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Wie kann man Word so aussehen lassen wie LaTeX?

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Tobias Kleinohl

unread,
Feb 19, 2003, 7:26:38 AM2/19/03
to
Hallo,

ich hoffe mir kann jemand helfen.
Bei uns im Institut wird nur Word verwendet,
doch ich möchte das die Worddokumente so aussehen wie Standard LaTeX
Dokumente.

Welche Schriftarten muß ich verwenden.
Gibt es Musterbeispiele etc.

Viele Grüße

Tobi

Claus Daniel

unread,
Feb 19, 2003, 7:34:02 AM2/19/03
to
In dem man kein Word benutzt.... Sorry, aber:

Genau aus dem Grund benutzt man LaTex... weil Word das nicht kann. Die
Schriftart Times sieht bei LaTex anders aus. Außerdem macht der Satzspiegel
viel am Bild aus (Abstände, Lücken, Zeilen und Zeichenabstände, Ränder...).
LaTex setzt ein Dokument professionell.


"Tobias Kleinohl" <tobias....@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:b2vt60$1gpvi9$1...@ID-157492.news.dfncis.de...

David Kastrup

unread,
Feb 19, 2003, 8:15:13 AM2/19/03
to
"Tobias Kleinohl" <tobias....@web.de> writes:

> ich hoffe mir kann jemand helfen.
> Bei uns im Institut wird nur Word verwendet,
> doch ich möchte das die Worddokumente so aussehen wie Standard LaTeX
> Dokumente.

"Ich hoffe mir kann jemand helfen.
Bei uns im Institut wird nur Kaffee getrunken,
doch ich möchte, daß der Kaffee so schmeckt wie grüner Tee."

Die Lösung ist natürlich, den eigenen Tee und Kanne mit ins Institut
zu nehmen, und evtl. noch einen Wasserkocher.

--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
de.comp.text.tex FAQ: <URL:http://www.dante.de/faq/de-tex-faq>

Tobias Massmann

unread,
Feb 19, 2003, 8:21:28 AM2/19/03
to
Tobias Kleinohl wrote:

Tschuldigung, aber ich denke nicht, dass Deine Frage ernstgemeint ist.
Word und LaTeX sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe, das geht nicht
zusammen.
Mit dem gleichen Argument könnte ich ja auch fragen: Wie bekomme ich ein
Auto der Marke A dazu so auszusehen und das gleiche Fahrgefühl zu erhalten
wie das der Marke B? Auch das wird nicht gehen.
Aber David hat das ja auch schon auf den Punkt gebracht.

Tobias


Rolf Niepraschk

unread,
Feb 19, 2003, 8:53:36 AM2/19/03
to
Claus Daniel wrote:
> In dem man kein Word benutzt.... Sorry, aber:
>
> Genau aus dem Grund benutzt man LaTex... weil Word das nicht kann. Die
> Schriftart Times sieht bei LaTex anders aus. Außerdem macht der Satzspiegel

Insbesondere dann, wenn man auf die "Schriftart Times" verzichtet, was
meist eine gute Idee ist...

...Rolf

Moritz Moeller-Herrmann

unread,
Feb 19, 2003, 9:56:54 AM2/19/03
to
Tobias Kleinohl wrote:

> Hallo,
>
> ich hoffe mir kann jemand helfen.
> Bei uns im Institut wird nur Word verwendet,
> doch ich möchte das die Worddokumente so aussehen wie Standard LaTeX
> Dokumente.

> Welche Schriftarten muß ich verwenden.

Es gibt Truetype-Varianten von ComputerModern, der LaTeX-Standardschrift.

> Gibt es Musterbeispiele etc.

Häh? Am besten ist ihr benutzt einfach LaTeX, MS Word kann keinen
vergleichbar guten Schriftsatz.

--
Moritz Moeller-Herrmann

Ralf Stubner

unread,
Feb 19, 2003, 11:19:56 AM2/19/03
to
"Tobias Kleinohl" <tobias....@web.de> writes:

> ich hoffe mir kann jemand helfen.
> Bei uns im Institut wird nur Word verwendet,
> doch ich möchte das die Worddokumente so aussehen wie Standard LaTeX
> Dokumente.

Ich verstehe nicht warum das ein Grund sein soll Word zu verwenden, aber
wenn es wirklich um Einstellungen für Word geht, so ist das hier dei
falsche Gruppe. Wobei es allerdings (mindestens) zwei Gründe gibt, warum
'Word sieht aus wie LaTeX' nicht möglich ist:

1) Mathematiksatz. Der ist in Word einfach abgrundtief hässlich.

2) Zeilenumbruch. Word arbeitet dabei Zeilenweise, TeX betrachtet einen
Absatz im Ganzen. Das macht einen großen Unterschied bzgl. der
Geichmäßigkeit des Schriftbildes.

Ich würde also eher gleich LaTeX nehmen und zwecks evtl. Konvertierung
die FAQ und groups.google.com konsultieren.

cheerio
ralf

Joerg Fischer

unread,
Feb 19, 2003, 12:41:22 PM2/19/03
to
On Wed, 19 Feb 2003 13:26:38 +0100, Tobias Kleinohl wrote:
> Hallo,
>
> ich hoffe mir kann jemand helfen.
> Bei uns im Institut wird nur Word verwendet,

Dann braucht eigentlich Dein Institut Hilfe und zwar dringend.

Gruß,
Jörg

Burkhard Fett

unread,
Feb 20, 2003, 2:22:21 AM2/20/03
to
"Tobias Kleinohl" <tobias....@web.de> wrote in message
news:b2vt60$1gpvi9$1...@ID-157492.news.dfncis.de...

Ich hoffe, das ist kein Universitätsinstitut. Dann wäre Word-Nutzung mehr
als peinlich.

"Wenn Word für längere Texte gedacht wäre, würde es Book heissen"

Börkey


Ingo Schwab

unread,
Feb 20, 2003, 3:40:40 AM2/20/03
to

Leider zeigt das nur die Realität an den meisten Fakultäten (ausser
Mathe und Physik). In meinem chemischen Institut arbeiten ganze vier
Leute momentan mit LaTeX.

ingo

--
------------------------
Ingo Schwab -- Department Chemie -- Universitaet Muenchen --
ingo....@cup.uni-muenchen.de

"Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben,
man muss auch unfähig sein, diese auszudrücken"
K. Kraus

Frank Küster

unread,
Feb 20, 2003, 3:40:55 AM2/20/03
to
"Burkhard Fett" <Burkha...@de.bosch.com> schrieb:

>
> Ich hoffe, das ist kein Universitätsinstitut. Dann wäre Word-Nutzung mehr
> als peinlich.

Du solltest dringend deinen Realitätsanzeiger nachjustieren.

Gruß, Frank
--
Ich bin übrigens derselbe, der mal Frank Fürst hieß.
Und wohne jetzt in Freiburg.

Frank Küster, Biozentrum der Uni Basel

Tobias Schulte

unread,
Feb 20, 2003, 4:05:48 AM2/20/03
to
Tobias Massmann wrote:
> Mit dem gleichen Argument könnte ich ja auch fragen: Wie bekomme ich ein
> Auto der Marke A dazu so auszusehen und das gleiche Fahrgefühl zu erhalten
> wie das der Marke B? Auch das wird nicht gehen.

Obwohl uns das die Fernsehwerbung ja zu suggerieren versucht;)

Tobias

Burkhard Fett

unread,
Feb 20, 2003, 4:18:16 AM2/20/03
to

"Frank Küster" <fr...@kuesterei.ch> wrote in message
news:87r8a3e...@alhambra.bioz.unibas.ch...

Auch wenns nicht der Realität entspricht, es ist definitiv peinlich.
(als Mathestudent kann ich nur sagen: Sachen, die nicht in TeX abgegeben
wurden, wurden von (fast) allen Professoren nicht akzeptiert


Ingo Schwab

unread,
Feb 20, 2003, 4:45:34 AM2/20/03
to

Wenn Deine Professoren nicht mal das automatische Fussnotenfeature von
Word verstehen, dann haben die auch keinen Nerv für LaTeX oder
Typographie. Leider akzeptieren auch zu wenige Zeitschriften in den
meisten Fachrichtungen LaTex-Dokumente.
Tscha

Hendrik van Hees

unread,
Feb 20, 2003, 4:45:25 AM2/20/03
to
Ingo Schwab wrote:


> Wenn Deine Professoren nicht mal das automatische Fussnotenfeature von
> Word verstehen, dann haben die auch keinen Nerv für LaTeX oder
> Typographie. Leider akzeptieren auch zu wenige Zeitschriften in den
> meisten Fachrichtungen LaTex-Dokumente.

