Die Eindruecke eines 11-Jaehrigen koennen natuerlich falsch sein. Daher
frage ich:
*) Wie wird die Antriebsleistung auf die Raeder uebertragen?
*) Wie funktioniert das bei "Steuerwagen voraus" (interessant, wenn
meine Eindruecke stimmen sollten)?
*) Gibt es einzelne Typen, die fuer Mehrfachtraktion geeignet sind? Bei
der GKB sind ja manchmal/oefter Garnituren gemeinsam von Graz nach
Lieboch gefahren und von dort dann eine nach Koeflach und die andere
nach Wies-Eibiswald.
*) Welche Fahrzeug-Zusammenstellungen gab es bzw. sind technisch
moeglich?
--
Liebe Gruesse
Cle *ich hab die Dinger eigentlich ganz gern* mens
Genauer wohl wie das "Automatikgetriebe" dort, obwohl es in Schienenbus
von Hand ausgeloest wird.
> Ich bilde mir naemlich ein,
> dass der Tfz-Fuehrer da mit einem Hebel (aehnlich einem Uhrzeiger)
> Gaenge geschaltet hat.
> *) Wie wird die Antriebsleistung auf die Raeder uebertragen?
Beim DB-795/796/798: Mechanisches Wechselgetriebe mit 6 Gaengen
Nach meiner einzigen Beobachtung (Brilon-Wald - Willingen) gibt es 2
wesentliche Bedienungsorgane: Den "Gashebel" links in ueblicher
Ausrichtung, den "Schalthebel" mit einer Achse senkrecht zur
Fuehrerpultoberflaeche. Er hat zwischen jedem Gangpaar eine
Leerlaufstellung.
Vor dem Getriebe befindet sich laut mancher populaerer Literatur
anscheinend eine "hydraulische Kupplung". Ist das eine
Stroemungskupplung? Ist sie leerbar?
Oder eine hydrostatisch betaetigte Scheibenkupplung?
> *) Wie funktioniert das bei "Steuerwagen voraus" (interessant, wenn
> meine Eindruecke stimmen sollten)?
Das Getriebe wird elektrisch geschaltet, also kein Problem.
Interessanter waere, wie die Stellung des Gashebels uebertragen wird.
> *) Gibt es einzelne Typen, die fuer Mehrfachtraktion geeignet sind?
Bei DB alle.
> *) Welche Fahrzeug-Zusammenstellungen gab es bzw. sind technisch
> moeglich?
M.W. 2 Motorwagen im Zug, beim 795 bis zu 2 (kurze) Beiwagen,
beim 798 4 Bei-/Steuerwagen.
Michael Kauffmann
Michael Kauffmann schrieb:
>
> Vor dem Getriebe befindet sich laut mancher populaerer Literatur
> anscheinend eine "hydraulische Kupplung". Ist das eine
> Stroemungskupplung? Ist sie leerbar?
si! Das ist eine hydrodynamische Anfahrkupplung, die nur im 1. Gang wirkt.
Leerbar oder nicht weiss ich nicht. koennte egal sein, denn ich denke, dass
zur verbesserung des Wirkungsgrades die Stroemungskupplung waehrend der
Fahrt ueberbruekckt wird(wurde).
:> *) Welche Fahrzeug-Zusammenstellungen gab es bzw. sind technisch
:> moeglich?
: M.W. 2 Motorwagen im Zug, beim 795 bis zu 2 (kurze) Beiwagen,
: beim 798 4 Bei-/Steuerwagen.
Es gab auch laengere Zuege mit 3 Motorwagen, zumindest beim 798/796. Ich
erinnere z.B. mich an eine Sonderfahrt aus 9 Wagen (VT-VB-VS)*3,
planmaessig gab es einige Jahre lang 7 Wagen (VT-VB-VS)*2 + VT. In den
letzten Jahren wurden wegen Mangel an Bei- und Steuerwagen - und zugunsten
einer hoeheren Beschleunigung - oefters Planleistungen mit einem
Schienenbus-Powerpack aus 3 Triebwagen ohne Bei- oder Steuerwagen
gefahren.
Gruss aus Tuebingen,
David
Bei der DB so ziemlich alle.
VT; VT-VB; VT-VB-VS, VT-VT, VT-VB-VT,....
auch VT-V...- Bm (oder Post, alle möglichen Güterwagen)
oder auch 212+ 3* VT-VB-VS
Der Ürdinger war das Mädchen für Alles!
:-))Armin
Bäh, sowas hab ich noch nie gesehen, sieht ja grauselig aus...
Nicht alle Ue´s kann man in moderner MIME-From als Ü schreiben. ;-)
Viele Grüße
Jan Borchers
> Beim DB-795/796/798: Mechanisches Wechselgetriebe mit 6 Gaengen
> Vor dem Getriebe befindet sich laut mancher populaerer Literatur
> anscheinend eine "hydraulische Kupplung".
Der dänische IC, der Flexliner, fährt doch ganz modern in sehr ähnlicher
Weise, oder?
hajo
--
I'm no address falsificator.
My mail address is the right one, and h...@zierke.com will bounce.
>> *) Welche Fahrzeug-Zusammenstellungen gab es bzw. sind technisch
>> moeglich?
> M.W. 2 Motorwagen im Zug, beim 795 bis zu 2 (kurze) Beiwagen,
> beim 798 4 Bei-/Steuerwagen.
Bei VT98 habe ich Ende der 60er Jahre schon Neunfach- Kombinatonen gesehen.
(Bw Dieringhausen)
Bei VT95 geht maximal Vt+Vb+Vb+Vt, wobei der 2. Vt auch von einem Tf.
besetzt sein muss. Verstaendigung ueber Klingelanlage.
