bei der Verbindungsanfrage Wien West --> Salzburg Hbf (Abf. 18:19) gab HAFAS
als Bemerkung zum ICE 966 "Korridorzug" aus.
Ich kann mir unter diesem Begriff nichts vorstellen.
Weiß jemand, was das ist?
Gruss,
Chris
Ich kenne diesen Begriff im Zusammenhang mit Zügen, die über
Fremdstaatengebiet ohne Halt fahren. Bestes Beispiel sind Züge von
Salzburg nach Innsbruck, die über Rosenheim (Deutschland) fahren, ohne
auf deutschem Gebiet zu halten (von evtl. Blockhalten o. ä. abgesehen).
Gruß
Andreas
--
Andreas Pothe Software http://www.pothe.de
Vogelbeerweg 14 http://www.modellbahnverwaltung.de
D-31787 Hameln Tel: 0 51 51 / 80 91 05, Fax: 80 91 08
>"Korridorzug" aus.
>
>Ich kenne diesen Begriff im Zusammenhang mit Zügen, die über
>Fremdstaatengebiet ohne Halt fahren. Bestes Beispiel sind Züge von
>Salzburg nach Innsbruck, die über Rosenheim (Deutschland) fahren,
Da stellt sich die Frage, was ist Goerlitz - Zittau?
Zwar mit Halt in einem polnischen Bahnhof (Krzewina Zgorzelecka), aber Sinn und
Zweck ist die Bedienung des deutschen Ortes Ostritz.
Uebrigens ist die Bedienung im Personenverkehr durch PKP seit 03.04.2000
eingestellt (bedauerlicherweise). :-(
FTB
Zug über ausländisches Staatsgebiet ohne reguläre sicherheits- oder
zollbehördliche Kontrolle. Austeigen im Transitstaat verboten, meist
keine regulären Halte. Wer diesen Zug benützt, gilt als nicht wirklich
als aus dem Ausgangsstaat ausgereist, nichtsdestotrotz unterliegen die
Reisenden der hoheitlichen Gewalt des Transitstaates. Zwischen
Österreich und Deutschland, wo nur eine EU-Binnengrenze zwischen
Schengen-Staaten überschritten wird, hat das heute wenig Bedeutung.
Wichtig ist eigentlich nur noch, dass der Korridorzug meines Wissens
als österreichisches "Steuerinland" gilt, im Speisewagen also zum
Beispiel österreichische USt-Sätze zur Anwendung kommen, für die an
den österreichischen Fiskus zu löhnen ist.
Auf Grund der Grenzziehung nach Weltkrieg Nummer eins musste
Österreich einige Korridorabkommen schließen. Neben Salzburg -
Rosenheim - Kufstein, welche Strecke erst zur Beschleunigung des
Verkehrs in den Sechzigerjahren kreiert wurde, gibt es die Verbindung
zwischen Nord- und Osttirol über Lienz - Fortezza/Franzensfeste -
Brennero/Brenner, wo neuerdings das Aussteigen auf italienischem
Gebiet bei regulären Halten erlaubt ist, obwohl die Züge im Kursbuch
immer noch als Korridorzüge gekennzeichnet sind, sowie den
Sopron-Transit von Ebenfurth oder Wiener Neustadt über Sopron nach
Deutschkreutz. Dort war Aus- und Einsteigen in Sopron mit
Grenzkontrolle am Bahnhof schon immer erlaubt. Die Strecke Innsbruck
Hbf - Garmisch-Partenkirchen - Reutte in Tirol wird inzwischen nicht
mehr als Korridorstrecke geführt, der Korridorverkehr Bleiburg -
Dravograd - Lavamünd endete nach Eröffnung der Jauntalbahn und
Schließung der Strecke Dravograd - Lavamünd im Jahre 1964.
----------------
Michael Suda
A-1150 Wien Oesterreich/Austria/Autriche
Ich empfehle:
www.fahrgast.at
www.viennaslide.com/tramway.htm
----------------
> Zug über ausländisches Staatsgebiet ohne reguläre sicherheits- oder
> zollbehördliche Kontrolle. Austeigen im Transitstaat verboten, meist
> keine regulären Halte. Wer diesen Zug benützt, gilt als nicht wirklich
> als aus dem Ausgangsstaat ausgereist, nichtsdestotrotz unterliegen die
> Reisenden der hoheitlichen Gewalt des Transitstaates.
Könnte also die deutsche polizei in einem solchen korridorzug jemanden
festnehmen, der in Deutschland steckbrieflich gesucht ist?
--
tobias benjamin köhler t...@rcs.urz.tu-dresden.de
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`-o-o----oo-"-oo---oo-"-oo---oo-"-oo---oo-"-oo---oo-"-oo----o-o-'
Ich würde sagen: ja. Das zwischenstaatliche Abkommen für die Strecke
Salzburg - Rosenheim - Kufstein enthielt meines Wissens eine
entsprechende Passage; früher (Kursbuch 1991) fand sich dazu folgender
Hinweis in den Fahrplänen: "Ein und Aussteigen auf der Korridorstrecke
grundsätzlich verboten: Zoll- und sicherheitspolizeiliche Kontrolle
(Anmerkung: durch den Transitstaat) möglich. Amtlicher
Lichtbildausweis für Reisende über 16 Jahre erforderlich." Rein
rechtlich verspricht der Transitstaat in diesem Spezialfall lediglich,
auf das ihm völkerrechtlich zustehende Recht, die Ein- und Ausreise in
sein Hoheitsgebiet zu überwachen, im Regelfall zu verzichten, dies
aber unter Vorbehalt.
Ich bin in meinem Leben schon sehr oft über das große deutsche Eck mit
der Bahn gefahren, deutsche Kontrollen habe ich aber nie erlebt. Ich
weiß nicht, ob sich ein Fall, wie der von dir erwähnte, jemals IRL
ereignet hat.
