MinBsp:
----- 8>< -----
\documentclass [oneside, twocolumn, 11pt, a4paper, draft] {article}
\usepackage [ngerman] {babel}
\usepackage [T1] {fontenc}
\usepackage {textcomp}
\usepackage {mathpazo}
\usepackage [scaled=.84]{helvet}
\linespread {1.1}
\usepackage [applemac] {inputenc}
\usepackage {alphanum}
\title {}
\author {}
\date {}
\begin {document}
\twocolumn[
\begin {titlepage}
\maketitle
\end {titlepage}
]
\toc {Wirkung der Er\"offnung des Insolvenzverfahrens}
\sub {Erl\"oschen des Anspruchs auf Avalzinsen}
Gem\"ass § 116 Abs 1 S 1 InsO erl\"oschen
Gesch\"aftsbesorgungsvertr\"age durch die Er\"offnung des
Insolvenzverfahrens. Der Anspruch auf Avalzinsen f\"ur den Zeitraum nach
Er\"offnung des Insolvenzverfahrens erlischt damit ebenfalls.
Durch das Erl\"oschen des Avalkreditvertrags ist der B\"urge im
Verh\"altnis zum Schuldner zur \"ubernahme von B\"urgschaften zu Gunsten
von dessen Gl\"aubigern nicht mehr verpflichtet. Der Schuldner ist ab
dem Erl\"oschenszeitpunkt, mithin dem Zeitpunkt der Er\"offnung des
Insolvenzverfahrens nicht mehr zur Zahlung von Avalzinsen verpflichtet.
\end {document}
----- ><8 -----
Beim Setzen bekomme ich massenhaft Warnungen dieser Art:
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Underfull \hbox (badness 1496) in paragraph at lines 98--99
/ppl...@10.95pt/fas-sung mit dem Sinn und Zweck von ^^9f
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Lasse ich die Optionen in \documentclass weg, sind die \hbox plötzlich
nicht mehr under- sondern overfull.
Wie kann ich das Problem lösen?
Gruss. Friedrich
--
Epost an mich bitte an post[auf]vatolin[punkt]de adressieren.
Du scheinst Dir immer noch nicht darüber im Klaren zu sein, was
"minimal" bedeutet. Und von "Beispiel" kann hier auch keine Rede sein...
> Beim Setzen bekomme ich massenhaft Warnungen dieser Art:
>
> Underfull \hbox (badness 1496) in paragraph at lines 98--99
> /ppl...@10.95pt/fas-sung mit dem Sinn und Zweck von ^^9f
...denn genau die Zeile (den Absatz) mit "Sinn und Zweck von ..." hast
Du unterschlagen.
Die Warnung bedeutet, dass TeX die besagte Zeile über die
Toleranzgrenze hinaus hat strecken müssen, d. h. die Zeile ist
"löchrig". An dieser Stelle ist das noch nicht so schlimm (badness
1496), aber sicher sichtbar (badness ist maximal 10000=unendlich :-).
Lösung: Trennhilfen einbauen (vielleicht kann TeX ein Wort nicht
richtig trennen, Trennstellen eines Wortes kann man sich mit
\showhyphens{Wort} in die Logdatei ausgeben lassen) oder den Text
umformulieren.
> Lasse ich die Optionen in \documentclass weg, sind die \hbox plötzlich
> nicht mehr under- sondern overfull.
Dann ändert sich der Satzspiegel und Schriftgröße und damit auch die
Zeilenlänge und damit der gesamte Umbruch. Overfull hboxes entstehen,
wenn TeX glaubt, dass es weniger schlimm ist, ein Wort über die Zeile
hinaus stehen zu lassen, als die Zeile extrem zu dehnen. Overfull
hboxes haben sinnvollerweise immer badness 10000.
Mit der Klassenoption draft kann man sich die übervollen hboxen
durch einen schwarzen Balken anzeigen lassen.
Gruß, Harry
> Moin.
>
> MinBsp:
>
> ----- 8>< -----
> \documentclass [oneside, twocolumn, 11pt, a4paper, draft] {article}
[snip]
>
> \begin {document}
> \twocolumn[
>
> Lasse ich die Optionen in \documentclass weg, sind die \hbox plötzlich
> nicht mehr under- sondern overfull.
>
> Wie kann ich das Problem lösen?
article.cls enthält den Code:
\if@twocolumn
\twocolumn
\sloppy
\flushbottom
\else
D.h. wenn du die Dokumentenoption twocolumn verwendest, werden die
Spalte "sloppy" gesetzt: Falls es sein muss, mit zu großen
Wortabständen (underfull) aber dafür ragt nichts in den rechten Rand
raus.
Wenn du nur \twocolumn verwendest, ist TeX sturer und akzeptiert keine
"underfull" Zeilen.
Wie du dein Problem lösen kannst, weiß ich nicht, weil nicht klar ist,
was du erreichen willst.
--
Ulrike Fischer
e-mail: zusätzlich meinen Vornamen vor dem @ einfügen.
e-mail: add my first name between the news and the @.
