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Konverter LaTex nach rtf, doc (Word) oder OpenOffice

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Thomas Maul

unread,
Oct 11, 2007, 2:11:54 PM10/11/07
to
Hallo,

gibt es einen Konverter, der LaTeX Dateien (siehe unten) in rtf, doc
(Word) oder odt (OpenOffice2) konvertiert, so dass die rtf Datei (ohne
viel Nacharbeit) (nahezu) identisch wie die (mit latex / pdflatex)
erstellte dvi bzw. pdf Datei aussieht?

Die Anforderungen die ich habe im einzelnen:

* LaTeX (Linux web2c, alternativ auch Win. miktex 2.6)
* Abgabe: rtf oder doc mit _erkennbarer Struktur_ d. h.
- Überschrift ist in Formatvorlage = Überschrift, nicht Arial 16 ...
- Ein Inhaltsverzeichnis soll sich aus der Struktur der Überschriften
automatisch generieren lassen.
- und das Latex Layout sollte möglichst gut nachgebildet werden. (Es
muss nicht Satz tauglich sein, aber mann sollte ein pdf und die rtf/doc
Datei nebeneinander halten können und beide sollten (sehr) ähnlich
aussehen (Ränder, Schrift, Tabellen, Grafiken))

ich verwende auf der "rtf"-Seite OpenOffice 2.0.4 (OpenSuse 10.2), bzw.
OO 2.3 (Win XP home) und habe kein Word.

folgendes habe ich getestet:
1 latex2rtf (linux)
2 tex2rtf (win XP home)
3 tex4ht (genauer oolatex)

Ergebnisse:
* 1 und 2: rtf ist lesbar, aber falsch formatiert (heading2 statt
Überschrift1), einiges (Formeln, Inhaltsverz., Seitenumbruch) fehlen ganz.

* 3 oolatex erzeugt eine odt-Datei (für OpenOffice). Aber OO 2.3 will
die Datei nicht öffnen (vermutlich defekt ...) nach dem Reparaturversuch
wird mir eine leere Datei angezeigt.

Kennt jemand eine alternative oder einen Tipp?

Danke

Thomas Maul

meine Eingabedatei:

\documentclass[a4paper,11pt]{scrartcl}
\usepackage[latin1]{inputenc}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage{scrpage2}

\pagestyle{scrheadings}
\clearscrheadings
\chead{oben Mitte}
\ohead{oben rechts}
\ihead{oben links}
\ifoot{unten links}
\ofoot{Seite \pagemark\ von \pageref{LastPage}}

\setheadsepline{.4pt}

\begin{document}

\title{Titel}
\author{Autor}

\maketitle

\tableofcontents
\newpage

\section{Abschnitt 1}
\subsection{Unterabschnitt 1}
Fülltext zum testen (könnte auch "`blindtext"' sein)

Anmerkung: "`blindtext"' kennt latex2rtf nicht \dots
\section{Abschnitt 2}

$\frac{a}{b}= \sqrt{c^2}$

\subsection{Unterabschnitt 1}

\begin{center}
\begin{tabular}{l|l||l}
a1 & b1 & c1 \\ \hline
a2 & b2 & c2 \\ \hline \hline
a3 & b3 & c3
\end{tabular}
\end{center}

\label{LastPage}
\end{document}

Hendrik van Hees

unread,
Oct 11, 2007, 10:27:35 PM10/11/07
to
Thomas Maul wrote:

> Hallo,
>
> gibt es einen Konverter, der LaTeX Dateien (siehe unten) in rtf, doc
> (Word) oder odt (OpenOffice2) konvertiert, so dass die rtf Datei (ohne
> viel Nacharbeit) (nahezu) identisch wie die (mit latex / pdflatex)
> erstellte dvi bzw. pdf Datei aussieht?

Das ist unmöglich, da die og. Programme kein vernünftiges Typesetting
ermöglichen. Umgekehrt ist eigentlich viel besser: Von diesen ganzen
Crackpotformaten nach LaTeX, that rules! SCNR.

--
Hendrik van Hees Texas A&M University
Phone: +1 979/845-1411 Cyclotron Institute, MS-3366
Fax: +1 979/845-1899 College Station, TX 77843-3366
http://theory.gsi.de/~vanhees/faq mailto:he...@comp.tamu.edu

David Kastrup

unread,
Oct 12, 2007, 2:32:26 AM10/12/07
to
Hendrik van Hees <he...@comp.tamu.edu> writes:

> Thomas Maul wrote:
>
>> Hallo,
>>
>> gibt es einen Konverter, der LaTeX Dateien (siehe unten) in rtf, doc
>> (Word) oder odt (OpenOffice2) konvertiert, so dass die rtf Datei (ohne
>> viel Nacharbeit) (nahezu) identisch wie die (mit latex / pdflatex)
>> erstellte dvi bzw. pdf Datei aussieht?
>
> Das ist unmöglich, da die og. Programme kein vernünftiges Typesetting
> ermöglichen. Umgekehrt ist eigentlich viel besser: Von diesen ganzen
> Crackpotformaten nach LaTeX, that rules! SCNR.