Heute sind außerdem die entsprechenden sicherheitspolizeilichen
Bestimmungen bilateraler Verträge Österreich-Deutschland und
Österreich-Italien durch das Schengener Durchführungsübereinkommen
(SDÜ) weitgehend obsolet geworden.
[Korridorzüge]
> >> Zug über ausländisches Staatsgebiet ohne reguläre sicherheits- oder
> >> zollbehördliche Kontrolle. Austeigen im Transitstaat verboten,
> meist
> >> keine regulären Halte.
> Heute sind außerdem die entsprechenden sicherheitspolizeilichen
> Bestimmungen bilateraler Verträge Österreich-Deutschland und
> Österreich-Italien durch das Schengener Durchführungsübereinkommen
> (SDÜ) weitgehend obsolet geworden.
...und daher eigentlich die Korridorzüge in der heutigen Form. Ein Halt in
Prien und Traunstein würde mir schon sehr gefallen, v. a. weil in Rosenheim
die Anschlüsse in Richtung Kufstein aus Richtung Salzburg schlecht sind. Man
ist entweder auf die EC (DM 7, - Zuschlag für 35 km erforderlich) angewiesen
oder muß in Kufstein bei wiederum schlechten Anschlüssen umsteigen.
Als vor etwa einem Jahr zwischen Traunstein und Freilassing eine Brücke
renoviert wurde und der Betrieb streckenweise eingleisig war, endeten an
einem Wochenende die IR aus München in Traunstein und der nachfolgende
Korridorzug hielt in Traunstein und Freilassing. Eine ersraunlich
unbürokratische Lösung, da man selbstverständlich mit den üblichen
DB-Tickets weiterfahren konnte.
Martin
>Als vor etwa einem Jahr zwischen Traunstein und Freilassing eine Brücke
>renoviert wurde und der Betrieb streckenweise eingleisig war, endeten an
>einem Wochenende die IR aus München in Traunstein und der nachfolgende
>Korridorzug hielt in Traunstein und Freilassing. Eine ersraunlich
>unbürokratische Lösung, da man selbstverständlich mit den üblichen
>DB-Tickets weiterfahren konnte.
Die Zusammenarbeit zwischen DB und ÖBB scheint wirklich (im Vergleich
zu vielen anderen Bahnen) recht vorbildlich zu funktionieren. In den
EC-Zügen der Strecke Innsbruck - Kufstein - München werden jetzt z.B.
auch schon deutsche Zugbegleiter für den österreichischen
Streckenabschnitt eingesetzt.
Gruß Bernd
> Die Zusammenarbeit zwischen DB und ÖBB scheint wirklich (im Vergleich
> zu vielen anderen Bahnen) recht vorbildlich zu funktionieren. In den
> EC-Zügen der Strecke Innsbruck - Kufstein - München werden jetzt z.B.
> auch schon deutsche Zugbegleiter für den österreichischen
> Streckenabschnitt eingesetzt.
Die Dienstpläne sind hier gemischt. Ich kann Dir die Zugnumnern nicht
nennen, aber aus einem Gespräch mit einem österr. Zugführer weiß ich, dass
R&T und die ÖBB jeweils die Züge komplett München - Brenner mit Personal
besetzen (abgesehen von den Lokführern), d.h. sich die Züge aufteilen.
Bis bald,
Roman
> Könnte also die deutsche polizei in einem solchen korridorzug jemanden
> festnehmen, der in Deutschland steckbrieflich gesucht ist?
Bei Korridorzuegen weiss ich nicht, ob das jemals geschehen ist.
Es gibt aber eine "Korridorbuslinie" von Saalfelden nach Salzburg
ueber Reichenhall, also ueber bayerisches Gebiet. Dort ist das
einmal geschehen.
In den spaeten 60er oder fruehen 70er Jahren hat diesen Bus ein-
mal der steckbrieflich gesuchte Suedtiroler Bombenleger Burger
(an den Vornamen kann ich mich im Augenblick nicht erinnern) be-
nutzt. Er wurde erkannt und von der bayerischen Polizei festgenom-
men.
Ich nehme an, dass fuer diese Buslinien das gleiche Recht gilt
wie fuer Korridorzuege.
Servus
Thomas Kaeufl
> Ich nehme an, dass fuer diese Buslinien das gleiche Recht gilt
> wie fuer Korridorzuege.
Nein, der Bus hält auf bayerischem Gebiet zum Ein- und Aussteigen, es fanden
regelmäßig Grenzkontrollen an den Übergängen statt. Es ist als kein
spezieller Korridorverkehr sondern internatuionaler Linienbusverkehr.
Martin
Michael Suda schrieb:
> Christoph Auer schrieb in Nachricht
> <8d9vj6$ioc$1...@news03.btx.dtag.de>...
> >Hallo,
> >
> >bei der Verbindungsanfrage Wien West --> Salzburg Hbf (Abf. 18:19)
> gab HAFAS
> >als Bemerkung zum ICE 966 "Korridorzug" aus.
> >
> >Ich kann mir unter diesem Begriff nichts vorstellen.
> >Weiß jemand, was das ist?
>
> Zug über ausländisches Staatsgebiet ohne reguläre sicherheits- oder
> zollbehördliche Kontrolle. Austeigen im Transitstaat verboten, meist
> keine regulären Halte. Wer diesen Zug benützt, gilt als nicht wirklich
> als aus dem Ausgangsstaat ausgereist, nichtsdestotrotz unterliegen die
> Reisenden der hoheitlichen Gewalt des Transitstaates. Zwischen
> Österreich und Deutschland, wo nur eine EU-Binnengrenze zwischen
> Schengen-Staaten überschritten wird, hat das heute wenig Bedeutung.
