Ein Student aus Hannover moechte mit einem Nahverkehrszug am 05.12.98 nach
Braunschweig. Da er durch sein Semesterticket die Strecke Hannover -
Haemelerwald schon abgedeckt hat, benoetigt er noch ein Ticket
Haemelerwald - Braunschweig.
Also sagt er am Schalter in H Hbf: "Bitte ein Hopperticket Haemelerwald -
Braunschweig."
Antwort der Reiseberaterin: "Duerfen wir nicht mehr verkaufen.
Das Hopperticket kann nur noch am Abfahrort erworben werden!"
Die Dame verkauft ihm daraufhin einen DPT-Fahrschein Haemelerwald - BS fuer
DM 9,80.
Der Schaffner im Zug erklaert dem Studenten dann,er haette ein Hopperticket
von Lehrte nach BS kaufen koennen, da Haemelerwald bereits zum Verbunds-
tarif Region Braunschweig (VRB) gehoehrt.
Der Studi ist also doppelt von der DBAG verar... worden:
1. Er konnte auf Grund unverstaendlicher Tarifbedingungen das Sonderangebot
"Hopperticket" nicht nutzen. Warum macht man solche unsinnigen und
weltfremden Angebote?
2. Die Schaltertante in H Hbf haette ihm doch eigentlich ein VRB-Fahrschein
Preisstufe 4 fuer DM 9,50 verkaufen muessen. Damit haette der Studi
von Haemelerwald bis BS fahren und in BS auch noch den Stadtverkehr nutzen
koennen. Nur wie haette er in Haemelerwald den VRB-Fahrschein entwerten
sollen, ohne den Zug zu verlassen?
Dazu folgende Fragen:
1. Welche Bedingungen fuer das Hopperticket haben sich denn geaendert?
Verkauf im Zug, Erwerb ausserhalb des Abfahrort, Kombination mit bereits
vorhandenen Zeitkarten.
2. Wie stellen es GVH- (Grossraumverband Hannover) Netzkartenbesitzer
am besten an, wenn sie in den angrenzenden VRB hineinfahren und dort alle
Verbundverkehrsmittel nutzen wollen? Anmerkung: Ein Aussteigen unterwegs
ist wohl nicht zu vermeiden, da es im Zug keine VRB-Fahrausweise und
auch keine Entwerter gibt. Ein Uebergangstarif gibt es auch nicht.
3. Wenn ich Fahrscheine fuer Fahrten innerhalb des VRB (z.B. Haemelerwald - Bs
oder BS - Bad Harzburg) an Bahnhoefen ausserhalb des VRB( z.B. Hannover)
zum normalen DPT (natuerlich mit BahnCard) bekommen kann und mir genau
bekannt ist, an welchen Tagen ich sie brauche, koennte ich doch bei einem
Besuch
in Hannover mir einen kleinen Vorat anlegen und so weiterhin die BahnCard im
VRB
nutzen. Oder?
Zusatzfrage: Macht man in Deutschland die Tarife so undurchsichtig, um
die Fahrgaeste abzuzocken oder um sie abzuschrecken?
Erinnert alles an die Kleinstaaterei, die Deutschland im letzten Jahrhundert
gelaehmt
hat.
Marcus
aus
Braunscheig
> 1. Welche Bedingungen fuer das Hopperticket haben sich denn geaendert?
> Verkauf im Zug, Erwerb ausserhalb des Abfahrort, Kombination mit bereits
> vorhandenen Zeitkarten.
Ich habe vor einigen Tagen ein Hopperticket im Zug als
Anschluß-Fahrausweis zu meinem Bremer Semesterticket erworben. Nach den
Bestimmungen müßte das auch allgemein so möglich sein, denn der Kauf im
Zug ist darin ausdrücklich genannt. Zur Kombination mit anderen
Fahrkarten wird nur erwähnt, daß Hoppertickets nicht im Anschluß an
andere Hopertickets ausgegeben werden, bei allen anderen Fahrausweisen
müßte es daher gehen.
Gruß, Torsten
>> 1. Welche Bedingungen fuer das Hopperticket haben sich denn geaendert?
>> Verkauf im Zug, Erwerb ausserhalb des Abfahrort, Kombination mit bereits
>> vorhandenen Zeitkarten.
