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Re: Format Kapitelnummer und mehr

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Mathias Lindner

unread,
Oct 9, 2007, 2:32:03 AM10/9/07
to
On 8 Okt., 23:12, "robert.po...@googlemail.com"
<robert.po...@googlemail.com> wrote:
> Hallo,
>
> ich schreibe meine Diplomarbeit unter Verwendung der Koma-Report-
> Klasse. Ich würde gern den Stil der Kapitelanfangsseite ändern,
> idealerweise wie es hier zu sehen ist:
>
> http://www.wreeno.de/images/kapitel_stil.png
>
> Kann mir da jemand einen Tipp geben? Die Komaanleitung scheint
> diesbezüglich nichts treffendes zu enthalten.
>
> Rob

Das muss über \renewcommand{chapter} gehen. Vielleicht findest du
unter diesem Stichpunkt etwas weiterführende Hilfe, bis einer der
Profis hier eine Antwort findet. Wie du genau das Design in deinem
Bild implementierst, kann ich dir leider nicht sagen...

Markus Kohm

unread,
Oct 9, 2007, 4:34:19 AM10/9/07
to
Mathias Lindner wrote:

> Das muss über \renewcommand{chapter} gehen.

Das geht bei KOMA-Script auch ohne, dass man gleich \chapter komplett
umdefiniert:

\documentclass{scrbook}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage{lmodern}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage{xcolor}

\colorlet{chapter}{red!75}

\addtokomafont{chapter}{\color{chapter}}

\makeatletter% siehe De-TeX-FAQ
\renewcommand*{\chapterformat}{%
\begingroup% damit \unitlength-Änderung lokal bleibt
\setlength{\unitlength}{1mm}%
\begin{picture}(20,40)(0,5)
\setlength{\fboxsep}{0pt}
\put(0,0){\framebox(20,40){}}%
\put(0,20){\makebox(20,20){\rule{20\unitlength}{20\unitlength}}}%
\put(20,15){\line(1,0){\dimexpr
\textwidth-20\unitlength\relax\@gobble}}%
\put(0,0){\makebox(20,20)[r]{%
\fontsize{28\unitlength}{28\unitlength}\selectfont\thechapter
\kern-.05em% Ziffer in der Zeichenzelle nach rechts schieben
}}%
\put(20,15){\makebox(\dimexpr
\textwidth-20\unitlength\relax\@gobble,\ht\strutbox\@gobble)[l]{%
\ \normalsize\color{black}\chapapp~\thechapter\autodot
}}%
\end{picture} % <-- Leerzeichen ist hier beabsichtigt!
\endgroup
}
\makeatother% siehe \makeatletter

\begin{document}
\setcounter{chapter}{1}
\chapter{Das Serviceangebot}
\end{document}

ACHTUNG: So große Schriftgrößen benötigen einen frei skalierbaren Font. Ich
habe deshalb im Beispiel lmodern verwendet. Man kann aber auch mit dem
graphicx-Paket und \scalebox (eventuell auch \reflectbox) arbeiten, um die
große Zahl hinzubekommen.

Wer noch die picture-Umgebung gelernt hat, sollte obiges recht einfach
verstehen. Ungewohnt dürfte in erster Linie der Ausdruck:

\dimexpr \textwidth-20\unitlength\relax\@gobble

sein. Der Teil vor \@gobble ist schlicht ein wenig e-TeX-Syntax, die man im
e-TeX-Manual (etex-man) nachlesen kann. Das \@gobble am Ende ermöglicht die
resultierende Länge direkt als Wert zu verwenden. Intern hängt LaTeX daran
noch ein \unitlength an, das vom \@gobble einfach wieder entfernt wird. Mit
eso-pic könnte man auch einfach

\LenToUnit{\dimexpr \textwidth-20\unitlength\relax}

schreiben.

Gruß
Markus
--
Gruppenhinweise (auch Minimalbeispiel) --> http://www.latex-einfuehrung.de
Fragen zu LaTeX? --> http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/
Fragen zu KOMA-Script? --> Anleitung z. B. auf CTAN (--> FAQ);
--> http://www.komascript.de

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Uwe Siart

unread,
Oct 9, 2007, 10:03:31 AM10/9/07
to
"robert...@googlemail.com" <robert...@googlemail.com> writes:

> b) Für mich war das %-Zeichen in der Latex-Präambel bisher immer die
> Einleitung zu einem Kommentar.

