auch in Briefen kann es zweckmäßig sein Literatur zu zitieren.
Leider erhalte ich aber bei Verwendung der neuen Letter-Klasse
scrlttr2 die Fehlermeldung "Environment thebibliography undefined".
Hier das Minimaldokument:
\documentclass[]{scrlttr2}
\begin{document}
\begin{letter}
bla bla
\cite{xyautor}
\bibliography{lit}
\end{letter}
\end{document}
Hat jemand eine Tip?
Danke und Gruß,
Peter Sinn
> auch in Briefen kann es zweckmäßig sein Literatur zu zitieren.
Aber ein Literaturverzeichnis ist in Briefen ziemlicher Blödsinn zumal es in
Briefen keinen guten Ort dafür gibt. Ist übrigens im scrguide auch zu
lesen. Dort wird dann auch darauf hingewiesen, dass man einen Brief nicht
mit einer Anlage zu einem, Brief verwechseln sollte.
> Hier das Minimaldokument:
Wohl kaum. Das hat schob den ersten Fehler darin, dass das Argument der
letter-Umgebung fehlt.
Markus
--
Fragen zu LaTeX? --> http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/
Fragen zu KOMA-Script? --> scrguide
Lust zur Mitarbeit? --> http://koma-script.net.tf
Fragen zur Person? --> http://kohm.de.tf
: Aber ein Literaturverzeichnis ist in Briefen ziemlicher Blödsinn zumal es in
: Briefen keinen guten Ort dafür gibt.
nach der Unterschrift
: Ist übrigens im scrguide auch zu lesen.
Würde ich es wage zu posten ohne den scrguide gelesen zu haben?
Dort heißt es: "Im Gegensatz zu einem Artikel, einem Bericht oder einem
Buch besitzt ein Brief *normalerweise* keine Kapitel- oder
Abschnittseinteilung, keine Gleitumgebungen mit Tabellen und Abbildungen.
Daher hat er auch weder Inhaltsverzeichnis noch Verzeichnisse für
Gleitumgebung, Literatur, Index, Glossary oder ähnliches"
Was unter "normalerweise" zu verstehe ist bleibt dem geneigten
Leser überlassen. Offenbar bedeutet also "normalerweise" in diesem
Kontext "nie".
Muß ich halt die Zitate selbst formatieren.
Peter Sinn
: Aber ein Literaturverzeichnis ist in Briefen ziemlicher Blödsinn zumal es in
: Briefen keinen guten Ort dafür gibt.
Anzumerken wäre noch, daß es durchaus nicht unüblich ist, wissenschaftliche
Gutachten auf offiziellem Briefpapier des Instituts zu erstellen. Es
könnte der scrlttr2-Klasse daher nichts schaden, wenn die Funktionen,
die LaTeX im Prinzip für die Erstellung wissenschaftlicher Dokumente
bereithält, auch in scrlttr2 zur Verfügung stehen würden.
Peter Sinn
> Anzumerken wäre noch, daß es durchaus nicht unüblich ist,
> wissenschaftliche Gutachten auf offiziellem Briefpapier des Instituts zu
> erstellen. Es könnte der scrlttr2-Klasse daher nichts schaden, wenn die
> Funktionen, die LaTeX im Prinzip für die Erstellung wissenschaftlicher
> Dokumente bereithält, auch in scrlttr2 zur Verfügung stehen würden.
Nur weil ein Gutachten auf Briefpapier gedruckt wird, ist es noch lange kein
Brief. scrlttr2 ist aber für Briefe. Man kann aber auch Artikel, Berichte
oder Bücher auf Briefpapier drucken, wenn man dazu Lust hat - aber eben
nicht mit scrlttr2. Wenn du gerne den Kopf des Briefpapiers von TeX auch
bei einem Artikel auf das Papier gesetzt haben willst, dann nimm scrpage2.