Das würde bedeuten, daß diese Formate mehr verwertbare Informationen
als ein LaTeX-Dokument bereitstellen: Konvertierungen sind i.a. nur
von Formaten mit mehr Information zu denen mit weniger möglich.

--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
de.comp.text.tex FAQ: <URL:http://www.dante.de/faq/de-tex-faq>

Thomas Maul

unread,
Oct 12, 2007, 2:39:17 AM10/12/07
to
Hendrik van Hees schrieb:

> Thomas Maul wrote:
>
>> Hallo,
>>
>> gibt es einen Konverter, der LaTeX Dateien (siehe unten) in rtf, doc
>> (Word) oder odt (OpenOffice2) konvertiert, so dass die rtf Datei (ohne
>> viel Nacharbeit) (nahezu) identisch wie die (mit latex / pdflatex)
>> erstellte dvi bzw. pdf Datei aussieht?
>
> Das ist unmöglich, da die og. Programme kein vernünftiges Typesetting
> ermöglichen. Umgekehrt ist eigentlich viel besser: Von diesen ganzen
> Crackpotformaten nach LaTeX, that rules! SCNR.
>


danke,

dass Word (und co.) das Typesetting nicht so machen wie LaTex ist mir
bekannt. Trotzdem wird das so verlangt (jedenfalls von vielen ...) Über
sonstige Vorgaben (12pt, 1.5 Durchschuss ...), die "Standard" sind
möchte ich hier gar nicht erst sprechen.

Trotzdem würde ich gerne weiter mit LaTeX arbeiten und das Ergebnis dann
in rtf oder ähnliches konvertieren. latex2rtf benutzt article als
Ausgabe (statt scrartcl). Die Ränder sind entsprechend groß ...
Wenns ähnlich aussieht reicht mir das. Ich will nur nicht den Quelltext
rüber kopieren und dann per Hand alles neu zusammen puzzeln (Tabellen,
Grafikeinbindung usw.)

Gruß

Thomas M.


Markus Kohm

unread,
Oct 12, 2007, 2:47:13 AM10/12/07
to
Hendrik van Hees wrote:

> Das ist unmöglich

Unmöglich ist es nicht. Man könnte beispielsweise einen dvi2rtf-Konverter
schreiben, der jedes einzelne Zeichen einzeln in eine absolut platzierte
Textbox packt. Das würde dann im Ergebnis wirklich so aussehen, wie die
dvi-Datei. Allerdings wäre die Datei dann nicht besser editierbar als eine
rtf-Datei, die man dadurch bastelt, dass man jede einzelne Seite der
PDF-Datei als Grafik in die rtf-Datei einbettet.

Es ist also theoretisch möglich, würde aber zu keinem sinnvollen Ergebnis
führen.

Gruß
Markus
--
Gruppenhinweise (auch Minimalbeispiel) --> http://www.latex-einfuehrung.de
Fragen zu LaTeX? --> http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/
Fragen zu KOMA-Script? --> Anleitung z. B. auf CTAN (--> FAQ);
--> http://www.komascript.de

Carsten Vogel, Dresden

unread,
Oct 12, 2007, 3:05:10 AM10/12/07
to
Thomas Maul schrieb:

> Hendrik van Hees schrieb:
>> Thomas Maul wrote:
>>
>>> Hallo,
>>>
>>> gibt es einen Konverter, der LaTeX Dateien (siehe unten) in rtf, doc
>>> (Word) oder odt (OpenOffice2) konvertiert, so dass die rtf Datei (ohne
>>> viel Nacharbeit) (nahezu) identisch wie die (mit latex / pdflatex)
>>> erstellte dvi bzw. pdf Datei aussieht?

Ja, gibt es. Das Problem ist, daß die Leute, die "soetwas" verlangen gar
nicht verlangen, daß die Datei dieses Format hat, sie wollen einfach nur
ihre gewohnte Schriftarten sehen, bzw. wäre ein denkbarer Grund auch,
daß sie gerne mal in den Text gehen um etwas vom Text "mitzunehmen".

