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Ersatz für ProjectX

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David Pritzkau

unread,
Mar 4, 2008, 12:21:02 PM3/4/08
to
Hallo!

Ich habe letztens mit meinem Technisat Digicorder einen Film
aufgenommen, "Die Feuerzangenbowle" um genau zu sein. Jeder kennt sie wohl.
Habe diesen Film auf meinen Computer überspielt. Es entstehen zwei Dateien
*.vid ist die MPEG2-TS mit Video, *.aux ist der Ton (MP2 oder AC3 habe ich
vergessen, spielt keine Rolle).

Mit ProjectX wandele ich nun immer vom Transportstream in den Programstream,
so dass ich eine *.m2v und eine *.mp2 (oder *.ac3) bekomme. Dabei
synchronisiert ProjectX freundlicherweise Bild mit Ton und entfernt
Übertragungsfehler und Lücken im Satstream.

Leider ist die aktuellste Version dieser Anwendung schon fast zwei Jahre
alt. Nun versagt das Programm nämlich bei genau diesem Videostream (in 30
anderen Fällen lief es immer problemlos). Es kommt sofort zu einer
unbehandelten Ausnahme. Auch, wenn ich als Workaround versuche den Anfang
weg zu lassen passiert das.

Was habe ich nun für Alternativen (außer der Videothek?)?

Grüße!

Norbert Müller

unread,
Mar 4, 2008, 1:00:27 PM3/4/08
to
David Pritzkau schrieb:

> Hallo!
>
> Ich habe letztens mit meinem Technisat Digicorder einen Film
> aufgenommen, "Die Feuerzangenbowle" um genau zu sein. Jeder kennt sie

Und - wie ist der Ton? Es gibt sie ja auch auf Kauf-DVD, leider mit dem
gleichen schlechten Ton wie im Fernsehen. Trotzdem, ein köstlicher Film mit
dem herrlichen Heinz Rühmann. Wurde um Neujahr bei uns im ORF gebracht. War
für mich Anlaß, über den Autor Heinrich und dessen Sohn Alexander Spoerl
eine kleine Dokumentation aus dem Internet zusammenzustellen. Jetzt weiß ich
wenigstens, warum und wieso Spoerl jun. das Buch "Die anderen Leute"
geschrieben hatte, er war Antifaschist oder vielmehr Antinazi, obwohl er
einen Job im Propagandaministerium hatte. Seine Mitarbeiterin oder Chefin
wurde hingerichtet, weil sie (gemeinsam mit Alexander Spoerl) Verbrechen der
Einsatzgruppen und der SS gesammelt hatte. Wehrkraftzersetzung nannte man
das. Sonst las ich seinezeit den A.S. wegen seiner technischen Bücher, er
war wie der Vater ein wunderbarer Erzähler - und Erklärer technischer Dinge.

> Was habe ich nun für Alternativen (außer der Videothek?)?

(zu Project X):

PVAStrumento. http://www.offeryn.de/pvas_2_1.htm


Grüße, Norbert


Alfred Slotosch

unread,
Mar 4, 2008, 6:20:06 PM3/4/08
to
David Pritzkau wrote:

>
> Mit ProjectX wandele ich nun immer vom Transportstream in den
> Programstream, so dass ich eine *.m2v und eine *.mp2 (oder *.ac3) bekomme.
> Dabei synchronisiert ProjectX freundlicherweise Bild mit Ton und entfernt
> Übertragungsfehler und Lücken im Satstream.

> Was habe ich nun für Alternativen (außer der Videothek?)?

Ich weiß nicht auf was für einem System Du die Aufnahmen bearbeitest, aber
eine Alternative speziell für Linux wäre dvbcut. Man kann einen
Transportstream öffnen, ihn framegenau schneiden und geschnitten als
Programmstream ausgeben, den man mit dvdauthor dann in eine Video DVD
Struktur umwandeln kann.

dvbcut und dvdauthor gibt es auch für Windows98 und aufwärts. Eine anderes
Tool wäre replex, das ich aber noch nicht ausprobiert habe. Ich weiß auch
nicht ob es auch unter Windows läuft.

Ich vermeide es, den Transportstream zu demultiplexen, weil dvdauthor nun
selbst nicht multiplexen kann. So braucht man vorher noch einen Durchlauf
mit mplex und das ist lästig. Alternativen zu dvdauthor kenne ich für Linux
nicht.

Bei mir gab es bei diesem Vorgehen noch keine fehlerhaften DVD's. Allerdings
empfange ich auch mit einem 90er Spiegel, so daß ich recht stabilen Empfang
habe.
> Grüße!
auch!