Uuuuuuuups? In der (theoretischen) Physik ist LaTeX sehr verbreitet. Alle
wichtigen Zeitschriften akzeptieren LaTeX (Phys. Rev. in neuester Zeit auch
Word, ist das nicht grausam?).

--
Hendrik van Hees Fakultät für Physik
Phone: +49 521/106-6221 Universität Bielefeld
Fax: +49 521/106-2961 Universitätsstraße 25
http://theory.gsi.de/~vanhees/ D-33615 Bielefeld

Ingo Schwab

unread,
Feb 20, 2003, 4:51:33 AM2/20/03
to

Hendrik van Hees wrote:
> Ingo Schwab wrote:
>
>
>
>>Wenn Deine Professoren nicht mal das automatische Fussnotenfeature von
>>Word verstehen, dann haben die auch keinen Nerv für LaTeX oder
>>Typographie. Leider akzeptieren auch zu wenige Zeitschriften in den
>>meisten Fachrichtungen LaTex-Dokumente.
>
>
> Uuuuuuuups? In der (theoretischen) Physik ist LaTeX sehr verbreitet. Alle
> wichtigen Zeitschriften akzeptieren LaTeX (Phys. Rev. in neuester Zeit auch
> Word, ist das nicht grausam?).
>


Im Wiley-Verlag nimmt meines Wissens keine chemische Zeitschrift (Angew.
Chem., EJIC, ...) LaTeX-dokumente an. Und wenn nicht alle, dann zu
wenige. :O)
Ich kann immer nur für die Gebiete sprechen, die ich kenne. Dass das in
der theor. Physik natürlich kein Thema ist, war schon weiter oben im
Thread klar.

i.

Christoph Bier

unread,
Feb 20, 2003, 4:55:18 AM2/20/03
to
Burkhard Fett schrieb:

> Ich hoffe, das ist kein Universitätsinstitut. Dann wäre Word-Nutzung mehr
> als peinlich.
>
> "Wenn Word für längere Texte gedacht wäre, würde es Book heissen"
>
> Börkey

Hallo, hallo, Erde an Burkhard: In welcher Galaxie
befindest du dich zur Zeit? Ich habe noch in keinem
einzigen Universitätsinstitut gearbeitet, in dem
LaTeX verwendet wurde; bin eben keine Mathematiker
oder Physiker.
Kann wirklich etwas peinlich sein, dass nur eine
verschwindend geringe Anzahl von Menschen so
empfindet? Meine Chefin schert sich einen Dreck
um die Effizienz- oder Typografie-Argumente. Denn
,,Word ist Standard" . . . (eine Diskussion dieses Satzes
ist nicht wirklich notwendig, habe ich doch erst vor
wenigen Wochen damit in dcoud eine solche ausgelöst).
Wenn ich Pech habe, muss ich gar meine Präsentationen
in PP machen, weil wir jetzt so eine bescheuerte Master-
Folie haben, die /ich/ mit LaTeX nicht nachbauen kann.
Mir wird das auch peinlich sein, damit eine Präsentation
zu machen -- aber ob das im Auditorium auch einer so
sieht . . .??

s. a. anderes Posting: Eine kleine Anekdote

Viele Grüße
--
Christoph Bier, Dipl.Oecotroph., Email: bi...@wiz.uni-kassel.de
Universitaet Kassel, FG Oekologische Lebensmittelqualitaet und
Ernaehrungskultur \\ Postfach 12 52 \\ 37202 Witzenhausen
Tel.: +49 (0) 55 42 / 98 -17 21, Fax: -17 13

Harald Harders

unread,
Feb 20, 2003, 5:01:25 AM2/20/03
to
On Thu, 20 Feb 2003 09:40:40 +0100, Ingo Schwab wrote:

>> Ich hoffe, das ist kein Universitätsinstitut. Dann wäre Word-Nutzung mehr
>> als peinlich.
>>
>> "Wenn Word für längere Texte gedacht wäre, würde es Book heissen"
>>
>> Börkey
>
> Leider zeigt das nur die Realität an den meisten Fakultäten (ausser
> Mathe und Physik). In meinem chemischen Institut arbeiten ganze vier
> Leute momentan mit LaTeX.

Sieht bei uns (Maschinenbau) auch nicht besser aus. Wir werden zwar immer
mehr LaTeX-Nutzer (dank der missionarischen Tätigkeit der LaTeX-Nutzer),
aber der Chef missbilligt das eigentlich.
Wir schreiben gerade an einem Buch. Der Chef sagte, ich solle das in
Word machen. Ich habe mich geweigert und gesagt, dass ich dann mindestens
die doppelte Zeit benötige (das mit dem Unterschied der Qualität habe ich
ihm gar nicht erst gesagt).
Also auch hier: Word über alles.

Gruß
Harald

--
Harald Harders Langer Kamp 8
Institut für Werkstoffe D-38106 Braunschweig
Technische Universität Braunschweig Germany
E-Mail: h.ha...@tu-bs.de Tel: +49 (5 31) 3 91-3062
WWW : http://www.tu-bs.de/institute/ifw/ Fax: +49 (5 31) 3 91-3058

Christian Faulhammer

unread,
Feb 20, 2003, 5:31:00 AM2/20/03
to
Tach Harald, 0x2B859DE3 (PGP-PK-ID)

Harald Harders schrieb:


>> Leider zeigt das nur die Realität an den meisten Fakultäten (ausser
>> Mathe und Physik). In meinem chemischen Institut arbeiten ganze vier
>> Leute momentan mit LaTeX.
> Sieht bei uns (Maschinenbau) auch nicht besser aus.

Bei uns im Maschinenbau wurden zwei Skripte für "richtige"
Maschinenbaufächer (es gibt wenig Skripte und ich bin erst im dritten
Semester) komplett mit LaTeX erstellt (und das waren nicht die
Matheinstitute, die tun das aber auch), ebenso die Übungen. Hier in
Aachen scheint das recht verbreitet zu sein, dazu verdiene ich noch Geld
mit LaTeX an einem MB-Institut.

V-Li

--
PGP/GnuPG signierte/codierte Mails erwünscht
Fingerprint: 68C5 D381 B69A A777 6A91 E999 350A AD7C 2B85 9DE3
http://www.gnupg.org

Jens Kubieziel

unread,
Feb 20, 2003, 5:43:59 AM2/20/03
to
Burkhard Fett <Burkha...@de.bosch.com> wrote:
> Ich hoffe, das ist kein Universitätsinstitut. Dann wäre Word-Nutzung
> mehr als peinlich.

Dann solltest du mal zu einer Uni gehen und dich dort umschauen. Nach
meinem Eindruck wird LaTeX nur in Mathe- und Physikfakultäten regelmässig
genutzt.

In puncto Word kenne ich Fakultäten, deren Profs noch nicht einmal
Word-Dateien mit automatisch generierten Inhaltsverzeichnissen [1] und
eingefügten Tabellen [2] akzeptieren.


Fussnoten:
==========
[1] "Manuell geht doch schneller und man kann es immer ändern" ...
[2] Diese stellt man dann durch Tab^WLeerzeichen getrennt dar.
--
Jens Kubieziel http://www.kubieziel.de
Aus Murphy's Gesetze:
Alle allgemeingültigen Aussagen sind falsch.

Thomas Henkel

unread,
Feb 20, 2003, 7:55:25 AM2/20/03
to
Burkhard Fett schrieb:

> Auch wenns nicht der Realität entspricht, es ist definitiv peinlich.
> (als Mathestudent kann ich nur sagen: Sachen, die nicht in TeX abgegeben
> wurden, wurden von (fast) allen Professoren nicht akzeptiert

Naja für einen Mathematikstudenten, ist LaTeX ja auch die Ideallösung.

Aber stell dir mal so einen armen Statistiker vor, dessen
Hauptbeschäftigung es ist, dutzende Tabellen mit LaTeX zu schreiben und zu
füllen. Das ist schon mehr als gruselig. :-)

Tom

Thomas Henkel

unread,
Feb 20, 2003, 7:55:28 AM2/20/03
to
Tobias Kleinohl schrieb:

> ich hoffe mir kann jemand helfen.
> Bei uns im Institut wird nur Word verwendet,
> doch ich möchte das die Worddokumente so aussehen wie Standard LaTeX
> Dokumente.

