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Nachfolger für Tex. Welche gibt es bereits.

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Rentner

unread,
Feb 1, 2015, 2:05:45 PM2/1/15
to
Hallo
Ich habe mich ein bisschen mit Tex befasst.
Tex ist so kompliziert geworden das man mindesten 10 verschiedene
Erweiterungen dazu linken muss, um überhaupt ein deutsches Fachbuch
schreiben zu können.
Deswegen Wahl für Satz System unter Ferner liefen.
Lyx das es für Windows Linux und Mac gibt, ist wesentlich besser.
Mann muss Kenntnisse von Tex haben und man muss vorgefertigte
Beschreibungsklassen hernehmen. Die Dokumentation ist ausreichend.
Etwas Handarbeit und Wissen ist beim Installieren angesagt,
Deutsche Romane Fachbücher und Sachbücher kann man nach etwas viel
Lernen problemlos schreiben, ist auf alle Fälle besser als TEX mit
seinen zahllosen Erweiterungen.
Docbook mit seinen verschiedenen Eingabe Möglichkeiten und Docbook und
den verschiedenen Ausgabe Möglichkeiten sollte an die deutsche Sprache
noch wesentlich besser angepasst werden und die Autoren sollten
Dokumentation und eine verbesserte Programmierung für deutsche Bücher
und Ebooks machen.
Die freien Office Pakete und PDF Formatierung sind nach wie vor eine
gute Gelegenheit für Anfänger, die nur wenig Text setzen müssen.

Grundsätzlich gilt
Bei jeden Satzsystem muss man die Grundregeln und die Bedienung neu
lernen, je höher der Lernaufwand, desto besser normalerweise der
automatisierte Satz.

Ihr könnt berichten, welche Satzsysteme Computer Verlage, Fachbuch
Verlage und Sachbuch Verlage hernehmen und welche Anforderungen normal
bei Abgabe des Textes und der Weiterverarbeitung zu einen Buch gelten.
Auch die Verarbeitung einer einzigen Textvorlage zu einen Buch im
Softcover Format, Hardcover Format, Book on Demand Digitaldruck, Text
und Buch zum Selbstausdrucken über Internet. Ebook zum Lesen und
Selbstausdrucken. Lesen im Internet online und offline. Könnt ihr
beschreiben und bewerten.
Auch HTML 5 und Konsorten könnt ihr fürs lesen auf Ebook und Computer
Bildschirm beurteilen.
mfg Rentner

Christian Justen

unread,
Feb 2, 2015, 3:54:42 AM2/2/15
to
> Ich habe mich ein bisschen mit Tex befasst.
> Tex ist so kompliziert geworden das man mindesten 10 verschiedene
> Erweiterungen dazu linken muss, um überhaupt ein deutsches Fachbuch
> schreiben zu können.

Es ist ja noch viel schlimmer. Das ganze wird vor allem dadurch so
kompliziert, weil man vorher auch noch deutsche Rechtschreibung und
Grammatik erlernen sollte ...

Gruß, Christian.

Daniel Wachter

unread,
Feb 2, 2015, 9:19:27 AM2/2/15
to
„Deshalb, weil“ oder „dadurch, daß“, aber nicht „dadurch, weil“. Und um
ein Buch zu schreiben, sollte man LaTeX lernen, TeX braucht man nicht
lernen.
Daniel

Christian Justen

unread,
Feb 2, 2015, 9:34:09 AM2/2/15
to
At Mon, 02 Feb 2015 15:19:26 +0100,
Tja, war ich mit Schreiben mal wieder schneller als wie mit dem Denken
... Aber es heißt natürlich "dadurch, dass" und nicht "dadurch,
daß".

Was TeX und LaTeX betrifft: Jein. Natürlich würde ich immer LaTeX
empfehlen, aber ganz ohne TeX-Kenntnisse wird es auf die Dauer doch
etwas schwierig. Nur: Bist du sicher, dass der OP wirklich TeX (im
Sinne von Plain TeX) meinte? Um ehrlich zu sein, habe ich ohnehin
nicht ganz verstanden, was er überhaupt sagen wollte. Vielleicht auch
nicht die beste Voraussetzung, um ein Fachbuch zu schreiben. Außer
vielleicht in Philosophie oder Systematischer Theologie - da ist
Unverständlichkeit eigentlich Voraussetzung für wissenschaftliches
Arbeiten ...