Das ist es immer noch. In dem Codebeispiel kommentiert es das Zeilenende
und nachfolgende Leerzeichen aus.

> Wenn ich den Code so einfüge, dann markiert LyX jedoch immer ganz
> eifrig auch das Zeichen welches direkt vor dem %-Zeichen steht als
> Kommentar (graut es aus) und Fehlermeldungen sind die Folge. Ist das
> ein Bug?

Ich kenne mich mit LyX nicht aus aber das beschriebene Verhalten sollte
nicht sein (egal, welcher Editor).

--
Uwe

Markus Kohm

unread,
Oct 9, 2007, 10:01:49 AM10/9/07
to
robert...@googlemail.com wrote:

> a) Die Überschrift ist zusammen mit der Linie ca. 1cm nach rechts
> verschoben, im Vergleich zu dem Blocksatz.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Bei mir passiert das mit meinem
Minimalbeispiel nicht, jedenfalls nicht, wenn ich noch das Paket lipsum
dazulade und nach der Überschrift noch ein \lipsum einfüge.

Eventuell kannst Du nach \begin{picture}(20,40)(0,5) und nach
\setlength{\fboxsep}{0pt} noch jeweils ein % einfügen (und zwar direkt
danach, also ohne Leerzeichen). In dem Fall sollte das aber keine
Auswirkung haben.

Dafür ist mir gerade aufgefallen, dass \kern-.05em wohl ein wenig zu viel
ist. \kern-.04em ist wohl besser.

> b) Für mich war das %-Zeichen in der Latex-Präambel bisher immer die
> Einleitung zu einem Kommentar.

So ist. Wobei man eben auch das Zeilenende auskommentieren kann. Nicht
vergessen: Zeilenenden sind für TeX Leerzeichen.

> Wenn ich den Code so einfüge, dann markiert LyX jedoch immer ganz
> eifrig auch das Zeichen welches direkt vor dem %-Zeichen steht als
> Kommentar (graut es aus) und Fehlermeldungen sind die Folge. Ist
> das ein Bug?

Zu Problemen mit LyX kann ich leider nichts sagen. Am einfachsten, packst Du
alles, was zwischen \makeatletter und \makeatother steht, in eine eigene
Datei mit Endung ».sty« (und zwar ohne \makeatletter und \makeatother) und
lässt LyX das neue Paket in der Präambel laden. Beim Kopieren des Codes
bitte darauf achten, dass nicht irgendwie anders umbrochen wird und alle
Prozentzeichen erhalten bleiben. Also nicht unbedingt LyX, sondern einen
normalen Editor dafür verwenden.

Heißt das, dass Du die % rausgeworfen hast? Dann wäre das die Erklärung für
die Verschiebung. Einige der % sind wichtig!

> In dem Bsp hier steht, dass in der Zeile \end{picture} % ein Freizeichen
> notwendig ist. Hat dieses somit noch eine weitergehende Bedeutung?

Es hat schlicht die Bedeutung, die ein Leerzeichen immer hat:
Wortzwischenraum. Es wird also nach \end{picture} ein Wortzwischenraum
eingefügt (und zwar einer in der Schriftgröße, die dann auch für den Text
der Kapitelüberschrift verwendet wird). Man kann das Leerzeichen auch
entfernen, jedoch nur, wenn man den Kommentar dann auch entfernt, das
Zeilenende aber beibehält.

Dominik Waßenhoven

unread,
Oct 9, 2007, 9:48:00 AM10/9/07
to
Hallo Robert,

robert...@googlemail.com schrieb:

> b) Für mich war das %-Zeichen in der Latex-Präambel bisher immer die

> Einleitung zu einem Kommentar. Wenn ich den Code so einfüge, dann


> markiert LyX jedoch immer ganz eifrig auch das Zeichen welches direkt
> vor dem %-Zeichen steht als Kommentar (graut es aus) und
> Fehlermeldungen sind die Folge. Ist das ein Bug?

Das ist allenfalls ein Bug in der Darstellung. Fehlermeldungen habe ich
dabei noch nie bekommen. LyX kopiert alles, was du in der Präambel haben
willst, einfach in die .tex-Datei, die es vor dem kompilieren erstellst.
Du kannst das kontrollieren, indem du dir diese temporäre tex-Datei
anschaust (sie wird beim Beenden von LyX normalerweise gelöscht), oder
indem du nach LaTeX exportierst.

