am xx.02.2001 bin ich mit dem Regionalzug Nr. xxxxx der DB Regio-AG
von A-Stadt nach B-Stadt gefahren. Der Zf kontrollierte meinen
Fahrschein, ging dann an die Tür, pfiff ab und kam dann wieder an
meinen Platz zurück und begann mit mir ein Gespräch über die
Tarifverhandlungen bei der Bahn. Er sagte, nunmehr sollte also aus dem
Einheitstarifvertrag für den Konzern ausgestiegen werden, statt dessen
soll es unterschiedliche Tarifverträge für die einzelnen
Konzerntöchter geben. Dies liefe (und da hat er recht) darauf hinaus,
dass gerade im Cargo- und Regiobereich wegen dem dortigen Wettbewerb
niedrigere Löhne vereinbart werden sollten. Ich entgegnete daraufhin,
dass ich davon in den Nachrichten gehört habe und dass ich es ziemlich
merkwürdig finde, dass Transnet das kampflos mit sich machen lässt und
bereitwillig verhandelt. Der Zf gab mir recht und erklärte, er sei
zusammen mit etwa 20 ihm bekannten Kollegen aus der Gewerkschaft
ausgetreten. Auch wenn diese Maßnahme sicherlich auch keine Abhilfe
schafft, so äußerte ich Verständnis für diesen Entscheidung. -
Jedenfalls schimpfte er dann noch auf die Konzernleitung und erzählte
noch ein paar weitere Geschichten, die ich jetzt hier nicht
veröffentlichen möchte.
ZUnächst mal finde ich es erstaunlich, dass der Zf einfach so ein
Gespräch mit einem Fahrgast über Lohntariffragen anfängt, es könnte ja
durchaus sein, dass der Fahrgast sich damit noch nie befasst hat und
daher überhaupt nicht versteht wovon die Rede ist. Naja, vielleicht
hat er bei der Kontrolle des Fahrscheins gesehen, dass vor mir ein
Arbeitsrechtsbuch lag und vielleicht hat er deshalb gerade mich
angesprochen. Jedenfalls muss man auch ziemlich gefrustet sein - denke
ich mir - wenn man mit einem fremden Fahrgast ein derartiges Gespräch
anfängt, ist es doch auch gewissermaßen riskant, denn es könnte ja
sein, dass der Fahrgast sich darüber aufregt und ein
Beschwedeschreiben verfasst, was ich natürlich nicht tun werde.
Meine Meinung dazu; inhaltlich hat der Zf völlig recht. Ich finde es
in der Tat unglaublich, dass Transnet unterschiedliche Tarife für die
einzelnen DB-Tochteruntenehmen kampflos akzeptieren will. Dadurch wird
das Problem, dass für gleiche Arbeit unterschiedlicher Lohn gezahlt
wird, innerhalb des Konzerns DB AG noch verschärft. Dies wird
womöglich zu Neid unter den Kollegen führen und damit letztlich die
gewerkschaftliche Arbeit erschweren. Insofern geht das Verhalten des
Transnet-Vorstandes nicht nur an den Wünschen und Bedürfnissen der
betroffenen Arbeitnehmer vorbei, sondern ist auch noch in höchstem
Maße gewerkschaftsschädigend! Es ist zu hoffen, dass auf einem
zukünftigen Gewerkschaftstag Norbert Hansen und Co. abserviert
werden..
Viele Grüße,
Roan Steve
>Aber "drastische Worte", ohne konkrete Lösungsvorschläge bringen gar nichts..
Nur kann man von Zfs oder Tfs sicherlich keine detaillierten
betriebswirtschaftlichen Lösungsvorschläge erwarten, weil denen dazu
in der Regel die Fachkenntnisse fehlen werden. Es wäre eher Aufgabe
der hauptamtlichen Gewerkschafter sich hier Gedanken zu machen anstatt
die Konzepte des Bahnvorstandes noch schönzureden. Hierzu gehörte
zumindest in aller Öffentlichkeit und in scharfer Form die mit der
Privatisierung verbundenen Gefahren für die ARbeitnehmer deutlich zu
machen. Hierzu gehören insbesondere Lohnsenkungen durch stärkeren
Kosten- und Kokurrenzdruck. Die Äußerungen von Transnet in diesem
Bereich betonen jedoch eher die Chancen von mehr Wettbewerb für den
Schienenverkehr.
Grüße,
Roan Steve
>Daß Gewerkschaften ein Relikt aus vergangenen Zeiten sind, scheinen
>immer mehr Arbeitnehmer zu erkennen. Auch ich würde einem solchen Verein
>nie freiwillig beitreten (gehört aber nicht hierher).
Gehört in der Tat nicht hierher, aber die bloße Nichtorganisation
führt sicherlich auch nicht zu besseren Arbeitsbedingungen. Zudem ist
das Problem nicht, dass Gewerkschaften ein Relikt aus vergangenen
Zeiten sind, sondern vielmehr dass diese sich ihrer eigenen
Vergangenheit nicht bewusst sind. Ein Blick in die Geschichte würde
zeigen, dass man gravierende VErbesserungen wie
Arbeitszeitverkürzungen mit Lohnausgleich und Lohnfortzahlung im
Krankheitsfall alle nicht durch Teilnahme an Bündnissen für Arbeit
oder Beschäftigungsbündnissen, sondern durch Arbeitskämpfe erreicht
hat.
>Um wieder zumThema zurückzukommen: Könnte die Sache dann darauf
> hinauslaufen, daß (weitere) Lokführer zur BRG übergesiedelt werden u
>und nach den dortigen niedrigeren Löhnen bezahlt werden ?
>Ich warte ja noch auf den Tag, an welchem die Bahn eine Ausschreibung
>für die Lokführerleistungen startet. BRG, Mitropa &Co. unterbieten sich
>dann gegenseitig...
Wie wäre es denn mit freiberuflichen Lokführern, die fallweise mit dem
Fahren von Zügen beauftragt werden? Nein, im Ernst: derartige
Entwicklungen wie von dir geschildert sind in der Tat denkbar.
>Hansen hört man immer nur, wenn die Bahn negative Schlagzeilen hat; dann
>haut er "rein", wo er nur kann. Vorzeigbare Erfolge konnte er bisher in
>meinen Augen keine erreichen. Aber was solls...
DA gebe ich dir auch recht.
Grüße,
Roan Steve
Roan Steve Schreiber schrieb:
> am xx.02.2001 bin ich mit dem Regionalzug Nr. xxxxx der DB Regio-AG
> von A-Stadt nach B-Stadt gefahren. Der Zf kontrollierte meinen
> Fahrschein, ging dann an die Tür, pfiff ab und kam dann wieder an
> meinen Platz zurück und begann mit mir ein Gespräch über die
> Tarifverhandlungen bei der Bahn. Er sagte, nunmehr sollte also aus dem
> Einheitstarifvertrag für den Konzern ausgestiegen werden, statt dessen
> soll es unterschiedliche Tarifverträge für die einzelnen
> Konzerntöchter geben. Dies liefe (und da hat er recht) darauf hinaus,
> dass gerade im Cargo- und Regiobereich wegen dem dortigen Wettbewerb
> niedrigere Löhne vereinbart werden sollten. Ich entgegnete daraufhin,
> dass ich davon in den Nachrichten gehört habe und dass ich es ziemlich
> merkwürdig finde, dass Transnet das kampflos mit sich machen lässt und
> bereitwillig verhandelt. Der Zf gab mir recht und erklärte, er sei
> zusammen mit etwa 20 ihm bekannten Kollegen aus der Gewerkschaft
> ausgetreten.
Daß Gewerkschaften ein Relikt aus vergangenen Zeiten sind, scheinen
immer mehr Arbeitnehmer zu erkennen. Auch ich würde einem solchen Verein
nie freiwillig beitreten (gehört aber nicht hierher). Um wieder zum
Thema zurückzukommen: Könnte die Sache dann darauf hinauslaufen, daß
(weitere) Lokführer zur BRG übergesiedelt werden und nach den dortigen
niedrigeren Löhnen bezahlt werden ?
Ich warte ja noch auf den Tag, an welchem die Bahn eine Ausschreibung
für die Lokführerleistungen startet. BRG, Mitropa &Co. unterbieten sich
dann gegenseitig...
> Es ist zu hoffen, dass auf einem zukünftigen Gewerkschaftstag
> Norbert Hansen und Co. abserviert werden..
Hansen hört man immer nur, wenn die Bahn negative Schlagzeilen hat; dann
haut er "rein", wo er nur kann. Vorzeigbare Erfolge konnte er bisher in
meinen Augen keine erreichen. Aber was solls...
Grüße
MhD
--
* Martin H. Duffner Fax: +49 7722 3605
* 78098 Nußbach http://www.schwarzwaldbahn.net
* << Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten ist eine Konstante.
* Die Bevölkerung wächst. >>
> Sorry für manche drastischen Worte, aber das musste jetzt sein...
Die Kritik an den Gewerkschaften ist sicher berechtigt, aber der
Austritt ist nicht der richtige Weg. Ohne die Gewerkschaften wird es
sicher schwer einen Arbeitskampf zu organisieren.
Gruß
Lennart
> Die Frage ist, was gewerkschaftliches Ziel sein sollte, Arbeitsplatz-
> oder Einkommenssicherung?
Beides!
Das ist ja gerade die Taktik der Arbeitgeber, uns einreden zu wollen,
daß nur eines von beidem geht. Und die Gewerkschaften lassen sich auch
noch darauf ein :-((
Gruß
Lennart
"Lennart Blume" <Lennar...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag news:97hfq8$20ag$1...@news.nikoma.de...
| Die Kritik an den Gewerkschaften ist sicher berechtigt, aber der
| Austritt ist nicht der richtige Weg. Ohne die Gewerkschaften wird es
| sicher schwer einen Arbeitskampf zu organisieren.
Jau, und mit Gewerkschaften wird Montag-Morgens
ein Rangierbahnhof bestreikt.
Tolle Leistung!
MfG Uwe.
Von wem dann? Jene, von welchen ich hoffe sie besitzen die Fachkenntnisse,
wird ja nicht geglaubt.