> bekannt. Trotzdem wird das so verlangt (jedenfalls von vielen ...) Über
> sonstige Vorgaben (12pt, 1.5 Durchschuss ...), die "Standard" sind
> möchte ich hier gar nicht erst sprechen.

Es gibt zwei (beide ernstgemeint) Möglichkeiten.

1.) "redmon.sty" -- Du paßt Dein LaTeX-Dokument an die Vorgaben an. Mit
Schmerzen zwar, aber Du lernst viel über LaTeX! Wenn "solche Leute"
Times oder gar soetwas-wie-Arial sehen und der Durchschuß verhunzt, dann
sind die meistens schon glücklich, stören sich nicht an Ligaturen,
Randausgleich, Einzügen und sonstigen Dingen des Layouts/der Typographie.

2.) Hart und gerecht: Wenn die Vorgabe ein .rtf/.doc ist, dann GIB ihnen
das! Du erstellst ein ordentlich gesetztes Dokument für DIN A4 in LaTeX,
exportierst jede einzelne Seite als Grafik der entsprechenden
Druckerauflösung (300/600dpi) und bindest die in Dein Officedocument ein
(oder als .pdf-Bild, wenn das jetzt geht)
Sicherlich werden Deine wenigen Seiten schnell mehrere MB füllen, doch:

i) Leute, die Office fordern sind große Dateigrößen gewohnt (...ohne
Anmerkung)
ii) Du erfüllst die Anforderung (Dateiformat IST .rtf/.doc)!
iii) Die Größe Deines Dokumentes wird sicherlich Deinen Arbeitseinsatz
reflektieren! (*hh*)
iv) Die Leute, die so etwas fordern werden nicht einfach Deine Arbeit
kopieren/ändern können! (Das war ja nie Thema, kommt halt nur immer
wieder vor!)
v) Warum nicht mal mit einer kleinen Hausarbeit eine DVD füllen?


Carsten Vogel, Dresden

unread,
Oct 12, 2007, 3:08:51 AM10/12/07
to
Markus Kohm schrieb:

> Hendrik van Hees wrote:
>
>> Das ist unmöglich

> dass man jede einzelne Seite der


> PDF-Datei als Grafik in die rtf-Datei einbettet.
>
> Es ist also theoretisch möglich, würde aber zu keinem sinnvollen Ergebnis
> führen.

Wieso nicht? Anforderung war ja nicht Editierbarkeit, oder? Natürlich
ist das "unmöglich" (hier im anderen Sinne), aber eine angemessene
Reaktion auf die Forderungen, nicht?!

Dominik Waßenhoven

unread,
Oct 12, 2007, 3:21:58 AM10/12/07
to
Carsten Vogel, Dresden schrieb:

> Markus Kohm schrieb:
>> Hendrik van Hees wrote:
>>
>>> Das ist unmöglich
>
>> dass man jede einzelne Seite der
>> PDF-Datei als Grafik in die rtf-Datei einbettet.
>>
>> Es ist also theoretisch möglich, würde aber zu keinem sinnvollen Ergebnis
>> führen.
>
> Wieso nicht? Anforderung war ja nicht Editierbarkeit, oder?

Die Fälle, die ich kenne, in denen .doc gefordert war, wollten aber
genau das, um den Text dann mit vielen anderen Texten von anderen
Einreichern z.B. zu einem Reader zusammenzustellen. In meiner Erfahrung
kommt das häufiger vor als einfach die Anforderung, aus Prinzip ein .doc
zu fordern. Die geben sich häufig nämlich auch mit einem PDF zufrieden
(und können ja, so offensichtlich deine Befürchtung, auch daraus Text
kopieren, falls sie das wollen).

Gruß,
Dominik.-

Markus Kohm

unread,
Oct 12, 2007, 4:51:37 AM10/12/07
to
Carsten Vogel, Dresden wrote:

> Wieso nicht?

Weil man das rtf für nicht anderes verwenden könnte, als man auch schon ein
PDF verwenden kann oder ein rtf, das aus lauter Grafikeinzelseiten besteht:
Anschauen und Ausdrucken. Wozu also die Mühe?

Gruß
Markus

Thomas Maul

unread,
Oct 12, 2007, 5:38:36 AM10/12/07
to
Carsten Vogel, Dresden schrieb:

[...]