Die Bedutung ist heute vor allem noch tariflicher Natur, denn die
Korridorzüge werde tariflich als österreichische Inlandszüge behandelt. Es
wird übrigens die gleiche Tarifkilometerzahl berechnet, als wenn die Züge
die längere Strecke über Zell am See nützen würden. Lediglich für Fahrten
nach Kufstein werden 13 km abgezogen.
[andere Korridorstrecken]
Brennero/Brenner - San Candido/Innichen existiert tariflich noch als
Inlandsstrecke, Scharnitz - Ehrwald nicht mehr.
Gruß, Michael
in Erwartung der Totalsperre der Korridorstrecke Straße (A8) wegen
technischer Mängel
Michael Suda wrote:
> Wichtig ist eigentlich nur noch, dass der Korridorzug meines Wissens
> als österreichisches "Steuerinland" gilt, im Speisewagen also zum
> Beispiel österreichische USt-Sätze zur Anwendung kommen, für die an
> den österreichischen Fiskus zu löhnen ist.
In diesem Zusammenhang fällt mir ein, wie wird eigentlich ein Speisewagen
in einem internationalen Zug steuerlich behandelt? Immerhin gelten auf dem
gesamten Laufweg die gleichen Preise, trotz unterschiedlicher Steuersätze.
Ferner frage ich mich was passiert, wenn die Mahlzeit an der Grenze
eingenommen wird.
Ich dachte, die Speisewagen werden immer im Heimatland besteuert. Gibt es
da vielleicht eine allgemeine Regelung oder ein internationales Abkommen
oder ist das immer zwischen zwei Staaten geregelt?
X-post und f'up2 debm
Gruß, Michael
> Könnte also die deutsche polizei in einem solchen korridorzug jemanden
> festnehmen, der in Deutschland steckbrieflich gesucht ist?
Geht sogar, wenn Du einen *Luft*korridor benutzt...
Gruß, ULF
--
________________________________________________________________________
Ulf Kutzner Backhaushohl 46 D-55128 Mainz
________________________________________________________________________
>> Es gibt aber eine "Korridorbuslinie" von Saalfelden nach Salzburg
>> ueber Reichenhall, also ueber bayerisches Gebiet. Dort ist das
>> einmal geschehen.
> Nein, der Bus hält auf bayerischem Gebiet zum Ein- und Aussteigen,
> ...
Also gut, dann gibt es ihn heute nicht mehr.
Ende der 60er Jahre duerfte es ihn gegeben haben, ich habe damals
den Bus benutzt und kann mich nicht erinnern, dass er auf bayri-
schem Gebiet stehengeblieben waere.
> es fanden regelmäßig Grenzkontrollen an den Übergängen statt.
Was nicht unbedingt dagegen spricht, dass es doch eine "Korridor-
buslinie" ist.
Nach der Verhaftung von Burger hat es einige Zeitungsartikel ge-
geben, in denen die Frage beantwortet wurde, ob ihn die bayrische
Polizei haette festnehmen duerfen. (Es sei doch ein "Korridorbus".)
Servus
Thomas Kaeufl
Thomas Kaeufl schrieb in Nachricht
<8dh78i$oh1$1...@news.rz.uni-karlsruhe.de>...
>"Martin Schwarzwälder" <martin.sch...@freenet.de> schreibt:
Frage: Wo sind die beiden Artikel, auf die sich Thomas' Nachricht
bezieht?
Gecancelt oder hat cis.dfn heute Löcher?
Andreas Pothe wrote:
>
> Frage: Wo sind die beiden Artikel, auf die sich Thomas' Nachricht
> bezieht?
> Gecancelt oder hat cis.dfn heute Löcher?
Du suchst <8des1q$7j81a$1...@fu-berlin.de> vom Mo 13:19.
Bei Thomas fehlen einfach die Referenzen.
Gruss Jens
Andreas Pothe wrote:
>
> >"Martin Schwarzwälder" <martin.sch...@freenet.de> schreibt:
>
> Frage: Wo sind die beiden Artikel, auf die sich Thomas' Nachricht
> bezieht?
Bei Thomas fehlten die richtigen Reference-Header, darum wurde es nicht
ordentlich einsortiert.
> Gecancelt oder hat cis.dfn heute Löcher?
<8des1q$7j81a$1...@fu-berlin.de> ist vermutlich der Artikel auf den sich
Thomas bezieht (und der wurde somit auch bei news.cis.dfn.de aka
news.fu-berlin eingeliefert).
Bye Kai
>Da stellt sich die Frage, was ist Goerlitz - Zittau?
>Zwar mit Halt in einem polnischen Bahnhof (Krzewina Zgorzelecka), aber Sinn und
>Zweck ist die Bedienung des deutschen Ortes Ostritz.
Wuerde ich dennoch als "Korridorzug" bezeichnen.
>Uebrigens ist die Bedienung im Personenverkehr durch PKP seit 03.04.2000
>eingestellt (bedauerlicherweise). :-(
Als ich im Sommer 1999 dort war, wurde Goerlitz - Krzewina Zgorzelecka
- Zittau von der DB AG bedient, ich vermute, Du meinst hier
Zgorzelec/Mikulowa - Krzewina Zgorzelecka - Bogatynia, also die
komplett oestlich der Neisse liegende polnische Strecke.
Joerg
--
Dr.-Ing. Joerg Hertzer Phone: ++49-711-685-5734
Computing Center University of Stuttgart Fax: ++49-711-682357
Allmandring 30 A E-Mail: Her...@rus.uni-stuttgart.de
70550 Stuttgart, Germany
>Da stellt sich die Frage, was ist Goerlitz - Zittau?
>Zwar mit Halt in einem polnischen Bahnhof (Krzewina Zgorzelecka), aber Sinn
>und
>Zweck ist die Bedienung des deutschen Ortes Ostritz.
Gehört unbeschadet dessen in diese Kategorie, desgleichen die Züge des
CD-Binnenverkehrs mit Verkehrshalt in Zittau zur Ein- und Ausreise.
