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Hohe CPU-Last bei XP als Gast unter KVM

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Hauke Laging

unread,
Apr 5, 2012, 3:47:02 PM4/5/12
to
Moin,

ich habe auf einem E-350 (openSUSE 12.1) mit KVM u.a. eine VM für das
Kaspersky Secirity Center eingerichtet. Dieses System hat nun wirklich kaum
was zu tun.

Der Ärger ist nun, dass diese VM auf dem Host eine Grundlast von ca. 25%
erzeugt, auch wenn im Windows-Taskmanager die CPU-Auslastung quasi eine
Nulllinie ist. Dazu findet man bei Google einiges, nicht nur für KVM,
sondern auch für Virtualbox. Es läuft im wesentlichen auf diese Punkte
hinaus:

1) Virtio nutzen
2) ACPI-HAL vermeiden
3) Probleme mit spezieller Software

Ich habe zusätzlich zur normalen Netzwerkkarte eine Virtio-Karte
eingerichtet. Die funktioniert problemlos, die alte habe ich in KVM vom Link
getrennt und in Windows deaktiviert (nur als Notnagel überhaupt noch drin
gelassen). Das hat sich auf die CPU-Last überhaupt nicht erkennbar
ausgewirkt. Die VM hat allerdings auch kaum Traffic.

Als nächstes habe ich (nach entsprechenden Hinweisen) festgestellt, dass der
SQL-Server 2005, den Kaspersky nutzt, für einen Großteil des Problems
verantwortlich ist. Wenn ich den deaktiviere oder im abgesicherten Modus
starte, fällt die Last von 25% auf 15%. Das ist ja schon mal was.

Zum Schluss habe ich dann den HAL ausgetauscht. Danach ging nicht mehr viel.
Mausintegration war weg (ich weiß gar nicht so recht, warum die vorher da
war), und die Netzwerkkarte konnte nur noch senden, aber nichts mehr
empfangen (zeigt tcpdump im Vergleich von br0 und vnet5), wobei mir ein
totales Rätsel ist, wie die VM das überhaupt beeinflussen können soll. Aber
diese Frage hat sich nicht lange gestellt, weil sich an der CPU-Last nichts
geändert hat. ACPI habe ich vor dem Booten aus der VM entfernt. Ich habe
sowohl gelesen, dass die ACPI-Implementierung von XP für den Arsch sei, als
auch dasselbe für KVM. Es scheint aber auch Leute zu geben, die trotz ACPI-
HAL keine Performanceprobleme haben. Total cool übrigens, dass libvirt den
selber erzeugten Snapshot nicht zurücksetzen kann, haha. Ganz großes Kino.

Nach dieser Vorgeschichte nun die Frage in die Runde: Gibt es weitere
bekannte Klippen, die man irgendwie umschiffen kann? Neben dem XP laufen
drei Linux-VMs (zugegebenermaßen ohne GUI), die zusammen für ungefähr 2%
CPU-Last verantwortlich sind. Daneben sieht Windows halt noch peinlicher
aus. Außerdem müssen noch weitere Windows-VMs auf das System (W2K und Win98
für Spezialzwecke), was es noch erstrebenswerter macht, dieses Problem in
den Griff zu bekommen.


CU

Hauke

Kurt Harders

unread,
Apr 6, 2012, 1:44:05 AM4/6/12
to
Hallo Hauke,

Am 05.04.2012 21:47, schrieb Hauke Laging:
> ich habe auf einem E-350 (openSUSE 12.1) mit KVM u.a. eine VM für das
> Kaspersky Secirity Center eingerichtet. Dieses System hat nun wirklich kaum
> was zu tun.
[...]
> Es scheint aber auch Leute zu geben, die trotz ACPI-
> HAL keine Performanceprobleme haben. Total cool übrigens, dass libvirt den
> selber erzeugten Snapshot nicht zurücksetzen kann, haha. Ganz großes Kino.

Du hast bei Deiner Situation nicht von Performanceproblemen geschrieben,
sondern bisher nur von 25% Last.

> Nach dieser Vorgeschichte nun die Frage in die Runde: Gibt es weitere
> bekannte Klippen, die man irgendwie umschiffen kann? Neben dem XP laufen
> drei Linux-VMs (zugegebenermaßen ohne GUI), die zusammen für ungefähr 2%
> CPU-Last verantwortlich sind. Daneben sieht Windows halt noch peinlicher
> aus. Außerdem müssen noch weitere Windows-VMs auf das System (W2K und Win98
> für Spezialzwecke), was es noch erstrebenswerter macht, dieses Problem in
> den Griff zu bekommen.

Also die Frage: Hast Du ein Problem mit der Anzeige einer hohen Last,
oder hast Du echte Performanceprobleme? Ich würde mich auf eine solche
Lastanzeige zur Vorhersage der Performance nicht verlassen.

Grüße, Kurt

--
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Hauke Laging

unread,
Apr 6, 2012, 1:47:43 AM4/6/12
to
Kurt Harders wrote:

> Du hast bei Deiner Situation nicht von Performanceproblemen geschrieben,
> sondern bisher nur von 25% Last.

Na, ja, ist das nicht primär eine Frage der Perspektive? Der Host wird nach
und nach mit VMs bestückt. Solange da nicht viel los ist, gibt es
gewissermaßen auch kein Performanceproblem. Das mag aber früher oder später
kommen, zumal ich auch noch feststellen musste, dass libvirt bei mir die
Begrenzung der CPU-Belegung nicht hinkriegt. Scheint so, als fehle der CFS
im Kernel, was mich dann doch wundert.

Drei Windows-VMs hieße dann ja im Extremfall: CPU zu 75% (bzw. jetzt "nur
noch" 45%) ausgelastet, ohne dass der Rechner irgendwas produktiv tut.


CU

Hauke

Kurt Harders

unread,
Apr 7, 2012, 4:21:27 AM4/7/12
to
Hallo Hauke,

Am 06.04.2012 07:47, schrieb Hauke Laging:
> Drei Windows-VMs hieße dann ja im Extremfall: CPU zu 75% (bzw. jetzt "nur
> noch" 45%) ausgelastet, ohne dass der Rechner irgendwas produktiv tut.

Solange die die Rechenzeit an Bedürftige sofort abgeben ist das ja kein
Problem. Stichwort Idle-Loop.
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