Also ich hätte da etwas umgekehrtes anzubieten. Eine LaTeX-
Dokumentenvorlage, die wie Word aussieht. :-)

Tom

David Kastrup

unread,
Feb 20, 2003, 7:59:52 AM2/20/03
to
Thomas Henkel <ie...@gmx.de> writes:

Im Gegenteil. Gerade mit LaTeX ist es ein leichtes, solche Tabellen
mit kleinen Skripten direkt und fehlerfrei aus den vorliegenden Daten
zu erzeugen.

Franziska Meyer

unread,
Feb 20, 2003, 8:01:07 AM2/20/03
to
Hallo Thomas

Thomas Henkel <ie...@gmx.de> schrieb:

> Aber stell dir mal so einen armen Statistiker vor, dessen
> Hauptbeschäftigung es ist, dutzende Tabellen mit LaTeX zu schreiben und zu
> füllen. Das ist schon mehr als gruselig. :-)

Stimmt, die werden dann mit Excel simuliert (psst, niemand
weiss, dass Programme wie R das mit der Hälfte der Code-Zeilen
in einem Bruchteil der Zeit können) und dank Druckertreiber als
Bild eingefügt.

Mal im Ernst: Die werden ja wohl bereits in einem elektronischen
Format vorliegen und können als CSV exportiert und mit einem
sed-Skript verarbeitet und mit \input verwendet werden.

Gruss
Franziska
--
Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.
--Joachim Ringelnatz

Andreas Keese

unread,
Feb 20, 2003, 8:56:30 AM2/20/03
to
Burkhard Fett wrote:

> Ich hoffe, das ist kein Universitätsinstitut. Dann wäre Word-Nutzung mehr
> als peinlich.

Was ein Lehrstuhl macht, ist ja seine eigene Sache.

Was ich wirklich peinlich (bzw. unverschämt) finde, ist, daß auf einigen
Ingenieur/Mathe-lastigen Konferenzen keine LaTeX-paper akzeptiert werden
(letztes Jahr war ich auf einer solchen, da wurde Word gefordert), und
was ich noch peinlicher finde, ist, daß sogar die diesjährige Konferenz
der GAMM (Gesellschaft für angewandte Mathematik und Mechanik)
Word-Abstracts verlangt hat *grrr* (die Paper darf man dann aber TeXen).

Andreas

Norbert Dragon

unread,
Feb 20, 2003, 8:59:36 AM2/20/03
to
* David Kastrup schreibt

> Gerade mit LaTeX ist es ein leichtes, solche Tabellen mit kleinen
> Skripten direkt und fehlerfrei aus den vorliegenden Daten
> zu erzeugen.

Minimalbeispiel?

--

dra...@itp.uni-hannover.de
www.itp.uni-hannover.de/~dragon

Aberglaube bringt Unglück

Owe Jessen

unread,
Feb 20, 2003, 9:17:24 AM2/20/03
to
Am Thu, 20 Feb 2003 10:18:16 +0100, schrieb "Burkhard Fett"
<Burkha...@de.bosch.com> :

>
>Auch wenns nicht der Realität entspricht, es ist definitiv peinlich.
>(als Mathestudent kann ich nur sagen: Sachen, die nicht in TeX abgegeben
>wurden, wurden von (fast) allen Professoren nicht akzeptiert
>

Das ist doch aber genau so blödsinnig. Meiner Meinung nach ist das
Programm egal, solange das Ergebnis stimmt. Das einzige Argument für
einheitliche Programme kann doch nur sein, wenn die Ursprungsdateien
für alles nutzbar (lesen, verändern, neu ausdrucken) sein sollen. In
einer Arbeitsgruppe kann ich das verstehen, aber wenn ich für mich
alleine arbeite, kann das doch jedem egal sein, wie die Buchstaben
aufs Papier kommen.
Owe
--
21 ist nur die halbe Wahrheit!
www.owejessen.de

David Kastrup

unread,
Feb 20, 2003, 9:14:40 AM2/20/03
to
dra...@itp.uni-hannover.de (Norbert Dragon) writes:

> * David Kastrup schreibt
>
> > Gerade mit LaTeX ist es ein leichtes, solche Tabellen mit kleinen
> > Skripten direkt und fehlerfrei aus den vorliegenden Daten
> > zu erzeugen.
>
> Minimalbeispiel?

Das hängt von der Formatierung der Originaldaten ab. CSV etwa:
cat >original.tex <<EOF
\\begin{tabular}{*6l}
`sed 's/,/\\&/g;s/$/\\\\\\\\/' original.txt`
\\end{tabular}
EOF

wobei Du ausprobieren solltest, ob ich mich bei den \ nicht
verschätzt habe.

Owe Jessen

unread,
Feb 20, 2003, 9:21:47 AM2/20/03
to
Am Thu, 20 Feb 2003 10:43:59 +0000 (UTC), schrieb Jens Kubieziel
<spa...@kuwest.de> :

>In puncto Word kenne ich Fakultäten, deren Profs noch nicht einmal
>Word-Dateien mit automatisch generierten Inhaltsverzeichnissen [1] und
>eingefügten Tabellen [2] akzeptieren.
>
>
>Fussnoten:
>==========
>[1] "Manuell geht doch schneller und man kann es immer ändern" ...
>[2] Diese stellt man dann durch Tab^WLeerzeichen getrennt dar.

Ist das ein Institut, wo ausdrücklich in der Prüfungsordnung steht,
daß Arbeiten nicht handschriftlich abgegeben werden können? :-) at
[2]: dann aber bitte in Courier.

Christoph Bier

unread,
Feb 20, 2003, 9:48:26 AM2/20/03
to
Franziska Meyer schrieb:

> Hallo Thomas
>
> Thomas Henkel <ie...@gmx.de> schrieb:
>
>
>>Aber stell dir mal so einen armen Statistiker vor, dessen
>>Hauptbeschäftigung es ist, dutzende Tabellen mit LaTeX zu schreiben und zu
>>füllen. Das ist schon mehr als gruselig. :-)
>
>
> Stimmt, die werden dann mit Excel simuliert (psst, niemand
> weiss, dass Programme wie R das mit der Hälfte der Code-Zeilen
> in einem Bruchteil der Zeit können) und dank Druckertreiber als
> Bild eingefügt.
>
> Mal im Ernst: Die werden ja wohl bereits in einem elektronischen
> Format vorliegen und können als CSV exportiert und mit einem
> sed-Skript verarbeitet und mit \input verwendet werden.

Wenn du mir dazu einen Literaturtipp (Print oder online)
geben könntest, wäre ich dafür wirklich sehr dankbar.
Davids Beitrag habe ich auch schon gelesen.

[Komplett OT:]
Wie schätzt du die Lernkurve für R ein? Ist es ein echter
Klon von S-Plus, so dass man evtl. auch deutsche Anleitungen
für S-Plus lesen könnte. Ich habe mich nämlich vor längerem
schon mal über R informiert und festgestellt, dass es wohl
keine deutsche Literatur gibt. Und englische Einführungen
in Statistik-Programme wollen sich unsere SPSS-gewöhnten
Kollegen nicht geben.

TIA

Grüße,

Christoph

Franziska Meyer

unread,
Feb 20, 2003, 9:59:52 AM2/20/03
to
Hallo Christoph

Christoph Bier <christo...@web.de> schrieb:
> Franziska Meyer schrieb:

>> Mal im Ernst: Die werden ja wohl bereits in einem elektronischen
>> Format vorliegen und können als CSV exportiert und mit einem
>> sed-Skript verarbeitet und mit \input verwendet werden.
> Wenn du mir dazu einen Literaturtipp (Print oder online)
> geben könntest, wäre ich dafür wirklich sehr dankbar.
> Davids Beitrag habe ich auch schon gelesen.

Ich habe wie David an sed gedacht. Nehme CSV-Datei, ersetze
Komma durch & und hänge an jeder Zeile \\ an ->
\begin{tabular}{<format>}
\input{data}
\end{tabular}

[Komplett OT zu R]

Sorry, ich habe sozusagen keine Ahnung davon, ich biete einfach
meiner Freundin bei der Mathe-Diplomarbeit ein bisschen
Informatik-Support (primär LaTeX, sowas wie oben würde ich ihr
aber auch schreiben, wobei ich das nicht einfach so aus dem Kopf
kann).

