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Re: Umlaut-Ärger Mac->Linux

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Christoph Bier

unread,
Jan 8, 2009, 2:15:07 PM1/8/09
to
Chris schrieb am 08.01.2009 17:58:

> Moin,
> ich habe mir einige Dokumente mit TexShop unter OS-X(Intel-64) erstellt
> und diese dann auf einen Linuxrechner(Intel-64) kopiert.
> Dort zeigt mir sowohl emacs, als auch Kile die Umlaute verstümmelt
> an. Was muss ich Kile bzw. emacs sagen, damit es die Dokumente richtig
> lesen kann?

Vielleicht musst Du TeXShop was sagen ...

> Im Texshop hab ich UTF8 eingestellt, bei Kile auch...

Das Gleiche hatte ich auch mit einer in TeXShop begonnenen Datei,
als ich mit Mac OS X experimentiert hatte. Da ich TeXShop im
Vergleich zu Emacs/AUCTeX aber ohnehin als nicht konkurrenzfähig
eingestuft habe, habe ich die weiteren TeX-Experimente unter Mac OS
X ebenfalls im Emacs durchgeführt. Da gab's dann keine Probleme beim
Weiterbearbeiten unter Linux. Die in TeXShop begonnene Datei hatte
ich IIRC nach etlichen Versuchen (immer eine Sicherungskopie
aufheben) mit Hilfe von recode wandeln können, so dass dann auch
Emacs unter Linux die Umlaute richtig anzeigte.

Grüße
Christoph
--
(La)TeX-FAQ: http://www.dante.de/faq/ +++ Minimalbeispiel erstellen
und Einführung in de.comp.text.tex: http://www.latex-einfuehrung.de/
+++ Veraltete Befehle, Pakete und andere Fehler:
ftp://ftp.dante.de/tex-archive/info/l2tabu/german/l2tabu.pdf
+++ Typografie-Regeln: http://zvisionwelt.de/downloads.html (1.6)

Juergen Fenn

unread,
Jan 8, 2009, 3:54:43 PM1/8/09
to

Christoph Bier schrieb:

> Vielleicht musst Du TeXShop was sagen ...

Sehr sicher sogar... IIRC steht TS immer noch standardmäßig auf Apple
Roman...

>> Im Texshop hab ich UTF8 eingestellt, bei Kile auch...
>
> Das Gleiche hatte ich auch mit einer in TeXShop begonnenen Datei, als
> ich mit Mac OS X experimentiert hatte.

Was mich sehr wundert, denn ich habe beim Weiterbearbeiten auf dem Mac
keine Probleme zwischen TS und Carbon Emacs bemerkt, solange man beim
ersten Öffnen im Emacs beachtet, mit welcher Kodierung in TS gearbeitet
worden war...

Warum ist das beim Austausch zwischen OS X und Linux anders?

> Da ich TeXShop im Vergleich zu Emacs/AUCTeX aber ohnehin als nicht
> konkurrenzfähig eingestuft habe,

Klar ist TS eine andere Liga als Emacs, aber die neue Version 2.18 von
TS, die mit MacTeX 2008 verteilt wird, hat mich denn doch erstaunt.
Große Auswahl an Textkodierungen, Zeilenumbruch ist auch möglich, und
ich konnte TS sogar die deutschen Gänsefüßchen auf Anhieb beibringen.
Alles funktionierte out of the box, auch die Rechtschreibprüfung. Was
mir fehlen würde, wenn ich umsteigen wollte/sollte, wäre eine Art
RefTeX. Aber wer das nicht braucht, weil er nicht so viel zitiert...

> X ebenfalls im Emacs durchgeführt. Da gab's dann keine Probleme beim
> Weiterbearbeiten unter Linux. Die in TeXShop begonnene Datei hatte
> ich IIRC nach etlichen Versuchen (immer eine Sicherungskopie
> aufheben) mit Hilfe von recode wandeln können, so dass dann auch
> Emacs unter Linux die Umlaute richtig anzeigte.

Ausgerechnet recode. Das ist doch bei Emacs per M-x prefer-coding-system
verfügbar? (Man drücke danach RET ? und wähle eine Kodierung aus...).

Jürgen.

