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Beispiele mit MusiXTeX: leere Takt am rechten Rand?!?!

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Carsten Schäfer

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Feb 14, 1999, 3:00:00 AM2/14/99
to
Hallo!

Ich habe ein paar Probleme mit den Beispielen vom MusiXTeX-Paket "musixexa":
da die Beispiele alleine nicht laufen, habe ich mir aus der Doku von
MusiXTeX etwas herausgesucht:

% besispiel.tex
\documentclass[twoside,12pt]{article}
\usepackage{multicol} % sind die 3
Zeilen ueberhaupt noetig?
\usepackage{musixdoc}
\usepackage{backgrnd}

\begin{document}
\input traeumer.tex
\end{document}

Hier ein Auszug der Datei, die ich eigentlich haben will:

% traeumer.tex
%format musix

\input musixtex
\musicparskip

\def\slopecresc#1#2#3#4{\rlap{\varline{#1}{#2\noteskip}{#3}}%
\rlap{\varline{#1}{#2\noteskip}{#4}}}%

\def\liftqp#1{\raise#1\Interligne\rlap\qp}
\def\liftds#1{\raise#1\Interligne\rlap\ds}
\def\raiseped{-6}

\nopagenumbers % 1. Fehler: unbekannter Befehl!?
\parindent10mm % 2. Fehler: dito.

[schnipp]

\Endpiece\eject\endmuflex\end % 3. Fehler bei \end

Wenn ich den 3.Fehler durch "%\end" 'abschalte', kann ich mir das Notenblatt
ansehen, allerding hat es den Schönheitsfehler, daß auf jeder Seite jede
Zeile mit einem leeren Takt beendet wird.
Bsp: 1.Zeile: 0. + 1. + 2. Takt, dann ein leerer Takt
2. Zeile: 3. + 4. Takt, dann leerer Takt usw.

Spricht: das ganze sieht nicht gut aus.....

Weiß jemand wie ich das beheben kann bzw. ob die Datei anders eingebunden
werden muß, damit die Sache klappt?


MusiXTeX ist doch das geeignetste Programm für solche Dinge oder gibt es
etwas besseres?

Jetzt schon mal Danke fürs lesen.

Ciao, Carsten.

Florian Weimer

unread,
Feb 14, 1999, 3:00:00 AM2/14/99
to
"Carsten Schäfer" <scha...@rhrk.uni-kl.de> writes:

> \documentclass[twoside,12pt]{article}

Aha, LaTeX 2e also.

> \nopagenumbers % 1. Fehler: unbekannter Befehl!?
> \parindent10mm % 2. Fehler: dito.
>
> [schnipp]
>
> \Endpiece\eject\endmuflex\end % 3. Fehler bei \end

Das sind aber Befehle aus plain TeX.

> Weiß jemand wie ich das beheben kann bzw. ob die Datei anders eingebunden
> werden muß, damit die Sache klappt?

TeX statt LaTeX aufrufen. Eventuell die korrekte Format-Datei angeben
(mit `&musixtex'). Dann sollte es tun.

Carsten Schäfer

unread,
Feb 15, 1999, 3:00:00 AM2/15/99
to
Hallo Florian!


Beim Aufruf von TeX werden die Datein zwar ohne Fehlermeldung übersetzt,
aber die Takte am rechten Rand bleiben leider immer noch leer....


Ciao, Carsten

Alexander Jolk

unread,
Feb 15, 1999, 3:00:00 AM2/15/99
to
"Carsten Schäfer" <scha...@rhrk.uni-kl.de> writes:
> Beim Aufruf von TeX werden die Datein zwar ohne Fehlermeldung übersetzt,
> aber die Takte am rechten Rand bleiben leider immer noch leer....

Ich kann Deiner Beschreibung nicht entnehmen, das Du musixflx hast
laufenlassen. Der korrekte Ablauf ist folgender:

tex traeumer.tex
musixflx traeumer
tex traeumer.tex

Also 2x tex, mit musixflx dazwischen. In diesem Schritt werden die
Notenabst"ande erst endg"ultig berechnet, und die leeren Take
verschwinden.

Das steht irgendwo in der Doku beschrieben, die Du wohl unbedingt
lesen solltest, wenn Du mit MusiXTeX arbeiten willst. Aber schau Dir
auch ein paar Pr"aprozessoren f"ur MusiXTeX an; pmx und M-Tx sind sehr
zu empfehlen, wenn Du eigene St"ucke setzen willst.

Alex

--
Alexander Jolk * jo...@ap-pc513b.physik.uni-karlsruhe.de * +49-721-608-3572

Carsten Schäfer

unread,
Feb 15, 1999, 3:00:00 AM2/15/99
to
Hi Alex!

>Also 2x tex, mit musixflx dazwischen.