Gruss
Franziska
--
(°> (°- _o) -°)
//\ //\ /\\ /\\
V_/_ V_/_ _\_V _\_V

Christoph Bier

unread,
Feb 20, 2003, 10:20:29 AM2/20/03
to
Franziska Meyer schrieb:

Ok, danke!

Grüße

Tobias Kleinohl

unread,
Feb 20, 2003, 11:06:39 AM2/20/03
to
Hallo,
na da hab ich ja was losgetreten.
Ich konnte ja nicht ahnen, daß ich hier schon fast eine Grundsatzdiskussion
auslösen würde.
Ich studiere selber Physik und habe auch angefangen mit LaTeX zu arbeiten.
Bei dem Institut handelt es sich um ein Fraunhofer Institut und kein
Universitätsinstitut, daher wird
dort Word und nicht LaTeX verwendet.
Ich soll dort jetzt eine Projektarbeit schreiben und habe mit dem Aussehen
von Word und natürlich mit den Formeln so meine Probleme.
Mal sehen wie ich das bewerkstellige.

Viele Grüße
Tobi

"Tobias Kleinohl" <tobias....@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:b2vt60$1gpvi9$1...@ID-157492.news.dfncis.de...
> Hallo,


>
> ich hoffe mir kann jemand helfen.
> Bei uns im Institut wird nur Word verwendet,
> doch ich möchte das die Worddokumente so aussehen wie Standard LaTeX
> Dokumente.
>

Markus Kohm

unread,
Feb 20, 2003, 11:40:38 AM2/20/03
to
Franziska Meyer wrote:

> Ich habe wie David an sed gedacht. Nehme CSV-Datei, ersetze
> Komma durch & und hänge an jeder Zeile \\ an

und ersetze ein paar wenige Zeichen, falls diese verwendet werden. Welche
das sind, findet man in l2kurz, Abschnitt "2.7 Eingabezeichensatz".

Markus
--
Fragen zu LaTeX? --> http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/
Fragen zu KOMA-Script? --> scrguide
Lust zur Mitarbeit? --> http://koma-script.net.tf
Fragen zur Person? --> http://kohm.de.tf

Nicola Donati

unread,
Feb 20, 2003, 12:00:51 PM2/20/03
to
Ingo Schwab schrieb:

> Leider zeigt das nur die Realität an den meisten Fakultäten (ausser
> Mathe und Physik). In meinem chemischen Institut arbeiten ganze vier
> Leute momentan mit LaTeX.

Bei uns ist das so, dass die Leute in der physikalischen Chemie viel
mit LaTeX arbeiten. In den anderen Instituten ist LaTeX weit weniger
verbreitet.

Als Organiker, der mit LaTeX arbeitet, stelle ich zwar eine Ausnahme
dar, bin aber glücklicherweise nicht der einzige. Immerhin konnte ich
durch das schöne Layout meiner Diplomarbeiten das Interesse einiger
Leute wecken. Vielleicht werden dank mir noch die eine oder andere
Dissertation in LaTeX geschrieben werden... :)

Gruss,

Nick

--
E-Mail: ni...@netlane.com

Nicola Donati

unread,
Feb 20, 2003, 12:02:45 PM2/20/03
to
Ingo Schwab schrieb:

> Im Wiley-Verlag nimmt meines Wissens keine chemische Zeitschrift (Angew.
> Chem., EJIC, ...) LaTeX-dokumente an. Und wenn nicht alle, dann zu
> wenige. :O)

Die Angewandte und das JACS nehmen auch LaTeX-Dokumente.

Wie sieht es eigentlich mit PDF oder Postscript aus? Da dürfte es ja
keine Rolle spielen, ob Word oder LaTeX dahintersteckt.

Stefan Lagotzki

unread,
Feb 20, 2003, 3:02:22 PM2/20/03
to
Andreas Keese wrote:
> Was ich wirklich peinlich (bzw. unverschämt) finde, ist, daß auf einigen
> Ingenieur/Mathe-lastigen Konferenzen keine LaTeX-paper akzeptiert werden
> (letztes Jahr war ich auf einer solchen, da wurde Word gefordert), und
> was ich noch peinlicher finde, ist, daß sogar die diesjährige Konferenz
> der GAMM (Gesellschaft für angewandte Mathematik und Mechanik)
> Word-Abstracts verlangt hat *grrr* (die Paper darf man dann aber TeXen).

Schon mal daran gedacht, dass die alle Kosten sparen
wollen und dass es scheinbar wesentlich billiger und
"einfacher" ist, einen Tagungsband aus Word-Dokumenten
zusammenzuschustern als ihn mit einem hochwertigen
Satzsystem zu erstellen? Und sehr wahrscheinlich ist eine
Arbeitskraft fuer ersteres einfacher und billiger zu
bekommen. Also sieht dann wohl auch auch der Tagungsband
entsprechend billig aus.

Stefan

.

Paul Ebermann

unread,
Feb 20, 2003, 4:16:30 PM2/20/03
to
"Franziska Meyer" skribis:

> Sorry, ich habe sozusagen keine Ahnung davon, ich biete einfach
> meiner Freundin bei der Mathe-Diplomarbeit ein bisschen
> Informatik-Support (primär LaTeX, sowas wie oben würde ich ihr
> aber auch schreiben, wobei ich das nicht einfach so aus dem Kopf
> kann).

Bei uns sieht das eher so aus, dass ich als Mathematiker
den Informatikern etwas LaTeX-Support leiste :-)

Paul

Andreas Keese

unread,
Feb 21, 2003, 2:44:25 AM2/21/03
to
Stefan Lagotzki wrote:

> Schon mal daran gedacht, dass die alle Kosten sparen
> wollen und dass es scheinbar wesentlich billiger und
> "einfacher" ist, einen Tagungsband aus Word-Dokumenten
> zusammenzuschustern als ihn mit einem hochwertigen
> Satzsystem zu erstellen?

Wieso ? Normalerweise schickt man ein PDF mit vorgegebenem Layout ein
und gut is. Mit dem Satzsystem haben die gar nichts zu tun...

Andreas

Wilfried Hennings

unread,
Feb 21, 2003, 4:42:05 AM2/21/03
to
Stefan Lagotzki <lag...@gmx.de> wrote:

> Schon mal daran gedacht, dass die alle Kosten sparen
> wollen und dass es scheinbar wesentlich billiger und
> "einfacher" ist, einen Tagungsband aus Word-Dokumenten
> zusammenzuschustern als ihn mit einem hochwertigen
> Satzsystem zu erstellen? Und sehr wahrscheinlich ist eine
> Arbeitskraft fuer ersteres einfacher und billiger zu
> bekommen. Also sieht dann wohl auch auch der Tagungsband
> entsprechend billig aus.

Schon mal versucht, einen Tagungsband aus (La)TeX-Dateien
zusammenzustellen, bei denen einige Autoren LaTeX verwendet haben,
andere AmsTeX, wieder andere plainTeX etc., und ungefähr die Hälfte der
Autoren eigene Makros verwendet?


--
email me: change "nospam" to "w.hennings"
Dipl.-Ing.(=M.Sc.Eng.) Wilfried Hennings c./o.
Forschungszentrum (Research Center) Juelich GmbH, MUT
<http://www.fz-juelich.de/mut/index.php?index=3>
All opinions mentioned are strictly my own, not my employer's.

Harald Harders

unread,
Feb 21, 2003, 4:59:29 AM2/21/03
to
On Fri, 21 Feb 2003 10:42:05 +0100, Wilfried Hennings wrote:
[...]

> Schon mal versucht, einen Tagungsband aus (La)TeX-Dateien
> zusammenzustellen, bei denen einige Autoren LaTeX verwendet haben,
> andere AmsTeX, wieder andere plainTeX etc., und ungefähr die Hälfte der
> Autoren eigene Makros verwendet?

Mmmmh, hast Du mal versucht, mit einem beliebigen M$-Programm mehrere
Dokumente unterschiedlicher Herkunft zusammenzufügen? Ist auch
kein Spaß.

Stephan Voss

unread,
Feb 21, 2003, 4:58:33 AM2/21/03
to
Hallo.

Mach Dir keine Sorgen...

