Ich verwende KOMA Script (scrbook) für meine Diplomarbeit. Das Schreiben
neigt sich dem Ende zu, jetzt würde ich gerne das Framework einbauen.
Das ganze soll so aussehen:
Titelseite
Statuary declaration (die Seite mach' ich selbst)
Abstract Englisch (mit Keywords)
Kurzfassung Deutsch (mit Stichworten)
Acknowledgements
Inhaltsverzeichnis
Acronyms
List of Symbols
(Content-Kapitel (Einleitung, Content, Schluss, ...)
Appendix A
Appendix B
Literature
Prinzipiell hätt' ich kein Problem irgendwas zusammenzuschustern, ich
habe genug Beispielcode. Allerdings wird da bunt KOMA + nicht-KOMA
gemischt und alles ist mit lauter No-Go's durchsäht. Ich würde alles
gerne mittels best-practice mit KOMA scrbook regeln. Daher meine Fragen:
0.) Ist scrbook überhaupt eine gute Idee für eine DA (Es gibt Kapitel
und >100 Seiten)?
1.) Wo genau beginnt \frontmatter? Nach der Titelseite? Nach dem
Inhaltsverzeichnis? Nach ... ?
2.) Ist es in Ordnung die Titelseite einfach in
\begin{titlepage}...\end{titlepage} einzuschließen und direkt nach
\begin{document} zu plazieren?
3.) Die Statuary Declaration würde ich so bauen:
\cleardoublepage
\pagestyle{empty}\pagenumbering{roman}
(selbst gezimmert)
\vspace*{1cm}
\clearpage
Ist das so in Ordnung? Alternativ füge ich eine vorgefertigte PDF Seite
der Uni ein ...
4.) Wie bekomme ich den Abstract nebst Keywords in scrbook? Sowohl
begin{abstract} als auch \abstract{...} endet mit einer "Unknown control
sequence" ... scrbook kann offenbar keinen abstract :-(
5.) Gibt es eine best-practise für englischen UND deutschen
Abstract+Keywords?
6.) Gibt es irgendwas vorgefertigtes für die Acknowledgements? Oder
einfach ein \chapter{Acknowledgements} ?
Meine Struktur würde dann so aussehen:
\begin{document}
\begin{titlepage} Titelseite \end{titlepage}
\frontmatter
\cleardoublepage
\pagestyle{empty}\pagenumbering{roman} Declaration ...
\vspace*{1cm}\clearpage
\chapter{Abstract}
This is the abstract
\paragraph{Keywords} Keyword1, Keyword2, \dots
\chapter{Kurzfassung}
Das ist die Kurzfassung
\paragraph{Schl\"usselworte} Wort1, Wort2, \dots
\chapter{Acknowledgements}
I would like to acknowledge \dots
\tableofcontents
\chapter{Acronyms}
\input{acronyms}
\chapter{List of Symbols}
\input{symbols}
\mainmatter
\include{intro}
\include{chap1}
\include{chap2}
\include{chap3}
\include{outro}
\appendix
\include{app1}
\include{app2}
\backmatter
\bibliographystyle{IEEEtran}
\bibliography{literature}
\end{document}
Ist das so gut oder versteckt sich hier ein No-Go?
LG Peter
> 0.) Ist scrbook überhaupt eine gute Idee für eine DA (Es gibt Kapitel
> und >100 Seiten)?
Ja. Meiner persönlichen Ansicht nach reicht auch scrartcl, weil ich eine
Kapitelgliederung bei einer DA etwas überzogen finde. Da gibt's aber
auch andere Ansichten.
> 1.) Wo genau beginnt \frontmatter? Nach der Titelseite? Nach dem
> Inhaltsverzeichnis? Nach ... ?
\frontmatter kannst du gleich nach \begin{document} absetzen. Es
schaltet kleine römische Nummerierung ein. Die geht über alle
Verzeichnisse und vor dem ersten Kapitel schaltet man dann mit
\mainmatter auf arabische Nummerierung um.
> 2.) Ist es in Ordnung die Titelseite einfach in
> \begin{titlepage}...\end{titlepage} einzuschließen und direkt nach
> \begin{document} zu plazieren?