Wie hier zu entnehmen war gaben die ÖBB für ihre Korridorzüge den Reisenden
einschlägige Instruktionen mit. Es ist durchaus möglich, mit dem Zug nach
Ostritz fahren zu wollen und nicht von dieser Besonderheit zu wissen; ich
konnte selbst schon deshalb sichtlich verwirrte ("wir sind ja hier in
Polen??!!") Jugendfreunde beobachten.
>Uebrigens ist die Bedienung im Personenverkehr durch PKP seit 03.04.2000
>eingestellt (bedauerlicherweise). :-(
Lächle und sei froh, denn es hätte schlimmer kommen können...
-kl
Dann dürfte es meiner Erinnerung nach aber immer einen Betriebshalt in
Franzensfeste gegeben haben, denn die Strecke aus Lienz mündet in die
Brenner-Strecke nördlich von Franzensfeste in südlicher Richtung ein.
Außerdem stelle ich mir das betrieblich sehr interessant vor, da ein
Großteil der Strecke Franzensfeste - Lienz meines Wissens nach eingleisig
ist.
Gruß
Ingo
>>Da stellt sich die Frage, was ist Goerlitz - Zittau?
>>Zwar mit Halt in einem polnischen Bahnhof (Krzewina Zgorzelecka), aber Sinn
>>und
>>Zweck ist die Bedienung des deutschen Ortes Ostritz.
>Es ist durchaus möglich, mit dem Zug nach
>Ostritz fahren zu wollen und nicht von dieser Besonderheit zu wissen; ich
>konnte selbst schon deshalb sichtlich verwirrte ("wir sind ja hier in
>Polen??!!") Jugendfreunde beobachten.
Wie mir im letzten Sommer vor Ort erzaehlt wurde, soll es aber auch
schon vorgekommen sein, dass jemand dies sehr genau wusste, an mit
Bedacht gewaehlter Stelle die Notbremse zog und im Wald verschwand. Ich
vermute, der ist in der Warschauer Botschaft der BRD wieder
aufgetaucht.
Jedenfalls fuehrte der mir gegebenen Schilderung nach dieser Vorfall
zur Ergaenzung des Zugbegleitpersonals durch Mitarbeiter einer gewissen
Behoerde.
>>Uebrigens ist die Bedienung im Personenverkehr durch PKP seit 03.04.2000
>>eingestellt (bedauerlicherweise). :-(
>
>Lächle und sei froh, denn es hätte schlimmer kommen können...
Und ich laechelte und war froh, und es kam schlimmer...
Haeh? Konnte vor 1989 bei Fluegen z.B. Hannover-Berlin ein
Volkspolizist aussen an die Flugzeugtuer klopfen:
"Polizei! Aufmachen bitte!"????
>Was ist das eigentlich für ein Haltepunkt zwischen Zgorzelec und Zgorzelec
>Miasto?
Dazwischen ist mir nie ein Haltepunkt aufgefallen, obwohl ich dort
immer sehr intensiv aus D 450/451 geschaut habe. (Und das wird mir aus
diesem Zugpaar nicht mehr moeglich sein :-( )
Aufgefallen ist mir jedoch, dass bei der Einmuendung der Strecke von
Luban in Richtung Zgorzelec Miasto das Gleis nach der Schutzweiche so
lang gestaltet und mit Rampe versehen ist, dass es als Ladegleis mit
nutzbar waere.
KaiLudwig schrieb:
>
> >Uebrigens ist die Bedienung im Personenverkehr durch PKP seit 03.04.2000
> >eingestellt (bedauerlicherweise). :-(
>
> Lächle und sei froh, denn es hätte schlimmer kommen können...
wie meinst du das??
hjs
Frank-Torsten Boeger schrieb:
>
> >>Uebrigens ist die Bedienung im Personenverkehr durch PKP seit 03.04.2000
> >>eingestellt (bedauerlicherweise). :-(
> >
> >Als ich im Sommer 1999 dort war, wurde Goerlitz - Krzewina
> >Zgorzelecka
> >- Zittau von der DB AG bedient, ich vermute, Du meinst hier
> >Zgorzelec/Mikulowa - Krzewina Zgorzelecka - Bogatynia, also die
> >komplett oestlich der Neisse liegende polnische Strecke.
> >
> Genau die.
> Ich bin uebrigens gestern mit dem osobowy von Luban nach Zgorzelec gefahren.
> Im Abzweig Mikulowa aus _beiden_ Richtungen aus Bogatynia noch Fahrspiegel zu
> sehen.
güterzüge dürften ja noch einige fahren, übergang seidenberg zur CD.
> Die Bierstube am Bahnhofs-Haltepunkt Zgorzelec Miasto hat nun auch wieder
> Faßbier (Bosman), nachdem zeitweise nur Flaschenbier verkauft wurde.
wie, doch nicht etwa IM bahnhofsgebäude, dieser häßlichen gammelbude? *g*
hjs
Und Kohlezuege Richtung Turoszow/Bogatynia sicher auch noch.
>> Die Bierstube am Bahnhofs-Haltepunkt Zgorzelec Miasto hat nun auch wieder
>> Faßbier (Bosman), nachdem zeitweise nur Flaschenbier verkauft wurde.
>
>wie, doch nicht etwa IM bahnhofsgebäude, dieser häßlichen gammelbude? *g*
>
Ueber den Platz.
IM Bahnhofsgebaeude war nur eine Bar ohne Bier im Sortiment.
Die beste Bierbar mit kleinem Biergarten ist in Zgorzelec IMHO am Busbahnhof.
Im Angebot uebrigens Dojlydi aus Bialystok
FTB.
>>Es ist durchaus möglich, mit dem Zug nach
>>Ostritz fahren zu wollen und nicht von dieser Besonderheit zu wissen; ich
>>konnte selbst schon deshalb sichtlich verwirrte ("wir sind ja hier in
>>Polen??!!") Jugendfreunde beobachten.
