bei Verwendung der neuen Briefklasse scrlttr2 als Bestandteil von
KOMA-Script erhalte ich unter Verwendung der lco-Datei 'DIN' einen
- meines Erachtens - wenig passenden Seitenumbruch am Ende der
Seite, wie dies am Minimalbeispiel, welches sich am Ende dieses
Postings befindet, dokumentiert wird.
Ich möchte zunächst anmerken, dass ich einen eigens erstellten
Briefkopf innerhalb der firsthead-Umgebung verwende (siehe
scrguide, Kap. 6.4.1); der Brieffuß dagegeben bleibt undefiniert,
ergo frei. Bei einer "kritischen Länge" des Brieftextes - hier mit
drei Absätzen angedeutet -, wie sie bei mir des Öfteren auftreten,
wird die letzte Zeile des laufenden Textes auf die darauf folgende
Seite umbrochen; anschließend folgt der Schlussgruß mit der
definierten Grußfloskel - hier "Mit freundlichen Grüßen".
Besonders ärgerlich ist dieser Tatbestand, wenn nicht ein ganzer
Absatz bzw. mehrere Zeilen, sondern nur zwei oder drei Wörter am
Kopf der nächsten Seite ausgegeben werden - wie z.B. "Für Ihre
Bemühungen bedanke ich mich (Seitenumbruch) im voraus". Der Fuß der
ersten Seite wirkt dabei äußerst leer und man gewinnt den Eindruck,
als wäre es durchaus möglich, die restliche Zeile sowie den
Schlussgruß noch auf der ersten Seite auszugeben - was dem
Gesamteindruck keineswegs abträglich wäre. Wird dagegen der letzte
Absatz gleich um einige Zeilen erweitert (verändere
Minimalbeispiel!), so erfolgt der Seitenumbruch auf der ersten
Seite - nun passend - erst später; dabei ist der Textumfang hier im
Vergleich zum vorhergehenden Beispiel auf der zweiten Seite nicht
größer. Quo vadis?
Eigene Gegenmaßnahmen
Der Satzspiegel wird wie im scrguide beschrieben für alle Klassen,
also einschließlich der scrlttr2-Klasse, durch das 'typearea'-Paket
vorgenommen. Daher habe ich zunächst versucht durch die Optionen
"DIV, headlines, headinclude" eine Verbesserung zu erwirken - was
jedoch nicht eintrat.
Ich erhoffte mir durch Aufbau einer eigenen lco-Datei (Kopie der
DIN-lco inklusive der eigenen Veränderungen), in der ich die
Pseudolänge 'fistfootvpos' (siehe scrgruide, Kap. 6.4.2) angemessen
veränderte, den Beginn des Brieffußes etwas weiter nach unten
rücken zu können, was sich jedoch nicht bewahrheitete. Laut
log-Datei wurde die lco-Datei zwar geladen; es erschien auch keine
Fehlermeldung, aber an der vorhergehenden Ausgabe hatte sich nichts
geändert.
%** Auszug aus der DIN.lco-Datei
\@setplength{firstfootvpos}{1in} % Wert wurde hier höher
gesetzt \@addtoplength{firstfootvpos}{\topmargin}
\@addtoplength{firstfootvpos}{\headheight}
\@addtoplength{firstfootvpos}{\headsep}
\@addtoplength{firstfootvpos}{\textheight}
\@addtoplength{firstfootvpos}{\footskip}
Bislang war meine einzige Alternative: Rückgriff auf die
DINmtext.lco-Datei; dies schiebt das gesamt Anschriftenfeld näher
an die Kopfzeile und ermöglicht für den eigentlichen Brieftext mehr
Freiraum - jedoch bei aktivierter Anzeige der Rücksendeadresse über
derjenigen des Empfängers wirkt dies für meinen selbst definierten
Briefkopf - nach meinem Geschmack - sehr gedrungen; ich habe sie in
diesem Fall stets deaktiviert (backadress = false).
Meine Frage: Lässt sich der Seitenumbruch in irgendeiner Weise an
diese Situation anpassen?
