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Frage zur Auszeichnung: Aufrechte Zeichen im Mathemodus

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Moritz Nadler

unread,
Jul 9, 2009, 12:54:21 PM7/9/09
to
Guten Tag,

ich frage mich, welchen Befehl für die Formatierung von aufrechten Indizes und
Einheiten in Formeln und man am Besten verwendet, falls die Mathe-Schrift und
Textschrift unterschiedlich sind.
Ich habe diese Frage schon mal nebenbei in einer anderen Diskussion gestellt,
möchte mir aber noch weitere Meinungen dazu einholen.

Falls man nur Schriftarten mit Mathe-Unterstützung benutzt ist die Antwort
einfach: man verwendet den Befehl \text aus amsmath. Bsp:
$U_\text{eff} = 15\,\text{V}$.

Wenn sich nun die Mathe und normale Schrift unterscheiden sieht dieser Zeile
meiner Meinung nach sehr komisch aus, weil ständig zwischen 2 Schriftarten hin
und her geschaltet wird. Auch drücken Variable und Index bzw. Wert und Einheit
jeweils ein "Ding" aus, und deshalb sollten darin nicht unterschiedliche
Schriftarten gemischt werden.

Die Alternative zu \text wäre dann \mathrm bzw. \mathsf zu nehmen (je nach dem
ob die Matheschrift Serifen hat oder nicht) also sowas wie:
\newcommand{\mathup}{\mathrm} %Falls Matheschrift sans-serif ersetzte \mathrm
%durch \mathsf
$U_\mathup{eff} = 15\,\mathup{V}$

Entsprechend würde man wenn im Fließtext eine Einheit steht die Textschrift
beibehalten und nicht in dem Mathemodus wechseln. Um auch dort keine ständigen
Wechsel zwischen 2 Schriftarten zu erzeugen. Bsp.:
Der Fluss ist 30\,km lang

Weitere vernünftige Möglichkeiten fallen mit nicht ein. Dinge wie \operatorname
würden den gleichen Effekt haben wie \text, aber fälschlicherweise etwas als
Operator/Funktion mit festem Namen Auszeichnen, was gar keiner ist. Außerdem hat
\operatorname ja auch Einfluss auf den Abstand zu nachfolgenden Symbolen, was
in Indizes unerwünscht sein kann.

Die Frage ist jetzt was bei unterschiedlichen Schriftarten besser ist:
Im Mathemodus eine Schriftart (eben die Matheschrift) beibehalten, oder ständig
für Indizes und Einheiten die Schriftart wechseln.

Ich tendiere ganz stark zu Ersterem. Wenn man zum Beispiel alle Gleichungen rot
hervorheben würde, würde man ja auch nicht stände innerhalb einer Gleichung für
Indizes und Einheiten wieder aus die normale Textfarbe wechseln.

Hintergrund meiner "Besorgnis" um dieses Thema, ist, dass ich einen Artikel über
den ISO-konformen Formelsatz mit LaTeX ( http://moritz-nadler/formelsatz.pdf )
geschrieben habe, in dem ich empfehle \mathrm für Aufrechte Indizes und
Einheiten zu verwenden. Das geht nur so lange wie gut bis man auf eine
Matheschrift ohne Serifen wechselt. Mir war, als ich das geschrieben habe, nicht
klar, dass \mathrm IMMER auf eine Serifenschrift wechselt; ich war der festen
Überzeugung es \mathrm wäre eine mathemodus Version von \textup.
Jetzt will ich diesen Artikel überarbeiten und diesmal sollen die Befehl, die
ich dort nenne robust gegenüber einem Schriftartwechsel sein.