MfG Ulrich
Ulrich Kaehn schrieb:
>
> Bei VT98 habe ich Ende der 60er Jahre schon Neunfach- Kombinatonen gesehen.
> (Bw Dieringhausen)
> Bei VT95 geht maximal Vt+Vb+Vb+Vt, wobei der 2. Vt auch von einem Tf.
> besetzt sein muss. Verstaendigung ueber Klingelanlage.
>
> MfG Ulrich
Gibts in Deutschland denn noch fahrende Schienenbus-Exemplare? *NEID* In
Österreich hab ich die letzte Fahrt vor einigen Jahren verpasst (in Wels
glaub ich...) :-(
Gibt es irgendwo in Ö noch Museumsstrecken oder Privatbahnen auf denen
solche netten Dinger verkehren?
Danke, Christian
>Gibt es irgendwo in Ö noch Museumsstrecken oder Privatbahnen auf denen
>solche netten Dinger verkehren?
Das Historama in Ferlach hat welche und setzt sie ab und an fuer
Sonderfahrten ein, ebenso die GKE (ex GKB).
Gruesse
Guenter
>> Der Ürdinger war das Mädchen für Alles!
> Bäh, sowas hab ich noch nie gesehen, sieht ja grauselig aus...
> Nicht alle Ue´s kann man in moderner MIME-From als Ü schreiben. ;-)
Die DUEWAG hat sich früher auch DÜWAG genannt
(Düsseldorf-Ürdinger Waggonbau-A??-Gesellschaft?)
--
tobias benjamin köhler * * * * ,-/o"O`--.._ * _/(_ *
* * * * * * _,-o'.|o 0 'O o O`o--'. e\
dresden, europe * (`o-..___..--''o:,-' )o /._" O "o 0 o : ._>
* * ``--o___o..o.'' * :'.O\_ ```--.\o .' `--
un...@tigerden.com * * * `-`.,) * \`.o`._ *
furry peace! http://www.fur.com/peace/ * fL `-`-.,)
Dazu bedurfte es aber nicht allzuviel Phantastie, oder?
M.
Christian Karl Schwoediauer wrote:
> Gibts in Deutschland denn noch fahrende Schienenbus-Exemplare? *NEID* In
> Österreich hab ich die letzte Fahrt vor einigen Jahren verpasst (in Wels
> glaub ich...) :-(
>
> Gibt es irgendwo in Ö noch Museumsstrecken oder Privatbahnen auf denen
> solche netten Dinger verkehren?
>
> Danke, Christian
Die Eisenbahnfreunde Hönnetalbahn / Menden e.V.in D betreiben mindestens 1
einsatzfähige Garnitur.
MfG
Dirk Hellmann
s/??/ktien/, vermutlich.
Grüße
Marc
--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
>Gibt es irgendwo in Ö noch Museumsstrecken oder Privatbahnen auf denen
>solche netten Dinger verkehren?
Mein Vater ist jahrzehntelang mit diesen Dingern durch die Gegend
getuckert, und in der ganzen Zeit ist ihm das Wort "nett" nicht einmal
über die Lippen gekommen. Die Dinger waren ganz enorm störungsanfällig und
wartungsbedürftig, glaube nicht, dass es sich wer antun würde, sie privat
zu betreiben.
-H
--
The Vienna Subway: http://aardvark.magnet.at/metro/
Public PGP key available from http://pgp5.ai.mit.edu/
>*) Gibt es einzelne Typen, die fuer Mehrfachtraktion geeignet sind? Bei
>der GKB sind ja manchmal/oefter Garnituren gemeinsam von Graz nach
>Lieboch gefahren und von dort dann eine nach Koeflach und die andere
>nach Wies-Eibiswald.
>
>*) Welche Fahrzeug-Zusammenstellungen gab es bzw. sind technisch
>moeglich?
5081 ist für Mehrfachtraktion geeignet, und zwar sind bis zu vier
Motorwagen möglich. Im Bereich der Zfl Wels waren sie aber maximal als
Sechswagengarnituren M-Z-S-M-Z-S unterwegs, üblicherweise nur M-Z-S.
>
>Gibts in Deutschland denn noch fahrende Schienenbus-Exemplare? *NEID* In
>Österreich hab ich die letzte Fahrt vor einigen Jahren verpasst (in Wels
>glaub ich...) :-(
>
Im Eisenbahnmuseum Dieringhausen (bei Gummersbach, NRW) stehen
mindestens sechs Stück, drei oder vier davon wie neu. Gehören der EBM
und sollen demnächst im Personenverkehr eingesetzt werden - so Gott
und die Kommunalpolitiker wollen. Bisher nur Museumsverkehr.
[...]
Klaus
Guenter Jaritz wrote:
> >Gibt es irgendwo in Ö noch Museumsstrecken oder Privatbahnen auf denen
> >solche netten Dinger verkehren?
>
> Das Historama in Ferlach hat welche und setzt sie ab und an fuer
> Sonderfahrten ein, ebenso die GKE (ex GKB).
Am Erzberg (Vordernberg-Eisenerz, sehr reizvolle Strecke) gibts auch
noch welche. Siehe auch:
http://www.steirer-oberland.co.at/region/regErzberg/orte/praebichl/bitmaps/privat_eisenbahn.JPG
mfg Severin Kann
------------------------------------------------------
Fahrgast Graz/Steiermark -- Die Lobby der Fahrgaeste
------------------------------------------------------
Gelbe Post: Postfach 68, A-8027 Graz
Tel: (0316) 873 5190
Fax: (0316) 873 5115
Um Tübingen sollen doch angeblich im Schülerverkehr noch welche fahren?
Und die DR-Ferkel (77x) sind noch sehr aktiv.