> Es gibt zwei (beide ernstgemeint) Möglichkeiten.
>
> 1.) "redmon.sty" -- Du paßt Dein LaTeX-Dokument an die Vorgaben an. Mit
> Schmerzen zwar, aber Du lernst viel über LaTeX! Wenn "solche Leute"
> Times oder gar soetwas-wie-Arial sehen und der Durchschuß verhunzt, dann
> sind die meistens schon glücklich, stören sich nicht an Ligaturen,
> Randausgleich, Einzügen und sonstigen Dingen des Layouts/der Typographie.
>

danke, ich hätte einfach die Schrift bei cm/12pt belassen und den
Durchschuss per setspace hoch gesetzt, das sollte reichen ...

> 2.) Hart und gerecht: Wenn die Vorgabe ein .rtf/.doc ist, dann GIB ihnen
> das! Du erstellst ein ordentlich gesetztes Dokument für DIN A4 in LaTeX,
> exportierst jede einzelne Seite als Grafik der entsprechenden
> Druckerauflösung (300/600dpi) und bindest die in Dein Officedocument ein
> (oder als .pdf-Bild, wenn das jetzt geht)
> Sicherlich werden Deine wenigen Seiten schnell mehrere MB füllen, doch:

So hatte ich mal eine gescannte (Text)Seite bekommen ... Scan und dann
das Bild in W* eingebunden und als doc verschickt. Hat mir aus div.
Gründen Bauchschmerzen bereitet.

[...]

> iv) Die Leute, die so etwas fordern werden nicht einfach Deine Arbeit
> kopieren/ändern können! (Das war ja nie Thema, kommt halt nur immer
> wieder vor!)

Sorry, hatte ich vergessen zu schreiben, aber es soll möglich sein den
Text zu bearbeiten. Sonst hätte ich gleich das PDF abgegeben ... Ob es
in Ordnung ist den Text aus dem PDF zu kopieren (und dann in ???Office
zu bearbeiten) weiß ich (noch) nicht.

... daher die Frage nach einem (brauchbaren) Konverter. Aber mir
scheint, dass es mehr Arbeit macht die Ausgabe von latex2rtf
nachzuarbeiten, als das ganze direkt in OpenOffice zusammen zu basteln.

Nochmals vielen Dank an alle

Thomas M.

Keks Dose

unread,
Oct 12, 2007, 6:05:17 AM10/12/07
to
Hallo Thomas,

tex4ht produziert eine sehr brauchbare Lösung, wenn Du
1. in der Präambel einfügst: \usepackage{tex4ht} und
2. kompilierst mit dem Befehl htlatex foo.tex

Die html-Datei kannst Du in Word öffnen und die Überschriften sind als
solche ausgezeichnet. Ich verwende oft tex4ht, ein Tip daher noch: Man
vermeidet Encoding-Fehler, wenn man als Schriftpaket lmodern
einbindet.

Gruß,
Alexander

stefan....@web.de

unread,
Oct 12, 2007, 8:14:54 AM10/12/07
to
Hallo Thomas,
ist es möglich, dass du mit einer älteren Version von tex4ht
arbeitest?
Dein Beispiel ergibt bei meiner Installation eine zwar nicht
fehlerfreie aber doch funktionsfähige odt-Datei. Ich arbeite mit:
Ubuntu Gutsy Gibbon (7.10) und tex4ht 20070904-1 aus debian/unstable
htlatex foo.tex "xhtml,ooffice" "ooffice/! -cmozhtf" "-coo" "-
cvalidate"
(nach der homepage von tex4ht identisch mit oolatex)
Titel, Inhaltsverzeichnis, Überschriften haben die entsprechende
Formatvorlage, allerdings mit englischem Namen (z.B. heading-2 statt
Überschrift2), die Formel ist als Formel drin, die Tabelle ist auch
drin, allerdings in einer Umgebung, die ihre Breite auf 0,5cm
beschränkt (die Umgebung lässt sich von Hand löschen), die Fußzeile
fehlt allerdings. Anführungszeichen, Umlaute sind auch Ok.
Gruß
Stefan

Andreas Matthias

unread,
Oct 12, 2007, 10:20:55 AM10/12/07
to
Thomas Maul wrote:

> * 3 oolatex erzeugt eine odt-Datei (für OpenOffice). Aber OO 2.3
> will die Datei nicht öffnen (vermutlich defekt ...) nach dem
> Reparaturversuch wird mir eine leere Datei angezeigt.

Dein Beispiel wird hier mit OOo 2.1 problemlos angezeigt. (Naja,
die Tabelle ist etwas sehr schmal geraten. Vielleicht ein Bug?)

Hast du vielleicht ein altes TeX4ht? Es gibt regelmäßig
Updates zu TeX4ht. Wenn es Probleme gibt, dann sollte man sich
immer zuerst die neueste Version beschaffen:

http://www.cse.ohio-state.edu/~gurari/TeX4ht/bugfixes.html

Und wenn das nicht hilft, dann mach dein Beispiel noch minimaler
(es sollte wirklich nur den Fehler enthalten und sonst nichts)
und schicke es dem Autor. Eitan ist immer sehr hilfsbereit und
unglaublich schnell.