Ja. {titlepage} ist aber das Werkzeug für eine völlig eigene Gestaltung
der Titelseite. Wenn du das gar nicht willst oder musst, kannst du auch
sehen, ob du nicht mit den recht vielen Feldern, die KOMA für die
Titelseite bietet, auch schon zurecht kommst.
> 3.) Die Statuary Declaration würde ich so bauen:
>
> \cleardoublepage
> \pagestyle{empty}\pagenumbering{roman}
> (selbst gezimmert)
> \vspace*{1cm}
> \clearpage
>
> Ist das so in Ordnung? Alternativ füge ich eine vorgefertigte PDF Seite der Uni
> ein ...
Das letzte \vspace vor \clearpage ist ein bisschen sinnlos.
> 4.) Wie bekomme ich den Abstract nebst Keywords in scrbook? Sowohl
> begin{abstract} als auch \abstract{...} endet mit einer "Unknown control
> sequence" ... scrbook kann offenbar keinen abstract :-(
Ja, weil man in Büchern keine Zusammenfassung hat. Das stützt auch meine
Anmerkung zu 0. Wenn es in der Titelei einen Abstract hat, dann ist es
kein Buch, IMO.
> 5.) Gibt es eine best-practise für englischen UND deutschen
> Abstract+Keywords?
Weiß ich nicht was du da genau meinst. Ich würde versuchen, beide
gemeinsam auf eine Seite zu bringen und natürlich die für die jeweilige
Sprache korrekte Trennung einschalten.
> 6.) Gibt es irgendwas vorgefertigtes für die Acknowledgements?
Nö.
> Oder einfach ein \chapter{Acknowledgements} ?
Würde ich so sehen, ja.
> Meine Struktur würde dann so aussehen:
>
> \begin{document}
>
> \begin{titlepage} Titelseite \end{titlepage}
> \frontmatter
>
> \cleardoublepage
> \pagestyle{empty}\pagenumbering{roman} Declaration ...
\pagenumbering{roman} kannst du dir schenken denn das ist durch
\frontmatter ohnenhin aktiv.
> \vspace*{1cm}\clearpage
Wie gesagt, das \vspace ist hier ohne Funktion.
> \chapter{Abstract}
\chapter ist hier zu weit oben, IMO. Ich würde sowas wie
\subsubsection*{Abstract}
oder
\begin{center}
\usekomafont{disposition} Abstract
\end{center}
nehmen.
> \chapter{Acronyms}
> \input{acronyms}
Packe doch das \chapter mit in acronyms.tex und verwende hier \include,
wie sonst auch.
> \bibliographystyle{IEEEtran}
Diesen Bibstyle verwende ich nur, wenn ich muss, denn der hat die (in
meinen Augen) bescheuerte Funktion, dass er title brutal nach lowercase
konvertiert. Um das zu verhindern, muss man dann die Einträge im Bibfile
unschön mit Gruppierungen vergewaltigen, was aber mit einer generischen,
ausgabeunabhängigen Datenhaltung nichts mehr zu tun hat.
--
Uwe
On 28 Dez., 18:38, Uwe Siart <use...@siart.de> wrote:
> \frontmatter kannst du gleich nach \begin{document} absetzen. Es
> schaltet kleine römische Nummerierung ein. Die geht über alle
> Verzeichnisse und vor dem ersten Kapitel schaltet man dann mit
> \mainmatter auf arabische Nummerierung um.
als Nachtrag möchte ich anmerken, dass frontmatter usw nur bei scrbook
existieren.
Gruß
Marco
Du meinst nein ;-)
> Meiner persönlichen Ansicht nach reicht auch scrartcl, weil ich eine
> Kapitelgliederung bei einer DA etwas überzogen finde. Da gibt's aber
> auch andere Ansichten.
Oder scrreprt? Das sieht mir eher passend aus.
"Ein «scrreprt» ist die größere Form eines Dokuments. Das Dokument
bekommt eine separate Titelseite,
sowie eine separate Seite für die Zusammenfassung und das
Inhaltsverzeichnis. Im Vergleich zu der
Klasse «scrartcl» steht hier zudem das «Kapitel» mit dem Kommando
\chapter zur Verfügung."