MichaelKauffmann
Ist aber kein vom LKW übernommenes Getriebe. Das Getriebe hat 6 Gänge und 5
elektrisch betätigte Lamellenkupplungen. Vorgeschaltet ist eine hydraulische
Kupplung (für alle Gänge wirkend). Zusätzlich gibt es noch ein
elektropneumatisch betätigtes Achswendegetriebe zur Fahrtrichtungsumkehr.
Angefahren wird normalerweise im 2. Gang (1. Gang nur in Steigungen oder bei
Ausfall einer Maschinenanlage).
>> Ich bilde mir naemlich ein,
>> dass der Tfz-Fuehrer da mit einem Hebel (aehnlich einem Uhrzeiger)
>> Gaenge geschaltet hat.
>
>> *) Wie wird die Antriebsleistung auf die Raeder uebertragen?
>
>Beim DB-795/796/798: Mechanisches Wechselgetriebe mit 6 Gaengen
>Nach meiner einzigen Beobachtung (Brilon-Wald - Willingen) gibt es 2
>wesentliche Bedienungsorgane: Den "Gashebel" links in ueblicher
>Ausrichtung, den "Schalthebel" mit einer Achse senkrecht zur
>Fuehrerpultoberflaeche. Er hat zwischen jedem Gangpaar eine
>Leerlaufstellung.
Wobei die Zwischenstellungen zwischen 1. u. 2. Gang, sowie 5. u. 6. Gang mit
einem roten Punkt versehen sind.
Die untere Rotpunktstellung ist bei laufendem Motor im Stillstand des
Fahrzeugs einzustellen (Schmierölpumpen werden vom Motor angetrieben). Bei
längerer Fahrt ohne Antriebsleistung z.B. bergab ist die obere
Rotpunktstellung einzustellen (Schmierölpumpen werden von der Sekundärseite
des Getriebes angetrieben).
>Vor dem Getriebe befindet sich laut mancher populaerer Literatur
>anscheinend eine "hydraulische Kupplung". Ist das eine
>Stroemungskupplung? Ist sie leerbar?
>Oder eine hydrostatisch betaetigte Scheibenkupplung?
Laut Fahrzeugbeschreibung eine teilgefüllte hydraulische Kupplung. Ob
leerbar oder nicht konnte ich leider nicht entnehmen.
>> *) Wie funktioniert das bei "Steuerwagen voraus" (interessant, wenn
>> meine Eindruecke stimmen sollten)?
>
>Das Getriebe wird elektrisch geschaltet, also kein Problem.
>Interessanter waere, wie die Stellung des Gashebels uebertragen wird.
Ebenfalls elektrisch mit 6 Fahrstellungen plus Leerlaufstellung. Über 3
Magnetventile wird ein Kolben betätigt, der über ein Gestänge mit der
Einspritzpumpe verbunden ist.
>> *) Gibt es einzelne Typen, die fuer Mehrfachtraktion geeignet sind?
>
>Bei DB alle.
>
>> *) Welche Fahrzeug-Zusammenstellungen gab es bzw. sind technisch
>> moeglich?
>
>M.W. 2 Motorwagen im Zug, beim 795 bis zu 2 (kurze) Beiwagen,
>beim 798 4 Bei-/Steuerwagen.
korrekt.
P.S. alle meine Angaben beziehen sich auf DB 798/998
Gruß
Lennart
Ist das nicht jetzt allgemein sehr in Mode,
auch bei CargoSprinter, RegioShuttle usw.?
Michael Kauffmann
Sven Fiedler (Sven.F...@gmx.net)
Hatte der gar keine Doppeltraktionssteuerung (wuerde dem EK
widersprechen), oder die Beiwagen keine Steuerleitungen?
Michael Kauffmann
: Um Tübingen sollen doch angeblich im Schülerverkehr noch welche fahren?
Der letzte Stand, den ich kenne, ist: 2 Zugpaare Tuebingen-Entringen
morgens (3. und 4. Zugpaar), 1 Zugpaar Tuebingen-Reutlingen mittags (12.22
von Tue, 13.00 vom RT).
Allerdings kann sich dies taeglich aendern, da geplant ist, die letzten
Wochen/Monate vor Inbetriebnahme der Ammertalbahn-Gesamtstrecke RB 105
(Tuebingen ab 6.53 Richtung Entringen) entfallen zu lassen. RB 103 soll
dann die entsprechende Leistung mit uebernehmen und in Entringen getrennt
werden. Man spart sich dadurch die Kreuzung in Pfaeffingen und kann den Bf
Pfaeffingen schon mit der neuen Sicherungstechnik und Weichensteuerung
ausstatten. RB 105 hat ueblicherweise ohnehin keine Fahrgaeste.
Laut Regionalvorschau Wuerttemberg ist uebrigens geplant, auf KBS 763
Metzingen-Urach im Juni und Juli - also bis zur planmaessigen
Inbetriebnahme - den Ausflugsverkehr von letztem Sommer zu wiederholen.
Gruss aus Tuebingen,
David
>Christian Karl Schwoediauer wrote:
>> Gibts in Deutschland denn noch fahrende Schienenbus-Exemplare? *NEID* In
>> Österreich hab ich die letzte Fahrt vor einigen Jahren verpasst (in Wels
>> glaub ich...) :-(
>>
>Bei der Prignitzer Eisenbahn bedienen die Schienenbusse (Uerdinger) den
>gesemten Personenverkehr. Die DB hat noch eineige in Tuebingen, ob die
>nach dem Fahrplanwechsel noch fahren, weiss ich nicht.
Die Lieferungen der Neufahrzeuge für RAB + HzL ist nunmehr auf August
versprochen (Quelle: diverse Lokalzeitungen). Also wird die RAB - da
die erste Stufe der Südbahn inkl. Reaktivierung Laupheim West -
Laupheim zum Fahrplanwechsel kommt - kaum darum herumkommen, bis
Ferienbeginn (offiziell 30.7.) die bekannten "Schülerzüge" im Raum
Tübingen sowie fallweise die Sonntagsfahrten zwischen Metzingen und
Bad Urach weiterhin mit 796 durchzuführen.
