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VMWare Alternativen für produktiven Einsatz

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Alexandros Gougousoudis

unread,
Jan 30, 2012, 7:32:20 AM1/30/12
to
Hallo,

ein Projekt unserer Hochschule ist, den betagten VMWare-Server 1.0
(unter Debian-Linux) zu aktualisieren. Durch die bezahlbare
Verfügbarkeit stärkerer Hardware möchten wir nun auch mehr Server
virtualiseren (Client-Virtualisierung ist kein Thema). ALs Guest-OS
kommt Linux, Windows XP / 7 / 2003 zum Einsatz, also nichts besonderes.

Nun habe ich mich, mit einiger externer Hilfe, auf bestimmte
Hardwareanforderungen festgelegt, das ist im großen und ganzen vier
2xHexaCore Maschine mit 64 GB RAM.

Da mit VMware 5 die Lizensierung relativ einengend ist, wollte ich erst
ESXi 3.5 verwenden, was ja recht frei von Einschränkungen der Hardware ist.

Da es um viel Geld geht, wollte ich nur Hardware haben, die garantiert
mit ESX 3.5 läuft. Den Zahn haben mir die Hardware-Hersteller gezogen,
es verkauft keiner mehr eine Hardware die garantiert mit 3.5 läuft (3.5
ist zu alt). Die Hersteller hatten angeboten mal zu testen ob es läuft,
aber Garantien geben sie nicht.

Also sollte es ESX 5 sein, aktuell für die Hardware und bezahlbar für
Hochschulen (extra Preise).

Soweit so gut, nur haben wir noch ein SCSI-Storage, die Server sollten
also eine SCSI-Karte haben. Das kann man auch vergessen, es gibt keine
SCSI-Karte welche für ESX 5 zertifiziert ist. Auch die Platzhirsche
Adaptec und LSI bieten nichts mehr an. Auch hier wieder das Angebot der
Lieferanten, sie könnten es mal testen ob es geht, aber garantieren
können sie für nichts. SCSI ist eben zu alt (wir haben UltraSCSI-320).

Nun möchte ich nichts auf Verdacht kaufen, dass es vielleicht
funktioniert. Die Geräte sind teuer und ich will nicht derjenige sein,
der dafür garantieren soll, ob es geht oder nicht.

Würden wir noch ein neues Storage kaufen müssen, wäre das Projekt tot,
ist einfach zuviel Geld.

Nun die Frage, was gibt es denn für Alternativen zu VMware, welche auch
im produktiven Betrieb genutzt werden kann und die die Hardware nicht so
eingrenzen?

Mit Virtual-Box habe ich schonmal gearbeitet, war für mich aber bislang
keine Serverlösung, ich habe das nur für Virtualisierung auf dem Desktop
genutzt. Mit XEN kenne ich mich nicht aus.

Was gibt es an professionellen Lösungen, bzw. zu welchen Lösungen kann
ich professionellen Support für den Kauf der Hardware erhalten?


TIA
Alex

Bernd Hohmann

unread,
Jan 30, 2012, 8:27:31 AM1/30/12
to
On 30.01.2012 13:32, Alexandros Gougousoudis wrote:

> Mit Virtual-Box habe ich schonmal gearbeitet, war für mich aber bislang
> keine Serverlösung, ich habe das nur für Virtualisierung auf dem Desktop
> genutzt. Mit XEN kenne ich mich nicht aus.
>
> Was gibt es an professionellen Lösungen, bzw. zu welchen Lösungen kann
> ich professionellen Support für den Kauf der Hardware erhalten?

Definiere "professionell".

Wenn Du damit ein Produkt mit vielen bunten Papieren auf denen
"Zertifikat" steht meinst, dann wird die Auswahl schon eng.

Wenn Du "professionell" mit "läuft und verdient Geld" definierst, dann
kann man eigentlich alles nehmen.

Ich hab hier durchgehend VirtualBox im Einsatz.