>
>. Zur Kombination mit anderen
>Fahrkarten wird nur erwähnt, daß Hoppertickets nicht im Anschluß an
>andere Hopertickets ausgegeben werden, bei allen anderen Fahrausweisen
>müßte es daher gehen.
Anscheinend weiss das die Bahn selbst nicht so genau.
Ich wollte neulich ein Hopperticket mit Anschlussfahrkarte kaufen,
dazu der Fahrkartenausgeber: "Nein, das geht nicht, denn das sind
beides Fahrausweise des Nahverkehrs und die kann man _nie_
kombinieren".
??? Ich war etwas verdutzt über soviel Unsinn.
Tschüss
Timm
>2. Wie stellen es GVH- (Grossraumverband Hannover) Netzkartenbesitzer
>am besten an, wenn sie in den angrenzenden VRB hineinfahren und dort alle
>Verbundverkehrsmittel nutzen wollen? Anmerkung: Ein Aussteigen unterwegs
>ist wohl nicht zu vermeiden, da es im Zug keine VRB-Fahrausweise und
>auch keine Entwerter gibt. Ein Uebergangstarif gibt es auch nicht.
Meine Erfahrung mit dem VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) bzw. in den Verbund
hineinführenden DB-Strecken: Es wird akzeptiert, wenn man einen DB-Fahrschein bis
zur Verbundsgrenze und einen zu entwertenden Verbundsfahrausweis hat (Dauerkarten
sind eh unpproblematisch, sofern sie im entsprechenden Zug gelten). Da es in den
Zügen natürlich keine Entwerter gibt, machen die Schaffner das im Normalfall. Sie
weisen einen zwar immer daruf hin, daß das eigentlich nicht geht, aber ich habe
selbst noch nicht erlebt, daß einer die Entwertung verweigert hätte. Zwei Sachen
sollte man natürlich beachten:
1. Frühzeitig, also bereits bei der ersten Fahrscheinkontrolle außerhalb des
Verbundes auf die Anschlußkarte hinweisen.
2. Höflichkeit bringt einen auch bei der DB weiter. Es gibt Gerüchte, daß Leute,
die sich ziemlich rechthaberisch aufgeführt haben, nämlich tatsächlich am ersten
Bahnnof des VRR aussteigen und entwerten mußten.
Ob im Raum Hannover / Braunschweig ähnlich verfahren wird, kann ich nicht
beurteilen; es käme auf einen Versuch an.
Bis die Tage
Ecki
_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
Das ist sicherlich nicht _beabsichtigt_, die Fahrgäste abzuzocken oder
abschrecken mit Tarifen, die nur örtlich / räumlich gültig sind. Aber in
der Wirkung ist es so: es liegt in der dezentralen Struktur der Unternehmen
und Verbünde, die peinlich darauf achten, dass die Einnahmen auch in die
eigenen Kassen wandern und die Angebote so auslegen, dass ein hoher
Deckgungsgrad erreicht wird. Eine wichtige Rolle spielt hier auch die
Funktion der Zuschüsse vom jeweiligen Land und den betroffenen Gemeinden.
Dabei wird leider nicht über den eigenen Horizont (Verbundgrenze)
hinausgedacht. ("Was geht mich der MVV an, wenn ich in Stuttgart bin."). So
ist die Tarifstruktur unterschiedlich: hier Zonen, dort Waben, hier
zeitliche Gültigkeit, dort ist die Entfernung Kriterium; einmal wird eine
Kernzone nicht gerechnent, ein andermal ist sie mitzuzählen um die richtige
Taste drücken zu können. Die InterRegio-Regelungen, von Verbund zu Verbund
unterschiedlich, sind zudem ein Fall für sich, ebenso regionale
Sonderangebote wie das Hopperticket.
Möchte ein Fahrgast die Verbundgrenze überschreiten, muss in der Regel ein
dritter Tarif her, der die "Ausgewogenheit" wieder herstellt: entweder der
"alte" DPT oder ein spezieller Übergangstarif.
Das alles ist für "Otto-Normal-Fahrgast" undurchschaubar und verwirrend:
kennt er sich in seinem Heimatverbund einigermassen aus, wie er an das
"richtige" Ticket kommt, kann er das mühsam Gelernte ein paar Kilometer
weiter wieder vergessen! Aber es gibt neuerdings ja intelligente
Fahrausweisautomaten, die mehrer Tarife berechnen können ;-).