%** Minimalbeispiel
\documentclass[fontsize=12pt, paper=a4, DIN]{scrlttr2}
\usepackage{ngerman}
\usepackage[ansinew]{inputenc}
\usepackage{marvosym} % Für Telefon-, Handy- und Briefsymbol
%** Generelle Einstellungen der Dokumenteigenschaften
\KOMAoptions{
pagenumber=bot,
parskip=half,
fromalign=left,
fromrule=afteraddress,
fromphone=true,
fromfax=false,
fromemail=true,
fromurl=false,
fromlogo=false,
addrfield=true,
backaddress=true,
subject=beforeopening,
subject=untitled,
locfield=narrow,
foldmarks=true,
numericaldate=false,
refline=narrow
}
%** Definition der Variablen
\renewcommand{\raggedsignature}{\raggedright}
\setkomavar{backaddressseparator}{$\;\cdot\;$}
\setkomavar{fromname}{Kiefl Roland}
\setkomavar{fromaddress}{Panzergraben 45\\ 99999 Hintertupfing}
\setkomavar{fromphone}{09421/1463}
\setkomavar{fromemail}{rki...@web.de}
\setkomavar{signature}{\textsc{Kiefl Roland}}
\setkomavar{place}{Hintertupfing}
%** Eigene Definition des Briefkopfes
%
\firsthead{
\parbox[t]{0.4\textwidth}{
\sffamily \bfseries \large \usekomavar{fromname} \\
\usekomavar{fromaddress} }
\hfill
\parbox[t]{0.4\linewidth}{
\hfill
\begin{tabular}[t]{r@{\hspace{3pt}}l@{\hspace{5pt}}l}
\Telefon & : & \small 09999/9999 \\
\Mobilefone & : & \small 0190/9090909 \\[0.07em]
\Letter & : & \small \usekomavar{fromemail} \\
\end{tabular}
}
\\[0.2em]\hrule
}
%-----------------------------------------------------
%** Betreff des Briefes
\setkomavar{subject}{Bewerbung um eine Stelle als Gartenzwerg}
\begin{document}
%** Anschrift des Empfängers einfügen
\begin{letter}{Hans Huber \\ Kleingartenweg 39a \\ 80456 Karlsbad}
%** Grußzeile
\opening{Sehr geehrte Damen und Herren,}
%** Brieftext
dies ist ein Dummy-Text, welcher den unpassenden Zeilenumbruch am
Ende dieser Seite verdeutlichen soll. Dies ist ein Dummy-Text,
welcher den unpassenden Zeilenumbruch am Ende dieser Seite
verdeutlichen soll. Dies ist ein Dummy-Text, welcher den
unpassenden Zeilenumbruch am Ende dieser Seite verdeutlichen soll.
Dies ist ein Dummy-Text, welcher den unpassenden Zeilenumbruch am
Ende dieser Seite verdeutlichen soll.
Dies ist ein Dummy-Text, welcher den unpassenden Zeilenumbruch am
Ende dieser Seite verdeutlichen soll. Dies ist ein Dummy-Text,
welcher den unpassenden Zeilenumbruch am Ende dieser Seite
verdeutlichen soll. Dies ist ein Dummy-Text, welcher den
unpassenden Zeilenumbruch am Ende dieser Seite verdeutlichen soll.
Dies ist ein Dummy-Text, welcher den unpassenden Zeilenumbruch am
Ende dieser Seite verdeutlichen soll. Dies ist ein Dummy-Text,
welcher den unpassenden Zeilenumbruch am Ende dieser Seite
verdeutlichen soll. Dies ist ein Dummy-Text, welcher den
unpassenden Zeilenumbruch am Ende dieser Seite verdeutlichen soll.
Dies ist ein Dummy-Text, welcher den unpassenden Zeilenumbruch am
Ende dieser Seite verdeutlichen soll. Dies ist ein Dummy-Text,
welcher den unpassenden Zeilenumbruch am Ende dieser Seite
verdeutlichen soll.
%** Ausmaskieren!