Der Vorteil von VBox ist, dass es eine reine Virtualisierungsschicht ist
- was für ein Motherboard, Storage oder sonstwie vorhanden ist bleibt
Sache des Betriebssystems. Das erleichtert natürlich die Problemlösung
im Falle eines Falles und skaliert auch wesentlich besser als VMWare.

Und wenn Du es ganz "ordentlich" haben willst kannst Du mit Oracle ja
einen Supportvertrag abschliessen :-)

Bernd


Stefan Graf

unread,
Jan 30, 2012, 2:50:46 PM1/30/12
to
Was sollen denn die Maschinen zusammen können? Wenn vMotion angesagt
ist, wird einen Storage benötigt, entweder iSCSI oder FC. Die Ultra320
wird zu langsam und zu klein sein. Es gibt einen kostenlosen Filer, der
kann auch iSCSI, habe aber gerade vergessen, wie der hieß.

Auch schon mal an "gebrauchte" Hardware gedacht? HP bietet z.B.
kostengünstiger Storage- und Server-Hardware als reused an. Volle
Garantie und ca. 30 % billiger.

Wenn viele Windows-Maschine als Gast OS zum Einsatz kommen, muss man da
auch die Lizenzierung beachten. Kann auch sein, dass es für das
Bildungswesen etwas anders aussieht.

--
Stefan Graf

Sven Hartge

unread,
Jan 30, 2012, 3:20:11 PM1/30/12
to
Stefan Graf <s.g...@web.de> wrote:

> Was sollen denn die Maschinen zusammen können? Wenn vMotion angesagt
> ist, wird einen Storage benötigt, entweder iSCSI oder FC. Die Ultra320
> wird zu langsam und zu klein sein. Es gibt einen kostenlosen Filer, der
> kann auch iSCSI, habe aber gerade vergessen, wie der hieß.

OpenFiler
FreeNAS



--
Sigmentation fault. Core dumped.

Christian Winther

unread,
Jan 30, 2012, 4:27:36 PM1/30/12
to
Am 30.01.2012 13:32, schrieb Alexandros Gougousoudis:
> Hallo,
>
[Ablösung VMware Server 1.0 - Alternativen]

Es gibt sicher eine Reihe Möglichkeiten.
Die Frage ist, welche Funktionalität Du brauchst/haben willst. Die
Enterprise-Versionen von VMware ESX-Server bieten halt solche Feature
wie vMotion (verschieben der laufenden VM auf einen anderen ESX-Server)
etc., was aber u.a. shared Storage (==> SAN) voraussetzt.

Die kostenlosen Versionen (ESXi) bieten das nicht.
Ich selber betreue u.a. einmal 1x ESX 4i und 1x ESX 5i auf HP DL380 G5
(ausgemusterte ESX-Server) mit je 2x4Kern-CPU, 24GB RAM und je ca. 400GB
lokalem SAS-RAID. Auf den beiden System laufen Test-Versionen vom PPS
etc. Performance völlig ausreichend.

CPU ist selten der Engpass, eher der RAM, I/O und bei meiner
Konfiguration der Plattenplatz für die VMs.

Bei I/O-lastigen Maschinen (stark ausgelastete DB-Server, etc.) sollte
man genau prüfen, ob man die wirklich virtualisieren will.

Vorschlag: Nach etwas älteren HP-Servern schauen (Stichwort:renew).
Ausgetauschte 2GB RAM-Riegel (eventuell auch 4GB) sollten preiswert zu
bekommen sein (8GB und 16GB sind relativ teuer). Die ESXi können auch
NFS-Storage ansprechen ==> FreeNAS u.ä., dort vorhandenen SCSI-Storage
anbinden. Bei iSCSI bin ich mir nicht sicher ... U.U. paßt in einen
älteren Server ja auch noch ein SCSI-Controller ...
Auf der VMware-Seite bekommt man IMHO raus, welche (HP-) Server von
welcher ESXi-Version supported werden.


