ich bin LaTeX-Newbie und habe auch so mein Problem mit den
Schriftarten, sicher auch, weil ich durch div. Textverarbeitungen
verwöhnt bin, mal eben einen neuen Font zu benutzen. Deshalb wollte
ich gern mal in die Runde fragen, welche Schriftarten ihr so benutzt
(und für welche Schritfstücke).
Ich habe mich jetzt in LaTeX eingearbeitet, weil meine Diplomarbeit
ansteht. Ich denke mir, dass dies mit LaTeX sicher besser aussieht,
als mit Wor$. Außerdem schätze ich es, dass ich nicht groß am Layout
rumfummlen muss. Insofern werde ich auch nichts am Layout verändern,
sondern schön alles so lassen, wie es voreingestellt ist (bis auf den
Zeilenabstand und die Schriftgröße, wegen der Vorschriften). Ich werde
mich nicht einmal in das Koma-Skript einarbeiten, sondern meine Arbeit
in "Standard-LaTeX" schreiben, ein paar Grafiken einbinden, ein paar
kleine Tabellen stricken, Referenzieren, alles ausdrucken und fertig.
Diese Hobbylayouterei meiner Kollegen mache ich jedenfalls nicht mit!
Aber diese leidigen Schriftarten ... Auch ich finde CM nicht so
überzeugend (erst, wenn man sie bei 10pt einsetzt). Da ich aber etwas
analog zu 12pt TimesNewRoman abliefern muss, erscheint mir die CM eher
ungeeignet und nicht besonders gut lesbar, vor allem im Laserdruck
recht blaß. Sie ist zwar die am besten unterstütze Schrift
(funktionierende Ligaturen, Kerning etc.), aber ich würde trotzdem
lieber eine andere Schrift nehmen. Times lehne ich aber auch ab, zum
einen weil ich auch hier ihre Stärke eher bei kleinerer Schriftgröße
sehe, zum anderen, das muss ich zugeben, weil die nunmal alle
benutzen.
Mit dieser Motivation frage ich also nach den von euch benutzten
Schriften, natürlich auch in der Hoffnung, dass vielleicht schon
fertige Metriken etc. vorliegen. Ich dachte vielleicht so an eine
Garamond Variante, Sabon, Bembo oder eine ähnlich gute, solide
Druckschrift (natürlich eher in einer günstigen
"CorelDraw"-BitStream-True-Type-Variante, als an Sabon-Next von
Linotye für ca. 1.500,00 Euronen). Allerdings habe ich auch keine
Lust, für die Diplomarbeit noch ewig rumzufummeln, um eine Schrift
"ans Laufen zu bekommen"; Abstriche bei Kernig, Ligaturen, fehlenden
Zeichen usw. möchte ich auch gern vermeiden. Notfalls muss es dann
halt doch die Times werden.
In diesem Sinne und gespannt auf Antworten,
mit vielen Grüßen,
Udo
Moin!
> ich bin LaTeX-Newbie und habe auch so mein Problem mit den
> Schriftarten, sicher auch, weil ich durch div. Textverarbeitungen
> verwöhnt bin, mal eben einen neuen Font zu benutzen. Deshalb wollte
> ich gern mal in die Runde fragen, welche Schriftarten ihr so benutzt
> (und für welche Schritfstücke).
Ich finde die Palatino für Fließtext nach wie vor ziemlich gut. Du
kannst sie bequem via \usepackage{mathpazo} einbinden. Die Helvetica
passt als serifenlose dazu IMO ausreichend gut, eine Frutiger
o.ä. wäre allerdings wesentlich besser, wenngleich nicht kostenlos und
nicht unumständlich zu integrieren.
Allerdings hätte ich diesen "Rat" gerne vor dem Hintergrund
betrachtet, dass ich alles andere als ein Experte für Schriften bin,
aber vielleicht durch diesen Thread ein wenig schlauer werde...
Bis dann,
Henrik
> Mit dieser Motivation frage ich also nach den von euch benutzten
> Schriften, natürlich auch in der Hoffnung, dass vielleicht schon
> fertige Metriken etc. vorliegen. Ich dachte vielleicht so an eine
> Garamond Variante, Sabon, Bembo oder eine ähnlich gute, solide
> Druckschrift (natürlich eher in einer günstigen
> "CorelDraw"-BitStream-True-Type-Variante, als an Sabon-Next von
> Linotye für ca. 1.500,00 Euronen).
Schau mal auf http://home.vr-web.de/was/fonts.html, da solltest Du so
einiges finden. Die dort unterstützten Corel-Fonts beziehen sich aber auf
die Type1 Versionen. Da zu Corel keine Expert-Fonts gehören, wirst Du
Abstriche bei Ligaturen, Kapitälchen und Minuskelziffern machen müssen.
Bevor Du mit "Garamond-Varianten" liebäugelst, würde ich an Deiner Stelle
erst ausprobieren, ob Dir die Euler Mathe-Fonts gefallen. Sonst müsstest Du
auch noch in kommerzielle Mathe-Fonts investieren (Y&Y, Micropress). Sonst
bleibt noch die Mathe-Font von Achim Blumensath für MinionPro Opticals, die
es aber meines Wissens nach bis jetzt nur als .mf gibt
(http://www-mgi.informatik.rwth-aachen.de/~blume/pub/MnSymbol.tar.gz).
Bye,
Michael
Selbst bei Indesign gibt's das Problem. Mittlerweile hab' ich mich einfach
daran gewöhnt, Auf"|lösung zu schreiben.
> > aber ich würde trotzdem lieber eine andere Schrift nehmen. Times
> > lehne ich aber auch ab, zum einen weil ich auch hier ihre Stärke
> > eher bei kleinerer Schriftgröße sehe, zum anderen, das muss ich
> > zugeben, weil die nunmal alle benutzen.
>
> Das kann kein Argument sein, solange sie gut lesbar ist und das Layout
> ordentlich aussieht. Gerade für großen Schriften, z. B. im Briefkopf
> (\Huge etc.), finde ich die kräftig wirkende Times wesentlich besser
> geeignet als z. B. Garamond oder gar die cm-Fonts.
Huch, je größer die Font desto feiner, oder?
> Man sollte die Schrift IMHO nach dem Satzspiegel auswählen: Je
> schmaler die Spalten, in denen der Text gesetzt ist, desto eher eignet
> sich eine Schrift wie Times mit einer engen Laufweite. Bei breiteren
> Spalten kann man dann fast alle Schriften nehmen. Dieser Unterschied
> ist vor allem wichtig für Texte, die in Blocksatz gesetzt werden, weil
> sonst die Abstände zwischen den Wörtern bei Schriften mit
> vergleichsweise großer Laufweite auch größer werden. Die Empfehlung zu
> Palatino würde ich grundsätzlich auch teilen, weil es eine klassische
> Schrift für längere Texte ist.
Die Diplomarbeit wird er sicherlich A4 einspaltig schreiben. Selbst wenn er
zweispaltig setzt oder auf A5 formatiert wird er noch keinen löchrigen Satz
produzieren, egal ob Times, Palatino, Garamond... und Bembo/Centaur, meinen
Favourites.
> Eine andere Frage ist der Einsatz von Serifen- oder von serifenlosen
> Schriften: Welche sind besser lesbar? Serifenlose Schriften nur für
> die Überschriften oder auch für den Fließtext? Das ist eine unlösbare
> Frage, weil es offenbar eine Reihe von Leuten gibt, die serifenlose
> Schriften seitenlang ermüdungsfrei lesen können -- was mir wiederum
> unverständlich ist... ;-)
Einige der Typo-Gurus in dctt zitieren häufiger Tschichold. Der hat ein
ganzes Buch in einer Grotesk gesetzt. Ab 20 Seiten find' ich aber auch eine
Antiqua angenehmer. Ein Buch in Avantgarde gesetzt, das wär doch mal was! :)
bye,
mic
> udo...@gmx.de (Udo Koch) writes:
>
> > Aber diese leidigen Schriftarten ... Auch ich finde CM nicht so
> > überzeugend (erst, wenn man sie bei 10pt einsetzt). Da ich aber
> > etwas analog zu 12pt TimesNewRoman abliefern muss, erscheint mir die
> > CM eher ungeeignet und nicht besonders gut lesbar, vor allem im
> > Laserdruck recht blaß. Sie ist zwar die am besten unterstütze
> > Schrift (funktionierende Ligaturen, Kerning etc.),
>
> Gerade die Ligaturen bei den cm-Schriften sind aber ein Problem bei
> deutschsprachigen Texten, denn im deutschsprachigen Textsatz werden
> die nicht nur nach den Buchstabenkombinationen gesetzt, wie TeX es
> macht. Um das für deutschsprachige Verhältnisse anzupassen, gab es
> mal das Programm "rmligs" -- leider erstmal nur für *ix-Systeme.
rmligs war (wieso eigentlich war?) ein Perl-Skrript und von daher
plattformunabhängig.
Ferner gibt es noch das Programm ligaTeX
(http://tfp1.physik.uni-freiburg.de/~killes/programme/ligatex/)
und das seit einer Woche sogar für DOS bzw. seine graphischen Ableger.
Vielen Dank an Stephan Hennig!
Gruß,
Gerhard
ich finde die Sabon ganz brauchbar und verwende sie gerne z. B. fuer
Briefe oder den PDF-Files auf meiner Homepage, s.u.
Und zwar verwende ich die Savoy von SoftMaker, gab es mal auf einer CD
"Mega Font Euro Edition", wird aber jetzt nicht mehr angeboten. Die
aktuelle CD enthaelt nur noch die TrueType-Schriften. Moeglicherweise
findest Du eine solche CD noch ueber e-Bay etc. Als LaTeX-Anpassungen
verwende ich die von Walter Schmidt (http://www.vr-web.de/~was). Die
Savoy wird aber nicht mehr angeboten, aus dem o.g. Grund. Aber wenn Du
bei Walter Schmidt nachfragst bekommst Du sie bestimmt noch.
Allerdings verwende ich die Schriften nur bei Sachen ohne (viel)
Mathematik. Die eulervm-Fonts finde ich persoenlich nicht so toll. Wenn
viel Formeln vorkommen wuerde ich doch eher die CM oder Times oder
Palatino einsetzen, weil das die einzigen Fonts sind, fuer die
brauchbare (freie) Mathematik-Fonts/-Anpassungen vorhanden sind.
Gruss,
Bernhard
--
_________ http://www.bwalle.de _________________________________________________
Es gibt viel zu tun - schnell weg!
-- Peter E. Schumacher
Cool, kannte ich noch gar nicht.
Aber warum nur fuer *nix? Das Skript ist doch in Perl geschrieben und
Perl gibt es auch fuer andere Betriebssysteme, z. B. ActivePerl fuer
Microsoft Windows. Und da Latin1 eine Teilmenge von cp1252 ist sollte es
hier auch keine Probleme geben.