Gruß, Christian.

Karl

unread,
Feb 2, 2015, 10:24:09 AM2/2/15
to
Am 02.02.2015 um 09:54 schrieb Christian Justen:
Du bist geleimt worden, da war ein Profi am Werk.

In dem Text ist kein einziger Rechtschreibfehler drin. Sogar
substantivierte Verben sind konsequent und richtig großgeschrieben! Das
kann kein moderner Abiturient mehr. Getrennt- und Zusammenschreibung,
Kommasetzung, Satzbau, Logik sind mangelhaft, OK. Man kann ja nicht
alles haben.

Allerdings könnte man von einem CDU-Rentner erwarten, da_ß_ er
ordentliche, traditionelle Rechtschreibung benutzt, und nicht dieses
reformiert-moderne Gekrukel. :-)


Daniel Wachter

unread,
Feb 2, 2015, 2:41:52 PM2/2/15
to
Am 02.02.2015 um 15:34 schrieb Christian Justen:
> Tja, war ich mit Schreiben mal wieder schneller als wie mit dem Denken
> ... Aber es heißt natürlich "dadurch, dass" und nicht "dadurch,
> daß".

Ich laß mir doch nicht vom Staat vorschreiben, wie ich zu schreiben habe
und was richtig ist! Wenn der Staat beschließt, daß die Menschen jetzt
keinen Haferbrei mehr essen dürfen (Glühbirnenverbot ist nicht weniger
absurd), eß ich erst recht Haferbrei. In alten Büchern bis ins 17.
Jahrhundert wird fast immer „daß“ geschrieben. Abgesehen davon hatte die
Rechtschreibreform die wahrscheinlich gewünschte Wirkung, daß die Zahl
der Rechtschreibfehler enorm zugenommen hat. – Pardon, da fehlt jetzt
der Bezug zu LaTeX.

> Was TeX und LaTeX betrifft: Jein. Natürlich würde ich immer LaTeX
> empfehlen, aber ganz ohne TeX-Kenntnisse wird es auf die Dauer doch
> etwas schwierig.

Bisher bin ich mit LaTeX mit Komascript gut durchgekommen und habe wenig
Lust, mich mit TeX zu befassen.
Daniel

Christian Justen

unread,
Feb 2, 2015, 6:01:00 PM2/2/15
to
At Mon, 02 Feb 2015 16:24:08 +0100,
Karl wrote:
>
> Am 02.02.2015 um 09:54 schrieb Christian Justen:
> >> Ich habe mich ein bisschen mit Tex befasst.
> >> Tex ist so kompliziert geworden das man mindesten 10 verschiedene
> >> Erweiterungen dazu linken muss, um überhaupt ein deutsches Fachbuch
> >> schreiben zu können.
> >
> > Es ist ja noch viel schlimmer. Das ganze wird vor allem dadurch so
> > kompliziert, weil man vorher auch noch deutsche Rechtschreibung und
> > Grammatik erlernen sollte ...
>
> Du bist geleimt worden, da war ein Profi am Werk.
>
> In dem Text ist kein einziger Rechtschreibfehler drin. Sogar
> substantivierte Verben sind konsequent und richtig großgeschrieben! Das
> kann kein moderner Abiturient mehr. Getrennt- und Zusammenschreibung,
> Kommasetzung, Satzbau, Logik sind mangelhaft, OK. Man kann ja nicht
> alles haben.

Na ja, "das" statt "dass" und "mann" statt "man" würde ich eigentlich
schon als Rechtschreibfehler werten. Ebenso fehlende Bindestriche bei
den Komposita. Und bist du sicher, dass es wirklich "fürs lesen"
heißt und nicht "für's Lesen"?

Gruß, Christian.