Das ist dafür vorgesehen. Die Briefklasse ist jedoch nicht für Gutachten
vorgesehen, sondern für Briefe. Wenn dir das nicht passt, dann such dir
oder schreib deine eigene Briefklasse, bei der das anders ist. Wenn du
unbedingt scrlttr2 nehmen willst, dann schreib meinetwegen eine lco-Datei,
die dir all das bietet, was dir fehlt. Ich habe besseres zu tun.
Und was spricht dagegen, dieses Gutachten mit Anschreiben (scrlttr2)
und Anlage (scr*) zu erstellen. Letzters kann man dann noch immer auf
dem offiziellen Briefpapier drucken, das zu diesem Zwecke in den
Drucker eingelegt wird.
--
Space - the final frontier
: Und was spricht dagegen, dieses Gutachten mit Anschreiben (scrlttr2)
: und Anlage (scr*) zu erstellen. Letzters kann man dann noch immer auf
: dem offiziellen Briefpapier drucken, das zu diesem Zwecke in den
: Drucker eingelegt wird.
Möglich, aber wenig praktikabel, insbesondere bei kleinen Dokumenten,
da dann immer zwei Dateien angelegt werden und die Formatierungen in
beiden Dokumenten angeglichen werden müssen.
Peter Sinn
: Nur weil ein Gutachten auf Briefpapier gedruckt wird, ist es noch lange kein
: Brief. scrlttr2 ist aber für Briefe. Man kann aber auch Artikel, Berichte
: oder Bücher auf Briefpapier drucken, wenn man dazu Lust hat - aber eben
: nicht mit scrlttr2. Wenn du gerne den Kopf des Briefpapiers von TeX auch
: bei einem Artikel auf das Papier gesetzt haben willst, dann nimm scrpage2.
: Das ist dafür vorgesehen. Die Briefklasse ist jedoch nicht für Gutachten
: vorgesehen, sondern für Briefe.
Das verstehe ich leider immer noch nicht. Ein Gutachten benötigt alle
Gestaltungselemente eines Briefes (Absender, Adressenfeld,
Geschäftszeile usw.), die Briefklasse ist daher hierfür prädestiniert.
Mein Wunsch zielte nicht auf eine Erweiterung oder Veränderung der
scrlttr2-Klasse, sondern lediglich darauf, gewisse Standard-Funktionen
von LaTeX zuzulassen.
Peter Sinn
> da dann immer zwei Dateien angelegt werden
Dann verwende filecontents, eventuelle noch mit \write18 dann hast du alles
in einer Datei.
> und die Formatierungen in beiden Dokumenten angeglichen werden müssen.
Was für Formatierungen müssen im Anschreibung und im Gutachten aneinander
angeglichen werden, die man nicht ohnehin immer gleich macht und deshalb
ggf. in einem eigenen Paket ablegt?
BTW: Bevor jemand jammert, dass man dann am Ende zwei PDF-Dateien hat, aber
eigentlich doch nur eine verschicken will: PDF-Dateien kann man
zusammenfügen (siehe meine Homepage).
> Ein Gutachten benötigt alle
> Gestaltungselemente eines Briefes (Absender, Adressenfeld,
> Geschäftszeile usw.), die Briefklasse ist daher hierfür prädestiniert.
Nein. Das Anschreiben zu einem Gutachten benötigt diese Elemente und ist ein
Brief. ein Gutachten ist aber kein Brief, sondern ein Gutachten.
> Mein Wunsch zielte nicht auf eine Erweiterung oder Veränderung der
> scrlttr2-Klasse, sondern lediglich darauf, gewisse Standard-Funktionen
> von LaTeX zuzulassen.
Nein. scrlttr2 verhindert keine Standard-Funktionen von LaTeX. Ein
Literaturverzeichnis ist keine Standard-Funktion von LaTeX, sondern wird
immer von der Klasse implementiert. Kann es sein, dass du wenig Ahnung
davon hast, was der LaTeX-Kern bereitstellt und was die Klassen
implementieren müssen? Bei LaTeX ist eine Klasse namens minimal dabei.