Alle weiteren LyX-spezifischen Fragen sollten am besten an die
LyX-Mailingliste gehen.
http://www.lyx.org/internet/mailing.php
http://news.gmane.org/index.php?prefix=gmane.editors.lyx

Und noch zwei Hinweise:
1) Bitte kein TOFU:

http://einklich.net/usenet/zitier.htm#tofu
http://www.springstubbe.net/usenet/quote.htm#TOFU
http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren

2) Falls du statt deiner E-Mail-Adresse deinen Namen als Absender hättest:
http://kuerzer.de/EchterName

Gruß,
Dominik.-

--
DE-TeX-FAQ: http://www.dante.de/faq/de-tex-faq
Minimalbeispiel: http://www.minimalbeispiel.de
JabRef-Handbuch: http://kuerzer.de/jabref-handbuch

rob

unread,
Oct 9, 2007, 3:24:57 PM10/9/07
to
> Das ist allenfalls ein Bug in der Darstellung. Fehlermeldungen habe ich
> dabei noch nie bekommen. LyX kopiert alles, was du in der Präambel haben
> willst, einfach in die .tex-Datei, die es vor dem kompilieren erstellst.

Du hast Recht, genauso ist es.

> Alle weiteren LyX-spezifischen Fragen sollten am besten an die
> LyX-Mailingliste gehen.
> http://www.lyx.org/internet/mailing.php
> http://news.gmane.org/index.php?prefix=gmane.editors.lyx

Danke. Ich meinte die Formatierung der Kapitelüberschirft fällt eher
in diese Gruppe.

> Und noch zwei Hinweise:
> 1) Bitte kein TOFU:

Sorry, muß noch lernen.

> 2) Falls du statt deiner E-Mail-Adresse deinen Namen als Absender hättest:http://kuerzer.de/EchterName

Wie dumm von mir! Kann man die Email-Adresse noch nachträglich löschen/
verschleiern?

> Das kann ich nicht nachvollziehen. Bei mir passiert das mit meinem
> Minimalbeispiel nicht, jedenfalls nicht, wenn ich noch das Paket lipsum
> dazulade und nach der Überschrift noch ein \lipsum einfüge.

Ich hatte alle %-Zeichen um ein (Frei-)zeichen nach rechts verschoben,
wegen besagten Bugs in der Darstellung des LyX-Editors. Daher kam die
horizontale Verschiebung. Jetzt haut es hin!

Grüße,
Rob

Dominik Waßenhoven

unread,
Oct 10, 2007, 1:29:53 AM10/10/07
to
rob schrieb:
^^^
Und direkt noch ein Hinweis: in dieser Gruppe wird es gerne gesehen,
wenn man seinen Realnamen angibt. Das erhöht auch die Chancen auf
Antworten. Wie du das einstellen kannst, weißt du ja jetzt (c;

>> Alle weiteren LyX-spezifischen Fragen sollten am besten an die
>> LyX-Mailingliste gehen.
>> http://www.lyx.org/internet/mailing.php
>> http://news.gmane.org/index.php?prefix=gmane.editors.lyx
>
> Danke. Ich meinte die Formatierung der Kapitelüberschirft fällt eher
> in diese Gruppe.

Das finde ich auch. Ich bezog mich auf weitere Fragen, falls noch welche
aufgekommen wären.

>> 2) Falls du statt deiner E-Mail-Adresse deinen Namen als Absender hättest:http://kuerzer.de/EchterName
>
> Wie dumm von mir! Kann man die Email-Adresse noch nachträglich löschen/
> verschleiern?

Ich glaube: nein. Du kannst eventuell die Beiträge zurückziehen, aber
ich bin mir nicht sicher, wie lange das geht. Probier es einfach aus.
Wie man das mit GoogleGroups macht, weiß ich nicht, aber wenn du dich
länger im Usenet rumtreiben willst, empfiehlt sich ohnehin die
Installation eines Newsreaders.

Robert Poser

unread,
Oct 10, 2007, 2:55:49 AM10/10/07
to
> > Wie dumm von mir! Kann man die Email-Adresse noch nachträglich löschen/
> > verschleiern?
>
> Ich glaube: nein. Du kannst eventuell die Beiträge zurückziehen, aber
> ich bin mir nicht sicher, wie lange das geht. Probier es einfach aus.