--
Christian Justen
Kokoschkastraße 2, 52531 Übach-Palenberg
Tel. +49 (2451) 4090490

Christian Justen

unread,
Feb 2, 2015, 6:04:26 PM2/2/15
to
At Mon, 02 Feb 2015 20:41:50 +0100,
Daniel Wachter wrote:
>
> Am 02.02.2015 um 15:34 schrieb Christian Justen:
> > Tja, war ich mit Schreiben mal wieder schneller als wie mit dem Denken
> > ... Aber es heißt natürlich "dadurch, dass" und nicht "dadurch,
> > daß".
>
> Ich laß mir doch nicht vom Staat vorschreiben, wie ich zu schreiben
> habe und was richtig ist! Wenn der Staat beschließt, daß die Menschen
> jetzt keinen Haferbrei mehr essen dürfen (Glühbirnenverbot ist nicht
> weniger absurd), eß ich erst recht Haferbrei. In alten Büchern bis ins
> 17. Jahrhundert wird fast immer „daß“ geschrieben. Abgesehen davon
> hatte die Rechtschreibreform die wahrscheinlich gewünschte Wirkung,
> daß die Zahl der Rechtschreibfehler enorm zugenommen hat. – Pardon, da
> fehlt jetzt der Bezug zu LaTeX.

Du irrst, eigentlich war das bei so gut wie allen Büchern bis zum Ende
des 20. Jahrhunderts so. Ausgenommen die Bücher aus der Schweiz, wo
das "ß" schon früher abgeschafft wurde. Ausgenommen die Bücher von
Diogenes, wo es bis heute entgegen der neuen Rechtschreibung verwendet wird.

Daniel Wachter

unread,
Feb 3, 2015, 2:50:36 AM2/3/15
to
Ja, ich irrte, ich meinte natürlich, daß in fast allen Büchern /ab/ dem
17. Jahrhundert, die ich gesehen habe, „daß“ verwendet wurde! Das „dass“
ist eine Erfindung von Bürokraten oder anderen Kulturbanausen.

Daß heute viele – als Wirkung der Rechtschreibreform – statt „daß“ „das“
schreiben, und oft zudem das Komma vorher weglassen, erschwert das Lesen
wirklich beträchtlich.
Daniel

Rolf Niepraschk

unread,
Feb 3, 2015, 3:28:04 AM2/3/15
to
Am 03.02.2015 um 08:50 schrieb Daniel Wachter:
...
>
> Daß heute viele – als Wirkung der Rechtschreibreform – statt „daß“ „das“
> schreiben, und oft zudem das Komma vorher weglassen, erschwert das Lesen
> wirklich beträchtlich.

Das hat nichts mit der Rechtschreibreform zu tun, sondern mit der
verbreiteten Meinung, dass man sich dabei nicht an Regeln zu halten
braucht. Oder es ist Dummheit und Unkenntnis der Regeln.

Falsch geschrieben wurde auch früher schon, also ein lange bekanntes
Ärgernis.

...Rolf


Karl

unread,
Feb 3, 2015, 4:13:45 AM2/3/15
to
Naja, er hat zwei von drei Substantivierungen richtig hingekriegt. Die
Deppenleerzeichen sind natürlich ironisch. ;-)

Uwe Siart

unread,
Feb 3, 2015, 4:45:06 AM2/3/15
to
Karl <mail...@gmx.net> writes:

> Naja, er hat zwei von drei Substantivierungen richtig hingekriegt. Die
> Deppenleerzeichen sind natürlich ironisch. ;-)

Ein paar Kommata fehlen auch.

--
Uwe

Ulrich D i e z

unread,
Feb 3, 2015, 5:07:12 AM2/3/15
to
Daniel Wachter schrieb:
Was mich in dem Zusammenhang am meisten nervt, ist, dass Leute
oft das davorstehende "Komma" als Kriterium dafür hernehmen, ob
nun "dass" bzw "daß" geschrieben wird oder "das", anstatt sich zu
überlegen, ob es sich bei dem Wort um eine Konjunktion oder ein
Relativpronomen bzw einen bestimmenden Artikel handelt.

Ulrich

Karl

unread,
Feb 3, 2015, 5:18:48 AM2/3/15
to
Am 03.02.2015 um 10:52 schrieb Ulrich D i e z:

> Relativpronomen bzw einen bestimmenden Artikel handelt.

bestimm_ter_ Artikel

;-)
Message has been deleted

Ulrich D i e z

unread,
Feb 3, 2015, 8:18:08 AM2/3/15
to
[ Ich habe vorhin schon einmal eine Antwort gepostet. Diese habe ich
aber wieder gecancelt, weil ich sie noch ergänzen wollte. ]


Karl schrieb:

> Am 03.02.2015 um 10:52 schrieb Ulrich D i e z:
>
> > Relativpronomen bzw einen bestimmenden Artikel handelt.
>
> bestimm_ter_ Artikel

Ich nehme an, beides (also swowohl "bestimmter Artikel" als auch
"bestimmender Artikel") ist richtig.