>
>Wie mir im letzten Sommer vor Ort erzaehlt wurde, soll es aber auch
>schon vorgekommen sein, dass jemand dies sehr genau wusste, an mit
>Bedacht gewaehlter Stelle die Notbremse zog und im Wald verschwand.
Von Mitte der 80er Jahre (als die Personenzüge z.T. noch mit BR 52 bespannt
wurden) sind mir finster dreinblickende Herren mit Schießprügel im Gebüsch
hockend und in Krzewina herumlungernd in Erinnerung. Man beachte auch die
inzwischen fast umgefallenen Lampen im Bereich Reczyn.
>>>Uebrigens ist die Bedienung im Personenverkehr durch PKP seit 03.04.2000
>>>eingestellt (bedauerlicherweise). :-(
>>
>>Lächle und sei froh, denn es hätte schlimmer kommen können...
>
>Und ich laechelte und war froh, und es kam schlimmer...
Walte Hugo, daß Janetzky seine bahnfreundliche Linie weiterhin fahren kann.
Ohne sie würden dort jetzt keine Fensterzüge mehr rollen. Ansonsten hast Du mir
die Erwähnung von Zug 450 schon abgenommen...
-kl
Nein, das stimmt definitiv nicht. Die Pustertalbahn zweigt am Südkopf
des Bahnhofes Fortezza/Franzensfeste ab, demnach kann ohne zu stürzen
von Lienz bis Innsbruck Hbf gefahren werden.
>
>Außerdem stelle ich mir das betrieblich sehr interessant vor, da ein
>Großteil der Strecke Franzensfeste - Lienz meines Wissens nach
eingleisig
>ist.
Die gesamte Strecke, um genau zu sein. Betriebshalte für Kreuzungen
sind aber auf Korridorstrecken nichts Außergewöhnliches.
Nachtrag zum Thema: "Hoheitsgewalt des Transitstaates": Die Züge des
Sopron-Korridorverkehrs wurden meiner Erinnerung nach Anfang der
Achtzigerjahre oft (regelmäßig?) von einem mit Sturmgewehr bewaffneten
Soldaten der ungarischen Grenztruppen begleitet. Der stieg, wenn ich
das richtig im Kopf habe, auf der Strecke Wiener Neustadt - Sopron -
Oberpullendorf im Bahnhof Agfalva zu und in Magyarfalva wieder aus.
Beide Bahnhöfe befinden sich in der Nähe der ehemaligen
Grenzsperranlagen des Eisernen Vorhangs und waren für die Korridorzüge
nur Betriebshalte, in Agfalva gab es, glaube ich, schon damals sonst
keinen regulären innerungarischen Personenverkehr. Die
österreichischen Grenzbahnhöfe sind Loipersbach-Schattendorf und
Deutschkreutz.
> >> Könnte also die deutsche polizei in einem solchen korridorzug jemanden
> >> festnehmen, der in Deutschland steckbrieflich gesucht ist?
> >
> >Geht sogar, wenn Du einen *Luft*korridor benutzt...
>
> Haeh? Konnte vor 1989 bei Fluegen z.B. Hannover-Berlin ein
> Volkspolizist aussen an die Flugzeugtuer klopfen:
> "Polizei! Aufmachen bitte!"????
Das war alliiertes Abkommen, die DDR wird sich gehütet haben, hier
eingreifen zu wollen. Hingegen hat Herr Pino^^^^ wegen einiger
Präzedenzfälle peinlich genau darauf geachtet, beim Rückflug aus GB den
Luftraum gewisser Staaten auszusparen.
Streiche: 'zuege'?
> nach Warschau aufzuweisen hatte.
[...]
> keine Nachtverbindung nach Warschau mehr an (und sitzenderweise im Nachtbus,
> das wollte doch sicher auch keiner).
Sitzenderweise im Nachtbus nach Polen oder in die Ukraine wollen
offenbar etliche...
>Ansonsten hast Du mir
>die Erwähnung von Zug 450 schon abgenommen...
Ich habe mal die Zukunft fuer Frankfurt/Main - Wroclaw (als Teilstrecke
fuer Stuttgart -Krakau) aus dem SBB-Server rausgesucht.
Weder Umwege ueber Berlin noch Umsteigen mitten in der Nacht finde ich
reizvoll, ich denke ernsthaft ueber das Verkehrsflugzeug fuer
zukuenftige Reisen nach Krakau nach.
Als ehemaliger Segelkunstflieger habe ich nun wirklich keine Flugangst,
mir wird in diesen Roehren mit Guckloechern immer langweilig.
Und dann klatschen diese Ignoranten auch noch, wenn der Pilot mit
unnoetig hoher Geschwindigkeit aufsetzt, damit nur ja keiner die
Landung bemerkt. Und ich war mal im Verkehrsflugzeug bei extremem
Seitenwind und einer perfekt nach Lehrbuch durchgefuehrten Landung
unter den Passagieren...
Nein, ich will mich nicht noch mehr aergern,
aber das musste mal raus...
"Lufthansalandung" gilt uebrigens unter Segelfliegern als Schimpfwort.
Den Begriff "Luftkorridor", eigentlich "Air corridor" kenne ich
spezifisch fuer das genannte Abkommen, genanntes Beispiel haette
uebrigens durch den "Bueckeburg-Berlin Air Corridor" (nicht Hannover -
Berlin!) gefuehrt.
Ich bezweifele, dass irgendwelche Fluege GB - Chile durch "corridors"
im Sinne des internationalen Luftrechtes fuehren.
Wenn wir aber nicht die zum Korridorzug wortentsprechende, sondern die
sinnentsprechende Situation in der Luftfahrt suchen, hast Du allerdings
Recht.
Betriebshalt: wahrscheinlich (Umspannen Diesel auf Elektro früher(?))