Gruss,
Bernhard
--
_________ http://www.bwalle.de _________________________________________________
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher"
-- Albert Einstein
[...]
>> Eine andere Frage ist der Einsatz von Serifen- oder von serifenlosen
>> Schriften: Welche sind besser lesbar? Serifenlose Schriften nur für
>> die Überschriften oder auch für den Fließtext? Das ist eine unlösbare
>> Frage, weil es offenbar eine Reihe von Leuten gibt, die serifenlose
>> Schriften seitenlang ermüdungsfrei lesen können -- was mir wiederum
>> unverständlich ist... ;-)
>
> Einige der Typo-Gurus in dctt zitieren häufiger Tschichold. Der hat ein
> ganzes Buch in einer Grotesk gesetzt. Ab 20 Seiten find' ich aber auch
> eine Antiqua angenehmer. Ein Buch in Avantgarde gesetzt, das wär doch mal
> was! :)
Tschichold hielt die Grotesk für die Schriftform der Zukunft. So richtig wie
viele seiner Forderung waren (z.B. Abschaffung der Groß- und
Kleinschreibung): Einfach zu verleugnen, daß die Druckschrift vom
geschriebenen Wort kommt, das ist doch absurd.
Malte
Malte Rosenau <mro...@gwdg.de> writes:
> Michael Zedler wrote:
>
>> [...]
>>
>> Einige der Typo-Gurus in dctt zitieren häufiger Tschichold. Der hat ein
>> ganzes Buch in einer Grotesk gesetzt. Ab 20 Seiten find' ich aber auch
>> eine Antiqua angenehmer. Ein Buch in Avantgarde gesetzt, das wär doch mal
>> was! :)
>
> Tschichold hielt die Grotesk für die Schriftform der Zukunft. So richtig wie
> viele seiner Forderung waren (z.B. Abschaffung der Groß- und
> Kleinschreibung):
Eine auf rein aesthetischen Gesichtspunkten aufbauende Verringerung
der Zahl der Buchstabenformen findest du richtig?
> Einfach zu verleugnen, daß die Druckschrift vom geschriebenen Wort
> kommt, das ist doch absurd.
Worauf bezieht sich das? Auf Tschicholds "neue" Grotesk mit den
veraenderten Buchstabenformen?
Tschoe,
Torsten.
--
Torsten Bronger, Aquisgranum, Old Europe
Die Palatino verwende ich auch. In meinen Augen passt sie aber mit der
Helvetica nicht so gut zusammen, ich habe es darum z.Zt. bei der
Standardeinstellung belassen (CM sans serif). Ist aber wohl auch nicht
optimal.
Ciao
Michael
Hallo Hendirk,
> Ich finde die Palatino für Fließtext nach wie vor ziemlich gut. Du
> kannst sie bequem via \usepackage{mathpazo} einbinden.
Hm, ja, durchaus eine Not-Altermnative. Allerdings finde ich sie
nicht optimal lesbar, zumindest wenn ich sie mit Garamond oder gar
Sabon oder Bembo (via Word) vergleiche. Aber wie gesagt, zumindest
besser als die Times.
Aber ich binde sie mit \usepackage{palatino} ein, sehe zu Deiner
Variante aber auch keinen Unterschied.
> Die Helvetica
> passt als serifenlose dazu IMO ausreichend gut, eine Frutiger
> o.ä. wäre allerdings wesentlich besser, wenngleich nicht kostenlos und
> nicht unumständlich zu integrieren.
Die Helvetica finde ich auch nicht so passend, mag sie auch
überhapt nicht wirklich. Aber eine serifenlose Schrift benötige ich
ohnehin nur als Unterschrift für Tabellen und Grafiken, da kommt es
dann nicht so sehr drauf an.
Viele Grüße,
Udo
> Schau mal auf http://home.vr-web.de/was/fonts.html, da solltest Du so
> einiges finden. Die dort unterstützten Corel-Fonts beziehen sich aber auf
> die Type1 Versionen. Da zu Corel keine Expert-Fonts gehören, wirst Du
> Abstriche bei Ligaturen, Kapitälchen und Minuskelziffern machen müssen.
Dies würde ich nur ungern tun.
> Bevor Du mit "Garamond-Varianten" liebäugelst, würde ich an Deiner Stelle
> erst ausprobieren, ob Dir die Euler Mathe-Fonts gefallen. Sonst müsstest Du
> auch noch in kommerzielle Mathe-Fonts investieren (Y&Y, Micropress). Sonst
> bleibt noch die Mathe-Font von Achim Blumensath für MinionPro Opticals, die
> es aber meines Wissens nach bis jetzt nur als .mf gibt
> (http://www-mgi.informatik.rwth-aachen.de/~blume/pub/MnSymbol.tar.gz).
Danke auch für diesen Hinweis, aber ich werde keine voraussichtlich
überhaupt keine Formeln benötigen, allenfalls so marginal, dass es
auch egal ist.
Viele Grüße,
Udo
Das mit den Ligaturunterschieden war mit allerdings neu.
Naja, das mit dem Perl und rmligs habe ich nicht so recht
hinbekommen. Ich habe jetzt zwar ActivePerl 5.8 installiert, kann da
aber nix starten und bei rmlings weiß ich auch nicht, was ich da jetzt
genau tun soll.
[...]
>
> > Man sollte die Schrift IMHO nach dem Satzspiegel auswählen: Je
> > schmaler die Spalten, in denen der Text gesetzt ist, desto eher eignet
> > sich eine Schrift wie Times mit einer engen Laufweite. Bei breiteren
> > Spalten kann man dann fast alle Schriften nehmen. Dieser Unterschied
> > ist vor allem wichtig für Texte, die in Blocksatz gesetzt werden, weil
> > sonst die Abstände zwischen den Wörtern bei Schriften mit
> > vergleichsweise großer Laufweite auch größer werden. Die Empfehlung zu
> > Palatino würde ich grundsätzlich auch teilen, weil es eine klassische
> > Schrift für längere Texte ist.
>
> Die Diplomarbeit wird er sicherlich A4 einspaltig schreiben. [...]
Klar! Zweispaltig, das geht natürlich nicht. A4, einseitig
beschrieben, Schriftgröße analog 12pt TimesNewRoman, 1,5-zeiliger
Zeilenabstand, ich werde aber wohl - je nach Schrift - zunächst
versuchen, eher einen 1,2 -1,3er Abstand unterzujubeln /
durchzubekommen. Ich persönlich finde auch bei A4 den 150%igen
Zeilenabstand doch zu groß. Jedenfalls verliere ich beim Schnellesen
da leicht die Zeile, bzw. empfinde keine flüssigen Übergänge beim
Zeilenwechsel.
>
> > Eine andere Frage ist der Einsatz von Serifen- oder von serifenlosen
> > Schriften: Welche sind besser lesbar? Serifenlose Schriften nur für
> > die Überschriften oder auch für den Fließtext? Das ist eine unlösbare
> > Frage, weil es offenbar eine Reihe von Leuten gibt, die serifenlose
> > Schriften seitenlang ermüdungsfrei lesen können -- was mir wiederum
> > unverständlich ist... ;-)
Mir auch. Ich kann sie nur am Bildschirm gut lesen, da am liebsten
Verdana.
>
> Einige der Typo-Gurus in dctt zitieren häufiger Tschichold. Der hat ein
> ganzes Buch in einer Grotesk gesetzt. Ab 20 Seiten find' ich aber auch eine
> Antiqua angenehmer. Ein Buch in Avantgarde gesetzt, das wär doch mal was! :)
Ja, aber das war zu seiner Bauhaus-Zeit. Danach vollzog er ja eine
komplette Kehrtwende, s. auch seine "Erfreulichen Drucksachen".
Viele Grüße,
Udo
> Ferner gibt es noch das Programm ligaTeX
> (http://tfp1.physik.uni-freiburg.de/~killes/programme/ligatex/)
> und das seit einer Woche sogar für DOS bzw. seine graphischen Ableger.
> Vielen Dank an Stephan Hennig!
Auch das Programm bekomme ich nicht installiert. Wenn ich die
ligatex.exe Datei starte, öffnet sich nur ein leeres Dos-Fenster und
passiert nichts ...
Viele Grüße,
Udo
> Hallo Hendirk,
Ähem! ;-)
>> Ich finde die Palatino für Fließtext nach wie vor ziemlich gut. Du
>> kannst sie bequem via \usepackage{mathpazo} einbinden.
> Aber ich binde sie mit \usepackage{palatino} ein, sehe zu Deiner
> Variante aber auch keinen Unterschied.
Siehe l2tabu.
>> Die Helvetica passt als serifenlose dazu IMO ausreichend gut, eine
>> Frutiger o.ä. wäre allerdings wesentlich besser, wenngleich nicht
>> kostenlos und nicht unumständlich zu integrieren.
>
> Die Helvetica finde ich auch nicht so passend, mag sie auch
> überhapt nicht wirklich.
Leider wurde sie (bzw. die recht ähnliche Arial) in den letzten 10 (?)
Jahren (genauso wie die Times) bei jeder passenden und unpassenden
Gelegenheit hoffnungslos "übernutzt", verschuldet wohl dadurch, dass
sie bei Windows dabei ist und seitdem irgendwie jeder zu denken
scheint, sie wäre "Standard". Deshalb nervt sie mittlerweile oft,
obwohl sie an sich nicht schlecht ist.
> Aber eine serifenlose Schrift benötige ich ohnehin nur als
> Unterschrift für Tabellen und Grafiken, da kommt es dann nicht so
> sehr drauf an.
Na dann...
> Gerhard Killesreiter <nutz...@killesreiter.de> wrote in message
> news:<4ak7cyt...@helios.physik.uni-freiburg.de>...
>
> > Ferner gibt es noch das Programm ligaTeX
> > (http://tfp1.physik.uni-freiburg.de/~killes/programme/ligatex/)
> > und das seit einer Woche sogar für DOS bzw. seine graphischen
> > Ableger. Vielen Dank an Stephan Hennig!
>
>
> Auch das Programm bekomme ich nicht installiert. Wenn ich die
> ligatex.exe Datei starte, öffnet sich nur ein leeres Dos-Fenster und
> passiert nichts ...
Es ist ein Kommandozeilenprogramm.
'ligatex --help' bringt die Hilfe (Unix-Konvention).
Da die Anwendung wohl nur Unix-Usern v"ollig normal
erscheinen d"urfte:
ligatex < infile.tex > outfile.tex
Viele Grüße,
Stephan Hennig
>> Tschichold hielt die Grotesk für die Schriftform der Zukunft. So richtig
>> wie viele seiner Forderung waren (z.B. Abschaffung der Groß- und
>> Kleinschreibung):
>
> Eine auf rein aesthetischen Gesichtspunkten aufbauende Verringerung
> der Zahl der Buchstabenformen findest du richtig?