Mir geht's ähnlich. Ich konnte zumindest heraushandeln,
dass meine Berichte niemand ändern können muss.
Folgerung: Berichte gebe ich als PDF ab und erstelle sie daher mit pdflatex.

Austauschbare und weiter veränderbare Dokumente sind laut
Institutsrichtlinie als Word-Dokument zu erstellen.
Da kann man als Student/Assistent nun mal nichts daran ändern -
auch wenn ich irgendeiner TeX-Religionsgemeinde angehöre.

Ich vermisse an einigen Diskussionen die Objektivität und Fairness.
Primär wird man oft für saublöd gehalten, wenn man eine Frage stellt.
Oft bekommt man eine Antwort aus der man herauslesen kann,
dass der Beantworter falsche Voraussetzungen gemacht hat, die so nie
in der Frage standen...
(Ich stellte mal eine Frage bzgl. eines Absturzes meines Linux-Systems.
Prompt bekam ich die Antwort, dass Diagnosen unter MS-Windows keine
zuverlässigen Hilfsmittel seien. Auf dem Linux-Rechner habe ich nur
leider nicht die geringste Spur eines MS-Windows... na ja...)

Viele Grüße.

Stephan Voss

Thomas Henkel

unread,
Feb 21, 2003, 5:18:19 AM2/21/03
to
Franziska Meyer schrieb:

> Hallo Thomas
>
> Thomas Henkel <ie...@gmx.de> schrieb:
>
>> Aber stell dir mal so einen armen Statistiker vor, dessen
>> Hauptbeschäftigung es ist, dutzende Tabellen mit LaTeX zu schreiben
>> und zu füllen. Das ist schon mehr als gruselig. :-)
>
> Stimmt, die werden dann mit Excel simuliert (psst, niemand
> weiss, dass Programme wie R das mit der Hälfte der Code-Zeilen
> in einem Bruchteil der Zeit können) und dank Druckertreiber als
> Bild eingefügt.

Ich habe es wirklich mal mit gutem Willen versucht, in LaTeX einige
umfangreichere Tabellen optisch ansprechend darzustellen. Aber schon als
ich dann mit solchem "Schnickschnack" angefangen habe, wie einzelne
Zellen über mehrere Spalten zu ziehen, wurde es im Quelltext
unübersichtlich. Dann habe ich noch eine Stunde damit zugebracht, der
Tabelle eine "Gummi"-Spalte beizubringen und einzelne Zellen farbig zu
hinterlegen. Das hat einzeln noch geklappt, aber bei der Kombination
beider "Features" war dann entgültig Schicht. Da war das Layout total im
A...

Am Ende bin ich dann doch bei der Variante "Excel->EPS" gelandet. Damit
habe ich die Tabellen in 15 Minuten erstellt, die ich zuvor mit LaTeX
versucht habe, stundenlang zusammenzubasteln. Pures LaTeX ist meiner
Meinung nach für Tabellen wirklich nicht das Mittel der Wahl.

> Mal im Ernst: Die werden ja wohl bereits in einem elektronischen
> Format vorliegen und können als CSV exportiert und mit einem
> sed-Skript verarbeitet und mit \input verwendet werden.

Naja - mit CSV geht die Formatierung ja nun komplett den Bach runter.
Das, was ich mit CSV so exportieren kann, daß es in LaTeX noch
einigermaßen so aussieht, wie in Excel, kann ich auch gleich von Hand in
LaTeX schreiben.

Tom

Hendrik van Hees

unread,
Feb 21, 2003, 5:20:29 AM2/21/03
to
Wilfried Hennings wrote:


> Schon mal versucht, einen Tagungsband aus (La)TeX-Dateien
> zusammenzustellen, bei denen einige Autoren LaTeX verwendet haben,
> andere AmsTeX, wieder andere plainTeX etc., und ungefähr die Hälfte der
> Autoren eigene Makros verwendet?

Das machen die Studenten im GSI-Studentenprogramm jedes Jahr. Wo soll da das
Problem sein?

http://theory.gsi.de/~vanhees/stud-rep.html

Das Paket ist zwar noch der erste Hack von 1999 und wahrscheinlich
ziemlicher Wildwuchs, aber funktionieren tut's trotzdem.

--
Hendrik van Hees Fakultät für Physik
Phone: +49 521/106-6221 Universität Bielefeld
Fax: +49 521/106-2961 Universitätsstraße 25
http://theory.gsi.de/~vanhees/ D-33615 Bielefeld

Jens Grivolla

unread,
Feb 21, 2003, 6:16:30 AM2/21/03
to
Andreas Keese <a.k...@tu-bs.de> writes:

[Tagungsband]


> Wieso ? Normalerweise schickt man ein PDF mit vorgegebenem Layout ein
> und gut is. Mit dem Satzsystem haben die gar nichts zu tun...

Das meinst du nicht ernst, oder?

Abgesehen davon, dass du damit mindestens das Inhaltsverzeichnis von
Hand machen müsstest und massive Schwierigkeiten hättest, die
Seitenzahlen vernünftig anzubringen, sähe das Ergebnis absolut
grauenhaft aus. So eine Zumutung kann sich kein Kongress-Veranstalter
leisten.

Ciao,
Jens

Jens Grivolla

unread,
Feb 21, 2003, 6:35:03 AM2/21/03
to
Hendrik van Hees <he...@physik.uni-bielefeld.de> writes:

> Wilfried Hennings wrote:
>> Schon mal versucht, einen Tagungsband aus (La)TeX-Dateien
>> zusammenzustellen, bei denen einige Autoren LaTeX verwendet haben,
>> andere AmsTeX, wieder andere plainTeX etc., und ungefähr die Hälfte der
>> Autoren eigene Makros verwendet?
>
> Das machen die Studenten im GSI-Studentenprogramm jedes Jahr. Wo soll da das
> Problem sein?

Seltsam, ich lese da genau das Gegenteil, nämlich dass eine
Dokumentenklasse, die verfügbaren Pakete, sowie Anweisungen zum Layout
vorgegeben sind.

Ich habe gerade bei den Kollegen nebenan bewundern dürfen, wie sie
einen Tagungsband aus _beliebigen_ LaTeX- und (oh Grauen) sogar Word-
Dokumenten zusammengestellt haben. Es war recht qualvoll, und die
Worddokumenten waren nicht das Schlimmste dabei.

Ciao,
Jens

Hendrik van Hees

unread,
Feb 21, 2003, 7:33:36 AM2/21/03
to
Jens Grivolla wrote:


> Seltsam, ich lese da genau das Gegenteil, nämlich dass eine
> Dokumentenklasse, die verfügbaren Pakete, sowie Anweisungen zum Layout
> vorgegeben sind.

Das ist ja wohl für alle Computerarbeiten klar. Bei Word gibt's ja schon
Probleme, wenn man einen englischen Text, welcher in einem deutschen Word
geschrieben wurde, auf einem englischen Word verarbeiten will (die Exis
jammern da immer ganz schrecklich). Bei LaTeX weiß man wenigstens, was man
darf und was nicht. Normalerweise wird ein Stylefile vorgegeben (z.B. gibt
es einen eigenen conference style von World Scientific).

Bernhard Kleine

unread,
Feb 21, 2003, 9:54:37 AM2/21/03
to
Christoph Bier schrieb:

> Franziska Meyer schrieb:
>
>>Hallo Christoph
>>
>>Christoph Bier <christo...@web.de> schrieb:
>>
>>
>>>Franziska Meyer schrieb:
>>
>>
>>>>Mal im Ernst: Die werden ja wohl bereits in einem elektronischen
>>>>Format vorliegen und können als CSV exportiert und mit einem
>>>>sed-Skript verarbeitet und mit \input verwendet werden.
>>>
>>>Wenn du mir dazu einen Literaturtipp (Print oder online)
>>>geben könntest, wäre ich dafür wirklich sehr dankbar.
>>>Davids Beitrag habe ich auch schon gelesen.
>>
>>
>>Ich habe wie David an sed gedacht. Nehme CSV-Datei, ersetze
>>Komma durch & und hänge an jeder Zeile \\ an ->
>>\begin{tabular}{<format>}
>>\input{data}
>>\end{tabular}
>>
>>[Komplett OT zu R]
>>
>>Sorry, ich habe sozusagen keine Ahnung davon, ich biete einfach
>>meiner Freundin bei der Mathe-Diplomarbeit ein bisschen
>>Informatik-Support (primär LaTeX, sowas wie oben würde ich ihr
>>aber auch schreiben, wobei ich das nicht einfach so aus dem Kopf
>>kann).
>
>
> Ok, danke!
>
> Grüße

Exceltabelle in Word einfügen, Tabelle in Text umwandeln, Tabulatoren als "&"
angeben, Zeilenenden suchen und mit \\ absatzmarke ersetzen. Als ASCII speichern
oder über die Zwischenablage transportieren. Das ist besser als umwege über html
etc.

