die "Neue Westfälische" meldet heute (2.1.01), die Trassensicherung der
ehemaligen Bahnstrecke im Bereich Bahnhof Borgholz bis Beverungen sei seit dem 17.
Januar aufgehoben. Damit stehe der Planung zum Ausbau der B 241 und die damit
verbundene Anbindung eines neuen Gewerbegebietes der Stadt Borgentreich nichts
mehr im Wege. Auf der Strecke lägen ein Tunnel und ein Bahnübergang im Bereich
Borgholz.
Um welche Bahnstrecke geht es dabei? War deren Reaktivierung wünschenswert, ist
sie nun endgültig unmöglich?
Viele Grüße,
Sebastian.
--
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Sebastian Kubis schrieb:
> Hallo,
>
> die "Neue Westfälische" meldet heute (2.1.01), die Trassensicherung der
> ehemaligen Bahnstrecke im Bereich Bahnhof Borgholz bis Beverungen sei seit dem 17.
> Januar aufgehoben. Damit stehe der Planung zum Ausbau der B 241 und die damit
> verbundene Anbindung eines neuen Gewerbegebietes der Stadt Borgentreich nichts
> mehr im Wege. Auf der Strecke lägen ein Tunnel und ein Bahnübergang im Bereich
> Borgholz.
>
> Um welche Bahnstrecke geht es dabei? War deren Reaktivierung wünschenswert, ist
> sie nun endgültig unmöglich?
>
> Viele Grüße,
>
Hi Sebastian,
es geht dabei um eine Strecke, die früher von Holzminden aus stromaufwärts linksseitig
der Weser über Boffzen, Wehrden, Beverungen, Borgholz, Nörde weiter nach Scherfede
führte. Als ich die Strecke Anfang der 90er Jahre abfuhr, fand ich noch alle
Gleisanlagen vor und in Borgholz noch den alten Bahnhofswärter, der etwas verzweifelt
versuchte, aus dem Gebäude und der noch erhaltenen Technik mit viel Freude ein kleines
Museum zu machen und dafür öffentliche oder gespendete Gelde zu bekommen. Vielleicht
weis jemand, was aus ihm geworden ist.
Auch in Nörde waren noch alle Gleisanlagen für den Übergang auf die Bahn von Warburg
nach Altenbeeken vorhanden. Allerdings ein Tunnel ist mir von der Strecke nicht
bekannt. Jedoch mehrere Brücken, von denen eine baufällige wohl das Aus bedeutet hat.
Zur Frage der Reaktivierung folgende Anmerkung: Diese Strecke wurde früher gern als
Ausweichbahn ins und vom Ruhrgebiet kommend benutzt. Der alte Bahnhofswärter aus
Borgholz erzählte von reichlich Güterverkehr in den 50er Jahren. Ein Kursbuch von 1949
weist glaube ich 8 oder 9 Zugpaare (P) aus. Mit dem Wegfall der Strecke wurde auch der
bis dahin große, mit BW ausgestattete Übergangsbahnhof Wehrden auf ein Minimum
zurückgebaut. Leider fiel damit für eine Region von etwa 50 km² der direkte Weg
Richtung Norden bzw. Richtung Westen weg bzw. mußte mit weiten Anfahrtswegen zu den
Bahnen von Kassel in Richtung Scherfede bzw. Altenbeeken Richtung Warburg erkauft
werden. Es handelt sich aber um eine recht strukturschwache, aber reizvolle
Landschaft. Ohne weiteres interessant für eine Museumsbahn, aber für einen ÖPN nicht
sehr interessant, da weder größere Städte angebunden sind, noch unterwegs berührt
werden. Zugunsten einer guten Trassenführung hat man beim Bau der Bahn die Stadt
Borgentreich etwa 4 km entfernt passiert, so das die Strecke eigentlich nur für
Durchgangsverkehr interessant scheint.
Ich freue mich auf eure Meinungen
Rainer
--
Carsten Hölscher
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Zusi - Der Zugsimulator für Windows
http://home.t-online.de/home/carsten.hoelscher
> OSt-West-Schleichroute für güterzüge
> Ruhrgebiet-Brilon-Scherfede-Kreienesen-Salzgitter-Magdeburg (da fehlt aber
> ein Stückchen im BEreich der ehem. Zonengrenze. Insgesamt wohl eher
> utopisch...