Simon Spiegel

unread,
Jan 8, 2009, 4:08:54 PM1/8/09
to
On 2009-01-08 21:54:43 +0100, Juergen Fenn <jf...@gmx.net> said:

>
>
> Christoph Bier schrieb:
>
>> Vielleicht musst Du TeXShop was sagen ...
>
> Sehr sicher sogar... IIRC steht TS immer noch standardmäßig auf Apple
>
> Roman...
>
>>> Im Texshop hab ich UTF8 eingestellt, bei Kile auch...
>>
>> Das Gleiche hatte ich auch mit einer in TeXShop begonnenen Datei, als
>> ich mit Mac OS X experimentiert hatte.
>
> Was mich sehr wundert, denn ich habe beim Weiterbearbeiten auf dem Mac
> keine Probleme zwischen TS und Carbon Emacs bemerkt, solange man beim
> ersten Öffnen im Emacs beachtet, mit welcher Kodierung in TS gearbeitet
>
> worden war...
>
> Warum ist das beim Austausch zwischen OS X und Linux anders?
>
>> Da ich TeXShop im Vergleich zu Emacs/AUCTeX aber ohnehin als nicht
>> konkurrenzfähig eingestuft habe,
>
> Klar ist TS eine andere Liga als Emacs, aber die neue Version 2.18 von
> TS, die mit MacTeX 2008 verteilt wird, hat mich denn doch erstaunt.
> Große Auswahl an Textkodierungen, Zeilenumbruch ist auch möglich, und
>
> ich konnte TS sogar die deutschen Gänsefüßchen auf Anhieb beibringe
> n.
> Alles funktionierte out of the box, auch die Rechtschreibprüfung. Was
> mir fehlen würde, wenn ich umsteigen wollte/sollte, wäre eine Art
> RefTeX. Aber wer das nicht braucht, weil er nicht so viel zitiert...

Dafür gibt's BibDesk, das wunderschön mit TeXShop harmoniert.

Simon

Juergen Fenn

unread,
Jan 8, 2009, 4:56:29 PM1/8/09
to

Simon Spiegel schrieb:

>> Alles funktionierte out of the box, auch die Rechtschreibprüfung. Was
>> mir fehlen würde, wenn ich umsteigen wollte/sollte, wäre eine Art
>> RefTeX. Aber wer das nicht braucht, weil er nicht so viel zitiert...
>
> Dafür gibt's BibDesk, das wunderschön mit TeXShop harmoniert.

BibDesk ist eine Literaturverwaltung und kann RefTeX nicht ersetzen.

Das meinte ich ja mit "eine andere Liga". Bei aller Begeisterung für die
Mac-Software und bei allem Respekt für den Boom von TeX auf dem Mac: An
Emacs/AUCTeX/RefTeX kommt man auf absehbare Zeit nicht vorbei.

Jürgen.

Christoph Bier

unread,
Jan 8, 2009, 5:38:11 PM1/8/09
to
Juergen Fenn schrieb am 08.01.2009 21:54:

> Christoph Bier schrieb:

[...]

>>> Im Texshop hab ich UTF8 eingestellt, bei Kile auch...
>>
>> Das Gleiche hatte ich auch mit einer in TeXShop begonnenen Datei, als
>> ich mit Mac OS X experimentiert hatte.
>
> Was mich sehr wundert, denn ich habe beim Weiterbearbeiten auf dem Mac
> keine Probleme zwischen TS und Carbon Emacs bemerkt, solange man beim
> ersten Öffnen im Emacs beachtet, mit welcher Kodierung in TS gearbeitet
> worden war...
>
> Warum ist das beim Austausch zwischen OS X und Linux anders?

Das weiß ich nicht.

[...]

>> X ebenfalls im Emacs durchgeführt. Da gab's dann keine Probleme beim
>> Weiterbearbeiten unter Linux. Die in TeXShop begonnene Datei hatte
>> ich IIRC nach etlichen Versuchen (immer eine Sicherungskopie
>> aufheben) mit Hilfe von recode wandeln können, so dass dann auch
>> Emacs unter Linux die Umlaute richtig anzeigte.
>
> Ausgerechnet recode. Das ist doch bei Emacs per M-x prefer-coding-system
> verfügbar? (Man drücke danach RET ? und wähle eine Kodierung aus...).

Wieder was gelernt :-).