Bernhard

Stephan Voss

unread,
Feb 21, 2003, 9:51:41 AM2/21/03
to
Hallo Leute.

Ich antworte vorsichtshalber mal selbst auf meine letzte Mail...

War wirklich nicht bös gemeint. Ich habe selbst schon viel von
Diskussionsforen profitiert und bin jedesmal dankbar für gute Tipps.
(Auch besagtes Linux-Problem wurde letztlich mit fremder Hilfe gelöst
- danke man.)

Also. Nehmt's mir bitte nicht übel.

Ciao. Stephan


Christoph Bier

unread,
Feb 21, 2003, 9:59:54 AM2/21/03
to
Bernhard Kleine schrieb:

. . . nutzt aber nix, wenn man nicht mit
µ$-Office arbeitet. Klar, geht genauso mit
Openoffice, aber mir ging's tatsächlich um
R und möglicherweise weitere nützliche Ver-
knüpfungen mit LaTeX.
Trotzdem danke!

Gerhard Killesreiter

unread,
Feb 21, 2003, 12:06:44 PM2/21/03
to
Thomas Henkel <ie...@gmx.de> writes:

> Ich habe es wirklich mal mit gutem Willen versucht, in LaTeX einige
> umfangreichere Tabellen optisch ansprechend darzustellen. Aber schon als
> ich dann mit solchem "Schnickschnack" angefangen habe, wie einzelne
> Zellen über mehrere Spalten zu ziehen, wurde es im Quelltext
> unübersichtlich.

Das ist ein Editorproblem.

Gruß,
Gerhard

--
Dipl.-Phys. Gerhard Killesreiter <killes...@physik.uni-freiburg.de>

Physiker gehören zu einer bedrohten Art.
Dirk Maxeiner, Wissenschaftspublizist, in der Welt, 6.4.2000

Ina Reichel

unread,
Feb 20, 2003, 6:42:19 PM2/20/03
to
Stefan Lagotzki <lag...@gmx.de> writes:
> Schon mal daran gedacht, dass die alle Kosten sparen
> wollen und dass es scheinbar wesentlich billiger und
> "einfacher" ist, einen Tagungsband aus Word-Dokumenten=20

> zusammenzuschustern als ihn mit einem hochwertigen
> Satzsystem zu erstellen? Und sehr wahrscheinlich ist eine
> Arbeitskraft fuer ersteres einfacher und billiger zu
> bekommen. Also sieht dann wohl auch auch der Tagungsband
> entsprechend billig aus.

In meinem Fachgebiet ist es bei Konferenzen ueblich, den Beitrag als
pdf abzugeben. Es gibt entsprechende Templates fuer Word und
LaTeX. Die zur Erzeugung des pdfs verwendeten Files (also .tex, ggfs
.eps o.ae. bzw. .doc) sind mit abzugeben (alles auf Diskette oder CD,
teilweise auch per FTP oder Webformular).

Cheers

Ina

--
Ina Reichel new address: irei...@lbl.gov

"In the quiet of the night let our candle always burn
let us never lose the lessons we have learned." B.M. 1976

David Kastrup

unread,
Feb 21, 2003, 1:25:19 PM2/21/03
to
Gerhard Killesreiter <nutz...@killesreiter.de> writes:

> Thomas Henkel <ie...@gmx.de> writes:
>
> > Ich habe es wirklich mal mit gutem Willen versucht, in LaTeX einige
> > umfangreichere Tabellen optisch ansprechend darzustellen. Aber schon als
> > ich dann mit solchem "Schnickschnack" angefangen habe, wie einzelne
> > Zellen über mehrere Spalten zu ziehen, wurde es im Quelltext
> > unübersichtlich.
>
> Das ist ein Editorproblem.

M-x align-current RET rules. Zumindest, bis wir in AUCTeX die nächste
Generation an Tabelleneditor haben (derjenige welcher hat schon
Schreibzugriff aufs CVS, aber noch nicht eingecheckt). Und
preview-latex hilft auch. Wenn erstmal die zeilenweise
Tabellenpreview implementiert wird... Aber ich greife vor.

Uwe Waldmann

unread,
Feb 21, 2003, 6:52:33 PM2/21/03
to
Wilfried Hennings <nos...@fz-juelich.de> writes:
> Schon mal versucht, einen Tagungsband aus (La)TeX-Dateien
> zusammenzustellen,

Ja.

> bei denen einige Autoren LaTeX verwendet haben, andere AmsTeX,
> wieder andere plainTeX etc.,

Ganz so schlimm war's nicht: es hatten alle Springers llncs.cls
verwendet (und mit einer Ausnahme sogar sinnvoll). Trotzdem
würde ich dringend davon abraten, die Texte zu einem einzigen
Dokument zusammenzufassen.

> und ungefähr die Hälfte der Autoren eigene Makros verwendet?

Das ist nämlich genau das, was man schwerlich verhindern kann.
Bei einem größeren mathelastigen Text benutzt selbstverständlich
jeder Autor seine eigenen Makros, ein paar Standard- und ein paar
Nicht-so-ganz-Standard-Pakete. Alle daraus erwachsenden Konflikte
auch nur zu finden, geschweige denn zu beseitigen, ist eine
Heidenarbeit.

Es ist noch geradezu harmlos, wenn irgendein tippfauler Autor "\o"
zu "\omega" redefiniert und drei Texte weiter ein anderer Autor
einen Herrn J{\o}rgensen zitiert. Den Murks merkt man ja als
Herausgeber immerhin, da LaTeX sich über "\omega" außerhalb des
Math-Modes beklagt. Aber was ein wirklich tippfauler Autor ist,
der greift natürlich gleich zu

\renewcommand{\o}{\ensuremath{\omega}}

Ja, das kannst Du auch noch feststellen -- wenn Du sämtliche
\renewcommand's und \def's von Hand auf Harmlosigkeit untersuchst.
Richtig übel sind aber Inkompatibilitäten zwischen diversen
Standard-Paketen: Der Autor von Papier 5 verwendet marvosym,
und in Papier 16 steht darum der falsche "\Rightarrow". Wer solche
Häßlichkeiten vermeiden will, der darf alle generierten dvi-Files
per "optischem diff" mit den Vorlagen vergleichen -- viel Spaß.

Dagegen ist es ein Kinderspiel, die LaTeX-Dokumente separat
zu übersetzen und die verschiedenen dvi-Files mit dviconcat
zusammenzusetzen. Jeder Text kommt in ein eigenes Directory, dann
hat man keinen Ärger mit mitgelieferten Makrosammlungen u.ä.,
die zufälligerweise den gleichen Namen tragen. Die Namen der
Directories wählt man sinnvollerweise so, daß ihre Reihenfolge
der Reihenfolge der Papiere im Tagungsband entspricht. Das einzige,
was man dann noch hinfummeln muß, sind die Seitenzahlen -- und das
geht erstaunlich einfach: In jedem Dokument fügt man zunächst
direkt hinter "\documentclass" eine Zeile

\setcounter{page}{1} %% FIRST PAGE

ein. Dann schickt man alle Texte einmal durch LaTeX, sucht aus
den log-Files die Seitenanzahlen heraus, addiert diese auf, ändert
in jedem Dokument die Anfangsseitenzahl auf den berechneten
Wert, ruft nochmal LaTeX auf, und das war's. Wer einigermaßen mit
Shell- und Editormakros bewandert ist, der schafft das mit
minimaler Handarbeit.


Uwe


PS: Meine Nachfolger zwei Jahre später haben es vorgezogen, alle
Texte zu einem einzigen LaTeX-Dokument zusammenzufassen. Deswegen
sind in meinem dortigen Artikel nun Lemmata anders numeriert als
Definitionen, Theoreme und Korollare. Grummel...