Andere Variante:

Ich war vor einiger Zeit bei einer Exchange 2010-Schulung. Der Dozent
hatte sich eine tragbare Variante aus Standard-Teilen gebaut:

- tragbares Gehäuse (aus der Bucht)
- Standard-Board (Asus oder Gigabyte (?))
- Phenom II X4
- 16 GB RAM
- ein oder mehrere 1TB Platte(n) SATA (RAID?)
- 1x SSD
- ESX 5i (!)

Das Ganze ist zwar völlig unsupported, VMware meckerte auch irgendwelche
unbekannten Komponenten an, funktionierte aber reibungslos. Der Dozent
hat damit die Exchange 2010-Schulung mit mehreren virtuellen
Windows-2008R2-Maschinen gehalten.


Virtualbox:
Begnügt sich mit Standard-Hardware und ist auf aktueller Hardware mit
Virtualisierungs-Unterstützung durchaus performant.

Habe selber folgendes im Einsatz:

- Mainbord ASUS M5A78
- Phenom II X4
- 16GB RAM ECC
- 1x500GB RAID1 SATA (Win7 + VBox + Ablage VMs etc.)
- 1x1TB RAID1 SATA (VMs)
- Standard-Tower

Einsatzzweck: Portables Entwicklungssystem für Produktions-Umgebung
(VMs, welche Maschinen + Steuerrechner simulieren und
Enwicklungsumgebung dafür). Darauf laufen parallel 4 VMs, welche die
Maschinen-Umgebung simulieren + eine Entwicklungsumgebung (MS VS2010).
Portabel war wichtig, um das System auch mal zum Lieferanten mitnehmen
zu können.
Daneben läuft auch noch ein Linux-Server drauf, da die Entwickler damit
etwas testen wollen.


XEN/KVM/....

Dazu kann ich nichts sagen.

HTH CW

Peter Schwindt

unread,
Jan 30, 2012, 4:41:07 PM1/30/12
to
On Mon, 30 Jan 2012 20:50:46 +0100, Stefan Graf wrote:

> Wenn viele Windows-Maschine als Gast OS zum Einsatz kommen, muss man da
> auch die Lizenzierung beachten. Kann auch sein, dass es für das
> Bildungswesen etwas anders aussieht.

Sieht es nicht, die Lizenzen sind nur günstiger, aber das Verschieben
von Windows-Servern zwischen verschiedenen CPUs wünscht sich letzt-
endlich eindeutig eine ausreichende Menge an Datacenter-Lizenzen.

Peter

Bernd Hohmann

unread,
Jan 30, 2012, 5:23:59 PM1/30/12
to
On 30.01.2012 22:41, Peter Schwindt wrote:

> [...] aber das Verschieben von Windows-Servern zwischen verschiedenen
> CPUs wünscht sich letzt- endlich eindeutig eine ausreichende Menge an
> Datacenter-Lizenzen.

Merkt das Windows denn eine Verschiebung? Bei mir jedenfalls mit VBox nicht.

Bernd

Kurt Harders

unread,
Jan 31, 2012, 12:25:32 AM1/31/12
to
Hallo Alexandros,

Am 30.01.2012 13:32, schrieb Alexandros Gougousoudis:
[...]

> Nun die Frage, was gibt es denn für Alternativen zu VMware, welche auch
> im produktiven Betrieb genutzt werden kann und die die Hardware nicht so
> eingrenzen?

Wir haben KVM im Einsatz und machen sehr gute Erfahrungen damit. Wenn Du
die Zertifizierungssucht und den Preis als Merkmal der Professionalität
nimmst, kannst Du bei RedHat sicher eine KVM-basierte Lösung mieten/kaufen.