Aus anderen Postings habe ich gelernt, daß die neu hinzukommenden
Sonntagsverkehre von nicht dem DB-Konzern angehörenden EVUs im
Kasbach- und Leiningertal ebenfalls von Uerdingern übernommen werden.
Und die verschiedenen, schon letztes Jahr bestehend gewesenen
Sonntagsverkehre mit Uerdingern will ich nicht versuchen aufzuzählen,
weil ich dabei sicher den einen oder anderen vergäße.
>Karsdorfer Eisenbahn hat noch einige Schienenbusse (MAN-Ausfuehrung),
>die wohl auch noch planmaessig fahren.
Die haben mit der ÖBB-Reihe 5081 zwar nun nichts zu tun, aber zu
meinen Favoriten kann ich nicht schweigen. Bei der KEG werden's wohl -
trotz würdiger Nachfolgegeneration leider - von Woche zu Woche weniger
im Planeinsatz.
In Baden-Württemberg setzt die SWEG planmäßig derzeit auf der
MAH-Stammstrecke im Hüffenhardter Umlauf noch einen der m.W. drei
vorhandenenen MAN-Schienenbusse (VT 11, 26, 27) ein, die beiden
verbliebenen Endinger (VT 9, 28) sind Reserve. Bei der WEG ist VT 12
m.W. ebenfalls nicht mehr planmäßig im Einsatz. Die HzL muß - ähnlich
wie MAH - noch einen Kurzumlauf haben.
mfg Matthias Dörfler
Bis zum letzten Jahr noch auf der Vennbahn zwischen Stolberg und Raeren. Ob
jetzt noch Betrieb ist weiß ich nicht. Es steht wohl eine Übernahme der
Strecke durch ein Privatunternehmen an.
Übrigens fuhr die Maschine in weißblauer ÖBB-Lackierung.
Aber sieh am besten mal selber nach: http://www.vennbahn.de/
ciao
Reiner
> > Der dänische IC, der Flexliner, fährt doch ganz modern in sehr
> > ähnlicher Weise, oder?
>
> Ist das nicht jetzt allgemein sehr in Mode,
> auch bei CargoSprinter, RegioShuttle usw.?
Beim RegioShuttle wundert es mich ja nicht, daß er technisch einem
Schienenbus gleicht - ist ja mehr oder weniger der direkte Nachfolger.
Aber beim dänischen IC? Der fährt doch immerhin 200, wenn ich mich recht
entsinne, und braucht dafür wohl mindestens eine ziemliche
Getriebespannweite. Und kann man Jakobsdrehgestelle auf diese Weise
antreiben, oder brummt er nur vorn und hinten?
tobias b koehler <t...@rcs.urz.tu-dresden.de> wrote:
> Die DUEWAG hat sich früher auch DÜWAG genannt
> (Düsseldorf-Ürdinger Waggonbau-A??-Gesellschaft?)
Nein, DÜWAG stand nur für "Düsseldorfer Waggonbau-Aktiengesellschaft".
Die wurde dann in den Siebzigern oder fruehen Achtzigern mit der
Waggonbaufabrik Uerdingen zur Düsseldorf-Uerdinger Waggonbau-
Aktiengesellschaft (DUEWAG) fusioniert.
Sven
--
Sven Manias * Rintheimer Str. 32 * 76131 Karlsruhe * Germany
Telephone: +49-721-699556 * E-mail: sven....@stud.uni-karlsruhe.de
WWW home page: http://www.uni-karlsruhe.de/~Sven.Manias/
>>> *) Welche Fahrzeug-Zusammenstellungen gab es bzw. sind technisch
>>> moeglich?
>
>> M.W. 2 Motorwagen im Zug, beim 795 bis zu 2 (kurze) Beiwagen,
>> beim 798 4 Bei-/Steuerwagen.
>
>Bei VT98 habe ich Ende der 60er Jahre schon Neunfach- Kombinatonen gesehen.
>(Bw Dieringhausen)
Eine reinrassige Zusammenstellung dieser Art durfte meiner Erinnerung
nach gemäß Anhang VII zur Fahrdienstvorschrift gefahren werden,
brauchte aber wohl zwei Triebwagenführer(V) bzw. Lokführer. Meines
Wissens konnten/können über die Kleinsteuerung in der
Bundesbahn-Version lediglich zwei Motorwagen von einem Führerstand (VT
oder VS) bedient werden.
Leider beschreibt Löttgers in "Schienenbusse in Deutschland, Stuttgart
1982, ISBN 3-440-05044-0" weder Einzelheiten zu Steuerung noch Näheres
zum Getriebe. Seite 61: <zitat> elektromagnetisches
6-Gangwechselgetriebe der Zahnradfabrik Friedrichshafen vom Typ 6 G 75
</zitat>, es folgen in der Quelle die Übersetzungsverhältnisse.
>Bei VT95 geht maximal Vt+Vb+Vb+Vt, wobei der 2. Vt auch von einem Tf.
>besetzt sein muss. Verstaendigung ueber Klingelanlage.
So ist mir das zum VT 95 (Bw Holzminden) zwar auch im Kopf, aber den
habe ich umzugsbedingt sehr früh im praktischen Betriebseinsatz aus
den Augen verloren. Löttgers schreibt jedoch auf S. 64/65, daß ab Werk
die VT 95 9273 + 9274, 9370 - 9384 und 9660 - 9669 über Kleinsteuerung
verfügten sowie 9385 - 9469 und 9570 - 9659 durch das AW Kassel darauf
umgebaut wurden. Er äußert weiterhin die Vermutung, daß auch "alle
verbliebenen" VT 95 auf Vielfachsteuerung umgebaut worden seien.