Danke, das war es.

Ciao, Carsten

Florian Weimer

unread,
Feb 15, 1999, 3:00:00 AM2/15/99
to
"Carsten Schäfer" <scha...@rhrk.uni-kl.de> writes:

> Beim Aufruf von TeX werden die Datein zwar ohne Fehlermeldung übersetzt,
> aber die Takte am rechten Rand bleiben leider immer noch leer....

Welche MusiXTeX-Version? musixflx aufgerufen?

Carsten Schäfer

unread,
Feb 15, 1999, 3:00:00 AM2/15/99
to
Ich habe die Version MusiXTeX T.93; müßte wohl die neuste sein.
Mit tex - musixflx - tex klappt es.

Kann mir jemand noch bitte sagen wozu ein "Präprozessor" wie z.B. pmx und
M-Tx gut sein sollen? Ich habe die musixdoc-Doku noch nicht ganz gelesen....

Carsten

Florian Weimer schrieb in Nachricht ...

Werner Icking

unread,
Feb 16, 1999, 3:00:00 AM2/16/99
to
In <7aa4h4$995$1...@sun.rhrk.uni-kl.de> "Carsten Schäfer" <scha...@rhrk.uni-kl.de> writes:

>Ich habe die Version MusiXTeX T.93; müßte wohl die neuste sein.

So ist es. T.94 droht schon, wegen einer kleinen Korrektur. All dies
erfährt man in der MuTeX-mailing Liste. Näheres dazu findet sich
über http://www.gmd.de/Misc/Music/ Stichwort Mailing List

>Mit tex - musixflx - tex klappt es.

Na, wunderbar. Und dann nach Änderungen nicht vergessen, <jobname>.mx2 wegzu-
werfen; denn die Nicht-Existenz dieser Datei bewegt die erste TeX-Phase, die
Datei <jobname>.mx1 zu erzeugen, aus der dann musixflx eine neue <jobname>.mx2
erzeugt, so daß die zweite TeX-Phase dann richtig umbricht.

>Kann mir jemand noch bitte sagen wozu ein "Präprozessor" wie z.B. pmx und
>M-Tx gut sein sollen? Ich habe die musixdoc-Doku noch nicht ganz gelesen....

Das findet sich in der PMX-Dokumentation. Wenn Du eine C-Dur Tonleiter aus
lauter Vierteln schreiben willst, mußt Du nach einigem Vorspann
schreiben ... im Dreivierteltakt:

\NOtes\qa{cde}\en\bar\NOtes\qa{fg'a}\en\bar\Notes\qa b\en\NOTes\ha c\en\bar

Auf PMX-sch sieht das nach viel weniger Vorspann so aus:

c44 d e f g a b c2 /

Wenn sich darüber jetzt mit anderen Notenwerte eine weitere Stimme abspielt
sieht das in PMX so aus (nicht spielen, das muß scheußlich sein):

c44 d e f g a b c2 /
c14 d e f c d e f c d e f c8 d e f g a b4 c2 /

Dies in MusiXTeX ... nein ich schreib's nicht hin. Ich schreib' mir doch
nicht die Finger wund! (Das habe ich früher schon hinter mich gebracht :-)

M-Tx sitzt nochmals auf PMX drauf und erweitert das Ganze für den Fall,
daß man Musik mit Texten, also Chorwerke, Sologesang, ... etc. setzen will.

Mit diesen Präprozessoren kann man nicht die volle Leistung von MusiXTeX
erreichen. Wenn man dann später auch noch richtig MusiXTeX gelernt hat,
kann man dies auch in PMX anwenden, weil PMX auch "In-line TeX" akzeptiert.
Oder man nimmt die vom PMX generierte TeX-Source und bearbeitet sie nach.
PMX generiert nämlich mit Absicht eine "menschen-lesbare" TeX-Source,
meist auch stilistisch viel besser als das, was sich ein Anfänger so
zusammenschreibt.

Und wie gesagt: das Neueste dazu und viele Noten und Beispiele und ganze
PMX/MusiXTeX-sourcen kann man auf http://www.gmd.de/Misc/Music/ finden.
--
Werner Icking Werner...@gmd.de (+49 2241) 14-2443 __o
GMD - Forschungszentrum Informationstechnik GmbH _`\<,_
Schloss Birlinghoven, D-53754 Sankt Augustin, Germany (_)/ (_)
"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod." ~~~~~~~~~~~~~~~

Alexander Jolk

unread,
Feb 17, 1999, 3:00:00 AM2/17/99
to
Werner...@gmd.de (Werner Icking) writes:

> >Mit tex - musixflx - tex klappt es.