Die _Grundsätze_ für alle OePNV-Tarife gehöre m.E. vereinheitlicht: der
Fahrgast muss sich an jedem Automaten in jedem Verbund auskennen, wenn er
es einmal gelernt hat. Er sollte ein Grundangebot an Tickets überall
wiederfinden können (z.B. Einzelfahrscheine, Mehrfahrtenkarten,
Tageskarten, Wochen- und Monatskarten), die sich bestenfalls im Preis,
nicht aber in den Tarifbestimmungen unterscheiden.
_Daneben_ hätten dann auch Aktonen wie das Hopperticket platz, sorfort als
regionales _Sonderangebot_ erkennbar. Solche Aktonen könnten dann je nach
Verbund unterschiedlich, auch zeitlich befristet, sein.
>Erinnert alles an die Kleinstaaterei, die Deutschland im letzten
Jahrhundert
>gelaehmt
>hat.
>
Back to the roots. ;-) - Es ist Kleinstaaterei, seit 1994 / 96 mit
besonderer Bezeichnung: Regionalisierung.
Jörg Bruchertseifer hat den Flickerlteppich anschaulich ins Netz gestellt:
http://www.augusta.de/~jb/Daten/
wobei er sich "nur" auf die unteschiedliche Gültigkeit der BahnCard
bezieht....
>
>Marcus
>aus
>Braunscheig
>
MfG
Jonny,
der in einem "Verbundraum" lebt, in dem alle Busse in den "Verbund"
einbezogen sind, bei den RB aber nur die Monatskarten....
____________________________________________________
Jonny Bronner -------------------------------- 75378 Bad Liebenzell
Tel.: 0171 75 74 944 --------------- eMail: H...@germanline.de
------------------------------------------------------ H...@gmx.de
Fax.: 089 6661 717070 -------- ICQ-UIN: 102 844 84
>1. Frühzeitig, also bereits bei der ersten Fahrscheinkontrolle außerhalb des
>Verbundes auf die Anschlußkarte hinweisen.
Klar! Aber bei langen Zuegen koennte das etwas schwieriger werden.
>2. Höflichkeit bringt einen auch bei der DB weiter. Es gibt Gerüchte, daß
>Leute,
>die sich ziemlich rechthaberisch aufgeführt haben, nämlich tatsächlich am
>ersten
>Bahnnof des VRR aussteigen und entwerten mußten.
>Ob im Raum Hannover / Braunschweig ähnlich verfahren wird, kann ich nicht
>beurteilen; es käme auf einen Versuch an.
Sicher ist Hoeflichkeit eine der wichtigsten Spielregeln im Umgang mit anderen
Menschen. Da Hoeflichkeit aber nicht immer zum Erfolg fuehrt, muss man sich
leider auch noch auf einige geschriebene Spielregeln verlassen koennen, um
nicht
der moeglichen Willkuer oder Unwissenheit des Personals ausgeliefert zu werden.
Marcus
aus
Braunschweig
Das halte ich nicht für Unsinn _der DB_, sondern für eine Konsequenz
des Steuerrechts und _damit_ hat der DB-Konzern AFAIK nicht so
fürchterlich viel zu tun. Nahverkehr (i.d.R. unterhalb von 50 km)
unterliegt dem ermäßigten 7%-Mehrwertsteuersatz; Fernverkehr hat
volle 16%. Das Verkaufen mehrerer aneinanderstoßender
Nahverkehrs-Fahrkarten war aus eben diesem Grund schon verboten
(vulgo: Beihilfe zur Steuerhinterziehung) als Fahrkarten sich noch
so nannten und von einem Schalterbeamten aus dem Schrankschalter
geholt, mit dem Pautze gedruckt oder im Blankoblock mit Blaupapier
gepinselt wurden.
Geändert haben dürfte sich womöglich, daß ich das von meinen
Ausbildern gelernt hatte und einem Reisenden, der einen
entsprechenden Kaufwunsch äußerte, mit genau dieser Darlegung
(damals waren's halt 5,5 und 11%) ablehnen konnte.
Das gab dann zwar auch bruddelnde Antworten über "diesen Unsinn, der
in Bonn verzapft wird", aber keine Vorhaltungen nach dem Motto
"sch... Bundesbahn".