Ina Reichel

unread,
Feb 21, 2003, 7:45:15 PM2/21/03
to

Genauso wird es aber auf den grossen Konferenzen in meinem Fachgebiet
gehandhabt. Beispiel hier:
http://accelconf.web.cern.ch/accelconf/e00/

Und die Anleitung fuer die Autoren:
http://epac.web.cern.ch/EPAC/Vienna/papers.html

Und ich finde, es sieht nicht grauenhaft aus (OK, die Seiten sind
recht voll, aber da man nur 3 Seiten benutzen darf (invited talks 5
Seiten), und die Leute da auch ein bisschen Information unterbringen
wollen,... Auf die Einhaltung der Raender wird uebrigens geachtet. Im
Proceedingsoffice liegen Overhead-Folien mit aufgedrucktem Rahmen, den
der Text nicht ueberschreiten darf.

Heiko Oberdiek

unread,
Feb 22, 2003, 3:55:58 AM2/22/03
to
u...@mpi-sb.mpg.de (Uwe Waldmann) wrote:

> Es ist noch geradezu harmlos, wenn irgendein tippfauler Autor "\o"
> zu "\omega" redefiniert und drei Texte weiter ein anderer Autor
> einen Herrn J{\o}rgensen zitiert.

Das bekommt man doch leicht in den Griff, wenn man die
einzelnen Texte der Autoren jeweils in eine Gruppe packt.

Viele Gruesse
Heiko <ober...@uni-freiburg.de>

Peter Schmidt

unread,
Feb 22, 2003, 4:44:28 AM2/22/03
to

"Stephan Voss" <S.V...@emf.eei.uni-erlangen.de> schrieb:

>
>Ich antworte vorsichtshalber mal selbst auf meine letzte Mail...
>

Was nur nützt, wenn du nicht schon im kill-file gelandet bist.

-- schnipp --

>Also. Nehmt's mir bitte nicht übel.

Hmm.


Peter Schmidt

Thomas Henkel

unread,
Feb 22, 2003, 8:00:18 AM2/22/03
to
Gerhard Killesreiter schrieb:

> Thomas Henkel <ie...@gmx.de> writes:
>
>> Ich habe es wirklich mal mit gutem Willen versucht, in LaTeX einige
>> umfangreichere Tabellen optisch ansprechend darzustellen. Aber schon
>> als ich dann mit solchem "Schnickschnack" angefangen habe, wie
>> einzelne Zellen über mehrere Spalten zu ziehen, wurde es im
>> Quelltext unübersichtlich.
>
> Das ist ein Editorproblem.

Ja natürlich. Es ist dann aber fraglich, ob der Einsatz eines speziellen
LaTeX-Tabelleneditors in diesem Fall noch irgendwelche Vorteile ggü. dem
Export aus einer Tabellenkalkulation bringt. Wenn die Tabelle ohnehin mit
einer zusätzlichen Software erstellt wird, der erzeugte Quelltext dann
vielleicht sogar noch von Hand in das LaTeX-Dokument integriert werden muß
und dann ohne die entsprechende Software wahrscheinlich genauso
"uneditierbar" ist, wie das originale Speicherformat einer
Tabellenkalkulation, dann bringt die Erzeugung der Tabelle im
LaTeX-"Format" keine Vorteile mehr.

Tom

Stefan Lagotzki

unread,
Feb 22, 2003, 11:43:25 AM2/22/03
to
Thomas Henkel wrote:
> Ja natürlich. Es ist dann aber fraglich, ob der Einsatz eines speziellen
> LaTeX-Tabelleneditors in diesem Fall noch irgendwelche Vorteile ggü. dem
> Export aus einer Tabellenkalkulation bringt. Wenn die Tabelle ohnehin mit
> einer zusätzlichen Software erstellt wird, der erzeugte Quelltext dann
> vielleicht sogar noch von Hand in das LaTeX-Dokument integriert werden muß

Na, das kann man ja per \input regeln. Noch nicht mal
testweise will man Code dauernd per Hand in den Editor
einfuegen :-)
Ein Verzeichnis mit einem LaTeX-Buch hat ohnehin so
viele Unterverzeichnisse und Dateien, dass die paar
Tabellen auch nichts mehr ausmachen.

> und dann ohne die entsprechende Software wahrscheinlich genauso
> "uneditierbar" ist, wie das originale Speicherformat einer
> Tabellenkalkulation, dann bringt die Erzeugung der Tabelle im
> LaTeX-"Format" keine Vorteile mehr.

Doch, man kann in den Code noch eingreifen und/oder per
Script eingreifen lassen.

Stefan

.

Thomas Henkel

unread,
Feb 22, 2003, 3:35:33 PM2/22/03
to
Stefan Lagotzki schrieb:

>> und dann ohne die entsprechende Software wahrscheinlich genauso
>> "uneditierbar" ist, wie das originale Speicherformat einer
>> Tabellenkalkulation, dann bringt die Erzeugung der Tabelle im
>> LaTeX-"Format" keine Vorteile mehr.
>
> Doch, man kann in den Code noch eingreifen und/oder per
> Script eingreifen lassen.

Naja, aber mal im Ernst: Wer will schon ein WYSIWYG-Tool zur Erzeugung von
LaTeX-Tabellen benutzen, um dann hinterher nochmal mit irgendwelchen
Skripten daran herumzuspielen (oder gar zu müssen, um das gewünschte
Ergebnis zu erzielen)? Ist es da alles in allem nicht doch die einfachste
Lösung, die Tabelle mit allem Drum und Dran in der Tabellenkalkulation
fertigzustellen und das Ergebnis dann als EPS-Datei in LaTeX einzubinden?

Naja - ich werde mit Tabellen in LaTeX absolut nicht warm... Ich halte ein
System das näher an einer Programmiersprache dran ist, als an einer
Textverarbeitung nicht für das Mittel der Wahl bei der Erzeugung komplexer
Layouts. Ebenso würde ich keine Grafiken mit LaTeX erzeugen. LaTeX ist ein
zuverlässiges Arbeitstier, was die Umsetzung komplexer Textsatzregeln in
längeren Texten angeht, aber es ist ohne zusätzliche Software absolut nicht
für die Lösung von DTP-Problemen geeignet.

Tom

Andreas Matthias

unread,
Feb 22, 2003, 3:45:14 PM2/22/03
to
Uwe Waldmann wrote:

> Wilfried Hennings <nos...@fz-juelich.de> writes:
>> Schon mal versucht, einen Tagungsband aus (La)TeX-Dateien
>> zusammenzustellen,
>
> Ja.
>
>> bei denen einige Autoren LaTeX verwendet haben, andere AmsTeX,
>> wieder andere plainTeX etc.,
>
> Ganz so schlimm war's nicht: es hatten alle Springers llncs.cls
> verwendet (und mit einer Ausnahme sogar sinnvoll). Trotzdem
> würde ich dringend davon abraten, die Texte zu einem einzigen
> Dokument zusammenzufassen.

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, wie man verschiedene PDFs
zu einem Dokument (mit Inhaltsverzeichnis und einheitlichen Kopf-
und Fußzeilen) zusammenfassen kann: pdfpages.sty

Eventuell vorhandene Kopf- und Fußzeilen der Originale werden
mit `trim' und `clip' (Optionen aus graphicx.sty, die auch alle
mit pdfpages verwendet werden können) weggeschnitten und durch
eigene Kopf- und Fußzeilen ersetzt. Mit der Option `addtotoc'
wird dann noch ein Eintrag ins TOC erzeugt. Den Kolumnentitel
muss man zwar immer noch abschreiben, aber die Seitennummern
werden automatisch erzeugt -- die größte Fehlerquelle ist
damit beseitigt; und kurzfristige Änderungen sind unproblematisch.

Hier ein Beispiel:
(dummy.pdf ist bei pdfpages enthalten; das Beispiel sollte sich
also ohne Änderungen kompilieren lassen.)

\documentclass[a4paper]{scrbook}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage{scrpage2}
\pagestyle{scrheadings}
\lehead{Symposium XYZ}
\rohead{\leftmark}
\setkomafont{pagehead}{\normalfont\rmfamily\mdseries}
\usepackage{pdfpages}
\includepdfset{pages=-, pagecommand={}}
\usepackage{hyperref}

\begin{document}
\tableofcontents

\cleardoublepage
\includepdf[addtotoc={1, chapter, 0, Preface -- \textit{B.~Chief}, chap_pre},
trim=0 110 0 110, clip]{dummy.pdf}
\cleardoublepage
\includepdf[addtotoc={1, chapter, 0, News -- \emph{A.~Musterman}, chap_new},
trim=0 110 0 110, clip]{dummy.pdf}
\end{document}


Ciao
Andreas

Stefan Lagotzki

unread,
Feb 23, 2003, 2:53:24 AM2/23/03
to
Hallo Thomas,

zuerst sollte man zwischen interaktiver und automatisierter
Nutzung unterscheiden. Alles, was man automatisch umsetzen
kann, wuerde ich wirklich per Script in Tabellen verwandeln.