Ok, die Nachricht zu entfernen war (noch) kein Problem mit GGroups,
auch wenn dadurch der Diskussionsverlauf etwas leiden muß. Danke
nochmal für die zahlreichen Tipps.

bye

Olaf Meltzer

unread,
Oct 10, 2007, 2:57:30 AM10/10/07
to
* Markus Kohm schrieb:

\ht\strutbox\@gobble)[l]{%
> \ \normalsize\color{black}\chapapp~\thechapter\autodot
> }}%
> \end{picture} % <-- Leerzeichen ist hier beabsichtigt!
> \endgroup
> }
> \makeatother% siehe \makeatletter
>
> \begin{document}
> \setcounter{chapter}{1}
> \chapter{Das Serviceangebot}
> \end{document}

@ Markus

Das Beispiel ist prima und funktioniert an sich tadellos, die hier im
Zitat falsch umbrochenen Codezeilen sind für meine Frage irrelevant.
Wie häufig bei Deinen Beispielen, tritt auch hier ein blöder
Kodierungsfehler beim CopyPaste in den Emacs auf. Es betrifft die
Einrückungen, die Du hier, um die Struktur des Codes deutlich zu
machen, gesetzt hast. Bisher sahen diese Einrückungen im Emacs wie
mit einzelnen Leerzeichen getippt aus, verhielten sich beim Bewegen
mit der Cursortasten auch ebenso. Aber beim LaTeXen wurde an diesen
Stellen immer wg. unbekannter Zeichen abgebrochen -- in der
Fehlermeldung wird ein Unicode angezeigt.

Jetzt habe ich mit openSUSE 10.3 einen neuen Emacs bekommen, und der
zeigt Deine Einrückungen als unterbrochene Unterstrichfolge, also
so " _ _ _ _". Was sind das eigentlich bei Dir im Original für
Zeichen, ich vermute Tabulatoren? Sie verhalten sich im Emacs aber
gar nicht wie echte Tabulatoren, sondern wie einzelne Leerzeichen.
Ansonsten ist es sich wie gewohnt: Das Beispiel läßt sich nicht ohne
Neutippen des "mit Leerzeichen eingerückten" kompilieren.

Wenn das wirklich Tabulatoren sein sollten, gibt es hier ein ernstes
Übertragungsproblem, daß man am einfachsten aus der Welt schafft
(unter den Teppich kehrt), indem stattdessen in Beispielen statt
Tabulatoren einfache Leerzeichen hergenommen werden.

Gruß -- Olaf Meltzer

Andreas Matthias

unread,
Oct 10, 2007, 4:28:49 AM10/10/07
to
Olaf Meltzer wrote:

> Bisher sahen diese Einrückungen im Emacs wie
> mit einzelnen Leerzeichen getippt aus, verhielten sich beim Bewegen
> mit der Cursortasten auch ebenso. Aber beim LaTeXen wurde an diesen
> Stellen immer wg. unbekannter Zeichen abgebrochen -- in der
> Fehlermeldung wird ein Unicode angezeigt.

C-x =

Damit kannst du feststellen, was für Zeichen es sind.

> Jetzt habe ich mit openSUSE 10.3 einen neuen Emacs bekommen, und der
> zeigt Deine Einrückungen als unterbrochene Unterstrichfolge, also
> so " _ _ _ _". Was sind das eigentlich bei Dir im Original für
> Zeichen, ich vermute Tabulatoren?

Nein, bei mir kommen Leerzeichen `SPC (32, #o40, #x20)' an.


Ciao
Andreas

Markus Kohm

unread,
Oct 10, 2007, 4:22:39 AM10/10/07
to
Olaf Meltzer wrote:

> Was sind das eigentlich bei Dir im Original für
> Zeichen, ich vermute Tabulatoren?

Nein. Das sind Leerzeichen, die per Copy&Paste aus emacs stammen. Ich kann
die auch problemlos wieder per Copy/Paste nach emacs zurückübertragen.

Olaf Meltzer

unread,
Oct 10, 2007, 5:00:09 AM10/10/07
to
* Andreas Matthias schrieb:

> C-x =
>
> Damit kannst du feststellen, was für Zeichen es sind.

Aha, das ist ja interessant. Die Einzüge, ich zeige hier mit ASCII-Art
nochmal, wie sie im Emacs aussehen: "_ _ _ ", bestehen aus einer
Folge von

Char:   (2208, #o4240, #x8a0, file ...) point=255 of 1184 (21%)
column=0
Char: SPC (32, #o40, #x20) point=395 of 462 (85%) column=5

Das im Emacs als "_" sichtbare Zeichen wird jetzt nach zurückkopieren
in den News-Reader Knode leer gezeigt, das zweite, im Emacs als " "
sichtbare, ist wirklich ein Leerzeichen.