BTW, die Steuerfrage selbst halte ich hier für OT.
mfg
Matthias Dörfler
Steuerlich richtige Behandlung für die Ausgangsfahrt ist eine
durchgängige DPT-Eü (voller Steuersatz) von Han nach Bs unter
_Anrechnung_ des DPT-Preises für eine fiktive E (zum erm.
Steuersatz) Han - Hämelerwald. Also in der Abwicklung ähnlich wie
beim Teilstrecken-Übergang in die 1. Klasse mit vorhandenem 2.
Klasse-Ticket.
>
>Dazu folgende Fragen:
>1. Welche Bedingungen fuer das Hopperticket haben sich denn
geaendert?
>Verkauf im Zug, Erwerb ausserhalb des Abfahrort, Kombination mit
bereits
>vorhandenen Zeitkarten.
Vmtl. hat ein Mitarbeiter des Finanzamtes einen durchaus
zutreffenden Hinweis beim Regionalbereich fallen lassen, anstatt
gleich die Steuerfahndung loszuschicken.
>2. Wie stellen es GVH- (Grossraumverband Hannover)
Netzkartenbesitzer
>am besten an, wenn sie in den angrenzenden VRB hineinfahren und
dort alle
>Verbundverkehrsmittel nutzen wollen? Anmerkung: Ein Aussteigen
unterwegs
>ist wohl nicht zu vermeiden, da es im Zug keine VRB-Fahrausweise
und
>auch keine Entwerter gibt. Ein Uebergangstarif gibt es auch nicht.
Eben: aussteigen und eine Stunde später weiterfahren. Zwei mal
Nahverkehr bleibt steuerrechtlich Nahverkehr.
>3. Wenn ich Fahrscheine fuer Fahrten innerhalb des VRB (z.B.
Haemelerwald - Bs
>oder BS - Bad Harzburg) an Bahnhoefen ausserhalb des VRB( z.B.
Hannover)
>zum normalen DPT (natuerlich mit BahnCard) bekommen kann und mir
genau
>bekannt ist, an welchen Tagen ich sie brauche, koennte ich doch bei
einem
>Besuch
>in Hannover mir einen kleinen Vorat anlegen und so weiterhin die
BahnCard im
>VRB
>nutzen. Oder?
Steuern vermeiden ist legal; Steuern hinterziehen ist 'ne Straftat.
Aber wenn eine Kaufmann dieselbe Ware im schwarzen und im weißen
Karton anbietet, darf ich mir trotzdem den aus dem Regal holen, der
billiger ausgepreist ist.
>
>Zusatzfrage: Macht man in Deutschland die Tarife so undurchsichtig,
um
>die Fahrgaeste abzuzocken oder um sie abzuschrecken?
Die Tarife sind - jedenfalls hier - nicht _Ursache_, sondern
_Auswirkung_!
>
>Erinnert alles an die Kleinstaaterei, die Deutschland im letzten
Jahrhundert
>gelaehmt hat.
>
Dazu allerdings ACK.
mfg
Matthias Dörfler
Gruß, Torsten
> Zur Kombination mit anderen
>Fahrkarten wird nur erwähnt, daß Hoppertickets nicht im Anschluß an
>andere Hopertickets ausgegeben werden, bei allen anderen Fahrausweisen
>müßte es daher gehen.
Einzige Ausnahme: Fahrscheine <= 50 km sind nicht kombinierbar. Grund
duerfte in der geringeren MWSt liegen. Dies ist beim HopperTicket
voellig analog.
Lars
--
Lars Haenisch * la...@fh-wedel.de * www.fh-wedel.de/~lars
KBS 101.1 und 10033 * Bf. AWL (AROE leider ohne PV)
>>2. Wie stellen es GVH- (Grossraumverband Hannover) Netzkartenbesitzer
>>am besten an, wenn sie in den angrenzenden VRB hineinfahren und dort alle
>>Verbundverkehrsmittel nutzen wollen? Anmerkung: Ein Aussteigen unterwegs
>>ist wohl nicht zu vermeiden, da es im Zug keine VRB-Fahrausweise und
>>auch keine Entwerter gibt. Ein Uebergangstarif gibt es auch nicht.