Ciao
Andreas

Holger Schulz

unread,
Oct 12, 2007, 10:59:55 AM10/12/07
to
Thomas Maul <thoma...@gmx.de> wrote:

> Sorry, hatte ich vergessen zu schreiben, aber es soll möglich sein den
> Text zu bearbeiten.

Jaja, Word das kooperative Schreibwerkzeug. In dem Fall sehe ich nicht,
dass sich der Aufwand mit der Konvertierung lohnt. Die Vorteile von
LaTeX hast Endprodukt ohnehin nicht mehr. Wenn es also ohnehin dürftig
bis beschissen aussehen wird, ist doch nur noch die Frage, wie man das
Ergebnis am einfachsten erreicht.

Und auch wenn MSß-Word nicht viel taugt, einen Text scheiben kann man
damit.

hs

P.S.: Regelmäßig speichen nicht vergessen!

Axel Berger

unread,
Oct 12, 2007, 10:20:00 AM10/12/07
to
>Wozu also die Mnhe?

Um die Anforderung zu erfüllen? Abhängige zum Verwenden eines
proprietären undokumentierten Formates und damit zum Kauf der Produkte
genau eines Anbieters zu zwingen ist schlicht kriminell und korrupt.
Wenn man die Prüfung und die Note braucht sollte man das zu dem
Zeitpunkt so offen vielleicht nicht beim Namen nennen aber Carstens
Vorschlag hat seinen Reiz - und ein Problem:

Ich wollte viele gescannte Einzelseiten zu einem PDF zusammenbinden und
habe es mit Iconklickoffice vergeblich versucht. Das einzige womit ich
es, letztlich sogar sehr schnell und effizient, hinbekam, was LaTeX.
Für Carstens Tip brauchte ich fremde Hilfe.

Axel Berger

unread,
Oct 12, 2007, 10:13:00 AM10/12/07
to
*David Kastrup* wrote on Fri, 07-10-12 08:32:

>würde bedeuten, daß diese Formate mehr verwertbare Informationen als ein
>LaTeX-Dokument bereitstellen

In gewisser Weise tun sie das ja auch - der Schritt vom Quelltext zum
Aussehen erfordert ein komplettes TeX und LaTeX, etwas viel für einen
kleinen Konverter.
Aber könnte es nicht einen Umsetzer PDF nach Word geben?

Axel Berger

unread,
Oct 12, 2007, 10:26:00 AM10/12/07
to
*Thomas Maul* wrote on Fri, 07-10-12 11:38:

>Scan und dann das Bild in W* eingebunden und als doc verschickt.

Mit einem weißen Rand geht das noch schöner. Der einzige Weg es lesen
zu können war bei mir mal der Ausdruck auf A3. Der Absender ehemaliger
Leiter der IT-Abteilung eines DAX-Konzerns.

Markus Kohm

unread,
Oct 12, 2007, 11:22:37 AM10/12/07
to
Axel Berger wrote:

> Um die Anforderung zu erfüllen?

Wie ich schon sagte, gibt es dafür eine einfachere Lösung. PDF in
Einzelseiten in einem Format zerlegen, das mal als Bild in Word-Dokumente
einbinden kann (geht mit ghostscript), und dann als Einzelseiten in ein
Word-Dokument einbinden. Irgendwo hatte ich mal ein Script, das das macht
und dabei ein rtf ausspuckt. Ich glaube, das hatte ich sogar hier gepostet.
Kann es jetzt aber nicht auf Anhieb finden.

Markus Kohm

unread,
Oct 12, 2007, 11:24:13 AM10/12/07
to
Axel Berger wrote:

> Aber könnte es nicht einen Umsetzer PDF nach Word geben?

Es gibt Texterkennungssoftware, die das kann. Das Ergebnis ist dann aber nur
ein Word-Dokument mit ähnlichem Inhalt.

Gruß
Markus

Carsten Vogel, Dresden

unread,
Oct 12, 2007, 11:43:07 AM10/12/07
to
Markus Kohm schrieb:

> Axel Berger wrote:
>
>> Um die Anforderung zu erfüllen?
>
> Wie ich schon sagte, gibt es dafür eine einfachere Lösung. PDF in
> Einzelseiten in einem Format zerlegen, das mal als Bild in Word-Dokumente
> einbinden kann

So meinte ich das eigentlich auch.
Markus bei der ganzen Tätigkeit sähe ich keinen Sinn, daher eben nur:
Erfüllung unreflektierter Anforderungen und in Teilen das Erfüllen ad
absurdum.