Alles, was die nicht bereitstellt, stellt der Kernel nicht bereit.
Die Praxis sieht anders aus. Man verzichtet z.B. bei medizinischen Gutachten
oder Gerichtsgutachten in der Regel auf ein gesondertes Anschreiben und die
erste Seite des Gutachtens enthält dann eben den Briefkopf, das Betreff usw.
Der Begleitbrief enthält die Rechnung, daher eine neuer Vorschlag:
<humor>
wie wäre es mit einer Klasse liquidation.cls ?
</humor>
Peter Sinn
> Da schreibt man öfters Briefe, deren einziger Inhalt aus einer Frage
> oder Antwort besteht, für deren Formulierung man z.T. auf Literatur
> verweisen muss.
Aber dafür braucht man kein Literaturverzeichnis. In Briefen wir din der
Regel die Form bevorzugt, bei der die Literatur direkt genannt wird. Das
hat seinen Grund u. a. darin, dass es bei Briefen eben keine
Konsulationsteile gibt. Ausnahme: Briefkopf, Absender, Anschrift,
Geschäftszeile, Betreff und Anlagen. Natürlich kannst du eine Anlage mit
Literatur erstellen.
> Ganz offensichtlich führst Du nie wissenschaftliche Korrespondenz
Möglicherweise hast du Bedarf für eine Klasse für spezielle
wissenschaftliche Korrespondenz. Ich nicht und ich schreibe keine. Ich kann
doch nichts dafür, wenn jemand darauf besteht, die falsche Briefklasse zu
verwenden.
Um das ganz deutlich zu machen: Wem nicht passt, was ich bereit bin in
KOMA-Script einzubauen, der ist mit KOMA-Script schlecht beraten.
Aeh, Markus, ich weiss ja nicht, wieviele Gutachten Du so taeglich
screibst, aber die, die ich schreibe, sind eigentlich immer Briefe
gewesen.
Selbst wenn Du Deine Gutachten immer mit separatem Anschreiben
schreibst, wuerde ich das (wenn ich die Praxis bei den Kollegen
beobachte) als zumindest ungewoehnlich betrachten. Ich spreche hier
nicht ueber Gutachten fuer Wirtschaftsprojekte im Umfang von 150
Seiten, sondern ueber das einfache Zeug, was man im universitaeren
Umfeld braucht, also Diplomarbeiten, Dissertationen, Artikel etc.,
alles unter 10 Seiten.
> Nein. scrlttr2 verhindert keine Standard-Funktionen von LaTeX. Ein
> Literaturverzeichnis ist keine Standard-Funktion von LaTeX, sondern wird
> immer von der Klasse implementiert. Kann es sein, dass du wenig Ahnung
> davon hast, was der LaTeX-Kern bereitstellt und was die Klassen
> implementieren müssen? Bei LaTeX ist eine Klasse namens minimal dabei.
> Alles, was die nicht bereitstellt, stellt der Kernel nicht bereit.
Meine `Loesung' besteht darin, alles relevante aus einer halbwegs
passenden Klasse zu kopieren und in die Praeambel zu stellen. Das
koennte man in einer generischen dtx-Datei, wo sowieso alles modular
mit tags auf die diversen Klassen verteilt wird, sicher mit weniger
Aufwand sauberer erledigen.
Gruss
Stephan
--
Stephan Lehmke Stephan...@cs.uni-dortmund.de
Fachbereich Informatik, LS I Tel. +49 231 755 6434
Universitaet Dortmund FAX 6555
D-44221 Dortmund, Germany
> Ich spreche hier
> nicht ueber Gutachten fuer Wirtschaftsprojekte im Umfang von 150
> Seiten, sondern ueber das einfache Zeug, was man im universitaeren
> Umfeld braucht, also Diplomarbeiten, Dissertationen, Artikel etc.,
> alles unter 10 Seiten.