>
>Meine Erfahrung mit dem VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) bzw. in den Verbund
>hineinführenden DB-Strecken: Es wird akzeptiert, wenn man einen DB-Fahrschein bis
>zur Verbundsgrenze und einen zu entwertenden Verbundsfahrausweis hat (Dauerkarten
>sind eh unpproblematisch, sofern sie im entsprechenden Zug gelten).
Dazu gleich ein Beispiel vom HVV:
Wie anderswo auch gibt es Zuege, die sich bei Annaeherung Hamburgs in
S (siehe Posting "Re: 100% Puenktlichkeit S-Bahn Hamburg - ein
schlechter Witz" in d.e.b.s ...) wandeln bzw. fuer den HVV-Tarif
freigegeben sind. Andererseits gibt es hier leider keine Fahrkarten im
Vorverkauf.
Ein Kollege machte mich neulich auf folgenden Praxisfall aufmerksam:
Wenn er von Buchholz nach Wedel faehrt (SE bis HH Hbf, S bis Wedel),
muss er eine DPT-Karte Buchholz -- Hbf kaufen und dort eine HVV-Karte
nach Wedel.
Zurueck gilt seine HVV-Karte zum gleichen Preis mit Hittfeld (weil
bis dort S-Bahn-Tarif); DPT ist nur noch fuer die naechsten 2
Haltestellen erforderlich.
So etwas, dass die Fahrpreise je nach Richtung unterschiedlich sind,
ist nun absolut nicht nachvollziehbar!
Mir wuerden folgende Loesungsmoeglichkeiten einfallen:
a) Verkauf auch von HVV-Fahrkarten vom KiN / Zub
b) Ausgabe von HVV-Tickets im Vorverkauf; Entwertung
Zange
c) Aufstellung von HVV-Fahrkartenautomaten auch ausserhalb
des Verbundraums (wie auch in Buxtehude!)
d) Aufenthalt des Zuges von 10 Min. in Hittfeld, damit alle aussteigen
und HVV-Tickets loesen koennen ...
Wie bringt man DB / HVV dazu, sich zu bewegen?
> >3. Wenn ich Fahrscheine fuer Fahrten innerhalb des VRB (z.B.
> Haemelerwald - Bs
> >oder BS - Bad Harzburg) an Bahnhoefen ausserhalb des VRB( z.B.
> Hannover)
> >zum normalen DPT (natuerlich mit BahnCard) bekommen kann und mir
> genau
> >bekannt ist, an welchen Tagen ich sie brauche, koennte ich doch bei
> einem
> >Besuch
> >in Hannover mir einen kleinen Vorat anlegen und so weiterhin die
> BahnCard im
> >VRB
> >nutzen. Oder?
>
>
> Steuern vermeiden ist legal; Steuern hinterziehen ist 'ne Straftat.
> Aber wenn eine Kaufmann dieselbe Ware im schwarzen und im weißen
> Karton anbietet, darf ich mir trotzdem den aus dem Regal holen, der
> billiger ausgepreist ist.
Habe folgendes nicht mit einem Steuerrechtler durchgeprüft: Fahrgast füllt
Umsatzsteuervoranmeldung beim Finanzamt aus, und zwar über die Differenz
zwischen den Mehrwertsteuersätzen...
Gruß, ULF
_______________________________________________________________________________
Ulf Kutzner
Backhaushohl 46
D-55128 Mainz
_______________________________________________________________________________
> Oder gibt es auch "Fernverkehrs-Anschlußfahrausweise" für
> Nahverkehrs-Entfernungen ?
Eigentlich soll eine Karte für die Gesamtstrecke ausgestellt und die
vorhandene eingezogen werden.
Eine Reisende von Mannheim nach Wiesbaden war sich nicht sicher, ob sie in
MZ den SE nach WI erreichen würde.
Hätte sie im tarifverandelten SE eine Nachlösung der oben beschriebenen
Art erreichen können?
Hätte sie den Anteil MZ - WI sich im Nichtanschlußfalle (= Weiterreise per
Stadtbus) gebührenfrei bei der nächstbesten Fka bar auszahlen lassen
können?