Mir scheint die Quelle nicht ganz zuverlässig, weil Löttgers zumindest
im Kapitel zu den MAN-Schienenbussen an einer Stelle falsch liegt,
indem er dem letztgebauten Fahrzeug (VT 9 der SWEG) ein
Diwabusgetriebe zuordnet. Das war zumindest nicht der Lieferzustand
und könnte allenfalls bei Fertigstellung des Manuskripts schon
zugetroffen haben. Auch das zitierte elektro_magnetische_ Getriebe
könnte eher den Klauen des Druckfehlerteufels als den Werkbänken der
ZF entsprungen sein.
mfg Matthias Dörfler
>Gibts in Deutschland denn noch fahrende Schienenbus-Exemplare? *NEID*
Weiß jemand, was aus den nach Uruguay verkauften VT 95 geworden ist?
[F'up2 debe, weil für mich kein at-Bezug mehr erkennbar]
mfg Matthias Dörfler
>> *) Welche Fahrzeug-Zusammenstellungen gab es bzw. sind technisch
>> moeglich?
>
>Bei der DB so ziemlich alle.
>VT; VT-VB; VT-VB-VS, VT-VT, VT-VB-VT,....
>auch VT-V...- Bm (oder Post, alle möglichen Güterwagen)
>oder auch 212+ 3* VT-VB-VS
Die letztgenannte Kombination (3 x 3 x 2 = 18 eingestellte Achsen) ist
nach der gültigen DS 408 bei der DB AG unzulässig. Nach § 87 Abs. 11
dürfen nicht mehr als 12 Achsen von Trieb-, Steuer-, Mittel- und
Beiwagen am Zugschluß "mitgegeben" werden.
Für die betrieblich tatsächlich fahrbaren Zusammenstellungen müßte mal
jemand in den Anhang VII der Fahrdienstvorchrift schauen, Zeitraum ca.
1965 - Ende der Siebziger. In der Hochzeit der Uerdinger, bevor die VT
95 und die Einachsanhänger hops gegangen sind, stand da alles
haarklein erläutert.
mfg Matthias Dörfler
> Gibts in Deutschland denn noch fahrende Schienenbus-Exemplare?
Die Aufzaehlung in den vorangegangenen Postings kann auf
keinen Fall den Hinweis auf Tino Lehners hervorragend ge-
machte Schienenbusseite ersetzen, die kaum eine Frage im
Hinblick auf Schienenbusse offen laesst:
Die Seite sollte sich jeder anschauen, der sie noch nicht
kennt!
Robert Weemeyer, Bonn
> Hatte der gar keine Doppeltraktionssteuerung (wuerde dem EK
> widersprechen), oder die Beiwagen keine Steuerleitungen?
> Michael Kauffmann
Geht doch wohl aus meinen Worten hervor.
Meist sass der Tf des 2. VT hinten, fuhr also rueckwaerts, um nicht
staendig auf den VB starren zu muessen.
MfG Ulrich
So?
Aber mittlerweile ging aus einem anderen Posting hervor, daß manche die
"Kleinsteuerung" hatten, andere nicht.
Michael Kauffmann
Matthias Doerfler schrieb:
> On 26 Apr 1999 19:04:20 GMT, Ulrich...@dialup.soco.de (Ulrich
> Kaehn) wrote:
> >Michael Kauffmann <Michael....@GMX.NET> wrote:
>
> >>> *) Welche Fahrzeug-Zusammenstellungen gab es bzw. sind technisch
> >>> moeglich?
> >
> >> M.W. 2 Motorwagen im Zug, beim 795 bis zu 2 (kurze) Beiwagen,
> >> beim 798 4 Bei-/Steuerwagen.
> >
> >Bei VT98 habe ich Ende der 60er Jahre schon Neunfach- Kombinatonen gesehen.
> >(Bw Dieringhausen)
>
Das ist erstaunlich. Aus "Anweisungen für den Betrieb der Schienenomnibusse und
Turmtriebwagen" der BD Wuppertal vom 10.2.63:1. Zugbildung
1.1. bei einmotorigen Schienenomnibussen
"... darf die Zahl von insgesamt vier Fahrzeugen nicht überschritten werden."
Kombination VT 98 und VT 95 nur zum Anschieben oder Wegschleppen zulässig.
1.2 Bei zweimotorigen Schienenomnibussen
1.2.1 Artreiner Schienenomnibusverkehr
"... darf die Zahl von insgesamt 6 Fahrzeugen jedoch nicht überschritten
werden."
> >Bei VT95 geht maximal Vt+Vb+Vb+Vt, wobei der 2. Vt auch von einem Tf.
> >besetzt sein muss. Verstaendigung ueber Klingelanlage.
>
So ist es detailliert beschrieben, z.B.:"Für die Schaltbefehle
6.4. "Auf", das heißt Abfahren und Beschleunigen, zwei mäßig lange Summertöne,
6.5. "Ab", das heißt Triebkraft abschalten, ein langer Summerton."