2. Frage:

In Bezug auf meinen Artikel habe ich auch noch eine weitere Frage. Nach den
ISO-Regeln für den Formelsatz müssen auch bestimmte griechische Buchstaben
aufrecht gesetzt werden am meisten verwendet werden pi als mathematische
Konstante und mu als SI-Präfix. Selbst Schriftpacket mit ausführlichen
Mahtezeichensatz + AMS-Math-Symbols bieten meines Wissens nach keine kleine
aufrechten Griechischen Buchstaben im Mathemodus außer mu (mit dem Befehl
\textmu aus textcomp). Die Zeichen aus upgreek passen ja nur zu Computer Modern
(wobei ich mir da nicht sicher bin, denn meiner Meinung nach passen die
Buchstaben aus upgreek besser zu Palatino also zu CM auch \upmu und \textmu
sehen in CM nicht gleich aus.)
Weiß jemand eine Möglichkeit zu verschiedenen Schriftarten passende aufrechte
griechische Buchstaben zu bekommen? Wenn das schwierig sein sollte kennst jemand
zumindest eine Möglichkeit an passende aufrechte pi zu kommen?


vielen Dank im voraus für Vorschlägen und Anregungen,

Moritz Nadler


Philipp Stephani

unread,
Jul 9, 2009, 1:13:03 PM7/9/09
to
Moritz Nadler schrieb:

> Die Frage ist jetzt was bei unterschiedlichen Schriftarten besser
> ist: Im Mathemodus eine Schriftart (eben die Matheschrift)
> beibehalten, oder ständig für Indizes und Einheiten die Schriftart
> wechseln.

Typografisch ist bestimmt das erstere richtig. Das Problem ist, dass
\mathrm nicht in den Textmodus schaltet, was unerwartete Konsequenzen
haben kann (beispielsweise werden Leerzeichen ignoriert).

> Das geht nur so lange wie gut bis man auf eine Matheschrift ohne
> Serifen wechselt.

Auch wenn das technisch möglich ist, ist es nicht empfehlenswert. Ebenso
wie die Schriftattribute fett und kursiv hat die Schriftfamilie eine
inhärente Auswirkung auf die Bedeutung mathematischer Zeichen. So
schreiben beispielsweise viele Bücher Vektoren fett, kursiv und
serifenbehaftet, Tensoren hingegen fett, kursiv und serifenlos. Bei
einer generellen Umschaltung auf serifenlose Schriften ginge dieser
Bedeutungsunterschied verloren. Wie immer in der Typografie gilt: Wenn
man sich über eine Regel im Klaren ist, darf man sie kontrolliert
brechen, z.B. für Präsentationen auf niedrigauflösenden Beamern. Für ein
gedrucktes Text würde ich jedoch niemals serifenlose Mathematikschriften
und auch auf keinen Fall unterschiedliche Schriften für Mathematik und
Text benutzen.

> In Bezug auf meinen Artikel habe ich auch noch eine weitere Frage.
> Nach den ISO-Regeln für den Formelsatz müssen auch bestimmte
> griechische Buchstaben aufrecht gesetzt werden am meisten verwendet
> werden pi als mathematische Konstante und mu als SI-Präfix. Selbst
> Schriftpacket mit ausführlichen Mahtezeichensatz + AMS-Math-Symbols
> bieten meines Wissens nach keine kleine aufrechten Griechischen
> Buchstaben im Mathemodus außer mu (mit dem Befehl \textmu aus
> textcomp). Die Zeichen aus upgreek passen ja nur zu Computer Modern
> (wobei ich mir da nicht sicher bin, denn meiner Meinung nach passen
> die Buchstaben aus upgreek besser zu Palatino also zu CM auch \upmu
> und \textmu sehen in CM nicht gleich aus.) Weiß jemand eine
> Möglichkeit zu verschiedenen Schriftarten passende aufrechte
> griechische Buchstaben zu bekommen? Wenn das schwierig sein sollte
> kennst jemand zumindest eine Möglichkeit an passende aufrechte pi zu
> kommen?