Du denkst vielleicht an Salzgitter -- Wolfenbüttel --
Jerxheim -- Dedeleben -- Nienhagen, hier dann eine
Verbindungskurve oder weiter in Richtung Halle statt
Magdeburg.
Holger
;; > OSt-West-Schleichroute f?r g?terz?ge
;; > Ruhrgebiet-Brilon-Scherfede-Kreienesen-Salzgitter-Magdeburg (da fehlt aber
;; > ein St?ckchen im BEreich der ehem. Zonengrenze. Insgesamt wohl eher
;; > utopisch...
;; Du denkst vielleicht an Salzgitter -- Wolfenb?ttel --
;; Jerxheim -- Dedeleben -- Nienhagen, hier dann eine
;; Verbindungskurve oder weiter in Richtung Halle statt
;; Magdeburg.
Falsch: es ging direkt Börßum-Jerxheim-Gunsleben-Oschersleben-MD
bzw. alternativ ab Jerxheim über Schöningen-Völpke-Eilsleben.
Zumindest auf letzterer Strecke ist es allerdings denkbar,
daß die Trasse auch durch den Braunkohlenbergbau unterbrochen
ist.
Vor 1945 gab es über genau diese Route (Berlin P-MD-Kreiensen-Holz-
minden-Bestwig sogar ein D-Paar.
--
____________________________________________________________________________
|
| "Where is Kansas?" asked the man, with surprise.
Uwe `.pro' Metzner | "I don't know," replied Dorothy sorrowfully,
Leipzig-Connewitz | "but it is my home, and I'm sure it's somewhere."
|
| (Frank L. Baum, The Wizard of Oz)
____________________________________________________________________________
Holger Paulsen schrieb:
>
> "Carsten Hölscher" <carsten....@t-online.de> writes:
>
> > OSt-West-Schleichroute für güterzüge
> > Ruhrgebiet-Brilon-Scherfede-Kreienesen-Salzgitter-Magdeburg (da fehlt aber
> > ein Stückchen im BEreich der ehem. Zonengrenze. Insgesamt wohl eher
> > utopisch...
Aufgrund der Steigungen der oberen Ruhrtalbahn (von Bestwig nach Brilon)
auch nicht die optimale Route ... Und die Strecke ueber Paderborn -
Holzminden ist eh nicht ausgelastet.
> Du denkst vielleicht an Salzgitter -- Wolfenbüttel --
> Jerxheim -- Dedeleben -- Nienhagen, hier dann eine
> Verbindungskurve oder weiter in Richtung Halle statt
> Magdeburg.
Warum so kompliziert? Von Jerxheim direkt nach Oschersleben gabs auch
mal eine Bahnstrecke ... Das war sogar urspruenglich die erste
Verbindung zwischen Braunschweig und Magdeburg, schon 1843.
Gruss, Volker
--
Volker Eichmann, Lehrstuhl fuer Verkehrsoekologie, TU Dresden
----------------------------------------------------------------------------------
Als Umweltministerin halte ich es fuer erforderlich, die Energiepreise
schrittweise anzuheben und so ein eindeutiges Signal zum Energiesparen
zu geben.
(Angela Merkel, CDU; FAZ vom 28.03.1995)
Die Strecke Scherfede-Holzminden wurde am 15.10.1876 eröffnet. Sie gehörte
damals der Bergisch-Märkischen Eisenbahn (BME). Die BME beherrschte den
Verkehr im Ruhrgebiet und erschloß sich mit der Oberen Ruhrtalbahn von
Schwerte nach Warburg neue Wege in Richtung Osten. Warburg war Grenzbahnhof
zu Kurhessen, daß 1866 an Preußen gefallen war. Die Hessischen Bahnen wurden
verkauft, z.T. aufgeteilt. So fiel die Strecke
Warburg-Kassel(-Bebra)-Thüringen (Hessische Nordbahn) an die BME.
Grenzbahnhof nach Thüringen war Gerstungen.
Nun fehlte der BME noch ein direkterer Weg durch die Provinz Sachsen
(Magdeburg) auf Berlin zu. So paßte es gut, daß das Herzogtum Braunschweig
seine Staatsbahnen verkaufen mußte. Gemeinsam mit der
Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft (BPME) sicherte sich die
BME u.a. die Route Holzminden-Kreiensen-Seesen-Börssum-Jerxheim(-Magdeburg).
