Hier mal ein Erlebnis aus der Sicht des autofahrenden Mitbürgers:
Heute stand ich vor einem normalerweise automatischen BÜ.
Die Schranken waren ungewöhnlich lange geschlossen (ca. 2 Minuten),
ich wurde grade ungeduldig, als mir auffiel, daß sich von rechts
langsam eine 120 ins Bild schob. Tf steigt aus, steckt irgendwas in
den Schlüsselschalter am Gleis, der IR passiert den BÜ. Nichts
passiert, Schranken bleiben unten. Nach weiteren 2 Minuten hält links
ein SE an, Tf klettert vom Steuerwagen, bedient den Schlüsselschalter
auf seiner Seite, klettert zurück auf den Fahrstand und fährt weiter.
Gesamtdauer so ca. 5~7 Minuten. Anschließend fällt mir auf, daß auf
der anderen Straßenseite ein VW-Bus mit DB-Logo rumsteht.
Was kann da denn losgewesen sein?
(Anm.: Es handelte sich dabei um den BÜ bei Streckenkilometer 175,7
auf der KBS 125, falls der jemandem was sagt.)
Jürgen
KBS 125, km 175,8
--
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ist eigentlich ganz einfach. BÜ gestörrt.
Da es sich hier um eine Blilo (Blinklichtanlage Loküberwacht [auch mit
Schranke] erhält der Tf Signal Bü0 und das bedeutet: vor dem Bü anhalten und
Bü sichern (HET [Hilfseinschalttaste] bedienen]. Weil nicht gewärleistet
ist, das der Bü noch geschlossen ist, bevor der Zug den Bü passiert. Da alle
Bü eine einheitliche Bauform haben (Zulassung) ist die örtliche Gegebenheit
egal (Bü kann z.B. hinter einer Kurve liegen und Autofahrer fährt los, wenn
die Schranke auf ist, bevor der Zug kommt).
Das der Bü nicht aufgegangen kann zweierlei Gründe haben:
Erstens Auschaltkontakt ist wirkungslos (HAT gibt es nicht mehr)
Zweitens Gegenzug hat Bü bereits eingeschaltet.
Das Fahrzeug von der Bahn läßt darauf schließen, das ein Techniker bereits
versucht hat den Fahler zu beheben.
MfG Armin
[BOB = Betriebsstörung ohne Begründung]
Hmm, auf meiner Hausstrecke, der KBS 947, werden zwei BÜ im Stadtgebiet von
Traunstein neuerdings auch trotz blinkendem Überwachungssignal nach Halt vor
dem BÜ geschlüsselt. Soll eine Anweisung vom EBA sein. Kennt einer den Sinn
dieser Maßnahme? Da das ganze schon ein paar Wochen anhält, kann es ja keine
Störung ein, zumal ich auch keinen Techniker dort gesehen habe.
Viele Grüße
Martin
Manche BÜ haben eine Grundstellerzeit, d.h., wenn nach einer eingestellten
Zeit kein Zug gefahren ist, öffnen die Schranken automatisch wieder. Damit
soll verhindert werden, daß eine Fehleinschaltung den Autoverkehr lahmlegt.
Vielleicht gab es an dieser Anlage in letzter Zeit mit diesem Feature ein
paar Probleme?
--
Gruss * Holger Metschulat
Holger * e-mail: ho...@sgs.wh.tu-darmstadt.de
* http://www.sgs.wh.tu-darmstadt.de/homer
** "Verstaerker schwingen immer, Oszillatoren nie!" (Murphy) **
Mich irretiert etwas das wenn es dann wirklich eine Anweisung des EBA ist
das hier davon noch nicht zu lesen war, denn wenn ein Anlagentyp wiklich
einen Mangel auffweist dann müßten ja alle Bü´s dieses Typs im gesamte
Bundesgebiet als gestört gelten. Also kann es eigentlich nur daran liegen
das etwas an einem dieser Anlagen defekt ist und z.Zt. keine Ersatzteile zu
bekommen sind.
Noch mehr wundern tut mich allerdings das wenn dies Bü`s so lange gestört
sind diese nicht durch Bahnübegangsposten gesichert werden.
> >
> > Manche BÜ haben eine Grundstellerzeit, d.h., wenn nach einer
eingestellten
> > Zeit kein Zug gefahren ist, öffnen die Schranken automatisch wieder.
Damit
> > soll verhindert werden, daß eine Fehleinschaltung den Autoverkehr
> lahmlegt.
Diese Grundstellerzeit gibt es bei den Alttechniken Fü 58/ 60 und Lo 1/57,
die Aufgabe liegt aber im wesentlichen darin bei gestörter Ausschaltung ein
öffen nach 300 sec. zu gewährleisten, weniger bei Fehleinschaltung da diese
unwarscheinlich ist, es sei den mutwillig durch Leute die wissen wie es
geht.
> Muß nicht unbedingt an der Bü-Anlage selbst liegen.
> Wenn ein Zug innerhalb der Einschaltstrecke eines (oder mehrerer) Bü unter
> 20 km/h oder zu einem aplm. Halt kommt,
> müssen die Bü ebenfalls geschlüsselt werden.
Es sei denn es ist zwischen den Bü´s eine Bü-Bü-Abhängigkeit geschaltet,
dann werden die Ausschaltkontakte des ersten Bü´s doppelt genutzt um den
zweiten Bü nochmals einzuschalten.
Das schließt dann wieder den
> Kreis zur Grundstellzeit, denn bei dieser Ausrüstung
> gibt es keinen Ausschaltkontakt.
Ausschaltkontakte haben auch diese Anlagen, die Grundstellerzeit dient wie
gesagt zum öffnen bei gestörter Anlage. Anlagen ohne Ausschaltmittel gibt es
nur auf Ánschlußgleisen wenn auch die Einschaltung z.B. durch
Rangierschlüssel geschiet.
M.f.G Jens
Koennte es vielleicht auch sein, dasz die Geschwindigkeit dort so
vermindert wurde, dasz die Einschaltzeit zu kurz ist?
Michael Kauffmann
Vor einem der BÜ ist tatsächlich vor ca. 6 Monaten eine Langsamfahrstelle
eingerichtet worden, ein Zusammenhang also möglich, obwohl mehrere Monate
gebraucht wurden, um die Auswirkungen auf die Schließzeiten zu bemerken.
Ob das Schlüsseln in beide Richrungen geschieht, weiß ich leider nicht
sicher.
Viele Grüße
Martin