Jürgen He

unread,
Mar 4, 2008, 6:34:35 PM3/4/08
to
Alfred Slotosch schrieb:

> Ich vermeide es, den Transportstream zu demultiplexen,

Wenn man mit ProjectX arbeitet, ist demultiplexen obligatorisch, denn
nur so werden evteuell erforderlich Fehlerkorrekturen am Stream
vorgenommen.

Was die PjX Versionen betrifft: bei "ozoon.tv" gibt die kompilierte
Version der jeweils aktuellen Beta (derzereit 0.90.04.00.b23 vom
23.02.2008 )

Gruß, Jürgen


Robert Blachucik

unread,
Mar 4, 2008, 7:21:39 PM3/4/08
to
David Pritzkau schrieb:
> ...

> Nun versagt das Programm nämlich bei genau diesem Videostream (in 30
> anderen Fällen lief es immer problemlos). Es kommt sofort zu einer
> unbehandelten Ausnahme. Auch, wenn ich als Workaround versuche den Anfang
> weg zu lassen passiert das.
>
> Was habe ich nun für Alternativen (außer der Videothek?)?
> ...

Hallo,

das passiert mir hin- und wieder auch und auch sonst sind einige
Videodatenströme vom Digitalkabel meist Schrott, leider auf arte
immer... Bestehend aus einem Netz von Dropped Frames ;-(

Wenn Dir sowas passiert ist die Ursache mit Sicherheit ein kaputter
Videodatenstrom.
Alternative ist Neuaufnahme.
Sollte bei der Feuerzangenbowle nicht so lange auf sich warten lassen...

mfG
Robert

Alfred Slotosch

unread,
Mar 5, 2008, 5:30:06 AM3/5/08
to
J??rgen He wrote:

> Alfred Slotosch schrieb:
>
>> Ich vermeide es, den Transportstream zu demultiplexen,
>
> Wenn man mit ProjectX arbeitet, ist demultiplexen obligatorisch, denn
> nur so werden evteuell erforderlich Fehlerkorrekturen am Stream
> vorgenommen.
>

Deshalb vermeide ich ja dieses Programmonster, was außer qualitativ gut
demultiplexen eigentlich nichts richtig kann. Die Schnittfunktion ist nur
ein Witz, besonders, wenn man einen 7 Jahre alten PC hat. Zur Not kann ich
auch mit PVAS demultiplexen, wenn ich nur den Ton benötige.
PVAS läuft auch mit Linux.
Project X habe ich schon vor über einem Jahr gelöscht, weil ich es nicht
brauche.

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Thomas Beyer

unread,
Mar 5, 2008, 3:36:33 PM3/5/08
to
Jürgen He schrieb:

> Alfred Slotosch schrieb:
>
> > Ich vermeide es, den Transportstream zu demultiplexen,
>
> Wenn man mit ProjectX arbeitet, ist demultiplexen obligatorisch, denn
> nur so werden evteuell erforderlich Fehlerkorrekturen am Stream
> vorgenommen.

Das nur durch Demuxen Fehlerkorrekturen vorgenommen werden können, halte
ich für ein Gerücht.
Sowohl http://homepages.roadrunner.com/mwilczyn/mpeg2repair/ als auch
http://forum.doom9.org/showthread.php?t=125447 beweisen das Gegenteil.

Nun gut, beide arbeiten mit Transportstreams und nutzen deren
Fehlerredundanz zur Korrektur. Aber wer DVB *nicht* als TS aufnimmt, ist
sowieso selbst dran schuld.

MfG,
Thomas

Thomas Beyer

unread,
Mar 5, 2008, 3:36:33 PM3/5/08
to
Robert Blachucik schrieb:

> David Pritzkau schrieb:
> > ...
> > Nun versagt das Programm nämlich bei genau diesem Videostream (in 30
> > anderen Fällen lief es immer problemlos). Es kommt sofort zu einer
> > unbehandelten Ausnahme. Auch, wenn ich als Workaround versuche den Anfang
> > weg zu lassen passiert das.
> >
> > Was habe ich nun für Alternativen (außer der Videothek?)?
> > ...
>
> Hallo,
>
> das passiert mir hin- und wieder auch und auch sonst sind einige
> Videodatenströme vom Digitalkabel meist Schrott, leider auf arte
> immer... Bestehend aus einem Netz von Dropped Frames ;-(

Bei problematischen MPEG DVB Streams bewirkt
http://homepages.roadrunner.com/mwilczyn/mpeg2repair/ Wunder.

MfG,
Thomas

Jürgen He

unread,
Mar 5, 2008, 4:35:03 PM3/5/08
to
Thomas Beyer schrieb:

> Jürgen He schrieb:


>> Wenn man mit ProjectX arbeitet, ist demultiplexen obligatorisch, denn
>> nur so werden evteuell erforderlich Fehlerkorrekturen am Stream
>> vorgenommen.
>
> Das nur durch Demuxen Fehlerkorrekturen vorgenommen werden können,
> halte ich für ein Gerücht.