Zu meiner Schulzeit hat man unterschieden in "bestimmende" und
"nicht bestimmende" und "negierende" Artikel.

Mein Deutschlehrer hat damals gesagt, nicht bestimmende Artikel
spezifizieren zwar, dass es sich um Elemente einer Menge handelt,
aber nicht, um welche Elemente genau, während bestimmende
Artikel entweder spezifizieren/bestimmen, um welche Elemente
einer Menge es sich handelt, oder spezifizieren/bestimmen, um
welche zuvor genannten Umstände/Sachverhalte es sich handelt.
[ Es gibt auch sogenannte "negierende" Artikel, welche entweder
spezifizieren, dass es sich nicht um Elemente von genannten
Mengen handelt (Bsp: "Das, was da parkt, ist kein grünes Auto,
sondern ein rotes Fahrrad" -> "kein grünes Auto" -> Bei dem
betrachteten Element handelt es sich nicht um ein Element der
Menge der grünen Autos), oder spezifizieren, dass Umstände/
Sachverhalte nicht gegeben sind (Bsp: "Kein grünes Auto fährt
vorbei" -> Der Umstand/Sachverhalte, dass grüne Autos vorbeifahren
bzw dass mindestens ein grünes Auto vorbeifährt, ist nicht gegeben) . ]

Laut meinem damaligen Deutschleherer verkürzen Modernisten die
Terminologie auf ungute Weise und unterscheiden in "bestimmte"
und "unbestimmte" Artikel, obwohl es dabei nicht um Eigenschaften
geht, die dem Artikel selbst zuzuschreiben sind, sondern um die
Funktion, die der Artikel hat bzw um das, wozu der Artikel dient.

In Frageform:

Inwiefern kann man aus dem Umstand, dass ein "bestimmender Artikel"
dazu dient, zu spezifizieren, um welche Elemente einer Menge es sich
handelt, oder um welche zuvor genannten Umstände/Sachverhalte es
sich handelt, schliessen, dass so ein (bestimmender) Artikel selbst die
Eigenschaft hat, "bestimmt" zu sein und somit ein "bestimmter Artikel"
zu sein?

Inwiefern kann man aus dem Umstand, dass ein "nicht bestimmender
Artikel" dazu dient, zu spezifizieren, dass es sich um irgendwelche
Elemente einer Menge handelt, aber nicht, um welche Elemente genau,
schliessen, dass so ein (nicht bestimmende) Artikel selbst die Eigenschaft
hat, "unbestimmt" zu sein und somit ein "unbestimmter Artikel" zu sein?


Ich habe damals zu bedenken gegeben, dass es dabei nicht unbedingt
um Schlussweisen gehen muss, sondern vielleicht auch nur um Definitionen.

Man kann zB _definieren_, dass solche Artikel, die dazu dienen, zu
spezifizieren, um welche Elemente einer Menge es sich handelt, oder um
welche zuvor genannten Umstände/Sachverhalte es sich handelt, fürderhin
unter dem Begriff "bestimmte Artikel" subsumiert werden, und dass solche
Artiikel, die zwar spezifizieren, dass es sich um Elemente einer Menge
handelt, aber nicht, um welche Elemente genau, fürderhin unter dem
Begriff "unbestimmte Artikel" subsumiert werden ...


-----------------------------------------------------------------

Beispiel:

Ein mir fremdes grünes Auto parkt derzeit in meiner Einfahrt.

Der nicht bestimmende Artikel "ein" bestimmt nicht, um welches
Element der Menge der mir fremden grünen Autos es sich handelt,
sondern er spezifiziert nur, dass es um irgendein Element der
Menge der mir fremden grünen Autos geht.

Das (besagte) mir fremde grüne Auto, das derzeit in meiner Einfahrt
parkt, stellt für mich beim Schneeschippen einen nervigen Störfaktor dar.