> Na, wunderbar. Und dann nach Änderungen nicht vergessen,
> <jobname>.mx2 wegzu- werfen; denn die Nicht-Existenz dieser Datei
> bewegt die erste TeX-Phase, die Datei <jobname>.mx1 zu erzeugen, aus
> der dann musixflx eine neue <jobname>.mx2 erzeugt, so daß die zweite
> TeX-Phase dann richtig umbricht.

Das gibt mir Gelegenheit, eine Frage zu stellen, die ich schon lange
habe: Ist es unm"oglich, MusiXTeX so zu machen, dass die .mx1-Datei
*immer* erzeugt wird, egal, ob .mx2 schon da ist oder nicht? Dann
w"are es wie bei LaTeX mit den .toc: sp"atestens nach zwei, drei
Zyklen stimmt alles, und man braucht nicht mitzudenken, welche Files
wann gel"oscht werden m"ussen...

Carsten Schäfer

unread,
Feb 17, 1999, 3:00:00 AM2/17/99
to
Ich habe bislang keine Datei gelöscht, dabei ist mir nichts aufgefallen, daß
ich sagen könnte, das Notenbild stimmt nicht.
Wann wirkt sich denn das Nichtlöschen aus?

Carsten

Christopher Creutzig

unread,
Feb 21, 1999, 3:00:00 AM2/21/99
to
Alexander Jolk <jo...@ap-pc513b.physik.uni-karlsruhe.de> writes:

> Das gibt mir Gelegenheit, eine Frage zu stellen, die ich schon lange
> habe: Ist es unm"oglich, MusiXTeX so zu machen, dass die .mx1-Datei
> *immer* erzeugt wird, egal, ob .mx2 schon da ist oder nicht? Dann

Ich befürchte, ja, da die Daten in der .mx1 nicht errechnet werden,
wenn die .mx2 existiert -- das dürfte vom Zeitaufwand her einem
weiteren TeX-Lauf entsprechen. Ich bin allerdings nur Anwender, der
die Interna nur insoweit angeschaut hat, als ich sie brauchte, um
mehrere Stücke auf ein Liedblatt zu packen.

--
+--+
+--+|
|+-|+ Christopher Creutzig (c...@mupad.de)
+--+ Tel.: 05251-60-3203

Werner Icking

unread,
Feb 22, 1999, 3:00:00 AM2/22/99
to

>Das gibt mir Gelegenheit, eine Frage zu stellen, die ich schon lange
>habe: Ist es unm"oglich, MusiXTeX so zu machen, dass die .mx1-Datei
>*immer* erzeugt wird, egal, ob .mx2 schon da ist oder nicht? Dann

>w"are es wie bei LaTeX mit den .toc: sp"atestens nach zwei, drei
>Zyklen stimmt alles, und man braucht nicht mitzudenken, welche Files
>wann gel"oscht werden m"ussen...

Was ist in TeX schon unmöglich?

Also die Phase 1 arbeitet mit einem festen \elemskip. Das ist grob
gesagt der Abstand zweier kurzer Noten. Mit dieser Länge wird
nun in der ersten Phase erfaßt, wie lang die einzelnen Takte
werden. Mit dieser Information berechnet MusiXflx den Umbruch und
damit (u.a.), mit welchem \elemskip jede einzelne Notenzeile gesetzt
werden muß. Wollte man in der zweite TeX-Phase die .mx1-Datei
nochmal berechnen, müßte man diesen Wert und alle davon abhängigen
Werte doppelt halten, doppelt verwalten, ...

Man braucht im übrigen nicht mitdenken, wenn man nicht will. Dann macht
man sich einfach eine MusiXTeX-Prozedur, die jobname.mx2 wegwirft,
TeX &MusiXTeX laufen läßt, musixflx aufruft und nochmal TeX &MusiXTeX
aufruft.

Nur wenn man genau weiß, was man tut, kann man trotz Änderungen .mx2
wiederverwenden. Ganz große Fummler^H^H^H^H^H^HKönner wissen sogar,
wie man .mx1 händisch ändert, so daß sie sich die erste TeX-Phase
sparen können :-)

Mir selbst passiert es immer wieder, daß ich sogar \startextract...
\endextract Beispiele mit allen drei Phasen laufen lasse, obwohl dabei
weder .mx1 noch .mx2 erzeugt wird. Allerdings hebe ich mir bei wirklichen
Veröffentlichungen die .mx2-Datei auf. Bei späteren kleineren
Änderungen kann man an der alten und neuen .mx2-Datei nämlich sehen,
ob die "kleine Korrektur" wirklich nur "kleine Auswirkungen" hatte oder
sie größere Folgen hatte, so daß man den Output besser nochmal
genauer kontrollieren sollte z.B. bzgl. Wendestellen, bei geändertem
Umbruch zu änderen Bögen, u.v.a.m.

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