Habe mal meine Schreibe in LaTeX verteidigt (sinngemäß):
- "Ich möchte aber lieber Word."
o "Warum?"
- "Das bin ich gewohnt, ich könnte es später überarbeiten."
o "Das sehe ich ein. Ich habe kein Word. Kann ich das Programm von Ihnen
bekommen, ich kann mir Word nicht _leisten_. Ach ja, ich nutze Software
nur legal."
- "Das geht ja wohl nicht, ich kann ihnen kein Programm kaufen."
o "Gut, dann bin ich gerne bereit ins Institut zu kommen, um hier an
einem Rechner zu schreiben. Wo kann ich mich dann hinsetzen?"
- "*denkpause* Nagut, dann schreiben Sie in diesem LaTeX."

Mathias Lindner

unread,
Oct 12, 2007, 12:02:16 PM10/12/07
to
Carsten Vogel, Dresden schrieb:

Das funktioniert aber wie bereits erwähnt nur, wenn man nicht komplett
abhängig von jemandem ist. Bei einer Diplomarbeit oder einem wichtigen
Kunden kann man sich sowas einfach nicht leisten.
Und auch so kann es nach hinten losgehen: Dann muss man ständig zum
Schreiben ins Institut kommen und extra noch Word nehmen. Dann lieber zu
Hause mit diesem Stück Software rumärgern.
Und wenn man findige Gesprächspartner hat, empfehlen sie nach diesem
Dialog auch OO, das kann auch *.doc. Dann hat man auch nix gekonnt.

Kurzum: Diese Argumentationsweise klingt logisch, wird aber selten
funktionieren. Wenn man den Gegenüber nicht von den Vorteilen LaTeXs
überzeugen kann, wird man selten eine Chance haben. Die Nachteile der
eigenen Lösung geben Menschen ja selten zu...

Enrico Kunz-Lenski

unread,
Oct 12, 2007, 4:49:56 PM10/12/07
to
Hallo Markus,

Markus Kohm schrieb:

Ich habe da auch andere Erfahrungen gemacht: ABBYY FineReader erzeugt
Word-Dokumente, die sehr nah am Layout des zugrundeliegenden Dokuments
(Scan, PDF) sind.

Allerdings werden solche Sachen wie die Überführung von \section{} in
eine Formatvorlage "Überschrift 1" o.ä. natürlich nicht bewerkstelligt.

--
LG
EKL

Hendrik van Hees

unread,
Oct 12, 2007, 9:07:44 PM10/12/07
to
Carsten Vogel, Dresden wrote:


> 1.) "redmon.sty" -- Du paßt Dein LaTeX-Dokument an die Vorgaben an.
> Mit Schmerzen zwar, aber Du lernst viel über LaTeX! Wenn "solche
> Leute" Times oder gar soetwas-wie-Arial sehen und der Durchschuß
> verhunzt, dann sind die meistens schon glücklich, stören sich nicht an
> Ligaturen, Randausgleich, Einzügen und sonstigen Dingen des
> Layouts/der Typographie.

Ach was ;-). Man kann LaTeX tatsächlich dazu bringen, das miese
Typesetting des Redmond Chaos Codes zu simulieren. Das kann nicht
gehen. Wie kriegt man denn z.B. Vektorpfeilchen einen halben Meter
deplaziert von den Symbolen hin.

Markus Kohm

unread,
Oct 13, 2007, 2:37:28 AM10/13/07
to
Enrico Kunz-Lenski wrote:

> ABBYY FineReader erzeugt Word-Dokumente, die sehr nah am Layout des
> zugrundeliegenden Dokuments (Scan, PDF) sind.

"sehr nah" ist trotzdem nur ähnlich und nicht identisch. Also stimmt:

> Ich habe da auch andere Erfahrungen gemacht

nicht, sondern Du bestätigst nur, was ich geschrieben habe. Die
ursprüngliche Frage war des OP war ja:

> gibt es einen Konverter, der LaTeX Dateien (siehe unten) in rtf, doc
> (Word) oder odt (OpenOffice2) konvertiert, so dass die rtf Datei (ohne
> viel Nacharbeit) (nahezu) identisch wie die (mit latex / pdflatex)
> erstellte dvi bzw. pdf Datei aussieht?

Identisch ist eben nicht dasselbe wie sehr nah.