Der bestimmende Artikel "das" am Satzanfang spezifiziert, dass
es sich um ein Element der Menge der mir fremden grünen Autos
handelt, welches bereits erwähnt worden ist.
Der bestimmende Artikel "das" am Satzanfang bestimmt somit,
um welches mir fremde grüne Auto genau es geht, nämlich das
bereits erwähnte.

Darüber hinaus spezifiziert der bestimmende Artikel "das" am
Satzanfang, dass es sich um dasjenige Element der Menge der
mir fremden grünen Autos handelt, welches die im Relativsatz
genannte Eigenschaft "derzeit in meiner Einfahrt zu parken"
aufweist.
Der bestimmende Artikel "das" am Satzanfang bestimmt somit,
um welches Element der Menge der mir fremden grünen Autos
genau es geht, nämlich dasjenige, welches die Eigenschaft hat,
derzeit in meiner Einfahrt zu parken.

Beispiel:

Ihn charakterisierte, dass er ein guter Geschäftsmann war.

Er war ein guter Geschäftsmann. Das charakterisierte ihn.


Im Satz "Das charakterisierte ihn." bestimmt der bestimmende Artikel
"das", welcher Umstand/Sachverhalt es ist, der ihn charakterisiert,
nämlich der zuvor genannte Umstand/Sachverhalt, dass er ein guter
Geschäftsmann war.


Ulrich

Karl

unread,
Feb 3, 2015, 11:02:01 AM2/3/15
to
Am 03.02.2015 um 14:17 schrieb Ulrich D i e z:
> Karl schrieb:
>> Am 03.02.2015 um 10:52 schrieb Ulrich D i e z:
>>
>>> Relativpronomen bzw einen bestimmenden Artikel handelt.
>>
>> bestimm_ter_ Artikel

> Zu meiner Schulzeit hat man unterschieden in "bestimmende" und
> "nicht bestimmende" und "negierende" Artikel.

> Laut meinem damaligen Deutschlehrer verkürzen Modernisten die
> ...

Ich bin kein Germanist und Sprachforscher sondern Naturwissenschaftler,
aber ...

eine kurze Googlesuche nach "bestimmender artikel" (in
Anführungszeichen) liefert bescheidene 174 Treffer, auf der ersten Seite
ausschließlich digitalisierte Bücher aus der ersten Hälfte des 19.
Jahrhunderts. Soo alt kann dein Deutschlehrer nicht gewesen sein, oder? ;-)

Und "negierende(r) Artikel" scheint ein rein ungarisches Konstrukt zu
sein. Davon hat man in der deutschen Grammatik jedenfalls noch nie gehört.

Viele Grüße,
Karl

Christian Ebert

unread,
Feb 4, 2015, 6:21:43 AM2/4/15
to
* Christian Justen am 02.02.2015:
> Du irrst, eigentlich war das bei so gut wie allen Büchern bis zum Ende
> des 20. Jahrhunderts so. Ausgenommen die Bücher aus der Schweiz, wo
> das "ß" schon früher abgeschafft wurde. Ausgenommen die Bücher von
> Diogenes, wo es bis heute entgegen der neuen Rechtschreibung verwendet wird.

Diogenes - nicht der aus der Tonne - ist aus der Schweiz.

--
Auftreten Tarzan und Martha -
ich hatte Sankt Pauli unterschätzt.

_MICHAEL WEBER: MARTHA_ --->> http://www.blacktrash.org/baustellen/#martha

Christian Justen

unread,
Feb 4, 2015, 8:57:40 AM2/4/15
to
At Wed, 04 Feb 2015 11:21:21 +0000,
Christian Ebert wrote:
>
> * Christian Justen am 02.02.2015:
> > Du irrst, eigentlich war das bei so gut wie allen Büchern bis zum Ende
> > des 20. Jahrhunderts so. Ausgenommen die Bücher aus der Schweiz, wo
> > das "ß" schon früher abgeschafft wurde. Ausgenommen die Bücher von
> > Diogenes, wo es bis heute entgegen der neuen Rechtschreibung verwendet wird.
>
> Diogenes - nicht der aus der Tonne - ist aus der Schweiz.

Ich weiß. Witzigerweise verwendet Diogenes aber das "ß" noch immer,
obwohl es in der Schweiz eigentlich schon seit vielen Jahren
ganz konsequent durch "ss" ersetzt wurde.

Gruß, Christian.