%Dies ist ein Dummy-Text, welcher den unpassenden Zeilenumbruch am
Ende dieser %Seite verdeutlichen soll. Dies ist ein Dummy-Text,
welcher den unpassenden %Zeilenumbruch am Ende dieser Seite
verdeutlichen soll. %Dies ist ein Dummy-Text, welcher den
unpassenden Zeilenumbruch am Ende dieser %Seite verdeutlichen soll.
Dies ist ein Dummy-Text, welcher den unpassenden %Zeilenumbruch am
Ende dieser Seite verdeutlichen soll.
%** Schlussgruß
\closing{Mit freundlichen Grüßen}
\end{letter}
\end{document}
> Der Fuß der
> ersten Seite wirkt dabei äußerst leer und man gewinnt den Eindruck,
> als wäre es durchaus möglich, die restliche Zeile sowie den
> Schlussgruß noch auf der ersten Seite auszugeben
Wenn das der Fall wäre, dann würde TeX das auch machen.
> Wird dagegen der letzte
> Absatz gleich um einige Zeilen erweitert (verändere
> Minimalbeispiel!), so erfolgt der Seitenumbruch auf der ersten
> Seite - nun passend - erst später
Klar, jetzt ist LaTeX auch nicht gezwungen entweder den Schlußgruß allein
auf die Seite zu setzen oder die erste Seite recht früh umzubrechen.
> Daher habe ich zunächst versucht durch die Optionen
> "DIV, headlines, headinclude" eine Verbesserung zu erwirken - was
> jedoch nicht eintrat.
Du müsstest DIV schon so hoch setzen, dass der Schlußgruß einschließlich
Signatur noch auf die erste Seite passt.
Du könntest aber natürlich auch die LaTeX-Standardanweisung \enlargethispage
verwenden, die in der LaTeX beiliegenden Dokumentation zu finden ist.
> Ich erhoffte mir durch Aufbau einer eigenen lco-Datei (Kopie der
> DIN-lco inklusive der eigenen Veränderungen), in der ich die
> Pseudolänge 'fistfootvpos' (siehe scrgruide, Kap. 6.4.2) angemessen
> veränderte, den Beginn des Brieffußes etwas weiter nach unten
> rücken zu können, was sich jedoch nicht bewahrheitete.
Wie KOMAold zeigt, geht das durchaus. Also wird deine - hoffentlich
umbenannte - Kopie nicht geladen oder du machst danach noch etwas, um das
auszuhebeln. Übrigens genügt es nicht, den Fuß nach unten zu schieben,
damit der Textkörper der ersten Seite größer wird (nach oben schieben,
damit er kleiner wird, hingegen schon). --> Anleitung, Option
enlargefirstpage.
%** Minimalbeispiel
Was ist daran minimal?
Markus
--
Fragen zu LaTeX? --> http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/
Fragen zu KOMA-Script? --> scrguide
Lust zur Mitarbeit? --> http://koma-script.net.tf
Fragen zur Person? --> http://kohm.de.tf
Kiefl Roland schrieb:
> bei Verwendung der neuen Briefklasse scrlttr2 als Bestandteil von
> KOMA-Script erhalte ich unter Verwendung der lco-Datei 'DIN' einen -
> meines Erachtens - wenig passenden Seitenumbruch am Ende der Seite,
Vielleicht solltest du dir auch mal DINmtext.lco anschauen, das lässt
ja mehr Platz für Text auf der Seite.
V-Li
--
My fingers feel for faith
Touch clean with a dirty hand
I touched the clean to the waste
>
> bei Verwendung der neuen Briefklasse scrlttr2 als Bestandteil von
> KOMA-Script erhalte ich unter Verwendung der lco-Datei 'DIN' einen
> - meines Erachtens - wenig passenden Seitenumbruch am Ende der
> Seite, wie dies am Minimalbeispiel, welches sich am Ende dieses
> Postings befindet, dokumentiert wird.
>
> Ich möchte zunächst anmerken, dass ich einen eigens erstellten
> Briefkopf innerhalb der firsthead-Umgebung verwende (siehe
> scrguide, Kap. 6.4.1); der Brieffuß dagegeben bleibt undefiniert,
> ergo frei. Bei einer "kritischen Länge" des Brieftextes - hier mit
> drei Absätzen angedeutet -, wie sie bei mir des Öfteren auftreten,
> wird die letzte Zeile des laufenden Textes auf die darauf folgende
> Seite umbrochen; anschließend folgt der Schlussgruß mit der
> definierten Grußfloskel - hier "Mit freundlichen Grüßen".