Naja, nicht bloß wegen der Ästhetik. Sicher ist die Gleichmässigkeit des
Schriftbildes wichtig, deshalb agumentiert Tschichold ja auch mit der
englischen Orthographie. Entscheidender finde ich noch, daß die deutsche
Schrift einen schwer nachvollziehbaren Sonderweg gegangen ist, trotz
gegenläufiger Tendenzen in der Germanistik (Jakob Grimm).
Gut, einige Leute -- besonders die von der "Deine Shift-Taste ist
kaputt"-Fraktion -- mögen mir da gerne wiedersprechen. Ich habe hier
übrigens gerade einen Göttinger Sitzungsbericht der Kgl. Ges. der
Wissenschaften von 1878 vor mir liegen. Da hat man (in guter
germanistischer Traditon mit J. Grimm) nur das erste Zeichen von Eigennamen
in Versalien gesetzt. Von dieser Logik hätte sich die "Rechtschreib-Reform"
mal ne große Scheibe abschneiden können *g*
>> Einfach zu verleugnen, daß die Druckschrift vom geschriebenen Wort
>> kommt, das ist doch absurd.
>
> Worauf bezieht sich das? Auf Tschicholds "neue" Grotesk mit den
> veraenderten Buchstabenformen?
Ich glaube, er meinte das ganz allgemein. Mit der Grotesk, die er in "Die
Neue Typographie" verwendet, war Tschichold übrigens selbst nicht ganz
zufrieden. Deshalb würde mich interessieren, ob er seine Meinung später
noch geändert hat (er hat uns ja immerhin auch die Sabon geschenkt). Seine
Idee war, zumindest meine ich das in "Die Neue Typographie" gelesen zu
haben, daß Druckschriften nichts mehr mit Handschrift zu tun haben sollten.
Die Formen der Grotesken sollten den Ausgangspunkt für zukünftige
Schriftentwicklungen bilden. Rein "geometrisch" Konstruierte Grotesken wie
die diversen Futura Schriften von P. Renner wären dann wohl die Folge.
Abseits von möglichen Anwendungsgebieten z.B. in Werbeanzeigen empfinde ich
diese Schriften als Konsequenzmacherei.
Gruß,
Malte
Ich bin im Besitz exakt dieser CD und bekomme die Fonts grundsätzlich
nicht zum Laufen. Bei allen ttf Dateien schmiert ttf2tfm ab. Die
PostScript Fonts liegen als .pfb und .pfm vor, und alle Anleitungen
reden von .pfa und .afm.
Wie hast du die Schrift zum Laufen bekommen?
Kannst du mir die entsprechenden Dateien vielleicht mal mailen?
--Nikolaus
--
4 von 3 Deutschen haben Probleme mit Statistiken.
> [...] Ich werde
> mich nicht einmal in das Koma-Skript einarbeiten, sondern meine Arbeit
> in "Standard-LaTeX" schreiben, [...]
Tu Dir selbst einen Gefallen und verwende Koma-Skript!
(just my 2 cent)[1]
Grusz
Jakob
[1] Gibt es fuer diesen Spruch eine geeignete Uebersetzung?
Ja, die und Bembo (Bergamo) habe ich auch vorwiegend unter Wor$
benutzt. Allerdings hatte ich schon nur noch die Cd bekommen, auf der
außschließlich TTF Fonts drauf sind. Damit kann ich aber unter LaTeX
nichts anfangen, da sie sich, wie man hier im Archiv immer wieder
lesen kann, nicht ordentlich unter LaTeX verwenden lassen (v.a.
Ligaturen, Kerning etc.).
> Die aktuelle CD enthaelt nur noch die TrueType-Schriften. Moeglicherweise
> findest Du eine solche CD noch ueber e-Bay etc. Als LaTeX-Anpassungen
> verwende ich die von Walter Schmidt (http://www.vr-web.de/~was). Die
> Savoy wird aber nicht mehr angeboten, aus dem o.g. Grund. Aber wenn Du
> bei Walter Schmidt nachfragst bekommst Du sie bestimmt noch.
Gibt es dafür kein Archiv? Ich fände das gut, weil man einerseits
dann wirklich noch nach so einer CD suchen könnte, andererseits einige
vielleicht ihre Anpassungen mal verschlampen ... könnte ich mir
zumindest (bei mir) vorstellen.
[...]
Viele Grüße,
Udo
Das Problem ist nicht mal so sehr, daß die Times und die Helvetica so
oft verwendet werden (und auch nicht mal, daß statt ihrer meist
TimesNewRoman und Arial verwendet werden), sondern daß sie einfach
*grottenschlecht* verwendet werden. Wer bisher Times und Helvetica nur
von Word her gewöhnt war, wird in der Regel ein ziemliches Aha-Erlebnis
haben, sobald er ein mit LaTeX gesetztes Dokument sieht, das eben diese
Schriften verwendet.
Gruß, Christian.
--
Pfr. z. A. Christian Justen
Genovevastr. 11, 56727 Mayen
Tel. 02651 / 701545 mail: chri...@justen-mack.de
Es gibt (gab?) die Savoy auch auf der CD zu Cavanaughs "Insiderbuch Type
Design". In der Regel sind die Schriften von dieser CD besser als die
gleichnamigen Schriften, die SoftMaker verkauft, da unter anderem mehr
Schriftschnitte geboten werden; bei der Mega Font Euro Edition fehlt
irgendetwas wichtiges immer. Abgesehen davon habe ich in die
SoftMaker-Schriften jegliches Vertrauen verloren, weil häufig die
Metriken ganz und gar verhunzt sind.
afm-Dateien werden in der Tat zwingend benötigt, sind aber auf der CD
auch enthalten! pfa-Dateien brauchst Du garantiert nicht, in den
pfb-Dateien steckt alles, was nötig ist.
Aber wie in einem anderen posting schon angedeutet: ich würde von dieser
CD sowieso lieber die Finger lassen.
wie gesagt, ich habe die Anpassungen von Walter Schmidt verwendet.
> Wie hast du die Schrift zum Laufen bekommen?
Ich bin einfach nach der Installationsanleitung vorgegangen, letztlich
musste man nur ein paar Dateien kopieren und die updmap.cfg (bei tetex
2.0) aktualisieren.
> Kannst du mir die entsprechenden Dateien vielleicht mal mailen?
Leider habe ich bloss noch die eigentlichen Dateien auf der Platte,
nicht aber die README. Ohne diese weisst Du aber nicht wie Du die
Dateien benennen musst.
Wende Dich doch am besten direkt an Walter Schmidt. Wenn der die Dateien
nicht mehr hat oder was auch immer, dann schreib mir nochmal eine Mail
und ich schicke Dir die Dateien inkl. die Umbenennungsregel (muss ich
halt dann rueckwaerts herausfinden, die Postscript-Fonts enthalten ja
auch den Fontnamen als Klartext).
Gruss,
Bernhard
--
_________ http://www.bwalle.de _________________________________________________
Es wird Wagen geben, die von keinem Tier gezogen werden und mit unglaublicher
Gewalt daherfahren.
-- Leonardo da Vinci
Hallo Udo,
wenn Ligaturen und SC/OsF wichtig sind, kann ich Dir nur raten, eine von
Walter Schmidt unterstützte Adobe-Schrift zu nehmen. Zusätzlich gibts noch
auf Dante eine Bembo+Expert-Unterstützung, die aber nur Majuskelziffern
kann.
bye,
mic
Malte Rosenau <mro...@gwdg.de> writes:
> Torsten Bronger wrote:
>
>>> Tschichold hielt die Grotesk für die Schriftform der Zukunft. So richtig
>>> wie viele seiner Forderung waren (z.B. Abschaffung der Groß- und
>>> Kleinschreibung):
>>
>> Eine auf rein aesthetischen Gesichtspunkten aufbauende Verringerung
>> der Zahl der Buchstabenformen findest du richtig?
>
> Naja, nicht bloß wegen der Ästhetik. Sicher ist die Gleichmässigkeit des
> Schriftbildes wichtig, deshalb agumentiert Tschichold ja auch mit der
> englischen Orthographie. Entscheidender finde ich noch, daß die deutsche
> Schrift einen schwer nachvollziehbaren Sonderweg gegangen ist, trotz
> gegenläufiger Tendenzen in der Germanistik (Jakob Grimm).
>
> Gut, einige Leute -- besonders die von der "Deine Shift-Taste ist
> kaputt"-Fraktion -- mögen mir da gerne wiedersprechen. Ich habe hier
> übrigens gerade einen Göttinger Sitzungsbericht der Kgl. Ges. der
> Wissenschaften von 1878 vor mir liegen. Da hat man (in guter
> germanistischer Traditon mit J. Grimm) nur das erste Zeichen von Eigennamen
> in Versalien gesetzt. Von dieser Logik hätte sich die "Rechtschreib-Reform"
> mal ne große Scheibe abschneiden können *g*
Ich bin derselben Meinung. Insbesondere "das Lesen" oder "das
Beste" gross zu schreiben ist mir immer seltsam vorgekommen. Die
Rechtschreibreform ging in Richtung noch mehr Grossschreibung. Ein
Grund mehr fuer mich, sie zu ignorieren.
Aber: Das voellige Aufgeben der Grossbuchstaben halte ich fuer
Unsinn. Ich schaute mal in ein Buch von Otl Aicher, gedruckt in
seiner Rotis Semi Sans (serifenlos) ohne einen einzigen
Grossbuchstaben. Unlesbar ==> Experiment misslungen.
>>> Einfach zu verleugnen, daß die Druckschrift vom geschriebenen Wort
>>> kommt, das ist doch absurd.
>>
>> Worauf bezieht sich das? Auf Tschicholds "neue" Grotesk mit den
>> veraenderten Buchstabenformen?
>
> Ich glaube, er meinte das ganz allgemein. Mit der Grotesk, die er in "Die
> Neue Typographie" verwendet, war Tschichold übrigens selbst nicht ganz
> zufrieden. Deshalb würde mich interessieren, ob er seine Meinung später
> noch geändert hat (er hat uns ja immerhin auch die Sabon geschenkt). Seine
> Idee war, zumindest meine ich das in "Die Neue Typographie" gelesen zu
> haben, daß Druckschriften nichts mehr mit Handschrift zu tun haben sollten.
Im Prinzip ist das nicht dumm. Sicherlich sind, von einem voellig
objektiven Standpunkt aus analysiert, unsere heutigen Schriftarten
nicht perfekt, was die Lesbarkeit angeht. Das waere ja ein
gigantischer Zufall. Aber das ist sekundaer. Das bisschen
Lesbarkeit, was man da noch rausquetschen koennte, waere nur mit
einem Reissbrett-Alphabet zu erreichen, das zu verschieden vom
gewohnten ist (z.B. aus u.U. hunderten von Glyphen besteht).