Sofern man den bei typischem Schibu-Geknatter noch hören konnte ;-)
Michael
Ach wie gut, daß ich eine FV '72 (berichtigt bis 1976) mein eigen
nenne... ;-)
--------- by cutting here you might damage your screen surface ---------
Anhang VI (zu § 87 Abs. 10b)
Ergänzende Bestimmungen für das Befördern von Schienenomnibussen
(1) - Zugbildung -
Soweit die Strecken- und Bremsverhältnisse es erlauben, sind folgende
Zugbildungen zugelassen:
a) bei e i n m o t o r i g e n Schienenomnibussen
bis zu vier miteinander gekuppelte VT 795 oder VB 995. Dabei dürfen
jedoch auf einen VT nur ein VB, mit Genehmigung der Direktion zwei
VB, entfallen.
b) bei z w e i m o t o r i g e n Schienenomnibussen
bis zu sechs miteinander gekuppelte VT 798, VB 998 oder VS 998. Dabei
dürfen jedoch auf einen VT höchstens zwei VB oder VS entfallen. In
Sonderfällen, wenn in den VB oder VS nur je ein Lichtstromkreis und
ein Heizgerät eingeschaltet wird, dürfen mit Genehmigung der
Direktion bis zu drei VB auf einen VT entfallen. Artfremde Wagen
dürfen im Rahmen der in den Vorbemerkungen zum Buchfahrplan
angegebenen Zahl und der Fahrplanlast angehängt werden. Dabei darf
jedoch höchstens e i n vierachsiger Wagen eingestellt werden und
nur dann, wenn er eine wirkende mehrlösige Bremse hat. Diese
Bestimmungen gelten sinngemäß auch für VT 797 und VS 997.
--------- by cutting here you might damage your screen surface ---------
Grüße aus Münster,
=ToJe=
--
Torsten Jerzembeck * Dahlweg 49 * D-48153 Münster (Westfalen)
* PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux *
Fachbegriffe der Informatik einfach erklaert, Teil 21:
"HTML-Programmierer" == "Grafiker" (Kristian Koehntopp)
Die dänischen IC3 haben eine Höchstgeschwindigkeit von 180km/h. Jeweils drei
Glieder (eine Einheit) verfügen über 4 Dieselmotoren mit je 294kW, sind 97t
leicht und 58,8m lang. Im vergangenen Sommer bin ich mit so etwas gefahren.
Wenn ich richtig mitgezählt habe, dann haben die ein 7 Ganggetriebe.
Siehe http://www.dsb.dk/memphis_station/trainspotting/materiel_i_drift/
Liebe Grüße Michael
______________________________________________
Michael Hanisch
Universität Wien, Universitätsklinik für HNO-Krankheiten
Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien
Währinger Gürtel 18-20, 8J, A-1090 Wien
Tel. +43-1-40 400-3321, Fax. +43-1-40 400-3332
michael...@univie.ac.at
http://www.univie.ac.at/hno-lehre
_____________________________________________
Wiener Neustädter-Straße 591/4/3
A-2822 Erlach an der Pitten
Tel. +43-2627-815 69, +43-676-551 08 22
http://mailbox.univie.ac.at/~a5611mak
_____________________________________________
> Die dänischen IC3 haben eine Höchstgeschwindigkeit von 180km/h. Jeweils drei
> Glieder (eine Einheit) verfügen über 4 Dieselmotoren mit je 294kW,
Also - ein Motor treibt jeweils ein Drehgestell an?
> Siehe http://www.dsb.dk/memphis_station/trainspotting/materiel_i_drift/
3,10 Meter breit? Paßt das tatsächlich in ein UIC-Profil?
hajo
--
Die zur NATO gehörenden Personen genießen unter allen Umständen und zu jeder
Zeit Immunität ... hinsichtlich sämtlicher verwaltungs-, straf- oder diszipli-
narrechtlicher Vergehen, die sie möglicherweise in der Bundesrepublik Jugosla-
wien begehen. "Vertrag von Rambouillet", Artikel 6
--
Hans-Joachim Zierke <DELETE....@Zierke.com> schrieb in im Newsbeitrag:
slrn7jgc15.ij....@hersland.Zierke.com...
>
> Michael Hanisch schrieb:
>
>
> > Die dänischen IC3 haben eine Höchstgeschwindigkeit von 180km/h. Jeweils
drei
> > Glieder (eine Einheit) verfügen über 4 Dieselmotoren mit je 294kW,
>
> Also - ein Motor treibt jeweils ein Drehgestell an?
Vermutlich.
>
>
> > Siehe http://www.dsb.dk/memphis_station/trainspotting/materiel_i_drift/
>
> 3,10 Meter breit? Paßt das tatsächlich in ein UIC-Profil?
Ich vermute, dass das durch den kurzen Radstand möglich ist. Die IC3
verkehren allerdings außer in Dänemark nur in Schleswig-Holstein.
Möglicherweise gilt dort ein größeres Profil. In den nordeuropäischen
Ländern sind die Züge samt und sonders breiter. Was natürlich den Komfort
wesentlich erhöht.
Vielleicht. Die Dänen haben breiteres Profil als die DB. Finde ich
zumindestens weitsichtig. Für HH-Kopenhagen mußte die Strecke allerdings
überprüft werden, ob die IC3 da überall durch passen. Oder ob vielmehr die
Sicherheitsabstände dann noch ausreichen (zu Signalen etc.) Gibts da
eigentlich noch ne Sondergenehmigung oder wie geht das ?
Munter Bleiben !
Jürgen
--
*** Mal verliert man, mal gewinnen die anderen ;-)) ***
* Juergen Hunold *
* hun...@informatik.uni-hannover.de *
*** http://www-c.informatik.uni-hannover.de/~hunold ***
> > > Die dänischen IC3 haben eine Höchstgeschwindigkeit von 180km/h.
> > > Jeweils drei
> > > Glieder (eine Einheit) verfügen über 4 Dieselmotoren mit je 294kW,
> > Also - ein Motor treibt jeweils ein Drehgestell an?
> Vermutlich.
> > > Siehe http://www.dsb.dk/memphis_station/trainspotting/materiel_i_drift/
> > 3,10 Meter breit? Paßt das tatsächlich in ein UIC-Profil?