Karl

unread,
Feb 4, 2015, 10:20:02 AM2/4/15
to
Das würde in Deutschland aber niemand kaufen. Kann sich kein Verlag
leisten, 80% der potentiellen Kundschaft zu vergraulen.


Daniel Wachter

unread,
Feb 4, 2015, 11:16:21 AM2/4/15
to
Am 04.02.2015 um 16:19 schrieb Karl:
>> Ich weiß. Witzigerweise verwendet Diogenes aber das "ß" noch immer,
>> obwohl es in der Schweiz eigentlich schon seit vielen Jahren
>> ganz konsequent durch "ss" ersetzt wurde.
>
> Das würde in Deutschland aber niemand kaufen. Kann sich kein Verlag
> leisten, 80% der potentiellen Kundschaft zu vergraulen.

Du meinst, die Deutschen hätten „dass“ schon so lieb gewonnen? Das
bewiese wieder mal eine erstaunliche Obrigkeitshörigkeit.
Daniel

Christian Ebert

unread,
Feb 4, 2015, 11:18:42 AM2/4/15
to
* Christian Justen am 04.02.2015:
Oje, die doppelte Ausnahmeverneinung hat die Tomaten auf meinen
Augen sprießen lassen.

Karl

unread,
Feb 4, 2015, 11:59:20 AM2/4/15
to
Am 04.02.2015 um 17:16 schrieb Daniel Wachter:
> Am 04.02.2015 um 16:19 schrieb Karl:
>>> Ich weiß. Witzigerweise verwendet Diogenes aber das "ß" noch immer,
>>> obwohl es in der Schweiz eigentlich schon seit vielen Jahren
>>> ganz konsequent durch "ss" ersetzt wurde.
>>
>> Das würde in Deutschland aber niemand kaufen. Kann sich kein Verlag
>> leisten, 80% der potentiellen Kundschaft zu vergraulen.
>
> Du meinst, die Deutschen hätten „dass“ schon so lieb gewonnen? Das

Nein, aber Strassenverkehr und Bussgelder funktionieren nur, wenn man
sein Geschirr auch im Chuchechäschtli aufbewahrt.

> bewiese wieder mal eine erstaunliche Obrigkeitshörigkeit.

Der Witz sollte mit seinem gemeingefährlich langen Bart nur noch mit mit
Polizeieskorte in den Straßenverkehr gelassen werden. ;-)

K

Ulrich D i e z

unread,
Feb 4, 2015, 4:40:06 PM2/4/15
to
Karl schrieb:

> Am 03.02.2015 um 14:17 schrieb Ulrich D i e z:
> > Karl schrieb:
> >> Am 03.02.2015 um 10:52 schrieb Ulrich D i e z:
> >>
> >>> Relativpronomen bzw einen bestimmenden Artikel handelt.
> >>
> >> bestimm_ter_ Artikel
>
> > Zu meiner Schulzeit hat man unterschieden in "bestimmende" und
> > "nicht bestimmende" und "negierende" Artikel.
>
> > Laut meinem damaligen Deutschlehrer verkürzen Modernisten die
> > ...
>
> Ich bin kein Germanist und Sprachforscher sondern Naturwissenschaftler,
> aber ...
>
> eine kurze Googlesuche nach "bestimmender artikel" (in
> Anführungszeichen) liefert bescheidene 174 Treffer, auf der ersten Seite
> ausschließlich digitalisierte Bücher aus der ersten Hälfte des 19.
> Jahrhunderts. Soo alt kann dein Deutschlehrer nicht gewesen sein, oder? ;-)

So wie der drauf war, kann es aber gut sein, dass er seinen
Unterricht auf uralte Literatur gestützt hat.

> Und "negierende(r) Artikel" scheint ein rein ungarisches Konstrukt zu
> sein. Davon hat man in der deutschen Grammatik jedenfalls noch nie gehört.

Kann sein, dass ich das falsch in Erinnerung habe, aber zB unter

http://www.mein-deutschbuch.de/lernen.php?menu_id=60

ist von "Negationsartikel" die Rede, was der Sache wohl
ziemlich nahe kommt ...