Das ist der Knackpunkt: Prinzip Eins der Typographie ist das
Bedienen der Gewohnheit. Das Vergessen Typographen in ihrem Eifer
manchmal.
> Die Formen der Grotesken sollten den Ausgangspunkt für zukünftige
> Schriftentwicklungen bilden. Rein "geometrisch" Konstruierte
> Grotesken wie die diversen Futura Schriften von P. Renner wären
> dann wohl die Folge.
Im Buch "Schriften erkennen" ist abgedruckt, wie Renner seine Futura
urspruenglich gezeichnet hat, und es ist gut, dass das so nicht
durchging.
> Abseits von möglichen Anwendungsgebieten z.B. in Werbeanzeigen
> empfinde ich diese Schriften als Konsequenzmacherei.
Sehe ich genauso.
> [re Support-Files für Softmaker Savoy]
> Wende Dich doch am besten direkt an Walter Schmidt.
Support-Files für Savoy:
<http://home.vr-web.de/was/metrics5/5sb.zip>
Installationsanleitung:
<http://home.vr-web.de/was/metrics5/5sb.txt>
Die Fonts sindnicht soo toll... Weil's außerdem die CD
nicht mehr gibt, pflege ich das nicht mehr, und die
Installationsanleitung stimmt nicht mehr für's aktuelle
teTeX, aber du kannst dir das Zeugs noch runterladen --
auf eigene Gefahr.
Gruß
Walter
drei Anmerkungen:
1) Danke für das implizite Lob.
2) Es auch zwei Fontfamilien von Berthold (ConcordeBE und
BaskervilleBQ) unterstützt; beide mit SC/OsF und "ab Werk"
mit sehr umfangreichen und guten Kernkngtabellen, auch für's
Deutsche.
3) In den nächsten Wochen kommen vsl. die Linotype-Versionen
der Minion, Stempel-Garamond, und Syntax dazu; alle mit
Eurozeichen
> Zusätzlich gibts noch
> auf Dante eine Bembo+Expert-Unterstützung,
Nur zu dumm, dass mangels Doku nicht mehr feststellbar ist,
zu welcher Version der Bembo das gehört. Diejenige, die
z.Zt. von Adobe vertrieben wird, ist es jedenfalls _nicht_:
die hat andere FontNamen.
Gruß
Walter
Welche Installationsanleitung?
>> Kannst du mir die entsprechenden Dateien vielleicht mal mailen?
>
> Leider habe ich bloss noch die eigentlichen Dateien auf der Platte,
> nicht aber die README. Ohne diese weisst Du aber nicht wie Du die
> Dateien benennen musst.
>
> Wende Dich doch am besten direkt an Walter Schmidt. Wenn der die Dateien
> nicht mehr hat oder was auch immer, dann schreib mir nochmal eine Mail
> und ich schicke Dir die Dateien inkl. die Umbenennungsregel (muss ich
> halt dann rueckwaerts herausfinden, die Postscript-Fonts enthalten ja
> auch den Fontnamen als Klartext).
Ich werde ihn mal kontaktieren, aber zumindest auf seiner Homepage
stehen die Anpassungen nicht mehr.
--Nikolaus
--
»Frei nach Moores Gesetz: Der Ressourcenbedarf für ein und die selbe
Aufgabe vervierfacht sich alle 18 Monate. Irgendwann wird man stolz
sein, wenn man sleep(1) in Echtzeit schafft.« -- Andreas Riedel
<slrn9j6rh5.7l7...@tmn.csn.tu-chemnitz.de>]
Ich habe jetzt doch mal das KOMA Skript hernagezogen, aber ohne groß
was herumzuschrauben -- dazu habe ich, wie gesagt, keine Lust.
Jedenfalls habe ich da mal Palatino mit AvantGarde ausprobiert.
Zumindest im Probedruck (mal zwei Seiten) läuft das ganz gut zusammen
(weil ja nur die Headlines in Avant gesetzt werden). Es wirkt etwas
eigenwillig, aber nicht wirklich unangenehm, hinterläßt jedenfalls
Eindruck. Problematisch ist vielleicht, dass so die etwas "edle"
Erscheinung der Palatino aufgebrochen wird. Allerdings geschieht dies
ja auch bei VErwendung der Helvetica. Wie sich die Kombination von
Palatino und Avantgarde auf einen ca. 100 Seiten Text darstellen,
bleibt für mich jetzt aber erstmal fraglich.
> > Hallo Hendirk,
>
> Ähem! ;-)
*schäm*
Hallo Henrik,
>
> Siehe l2tabu.
Cool, kannte ich noch nicht. Danke für den Hinweis.
Ciao,
Udo.
Hallo Stephan,
> Es ist ein Kommandozeilenprogramm.
> 'ligatex --help' bringt die Hilfe (Unix-Konvention).
> Da die Anwendung wohl nur Unix-Usern v"ollig normal
> erscheinen d"urfte:
>
> ligatex < infile.tex > outfile.tex
Ah so, vielen dank, werd ich denn mal probieren.
Ciao,
Udo
Hallo Christian,
ist denn die CD vom "Insiderbuch Type Design" wirklich zu empfehlen?
Ich meine, ist wenigstens dort eine vollständige Savoy drauf, die ich
dann mit den Metriken von Walter Schmidt für LaTeX verfügbar machen
kann, bei der dann auch Kernig und Ligaturen funktionieren? Echte
Kapitälchen und Minuskelziffern sind da nicht sooooo wichtig, wären
aber natürlich auch schön. Hast Du, oder hat jemand sonst Erfahrung
damit?
Bin gespannt,
Udo.
> Aber diese leidigen Schriftarten ... Auch ich finde CM nicht so
> überzeugend (erst, wenn man sie bei 10pt einsetzt).
Mich auch nicht, vor allem in den Standardeinstellungen. Ich denke,
daß die teilweise für den echten Buchdruck (also mit Einberechnung
von etwas verlaufender Tinte am Papier) entworfen ist, nicht
für den 600 oder 1200 dpi Laserdrucker. Wenn die etwas fetter ist,
dann schaut sie ganz gut aus. Kann man mit Metafont wohl machen.
> lieber eine andere Schrift nehmen. Times lehne ich aber auch ab, zum
> einen weil ich auch hier ihre Stärke eher bei kleinerer Schriftgröße
> sehe, zum anderen, das muss ich zugeben, weil die nunmal alle
> benutzen.
Außerdem ist sie für eine Diplomarbeit denkbar ungeeignet, weil
sie (wie der Name schon andeutet) für schmale Zeitungsspalten
gedacht ist. Auf A4 ist sie schwerer zu lesen als viele andere
Schriften, weil dafür dann die Zeilen zu lang werden.
> Mit dieser Motivation frage ich also nach den von euch benutzten
> Schriften, natürlich auch in der Hoffnung, dass vielleicht schon
> fertige Metriken etc. vorliegen. Ich dachte vielleicht so an eine
> Garamond Variante, Sabon, Bembo oder eine ähnlich gute, solide
> Druckschrift (natürlich eher in einer günstigen
> "CorelDraw"-BitStream-True-Type-Variante, als an Sabon-Next von
> Linotye für ca. 1.500,00 Euronen).
Nimm Bitstream Charter, 1987 von Matthew Carter nach Vorbildern
von Fournier entworfen.
* Nicht so abgedroschen wie Palatino, Times&Co
* angenehm zu lesen (auch in längeren Texten)
* Gute Bildschrim- und Druckerdarstellung war Entwurfsziel
(wichtig auch bei Verwendung in PDFs, da ist eventuell eine
Bembo gar nicht so toll).
* Schaut nicht *so* arg elegant aus wie eine Bembo oder Garamond
(mich stört es immer, wenn man bei derartigen Schriften Satz-
fehler umso deutlicher sieht).
* Wirkt weder besonders schmal noch besonders breit
* Gratis (bei vielen TeX-Distributionen dabei, sonst als Teil
einer jeden Linux-Distribution zu kriegen).
* Für Laien wahrscheinlich als "Times" unterzujubeln
Nachteile hat sie auch:
* In den Gratis-Versionen keine Minuskelziffern und nur 2 Ligaturen
* In den Gratis-Versionen nur als Postscript, nicht als TrueType
* daher das Hinting auch nicht so gut (für deine Zwecke wohl egal,
aber z.B. ein K.O.-Kriterium für den Einsatz im Webbrowser.
Die URL dazu:
http://www.myfonts.com/fonts/bitstream/charter/
Sonst: Oranda BT (frecher, moderner) und Berling (mal was anderes,
gibts auch bei Bitstream als "Revival 565").
/ralph -- nur um die Welt vor noch ein paarhundert Seiten Times
zu bewahren.
Du könntest gut die Palatino zusammen mit der Optima (gibt es als
preiswerten Nachschnitt unter dem Namen Opus) verwenden. Die beiden
passen so gut zusammen, daß Knuth himself ein ganzes Buch in der Optima
gesetzt hat, aber als Kursivschnitt den der Palatino verwendete ...
Gruß, Christian.
--
Pfr. z.A. Christian Justen
Genovevastr. 11, D-56727 Mayen
email: chri...@justen-mack.de
Sie ist ziemlich vollständig. Echte Kapitälchen sind vorhanden,
Minuskelziffern nur im Kapitälchen-Schnitt, d.h. keine kursiven
Minuskelziffern. Leider gilt auch für diese Savoy-Variante, daß die
Metriken alles andere als optimal sind.
Voll und ganz empfehlen kann ich dagegen die Bembo-Variante der
Cavanaugh-CD (mit dem Namen Bergamo), mit der ich bislang überaus gute
Erfahrungen gemacht habe.
Mein persönlicher Favorit ist übrigens die VanDijck von Monotype (die
Schrift, aus der Tschicholds "Ausgewählte Aufsätze" gesetzt sind). Die
ist zwar teuer, aber sieht saugut aus. (SoftMaker hatte sich an einer
Billigvariante namens Vanity versucht, aber die ist wiederum vollkommen
unbrauchbar.)
Gruß, Christian.
> * Gratis (bei vielen TeX-Distributionen dabei, sonst als Teil
> einer jeden Linux-Distribution zu kriegen).
Gibts die nicht auch auf CTAN?
> Allerdings hätte ich diesen "Rat" gerne vor dem Hintergrund
> betrachtet, dass ich alles andere als ein Experte für Schriften bin,
Ich auch nicht, berufe mich aber gerne auf einen Experten. Adrian Frutiger
hat mal in einem Portait auf die Frage nach Anforderungen an die optimale
Gebrauchsschrift sinngemäß gesagt, dass man kaum etwas besser machen könne
als bei Palatino. Umso mehr ist es zu bedauern, dass Adobe für PDF die im
Alltag wenig brauchbare Times und nicht Palatino als
Standard-Serifen-Schrift definiert hat.