Zur Verbindung Holzmindens mit der Oberen Ruhrtalbahn eröffnete die BME 1976
die in Scherfede abzweigende Strecke, um die es hier geht. Nun standen der
BME, der damals mächtigsten Bahngesellschaft Westfalens, gemeinsam mit ihrem
Kooperationspartner BPME durchgehend eigene Gleise von Aachen bis Berlin zur
Verfügung. Das Konkurrenzunternehmen Westfälische Staatseisenbahn (WE) hatte
bereits früher eine Strecke nach Holzminden eingerichtet, nämlich 1864/65
von Altenbeken über Ottbergen und Höxter.
Heute spielt die Obere Ruhrtalbahn im Fernverkehr praktisch keine Rolle
mehr. Die Strecke Scherfede-Holzminden ist größtenteils stillgelegt, nur
zwischen Scherfede und Nörde soll es noch Güterverkehr geben (?).
Diese Ost-West-Route hatte aber schon früh ihre Bedeutung verloren. Mit der
Teilung Deutschlands wurde die Strecke bei Jerxheim gekappt, lange
Abschnitte versanken in einen Dornröschenschlaf. Schon bald wurde sie im
Westen zwischen Salzgitter und Jerxheim stillgelegt und inzwischen abgebaut,
wie auch im Osten auf dem Teilstück bis Oschersleben. Somit ist es kaum noch
vorstellbar, daß hier einst Schnellzüge zwischen Rheinland/Westfalen und
Berlin verkehrten.
Martin
LITERATUR: Klee, Wolfgang: Eisenbahnen in Westfalen. Von den Anfängen bis
zur Gegenwart. Münster 2001.
[Historischen Überblick über das subjectgebende Stück als Verbindung
zwischen BME und BPME]
> Diese Ost-West-Route hatte aber schon früh ihre Bedeutung verloren.
Bis zur Kapitulation noch nicht.
> Mit der
> Teilung Deutschlands wurde die Strecke bei Jerxheim gekappt, lange
> Abschnitte versanken in einen Dornröschenschlaf. Schon bald wurde sie im
> Westen zwischen Salzgitter und Jerxheim stillgelegt
Letzter Verkehrstag im SPV war Mittwoch, der 31.12.1975. Es müsste
sich um Pto 6091, Salzgitter-Bad 14:45 - Börßum 15:03 bzw. Pto 6243,
Börßum 14:24 - Jerxheim 14:46 gehandelt haben.
Als letzten fahrplanmäßigen Reisezug zwischen Holzminden und Scherfede
identifiziere ich E 2942 Braunschweig - Aachen am Samstag, 2.6.1984,
Beverungen ab 16:34.
> und inzwischen abgebaut,
Nicht ganz. Salzgitter-Bad - Börßum erfreut sich als Warnetalbahn
einer weiterhin befahrbaren Eisenbahninfrastruktur.
> wie auch im Osten auf dem Teilstück bis Oschersleben.
Der Jahrgang 1992/3 fehlt in meiner Kursbuchsammlung, als der
Verkehrsträgerwechsel stattgefunden haben müsste. Ob die Infrastruktur
noch unbefahrbar liegt, entzieht sich meiner Kenntnis.
mfg Matthias Dörfler
Wurden die Züge nach Aachen danach über Brakel - Altenbeken - Soest
gefahren? Ich kann mich noch erinnern, dass wir früher immer von Höxter
(oder teilweise auch nur Ottbergen) bis Hagen gefahren sind und dort in
einen anderen Zug nach Köln umsteigen mussten. Ich nehme an, dass der Zug
über D'dorf weiter nach Aachen verkehrte.
Gruss aus Aachen,
Thorsten
--
www.bueker.net/trainspotting
> Falsch: es ging direkt Börßum-Jerxheim-Gunsleben-Oschersleben-MD
Was ist daran falsch, nachzuschauen, wo heute noch benutzte
Gleise liegen, die mit möglichst kurzen Lückenschlüssen zu
verbinden sind.
Mir ist schon klar, daß mein "Vorschlag" nicht die
traditionelle Route darstellt. Na und? Den Kaiser will ich
übrigens auch nicht wiederhaben.