>
Das Problem hat nichts mit scrlttr2 zu tun, sondern tritt allgemein bei
allen Briefklassen auf: Alle Briefklassen haben am Ende einen relativ
großen Block: mindestens eine Textzeile, einen Abstand, die Grußformel,
einen Abstand, die Signatur. Wenn dieser ganze Block nicht mehr auf die
erste Seite paßt, schiebt LaTeX halt alles auf die nächste Seite.
Du kannst bei einzelnen Briefen mit \enlargethispage mehr Text auf der
ersten Seite zulassen.
Man kann den closing-Befehl so ändern, daß eine Trennung zwischen Gruß
und Signatur möglich ist (dann schmeißt man die Seite, wo nur die
Signatur ist, weg). Aber sowas ist blöd, wenn man Anlagen und ein PS
hat.
Man kann den closing-Befehl so ändern, daß am Ende ein relativer großer
negativer \vspace-Abstand eingefügt wird, dann hält LaTeX den Block für
nicht so groß. Man muß dabei nur darauf achten, daß eventuell
nachfolgender Text (\encl, PS usw) den Abstand wieder einfügt, sonst
schreibt man plötzlich über den Gruß.
Solange es nicht um viele automatische erzeugte Briefe geht, würde ich
Variante 1 vorziehen. Ich habe eigentlich bei allen Briefen kurz vor
\closing \enlargethispage{6\baselineskip} stehen, das ich bei Bedarf
ein- oder auskommentiere.
Ulrike Fischer
> Du könntest aber natürlich auch die LaTeX-Standardanweisung
> \enlargethispage verwenden, die in der LaTeX beiliegenden
> Dokumentation zu finden ist.
Dies habe ich jetzt auch - überdies mit einem Hinweis von Ulrike -
mit \enlargethispage{6\baselineskip} vor \closing{...} probiert und
funktioniert auch vortrefflich.
> > Ich erhoffte mir durch Aufbau einer eigenen lco-Datei (Kopie der
> > DIN-lco inklusive der eigenen Veränderungen), in der ich die
> > Pseudolänge 'fistfootvpos' (siehe scrgruide, Kap. 6.4.2) angemessen
> > veränderte, den Beginn des Brieffußes etwas weiter nach unten
> > rücken zu können, was sich jedoch nicht bewahrheitete.
>
> Wie KOMAold zeigt, geht das durchaus. Also wird deine - hoffentlich
> umbenannte - Kopie nicht geladen oder du machst danach noch etwas,
> um das auszuhebeln. Übrigens genügt es nicht, den Fuß nach unten zu
> schieben, damit der Textkörper der ersten Seite größer wird (nach
> oben schieben, damit er kleiner wird, hingegen schon). -->
> Anleitung, Option enlargefirstpage.
>
Ich habe jetzt mit meiner eigens erstellten, umbenannten lco-Datei,
die auch geladen wird, etwas herumexperimentiert und Folgendes
festgestellt:
- Verwende ich die vordefinierte lco-Datei 'DIN' mit der Option
enlargefirstpage so ergibt sich der gleiche Umbruch, ergo keine
Veränderung an der ursprünglichen Fassung.
- Verwende ich die selbst definierte lco-Datei, wobei ich die
Pseudolänge 'firstfootvpos' auf 2in von ursprünglich 1in erhöhe,
und aktiviere gleichzeitig enlargefirstpage, so wird jetzt nicht
mehr umbrochen; ist jedoch enlargefirstpage - wie vordefiniert -
auf false gestellt, ergibt sich derselbe Umbruch, der bei
Verwendung von 'DIN' eintritt.
- Definiere ich in meiner lco-Datei die Länge 'firstfootvpos' auf
0in wird - unabhängig von der Aktivierung von enlargefirstpage -
bereits zu Beginn des letzten Absatzes umbrochen, was jedoch in
diesem Beispiel - meines Erachtens - wenig sinnvoll erscheint.
