On 01.04.17 20.27, kay wrote:
> Kodi kann einen entfernten Server bei Zugriff durch WoL wecken. Den
> Server durchlaufen lassen kostet extra strom.
Ähm, bei einem realen Server hätte ich jetzt gesagt, Du hast recht, aber
bei einer VM???
Hast Du mal gemessen? Also bei mir zieht der Server, wenn alle VMs
laufen etwa 2W mehr, als wenn sie alle aus sind. Das ist vernachlässigbar.
> Ihn virtualisiert ondemand
> zu starten - auf einem host der eh schon läuft, kostet nichts bis wenig
> mehr.
Eine VM durchlaufen zu lassen auch nicht.
> Doch die 2-x Externen Festplatten die dieser Server dann z.b. NUR für
> Videos, Musik u.s.w. aufwecken müsste würden dann jeden Tag mit
> anlaufen. Und deren Verschleiß ohne not erhöhen.
Na, da machen wir mal eine Dose Mitleid auf - ooooh - so, muss reichen.
> Festplatten waren auch schon mal zuverlässiger.
In der Tat. Aber die avisierten Maßnahmen tragen jedenfalls nicht dazu bei.
> Und ein RAID für Terabytes an Mediendaten kann
> ich mir nicht leisten - ein Backup ist noch teurer weil doch nur wieder
> HDDs in Frage kämen.
So ein Mist, jetzt habe ich kein Mitleid mehr da. Weißt ja: kein Backup,
kein Mitleid.
Bei mir laufen die Filme alle paar Wochen auf LTO-3 Bänder. Die
gebrauchte Tape-Library mit Wechsel-Roboter hat in der Bucht gut 50€
gekostet - wer will schon Tape Libraries - die gebrauchten Bänder noch
weniger. Und da passen schon ein paar Tera drauf. Und zuverlässiger als
Platten ist das auch.
> Daher war die Idee diese Kette NUR und NUR dann in Bewegung zu setzen
> wenn ich meinen Kodi starte und auch genau auf DIESE ressource zugreifen
> will - und nicht etwa nur auf das aufnahme-depot des EasyVDR. DER wird
> durch den pvr-client eh geweckt - und bei Aufnahmeterminen.
Also eine VM ist es bei mir nicht. Aber den VDR Service starte ich auch
nur, wenn ein Client connected. VDR ist nämlich zu blöd, das DVB-Device
bei Nichtgebrauch zu schließen. Dadurch würde die SAT-Verteilung im Haus
24/7 mit Strom versorgt, und das sind eher 10W. Das will ich nicht. Das
läuft aber über inetd.
> Ich finde da wäre ein WoL einer VM die effektivste Möglichkeit.
Wenn Du unbedingt meinst, dann programmiere es halt. Ich mache das
jedenfalls nicht.
> Oder kennst du eine vergleichbar einfache Methode wie sich das nahtlos
> (ohne Konfig) in kodi integrieren ließe?
inetd und nc ist eine Lösung. Da muss man in Kodi gar nichts machen,
außer einen anderen Port und/oder eine andere IP eintragen.
> Vermutlich nicht weil du Kodi nicht verwendest soweit ich mich erinnere.
Das ist total egal. VDR wacht bei mir mit jedem beliebigen VDR-Client
genauso auf wie mit VLC, wenn der einen Stream abruft, oder wenn ich mit
dem Browser im Web-Interface einen Knopf drücke. Und selbstverständlich
auch ein paar Minuten vor der nächsten Aufnahme. AFAIR habe ich dafür 2
Ports umgeleitet. Den von vdr-live und den vom streamdev-server. Und ein
Skript, was beim vdr-Shutdown einen at-Timer startet.
Die Datenplatte mit den Filmen hängt natürlich direkt am Server und wird
von dem bei Nichtbedarf schlafen gelegt. Das bedeutet, sie wacht bei
Direktzugriffen auf selbige unabhängig auf.
> Oder einen anderen Medienplayer der auf Windows, Linux, Raspi gleich gut
> (oder schlecht) läuft - und bei dem man pro Freigabe ein script
> abarbeiten könnte?
Das kann man vermutlich den meisten der Open-Source Clients auch
beibringen. Die haben doch bestimmt alle Hooks. Da muss man doch
bestimmt nur an der richtigen Stelle in der Konfig etwas eintragen oder
auch nur eine Datei ablegen.
Allerdings braucht man auch eine Lösung, um das Teil wieder schalfen zu
legen. Das stelle ich mir wesentlich schwieriger vor, denn woher soll
ein Client wissen, dass er der letzte ist und das gerade keine Aufnahme
läuft. Das muss der Server also komplett selber auf die Reihe bekommen.
In meinem Fall (vdr) ist das glücklicherweise schon eingebaut. 5 Minuten
ohne aktiven Stream und mehr als 30 Minuten bis zur nächsten Aufnahme
und vdr beendet sich selbst. Die meisten fertigen Konfigurationen sind
so eingerichtet, dass dabei der ganze Rechner herunterfährt und ein
BIOS-Timer für die Aufnahme programmiert wird. Das habe ich halt
zugunsten von service vdr stop und at ... geändert.
> Ob man den paketfilter auf eine ankommende MAC-Anfrage hin eine aktion
> auslösen lassen kann... ich vermute schon. Aber ob diese aktion auch ein
> script oder ein kommando sein kann - statt nur accept, deny, reject -
> weiß ich mom. nicht.
Keine Ahnung, mit iptables habe ich mich noch nicht herumgeärgert.
Könnte sein, dass das nur indirekt geht. Also Event wird detektiert und
ein anderes Programm mit einer Subscription auf diese Security-Events
führt daraufhin eine Aktion aus.
Marcel