Holger
> [...] für einen ÖPN[V] nicht sehr interessant, da weder größere
> Städte angebunden sind, noch unterwegs berührt werden. Zugunsten
> einer guten Trassenführung hat man beim Bau der Bahn die Stadt
> Borgentreich etwa 4 km entfernt passiert [...].
Dementsprechend taucht die Strecke im ÖPNV-Bedarfsplan des Landes
Nordrhein-Westfalen gar nicht auf, nicht einmal in der letzten
Kategorie "möglicher späterer Bedarf". (Die Strecke verläuft zum
allergrößten Teil auf westfälischem Gebiet.)
Robert Weemeyer, Berlin
Carsten Fischer
"Robert Weemeyer" <robert....@gmx.de> wrote in message
news:96jvnf$lde81$5...@ID-1614.news.dfncis.de...
> Der Trassensicherungsvertrag des Landes NRW behandelte die Strecke
> halbherzig, indem er die wichtige Weserbrücke nicht einbezog.
Stand denn deren separate Umnutzung zu befürchten?
Gruß, ULF
--
________________________________________________________________________
Ulf Kutzner Backhaushohl 46 D-55128 Mainz
________________________________________________________________________
> Der Trassensicherungsvertrag des Landes NRW behandelte die Strecke
> halbherzig, indem er die wichtige Weserbrücke nicht einbezog.
Kein Wunder - am anderen Weserufer ist ja schon Niedersachsen. :-(
Robert Weemeyer, Berlin
Das Zugpaar bestand mit Sicherheit schon in den sechziger Jahren des
vorigen Jahrhunderts, als letzter Nachfolger von Zügen, die sich auf
das vorvergangene Jahrhundert zurückführen lassen. Etwa ab der Ver-
dieselung (V 160 Bw Hagen-Eckesey) wurde mit dem westlichen Endpunkt
herumexperimentiert. Das selbe trifft zu für das weitere geschäfts-
geführte Zugpaar via Holzminden zu, das über Brakel lief (V 200 Bw
Hamm - im Folgenden D 2640).
In der Kursbuchtabelle 41 Winter 1983/84 (hier ergänzt um Löhne,
Scherfede, Brilon Wald) sah die Hauptbelegung so aus. * bezeichnet
Anschluss über Bodenfelde; Freitagspläne sowie Quellanschlüsse vom
Südharz/Zielanschlüsse in Rhein/Ruhr mit jeweils weiterem Umsteigen
sind weggelassen. Alle Schnellzüge zuschlagfrei.
E3654 T5906 T6104 T3500 E2540 D2940 D2640 E3514 E2949 E5932
BS W6.14 9.57 9.52 14.02
HI | 10.30 | |
HM | 11.20 | |
LOEH | 12.21 | |
GS a5.29 W7.26 | 11.06 15.01
KREI W5.28 W6.32<a6.08 W8.06 | 11.47 15.40
HOLZ W6.10 W7.13 ===== W8.40 | 12.23 16.16 16.40
WALK | | | | 10.15 | 13.35 | |
NOM | | E2740 | | 11.21 | 14.30 | |
GÖ | | W6.23 | | * | * | |
Wehrden | | ' | | 12.17 | 15.35 | |
Ottb'gn W6.31 W7.32 W7.38 W8.59 | 12.25 12.40 15.42 | 17.00
ALT W7.02 ===== W8.08 W9.25 | 12.54 13.09 16.10 |
D2948 E3656 D2944
ALT W7.11 8.19 9.42 | 13.19 16.16 |
SO W8.09 8.21 9.05 10.33 | 14.21<14.07 17.11 |
HAM W8.30 8.36 | 10.54 13.40 14.37 | 17.31 |
DO 9.00 | 11.22 14.02 15.04 | 18.02 |
WAN | | | | | | 18.28 |
E 9.24 | 11.49 14.32 15.30 | | |
Scherf' | | | | | | | 17.00
HA | 9.48 | | | 14.52 | 18.57
W | 10.09 | | | 15.14 | 19.32
DU 9.38 | 12.06 14.48 15.46 | 19.00 |
D | | 15.07 | 15.36 |
K | 10.49 | | | 20.15
MG 10.19 15.48 16.23 16.07
AC 16.59
D2644 E3854 D840 D779 E3520 T6072 E3516
BS an a 16.27 16.21 17.19
HI von 16.58 | |
HM Oder- 17.48 | |
LOEH tal, | | via
GS S+Sa | 17.13 SZ
KREI von | 17.55 18.30 19.08
HOLZ Bad | | ===== 19.46
WALK Lberg | | 17.32 T6924 |
NOM 16.48 | 18.08 18.22 18.42 |
GÖ 16.11 | | * |
Wehrden 17.17 17.41 | 19.53 |
Ottb'gn 17.24 17.46 | 19.59 20.04
ALT 17.50 18.15 18.29 Sa20.34 a20.34
D2882 E3476 D711 <
ALT 18.10 18.31 20.44
SO 18.56 19.11 21.30
HAM 19.13 19.13 22.12 22.24
DO 19.40 | | (22.39)
WAN | | | |
E 20.08 | | |
Scherf' | | | |
HA | 19.51 22.59 23.08
W | 20.11 23.27
DU 20.25 | |
D 20.42 | |
K 20.48 0.05
MG |
AC 0.49
Im Sommerfahrplan 1984 fällt als erstes auf, dass mit dem Wegfall der
Geschäftsführung auch gleich die Relation des 2540 aus der Tabelle
getilgt wird, obwohl ein bezirklicher 3708 in gleicher Lage und mit
gleichem Laufweg bis Dortmund weiter verkehrt.