Markus
--
Fragen zu LaTeX? --> http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/
Fragen zu KOMA-Script? --> scrguide
Lust zur Mitarbeit? --> http://koma-script.net.tf
Fragen zur Person? --> http://kohm.de.tf
> Seine Idee war, zumindest meine ich das in "Die Neue Typographie" gelesen
> zu haben, daß Druckschriften nichts mehr mit Handschrift zu tun haben
> sollten.
Soweit ich mich erinnern kann, war sein Ausgangspuntk aber, dass die
Primärziele von Hand- und Druckschriften unterschiedlich sind.
Handschriften, müssen einfach und flüssig geschrieben werden können,
Druckschriften müssen ausschließlich gut gelesen werden können. Kunstvoll
geschriebene Handschriften besitzen Limitierungen durch die Schreibtechnik
(man wollte möglichst nicht während des Schreibens eines Buchstabens oder
Wortes die Feder wechseln müssen). Druckschriften besitzen diese
Beschränkungen nicht (aber vielleicht andere). Werden Druckschriften
unmittelbar aus Handschriften entwickelt, übernehmen sie aber fast
unvermeidbar Kompromisse, die aus der Schreibtechnik resultieren. Dazu
kommt, dass früher bei Schrift wie bei Bauwerken, Musik und bildender Kunst
mit sehr vielen Schnörkeln gearbeitet wurde. Für Schriften waren die in
Punkto Lesbarkeit eher hinderlich. Als Revolutionär, der Tschichold damals
in guter Bauhaustradition eben war, hat er das dann etwas krass
ausgedrückt.
In "Erfreuliche Drucksachen durch gute Typografie" schwärmt er aber geadezu
von der Fraktur, allerdings nicht von dem, was Druckereien häufig
verwenden, sondern von den "klassischen" Frakturschriften
(Breitkopf-Fraktur, Luthersche Fraktur, die alte Schwabacher,
Manuskript-Gotisch und Unger-Fraktur). Ebenso lobt er die alte Antiqua und
führt die Mängel der modernen Antiqua (z. B. Bodoni) auf. Er führt dann
auch die Mängel von Grotesk und Egyptienne kurz auf. Man darf wohl davon
ausgehen, dass er um 1960 eine Antiqua wie Jason anderen Schriften
vorgezogen hat.
Die Zeiten, in denen auch bei "echtem" Buchdruck noch Tinte
verlief, sind aber auch schon einige Jahrzehnte vorbei ...
Olaf
Beim aktuellen teTeX:
Folgende Zeile nach /etc/texmf/updmap.cfg
,----
| Map /usr/local/share/texmf/dvips/config/5sb.map
`----
und dann einfach `updmap' ausfuehren. Der Rest ist im Prinzip gleich
geblieben (ich habe meinen /usr/local/share/texmf-Baum unveraendert
uebernommen).
Gruss,
Bernhard
--
_________ http://www.bwalle.de _________________________________________________
Win95 is not a virus; a virus does something.
Hat sich ja durch das Posting von Walter Schmidt jetzt erledigt. :-)
Gruss,
Bernhard
--
_________ http://www.bwalle.de _________________________________________________
Mütter lieben ihre Kinder mehr, als Väter es tun, weil sie sicher sein können,
dass es ihre sind.
-- Aristoteles
> Es ist ein Kommandozeilenprogramm.
> 'ligatex --help' bringt die Hilfe (Unix-Konvention).
> Da die Anwendung wohl nur Unix-Usern v"ollig normal
> erscheinen d"urfte:
>
> ligatex < infile.tex > outfile.tex
Prima, vielen Dank, so klappt's ... bei rmligs bin ich denn
wenigstens selbst draufgekommen, dass der korrekte Aufruf
perl rmligs test.tex lauten muss.
Beide Programme haben bei meine Schnelltest funktioniert. Welchen
von beiden ist denn der Vorzug zu geben ... oder sollte ich einfach
denn beide mal drüberlaufen lassen?
Jedenfalls vielen Dank und viele Grüße,
Udo.
> Sie ist ziemlich vollständig. Echte Kapitälchen sind vorhanden,
> Minuskelziffern nur im Kapitälchen-Schnitt, d.h. keine kursiven
> Minuskelziffern. Leider gilt auch für diese Savoy-Variante, daß die
> Metriken alles andere als optimal sind.
>
> Voll und ganz empfehlen kann ich dagegen die Bembo-Variante der
> Cavanaugh-CD (mit dem Namen Bergamo), mit der ich bislang überaus gute
> Erfahrungen gemacht habe.
Ja, das wäre ja schon mal was was, die Bembo ist auch sehr sehr gut
lesbar (die Sabon wirkt zwar noch etwas "edler", aber ein
"funktionierender" und vollständiger Bembo-Clone wäre für meine
Diplomarbeit schon echt super!, allzumal ich im Archiv gefunden habe,
wie man beim Koma-Script (ich werde es wohl doch verwenden) die
Überschriften in der Hauptschriftart setzten kann, dann brauche ich
eine Grotesk nur noch für die Tabellen- und Grafikunterschriften, da
tut es dann auch die entsprechde CM oder von mir aus Helvetica.
Hast Du einen Link, wo ich fertige gute Anpassungen für die Bergamo
finden kann?
Viele Grüße,
Udo.
Ja, ich neige dazu, denn die Möglichkeit, den Kolumnentitel zentriert
zu setzen und die Seitenzahl in den Fuß wirkt für mich ästhetischer
(die Seite wird / wirkt länger und damit besser proportioniert),
außerdem entspricht es eher dem, was ich an "Vorlagen" bei Tschichold
und Willberg gesehen habe, bis auf den doch sehr großen Abstand
zwischen Ende des Bodys und der Seitenzahl, aber das läßt sich
bestimmt ändern, werd ich denn mal, wenn es "ernst wird" im scrguide
nachgucken.
> Grusz
> Jakob
>
>
> [1] Gibt es fuer diesen Spruch eine geeignete Uebersetzung?
Ich weiß nichtmal, was das bedeutet, obwohl ich mein Englisch als
durchaus brauchbar einstufen würde :-(( .
Viele Grüße,
Udo.
> Nimm Bitstream Charter, 1987 von Matthew Carter nach Vorbildern
> von Fournier entworfen.
[...]
Hm, ausgedruckt gefällt sie mir nicht sooo gut ... liest sich -- für
mich zumindest -- recht "stockend".
Aber als Schrift für Online-Texte als PDF finde ich sie wirklich
sehr gut lesbar. Bisher vertrat ich ja auch die Auffassung, man müsse
dazu eher eine Grotesk nehmen, bei Internetseiten am besten Verdana,
aber diese hier erscheint mir sehr brauchbar, auch für längere Texte.
Außerdem sieht es, finde ich, besser aus, da macht das Lesen Spaß.
Viele Grüße,
Udo.
<URL:http://www.qno.de/computer/latex/fonts/index.html>. Über die
Qualität der Anpassung kann ich nichts sagen.
cheerio
ralf
Geschmackssache, wohl auch eine Frage des Layouts. Sie schaut halt
IMHO "moderner" aus als diverse Garamond-Varianten, vor allem wegen
der Serifen.
> Aber als Schrift für Online-Texte als PDF finde ich sie wirklich
> sehr gut lesbar. Bisher vertrat ich ja auch die Auffassung, man müsse
> dazu eher eine Grotesk nehmen, bei Internetseiten am besten Verdana,
> aber diese hier erscheint mir sehr brauchbar, auch für längere Texte.
> Außerdem sieht es, finde ich, besser aus, da macht das Lesen Spaß.
Ob es damit zu tun hat, daß die auch von Matthew Carter ist? Der hat
in den 70ern ausgedehnte Studien zu Schriften für extrem kleinen Druck
gemacht (die Telefonbücher von ATT, das Resultat davon ist auf jeder
Corel CD zu haben) und sicher auf dem aufgebaut, um seine auf niedrige
Auflösung optimierten Schriften möglichst wirkungsvoll zu machen.
/ralph
Meiner Laienmeinung nach ist die Qualität gut. Nur das bei meiner
Bergamo vorhandene Eurozeichen funktioniert nicht (bei der Bergamo des
Autors existiert keins).
--Nikolaus
--
Wussten Sie schon, dass der Fortschrittsbalken patentiert ist?
Softwarepatente stoppen so lange es noch möglich ist!
http://swpat.ffii.org/
> "Stephan Hennig" <stephan...@web.de> wrote in message
> news:<b9lf75$kl50i$1...@ID-79520.news.dfncis.de>...
>
> > ligatex < infile.tex > outfile.tex
>
>
> Prima, vielen Dank, so klappt's ...
Ich werde noch ein Version mit etwas mehr Doku machen und
bei der eine Meldung stehen bleibt, wenn man es nicht von
der Kommandozeile aus aufruft.
> bei rmligs bin ich denn
> wenigstens selbst draufgekommen, dass der korrekte Aufruf
>
> perl rmligs test.tex lauten muss.
>
> Beide Programme haben bei meine Schnelltest funktioniert. Welchen
> von beiden ist denn der Vorzug zu geben ... oder sollte ich einfach
> denn beide mal drüberlaufen lassen?
rmligs kenne ich nicht, daher habe ich keine Ahnung, was das
aus der Datei macht.
Zusätzlich kannst du dir auch mal Si3Trenn-Ligaturen ansehen.
Das führt eine semantische Analyse der Wörter durch und ent-
scheidet dann, welche Ligaturen es entfernt. Du kannst dich
dafür als Betatester und Ideengeber betätigen. Für Verbesse-
rungsvorschläge ist das SiSiSi-Team dankbar. Das Programm
gibt's aber nur auf persönliche Nachfrage.
http://www.ads.tuwien.ac.at/
(im Moment scheinbar nicht erreichbar)
Viele Grüße,
Stephan Hennig
Hallo Markus,
interessant, aber, warum benutzt Du denn dann eigentlich CM? Sähe
nicht der scrguide in Palatino besser aus / wäre besser lesbar? Oder
schüttelst Du nur immer wieder (verständnislos lächelnd) mit dem Kopf,
wenn hier Fragen und Aufregungen bzgl. Schriften und LaTeX zu lesen
sind?
;-))
Viele Grüße,
Udo.
Udo Koch schrieb:
> Markus Kohm <marku...@gmx.de> wrote in message
> > Henrik Grotjahn wrote:
> > > Allerdings hätte ich diesen "Rat" gerne vor dem Hintergrund
> > > betrachtet, dass ich alles andere als ein Experte für Schriften bin,
> > Umso mehr ist es zu bedauern, dass Adobe für PDF die im
> > Alltag wenig brauchbare Times und nicht Palatino als
> > Standard-Serifen-Schrift definiert hat.