Bin mal gespannt, ob jemand das deuten kann.

David?

Gruß -- Olaf Meltzer


Olaf Meltzer

unread,
Oct 10, 2007, 5:24:43 AM10/10/07
to
* Ich, Olaf Meltzer schrieb:

> Aha, das ist ja interessant. Die Einzüge, ich zeige hier mit
> ASCII-Art nochmal, wie sie im Emacs aussehen: "_ _ _ ", bestehen aus
> einer Folge von
>
> Char:   (2208, #o4240, #x8a0, file ...) point=255 of 1184 (21%)
> column=0
> Char: SPC (32, #o40, #x20) point=395 of 462 (85%) column=5
>
> Das im Emacs als "_" sichtbare Zeichen wird jetzt nach
> zurückkopieren in den News-Reader Knode leer gezeigt, das zweite, im
> Emacs als " " sichtbare, ist wirklich ein Leerzeichen.

Um die Sache etwas anschaulicher zu gestalten, ein Screenshot:

http://people.freenet.de/olaf.meltzer/Bildschirmphoto1.png

Gruß -- Olaf Meltzer

Uwe Siart

unread,
Oct 10, 2007, 6:28:24 AM10/10/07
to
Olaf Meltzer <unread...@spamgourmet.com> writes:

> Aha, das ist ja interessant. Die Einzüge, ich zeige hier mit ASCII-Art

> nochmal, wie sie im Emacs aussehen: [...]

Was hast du denn immer mit dem Emacs? Beim Copy&Paste sind _zwei_
Programme beteiligt.

--
Uwe

Georg Verweyen

unread,
Oct 10, 2007, 6:58:24 AM10/10/07
to
Uwe Siart schrieb:

> Was hast du denn immer mit dem Emacs? Beim Copy&Paste sind _zwei_
> Programme beteiligt.

Schlimmer noch, hier sind es vier!
EmacsA --> NewsreaderA --> NewsreaderB --> EmacsB
Da wir bisher keine Probleme mit Markus' Code hatten (Probleme hätte ich
ohne Markus' Code!) und da ich Emacs als rechtzuverlässig erfahren habe,
richtet sich mein Verdacht auf NewsreaderB.

Manche Reader schlucken mehrfache Leerzeichen, ähnlich wie TeX das tut.
Ein adäquates Mittel um dennoch Einrückungen in Beiträgen zu erhalten
ist die Umwandlung von Leerzeichenfolgen in eine abwechselnde Folge von
einfachen und geschützten Leerzeichen.

Irgendwo zwischen Markus' Emacs und deinem Emacs dürfte so ein
superintelligentes Programm die Leerzeichen entsprechend umgewandelt
haben -- eigentlich (manchmal) eine gute Idee, hier aber sehr hinderlich.

Gruß, Georg

Markus Kohm

unread,
Oct 10, 2007, 8:00:36 AM10/10/07
to
Georg Verweyen wrote:

> Irgendwo zwischen Markus' Emacs und deinem Emacs dürfte so ein
> superintelligentes Programm die Leerzeichen entsprechend umgewandelt
> haben

Das muss irgendwo zwischen meinem New-Server und Olafs emacs passiert sein.
Ich habe meine Postings nämlich mit sauberen 0x20-Leerzeichen an meinem
News-Server abgeliefert und auch so wieder vom News-Server bekommen.

Ich kann mich übrigens dunkel erinnern, dass Copy&Paste von knode zu emacs
bei mir auch mal die Leerzeichen versaut hat. Das ist aber schon lange her
und lag daran, dass knode und X mit utf-8 gearbeitet haben, während emacs
iso-latin-1 als Defaultencoding verwendet hatte. Außerdem war das eine
uralte emacs-Version.

Leif Schröder

unread,
Oct 10, 2007, 8:35:51 AM10/10/07
to
Am Wed, 10 Oct 2007 11:00:09 +0200 schrieb Olaf Meltzer:

> Das im Emacs als "_" sichtbare Zeichen wird jetzt nach zurückkopieren
> in den News-Reader Knode leer gezeigt, das zweite, im Emacs als " "
> sichtbare, ist wirklich ein Leerzeichen.
>
> Bin mal gespannt, ob jemand das deuten kann.