E 2740 fährt als D 2740.
D 2940 behält nunmehr auf seinem gesamtem Laufweg dieselbe Zugnummer
und fährt von Altenbeken bis Soest vereinigt mit D 2640; oben handelt
es sich um einen Kurswagenlauf (betrieblich faktisch keine Änderung).
Der Anschluss von Göttingen entfällt.
Anstelle des 2949/5932 fährt mit verlängerten Fahrzeiten (über Bad
Harzburg; Aufenthalte) ein 3542 Braunschweig - Altenbeken 14.13/17.27.
Anschluss dort erst auf 2644 wie gehabt.
Auf der oberen Ruhrtalbahn fährt in seiner Lage ein 3696 Warburg -
Bestwig, der dort auf einen um eine Stunde vorverlegten 3688 von
Winterberg nach Essen überght. Zwischen Bestwig und Hagen wird die
dadaurch entstehende Zuglücke durch einen 3692 Bestwig - Mönchen-
gladbach gefüllt.
Da auch Odertal - Bad Lauterberg zu diesem Fahrplanwechsel im Pv still
gelegt wurde, beginnt 3854 nunmehr täglich dort.
mfg Matthias Dörfler
Richtig. Die Zuege wurden von Moenchengladbacher 03 gefuehrt, spaeter
tauchten erstmal sonntags davor Krefelder V160 (oder schon 216) auf.
Weiss eigentlich jemand, wie weit die 03 vor diesen Zuegen blieben?
Vermutlich nur bis MG...
MfG Ulrich
Viele Grüße,
Jan Marco Funke
Gruß
Will
Übrigens, die bekannten E-Langläufe nannte man 'Heckeneilzüge'.
> > Übrigens, die bekannten E-Langläufe nannte man 'Heckeneilzüge'.
> >
> Ich habe gerade noch mal in das alte Kursbuch hineingeschaut, für
> heutige SWT-Reisende wären die damaligen Eilzüge eine wahre
> Freude gewesen. Manche Eilzüge konnten es von den zurückgelegten
> Kilometern durchaus mit einem heutigen IR aufnehemen.
Ich fuhr kurz nach der D-Zugisierung dieser Heckeneilzüge nach
Frankfurt-Kiel über Nienburg, mit Verstärkungssilberlingen bis Kassel
und Verstärkungswagen ab Altona...
> Und ich dachte immer, der Name "Heckeneilzug" hätte nur für diese eine
> E-Verbindung Frankfurt - Köln durch Taunus und Westerwald gegolten, die
Nein, ich denke, die Bezeichnung gilt all den Eilzügen mit
langem Laufweg, die auf einem deutlichen Teil dessen die
Magistralen meiden.
Es gab auch Eilzüge mit langem Laufweg, die man anhand
dieser Definition *nicht* als Heckeneilzug bezeichnen
kann. E2070/71 Luxembourg -- Westerland zum Beispiel.
Holger
Nur, der Wein ist schlechter geworden und das liegt daran, dass der Winzer sein
Handwerk mit einer gewissen Lieblosigkeit betreibt.