Adobe hat mitnichten Times als Standard-Serifen-Schrift definiert.
Der Standard-Arbeitsfluss für .pdf war so angedacht:
.pdf -> .ps -> RIP -> Papier
Da für alle PS-Interpreter (ansonsten darfst du dich nicht so nennen)
die Mindesvorgabe die 14 Basefonts (Times, Helvetica, Courier in 4
Schnitten, Symbol und Dingbats) waren, hat man das übernommen.
Für PS Level3 gibt's glaub ich 135(!) Basefonts und da ist dann
auch Palatino dabei.
> interessant, aber, warum benutzt Du denn dann eigentlich CM? Sähe
> nicht der scrguide in Palatino besser aus / wäre besser lesbar?
Der Anschaffungswiderstand einer kompletten Sammlung der Palatino
Schriftschnitte ist nicht unerheblich... ( x * 40$, mit x > 8).
Einen fröhlichen Tag wünschend
LOBI
...und vor allem sinnlos.
Die derzeit von Adobe angebotenen Palatino-Fonts (Version 002.x)
unterscheiden sich in Details von den alten PS-Standardfonts
(Version 001.x). Die in LaTeX (PSNFSS) enthaltenen Fontmetriken
beziehen sich aber auf letztere. Mit den aktuellen Fonts würden
einige Akzente falsch positioniert.
In jedem anständigen TeX-System sind die URW-Palladio-Fonts als
Palatino-Ersatz enthalten. Sie entsprechen den "alten"
Standardfonts und sind von Version 001.x der Adobe-Originale
praktisch nicht zu unterscheiden. Die Qualität ist i.O.
Palladio lässt sich (zum Glück) mit den SC/OsF-Fonts der
Palatino kombinieren. Die sind nämlich immer noch auf dem Stand
von Version 001.x. Die 4 Schriftschnitte kosten z.B. bei Linotype
je ca. 25 EUR. Metriken und VFs gibt's auf meiner Homepage. Für
eine "vollständige" Palatino bist du also schon mit gut 100 EUR
dabei.
Und mathpazo.sty unterstützt auch die Verwendung dieser kompletten
Fontfamilie mit Kapitälchen und sogar mit OsF.
viele Grüße
Walter
Andreas Lobinger <andreas....@netsurf.de> writes:
> Aloha,
>
> Udo Koch schrieb:
>> Markus Kohm <marku...@gmx.de> wrote in message
>> > Henrik Grotjahn wrote:
>> > > Allerdings hätte ich diesen "Rat" gerne vor dem Hintergrund
>> > > betrachtet, dass ich alles andere als ein Experte für Schriften bin,
>> > Umso mehr ist es zu bedauern, dass Adobe für PDF die im
>> > Alltag wenig brauchbare Times und nicht Palatino als
>> > Standard-Serifen-Schrift definiert hat.
>
> Adobe hat mitnichten Times als Standard-Serifen-Schrift definiert.
>
> Der Standard-Arbeitsfluss für .pdf war so angedacht:
> .pdf -> .ps -> RIP -> Papier
>
Bei mir wird nur die Times als Serifen-Schrift nicht ins PDF
eingebettet, Palatino hingegen schon. Offensichtlich kann man nicht
davon ausgehen, das ein PDF-Interpetierer eine Palatino aus dem Hut
zaubert, wohl aber eine Times.
> Da für alle PS-Interpreter (ansonsten darfst du dich nicht so nennen)
> die Mindesvorgabe die 14 Basefonts (Times, Helvetica, Courier in 4
> Schnitten, Symbol und Dingbats) waren, hat man das übernommen.
Das muss aber sehr alt sein. Ich habe es nur mit 35 Basisschriften
kennengelernt.
> Für PS Level3 gibt's glaub ich 135(!) Basefonts und da ist dann
> auch Palatino dabei.
Die ist auch bei den 35 dabei. Zusammen mit so zugkraeftigen
Allzweck-Schriften wie Bookman oder Avant Garde.
Tschoe,
Torsten.
--
Torsten Bronger, Aquisgranum, Old Europe
>
> Zusätzlich kannst du dir auch mal Si3Trenn-Ligaturen ansehen.
> Das Programm gibt's aber nur auf persönliche Nachfrage.
> http://www.ads.tuwien.ac.at/
> (im Moment scheinbar nicht erreichbar)
Ich vergaß: bisher nur für Windows!
Stephan Hennig
Ich hab mir die "Erfreulichen Drucksachen durch gute Typografie" jetzt mal
aus der Bibliothek geholt. Du liebe Güte, der Mann hat ja wirklich alle
seine Ansichten geändert! DIN-Formate sind falsch, die Axialanordnung ist
wieder richtig, Grotesken eigenen sich nur noch für Warenhauskataloge...
Uff!
Malte
Nein, es sind 35 Fonts und ja, die Palatino ist dabei.
Gruss,
Bernhard
--
"Bei der Eroberung des Weltraums sind zwei Probleme zu lösen: die
Schwerkraft und der Papierkrieg. Mit der Schwerkraft wären wir
fertig geworden."
-- Wernher von Braun
> interessant, aber, warum benutzt Du denn dann eigentlich CM? Sähe
> nicht der scrguide in Palatino besser aus / wäre besser lesbar?
Sobald mit jemand einen Expertensatz Palatino schenkt, werde ich die
verwenden. Leider brauche ich Kapitälchen und die sind frei nicht zu haben.
Falsche Kapitälchen und irgendwelche nachgemurksten Palatino-Verschnitte
haben sich bisher ausschließlich als untauglich erwiesen.
Achja: Eine gut dazu passende Serifenlose bräuchte ich dann auch noch. Und
wenn wir schon dabei sind: umfangreiche Mathefonts zur Palatino wären auch
nicht schlecht, obwohl es notfalls auch so geht und die für den
KOMA-Script-Anleitung nicht benötigt werden.
Insgesamt also: Ich bin zu geizig, um für Dinge, die ich kostenlos anbiete
mehr Geld auszugeben als unbedingt nötig.
Davon abgesehen: Für eine technische Anleitung finde ich CM nicht wirklich
schlecht. Sie ist nicht wirklich schön, aber durchaus brauchbar.
> Bei mir wird nur die Times als Serifen-Schrift nicht ins PDF
> eingebettet, Palatino hingegen schon.
Eben. Der AcroReader wird nur zusammen mit den Base-14-Fonts-Fonts (bzw.
Ersatz dafür) ausgeliefert. Da ist Palatino nicht dabei. PS-Interpreter
sollten hingegen die Base-35-Fonts ohne Einbettung darstellen.
Dass Adobe inzwischen selbst empfiehlt, alle Fonts einzubetten, weil jeder
Interpreter andere Versionen der Base-35 bzw. Base-14-Fonts mitbringt,
steht auf einem anderen Blatt. Das wird auf absehbare Zeit auch kaum etwas
daran ändern, dass massenhaft mit Times schlecht gesetzte Dokumente ohn
eingebettete Times durch das Web geistern. Dokumente mit eingebetten Fonts
sind nunmal wesentlich größer. Ich selbst verwende notgedrungen Times ohne
Einbettung für Beispiele auf der KOMA-Script-Homepage. Ich mag es nämlich
auch nicht, wenn ich für zwei Beispielseiten erstmal 2 MB runterladen muss.
Dass der Arbeitsfluss beim professionellen Buchdruck anders ausieht, sei
unbestritten. Dort spielt es keine Rolle, welche Schriften der
PDF-Interpreter mitbringt, weil man ohnehin XPDF verwenden sollte, also
alle Fonts eingebettet sind. Bei der Mehrzahl der PDF-Dokumente dient aber
der AcroReader oder ein anderer freier PDF-Interpreter für den Ausdruck.
Der Nichteinbettungszwang für Times bei diesem Ablauf hat damit leider
Times als Standard-Serifen-Schrift zementiert.
> > Zusätzlich gibts noch
> > auf Dante eine Bembo+Expert-Unterstützung,
>
> Nur zu dumm, dass mangels Doku nicht mehr feststellbar ist,
> zu welcher Version der Bembo das gehört. Diejenige, die
> z.Zt. von Adobe vertrieben wird, ist es jedenfalls _nicht_:
> die hat andere FontNamen.
Hallo Walter,
die Fontnamen habe ich einfach geändert, damit ließ sie sich dann auch
dvips/vtex unterjubeln. Mag sein, dass das nicht die feine Art ist ... :)
Eine Frage an Dich: Wie viel Arbeitszeit geht eigentlich für Dich dabei
drauf, eine TeX-Anpassung einer Font anzufertigen? Hast Du weitere
Anpassungen in Planung?
bye,
mic
PS: Ließest Du Dich evtl. sogar zur Unterstützung von MM Fonts hinreißen,
auch wenn die Technologie tot ist? Eine schöne Klassizistische wäre doch mal
die Kepler :)
> Sobald mit jemand einen Expertensatz Palatino schenkt, werde ich die
> verwenden. Leider brauche ich Kapitälchen und die sind frei nicht zu haben.
> Falsche Kapitälchen und irgendwelche nachgemurksten Palatino-Verschnitte
> haben sich bisher ausschließlich als untauglich erwiesen.
Sollte ich mal im Lotto gewinnen, werde ich definitiv an Dich
denken. ;-)
> Achja: Eine gut dazu passende Serifenlose bräuchte ich dann auch noch. Und
> wenn wir schon dabei sind: umfangreiche Mathefonts zur Palatino wären auch
> nicht schlecht, obwohl es notfalls auch so geht und die für den
> KOMA-Script-Anleitung nicht benötigt werden.
Na, da würde ja aschon fünf Richtige reichen ... :-D
> Insgesamt also: Ich bin zu geizig, um für Dinge, die ich kostenlos anbiete
> mehr Geld auszugeben als unbedingt nötig.
Ja, schon klar. Ich hatte die Frage ja auch eher mit einem ;-)
gestellt ... Aber ich muß zugeben, dass ich in meiner grenzenlosen
Naivität angenommen hatte, die Palatino, die bei den TeX-Distris dabei
ist, sei vollständig.
Andererseits hätte es ja sein können, dass Du Dir privat eine
Schrift zugelegt hast oder, dass Dir (als einem der LaTeX-Gurus)
"jemand" (Adobe oder so) einen Font geschenkt hat, so als PR Maßnahme
-- der Kohm benutzt ja auch XY. Wäre doch mal was. Naja, ich weiß ja
auch nicht, ob Du Dich dafür zur Verfügung stellen würdest ... ich
glaube, ich hätte damit keine Problem, sofern ich mir den Font
aussuchen dürfte ;-)).
