau Nachterstedt eigentlich was mit der
>> Trasse der ehemaligen Kleinbahn gemeinsam?
>
>Nö; die Kleinbahn begann ja in Aschersleben Nord; ursprünglich ohne
>Verbindung mit der Staatsbahn und lief dann fast schnurgeradeaus
Richtung Wilsleben?
Auf der einen Karte sieht das so aus, als ob die Braunkohlebahn einen
Teil der ehemaligen Kleinbahn benutzt, aber Strassenkarten stellen
Bahnen nicht unbedingt richtig dar :-(
[Ascherslebener See]
>Irgendwelche Organe haben auch dafür gesorgt, dass der See wieder
>verschwand; nur dürfte dem Unterbau der Kleinbahn die Flutung alles
>andere als gut getan haben.
Wann ist das denn passiert?
>> Wo lag denn nun genau Schneidlingen Nord?
>> Die beiden Gleisplaene von Schneidlingen haben einen ehemaligen
>> Privatbahnteil. Ist das Schneidlingen Nord?
>
>Linke Hand vom Hausbahnsteig und hinter dem EG, von Staßfurt her
>betrachtet.
Danke, das ist die nicht naeher bezeichnete Gleisanlage.
Gruß
Holger
"Armin Muehl" <armin...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3a9000e4...@news.btx.dtag.de...
> Das Gleis nach Hakelforst liegt auf alle Fälle noch.
>
> Gruß
> Holger
>
Es liegt noch ist aber seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr befahrbar.
Auch von Nienhagen in Richtung Gröningen liegt noch ein Stück. Es endet nun
seit einiger Zeit kurz vor Kloster Gröningen an einer Kiesgrube o.ä. Der bis
in die 90er bestehende Abschnitt über die B 81 ist inzwischen bis auf einige
Gleisreste zurückgebaut.
Gruß
Eisenbahn-Club Schönebeck (Elbe) e.V.
Jürgen Krebs
Mail: ec...@gmx.de
Internet: www.ecs.de.cx
nein.
>
> >Es herrschte im niedersächsischen Gemeinschaftskunde-Unterricht ein
> >gewisses Rätselraten darüber, ob das Wiederauftauchen des unter
> >Friedrich I. trocken gelegten Ascherslebener Sees
>
> Wo soll da ein See sein? Meine Karte hat zwar einen Eintrag
> "Seelaendereien", aber keinen See...
Es handelt sich dabei um die Gegend um den "Wilsleber See". Zwischen der
ASN-Trasse und der Straße Aschersleben - Wilsleben.
> Wo lag denn nun genau Schneidlingen Nord?
> Die beiden Gleisplaene von Schneidlingen haben einen ehemaligen
> Privatbahnteil. Ist das Schneidlingen Nord?
ASN-Teil des Bfs Schneidlingen.
>
> [Egeln - Westeregeln]
Anschlussbahn zu den Deutschen Solvey-Werken Westeregeln (bis ca. 1970
Aktiengesellschaft i.V.) - zu Ost-Zeiten ab 1970 VEB orbitaplast -
Es war immer Anschlussbahn.
Die Gleisanlagen des Bf Egeln (früher 14 Gleise) sind aber auf die 3 großen
Anschlüsse zurückzuführen.
- Grube Archibald bis Bahnhof Caesar - Länge fast 10 km in südwestliche
Richtung
- DSW Westeregeln mit ca. 25 Gleisen im Werk
- Anschluss Tarthun - vor 1945 - Hier gab es wohl unterirdische Anlagen der
WiFo.
Alle Anschlussgleise besaßen übrigens am Bf Egeln einst Einfahrsignale.
> >> In Etgersleben zweigt ebenfalls eine Bahn ab und ich meine, dass das
> >> die ehemalige Strecke nach Foerderstedt sein muesste.
> >Ja, DB-Strecke 6907. Staatsbahnursprung, aber IIRC jünger als die 6860
> >Staßfurt - Blumenberg.