Grüße, Kurt

--
KHTronik - Kurt Harders
Elektronik, Softwareentwicklung, Opensource-Beratung
Leimbacher Str. 36
42281 Wuppertal

T +49 202 2 50 11 64
F +49 202 2 50 11 65
M +49 171 8 36 82 33

Juergen P. Meier

unread,
Jan 31, 2012, 12:28:27 AM1/31/12
to
Bernd Hohmann <bernd.hohma...@freihaendler.com>:
Das ist fuer die Lizensierung irrelevant. Das ist kein technischer
sondern ein rechtlicher Aspekt.

Juergen
--
Juergen P. Meier - "This World is about to be Destroyed!"
end
If you think technology can solve your problems you don't understand
technology and you don't understand your problems. (Bruce Schneier)

Bernd Hohmann

unread,
Jan 31, 2012, 4:24:06 AM1/31/12
to
On 31.01.2012 06:28, Juergen P. Meier wrote:

> Bernd Hohmann<bernd.hohma...@freihaendler.com>:
>> On 30.01.2012 22:41, Peter Schwindt wrote:
>>
>>> [...] aber das Verschieben von Windows-Servern zwischen verschiedenen
>>> CPUs wünscht sich letzt- endlich eindeutig eine ausreichende Menge an
>>> Datacenter-Lizenzen.
>>
>> Merkt das Windows denn eine Verschiebung? Bei mir jedenfalls mit VBox nicht.
>
> Das ist fuer die Lizensierung irrelevant. Das ist kein technischer
> sondern ein rechtlicher Aspekt.

StVO <-> Taxifahrer? :-)

Bernd





Christian Winther

unread,
Jan 31, 2012, 12:22:57 PM1/31/12
to
Am 30.01.2012 22:27, schrieb Christian Winther:
> Am 30.01.2012 13:32, schrieb Alexandros Gougousoudis:
>> Hallo,
>>
> [Ablösung VMware Server 1.0 - Alternativen]
>
...
Korrektur:
> Habe selber folgendes im Einsatz:
>
> - Mainbord ASUS M5A78
- Mainbord ASUS M5A87

MfG CW

Juergen P. Meier

unread,
Feb 1, 2012, 12:09:26 AM2/1/12
to
Bernd Hohmann <bernd.hohma...@freihaendler.com>:
Taxifahrer riskieren ihren Lebensunterhalt. Die meisten realisieren
das aber erst, nachdem ihnen ihre Arbeitsgrundlage entzogen wurde.
Es gibt entsprechend wenige Taxifahrer, die ihre Lektion gelernt
haben. (das sind dann keine Taxifahrer mehr).

In der IT ist das deutlich weniger hart, da bekommst du im schlimmsten
Fall Besuch von Microsoft-Lizenzauditoren die dir die rechliche
Pistole auf die Brust setzen und ihre Nase ueberall hineinstecken auf
der Suche nach derartigen Lizenzbruechen und dir dann ein (aus ihrer
Sicht) sehr kulantes Lizenznachbesserungsangebot unterbreiten, dass
du tunlichst annehmen solltest. Auch wird dir erklaert, dass dies eine
einmalige Moeglichkeit war. Nur beim Nachaudit solltest du dann nicht
mehr solchen Scheiss bauen, sonst singst du in Zukunft Sopran.

Windows ist halt entgegen verbreitetem Fehlglauben nicht kostenfrei.

Alexandros Gougousoudis

unread,
Feb 1, 2012, 9:08:35 AM2/1/12
to
Hallo Bernd,

danke für Deine Antwort.

Professionell ist für mich das Angebot, dass dort nur Komponenten
angeboten werden, die garantiert zusammenarbeiten und auch mal getestet
wurden. Ein bunter Aufkleber ist nicht notwendig, stört mich aber auch
nicht.

An VirtualBox habe ich auch schon gedacht, nur wusste ich nicht, wie das
im Serverbetrieb so ist. Wieviele Sessions fährst Du und was können die?
Wie ist Deine Hardware?

Support ist natürlich auch wichtig, wenn das Teil total klemmt, möchte
ich eine Nummer haben wo ich anrufen kann und die mir auch helfen können.