> Davon abgesehen: Für eine technische Anleitung finde ich CM nicht wirklich
> schlecht. Sie ist nicht wirklich schön, aber durchaus brauchbar.
Nein, ich sag ja auch nicht, er sei schlecht, sondern nur, dass ich
ihn -- vor allem im Laserdruck -- nicht so überzeugend finde. Bei 10pt
gehts alerdings ja (sofern genug Rand besteht), bei 11pt ist so grad
ok, aber auch hier nur bei ordentlich Rand (DIV8 mit foot- &
headexclude oder so).
Viele Grüße,
Udo.
> Zusätzlich kannst du dir auch mal Si3Trenn-Ligaturen ansehen.
> Das führt eine semantische Analyse der Wörter durch und ent-
> scheidet dann, welche Ligaturen es entfernt. Du kannst dich
> dafür als Betatester und Ideengeber betätigen. Für Verbesse-
> rungsvorschläge ist das SiSiSi-Team dankbar. Das Programm
> gibt's aber nur auf persönliche Nachfrage.
>
> http://www.ads.tuwien.ac.at/
> (im Moment scheinbar nicht erreichbar)
Hört sich interessant an, vielleicht nutze ich das dann mal zum Ende
meiner Diplomarbeit. Andererseits will ich es auch nicht übertreiben.
Ich bin überzeugt, dass ich ohnehin viele typographisch sinnvolle
Einstellungen ändern muss. Ich ich bin auch überzeugt, dass
diejenigen, welche die Arbeit lesen, nicht mal bemerken, ob Ligaturen
drin sind ider nicht. Es geht da eher um eigene Mindestansprüche, aber
für eine Diplomarbeit, die ja nicht veröffentlicht wird, sondern in
irgendeinem Aktenschrank des Uni-Archivs vergammelt, reiße ich mir
typographisch auch kein Bein aus.
Aber Danke für den Hinweis, Grüße,
Udo.
Torsten Bronger schrieb:
> Andreas Lobinger <andreas....@netsurf.de> writes:
> > Adobe hat mitnichten Times als Standard-Serifen-Schrift definiert.
> Bei mir wird nur die Times als Serifen-Schrift nicht ins PDF
> eingebettet, Palatino hingegen schon. Offensichtlich kann man nicht
> davon ausgehen, das ein PDF-Interpetierer eine Palatino aus dem Hut
> zaubert, wohl aber eine Times.
Was, und wie du's einbindest ist Sache deines .pdf Erzeugers und
meistens vom Benutzer wählbar.
> > Da für alle PS-Interpreter (ansonsten darfst du dich nicht so nennen)
> > die Mindesvorgabe die 14 Basefonts (Times, Helvetica, Courier in 4
> > Schnitten, Symbol und Dingbats) waren, hat man das übernommen.
Ich wiederrufe und behaupte das Gegenteil.
Nach kurzem Studium von sowohl dem PLRM2 und 3 bin ich über den kurzen
Satz gestolpert:
While there is not a standard set of fonts that is required by the
PostScript language, most PostScript products include software for 13
standard fonts from the Times*, Helvetica*, Courier, and Symbol families.
Ich kann mich aber daran erinnern, das die Adobe Postscript Interpreter
die es ja auch zum Einbau in Drucker gab, eben die 14 enthalten hatten.
In der PDFR14 hingegen steht (nach der Auflistung von Times etc.):
These fonts, or their font metrics and suitable substitution fonts, are
required to be available to the viewer application.
Walter Schmidt schrieb:
> Andreas Lobinger schrieb:
>
> > Der Anschaffungswiderstand einer kompletten Sammlung der Palatino
> > Schriftschnitte ist nicht unerheblich... ( x * 40$, mit x > 8).
>
> ...und vor allem sinnlos.
>
> Die derzeit von Adobe angebotenen Palatino-Fonts (Version 002.x)
> unterscheiden sich in Details von den alten PS-Standardfonts
> (Version 001.x).
Ich hatte auch bei linotype nachgeschaut...
> Die in LaTeX (PSNFSS) enthaltenen Fontmetriken
> beziehen sich aber auf letztere. Mit den aktuellen Fonts würden
> einige Akzente falsch positioniert.
> In jedem anständigen TeX-System sind die URW-Palladio-Fonts als
> Palatino-Ersatz enthalten. Sie entsprechen den "alten"
> Standardfonts und sind von Version 001.x der Adobe-Originale
> praktisch nicht zu unterscheiden. Die Qualität ist i.O.
> Palladio lässt sich (zum Glück) mit den SC/OsF-Fonts der
> Palatino kombinieren. Die sind nämlich immer noch auf dem Stand
> von Version 001.x. Die 4 Schriftschnitte kosten z.B. bei Linotype
> je ca. 25 EUR. Metriken und VFs gibt's auf meiner Homepage. Für
> eine "vollständige" Palatino bist du also schon mit gut 100 EUR
> dabei.
Schön, das du dabei vollständig in Anführungszeichen gesetzt hast.
Mein Punkt war, das es so etwas nicht für umsonst gibt.
udo...@gmx.de (Udo Koch) writes:
> Nein, ich sag ja auch nicht, er sei schlecht, sondern nur, dass ich
> ihn -- vor allem im Laserdruck -- nicht so überzeugend finde. Bei 10pt
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Na, ich behaupte genau das Gegenteil. Eine DA (A4, BCOR7mm, twoside,
11pt, CM, DIV8), ausgedruckt mit -mode ljfzzz (1200 dpi) auf einem HP
4050 Duplex sieht um Weiten besser aus als die meisten Copy-Shops oder
diese dubiose Wir-geben-Ihre-Dissertation-Eine-I$BN-Verlage
produzieren: Keine Flecken, keine Überstrahlung, gestochen scharfe
Buchstaben ... Dass die Seite hell erscheint, ist für eine
"Modern"-Schrift ganz normal und sollte niemanden stören ... es sei
denn man heißt William Morris ;)) Aber auch dann gibt es MF- und
PS-Schräubchen um das Ganze dunkler zu machen.
Grüße,
P.
Andreas Lobinger <andreas....@netsurf.de> writes:
> [...]
>
> Ich wiederrufe und behaupte das Gegenteil.
> Nach kurzem Studium von sowohl dem PLRM2 und 3 bin ich über den kurzen
> Satz gestolpert:
>
> While there is not a standard set of fonts that is required by the
> PostScript language, most PostScript products include software for 13
> standard fonts from the Times*, Helvetica*, Courier, and Symbol families.
Aber es gab doch diese feste Wendung "die 35 Adobe Standard-Fonts".
In welchem Zusammenhang war dieser Ausdruck denn sinnvoll?
Markus Kohm schrieb:
>
> Dass Adobe inzwischen selbst empfiehlt, alle Fonts einzubetten, weil jeder
> Interpreter andere Versionen der Base-35 bzw. Base-14-Fonts mitbringt,
> steht auf einem anderen Blatt. Das wird auf absehbare Zeit auch kaum etwas
> daran ändern, dass massenhaft mit Times schlecht gesetzte Dokumente ohn
> eingebettete Times durch das Web geistern. Dokumente mit eingebetten Fonts
> sind nunmal wesentlich größer.
Wenn ich die Times komplett ersetzen möchte, brauche ich 4 Schriftschnitte.
Alles was ich hier so als .pfb greifen kann ist deutlich unter 100kByte.
Für die Einbettung ist es auch noch möglich nicht alle Glyphen einzubauen,
als auch das File nochmal zu komprimieren. Ich sehe in der Praxis
einen Unterschied von ~100kByte.
> Ich selbst verwende notgedrungen Times ohne
> Einbettung für Beispiele auf der KOMA-Script-Homepage. Ich mag es nämlich
> auch nicht, wenn ich für zwei Beispielseiten erstmal 2 MB runterladen muss.
Es gäbe auch die Möglichkeit mit der MM Erstzschrift und Deskriptoren
zu arbeiten, die SerifMM sieht gar nicht soo schlecht aus...
> Der Nichteinbettungszwang für Times bei diesem Ablauf hat damit leider
> Times als Standard-Serifen-Schrift zementiert.
Ich finde es ja auch nicht schön, kann aber Adobe aus historischen
Gründen verstehen. Ich denke mal das Adobe auch auch finanziellen/
lizenztechnischen Gründen nicht Schriften in beliebiger Anzahl beilegen
kann. Aber dafür gibt's ja die Einbettung.
BTW: ich kann mich ganz, ganz dunkel an einen Artikel mit dem
ungefähren Titel 'The Age of TimesNewRoman' erinnern, in dem der
Autor mit Schwung und völlig zu Recht über modernen (1990+)
Schriftsatz herzieht. Kennt den jemand?
Wie bindest Du diese Schriftart ein? Hast Du Dir dafuer
ein eigenes Stylefile geschrieben, oder gibt es dafuer
schon ein package wie z.B. "mathpazo" fuer Palatino?
Welche Schrift verwendest Du fuer Ueberschriften, welche
wuerdes Du fuer Listings empfehlen? Kann
man den optischen Randausgleich damit einsetzen?
Stefan
.
Wie bindest Du diese Schriftart ein? Hast Du Dir dafuer
ein eigenes Stylefile geschrieben, oder gibt es dafuer
schon ein package wie z.B. "mathpazo" fuer Palatino?
Welche Schrift verwendest Du fuer Ueberschriften, welche
wuerdest Du fuer Listings empfehlen? Kann
> Nein, ich sag ja auch nicht, er sei schlecht, sondern nur, dass ich
> ihn -- vor allem im Laserdruck -- nicht so überzeugend finde.
Es klingt vielleicht eigenartig, aber: Nimm PK-Fonts statt Type1 für den
Druck. Erklärung: Die Type-1-Version der CM-Fonts ist sehr, sehr dünn. Mit
einem passenden Metafont-Mode kann man etwas kräftigere PK-Fonts erzeugen,
die dann auf dem jeweiligen Drucker besser aussehen.
Bis vor ein paar Monaten habe ich das selbst so gemacht. Inzwischen siegt
aber die Faulheit.
> Wie bindest Du diese Schriftart ein? Hast Du Dir dafuer
charter.sty gehört zu psnfss
> man den optischen Randausgleich damit einsetzen?
Für meine Bewerbungen[1] benutze ich
http://termbank.hs-magdeburg.de/~tanovski/bchmnT1.cpa
Der (Haupt-)Unterschied zu der Original-Datei aus pdfcprot
(pplmnT1.cpa) sind die Einträge für die Guillemets, die IMHO auch in
den Rand geschoben werden sollten.
Grüße,
P.
Footnotes:
[1] nicht, dass es in dieser Elend aka Leipzig was geholfen hat :/
> Wie bindest Du diese Schriftart ein? Hast Du Dir dafuer
charter.sty gehört zu psnfss
> man den optischen Randausgleich damit einsetzen?