>Es wäre eher Aufgabe
> der hauptamtlichen Gewerkschafter sich hier Gedanken zu machen anstatt
> die Konzepte des Bahnvorstandes noch schönzureden.
Das sie es nicht tun betrachte ich als Unterstellung.
>Hierzu gehörte
> zumindest in aller Öffentlichkeit und in scharfer Form die mit der
> Privatisierung verbundenen Gefahren für die Arbeitnehmer deutlich zu
> machen. Hierzu gehören insbesondere Lohnsenkungen durch stärkeren
> Kosten- und Kokurrenzdruck. Die Äußerungen von Transnet in diesem
> Bereich betonen jedoch eher die Chancen von mehr Wettbewerb für den
> Schienenverkehr.
Transnet wird die Bahnreform nicht rückgängig machen können, und was für den
Schienenverkehr stimmt, muss nicht für den einzelnen Arbeitnehmer bei der
Bahn gelten. Es gibt genug Unternehmen und Personen im Bereich Eisenbahn,
die vom Wettbewerb auf der Schiene profitieren.
Der Wettberb ist nun einmal von staatsseite gewünscht, und damit sind dann auch
alle negativen Auswirkungen, die aus der freien Wirtschaft eigentlich bekannt
waren und sind, verbunden.
Daniel
Wie soll das gehen, bei einem Unternehmen welches kein Monopol besitzt?
Daniel
Du möchtest Dich also ganz freiwillig der Möglichkeit berauben, betriebs-
übergreifende und notfalls gerichtlich durchsetzbare Mindeststandards
bei Löhnen und Arbeitsbedingungen vereibaren zu können?
Das sei Dir unbenommen. Ich persönlich halte das Prinzip der Gewerkschaft
immer noch für eine der wichtigsten Errungenschaften der modernen
Arbeits- und Sozialpolitik, und ich hoffe, daß sich diese Erkenntnis in
der Zukunft auch in Branchen wie z.B. dem IT-Sektor durchsetzt.
Tip: Niemand hindert Dich daran, einen eigenen Berufsverband aufzu-
machen, wenn Dir die bestehenden nicht gefallen (was ich teilweise
durchaus nachvollziehen kann).
Beste Grüße aus D'dorf,
=ToJe=
(noch nicht in einer Gewerkschaft)
--
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
* Exil-Westfale * PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux *
In der Regel surft man auf einem Brett im Wasser, im WWW liest man Texte
oder schaut sich Bilder an. (Claus Schönleber in de.admin.news.misc)
> Wie wäre es denn mit freiberuflichen Lokführern, die fallweise mit dem
> Fahren von Zügen beauftragt werden? Nein, im Ernst: derartige
> Entwicklungen wie von dir geschildert sind in der Tat denkbar.
Schon was von Siemens Dispolok gehört ? Die nehmen als solche
freiberuflichen Lokführer am liebsten die der DB. Also sowas gibt es schon.
Gruß Jens
... bei welchem dann der Kommentar von Kunden kommen wird, ständig
verspätet, aber noch streiken, sollen lieber was tun !
Gruß Jens
Uns fehlt Fachkenntniss ? Ahh ja, aber ein Aufsichtsratsvorsitzender eines
Autokonzerns, den man dort nicht mehr haben will und beid er Bahn ein neues
zu hause findet, der hat Fachkenntniss oder etwa auch einer der früher mal
was mit Druckmaschinen zu hatte ? Mehr als eine Eisenbahn in 1:87 kennen die
sicher nicht !
> Es wäre eher Aufgabe
> der hauptamtlichen Gewerkschafter sich hier Gedanken zu machen anstatt
> die Konzepte des Bahnvorstandes noch schönzureden.
Allerdings ! Der nächste satz wäre dann "Wir wissen zwar nicht wie wir ohne
sie auskommen können, doch ab nächsten Monat probieren wir das mal ".
> Hierzu gehörte
> zumindest in aller Öffentlichkeit und in scharfer Form die mit der
> Privatisierung verbundenen Gefahren für die ARbeitnehmer deutlich zu
> machen.
Ahh ja, genau !
> Hierzu gehören insbesondere Lohnsenkungen durch stärkeren
> Kosten- und Kokurrenzdruck. Die Äußerungen von Transnet in diesem
> Bereich betonen jedoch eher die Chancen von mehr Wettbewerb für den
> Schienenverkehr.
... indem ein Eisenbahner zum Sozialhilfefall wird ?
Gruß Jens
> Wenig, weniger, am liebsten für ein "Vergelt's Gott" oder noch besser
> "Wir bekommen dafür, dass Sie unsere Kunden betreuen durften, DM 2000
> von Ihnen" - so wäre es gewissen Kreisen am liebsten.
Wenn da mal einer FAZ gelesen hat, so kam es in den Nachrichten, die
schrieben letzte Woche irgendwann mal, das Jahresverdienste unter 65.000
unter die Armutsgrenze Fallen. Laut meiner Lohnsteuerkarte liege ich mit
knapp 36.000 DM Jahresverdienst weit unter dieser Grenze. Da kommt man schon
ins grübeln, warum man diesen Beruf eigentlich noch macht. Es gibt Leute bei
dem selben Verein, die machen eigentlich nichts anderes, als Sessel zu
wärmen sowie blöde Sprüche klopfen oder denken sich völlig sinnlose Sachen
aus, und diese gehen mit meinem dreifachem Lohn nach Hause und diese stehen
sich auch nicht nachts um drei am Hbf in Stuttgart die Beine in den Bauch,
diese lassen sich nicht Tag ein Tag aus von sogenannten "Kunden" auf das
übelste anscheißen, diese haben nicht bis zu 7 Dienständerungen in der
Woche, diesen Leuten werden keine Ruhetage gestrichen, diese schieben an
Wochenenden und Feitertagen keine 10 bis 14 Stundenschichten, diese Leute
haben keine auswärtigen Übernachtungen, diese Leute müssen nicht täglich mit
dem Schrott an rollendem Material kämpfen ....
Gruß Jens
> Ich warte ja noch auf den Tag, an welchem die Bahn eine Ausschreibung
> für die Lokführerleistungen startet. BRG, Mitropa &Co. unterbieten sich
> dann gegenseitig...
... Arbeitnehmer werden dann in Naturalien oder Essenmarken für die Kantine
bezahlt. Bei letzterem gibt es dann logischerweiße nur ein halbes, weil die
andere Hälfte die Steuer bekommt :-)
> > Es ist zu hoffen, dass auf einem zukünftigen Gewerkschaftstag
> > Norbert Hansen und Co. abserviert werden..
>
> Hansen hört man immer nur, wenn die Bahn negative Schlagzeilen hat; dann
> haut er "rein", wo er nur kann.
Dort ist er aber dann auch einer der weinigen, der hinter dem Bodenpersonal
steht !
Ich erinnere nur mal an Aussagen eines Herrn Ludewig.
> Vorzeigbare Erfolge konnte er bisher in
> meinen Augen keine erreichen. Aber was solls...
... da letztlich der Vorstand eh macht was er will !?
Nehmen wir doch nur mal Streckenstilllegungen. Was debattiert man schon
Ewigkeiten um Probstzella - Sonnerberg, vom labern kommt die Strecke auch
nicht wieder. Oder Beispiel IR ! Erst weg damit, dann wieder nicht, jetzt
doch wieder ....
Gruß Jens
>Ronny Hick <ry...@eplus-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
>97go49$p10nj$5...@ID-36929.news.dfncis.de...
>
>> Wenig, weniger, am liebsten für ein "Vergelt's Gott" oder noch besser
>> "Wir bekommen dafür, dass Sie unsere Kunden betreuen durften, DM 2000
>> von Ihnen" - so wäre es gewissen Kreisen am liebsten.
>
>Wenn da mal einer FAZ gelesen hat, so kam es in den Nachrichten, die
>schrieben letzte Woche irgendwann mal, das Jahresverdienste unter 65.000
>unter die Armutsgrenze Fallen.
65.000 DM für Alleinstehende?
>Laut meiner Lohnsteuerkarte liege ich mit
>knapp 36.000 DM Jahresverdienst weit unter dieser Grenze.
Hallo Kollege...
Aber als arm würde ich mich nicht bezeichnen, ich kann mir sogar noch
regelmäßig Bahnfahrkarten leisten. Allerdings möchte ich auch nicht
ewig für dieses Geld arbeiten, und habe auch gute Aussichten dafür
(derzeit Promotionsstelle mit 2/3 Bezahlung und 5/4 Arbeitszeit...)
Gruß, Frank
Dann musst Du auch mit den Auswirkungen des Wettbewerbs leben.
>Aber ich will
> leistungsgerecht bezahlt werden und nicht mit Dumping-Löhnen abgespeist
> werden!
Was heisst leistungsgerecht? Einnahmen der Züge, in denen Du während eines
Monats tätig warst, minus die Kosten und dann geteilt durch alle Beteiligten?
Oder soll sich "leistungsgerecht" eher auf die subjektive Meinung des
Arbeitnehmers beziehen?
> Ich persönlich habe nichts gegen den Schichtdienst, meinen Bedürfnissen
> entspricht er. Nur, was soll jemand sagen, dem das nicht so richtig
> zusagt, der aber diesen Job machen muss, damit wenigstens einer aus der
> Familie Kohle nach Hause bringt? Wie sieht es mit einem Privatleben aus?
> Wird der Verzicht auf so manches wirklich ausreichend honoriert?
Wobei auch die Bewertung eines persönlichen Verzichtes immer
subjektiv ist. Soll man jemanden der Frau und Kind zu hause hat
für eine Nachtschicht die E8 und einem Alleinstehenden für die gleiche Arbeit
die E6 geben? Dann hast Du das was jetzt im Grossen beschlossen wurde im
Kleinen.
Und was soll man machen, wenn ein Angebot so wenig abwürft,
das ein dem subjektiven Entlohnungswunsch entsprechender Lohn nicht
drin ist? Das Angebot einstellen, was ja dann noch
weniger Arbeit - Lohn bedeutet?
Was die Fehlinvestitionen bei der Bahn angeht so sehe ich das Problem
in der internen Struktur, wobei sie sich ja vor kurzen wohl wieder geändert
hat, und man mal abwarten muss, ob es Auswirkungen auf dieses Problem
haben wird.