Meine Bemerkung bezog sich ausschließlich auf ProjectX und schließt
nicht aus, dass andere Tools das auch anders machen (können). Die Quelle
des "Gerüchts" findet sich hier:

http://www.lucike.info/index.htm?http://www.lucike.info/page_projectx.htm

Zitat: "
Hier kommt Das Programm Project X ins Spiel. Die Arbeitsweise ist
ähnlich die eines MPEG2 TS Hardware Decoders, dabei zerlegt Project X
den MPEG2 Transport Stream in seine Bestandteile (MPEG Elementary
Streams - Video, Audio und sonstige Daten). Beim Trennen wird der MPEG2
Transport Stream außerdem auf Fehler im Stream überprüft und
synchronisiert. Beim Konvertieren findet dagegen nur eine grobe Prüfung
statt."
Zitat Ende.


Gruß, Jürgen


Thomas Beyer

unread,
Mar 5, 2008, 4:47:26 PM3/5/08
to
Jürgen He schrieb:

> Thomas Beyer schrieb:
>
> > Jürgen He schrieb:
> >> Wenn man mit ProjectX arbeitet, ist demultiplexen obligatorisch, denn
> >> nur so werden evteuell erforderlich Fehlerkorrekturen am Stream
> >> vorgenommen.
> >
> > Das nur durch Demuxen Fehlerkorrekturen vorgenommen werden können,
> > halte ich für ein Gerücht.
>
>
> Meine Bemerkung bezog sich ausschließlich auf ProjectX und schließt
> nicht aus, dass andere Tools das auch anders machen (können).

Ich habe dies bei Dir auch so interpretiert. Ich hatte den Smiley
vergessen.

> Die Quelle
> des "Gerüchts" findet sich hier:
>
> http://www.lucike.info/index.htm?http://www.lucike.info/page_projectx.htm
>
> Zitat: "
> Hier kommt Das Programm Project X ins Spiel. Die Arbeitsweise ist
> ähnlich die eines MPEG2 TS Hardware Decoders, dabei zerlegt Project X
> den MPEG2 Transport Stream in seine Bestandteile (MPEG Elementary
> Streams - Video, Audio und sonstige Daten). Beim Trennen wird der MPEG2
> Transport Stream außerdem auf Fehler im Stream überprüft und
> synchronisiert. Beim Konvertieren findet dagegen nur eine grobe Prüfung
> statt."
> Zitat Ende.

Nun, ProjektX ist ganz nett. Aber die Zeit steht nicht still, gegen im
Vorposting zitiertes MPEGRepair sieht es absolut kein Land mehr. Und
ebenfalls zitiertes TSRemux repariert Transportstream hier auch schon
wesentlich besser. Da bleibt in *meinem* Portfolio nicht mehr viel, zu
was ProjectX zu gebrauchen wäre. Selbst aufm Mac macht MPEGStreamClip
mittlerweile einen ausgereifteren Eindruck, wohlgemerkt in diesem
Kontext ausschließlich auf die Fehlerkorrektur/Handling von DVB-Streams
bezogen. ProjectX ist ne schöne Beispielapplikation, wie man in
Java/Swing was Systemunabhängiges programmieren kann. Das ist mir aber
zu wenig.

Gruss,
Thomas

Jürgen He

unread,
Mar 5, 2008, 6:50:54 PM3/5/08
to
Thomas Beyer schrieb:

> Jürgen He schrieb:


>> Meine Bemerkung bezog sich ausschließlich auf ProjectX

> Ich habe dies bei Dir auch so interpretiert. Ich hatte den Smiley
> vergessen.

OK, das war dann missverständlich.

Deine Erkenntnisse werde ich mir mal zu nutze machen, wenn ich auch in
den meisten Fällen mit meinen Topfield 5000er DVB-S Streams und dem MVW
wenig Probleme habe. (Bis auf den meistens nach wie vor auftretenden
Zeitversatz. Weiß der Teufel, warum der Autor das nicht merkt und
endlich mal behebt). Aber es ist immer gut zu wissen, was es bei
Problemen als Ausweichmöglichkeit gibt.

Insofern Danke für Deine Anmerkung und Erklärung :-) Ich kannte diese
Tools nämlich noch nicht.

Gruß, Jürgen


Jürgen He

unread,
Mar 5, 2008, 7:12:21 PM3/5/08
to
Jürgen He schrieb:

> Deine Erkenntnisse werde ich mir mal zu nutze machen,

Wohl zu früh gefreut. :-(

TsRemux reagiert auf Topfield Rec-Streams mit einer "unbehandleten
Ausnahme" und MPEG2Repair erkennt *.rec erst gar nicht (nur über All
Files) und weiß offensichtlich nichts damit anzufangen. Vermutlich
stören sich beide am topfieldspezifischen Header, was ja auch den einen
oder anderen Player in Verweigerungshaltung bringt.