> Wie weit ist die 6907 noch existent?
> Kurz nach der Wende habe ich Gleisreste in Unseburg gesehen.
Es gab von beiden Seiten her noch "Streckenrangierbezirke"
Etgersleben - Egeln Nord. Hier wurde der VEB OEGMA Egeln bedient. Das Gleis
endetete hinter dem Betrieb in der Nähe der Schachtteiche Wolmirsleben.
Vor der Straße Egeln Nord - Wolmirsleben war links immer der Prellbock auf
dem Acker zu sehen.
Förderstedt - Marbe
Das Gleis endete bis vor kurzem in der Nähe des ehemaligen Blocks Marbe in
der früheren Anschlussbahn der Grube Marbe (kurz vor Unseburg).
Dort befand sich eine Schuttstelle der DR.
>
> Gibt's eigentlich brauchbare Literatur zu den Strecken in der Gegend,
> die auch auf die Nebenbahnen eingeht?
>
Noch nicht. Es gibt Überlegungen den ganzen Knoten Aschersleben - Güsten -
Staßfurt einmal zu betrachten. Ich z.Zt. beim Sammeln von Material. Wer
helfen kann bitte Info an mich.
Die Kleinbahn hatte eine Verbindung zur Staatsbahn immer über Gleis von ASL
Nord zum Gbf ASL. Gleis liegt noch.
Der Personenverkehr begann aber nicht im ASL Nord sondern in ASL Hecklinger
Straße. Der Endpunkt lag unmittelbar an der Hecklinger Straße neben den
DR-Gleisen.
--
> On Sat, 17 Feb 2001 12:12:40 +0100, "Bernd Biele" <bbi...@gmx.de>
> wrote:
>
> >Die Anschlussgleise Hakelforst und Zuckerfabrik Groeningen sollen
> >1994 stillgelegt worden sein.
>
> Liegt die Strecke dort noch?
Nienhagen-Groeningen ist auf der amtlichen topographischen Karte von
SA noch eingezeichnet. Schneidlingen-Hakelforst bin ich im im letzten
Jahr mit dem Auto abgefahren. Das Gleis liegt noch bis kurz hinter
dem ehemaligen Bf. Hakelforst, das Anschlussgleis zum Flugplatz ist
auf der top.Karte auch noch eingezeichnet. Die Strecke liegt teilweise
auf hohen Daemmen. Sogar in Schadeleben, wo kein Gleis mehr liegt, ist
die Dammschuettung (incl.Durchlaesse) noch erhalten. In Aschersleben
gibt es noch den Kleinbahnhof, liegt gegenueber vom Bw und faellt mehr
und mehr dem Vandalismus zum Opfer :-(
> >Alles nachzulesen im "Archiv dt. Klein- und Privatbahnen" Teil
> >Sachsen-Anhalt.
> Ist in dem Buch eine halbwegs vollstaendige Streckenkarte aus der
> Region drin?
Eigentlich nicht. Die einzelne Strecken haben jeweils eine Skizze, die
den Streckenverlauf und die Lage der Bahnhoefe darstellt.
mfg bb
Übrigens ist die Kohlebahn vom Tagebau zum Bhf Nachterstedt abgebaut.
Die (Gleichstrom?)-Oberleitung wurde auch im Bahnhof entfernt.
Das einzige Relikt ist eine als Denkmal aufgestellte Grubenlok aus
dem VEB LEW Hennigsdorf. Diese steht an der Verbindungsstrasse
von Nachterstedt nach Frose. Man hat von dort auch einen schönen
Blick auf den ehem. Tagebau, der sich so langsam mit Wasser füllt.
Dieser zukünftige See heisst Concordia-See (evt. hies der Tagebau
auch so)
Gruß
Holger
>> Wo soll da ein See sein? Meine Karte hat zwar einen Eintrag
>> "Seelaendereien", aber keinen See...