> Ich vermute, dass das durch den kurzen Radstand möglich ist. Die IC3
> verkehren allerdings außer in Dänemark nur in Schleswig-Holstein.
Als sie seinberzeit den Verkehr nach Hamburg aufnehmen sollten standen in
den einschlägigen Magazinen Berichte über die Probefahrten und den Ärger
mit den Bahnsteigkanten, die in Deutschland dazu neigten, mit den Türen
(oder war das doch eher andersherum?) zu kollidieren. Da waren wohl dann
einige Abstimmungsarbeiten nötig, bevor der IC3 fahren durfte.
Soviel ich weiss hat die israelische Version andere Türen bekommen, die
beim öffnen nicht ganz so weit ausschwenken.
Schalom,
Nils
--
Nils Hammelrath N.Hamm...@IUS.GUN.de
- Duisburg - (sd0...@unidui.uni-duisburg.de)
"Quod licet Jovi non licet Chauvi"
> > Also - ein Motor treibt jeweils ein Drehgestell an?
>
> Vermutlich.
Man könnte auch je eine Achse der äußeren Drehgestelle antreiben.
> Ich vermute, dass das durch den kurzen Radstand möglich ist.
Auf Bahnsteigkantenniveau müßte das UIC-Profil doch wohl _in der Breite_
genormt sein, vermute ich naiverweise. Und darüber? Wenn man mit wenigen
Metern Achsstandverkürzung volle 12,5 cm Überstand gewinnt, ist die
UIC-Norm-Meßkurve wohl ziemlich eng?
hajo
--
Das NATO-Personal soll sich mitsamt seinen Fahrzeugen, Schiffen, Flugzeugen und
Ausrüstung innerhalb der gesamten Bundesrepublik Jugoslawien inklusive ihres
Luftraumes und ihrer Territorialgewässer frei und ungehindert sowie ohne Zu-
gangsbeschränkungen bewegen können. "Vertrag von Rambouillet", Artikel 8
> Als sie seinberzeit den Verkehr nach Hamburg aufnehmen sollten standen in
> den einschlägigen Magazinen Berichte über die Probefahrten und den Ärger
> mit den Bahnsteigkanten, die in Deutschland dazu neigten, mit den Türen
> (oder war das doch eher andersherum?) zu kollidieren.
Das liegt doch meines Wissens daran, daß laut UIC eine Bahnsteigkante 55 cm
hoch ist?
Diese überbreiten Züge sind im Normalfall nur auf Poponiveau (wenn selbiger
sitzt) breiter.
Und darüber? Wenn man mit wenigen
> Metern Achsstandverkürzung volle 12,5 cm Überstand gewinnt, ist die
> UIC-Norm-Meßkurve wohl ziemlich eng?
???
Liebe Grüße Michael
> Diese überbreiten Züge sind im Normalfall nur auf Poponiveau (wenn selbiger
> sitzt) breiter.
Hmmh, hmmh. Laut der SJ Homepage dürfen Güterwagen sogar 3,15 breit sein
(in Schweden breiter), also wäre der IC3 gar nicht überbreit?
> Und darüber? Wenn man mit wenigen
> > Metern Achsstandverkürzung volle 12,5 cm Überstand gewinnt, ist die
> > UIC-Norm-Meßkurve wohl ziemlich eng?
>
> ???
Der normale Reisezugwagen ist doch 2,85 breit. Der IC3 ist 3,10 breit. Wenn
beides gleichermaßen in das UIC-Profil reinpaßt, ist das Rätsel nur dadurch
auflösbar, daß der Waggon nicht auf geradem Gleis vermessen wird, sondern
in einer engen Kurve.
Die DSB gibt als "Akselafstand 17,73 + 2,50 / 2,70 m" an. Ich weiß nicht,
ob 17,73 nun der Drehzapfenabstand oder tatsächlich der Achstand sein soll.
Jedenfalls ist der einzig denkbare logische Grund dafür, daß es passen
könnte, ein kürzerer Drehzapfenabstand und ein Vermessen des UIC-Profils in
einer engen Kurve.
Ich kann mir zumindest nichts anderes vorstellen als Grund.
Paßt der ICE1, der ja wohl zu breit für SNCF-Bahnsteige ist, eigentlich
in's UIC-Profil rein?
hajo
--
Auch eine moegliche "Gefaehrdung oder Belaestigung anderer" ist keinesfalls
ein gesellschaftlicher Rueckschritt.
bor...@boba.rhein-main.de (Borris Balzer)
Solche Maße habe ich bei deutschen Tendern auch schon gelesen.
Und vorgestern habe ich den Breitenunterschied zwischen einer 218 und
einem Grünling überrascht wahrgenommen.
> Der normale Reisezugwagen ist doch 2,85 breit. Der IC3 ist 3,10 breit. Wenn
> beides gleichermaßen in das UIC-Profil reinpaßt, ist das Rätsel nur dadurch
> auflösbar, daß der Waggon nicht auf geradem Gleis vermessen wird, sondern
> in einer engen Kurve.
Anscheinend ist das Profil immer gleich breit, und je länger der Wagen
ist, umso schmaler muß er sein.
Warum macht man nicht stattdessen das Profil im Bogen breiter?
Michael Kauffmann
> Wozu sollte es.
>
> Der IC3 paßt ins Profil der Strecken, auf denen er verkehren soll.
Dazu gehörte, zumindest nach dem Willen der sachsen-anhaltinischen
Landesregierung, eine Weile auch Hamburg-Magdeburg (Weiterführung der
ECs).
Neben irgendwelchen EBA-Problemen, die meines Wissens nicht das
Lichtraumprofil betrafen, haben die Bauverzögerungen auf Uelzen-Stendal das
Projekt dann aber wirkungsvoll verhindert.