Gruß
Markus

Carsten Vogel, Dresden

unread,
Oct 13, 2007, 3:35:37 AM10/13/07
to
Hendrik van Hees schrieb:

> Ach was ;-). Man kann LaTeX tatsächlich dazu bringen, das miese
> Typesetting des Redmond Chaos Codes zu simulieren. Das kann nicht
> gehen. Wie kriegt man denn z.B. Vektorpfeilchen einen halben Meter
> deplaziert von den Symbolen hin.

\documentclass{scrartcl}
\usepackage{times}
\def\RedMonStrut{\rule[-.5em]{0mm}{1em}}
%streiche "-.5em" setze: "-.5m" (ein halber Meter)


\begin{document}
Vektor: $\stackrel{\RedMonStrut\longrightarrow}{\mathsf{\mathbf{b}}}$.
\end{document}

--
Replace "_" with "-" for proper Email.
Ersetze: "_" mit "-" für eine gültige Emailadresse.

Paul Ebermann

unread,
Oct 13, 2007, 7:14:34 AM10/13/07
to
"Axel Berger" skribis:

Naja, muss ja einen Grund haben, dass er nur
ehemaliger Leiter ist.


Paul
--
Nun ludigxas: : ()

Thomas Maul

unread,
Oct 14, 2007, 2:00:27 PM10/14/07
to
Andreas Matthias schrieb:

> Hast du vielleicht ein altes TeX4ht? Es gibt regelmäßig
> Updates zu TeX4ht. Wenn es Probleme gibt, dann sollte man sich
> immer zuerst die neueste Version beschaffen:
>
> http://www.cse.ohio-state.edu/~gurari/TeX4ht/bugfixes.html
>


Hallo Andreas und Stefan,

danke für die Infos. Ich hatte oolatex unter Win versucht (Werde die
nächsten Tage mal nachsehen, ob es die aktuelles Version war). Auf der
Linux-Seite verwende ich zur Zeit OpenSuse 10.2 Ein fertiges Binärpaket
habe ich noch nicht gesehen. Das Compilieren verweigerte mir der gcc.
Vielleicht war es aber nur ein kleiner Fehler ...

Ich werde mal die TeXLive versuchen. Ansonsten versuche ich mal "gutes
Wetter" für die PDF-Version zu machen. Markus und Andere haben schon
Recht. Den Inhalt (Text) kann man übertragen. Aber das Format ist nicht
sehr schön (mal *sehr* vorsichtig ausgedrückt).

Und wenn alles nicht hilft, dann trage ich es schnell per Hand rüber
(cut & waste ;-)

Gruß

Thomas M.

Thomas Maul

unread,
Oct 14, 2007, 2:11:27 PM10/14/07
to
Mathias Lindner schrieb:

> Das funktioniert aber wie bereits erwähnt nur, wenn man nicht komplett
> abhängig von jemandem ist. Bei einer Diplomarbeit oder einem wichtigen
> Kunden kann man sich sowas einfach nicht leisten.

[...]


> Kurzum: Diese Argumentationsweise klingt logisch, wird aber selten
> funktionieren. Wenn man den Gegenüber nicht von den Vorteilen LaTeXs
> überzeugen kann, wird man selten eine Chance haben. Die Nachteile der
> eigenen Lösung geben Menschen ja selten zu...

Hallo,

bei einem anderen Seminar hatte ich das Protokoll als PDF vorgelegt.
Eine der Rückmeldung war, dass das ganze "schön" ausgesehen hat.

Tja, für mich eigentlich der wichtigste Grund LaTeX zu nutzen. Den
Inhalt kann ich "gut" erstellen, das Layout sollte dann vom "Profi"
kommen ;-) (eine meiner Letzten Sachen die ich (vor Jahren) mit Word
geschrieben hatte war ein Brief. ca 1/3 der zeit hatte ich mit dem
Inhalt befasst, der Rest war für die "Diskussion" notwendig, dass das
ganze ähnlich wie ein Brief aussah. Dank der scr* Klassen ist das
wesentlich einfacher!

Nur das "Problem" mit dem Editieren der PDFs muss ich noch "lösen" ggf.
gibts eine Acrobat (pro) Lizenz. Dann stimmt das Layout und die anderen
können ihre Anmerkungen rein schreiben (und ich muss nicht zwei Texte
pflegen)

Noch mal vielen Dank an ALLE für die Hilfe(n)

Thomas M.


Axel Berger

unread,
Oct 13, 2007, 10:01:00 PM10/13/07
to
*Mathias Lindner* wrote on Fri, 07-10-12 18:02:

>empfehlen sie nach diesem Dialog auch OO, das kann auch *.doc.