> Ein Kollege machte mich neulich auf folgenden Praxisfall aufmerksam:
>
> Wenn er von Buchholz nach Wedel faehrt (SE bis HH Hbf, S bis Wedel),
> muss er eine DPT-Karte Buchholz -- Hbf kaufen und dort eine HVV-Karte
> nach Wedel.
[...]
> Mir wuerden folgende Loesungsmoeglichkeiten einfallen:
>
> a) Verkauf auch von HVV-Fahrkarten vom KiN / Zub
> b) Ausgabe von HVV-Tickets im Vorverkauf; Entwertung
> Zange
> c) Aufstellung von HVV-Fahrkartenautomaten auch ausserhalb
> des Verbundraums (wie auch in Buxtehude!)
> d) Aufenthalt des Zuges von 10 Min. in Hittfeld, damit alle aussteigen
> und HVV-Tickets loesen koennen ...
e) Einbeziehung von Wedel in den DPT, sofern dies nicht der Fall
ist. Falls dies nicht mehr der Fall ist, bis wann war es der Fall?
>
> Wie bringt man DB / HVV dazu, sich zu bewegen?
Gruß, ULF
Wieso das? Seit wann ist Wedel nicht mehr DB-Tarifpunkt? Es gibt doch
sogar DPT-Fahrkarten von Karlsruhe-Durlach nach Hamburg-Iserbrook.
Grüße
Marc
--
------------------------------------------------------------------------------
Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
>la...@fh-wedel.de (Lars Haenisch) wrote:
>>Wenn er von Buchholz nach Wedel faehrt (SE bis HH Hbf, S bis Wedel),
>>muss er eine DPT-Karte Buchholz -- Hbf kaufen und dort eine HVV-Karte
>>nach Wedel.
>
>Wieso das? Seit wann ist Wedel nicht mehr DB-Tarifpunkt? Es gibt doch
>sogar DPT-Fahrkarten von Karlsruhe-Durlach nach Hamburg-Iserbrook.
Wedel ist natuerlich noch DPT-Tarifpunkt. Nur sprechen 2 Punkte
dagegen: Zum einen ist eine DPT-Karte teurer als eine HVV-Karte,
zum anderen gibt es im DPT leider keinen Tarifpunkt Wedel
Industriestrasse, sprich der Bus erfordert eh eine HVV-Karte.
>e) Einbeziehung von Wedel in den DPT, sofern dies nicht der Fall
>ist. Falls dies nicht mehr der Fall ist, bis wann war es der Fall?
[Siehe Antwort auf Marcs Posting: Ist im DPT, aber leider teuer
als HVV und ohne Bus.]
> Wedel ist natuerlich noch DPT-Tarifpunkt.
Natürlich? Schön wär's. Berliner S-Bahnhöfe sind zumeist nicht
DPT-Tarifpunkt, jedenfalls nicht, sofern sie nicht in der DPT-Tarifzone
"Stadtbahn" liegen. Die Berliner S-Bahn ist auch nicht "privater" als die
Hamburger, historisch gesehen war allerdings die Westberliner S-Bahn schon
einmal nichtbundeseigen.
>> Wedel ist natuerlich noch DPT-Tarifpunkt.=20
>
>Nat=FCrlich? Sch=F6n w=E4r's. Berliner S-Bahnh=F6fe sind zumeist nicht
>DPT-Tarifpunkt, jedenfalls nicht, sofern sie nicht in der DPT-Tarifzone
>"Stadtbahn" liegen. Die Berliner S-Bahn ist auch nicht "privater" als die
>Hamburger, historisch gesehen war allerdings die Westberliner S-Bahn schon
>einmal nichtbundeseigen.
Wurden denn in Berlin die DPT-Punkte gestrichen oder gab es diese nie?
Bei Letzterem mag das auch daran liegen, dass dort Reichsbahnland war
und der DPT dort erst seit 1990 (oder noch spaeter) gelten duerfte.
>Meine Erfahrung mit dem VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) bzw. in den
>Verbund hineinführenden DB-Strecken: Es wird akzeptiert, wenn man einen
>DB-Fahrschein bis zur Verbundsgrenze und einen zu entwertenden
>Verbundsfahrausweis hat (Dauerkarten sind eh unpproblematisch, sofern sie
>im entsprechenden Zug gelten). Da es in den Zügen natürlich keine Entwerter
>gibt, machen die Schaffner das im Normalfall. Sie weisen einen zwar immer
>daruf hin, daß das eigentlich nicht geht, aber ich habe selbst noch nicht
>erlebt, daß einer die Entwertung verweigert hätte.