- Ich habe anschließend noch in \foothead{...} einen kurzen
einzeiligen Text aufgenommen, um mir deutlich zu machen, wo der
Brieffuß eigentlich beginnt, und beobachtet, dass bei einem
Gebrauch des Brieffußes es sehr wohl zweckmäßig ist an der
gegebenen Stelle umzubrechen.
Aus meinem Blickwinkel wäre es u.U. zweckdienlich, wenn man einen
Schalter zum De-/Aktivieren des Brieffußes einrichten und erst im
Anschluß daran den Satzspiegel für die erste Seite berechnen würde.
Vielleicht ist es dir möglich, diese Option in einer der nächsten
Releases zu implementieren; bis dahin kann ich auch gut mit der
Lösung mittels \enlargethispage leben, da ich keine Serienbriefe
oder dergleichen benötige.
Danke nochmals für die rasche Antwort.
Gruß Roland.
Das war genau die passende Lösung für mein Problem - Danke!
Gruß Roland.
> - Verwende ich die vordefinierte lco-Datei 'DIN' mit der Option
> enlargefirstpage so ergibt sich der gleiche Umbruch, ergo keine
> Veränderung an der ursprünglichen Fassung.
Klar, die setzt ja auch die Fußposition so unter den Satzspiegel, dass das
genau passt. Deshalb habe ich auch nie behauptet, dass mit DIN und ohne
Änderung der Fußposition enlargefirstpage irgendetwas bringt. Könnte sogar
sein, dass in der Anleitung explizit darauf hingewiesen wird.
> - Verwende ich die selbst definierte lco-Datei, wobei ich die
> Pseudolänge 'firstfootvpos' auf 2in von ursprünglich 1in erhöhe,
> und aktiviere gleichzeitig enlargefirstpage, so wird jetzt nicht
> mehr umbrochen; ist jedoch enlargefirstpage - wie vordefiniert -
> auf false gestellt, ergibt sich derselbe Umbruch, der bei
> Verwendung von 'DIN' eintritt.
Klar, genau so ist es spezifiziert und auch in der Anleitung erklärt.
Übrigens stellt DIN.lco keineswegs firstfootvpos auf 1in ein. Du hast die
ganze \addtoplength{firstfootvpos} übersehen. aus demselben Grund, setzt du
nicht den Wert 2in.
> - Definiere ich in meiner lco-Datei die Länge 'firstfootvpos' auf
> 0in wird - unabhängig von der Aktivierung von enlargefirstpage -
> bereits zu Beginn des letzten Absatzes umbrochen, was jedoch in
> diesem Beispiel - meines Erachtens - wenig sinnvoll erscheint.
Wenn wirklich auch 0in definierst, sagst du, dass der Fuß am Anfang der
Seite stehen soll. Dass darüber dann kein Platz mehr ist, sollte nicht
sonderlich wundern. Wenn du lediglich den Wert gegenüber DIN um 1in
verringerst, sollte nicht sonderlich verwundern, dass der Umbruch früher
als mit DIN erfolgt. Ich sehe deshalb nichts, was es an dem Verhalten
auszusetzen gibt.
> Aus meinem Blickwinkel wäre es u.U. zweckdienlich, wenn man einen
> Schalter zum De-/Aktivieren des Brieffußes einrichten und erst im
> Anschluß daran den Satzspiegel für die erste Seite berechnen würde.
??? Wozu? Der Satzspiegel ist korrekt egal ob mit oder ohne totem Fuß. Wenn
keinen Fuß und maximal mehr Platz haben willst, dann schreib dir eine
lco-Datei mit folgendem Inhalt:
\@setplength{firstfootvpos}{\paperheight}
\KOMAoption{enlargefirstpage}
Die lädst du dann einfach und du solltest die erste Seite maximal ausgenutzt
haben. Nennen kannst du sie beispielsweise `nofootatfirstpage'.
Ansonsten: Doku nochmal genau und in Ruhe studieren und auch die erweiterten
Beispiele auf der Homepage des KOMA-Script Documentation Projects.