Fahrtrichtungswechsel: nein (Strecke mündet in den Bahnhofs-Südkopf)
Gruß
Klaus
--
_____________________________________________________________________________
Dr. Klaus Foehl kf (at) ph ed ac uk http://www.ph.ed.ac.uk/~kf
Department of Physics and Astronomy, University of Edinburgh,
James Clerk Maxwell Building, The King's Buildings,
Mayfield Road, Edinburgh. EH9 3JZ. United Kingdom
Tel: +44 131 650-5256 -5282 Fax: +44 131 650 7165
-----------------------------------------------------------------------------
> >> >> Könnte also die deutsche polizei in einem solchen korridorzug jemanden
> >> >> festnehmen, der in Deutschland steckbrieflich gesucht ist?
> >> >
> >> >Geht sogar, wenn Du einen *Luft*korridor benutzt...
> >>
> >> Haeh? Konnte vor 1989 bei Fluegen z.B. Hannover-Berlin ein
> >> Volkspolizist aussen an die Flugzeugtuer klopfen:
> >> "Polizei! Aufmachen bitte!"????
> >
> >Das war alliiertes Abkommen, die DDR wird sich gehütet haben, hier
> >eingreifen zu wollen. Hingegen hat Herr Pino^^^^ wegen einiger
> >Präzedenzfälle peinlich genau darauf geachtet, beim Rückflug aus GB den
> >Luftraum gewisser Staaten auszusparen.
>
> Den Begriff "Luftkorridor", eigentlich "Air corridor" kenne ich
> spezifisch fuer das genannte Abkommen, genanntes Beispiel haette
> uebrigens durch den "Bueckeburg-Berlin Air Corridor" (nicht Hannover -
> Berlin!) gefuehrt.
>
> Ich bezweifele, dass irgendwelche Fluege GB - Chile durch "corridors"
> im Sinne des internationalen Luftrechtes fuehren.
Ist zwar nicht international, aber für den Anfang:
http://x46.deja.com/[ST_rn=ps]/getdoc.xp?AN=606500218&CONTEXT=956255107.1854275590&hitnum=4
> Wenn wir aber nicht die zum Korridorzug wortentsprechende, sondern die
> sinnentsprechende Situation in der Luftfahrt suchen, hast Du allerdings
> Recht.
Heißt ohne Transitabkommen wohl "Luftstraße".
> >Ansonsten hast Du mir
> >die Erwähnung von Zug 450 schon abgenommen...
>
> Ich habe mal die Zukunft fuer Frankfurt/Main - Wroclaw (als Teilstrecke
> fuer Stuttgart -Krakau) aus dem SBB-Server rausgesucht.
Könntest auch den DB-Server fragen.
> Weder Umwege ueber Berlin noch Umsteigen mitten in der Nacht finde ich
> reizvoll, ich denke ernsthaft ueber das Verkehrsflugzeug fuer
> zukuenftige Reisen nach Krakau nach.
Dachtest Du schon an Stuttgart 14:00 - Marktredwitz - Cheb
(Binnenfahrkarte CD, Schlafwagenkarte acht Mark) - Cesky Tesin 7:01/44 -
Bielsko Biala - Katowice - Kraków 12:42?
Dieser Betriebshalt muss andere Gründe gehabt haben. Die Korridorzüge
wurden, solange kein durchgehender Fahrdraht bestand, (fast) immer mit
österreichischen Dieseltriebfahrzeugen gefahren, die Lienz - Innsbruck
Hbf durchliefen, es kamen verschiedene Dieselloks und Dieseltriebwagen
zum Einsatz, kurzzeitig sogar Schienenbusse.
Kann es sein, dass der frühere IC 431/430 "Val Pusteria/Pustertal"
Wien Südbf - Villach Hbf - Lienz - Brunico/Bruneck -
Brennero/Brenner - Innsbruck Hbf gemeint ist? Er hielt in
Fortezza/Franzensfeste Der galt aber nie als Korridorzug, war (und
sein Reststück ist) nur mit internationalen Karten benutzbar, während
in den Korridorzügen ÖBB-Binnenfahrscheine gelten, soweit man nicht in
Südtirol aussteigen möchte.
Ich habe übrigens das ÖBB-Kursbuch noch einmal genau gelesen: es gibt
im Pustertal jetzt Korridorzüge, bei denen man auf italienischem
Gebiet aussteigen darf, und "echte" Korridorzüge; man muss die
Fußnoten genau lesen.
Und ab Fahrplanwechsel auch gemischter Betrieb mit der SBB
zwischen Innsbruck und Zürich.
MFG Otmar
> Und dann klatschen diese Ignoranten auch noch, wenn der Pilot mit
> unnoetig hoher Geschwindigkeit aufsetzt, damit nur ja keiner die
> Landung bemerkt.
Wenn ich mal fliege, kommt ja selten genug vor, klatschen die nicht,
sondern grabschen ungeduldig nach ihren aktenköfferchen und springen viel
zu früh auf ....
> Und ich war mal im Verkehrsflugzeug bei extremem Seitenwind und
> einer perfekt nach Lehrbuch durchgefuehrten Landung unter den
> Passagieren...
Und ich bin mal bei extremen turbulenzen mit einer Do 328 in Dresden
gelandet, das war lustig ....
> "Lufthansalandung" gilt uebrigens unter Segelfliegern als Schimpfwort.
Beethovenlandung? (Ta-ta-ta-ta)
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
__________ ______________ ______________ _>________
,-'==H=======H||= H======== H||H============H||H=======H==`-.
`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'`-oo--------oo-'
>Ja, die Frage stellt sich.