/Wie/ kopierst Du denn und fügst dann ein? Wirklich mit Kopieren und
Einfügen? Was erhälst Du dann, wenn Du in KNode nur markierst und in emacs
die mittlere Maustaste drückst?

Oder vor dem Einfügen im emacs das Language Environment auf UTF-8 umstellst?

Olaf Meltzer

unread,
Oct 10, 2007, 5:49:13 PM10/10/07
to
* Georg Verweyen schrieb:

> Manche Reader schlucken mehrfache Leerzeichen, ähnlich wie TeX das
> tut. Ein adäquates Mittel um dennoch Einrückungen in Beiträgen zu
> erhalten ist die Umwandlung von Leerzeichenfolgen in eine
> abwechselnde Folge von einfachen und geschützten Leerzeichen.

Hört sich plausibel an. Sind diese Zeichen, die ich im Emacs
alternierend mit wirklichen Spaces vorfinde, denn solche geschützen
Leerzeichen?



> Irgendwo zwischen Markus' Emacs und deinem Emacs dürfte so ein
> superintelligentes Programm die Leerzeichen entsprechend umgewandelt
> haben -- eigentlich (manchmal) eine gute Idee, hier aber sehr
> hinderlich.

Extrem hinderlich. :-(

Gruß -- Olaf Meltzer

Olaf Meltzer

unread,
Oct 10, 2007, 5:59:37 PM10/10/07
to
* Leif Schröder schrieb:

Bitte entschuldigt alle die verspätete Antwort. Ich mußte zu
einem "Notfall".

> Was erhälst Du dann, wenn Du in KNode nur markierst und in
> emacs die mittlere Maustaste drückst?

Prima! So klappt es tatsächlich. Die Verhunzung passiert, wenn ich im
Knode markiere, und über die KDE(?)-Zwischenablage gehe, also im
Kontextmenü "Kopieren" wähle und dann im Emacs mittlere Maustaste
benutze.

> Oder vor dem Einfügen im emacs das Language Environment auf UTF-8
> umstellst?

Die steht bei mir sowieso auf UTF-8, auch der Scratch-Buffer zeigt in
der Statuszeile diese Codierung.

Gruß -- Olaf Meltzer

Olaf Meltzer

unread,
Oct 10, 2007, 6:05:24 PM10/10/07
to
* Markus Kohm schrieb:

> Das muss irgendwo zwischen meinem New-Server und Olafs emacs
> passiert sein. Ich habe meine Postings nämlich mit sauberen
> 0x20-Leerzeichen an meinem News-Server abgeliefert und auch so
> wieder vom News-Server bekommen.

Danke auch Dir. Die Ursache, nicht den Grund, hab ich jetzt gefunden.
Ich darf nicht die KDE-Zwischenablage benutzen, sondern nur die Maus.

> Ich kann mich übrigens dunkel erinnern, dass Copy&Paste von knode zu
> emacs bei mir auch mal die Leerzeichen versaut hat. Das ist aber
> schon lange her und lag daran, dass knode und X mit utf-8 gearbeitet
> haben, während emacs iso-latin-1 als Defaultencoding verwendet
> hatte. Außerdem war das eine uralte emacs-Version.

Der Knode steht auf Automatik, der Emacs aus openSUSE 10.3 macht
defaultmaßig UTF-8 (auch der Scratchbuffer startet schon so).

Gruß -- Olaf Meltzer

Markus Kohm

unread,
Oct 11, 2007, 3:00:07 AM10/11/07
to
Olaf Meltzer wrote:

> Ich darf nicht die KDE-Zwischenablage benutzen

Die KDE-Zwischenablage ist ohnehin der Teil an KDE, der mir extrem auf die
Nerven geht ...

Leif Schröder

unread,
Oct 11, 2007, 8:26:23 PM10/11/07
to
Am Wed, 10 Oct 2007 23:59:37 +0200 schrieb Olaf Meltzer:

> * Leif Schröder schrieb:


>
>> Was erhälst Du dann, wenn Du in KNode nur markierst und in
>> emacs die mittlere Maustaste drückst?
>
> Prima! So klappt es tatsächlich.

Die gute, alte X-Zwischenablage ist doch immer noch die beste.

Olaf Meltzer

unread,
Oct 12, 2007, 5:11:54 AM10/12/07
to
* Leif Schröder schrieb:

Ein Glück. Sonst hätte ich mich erhalst ;-) -- oder so.

Gruß -- Olaf Meltzer

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