Und für die brauchst du ein Literaturverzeichnis? Ok, soetwas schreibe ich
grundsätzlich nie. Ich würde aber eher auf das dort verwendete
Literaturverzeichnis verweisen.
Ich schreibe allenfalls mal eine Rezension und die nie als Brief. Ich
erwähne das nur, weil mir das von all den Dokumenten, die ich produziere,
mit dieser Art Gutachten noch am vergleichbarsten erscheint.
Ich gebe unumwunden zu, dass ich nicht weiß, wie heutzutage solche Gutachten
geschrieben werden. Ich habe bisher auch nur ein einziges Gutachten zu
einer Diplomarbeit zu Gesicht bekommen. Das war allerdings auch kein Brief.
Soweit ich mich erinnere, war wohl die erste Seite auf Institutsbriefpapier
gedruckt. Aber es gab keinen Addressaten. Ich glaube mich aber zu erinnern,
dass oben ein Kasten drauf gedruckt war, in dem die Diplomarbeit, der
Gutachter und noch ein paar Angaben zu finden waren.
Dann sagen wir es ganz einfach: scrlttr2 war nie als Klasse für
briefähnliche Gutachten gedacht. Ich habe auch nicht vor eine solche Klasse
zu schreiben. Ich brauche so eine Klasse auch nicht und kenne die
allgemeinen Anforderungen daran auch nicht.
> Meine `Loesung' besteht darin, alles relevante aus einer halbwegs
> passenden Klasse zu kopieren und in die Praeambel zu stellen.
Du kannst dir aber eine lco-Datei schreiben, die alle Dinge bereit stellt,
die du bauchst - nur Optionen kann eine lco-Datei nicht haben. Falls du das
brauchst, mach dir ein Paket oder eine eigene Klasse.
... es sei denn, man will auf Literatur hinweisen, die nicht zitiert
wurde ;-)
>> Meine `Loesung' besteht darin, alles relevante aus einer halbwegs
>> passenden Klasse zu kopieren und in die Praeambel zu stellen.
>
> Du kannst dir aber eine lco-Datei schreiben, die alle Dinge bereit stellt,
> die du bauchst - nur Optionen kann eine lco-Datei nicht haben. Falls du das
> brauchst, mach dir ein Paket oder eine eigene Klasse.
Klar. Ich weiss auch wie das geht ;-)
Aber wenn's 30 Sekunden spart ;)
Gruss
Stephan
> Aber ein Literaturverzeichnis ist in Briefen ziemlicher Blödsinn zumal
> es in Briefen keinen guten Ort dafür gibt. Ist übrigens im scrguide
> auch zu lesen. Dort wird dann auch darauf hingewiesen, dass man einen
> Brief nicht mit einer Anlage zu einem, Brief verwechseln sollte.
Es ist natürlich völlig deine Entscheidung, welche Funktionalitäten
deine Briefklasse anbietet. Aber Anfragen nach zusätzlichen
Funktionalitäten einfach als "Blödsinn" abzukanzeln finde ich etwas
hart. Natürlich sind Anlage zu einem Brief etwas anderes als das
Vorschaltblatt selbst. Aber eine Struktur wie:
\begin{document}
\begin{letter}
..
beiliegend erhalten Sie alle nötigen Informationen zur neuen Saison.
Besonders beachten sollten Sie in der Anlage 2 die Seite 3!
\closing
\listofAnlagen
\end{letter}
\begin{Anlage}{Ergebnisse}
\section{Ergebnisse}
\subsection{Turnier 1}
..
\end{Anlage}
\begin{Anlage}{Ausschreibung}
\section{Ausschreibungen}
\subsection{Blitz}
..
\end{Anlage}
\begin{Anlage}[file=fremd, pages=2]{Zeitungsartikelkopie}
\end{Anlage}
\end{document}
oder ein Brief wie
\begin{letter}
..
hallo, beiliegend die versprochene Bücherliste. Das Buch von XY [1]
ist besonders interessant, während [2] sehr mies übersetzt ist.
..