Welche, was hätte schlimmer kommen können? Wie schon gesagt: Wäre es nach den
Vorstellungen des Hauses Schommer (Staatsministerium für verkehrte Wirtschaft
oder wie auch immer der Laden heißt) gegangen, würde es heute keinen
Reisezugverkehr zwischen Görlitz und Zittau mehr geben. Seinerzeit wurde die
Strecke in einem Druckerzeugnis bereits beerdigt, eine einschlägige Diskussion
hierzu müßte bei "bevor Sie kaufen" ausgrabbar sein; einfach mal nach
"Krzewina" suchen... Ansonsten vergleiche auch die laufende Diskussion unter
"marodes Streckennetz"zum Verständnis der Ergänzung aus Stuttgart.
>Zumal es hier um eine Strecke geht, die noch vor 10 Jahren Schlafwagenzuege
>nach Warschau aufzuweisen hatte.
Auf deutscher Seite gab es auch schon einen Fernzug nach Berlin, zwar nur
einmal die Woche, aber immerhin...
Ist eigentlich Hagenwerder inzwischen platt?
-kl
> > Weder Umwege ueber Berlin noch Umsteigen mitten in der Nacht finde ich
> > reizvoll, ich denke ernsthaft ueber das Verkehrsflugzeug fuer
> > zukuenftige Reisen nach Krakau nach.
>
> Dachtest Du schon an Stuttgart 14:00
Kann ich im Moment nicht mehr nachvollziehen, bekomme Abfahrt 12:39.
Dann kannst Du auch schon 12:07 fahren und bis 5:28 in Krakau, zahlst
allerdings mehr für den Schlafwagen...
> Ich habe mal die Zukunft fuer Frankfurt/Main - Wroclaw (als Teilstrecke
> fuer Stuttgart -Krakau) aus dem SBB-Server rausgesucht.
Solltest Du einen Zwischenaufenthalt in Breslau planen, ist die Sache
etwas ungünstig, aber...
> Weder Umwege ueber Berlin noch Umsteigen mitten in der Nacht finde ich
> reizvoll, ich denke ernsthaft ueber das Verkehrsflugzeug fuer
> zukuenftige Reisen nach Krakau nach.
Deswegen wird an den Nachtzug aus Berlin in Breslau ja auch ein Dresdner
Zugteil aus dem Nachtzug nach Warschau angehängt, welcher offenbar
Schlaf- und Liegewagen enthält und Dresden kurz nach 22 Uhr verläßt.
Jetzt fehlt nur noch ein Schlafwagendurchlauf nach Odessa über Lemberg
mit Wagenumstellung in Krakau 7:55/8:40...
Thomas Randig wrote:
>
> >Ist eigentlich Hagenwerder inzwischen platt?
>
> Wie platt?
indem man das Kraftwerk abreisst, die Kühltürme sprengt [1], den Rest
einebnet und eine platte Fühlingswiese (aka "blühende Landschaften")
darauf wachsen lässt.
[1] Diesen Teil hab ich mal im Fernsehen gesehen.
Bye Kai
kai> Thomas Randig wrote:
kl> > >Ist eigentlich Hagenwerder inzwischen platt?
> > Wie platt?
kai> indem man das Kraftwerk abreisst, die Kühltürme sprengt [1], den Rest
kai> einebnet und eine platte Fühlingswiese (aka "blühende Landschaften")
kai> darauf wachsen lässt.
Platitüde No. 1.
Alternativ könnten der Tagebau, seine Betriebsanlagen inkl.
Grubenbahn oder die bahnbetriebliche Stelle "Hagenwerder"[2]
gemeint gewesen sein.
kai> [1] Diesen Teil hab ich mal im Fernsehen gesehen.
[2] Da muß es doch Übergaben zum Kraftwerk gegeben haben.
Demontage des Kw Finkenheerd erfolgte weitgehend in Handarbeit,
das gab 160 ABM-Kräften jahrelange Beschäftigung. Einen Tage-
bau plattzumachen dauert wohl etwa länger, bis zum Abschluß
der Flutung können einige Jahrzehnte vergehen.
Beispiel Gröbern: Bescheidene 600 ha, Aufschluß 1984. 1989
Umstellung von Zug- auf Bandförderung, 1993 Schicht. Trotz-
dem mußte man 11 km Gleisanlagen aus dem Dreck reißen. Die
Flutung wird vorbereitet, schätze aber, Golpa-Nord hat Vorrang.
Gruß,
--Thorsten
>kl> > >Ist eigentlich Hagenwerder inzwischen platt?
> > > Wie platt?
>kai> indem man das Kraftwerk abreisst, die Kühltürme sprengt [1], den Rest
>kai> einebnet und eine platte Fühlingswiese (aka "blühende Landschaften")
>kai> darauf wachsen lässt.
>
>Platitüde No. 1.
>
>Alternativ könnten der Tagebau, seine Betriebsanlagen inkl.
>Grubenbahn oder die bahnbetriebliche Stelle "Hagenwerder"[2]
>gemeint gewesen sein.
Nicht alternativ, sondern auch, wobei das Hauptaugenmerk der kurz und unpräzise
dahingetippten Frage allerdings schon auf dem Kraftwerk und den dazugehörigen
Gleisanlagen einschl. Anbindung an den Bf Hagenwerder lag.
>[2] Da muß es doch Übergaben zum Kraftwerk gegeben haben.
Täglich mehrere (u.U. fast schon im Zwostundentakt verkehrende) Bunkerzüge aus
(Boxberg --) Uhyst und leer zurück, zwecks deren Abholung der Bf Hagenwerder
teilweise mit Gleichstromfahrleitung überspannt war (ist?).
>Demontage des Kw Finkenheerd erfolgte weitgehend in Handarbeit,
In Lauchhammer haben sie bedauert, aus der Sprengung noch höherer Schornsteine
nicht so ein Spektakel wie dort gemacht zu haben.
>das gab 160 ABM-Kräften jahrelange Beschäftigung.
Und wenn das Kraftwerk dann abgerissen ist...
-kl
Als ich fragte, noch nicht.