Daniel
>Uns fehlt Fachkenntniss ? Ahh ja, aber ein Aufsichtsratsvorsitzender eines
Möglichweise nicht jene Fachkenntnis, um Kunden sicher im Zug an ihr
Ziel zu bringen. Aber sicher die, einen Konzern (und ex-Behörde) zu
sanieren. In dem Fall ist es in den allermeisten Fällen besser, sich
externe Leute zu holen, die weniger auf gewachsene Strukturen und
persönliche Animositäten Rücksicht nehmen müssen.
>was mit Druckmaschinen zu hatte?
Das Produkt ist nicht entscheidend. Hauptsache, er macht seine Sache
gut und hält den fachleuten den Rücken frei, damit die sich auf
Eisenbahnbetrieb und Verkauf konzentrieren können.
>Mehr als eine Eisenbahn in 1:87 kennen die sicher nicht !
Ziemlich blödes Totschlagargument. Ich halte so eine Diskussionsweise
für wenig ergebnisorientiert.
--
Gruß
Mathias +++ m...@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
>Uns fehlt Fachkenntniss ? Ahh ja, aber ein Aufsichtsratsvorsitzender eines
>Autokonzerns, den man dort nicht mehr haben will und beid er Bahn ein neues
>zu hause findet, der hat Fachkenntniss oder etwa auch einer der früher mal
>was mit Druckmaschinen zu hatte ? Mehr als eine Eisenbahn in 1:87 kennen die
>sicher nicht !
Da stimme ich dir auch zu, in der Tat dürfte sich das Management mit
den besonderen Problemen eines Eisenbahnunternehmens nicht sonderlich
gut auskennen, da hierzu schon die betrieblichen Grundlagenkenntnisse
fehlen dürfte.
Grüße,
Roan Steve
Möchtest Du zurück zu den beamteten Knallchargen, die mit ihren
"betrieblichen Grundlagenkenntnissen" bereits vor Jahrzehnten
(in Westdeutschland) z.B. zum "Rückzug aus der Fläche" geblasen
hatten und zusahen, wie der Marktanteil Jahr für Jahr zurückging?
Die konnten möglicherweise einen Edmondsonschen Fahrkartendrucker
perfekt bedienen, weil sie Jahre ihres Lebens damit verbracht
hatten, aber das waren augenscheinlich nicht die Qualitäten, die
für Führungsfunktionen erforderlich waren.
Natürlich schaden detaillierte Kenntnisse der betrieblichen Ab-
läufe nicht, sondern sind im Gegenteil sehr wünschenswert. Aus-
schlaggebend für die Leistung eines Vorstands sind jedoch stra-
tegisches Denken, kommunikative Fähigkeiten, Durchsetzungsvermö-
gen und einiges andere mehr.
Ich behaupte nicht, dass der Vorstand unter Mehdorn meine Ideal-
vorstellungen entspricht, aber zumindest hat er nach der unsäg-
lichen Ära Ludewig, als das Bahnmanagement in Richtung Senioren-
ABM für zu versorgende Politiker driftete, und die Wirtschafts-
presse schon über sein "Management by Wiedervorlage" spottete,
konsequent Altlasten bereinigt, insbesondere den Transrapid.
Gruß - Wolfgang
--
*** a sig isn't spam, but an accepted way of blah blah ***
*** - aus uk.rec.sailing - ***
*** Thu, 01 Mar 2001 08:18 +0100 ***
>Möchtest Du zurück zu den beamteten Knallchargen, die mit ihren
>"betrieblichen Grundlagenkenntnissen" bereits vor Jahrzehnten
>(in Westdeutschland) z.B. zum "Rückzug aus der Fläche" geblasen
>hatten und zusahen, wie der Marktanteil Jahr für Jahr zurückging?
Der momentane Vorstand tut auch nichts außer zusehen wie der
Marktanteil im eigenwirtschaftlich zu leistenden Bereich Fernverkehr
Jahr für Jahr zurückgeht. Obwohl, eigentlich stimmt das nicht: der
Vorstand schaut nicht nur zu, sondern er fördert das auch noch durch
Wegstreichen von Zügen und eine merkwürdige Tarifreform.
Roan Steve
>muss der besser bezahlt werden als jemand, der "an der Front steht"?
>Warum gab es zu DR-Zeiten für Schichtarbeiter bei der DR eine
>DR-Netz-Karte zur Freifahrt, währenddessen wir Schichtler heute mit
Und warum gibt es das überhaus erfolgreiche Subventionsmodell der DDR
(und damit auch der DR) noch heute? Oder gab es in den letzten 11
Jahren irgendwelche größeren Veränderungen, die Du möglicherweise
übersehen hast?
Subventionen für eigene Mitarbeiter und deren Angehörigen belasten
letztlich auch die Fahrpreise für alle Fahrgäste.
> Der momentane Vorstand tut auch nichts außer zusehen wie der
> Marktanteil im eigenwirtschaftlich zu leistenden Bereich Fernverkehr
> Jahr für Jahr zurückgeht. Obwohl, eigentlich stimmt das nicht: der
> Vorstand schaut nicht nur zu, sondern er fördert das auch noch durch
> Wegstreichen von Zügen und eine merkwürdige Tarifreform.
Aber Hallo, eins zu null für dich !
Gruß Jens
manchmal erweißen sich aber gewachsene Strukturen als durchaus positiv. Ich
erinnere an die Trennung von Nah- und Fernverkehr.
> >was mit Druckmaschinen zu hatte?
>
> Das Produkt ist nicht entscheidend. Hauptsache, er macht seine Sache
> gut und hält den fachleuten den Rücken frei, damit die sich auf
> Eisenbahnbetrieb und Verkauf konzentrieren können.
Nur selbige brauchen sich teilweise nicht mehr drauf konzentrieren wenn
gerade ihr Job wegkommt. Issn bisschen blöd oder ?
> >Mehr als eine Eisenbahn in 1:87 kennen die sicher nicht !
>
> Ziemlich blödes Totschlagargument. Ich halte so eine Diskussionsweise
> für wenig ergebnisorientiert.
O.K. das ging daneben. Tschuldigung.
Gruß Jens
> >Wenn da mal einer FAZ gelesen hat, so kam es in den Nachrichten, die
> >schrieben letzte Woche irgendwann mal, das Jahresverdienste unter 65.000
> >unter die Armutsgrenze Fallen.
>
> 65.000 DM für Alleinstehende?
So solls wohl sein, wenn FAZ das schreibt dann stimmt det, gell !
> >Laut meiner Lohnsteuerkarte liege ich mit
> >knapp 36.000 DM Jahresverdienst weit unter dieser Grenze.
>
> Hallo Kollege...
> Aber als arm würde ich mich nicht bezeichnen, ich kann mir sogar noch
> regelmäßig Bahnfahrkarten leisten.
Wenn ich den vollen Preis zahlen müsste, würde ich mir mit diesem Verdienst
öfter überlegen ob ich wegfahre !
> Allerdings möchte ich auch nicht
> ewig für dieses Geld arbeiten,
Sieh an ! Das haben sich im letzten Monat in unseren Regioteams auch drei
Leute gesagt und furt waren sie, und dafür dürfen alle anderen jetzt
Mehrleistung schieben.
Gruß Jens
> Möchtest Du zurück zu den beamteten Knallchargen, die mit ihren
> "betrieblichen Grundlagenkenntnissen" bereits vor Jahrzehnten
> (in Westdeutschland) z.B. zum "Rückzug aus der Fläche" geblasen
> hatten und zusahen, wie der Marktanteil Jahr für Jahr zurückging?
Ich sehe nirgendwo, das das mit dem Namen "Deutsche Bahn AG" anders geworden
wäre ? Oder wie erklärt man sich die vielen, wie Pilze aus dem Boden
spriesenden neuen ÉVU´s ? Oder wie kommt es zu einer Einstellung des
IR-Verkehrs ? DBAG zieht sich in noch größerem Umfang aus der Fläche zurück,
als eine damalige Bundesbahn.
> Die konnten möglicherweise einen Edmondsonschen Fahrkartendrucker
> perfekt bedienen, weil sie Jahre ihres Lebens damit verbracht
> hatten, aber das waren augenscheinlich nicht die Qualitäten, die
> für Führungsfunktionen erforderlich waren.
Die meisten Leute in den Führungsebenen waren zu Bundesbahnzeiten gestandene
Eisenbahner, die wussten wie der Hase läuft !
> Natürlich schaden detaillierte Kenntnisse der betrieblichen Ab-
> läufe nicht, sondern sind im Gegenteil sehr wünschenswert.
Sieh an !
> Aus-
> schlaggebend für die Leistung eines Vorstands sind jedoch stra-
> tegisches Denken,
...welches in Form der Einstellungen von IR Linien zu Tage kommt ?
> kommunikative Fähigkeiten,
... die Mitarbeiter erfahren Änderungen aus der Presse ?
> Durchsetzungsvermö-
> gen und einiges andere mehr.
Na gut.
Gruß Jens
>Denke mir mal,
> dass Du wegen Deiner Mailbox-Adresse aus dem Sächsischen kommst.
Aus dem Sachsen-Anhaltinischen genau.
>Glaubst
> Du, dass bei Lohnsenkungen / Tarifabstrichen abends, des Nachts noch
> jemand die Züge begleitet?
Scheinbar niemand der bei der DB AG beschäftigt ist.
>"Jemand, der im Büro rumhockt, sinnlos Zettel
> vollmalt und ansonsten nur die Kaffeemaschine in- und auswendig kennt" -
> muss der besser bezahlt werden als jemand, der "an der Front steht"?
Kommt auf die Arbeit an die er macht.
> Warum gab es zu DR-Zeiten für Schichtarbeiter bei der DR eine
> DR-Netz-Karte zur Freifahrt, währenddessen wir Schichtler heute mit
> einer gewissen Anzahl von Freifahrten "abgespeist" werden und dafür eine
> grosse Menge von Nicht-Schichtdienst-Leistenden mit einer NetzCard M
> rumfährt?
Vielleicht weil sie schwer ersetzbar sind, und sich das Unternehmen solche Leute
warm halten will?