Anstatt die IR-Linie HH-KN südlich KA schlicht auf zwei Zugpaare zu reduzieren,
stünde der Schwarzwaldbahn ein verbleibendes Zugpaar aus Hamburg ergänzt um einen
Flügel aus dem Norddeich-Seebrugg IR wesentlich besser. Analog gilt dies für die
Südbahn (Vertlängerung eines der Stuttgart verendenden ICs).
Ebenso ist viermal täglich (Cuxhaven-) - Bremerhaven - Bremen - Ruhr - ...
reichlich phantasielos. Auch hier böte sich das eimal tägliche Abbiegen in
Hannover der IRs KA - F - HH in Richtung Bremerhaven an. Das in diesem Falle
verbleibende Loch zwischen H und HH liesse sich problemlos durch den Alpenland
stopfen; usw. und so fort.
Bei allem Verständnis für das Auflassen von Zugläufen, die nicht rentabel genug
erscheinen: Etwas mehr Kreativität bei der Realisierung von MORA scheint mir
dringend angeraten.
Oliver Schnell, der noch umsteigefrei von Konstanz nach Paris gefahren ist.
>Es gab auch Eilzüge mit langem Laufweg, die man anhand
>dieser Definition *nicht* als Heckeneilzug bezeichnen
>kann. E2070/71 Luxembourg -- Westerland zum Beispiel.
Damit sprichtst Du die 'internationalen Bädereilzügen' an, die längst
vergessen sind. Ich erinnere mich, als Kind noch mit dem Eilzug
Amsterdam - Bad-Wildungen gefahren zu sein. Bad Orb und Bad Kissingen
waren auch Ziel solcher Züge, die früher auch Wagen der höchsten
Komfortstufe für die fürstlichen Kurgäste mitführten.
Gruß
Will
Oliver Schnell
> >Es gab auch Eilzüge mit langem Laufweg, die man anhand
> >dieser Definition *nicht* als Heckeneilzug bezeichnen
> >kann. E2070/71 Luxembourg -- Westerland zum Beispiel.
>
> Damit sprichtst Du die 'internationalen Bädereilzügen' an, die längst
> vergessen sind.
Außer, man würde den Kurswagenträger für Moskau - Karlsbad dort einordnen
wollen; wegen Schlafwagen aber etwas untypisch.
> Amsterdam - Bad Wildungen ist noch nicht so lange Vergangenheit. Die Einstellung
> dieses Zugpaares jährt sich am 1.6.2001 erst zum zehnten Male. Aber es wird wohl
> so ziemlich der letzte Mohikaner dieser Art von Zügen gewesen sein.
Gibt es irgendwo bei Berchtesdaden ein "Bad"? Dann paßt zumindest
teilweise RE 1080/1081.
> Gibt es irgendwo bei Berchtesdaden ein "Bad"?
Bad Reichenhall, am Fuße der Steilstrecke.
Michael Kauffmann
> Aber es wird wohl
> so ziemlich der letzte Mohikaner dieser Art von Zügen gewesen sein.
Nein; eines der typischen Heckeneilzugpaare - ehemals E 2262/3 - gibt
es nach wie vor auf seinem jahrzehntealten Lauf. Und RP hat erheb-
liche, recht erfolgreiche Anstrengungen unternommen, einen Neuaufguss
zu bestellen.
mfg Matthias Dörfler
> Gibt es irgendwo bei Berchtesdaden ein "Bad"? Dann paßt zumindest
> teilweise RE 1080/1081.
Was ist das für ein Zug? Ich vermute mal eine Garnitur, die
westlich/nördlich von Freilassing als IC mit entsprechendem
Wagenmaterial unterwegs ist (bzw. war).
Der 2070/71 hingegen bestand aus Silberlingen bis auf die
zwei durchgehenden Wagen über den gesamten Zuglauf aus
Silberlingen, was die Situation, die ich kenne, darstellt:
zwischen Niebüll und Westerland. Danach wurde aber der Zug
unterwegs geschwächt, und ich vermute, daß er auch wieder
verstärkt wurde.
Die beiden durchlaufenden Wagen Luxembourg -- Westerland
waren im von mir beobachteten Zeitraum übrigens Abteilwagen,
und zwar solche, wo draußen "SNCF" angeschrieben war. 1977
war das,
Holger
Ich meinte damit auch nicht den Typus Heckeneilzug, sondern den Typ Bädereiltug.