Du hast durchaus recht, upgreek passt ganz und gar nicht zu CM. Ich kann
mir nicht erklären, warum upgreek immer als Antwort auf die Frage nach
aufrechten griechischen Kleinbuchstaben genannt wird. Für die
CM-Schriften gibt es schlicht keine aufrechten griechischen
Kleinbuchstaben außer μ, das ist eine Tatsache. Ich habe einmal eine
„unslanted italic“-Variante von cmmi erzeugt, indem ich den
slant-Parameter auf 0 gesetzt habe. Das sah bei vielen Buchstaben ganz
ordentlich aus, aber es ist eben „unslanted italic“ und nicht aufrecht.
Mittlerweile verwende ich wieder das normale π aus cmmi, das immerhin
„fast“ aufrecht steht. Will man ein echtes aufrechtes π, kann man CM
nicht verwenden.

--
Replace “READ-MY-SIG” by “tcalveu” to answer by mail.

Philipp Stephani

unread,
Jul 9, 2009, 1:39:23 PM7/9/09
to
Ich habe jetzt dein Dokument kurz überflogen (gelesen hatte ich es schon
früher, es war mir nur entfallen):

- Du solltest auf jeden Fall das Problem mit upgreek erwähnen. Meiner
Meinung nach ist im Falle von π und δ der Typografie der Vorzug
gegenüber dem buchstabengenauen Einhalten des Standards zu geben. Die
Zeichen aus cmmi sehen deutlich passender aus als die aus upgreek.

- Bei den Einheiten solltest du meiner Meinung nach gar nicht erst
anfangen, mit \, und \mathrm alles manuell zu machen. Codes wie
$23\,{}^\circ\mathrm C = 73.4\,{}^\circ\mathrm F$ sind beinahe unlesbar.
Schreibe einfach, dass man für alles, was irgendwie mit großen Zahlen
oder Einheiten zu tun hat, siunitx benutzen soll, weil es alles kann,
was man braucht.
Allerdings muss man bei siunitx beachten, dass es standardmäßig das μ
aus dem upgreek-Paket nimmt, was unnötig schlecht aussieht. Besser:

\documentclass{article}
\usepackage{lmodern}
\usepackage{textcomp}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage{amsmath}
\usepackage{siunitx}
\sisetup{unitmode=text}
\begin{document}
\SI{2}{\micro\metre}
\end{document}

- Im Deutschen ist das Dezimaltrennzeichen immer ein Komma.

- Einbuchstabige Befehle sind zu vermeiden, weil sie
überschreibgefährdet und in LaTeX für Textakzente reserviert sind.
Deshalb besser \euler statt \e, \diff statt \d, \imag statt \i.

- Im Deutschen (und auch im Standard) werden die runden Standardformen
ε, φ gegenüber den amerikanischen Formen ϵ, ϕ bevorzugt.

- Für chemische Formeln gilt sinngemäß das gleiche wie für Einheiten:
Spezialisierte Pakete wie mhchem sind hier immer gegenüber manuellen
Formatierungen zu bevorzugen.

Ansonsten ein wirklich schönes Dokument, das die Regeln und häufig
gemachte Fehler gut zusammenfasst!

Johannes Hafner

unread,
Jul 9, 2009, 4:21:03 PM7/9/09
to
Moritz Nadler schrieb:

> 2. Frage:
>
> In Bezug auf meinen Artikel habe ich auch noch eine weitere Frage. Nach den
> ISO-Regeln für den Formelsatz müssen auch bestimmte griechische Buchstaben
> aufrecht gesetzt werden am meisten verwendet werden pi als mathematische
> Konstante und mu als SI-Präfix. Selbst Schriftpacket mit ausführlichen
> Mahtezeichensatz + AMS-Math-Symbols bieten meines Wissens nach keine kleine
> aufrechten Griechischen Buchstaben im Mathemodus außer mu (mit dem Befehl
> \textmu aus textcomp). Die Zeichen aus upgreek passen ja nur zu Computer
> Modern
> (wobei ich mir da nicht sicher bin, denn meiner Meinung nach passen die
> Buchstaben aus upgreek besser zu Palatino also zu CM auch \upmu und \textmu
> sehen in CM nicht gleich aus.)
> Weiß jemand eine Möglichkeit zu verschiedenen Schriftarten passende
> aufrechte
> griechische Buchstaben zu bekommen? Wenn das schwierig sein sollte
> kennst jemand
> zumindest eine Möglichkeit an passende aufrechte pi zu kommen?