Dann ist die Frage, ob ich meine Tabellenkalkulation wirklich
zum Kalkulieren oder lediglich zum Aufstellen von Daten
benoetige. Im ersteren Fall wuerde ich vor dem Drucken
wahrscheinlich einen Datenexport vornehmen. Im anderen Fall
brauche ich keine Tabellenkalkulation :-)

Thomas Henkel wrote:
> Naja, aber mal im Ernst: Wer will schon ein WYSIWYG-Tool zur Erzeugung von
> LaTeX-Tabellen benutzen, um dann hinterher nochmal mit irgendwelchen
> Skripten daran herumzuspielen (oder gar zu müssen, um das gewünschte
> Ergebnis zu erzielen)? Ist es da alles in allem nicht doch die einfachste
> Lösung, die Tabelle mit allem Drum und Dran in der Tabellenkalkulation
> fertigzustellen und das Ergebnis dann als EPS-Datei in LaTeX einzubinden?

Na ja, die Loesung hat den Nachteil, dass meist noch parallel
ein PDF der selben Tabelle vorgehalten und aktualisiert werden
muss.

Ein EPS/PDF und jede andere Grafik hat weiterhin den Nachteil,
dass die Schrift wahrscheinlich nicht zum Dokument passen wird.
Will man Arial-Tabellen in einem LaTeX-Dokument haben?

>
> Naja - ich werde mit Tabellen in LaTeX absolut nicht warm... Ich halte ein
> System das näher an einer Programmiersprache dran ist, als an einer
> Textverarbeitung nicht für das Mittel der Wahl bei der Erzeugung komplexer
> Layouts. Ebenso würde ich keine Grafiken mit LaTeX erzeugen. LaTeX ist ein
> zuverlässiges Arbeitstier, was die Umsetzung komplexer Textsatzregeln in
> längeren Texten angeht, aber es ist ohne zusätzliche Software absolut nicht
> für die Lösung von DTP-Problemen geeignet.

Da gebe ich Dir Recht. Aber erst sehr komplexe und graphisch
aufwendige Tabellen gehoeren in's Gebiet DTP. Die "normalen"
Tabellen (nach dem bekannten Dokument 'tabsatz') wuerde ich
noch als ganz normales Textelement sehen.


Stefan

.

Jens Grivolla

unread,
Feb 24, 2003, 6:48:53 PM2/24/03
to
Hendrik van Hees <he...@physik.uni-bielefeld.de> writes:

> Jens Grivolla wrote:
>> Seltsam, ich lese da genau das Gegenteil, nämlich dass eine
>> Dokumentenklasse, die verfügbaren Pakete, sowie Anweisungen zum Layout
>> vorgegeben sind.
>
> Das ist ja wohl für alle Computerarbeiten klar.

Klar, die "Frage" war aber, wie man mit Wildwuchs klarkommt, und das
ist auch mit LaTeX grausam.

> Bei Word gibt's ja schon Probleme, wenn man einen englischen Text,
> welcher in einem deutschen Word geschrieben wurde, auf einem
> englischen Word verarbeiten will (die Exis jammern da immer ganz
> schrecklich).

<g> Es ist immer ein besonderes Vergnügen, Word-benutzenden Kollegen
zuzusehen.

> Bei LaTeX weiß man wenigstens, was man darf und was
> nicht. Normalerweise wird ein Stylefile vorgegeben (z.B. gibt es
> einen eigenen conference style von World Scientific).

Eindeutig. Mit entsprechend eindeutigen Vorgaben ist LaTeX
vergleichsweise sehr angenehm zu verarbeiten.

Ciao,
Jens

Stephan Hennig

unread,
Apr 5, 2003, 5:10:51 AM4/5/03
to
"Tobias Kleinohl" <tobias....@web.de> schrieb:

> Hallo,
>
> ich hoffe mir kann jemand helfen.
> Bei uns im Institut wird nur Word verwendet,
> doch ich möchte das die Worddokumente so aussehen wie Standard LaTeX
> Dokumente.
>
> Welche Schriftarten muß ich verwenden.
> Gibt es Musterbeispiele etc.
>
> Viele Grüße
>
> Tobi
>

Gestern gesehen aber noch nicht ausprobiert:

http://www.jchl.co.uk/computing/wordlatex.htm


Dazu brauchst du noch die TrueType-Versionen der CM-Fonts
(--> http://www.dante.de). Allerdings werden Umlaute mit
denen in Helvetica gesetzt. :( Für eine Diagrammbeschriftung
in Excel habe ich es mit einem 2pt kleineren TimesRoman-ö
hinbekommen. (Und dann Softdownload der Schriften beim
eps-Export.) Aber bei längeren Texten?

Gibt's die EC-Fonts auch als TTF?


Viele Grüße,

Stephan Hennig

Harald Harders

unread,
Apr 5, 2003, 8:13:09 AM4/5/03
to
On 5 Apr 2003 10:10:51 GMT, Stephan Hennig wrote:

> Gestern gesehen aber noch nicht ausprobiert:
> http://www.jchl.co.uk/computing/wordlatex.htm
>
> Dazu brauchst du noch die TrueType-Versionen der CM-Fonts
> (--> http://www.dante.de). Allerdings werden Umlaute mit
> denen in Helvetica gesetzt. :( Für eine Diagrammbeschriftung
> in Excel habe ich es mit einem 2pt kleineren TimesRoman-ö
> hinbekommen. (Und dann Softdownload der Schriften beim
> eps-Export.) Aber bei längeren Texten?
>
> Gibt's die EC-Fonts auch als TTF?

Es gibt die umr-Schriften (umr10.ttf). Das ist wohl eine Mischung
aus CM und EC, glaube ich. Die gibt es aber nur in der
Designgröße 10pt, und ich weiß auch im Moment nicht wo.

Gruß

Stephan Hennig

unread,
Apr 6, 2003, 5:52:11 AM4/6/03
to
Harald Harders <h.ha...@tu-bs.de> schrieb:

> On 5 Apr 2003 10:10:51 GMT, Stephan Hennig wrote:
> >
> > Gibt's die EC-Fonts auch als TTF?
>
> Es gibt die umr-Schriften (umr10.ttf). Das ist wohl eine Mischung
> aus CM und EC, glaube ich. Die gibt es aber nur in der
> Designgröße 10pt, und ich weiß auch im Moment nicht wo.
>

http://www.truetex.com

Das beschränkt sich nicht nur auf umr. Ich habe unten einen
Teil der readme angehängt.

Die Umlaute sind aber wahrscheinlich aus den CM-Akzenten
abgeleitet. Die Striche sind etwas hoch.
Trotzdem zu empfehlen - für den, der es braucht.


Auszug aus readme:

...

The 9 Universal Modern fonts are Windows ANSI TrueType versions
of certain Computer Modern typeface styles used in TeX and LaTeX.
We created these fonts using the same precise techniques we used
to convert the Computer Modern fonts to TrueType, except that the
character sets and encoding implemented in the fonts follow the
ANSI standard instead of the TeX versions, thus allowing the
typefaces to be used with ordinary Windows applications. This
conversion involved a substantial number of new METAFONT designs
(mostly taken from what others have posted on CTAN), since so many
of the ANSI characters are not found in the original TeX fonts.

Because the Universal Modern fonts contain the complete ANSI
character set in a Windows ANSI encoding, they are fully
compatible with non-TeX Windows applications using English or
Western European languages.

...

The fonts and their names are as follows:

umb10 Universal Modern Bold
umbx10 Universal Modern Bold Extended
umbxsl10 Universal Modern Bold Extended Slanted
umbxti10 Universal Modern Bold Extended Text Italic
umitt10 Universal Modern Typewriter Italic
umr10 Universal Modern Roman
umsltt10 Universal Modern Typewriter Slanted
umti10 Universal Modern Italic
umtt10 Universal Modern Typewriter

The conversions were done at the 10-point optical size, although
of course they may be scaled to other sizes linearly by Windows
applications.

...


Stephan Hennig

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