Aber Dein Satz ist sowieso nicht recht realitätstüchtig. Bei einer
Haltbarkeit von vielleicht 30 Jahren ist völlig unklar, wo der Zug
verkehren soll.
BTW: Die IC3-Garnituren haben doch meines Wissens Platz für Fahrräder,
Flexområde oder wie das heißt. Wieso kennt Hafas keine Züge mit
Fahrradbeförderung? Wieder mal der Datenaustausch? Einige der ECs von
Hamburg werden doch mit IC3 gefahren?
hajo
> Der normale Reisezugwagen ist doch 2,85 breit. Der IC3 ist 3,10 breit. Wenn
> beides gleichermaßen in das UIC-Profil reinpaßt, ist das Rätsel nur dadurch
> auflösbar, daß der Waggon nicht auf geradem Gleis vermessen wird, sondern
> in einer engen Kurve.
> Die DSB gibt als "Akselafstand 17,73 + 2,50 / 2,70 m" an. Ich weiß nicht,
> ob 17,73 nun der Drehzapfenabstand oder tatsächlich der Achstand sein soll.
Ich habe eine zeichnung gefunden: 17733 mm drehgestellmitten-
abstand, 2800 mm überstand von kupplungsebene bis drehgestell-
mitte.
Ich habe einschränkungsberechnung an der uni gelernt. Es gibt
statische und dynamische kinematische begrenzungsrechnung.
Die statische begrenzungslinie ist 3150 mm breit (in einer höhe
von 430 bis 3175 mm) , die kinematische 3290 mm (in einer höhe
von 1170 bis 3250 mm). Die kinematische bezugslinie ist aufgrund
einer anderen berechnungsweise, die das wanken (um die längs-
achse) berücksichtigt, breiter.
Für die berechnung wird ein bemessungsradius von 250 m zugrunde-
gelegt. Bei noch engeren gleisbögen ist entsprechend mehr licht-
raum freizuhalten.
Mangels daten kann ich dir hier leider nicht die einschränkungs-
berechnung des DSB-IC3 vorführen. Dazu bräuchte ich spurspiel,
achslagerquerspiel, wiegenspiel, neigungskoeffizienten .... Hier
nur das prinzip: die begrenzungslinie gibt für jede höhe einen
abstand von der mittellinie an. Davon müssen für den betrachte-
ten querschnitt eine reihe einschränkungen abgezogen werden
(ausragung, spurspiel, achslagerspiel, wanken usw.) Übrig
bleibt, wie breit tatsächlich an dieser stelle gebaut werden
darf.
Eine überschlägige berechnung, die nur die geometrische aus-
ragung bei mittelstellung im gleis berücksichtigt, ergibt aber
bei diesem drehgestellmittenabstand schon eine beidseitige
einschränkung von 0,16 m, so dass das fahrzeug nicht breiter
als 2,97 m sein kann, wenn es in UIC 505/506 passen soll.
Damit dürfte klar sein, dass sich der DSB-IC3 nicht an ein UIC
505 profil hält, sondern an das breitere DSB-binnenprofil (von
dem ich nur weiss, dass es breiter ist, genaue abmessungen
habe ich nicht). Für Schweden passt er auch (Kustpilen). In
Deutschland fährt er, soweit ich weiß, als fahrplanmäßige Lü
(lademaßüberschreitung) - wie auch die breitprofil-schlafwagen-
züge von Berlin nach Russland und Kasachstan.
> Paßt der ICE1, der ja wohl zu breit für SNCF-Bahnsteige ist, eigentlich
> in's UIC-Profil rein?
nö, UIC 505 nicht. Deshalb nur "gemäß besonderer vereinbarung"
für DE, CH und AT zugelassen. Freizügig einsetzbar ist er nicht,
aber die ICE-strecken reichen alle von der breiter her.
Wenn überschäumendes interesse besteht, kann ich mich ja mal an
eine einschränkungsberechnung-WWW-seite machen ..... Das ent-
sprechende programm wurde von der TU Dresden entwickelt, ist
aber nicht frei verfügbar.
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
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european railway pictures - http://mercurio.iet.unipi.it/pix/
>> Paßt der ICE1, der ja wohl zu breit für SNCF-Bahnsteige ist, eigentlich
>> in's UIC-Profil rein?
>
>nö, UIC 505 nicht. Deshalb nur "gemäß besonderer vereinbarung"
>für DE, CH und AT zugelassen. Freizügig einsetzbar ist er nicht,
>aber die ICE-strecken reichen alle von der breiter her.
Nicht nur die ICE-Strecken können befahren werden,
auch hier in Hameln (reine Nahverkehrsstrecke im Personenverkehr) sind
häufiger neben den regelmäßig verkehrenden Dampfrössern auch die ICEs der
ersten Generation zu sehen, ohne daß irgendwelche Bahnsteige umgebaut
wurden. Interessant vor allem, wenn Dampfrösser (vor allem 01, 24, 41, 44,
50, 23, 86, 65) und ICE zusammentreffen, was häufiger vorkomm, aber nicht
angekündigt wird.
Grüße
Andreas
http://www.modellbahnverwaltung.de
http://www.pothe.de
> Die Fahrzeuge wurden für eine bestimmte Anwendung entwickelt und gebaut.
> Und die Spezifikation, die sie dementsprechend zu erfüllen haben,
> erfüllen sie. Alles andere ist irrelevant.
Ja. Ja! JA!
Das erklärt so wunderbar technokratisches, weltfremdes Denken, besser kann
man das gar nicht erklären!
Dem Ingeniör ist nichts zu schwör, und jede Handlungsfolge egal, die über
den Horizont des aktuellen Auftrags hinausreicht.
Wobei ich hinzusetzen muß, daß dieser Typus auch in FH-Studiengängen
inzwischen fast ausgestorben ist.
hajo