>eines der typischen Heckeneilzugpaare - ehemals E 2262/3 - gibt
>es nach wie vor auf seinem jahrzehntealten Lauf. Und RP hat erheb-
>liche, recht erfolgreiche Anstrengungen unternommen, einen Neuaufguss
>zu bestellen.
>
Rheinland-Pfalz bestellt den Kleber-Express? Soll ich das jetzt glauben ;-)
So ist das mit den nicht immer zu 100% eineindeutigen Formulierungen.
He, Ulf, hat sich das Geltungsgebiet des Grundgesetzes schon wieder
ausgeweitet ? ;-)
Ich dachte, es ist Karlova Vary (o.ä) und liegt in Tschechien ?
Ansonsten hast Du völlig recht, die Tradition dieser Verbindung, die es auch
aus anderen europäischen Fürstensitzen gab, ist dieselbe.
Gruß
Will
>>Außer, man würde den Kurswagenträger für Moskau - Karlsbad dort einordnen
>>wollen; wegen Schlafwagen aber etwas untypisch.
> He, Ulf, hat sich das Geltungsgebiet des Grundgesetzes schon wieder
> ausgeweitet ? ;-)
> Ich dachte, es ist Karlova Vary (o.ä) und liegt in Tschechien ?
Karlsbad-Spielberg (AVG) könnte über Ettlingen West - Busenbach
erreicht werden (so sind dampfzüge schon gefahren) :) (Über
Karlsruhe Albtalbahnhof - Rüppurr geht es nur für stadtbahnwagen
....)
Ein spurwechselfähiger schlafstadtbahnwagen Moskau - Busenbach -
Ittersbach / Bad Herrenalb wäre natürlich auch was nettes. :)
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
__________ ___________<__ ______________ ______________
,-''0=========||0============0||0============0||=======0======|
`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'
the ICE/ICT pages - http://mercurio.iet.unipi.it/ice/
Vor allem historisch betrachtet mit meterspuriger AVG...
Gruß
Will
Bin zwar jetzt nicht sicher auf was du hinnaus willst, ein Bad Reichenhall
gibt es dort.
Martin
> Die beiden durchlaufenden Wagen Luxembourg -- Westerland
> waren im von mir beobachteten Zeitraum übrigens Abteilwagen,
> und zwar solche, wo draußen "SNCF" angeschrieben war. 1977
> war das,
Höppla, internationaler Lauf ohne Berührung des Netzes der
Eigentumsbahn. Nicht völlig singulär, aber durchaus nett.
> Karlsbad-Spielberg (AVG) könnte über Ettlingen West - Busenbach
> erreicht werden (so sind dampfzüge schon gefahren) :) (Über
> Karlsruhe Albtalbahnhof - Rüppurr geht es nur für stadtbahnwagen
> ....)
>
> Ein spurwechselfähiger schlafstadtbahnwagen Moskau - Busenbach -
> Ittersbach / Bad Herrenalb wäre natürlich auch was nettes. :)
Werden da die Kurvenradien nicht zu eng?
> >Außer, man würde den Kurswagenträger für Moskau - Karlsbad dort einordnen
> >wollen; wegen Schlafwagen aber etwas untypisch.
>
>
> He, Ulf, hat sich das Geltungsgebiet des Grundgesetzes schon wieder
> ausgeweitet ? ;-)
> Ich dachte, es ist Karlova Vary (o.ä) und liegt in Tschechien ?
Wenn ich Tschechisch schreibe, schreibe ich aus Mohuc, Polnisch
aus Moguncja und Französisch aus Mayence. Außerdem hatten wir
die Prag/Warschau/Moskau-Diskussion schon. Eine Marienbaderin schreibt mir
aus Marienbad. Wo also liegt Dein Problem?
> Höppla, internationaler Lauf ohne Berührung des Netzes der
> Eigentumsbahn. Nicht völlig singulär, aber durchaus nett.
Aktuelles beispiel dafür: der nachtzug Prag - Amsterdam führt einen
2. kl. Eurofimawagen der SNCB. Grund ist, dass die NS wohl laufkilo-
meterausgleichsmäßig "dran" wäre, aber keine entsprechenden wagen hat.