Aber würd mich um eine allgemeine Diskussion darüber freuen!
Mit scrreprt hab ich allerdings einige Probleme:
1.) Ist es verwerflich twoside zu verwenden?
2.) Wie Marco bereits angemerkt hat, geht
\frontmatter,\mainmatter,\backmatter nicht mehr. Heisst das, dass das
Feature der arabischen Numerierung dann nicht mehr bereitsteht? Aber
soll das nicht auch bei einer gebundenen DA so aussehen?
3.) headsepline=true wird ignoriert; ich erhalte keine netten Kopfzeilen
mehr
4.) Seitenzahl wird lediglich am Anfang von Kapiteln geschrieben,
ansonsten gibt es keine Seitenzahl...
>> 1.) Wo genau beginnt \frontmatter? Nach der Titelseite? Nach dem
>> Inhaltsverzeichnis? Nach ... ?
>
> \frontmatter kannst du gleich nach \begin{document} absetzen. Es
> schaltet kleine römische Nummerierung ein. Die geht über alle
> Verzeichnisse und vor dem ersten Kapitel schaltet man dann mit
> \mainmatter auf arabische Nummerierung um.
Betrifft das eigentlich *nur* die Nummerierung oder hat es auch damit zu
tun was wie ins Inhaltsverzeichnis kommt?
> [...]
>> 3.) Die Statuary Declaration würde ich so bauen:
>>
>> \cleardoublepage
>> \pagestyle{empty}\pagenumbering{roman}
>> (selbst gezimmert)
>> \vspace*{1cm}
>> \clearpage
>>
>> Ist das so in Ordnung? Alternativ füge ich eine vorgefertigte PDF Seite der Uni
>> ein ...
>
> Das letzte \vspace vor \clearpage ist ein bisschen sinnlos.
Danke.
>> 4.) Wie bekomme ich den Abstract nebst Keywords in scrbook? Sowohl
>> begin{abstract} als auch \abstract{...} endet mit einer "Unknown control
>> sequence" ... scrbook kann offenbar keinen abstract :-(
>
> Ja, weil man in Büchern keine Zusammenfassung hat. Das stützt auch meine
> Anmerkung zu 0. Wenn es in der Titelei einen Abstract hat, dann ist es
> kein Buch, IMO.
Siehe oben. Würd mich da um eine Diskussion freuen was die best-practice
ist...
>> 5.) Gibt es eine best-practise für englischen UND deutschen
>> Abstract+Keywords?
>
> Weiß ich nicht was du da genau meinst.
Hmmm naja, kann ich 2 \begin{abstract}...Blöcke z.B. definieren? Und wie
handhabt man es am besten dass der Titel dann deutsch ist?
> Ich würde versuchen, beide
> gemeinsam auf eine Seite zu bringen und natürlich die für die jeweilige
> Sprache korrekte Trennung einschalten.
> [...]
>> \chapter{Abstract}
>
> \chapter ist hier zu weit oben, IMO. Ich würde sowas wie
>
> \subsubsection*{Abstract}
Ist es gut wenn man subsubsection ohne vorherigen subsection bzw.
section und chapter verwendet?
> oder
>
> \begin{center}
> \usekomafont{disposition} Abstract
> \end{center}
>
> nehmen.
>
>> \chapter{Acronyms}
>> \input{acronyms}
>
> Packe doch das \chapter mit in acronyms.tex und verwende hier \include,
> wie sonst auch.
Eher nicht weil es zum Framework gehört.
Sonst muss ich es immer extra bei \includeonly mit angeben - so gebe ich
nur das betreffende Kapitel das ich gerade bearbeite an und hab trotzdem
das Framework immer dabei.
>> \bibliographystyle{IEEEtran}
>
> Diesen Bibstyle verwende ich nur, wenn ich muss, denn der hat die (in
> meinen Augen) bescheuerte Funktion, dass er title brutal nach lowercase
> konvertiert. Um das zu verhindern, muss man dann die Einträge im Bibfile
> unschön mit Gruppierungen vergewaltigen, was aber mit einer generischen,
> ausgabeunabhängigen Datenhaltung nichts mehr zu tun hat.