> Ich dachte da eher an (wirklich ad acta gelegte?) Pläne der Bahn,
> gewisse Zulagen zu streichen oder kürzen (Nachtzulage)...
PZÜ? Gibt auch Leute die nie PZÜ bekommen haben, und dabei
auch die gleiche Arbeit wie welche mit PZÜ gemacht haben.
Daniel
> Warum gab es zu DR-Zeiten für Schichtarbeiter bei der DR eine
> DR-Netz-Karte zur Freifahrt, währenddessen wir Schichtler heute mit
> einer gewissen Anzahl von Freifahrten "abgespeist" werden und dafür eine
> grosse Menge von Nicht-Schichtdienst-Leistenden mit einer NetzCard M
> rumfährt?
Im Zweifel hatte das Bundesamt für Finanzen in der DDR wenig
auszurichten.
[ ] Du hast die Verminderung deiner Nettobezüge errechnet, die
einträte, wenn du eine NetzCard M hättest.
mfg Matthias Dörfler
> Ich sehe nirgendwo, das das mit dem Namen "Deutsche Bahn AG" anders geworden
> wäre ?
Vielleicht das ganze auch mal aus Kundensicht betrachten.
>Oder wie erklärt man sich die vielen, wie Pilze aus dem Boden
> spriesenden neuen ÉVU´s ?
Outsourcing.
>Oder wie kommt es zu einer Einstellung des
> IR-Verkehrs ?
Nachfrageanpassung
> Die meisten Leute in den Führungsebenen waren zu Bundesbahnzeiten gestandene
> Eisenbahner, die wussten wie der Hase läuft !
Früher war alles besser...
Daniel
>... Sachsen-Anhaltinischen ...
Eine der merkwürdigsten Formulierungen der Neuzeit. Also aus der
preußischen Provinz Sachsen oder aus Anhalt?
Aus der Landeshauptstadt von Sachsen - Anhalt.
Wie es vor Jahrzehnten mal hieß ist mir eigentlich egal,
jetzt heißt es Sachsen-A., auch wenn es wohl dafür geschichtlich
keinen brauchbaren Hintergrund geben soll.
Daniel
> Man soll also in der Gewerkschaft bleiben, weiter seine Beiträge
> zahlen, damit geglaubt wird, alles sei richtig und so richtig schön
> toll gut?
Vielleicht solltest Du Dich mal nach einer anderen Gewerkschaft umsehen.
Es muß ja nicht immer die hier bereits erwähnte sein.
> Und Arbeitskampf? Ehe die Gewerkschaften sich mal einig wären und
> geschlossen die Faust zeigen würden, bis dahin haben wir längst den
> dritten Wagenfarbwechsel hinter uns...
Ich rechne schon dieses Jahr mit Arbeitskämpfen.
Gruß
Lennart
>Ja, verrat' mir doch mal, welche Veränderungen es gab.
Systemausfall?
Das ist auch nicht eine Aufgabe der Gewerkschaft, sondern der
u.a. von Dir gewählten Betriebsräte. Diese neigen zur Selbst-
beschäftigung, aber das tun alle mir bekannten Gremien. Dage-
gen hilft nur ständiger Druck oder auch Feuer unter dem Hintern.
Reines Jammern hilft hier nicht, ein Gewerkschaftsaustritt ent-
lastet nur kurzfristig Dein Portemonnaie.
Das ist im übrigen in der normalen Politik nicht anders. Meinst
Du, Abgeordnete auf allen Ebenen bis hin zum ehrenamtlichen
Gemeindevertreter würden sich allein durch irgendwelche Zustände
beeindrucken lassen? In den meisten Fällen bedarf es möglichst
vielfacher und wiederholter Anstöße, bis sich einer der Repäsen-
tanten Dein Problem zueigen macht und etwas unternimmt.
Gruß - Wolfgang
--
*** a sig isn't spam, but an accepted way of blah blah ***
*** - aus uk.rec.sailing - ***
*** Sat, 03 Mar 2001 09:22 +0100 ***
> > Dann musst Du auch mit den Auswirkungen des Wettbewerbs
> > leben.
>
> Nicht nur wir... Auch Du, jeder der die Bahn benutzt. Denke mir mal,
> dass Du wegen Deiner Mailbox-Adresse aus dem Sächsischen kommst. Glaubst
> Du, dass bei Lohnsenkungen / Tarifabstrichen abends, des Nachts noch
> jemand die Züge begleitet?
Für das gleiche Geld eher im Sächsischen oder bei Knesebeck als in
München. Früher nannte man die Kaufkraftausgleichsbeträge "Ortszuschlag",
wurde dann sinnigerweise regionunabhängig vereinheitlicht...
Gruß, ULF
--
________________________________________________________________________
Ulf Kutzner Backhaushohl 46 D-55128 Mainz
________________________________________________________________________
>> >Oder wie erklärt man sich die vielen, wie Pilze aus dem Boden
>> > spriesenden neuen ÉVU´s ?
>>
>> Outsourcing.
>
>Wie ? Das deutsches Wort für "Outsourcing" lautet .....
Ursprungsherausverlagering.
Ob "outsourcing" Panscherei mit der englischen Sprache ist mögen andere
beurteilen. Dieses Modewort bezeichnet jedenfalls die Herauslösung von
bestimmten Arbeitsgebieten aus einer Firma, vorzugsweise in neu zu gründende
andere Firmen. Der Zweck solcher Übungen muß an dieser Stelle sicher nicht
weiter erläutert werden.
>> >Oder wie kommt es zu einer Einstellung des
>> > IR-Verkehrs ?
>>
>> Nachfrageanpassung
>
>Weil viele nachfragen, wird die Linie eingestellt ?
Stimmt ja auch nicht. "Anpassungen" nehmen vielleicht Behörden vor. In der
Wirtschaft heißen Einschränkungen erbrachter Leistungen grundsätzlich
"Optimierung".
-kl
> Stimmt ja auch nicht. "Anpassungen" nehmen vielleicht Behörden vor. In der
> Wirtschaft heißen Einschränkungen erbrachter Leistungen grundsätzlich
> "Optimierung".
Besser wäre wohl "Angebot", anstatt "erbrachte Leistung".
Daniel
>Hey, ich bin seit 88 bei dem Haufen, seit 90 kutsche ich draussen rum
>und ich kriege keine PZÜ?
Du warst 1994 noch nicht alt genug, im bis 31.12.1993 angewandten AnTV
ging es ja u.a. nach Lebensaltersstufen. PZÜ wurde die Differenz aus
(Gehalt nach AnTV)-(Gehalt nach ETV)...
Gruß, Gerd - ebenfalls ohne PZÜ
Punktförmige Zugführerüberwachung?
Grüße
Marc
--
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Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
Diejenigen, die von den Wahlberechtigten des Betriebes gewählt worden
sind. Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft ist übrigens für eine
Kandidatur bei der Betriebsratswahl nicht erforderlich. Näheres verrät
Dir das Betriebsverfassungsgesetz ab § 7. Erhältlich in jeder halbwegs
brauchbaren Buchhandlung für ca. 11 DM (dtv-Beck-Texte "Arbeitsgesetze"),
bestimmt auch irgendwo im Netz verfügbar.
>Und auch die Gewerkschaften sind nicht die rastlos für die Belange der
>Mitglieder Kämpfenden, wie es den Anschein hat. Auch hierfür könnte ich
>Beispiele bringen, wie mit den Mitgliedermärkern geaast wird.
Dann ändere es, zusammen mit Deinen Kollegen, die das auch stört, indem
ihr selbst Aufgaben in der Gewerkschaft wahrnehmt. Auch Funktionsträger
der Gewerkschaften werden gewählt.
Oder macht eure eigene Gewerkschaft auf. Das geht durchaus.
Grüße aus D'dorf,
=ToJe=
--
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
* Exil-Westfale * PGP public key ID: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux *
Fachbegriffe der Informatik einfach erklaert, Teil 16:
"SYSOP" == "Vollidiot" (Courtesy of Christian Weisgerber)
> Ob "outsourcing" Panscherei mit der englischen Sprache ist mögen andere
> beurteilen. Dieses Modewort bezeichnet jedenfalls die Herauslösung von
> bestimmten Arbeitsgebieten aus einer Firma, vorzugsweise in neu zu
gründende
> andere Firmen. Der Zweck solcher Übungen muß an dieser Stelle sicher nicht
> weiter erläutert werden.
Achso ! *interessiertnick* Muss man ja alles wissen !
Danke.
Gruß jens
> > Alle die nach dem 01. 01. 1994 bei der DBAG eingestellt worden ! Und
>
> Hey, ich bin seit 88 bei dem Haufen, seit 90 kutsche ich draussen rum
> und ich kriege keine PZÜ?
Auweia, das ging daneben, ich meinte natürlich alle diejenigen die bis zum
31. 12. 1993 von der DR zur DB gewechselt sind.
Gruß jens
Nee, Persönliche Zulage "Übernahme" oder so ähnlich heißt das. Da ich am 22.
08. 93 bei der DR ausgelernt hatte und am 23. 08. 93 von der Bundesbahn
übernommen wurde, bekomme ich die.
Gruß Jens
Gegen die Spitze alleine wäre ja gar nicht's einzuwenden. Nur leider sind
mittlerweile die oberen 20 (oder sind es jetzt schon 50) Schichten
mittlerweile mit Ahnungslosen besetzt. Hauptsache ein BWL Studium kann
vorgewiesen werden.
Sorry, aber die Eisenbahn im große ist ein wenig komplizierter als ein
Automobilkonzern oder ein Druckmaschienenwerk.
Das sich z.B. der Daimlerkonzern mit gewissen Autofremdem Firmen gewaltig
verzettelt hat dürfte ja mittlerweile bekannt sein.
Und Dürr hat mit der AEG auch nicht gerade ein absolutes Meisterwerk
abgeliefert.
Ron Sommer wird wahrscheinlich der nächste Vorstandsvorsitzende der DB AG.
Er ist zumindest auf den besten Weg dazu!
Das schlimme ist, das bei der Bahn mittlerweile überwiegend Finanzen und
Controling sowie das Marketing das sagen haben.