(Das kann sich ändern, sobal sie die modernisierten Bm 235 kriegt. Die
sind dann allerdings immer noch nicht klimatisiert.)
--
tobias b köhler____________________...@tigerden.com
FFS6adm A++ C D H+ M++++ P++ R+++ T++ W- Z RLE a cl++ e++ f+ h iwf+ j p*
furry peace in our lives - http://www.fur.com/peace/
Sorry, Ulf, ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich
wollte feststellen, dass dies eine internationale Verbindung ist, die
_nicht_ in einem deutschen Kurort endet und damit ja kein
Eilzug-Langlauf mit Bäderbedienung ist.
Davon ab kennst Du ja meine Einstellung zu Ortsnamen aus eben jener
Diskussion.
Gruß
Will
Nein, Ettlingen West - Ettlingen Stadt - Ittersbach/Bad Herrenalb ist
uneingeschränkt vollbahntauglich.
Grüße
Marc
--
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Marc Haber \ " Mensch, willst Du schnell und sorglos reisen,
Mailadresse im Header \------------\ so fahre mit der Bahn von Eisen. "
Bitte keine "courtesy copies", Danke! \ - Prof. Dr. Heinz Haber, 1975.
> Bin zwar jetzt nicht sicher auf was du hinnaus willst, ein Bad Reichenhall
> gibt es dort.
Auf die Bädereilzüge.
a) Hätte es mir allerdings auch selbst einfallen können und
b) bleiben 1080/1081 unechte Bädereilzüge.
1087 (Bad Birnbach) ist auch einer, schon weil RB...
> Nein, Ettlingen West - Ettlingen Stadt - Ittersbach/Bad Herrenalb ist
> uneingeschränkt vollbahntauglich.
(mit ausnahme der kehrschleifen in Ittersbach und Bad Herrenalb)
Soweit ich weiß, sind dampfsonderzüge auch schon sowohl nach
Ittersbach als auch nach Bad Herrenalb gefahren, richtig?
Bestehen eigentlich irgendwelche pläne, Ettlingen West -
Ettlingen Stadt mit planmäßigen zügen zu bedienen?
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
__ ____ <_ ____ __ ________ ______<> _______>
|)=|H==H|==|H==H|=(| |H===H==H||H===H==H||H===H==H|
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tobias b koehler <tb...@gmx.de> wrote:
> On Sat, 03 Mar 2001 12:01:43 +0100, Marc Haber <usene...@marc-haber.de>
> wrote in de.etc.bahn.eisenbahn:
>> Nein, Ettlingen West - Ettlingen Stadt - Ittersbach/Bad Herrenalb ist
>> uneingeschränkt vollbahntauglich.
> (mit ausnahme der kehrschleifen in Ittersbach und Bad Herrenalb)
(und Ettlingen Albgaubad und Langensteinbach)
> Soweit ich weiß, sind dampfsonderzüge auch schon sowohl nach
> Ittersbach als auch nach Bad Herrenalb gefahren, richtig?
Das tun sie im Sommerhalbjahr fast jedes Wochenende. Die Kehrschleifen
nutzen sie natürlich nicht, es sind auch Weichenverbindungen zum
Umsetzen der Lokomotiven vorhanden.
> Bestehen eigentlich irgendwelche pläne, Ettlingen West -
> Ettlingen Stadt mit planmäßigen zügen zu bedienen?
Eine Zeit lang gab es an Wochenenden Durchläufer Bruchsal -
Bad Herrenalb über Ettlingen West - Ettlingen Stadt, die sind aber m.W.
weitgehend wieder abgeschafft worden, mangels ausreichenden
Fahrgastzuspruchs. Ein besonderes Verkehrsbedürfnis für Stadtbahnzüge
zwischen den beiden Ettlinger Bahnhöfen scheint nicht zu bestehen;
mittelfristig wird das wohl noch weniger der Fall sein, wenn
umsteigewillige Reisende aus Richtung Rastatt in Richtung Bad Herrenalb/
Ittersbach und umgekehrt die künftige Zweisystemverbindung von der
Ettlinger Innenstadt zur Hauptstrecke Richtung Muggensturm - Rastatt
nutzen können.
Sven
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Sven Manias * Karlsruhe * Germany
E-Mail: sven....@gmx.de * WWW: http://home.pages.de/~Sven.Manias/