Ist mir auch schon aufgefallen :-(
Verwende ich eigentlich nur weil er vom Institut zu Verfügung gestellt
wurde.
Hast du einen Tipp für einen Style der gleiches/ähnliches bietet und
anständig funktioniert?
LG Peter
> Ja. {titlepage} ist aber das Werkzeug für eine völlig eigene Gestaltung
> der Titelseite. Wenn du das gar nicht willst oder musst, kannst du auch
> sehen, ob du nicht mit den recht vielen Feldern, die KOMA für die
> Titelseite bietet, auch schon zurecht kommst.
Oder es für die Uni bereits einen passenden Titel-Stil unter
<http://www.komascript.de/titlepage> gibt.
Zum Thema Abstract bei scrbook steht übrigens etwas in der KOMA-Script-
Anleitung, scrguide.pdf, Seite 75f in der aktuellen Ausgabe.
Gruß
Markus
> Ja. Meiner persönlichen Ansicht nach reicht auch scrartcl, weil ich eine
> Kapitelgliederung bei einer DA etwas überzogen finde.
Das musst Du mir mal erklären. Die DAen, die ich kenne, haben durchaus
den Umfang und auch die Strukur eines Buches. Warum sollte es da keine
Kapitel geben?
Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.de/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA
Sorry, daran lag das.
Muss natürlich \thispagestyle{empty} heissen ....
LG Peter
> 1.) Ist es verwerflich twoside zu verwenden?
Nein, wenn 2-seitig gedruckt wird, ist das sogar angezeigt.
> 2.) Wie Marco bereits angemerkt hat, geht
> \frontmatter,\mainmatter,\backmatter nicht mehr. Heisst das, dass das
> Feature der arabischen Numerierung dann nicht mehr bereitsteht? Aber
> soll das nicht auch bei einer gebundenen DA so aussehen?
Arabische Nummerierung ist doch der Default. Und der Befehl
\pagenumbering{} existiert ja weiterhin.
> 3.) headsepline=true wird ignoriert; ich erhalte keine netten
> Kopfzeilen mehr
\usepackage[automark]{scrpage2}
\pagestyle{scrheadings}
\clearscrheadfoot
\chead[]{\headmark}
\cfoot[]{\pagemark}
\setheadsepline{0.4pt}
> 4.) Seitenzahl wird lediglich am Anfang von Kapiteln geschrieben,
> ansonsten gibt es keine Seitenzahl...
Nö. Es gibt immer eine Seitenzahl:
\documentclass{scrreprt}
\usepackage[latin1]{inputenc}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage{lmodern}
\usepackage{blindtext}
\begin{document}
\blinddocument
\end{document}
Wenn das bei dir nicht so ist dann hast du was an den Seitenstilen gedreht.
>> \frontmatter kannst du gleich nach \begin{document} absetzen. Es
>> schaltet kleine römische Nummerierung ein. Die geht über alle
>> Verzeichnisse und vor dem ersten Kapitel schaltet man dann mit
>> \mainmatter auf arabische Nummerierung um.
>
> Betrifft das eigentlich *nur* die Nummerierung oder hat es auch damit
> zu tun was wie ins Inhaltsverzeichnis kommt?
Lies dir dazu den Abschnitt 3.15 in scrguide.pdf durch, da habe ich
eigentlich nichts hinzuzufügen.
> Hmmm naja, kann ich 2 \begin{abstract}...Blöcke z.B. definieren? Und
> wie handhabt man es am besten dass der Titel dann deutsch ist?
Die {abstract}-Umgebung kannst du beliebig oft aufrufen. Und den Namen
umschalten erledigt 'babel':
\documentclass[abstract=true]{scrreprt}
\usepackage[latin1]{inputenc}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[english,ngerman]{babel}
\usepackage{lmodern}
\usepackage{blindtext}
\begin{document}
\begin{abstract}
\blindtext
\end{abstract}
\selectlanguage{english}
\begin{abstract}
\blindtext
\end{abstract}
\selectlanguage{ngerman}
\blinddocument
\end{document}
> Ist es gut wenn man subsubsection ohne vorherigen subsection bzw.