>
>Es handelt sich dabei um die Gegend um den "Wilsleber See". Zwischen der
>ASN-Trasse und der Straße Aschersleben - Wilsleben.
Aha, fuendig geworden im Stadtplan ASL :-)
>> [Egeln - Westeregeln]
>
>Anschlussbahn zu den Deutschen Solvey-Werken Westeregeln (bis ca. 1970
>Aktiengesellschaft i.V.) - zu Ost-Zeiten ab 1970 VEB orbitaplast -
>Es war immer Anschlussbahn.
Was produzierte Orbitaplast?
>Die Gleisanlagen des Bf Egeln (früher 14 Gleise) sind aber auf die 3 großen
>Anschlüsse zurückzuführen.
Mir liegt ein Plan vor, der bereits EZMG-Signale drin hat. Allerdings
ist der offensichtlich in Sachen Anschliesser etwas zweideutig.
>- Grube Archibald bis Bahnhof Caesar - Länge fast 10 km in südwestliche
>Richtung
Die Grube ist als Gleisgruppe mit den Weichen G1...3 eingetragen, aber
wo soll das Gleis denn abgezweigt haben?
Auf Karten ist weder dieser Bahnhof, noch ein Hinweis auf ein
stillgelegtes Bergwerk zu finden.
>- DSW Westeregeln mit ca. 25 Gleisen im Werk
Steht da noch was?
>- Anschluss Tarthun - vor 1945 - Hier gab es wohl unterirdische Anlagen der
>WiFo.
Ist noch was zu sehen und liegt das Gleis noch?
>Etgersleben - Egeln Nord. Hier wurde der VEB OEGMA Egeln bedient.
Was war das fuer ein VEB?
>Das Gleis
>endetete hinter dem Betrieb in der Nähe der Schachtteiche Wolmirsleben.
>Vor der Straße Egeln Nord - Wolmirsleben war links immer der Prellbock auf
>dem Acker zu sehen.
So weit stimmt die Strassenkarte...
>Förderstedt - Marbe
>Das Gleis endete bis vor kurzem in der Nähe des ehemaligen Blocks Marbe in
>der früheren Anschlussbahn der Grube Marbe (kurz vor Unseburg).
>Dort befand sich eine Schuttstelle der DR.
Da stimmt die Karte wenigstens teilweise. Naja, das wird dann ja
demnaechst erkundet :-)
>Übrigens ist die Kohlebahn vom Tagebau zum Bhf Nachterstedt abgebaut.
>Die (Gleichstrom?)-Oberleitung wurde auch im Bahnhof entfernt.
>Das einzige Relikt ist eine als Denkmal aufgestellte Grubenlok aus
>dem VEB LEW Hennigsdorf. Diese steht an der Verbindungsstrasse
>von Nachterstedt nach Frose.
Ist das die Strasse, die in noerdlicher Richtung entlang der
ehemaligen Bahn verlaeuft und dann durch einen Wald fuehrt?
"Armin Muehl" <armin...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3a913964...@news.btx.dtag.de...
> > die Kleinbahn begann ja in Aschersleben Nord; ursprünglich ohne
> > Verbindung mit der Staatsbahn und lief dann fast schnurgeradeaus
> Die Kleinbahn hatte eine Verbindung zur Staatsbahn immer über Gleis von ASL
> Nord zum Gbf ASL. Gleis liegt noch.
>
> Der Personenverkehr begann aber nicht im ASL Nord sondern in ASL Hecklinger
> Straße. Der Endpunkt lag unmittelbar an der Hecklinger Straße neben den
> DR-Gleisen.
Nun bringst du mich dazu, den Schochardt herauszukramen und nicht nur
Aufgeschnapptes aus Aschersleben wiederzugeben.
Sch. schreibt auf S. 6 u.a., dass schon bei Errichtung der Zechenbahn
(20.9.1892; ursprgl. in 750 mm Schmalspur geplant gewesen) die Stadt
nur den Bau bis zur Brikettfabrik am Nordwestrand zugelassen hatte.