Das Problem ist halt, dass ich in der Preisklasse nicht allein die
Verantwortung tragen will. Eine Kiste kostet ja um die 5000 EUR.

cu
Alex

Alexandros Gougousoudis

unread,
Feb 1, 2012, 9:11:24 AM2/1/12
to
Hallo Stefan,

danke für Deine Antwort.

Also vMotion ist nicht nötig, daher glaube ich, dass wir mit der
Essential Lizenz leben könnten. Auf dem Ultra320 sind nur die Daten,
bislang ist das jedenfalls nicht der Flaschenhals. Die Sessions selber
können auf dem lokalen Storage der Server sein.

Gebrauchte Hardware wollte ich eigentlich nicht. Ich kenne das von
UsedCisco, ist ganz nett. Aber wir haben das ok für eine Neuanschaffung
und für das Geld hole ich mir dann auch lieber tatsächlich neue Hardware.

Lizensierung ist kein Problem, wir verwenden ja nicht mehr als wie jetzt
haben in Einzelservern.

ciao
Alex

Alexandros Gougousoudis

unread,
Feb 1, 2012, 9:13:05 AM2/1/12
to
Hallo Sven,

Sven Hartge schrieb:
> OpenFiler
> FreeNAS

Dachte ich auch dran, aber wenn ein Ultra320 RAID schon zu lahm ist,
brauche ich mir wohl über ein GBit NAS über NFS keine Gedanken zu
machen, zumal da dann wieder das Ultra320 Storage hängen würde.

ciao
Alex

Alexandros Gougousoudis

unread,
Feb 1, 2012, 9:14:28 AM2/1/12
to
Hallo Kurt,

welche Hardware verwendest Du denn damit und was für Sessions fährst Du
drauf?

> nimmst, kannst Du bei RedHat sicher eine KVM-basierte Lösung mieten/kaufen.

Das könnte man sich überlegen.

Danke
Alex

Alexandros Gougousoudis

unread,
Feb 1, 2012, 9:22:02 AM2/1/12
to
Hallo Christian,


Christian Winther schrieb:
> wie vMotion (verschieben der laufenden VM auf einen anderen ESX-Server)
> etc., was aber u.a. shared Storage (==> SAN) voraussetzt.

Das brauchen wir alles nicht, wir sind ja nicht die Flugsicherung oder
die Börse wo gleich Menschen und Geld auf dem Spiel stehen. Wenn der
Server mal platt ist, schieben wir die Platten in ein anderen Server und
starten den neu. Daher kaufe ich 2 gleiche Systeme mit gleichem
RAID-Controller usw. Das ist völlig ausreichend. Eine Funktionalität
über der von VMware-Server (oder dann die ESXi) brauchen wir nicht.

> Bei I/O-lastigen Maschinen (stark ausgelastete DB-Server, etc.) sollte
> man genau prüfen, ob man die wirklich virtualisieren will.

Kommt ja auch den Demand an, wir haben schon ein paar DB-Server
virtualisiert. Da das nur eine Handvoll Anwender betrifft, reicht das
aus. Wir sind nicht Amazon mit Millionen von Zugriffen.

Ich möchte bloss moderne Hardware, die gut über die nächsten 5-8 Jahre
skaliert und da bin ich mit modernen HexaCores und viel RAM erstmal auf
der sicheren Seite. Unserer bisheriger Virtualisierungsserver war das
erste DDR2 System mit DualCore, der hat inzwischen 5 Jahre auf dem
Buckel und ist eigentlich immernoch ok.

> Vorschlag: Nach etwas älteren HP-Servern schauen (Stichwort:renew).

Ja, die werden aber nicht neuer sondern noch schneller älter :-)

> Ich war vor einiger Zeit bei einer Exchange 2010-Schulung. Der Dozent
> hatte sich eine tragbare Variante aus Standard-Teilen gebaut:

Das kann ich auch, aber wenn irgendwas hakt, wie erkläre ich den Chefs
dass ich ein paar Zehntausend Euro in falsche Hardware gesteckt habe und
die nochmal was lockermachen müssen?