Hier kann ich dich nur auf MinionPro + MnSymbol verweisen (ersteres lädt
MnSymbol automatisch mit). MinionPro enthält und definiert sowohl
aufrechte als auch kursive Glyphen für griechische Buchstaben, die
Makros heißen genauso wie auch bei upgreek (also einfach \uppi, ...).
sinuitx verwendet allerdings weiterhin die Glyphen aus upgreek, aber da
kann man vermutlich etwas hintricksen (war mir bisher recht egal, da der
Unterschied minimal ist, wenn man nicht direkt hintereinander
\upmu\si{\micro} schreibt fällt es kaum auf).
Das einzige, was hier störend ist, ist die Tatsache, dass MinionPro kein
Zeichen für das in Deutschland übliche \varrho hat, \varrho verwendet
das selbe Zeichen wie \rho. Hier habe ich vor einiger Zeit mal rum
experimentiert (auch hier in der NG zu finden), die einzige brauchbare
Lösung war, das Zeichen aus einer anderen Schriftart zu "stehlen":

| \DeclareSymbolFont{varrhofont}{OML}{kurier}{m}{it}
| \DeclareMathSymbol{\varrho}\mathord{varrhofont}{37}

Dabei habe ich kurier, mak und txr (unter allen Schriftarten, die ich
momentan zur Verfügung habe) als die brauchbarsten erachtet und mich
letzen Endes für kurier entschieden.

Gruß,
Johannes

Axel Berger

unread,
Jul 9, 2009, 3:54:00 PM7/9/09
to
*Philipp Stephani* wrote on Thu, 09-07-09 19:13:
> au?fer ?Pilc
> Gamm��unslanted italicGammǣ-Variante

Es gab einmal eine Zeit, lange nachdem 8-bit-f�hige Reader praktisch
100 % Durchdringung erreicht hatten, da schrieben TeXer zugunsten
maximaler Kompatibilit�t in Nicht-TeX-Gruppen Umlaute als "a "o oder
\"u. Aus dieser Zeit und dem Gef�hl geistiger N�he stammt meine
Bekanntschaft mit und Begeisterung f�r LaTeX. Heute schreiben TeXer in
der TeX-Gruppe UTF statt \pi und \mu und zum Beispiel ich sehe dann gar
nichts mehr. Warum dann nicht gleich Word?

Heute erst kam ein Depp unter den Kommilitonen mit einer Microsoft-Word-
Datei im Format "Office Open XML" auf einem Stick an, um sie dem
Dozenten zu zeigen. Nat�rlich konnte kein Rechner im Institut das
darstellen. Ich zumindest fand so viel Dummheit und "n�tzliche Idiotie"
h�chst komisch und belustigend. Und back on topic:

Ich lasse mein LaTeX grunds�tzlich PDF 1.2 schreiben und teste
regelm��ig die Lesbarkeit mit einem Acrobat 3 unter Windos 3.11. Wenn
eine neue Version ein Feature mitbringt, das f�r den gegebenen Zweck
wirkliche Vorteile bringt und wirklich n�tzlich ist,[1] dann und nur
dann nutze ich das - ohne Not und Vorteil sinnlos Kompatibilit�t zu
zerst�ren ist einfach nur dumm.

[1] Sechsst�ndige H�rspiele editiere ich weder unter MS-DOS 5.0 noch
unter Win3.11 und auch nicht auf einem 286 mit 1 MB RAM und 60 MB
Platte. Bei einem Texteditor ist zu einer aktuellen Maschine kein
Unterschied erkennbar, warum also mu� es immer das neueste mit vollem
Schickimickifaktor sein?