Beim Betrieb wird gespart wo es nur geht. Der Kunde schimpft dann aber über
das unfähige Personal, welches jetzt auch noch gegeneinander Gehaltsmäßig
ausgespielt wird, obwohl genau dieses Personal mit seinem immer noch
vorhandenen Einsatzwillen und seiner Bereitschaft mehr als nur Dienst nach
Vorschrift zu tun den Laden am Laufen hält.
Welcher Arbeiter am Band geht schon zu seinem Chef und fragt ob er ihn am
Sonntag noch braucht für eine Schicht oder bleibt noch drei Stunden extra
obwohl der Ablöser schon da ist, nur um noch schnell eine Zusätzliche
Arbeit zu erledigen?
Außerdem haben die wenigsten sonstigen Betriebe diese Personalprobleme wie
sie die Bahn hat.
Sicher hat die Bahn am einen oder anderen Standort zuviele Leute (vor allem
in der Verwaltung) aber gerade im operativen Dienst (Kundenkontakt) mangelt
es fast überall. Die meißten Einsatzstellen (vor allem in Ballungsgebieten)
sind in der Regel mit mindestens 10 % unterbesetzt. Das trotzdem nur enige
oder gar keine Züge wegen Personalmangel stehen bleiben liegt bestimmt
nicht an dem tollen Ansporn der von oben kommt, sondern einfach nur am
Berufsstolz vieler Kolleginen und Kollegen. Du solltest meißt sehr schnell
erkennen, ob du es mit Eisenbahnern oder mit Bahn-Mitarbeitern zu tun hast!
Die Chancen für Eisenbahner nach oben zu kommen sind aber denkbar gering.
Es könnte ja passieren, das mal einer die Wahrheit sagt und man plötzlich
feststellt, das die Wirklichkeit ganz anders aussieht, als auf dem Papier
behauptet wird.
Sicher tun sich kleinere Eisenbahnunternehmen leichter, aber für die
Strucktur der DB Verwaltung können die Eisenbahner nicht's, sie wurde seit
ewigkeiten von der Politik vorgegeben.
Allerdings frage ich mich, ob es für den Fahrgast wünschenswert ist, wenn
sich z.B. der Ausbildungsstand und der Sicherheitsstandart immer mehr nach
unten bewegt, weil das nun mal was kostet.
Ich erinnere hier nur ungern an den Unfall in Haspelmoor vor ein paar
Monaten, weil mir der Tf dieser ehem. Privatbahn leid tut. Schließlich hat
er die Axxxlochkarte gezogen. Die obere Etage hat einfach den Namen der
Firma gewechselt, die Positionen ein wenig untereinander getauscht und
schon den Kopf aus der Schlinge gezogen. Wenn es so weitergeht wird das bei
der die Bahn auch irgendwann passieren.
Ich sehne mir bestimmt nicht die Bundesbahn zurück, aber nicht alles von
ihr war schlecht.
> >was mit Druckmaschinen zu hatte?
>
> Das Produkt ist nicht entscheidend. Hauptsache, er macht seine Sache
> gut und hält den fachleuten den Rücken frei, damit die sich auf
> Eisenbahnbetrieb und Verkauf konzentrieren können.
>
Das Problem ist, das die Fachleute viel zu weit unten sind und zwischen
ihnen und ganz oben eine unheimlich dicke Filterschicht ist, die genauso
wie die Gewerkschaftsfunktionäre nur eins im Sinn hat: Wie verhalte ich
mich möglichst unauffällig um nicht meinen Kopf zu riskieren!
> >Mehr als eine Eisenbahn in 1:87 kennen die sicher nicht !
>
> Ziemlich blödes Totschlagargument. Ich halte so eine Diskussionsweise
> für wenig ergebnisorientiert.
>
Entspricht aber trotzdem der Wahrheit.
Mag von Aussen schwer vorstellbar zu sein, ist aber so!
Stell es dir so vor: Ein Fliesbandarbeiter bei BMW bekommt einen neuen
Chef. Dieser war vorher bei der Sparkasse als Abteilungsleiter Kleinkredite
beschäftig und alles was er mit BMW zu tun hatte war sein Dienstwagen. Aber
er kennt sich mit Finanzen aus.
Jetzt soll er unserem kleinen Fliesbandarbeiter kontrollieren und bei
Bedarf zu Seite stehen......
In etwa so ist es mittlerweile bei "die Bahn". Auch wenn du es nicht
glauben willst und wieder mit Totschlagargument daher kommst.
Eisenbahn kann man nicht, oder zumindest nur eingeschränkt studieren.
Lernen und vor allem verstehen kann man sie nur in der Praxis.
MfG
Armin
Rest gschippt
Hierzu passt dann ein Urteil, das vor gar nicht allzulanger Zeit ergangen
ist.
Sinngemäß lautet es, das ein Arbeitnehmer nur dann Anspruch auf Tariflohn
hat, wenn er Mitglied einer Gewerkschaft ist, welche an dem Tarifvertrag
beteiligt ist, nach dem der Arbeitnehmer bezahlt werden möchte.
Ich warte darauf, das es bald noch eine Unterteilung in den Gehaltsgruppen
der Bahn (und nicht nur dort) gibt. In etwa so: E8T(arif) und
E8n(nicht)T(arif). Letztere liegt dann brutto um 1000.- DM niedriger.
Das funktioniert zwar sicher nur für ein oder zwei Monate, halt solange bis
die Gewerkschaften einen Mitgliederboom haben. Dafür sind selbige dann
gerne Bereit, dem Arbeitgeber bei der nächsten Tarifverhandlung
entsprechend entgegenzukommen.
Außerdem wäre das für die Bahn ein ganz nettes Zubrot (so ca 30% nicht
Gewerkschaftsmitglieder) :-(
Gruß
Armin
Wer Züge bestellt, die einen Auslastungsgrad von mehr als 100% zur Kostendeckung
erfordern, bestellt, hat vermutlich eben kein BWL-Studium absolviert, oder
mittlerweile alles vergessen.
>Ron Sommer wird wahrscheinlich der nächste Vorstandsvorsitzende der DB AG.
ICE in Margenta, bitte nicht!
>Sicher hat die Bahn am einen oder anderen Standort zuviele Leute (vor allem
>in der Verwaltung) aber gerade im operativen Dienst (Kundenkontakt) mangelt
>es fast überall. Die meißten Einsatzstellen (vor allem in Ballungsgebieten)
>sind in der Regel mit mindestens 10 % unterbesetzt.
An letzerem ist sicher auch das Prinzip des Flächentarifvertrages nicht ganz
unschuldig. Denn mit einem Gehalt das irgendwo in der Provinz zum Leben reicht
und mit den vor Ort gezahlten Löhnen anderer Branchen konkurrenzfähig ist, lockst
du in bspw. München niemandem hinterm Ofen hervor. Das Problem tritt auch bei
anderen bundesweit agierenden Firmen (z. B. bei der Post) mit vergleichbarer
Tarifstruktur auf.
Oliver Schnell
--
_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de
Darüber wird man trefflich streiten können. Über Druckmaschinen
kann ich wenig sagen, aber die Organisation von Entwicklung und
Produktion eines Kraftfahrzeuges ist eine extrem komplexe Aufgabe.
> Das schlimme ist, das bei der Bahn mittlerweile überwiegend Fi-
> nanzen und Controling sowie das Marketing das sagen haben.
Was den Einfluss des Marketing bei Die Bahn betrifft, habe ich
erhebliche Zweifel an Deiner Aussage.
Im Hinblick auf die Finanzen wird sich Die Bahn aber daran gewöh-
nen müssen, dass nur das an Geld ausgegeben werden kann, was man
zuvor eingenommen hat (von direkten oder indirekten Kunden), und
das man jede Mark dreimal umdrehen muss, bevor man sie ausgibt.
Wenn es bei der Diskussion um die Bahnreform auch zeitweise recht
kontrovers zuging, so bestand Konsens darüber, dass man die jähr-
lich steigenden Defizite des Bahnbetriebs bis zum Hals satt hatte.
Gruß - Wolfgang
--
*** a sig isn't spam, but an accepted way of blah blah ***
*** - aus uk.rec.sailing - ***
*** Thu, 08 Mar 2001 15:35 +0100 ***
>Sinngemäß lautet es, das ein Arbeitnehmer nur dann Anspruch auf Tariflohn
>hat, wenn er Mitglied einer Gewerkschaft ist, welche an dem Tarifvertrag
>beteiligt ist, nach dem der Arbeitnehmer bezahlt werden möchte.
>
das ist ganz klar. Tarifverträge sind Verträge, die Gewerkschaften mit
Arbeitgeberverbänden oder einzelnen Arbeitgebern schließen. Sie regeln
die Mindestarbeitsbedingungen ihrer Mitglieder. Tarifverträge können
direkt nur für Gewerkschaftsmitglieder gelten, denn die Gewerkschaft
hätte ja gar nicht das Recht Arbeitsbedingungen für Leute festzulegen,
mit denen die Gewerkschaft gar nichts zu tun hat.
Meistens wird sich aber im Arbeitsvertrag auch bei Nichtorganisierten
auf den Tarifvertrag bezogen. Würde der Arbeitgeber davon abweichen
und Nichtorganisierten einen geringeren Lohn zahlen, da wäre das kaum
in seinem Interesse, weil er damit die Leute geradezu in die
Gewerkschaft drängt. Jedenfalls galt das mal zu Zeiten, als
Gewerkschaften noch Arbeitnehmerinteressen vertreten haben anstatt
irgend welche merkwürdigen Beschäftigungsbündnisse einzugehen...
Grüße,
Roan Steve
> Im Hinblick auf die Finanzen wird sich Die Bahn aber daran gewöh-
> nen müssen, dass nur das an Geld ausgegeben werden kann, was man
> zuvor eingenommen hat (von direkten oder indirekten Kunden), und
> das man jede Mark dreimal umdrehen muss, bevor man sie ausgibt.
>
Das Problem ist doch, das Geld genau von den Etagen rausgeworfen wird
(Prestigeobjekte), die es aus den Bereichen raushohlen, die (noch) welches
Verdienen.
DB Regio ist nun mal von der Bestellung der öffentlichen Hand abhängig
(genau so wie jedes andere EVU, das ÖPNV in D betreibt). Das da etwas übrig
bleibt wäre ja schön für DB Regio, wenn es eben nicht in anderen Bereichen
verpullfert werden würde.