> section und chapter verwendet?
\subsubsection nicht, subsubsection* schon.
> Eher nicht weil es zum Framework gehört. Sonst muss ich es immer extra
> bei \includeonly mit angeben - so gebe ich nur das betreffende Kapitel
> das ich gerade bearbeite an und hab trotzdem das Framework immer
> dabei.
Das kannst du ja dann immer noch dadurch wählen, dass du entweder
\include oder \input benutzt. Aber das \chapter würde ich rein aus
Gründen der Konsistenz und Eleganz in die Sub-Datei mit reinnehmen, wie
bei allen anderen Kapiteln auch.
>>> \bibliographystyle{IEEEtran}
>>
>> Diesen Bibstyle verwende ich nur, wenn ich muss, denn der hat die (in
>> meinen Augen) bescheuerte Funktion, dass er title brutal nach lowercase
>> konvertiert. Um das zu verhindern, muss man dann die Einträge im Bibfile
>> unschön mit Gruppierungen vergewaltigen, was aber mit einer generischen,
>> ausgabeunabhängigen Datenhaltung nichts mehr zu tun hat.
>
> Ist mir auch schon aufgefallen :-(
> Verwende ich eigentlich nur weil er vom Institut zu Verfügung gestellt wurde.
>
> Hast du einen Tipp für einen Style der gleiches/ähnliches bietet und
> anständig funktioniert?
Wenn es genau die IEEE-Formatierung sein muss, nein. Ansonsten verwende
ich gern auf das Paket 'babelbib' und seinen Bibstyle babplain. Dort
kann man die lowercase-Konvertierung abschalten und es hat die
(eigentlich unverzichtbare) Funktion, dass es die Hyphenation je nach
Sprache des Literatureintrags umschaltet (über ein zusätzliches
language-Feld im Bibfile):
\usepackage{babelbib}
\AtBeginDocument{\bbbbaddto{english}{btxifchangecaseoff}}
\bibliographystyle{babplain}
Ansonsten natürlich der komplette Umstieg auf biblatex und seine Stiles.
Da ist natürlich alles super sauber gelöst. Persönlich habe ich da aber
noch eine Hemmschwelle, einfach weil die Bibfiles nicht mehr
Rückwärtskompatibel sind und ich daher von den früheren Bibstyles
komplett abgeschnitten wäre (außer ich pflegte zwei Versionen von
Bibfiles, was aber auch ein Unding ist).
--
Uwe
> Uwe Siart schrieb:
>
>> Ja. Meiner persönlichen Ansicht nach reicht auch scrartcl, weil ich eine
>> Kapitelgliederung bei einer DA etwas überzogen finde.
>
> Das musst Du mir mal erklären. Die DAen, die ich kenne, haben durchaus
> den Umfang und auch die Strukur eines Buches. Warum sollte es da keine
> Kapitel geben?
Das liegt an der jeweiligen Fachkultur. Es gibt natürlich DAen mit 60
Seiten und solche mit 200 Seiten.
Wir liegen so typisch bei 60--80 Seiten. Und nachdem der OP IEEEtran.bst
benutzen soll, stecke ich ihn auch mal in den ingenieur-
wissenschaftlichen Bereich, wo man nicht viel schwafelt (SCNR). Bei
einer Kapitelzahl von 5--10 hat ein Kapitel dann typisch so 10 Seiten,
vereinzelt auch weniger. Und sorry, sowas ist für mich kein "Kapitel".
Schon die Vakatseiten machen dann manchmal 10% des Buchblocks aus. Wenn
das dann noch mit einer besonders gestalteten Kapitelanfangsseite
eingeleitet wird, finde ich es einfach überzogen, um nicht zu sagen
hochstaplerisch. Und wenn man die besondere Gestaltung der Anfangsseite
weglässt -- na ja, dann ist man eben bei einer Abschnittsgliederung.
--
Uwe
Was du mir damit genau sagen möchtest versteh' ich leider nicht.