>> Weder Umwege ueber Berlin noch Umsteigen mitten in der Nacht finde ich
>> reizvoll, ich denke ernsthaft ueber das Verkehrsflugzeug fuer
>> zukuenftige Reisen nach Krakau nach.
>
>Dachtest Du schon an Stuttgart 14:00 - Marktredwitz - Cheb
>(Binnenfahrkarte CD, Schlafwagenkarte acht Mark) - Cesky Tesin 7:01/44 -
>Bielsko Biala - Katowice - Kraków 12:42?
Bisher waren die Verbindungen durch Tschechien gegenueber
Frankfurt/Main <--> Stuttgart in reicher Auswahl + D 450/451 aus meiner
Sicht nicht attraktiv, mag aber nun anders sein.
Joerg, der vor einigen Jahren mal aus Termingruenden Stuttgart --> Krakau
ueber Wien fuhr.
michael.suda@... quälte ihre/seine Tastatur,um folgenden Text zu schreiben:
michael.suda@... pijnigde haar/zijn toetsenbord,om volgende tekst te schrijven:
> Zug über ausländisches Staatsgebiet ohne reguläre sicherheits- oder
> zollbehördliche Kontrolle. Austeigen im Transitstaat verboten, meist
Eine gewisse Ähnlichkeit haben die Busse der Linie 34 von Aachen nach
Kerkrade. "Op het Nederlandse traject mogen alleen reizigers met een
bestemming vanaf Kohlscheid,Pannesheide opgenomen worden."
Oder Linie 2 und 3 ZWN vor Einrichtung der Tarifkooperation zwischen NL und
B: "Binnen vervoer verboden in Westkapelle en Knokke"
Doei !
--
| | --\ | __ | __ o /-- http://members.aol.com/DennisXXXX
| | | -/ |/ \ |/ \ \__ DEN...@DENNIS.WMB.DE
| | | | | | | | \ DEN...@WILLY-S.DE
-- -- | | | | | --/ Achtung: Signatur-Bauarbeiten
> Und es gab (und gibt vielleicht noch) Korridorzüge im Erzgebirge
> zwischen der DDR und der CSSR, bzw. Deutschenland und der
> tschischen Republik.
Was unterscheidet diese von ganz normalen grenzüberschreitenden
zügen? Dass sie raus, rein und wieder raus fahren?
--
tobias benjamin köhler _______________ t...@rcs.urz.tu-dresden.de
____________ ___________<__ ______________ ______________
,''I= ======= H||H ========== H||H ========== H||H ========== H|
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> > Und es gab (und gibt vielleicht noch) Korridorzüge im Erzgebirge
> > zwischen der DDR und der CSSR, bzw. Deutschenland und der
> > tschischen Republik.
>
> Was unterscheidet diese von ganz normalen grenzüberschreitenden
> zügen? Dass sie raus, rein und wieder raus fahren?
Ich meine, der Korridorverkehr Zittau habe noch immer tarifliche
Besonderheiten.
Wie wird das eigentlich ab Ende des Monats geregelt, gibt es dann
Marktredwitz (oder gar Nürnberg) - Eger/Cheb - Adorf auf eine Fahrkarte?
<sinnentstellend durch mich zitiert>
> > > Und es gab (und gibt vielleicht noch) Korridorzüge im Erzgebirge
> > > zwischen der DDR und der CSSR
</sinnentstellend zitiert>
Soviel ich weiß, fahren derzeit keine Züge zwischen der
DDR und der CSSR.
> > Was unterscheidet diese von ganz normalen grenzüberschreitenden
> > zügen? Dass sie raus, rein und wieder raus fahren?
Daß man zwischen Varnsdorf und Hradek-Liberec
unkontrolliert durch Deutschland und Polen, bzw.
zwischen Zittau und Görlitz durch Polen fahren kann.
> Ich meine, der Korridorverkehr Zittau habe noch immer tarifliche
> Besonderheiten.
Ja. Zur Fahrt nach Zittau berechtigt der tschechische
Binnentarif. Allerdings auf Grundlage einer etwas
höheren Tarifentfernung (ob man von Liberec nach
Zittau oder Varnsdorf löst, ist letztlich egal).
> Wie wird das eigentlich ab Ende des Monats geregelt, gibt es dann
> Marktredwitz (oder gar Nürnberg) - Eger/Cheb - Adorf auf eine Fahrkarte?
SWT ;-).
-kut
>> > Und es gab (und gibt vielleicht noch) Korridorzüge im Erzgebirge
>> > zwischen der DDR und der CSSR, bzw. Deutschenland und der
>> > tschischen Republik.
> Ich meine, der Korridorverkehr Zittau habe noch immer tarifliche
> Besonderheiten.
Ach, dort hinten. Das ist für mich nicht mehr Erzgebirge, sondern
Lausitzer Bergland.
>>> > Und es gab (und gibt vielleicht noch) Korridorzüge im Erzgebirge
>>> > zwischen der DDR und der CSSR, bzw. Deutschenland und der
>>> > tschischen Republik.
>
>> Ich meine, der Korridorverkehr Zittau habe noch immer tarifliche
>> Besonderheiten.
>
>Ach, dort hinten. Das ist für mich nicht mehr Erzgebirge, sondern
>Lausitzer Bergland.
Es verkehren auch Züge des CD-Binnenverkehrs von Vojtanov über Schönberg nach
Plesna. Erzgebirge ist das allerdings auch nicht mehr... Tatsächlich daselbst
gab es einmal die Strecke von Olbernhau über Brandov nach Deutschneudorf, die
aber schon vor Jahrzehnten eingestellt wurde.
Und da die Diskussion mal wieder am Punkt Null ist darf noch daran erinnert
werden, daß in den privilegierten Durchgangsverkehr der CD über Zittau mit der
Strecke von dort über Kopaczow nach Hradek auch noch die PKP involviert ist.
-kl