Durch den zweispaltigen Satz werden die Zeilen ziemlich kurz, weshalb
häufig der tadellose Umbruch nicht mehr möglich ist. Dies ist kein
Fehler, sondern eine Folge des zweispaltigen Satzes, wie Du ihn benutzt.
Die einzige wirkliche Möglichkeit, dies zu umgehen, ist mE die
Verlängerung der Zeilen. Hierzu fallen mir ein:
- Verkleinerung der Schrift
- Vergrößerung der Textbereiches (am besten durch Umstieg auf
koma-script, und Angabe eines größeren DIV-Wertes)
Ansonsten ist es auch immer ganz gut, bei den ausgegebenen Fehlern die
Trennmöglichkeiten mal zu überprüfen.
Als letzte Möglichkeit kannst Du noch versuchen, an den Toleranzen für
den Umbruch zu schrauben (-> l2tabu hat ein Beispiel), allerdings wird
dadurch der Umbruch nicht besser, sondern Du kriegst nur keine
Fehlermeldungen mehr.
Gruß,
Michael
???
Probier in der Präamble Etwas in der Art
\setlength\emergencystretch{3em}% ggf. auch größer
...Rolf
--
|| Rolf Niepraschk c/o Physikalisch-Technische Bundesanstalt ||
|| Abbestr. 2-12; D-10587 Berlin, Germany ||
|| Tel/Fax: ++49-30-3481-316/490, email: Rolf.Ni...@ptb.de ||
Das kann man so generell nicht sagen: Das Zusammenspiel der Werte von
\tolerance und \emergencystretch beeinflusst den Umbruch, nicht die
Fehlermeldungen. Die beiden Extremeinstellungen
(bei onecolumn bzw. twocolumn) sind
\fussy (\tolerance200 \emergencystretch0pt) und
\sloppy (\tolerance9999 \emergencystretch3em).
Für zweispaltigen Satz empfiehlt es sich sicherlich, eher in der
Nähe von \sloppy zu bleiben, aber so extrem muss man nicht sein,
insbesondere bei \tolerance. Ich würde es bei zweispaltigem Satz
zunächst mal probieren mit \tolerance1600 \emergencystretch2.5em
(oder beides sogar noch niedriger: Je niedriger es geht, ohne dass es
massenhaft "overfull" boxes hagelt, umso besser - hängt natürlich vom
Text ab) und ggf. \tolerance bis zu 2500 und gleichzeitig \emergencystretch
bis zu 3.5em hochsetzen - an Stellen, bei denen selbst das noch overfull
boxes liefert, ist händisches Eingreifen praktisch unumgänglich.
> Du scheinst Dir immer noch nicht darüber im Klaren zu sein, was
> "minimal" bedeutet. Und von "Beispiel" kann hier auch keine Rede sein...
>
Naja. Mal abgesehen von Friedrichs Neigung immer den \maketitle-Teil
mitzuschicken, fand ich es ganz gut.
>> Lasse ich die Optionen in \documentclass weg, sind die \hbox plötzlich
>> nicht mehr under- sondern overfull.
>
> Dann ändert sich der Satzspiegel und Schriftgröße und damit auch die
> Zeilenlänge und damit der gesamte Umbruch.
Das alleine kann das Verhalten nicht erklären: Einfache Änderungen am
Satzspiegel können zu mehr overfull oder mehr underfull Boxen führen.
Sie können aber nicht dazu führen, dass TeX plötzlich statt underfull
Boxen overfull Boxen bevorzugt; um so einen Effekt zu erzeugen, muss
man an den Umbruchparametern drehen. Und genau das war Friedrichs
Frage: wieso die twocolumn-Option andere Parameter hat als der Befehl
\twocolumn.
> Harry Schmidt <sch...@web.de> schrieb:
>
> > Du scheinst Dir immer noch nicht darüber im Klaren zu sein, was
> > "minimal" bedeutet. Und von "Beispiel" kann hier auch keine Rede sein...
> >
>
> Naja. Mal abgesehen von Friedrichs Neigung immer den \maketitle-Teil
> mitzuschicken, fand ich es ganz gut.
Es hat aber nicht die angegebene Fehlermeldung erzeugt.
--
David Kastrup, Kriemhildstr. 15, 44793 Bochum
de.comp.text.tex FAQ: <URL:http://www.dante.de/faq/de-tex-faq>
>> Naja. Mal abgesehen von Friedrichs Neigung immer den \maketitle-Teil
>> mitzuschicken, fand ich es [das Beispiel] ganz gut.
>
> Es hat aber nicht die angegebene Fehlermeldung erzeugt.
Von welcher Fehlermeldung sprichst du? Friedrich sprach nur von
"Warnungen dieser Art":
"Underfull \hbox (badness 1496) in paragraph at lines 98--99"
Und "derartige" Warnungen produziert das Beispiel auch. Alle wichtigen
Schlüsselwörter sind richtig genannt: underfull, hbox, badness,
paragraph at lines.
Ich würde Friedrich immer noch ein voll befriedigend geben.
Ack. Ich hab das twocolumn übersehen. Danke für die Berichtigung.
Gruß, Harry