Ich habe derzeit eine Titelseite vom Institut, allerdings kommt mir die
nicht so ganz "OK" vor (und ist auch nicht für KOMA).
Achja, diesbez. eine kurze Frage: Ich verwende "twoside". Deswegen
werden die ungeraden Seiten mit breiterem rechten Rand gemacht und die
geraden Seiten mit engerem Rand.
Das betrifft nun aber auch die Titelseite (durch \begin{titlepage}
erstellt): Da es eine ungerade Seite (=1) ist, ist diese nun nicht
zentriert sondern hat einen breiteren Rand auf der linken Seite als auf
der rechten.
Sieht etwas komisch aus...Ist das so gewollt?
> Zum Thema Abstract bei scrbook steht übrigens etwas in der KOMA-Script-
> Anleitung, scrguide.pdf, Seite 75f in der aktuellen Ausgabe.
Danke.
Also wenn ich das nun alles richtig verstanden habe ist die beste
Variante wohl
\addchap*{Abstract}
This is the abstract...
\paragraph{Keywords} \dots
\addchap*{Kurzfassung}
Dies ist die deutsche Variante
\paragraph{Stichworte} \dots
?
LG
Peter
Typisch bei uns auch ...
> Und nachdem der OP IEEEtran.bst
> benutzen soll, stecke ich ihn auch mal in den ingenieur-
> wissenschaftlichen Bereich, wo man nicht viel schwafelt (SCNR).
Korrekt.
Bei mir ist es aber durchaus etwas Schwafelei geworden.
Die Arbeit hat derzeit 103 Seiten; es gibt 3 Hauptkapitel die 22, 27 und
19 Seiten haben.
> Bei
> einer Kapitelzahl von 5--10 hat ein Kapitel dann typisch so 10 Seiten,
> vereinzelt auch weniger.
Dazu kommen noch 3 Kapitel (Einleitung, Conclusion etc.) die kaum mehr
als 2-5 Seiten haben werden.
> Und sorry, sowas ist f�r mich kein "Kapitel".
> Schon die Vakatseiten machen dann manchmal 10% des Buchblocks aus. Wenn
> das dann noch mit einer besonders gestalteten Kapitelanfangsseite
> eingeleitet wird, finde ich es einfach �berzogen, um nicht zu sagen
> hochstaplerisch. Und wenn man die besondere Gestaltung der Anfangsseite
> wegl�sst -- na ja, dann ist man eben bei einer Abschnittsgliederung.
Ich habe sogar mal minitoc in Erw�gung gezogen ... aus diesem Grunde es
aber wieder fallen lassen.
LG Peter
Ich befürchte ja.
Steht so auf Seite 73 in scrguide.pdf.
Das heisst im Klartext dass ich wohl 2 Versionen erstellen muss: Eine
"oneside" für die digitale Version und eine "twoside" für den Druck oder?
Ist beim Ändern dieser Option irgendeine Layoutänderung zu erwarten,
d.h. verrutschen auf einmal Gleitobjekte, verschiebt sich Text etc. oder
fallen einfach nur die leeren Seiten raus?
LG Peter
Eine andere Ansicht stammt von der KOMA Dokumentation höchst persönlich.
scrguide.pdf, Seite 73:
\documentclass{scrbook}
\usepackage{ngerman}
\begin{document}
[...]
\subject{Diplomarbeit}
\title{Digitale Raumsimulation mit dem DSP\,56004}
\subtitle{Klein aber fein?}
\author{cand. stup. Uli Ungenau}
\date{30. Februar 2001}
\publishers{Betreut durch Prof. Dr. rer. stup. -
Naseweis}
\maketitle
\end{document}
LG Peter
Wenn Du die Bindekorrektur nicht auch änderst nicht. Aber dann hast Du
im Online-PDF mit oneside keine symmetrischen Ränder. Ich stelle die
fertige Version mit twoside ins Netz. Wobei in der Praxis twoside plus
BCOR und oneside ohne Korrektur in der Aufteilung, nicht der
Textblockbreite, nahezu identisch ausfallen.