Gruß, Jürgen

Thomas Beyer

unread,
Mar 5, 2008, 7:50:35 PM3/5/08
to
Jürgen He schrieb:

Bei mir werden Transportstreams der dBox2 und Dreambox von beiden Tools
o.B. importiert. Vom aktuellen DVBViewer erzeugte Transportstreams
werfen bei mir auch eine Exception in TSRemux. Das läßt sich aber IMHO
beheben, ich schreib mal den Autor an.

MPEG2Repair ist aber insofern sehr empfehlenswert, weil, wenn man sich
mal die Logfiles ansieht nach dem Durchlauf eines an und für sich
unauffälligen Streams (sprich: visuell einwandfrei), dann will man
danach nie mehr ohne Nachbehandlung auskommen.

Wie auch immer. Derzeit sind beide Tools auf saubere Transportstreams
als Input angewiesen. Da sind dann die Linuxboxennutzer wieder mal im
Vorteil. :-)

Gruss,
Thomas

Hans-Georg Michna

unread,
Mar 6, 2008, 5:50:29 PM3/6/08
to

Ich habe auch lange Zeit ProjectX, PVAStrumento,
Imago-MPEGMuxer, Womble und verschiedene andere Programme zur
Nachbearbeitung von Fernsehaufnahmen (DVB-T) ausprobiert, die
aber alle eigentlich nicht funktioniert haben.

Die Lösung für mich ist VideoReDo TVSuite. Kostet $50, was beim
derzeitigen Dollarkurs kein großes Problem sein sollte. (:-) Es
ist aber nahezu perfekt, soweit ich das beurteilen kann.

Hans-Georg
--
No mail, please.

David Pritzkau

unread,
Mar 6, 2008, 6:20:51 PM3/6/08
to
Hallo!

Danke an die vielen Antwortverfasser hier. Mein Problem hat sich gelöst als
ich auf die Idee kam einfach mal den aktuellen Code über CVS aus zu checken
und dann zu übersetzen. Ich verstehe gar nicht, warum die nicht schon
längst ein neues Release gegeben haben- da scheint sich eine Menge
verändert zu haben.

Jedenfalls läuft's mit dem aktuellen Testbuild reibungslos.

Ich werde mir aber trotzdem mal die vorgeschlagenen Alternativen anschauen.
PVAStrumento habe ich mir bereits angeschaut und war jetzt nicht so angetan
davon: 1. Nur für Windows, was für mich sehr unpraktisch ist 2. Sehr
unprofessioneller Eindruck, was sich da drin bestätigte, dass ich meine
einzelnen TS-Streams nicht einladen konnte (oder ich hab es nicht
gefunden). Bei einem Klick auf INFO hat sich das Programm beherzt
aufgehängt.

Grüße!

Alfred Slotosch

unread,
Mar 6, 2008, 7:45:12 PM3/6/08
to
David Pritzkau wrote:

>
> Ich werde mir aber trotzdem mal die vorgeschlagenen Alternativen
> anschauen. PVAStrumento habe ich mir bereits angeschaut und war jetzt
> nicht so angetan davon: 1. Nur für Windows, was für mich sehr unpraktisch
> ist 2. Sehr unprofessioneller Eindruck, was sich da drin bestätigte, dass
> ich meine einzelnen TS-Streams nicht einladen konnte (oder ich hab es
> nicht gefunden). Bei einem Klick auf INFO hat sich das Programm beherzt
> aufgehängt.
>

Dem Email-Header zufolge benutzt du Linux. Da könntest du mit Hilfe des
Windowsemulator Wine auch PVAStrumento benutzen. Bei mir funktionierts
jedenfalls.
Früher hatte ich ProjectX benutzt. Wenn in einem nicht oft vorkommenden Fall
ProjectX an eine wahrscheinlich fehlerhafte ts-Datei nicht umwandeln
konnte, hat es PVAStrumento noch geschafft. Der umgekehrte Fall kam nicht
vor, weil normalerweise ProjectX benutzte. Inzwischen scheint mir die
Methode über ProjectX zur DVD zu kommen, wegen der vielen Einzelschritte
und Zwischendateien, veraltet.
Statt ProjectX + mplex zum Schneiden und Umwandeln ts -> ps, mache ich das
mit dvbcut. Seit ich die undokumentierten Features beim Navigieren
rausgefunden habe, erscheint mir das auch komfortabler als bei den
Windowsprogrammen Cuttermaran und Mpeg2Schnitt.

Grüße Alfred


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