Moritz Nadler

unread,
Jul 10, 2009, 2:38:04 PM7/10/09
to
Johannes Hafner schrieb:

> Hier kann ich dich nur auf MinionPro + MnSymbol verweisen (ersteres lädt
> MnSymbol automatisch mit). MinionPro enthält und definiert sowohl
> aufrechte als auch kursive Glyphen für griechische Buchstaben, die
> Makros heißen genauso wie auch bei upgreek (also einfach \uppi, ...).

also wenn ich das richtig verstanden habe, ist die Minion Pro nur für Geld zu
haben, und damit ja keine Alternative. Ich wollte nur fragen ob das auch so
stimmt. Ich kenne kaum Menschen, die bereit wäre
für eine Schriftart Geld auszugeben.

Grüße

Moritz

Christian Zietz

unread,
Jul 10, 2009, 3:19:55 PM7/10/09
to
Moritz Nadler schrieb:

> also wenn ich das richtig verstanden habe, ist die Minion Pro nur für Geld zu
> haben,

Minion Pro ist -- in den Grundschnitten -- bei diversen Adobe-Produkten
dabei (auch dem kostenlosen Reader) und darf lt. Adobe auch in
Drittanwendungen genutzt werden.

> Ich kenne kaum Menschen, die bereit wäre
> für eine Schriftart Geld auszugeben.

Äh, wieso eigentlich? Schriftdesign ist nun einmal harte Arbeit, warum
sollten die Designer dafür nicht angemessen entlohnt werden? Zum Glück
sehen das viele Leute auch so, wie die Existenz etlicher professioneller
Fonts beweist, die erworben werden können.

Christian
--
Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net
WWW: http://www.chzsoft.com.ar/
PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

Uwe Siart

unread,
Jul 11, 2009, 4:35:42 AM7/11/09
to
Moritz Nadler <moritz...@gmx.de> writes:

> Ich kenne kaum Menschen, die bereit w�re f�r eine Schriftart Geld
> auszugeben.

Das sind dann halt alles Menschen, die keine Ahnung haben, welcher
Aufwand hinter einer hochwertigen Schriftsippe steckt und die es
wahrscheinlich auch nicht merken, wenn sie minderwertigen
Schriftenramsch benutzen.

--
Uwe

Moritz Nadler

unread,
Jul 14, 2009, 2:56:43 PM7/14/09
to
Philipp Stephani schrieb:

> Ich habe jetzt dein Dokument kurz überflogen (gelesen hatte ich es schon
> früher, es war mir nur entfallen):

Hallo,

vielen Dank für deine Anregungen.
Nachdem ich deine beiden mails gelesen habe, denke ich, das Beste ist es einen
Abschnitt hinzuzufügen, der die Probleme, die beim Schriftartenwechsel auftreten
nennt, und die genannten Vorschläge um sie zu umgehen aufzeigt.

Grüße

Moritz

Moritz Nadler

unread,
Jul 14, 2009, 2:56:52 PM7/14/09
to
Uwe Siart schrieb:

> Das sind dann halt alles Menschen, die keine Ahnung haben, welcher
> Aufwand hinter einer hochwertigen Schriftsippe steckt und die es
> wahrscheinlich auch nicht merken, wenn sie minderwertigen
> Schriftenramsch benutzen.

Das ist der entscheidende Punkt! In dieser Newgroup ist es nicht so, aber in der
"Welt da drausen" benutzen die Leute "gratis" Standardschriftarten, die ihre
Software mitliefert.
Dazu kommt, dass LaTeX-Nutzer es gewohnt sind, dass LaTeX und die Tools
drumherum nix kosten. Und ja ich denke die meisten Leute, die meinen Formelsatz
Artikel lesen, werden nicht die geringste Motivation haben, eine Schriftart zu
kaufen, nur um das Problem von nicht ganz zueinander passenden aufrechten und
kursiven griechischen Buchstaben zu l�sen.
Die meisten Leute die LaTeX im Mathematik- oder Physikstudium nutzen, tuen es
weil es fast alle machen, weil es mehr oder weniger von den Professoren verlangt
wird und es keine vern�nftigen alternativen gibt, aber nicht weil sie sich von
sich aus f�r Typografie interessieren.


Gr��e

Moritz Nadler

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