In der Radiosendung, auf die Burkard gestern hingewiesen hat (Danke Burkard,
ich konnte leider nur eine halbe Stunde mittendrin hoeren), hat sich jemand
darueber beschwert. Er hatte ein Ticket 2000 Preisstufe B ab Essen und
wollte von Muenster aus mit DB-Fahrkarte bis Sythen und Zusatzticket nach
Essen fahren.
Ein "Schaffner" hat das Ticket nicht entwerten wollen, und es kam IIRC zu
einem 60-DM-Ticket. Der Vertreter des VRR sagte dazu: Der korrekte Tarif
Essen - Muenster ist der DB-Tarif. Wo "findige Leute" Moeglichkeiten finden,
durch Stueckelung billiger zu fahren, koennten sie dies tun. Da es aber im
Zug nun mal keine Entwerter gebe, besteht die Moeglichkeit in Fahrtrichtung
VRR eben nicht, Punkt. Der Verbund habe kein Interesse, mit einer Aenderung
seine Einnahmesituation zu verschlechtern. Man moege das bitte nicht auf dem
Ruecken des DB-Personals austragen.
Als "Trost" teilte der VRR-Mensch noch mit, dass ein "NRW-Tarif" in
Abstimmung sei, der Tarifluecken an den Verbundgrenzen schliessen solle und
zum Beispiel auch in der Relation Muenster (Stadtverkehr) - Essen
(Stadtverkehr) erhaeltlich sein solle. Man darf gespannt sein.
Uebersichtlicher werden die Tarife dadurch bestimmt nicht, und dem Mann mit
seinem Zusatzticket ist damit wohl nicht geholfen.
--
Kai Borgolte, Bonn
> >Als "Trost" teilte der VRR-Mensch noch mit, dass ein "NRW-Tarif" in
> >Abstimmung sei, der Tarifluecken an den Verbundgrenzen schliessen solle und
> >zum Beispiel auch in der Relation Muenster (Stadtverkehr) - Essen
> >(Stadtverkehr) erhaeltlich sein solle. Man darf gespannt sein.
> >Uebersichtlicher werden die Tarife dadurch bestimmt nicht, und dem Mann mit
> >seinem Zusatzticket ist damit wohl nicht geholfen.
> >--
> >Kai Borgolte, Bonn
> >
> Zum Glück erlebe ich immer wieder Zugbegleiter, die pragmatischer sind, als es DB
> und Verkehrsverbünde erlauben. Daß irgendwann mal ein NRW-Ticket kommen soll, ist
> ja schön und gut, aber darüber wird meines Wissens auch nicht erst seit gestern
> nachgedacht. Und angesichts der zahlreichen Tarifstufen, die allein schon der
> Übergangstarif zwischen VRR und VRS bereithält, glaube ich nicht, daß hier ein
> einfaches System entstehen wird.
In der Stadtverkehrsgruppe wird gerade über ein Kombiticket-Beispiel aus
dem süddeutschen Raum berichtet, das zwar nicht billiger ist, aber das
Nachlösen erspart.
> >Nat=FCrlich? Sch=F6n w=E4r's. Berliner S-Bahnh=F6fe sind zumeist nicht
> >DPT-Tarifpunkt, jedenfalls nicht, sofern sie nicht in der DPT-Tarifzone
> >"Stadtbahn" liegen. Die Berliner S-Bahn ist auch nicht "privater" als die
> >Hamburger, historisch gesehen war allerdings die Westberliner S-Bahn schon
> >einmal nichtbundeseigen.
>
> Wurden denn in Berlin die DPT-Punkte gestrichen oder gab es diese nie?
> Bei Letzterem mag das auch daran liegen, dass dort Reichsbahnland war
> und der DPT dort erst seit 1990 (oder noch spaeter) gelten duerfte.
In Berlin wurde seinerzeit streng zwischen S-Bahn und Fernbahn (=allem
übrigen, einschließlich Bummelzügen) getrennt, betrieblich wie tariflich.
Für manche Personenzüge gab es Anerkennungsregelungen. Nur die
Fernbahntarifpunkte kamen als solche in den DPT.