Es geht hier nicht um ein Probier-Server sondern mehrere Systeme im
Produktivbetrieb. Da will ich vorher wissen, dass die so funktionieren
wie ich mir das vorstelle.

> Das Ganze ist zwar völlig unsupported, VMware meckerte auch irgendwelche

Und wenn er bei VMware anrufen würde und Support haben wollte, würden
die ihn wohl auslachen.

cu
Alex

Alexandros Gougousoudis

unread,
Feb 1, 2012, 9:22:52 AM2/1/12
to
PS:

Bist Du mit dem Speed zufrieden? Laut diversen Benchmarks ist Virtualbox
im IO deutlich langsamer als VMware.

ciao
Alex

Bernd Hohmann

unread,
Feb 1, 2012, 10:05:49 AM2/1/12
to
On 01.02.2012 15:08, Alexandros Gougousoudis wrote:

> An VirtualBox habe ich auch schon gedacht, nur wusste ich nicht, wie das
> im Serverbetrieb so ist. Wieviele Sessions fährst Du und was können die?
> Wie ist Deine Hardware?

Das ist 2 Serversysteme auf SuperMicro Basis die ich mir von der Tritec
AG bauen lassen habe. Per Kiste 2 Xeons mit 4 Cores, RAID-5, 32GB RAM.
Nettopreis so um die 3.200 EUR (die Platten sind eher Consumerware,
reicht aber wenn man bisserl RAM fürs Caching zurückbehält bzw. den
RAID-Controller entsprechen bestückt).

Auf dem einen System laufen ca 20 Debian und RedHat VMs, die andere
Kiste hat 3 MS Terminalserver mit insgesamt ca 100 Usern drauf.

> Support ist natürlich auch wichtig, wenn das Teil total klemmt, möchte
> ich eine Nummer haben wo ich anrufen kann und die mir auch helfen können.

Telefonsupport ist eigentlich nicht nötig. Entweder es läuft oder man
merkts schon im Testbetrieb dass es klemmt und da sind wir in der
Linux-Community zum Glück recht gut mit Foren versorgt.

Ich kenne viele Admins, die VMWare in die Tonne getreten haben und zu
VBox gegangen sind. Meisstens aus dem Grund, weil VBox halt auf ein
vollwertiges OS aufsetzt und man von dort aus VBox komplett scripten kann.

Bernd

Bernd Hohmann

unread,
Feb 1, 2012, 10:19:33 AM2/1/12
to
On 01.02.2012 15:22, Alexandros Gougousoudis wrote:

> Bist Du mit dem Speed zufrieden? Laut diversen Benchmarks ist Virtualbox
> im IO deutlich langsamer als VMware.

Kommt auf den Test an - es gibt Benchmarks, die sagen dass VBox
wesentlich schneller als VMware ist :-)

Kernproblem ist, wie Du die VM-Images anlegst. Entweder nativ auf der
Platte oder als Image (dort: feste oder dynamische Größe), ob es mit
oder ohne IO-APIC läuft und wieviel das OS fürs Caching verwenden darf.

Generell sind Schreibzugriffe unter jeder Virtualisierung immer lahm,
was sich dann zb. bei Compiler-Benchmarks arg bemerkbar macht.

Bernd

Kurt Harders

unread,
Feb 1, 2012, 11:15:21 AM2/1/12
to
Hallo Alex,

Am 01.02.2012 15:14, schrieb Alexandros Gougousoudis:

> welche Hardware verwendest Du denn damit und was für Sessions fährst Du
> drauf?

Wir verwenden zwei Dell-Server. Auf denen laufen aber nur 2 VM, da es in
der Anwendung auf Redundanz ankommt. Die beiden Basissysteme sind
ausserdem noch per DRBD gespiegelt. Auf einer VM läuft eine Oracle-DB.
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