Wie ist das eigentlich, das sind doch alles Beamte:

.DOC ist geheim und undokumentiert, Und Reverse Engineering um hinter
geheimgehaltene Interna von Konkurrenzprogrammen zu kommen ist explizit
verboten. Ergo: OO für DOC dürfen die einem Studenten nicht empfehlen.
Übersehe ich etwas?

Daniel Seuthe

unread,
Oct 14, 2007, 4:28:09 PM10/14/07
to
Axel Berger schrieb:

Ja. Reverse-Engineering zum Zwecke der Interoperabilität ist in Europa
nicht verboten.

Daniel
--
http://seuthe.org

Axel Berger

unread,
Oct 14, 2007, 1:32:00 PM10/14/07
to
*Paul Ebermann* wrote on Sat, 07-10-13 13:14:

>Naja, muss ja einen Grund haben, dass er nur ehemaliger Leiter ist.

Hauptsächlich Alter - er wurde allerdings etwas früher gegangen als er
selbst aufhören wollte.

Axel Berger

unread,
Oct 15, 2007, 1:29:00 AM10/15/07
to
*Daniel Seuthe* wrote on Sun, 07-10-14 22:28:

>Ja. Reverse-Engineering zum Zwecke der Interoperabilität ist in Europa
>nicht verboten.

Da biegen sich wieder mal die Microsofthörigen ihre selbstgeschriebenen
Gesetze zurecht, wie es ihnen paßt. Wenn es nicht gerade Word ist, dann
heißt das Lesbarmachen undokumentierter Formate plötzlich nicht mehr
"Interoperabilität" sondern geknackter Schutz. Sollten laut GG nicht
alle Softwareverkäufer vor dem Gestz gleich sein?

Wilfried Hennings

unread,
Oct 17, 2007, 11:22:24 AM10/17/07
to
Axel_...@b.maus.de (Axel Berger) wrote:

> *David Kastrup* wrote on Fri, 07-10-12 08:32:
> >würde bedeuten, daß diese Formate mehr verwertbare Informationen als ein
> >LaTeX-Dokument bereitstellen
>
> In gewisser Weise tun sie das ja auch - der Schritt vom Quelltext zum
> Aussehen erfordert ein komplettes TeX und LaTeX, etwas viel für einen
> kleinen Konverter.

Deshalb benötigt TeX4ht auch eine komplette TeX-Installation.

TeX4ht -> OpenOffice ist übrigens ganz brauchbar. Sieht zwar nicht
unbedingt so aus wie mit TeX gedruckt, ist aber eher das, was der OP
braucht.


--
Wilfried Hennings
bitte in der Newsgroup antworten, die e-Mail-Adresse ist ungültig

Daniel Seuthe

unread,
Oct 19, 2007, 6:00:14 AM10/19/07
to
Axel Berger schrieb:

? oder »Ich habe jetzt nicht verstanden, was du mit dem Absatz sagen
wolltest«.

Daniel
--
http://seuthe.org

Axel Berger

unread,
Oct 19, 2007, 3:46:00 PM10/19/07
to
*Daniel Seuthe* wrote on Fri, 07-10-19 12:00:

>»Ich habe jetzt nicht verstanden, was du mit dem Absatz sagen wolltest«

Wenn ich einen Text in einem undokumentierten, geheimen, und nicht
lesbaren Format erhalte, und mich eines Drittproduktes bediene, dessen
Hersteller das geheime Format analysiert haben und es trotzdem
entschlüsseln können, dann ist das "Interoperabilität" und wird von mir
erwartet.
Wenn ich in den USA legal und für Geld eine DVD kaufe und genau
dasselbe tue, weil ich die Frechheit besitze, sie mir auch ansehen zu
wollen, dann ist das Umgehen eines Kopierschutzes und kriminell.

Gernot Hassenpflug

unread,
Oct 21, 2007, 8:40:14 PM10/21/07
to
Axel_...@b.maus.de (Axel Berger) writes:

Wenn Du dich wirklich ungluecklich machen willst, dann schaue Dir mal
"Zeitgeist" an: www.zeitgeistmovie.com....A conspiracy for every
theorist :-)

Gruesse, Gernot
--
BOFH excuse #286:

Telecommunications is downgrading.

Daniel Seuthe

unread,
Oct 22, 2007, 2:45:32 PM10/22/07
to
Axel Berger schrieb:

Ach, darauf willst du hinaus. Ja, es ist schon echt ein Trauerspiel,
wie verkrüppelt unser Urheberrecht mittlerweile ist. Die weiteren
Tendenzen verheißen auch nichts gutes.

Daniel
--
http://seuthe.org

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