Für meine Bewerbungen[1] benutze ich
http://termbank.maschinenbau.hs-magdeburg.de/~tanovski/bchmnT1.cpa
> Ich sehe in der Praxis
> einen Unterschied von ~100kByte.
Bei Beispielen mit einer Größe von 5 kByte wäre das eine Vergößerung um
2000%. Ich finde das viel.
vielen Dank fuer die Hinweise. Ich hatte mir schon
mal mit \newfont eine Schrift definiert und das
Schriftbild ein wenig angeschaut. Es kommt auch im
PDF gut rueber.
Verwendest Du als Ergaenzung noch ein anderes Paket
fuer die serifenlose Schrift? Ich habe es mal mit
\usepackage[scaled=0.92]{helvet} versucht. Die
originale Einstellung fand ich fuer die Ueberschriften
etwas duenn, aber mit \usepackage{fix-cm} sieht es
besser aus.
Stefan
PS: Viel Erfolg beim Job finden!
> Andreas Lobinger wrote:
>
>> Ich sehe in der Praxis
>> einen Unterschied von ~100kByte.
>
> Bei Beispielen mit einer Größe von 5 kByte wäre das eine Vergößerung um
> 2000%. Ich finde das viel.
Wie oft arbeitest du mit Dokumenten dieser Größe?
\documentclass{minimal}\begin{document}test\end{document}
Hat mit Subsetting ziemlich genau 5kB.
Ciao
Andreas
Stefan Lagotzki <lag...@gmx.de> writes:
> Verwendest Du als Ergaenzung noch ein anderes Paket
> fuer die serifenlose Schrift? Ich habe es mal mit
> \usepackage[scaled=0.92]{helvet} versucht. Die
> originale Einstellung fand ich fuer die Ueberschriften
> etwas duenn, aber mit \usepackage{fix-cm} sieht es
> besser aus.
Charter benutze ich nur für Briefe und den Lebenslauf. Dafür brauche
ich keine zweite Schrift. Charter/Helvetica bzw. Charter/Franklin
Gothik sehen IMHO und auf die Schnelle[1] zusammen passabel aus. Eine
kleine Probe:
http://termbank.maschinenbau.hs-magdeburg.de/~tanovski/ch.pdf
Wenn dir das weiterhilft -- Charter ist eine Übergangs-Antiqua ohne
große Strichstärkenunterschiede[2]. Laut Bringhurst hat M. Carter
Mantinia und Sophia als "titling faces" gemacht; vielleicht passt ja
eine davon besser zu Charter. Ich kenne die beiden leider nicht.
> PS: Viel Erfolg beim Job finden!
Danke
Grüße,
P.
Footnotes:
[1] Die Serifenlosen sind nicht passend scaliert
[2] Für mich sieht sie auch ziemlich serifenbetont aus
mit Helvetica bin ich jetzt bei [scaled=0.92] angekommen,
das scheint zu funktionieren.
viele Gruesse
Stefan
.
Ihr dürft zweiseitig drucken? Cool!
> ausgedruckt mit -mode ljfzzz (1200 dpi) auf einem HP
> 4050 Duplex sieht um Weiten besser aus als die meisten Copy-Shops oder
> diese dubiose Wir-geben-Ihre-Dissertation-Eine-I$BN-Verlage
> produzieren: Keine Flecken, keine Überstrahlung, gestochen scharfe
> Buchstaben ...
Ich mach das halt mit Ghostview/Ghostscript auf nem 1200dpi Printer.
Klar, gestochen scharf ist das Ergebnis, mir in der 12pt Version aber
eben insgesamt zu blaß und filigran, ich lese es auch einfach weder
gern noch flüssig.
Wie gesagt, bei der Einstellung, wie von Dir auch angegeben, finde
ich sie auch ok (besser noch 10pt mit DIV6), aber sie reißt mich eben
nicht gerade vom Hocker. Ich stehe einfach eher auf eine Sabon oder
Bembo, Minion oder New Baskerville sind auch nicht schlecht, wie halt
auch Palatino oder Charter.
Aber ich werde mal sehen, es hängt insgesamt dann auch davon ab, was
nun genau in die Arbeit rein soll und was ich für ein Format genehmigt
bekomme; DIV8 halte ich für unwahrscheinlich, v.a. mit dem
Koma-Script, da hier ja (eigentlich natürlich glücklicherweise) der
untere Abstand im Verhältnis 1:2 (von mir schon über headinclude &
footexclude verringert) gesetzt wird, das wird nicht durchgehen,
fürchte ich. Vermutlich kommt es auf 12pt bei 3cm Rand raus, wenn ich
Pech habe, noch mit 1.5er Zeilenabstand :-( . Da könnte man wirklich
fast Word nehmen. Man wirft da Perlen vor die Säue .... wären da nicht
die eigenen Ansprüche. Aber wie gesagt, ich werde mir für die DA auch
kein Bein ausreißen. Ich werde mal bei Gelegenheit die Fonts mit den
Anpassungen ausprobieren, wenns mir nicht gefällt, wird es die Charter
oder (eher) die Palatino und fertig und gut iß.
Aber mal zu dem Thema: wie würde eigentlich ein *sehr konservativer*
Typograph eine (herkömmliche) DIN-A4 Seite, eben z.B. für eine DA oder
ein Unterrichtsskript, gestalten (DIV Wert, Schriftgröße, -art). In
Tschicholds "Erfreulichen Drucksachen" oder Willbergs
"Lesetypographie" stand sowas so explizit glaube ich nicht drin (ich
bin mir halt nicht sicher, da ich mir die Bücher nur ausgeliehen
hatte). Vielleicht ist ja jemand "vom Fach"?!
> Dass die Seite hell erscheint, ist für eine
> "Modern"-Schrift ganz normal und sollte niemanden stören ... es sei
> denn man heißt William Morris ;)) Aber auch dann gibt es MF- und
> PS-Schräubchen um das Ganze dunkler zu machen.
Hm, damit kenne ich mich (noch) nicht (so) aus.
Aber auch ich werde mich dann ja wohl oder übel um Zeit mal bewerben
müssen, dann geht das Gestaltungsdrama wieder weiter (oder von vorne
los).
Viele Grüße,
Udo.
> http://termbank.maschinenbau.hs-magdeburg.de/~tanovski/ch.pdf
Kann es sein, dass die Trennung "euklidi-schen" lauten muss (statt
"euklidis-chen")?
udo
--
mailto:$(echo bmV3c0Bob2VsbGVuZ2x1dC5kZQ== | mmencode -u)
> Wie oft arbeitest du mit Dokumenten dieser Größe?
Hab ich doch schon geschrieben, bei kleinen Beispielen wie beispielsweise
auf der KOMA-Script-Homepage. Das ist auch die einzige Gelegenheit, bei der
ich Times verwende.
> On 14 May 2003 15:19:27 +0200
> Plamen Tanovski <ptan...@callisamail.de> wrote:
>
> > http://termbank.maschinenbau.hs-magdeburg.de/~tanovski/ch.pdf
>
> Kann es sein, dass die Trennung "euklidi-schen" lauten muss (statt
> "euklidis-chen")?
durchaus, es ist ja aber nur ein *Blindtext* , den ich per C&P
eingefügt habe.
Grüße,
P.
> "Stephan Hennig" <stephan...@web.de> schrieb:
>
> >
> > Zusätzlich kannst du dir auch mal Si3Trenn-Ligaturen ansehen.
> > Das Programm gibt's aber nur auf persönliche Nachfrage.
> > http://www.ads.tuwien.ac.at/
> > (im Moment scheinbar nicht erreichbar)
>
> Ich vergaß: bisher nur für Windows!
Extrem schade. Hast Du eine Ahnung, ob sie
a) einen Unix-Port planen
b) den Quelltext veröffentlichen wollen?
Gruß,
Gerhard
Ich denke eher nicht.
(P.M.)
Viele Grüße,
Stephan Hennig
_Zu_ viel. Nicht nur für's eigentliche Anfertigen, sondern
auch für die spätere Maintenance:
Erstens werden immer wieder Mängel oder Fehler von fontinst
gefunden und korrigiert (oder umgangen). Mein Ehrgeiz geht
dahin, das auch für bereits "bearbeitete" Schriften
nachzuholen, soweit es relevant ist.
Zeitens lerne ich laufend hinzu und weiß jetzt, was ich in
bei den vorhandenen Fonts falsch gemacht habe. Auch alles
das möchte ich nachträglich in den vorhandenen Paketen noch
verbessern.
Drittens müssen mit Rücksicht auf die Weiterentwickung der
TeX-Systeme die Verzeichnisstruktur der Pakete und die
Installationsanleitungen gelegentlich aktualisiert werden.
Bei jeden der drei Punkte schiebe ich einen Berg von
Änderungen vor mir her, der einfach nicht kleiner werden
will...
> Hast Du weitere Anpassungen in Planung?
* LuxiSans (Kommt aufs CTAN, nicht auf die Homepage.)
* GillSans -- aber nur, wenn ich mit dem Kerning fürs
Deutsche zu Rande komme. (Momentan eher nicht.)
* Von einigen Schriften, die bereits in der Adobe-Version
unterstützt werden, möchte auch die Linotype-Version
unterstützen. Grund: Linotype hat überall Eurozeichen
eingebaut, und die Fonts sind bei uns leichter erhältlich,
während Adobe das Type1-Format zunehmend versteckt und
vernachlässigt.
* Es gibt ein paar besonders verbreitete und/oder
hochwertige Fonts, an denen ich mich gerne versuchen
würde, _wenn_ ich Zugriff darauf hätte: Z.B. Interstate,
FF-Transport, Optima Nova, Syntax (Platinum-Version).
Das wäre natürlich ein enormer Pluspunkt für LaTeX,
wenn es für diese Fonts fertigen Support gäbe, aber nur
zum Vergnügen kann ich mir die nicht leisten.
Weiteres ist z.Zt. nicht in Planung -- alles hat seine
Grenzen!
FYI: Wer individuelle Wünsche hat, möge mich bitte
kontaktieren: Ich mache gerne ein Angebot.
> PS: Ließest Du Dich evtl. sogar zur Unterstützung von MM Fonts hinreißen,
> auch wenn die Technologie tot ist?
Nein: Da fehlt mir das KnowHow, und ich halte es auch für
rausgeworfene Zeit, mich da noch einzuarbeiten. Das ist
Schnee von gestern. YMMV.
Gruß
Walter
Ersetze in Andreas' Zitat "13" durch "35". Praktisch alle
Postscript-Interpreter (Drucker, RIPs, Ghostscript) kennen
35 Basisfonts.
Ausnahmen sind uralte Hardware, und der Acrobat Distiller,
der nur 14 Fonts kennt (und da auch z.T. nur grässlichen
Ersatz anbietet).
--
Walter