\end{letter}
\begin{Anlage}{Literaturliste}
% Bibliographie-Umgebung
\end{Anlage}
sind ja nicht völliger Unsinn. Warum soll ich bei Briefen die Liste
der Anlagen per Hand eintippen oder Querverweise zu den Anlagen per
Hand verwalten, wenn LaTeX in der Lage ist, diese Informationen selbst
zu sammeln? Ich persönlich denke, daß ein Brief eine Sammlung von
Dokumenten mit speziellen Vorblättern ist. Und die letter-Umgebung
sollte in einer "Sammelbandklasse" als Umgebung für diese Vorblätter
implementiert werden.
Ulrike Fischer
P.S. Das heißt nicht, daß du die implementieren sollst. Ich besitze ein
rudimentären brief.sty, der sowas ansatzweise für mich macht, und der
wunderbar mit den normalen scr-Klassen zusammenarbeitet.
> ... es sei denn, man will auf Literatur hinweisen, die nicht zitiert
> wurde ;-)
Die würde ich dann direkt angeben, aber ich schreibe ja auch keine solchen
Gutachten.
> Aber wenn's 30 Sekunden spart ;)
Wenn jeder nur einmal ein Gutachten schreibt und sich daher auf denselben
Standpunkt stellt, wird es nie eine Klasse, ein Paket oder eine lco-Datei
dafür geben.
> Ich persönlich denke, daß ein Brief eine Sammlung von
> Dokumenten mit speziellen Vorblättern ist. Und die letter-Umgebung
> sollte in einer "Sammelbandklasse" als Umgebung für diese Vorblätter
> implementiert werden.
Dann mach es. Im übrigen habe ich schon oft darauf hingewiesen, dass es
möglich ist dokumentübergreifende Querverweise zu erstellen.
> Warum soll ich bei Briefen die Liste der Anlagen per Hand eintippen oder
> Querverweise zu den Anlagen per Hand verwalten
> \begin{Anlage}{Literaturliste}
> % Bibliographie-Umgebung
> \end{Anlage}
Also mal ehrlich: Normalerweise würde man doch ohnehin die Anlage getrennt
vom Brief schreiben und dann mit \include oder ähnlichem arbeiten. Also
musst du an der Stelle schon eine Liste von Hand eintippen. Schön, es ist
nicht der komplette Titel, aber zu dokumentübergreifenden Referenzen siehe
oben. Neben den tools mache ich jetzt auch noch auf combine aufmerksam.
Was du suchst ist eine all-in-one-Klassn, bei der innerhalb des Dokuments
die Klasse umgeschaltet werden kann. Frag Peter Wilson, ob er nicht memoir
auch für Briefe erweitern und eine Umschaltung des Klassenstils innerhalb
eines Dokuments ermöglichen will. Ich halte das Vorgehen, alles in eine
Datei zu wursteln(*) für nicht sinnvoll und ich unterstützt nur selten
Dinge, die ich nicht für sinnvoll halte.(**)
> Aber Anfragen nach zusätzlichen Funktionalitäten einfach als "Blödsinn"
> abzukanzeln finde ich etwas hart.
Es steht dir frei das so zu sehen. Aber warum soll ich Schönfärberrei
betreiben, wenn ich es so sehe. Für mich ist ein Literaturverzeichnis in
einem Brief blödsinnig und dazu stehe ich. Eine Briefklasse ist in meinen
Augen dafür zuständig, Briefe zu setzen und nicht die Anlagen eines
Briefes. scrlttr2 ist eine Briefklasse und keine Klasse für alles mögliche,
die nebenbei auch noch Briefe setzen kann. Ich habe mir beim Design lange
überlegt ob ich ein Brief-Paket oder eine Brief-Klasse entwicklen soll. Das
Brief-Paket habe ich aus unterschiedlichen Gründen verworfen, die ich aus
Zeitgründen im Augenblick nicht diskutieren werde. Dass ich überhaupt über
ein Brief-Paket nachgedacht habe, lag übrigens hauptsächlich daran, dass
ich wusste, dass du soetwas gebrauchen könntest.
