On 05.05.16 08.34, Frank Hartwig wrote:
> Jetzt habe ich auf diesem Rechner Ubuntu 14.04 insatlliert. Die
> Lüftersteuerung funktioniert wie unter Windows 7.
So soll es auch sein.
Ist aber nur wenig überraschend, denn darum kümmert sich i.a. das
Mainboard, und zwar ohne Zutun des Betriebssystems.
> Wenn ich jedoch Windows 7 auf diesem PC in einer virtuellen Maschine
> ausführe, dreht der Lüfter recht bald auf Maximaldrehzahl und bleibt
> dann so, egal, ob ich am PC arbeite oder nicht. Das ist ein akustisches
> Problem.
Als erstes mal checken, was da die Ressourcen verbraucht oder den
Govenor aus dem Tritt bringt. Ein Blick auf top und/oder cpufreq-info
sollte Erhellung bringen.
> Hat jemand Vorschläge, ob und wie man aus der VM heraus die Lüfter
> herunterregeln kann?
GAR NICHT!
Nur der Host kennt /alle/ aktuellen Anforderungen an das System und kann
damit eine sinnvolle Steuerung der Ressourcen vornehmen. Die VM kennt
nur ihren eigenen Bedarf und würde anderen Programmen oder VMs gnadenlos
den Hahn abdrehen - wenn sie es könnte.
> Das Original Asus-Programm läßt sich nicht
> installieren. Die Installation scheitert mit der Meldung:
>
> Dieses Programm benötigt ein Asus-Motherboard
Das ist auch gut so.
Im übrigen wird die Lüfterdrehzahl gar nicht direkt gesteuert. Direkt
werden nur Versorgungsspannung und Taktfrequenz sowie C-States der CPU
geregelt. Das wiederum beeinflusst signifikant den Stromverbrauch. Der
wiederum ändert über kurz oder lange die CPU Temperatur, und erst diese
steuert die Lüfterdrehzahl.
Wenn Du also willst, dass der Lüfter nicht röhrt, musst Du an der
Ursache ansetzen. Ihn einfach runter zu regeln, würde alleine die
Temperatur auf unzulässige Weise erhöhen, was dann zu Notabschaltung
verkürzter Hardwarelebensdauer oder gar zu Schäden führt.
> Ach ja. die virtuelle Maschine wird unter Virtualbox ausgeführt.
Die üblichen Verdächtigen sind sinnlose GUI-Animationseffekte, die von
der virtuellen Grafikkarte nicht hinreichend beschleunigt werden können.
Erster Checkpunkt ist die Installation eines paravirtualisierten
Grafiktreibers in der VM. Dieser ist eigentlich immer bei den
Guest-Additions der jeweiligen VM dabei, so auch in diesem Fall. Diese
müssen auf jeden Fall installiert sein, und zwar in zu VBox passender
Version.
Zweiter Checkpunkt, wäre ggf. 3D Beschleunigung in der virtuellen GraKa
zu aktivieren. Ich weiß jetzt aber nicht, wie gut das mit Linux und VBox
schon geht. Bei mir geht es z.B. nicht. Ich habe allerdings keine Win Gäste.
Und last but not least, sollte man natürlich sinnlose Animationseffekte
deaktivieren. Außer zur Erderwärmung tragen die wirklich zu nichts bei.
Natürlich kommen auch andere Ursachen in Betracht. Wenn z.B. top eine
hohe CPU-Last auf dem VBox Prozess zeigt. Wäre als nächstes im
Taskmanager der Win7 VM zu gucken, woher die Last kommt. Ist sie dort
nahe null, ist einer der virtuellen Treiber der Übeltäter. Ist sie dort
hoch, ist es der entsprechende Prozess innerhalb der VM.
Ggf. lohnt auch mal ein Blick in die VBox.log, die VBox beim Start jeder
VM anlegt.
Marcel