Ulrich

Axel Berger

unread,
Feb 4, 2015, 7:10:06 PM2/4/15
to
Karl wrote on Wed, 15-02-04 17:59:
>aber Strassenverkehr und Bussgelder funktionieren nur

Du glaubst gar nicht, wie oft ich genau das von älteren Leuten, die auf
jugendlich machen und jeder Mode hinterherrrennen, vorgesetzt bekomme.

Christine Roemer

unread,
Feb 5, 2015, 3:15:11 AM2/5/15
to
Am 04.02.2015 um 22:37 schrieb Ulrich D i e z:

> ist von "Negationsartikel" die Rede, was der Sache wohl
> ziemlich nahe kommt ...

Die aktuelle DUDEN-Grammatik (1436) schreibt in
Bezug auf "kein", dass dies ein
"negativ-indefinites Artikelwort" sei. "Nicht"
dagegen ist ein Negationspartikel.

Es fehlt [kein Teil]. --> wie Artikel: Es fehlt
[ein Teil].

Es fehlt nicht ein Teil.

Christine

Ignatios Souvatzis

unread,
Feb 9, 2015, 8:10:09 AM2/9/15
to
Christian Justen wrote:

> Na ja, "das" statt "dass" und "mann" statt "man" würde ich eigentlich
> schon als Rechtschreibfehler werten.

"das" statt "dass" krud man uns seinerzeit als Grammatik- und nicht als
Rechtschreibfehler an - mit der Konsequenz erhöhter Fehlerpunktzahl.

-is

Ignatios Souvatzis

unread,
Feb 9, 2015, 9:40:09 AM2/9/15
to
Rentner wrote:

> Ich habe mich ein bisschen mit Tex befasst.
> Tex ist so kompliziert geworden das man mindesten 10 verschiedene
> Erweiterungen dazu linken muss, um überhaupt ein deutsches Fachbuch
> schreiben zu können.
> Deswegen Wahl für Satz System unter Ferner liefen.
> Lyx das es für Windows Linux und Mac gibt, ist wesentlich besser.
> Mann muss Kenntnisse von Tex haben und man muss vorgefertigte
> Beschreibungsklassen hernehmen. Die Dokumentation ist ausreichend.

Ahem - da da aber auch nur ein TeX bzw. LaTeX drunter ist, hast du
doch die gleichen Probleme, sobald du mit anderen zusammenarbeitest:
sobald jemand das Latex-Paket der Woche einbindet, brauchst du's auch
in der gleichen Version...

Ansonsten fehlt in deiner Aufzählung Lout, das vor einigen Jahren
mal populär war. Es hat eine ähnliche Philosophie wie LaTeX, ist
aber komplett neu konzipiert. Das Problem ist nur - ausser
Einzelpersonen kenne ich niemand, der damit arbeitet. Fachbuch?
klar, wenn du's komplett selbst schreibst. Sonst bekommst du irgend
etwas anderes vorgeschrieben.

-is

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Lout

Karl

unread,
Feb 9, 2015, 2:38:28 PM2/9/15
to
Am 09.02.2015 um 13:52 schrieb Ignatios Souvatzis:
>
> "das" statt "dass" krud man uns seinerzeit als Grammatik- und nicht als
> Rechtschreibfehler an - mit der Konsequenz erhöhter Fehlerpunktzahl.

"ankreiden" ein starkes Verb? :-) Der Duden behauptet zwar anderes,

http://www.duden.de/rechtschreibung/ankreiden

aber ich finds nur stark. Wo hast du das her?

Karl

Ignatios Souvatzis

unread,
Feb 10, 2015, 1:15:10 PM2/10/15
to
Eine Kriminalromanfigur eines lokal ansaessigen Schriftstellers
begegnete vor diversen Jahren bei seinen Recherchen einer "Gesellschaft
zur Staerkung der Verben", bzw. recherchierte auf einer deren
Gartenparties, oder sonstigen Zusammenkuenfte.

(Gisbert Haefs, Und oben sitzt ein Rabe, irgendsontaschenbuchverlag 1988)

Inzwischen gibt's ziemlich viele WWW-Treffer; ich weiss nicht, ob er
eine externe Inspiration dafuer hatte.

Ich habe gelegentlich Anfaelle in der Richtung, wenn's nicht
offiziell ist.

-is
--
A medium apple... weighs 182 grams, yields 95 kcal, and contains no
caffeine, thus making it unsuitable for sysadmins. - Brian Kantor
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