Nachdem die Stadt auf Grund der Kleinbahnkonzession den Grund und
Boden für die Errichtung eines Personenbahnhofs stellen musste, gab
sie nur das rund 3 km vom Staatsbahnhof entfernte Gelände des Nord-
bahnhofs frei. Gleichzeitig verweigerte die KPEV den Anschluss. Des-
wegen begann die Stationierung der ASN mit Betriebseröffnung zum
1.4.1897 bei km 0,0 in Aschersleben Nord.
Erst im Jahre 1909 konnte die ASN ihre Strecke über den Anfangsbahn-
hof hinaus zur Hecklinger Straße rückverlängern, wobei es sich nach
Sch. um einen Haltepunkt ohne Umsetzmöglichkeit handelte.
Im selben Jahr erfolgte auch der Bau der oben von dir erwähnten
Verbindungsbahn von Nord zum neuen Rangierbahnhof.
mfg Matthias Dörfler
[Ascherslebener See]
> Es handelt sich dabei um die Gegend um den "Wilsleber See". Zwischen der
> ASN-Trasse und der Straße Aschersleben - Wilsleben.
>>> Irgendwelche Organe haben auch dafür gesorgt, dass der See wieder
>>> verschwand; nur dürfte dem Unterbau der Kleinbahn die Flutung alles
>>> andere als gut getan haben.
>> Wann ist das denn passiert?
Nach dem Text [in s.u., S. 10]: Übertägig bildete sich schon um 1920
wieder ein Flachgewässer, aber in 300 m Entfernung von der Gleislage
der Aschersleben-Schadeleber Nuckelpinne. Im Frühjahr 1957 setzte
dann ein plötzlicher Anstieg des Wasserspiegels an, so dass am
Bahndamm ein Dauerstau von 1,5 m Wasserhöhe herrschte. In der Folge
gab's eine La = 5 km/h über einen Kilometer.
Nach der Skizze [in s.u., S. 3] war die Flutung jedoch beidseits des
Trassees.
Im Herbst 1958 hatten die Pumpen ihr Werk erfolgreich verrichtet, sagt
der Text -> also vielleicht Fehler im Gemeinschaftskundeunterricht.
[Erklärungen zu Egeln - Westeregeln und Etgersleben - Förderstedt mit
Dank gelöscht]
> > Gibt's eigentlich brauchbare Literatur zu den Strecken in der Gegend,
> > die auch auf die Nebenbahnen eingeht?
Was ist "brauchbar"?
> Noch nicht. Es gibt Überlegungen den ganzen Knoten Aschersleben - Güsten -
> Staßfurt einmal zu betrachten. Ich z.Zt. beim Sammeln von Material. Wer
> helfen kann bitte Info an mich.
Zur ASN hat Schochardt, Alfred in seiner im Werner Böttcher-Verlag,
Düsseldorf herausgegebenen Serie "Der Harz und seine Eisenbahnen" in
Folge 5 ("Stillgelegte Eisenbahnen des Ostharzes") 1970 immerhin acht
DIN A 5-Seiten geschrieben; die acht Abbildungen in diesem Heft
stammen auch von der ASN.
mfg Matthias Dörfler
> - Anschluss Tarthun - vor 1945 - Hier gab es wohl unterirdische Anlagen der
> WiFo.
Darüber wurde im niedersächsischen Gemeinschaftskundeunterricht der
späten sechziger Jahre *natürlich* nichts verlautet; obwohl mir als
gebürtigem Langelsheimer "die frühere Wifo" immer noch leichter über
die Lippen geht als "Exner Recycling".
mfg Matthias Dörfler
das ist richtig. In der Zeit um den ersten Weltkrieg wurde dort die Grube
Concordia eingerichtet. Damals wurde übrigens auch die Strecke von Frose
nach Gatersleben verlegt und der Bf Nachterstedt-Hoym neu angelgt.