> Wenn es bei der Diskussion um die Bahnreform auch zeitweise recht
> kontrovers zuging, so bestand Konsens darüber, dass man die jähr-
> lich steigenden Defizite des Bahnbetriebs bis zum Hals satt hatte.
>
Das an diesen Defiziten die Bahn nicht alleine Schuld war wird allerdings
gerne Vergessen!
Solange Deutschland ein Autoland ist, wird die Bahn, so sie denn noch
gewünscht wird auf Zuschüsse Angewiesen sein.
Auch private EVU's könnten ohne Gelder aus dem Nahverkehrstopf nicht oder
nur sehr eingeschränkt überleben.
Bitte bedenke diese auch einmal.
MfG
Armin
> Eisenbahn kann man nicht, oder zumindest nur eingeschränkt studieren.
z.B. Verkehrswirtschaft in Rostock oder ganz speziell Bahnmarketing in
Münster (Westf)
> Lernen und vor allem verstehen kann man sie nur in der Praxis.
Das läßt sich aber auf jede Branche übertragen, da die BWL im Ganzen
sehr allgemein ist.
Gruß, Mario
> > Lernen und vor allem verstehen kann man sie nur in der Praxis.
>
> Das läßt sich aber auf jede Branche übertragen, da die BWL im Ganzen
> sehr allgemein ist.
>
Das möchte ich gar nicht bestreiten.
Nur warum bekommen die bei der Bahn immer eine Stelle, wo sie was zu sagen
haben, ohne vorher das System zu kennen?
Wenn heute einer von Ford zu Opel wechselt trifft er ein ziemlich ähnliches
System an. Die Produkte hier sind eigentlich dieselben und auch sonst muß
er nur wenig neues verstehen. Aber bei der Bahn kommen sie i.d.R. aus einem
anderen Bereich, da privatisierung hin oder her, der Markt eben recht klein
ist.
MfG
Armin
MfG
Armin
MfG
Armin
Armin
> > Ich rechne schon dieses Jahr mit Arbeitskämpfen.
> Ich auch, aber nicht bei der Bahn.
Nun hat es ja inzwischen für die DB AG eine Einigung gegeben (deren
Inhalt ich aber noch nicht kenne).
Mal sehen, wie es bei den Tochterunternehmen läuft.
Gruß
Lennart
Du stützt mit solchen Aussagen meine schon woanders geäußerte
Vermutung, dass hinsichtlich "Marketing" irgendwo ein Missver-
ständnis vorliegt.
Gruß - Wolfgang
--
*** a sig isn't spam, but an accepted way of blah blah ***
*** - aus uk.rec.sailing - ***
*** Fri, 09 Mar 2001 06:41 +0100 ***
>die Antwort: "5 Kilo Dynamit und die Sache ist erledigt."
>Ich verweigere jeden weiteren Kommentar zu so einer
>"Führungspersönlichkeit", ebenso wie zu der Person, die in einer der
Im Grunde hast Du recht, denn es würden wahrscheinlich weniger als
fünf Kilo Dynamit reichen. Die Bahn verschwendet sogar Dynamit ;-)
--
Gruß
Mathias +++ m...@snafu.de +++ http://home.snafu.de/mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
> Natürlich läßt sich auch die Bahn theoretisieren, aber da kommt dann eben
> so was raus, wie: "Wir brauchen keine Reserveloks, unsere gehen nicht
> kaputt. Schließlich hat uns der Hersteller das zugesichert!"
Wenn der Hersteller Talgo heißt, klappt das vielleicht sogar :-)
... Martin
... oder wenn der betreffende Tarifvertrag für allgemeinverbindlich
erklärt worden ist.
Das ist geltendes Recht.
Grüße aus D'dorf,
=ToJe=
--
Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
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Fachbegriffe der Informatik einfach erklaert, Teil 19:
"Voll Konfigurierbar" == "Nicht vorinstalliert." (Peter Berlich)
Oder so.
Nur wird kein Arbeitgeber, der nicht von BSE befallen ist, die
nichtorganisierten Arbeitnehmer schlechter stellen als die Ge-
werkschaftsmitglieder, weil er sonst in wenigen Tagen einen ge-
werkschaftlichen Organisationsgrad von 100% in seinem Betrieb
hat.
Gruß - Wolfgang
--
*** a sig isn't spam, but an accepted way of blah blah ***
*** - aus uk.rec.sailing - ***
*** Fri, 09 Mar 2001 17:59 +0100 ***
> > >Hey, ich bin seit 88 bei dem Haufen, seit 90 kutsche ich draussen rum
> > >und ich kriege keine PZÜ?
> > Punktförmige Zugführerüberwachung?
> Nee, Persönliche Zulage "Übernahme" oder so ähnlich heißt das. Da ich am 22.
> 08. 93 bei der DR ausgelernt hatte und am 23. 08. 93 von der Bundesbahn
> übernommen wurde, bekomme ich die.
Das Ü steht für Überleitungstarifvertrag, oder ausgeschrieben
«Tarifvertrag über die Sicherung der Einkommen und Arbeitsbedingungen
für die zur DB AG übergeleiteten Arbeitnehmer (ÜTV)».
Der Inhalt tut hier nichts zur Sache. Die betreffenden Arbeit-
nehmerInnen sollten ihn wahlweise bei der/m für sie verantwortlichen
Personalreferentin/en oder ihrem Betriebsrat als Druckstück einsehen
können; im Übrigen ist er auf jedem Standard-BKU-Client über die vom
Bundeseisenbahnvermögen (!) bereit gestellte Kachel "Arbeits- und
Sozialrecht" auffindbar.
mfg Matthias Dörfler
> Mich würde mal interessieren, was los wäre, wenn in einem Autokonzern,
> sagen wir mal BMW beschlossen werden würde, dem Mitarbeiter, der die Türen
> am 3'er montiert weniger zu bezahlen, als dem, der dasselbe am 5'er macht.
> Natürlich mit zustimmung der Gewerkschaft.
Wenn die Fahrzeuge in verschiedenen Werken n verschiedenen Tarifgebieten
gebaut werden...
Gruß, ULF
--
________________________________________________________________________
Ulf Kutzner Backhaushohl 46 D-55128 Mainz
________________________________________________________________________
D'accord.
(Wobei das in manchen Betrieben vielleicht nicht das schlechteste wäre.)
Beste Grüße aus D'dorf,
=ToJe=
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Torsten Jerzembeck * Kiesselbachstraße 77 * D-40589 Düsseldorf
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Fachbegriffe der Informatik einfach erklaert, Teil 9:
"GUI" == "Ein Hintergrundbild und 12 Xterms" (Kristian Koehntopp)
Mit der Koordination betrieblicher Abläufe sicherlich nicht, aber der
Umsetzung betriebswirtschaftlicher Zielsetzungen, denen die Bahn ja seit
1994 unterworfen ist, schon.
> Natürlich läßt sich auch die Bahn theoretisieren, aber da kommt dann
> eben so was raus, wie: "Wir brauchen keine Reserveloks, unsere gehen
> nicht kaputt. Schließlich hat uns der Hersteller das zugesichert!"
Richtig, aber Zukunftsplanungen sind nun leider mal die blanke Theorie.
Man kann eigentlich nie wissen, wie sich etwas entwickelt. Man muß
einfach daran glauben, das bestimmte zugesicherte Eigenschaften
eingehalten werden.
Deshalb, und ich zitiere den Marketingguru Prof. ..... Heribert Meffert,
sind Dienstleistungen Vertrauensgüter. Ich als Kunde vertraue den
"Theoretikern" im Managment das sie ihre Zusagen einhalten, das
Managment vertraut darauf das ihre Untergebenen die Planungen korrekt
umsetzen und auch darauf, das ihre Einschätzungen der Zukunft
eintreffen.
Unternehmensspezifische Planung beruht nun mal auf theoretischen
Grundlagen und das traue ich, ohne hier die Fähigkeiten der im
Kundendienst, Rangierdienst usw. tätigen Mitarbeiter herabzustufen, dem
Management eher zu. Allerdings dürfen diese die Erfahrungen der
Kundendienst- usw. Mitarbeiter auf gar keinen Fall außer acht lassen.
Nur gemeinsam kann das Unternehmen erfolgreich am Markt agieren.
> > > Lernen und vor allem verstehen kann man sie nur in der Praxis.
> >
> > Das läßt sich aber auf jede Branche übertragen, da die BWL im Ganzen
> > sehr allgemein ist.
> >
> Das möchte ich gar nicht bestreiten.
> Nur warum bekommen die bei der Bahn immer eine Stelle, wo sie was zu
> sagen haben, ohne vorher das System zu kennen?
Das scheint aber bei ehemals Staatsbetrieben sehr beliebt zu sein, siehe
den neuen T-Online Vorstand (ehem. Marketingvorstand der DB 24).
Ich denke aber auch, das eine solche Personalpolitik ja nicht
zwangsläufig schlecht sein muß. Seine betriebswirtschaftliche Kompetenz
hat Herr Mehdorn mehrfach unter Beweis gestellt. Wenn man ihm jetzt noch
einen Technik- oder Betriebsvorstand mit gleichen "Machtbefugnissen" an
die Seite stellen würde, der auch mit dem System Eisenbahn aufgewachsen
ist, dann sollte es eigentlich keine Probleme geben.
Gruß, Mario
Armin Holm <asw...@t-online.de> schrieb in im Newsbeitrag:
988sc6$nnr$05$1...@news.t-online.com...
> Ich auch, aber nicht bei der Bahn.
Hum, bevor hier mal jemand für sein Recht aufsteht... :-(
Gruß,
Alex
--
Alexander James Lovell
Frankfurt am Main
al...@lovell.de
> > Ich auch, aber nicht bei der Bahn.
>
> Nun hat es ja inzwischen für die DB AG eine Einigung gegeben (deren
> Inhalt ich aber noch nicht kenne).
Ja, der Lohn wird etwas erhöht, dürfte pro Monat so 5 Mark ausmachen.