> Wir liegen so typisch bei 60--80 Seiten. Und nachdem der OP IEEEtran.bst
> benutzen soll, stecke ich ihn auch mal in den ingenieur-
> wissenschaftlichen Bereich, wo man nicht viel schwafelt (SCNR). Bei
> einer Kapitelzahl von 5--10 hat ein Kapitel dann typisch so 10 Seiten,
> vereinzelt auch weniger.
Gut, das ist bei den Diplomarbeiten bei uns deutlich anders. (Und das,
obwohl wir beide im selben Themengebiet tätig sind.) Hier hat eine DA
auch ohne Geschwafel so 100--120 Seiten, größtenteils verteilt auf drei
oder vier Hauptkapitel (neben Einleitung, Zusammenfassung). Das kann
imho mit einem Buch schon mithalten, daher halte ich scrbook dann für
gerechtfertigt.
Man kann aber auch noch twoside=semi nehmen :-)-O
> Ist beim Ändern dieser Option irgendeine Layoutänderung zu
> erwarten, d.h. verrutschen auf einmal Gleitobjekte, verschiebt
> sich Text etc. oder fallen einfach nur die leeren Seiten raus?
[...]
Was macht das denn fuer einen Unterschied? Als ob jemals jemand ein
Druckexemplar mit dem PDF vergleichen wuerde?
Im uebrigen faellt mir bei dieser (interessanten) DIskussion auf,
dass sich Chapter und Section sehr schlecht ins Deutsche uebersetzen
lassen, bzw im Sprachgebrauch nicht deutlich unterschieden werden.
Praktisch macht fuer mich Section und Chapter nur den (einen)
wesentlichen Unterschied aus, dass Chapter immer auf einer neuen
rechten Seite beginnt, obwohl man das auch mit open=any veraendern
kann.
Fuer die BA (Hons) Arbeit meiner Frau (100 Seiten) habe ich scrreprt
genommen. Sie hat kapitelweise mit Word geschrieben, ich dann in
NeoOffice eingelesen und Ultra-Clean nach LaTeX exportiert, in
TeXShop von Hand den ein oder anderen unnoetigen LaTeX Befehl
entfernt (Perl Skript hat sich nicht gelohnt so wenig Aufwand) und
dann in LyX 2.0 Beta2 mit dem Thesis Template reingezogen (include).
Ein Wochenende Arbeit, sieht gut aus, insbesondere lesbar, ist
abgegeben, angenommen, und wie wir hier in Namibia sagen: Fertig und
Klaar!
mfg, el
>> Ist beim Ändern dieser Option irgendeine Layoutänderung zu
>> erwarten, d.h. verrutschen auf einmal Gleitobjekte, verschiebt
>> sich Text etc. oder fallen einfach nur die leeren Seiten raus?
> Was macht das denn fuer einen Unterschied? Als ob jemals jemand ein
> Druckexemplar mit dem PDF vergleichen wuerde?
Das kann unter Umständen den Unterschied ausmachen, ob Deine Dissertation
zur Veröffentlichung angenommen wird oder nicht. Ich zitiere mal unsere
Hochschule:
,----
| Die beiden Versionen der Dissertation – die gedruckte und die
| elektronische – müssen identisch sein, d. h. der Inhalt und das Layout
| (z. B. die Zeilenumbrüche und die Seitenzählung) müssen absolut
| übereinstimmen. Die Ausnahmen:
|
| * Das Deckblatt muss nicht unbedingt in den Volltext-Dateien vorhanden
| sein.
|
| * Das Seitenformat kann im PDF abweichen (z.B. Druckexemplare in DIN A5
| und PDF-Datei in DIN A4 möglich).
`----
Gut, Doktorarbeit ist nicht gleich Diplomarbeit, um die es hier
ursprünglich in dem Thread ging, aber ich wollte es der Vollständigkeit
halber mal erwähnt sehen.
Gruß,
Marcus
--
"This elevator serves me alone. I have complete control over
this entire level. With cameras as my eyes and nodes as my
hands, I rule here, insect."
(Shodan in System Shock)
Spätestens mit Gleitobjekten muß der Seitenumbruch immer manuell
kontrolliert und oft korrigiert werden. Ändert er sich, dann ist eine
Neukontrolle nötig.