Markus
(*) Sorry für die abwertende Bezeichnung, aber genau so empfinde ich das.
(**) Mit LaTeX3 und der Einführung von Templates unterstützt der Kernel
möglicherweise die Umschaltung zu einer anderen Dokumentform bereits. Dann
muss neu darüber nachgedacht werden, wie Klassen innerhalb eines Pakets wie
KOMA-Script zusammenarbeiten und die Umschaltung ermöglichen können.
--
Demnächst auf unbestimmte Zeit offline.
Was meinst Du mit `direkt'? Das koennen durchaus Dutzende Verweise
sein, und wofuer pflege ich denn die bib-Dateien?
>> Aber wenn's 30 Sekunden spart ;)
>
> Wenn jeder nur einmal ein Gutachten schreibt und sich daher auf denselben
> Standpunkt stellt, wird es nie eine Klasse, ein Paket oder eine lco-Datei
> dafür geben.
Ist mir schon klar. Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, wieviel
Code bei mir `nur zur Privatnutzung' im Keller liegt.
Ich habe mich mit TeXPower an die Oeffentlichkeit gewagt, aber man
sieht ja, wie weit selbst bei einem so ueberschaubaren Projekt Wunsch
und Wirklichkeit auseinanderliegen...
Gruss
Stephan
> Was meinst Du mit `direkt'?
Nun, an der Stelle an der die Literatur genannt wird (meinetwegen auch als
Fußnote oder Randnotiz), wobei ich hierbei von den Erfordernissen eines
Briefes ausgehe, da ich Gutachten der erwähnten Art nicht kenne.
> Das koennen durchaus Dutzende Verweise sein
Bei einem maximal zehnseitigen Dokument?
> und wofuer pflege ich denn die bib-Dateien?
Alles was du brauchst, ist ein Paket, das \cite entsprechend (siehe oben)
umsetzt. Ein Literaturverzeichnis braucht man dafür nicht.
Mach folgendes
oeffne mit einem Editor eine Datei z.B. mit dem Namen
lttradd.sty
Such die Datei article.cls (oder auch scrart.cls oder wie die heisst),
oeffne sie. Such nach der Stelle, wo die thebibliography-Umgebung
und das Makro \bibitem definiert ist und kopiere sie nach lttrad.sty.
fuege eine \usepackage{lttradd} in Deinen Brief ein.
Schau, ob's geht. Wenn nicht, dann wirst Du die eine odere andere Zeile
loeschen muessen, aber das kannst Du dann erfragen.
Schoenes Wochenende
Hans Friedrich
h.f.s.
: Mach folgendes
: oeffne mit einem Editor eine Datei z.B. mit dem Namen
: lttradd.sty
: Such die Datei article.cls (oder auch scrart.cls oder wie die heisst),
: oeffne sie. Such nach der Stelle, wo die thebibliography-Umgebung
: und das Makro \bibitem definiert ist und kopiere sie nach lttrad.sty.
: fuege eine \usepackage{lttradd} in Deinen Brief ein.
Danke vielmals! Meine lttradd.sty funktioniert und sieht so aus:
\newdimen\bibindent
\bibindent=0em
\newcommand*\@openbib@code{%
\advance\leftmargin\bibindent
\itemindent -\bibindent
\listparindent \itemindent
\parsep \z@}%
\newenvironment{thebibliography}[1]{%
\list{\@biblabel{\@arabic\c@enumiv}}%
{\settowidth\labelwidth{\@biblabel{#1}}%
\leftmargin\labelwidth
\advance\leftmargin\labelsep
\@openbib@code
\usecounter{enumiv}%
\let\p@enumiv\@empty
\renewcommand*\theenumiv{\@arabic\c@enumiv}}%
\sloppy\clubpenalty4000\widowpenalty4000%
\sfcode`\.=\@m}
Schöne Grüße,
Peter Sinn