Gruß Jens
> Unternehmensspezifische Planung beruht nun mal auf theoretischen
> Grundlagen und das traue ich, ohne hier die Fähigkeiten der im
> Kundendienst, Rangierdienst usw. tätigen Mitarbeiter herabzustufen, dem
> Management eher zu. Allerdings dürfen diese die Erfahrungen der
> Kundendienst- usw. Mitarbeiter auf gar keinen Fall außer acht lassen.
> Nur gemeinsam kann das Unternehmen erfolgreich am Markt agieren.
>
Genau hier liegt das Problem.
Vieles Passiert nach dem Moto: Wir wissen zwar nicht ob's funktioniert aber
wir brobierens eben mal aus.
.
> > Nur warum bekommen die bei der Bahn immer eine Stelle, wo sie was zu
> > sagen haben, ohne vorher das System zu kennen?
>
> Das scheint aber bei ehemals Staatsbetrieben sehr beliebt zu sein, siehe
> den neuen T-Online Vorstand (ehem. Marketingvorstand der DB 24).
>
Leider.
> Ich denke aber auch, das eine solche Personalpolitik ja nicht
> zwangsläufig schlecht sein muß. Seine betriebswirtschaftliche Kompetenz
> hat Herr Mehdorn mehrfach unter Beweis gestellt. Wenn man ihm jetzt noch
> einen Technik- oder Betriebsvorstand mit gleichen "Machtbefugnissen" an
> die Seite stellen würde, der auch mit dem System Eisenbahn aufgewachsen
> ist, dann sollte es eigentlich keine Probleme geben.
>
Je mehr Macht ein einzelner bekommt, desto weniger dultet er einen
Mächtigen neben sicht.
Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, das Mehdorn damit
einverstanden wäre einen "Praxisvorstand" neben sich zu installieren,
der seine Einsaparungen blockiert, weil er weis, das sie an der Praxis
vorbei gehen und das auch zu Lasten des Kunden!
MfG
Armin
Damit wären wir wieder beim Marketing. Dann müssen sich die nicht
schlecht bezahlten Damen und Herren einfach mal auf den Hosenboden
setzen und ihre Hausaufgaben so machen wie sie es früher mal gelernt
haben. Beispielsweise fallen mir da:
* eine aufwendige Prüfung neuer Ideen im eigenen Haus
* Produktideen ausgiebiger testen und nicht nach ein paar Wochen sagen
das es keinen Erfolg hat
* Beobachtung der Kundenreaktion auf bestimmte Neuerungen und eine
angemessene Reaktion darauf
* Eingehen auf die Wünsche der Kunden (sofern sie umsetzbar und
bezahlbar sind)
* qualifiziertere Umfragen
* ...
Scheinbar haben viele Unternehmen begriffen welchen Stellenwert eine
ordentliche Marktforschung hat, nur die Bahn noch nicht!
> > Ich denke aber auch, das eine solche Personalpolitik ja nicht
> > zwangsläufig schlecht sein muß. Seine betriebswirtschaftliche
> > Kompetenz hat Herr Mehdorn mehrfach unter Beweis gestellt. Wenn
> > man ihm jetzt noch einen Technik- oder Betriebsvorstand mit gleichen
> > "Machtbefugnissen" an die Seite stellen würde, der auch mit dem
> > System Eisenbahn aufgewachsen ist, dann sollte es eigentlich keine
> > Probleme geben.
>
> Je mehr Macht ein einzelner bekommt, desto weniger dultet er einen
> Mächtigen neben sicht.
> Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, das Mehdorn damit
> einverstanden wäre einen "Praxisvorstand" neben sich zu installieren,
> der seine Einsaparungen blockiert, weil er weis, das sie an der Praxis
> vorbei gehen und das auch zu Lasten des Kunden!
Das wäre abzuwarten. Wenn nicht, dann ist dies ein sehr schlechter Zug
von ihm. Erfolgreich kann man, so meine ich, heutzutage nur im Team
arbeiten. Viele Köche verderben zwar den Brei, bringen aber mehrere
Variationen ins Spiel.
Zu deiner Aussage paßt allerdings, das Herr Mehdorn mit einem Rücktritt
droht, wenn Verkehrsminister Bodewig das Netz tatsächlich aus dem
Konzern herauslösen sollte.
Gruß, Mario
> Das deutsches Wort für "Outsourcing" lautet ...
Ausgliederung (von Unternehmensteilen in eigenständige Unternehmen).
Robert Weemeyer, Berlin
> Der Zf [...] sagte, nunmehr sollte also aus dem
> Einheitstarifvertrag für den Konzern ausgestiegen werden, statt dessen
> soll es unterschiedliche Tarifverträge für die einzelnen
> Konzerntöchter geben. Dies liefe (und da hat er recht) darauf hinaus,
> dass gerade im Cargo- und Regiobereich wegen dem dortigen Wettbewerb
> niedrigere Löhne vereinbart werden sollten. Ich entgegnete daraufhin,
> dass ich davon in den Nachrichten gehört habe und dass ich es ziemlich
> merkwürdig finde, dass Transnet das kampflos mit sich machen lässt und
> bereitwillig verhandelt.
Meine Vermutung ist, dass die Gewerkschaft Transnet noch allzu sehr
auf den DB-Konzern fixiert ist. Man hat noch nicht so recht erfasst,
dass man eigentlich alle Eisenbahner vertreten sollte.
Klar ist, dass die DB in den Bereichen Nah- und Güterverkehr der Kon-
kurrenz durch Privatbahnen ausgesetzt ist. Dieser Wettbewerb muss aber
nicht über die Lohnkosten ausgetragen werden. Im Gegenteil wäre ein
einheitliches Lohnniveau bei DB und Privatbahnen keine schlechte Vor-
aussetzung für einen fairen Wettbewerb.
Im Augenblick scheint aber noch mehr die Sichtweise zu herrschen: Wenn
bei der DB ein Arbeitsplatz wegfällt, dann ist er weg. Das stimmt aber
gar nicht unbedingt - nur ist der Arbeitsplatz jetzt in einem anderen
Unternehmen.
Weil man aber noch denkt, der Arbeitsplatz könnte (bei der DB) wegfal-
len, will man etwas dafür tun, den Arbeitsplatz zu "erhalten", indem
man im Tarifbereich Zugeständnisse macht.
Könnte das so sein?
Robert Weemeyer, Berlin
> > Im Hinblick auf die Finanzen wird sich Die Bahn aber daran gewöh-
> > nen müssen, dass nur das an Geld ausgegeben werden kann, was man
> > zuvor eingenommen hat (von direkten oder indirekten Kunden), und
> > das man jede Mark dreimal umdrehen muss, bevor man sie ausgibt.
Die Haushaltsdisziplin war zu Zeiten der funktionierenden Ämter-
organisation mindestens so stark ausgeprägt wie der heutige Primat des
Controllings.
> > Wenn es bei der Diskussion um die Bahnreform auch zeitweise recht
> > kontrovers zuging, so bestand Konsens darüber, dass man die jähr-
> > lich steigenden Defizite des Bahnbetriebs bis zum Hals satt hatte.
> Das an diesen Defiziten die Bahn nicht alleine Schuld war wird allerdings
> gerne Vergessen!
Ich kann's mir nicht verkneifen darauf hinzuweisen, dass hier viel
Nebelkerzen geworfen wurden.
Wenn man sich einmal die _Trennungs_rechnungen der Deutschen Bundes-
bahn anschaut, ergab sich über Jahre hinaus das stetige Ergebnis, dass
der eigenwirtschaftliche Bereich (Fern- und Güterverkehr) Überschüsse
auswies, der gemeinwirtschaftliche Bereich (Nahverkehr) zu einem aus-
geglichenen Ergebnis tendierte, das wegen seiner europarechtswidrigen
nationalen Unterfinanzierung hinsichtlich auferlegter Leistungen
allerdings nicht erreicht wurde, wohingegen der Bereich der Daseins-
vorsorge (Netz und Kriegsfolgelasten) auch nicht annähernd an schwarze
Zahlen herankam.
Über Jahre hinweg entsprach der Jahresverlust des gesamten Sonder-
vermögens ziemlich genau dem im selben Zeitraum jeweils aufzu-
bringenden Schuldendienst.
mfg Matthias Dörfler
> Wenn man sich einmal die _Trennungs_rechnungen der Deutschen Bundes-
> bahn anschaut, ergab sich über Jahre hinaus das stetige Ergebnis, dass
> der eigenwirtschaftliche Bereich (Fern- und Güterverkehr) Überschüsse
> auswies, der gemeinwirtschaftliche Bereich (Nahverkehr) zu einem aus-
> geglichenen Ergebnis tendierte, das wegen seiner europarechtswidrigen
> nationalen Unterfinanzierung hinsichtlich auferlegter Leistungen
> allerdings nicht erreicht wurde, wohingegen der Bereich der Daseins-
> vorsorge (Netz und Kriegsfolgelasten) auch nicht annähernd an schwarze
> Zahlen herankam.
>
> Über Jahre hinweg entsprach der Jahresverlust des gesamten Sonder-
> vermögens ziemlich genau dem im selben Zeitraum jeweils aufzu-
> bringenden Schuldendienst.
Jetzt wirfst Du eine Nebelkerze. Genau aus dem obengenannten haben einige
Politiker ja geschlußfolgert, daß das Netz also eigenwirtschaftlich
arbeiten können müsse, dieweil es ausreichend sei, die DB zu entschulden.
Du wirst zugeben müssen, daß die Schlußfolgerung angesichts des
obengenannten naheliegend ist: Netz muß nur etwas höhere Trassengebühren
nehmen, und wir müssen den gemeinwirtschaftlichen Bereich unterstützen, und
damit ist es gut. Wenn man auf Politiker schimpft, sollte man nicht
vergessen, daß ihnen einige Irrtümer auf dem Silbertablett serviert wurden.
Denn wie wurde dieses Ergebnis erreicht? Mit dem, was ich jetzt mal
"Investitionszurückhaltung" nenne. Du wirst doch nicht behaupten wollen, es
sei nicht klar gewesen, daß man in den 90er JAhren die Zeche zahlt, wenn
man von der BR 120 eine Stückzahl von 60 bestellt, obwohl man 600 brauchte?
Die Ergebnisse fallen heute noch als Wartungskosten an. Oder daß man die
STellwerke von 190x dringend ersetzen mußte?