Thomas Weiss

unread,
Jan 8, 2009, 8:28:47 PM1/8/09
to
Am 08.01.2009, 17:58 Uhr, schrieb Chris <m...@privacy.net>:

> Moin,
> ich habe mir einige Dokumente mit TexShop unter OS-X(Intel-64) erstellt
> und diese dann auf einen Linuxrechner(Intel-64) kopiert.
> Dort zeigt mir sowohl emacs, als auch Kile die Umlaute verstümmelt
> an. Was muss ich Kile bzw. emacs sagen, damit es die Dokumente richtig
> lesen kann?

> Im Texshop hab ich UTF8 eingestellt, bei Kile auch...

> Thx,
> Chris

Hallo Chris!
Nur falls Du eh standartmäßig Kile gewöhnt bist und es auf dem Mac
vermisst: Du kannst es mit Fink (http://www.finkproject.org/) im unstable
tree installieren. Dann die Pfaden dem MacTeX anpassen und alles läuft
wunderbar. Dann bräuchtest Du nicht mehr die Programme wechseln.
--
Gruß
Thomas

Simon Spiegel

unread,
Jan 8, 2009, 9:15:07 PM1/8/09
to

Kommt wohl ein bisschen darauf an, was Du ersetzt haben willst. Meines
Wissens ist eines der grossen Features von RefTeX, dass es
BibTeX-Datenbanken durchsuchen und den gewünschten Eintrag dann im
LaTeX-Dokument referenzieren kann, und das ist eben auch im
Zusammenspiel TeXShop/BibDesk möglich.

simon


Christoph Bier

unread,
Jan 9, 2009, 5:03:55 AM1/9/09
to

> LaTeX-Dokument referenzieren kann, [...]

Nein, RefTeX ist mehr. Es kümmert sich auch um Label, Verweise und
Indices -- auch über mehrere Dateien hinweg. Diese Funktionen
brauche ich deutlich häufiger als Referenzen zu setzen.

Juergen Fenn

unread,
Jan 9, 2009, 5:30:16 AM1/9/09
to

Christoph Bier schrieb:


> Simon Spiegel schrieb am 09.01.2009 03:15:

>> Kommt wohl ein bisschen darauf an, was Du ersetzt haben willst.
>> Meines Wissens ist eines der grossen Features von RefTeX, dass es
>> BibTeX-Datenbanken durchsuchen und den gewünschten Eintrag dann im
>> LaTeX-Dokument referenzieren kann, [...]
>
> Nein, RefTeX ist mehr. Es kümmert sich auch um Label, Verweise und
> Indices -- auch über mehrere Dateien hinweg. Diese Funktionen brauche
> ich deutlich häufiger als Referenzen zu setzen.

In der Online-Hilfe heißt es etwas ausführlicher:

| RefTeX is a package for managing Labels, References, Citations and
| index entries with GNU Emacs.

| RefTeX is a specialized package for support of labels, references,
| citations, and the index in LaTeX. RefTeX wraps itself round 4 LaTeX
| macros: `\label', `\ref', `\cite', and `\index'. Using these macros
| usually requires looking up different parts of the document and
| searching through BibTeX database files. RefTeX automates these
| time-consuming tasks almost entirely. It also provides functions to
| display the structure of a document and to move around in this
| structure quickly.

Man kann damit also auch ein Inhaltsverzeichnis erstellen und im
Dokument an eine bestimmte Stelle springen. Bei umfangreicheren Texten
ist das sehr praktisch.

Jürgen.

Christoph Bier

unread,
Jan 9, 2009, 5:45:24 AM1/9/09
to

Stimmt. Das ist wahrscheinlich sogar die häufigste Funktion von
RefTeX, die ich nutze.

Markus Kohm

unread,
Jan 9, 2009, 6:18:25 AM1/9/09
to
Christoph Bier wrote:

> Stimmt. Das ist wahrscheinlich sogar die häufigste Funktion von
> RefTeX, die ich nutze.

Gibt es eigentlich bei RefTeX die Möglichkeit, einzelne
Überschriften-Anweisungen auszunehmen? Bei der KOMA-Script-Anleitung habe
ich nämlich RefTeX schon vor Jahren abgeschaltet, weil es genervt hat, dass

\begin{verbatim}
\chapter{Das ist ein Beispiel}
\end{verbatim}

von RefTeX als Überschrift angesehen wurde. Dadurch wurde die Übersicht
etwas unübersichtlich.

Gruß
Markus
--
Gruppenhinweise (auch Minimalbeispiel) --> http://www.latex-einfuehrung.de
Fragen zu LaTeX? --> http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/
Fragen zu KOMA-Script? --> http://www.komascript.de

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