Ich behaupte nicht, daß den damaligen Verantwortlichen viel anderes übrig
blieb, aber wenn der Unternehmenserfolg daran hängt, daß die 50er-Jahre
Technik so bemerkenswert solide war, daß sie noch mal 20 Jahre durchhält,
dann ist die Richtung "früher oder später gegen die Wand" doch ziemlich
deutlich sichtbar.
hajo
--
Only wimps use tape backup: _real_ men just upload their important stuff
on ftp, and let the rest of the world mirror it ;) -- Linus Torvalds
[...]
> Denn wie wurde dieses Ergebnis erreicht? Mit dem, was ich jetzt mal
> "Investitionszurückhaltung" nenne. Du wirst doch nicht behaupten wollen, es
> sei nicht klar gewesen, daß man in den 90er JAhren die Zeche zahlt, wenn
> man von der BR 120 eine Stückzahl von 60 bestellt, obwohl man 600 brauchte?
> Die Ergebnisse fallen heute noch als Wartungskosten an. Oder daß man die
[...]
Nachdem die 120er ja zur Zeit saniert werden, nicht zum ersten Mal, kann
ich mir vorstellen, dass man bei der DB heute froh ist, dass die
Bundesbahn seinerzeit nicht mehr von diesen Loks angeschafft hat. Die
zweite Generation von Drehstromloks ist - trotz vereinzelter Macken - im
mechanischen Teil wohl deutlich robuster ausgefallen als die 120 (gut,
sie haben auch noch keine all zu lange Einsatzgeschichte hinter sich) -
vor allem wohl deswegen, weil die dort verwendete Leistungselektronik
inzwischen so klein und leicht ausfiel, dass man beim Lokkasten wieder
ordentlich stabil bauen konnte. Bei der 120 (und wohl auch den
norwegischen El 17) dagegen war die Elektronik m.W. noch so schwer, dass
man zum Ausgleich am Lokkasten Leichtbau treiben musste, mit immer
wieder zu Tage tretenden Folgeproblemen.
Sven
--
Sven Manias * Karlsruhe * Germany
E-Mail: sven....@gmx.de * WWW: http://home.pages.de/~Sven.Manias/
> Bei der 120 (und wohl auch den
> norwegischen El 17) dagegen war die Elektronik m.W. noch so schwer, dass
> man zum Ausgleich am Lokkasten Leichtbau treiben musste, mit immer
> wieder zu Tage tretenden Folgeproblemen.
Was geht denn da kaputt am Kasten?
hajo
--
Wann wird uns die Billig-Bahn auch Tickets Berlin (*) - Hamburg (**)
verkaufen?
(*) Abfahrt in Nauen
(**) Ankunft in Büchen Kai Garlipp läßt sich von RyanAir inspirieren.
Es war nicht eine Nachbeschaffung der 120 geplant, sondern einer
verbesserten 121 auf Basis des Euro-Sprinters.
> Die
> zweite Generation von Drehstromloks ist - trotz vereinzelter Macken - im
> mechanischen Teil wohl deutlich robuster ausgefallen als die 120 (gut,
> sie haben auch noch keine all zu lange Einsatzgeschichte hinter sich)
Nanu, nanu?? Mir war bisher nicht bekannt, dass es bei der 120 laufend
Probleme gegeben hätte. Im Gegenteil, die bisherige Einsatzgeschichte
dieser Baureihe war sehr problemlos, vor allem wenn man sie mit den
Dauerkalamitäten mancher heutiger Typen vergleicht. Die aktuelle
Geschichte mit den Drehgestellen ist nach 15 bis 20 Jahren harten
Dauereinsatzes (jaa, so lange laufen die 120er inzwischen schon!) nicht
überzubewerten.
Die 101 als "deutlich robuster" zu bewerten halte ich für sehr gewagt.
Bei der fliegen ja jetzt schon nach wenigen Betriebsjahren die Ritzel
von den Fahrmotoren.
> vor allem wohl deswegen, weil die dort verwendete Leistungselektronik
> inzwischen so klein und leicht ausfiel,
Leichter ja, kleiner nein.
> dass man beim Lokkasten wieder ordentlich stabil bauen konnte.
Ähemm ... von Festigkeitsproblemen beim Kasten der 120 ist mir nichts
bekannt. Die neue Generation ist übrigens nach dem selben Prinzip
gebaut.
Joachim
Da stimme ich voll zu. Jedoch hast du einen wichtigen Punkt vergessen:
Die Beschaffungslücke bei modernen Triebfahrzeugen haben wir vor allem
auch der Tatsache zu verdanken, dass der Betrieb in der ersten Hälfte
der 90er Jahre aus politischen Gründen massenhaft mit der BR 112
vollgepumpt wurde.
Andererseits wäre schon damals zu einer schweren Traktionskrise bei der
DB gekommen, wenn nicht plötzlich die (heutige) 143 von der DR verfügbar
gewesen wären. Das große Investitionsdefizit der DB begann ja schon Ende
der 70er Jahre, als das ganze (zu wenige) verfügbare Geld in den Fahrweg
gepumpt wurde und für die Fahrzeugindustrie nur ein Notprogramm blieb.
Joachim
> 15 bis 20 Jahren harten Dauereinsatzes
> (jaa, so lange laufen die 120er inzwischen schon!) nicht
Bis zu 16 Jahren. Die Serie war von Anfang an lätzchenrot.
> von Festigkeitsproblemen beim Kasten der 120 ist mir nichts bekannt.
> Die neue Generation ist übrigens nach dem selben Prinzip gebaut.
Mit Höckerplatten?
Michael Kauffmann
> > 15 bis 20 Jahren harten Dauereinsatzes
> > (jaa, so lange laufen die 120er inzwischen schon!) nicht
>
> Bis zu 16 Jahren. Die Serie war von Anfang an lätzchenrot.
Mindestens die Vorserie war rot-beige.
> Die 101 als "deutlich robuster" zu bewerten halte ich für sehr gewagt.
> Bei der fliegen ja jetzt schon nach wenigen Betriebsjahren die Ritzel
> von den Fahrmotoren.
Ich hörte, der Grund seien preiswertere Austauschlager, die entgegen der
Spezifikation des Herstellers bei der Wartung verbaut worden seien. Wenn
das so stimmt, kann die 101 da nix für.
> Da stimme ich voll zu. Jedoch hast du einen wichtigen Punkt vergessen:
> Die Beschaffungslücke bei modernen Triebfahrzeugen haben wir vor allem
> auch der Tatsache zu verdanken, dass der Betrieb in der ersten Hälfte
> der 90er Jahre aus politischen Gründen massenhaft mit der BR 112
> vollgepumpt wurde.
90 Stück bitte ich nicht mit "vollpumpen" zu velwechsern. Die E10 / 40 / 41
/ 50, die hätten ersetzt werden müssen, waren mit über 1850 Stück gebaut
worden ab 1956.
> Andererseits wäre schon damals zu einer schweren Traktionskrise bei der
> DB gekommen, wenn nicht plötzlich die (heutige) 143 von der DR verfügbar
> gewesen wären. Das große Investitionsdefizit der DB begann ja schon Ende
> der 70er Jahre, als das ganze (zu wenige) verfügbare Geld in den Fahrweg
> gepumpt wurde und für die Fahrzeugindustrie nur ein Notprogramm blieb.
Immerhin die am wenigsten schlechte Entscheidung.
Nur die. Die läuft aber längst nicht mehr.
Michael kauffmann
> Nur die. Die läuft aber längst nicht mehr.
Museum? Opladen?
Viele Grüße,
Jan Marco Funke
Reinhard
Die stand aber nicht die ganze Zeit in hartem Dauereinsatz und ist mehr
oder weniger umgebaut worden.
Michael Kauffmann
Klaus Mueller wrote:
> Vor einem Jahr waren noch zwei (001 und 003?) rot-beige. Inzwischen war
> die Rede davon, die Maschinen auszumustern, ich weiß aber nicht, ob es
> schon vollzogen wurde.
Laut em 04/01 sind 752 001 und 752 004, erstere in Minden, für 265 km/h
ausgerüstet, letztere in München mit neuen Drehgestellen noch aktiv. 752
002 ist abgestellt, 752 003 kommt ins DB-Museum und dient wie auch 752
005 als Ersatzteilspender für die ersten beiden.
Gruß Martin
Hans-Joachim Zierke schrieb:
> Michael Kauffmann schrieb:
>
> > Nur die. Die läuft aber längst nicht mehr.
>
> Museum? Opladen?
Als 752 - ??? ist in München-West öfter eine zu sehen!
>
>
> hajo
Ciao
Uli
>> Bei der 120 (und wohl auch den
>> norwegischen El 17) dagegen war die Elektronik m.W. noch so schwer, dass
>> man zum Ausgleich am Lokkasten Leichtbau treiben musste, mit immer
>> wieder zu Tage tretenden Folgeproblemen.
> Was geht denn da kaputt am Kasten?
Rahmenrisse, soviel ich weiß. Fairerweise sollte ich aber erwähnen, dass
die 151 auch schon derartige Probleme hatte.
Ach ja, zum Lokkasten zähle ich in diesem Zusammenhang alles oberhalb
der Drehgestelle, abzüglich dem, was sich zerstörungsfrei ausbauen
lässt. :-)
> 90 Stück bitte ich nicht mit "vollpumpen" zu velwechsern. Die E10 / 40 / 41
> / 50, die hätten ersetzt werden müssen, waren mit über 1850 Stück gebaut
Äpfel <--> Birnen. Die 112 (DR) erfüllt nicht das
Einsatzspektrum der o.g. Baureihen, bis auf das der
E10. Dafür waren dann plötzlich 143 und 155 zur Hand, die im
angestammten Einsatzbereich, überwiegend aufgrund des
weggebrochenen Güterverkehrs, frei wurden.
Ja, "vollpumpen" ist das falsche Wort. Aber diese Maschinen,
die neuen 112 wie auch die freigewordenen, kamen schon sehr
recht, die Lücken, die durch "natürliche" Abgänge aus den
DB-Reihen sowie der erhöhte Schadbestand wegen Überalterung
entstanden, zu stopfen.
Holger